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| Deutschland - AOL-Newsletter |
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Samstag. 20. Juli 2002 |
Frauen
verlieren gegen Russland
Manila - Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen ist in Manila mit einer Niederlage in das zweite Turnier-Wochenende des World Grand Prix gestartet. Gegen den Olympia-Zweiten Russland unterlag die Auswahl mit 0:3 (16:25, 24:26, 15:25).
Die deutsche Mannschaft konnte die im Weltcup noch ungeschlagenen Russinnen anfangs unter Druck setzen. Danach spielte der erfahrene Kontrahent aber vor allem im Angriff und beim Block seine Vorteile aus. Die Deutschen hatten dagegen Schwierigkeiten in der Annahme. Das Team von Bundestrainer Hee Wan Lee gab sich aber nie geschlagen und konnte im zweiten Satz immer wieder ausgleichen. Besonders der Angriff um Angelina Grün wuchs dabei über sich hinaus.
Insgesamt zeigte die Mannschaft eine ansprechende Leistung und konnte gegen den Favoriten über weite Strecken mithalten. Hee Wan Lee: "Wir haben gut gespielt. Die Russinnen sind aber wirklich stark in allen Bereichen: Block, Angriff, Abwehr. Deswegen bin ich auch zufrieden mit unserer Leistung. Schade ist allerdings, dass wir den zweiten Satz nicht gewinnen konnten", meinte er.
Deutschlands beste
Spielerin Angelina Grün schloss sich der Meinung ihres Coaches an: "Im
zweiten Satz haben wir sehr gut gespielt, da hat man auch gesehen, dass auch die
Russinnen Fehler machen, wenn man sie unter Druck setzt. Die Russinnen spielen
einfach eine Klasse besser, aber Brasilien und Japan sind von einem anderen
Kaliber. Da haben wir auf jeden Fall Chancen", blickte sie auf die nächsten
Spiele voraus. Am Samstag geht es gegen Brasilien, am Sonntag gegen Japan, das
seine Partie 0:3 gegen Brasilien verlor.
| Deutschland - Harke (Nienburg) |
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Samstag. 20. Juli 2002 |
Beach-Volleyball und Rad(on)Tour
Nienburg (DH). Im Rahmen der Aktion "In 70 Tagen durch die Lehmwandlung" bietet das Freiwillige Soziale Trainingsjahr (FSTJ) der Arbeiterwohlfahrt Nienburg am Donnerstag, 25. Juli, die Möglichkeit, sich im Beach-Volleyball zu messen. Alle 16- bis 25Jährigen sind angesprochen, die in der Zeit von 18 bis 20 Uhr ihr Bestes zeigen wollen.
Der Treffpunkt ist
hinter der TKW-Halle, Hannoversche Straße 75. Eine Anmeldung unter Telefon 92 44 73
wäre gut, damit wir die Anzahl möglicher Mannschaften ermitteln können.
Des
weiteren will das FSTJ am Freitag, 26. Juli, mit Interessierten (16 bis 25
Jahre) bei der Rad(on)Tour die Umgebung Nienburgs erkunden. Um 9 Uhr geht es vor
dem Stadtteilhaus, An der Horst 24, los auf die ca. 30 km-Strecke. Mitzubringen
sind vor allem: ein verkehrssicheres Fahrrad, Getränke für unterwegs und natürlich
Spaß daran, Leute kennen zu lernen und mit ihnen was zu machen. Wir werden eine
Gruppe von maximal 20 Leuten sein. Voraussichtliches Ende der Tour ist um 15
Uhr. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 92 44 73.
| Deutschland - Aachener Nachrichten |
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Samstag. 20. Juli 2002 |
Reserve
unbestritten "Nummer zwei"
DTV
1847 ist über Region hinaus eine Volleyball-Hochburg
Düren (an-o/pk). Der
Dürener Turnverein von 1847 ist eine Hochburg des Volleyballsportes. Und das
nicht nur wegen seiner Bundesligamannschaft.
Ist irgendwo zwischen
Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf und Mönchengladbach vom Volleyball die Rede,
dann denken Insider automatisch an das unter "evivo" startende
Erstligateam des DTV. Das ist zweifellos das sportliche Aushängeschild des
Traditionsvereins mit seinen 4000 Mitgliedern.
Aber auch unterhalb der
Eliteklasse hat die Volleyballabteilung der 47er einiges zu bieten. Acht weitere
Mannschaften nehmen am verbandsseitig organisierten Spielbetrieb teil. Hinzu
kommt eine aktive Freizeitsport-Hobbygruppe.
Im langen Schatten des
Bundesliga-Sextetts finden Mannschaften in der Öffentlichkeit nicht die ihnen
eigentlich zukommende Beachtung. So wäre z.B. die Zweite für viele Clubs in
der Region ein Vorzeigeteam. Seit einem Jahrzehnt gehört sie der westdeutschen
Regionalliga an. Sie ist im Raum Aachen-Düren-Heinsberg die unbestrittene
"Nummer zwei" der Sportart hinter den eigenen Profis.
"Leben in der Halle"
Genau so lange sorgt
die DTV-Dritte in der Verbandsliga Mittelrhein für "Leben in der
Halle". Die Begeisterung der "Oldies", mittlerweile bei einem
Durchschnittsalter von 46 Jahren angelangt, wirkt ansteckend. Nach der
Meisterschafts-Doppelrunde sicherten sich die "Unverwüstlichen" als
Zugabe den Titel des deutschen Vizemeisters der Alterssparte Ü 42.
Die erheblich jüngere
vierte Mannschaft beendete die Saison als Primus in der Bezirksklasse und spielt
nunmehr in der Bezirksliga. Aber auch das "schöne Geschlecht" ist am
Netz aktiv. Die Frauen schmettern und baggern in der Bezirksklasse. Da werden
Erinnerungen wach an bessere Zeiten in der Oberliga. Aber der weibliche
Nachwuchs drängt nach vorne.
Für die neue Spielzeit
werden eine A- (bis 18 Jahre) und eine B-Mannschaft (bis 16 Jahre) gemeldet. Eine Lücke gilt es bei
der männlichen Jugend zu schließen, fehlen doch die älteren Jahrgänge. so
spielen zwei Schülermannschaften als C (bis 14 Jahre) und als E (bis zwölf
Jahre).
| Deutschland - Hamburger Morgenpost |
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Samstag. 20. Juli 2002 |
Masters in Hamburg:
Macher trotzen dem Wetter / Top-Duos sind am Start
Wolkenverhangener Himmel, Sprühregen und magere 18 Grad. Nein, Petrus meint es
bisher nicht gut mit dem Beachvolleyball-Masters auf dem Hamburger Rathausmarkt.
Nur einer wollte sich partout die gute Laune nicht verderben lassen: Frank
Mackerodt. Der Organisator strahlte nach dem gestrigen Eröffnungstag über
beide Ohren. „Trotz des miesen Wetters wird das Turnier doch gut angenommen.
Ich möchte nicht wissen, was hier los ist, wenn erst einmal die Sonne
scheint“, erklärte der frühere Volleyball-Nationalspieler.
Obgleich gestern noch
der Regenschirm unverzichtbares Utensil war, rechnen die Veranstalter mit bis zu
20000 Zuschauern. Wenigstens ist der Start der deutschen Top-Stars Okka
Rau/Stephanie Pohl sowie Jörg Ahmann/Axel Hager sicher. Beide Hamburger Duos
flogen im Achtelfinale beim Grand-Slam-Turnier in Marseille (rechtzeitig) raus.
Heute und morgen gehts
nach der gestrigen „Quali“ jeweils ab 8.30 Uhr auf dem Rathausmarkt und dem
Sportgelände des ETV richtig zur Sache. „Wenn die Matches heißer werden,
spielt das Wetter automatisch mit“, prophezeit ein optimistischer Mackerodt.
Alexander Herr
| Österreich - Oberösterreichische Nachrichten |
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Samstag. 20. Juli 2002 |
MARSEILLE.
Clemens Doppler und Nik Berger bewiesen beim Grand Slam in Marseille neuerlich
ihre Klasse. Österreichs bestes Beach-Volleyball-Duo besiegte in der Runde der
letzten 24 die Niederländer Gijs Ronnes/Max Backer mit 2:1 und musste sich erst
im Achtelfinale den topgesetzten Brasilianern Emnanuel/Tande mit 0:2 geschlagen
geben.
"Wir
haben gut mitgespielt, es hat richtig Spaß gemacht", meinte Berger, dem
nur das Resultat etwas zu deutlich war. "Diese Leistung gibt Auftrieb vor
Klagenfurt", ergänzte Doppler, ein Steyrer, der nun mit seinem Partner bei
der World Tour in Espinho antritt, ehe es zum Grand Slam nach Kärnten geht.
| Deutschland - Weser Kurier |
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Samstag. 20. Juli 2002 |
Welt-Elite pritscht auch in Bremen
Hoffen auf deutschen Volleyballsieg bei WM-Vorrunde
Bremen. In Schwerin transportiert seit April eine Straßenbahn die frohe Kunde durch die Stadt, in Stuttgart finden bereits Camps und Fotowettbewerbe statt. Auch in Bremen wird das Thema die nächsten Wochen ein Beherrschendes sein: Die Volleyball-Weltmeisterschaft der Frauen findet erstmals in Deutschland statt.
Während in Münster, Schwerin, Dresden und Leipzig vom 30. August bis 3. September die Vorrunden stattfinden, schlägt anschließend für Bremen, Riesa und Stuttgart die große Stunde. Dort werden vom 6. bis 8. September die Zwischenrunden ausgetragen. Am 11. und 12. September folgen in Bremen und Stuttgart die Platzierungsspiele (5. bis 8. Platz). In Berlin schließlich kommt es zum Halbfinale und Finale.
Vor allem aber nach Münster richten die engagierten Ausrichter des Bremer Volleyballverbandes zunächst ihr Augenmerk. Dort spielt die deutsche Mannschaft mit den Teams aus Italien, Japan, Tschechien, Mexiko und Bulgarien um den Einzug in die nächste Runde. Die ersten drei Mannschaften kommen weiter, doch nur der GruppenErste wird in Bremen dabei sein. „Ich denke aber, dass die deutschen Frauen alles daransetzen werden, um zu uns zu kommen“, meint Rainer Prahl, Präsident des Bremer Verbandes. Sein Optimismus beruht vor allem auf die großen Erfolge der deutschen Volleyballerinnen beim alljährlich stattfindenden Nationenturnier in der Stadthalle. Bremen als glücksbringendes Pflaster. Immer wenn eine WM- oder Olympiaqualifikation hier anstand, konnten die Damen mit der Unterstützung der großen Volleyball-Gemeinde in Bremen diese Hürden erfolgreich nehmen.
Aber selbst wenn die Mannschaft von Trainer Hee Wan Lee es nicht schafft, GruppenErster zu werden, kommen die Bremer Fans auf ihre Kosten. Immerhin verbleiben die 12 weltbesten Teams nach Abschluss der Vorrunde im Wettbewerb. „Das ist schon das Beste, was man überhaupt bieten kann“, sagt Rainer Prahl und setzt auch ohne deutsche Beteiligung auf die Volleyball-Begeisterung der Bremer für Weltklasseteams wie Brasilien, Kuba oder Russland. Vor allem auch das russische Team mit seinem emotionalen Trainer Nicolai Karpol besitzt in Bremen eine große Fangemeinde.
Sollten die deutschen Damen schließlich entgegen aller Wünsche und Hoffnungen nicht in der Zwischenrunde in Bremens neuer Halle 7 antreten können, steht immerhin bei den Platzierungsspielen die berechtigte Chance auf ein Wiedersehen. Schließlich scheint ein Platz unter den besten vier Teams der Welt eher unwahrscheinlich.
Dass in Stuttgart bereits 10 000 Karten für die Zwischenrunde der Weltmeisterschaft abgesetzt wurden, bereitet dem Bremer Volleyball-Präsidenten Prahl kein Kopfzerbrechen. „Stuttgart hat einen Etat von 600 000 Euro, wir von 250 000. Und davon müssen wir 150 000 an die Stadthalle abgeben. Doch wir werden mit unseren bescheidenen Mittel versuchen, ebenso wirksam zu arbeiten.“
Ruth
Gerbracht
| Deutschland - Hamburger Abendblatt |
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Samstag. 20. Juli 2002 |
"Ich will kein Sexsymbol sein"
Okka Rau über Nacktfotos, Partnerstress, Brasilien und ihr Leben nach dem Sport.
ABENDBLATT:
Frau Rau, an diesem Wochenende treten
Sie mit Ihrer Partnerin Steffi Pohl auf dem Hamburger Rathausmarkt auf: als
Weltklasse-Beachvolleyballerin oder eher als Model für Bikinimoden?
OKKA RAU: Da mache ich mir keine Illusionen. 85 Prozent der Männer, die du
beim Beachvolleyball siehst, schauen kaum auf den Ball.
ABENDBLATT:
Da klingt ein bisschen Verbitterung
durch.
RAU:
Ich bin Realist. Wir werden häufig angesprochen, und dann geht es weniger um
unser Match, sondern dass wir in Bikinis spielen und die bestimmte Maße haben müssen
(Der Saum darf an der Seite nur vier Zentimeter breit sein, die
Red). Das wissen die meisten. Aber, dass das Rallye-Point-System das neue
Zählsystem ist und dass unser Spielfeld nur noch acht Mal acht Meter groß ist,
weiß kein Mensch.
ABENDBLATT:
Aber Ihre Körbchengröße ist bekannt?
RAU:
Meistens ja!
ABENDBLATT:
Fühlen Sie sich da nicht irgendwie
missbraucht?
RAU:
Missbraucht ist der falsche Ausdruck, dadurch verdienen wir letztlich unserer
Geld. Wenn die Sponsoren uns Klamotten geben, und wir sie tragen, machen wir
halt Werbung. Daran kann man nichts ändern. Ich würde mich auch mehr darüber
freuen, wenn die Leute alle unsere Ergebnisse der vergangenen zwei Jahre im Kopf
hätten oder wenigstens die Regeln wüssten.
ABENDBLATT:
Sie trainieren für Ihr Ziel, werden
aber beachtet für das, was Sie zur Schau stellen.
RAU:
Daran denke ich kein Stück! Ich trainiere für mich und für mein Ziel, die
Olympischen Spiele. Wenn die Zuschauer, die das Ganze mitfinanzieren, meine
Bikinis oder was anderes klasse finden, dann ist das halt so. Ich brauche diese
Leute, damit ich 2004 nach Athen komme. Allein, ohne Kohle und Sponsoren, würde
es ganz schwierig.
ABENDBLATT:
Also doch eher Model als
Beachvolleyballerin?
RAU:
Es gibt viele Sportler, gerade in der Beach-Szene, die es wichtiger finden, wie
ihre Körperlichkeit rüberkommt. Ich steh da auf dem Feld und trag halt einen
Bikini - es ist ja auch manchmal super heiß, und das würde ich ja als Urlauber
am Strand auch tun -, mir gehts aber darum, den Ball zu bekommen und nicht
darum, ob die Bikinihose verrutscht. Für mich zählt nur, dass ich den Punkt
mache. Deshalb kann ich damit sehr gut leben.
ABENDBLATT:
Wären Sie denn bereit, für Geld . .
.?
RAU:
Nein ist die Antwort - aber fragen Sie erst mal zu Ende . . .
ABENDBLATT:
. . . die Hüllen noch weiter fallen zu
lassen?
RAU: Natürlich nicht! So versuchen ja alle ihr Geld zu machen. Jeder hat für
sich seine Schamgrenzen, auch durch seine Erziehung.
ABENDBLATT:
Als Sexsymbol möchten Sie nicht rüberkommen?
RAU: Nein! Ich spiele im Bikini, das ist meine Sportkleidung. Ich würde
mich nie nackt ablichten lassen.
ABENDBLATT:
Verurteilen Sie Sportlerinnen, die das
machen?
RAU:
Überhaupt nicht, das ist eine Sache der Einstellung. Ich könnte damit nicht
leben, dass irgendjemand die Zeitung aufschlägt und giert, wie Okka Rau nackt
aussieht.
ABENDBLATT:
Viele rechtfertigen Nacktaufnahmen,
indem sie sagen, die seien künstlerisch-wertvoll . . .
RAU:
Ich finde es immer schwer, über nackte Frauen zu reden. Männeraufnahmen, die
sind ja immer nur so halbnackt, die finde ich schon schön. Aber die haben ja
auch nicht so viel zu verbergen.
ABENDBLATT:
Eine, die Sie öfter nackt gesehen hat
als alle männlichen Betrachter, ist Ihre Beachpartnerin Steffi Pohl. Worauf
freuen Sie sich am meisten, wenn Sie sich mit ihr mal kein Doppelzimmer teilen?
RAU:
Das Lustige bei Steffi und mir ist, dass wir es mal schaffen, uns zwei Tage lang
nicht zu sehen. Aber spätestens am dritten Tag telefonieren wir mindestens fünfmal
miteinander. Steffi und ich kommen privat und sportlich supergut miteinander
aus. Wir würden beide nie auf die Idee kommen, mal ein Einzelzimmer zu nehmen,
egal, wie schlecht wir spielen, egal, was ist.
ABENDBLATT:
Sind Sie auf Grund Ihrer Vergangenheit
als Hallenspielerinnen zu wenig Egoisten?
RAU:
Letztlich ist Beachvolleyball ein Einzelsport, auch wenn wir zu zweit auf dem
Feld stehen. Du kannst danach immer sagen, wer das Spiel verloren hat, auch wenn
wir behaupten, das Team habe verloren. In diesem Sport ist eine Menge Egoismus nötig,
um wirklich gut zu sein; im positiven Sinn übrigens.
ABENDBLATT:
Wie weit können Sie überhaupt
akzeptieren, dass Ihre Partnerin Fehler macht, die eventuell auch ein Match
kosten?
RAU:
Das ist genau der Punkt. Ich glaube, dass es absolutes Glück ist, beim
Beachvolleyball einen Partner zu haben, mit dem man sich trotz Fehlern, Streit
oder unterschiedlichen Taktikvorstellungen so auseinandersetzt, dass man sich
immer ein Doppelzimmer teilt. Das ist Glück! Es gibt zig Beispiele, dass es
nicht geklappt hat, oder bei denen es nur mit schriftlich fixierten Absprachen
funktioniert.
ABENDBLATT:
Steht in diesen Verträgen, dass man
sich nicht streiten darf?
RAU:
Da steht: Man darf sich nicht trennen! Es geht ja schon so weit wie bei den
Schweizer Brüdern Paul und Martin Laciga, die sich nicht mehr unterhalten
haben. Andere treffen sich nur noch auf dem Court zum Beachvolleyball.
ABENDBLATT:
Kann das gutgehen?
RAU:
Diese Teams waren erfolgreich. Ich aber könnte das nicht. Ich würde mir eine
andere suchen. Das Ganze soll ja auch Spaß machen. Und wenn ich eine Partnerin
hätte, die im Flugzeug immer in der ersten Reihe säße und ich in der letzten,
dann hätte das für mich - auch wenn es um Athen 2004 geht -, nicht diesen
Reiz. Das wäre nur noch anstrengend, und eine Menge Lebensqualität ginge
verloren.
ABENDBLATT:
Es gibt ja auch die These, im
Beachvolleyball müsse einer der Führungsspieler sein und der andere sich fügen.
Wie läuft das bei Ihnen?
RAU:
Das spricht man nicht ab. Bei den Teams mit Verträgen gibt es vielleicht auch
solche Absprachen. Ich glaube aber, dass sich das mit der Zeit entwickelt,
gerade weil es ein Sport von Dickköpfen ist, von Leuten, die genau wissen, was
sie von dem anderen und von sich erwarten, von Charakteren, ziemlich
selbstsicheren Leuten.
ABENDBLATT:
Sie sagten, Sie wüssten, wer die
Niederlage zu verantworten habe. Wird das auch offen aus- und angesprochen?
RAU:
Ich glaube, dass Steffi und ich viele Mentalitäten haben, die sonst männlichen
Athleten nachgesagt. Wir gehen, im Gegensatz zu vielen Frauenteams, sehr direkt
miteinander um, weil es unser Naturell ist und unsere Eltern uns so erzogen
haben. Wenn ein Match zu Ende ist, reden wir erst mal eine Stunde nicht darüber
- weil nämlich die Wahrnehmung des Spiels direkt danach immer falsch ist. Später
gehts auch schon mal heiß her, da wird schon mal laut geredet und geschimpft,
aber eben sehr direkt.
ABENDBLATT:
Sind Sie auch im Privaten bereit, Ihre
Konflikte so offen anzusprechen?
RAU:
Entweder du lebst so, oder nicht. Ich glaube nicht, dass du dir beim Sport
vornehmen kannst, jetzt bin ich direkt, aber ein Typ bist, der Konflikte hasst.
Das passt nicht. Im Leistungssport merkst du das ganz schnell, weil du an deine
Grenzen kommst, mental und körperlich
ABENDBLATT:
Welche Rolle spielt dabei Ihr Coach
Olaf Kortmann?
RAU:
Er hat die Fähigkeit, die Fäden zu ziehen, wenn sie gezogen werden müssen,
aber dem Team auch den Freiraum zu lassen, sie selbst zu ziehen. Olaf hat auch
das nötige Vertrauen, dass wir das ganz gut hinkriegen, begleitet das aber auch
immer. Er beobachtet, analysiert das Spiel per Video und gibt uns dann Feedback.
ABENDBLATT:
Ist er denn bei Ihren Gesprächen eine
Stunde nach dem Spiel dabei, oder hauen Sie sich erst mal allein die Köpfe ein?
RAU:
Erstens hauen wir uns die Köpfe nie ein, weil wir meistens gar keine Lust
haben, über das Spiel zu reden. Und entweder Olaf sagt, "kommt, wir setzen
uns mal zusammen und reden darüber", oder Steffi und ich machen das, weil
wir ja eh "zusammenleben" in unserem Doppelbett im Hotel. Oder wir
fragen Olaf, ob wir uns nicht mal zusammensetzen können.
ABENDBLATT:
Wäre Ihr Verhältnis zur Partnerin
immer noch so gut, wenn Sie keinen Coach hätten?
RAU:
Ich glaube, privat schon, aber sportlich wär es ein Problem. Weil es total
anstrengend ist, jeden Tag fünf bis sechs Stunden zu trainieren und sich dabei
selbst zu korrigieren. Dann wär ja das Diskussionspotenzial noch größer, wenn
wir uns eigene Übungen ausdenken würden und uns selbst kritisierten. Wir
versuchen auch immer Trainingspartner zu haben, die so viel Ahnung haben, dass
sie uns Feedback geben können. Das geht aber nur mit Männern.
ABENDBLATT:
Im März waren Sie auf Einladung der
Weltmeisterinnen Adriana Behar/Shelda Bruno Bede als erstes Team überhaupt drei
Wochen zum Trainingslager in Rio. Was hat das gebracht?
RAU:
Von den Brasilianern, die ja mit dem Ball und mit dem Strand geboren werden,
kann man sich viel abgucken. Wir können Sie aber nicht wirklich kopieren. Sie
haben eine ganz andere Art des Trainings: Wir haben zwei Männer, Olaf als
Trainer, 15 Bälle, ein Netz und vielleicht 1000 Ballhandlungen. Die Brasilianer
haben zwei Netze, 50 Bälle, einen Trainer und acht Gehilfen, und diese können
auch noch alle Volleyball spielen und hauen dir ohne Ende Bälle zu. Dabei hast
du rund 5000 Ballkontakte. Dadurch bekommst du eine enorme Ballsicherheit.
Brasilien war das Beste, was uns passieren konnte. Wir werden dort im Oktober
wieder ein Turnier spielen, danach noch zwei Wochen bleiben und dann im Februar
drei Monate hinfliegen. Und im olympischen Winter wollen wir noch mal vier
Monate da sein.
ABENDBLATT:
Wie lange können Sie sich vorstellen,
noch auf höchstem internationalen Niveau zu spielen?
RAU:
Wenn ich einigermaßen fit bleibe und weiter erfolgreich bin, Perspektive und
noch eine Chance habe, besser zu werden, könnte ich mir fast vorstellen, 2008
noch nach Peking zu fliegen. Ich bin ja erst 25, doch wenn ich morgens aufstehe,
tut mir manchmal echt viel weh. "Mist!", denke ich dann. Und wenn
wirklich mal ein Hammer kommt wie ein Kreuzbandriss, lautet die Frage: "Würde
ich dann ein Jahr Reha machen?"
ABENDBLATT:
Dann würden Sie aber nicht in der
Disco enden wie Jan Ullrich, der, wie er sagt, "immer auch Mensch bleiben
will"?
RAU:
Das ist doch normal, oder? Ich glaube, ich bin ohnehin mehr Mensch als Sportler.
ABENDBLATT:
Glauben Sie auch, dass Sie in ein Loch
fallen würden?
RAU:
Es ist die Frage, ob du dir ein soziales Netz aufgebaut hast auch schon vor dem
Sport, was deine Familie macht und wie deine Erziehung ist. Ich mache mir keine
Sorgen, dass ich in ein Loch falle, wenn ich mit dem Sport aufhöre, weil ich
jetzt schon so viele Sachen machen möchte, die ich zeitlich nicht schaffe. Ich
werde sehr viel tun und freue mich schon darauf. Denn Leistungssport ist auch
Entbehrung.
Stefan
Reckziegel / Rainer Grünberg
| Deutschland - Hamburger Abendblatt |
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Samstag. 20. Juli 2002 |
Im
Rathaus-Sand: Steffi Pohl
menschlich
gesehen
Vergangene
Woche Montreal, bis zu diesem Freitag Marseille, heute Hamburg. Stephanie P o h
l (24) ist im Stress. Und das ist gut so. Denn allein der stete Erfolg hetzt sie
mit ihrer Strandpartnerin Okka Rau (25) derzeit um die Welt.
Die
beiden Blonden aus Kiel, die in der Hallensaison für den Hamburger
Bundesligaclub TVF Phoenix blocken und baggern, sind Deutschlands
erfolgreichstes Beachvolleyball-Duo. Mit dieser schönen Bürde schlagen sie
sich am heutigen Sonnabend, erstmals um 8.30 Uhr, und Sonntag als Favoriten im
Sand des nationalen Mastersturniers auf dem Rathausmarkt herum.
Für
ihren Traum, der Teilnahme an Olympia 2004 in Athen, lässt Steffi Pohl jetzt
sogar in jeder Bar die Cocktails stehen. Ihre Konfliktbereitschaft hat die
selbstbewusste, fröhlich-freche Jurastudentin, die einst in Potsdam zum
Volleyball kam, dagegen weiter kultiviert. Der Hamburger Olaf Kortmann (46), der
das Beauty-Duo seit dem Herbst 2000 coacht, weiß ihre direkte Art inzwischen
aber zu schätzen: "Man(n) muss sie allerdings richtig kennen lernen, um
mit ihren letztlich liebenswürdigen Verhaltensweisen unkompliziert umgehen zu können."
Abseits
der Sandplätze pflegt Steffi Pohl gern ihre sentimentale Seite. Dann muss es
Kino sein, Abteilung Liebe, Romantik. Und die Hauptrolle, im Leben momentan
unbesetzt, sollte ein Brasilianer spielen.
rg
| Deutschland - www.beach-volleyball.de |
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Samstag. 20. Juli 2002 |
Marseille: Alle deutschen Teams ausgeschieden
Nach
Oetke/Scheuerpflug und Klemperer/Rademacher hat es nun auch die beiden
verbleibenden deutschen Duos im Achtelfinale erwischt. So richtig spannend
machten es noch einmal Markus Dieckmann und Jonas Reckermann, die sich mit den
argentinischen Weltmeistern Baracetti/Conde ein spannendes Match lieferten.
Im
ersten Durchgang sah es noch nach einer machbaren Sensation für Markus und
Jonas aus. Doch die Weltmeister gaben sich nicht auf und konnten das Blatt noch
einmal wenden. Markus und Jonas verloren mit 21:17, 19:21, 12:15. Eine deutliche
Niederlage mussten hingegen Jörg Ahmann und Axel Hager einstecken. Die beiden
Nordlichter unterlagen im Achtelfinale dem brasilianischen Duo Marcio Araujo/Benjamin
mit 14:21 und 13:21.
| Deutschland - DVV-News |
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Samstag. 20. Juli 2002 |
DVV:
Sieg leichtfertigt verschenkt!
DVV-Auswahl
verliert knapp 2:3 in den Niederlanden!
Gut angefangen, stark nachgelassen, sensationell zurückgekämpft und am Ende unglücklich verloren. So lässt sich das erste von zwei Weltliga-Auswärtsspielen der deutschen Männer gegen die Niederlande in Groningen zusammenfassen. Am Ende des Thrillers stand eine knappe 2:3-Niederlage (25:27, 19:25, 25:22,25:23, 12:15), die jedoch optimistisch für das zweite Spiel am Samstag (20.00 Uhr) stimmt.
"Trotz der Enttäuschung können wir stolz auf unsere Leistung sein. Wir haben gesehen, dass wir die Holländer schlagen können,"so Kapitän Stefan Hübner nach dem Spiel.
Nach den beiden anstrengenden Auswärtsreisen nach Kuba und Russland war dem deutschen Sechser der Reisestress an den Tagen vor dem Spiel deutlich anzumerken. Dennoch starteten Hübner und Co. gegen die nervös wirkenden Gastgeber stark und hatten beim Stand von 24:19 sogar 5 Satzbälle. Doch anstatt mit einer 1:0-Satzführung in den nächsten Durchgang zu gehen, verloren die Schützlinge von Bundestrainer Stelian Moculescu den Kopf und am Ende auch den Satz mit 24:26. "Dafür gibt es keine Erklärung. So etwas darf einfach nicht passieren," so Hübner. Nach dem klar "abgeschenkten" zweiten Satz, startete der deutsche Sechser ein sensationelles Comeback.
Angetrieben von Marco Liefke und einem starken Kapitän gewann des deutsche Team die Durchgänge drei und vier. Im fünften und entscheidenden Satz sah alles nach einem Außenseiter-Sieg aus. Mit 10:6 führte das DVV-Team bereits, bevor die Holländer mit einer Reihe von harten Aufschlägen und begünstigt von einigen strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen nach 2:07 Stunden ihren ersten Matchball zum 15:12 verwandelten.
"Wir
haben viele unerfahrene Spieler in der Mannschaft, die noch nicht so viel
internationale Erfahrung haben. Da passiert das eben," fasste sich ein
sichtlich angefressener Stelian Moculescu nach der Partie kurz.
| Österreich - ÖRF-News |
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Samstag. 20. Juli 2002 |
Salzburg: Gerangel um Subventionen
Um die Subventionen von zehn neuen Beach-Volleyball-Plätzen ist am Donnerstag im Kulturausschuss ein heftiges Polit-Gerangel ausgebrochen.
ASKÖ und UNION streiten um Subvention
Es
geht um eine Summe von insgesamt 100.000 Euro. Damit könnte in der Stadt
Salzburg bis zum Jahr 2003 eine flächendeckende Versorgung mit
Beach-Volleyball-Plätzen sichergestellt werden.
Doch um die Subventionen streiten sich der SPÖ-nahe ASKÖ und die ÖVP-nahe
UNION. Ein Beschluss im Sinne der Beach-Volleyball-Freaks ist auf diese Weise
vorläufig verhindert worden.
Beschluss wurde von ÖVP blockiert
In Gnigl hat der ASKÖ zwei neue Beach-Volleyball-Plätze errichtet. In Itzling sind es insgesamt drei neue Anlagen, die der rote Landesverband in Eigenregie vorfinanziert hat. Es handelt sich dabei um Sportanlagen, die von jedermann benützt werden können.
Dafür
erhofft man sich von der Stadt finanzielle Unterstützung, doch der Beschluss
dafür wurde von der ÖVP blockiert. "Von der Union oder anderen Sportvereinen haben wir da nichts
gehört. Ich denke, hier darf man nicht nach der politischen Zugehörigkeit
entscheiden", sagt Bürgerlisten-Klubobmann Helmut Hüttinger.
ASKÖ hat bereits 140.000 Euro investiert
Die UNION sei gar nicht erst um ein Konzept gefragt worden, kritisiert hingegen die ÖVP-Klubobfrau Judith Floimair: "Es muss mit allen Vereinen geredet werden. Ich bin dafür, dass wir das machen, aber nach einer korrekten Vorgangsweise."
Der ASKÖ pocht auf seine Vorreiterrolle: Immerhin habe man bereits
140.000 Euro in allgemein zugängliche Beach-Volleyballplätze investiert. Die
Union wiederum bestreitet, die Entwicklung verschlafen zu haben.
Man habe bereits vor sieben Jahren einen Beach-Volleyball-Platz errichtet. Das
Match wird im September im Gemeinderat weitergeführt.
| Deutschland - ÖRF-News |
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Samstag. 20. Juli 2002 |
"Fit
for Fun" TV am 21.7. mit Schwerpunkt Beachvolleyball
Das Magazin "Fit for Fun" sendet am 21.Juli von 19:15 - 20:15 Uhr auf VOX ein Beachvolleyball-Special: Thema sind das Beach-Ehepaar Ahmann sowie die Aktion "Active of the Year".
Endlich ist es wieder
soweit! Die Aktion "Active of the Year" startet auch in diesem Jahr
voll durch. Tausende Sportbegeisterte haben sich beworben, um ihre Konkurrenten
in Sachen Fitness alt aussehen zu lassen. Die erste Vorentscheidung findet im
Westen der Republik statt. Die fittesten Bewerber präsentieren sich beim Beach
Volleyball Masters in Essen in ihrer Sportart. Klar, daß hier jeder gewinnen möchte:
Dem Sieger winkt eine TV-Karriere als Fun-Sport-Reporter an der Seite von
Nandini Mitra.
Jörg und Andrea Ahmann
- sie sind das Traumpaar des deutschen Beachvolleyballs. Beide sind Topspieler -
er holte mit Axel Hager die Bronzemedaille in Sidney 2000 und sie zählt im Team
mit Jana Vollmer zu den Top Five der Damen. "Fit For Fun TV"
begleitete das Ehepaar auf der stressigen Tour von Wettkampf zu Wettkampf und
nach Hause ins Schwabenland und zeigt, wie die beiden sportliche Höchstleistungen,
Trainingscamps im Ausland und privates Familienleben mit Nachwuchs in Einklang
bringen.
Was Jörg Ahmann so gut macht, erfahren in der Sendung auch die ersten sechs "Active of the Year"-Kandidaten aus der Aktion von Nivea und "Fit For Fun TV". Sie traten bei den Vodafone Masters in Essen gegen Jörg Ahmann und Axel Hager auf dem Centrecourt an und mussten zeigen, was sie können. In den nächsten drei Wochen sind die Kandidaten Ost, Süd und Nord an der Reihe - wer "Active of the Year 2002" und damit Funsportreporter bei "Fit For Fun TV" wird, entscheiden die Zuschauer.
(Quelle: RTV)
Die Wiederholung der
Sendung wird am 23.7. um 3:10 Uhr ausgestrahlt.
© 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel