News

Dienstag, 09. Juli 2002 

Neues aus Ulm
Thorsten Endres wird Geschäftsführer der Liga
Trotz Krise: Beim Sport sparen Unternehmen nicht
Geschwister-Duell im ASV-Sand
Busch und Breuer geben nur einen Satz ab
Volleyball: Junioren testen in Rheinkamp
Hallen in den Ferien öffnen
Verband gibt den Startschuss für Aktion 1000 plus
Renault Beach-Cup in Schwerin - Der Rückblick

Juli 2002

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        

 

Juni 2002

Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - USC Münster-News

Dienstag. 09. Juli 2002

Neues aus Ulm

Nach Tanja Hart hat jetzt auch die zweite Zuspielerin des ehemaligen Ligakonkurrenten Karbach in Ulm unterschrieben. Sandra Sedlar (18 Jahre) wird ihre Schulausbildung bis zum Abitur an einem Gymnasium in Ulm oder Neu-Ulm weiterführen. Ihre sportliche Laufbahn führte sie über Vilsbiburg nach Karbach. Da sie sich selbst hohe persönliche Leistungsziele gesetzt hat, möchte sie von der Qualifikation einer Tanja Hart genauso profitieren, wie von einem speziellen Zuspieltraining, das sie mit den Co-Trainern Michael Gabler, Dennis Kunz und Martin Metzger in Ulm absolvieren will.

Das  Ulmer Management setzt mit der Verpflichtung von Sandra Sedlar den Kurs fort, jungen Nachwuchsspielerinnen vermehrt Chancen für die 1. Liga zu geben. Sedlar war von zahlreichen Zweitligisten umworben und wird sicherlich eine Verstärkung für den SSV Ulm Aliud Pharma darstellen.

Deutschland - USC Münster-News

Dienstag. 09. Juli 2002

Thorsten Endres wird Geschäftsführer der Liga

Gemäß dem Beschluss der Bundesligaversammlung hat sich der Ligaausschuss der Volleyball-Bundesligisten auf seiner Sitzung am 28./29. Juni 2002 in Markranstädt u.a. mit dem Thema der Position des hauptamtlichen Interessensvertreters befasst. Von den vier vorliegenden Bewerbungen wurden mit zwei Bewerbern intensive Gespräche geführt, bevor sich der Ligaausschuss im Verlauf dieser Woche für Thorsten Endres entschied.

Der 25-jährige war von 1996 bis Mai 2002 Geschäftsführer des Erstligisten Eintrach Mendig und gehört seit einem Jahr als stellvertretender Sprecher der 1. Liga Männer dem Ligaausschuss an. Er befindet sich derzeit in der Diplomphase seines Studiums Sportmanagement am RheinAhrCampus Remagen. Aufgrund seiner Kenntnisse in der deutschenVolleyballszene und seinem bisherigen Engagement fiel die Entscheidung des Ligaausschusses in dem Bewerbungsverfahren zu seinen Gunsten aus.

Mit dem neuen Lizenzierungsverfahren, der Modifizierung des Spielmodus, Umsetzung des neu abgeschlossenen Ballvertrages mit Mikasa und der Suche eines Agenturpartners hat der neue Geschäftsführer der Liga neben dem Tagesgeschäft bereits zahlreiche Arbeitsaufträge aus der Sitzung in Leipzig mitgenommen. Aus diesem Grund soll Thorsten Endres seine Tätigkeit schnellstmöglich aufnehmen. Bei der hierzu erforderlichen Rechtsform favorisiert der Ligaauschuss eine GmbH, die unter dem Dach des Deutschen Volleyballverbandes die Interessen der 72 Bundesligavereine vertreten soll. Die konkrete Umsetzung hierzu wird derzeit gemeinsam mit dem DVV geprüft bzw. erarbeitet.

Deutschland - Süddeutsche Zeitung

Dienstag. 09. Juli 2002

Trotz Krise: Beim Sport sparen Unternehmen nicht

Golfplatz, Tennis-Court, Fitness-Club – was Münchner Großbetriebe ihren Mitarbeitern bieten

Während seine Kollegen angespannt die Kurse an den Börsen beobachten, kontrolliert Hans-Jürgen Dotzler die Beläge auf den Tennis-Plätzen oder überprüft die Wassertemperatur im Schwimmbad. Sportchef in einer Bank – ein Traumjob: „Eigentlich bin ich ein typischer Vereinsmanager“, sagt Dotzler. Mit einem großen Unterschied: Sein Arbeitgeber ist die HypoVereinsbank (HVB) und seine Vereinsmitglieder sind ausschließlich Mitarbeiter. Dotzlers Tätigkeit ist in München keinesfalls einmalig: Fast alle größeren Unternehmen bieten für ihre Angestellten ein umfangreiches Sportprogramm. Auch wenn es den Firmen derzeit nicht allzu gut geht – bisher hat sich noch keine Geschäftsleitung getraut, die entsprechenden Zuschüsse zu streichen.

Sport mit Kollegen – das gibt es schon lange und noch bevor die New Economy mit attraktiven Sonderleistungen um Mitarbeiter warb: Seit 75 Jahren existiert beispielsweise der HVB-Club. Natürlich hat sich das Angebot im Laufe der Jahrzehnte drastisch gewandelt. Während früher klassische Disziplinen wie Fußball, Volleyball und Leichtathletik gefragt waren, muss ein Unternehmen heute schon mehr bieten, um seine Mitarbeiter zu begeistern.

Frauen wollen Wellness

Entsprechend liest sich auch das HVB-Kursprogramm: Aerobic, Golf, Tennis, Wellness, Fitness und Thai Chi – um eine kleine Auswahl zu nennen. Das Angebot orientiert sich stark an den Wünschen der Mitarbeiter: „Frauen wollen Wellness, Männer eher Golf”, weiß Dotzler. Insgesamt 3800 Mitglieder hat der HVB-Club in München – das ist etwa jeder dritte Angestellte. Damit dies auch so bleibt, achtet der Sportchef besonders auf die Qualität der Kurse: „Wir stellen nur die besten Trainer ein“, meint er selbstbewusst.

Die große Auswahl an Sport-Arten lassen sich die Firmen Einiges kosten. Rund 150 Euro beträgt der Zuschuss pro Mitglied bei der HypoVereinsbank. Wieviel die Siemens AG für ihr Sportprogramm ausgibt, möchte Pressesprecher Constantin Birnstiel nicht verraten. Sicher ist, dass der Mitgliedsbeitrag von 50 Euro nicht die Ausgaben deckt. Ebenso wie die HypoVereinsbank unterhält auch Siemens in München eine eigene Sportanlage. „Am Standort Hofmannstraße gibt es Tennisplätze, Fußballfelder und Leichtathletikbahnen“, sagt Constantin Birnstiel. Zwischen 8000 und 9000 Mitarbeiter und Familienangehörige nutzen regelmäßig das breite Angebot. Selbstverständlich engagieren sich die Unternehmen nicht ganz uneigennützig: „Wir sind natürlich an der Gesundheit unserer Mitarbeiter interessiert“, so der Siemens-Sprecher. Denn ein Angestellter, der körperlich fit ist, bringt in der Regel mehr Engagement mit. Außerdem hofft die Unternehmensführung, dass durch den gemeinsamen Sport neue Kontakte und Netzwerke entstehen, die langfristig die Zusammenarbeit in der Firma verbessern.

Einsparungen im Sportangebot hält Wilfried Ruß, Pressesprecher von BT Ignite, daher für absolut kontraproduktiv: „Das wäre das völlig falsche Signal an unsere Mitarbeiter.“ Statt zu sparen, habe das Unternehmen sein Programm im Frühjahr sogar erweitert: Erstmals gibt es jetzt Seminare über Kommunikation, Entspannung am Arbeitsplatz und gesunde Ernährung. Im Gegensatz zu den traditionellen Firmenclubs setzt BT Ignite auf ein offenes Konzept. Dabei lässt sich die Firma von der Technischen Universität beraten. „Gleichzeitig laufen momentan Verhandlungen mit verschiedenen Krankenkassen über mögliche Kooperationen.“

Direkt am Englischen Garten können sich die etwa 5000 Mitarbeiter des Konzerns Bayerische Landesbank austoben. Auf der großzügigen und idyllisch gelegenen Sportanlage an der Osterwaldstraße gibt es neben einem Freibad mit Liegewiese einen Fußballplatz und mehrere Tennis-Courts. „Außerdem steht eine kleine Turnhalle für Fitness-Gymnastik oder Tischtennis zur Verfügung“, erklärt Pressesprecher Matthias Priwitzer. Rund 1500 Mitarbeiter nutzen das firmeninterne Sportangebot.

Während die meisten großen Unternehmen in München eigene Sportanlagen betreiben, besitzt BMW auf seinem Münchner Stammgelände lediglich ein großes Fitness-Center. Dort trainieren regelmäßig zirka 800 Mitarbeiter. Für Aerobic, Thai-Bo-Kurse und Wirbelsäulengymnastik hat der Autohersteller zahlreiche Turnhallen angemietet. Daneben bieten einige Fitness-Studios Sonderkonditionen für die BMW-Mitarbeiter. Schließlich veranstaltet der Autohersteller mehrmals im Jahr für sie Tennis-, Fußball- und Golfturniere.

Um die Sportangebote der Unternehmen besser vergleichen zu können, plant der HVB-Club-Chef Hans-Jürgen Dotzler ein eigenes Ranking. Gemessen werden die Kursvielfalt, die Qualität der Anlagen und die Qualifikation der Trainer. Dotzler ist sich sicher, dass der HVB-Club nicht schlecht abschneiden würde: „Ich rechne mit einem der vorderen Plätze. Auf jeden Fall sind wir besser als BMW.‘

Steffen Habit

Deutschland - Neumarkter Nachrichten

Dienstag. 09. Juli 2002

Geschwister-Duell im ASV-Sand

A-Jugend-Turnier auf hohem Niveau — Dramatik pur gab es schon in den Halbfinale

NEUMARKT — Mit einer Überraschung endeten auf den Beachvolleyball-Plätzen des ASV Neumarkt die mittelfränkischen Meisterschaften der A-Jugend: Es gewannen die Lokalmatadoren Hanns-Christian Künecke/Dominik Berschneider vor der Gunzenhausener Mannschaft Fritz/Steiner.

Dramatik pur gab es schon in den Halbfinals, als sowohl die Neumarkter und die zwei Gunzenhausener Teams gegeneinander antraten. Um das Ganze auf die Spitze zu treiben, trafen sich in den beiden Spielen zwei Geschwisterpaare. Dabei setzte sich die Mannschaft H. Künecke/Berschneider vor den als Favoriten gehandelten Manuel Künecke (Neumarkt)/Nico Witt (Rednitzhembach) durch. Die Letzteren unterlagen schließlich im sogenannten kleinen Finale den Gunzenhausenern Fritz/Lehner und landeten auf dem vierten Platz.

Sieger im Pech

Das Finale wurde zu einem packenden Drei-Satz-Match, das die Neumarkter im letzten Satz doch noch klar für sich entschieden. Umso höher ist dieser Turniersieg zu bewerten, da die zwei Neumarkter ein Feld mit zwölf hochklassigen Talenten bezwangen. Während H. Künecke und D. Berschneider nächste Saison zum ersten Mal in der Kreisliga spielen werden, waren ihre Gegner teilweise schon etablierte Landesliga-Spieler.

Die ersten drei Mannschaften dieses Turniers haben sich für die bayerischen Meisterschaften qualifiziert. Allerdings werden die Turniersieger des ASV wahrscheinlich nicht teilnehmen können, da sich Hanns-Christian Künecke im Anschluss an die Meisterschaften einen Kreuzbandriss zugezogen hat und somit für den Rest der Saison ausfallen wird.

Bei den Mädchen siegte die Altdorfer Mannschaft Geier/Weiss vor den Gunzenhausener Spielerinnen Günke/Feeling. Und auch hier hatten zwei Außenseiterinnen das bessere Händchen als die Gunzenhausener Favoriten.

Insgesamt ein, gut besetztes Turnier, bei dem Talente schönen Volleyball zeigten. Einziges Manko war das Wetter, das die ersten Spiele ins Wasser fallen ließ. Allerdings wurde es am Nachmittag wärmer und trocken.

Deutschland - Rheinpfalz Online

Dienstag. 09. Juli 2002

Tanja Busch und Stefanie Breuer geben nur einen Satz ab

Turnier am Eselsdamm - Hollstein/Bürkner Vierte

SPEYER. Zum ersten Mal richtete der TSV Speyer ein Beachvolleyballturnier für aktive Spitzenspieler aus der Region aus. Insgesamt 37 Teams kämpften auf der Anlage am Eselsdamm um wertvolle Ranglistenpunkte.
Neben 130 Euro Preisgeld für das Siegerteam gab es je nach Abschneiden der Mannschaften Wettkampfpunkte, die für eine mögliche Teilnahme an den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften zählen. Auch für die Rangliste des Deutschen Volleyballverbands heimsten die Aktiven den ein oder anderen wichtigen Zähler.

Ohne große Überraschungen blieben die Finalbegegenungen. Bei den Herren siegte, wie nicht andes zu erwarten, der 212-fache Nationalspieler David Schuler aus Frankfurt zusammen mit dem Bottroper Christopher Schieck. Das Dernbach-Heidelberger Duo Thilo Gögge/Felix Mann gab sich deutlich mit 11:15 und 6:15 geschlagen.

Heinz Fischer, Abteilungsleiter Volleyball beim TSV Speyer, im Gespräch mit der RHEINPFALZ: "Es war eine klare Angelegenheit. An Schuler führt derzeit kein Weg vorbei." Platz drei belegten Stefan und Roman Rechterek durch einen ebenfalls klaren Erfolg in zwei Sätzen gegen Andreas Hollstein und Conny Bürkner.Die weiteren Speyerer Paarungen, Uli und Christoph Fischer sowie Volker Braun/Jens Fischer landeten auf den Rängen 17 beziehungsweise fünf.

Auch die Damenfinalbegegnungen zeigten sich als klare Angelegenheit. Die Speyererin Tanja Busch und ihre Partnerin Stefanie Breuer dominierten das gesamte Turnier und entschieden das Endspiel mit 18:16 sowie 15:9 für sich. Die Gegnerinnen waren Britta Dreiters und Julia Buhlman aus Bad Soden. Fischer: "Busch/Breuer verloren insgesamt nur einen einzigen Satz und sind damit verdient Gesamsieger. Beide bewiesen, dass sie ein ausgebufftes, eingespieltes Team sind." Von den insgesamt 15 Damenteams kamen die Speyerer Abordnungen auf die Plätze sieben und 13.

Fischer zeigte sich zumindest mit den Leistungen der TSV-Damen hochzufrieden. "Durch unsere Teilhabe am Gesamtsieg lief es optimal." Einzig bei den Herren hätte sich der Abteilungsleiter noch etwas mehr Erfolg gewünscht. "Uli und Christoph Fischer vergaben in ihren Spielen einige Matchbälle. Das Duo Braun/Fischer hätte durchaus auch ins Endspiel kommen können."

Aber immerhin, was die Gesamtorganisation des erstmals in dieser Größe ausgerichteten, hochkarätigen Turniers anging, hatte Fischer fast nichts zu beanstanden. Auf drei Feldern kämpften Mannschaften, die unter anderem aus Bottrop, dem Saarland, Frankfurt und Luxemburg anreisten, um den Gesamtsieg.

Die Auseinandersetzungen fanden im so genannten "Double Out"-Modus statt: Auf einer Setzliste spielte zunächst das punktstärkste Team gegen das schwächste, das zweitbeste gegen das zweitschlechteste und so weiter.
Die Sieger traten dann im Gewinner-, die unterlegenen im Verliererpool an. Überraschungen blieben weitestgehend aus. Früh scheiterten auch einige Jugendteams. Doch es ging immer fair zu.

Für Fischer hätten es aber gerne mehr als 37 Mannschaften sein dürfen. "Wir besitzen durchaus Kapazität für mehr. Vermutlich sind aufgrund der Ferien einige weniger angereist."

Zwölf Helfer trugen zur Organisation des Turnieres bei. Nach Meinung des Abteilungsleiters zu wenige. "Sollten wir das Turnier wiederholen, ist es notwendig, das Ganze auf mehr Schultern zu verteilen." Die Unterbringung der auswärtigen Akteure erfolgte in Privathäusern von TSV-Mitgliedern. Allein Fischer nahm 25 Teilnehmer über Nacht bei sich auf.

Ob es schon bald ein weiteres Turnier in dieser Größenordnung geben könnte, darauf legte sich der Abteilungsleiter nicht fest. "Wenn wir wollten, könnten wir Speyer als Standort für solche Wettkämpfe etablieren. Die Frage ist nur, ob wir das wirklich sinnvoll ist und ob wir uns das finanziell leisten können."

(boi)

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung

Dienstag. 09. Juli 2002

Volleyball: Junioren testen in Rheinkamp

Als Vorbereitung auf die EM in Cetniewo/Polen bestreitet die deutsche Volleyball-Junioren-Nationalmannschaft am Samstag, dem 20. Juli, um 17 Uhr im Sportzentrum Rheinkamp ein Testspiel gegen Italien. Mit von der Partie sind auch Torben Tidick, Nils Lieber und Florian Karl (alle Moerser SC bzw. Rumelner TV) sowie die künftigen Neu-Rumelner Tim Elsner und Christian Dünnes (bislang Bayer Wuppertal). Der Eintrittspreis beträgt 1 Euro.

Unterdessen teilt Bundesligist MSC mit, dass es in den letzen Wochen hinsichtlich der Verpflichtung von Georg Grozer junior (17) "erhebliche Auseinandersetzungen" mit dessen Heimatverein Kaposvar gegeben habe. Die Ungarn hätten versucht, das Ausnahmetalent für bis zu 160 000 Dollar nach Italien zu verkaufen. Erst jetzt habe man sich endlich einvernehmlich geeinigt, so dass der "kleine Georg" ab dem 1. August für die "Adler" schmettern kann.

(mapi)

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung

Dienstag. 09. Juli 2002

Hallen in den Ferien öffnen

Die SPD-Fraktion möchte den Sportlern entgegen kommen und Räume auch in der unterrichtsfreien Zeit anbieten. Sechs Vereine meldten Bedarf an. Städtische Mehrkosten: 3200 E.

NEUKIRCHEN-VLUYN. Wieso müssen Sporthallen in den Ferien eigentlich den ganzen Tag leer stehen - obwohl es Vereinsportler genug gäbe, die gern trainieren würden? Diese Frage stellte sich unlängst auch die SPD-Fraktion im Rat der Stadt. Und sie beantragte im Fachausschuss, die Verwaltung solle den Bedarf der Freizeitsportler einmal abklopfen. Das ist inzwischen geschehen: "Sechs Sportvereine würden das Angebot gern nutzen", so SPD-Ratsfrau Barbara Simon.

Die Stadt hat nun auch die Kosten ermittelt: "Insgesamt würden die Hallen in den Ferien 156 Stunden jährlich genutzt", so Beigeordneter Marc Adomat. Mit Kosten für Reinigung und Strom, abzüglich des Beitrages für die Hallennutzung, kämen Mehrkosten von 3200 Euro zusammen. Geöffnet werden sollen in der Ferienzeit die Halle Stursberg-Gymnasium sowie Haarbeck- oder Theodor Heuss-Schule. Bedarf besteht in den Sportarten Turnen, Handball, Volleyball, Tischtennis, Badminton und Skigymnastik.

SPD-Fraktionschef Günter Zeller: "Ich persönlich finde, dass der Mehrbetrag sich im Rahmen hält." Für den nächsten Fachausschuss beantrage die SPD daher, die Mittel in den Haushalt zu stellen und den Bedarf der Vereine in die städtische Plaung mit einzubeziehen.

Darüber hinaus macht sich die SPD-Fraktion augenblicklich Gedanken, wie es mit den beiden integrativen Schulklassen an der Tersteegen-Grundschule weitergehen solle. "In naher Zukunft verlassen die ersten integrativ unterrichteten, behinderten Grundschüler die Schule. Dann müssen wir sehen, ob wir nicht einen Anschluss schaffen können", so Barbara Simon.

Der Antrag der SPD geht dahin, dass sich die Verwaltung rechtzeitig mit der Sache beschäftigt. "Es machte nicht viel Sinn, wenn diese Kinder in Kindergarten und Grundschule neben nicht behinderten Kindern sitzen dürfen é und für den Unterricht ab Klasse fünf an eine Sonderschule oder gar in ein Internat müssten", unterstreicht Zeller. Unter Umständen müssten Baumaßnahmen beispielsweise für Rollstuhlfahrer stattfinden. Die Kosten dafür müssten im Haushalt berücksichtigt werden. Zu beiden Themen tagt Anfang September der Fachausschuss.

Klara Helmes

Deutschland - Westfalenpost

Dienstag. 09. Juli 2002

Verband gibt den Startschuss für Aktion 1000 plus

Ennepe-Süd. (wp) Die idyllisch gelegene Gaststätte "Spreeler Mühle" in Ennepetal-Heide war einmal mehr Tagungsstätte der Verbands-Spitze des westdeutschen Volleyball-Verbandes. Rund 5 Stunden tagte das Gremium bei einem Arbeitsessen unter dem Vorsitz des Präsidenten Matthias Fell, um eine Weichenstellung für eine erfolgreiche Zukunft vorzunehmen.

Im Mittelpunkt diesmal: die "Aktion 1000 plus". Sie verfolgt das Ziel, wieder Schüler und Jugendliche vermehrt für den Volleyballsport zu gewinnen. Finanziell wird sie von "OBI" und dem "Deutschen Herold" getragen. Die beiden Sponsoren bilden einen Fond, der ausschließlich der Jugendarbeit zu Gute kommt. Das Konzept sieht vor, in zunächst 50 Grundschulen innerhalb des westdeutschen Volleyball-Verbandes Dritt- und Viertklässler in Arbeitsgemeinschaften (AG) das Interesse für den Volleyball zu wecken. Die entsprechenden Übungseinheiten sollen von erfahrenen Trainern ortsansässiger Vereine geleitet werden. Deren Finanzierung sowie die erforderliche Bereitstellung der dazugehörigen Materialien wie Bälle, Netze etc. werden aus dem Fond bezahlt.

Signalwirkung?

Die Aktion läuft zunächst für ein Jahr. "Innerhalb dieses Zeitraumes hoffen wir, dass in den Vereinen viele neue F-Jugendmannschaften entstehen - vor allem bei den Jungen", ist Hubert Rammel, Lehrwart und Schulsportbeauftragter des Verbandes aus Ennepetal, vom Erfolg der Aktion überzeugt. Bisher schon aktive Vereine mit erfolgreicher Jugendarbeit sollen nur dann in den Genuss der Fördermittel kommen, wenn sie zugleich eine Patenschaft mit einem weniger aktiven Klub übernehmen. So will es die Führungsspitze des WVV.

Ein Beispiel im Klartext auf den südlichen EN-Kreis bezogen: RE Schwelm, seit Jahren ein Paradeklub für vorbildliche Nachwuchsarbeit, kann nur dann mit Zuwendungen aus dem Topf rechnen, wenn es Vereine etwa aus dem benachbarten Gevelsberg oder Ennepetal mit einbezieht.

Einen weiteren Schub zur Gewinnung neuer Spieler erhofft sich die Verbandsspitze auch durch die Weltmeisterschaft der Frauen, die in diesem Jahr vom 30. August bis 15. September in Deutschland stattfindet. "Die daraus resultierende Medienpräsenz sollte eine Signalwirkung haben", mutmaßten unisono Matthias Fell, Geschäftsführerin Christel Henze, Jugendwart Hans Schlecht, Verbandstrainer Wolfgang Schütz, der Marketing-Beauftragte Ralf Krolczyk und Hubert Rammel.

Peter Görtzen

Deutschland - www.beach-volleyball.de 

Dienstag. 09. Juli 2002

Renault Beach-Cup in Schwerin - Der Rückblick

Die Finalspiele

So spannende Abschlußmatches hat sich wohl niemand erträumen können. Bei den Damen zeigte das neu gebildete Duo Sara Goller/Uli Schmidt, was in ihnen steckt. Trotz schlafloser Nacht in einer Turnhalle hatten sie noch die Kraft, das an 1 gesetzte Duo Katrin Petzold/Silke Schmidt mit kompromisslosem Spiel zu bezwingen. "Wir haben immer mit vollem Risiko gespielt und sind belohnt worden", so Uli Schmidt. Für Sara Goller war dies der bislang größte Erfolg in ihrer noch jungen Karriere.

Nicht weniger spannend ging es im Finale der Herren zu. Die Publikumslieblinge Marc Blaich und Michael "Ratzfatz" Raddatz standen zunächst überraschend im Finale, zeigte dann aber, dass sie dort zu Recht standen. Schnell gingen sie im ersten Satz mit 15:10 in Führung, doch Matthias Karger und Maarten Lammens pushten sich gegenseitig nach vorne. Sie kamen zwar noch einmal heran, doch sie sollten nicht belohnt werden. Dramatik pur im zweiten Durchgang, den Hitchcock persönlich nicht besser hätte inszenieren können. 

Die zahlreichen Zuschauer konnten in diesem Krimi spektakuläre Ballwechsel beider Teams bewundern und sparten auch nicht mit Anfeuerungsrufen. Marc Blaich war es dann, der den entscheidenden Punkt zum 32:30 landen konnte. "Wir sind eigentlich nur hier hingefahren, um Spaß zu haben. Und den hatten wir", so ein überglücklicher Michael Raddatz, der zusammen mit Marc Blaiche noch meherere Sektduschen über sich ergehen lassen musste.
Das www.beach-volleyball.de-Team gratuliert den Siegerinnen und Siegern ganz herzlich!

Die dritten Ränge

Vor einer Minuskulisse - kein einziger Zuschauer, da zeitgleich das Finale stattfand - errangen Jan Günther und Kay Matysik durch ihren Sieg den dritten Rang am Zippendorfer Strand. Kurioses auch hier: Im zweiten Satz wusste plötzlich niemand mehr so genau, wie es eigentlich steht.

Aufgrund einer Verletzung von Julia Krumbeck wurde das kleine Finale der Damen nicht mehr ausgetragen. Somit ging Platz 3 an die jungen Beach-Mütter Gabriele Freytag und Martina Stoof. "Wir wollten eigentlich nur, dass unsere Männer uns noch spielen sehen, und das ist uns geglückt", so Gabriele Freytag über ihren Erfolg.

Was sonst noch war

Überschattet wurde das Schweriner Turnier am Zippendorfer Strand leider von der Verletzung von Julia Krumbeck. Schon beim Aufwärmen zum Halbfinale spürte sie ein leichtes Ziehen in der Kniegegend und musste folglich auch im zweiten Satz abbrechen und das Knie erst einmal kühlen. Eine Kernspintomographie wird nun klären, ob es der Meniskus ist. Falls sich der Verdacht bestätigt, wird Julia sicherlich einige Wochen ausfallen. Das gesamte www.beach-volleyball.de-Team wünscht Gute Besserung!

Doch es gab auch positives und kurioses zu beobachten. Bei den Herren sind Marc Blaich und Michael Raddatz die positivste Überraschung des Wochenendes. Nur angetreten um ein wenig Spaß am schön gelegenen Zippendorfer Strand zu haben, erreichten die beiden Publikumslieblinge das Finale und bezwangen dort in einem wahren Krimi das an 1 gesetzte Duo Matthias Karger und Maarten Lammens. Doch auch schon vorher erspielten sich die beiden die Sympathien der Zuschauer: Nie gaben sie einen Ball verloren und hatten selbst bei Fehlern immer ein Lächeln auf den Lippen.

Entspannt wirkten auch Sara Goller und Ulrike Schmidt, und das, obwohl sie die halbe Nacht vor dem Finaltag mit der Suche nach einem Hotelzimmer verbracht haben. "Durch das Ausscheiden von Constanze Paul und Carola Stöwe haben wir eigentlich gedacht, wir könnten das Zimmer übernehmen. Das war leider nicht so", so Sara Goller, die sich noch am Samstag durch die kraftraubende Loserrunde spielen musste. Umso bemerkenswerter ist dieser Cup-Sieg, da Uli und Sara die halbe Nacht mit der Suche nach einem freien Hotel verbracht hatten. 

"Wir haben fünf Stunden geschlafen und sind dann mitten in der Nacht im Schlafsack in einer Turnhalle gelandet", so eine ausgepowerte aber zufriedene Sara Goller über die nächtliche Reise durch das ausgebuchte Schwerin. Und auch Beate Wand dürfte trotz Nichterreichens des Halbfinales mit ihrer Leistung zufrieden gewesen sein. Zumindest hält sie noch immer den Geschwindigkeitsrekord der Damen mit 82 km/h bei unserer gut besuchten Aufschlagmessung.

 © 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel