News

Mittwoch, 10. Juli 2002 

Zwei Dresdnerinnen auf Asien-Trip
Volleyballerinnen fischen im Trüben
Mix-Winkler/Guba triumphiert
Torben und Torben total überlegen
Vier deutsche Teams bei der U21-WM
Termin für Beach-EM 2002 steht
MIKASA, DVV und Bundesliga: 4-Jahres-Vertrag !
USC verpflichtet Thumm
Elmshorner Beach-Volleyballer auf Tour
Grand Prix 2002: Besser abschneiden als letztes Jahr

Juli 2002

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Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten

Mittwoch. 10. Juli 2002

Zwei Dresdnerinnen auf Asien-Trip

Dresden. Die deutsche Frauen-Volleyball-Nationalmannschaft ist gestern nach Asien gestartet, wird als Generalprobe für die Weltmeisterschaft Ende August in Deutschland den Grand Prix (12. Juli bis 4. August) bestreiten.

Mit im Flieger saßen die beiden Dresdnerinnen Kerstin Tzscherlich und Beatrice Dömeland, die bei Bundestrainer Hee Wan Lee auch für die WM gesetzt sind. Im Teilnehmerfeld des Grand Prix stehen mit Olympiasieger Kuba, dem Olympia-Zweiten Russland, Bronzegewinner Brasilien und dem letztjährigen Grand Prix-Sieger USA die WM-Favoriten. Und China, Japan und Thailand sind ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Die deutschen Damen treffen zunächst in Tokio auf Brasilien, Japan und Thailand, dann in Manila auf Russland, Brasilien und Japan und in Macao auf China, Brasilien und Thailand. Im letzten Jahr konnte das deutsche Team nur einen Grand-Prix-Sieg (3:2 über Südkorea) erringen. Diese Bilanz gilt es aufzubessern.

Deutschland - Augsburger Nachrichten

Mittwoch. 10. Juli 2002

Volleyballerinnen fischen im Trüben

Birgit Fischer abgetaucht - Erstligist VC Harlekin bastelt am neuen Kader und verpflichtet Jugoslawin

(lku). Es war verdächtig ruhig in den vergangenen Wochen um die Bundesliga-Volleyballerinnen des VC Harlekin Augsburg. Doch nun tut sich wieder etwas bei der Truppe von VCA-Vorsitzender Ingke Weimert. Der Erstliga-Neuling kann mit seinem ersten Neuzugang einen wahren Hochkaräter vermelden. Dabei handelt es sich um die jugoslawische Nationalspielerin Anna Barnak, die in der vergangenen Saison für den VC Creglingen in der ersten Liga spielte.

Über 80 Länderspiele

Die 24-jährige Außenangreiferin absolvierte bisher über 80 Länderspiele für ihr Heimatland Jugoslawien und rangierte in der vergangenen Saison in der Rangliste der Bundesliga-Angreiferinnen auf Platz 13. „Sie ist eine Top-Spielerin, die perfekt zu uns passt“, freut sich Coach Peter Götz über seine erste Verstärkung. Barnak war den VCA-Verantwortlichen beim Aufstiegsturnier in Braunschweig „unangenehm“ aufgefallen, erschoss sie doch damals die Harlekine beim Creglinger 3:1-Sieg beinahe im Alleingang. „Ich freue mich auf Augsburg“, sagte die Jugoslawin, als sie am vergangenen Wochenende zu Besuch in ihrer neuen Heimat weilte. „Eine schöne Stadt, da ist wenigstens was los“, so Barnak, der es in den vergangenen zwölf Monaten im Volleyball-Dorf Creglingen einfach zu langweilig war, wie sie betonte.

Der Erstliga-Neuling aus Augsburg wird auf dem Personalsektor noch weiter tätig werden. „Uns liegen bereits zwei mündliche Zusagen vor, unterschrieben aber sind die Wechselanträge noch nicht“, sagte VCA-Justiziar Hans-Peter Pleitner und behält die Namen noch für sich.

Klar, dass die Harlekine in der ersten Liga noch Zuwachs brauchen, zumal der Verein auch Abgänge zu verzeichnen hat. Die Chinesin Bi Nan will wieder in ihrer Heimat spielen, vermutlich ebenso die Ungarin Veronika Matrai. Jungtalent Sara Goller wechselt zu Bayer Leverkusen und Birgit Fischer hat den VCA mit unbekanntem Ziel verlassen. „Sie hat sich auf keine Anrufe mehr gemeldet, ist zum Training nicht mehr erschienen und ich gehe davon aus, dass sie nicht mehr für uns spielt“, meinte VCA-Chefin Ingke Weimert.

Einen Abgang gibt es auch auf dem Sponsorensektor: das Telekommunikations-Unternehmen, das bisher auf den Spielerhosen mit seinem Logo präsent war, steigt nach nur einem Jahr überraschend wieder aus. Dafür bleiben Hauptsponsor Harlekin sowie Fiat Huber und das Modehaus Jung den Volleyballerinnen weiter treu. „Wir brauchen aber noch finanzielle Unterstützung und sind weiter auf der Suche nach neuen Partnern“, verrät Ingke Weimert. Sie führte zuletzt mehrere Gespräche „und ich denke, dass wir auch da erfolgreich sein werden, zumal wir ja auch einiges bieten können“.

Deutschland - Ostthüringer Zeitung

Mittwoch. 10. Juli 2002

Mix-Winkler/Guba triumphiert

Knau. Die für den VfB 91 Suhl spielende Katrin Winkler und ihr Ohrdrufer Beach Partner Torsten Guba waren am vergangenen Samstag beim 3. Knauer Mixed Beach nicht zu schlagen. Souverän absolvierte das Team seine vier Vorrundenspiele, setzte sich im Viertel- und Halbfinale durch und konnte auch im Finale gegen die Gera/Jena-Kombination Wagner/Rinke nach 0:1-Satzrückstand noch eine Schippe drauflegen und schließlich noch knapp aber verdient mit 2:1 gewinnen und den Turniersieg unter Dach und Fach bringen.

Den dritten Platz erkämpften sich die besten Zweitplatzierten aller sieben Vorrundengruppen, die Geraer Ulrike Hoffmann und Robert Guse. Vierte wurden die Sömmerdaer Müller/Breshan. Die besten einheimischen Teams Wagner/A. Weise (Karbach/Knau) und Fritsch/Fritsch (Knau) mussten sich ihren 5. Platz mit dem zwischenzeitlich furios aufspielenden Pößnecker Duo Heike Grosch und Jürgen Kühn und den als Mitfavoriten gehandelten Jähner/Immisch (Erfurt/Gera) teilen.

Ohnehin war das mit 34 Mixed Mannschaften ausgetragene Turnier von Favoritenstürzen geprägt. 62 Spiele mussten in den sieben Vorrundengruppen auf den vier Feldern der Knauer Anlage ausgetragen werden, um die Viertelfinalisten zu ermitteln. Die an Eins gesetzte Chemnitzer Kombination Stefanie Kreutzburg/Marco Schramm hatten sich ihre Aufgaben wohl etwas zu einfach vorgestellt und scheiterten ebenso vorzeitig wie die Top-gesetzten Baacke/Watzel (Leipzig/Bad Dürrenberg), Kachel/Rüffer (Jena/Erfurt) und Jähnig/Kuhna (Berlin/Erfurt).

Die hohe Beteiligung zeigt, dass Beachvolleyball sich wachsender Beliebtheit erfreut. Dieses Oberland Mixed war erst der Auftakt für die Ausrichter des SV Rot Weiß Knau. In zwei Wochen wird ein deutschlandoffenes A-Turnier der Thüringer Open Serie ausgetragen. Sieben Tage später machen die Knauer beim Volleyball unter Flutlicht die Nacht zum Tag.

Kay Weise

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung

Mittwoch. 10. Juli 2002

Torben und Torben total überlegen

Rumelner Duo holte sich im heimischen Sand den westdeutschen A-Jugend-Titel. Für Tidick war es ein Abschied mit Wehmut: Er wechselt nun nach Moers.

Keine Blöße gaben sich die A-Jugend-Volleyballer des Rumelner TV bei der Westdeutschen Beachvolleyball-Meisterschaft im heimischen Freibad Toeppersee. Überlegener Sieger wurde das Team Torben Mols und Torben Tidick; gemeinsam auf Platz fünf landeten Oliver Gies und Sebastian Blum sowie Martin Clausnitzer und Marc Piskun.

Dabei dominierten die beiden Torbens, die noch Anfang Mai mit dem RTV in Duisburg Deutscher Meister in der Halle wureden, von Beginn an die Begegnungen und ließen den Gegnern kaum Chancen. So schlugen sie am Samstag die Teams Wüpping/Hengefeld und Thiel/Hückelheim aus Bocholt jeweils klar mit 2:0.

Am Sonntag ging es dann gleich weiter mit den Bocholter Teams: Beckmann/Sieverdingbeck wurden mit dem 2:0-Sieg die Grenzen aufgezeigt. Die erste Bewährungsprobe für die beiden Rumelner, die in der vergangenen Saison auch beim Zweitbundesligisten Moerser SC spielten, war das Team der Ranglisten-Ersten Hahler/Stegmann aus Levern. Aber auch hier überließen die RTV-Eigengewächse den Gästen keinen Satz; in einer hochklassigen Begegnung gingen beide Durchgänge an den Rumelner TV. Im Halbfinale kam es dann zum Wiedersehen mit den alten Bekannten aus WVV-Auswahl und Westdeutschen Meisterschaften, der Paarung Bonner/Piechowiak aus Marl, denen aber ebenso kein Satzgewinn vergönnt war.

Das Doppel-K.-o.-System machte es dann möglich, dass es im Finale zum Wiedersehen mit den Levenern Hahler/Stegmann kam. In zwei sportlich hochstehenden Sätzen machten Mols und Tidick wieder einmal ihre Ausnahme-Stellung im Westdeutschen Jugend-Volleyball deutlich und siegten schließlich auch in diesem Endspiel.

Platz fünf ist ein Erfolg

Für B-Jugend-Nationalspieler Oliver Gies und Sebastian Blum ist der fünfte Platz als Erfolg zu werten, genau wie für Martin Clausnitzer und Marc Piskun, die in dieser Kombination zum ersten Mal zusammenspielten Bei der Siegerehrung schwang auch Wehmut mit, da es für Torben Tidick das letzte Jugend-Turnier war. Seit der E-Jugend war er für den Rumelner TV am Start und errang mit seinen Mitspielern einige Westdeutsche und eine Deutsche Meisterschaft. Tidick wechselt zum Moerser SC.

Deutschland - www.beach-volleyball.de 

Mittwoch. 10. Juli 2002

Vier deutsche Teams bei der U21-WM

Im Beach-Volleyball jagt ein Highlight das Nächste, in dieser Woche finden vom 10.-14. Juli im sizilianischen Catania die zum zweiten Mal durchgeführten U21-Beach-Weltmeisterschaften statt. Der DVV ist mit vier Duos in Italien vertreten: Matthias Karger/Maarten Lammens (beide SV Bayer Wuppertal) und Hannes Ambelang/Manuel Rieke (beide City Beach Berlin) sind im Männerfeld dabei. Doreen Engel/Maria Wendisch (beide Dresdner SC) und Sara Goller/Martina Stein (VC Harlekin Augsburg/TuS Holtenau) bei den Frauen.

Karger/Lammens und Engel/Wendisch sind für das am Donnerstag beginnende Hauptfeld gesetzt, Ambelang/Rieke und Goller/Stein müssen in die am Mittwoch stattfindende Qualifikation. Das Hauptfeld wird bei Frauen und Männern jeweils mit 24 Teams gespielt, dabei findet zunächst eine Vorrunde in sechs Vierergruppen statt. Die beiden Gruppenersten sowie die vier besten Gruppen-3. qualifizieren sich für das Achtelfinale. Von dort an geht es im einfachen K.O.-System weiter. Den Siegern winken keine Dollar, sondern eine "wild card" bei einem Turnier der FIVB World Tour 2002 oder 2003.

Bei der im vergangenen Jahr erstmals durchgeführten U21-WM belegten die deutschen Duos Karger/Lammens und Geeske Banck/Martina Stein jeweils den guten 5. Platz, Brasilien stellte die Weltmeister. Beach-Jugend-Bundestrainer Lennard Krapp meint zu den Aussichten seiner Schützlinge: "Wir wollen nicht in Platzierungen denken, sondern gute Leistungen abliefern. Wenn die Teams ihre starken Leistungen von den nationalen Serien in dieser Drucksituation bestätigen, dann haben wir unser Ziel erreicht".

Deutschland - www.beach-volleyball.de 

Mittwoch. 10. Juli 2002

Termin für Beach-EM 2002 steht

Lange hat es gedauert, doch nun ist der Termin für die Beach-Volleyball Europameisterschaften 2002 offiziell. Vom 29. August bis 1. September treten die besten europäischen Teams im schweizerischen Basel an.

Im vergangenen Jahr konnten sich die Schweizer Außenseiter Egger/Heyer den Titel im italienischen Venedig sichern. Bei den Damen siegten überraschend Karadassiou/Sfyri aus Griechenland.

Deutschland - DVV-News

Mittwoch. 10. Juli 2002

MIKASA, DVV und Bundesliga: 4-Jahres-Vertrag !

Die Volleyball-Bundesligen spielen ab der kommenden Saison 2002/2003 bis zum Jahr 2006 mit MIKASA-Volleybällen. Der DVV, die Bundesligavereine und MIKASA schlossen kürzlich einen Exklusiv-Vertrag ab. Damit wird der gelb-blau-weiße MIKASA-Ball „MVP 200“ ab der kommenden Spielzeit in allen Meisterschaftsspielen der 1. und 2. Bundesligen und sämtlichen Pokalveranstaltungen offizieller Spielball sein.

MIKASA ist auch der Spielball bei allen Veranstaltungen der FIVB, des Volleyball-Weltverbandes, sowie der CEV, des Europäischen Volleyball-Verbandes. Bei der Volleyball-WM der Frauen vom 30. August – 15. September diesen Jahres wird der dreifarbige MIKASA-Ball ebenso über das Netz fliegen wie ein Jahr später bei der Männer-EM in Deutschland (6.-14. September).

Ligasprecher Michael Evers (Schweriner SC) meinte zum Abschluss: „Wir sind froh, MIKASA für eine längeren Zeitraum als Ballpartner gewonnen zu haben. Damit spielen wir national und in den europäischen Wettbewerben mit den gleichen Bällen, was natürlich sehr vorteilhaft ist “.

Und Gerhard Unseld, Product-Manager von MIKASA Deutschland bzw. HAMMER Sport AG sagte: "Der Vertrag mit dem DVV und der Liga ist ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung der MIKASA-Mission: Die Entwicklung des Volleyballsports weltweit nachhaltig zu prägen".

Deutschland - USC Münster

Mittwoch. 10. Juli 2002

USC verpflichtet Thumm

Der USC Münster hat Birgit Thumm unter Vertrag genommen. Die 22-jährige Nationalspielerin unterschrieb zunächst einen Ein-Jahresvertrag. Die ehemalige Karbacherin, die zum aktuellen Aufgebot der Nationalmannschaft für den Grand Prix zählt, ist von mehreren Vereinen umworben worden. "Ich komme nach Münster, weil ich mich unter professionellen Bedingungen weiterentwickeln will", sagt die 1,85 m große Mittelblockerin. Heute startet die gebürtige Heidenheimerin mit der Nationalmannschaft in Richtung Asien zum Grand Prix.

Mit der Verpflichtung Birgit Thumms ist der USC dem Ziel, seinem Publikum für die kommende Saison eine spielstarke Mannschaft bieten zu können, einen erheblichen Schritt näher gekommen. "Wir sind froh, dass sich Birgit für uns entschieden hat", so USC-Vorstandssprecher Hans-Ulrich Frank. "Das zeigt deutlich, dass der USC Münster bei den Spielerinnen wieder zu den Top-Adressen in Deutschland und Europa gezählt wird und dies freut uns natürlich", ergänzt Jürgen Schulz, der sportliche Leiter des Vereins.

Deutschland - VG Elmshorn-News

Mittwoch. 10. Juli 2002

Elmshorner Beach-Volleyballer auf Tour

Die Brüder Christian und Matthias Proske kämpfen sich beim Herold Cup in Westerland auf Sylt (Nord-Cup-Landes-Serie Schleswig Holstein) bis ins Finale und holen sich die ersten DVV-Ranglisten-Punkte

Mit drei Frauen- und vier Männer-Teams waren die Krückaustädter zu einem Wochenend-Trip auf die Ferien-Insel Sylt gereist, um dort am Nordsee-Strand bei Wind und Wellen um einen Platz auf dem Treppchen zu kämpfen. Vor grandioser Kulisse, direkt an der Kurpromenade der Stadt Westerland, wurde dieser Cup der Schleswig-Holsteiner Beach-Volleyball-Landes-Serie parallel mit dem Windsurf-Euro-Cup ausgetragen.

Der Wind meinte es an diesem Wochenende mit den Beach-Volleyballern besser als mit den Surfern: Er lag bei zwei bis drei Stärken für die Ballartisten in erträglichem Rahmen, während die Surfer gern kräftigere Brisen gehabt hätten.

Für die sonst so erfolgreichen Elmshornerinnen reichte es an diesem Wochenende nicht zum Einzug in die Finalrunden. Das VGE-Team Astrid Carstens-Schiewe/Nina Nezam erreichte im 20-ger Feld mit Platz 7 das beste Resultat. Svea Brügge mit Anneke Voss und Anne Gaarz mit Meike Sievers belegten am Ende des Turniers Rang 9.

Mehr erwartet hatten sich auch drei der vier Männer-Teams mit VGE-Regionalliga-Spielern : Das Duo Ekkehard Gollert/Kjell Weiher konnte sich bereits nach zwei Niederlagen in Folge dem Strandleben widmen.

Für die anderen 3 Elmshorner Duos kam nach Auftakterfolgen die erste Niederlage in Runde 3 des 32- Teams starken Hauptfeldes. Jan Siebert mit Ex-Elmshorner Kai Winter sowie Lars Winter/Jörn Reinhard fanden sich nach je einer weiteren Niederlage im Verliererfeld auf Platz 9 (Einzelplatzierung wird nicht ausgespielt) der Ergebnisliste wieder.

Die Brüder Christian und Matthias Proske, die zum ersten Mal in dieser Saison gemeinsam antraten, kämpften sich jedoch mit weiteren Siegen über den kräfteraubenden Weg durch die Verliererrunde bis ins Halbfinale. Dort trafen sie auf das Duo Malte Nagursky/Kai Neumann (Eutin /NN) und erreichten in einem hochdramatischen Spiel über drei Sätze mit einem Wimpernschlag (16:14 in Satz drei) das Finale.

Pikant war bei diesem Spiel zusätzlich die Tatsache, dass Malte Nagursky und Matthias Proske in dieser Saison eigentlich als Team miteinander spielen, bislang jedoch noch keine Spitzenplatzierungen erreichten, durch das Erreichen des Halbfinals aber beide zu ersten DVV-Punkten kamen.

Sehenswerte Aktionen und kämpferische Einlagen der Elmshorner Brüder folgten im Finale gegen das Kieler Team Jan Peter Wurl/Mathias Werner. Die Ranglistenersten in Schleswig Holstein vom Regionalligisten Adler Kiel bewiesen aber, dass sie zu recht das Feld der Beach-Volleyballer im Land anführen und entschieden das Finale mit zwei Siegsätzen für sich.

Mit drei DVV- Ranglistenpunkten, einem kleinen Preisgeld und schweren Beinen im Gepäck wurde dieses Turnier dennoch zumindest für Christian und Matthias Proske zu einem der erfolgreichsten Beach-Turniere der laufenden Saison.

Deutschland - DVV-WM-News

Mittwoch. 10. Juli 2002

Grand Prix 2002: Besser abschneiden als letztes Jahr

WM-Vorbereitung im Vordergrund!   

Morgen fliegt die DVV-Frauen-Auswahl von Frankfurt nach Japan, um am jährlich stattfindenden Grand Prix teilzunehmen. Mit Olympiasieger Kuba, Vize-Olympiasieger Russland, dem Olympia-3. Brasilien, Grand Prix-Sieger USA (2001), Grand Champions Cup-Sieger China (2001) sowie den WM-Teilnehmern Japan, Thailand und Deutschland ist ein hochkarätiges Feld am Start, das vom 12. Juli – 4. August den Sieger 2002 ermittelt. 

Dabei wird jeweils in zwei Vierergruppen an den Wochenenden gespielt, also vom 12.-14. Juli, vom 19.-21. Juli und vom 26.-28. Juli. Vom 1.-4. August findet dann in Hong Kong die Finalrunde der besten vier Teams statt.  Die deutsche Mannschaft, die beim letztjährigen Asien-Spektakel aus 13 Spielen lediglich einen Sieg (3:2 über Südkorea) errang, trifft an den drei Vorrunden-Wochenenden auf folgende Gegner: Brasilien, Japan und Thailand sind vom 12.-14. Juli in Tokio/Japan die Gegner. Russland, Brasilien und Japan warten vom 19.-21. Juli in Manila/Philippinen auf die DVV-Auswahl. Und vom 26.-28. Juli spielt die deutsche Mannschaft in Macao gegen China, Brasilien und Thailand. Damit trifft die Mannschaft von Bundestrainer Hee Wan Lee lediglich nicht auf Kuba und die USA.   

Der Bundestrainer will den Grand Prix insbesondere als Vorbereitung auf die folgende WM in Deutschland nutzen. Jedoch fehlen auf Grund von Trainingsrückständen oder Verletzungen bewährte Kräfte wie Tanja Hart (Ulm), Christina Benecke und Hanka Pachale (beide Romanelli Florenz). Diese sollen gemeinsam mit Christin Guhr und Cornelia Dumler an zwei Aufbaulehrgängen (11.-18. Juli in Heidelberg und 22. Juli – 1. August in Schwerin) den Rückstand aufholen.   Zu den Zielen beim Grand Prix meint Lee: „Wir wollen uns für die WM weiter vorbereiten und gegen die besten Teams Spielerfahrung sammeln. Die Trainingssteuerung ist natürlich voll auf die WM ausgerichtet. Drei Spiele sollten wir dennoch auf jeden Fall gewinnen“.   

Top-Angreiferin Angelina Grün sagt: „Wir wollen besser abschneiden als im vergangenen Jahr, und das ist auch realistisch, obwohl wir derzeit voll im Kraftaufbau sind und diesen auch in Asien fortsetzen. Wir freuen uns auf die Tour, weil man nicht alle Tage nach Asien fährt. Zudem passt der Grand Prix dieses Jahr besser in die Vorbereitung, da wir danach noch Spiele gegen die Niederlande (13.-15. August) und Südkorea (inoffizielle - Anm. d. Red.) bestreiten“.   

Neben der Spielerfahrung können die deutschen Spielerinnen bei entsprechender Siegzahl auch etwas verdienen, denn die FIVB schüttet natürlich auch Preisgeld aus. Jedoch muss der DVV und alle anderen teilnehmenden Verbände zunächst eine Summe von 55.000 US Dollar an die FIVB für die Werberechte zahlen. Sollte ein Gewinn erspielt werden, fließt er an die Mannschaft. Die Staffelung in den Vorrundengruppen sieht jeweils folgendermaßen aus: Platz Vier 15.000 US Dollar, Platz Drei 20.000 US Dollar, Platz 2 25.000 US Dollar, Platz Eins 40.000 US Dollar. In der Endrunde werden zudem ausgeschüttet: Platz Eins 200.000 US Dollar, Platz Zwei 100.000 US Dollar, Platz Drei 60.000 US Dollar, Platz Vier 40.000 US Dollar. Zudem werden noch Prämien für die besten Spielerinnen vergeben.   

Der DVV-Kader für den Grand Prix 2002: Angelina Grün (Volley Modena), Birgit Thumm (DJK Karbach), Judith Sylvester, Kathy Radzuweit, Julia Schlecht (alle TSV Bayer Leverkusen), Beatrice Dömeland, Kerstin Tzscherlich (beide Dresdner SC), Sylvia Roll (Schiavo Jesi), Verena Veh (SSV Ulm ALIUD PHARMA), Olessya Kulakova (RC Cannes), Jana Müller (Schweriner SC), Atika Bouagaa (USC Münster)

 © 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel