Die Geschichte des deutschen Volleyballsports

Nachdem im Jahre 1895 W.C. Morgan in den USA das Volleyballspiel aus anderen Ballspielen entwickelt hatte, wurde es zunächst auf dem amerikanischen Kontinent bekannt. US-Soldaten brachten es im Ersten Weltkrieg nach Europa. Aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg konnte es sich in Deutschland schrittweise durchsetzen, wozu auch die Gründung des Weltverbandes "Federation Internationale De Volley - Ball" (FIVB) 1947 in Paris beitrug.

2000

Das Jahr fängt traumhaft an für den DVV: Bei der europäischen Olympia-Qualifikation in Bremen gelingt gelingt der Frauen-Nationalmannschaft vor knapp 5000 begeisterten Zuschauern ein sensationeller 3:2-Sieg über Kroatien. Der Sprung nach Sydney ist geschafft, die Mannschaften aus Italien, Kroatien, Niederlande, Ukraine und Rumänien hinter dem strahlenden DVV-Team.

1999

Zu Jahresbeginn präsentiert der DVV zwei neue Bundestrainer: Mit Hee Wan Lee bei den Frauen und Stelian Moculescu bei den Männern soll es wieder aufwärts gehen. Und Moculescu bringt recht schnell Glück: Die CEV, der europäische Volleyball-Verband, reformiert sein Euroliga- und EM-System, so dass die deutsche Mannschaft nicht in die Euroliga B absteigen muss und sich somit für die EM 2001 in der Tschechischen Republik qualifizieren kann. Bei der Universiade Anfang Juli gelingt der deutschen Männermannschaft unter Moculescu ein nicht erhoffter Triumph: ungeschlagen und mit einem 3:1 Sieg über Japan im Finale gewinnen die deutschen Spieler sensantionell die Goldmedaille. Eine völlig unerfahrene, junge Frauen-Nationalmannschaft überzeugt bei der EM in Italien alle Fachleute und wird nach Siegen über Polen und Kroatien sowie Niederlagen gegen Bulgarien, Russland und Italien hervorragender Vierter.

1998

Glückte den deutschen Damen zu Jahresbeginn noch ein überzeugender Turniersieg beim Bremer Turnier, dies bedeutete gleichzeitig die Teilnahme an der WM, so konnten dort die Erwartungen nicht erfüllt werden. Die Mannschaft enttäuschte und unterlag in ihren Vorrundenspielen der Dominikanischen Republik, Rußland und Brasilien. Noch schlimmer stellt sich die Situation bei den deutschen Herren dar: Nach zwei Niederlagen gegen Portugal und dem lediglich fünften Platz in der Gruppe steigt die Mannschaft in die Euroligagruppe B ab und hat erst im Jahr 2003 wieder die Möglichkeit an einer internationalen Meisterschaft teilzunehmen.

1997

Beide Nationalmannschaften belegen bei den Europameisterschaften den 9. Rang. Dabei gelingt den Männern in Holland ein historischer 3:2 Sieg über Rußland, der letzte Erfolg gegen die Osteuropäer datierte vom Oktober 1976. Damals schlug die DDR den großen Bruder mit 3:1.

1996

Die Frauen-Nationalmannschaft feiert mit einem 3:2 Erfolg über Rußland bei der Olympiaqualifikation in Bremen einen ganz besonderen Triumph: Es war der erste Sieg einer DVV-Frauen-Nationalmannschaft über die übermächtigen Russinnen und bescherte den Damen von Siegfried Köhler zudem die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Atlanta. Dort sprang ein 8. Platz heraus. Beim ersten olympischen Beach-Volleyballturnier schlugen sich die beiden deutschen Teams ebenfalls prächtig: Beate Bühler/Danja Müsch wurden 7., Jörg Ahmann/Axel Hager belegten den 9. Rang.

1995

In diesem Jahr gab es für den deutschen Volleyball zwei Highlights: Zum einen wurden die deutschen Damen bei der Europameisterschaft in Holland Vierte, zum anderen feierte Berlin eine Premiere: Erstmalig fand ein World Tour Event der Beach-Volleyballer auf deutschem Boden statt und wurde zum vollen Erfolg. Hohe Medienpräsenz, guter Zuschauerzuspruch und ein hervorragender fünfter Platz von Jörg Ahmann/Axel Hager verhalfen dem Turnier zu einem vollen Erfolg.

1994

Bei den Weltmeisterschaften in Brasilien spielen die deutschen Damen ausgezeichnet und landen nach Siegen u.a. gegen Südkorea, China und die USA auf einem überzeugenden 5. Platz.

1993

Die deutsche Männer-Nationalmannschaft spielt ein sehr erfolgreiches Jahr: In der Weltliga gelingen ihr sieben  Siege, darunter zwei Heimsiege gegen Olympiasieger Brasilien. Bei den Europameisterschaften in Finnland erfüllen die Spieler die Vorgabe von Bundestrainer Igor Prielozny und werden Vierte.

1992

Erste "gesamtdeutsche Meister" werden bei den Damen der USC Münster und bei den Herren der Moerser SC. Erstmalig finden Deutsche Beach-Volleyballmeisterschaften statt. Bei den Frauen gewinnen Beate Paetow/Martina Schwarz, die Herrenkonkurrenz entscheiden Lars Björn Freier/Christian Tiemann für sich.

1991

Die neue Bundesligasaison wird erstmalig mit Mannschaften aus West und Ost gespielt. Die erste gesamtdeutsche Damenauswahl wird bei den Europameisterschaften 3., die Herren 4.

1989

Die Juniorinnen und Junioren der BRD belegen bei den Europameisterschaften die Plätze 2. und 3. Am 9.12. findet in West-Berlin die Vereinigung der beiden deutschen Volleyballverbände statt.

1988

Bei den Olympischen Spielen in Seoul belegen die DDR-Frauen den 5. Platz.

1987

Die Frauen-Nationalmannschaft der DDR wird zum zweiten Mal Europameister.

1984

Die Juniorinnen der DDR werden Zweite bei den Europameisterschaften, die Juniorenauswahl der BRD erkämpft die  Bronzemedaille.

1983

Die Frauen-Nationalmannschaft der DDR wird Europameister.

1982

Erstmalig gewinnt eine BRD-Auswahl eine Medaille bei internationalen Meisterschaften: die Junioren werden Zweiter bei der WM.

1980

Die Damen-Nationalmannschaft der DDR gewinnt bei den Olympischen Spielen in Moskau die Silbermedaille.

1976

Offizieller Beginn der 1. Bundesliga der Damen in der BRD.

1975

Der SC Traktor Schwerin gewinnt den Europa-Cup der Pokalsieger.

1974

Offizieller Beginn der 1. Bundesliga der Herren in der BRD.

1972

Die DDR-Herren-Nationalmannschaft erringt bei den Olympischen Spielen in München hinter Japan die Silbermedaille. Die Auswahlmannschaften der BRD sind erstmalig bei Olympischen Spielen vertreten. Nach dem Turnier kommt es in der BRD zu einem "Volleyball-Booom".

1970

Bei den Weltmeisterschaften in Sofia wird die DDR-Herrenauswahl Weltmeister

1969

Die Herren-Nationalmannschaft der DDR gewinnt in Ost-Berlin den Weltpokal.

1968

Bei den Olympischen Spielen in Mexiko belegt die Herren-Nationalmannschaft der DDR den 4. Platz.

1964

Der Sportclub Leipzig erringt den Europapokal der Herren.

1957

Die Pädagogische Hochschule Hannover wird bei Damen und Herren 1. Meister der BRD.

1956

Erstmalige Teilnahme der Damen- und Herren-Nationalmannschaften aus der DDR und BRD an Weltmeisterschaften, die in Frankreich ausgetragen werden.

1955

Gründung des "Deutschen Volleyball-Verbandes" in Kassel.

1951

der "Sektion Volleyball der DDR im Deutschen Sportausschuß" in Leipzig. Die HSG "Geschwister Scholl"  Halle wird bei Damen und Herren 1. DDR-Meister.

Quelle: Deutscher Volleyball Verband

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