News

Montag, 08. Juli 2002 

Neues Dreamteam: Sara Goller und Ulrike Schmidt!
Hamburger Beach-Ergebnisse
Der Niemand wird zum Jemand
Südbaden: Verband klagt über Geldmangel
Triumph in der Höhle des Löwen 
Sand im Getriebe bei den Favoriten
Emanuel/Tande verteidigen Stavanger-Titel
Prügelknaben verhauen Weltelite
Ahmann/Hager stark: Fünfte
Junioren: 3:2-Sieg über Russland, Platz 3 !

Juli 2002

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Juni 2002

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Deutschland - Renault Beach-Cup-News

Montag. 08. Juli 2002

Neues Dreamteam: Sara Goller und Ulrike Schmidt!

So knapp war’s noch nie: Blaich/Raddatz gewinnen mit 30:32 im zweiten Satz!

Ergebnisse der Frauen: 1. Platz: Goller/Schmidt, 2. Platz: Petzold/Schmitt, 3. Platz: Freytag/Stoof
Männer: 1. Platz: Blaich/Raddatz, 2. Platz: Karger/Lammens, 3. Platz: Günther/Matysik

Wenn das nicht das neue Dreamteam im Frauen Beach-Volleyball ist: Sara Goller und Ulrike Schmidt gewinnen den Renault Beach Cup in Schwerin! In einem hart umkämpften Finale setzen sie sich schliesslich mit 25:23 und 21:19 gegen Petzold/Schmitt (Deutsche Rangliste Platz 5) durch!

Nach ihrem bisher grössten Erfolg befragt, antwortet die 18 Jährige Sara Goller im anschliessenden Interview: „Dieser hier!“ Das kann Ulrike Schmidt vielleicht nicht ganz von sich behaupten, immerhin hat sie bereits Europameisterschafts- und auch Olympia-Erfahrung (Platz 9 in Sydney 2000) – und trotzdem: Beide Siegerinnen strahlen bis über beide Ohren und auch Ulrike Schmidt freut sich: „Das tut so gut!“

Es ist ihr erstes Turnier, das sie aufgrund von Verletzungen ihrer Dauerpartner Pavlicek (Goller) und Mäser (Schmidt) zusammen spielen. Aber vielleicht nicht das letzte! Denn nach anfänglichen Startschwierigkeiten gestern, liefen sie heute zu absoluter Top-Form auf. 

Zum Luftholen kamen die Zuschauer heute nicht: im anschliessenden Finale der Männer gab es so viele Gleichstände wie noch bei keinem Spiel bisher. Nach einem 21:17 für Blaich/Raddatz im ersten Satz, setzten Karger/Lammens alles daran, den Ausgleich herbeizuführen. Doch Marc Blaich und „Riese“ Michael Raddatz boten den Wuppertalern Paroli und legten selbst mit hart gesetzten Aufschlägen (Blaich) und unüberwindbaren Blocks (Raddatz) nach. 

Ein kräftemässig äusserst ausgeglichener Kampf folgte und nach dem 20:20, hangelten sich die beiden Teams von einem abgewehrten Satzball zum nächsten Matchball und umgekehrt. Beim 31:30 für Blaich/Raddatz lieferte Michael Raddatz dann den entscheidenden Schmetterball zum 32:30! Beim spontanen Freudentanz konnten aufmerksame Zuschauer die begehrten Spielershirts ergattern, die die Beach-Profis in die Menge schmissen.

Trophäen können auch am nächsten Wochenende wieder ergattert werden: der Renault Beach Cup findet vom 12. – 14. Juli in Binz auf Rügen statt!

Hamburg - Smash-News

Montag. 08. Juli 2002

Hamburger Beach-Ergebnisse

Beim DuoMixed auf der Anlage des Niendorfer TSV am Vogt-Cordes-Damm siegten am Samstag Arnim Storck und Ramona Wolle vor Annette Werner und Frank Stolz. Dritte wurden Cornelia Wilke und Michael Mörder.

Das Männer C-Turnier im Gorch-Fock-Park in Finkenwerder entschieden Jürgen Vogt und Werner Rohde (Elmschenhagen/Adler Kiel) für sich. Sie siegten im Finale über Uwe Thölen und Jens Osterkamp (VG Finkenwerder). Das Spiel um Platz 3 gewannen Christian Faber und Jan-Peter Knopps (BSG) gegen Hendrik Matthießen und Roland Kissing (Adler Kiel).

Beim Männer-B-Turnier am GWE-Strand siegten Ingo Pommerenke und Bertrand Scheller (VG WiWa) in einem Spiel mit Abwehraktionen, die die umstehenden Fans beider Lager zu Beifallsstürmen hinrissen, gegen Heiko Rönnau und Torsten Haller (SV St. Georg). Wegen einer Verletzung von Toralf Kraft mußte er mit Partner Arne Schultz (St. Georg) aufgeben, so dass Sascha Däwes und Olaf Post (HTBU) kampflos den 3. Platz gewannen.

Das Frauen-C-Turier am Falkensteiner Ufer konnten Sonntag Judith Gunkel und Astrid Markwort (TH Eilbek) für sich entscheiden. Zweite wurden in ihrem "Comeback"-Jahr Caren Brietung mit Partnerin Gabriela Elsner (VG WiWa) vor Lilian Kielhorn und Anke Nickels (VG Finkenwerder).

Deutschland - Berliner Zeitung

Montag. 08. Juli 2002

Der Niemand wird zum Jemand

Volleyballer gewinnen eins von zwei Spielen in Russland

KASAN, 7. Juli. Volleyball verkehrt: Die deutschen Prügelknaben verhauen plötzlich die Weltelite, und der für die frechen Haudraufs Verantwortliche ist sicher: "Jetzt schmunzelt niemand mehr über uns. Hohn und Spott sind Vergangenheit." Für Trainer Stelian Moculescu und seine Männer, die im Vorjahr noch alle zwölf Gruppenspiele in der mit 15 Millionen Dollar dotierten Weltliga verloren, scheint nach dem sensationellen 3:1 beim Olympiazweiten Russland und dem vorherigen 3:1 über Atlanta-Olympiasieger Niederlande sogar der Einzug in die Finalrunde nicht mehr ausgeschlossen.

"Ich glaube nicht, dass jemals eine deutsche Volleyball-Nationalmannschaft in Russland gewonnen hat. Noch sind wir ein Niemand, aber wir sind auf dem Weg, jemand zu werden", meinte Moculescu. Sein Team hatte bereits beim 2:3 im ersten Match in Kasan den Gruppenfavoriten an den Rand der ersten Saisonniederlage gebracht. 

Erholung auf der Wolga

Nach dem Abschlussbankett setzte Moculescu angesichts der historischen Dimension des Erfolgs sogar die teaminterne Sperrstunde außer Kraft. Während bestellte Volksmusiker die deutschen Gäste mit Brahms’ "Guten Abend, gute Nacht" zu beglücken suchten, tauchten diese lieber zum Feiern in das Nachtleben der tatarischen Hauptstadt ab. "Ein, zwei Tage feiern ist okay. Dann konzentrieren wir uns auf Kuba", meinte Moculescu. Die deutschen Spieler konnten sich auch deshalb am Sonntag bei einer Stadtbesichtung nebst Schiffstour auf der Wolga erholen, weil die Lufthansa die Linie Frankfurt/Main-Kasan erst am Montag wieder bedient. Bereits am Mittwoch fliegt die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) zu den nächsten beiden Auswärtsspielen nach Havanna (12./13. Juli).

Die Schmetterkünstler aus der Karibik, deren kompletter Stammsechser sich im Dezember 2001 nach Italien absetzte, sind als einziges Team der Vorrundengruppe C noch sieglos, weil sie nach den Auftaktniederlagen in Russland (2:3 und 0:3) zweimal 1:3 in den Niederlanden verloren. "Für uns sind jetzt Siege gegen alle Mannschaften drin", sagte Kapitän Stefan Hübner vor der nächsten Dienstreise. Auf Kuba haben die deutschen Volleyballer auch noch nie gewonnen.

"Jetzt ist so viel Adrenalin im Spiel, dass wir auch die Zeitumstellung auf Kuba wegstecken können", glaubt Moculescu. Gelingt wenigstens ein Sieg auf der Insel, könnte sich das deutsche Team auf den zum Erreichen der Finals in Brasilien nötigen zweiten Platz verbessern. In der zweiten Vorrunden-Halbzeit stehen nach dem Gastspiel im niederländischen Groningen (19. und 20. Juli) noch Heimspiele gegen Russland (27. und 28. Juli in Düsseldorf) und Kuba (3. und 4. August in Leipzig) auf dem Programm.

Neben der Weltliga-Bilanz (14 Siege und 46 Niederlagen) wollen die Spieler auch ihre Kasse aufbessern. Die Siegprämie von 500 Dollar darf jeder Akteur gemäß einer Weisung von DVV-Boss Werner von Moltke behalten. Die 200 Dollar, die der Weltverband FIVB pro Niederlage auszahlt, müssen dagegen beim DVV abgegeben werden.

Deutschland - Südkurier

Montag. 08. Juli 2002

Südbaden: Verband klagt über Geldmangel

Eigenaufwendungen der Vereine werden steigen

Volleyball: (schü) Die Mitgliedsvereine des Südbadischen Volleyballvereins (SBVV) hielten ihren Verbandstag am Samstag in Schwenningen ab. In harmonisch verlaufenen Sitzungen begrüßte der Verbands-Vorsitzender H.-D. Wankmüller (Freiburg) neben einer großen Anzahl von Vereinsvertretern auch den Ehrenvorsitzenden des Südbadischen Volleyballverbandes, Professor G. Dürrwächter (Freiburg) und E. Riekert (Denzlingen).

Die herausragenden sportlichen Erfolge im Verband wurden im Wesentlichen von den Vereinen USC Freiburg, VC Offenburg, TV Kappelrodeck und der Jugendauswahl im SBVV erzielt. So feierte das Damenteam des USC Freiburg nach vielen Anläufen erstmals den Aufstieg zur 2. Bundesliga. Das gleiche Kunststück schafften auch die Herren des VC Offenburg . Dieser Verein erhielt zum Jahresende 2001 für seine erfolgreiche Nachwuchsförderung die höchste, zur Zeit mögliche Ehrung: das grüne Band des Deutschen Sportbundes und im Namen der Dresdner Bank. Darüber hinaus erwähnte Wankmüller in seinen Ausführungen das hochkarätig besetzte und vom TV Hausach hervorragend organisierte Jugend-Turnier Ende Juni des Jahres.

Danach schlossen sich die zum 1. Juli 2002 wirksam gewordenen Erläuterungen zur Strukturreform im Verband an. Im Wesentlichen besteht diese aus der Bildung zweier Unterbezirke. Aus den bisherigen fünf Bezirken Ortenau, Breisgau, Hochrhein, Bodensee und Schwarzwald wurden die neuen Bereiche West bzw. Schwarzwald-Bodensee. Im Verlauf der Jahre zeigte sich immer deutlicher, dass neben einer gewissen Stagnation auch eine Problematik darin bestand, für die Bezirke geeignete Personen zu finden, um einen geordneten Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Diese organisatorische Neuordnung der Bezirke erforderte in den letzten zwölf Monaten eine Reihe von Sitzungen und Gesprächen.

Bei den überregionalen Veranstaltungen erwähnte der Vorsitzende die Frauen-Weltmeisterschaft im August/September dieses Jahres in Deutschland und hier insbesondere die Spiele der Zwischenrunde und das Viertelfinale in Stuttgart (Hans-Martin-Schleyer-Halle). Wankmüller wies auch auf die im Jahr 2003 ebenfalls in Deutschland stattfindende Europameisterschaft der Herren hin.

An die Ausführungen des Vorsitzenden schloss sich eine zügige Aussprache über die Berichte der übrigen Vorstandsmitglieder an, wobei lediglich zu dem vorgelegten Haushaltsplan Details von der Ressortleiterin K. Erens (TV Überlingen) abgegeben werden mussten. Auch der SBVV leidet unter der allgemein festzustellenden Finanznot der öffentlichen Hand. Zuschüsse der Sportbünde fließen nicht mehr in den bisher gekannten Umfängen. Das heißt, die Eigenaufwendung der Mitgliedsvereine werden weiter steigen.

In einer kurzen Stellungsnahme machte Jugendwart F. Trommer (TG Tuttlingen) nähere Angaben zu der bereits vor dieser Versammlung abgehaltenen Jugend-Delegiertenversammlung und ging auch auf dort beschlossene Einzelheiten zur Jugendordnung ein.

Nach diesen Berichten fiel es dem Ehrenvorsitzenden G. Dürrwächter leicht, die Entlastung des Vorstandes zu beantragen - die Versammlung folgte ihm einstimmig. Er erinnert sich dabei ironischerweise an viele Sitzungen früherer Jahre unter seiner Leitung, die nicht ganz so "ruhig und reibungslos" über die Bühne gegangen seien.
Ein weiterer Punkt der Tagesordnung bestand in der satzungsgemäßen Neuwahl für zwei Amtsjahre von verschiedenen Vorstandsposten. Diese ergaben folgendes Ergebnis: Sportwart: H.Schuster, USC Konstanz; Schiedsrichterwart: K. Erdmann, VBC Singen; Passwart: Tr. Scheuerpflug, TV Denzlingen; BFS-Wartin (Freizeit): Ines Pfütze, FT Bodersweiler; Beachwart: M. Schaffner, TuS Höllstein; Vors. Verbandsgericht: P. Prossel, TV Lauchringen.

Folgende Mitglieder wurden im Rahmen der Mitglieder-Versammlung in Schwenningen mit der silbernen Ehrennadel des SBVV ausgezeichnet: Hubert Hug (VC Mengen), Heinz Meyer (USC Freiburg), Klaus Erdmann (VBC Singen), Martin Schaffner (TuS Höllstein), Harald Schuster (USC Konstanz) und Jan Friedrich (TB Bad Krotzingen).

Deutschland - Frankfurter Rundschau

Montag. 08. Juli 2002

Triumph in der Höhle des Löwen

Deutsche Volleyballer entzaubern den Favoriten Russland

Deutschlands Volleyball-Männer mausern sich zum Favoritenschreck. Nachdem das Team der Niederlande zum Weltliga-Auftakt in Berlin 3:1 nach Sätzen bezwungen worden war, düpierte die Mannschaft von Bundestrainer Stelian Moculescu nun den Olympia-Zweiten Russland in Kasan. Der unglücklichen 2:3- Niederlage am Freitag, bei der der fünfte und entscheidende Satz 16:18 verloren ging, folgte tags darauf ein 3:1 (25:18, 17:25, 25:23, 25:17).

"Das war ein wichtiger Sieg und die Belohnung für harte Arbeit", sagte der Coach zufrieden. Vor der Reise war Moculescu noch skeptisch gewesen und hatte erklärt: "Die Russen gehören zu den Top drei in der Welt und sind außer Reichweite. Da ist es vermessen, über einen Sieg nachzudenken." Seine Mannschaft strafte ihn mit einer großartigen Leistung vor 8600 Zuschauern Lügen. Die erste Heimpleite kostete die Russen die Tabellenspitze in Gruppe C, die nun die Niederlande inne haben. Die Deutschen liegen mit zwei Siegen und zwei Niederlagen in Lauerstellung bei der Prestigeserie um das Rekord-Preisgeld von 15 Millionen Dollar. Die Mannschaft hat damit die Chance auf einen der beiden ersten Gruppenplätze gewahrt, die zum Einzug in die Endrunde in Brasilien (12. bis 18. August) berechtigen. "Das ist noch Spinnerei. Man macht nach so einem Sieg Späßchen darüber, aber die Endrunde ist noch weit weg", sagte Kapitän Stefan Hübner. "Vielleicht sind meine Spieler nun hungrig geworden", hofft Moculescu. Wichtig sei, dass sein Team weiteres Selbstvertrauen auf dem Weg zur Europameisterschaft 2003 im eigenen Land und für die Olympia-Qualifikation gewonnen habe.

Die Fortschritte beim 28. der Weltrangliste, der im Vorjahr noch alle zwölf Weltliga-Spiele verloren hatte, sind unverkennbar. Die Mannschaft in der Stammformation mit Frank Dehne, Björn Andrae, Norbert Walter, Marco Liefke, Christian Pampel, Stefan Hübner und Libero Vincent Lange zeigte in beiden Vergleichen keinerlei Respekt vor Russland und bewies Nervenstärke. "Wenn wir so spielen wie gegen Russland, haben wir eine Chance", sagt Kapitän Hübner mit Blick auf die Partien gegen Kuba am kommenden Wochenende in Havanna.

Deutschland - Leipziger Volkszeitung

Montag. 08. Juli 2002

Sand im Getriebe bei den Favoriten

Vor ein paar Tagen hat es Michael Nickeleit zum ersten Mal getan: Der Turnierdirektor beim Beachturnier des VC Markranstädt durchforstete mehrere Zeitungen. Genauer gesagt: die Seiten mit der Wetterprognose. Durchwachsen, da waren sich die Wetterfrösche einig, sollte es an diesem Wochenende in Markranstädt werden. "Beach-Volleyball im Regen", sagt Nickeleit, "das hatten wir in den letzten zwei Jahren bereits." Damals gab's statt Schweiß- vornehmlich Regentropfen.

Diesmal war das zumindest am Sonnabend anders. Zwar hätten einige der sonnenverwöhnten Beach-Asse sich angesichts kühlerer Temperaturen wohl lieber im Sand eingebuddelt, heiße Spiele standen dennoch auf dem Programm. Gleich 52 Beachteams, so viel wie nie zuvor, zeigten, dass man in dem riesigen Berg Sand im Markranstädter Stadtbad nicht nur Sandburgen bauen kann. "Mit der Teilnehmerzahl haben wir die absolute Grenze erreicht. Mehr geht nicht", weiß Nickeleit.

Den Platz an der Sonne ergatterten sich im gestrigen Finale überraschend der Markranstädter Axel Roscher und Sebastian Kynast vom VVL. Im Finale setzten sie sich gegen die Favoriten Rick Wiedersberg und Daniel Knopf (wechselten vom VCM nach Nordhausen) durch. "Damit haben wir nicht gerechnet", freute sich Roscher. Bei den Damen schien die Sonne vor allem für die Erfurterinnen Silke Kraus und Mariane Kreutzburg, die im Finale gegen Mandy Meyer und Rita Ketscher (VVL)gewannen.

Ein bisschen Sand im Getriebe hatten dagegen andere: Reihenweise baggerten sich Leipziger und Markranstädter Beach-Boys aus dem Turnier: Lutz Mühlisch, Kapitän des VVL, erwischte es mit seinem Dresdner Partner Uwe Voigt schon im Viertelfinale, für VCM-Neuzugang Moritz Windemuth war genauso bereits zwei Runden früher Schluss, wie für VVL-Co-Trainer Frank Pietzonka. Immerhin wurde der Südafrikaner Adrian Strijdom, weiterer Neuzugang des VCM, Dritter - und hatte damit keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.

Daniel Aschoff

International - Kurier

Montag. 08. Juli 2002

Emanuel/Tande verteidigen Stavanger-Titel

Die Brasilianer Emanuel/Tande haben am Sonntag ihren Titel beim World-Tour-Turnier der Beach-Volleyballer in Stavanger erfolgreich verteidigt. Im Finale besiegte das Duo seine Landsleute Ricardo/Loiola 2:1 (20,-18,17).

Die Österreicher Nik Berger/Clemens Doppler waren in den Gruppenspielen trotz zweier Siege ausgeschieden und wurden ex aequo 17. Bei den Damen siegte das neu formierte US-Duo Holly McPeak/Elaine Youngs, erstmals seit 13 World-Tour-Turnieren stand kein brasilianisches Team im Damen-Finale.

Saison-Finale vorverlegt

Indes wurde vom Weltverband (FIVB) beschlossen, das Saison-Finale der Herren vom 26. November bis 1. Dezember auf 1. bis 6. Oktober vorzuverlegen. Die Damen-Tour wird vom 17. bis 22. September ebenfalls in Brasilien (Vitoria) beendet.

Deutschland - Rheinpfalz Online

Montag. 08. Juli 2002

Prügelknaben verhauen Weltelite

Volleyball: Sieg gegen Russland

KASAN (sid). Volleyball verkehrt: Die deutschen Prügelknaben "verhauen" plötzlich die Weltelite, und der für die frechen Haudraufs Verantwortliche ist sicher: "Jetzt schmunzelt niemand mehr über uns. Hohn und Spott sind Vergangenheit."

Für Trainer Stelian Moculescu und seine Männer, die im Vorjahr noch alle zwölf Gruppenspiele in der mit 15 Millionen Dollar dotierten Weltliga verloren, ist nach dem sensationellen 3:1 beim Olympiazweiten Russland und dem vorherigen 3:1 über Atlanta-Olympiasieger Niederlande sogar der Einzug in die Finalrunde möglich.

"Ich glaube nicht, dass jemals eine deutsche Volleyball-Nationalmannschaft in Russland gewonnen hat. Noch sind wir ein Niemand, aber wir sind auf dem Weg, jemand zu werden", meinte Moculescu. Sein Team hatte bereits beim 2:3 im ersten Match in Kasan den Ex-Weltmeister und Gruppenfavoriten an den Rand der ersten Saison-Niederlage gebracht.

Nach dem Abschlussbankett setzte Moculescu angesichts der historischen Dimension des Erfolgs sogar die teaminterne Sperrstunde außer Kraft. Während bestellte Volksmusiker die deutschen Gäste mit Brahms' "Guten Abend, gute Nacht" zu beglücken suchten, tauchten diese lieber zum Feiern in das Nachtleben der tatarischen Hauptstadt ab.

"Ein, zwei Tage feiern ist okay. Dann konzentrieren wir uns auf Kuba", meinte Moculescu. Die deutschen Spieler konnten sich gestern auch deshalb bei einer Stadtbesichtigung nebst Schiffstour auf der Wolga erholen, weil die Lufthansa die Linie Frankfurt - Kasan erst am Montag wieder bedient. Bereits am Mittwoch fliegt die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) zu den nächsten Auswärtsspielen nach Kuba (12./13. Juli, jeweils 2.40 Uhr MESZ in Havanna).

Die Schmetterkünstler aus der Karibik, deren kompletter Stammsechser sich im Dezember 2001 nach Italien absetzte, sind als einziges Team der Vorrundengruppe C noch sieglos, weil sie nach den Auftaktniederlagen in Russland (2:3 und 0:3) zweimal 1:3 in den Niederlanden verloren. "Für uns sind jetzt Siege gegen alle Mannschaften drin", sagte Kapitän Stefan Hübner vor der nächsten Dienstreise. Auf Kuba haben die deutschen Volleyballer allerdings noch nie gewonnen.

Deutschland - Hamburger Abendblatt

Montag. 08. Juli 2002

Ahmann/Hager stark: Fünfte

Stavanger - Die Olympiadritten Jörg Ahmann und Axel Hager (Fellbach/Eimsbütteler TV) und die Weltranglisten-Sechsten Markus Dieckmann/Jonas Reckermann (Schladern) sind beim mit 150 000 Dollar dotierten Weltserienturnier der Beachvolleyballer in Stavanger (Norwegen) nach starken Leistungen jeweils erst im Viertelfinale gescheitert. Die beiden deutschen Spitzenduos wurden für den geteilten fünften Platz mit 6675 Dollar Preisgeld belohnt. 

Dieckmann/Reckermann, die als Dritte beim Weltserienturnier von Berlin für das bisher beste deutsche Saisonresultat gesorgt hatten, unterlagen im Kampf um den Halbfinaleinzug den Weltranglistenersten Para/Harley (Brasilien) 17:21, 23:25. Zuvor hatten sie überraschend Olympiasieger Eric Fonoimoana und seinen neuen Partner Dax Holdren (USA) mit 18:21, 21:18, 15:10 ausgeschaltet. 

Ahmann/Hager, die Para/Harley in der Vorrunde noch 2:1 besiegten, verloren ihr Viertelfinale gegen Emanuel/Tande (Brasilien) 12:21, 19:21, feierten aber dennoch ihre beste Platzierung seit dem Bronzerang bei den Olympischen Spielen in Sydney.

Deutschland - DVV-News

Montag. 08. Juli 2002

Junioren: 3:2-Sieg über Russland, Platz 3 !

Schöps und Kiwitt ausgezeichnet!

Mit einem überraschenden 3:2-Sieg (19:25, 25:18, 25:22, 22:25, 15:13) über Europameister Russland beendete die deutsche Junioren-Nationalmannschaft das stark besetzte Vier-Nationenturnier in Italien. Durch den Sieg belegte die Mannschaft von Bundestrainer Michael Warm den 3. Platz hinter Russland, Polen und vor Italien.
Eine besondere Auszeichnung erhielten Jochen Schöps und Torge Kiwitt: Schöps wurde zum besten Angreifer des Turniers gewählt, Kiwitt zum besten Annahmespieler.

 © 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel