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| International - Süddeutsche Zeitung |
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Dienstag. 16. Juli 2002 |
Der Kampf der Kubaner um Gleichberechtigung
Die Popularität der weiblichen Volleyball-Auswahl ist unerreichbar
Havanna – Über allem
thront Che Guevara: Der große Revolutionär der Kubaner ist unter der Kuppel
der riesigen Arena der Ciudad Deportivo in Havanna verewigt und blickt mit
strenger Miene auf das Spielfeld. Daneben hängt ein Transparent mit einem Zitat
Fidel Castros: „El deporte – derecho del pueblo”. Ist der Sport tatsächlich
ein Recht des Volkes, wie es vom kubanischen Staatsoberhaupt verkündet wird?
Allemal, wenn die Eintrittspreise, die bei den Spielen um die mit 15 Millionen
Dollar dotierten Weltliga der Volleyballer in Kubas Sportpalast erhoben werden,
der Maßstab sind: Für zwei Pesos dürfen die Menschen an den Darbietungen der
Schmetterkünstler teilhaben, was selbst gemessen an den kargen
durchschnittlichen Monatsverdiensten von 20 bis 30 Dollar als moderater Preis
erscheint.
Negatives Image
Dennoch fanden sich bei
den beiden Auftritten der deutschen Nationalmannschaft am Wochenende gerade mal
4000 bzw. 5000 Schaulustige im weiten Rund der über 15000 Zuschauer fassenden
Arena ein. Was weniger am mangelnden Interesse der sportverrückten Kubaner
gelegen haben mag, sondern viel mehr am negativen Image, das Kubas Volleyballer
derzeit in ihrer Heimat genießen. „Sie sind Schlappschwänze”, sagt Alex,
der als Musiker nachts an der Flaniermeile Malecon aufspielt. Das sind sie mit
Sicherheit nicht, schließlich mischen sie traditionell in der Weltspitze mit.
Doch im Gegensatz zu den kubanischen Frauen, die das Geschehen nach Belieben
beherrschen, hat es für die Kollegen der männlichen Fraktion nie zum ganz großen
Wurf gereicht.
Und der Umstand, dass
sich zum Jahreswechsel bei der Flanders Volley Gala im belgischen St. Niklaas
sechs Nationalspieler nach Italien abgesetzt haben, kostete die Branche in der
extrem nationalbewussten kubanischen Bevölkerung jede Menge Kredit. In deren
Augen bedeutet ein solcher Akt Hochverrat, er bleibt als unverzeihlicher Frevel
haften. „Diese Spieler haben die Mannschaft und das Volk verraten”, sagt
Omelio Castillo, Präsident der Federation Cubana Voleybol (F.C.V.). Man habe
den Weltverband FIVB mit Nachdruck gebeten, die Sanktionen mit aller Härte
durchzusetzen, bei der Sperre von zwei Jahren gebe es „keinen
Verhandlungsspielraum”. Nun obliegt es dem neuen Trainer Eliseo Ramos Rivas,
ein junges, schlagkräftiges Team aufzubauen. Die beiden Siege des vergangenen
Wochenendes gegen Deutschland zeigten, dass dies durchaus möglich ist: „Unser
System”, sagt Castillo, „bringt immer wieder starke Spieler hervor, wir
brauchen die Alten nicht.”
Doch die Popularität
der weiblichen Pendants wird auch die neue Generation vermutlich nie erreichen.
Die Volleyballerinnen sind Kubas Lieblinge, Stars wie Regla Torres kennt hier
jedes Kind. Schließlich gewinnen sie seit zehn Jahren alles, was es zu gewinnen
gibt: Olympiasieger 1992, ‘96 und 2000, Weltmeister 1994 und ‘98, das sind
Meriten, die einen in Kuba weit über den Status von Normalsterblichen erheben.
Sprungwunder
„Las morenas caribes
fantasticas” werden die dunkelhäutigen Sprungwunder ehrfurchtsvoll genannt.
Und Alex mit der Gitarre wird nicht müde zu wiederholen, mit „wie viel Herz
diese wunderbaren Frauen für uns spielen, mit so unglaublich viel Herz”. Doch
auch wenn die Volleyballerinnen als Nationalhelden verehrt werden, können sie
keine Reichtümer verdienen. Das Bild von Olympiasiegern, die mit dem Fahrrad
zum Training fahren, ist in Kuba kein Klischee. Selbst wenn es sich der Staat
schon mal geleistet hat, für große Verdienste am Vaterland ein Auto oder ein
Moped auszuloben, nutzen diese Fortbewegungsmittel wenig, wenn das Geld für
Benzin fehlt. Der kubanische Verband hat die Besten der Besten zwar schon für
harte Dollars nach Italien oder Japan vermittelt, doch vor Großereignissen
werden die Stars zur Vorbereitung in der Heimat zusammengezogen. Dort herrscht
Eugeno George als uneingeschränkter Souverän.Der Architekt der kubanischen
Volleyball- Dominanz ist so etwas wie der Fidel Castro der Volleyballer: Vor
fast 40 Jahren wurde George zum Nationaltrainer berufen, seitdem trimmt er seine
Spielerinnen mit kleinen Unterbrechungen auf Höchstleistung. Dass ihm das immer
wieder gelingt, mutet wie ein Wunder an.
Denn genau wie der Rest
der Bevölkerung müssen sich die Volleyballerinnen mit dem Mangel arrangieren.
Ciudad Deportiva hat den maroden Charme vieler Gebäude in Havanna: Putz bröckelt
von den Wänden, viele Dinge gehen kaputt und werden nicht erneuert, immer
wieder fällt der Strom aus, und der Kraftraum ist seit Generationen nicht mehr
modernisiert worden. Doch Kubaner sind nicht nur Meister der Improvisation,
sondern auch in der Kunst, trotz aller Defizite das Beste aus der Situation zu
machen. Anders wäre das Überleben gar nicht möglich. Und so werden es die
Volleyballerinnen auch in Zukunft schaffen, nicht mit ihrem Schicksal zu hadern,
sondern ihren Gegnerinnen stattdessen die Bälle um die Ohren zu schlagen:
„2004 in Athen”, sagt Verbandspräsident Castillo, „wollen wir die vierte
Goldmedaille in Folge holen.”
Felix
Meininghaus
| Deutschland - Bonner General Anzeiger |
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Dienstag. 16. Juli 2002 |
Wenn
die Schule dem Verein zuarbeitet
Die SSF Fortuna Bonn profitieren in Sachen Volleyball von der Kooperation
mit dem "Tabu"
Bonn. (adH) Es ist der Optimalfall, wenn Schule und Verein Hand in Hand
arbeiten. Auch die SSF Fortuna Bonn und das Gymnasium Tannenbusch beherzigen
das. Seit einem Jahr betreiben sie eine Kooperation zur Förderung des
Jugend-Volleyballs. Insgesamt 19 Kinder der Klassen 5 und 6 profitieren derzeit
davon.
Dass diese Förderung Früchte trägt, demonstrierten die Schüler auch im Rahmen des Sport-Tages im "Tabu". Beim Beachvolleyball-Turnier waren sie die Besten. Die Sieger wurden gestern vom Kreisvorsitzenden Fritz Hacke geehrt.
Während der Schulsport vielerorts stiefmütterlich behandelt wird, betreibt das Tannenbusch-Gymnasium seit zwei Jahren einen Sportzweig. Als einzige Schule in Bonn. Das bedeutet für die Kinder: eine zusätzliche Sportstunde und zudem verpflichtende Nachmittags-AGs. Vor allem Fechter, Schwimmer, Moderne Fünfkämpfer und eben Volleyballer werden auf diese Weise gefördert.
"Unser
Einzugsgebiet ist dadurch größer geworden", sagt Heiner Balke, der als
Sportlehrer am "Tabu" und Jugendleiter der SSF Fortuna die Klammer des
Projekts bildet. Der Verein profitiert
schon nach kurzer Zeit davon. Nicht umsonst konnten sich die männliche und
weibliche E- und F-Jugend in der vergangenen Saison für die Endrunde der
westdeutschen Meisterschaft qualifizieren. Wie überhaupt die
Jugendarbeit des Vereins als vorbildlich gilt. Auch bei den älteren Jahrgängen.
Die Aufwertung vom Verbands- zum Landesleistungsstützpunkt könnte schon bald
die Folge sein.
Das alles passt zu der Aufbruchstimmung, die bei den SSF Fortuna durch die
Aufnahme der Mendener in die Regionalliga-Herren entstanden ist. Als
unverhofftes Aushängeschild, auch für die Jugend, waren die Rechtsrheinischen
hoch willkommen.
Um das zu unterstreichen, hat Trainer Jörg Brügge die Patenschaft für die
Kooperation übernommen. Ein Pate mit Vorbildcharakter. Schließlich war der
Mann mal "Volleyballer des Jahres".
| Deutschland - Nordwest Zeitung |
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Dienstag. 16. Juli 2002 |
Wintertraining mit Nationalspielern zahlt sich jetzt aus
Beachvolleyballer Thomas Hikel und Marvin Polte auf nationaler Ebene siegreich
dvz Bad Zwischenahn. „Geträumt haben wir davon“, lautete die Antwort von Beachvolleyballer Thomas Hikel auf die Frage, ob er und sein Partner Marvin Polte mit solchen Erfolgen in diesem Sommer gerechnet haben. Als Saisonziel hatten sie sich gesetzt, ihren achten Platz in der nationalen Rangliste des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) um zwei Positionen zu verbessern – jetzt belegen sie schon den vierten Platz.
„Wir haben den Winter über viel mit den Nationalspielern Jonas Reckermann und Markus Dieckmann trainiert. Davon profitieren wir jetzt“, erklärte der 26-jährige Polte. Dies zahlte sich vor allem bei den ranghöchsten deutschen Turnieren aus. Auf Sylt gewannen sie ihr erstes „Masters“ überhaupt. Am Tegernsee belegten die beiden ehemaligen Bottroper Bundesliga-Spieler zwar „nur“ den achten Platz, bezwangen dabei aber die Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele in Sydney, Jörg Ahmann und Axel Hager, sowie ihre Trainingspartner.
Doch sie sind nicht nur auf nationaler Ebene erfolgreich: Auch bei der Serie des Niedersächsischen Volleyball-Verbandes (NVV) haben sie mit Platz zwei in Oldenburg und dem Sieg in Bad Zwischenahn wichtige Ranglistenpunkte gesammelt, um sich für das Finale am Steintor in Hannover zu qualifizieren. Dort möchten sie zum dritten Mal in Folge siegreich sein und den Pokal somit für immer mit nach Hause nehmen.
| Deutschland - Nordwest Zeitung |
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Dienstag. 16. Juli 2002 |
Volleyballerinnen zeigen sich schon in WM-Form
Glatte 3:0-Siege über Thailand und Japan
Tokio. Die deutschen Volleyballerinnen haben beim „World Grand Prix“ in Asien zum Abschluss des ersten Vorrundenturniers gegen Thailand den zweiten Sieg im dritten Spiel eingefahren. Das Team des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) triumphierte in Tokio klar mit 3:0 (25:17, 25:21, 25:15). Der 2:3-Auftaktniederlage gegen den Olympiadritten Brasilien am vergangenen Freitag hatten die WM-Gastgeberinnen am Sonnabend einen 3:0-Sieg gegen Gastgeber Japan folgen lassen.
Damit sind die deutschen Volleyballerinnen beim Kräftemessen der besten acht Nationen besser als jemals zuvor, denn bei den bisherigen Teilnahmen gab es jeweils maximal einen Sieg. Am kommenden Wochenende trifft das Team von Bundestrainer Hee Wan Lee beim letzten großen Test vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land (30. August bis 15. September) im zweiten Vorrunden-Turnier in Manila auf den Olympiazweiten Russland, Brasilien und Japan.
Nach kurzen Anfangsschwierigkeiten fand die DVV-Auswahl zu ihrem Spiel und siegte verdient. Außenseiter Thailand, der erbittert um jeden Ball kämpfte, hatte besondere Schwierigkeiten in der Abwehr der kraftvollen Angriffe von Judith Sylvester, Angelina Grün und Olessya Kulakowa. Auch im Block zeigten die Deutschen einmal mehr ihre Überlegenheit gegenüber den asiatischen Mannschaften.
Auch gegen Japan war es den deutschen Spielerinnen gelungen, ihre Größen- und Kraftvorteile auszuspielen. So gewannen sie klar mit 25:20, 25:19 und 25:21.
| Deutschland - Pforzheimer Zeitung |
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Dienstag. 16. Juli 2002 |
Bundespräsident Rau eröffnet Volleyball-WM
Münster (dpa) -
Deutschlands Polit-Prominenz gibt der Frauen-Volleyball-Weltmeisterschaft (30.
August bis 15. September) bei der offiziellen Eröffnungsfeier in Münster die
Ehre. Bundespräsident Johannes Rau, Schirmherr der WM, nimmt neben dem
Mexikaner Ruben Acosta, dem Präsident des Internationalen Volleyball-Verbandes
FIVB, am 30. August zum Auftakt der Vorrunde die Begrüßung vor.
Bundesinnenminister Otto Schily wird ebenfalls anwesend sein wie auch Ministerpräsident
Wolfgang Clement, der für das Land Nordrhein- Westfalen einem Empfang in der
Halle Münsterland gibt.
Im Mittelpunkt der
einstündigen Eröffnungsfeier steht der Auftritt der Pop-Stars «Bro'Sis». Die
Gruppe unterstützt auch die Aktion «Gesicht zeigen!» gegen Rassismus und
rechte Gewalt, deren Schirmherr ebenfalls Johannes Rau ist.
| Deutschland - Westfalenpost |
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Dienstag. 16. Juli 2002 |
Sport total: Mit dem Fahrrad zum Volleyball
Soest. Eine neue und
ganz besondere Form des Duathlon praktizieren die Volleyballer des Ski-Klub
Soest in den Schulferien. Da die Sportabende in dieser Zeit jeden Mittwoch am
Klubhaus an der Möhne/Stockumer Damm stattfinden, treffen sich die
Trassen-Radler um 19 Uhr an der Sparkasse am Kaiser-Otto-Weg, um zum Klubhaus zu
radeln. Ab 20 Uhr wird dort Rasenvolleyball auf der neuen Anlage gespielt.
Interessierte sind willkommen, müssen aber nicht unbedingt mit dem Fahrrad zur
Möhne kommen. Die Skigymnastik und das Volleyballspielen in der Sporthalle des
Archi-Gymnasiums finden in dieser Zeit nicht statt.
Die Volleyballer des
SKS wollen in der neuen Hobbyliga-Saison mit einer zweiten Manschaft starten.
Dazu sind weitere Mitspieler und Mitspielerinnen herzlich eingeladen. Wer
Interesse hat, schaut in den Schulferien immer mittwochs ab 20 Uhr am Klubhaus
an der Möhne (Stockum, Forststraße) oder nach den Ferien mittwochs ab 20.45
Uhr in der großen Sporthalle des Archigymnasiums vorbei oder meldet sich bei
Volleyballwart Ingo Timmermann (Tel. 02921/93639).
Es können sich auch
noch Manschaften für das Rasenvolleyballturnier am 31. August und/oder 1.
September am Möhnesee anmelden. Die Startgebühr beträgt pro Team und Tag 10
Euro.
| Deutschland - Hamburger Abendblatt |
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Dienstag. 16. Juli 2002 |
Olympia: Bilanz einer Bewerbung
Trotz überzeugenden Konzepts muss Hamburg die Lobbyarbeit in
Verbänden und NOK noch verbessern.
Hamburg - Der Senator was not amused. "Was
haben Sie sich denn dabei gedacht. Übersteigt das nicht unsere Kräfte und Möglichkeiten?",
fragte Olaf Scholz, der gerade inthronisierte Chef der Innenbehörde, als er am
Mittag des 15. Juli 2001 in offizieller Mission auf der Köhbrandbrücke 35
Minuten lang mit Hans-Jürgen Schulke auf die Sieger des 1.
HafenCity-Inline-Marathons wartete. Grund der Irritationen: Der Sportamtsleiter
hatte Tags zuvor im Abendblatt erstmals öffentlich eine Olympiabewerbung der
Stadt für 2012 erwogen.
Schulke war auf die Attacke seines SPD-Landeschefs vorbereitet. Er zog ein
Konzept aus der Jackettasche, und noch am Abend sollte Scholz sagen:
"Hamburg ist von seiner sportlichen und touristischen Struktur eine Stadt,
die natürlich in der Lage wäre, Olympische Spiele auszurichten." Bürgermeister
Ortwin Runde wiederum gehörte selbst Stunden später noch zu den Bedenkenträgern:
"Die Internationale Gartenbauausstellung 2013 in Wilhelmsburg hat bei mir
Priorität." Runde versprach immerhin, mit den Ministerpräsidenten der
Nachbarländer die Idee erörtern zu wollen. Und wie immer stand der Bürgermeister
zu seinem Wort.
Die Ereignisse des 15. Juli haben Hamburg grundlegend verändert. Als Erstes
erkannte die Handelskammer die politische und wirtschaftliche Chance der
Kandidatur und forcierte sie fortan mit (eigenen) Kräften und Mitteln. Die
Unternehmervertretung wurde zum Katalysator einer Bewegung, die Hamburg aus
seiner hanseatischen Zurückhaltung riss und ohne Widerstände ein
Milliarden-Projekt anpacken half, dessen Größenordnung allein in der
Vergangenheit Behörden und Parteien in Angst und Schrecken hätte erstarren
lassen. "Es bleibt für uns eine einzigartige Erfahrung, wie alle Gruppen
dieser Stadt, besonders die Behörden, mitgezogen und die Kampagne unterstützt
haben", zog Reinhard Wolf, Olympiabeauftragter der Handelskammer, am
Jahrestag der Bewerbung Bilanz: "Alle haben einen Riesenjob gemacht."
Selbst den Beitrag der Wirtschaft hätte Wolf in diesem Umfang nicht erwartet.
Neben einer Millionen Euro für Sofortmaßnahmen unterstützen heute neun Firmen
als Premiumpartner für weitere 2,25 Millionen Euro Hamburgs Olympia-Ambitionen.
Sechs weitere haben Interesse signalisiert. Dank der Gründung der Stiftung
Spitzensportförderung (Kapital: sechs Millionen Euro) werden künftig 500 000
Euro jährlich zusätzlich in den Hamburger Leistungssport fließen und die
angedachten neuen Strukturen von der Talentfindung bis zum Training auf höchstem
Niveau nachhaltig stärken.
Hamburgs beeindruckender wie detailgenauer Entwurf der "Spiele im Herzen
der Stadt", im topographischen Glücksfall HafenCity, hat zudem bundesweit
größte Beachtung, allerdings auch semantische Nachahmung gefunden. Die
Konkurrenten aus Stuttgart, Leipzig, Frankfurt und Düsseldorf bedienen sich
trotz gegenteiliger Rohentwürfe inzwischen ebenfalls des Slogans und hoffen
damit ihre natürlichen Standortnachteile gegenüber dem international
chancenreichsten Bewerber auszugleichen.
Aber nicht nur Fakten, sondern wohl Meinungsbilder werden im April 2003 über
die Vergabe durch das Nationale Olympische Komitee entscheiden. Und auf diesem
weiten Feld der Beeinflussung scheint Hamburg nicht vorne zu liegen. Die Stadt
verfüge auf Grund jahrzehntelanger Versäumnisse weder über die notwendige
Lobby in den entscheidenden Gremien, noch habe das bisherige Lobbying Wirkung
gezeigt, beschrieben Insider nach der Präsentation der Bewerberstädte am 26.
Juni im Sportausschuss des Bundestages die Problemlage des Kandidaten. Zum Teil
scheint sie selbstverschuldet.
Die "Hamburg für Spiele 2012 GmbH" verstand es bisher nicht,
schwierige Referenzveranstaltungen wie das Leichtathletik-Meeting im Hammer Park
oder die jüngsten Wettkämpfe der Schwimm-Nationalmannschaft ins öffentliche
Bewusstsein zu setzen und dafür Zuschauer zu mobilisieren. Auch murren die
zahlreichen Olympiabotschafter der Stadt über mangelhaft abgestimmte Einsatzpläne,
fehlende Corporate Identity und unklare Aufgabenstellungen. "Auf diesem
Gebiet nutzen wir unser Potenzial zu wenig", weiß Wolf um die Defizite.
Und auch nicht alle Behörden scheinen Feuer und Flamme für Hamburg 2012. So
sollen die Beachvolleyballer nach dem Willen des Bezirksamts Mitte bei ihrem -
von allen Parteien unterstützten - Turnier am Wochenende auf dem Rathausmarkt
zwischen 13 und 15 Uhr keine Musik und danach diese nur 30 Minuten lang in jeder
Stunde spielen. Lautlos jedoch wird Hamburg kaum auf sich aufmerksam machen können.
rg
| Deutschland - www.beach-volleyball.de |
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Dienstag. 16. Juli 2002 |
Renault
Beach-Cup in Binz - Der Rückblick
Die Finalspiele
Die Finalteilnehmer von
Rügen begeisterten am Sonntag die Zuschauer auf den restlos gefüllten Tribünen
am wunderschönen Ostseestrand nahe der berühmten Binzer Seebrücke.
Eine Riesenstimmung
herrschte bereits beim Damenfinale zwischen den Teams Ulrike Schmidt/Ester
Volicerova und Gabriele Freytag/Martina Stoof. Das „aus der Not geborene Team
Schmidt/Volicerova zeigte pünktlich zum Finale ihr bestes Match und gewann
gegen die jungen Beach-Mütter Gabriele Freytag und Martina Stoof, die ihren
Nachwuchs gleich mit zum Turnier brachten, hoch verdient mit 21:14 und 21:17.
Beide Siegerinnen waren selbstverständlich überglücklich, über diesen
Erfolg. Ulrike Schmidt allerdings konnte die Freude nur kurz genießen, da sie
sich schnell auf den Heimweg machen musste, um am nächsten Morgen den Flieger
nach Marseilles zu bekommen. Dort wird sie in dieser Woche an der Seite von
Sarah Goller am FIVB Grand Slam-Turnier starten. Ester hofft nun darauf, dass
ihre eigentliche Partnerin Julia Krumbeck für das Masters in Hamburg nächste
Woche wieder fit wird, um auch ihr ein wenig von den gerade gewonnen "Glückshormonen"
einzuimpfen.
Ein noch dramatischeres
Finale gab es anschließend bei den Herren. Der Center Court tobte und was die
Zuschauer zu sehen bekamen, war einfach Spitze. Im ersten Satz ging es mit 25:23
für Sven Anton und Sergej Sergeev bereits denkbar knapp zu. Schließlich
machten sie im fünften Anlauf den Satz zu. Julius Brink und Kjell Schneider benötigten
im zweiten Satz dann immerhin drei Satzbälle um auszugleichen. Zum Erstaunen
der Zuschauer konnten die Publikumslieblinge Julius und Kjell dann im dritten
Satz noch mal eine Schippe drauflegen. Besonders Julius Brink ließ sich immer
wieder gerne durch die lautstarke Anfeuerung meist weiblicher Fans motivieren.
Mit 15:09 gewannen sie schließlich den entscheidenden dritten Satz und damit
nach Leipzig auch den zweiten Renault Beach-Cup in einer bislang sehr
erfolgreichen Saison.
Wer noch aufs
Treppchen kam
Bei den Damen schaffte dies Katrin Petzold mit ihrer Interimspartnerin Ulrike Schlenstedt, die an diesem Wochenende Katis Stammpartnerin Silke Schmitt, die wiederum zeitgleich beim NVV Turnier in Bad Zwischenahn im Finale stand, ausgezeichnet vertrat.
In der Herrenkonkurrenz
setzten sich die Studentenweltmeister Eric Koreng und Marcus Popp gegen Jan Günther
und Kay Matysik in drei Sätzen durch.
Zuschauermassen von
Sport und Wetter verwöhnt
Rund 40.000 Zuschauer lockte der Renault Beach Cup inklusive der großen Beach-Party am Samstag Abend an den Binzer Kurstrand. Die Stimmung am gesamten Wochenende hat dabei sicher wieder neue Maßstäbe gesetzt und man darf gespannt sein wie viele Menschen man bereits am nächsten Wochenende auf Wangerooge wieder für die Sportart Beach-Volleyball begeistern kann.
Sonne und angenehme
Temperaturen verwöhnten die Sportler und Zuschauer an allen Tagen. Allerdings
ließ es sich nicht verhindern, dass sich die Wellen der Ostsee in der Nacht zum
Sonntag gleich über zwei Nebencourts hermachten und somit den DVV zwangen, die
Platzbelegung ein wenig umzustellen. Aber auch das wurde ebenso gemeistert, wie
der kurzfristige Nebel auf Court 2. Im Spiel zwischen den beiden Herrenteams
Sander/Heitmann und Gatzke/Schoen kam es dort zu einer Unterbrechung der
besonderen Art. Plötzlich stand Nebel auf dem Feld , den allerdings nicht
Mutter Natur, sondern ein DJ schickte. Er wollte schon mal die Nebelanlage für
die anschließende Beach-Party testen und drückte wohl etwas zu lange auf das
Knöpfchen.
| Deutschland - Ostsee Zeitung |
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Dienstag. 16. Juli 2002 |
Volleyballer
kämpften gegen den Wind an
40
Teams spielten am Strand von Ahlbeck
Ahlbeck
(OZ) 40 Männerteams und 20 Frauenmannschaften waren am Start beim diesjährigen
Ahlbecker Beachturnier im Volleyball.
Den
Organisatoren von Eintracht Ahlbeck wurde allseits eine gute Vorbereitung
zugesprochen. Allerdings machte der recht starke Wind vielen Spielern zu
schaffen. Dennoch entwickelten sich spannende und gutklassige Spiele. Bereits
das Aus kam für die Ahlbecker Warner/Butzke in der Vorrunde. Sie hatten es in
ihren Spielen teilweise mit Regionalligaspielern zu tun. Aber auch selbst fanden
sie nicht so richtig ihren Rhythmus. Hier halfen auch nicht die gewohnten
Windverhältnisse.
Die
Nachwuchsakteure Neidel/Fröhlich schlugen sich wacker, hatten aber gegen zu
starke Gegner keine Chance. Die Routiniers Karsten Müller und Ulf Heuer überstanden
die Vorrunde. Gegen die Stralsunder Rosolski/Schmitz verlor man zwar, aber das
wurde mit einem Sieg gegen Lehmann/Wunsch (Warnemünde) wieder wettgemacht. Ein
5:9-Rückstand wurde noch in ein 15:12 umgewandelt und der zweite Satz ging mit
15:7 an das einheimische Duo.
Für
die zahlreichen Zuschauer war die Begegnung Beiersdorff/Hinz (Rostock) gegen
Bierwirth/Oelsner (Erfurt/Ohrdruf) ein besonderer Kracher. In einem attraktiven
Spiel ließen sich die Fans oft zu Beifall hinreißen. Über den Ausgang des
Turniers berichten wir morgen.
G.
N.
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
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Dienstag. 16. Juli 2002 |
VC
Borbeck macht in der Pokalvitrine Platz
Borbeck.
Bei den Volleyballerinnen vom VC Borbeck knallen die Sektkorken. Nach dem Gewinn
der westdeutschen Meisterschaft durch die Borbecker E-Junioren, hält nun auch
die B-Jugend den begehrten Titel in Händen.
Allerdings
waren es nicht die Ranglistenersten Hüttermann und Domagala, die den Titel nach
Borbeck entführten, sondern das durch die "Wildcard" auf Platz sechs
gesetzte Team Gorenc und Horn. In einem packenden Endspiel besiegten sie ihre
favorisierten Vereinskameradinnen mit 2:0.
Im Vorfeld
überzeugte das Duo, abgesehen von einem kleinen Durchhänger im Achtelfinale
gegen Beinborn und Bardt aus Werne, das mit einem knappen 2:1 Sieg beendet
wurde, durch klare 2:0-Erfolge. Mit dem Gewinn der Meisterschaft haben sich die
Borbeckerinnen automatisch für die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften
in Schwarzenbeck im August dieses Jahres qualifiziert.
Die
westdeutschen Vizemeister Hüttermann und Domagala fahren immerhin zum Nordcup
nach Dissen. Den auf Rang drei und vier gesetzten Teams Reppenhagen/Kasselmann
und Fehr/Scherder merkte man die lange Saison und die fast 20
Qualifikationsturniere dagegen an. Sie verfehlten ihr angestrebtes Ziel,
mindestens ihre Ranglistenplatzierung zu erreichen.
Dennoch
ist der siebte und neunte Platz für die Duos durchaus als Erfolg zu werten,
landeten sie doch immerhin unter den besten zehn Mannschaften aus NRW. Positiv
überraschen konnten Nadine Fischer und Elli Kutter, die sich von Platz 17 auf
der Setzliste bis zum siebten Rang bei der Meisterschaft vorarbeiteten. Erst
gegen den späteren Fünften aus Bocholt schied das Team aus.
Bei der
westdeutschen Meisterschaft der weiblichen D-Jugend spielten sich Borbecks
Youngsters auf den neunten und 13. Platz. Zu einem Turnier ganz anderer Art
waren sechs Borbecker Mannschaften nach Mönchengladbach gefahren. Hier stand
zwar die Geselligkeit im Vordergrund, Volleyball wurde aber auch gespielt.
Borbecks Dritte freute sich nach einer Serie ohne Niederlage über den dritten
Platz, Rang fünf belegte Borbecks erste Vierte, Platz acht die zweite Vierte.
Am
kommenden Wochenende fahren die Teams Hüttermann/Horn, Kasselmann/Reppenhagen
und Fehr/Scherder zu einem Damen-B-Turnier nach Rumeln. Zur selben Zeit findet
auch an der Levinstraße in Dellwig ein C-Turnier mit Borbecker Beteiligung
statt. Nadine Böhrig und Jamila Wolff versuchen ihr Glück auf dem für sie
ungewohntem Terrain. Turnierbeginn ist Samstag und Sonntag jeweils um 10 Uhr.
| Deutschland - Rheinpfalz Online |
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Dienstag. 16. Juli 2002 |
Damen besser als je zuvor
HAVANNA/TOKIO (sid). Historische Siege, aber auch Niederlagen gab es am Wochenende für die deutschen Volleyball-Teams. - Während die Damen beim ersten Vorrundenturnier des World Grand Prix in Tokio mit zwei Siegen und einer Niederlage Platz zwei belegten, wurden die Männer mit zwei Pleiten gegen Kuba in Havanna nach ihren jüngsten Höhenflügen auf den Boden der Weltliga-Realität zurückgeholt.
Die Damen ließen der knappen 2:3-Auftaktniederlage gegen den Olympiadritten Brasilien am Freitag zwei 3:0-Siege gegen Gastgeber Japan und Thailand am Samstag und Sonntag folgen und beendeten das erste von drei Vorrunden-Turnieren hinter Brasilien als Gruppenzweiter. Beim Kräftemessen der acht weltbesten Mannschaften in Asien ist das Team von Bundestrainer Hee Wan Lee besser als je zuvor, denn bei den vorherigen Teilnahmen war jeweils maximal ein Sieg herausgesprungen.
"Es
ist schon überraschend, wie gut es gelaufen ist. Dass wir gegen Japan 3:0
gewinnen und dann auch noch gegen Thailand, damit haben wir nicht gerechnet. Wir
haben die erste Woche sehr gut überstanden und können uns im weiteren Verlauf
des Wettbewerbs eigentlich nur noch verbessern", sagte Lee. Die Weltserie,
die als letzter großer Test für die WM in Deutschland (30. August bis 15.
September) gilt, wird am Wochenende in Manila mit dem zweiten von drei
Vorrundenturnieren fortgesetzt.
© 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel