News

Samstag, 06. Juli 2002 

Aktuelles aus Stavanger  Sa, 16.06 h
DVV: Foto-Shooting mit dem STERN
Bulgarien: Eine Mannschaft mit vielen Problemen!
Barsbüttel: Männliche Jugend soll durchstarten
Top-Teams erreichen das Halbfinale
Wo liegt denn eigentlich Egestorf?
Deutschland vor der Volleyball-WM
Deutsche Volleyballer unterliegen Russen nur knapp
DM in Leipzig: Die gesteckten Ziele erreicht
Volleyball im "olympischen Dorf" Brescia
Sandstrände für Volleyball-Fans
2:3 nach 141 Minuten!
Ferienbeginn mit YoungBeach gefeiert

Juli 2002

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        

 

Juni 2002

Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Zum Medien-Überblick

 

International - Smash-News

Samstag. 06. Juli 2002

Aktuelles aus Stavanger

Sa, 16.13 h: Beide deutschen Teams im Viertelfinale 

Markus Dieckmann und Jonas Reckermann haben ihr Achtelfinalspiel gegen die US-Amerikaner Holdren/Fonoimoana in 48 Minuten mit 2-1 (18-21, 21-18, 15-10) gewonnen. Im Viertelfinale treffen sie auf die Brasilianer Pará/Harley, die gegen die Kubaner Alvarez-Rosell mit 21:16 und 21:14 erfolgreich waren.  

Und auch Axel Hager und Jörg Ahmann stehen im Viertelfinale, hatten aber beim 22:20, 22:24 und 15:11 gegen die Scjhweden Berg/Dahl ein sehr hartes Match. Sie treffen im Viertelfinale auf die Topfavoriten und Titelverteidiger Emanuel/Tande aus Brasilien.

Weitere Ergebnisse des Achtelfinals: die Norweger Kjemperud-Hoidalen schlagen die Schweizer Brüder Laciga mit 21:16 und 21:17 und im brasilianischen Duell setzen sich Emanuel/Tande gegen Marcio Araujo/Benjamin mit 21:19 und 22:20 durch.

Sa, 15.29 h: Zwei von Drei im Achtelfinale 

Auch ihr drittes Gruppenspiel haben Markus Dieckmann und Jonas Reckermann gewonnen, gegen die Kanadier Holden/Leinemann setzten sie sich mit 21:16 und 21:15 durch. Damit sind die Deutschen als souveräne Gruppenerste im Achtelfinale und spielen dort gegen die US-Amerikaner Holdren-Fonoimoana.

Auch Jörg Ahmann und Axel Hager haben nach einer unglücklichen 21:17, 23:25 und 15-17 Niederlage gegen die Österreicher Berger/Doppler durch einen ebenso spannenden 13:21, 21:18 und 15:13 Erfolg über die Brasilianer Pará/Harley das Achtelfinale erreicht. Ihr Gegner dort sind die Schweden Berg/Dahl.

Ausgeschieden sind dagegen Oliver Oetke und Andreas Scheuerpflug, die gegen die Norweger Kjemperud/Hoidalen mit 21:15, 16:21 und 13:15 unterlagen.

Fr, 19.30 h: Alle deutschen Teams mit guten Chancen aufs Achtelfinale

Jörg Ahmann und Axel Hager haben ihr erstes Gruppenspiel beim Weltserienturnier in Stavanger gegen die Australier Prosser-Zahner mit 2:1 (19:21, 21:18, 16:14) gewonnen und damit den Grundstein für das Erreichen des Achtelfinals gelegt. Ihr nächstes Spiel geht gegen die Österreicher Berger/Doppler.

An ihr sensationelles Auftreten beim Weltserienturnier in Berlin, wo sie den dritten Platz holten, knüpfen Marcus Dieckmann und Jonas Reckermann an. Nach den Japanern Watanabe-Shiratori (22:20, 21:18) wurden auch die Vorjahressieger, die Brasilianer Emanuel/Tande, mit 17:21, 21:19 und 15:11 niedergekämpft. Doch trotz der zwei Siege kann letztlich in dieser Gruppe drei Teams jeweils zwei Siege haben, falls Dieckmann/Reckermann gegen die Kanadier Holden/Leinemann verlieren und Emanuel/Tande erwartungsgemäß gegen die Japaner Watanabe-Shiratori gewinnen. Sicher ist das Achtelfinale also auch für Dieckmann/Reckermann noch nicht.

Recht gut sieht die Situation auch für Oliver Oetke und Andreas Scheuerpflug aus. Zwar folgte dem sicheren 21:16 und 21:16 gegen die Brasilianer Roberto Lopes-Franco eine 19:21 und 16:21 Niederlage gegen Schacht/Slack aus Australien, doch spielen die Deutschen im letzten Gruppenspiel gegen die schon mit zwei Niederlagen behafteten Norweger Kjemperud/Hoidalen und sollten sich mit einem Sieg die nächste Runde sichern können.

Fr, 11.56 h: Frauenteams sind raus, Männer haben schwere Gruppen

Nach Judith Deister und Helke Claassen sind auch Okka Rau und Steffi Pohl (TVF Phoenix) beim Weltserienturnier in Stavanger (Norwegen) als Gruppendritte ausgeschieden. Sie unterlagen im entscheidenden Spiel den Japanerinnen Tokuno/Kusuhara mit 18:21 und 19:21.

In der Qualifikation zum Männerturnier haben sich Jörg Ahmann und Axel Hager gegen die US-Amerikaner Hyden/McCaw in drei Sätzen (17-21, 21-16, 15-10) durchgesetzt. Ausgeschieden sind dagegen David Klemnperer und Niclas Hildebrand durch ein 19-21, 21-18, 12-15 gegen die Brasilianer Araujo/Benjamin.

In der Poolgruppe des Hauptfeldes treffen Ahmann/Hager auf die Österreicher Berger/Doppler, die Australier Prosser/Zahner und die Brasilianer Pará/Harley – nicht gerade ein Glückslos. Oliver Oetke und Andreas Scheuerpflug haben es in ihrer Vorrundengruppe mit Roberto Lopes-Franco (Brasilien), Schacht/Slack (Australien) und den WM-Dritten und Lokalmatadoren Kjemperud/Hoidalen zu tun. Markus Dieckmann und Jonas Reckermann haben mit Emanuel/Tande aus Brasilien ein Schwergewicht in ihrer Gruppe, dürften gegen die Kanadier Holden/Leinemann und die Japaner Watanabe/Shiratori jedoch favorisiert sein.

Do, 18.29 h: Siege bei den Männern, Sorgen bei den Frauen

Nach zumindest im ersten Satz hartem Kampf haben Judith Deister und Helke Claaassen auch ihr zweites Vorrundenspiel gegen die Chinesinnen Tian Jia-Wang Fei mit 20:22 und 13:21 verloren und sind damit ausgeschieden. Nachdem die Japanerinnen Tokuno-Kusuhara mit 2:1 (21-13, 18-21, 15-11) gegen die Tschechinnen Tobiasova-Teknedzjanova siegten, müssen Okka Rau und Steffi Pohl im letzten gruppenspiel gegen die Japanerinnen unbedingt gewinnen, um ins Achtelfinale einzuziehen.

David Klemperer und Niclas Hildebrand müssen sich im entscheidenden Spiel um den Einzug ins Hauptfeld mittlerweile definitiv mit den Brasilianern Araujo-Benjamin auseinandersetzen, die sicher mit 21:17 und 21:12 über die Schweden Oestberg-Jonsson triumphierten.

Do, 17.09 h: Siege bei den Männern, Sorgen bei den Frauen

Deutschlands Bronzemedaillengewinner von Sydney Axel Hager und Jörg Ahmann haben sich in der zweiten Qualifikationsrunde des Weltserienturniers in Stavanger mit 21:19 und 21:18 gegen die Chinesen Qiang/Han durchgesetzt und treffen im Spiel um den Einzug ins Hauptfeld auf die US-Amerikaner Hyden/McCaw. Auch David Klemperer und Niclas Rademacher stehen nach einem 21:16, 21:14 über die Norweger Loberg/Ingeborgrud in der dritten Runde und spielen nun gegen den Sieger der Partie zwischen den Schweden Oestberg/Jonsson und den Brasilianern Araujo/Benjamin.

Judith Deister und Helke Claassen haben ihr erstes Gruppenspiel gegen die Amerikanerinnen Schuster/Busch in drei Sätzen (21:17, 13:21 und 10:15) verloren und müssen in den verbleibenden Partien gegen die Chinesinnen Tian Jia/Wang Fei und die Australierinnen Pottharst/Cook punkten, um weiterzukommen.

Okka Rau und Steffi Pohl unterlagen in ihrem zweiten Spiel den hohen Favoriten Behar/Shelda aus Brasilien knapp mit 18:21 und 19:21 und können mit einem Sieg gegen die Japanerinnen Tokuno/Kusuhara in die Runde der letzten 16 einziehen, würden da aber vermutlich gegen die US-Amerikanerinnen Walsh/May treffen, die die letzten beiden Weltserienturniere gewonnen haben.

Do, 11.12 h: Erster Sieg für Pohl/Rau

Okka Rau und Steffi Pohl (TVF Phoenix) haben ihr erstes Match gegen die Tschechinnen Tobiasova/Teknedzjanova sicher mit 21:15 und 21:17 gewonnen. Im anderen Spiel ihrer Vorrundengruppe setzten sich die Brasilianerinnen Behar/Shelda mit 21:9 und 21:12 gegen das japanische Doppel Tokuno-Kusuhara durch.

Do, 09.00 h: Schwere Gegner bei den Damen

Beim Weltserienturnier in Stavanger treffen die Okka Rau und Steffi Pohl (TVF Phoenix) in ihrer Vorrunde auf das brasilianische Top-Team Behar/Shelda, auf die Tschechinnen Tobiasova/Teknedzjanova sowie auf das japanische Doppel Tokuno-Kusuhara. Die durch die Qualifikation ebenfalls ins Hauptfeld gelangten Judith Deister und Helke Claassen müssen sich mit den Olympiasiegerinnen Pottharst/Cook aus Australien, den US-Amerikanerinnen Schuster/Busch und den Chinesinnen Tian Jia/Wang Fei auseinandersetzen. Die besten zwei jeder Gruppe kommen in die KO-Runde.

Nach Freilosen in der ersten Qualifikationstrunde treffen die deutschen Klemperer/Rademacher in der zweiten Runde auf die Norweger Loberg/Ingeborgrud, während es Ahmann/Hager mit den Chinesen Qiang/Han zu tun haben.

Mi, 17.00 h

Judith Deister und Helke Claassen haben sich durch einen sicheren 21:18 und 21:16 Erfolg über die Kanadierinnen Jobst/Maxwell für das Hauptfeld qualifiziert. Andrea Ahmann und Jana Vollmer sind dagegen nach zähem Kampf gegen Clarke/Gooley (Australien) mit 17-21, 21-18, 8-15 ausgeschieden und belegen somit Rang 33.

Bei den Männern hatten die Deutschen Teams Ahmann/Hager und Klemperer/Rademacher in der ersten Qualifikationsrunde Freilose. In Runde 2 treffen Klemperer/Rademacher auf den Sieger der Partie Nota-Tomatis (Italien) gegen Loberg-Ingeborgrud (Norwegen), während es Ahmann/Hager entweder mit den Chinesen Qiang-Han oder mit den Schweden Norberg/Magnusson zu tun haben werden.

Deutschland - DVV-WM-News

Samstag. 06. Juli 2002

DVV: Foto-Shooting mit dem STERN

WM-Pressetag in Heidelberg! 

Zwei ereignisreiche Tage liegen hinter der DVV-Frauen-Auswahl, die sich zur Zeit am Olympiastützpunkt Heidelberg auf den Grand Prix in Asien vorbereitet: Am Mittwoch erschien ein Team der Zeitschrift STERN, um die Spielerinnen für einen längeren Beitrag abzulichten. Gestern fand der vom DVV und VONOG organisierte WM-Pressetag statt, an dem Medien und Mannschaft mehr als sieben Stunden zusammen waren und sich austauschen konnten. 

Das Leuchten in den Augen der Spielerinnen war unübersehbar: Tanja Hart sprach von einem tollen, Erlebnis, „was ich nie vergessen werde“, Judith Sylvester ist gespannt, „was dabei rausgekommen ist“. Beide sprachen vom Foto-Shooting des STERN, das am Mittwoch mit Starfotograf Andreas H. Bitesnich, Redakteurin Alexandra Kraft und weiteren Mitarbeitern über die Bühne ging. Bitesnich hatte auch vor Syndey 2000 ausgewählte Olympioniken im STERN erotisch abgelichtet, nun waren die DVV-Frauen an der Reihe. Und auch Redakteurin Alexandra Kraft war angetan: „Es war eine sehr lockere Atmosphäre, insbesondere, nachdem die Spielerinnen die ersten Polaroids gesehen hatten. Alle haben super-professionell mitgearbeitet“. Die STERN-Ausgabe mit den Fotos soll am 29. August, einen Tag vor WM-Beginn erscheinen. 

Einen Tag später stand ein weiterer Programmpunkt für die Spielerinnen und den Betreuerstab des DVV auf der Liste. Ein WM-Pressetag mit ausgewählten Medienvertretern, die sich aus TV-, Hörfunk- und Print- und Internetjournalisten zusammensetzten. Nach einem gemütlichen Kaffee- und Kuchenempfang gab es eine 90-minütige Theorie-Veranstaltung, in der WM-Exekutiv-Direktor Jürgen Lamberty zunächst eine Übersicht über den Zwischenstand der WM-Vorbereitungen gab.  Anschließend zeigte Berthold Fröhner, Spielbeobachter der DVV-Frauen vom IAT in Leipzig, wie sich die deutsche Mannschaft auf einen Gegner vorbereitet. Anhand des Beispiels Italien wurde den Journalisten gezeigt, wie akribisch mit Video und Grafiken eine Spielvorbereitung im Hochleistungs-Volleyball vonstatten geht. Anhand seiner Eindrücke von Montreux 2002 gab Fröhner zudem eine Einschätzung der aktuellen Situation in der Weltspitze, er meinte: „Es gibt nicht mehr die Übermannschaft, wie es Kuba in den Jahren zuvor war. Viele Mannschaften sind im Umbruch und führen junge Spielerinnen heran, ältere hören auf. Von daher ist die Spitze enger zusammen gerückt. Sicherlich sind Teams wie Russland, China, Kuba und die USA noch favorisiert, aber ein Ergebnis wie bei der Fußball-WM ist durchaus möglich“. 

Danach gab Zuspielerin Tanja Hart, stellvertretend für die deutsche Mannschaft, ihre „Geheimsprache“ auf dem Feld preis: Die Fingerzeichen für die Angriffskombinationen wurden demonstriert und erklärt. Für alle Teilnehmer überraschend: Viele der Fingerzeichen stimmen mit dem Alphabet der Taubstummen überein...  Anschließend ging es in die Halle, um das eben Gelernte und Gesehene in der Praxis zu beobachten. Die Angriffskombinationen wurden durchgespielt, und Bundestrainer Lee ließ die Spielerinnen „3 gegen 3“ und „4 gegen 4“ spielen.  Den Abschluss bildete eine 3-stündige Schiffsfahrt auf dem Neckar mit einem gemeinsamen Abendessen an Bord. Hier hatten die Journalisten nochmals Gelegenheit, sich intensiv mit den Spielerinnen zu unterhalten und in die Geheimnisse der deutschen Mannschaft eingewiesen zu werden.  

International - DVV-WM-News

Samstag. 06. Juli 2002

Bulgarien: Eine Mannschaft mit vielen Problemen!

Wie bereitet man sich für eine Weltmeisterschaft vor? Konzepte gibt es natürlich verschiedene und einige sind sogar ziemlich unkonventionell. Wie z.B. das von der Nationalmannschaft Bulgariens, deren Anlauf zum Ende August in Deutschland startenden Turnier unter dem Motto „So kurz wie möglich“ steht. 

In der letzten Juni-Woche wurden die von dem Auswahl-Trainer Stefan Panchev nominierten Spielerinnen zum ersten Trainingslager eingeladen. Davor existierte die Mannschaft höchstens als Erinnerung an die glorreiche EM in Varna, bei der im September 2001 Bulgarien Bronze gewonnen hatte. Keine gemeinsamen Trainingseinheiten, keine Freundschaftsspiele, keine Teilnahme an irgendwelchen Turnieren, die Stammkräfte breit in Klubs in Italien, Deutschland, Griechenland, Türkei und Rumänien zerstreut. Und vor allem die Trainerfrage: nach der EM wurden die Verträge des Duos Emil Trenev und Dragan Neshich nicht verlängert. Es begann ein langes Tauziehen um den Posten, bis im April der bulgarische Verband endlich ein Ausschreibungsverfahren einleitete. Von den drei Kandidaten (unter den Bewerbern war auch der bekannte deutsche Volleyball-Spezialist Peter Nonnenbroich) bekam der 61-jährige Stefan Panchev den Zuschlag. Anfang Mai durfte er sein Amt antreten und mit der Planung für die WM beginnen. 

Zwar ist Panchev, der mit Bulgarien schon 1998 die WM-Qualifikation geschafft hatte und zuletzt Spartak Pleven als ernsthaften Konkurrenten der beiden Spitzenklubs in der nationalen Meisterschaft (Levski Siconco und CSKA Royal Cake) etablierte, ein hochangesehener Vertreter seiner Zunft. Die Aufgabe, in nur zwei Monaten eine schlagfertige Truppe fast aus dem Hut herbeizuzaubern, scheint trotzdem jeden Trainer-Guru zu überfordern. Dazu kommen auch noch die Personalprobleme, die Panchev zu meistern hat.

Problem Nummer 1: Antonina Zetowa. Die Starangreiferin ist für die WM gemeldet, hat sich aber noch nicht endgültig festgelegt, ob sie weiter in der Nationalmannschaft mitmachen wird. Zum Auftakt der Vorbereitung fehlte die beste Punktesammlerin der EM’2001, weilte stattdessen in Nessebar an der Schwarzmeerküste. Begründung: alte Verletzungen durch Schlammbäder behandeln lassen. Außerdem hat sich „Toni“ vorgenommen, Ende Juli ein Trainingscamp für talentierte Nachwuchsspielerinnen zu organisieren - wenig Zeit also für intensive Übungs-Einheiten mit der Mannschaft.

Problem Nummer 2: die Zuspiel-Position. Nach der kategorischen Absage von Neli Marinova-Neshich, ihre Karriere in der bulgarischen Auswahl fortzusetzen, sah sich Stefan Panchev gezwungen, nur zwei Zuspielerinnen für die WM zu nominieren. Dazu kommt noch, dass die auch in Deutschland geschätzte Desi Velichkova (SSC Schwerin) wegen Reha-Maßnahmen und noch nicht geklärter Vertragssituation später zu ihren Teamkolleginnen stoßen wird.

Problem Nummer 3: Radostina Rangelova. Eine schwere Verletzung an der Schulter (Knochenzersplitterung und Muskelfaserrisse) warfen erst vor kurzem die beste Angreiferin der bulgarischen Meisterschaft aus dem Kader. Und um das Bild des Engpasses im Personal-Bereich zu vervollständigen, könnte man noch den Ausfall der schon gemeldeten Desi Angelova wegen Schwangerschaft und das Fehlen jeglicher Alternativen auf der Libero-Position hinzufügen. 

Schlüssel-Rolle bei der Vorbereitung zu einem großen Wettbewerb wird nicht nur dem Training, sondern auch dem Sammeln von Spielpraxis zugeschrieben. Gezwungenermaßen geht die bulgarische Mannschaft auch in dieser Beziehung eigene Wege. Vermutlich wird sie sich sogar nur mit den wenigen Partien begnügen müssen, die während des traditionellen Turniers „Varnaer Sommer“ von 12. bis 18. August in Varna zu absolvieren sind. Mexiko, Rumänien, Argentinien und Aserbaidschan haben bisher ihre Teilnahme an der Veranstaltung zugesagt – nicht gerade ein Weltklasse-Feld. 

Was ist also von Zetowa, Velichkova, Guermanova, Sokolova, Kunova, Ouzunova-Dimitrova – so wird aller Wahrscheinlichkeit nach die Stammsechs Bulgariens bei der WM aussehen – in den Vorrundenspielen in Münster zu erwarten? Die Antwort auf diese Frage liegt zum jetzigen Zeitpunkt gänzlich im Ungewissen. Eins ist allerdings sicher: die Probleme des EM-Dritten werden von den Gegnern nicht mit weinenden Augen zur Kenntnis genommen. Und Achtung: auch Deutschland wird in der selben Vorrundengruppe um einen der drei ersten Plätze kämpfen. Zumindest in Sachen Vorbereitung scheint das Team von Hee Wan Lee einen klaren Vorteil gegenüber diesem Konkurrenten zu besitzen.   

Hamburg - Barsbüttler SV-News

Samstag. 06. Juli 2002

Barsbüttel: Männliche Jugend soll durchstarten

Neue Mitglieder  (12-15 Jahre) gesucht !!!

Über die bisherige Entwicklung der männlichen Jugendlichen, die seit November Volleyball spielen lernen, ist man beim Barsbüttler SV sehr erfreut. Nachdem zwischenzeitlich bis zu 16 Jungs beim Training gewesen sind, hat sich in den letzten beiden Monaten ein fester Stamm von 10 Mitgliedern gebildet.

Mittlerweile haben  die beiden Trainer Stefan von Gartzen & Kai Überwimmer die Mannschaft für ihre erste Punktspiel-Saison gemeldet und sind bestrebt, den Kader noch weiter auszubauen. Außer dem Training an jedem Freitag in der Zeit von 17.00–18.00 Uhr in der Sporthalle Hinterm Garten in Barsbüttel wird noch am Samstagmorgen ab 12.00 Uhr in Willinghusen trainiert.

Bei gutem Wetter haben die Spieler die Möglichkeit, auf den vereinseigenen Beachvolleyballplätzen zu spielen, und auch das kommt gut an bei den Jungen.

Mittlerweile haben vier von den Jungen (Valentin Begemann & Dennis Melzer, sowie Jan Meißner & Jonas Wolff) ihr erstes Turnier beim BSV gespielt und sich sehr gut geschlagen. Zwar konnten nur Jan und Jonas einen Satz gewinnen, doch ist das auch noch nicht so wichtig, weil die Jungen langsam aber stetig an Leistungen herangeführt werden sollen.

Die Trainer und die Mannschaft würden sich sehr freuen, wenn es noch weitere Jungen im Alter von 12-15 Jahren geben würde, die lernen möchten, Volleyball spielen. Interessierte können sich bei Kai Überwimmer (Tel.: 040/670 21 20) telefonisch anmelden, oder einfach zum Training am Freitag kommen.

Während der Sommerferien gibt es keine festen Trainingszeiten. In der Zeit wäre es besser, wenn sich Interessierte direkt bei Kai melden, um Zeiten abzusprechen. Und nicht vergessen: BEI GUTEM WETTER FINDET DAS TRAINING AUF DEN BEACHVOLLEYBALL-PLÄTZEN HINTERN DEM GRANTPLATZ STATT !!!

International - FIVB-News

Samstag. 06. Juli 2002

Top-Teams erreichen das Halbfinale

Stavanger, Norway, July 5 –  Ein neues Turnier, aber die gleichen Namen setzen die Schwerpunkte beim FIVB Weltserienturnier im südlichen Norwegen, wobei die Brasilianerinnen Adriana Behar/Shelda wie schon in Gstaad die Italienierinnen Lucilla Perrotta und Daniela Gattelli besiegten, diesmal in drei schwer umkämpften Sätzen (21-17, 25-27, 15-12).

Die Amerikanerinnen Kerri Walsh und Misty May, Spitzenreiter der Speedo Gold Tops, mussten zum zweiten Mal in diesem Jahr gegen die Brasilianerinnen Leila Barros und Sandra Pires antreten und siegten in drei Sätzen mit 21-15, 19-21 und 15-5.

Das rein australische Viertelfinale zwischen den Goldmedaillengewinnern von Sydney, Natalie Cook und Kerri Pottharst, und den Qualifikantinnen Angela Clarke und Tania Gooley ging asn die Olympiasiegerinnen mit 2-0 (22-20, 21-15).

Im letzten Viertelfinale gab es erneut ein amerikanisch-brasilianisches Duell, das letztlich von Holly McPeak und Elaine Young mit einem Sieg über die Brasilianerinnen Ana Paula-Minello  2-0 (21-12, 21-18) beendet wurde.

Die Halbfinals starten am Samstag um 12.00 CET, das Finale wird um 16.00 CET stattfinden.

Deutschland - Deister-Leine-Zeitung

Samstag. 06. Juli 2002

Wo liegt denn eigentlich Egestorf?

Egestorf (red). Die weibliche C-Jugend Volleyballmannschaft des TSV Egestorf reiste kürzlich nach Nienburg zum größten Volleyballturnier für C- und B-Jugendliche Deutschlands, genannt "Die Kleine Nienburgerin".

Ein Turnier der Superlative: 170 Jugendmannschaften mit über 1 700 Teilnehmern, verteilt auf 26 Hallenfeldern in zwölf Sporthallen, machten dieses Turnier schon auf dem riesigen Zeltplatz im Nienburger Stadion zum Erlebnis. Untergebracht in einem Großzelt war für die Egestorfer Mädels schon für viel Spaß gesorgt. Als man dann im B-Pool mit 48 Mannschaften am Samstag Morgen ab 8 Uhr gegen die ersten Gruppengegner spielte, lernte man sofort die große Volleyballwelt außerhalb des heimatlichen Bezirkes kennen. Kamen die Vorrunden-Gegner doch aus den nördlichen Bundesländern wie Bremen, Hamburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. 

Als man dann auch noch alle fünf Gruppenspiele am Samstag gewann, war bei den Egestorfern die Stimmung vor der großen Samstagabend-Disco auf dem Höhepunkt. Dabei hatte Trainer Wolfgang Müller seinen Mädels so eine tolle spielerische Leistung und Einstellung gar nicht zugetraut, scheiterte man doch früher so oft an der typischen Egestorfer Zurückhaltung. Geschadet hat die nächtliche Tanzfete nicht, das Team überstand problemlos das Viertel- und Halbfinale gegen Mannschaften aus Hamburg und Bremen und stand - riesig überrascht - im Endspiel des B-Pools. Der A-Pool war nur höherklassigen Jugendspielern und Auswahlteams vorbehalten. 

"Trainer, ich bin furchtbar nervös", jammerte Co-Mannschaftsführerin Svenja Karl kurz vor dem Endspiel. Diese Aussage war verständlich, denn sah man auf die vollen Zuschauerränge in der riesigen Sporthalle, so machte sich auch bei Trainer und Spielern doch eine gewisse Nervosität breit. Ein tolles Endspiel wurde allen Beteiligten geboten, das dann verdienterweise mit 2:0 an die Mannschaft vom TV Cloppenburg ging. Hier zeigte sich, das den jungen Damen aus Egestorf noch etliches an Taktik und Cleverness fehlt. Aber als man dann am Sonntagnachmittag die Endspiele der "Profis" des A-Pools besuchte, da war die Stimmung schon wieder gestiegen. Hier gab es Volleyball vom Feinsten und manch eine Spielerin träumte von einer Karriere im Nationalteam. 

Letzter Höhepunkt dieses Wochenendes für die Egestorfer Mädels war vor über 2 000 Zuschauer die Siegerehrung für ihren zweiten Platz in einer restlos überfüllten Nienburger Sporthalle. Auf die abschließende Frage des Moderators bei der Siegerehrung, wo denn Egestorf liege, antwortete Mannschaftsführerin Maren Harre mit der Gegenfrage, wo man sich schon mal für das nächste Jahr anmelden könne, denn dann werde man Erster, jeder werde dann wissen, wo Egestorf liegt.

Deutschland - Süddeutsche Zeitung

Samstag. 06. Juli 2002

Deutschland vor der Volleyball-WM

Große Erwartungen

Heidelberg – Das mit den Sprungaufschlägen wollte Werner von Moltke ganz genau wissen: „Warum können wir die nicht? Haben wir Angst? Trainieren wir nicht genug?“ Und, viel interessanter: „Kann man die in drei Wochen lernen?“ Wenn es etwas bringen würde, dass sich der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) in eine Turnhalle stellt und mit den Spielerinnen der deutschen Nationalmannschaft persönlich Sprungaufschläge übt – Moltke würde es tun. Denn in exakt sieben Wochen findet die erste Volleyball- Weltmeisterschaft überhaupt in Deutschland statt. Die Frauen-WM ist ein historisches Projekt, das nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch große Herausforderungen an den Verband stellt. „Vielleicht haben wir die WM sogar ein bisschen zu früh bekommen“, sagt Moltke.

Sie sind ja beim DVV seit einigen Jahren dabei, sich effektiver zu organisieren – die Verbandsarbeit, die Bundesliga, die Nationalmannschaften. Bei den Frauen zeichnen sich erste Erfolge ab: 1999 waren sie EM-Vierte, bei den Olympischen Spielen 2000 Sechste. „Es geht langsam aufwärts“, sagt Moltke. Die WM der Frauen soll, genauso wie die EM der Männer, die im September 2003 ebenfalls in Deutschland stattfindet, den Volleyballnachwuchs motivieren. „Wenn die WM nicht wäre, dann würden sich viele nicht so reinhängen“, sagt Moltke.

Und sie hängen sich rein – alle. Was auch dringend nötig ist, denn außerhalb der Volleyballszene hat sich kaum herumgesprochen, dass in zwei Monaten hierzulande eine Weltmeisterschaft stattfindet. Die Nationalmannschaft reist mit Bundestrainer Hee Wan Lee Anfang der Woche hoffnungsfroh zum letzten WM-Test, dem Grand Prix in Asien. Zuletzt hatten die Spielerinnen mit zwei Siegen gegen Brasilien, deren Team zu den Top vier der Welt zählt, Hoffnung auf mehr gemacht. In Asien treffen die deutschen Spielerinnen auch auf die Japanerinnen, die bei der WM Gruppengegner der Deutschen sein werden.

60 Stunden Fernsehen

Unterdessen läuft der Kartenvorverkauf in den Ausrichterstädten zufriedenstellend: Die Spielorte Münster, wo das deutsche Team die Vorrunde bestreitet, Stuttgart und Berlin, wo das Finale stattfindet, sind bereits fast ausverkauft. 400 Journalisten haben sich angekündigt, rund 100 werden voraussichtlich die deutschen Frauen begleiten. Selbst die Fernsehübertragungen, die die WM fast gekippt hätten, sind nun gesichert: Die ARD überträgt alle Spiele der deutschen Mannschaft live und zeigt zusätzlich täglich eine halbstündige Zusammenfassung. Das ZDF übernimmt die Berichterstattung der Finalspiele. „Wir haben 60 Stunden Fernsehen sicher“, sagt Moltke. Eine überraschend hohe Zahl für Volleyball, das in den Augen vieler so verstaubt ist wie ein schlecht gewischter Hallenboden. „Wir haben alle Forderungen erfüllt. Wir haben den Rahmen geschaffen“, sagte Moltke und gibt zu: „Jetzt sind die Erwartungen groß.“

Den Druck gibt Moltke ohne zu zaudern an sein Team weiter. Eine Stunde lang habe er mit den Spielerinnen gesprochen. „Ich hoffe, dass sie die Bedeutung selbst erkennen“, sagt der Präsident. Das tun sie durchaus. Mittelblockerin Verena Veh sagt: „Das Kribbeln kommt langsam. Eine WM im eigenen Land, die erste noch dazu – da spürt man schon, dass das was Besonderes ist. “ Besondere Ereignisse verlangen besonderen Einsatz. Deshalb haben sich die Volleyballerinnen am Mittwoch auch zu einem ganz speziellen Fototermin für den Stern eingefunden. Welche Fotos? „Sozusagen Anni- Friesinger-Fotos“, sagt Verena Veh und fügt erklärend hinzu: „Also nackisch.“

Werner von Moltke kann sich also entspannt zurücklehnen. Die Leistungen seiner Mädchen auf dem Feld und vor der Linse sind bislang akzeptabel, auch sonst läuft alles nach Plan. Eine Frage muss sich der Präsident aber noch gefallen lassen: Was, wenn die Deutschen in der Vorrunde ausscheiden? „Darauf antworte ich nicht“, sagt Moltke. Muss er nicht. Traurige Fans kann er dann ja auf den Stern verweisen.

Christina Warta

Deutschland - Darmstädter Echo

Samstag. 06. Juli 2002

Deutsche Volleyballer unterliegen Russen nur knapp

Die deutschen Volleyballer haben ihr erstes Auswärtsspiel in der mit 15 Millionen Dollar dotierten Weltliga-Saison in Russland sehr unglücklich mit 2:3 (27:25, 22:25, 21:25, 32:30, 16:18) verloren. In Kasan, der Hauptstadt der autonomen russischen Republik Tatarstan, bot die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) dabei vor 5000 Zuschauern eine hervorragende Leistung und brachte den Favoriten an den Rand einer Niederlage. Im entscheidenden fünften Satz unterliefen den Männern von Bundestrainer Stelian Moculescu im Bemühen um aggressives Angriffsspiel aber acht Aufschlagfehler. Das war letztlich spielentscheidend.

In der Vorrundengruppe C belegt Deutschland nach dem sensationellen 3:1-Auftaktsieg über Atlanta-Olympiasieger Niederlande und nun zwei Niederlagen (außerdem 0:3 gegen Niederlande) derzeit den dritten Platz. Dagegen ist Gruppenfavorit Russland ungeschlagener Tabellenführer. Der Olympia-Zweite von Sydney hatte bereits seine ersten beiden Heimspiele gegen Kuba mit 3:0 und 3:2 gewonnen.

Russland und Deutschland treffen am Samstag (14.00 Uhr/MESZ) erneut in Kasan aufeinander. "Mit der heutigen Leistung war ich sehr zufrieden. Nun müssen wir dieses Niveau noch einmal bringen. Dann können wir sogar gewinnen", erklärte Moculescu. In der kommenden Woche reist die DVV-Auswahl dann zu zwei Auswärtsspielen nach Kuba. Die beiden Gruppenbesten qualifizieren sich für die Finalrunde, die im August in Brasilien ausgetragen wird.

Deutschland - Aachener Zeitung

Samstag. 06. Juli 2002

DM in Leipzig: Die gesteckten Ziele erreicht

Heinsberg / Leipzig. Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Leipzig war Ausrichter der Deutschen Volleyball-Meisterschaft für Justizvollzugsbedienstete. Aktive aus 39 Vollzugsanstalten in 13 Bundesländern waren nach Leipzig gereist, um den Deutschen Meister auszuspielen.

Die Organisatoren hatten wieder ein A- und B-Turnier geplant. Zwei Austragungsorte waren erforderlich, um das Mammut-Programm durchzuziehen. Als Spielort für das A-Turnier hatte man die die neue Leipzig-Arena angemietet. Für das B-Turnier stellte der Leipziger Sportverein «Traktor Taucha» die große Mehrzweckhalle zur Verfügung.

Bereits um 8 Uhr morgens standen sich die ersten der insgesamt 59 Teams gegenüber. Zirka zehn Stunden später, gegen 18 Uhr, waren die Finalgegner ermittelt.

Im A-Turnier hatte sich Vorjahresmeister JVA-Ravensburg erneut in das Endspiel gezaubert und bezwang als alter und neuer Meister die JVA-Berlin-Heiligensee. Auch im B-Turnier war die Stimmung gigantisch, hier hatten es die «JVA'en» aus Lingen und Köln bis ins Endspiel geschafft. Letztlich hatte die JVA-Lingen die Nase vorn, verwies die Kölner auf Platz 2.

Auch der Justizvollzugssportverein (JVSV) Heinsberg war mit der A-Mannschaft, die «unter die ersten Zehn kommen» wollte, und mit der B-Mannschaft, die das Ziel hatte, «nicht Letzter zu werden», bei der Deutschen Meisterschaft vertreten.

16 Aktive nebst Partnern und Partnerinnen hatten für vier Tage in Leipzig Quartier bezogen. Starke Spiele und kämpferischer Teamgeist katapultierten das Heinsberger A-Team auf einen hervorragenden 7. Platz. Kenner meinten sogar, mit etwas Glück hätte man sogar einen Platz auf den ganz vorderen Rängen hätten holen können.

Das B-Team hatte noch nie in der angetretenen Formation gespielt. Trotzdem war es durch kluge Spielzüge und guten Einsatz in der Lage, den 12. Platz zu erkämpfen.

Bei der Abendgala mit Siegerehrung hatten sich mehr als 700 Sportler eingefunden, um dem Turnier den würdigen Rahmen zu geben. Jede Mannschaft wurde geehrt - insbesondere natürlich die amtierenden Deutschen Meister JVA Ravensburg und JVA Lingen.

Ganz deutlich wurden der faire Turnierverlauf und die sportlichen Leistungen aller beteiligten Sportler hervorgehoben. Die trommelnden Fans und eine Live-Band mit guter Stimmungsmusik verwandelten im Laufe des Abends den Saal in einen «brodelnden Hexenkessel».

Neben den sportlichen Ambitionen ist den Organisatoren des JVSV-Heinsberg mit Hans Tholen an der Spitze daran gelegen, auch im kulturellen sowie im geschichtlichen Bereich immer «auf Ballhöhe» zu sein. So war es nicht verwunderlich, das alle 21 mitgereisten Heinsberger an einer Stadtrundfahrt teilnahmen.

Leipzig als eine historische aufstrebende Stadt hatte wirklich einiges zu bieten. So besichtigte man zum Beispiel die Thomaskirche; den Auerbachkeller, weltbekannt durch Goethes Faust; die Nikoleikirche, in der tausende Menschen mit den «Montagsdemonstrationen» einen Grundstein der Deutschen Einheit legten; den Leipziger Bahnhof, auch das «Prunkstück Europas» genannt, und das Völkerschlacht-Denkmal.

Deutschland - Grafschafter Nachrichten

Samstag. 06. Juli 2002

Volleyball im "olympischen Dorf" Brescia

Drei Mädchen aus der Grafschaft reisen mit dem Leistungskader nach Italien

sw Wietmarschen/Emlichheim. Der Landesleistungkader des Niedersächsischen Volleyballverbandes veranstaltete ein Sommerlager mit Turnierteilnahme in Italien. Vom 25. bis zum 30. Juni sind zwölf Mädchen aus Niedersachsen in das olympische Dorf Brescia eingeladen gewesen.

Mitgenommen wurden die Spielerinnen, alle aus der C-Jugend, aufgrund ihrer besonderen Leistungen. Bewertet wurden diese von Thomas Henning und Wolfgang Orth vom Volleyballverband. Mit dabei waren auch drei Mädchen aus der Grafschaft.

Katharina Stemann vom SV Wietmarschen sowie Lea Zweers und Carolin Back von Union Emlichheim. Sie waren einige von denen, die von ihren Trainern zuvor zu einem Sichtungstraining in Nordhorn mitgenommen wurden. Die drei Nachwuchsvolleyballerinen setzten sich spielerisch durch und kamen deshalb in die Landesauswahl. Aus 24 Mädchen suchten Henning und Orth dann nach einem gemeinsamen Turnier in Nienburg, 12 "Mitreisende" aus.

Angekommen in Italien, mussten die jungen Sportlerinnen ihr Gepäck in eine große Lagerhalle bringen, wo sie dann auch die fünf Nächte mit vielen anderen Mädchen im Alter von 15 bis 18 Jahren aus verschiedenen Nationen verbrachten. "Wir hatten eine Menge Spaß, Streit gab es überhaupt gar keinen", berichtet Carolin vergnügt.

Bei dem Turnier im Lager, blieben die zwölf Spielerinnen aus Niedersachsen, in ihrer Altersklasse am ersten Tag ungeschlagen. Daher sorgten die Trainer dafür, dass die Mädchen am folgenden Tag gegen die B-Jugend antreten konnten. Wo sie sich wieder bewiesen. "Ich glaube, wir haben am Ende den dritten Platz belegt", überlegt Carolin.
Allerdings sind sich die Mädchen da nicht ganz sicher, "die italienischen Trainer waren so schwer zu verstehen", erläutert Katharina. Trainer Henning weiß es aber ganz genau und freut sich über " die gute Leistung", die mit einem Pokal belohnt wurde.

Das internationale Jugendturnier, bei der noch fünf weitere Sportarten vertreten waren, hatte auch das Ziel, die Jugendlichen aus den verschiedenen Kulturen einander näher zu bringen. "Es zählt eben auch der olympische Gedanke", wie Carolin zu recht bemerkt.  

Deutschland - Westdeutsche Zeitung

Samstag. 06. Juli 2002

Sandstrände für Volleyball-Fans

Mönchengladbach. Drei Freibäder bieten Strandsport pur.

Beach-Volleyball boomt. Immer mehr Menschen finden Gefallen an dem aus Kalifornien stammenden Spiel. Angesteckt mit der Lust an dem schnellen Strandsport werden die Beach-Volleyball-Fans meist im Urlaub. Wieder in der Heimat, fehlen oft die Möglichkeiten, das Urlaubsgefühl wieder aufleben zu lassen.

Jetzt holt die NVV AG den Strand in die Freibäder. Ab sofort können die Gäste der Freibäder Giesenkirchen, Wickrath und Volksgarten auf drei 9 x 18 Meter großen Beachvolleyball-Courts Summer-Feeling pur genießen. Außerdem bilden sie die perfekte Kulisse, um für den NVV Beach-Volleyball Cup 2002 zu trainieren (Anmeldeformular im Internet unter www.nvv-ag.de oder Stadtbad Rheydt).

120 Kubikmeter Sand pro Platz sorgen dafür, dass die sportlichen Badegäste sich an ihren Sommerurlaub erinnert fühlen und barfuß den schnellen Bällen hinterher hechten können. Die Nutzung des sandigen Vergnügens ist im Eintrittspreis enthalten.

Für eine Leihgebühr von 1 Euro und die Hinterlegung eines Pfands können Volleybälle ausgeliehen werden. Dann bleibt nur noch zu hoffen, dass Petrus auch ein Beach-Volleyball-Fan ist. Denn mit ein bisschen Sonnenschein bieten die Freibäder (fast) alles, was man von einem Sommerurlaub erwartet: Sonne (wir warten drauf), Sand und Wasser.

Deutschland - DVV-News

Samstag. 06. Juli 2002

2:3 nach 141 Minuten!

Deutsche Mannschaft verpasst Sensation in Russland

Die DVV-Männer-Nationalmannschaft hat in der Weltliga 2002 die Sensation knapp verpasst: Gegen den Silbermedaillengewinner von Sydney 2000, Russland, verlor das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu nach 141 Minuten in Kasan mit 2:3 (27;25, 22:25, 21:25, 32:30, 15:17).

Die knapp 5.000 Zuschauer sahen ein an Spannung kaum zu überbietendes Spiel, in dem die Russen das glücklichere Ende hatten. Morgen, am Samstag, kommt es zum zweiten Spiel in Kazan – und dann ist vielleicht das Glück auf deutscher Seite.

Hamburg - Smash-News

Samstag. 06. Juli 2002

Ferienbeginn mit YoungBeach gefeiert

Auch wenn Hamburgs erster Sommerferientag am Donnerstag eher nach Herbstferien aussah, trafen sich dennoch 12 Jungen und 22 Mädchen aus unterschiedlichen Stadtteilen in Neu-Allermöhe zu einem YoungBeach-Turnier. Neben Jugendlichen, die schon bei früheren Turnieren der Serie teilgenommen hatten, konnten auch diverse Neulinge begrüßt werden, die einmal Beach-Volleyball ausprobieren wollten.

Der Slogan der beliebten Milchmarke „Hansano frischt auf“ wurde von der Witterung prompt umgesetzt. Dennoch wurde das Turnier nach doppelter Regenpause ordnungsgemäß fortgesetzt und gegen 18.30 h beendet.

Es gewannen Danny Meyer/Björn Kock in der Kategorie Junior männlich mit 2:1 gegen Alexander Müritz/Hauke Rehn. Kein Triple also für die Boys aus Finkenwerder, die zuvor in der HafenCity und vor heimischer Kulisse im Gorch-Fock-Park gewonnen hatten. Das Finale der Kategorie Junior weiblich beendeten Bea Beckmann/Nele Dahms siegreich. Ob es am Heimvorteil von Bea lag?

 © 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel