2000


Leipzig
23
. - 25. Juni 2000

Informationen · Bericht · Setzliste/Ergebnisse Frauen · Setzliste/Ergebnisse Männer · Bilder


Bericht

In Leipzig setzen sich favorisierte Teams durch, in Travemünde der Nachwuchs
Den Freiburgern Gau/Schmidt gelingt in der Messestadt der Hattrick
In Leipzig und Travemünde versammelt sich die nationale Beach-Spitze


In Leipzig setzen sich favorisierte Teams durch, in Travemünde der Nachwuchs

Bei regnerischem Wetter und bewölktem Himmel, aber dennoch guter Stimmung liefen die beiden German Beach Cups 2000 in Leipzig und Travemünde am vergangenen Wochenende über die Bühne. Dabei setzten sich in Leipzig und Travemünde ausschließlich favorisierte Mannschaften durch. In Leipzig triumphierten Helke Claasen/Annette Romainczyk (VF Bayern Lohhof/VC B.-Kempfenhausen) und Bernard Gau/Erik Schmidt (beide FT 1844 Freiburg), in Travemünde setzten sich Andrea Ahmann/Silke Schmitt (beide TV Fischbeck) und David Klemperer/Jonas Reckermann (FT Adler Kiel/USC Münster) durch.

Das Frauen-Turnier in Leipzig war eine deutliche Angelegenheit für die beiden topgesetzten Teams Claasen/Romainczyk und Ast/Küttner (beide Dresdner SC). Ohne Niederlage spielten sich die Duos in das Finale und lieferten sich dort einen spannenden Schlagabtausch – das bessere Ende hatten Claasen/Romainczyk mit 12:7 und 12:11.
Bei den Männern deutete alles auf den ersten Turniersieg von Sergeev/Zimmermann (TSV Spandau Berlin/SCE Innova Berlin) hin, die ohne Niederlage in das Finale kamen und dort auf die Titelverteidiger des vergangenen Jahres, Gau/Schmidt, trafen. Diese hatten sich im Turnierverlauf relativ früh eine Niederlage eingehandelt und mussten demnach durch die Verliererrunde. Dort spielten sie hervorragend und qualifizierten sich somit für das Finale. Das Endspiel entwickelte sich zu einem wahren Krimi, denn nach zwei Sätzen hieß es Satzgleichstand und somit Tiebreak. Dort hatten Gau/Schmidt etwas mehr Glück und gewannen wie im Vorjahr den Siegerscheck in Höhe von 1.800 Mark sowie 50 Punkte für die nationale Rangliste.

Der parallel laufende Cup in Travemünde wurde für die Favoritinnen Ahmann/Schmitt zu einer einzigen Siegesfeier: Kein Team konnte die „Beach-Mütter“ aufhalten, auch nicht die Überraschungs-Finalistinnen Anne Heinz/Cornelia Schellenberg (VF Bayern Lohhof/ VC B.-Kempfenhausen), die im Finale mit 6:15 unterlegen waren.

Bei den Männern avancierte das Turnier zu einem Nachwuchs-Schaulaufen. Alle drei U23-Teams platzierten sich unter den fünf Erstplatzierten – das Finale war eine reine U23-Angelegenheit. Wie schon in Köln siegten Klemperer/Rademacher und deuteten damit eindrucksvoll an, dass ihr Sieg der Vorwoche keine Eintagsfliege war. Dieses Mal unterlagen Hildebrandt/Strosik (Eimsbütteler TV/FT Adler Kiel) mit 7:15.

Quelle: DVV

 

Den Freiburgern Gau/Schmidt gelingt in der Messestadt der Hattrick

Leipzig - Mehr als 7500 Mal haben Beach-Volleyball-Interessierte in den vergangenen 15 Monaten die Internet-Homepage von Bernard Gau und Erik Schmidt besucht. In den kommenden Tagen werden möglicherweise ungewöhnlich viele Zugriffe aus Leipzig dazu kommen. Denn das Freiburger Duo hat sich beim German Beach Cup gestern Nachmittag auf dem Willy-Brandt-Platz endgültig in die Herzen der Leipziger gespielt und ist zum dritten Mal in Folge als Sieger vom (Sand-)Platz gegangen. Zuvor hatten sich im kleinen Finale Jochen Wächter und Vincent Lange (München/Berlin) gegen Sebastian Paul und Mirko Sladek (Berlin) durchgesetzt.

In einem hochklassigen und spannenden Endspiel bezwangen der lange Bernard und der flinke Erik die Favoriten Sergej Sergeev und Falk Zimmermann aus Berlin mit 10:12, 12:5 und 13:11. "Die Titelverteidigung wäre geil", hatte Erik Schmidt schon vor dem Finale festgestellt, zweifelte angesichts des starken Gegners, dem Deutschen Vizemeister im Sand, aber am Hattrick. "Für Leipzig motivieren wir uns immer total", sagte Bernard Gau, und das merkte man auch. Mit tollen Sprungaufgaben, einer guten Abwehrleistung von Schmidt und einem phasenweise exzellenten Block des Zwei-Meter-Mannes Gau zogen sie den introvertierten Berlinern den Zahn. Zudem konnte das in Würzburg lebende Duo auf die trotz kühlen Windes mehr als 1000 Zuschauer zählen, die das emotionale Team schnell zu ihrem Liebling erklärt hatten.

Dresdner Damen Küttner/Ast unterliegen erst im Finale

Im Frauenfinale eine Stunde zuvor waren die Fronten ebenfalls geklärt. Die Dresdnerinnen Janine Ast und Peggy Küttner, die in der Halle für den DSC in der Ersten Liga spielen, wurden von den Rängen und vom eigenen kleinen Fanclub angefeuert, hatten aber mit 7:12 und 11:12 knapp das Nachsehen. Peggy mit dem rosa Haarschopf freute sich aber trotzdem über den zweiten Rang und immerhin 1020 Mark Preisgeld. "Im Vorjahr sind wir nur Neunte geworden, deshalb geht das Ergebnis schon in Ordnung." Die Erstplatzierten aus Bayern, Helke Claasen und Annette Romainczyk, haben hingegen schon Erfahrung im Siegen. "Es läuft so toll zurzeit, wir können es selbst kaum glauben", strahlte die Psychologiestudentin Annette Romainczyk, die bereits am vergangenen Wochenende beim German Beach Cup in Köln auf dem obersten Treppchen stand und in der deutschen Rangliste momentan auf dem dritten Platz geführt wird. Im Spiel um Platz drei setzte sich das Berliner Duo Gabi Freytag/Martina Stoof mit 15:9 gegen Judith Deister/Julia Krumbeck aus Köln durch.

Nach der Siegerehrung war auf dem Willy-Brandt-Platz gestern längst noch nicht Schluss. Bei einem Fun-Turnier zwischen den VVL-Duos Kynast/Mühlisch, Maric/Pietzonka und Sechser-Mannschaften, darunter ein Team der Stadt, flogen die Bälle bis zum Abend. Heute morgen werden die 1000 Tonnen Sand abtransportiert. Sie werden die Bunker auf dem Golfplatz Seehausen füllen.

Quelle: Leipziger Volkszeitung - Eva Schläfer

 

In Leipzig und Travemünde versammelt sich die nationale Beach-Spitze

Am Wochenende spielt die deutsche Beach-Volleyballspitze an insgesamt vier Schauplätzen: Die Nationalduos des DVV sind in Gstaad/Schweiz (Frauen) und Teneriffa/Spanien (Männer), die übrigen Top-Teams verteilen sich auf die beiden Veranstaltungen des German Beach Cups in Leipzig und Travemünde. Beide Cups beginnen am Freitag, den 23. Juni, mit der Qualifikation und enden am Sonntag Nachmittag mit den Finalspielen.

In Travemünde ist ein äußerst ausgeglichenes und starkes Teilnehmerfeld bei den Damen am Start. Ein Blick auf die Meldeliste zeigt, dass die ersten fünf Duos allesamt Chancen haben, den Siegerpokal aus Travemünde mitzunehmen. Angeführt wird die Setzliste von Andrea Ahmann/Silke Schmitt (beide TV Fischbeck), gefolgt vom Überraschungsteam des Sommers 2000, Andrea Jahny/Sabine Timmer (beide TSV Bayer 04 Leverkusen). Aber auch Mireya Kaup/Okka Rau (VC B.-Kempfenhausen/TV Fischbeck), Nicole Galle/Beate Wand (CVJM Hamburg/USC Münster) oder Beate Paetow/Kathrin Pahlitzsch (beide MTV Henstedt) sind Anwärter auf den Titel in der Ostseestadt. Interessant dürfte auch das Abschneiden der Hallen-Nationalspielerinnen Ina Mäser/Hanka Pachale (Schweriner SC/Volley Modena) sein.

Aber auch das Männerfeld in Travemünde kann sich sehen lassen. Hier sind Malte Homeyer/Kjell Schneider (Holstein Kiel/FT Adler Kiel) sowie die Köln-Sieger und U-23-Nationalspieler David Klemperer/Jonas Reckermann (FT Adler Kiel/USC Münster) Top-Favoriten.

Die Teams, die in Travemünde nicht am Start sind, kämpfen in Leipzig um den Turniersieg und die damit verbundenen 25 Punkte für die deutsche Rangliste. In erster Linie sind das bei den Frauen Katrin Petzold/Delia Schultrich (TV Fischbeck/TV Creglingen), Janine Ast/Peggy Küttner (beide Dresdner SC) und Michaela Grohmann/Brigitte Haack (beide TSV Spandau Berlin), die allesamt in Essen auf dem D2 Masters glänzen konnten. Ast/Küttner gewannen damals vor Petzold/Schultrich, und Grohmann/Haack liefen auf Rang vier ein.

Klarer Favorit auf den Siegerpokal bei den Männern sind Sergej Sergeev/Falk Zimmermann (TSV Spandau Berlin/SCE Innova Berlin), die mit einigem Punktevorsprung die Setzliste von Leipzig anführen und endlich ihren ersten Saisonsieg landen möchten. Härteste Konkurrenten dürften insbesondere die Vorjahressieger Bernard Gau/Erik Schmidt (beide FT 1844 Freiburg) sein, die nach überstandener Verletzung von Gau vergangenes Wochenende in Köln den zweiten Platz belegten.

Quelle: DVV

 

 © 1999-2001 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel