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Donnerstag, 25. Juli 2002 

Tagebuch beim DVV-Jugend-Lehrgang: Video und Sauna
Renault Beach-Cup auf Wangerooge - Der Rückblick
Fairplay singt den WM-Song "Fighting for Tomorrow"!
Feste Größe im deutschen Team: Olessya Kulakova
FIVB Worldtour auf Rhodos und in Espinho
Shop bei Beach-volleyball.de ist online
Weltliga 2002: Fällt Vincent Lange aus?
Europas Volleyball-Elite kommt nach Schwarzenbek
Finalrunde in Asien zum Greifen nah
Erstes Crossmedia-Paket von IP und Gruner + Jahr
Volleyballer brauchen zwei Siege
Deutsche männliche Jugend in Vilvoorde
Der große Sprung braucht noch Zeit
TSV Giesen verpflichtet neuen Mittelblocker
Evgenia Artamonova - furchtlos und gefürchtet!
Russland: endlich wieder ein großer Titelgewinn?

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Deutschland - Smash-News

Donnerstag. 25. Juli 2002

Tagebuch beim DVV-Jugend-Lehrgang: Video und Sauna

Mittwoch, der 24. Juli    Noch 4 Tage bis nach Hamburg

Der Tag heute war überwiegend sonnig und trug damit seinen Teil zur guten Stimmung beim Lehrgang der weiblichen Jugendnationalmannschaft in der Sportschule Kienbaum bei. Heute gab es nur zwei Trainingseinheiten. Vormittags haben wir an individuellen Bereichen gearbeitet.

Anschließend haben wir uns ein Video vom Weltligaspiel Deutschland gegen Niederlande angeschaut und versucht, es in der zweiten Trainingseinheit nachzuspielen. Es gelang zwar nur teilweise, aber der Bundestrainer war zufrieden. Ein Sauna-Besuch mit Whirlpool rundete den Tag ab.

Der fröhliche Ehrgeiz der Spielerinnen färbt auch auf die Trainer ab. Wir bemühen uns, gesund zu leben. Morgens Laufen, kein Kaffee zum Frühstück und fleischloses Essen.

Per Telefon kommt die gute Nachricht, dass das Hotel IBIS Hauptpreise für die Verlosung beim Länderspiel am Sonntag beisteuert. Super.

So, für heute ist Schluss, morgen bekommen wir Besuch von einem Team Kölner Sport-Psychologen. Das hat nichts mit der gesunden Lebensweise der Trainer zu tun, es soll und wird dem Team weiterhelfen.

Diktat: Helmut von Soosten / niedergeschrieben von Peter Neese

 

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Donnerstag. 25. Juli 2002

Renault Beach-Cup auf Wangerooge - Der Rückblick

Die Finalspiele

Auch der zwischenzeitliche Regen am Strand von Wangerooge unterhalb der schönen Strandpromenade hielt zahlreichen Zuschauer auch am Sonntag nicht davon ab auf dem Center Court eine ausgelassene Stimmung zu verbreiten. Das Ambiente mit den vielen Sponsoren, Verkaufs- und Essensständen stimmte auch an diesem Wochenende, wie bereits in den vergangenen 10 Jahren wieder und lockte insgesamt mehr als 25.000 Menschen an den Hauptstrand der kleinen ostfriesischen Insel.

Besonders wohl fühlten sich auch in diesem Jahr wieder Tom Hikel und Marvin Polte. Sie ließen kurzer Hand das Masters in Hamburg sausen, um bei einem ihrer Lieblingsturniere das Publikum zu begeistern und die Serie der verbesserten Platzierungen 2002 im Vergleich zu 2001 (2. Platz auf Wangerooge) zu halten. Dieses ist ihnen nämlich bislang in dieser Saison bei jedem Turnier gelungen.

Dieses gelang ihnen mit einem Finalsieg in drei Sätzen (21:12, 20:22, 15:08) gegen Daniel Knopf und Rick Wiedersberg auch an diesem Wochenende. Nachdem Tom Hikel und Marvin Polte den ersten Satz noch ganz klar dominierten und kontrollierten, ging es da im zweiten Satz schon enger zu. Dennoch hatten die beiden Publikumslieblinge Marvin und Tom am Ende dieses Satzes beim Stande von 20:19 bereits Matchball. Den konnten sie allerdings nicht nutzen, sondern verloren drei Punkte in Folge und damit auch den Satz. Im dritten Satz allerdings verwöhnte das Topduo die stimmungsgeladene Kulisse wieder mit spektakulären Aktion, was Marvin Polte noch während des Spiels zu der lautstarken Analyse: "Geiles Spiel!" brachte.

Bei den Damen wird das Turnier auf Wangerooge für Sinje Blöcker und Beate Wand nach dem Damenfinale am Sonntag sicher zum Lieblingsturnier werden. Die Beiden präsentierten sich währen des gesamten Turniers in blendender Verfassung und gaben dem zu Folge auch keinen einzigen Satz ab.

Im Finale gegen Constanze Paul und und Carola Stöwe reichte eine weitere tolle Vorstellung zum verdienten und am Ende mit 21:13 und 21:15 wiederum klaren Sieg. Die vorrübergehende leichte Skepsis, die Beate Wand noch vor dem Finale äußerte: "Der Sieg in der Vorrunde gegen Constanze Paul und Carola Stöwe ist unerheblich, die entscheidenden Spiele müssen erst mal gewonnen werden.“, wich nach dem verwandelten Matchball schnell grenzenloser Freude.

Wer noch aufs Treppchen kam

In den „kleinen“ Finals um Platz 3, die leider aufgrund des zu erwartenden schlechten Wetters parallel zum Herrenfinale auf den Nebencourts stattfanden, setzten sich bei den Damen Katrin Holtwick und Maria Kleefisch mit 21:15 und 23:21 gegen Ruth Flemmig und Ilka Semmler durch. Bei den Herren gewannen Ole Mielenz und Christopher Sonnenbichler, die sich nach einer überraschende Auftaktniederlage am Samstag durch die Loserrunde kämpfen mussten, gegen Bernard Gau und Drazen Slacanin mit 24:22 und 21:10.

Währen der Siegerehrung kam dann bei allen Beteiligten noch einmal richtig Stimmung auf und man lieferte sich mit offenen Sektflaschen bewaffnet, noch das ein oder andere Duell mit feucht fröhlichem Ausgang. Anschließend setzte dann nach Erfüllung der letzten Autogrammwünsche der große "run" auf die Abendfähre ein. Die tollen Eindrücke vom Wochenende sollten schließlich auch auf dem Festland kommuniziert werden.

"Gott schuf die Zeit. – von Eile hat er nichts gesagt."

Diese Motto empfängt die Inselgäste bereits am Fähranleger auf einem großen Schild. Wer es in diesen Tagen nicht befolgte, erlebte immer wieder den gleichen Effekt – langes Warten. So eilten beispielsweise wieder viele Menschen nach dem Anlegen der Fähre vom Schiff um dann ungeduldig in der Inselbahn auf die Abfahrt zu warten. Das Gepäck muss ja schließlich noch verladen werden. Manchmal sollte man sich eben von den Insulanern etwas abgucken, denn für sie ist Eile ein Fremdwort .

Auch die eilige Straffung des Zeitplans, aufgrund der zu befürchtenden Unwetter am Sonntag, hatte zur Folge, dass direkt nach der Siegerehrung die Sonne wieder zum Vorschein kam. Ein Insulaner hätte dieses wahrscheinlich mit den Worten quittiert: "Das hätt ich ihnen nu mal gleich sagen können. Nur keine Eile."

 

Deutschland - DVV-WM-News

Donnerstag. 25. Juli 2002

Fairplay singt den WM-Song "Fighting for Tomorrow"!

Die Berliner Band „Fairplay“ gruppiert sich um die Frontsängerin Rachel Hiew und wird am 30.8.2002 anlässlich der Eröffnungsfeier zur Volleyball Weltmeisterschaft der Frauen den WM-Song „Fighting for Tomorrow“ vorstellen (live im WDR 15:00 Uhr).

Die 25-jährige Rachel wurde in London geboren und wuchs dort auch auf. Ab ihrem 11. Lebensjahr besuchte sie die Arts Educational School, wo sie ein Stipendium von Andrew Lloyd Webber erhielt und die Fächer Jazz-, Ballett-, Tapdance, Musical Theatre sowie Gesang und Schauspiel studierte. Zahlreiche Rollen in verschiedenen Musicals folgten, u.a. in Cinderella und Alladin.

1993 spielte sie für ein Jahr die Rolle der Sylvia in der beliebtesten BBC-TV Soap Eastenders. Ein Engagement beim Musical Shakespeare und Rock’n Roll brachte Rachel 1994 nach Berlin, wo sie seither auch ihren festen Wohnsitz hat. Rachel tritt seit dieser Zeit aktiv mit diversen Bands auf. Sei geraumer Zeit ist sie auch in den Doppelgänger-Rollen von Cher und Jennifer Lopez in der Erfolgshow „Stars“ in Concert zu sehen.

 

Deutschland - DVV-WM-News

Donnerstag. 25. Juli 2002

Feste Größe im deutschen Team: Olessya Kulakova

Hoffnungsträgerin für die WM! 

Schwerin (pps). Den deutschen Reisepass erhielt sie am 12. Dezember 2001. Die Spielberechtigung für die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft folgte am 4. Januar 2002. Und bei der Weltmeisterschaft vom 30. August bis 15. September in Deutschland zählt sie zu den Hoffnungsträgerinnen des DVV. Die Rede ist von Olessya Kulakova, 190 Zentimeter lang, 25 Jahre jung und im Team von Bundestrainer Lee Hee Wan als Mittelblockerin gesetzt.

Was sich so einfach aufzählen lässt, erwies sich in der Praxis jedoch als schwieriges Unterfangen. Zahlreiche Gespräche, Eingaben und Interventionen waren nötig, um die Spielberechtigung der gebürtigen Kasachin, die schon vor ihrem „Wechsel“ 20 Länderspiele für ihr Heimatland bestritten hatte, für die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) zu erhalten. Den Ausschlag gab letztendlich ein Gespräch zwischen Dr. Ruben Acosta (Mexiko), dem Präsidenten des Internationalen Volleyball-Verbandes (FIVB), und DVV-Präsident Werner von Moltke. "Ich werde kämpfen und gut spielen, damit ich einen Platz in der Nationalmannschaft bekomme", sagte „Lisa“, wie Olessya Kulakova genannt wird, als sie die frohe Botschaft hörte. 

Für Bundestrainer Hee Wan Lee deutete sich schon nach den ersten Spielen an, „dass Olessya Kulakova die Lücken im Mittelblock hervorragend schließt. Sie ist eine wichtige Verstärkung für uns im Hinblick auf die WM“. Dies unterstreicht sie zur Zeit in Asien beim Grand Prix. Dort ist sie hinter Angelina Grün die zweitbeste deutsche Punktesammlerin. Aber vor allem im Block, oftmals die Schwäche der deutschen Mannschaft, glänzt sie und liegt an Position vier aller Grand Prix Spielerinnen.

Ihr erstes Länderspiel bestritt sie im Mai gegen Frankreich. Und ist seither nicht mehr aus der Stammformation wegzudenken. „Vor allem die Abstimmung mit den Zuspielerinnen muss noch besser werden, aber bis zum WM-Auftakt wird es klappen“, verspricht die Blondine. Trotz der Erfahrung von fünf Bundesliga-Jahren für den Schweriner SC und den dortigen Champions-League-Spielen weiß Olessya Kulakova eines schon jetzt. „Es ist etwas anderes, in der Nationalmannschaft bei einer WM zu spielen, weil uns dort bessere Gegner erwarten.“ 

In der WM-Vorrunde in Münster heißen die Kontrahenten Tschechische Republik, Japan, Bulgarien, Italien und Mexiko. Wie ihre Mannschaftskolleginnen hat auch Olessya Kulakova ein Ziel vor Augen. „Wir wollen nach Berlin!“ Am liebsten natürlich in die Halbfinal-Spiele, wenn nicht anders möglich, aber auch in die Platzierungsspiele für die Ränge fünf bis acht. 

Nach der WM in Deutschland beginnt für Olessya Kulakova ein neues Kapitel. Nach fünf Jahren in der Hauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern wechselt sie zum RC Cannes. Der französische Meister will in der neuen Champions League-Saison seinen Titel erfolgreich verteidigen und bereitet sich zudem intensiv auf die Premiere der Club-WM vor.  

„Ich hatte eine tolle Zeit in Schwerin. Es hat mir dort sehr gut gefallen, und es fällt mir schwer, Schwerin zu verlassen, weil ich mich dort wie zu Hause gefühlt habe. Jetzt möchte ich aber noch mal etwas anderes kennen lernen“, begründete die 25-Jährige ihren Schritt. Vorher möchte sie aber noch eine erfolgreiche WM bestreiten. Für ihre neue Heimat Deutschland.

 

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Donnerstag. 25. Juli 2002

FIVB Worldtour auf Rhodos und in Espinho

Damenteams in Runde 2
Bei den Deutschlandinternen Playoffs haben sich Rieke Brink-Abeler/Mireya Kaup und Susanne Lahme/Danja Müsch durchsetzen können. Dabei konnten Rieke Brink-Abeler und Mireya Kaup ihr Match gegen Helke Claasen und Judith Deister überraschend deutlich in zwei Sätzen mit 21:17 und 21:17 gewinnen. In Runde 1 der Qualifikation treffen die beiden nun auf Van Lierop/Van Breedam aus Belgien. Ebenfalls in die Qualifikation eingezogen sind Susanne Lahme und Danja Müsch. Sie bezwangen in einem einseitigen Match Geeske Banck und Martina Stein in 35 Minuten mit 21:15 und 21:13.

Brink-Abeler/Kaup und Lahme/Müsch haben nun auch den Einzug in Runde 2 perfekt gemacht. Schwerer als gedacht haben sich dabei Susanne Lahme und Danja Müsch gegen Brecher/Matrai aus Ungarn getan. Susanne und Danja gewannen zwar in zwei Sätzen, doch vor allem der zweite Durchgang hätte nicht viel knapper verlaufen können. Nach ihrem 21:19 und 25:23 Erfolg müssen die beiden am Donnerstag in Runde 2 gegen Gaxiola/Garcia aus Mexiko antreten. Ebenfalls in Runde 1 siegreich waren Rieke Brink-Abeler und Mireya Kaup. Das Duo vom SV Inning bezwang das belgische Team Van Lierop/Van Breedam klar in zwei Säötzen (21:14, 21:14). In Runde 2 geht es nun gegen Tobiasova/Teknedzjanova aus Tschechien. Am Donnerstag greifen nun auch Andrea Ahmann und Jana Vollmer ins Geschehen ein. Sie treffen auf Jobst/Maxwell aus Kanada.

Deutsche Herren mit Lospech

Die deutschen Qualifikationsteilnehmer Julius Brink/Kjell Schneider und David Klemperer/Niklas Rademacher sind nicht gerade vom Losglück verfolgt. Zwar haben beide Teams in Runde 1 der Qualifikation ein Freilos, doch schon in Runde 2 geht es richtig zur Sache. Zunächt einmal müssen Julius und Kjell gegen das französische Duo Deulofeu/Molinier antreten. nach einem Sieg ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie in Runde 3 gegen Marcio Araujo/Benjamin aus Brasilien ran müssen. Auch David und Niklas erwartet bei einem Sieg in Runde 2 in der nächsten Runde aller Voraussicht nach mit Hyden/McCaw aus den USA ein Hammerlos.

 

Deutschland - Smash-News

Donnerstag. 25. Juli 2002

Shop bei Beach-volleyball.de ist online

Es hat etwas länger gedauert als gedacht, vermelden unsere Freunde von beach-volleyball.de, doch nun sei es vollbracht: der neue Shop ist online! Hier kann die heiss begehrte www.beach-volleyball.de Kollektion mit nur wenigen Mausklicks geordert werden. 

Man sagt, dass man sich ohne diese Caps, Fisherhats, Shirts und all die anderen Accessoires auf keinem Sportevent sehen lassen. Seid gewarnt! AUF ZUM SHOP!!

 

Deutschland - DVV-News

Donnerstag. 25. Juli 2002

Weltliga 2002: Fällt Vincent Lange aus?

Libero-Problem vor dem Weltliga-Wochenende gegen Russland!

Die deutsche Männer-Auswahl muss für die Weltligaspiele gegen Russland an diesem Wochenende (27. Juli um 14.00 Uhr + 28. Juli um 11.00 Uhr) in Düsseldorf womöglich auf Libero Vincent Lange verzichten. Der 28-jährige vom SCC Berlin reiste gestern nicht zum Treffpunkt nach Rüsselsheim. Lange ist krank – wahrscheinlich wegen der vergangenen Reisestrapazen - und wies bereits in der vergangenen Woche schwache Kraft-Werte auf. Er soll heute nach Rüsselsheim nachreisen, damit vor Ort geklärt werden kann, ob ein Einsatz möglich ist. Als Alternative für die Libero-Position käme Außenangreifer Mark Siebeck in Frage, so Bundestrainer Stelian Moculescu.

Die Russen, souveräner Tabellenführer der Gruppe C mit 7:1-Siegen vor den Niederlanden (5:3) sowie Deutschland und Kuba (je 2:6), sind bereits seit gestern in Düsseldorf. Die Mannschaft will sich optimal auf die Spiele vorbereiten, um sich für die einzige Niederlage (1:3 gegen die DVV-Auswahl) zu revanchieren. „Ich erwarte eine topmotivierte russische Mannschaft. Es ist immer so, wenn man überraschend verliert, will man diesen Ausrutscher zurecht rücken“, so der Bundestrainer.

Für Moculescu sind die Russen natürlich Favorit in den Spielen, er sieht dennoch Möglichkeiten: „Sie schlagen sehr gut auf und sind athletisch unglaublich stark. Ihre Spielweise mit dem etwas langsameren Spiel liegt uns aber besser. Wir müssen sehr gut aufschlagen, um unserem Block und der Feldabwehr gute Voraussetzungen zu verschaffen“.

Statistisch gesehen, ist die deutsche Mannschaft die Beste in den Bereichen Aufschlag und Block, und mit Björn Andrae (Aufschlag) und Stefan Hübner (Block) führen zwei deutsche Spieler diese Kategorien aller Weltligaspieler sogar an. Das Hauptproblem ist bekanntlich die deutsche Annahme. Moculescu sagt: „Wir sind in der Statistik die drittschlechteste Mannschaft in der Annahme, aber im Angriff auf Position Sechs. Das zeigt, wo die Schwächen und die Stärken liegen. Unser Annahmeproblem müssen wir in den Griff kriegen, je eher, desto schneller geht unser Weg nach oben“.

Der deutsche 13-er Kader für die Russlandspiele, ein Spieler muss noch gestrichen werden: Norbert Walter, Christian Pampel, Ilja Wiederschein, Björn Andrae, Armin Dewes (alle VfB Friedrichshafen), Marco Liefke, Frank Dehne, Vincent Lange (alle SCC Berlin), Mark Siebeck (VV Leipzig), Stefan Hübner (Bossini Montichiari/Italien), Michael Mayer (TSV Unterhaching), Ralph Bergmann (Knack Roeselare/Belgien), Sven Glinker (SV Bayer Wuppertal)

 

Deutschland - Lübecker Nachrichten

Donnerstag. 25. Juli 2002

Europas Volleyball-Elite kommt nach Schwarzenbek

Schwarzenbek - Die Europastadt Schwarzenbek entwickelt sich zum Mekka für Volleyball. Mädchen aus acht Nationen treffen ab Sonnabend aufeinander.

Das Telefon in der Geschäftsstelle des TSV Schwarzenbek steht kaum noch still, aus dem Faxgerät laufen aus ganz Europa Formulare und Datenblätter ein - bei der Volleyballabteilung des TSV Schwarzenbek wird es langsam hektisch. Mit dem Klassiker "Deutschland gegen Italien" beginnt am Sonnabend um 19 Uhr die "heiße" Phase des Acht-Nationen-Turniers der Jugendnationalmannschaften.

Während die jungen Italienierinnen vorab bereits gemeinsam mit den deutschen Mädels ein dreitägiges Trainingslager mit zwei Länderspielen absolvieren, rücken am Montag die anderen Teams an. Für eine Woche ist die Europastadt Schwarzenbek dann Gastgeber für die besten 15- bis 16-jährigen Volleyballerinnen aus Schweden, Holland, Belgien, Frankreich, Spanien, Italien, der Schweiz und Deutschland.

Damit die Woche für die Spielerinnen und auch die Schwarzenbeker ein unvergessliches Erlebnis wird, arbeiten fast 60 Helfer beim TSV fast rund um die Uhr. "Der Tag beginnt für uns morgens um sieben Uhr mit dem Transport der Teams von der Unterkunft zur Trainingshalle und endet abends nach den letzten Spielen mit dem Rücktransport und dem Aufräumen der Wettkampfhalle", beschreibt "Local Organizer" Joachim Lehmann den Tag. Nachts müssen dann noch die täglichen Turnierberichte verfasst werden, damit sie den Teams morgens auf dem Frühstückstisch liegen. Für den Transport stellt den Schwarzenbekern das Autohaus Witt Fahrzeuge zur Verfügung.

"Nicht zuletzt bringen die Italiener auch noch ihre eigenen Journalisten mit, um die wir uns kümmern müssen", so Lehmann. Entsprechend wird die Hausmeisterloge zum Pressebüro mit eigenem Internetanschluss umgestaltet. "Zu Hause" sind die Italienerinnen und Deutschen samt allen Offiziellen in der "Alten Meierei". Schröders Hotel ist Gastgeber für die Spanier, und die Belgierinnen sind in Lüchaus Gasthof in Müssen untergebracht. "Die anderen Delegationen mussten wir mangels geeigneter Quartiere in Glinde unterbringen. Entsprechend stressig wird der Transport", mutmaßt Lehmann. Ganz nebenbei mussten die Schwarzenbeker Volleyballer auch noch den Etat von rund 50 000 Euro für die Veranstaltung aufbringen. "

Ohne die Unterstützung von Sponsoren wie der Kreissparkasse, der Stadt oder dem Kreis ist so etwas gerade in der heutigen Zeit natürlich nicht zu bewältigen", so Lehmann. Letztendlich hoffen die Schwarzenbeker auch auf eine ganze Menge Zuschauer für dieses einmalige Ereignis. So mancher Helfer hat dabei für das Turnier seinen Sommerurlaub geopfert. Dennoch ist man bei den Schwarzenbek Volleyballern ein wenig stolz, Ausrichter für so einen Event zu sein. Ohnehin ist es bereits der vierte Besuch einer deutschen Nachwuchs-Nationalmannschaft in der Europastadt. Zuletzt kamen die Juniorinnen im vergangenen Sommer auf dem Rückweg vom Acht-Nationenturnier in Schweden in Schwarzenbek vorbei und spielten das amerikanische College-Team "Georgia Tech".

Die Spiele in der Sporthalle Buschkoppel finden von Dienstag bis Freitag jeweils um 13, 15, 17 und 19 Uhr statt. Deutschland trifft am Dienstag zunächst auf Belgien (17 Uhr), am Mittwoch auf Spanien (13 Uhr) und im letzten Vorrundenspiel am Mittwoch auf Italien (19 Uhr). Am Freitag stehen dann die Halbfinals (17 und 19 Uhr) auf dem Spielplan. Das Finale findet am Sonnabend um 17 Uhr statt. Die Tageskarte für vier Spiele kostet für Erwachsene fünf Euro, Jugendliche zahlen drei Euro. Außerdem gibt die Dauerkarten für alle fünf Turniertage für 15 bzw. zehn Euro

Holger Marohn

 

Deutschland - Weser Kurier

Donnerstag. 25. Juli 2002

Finalrunde in Asien zum Greifen nah

Sonder-Lehrgang für verletzte Volleyball-Damen / Hanka Pachale bleibt Sorgenkind

Bremen. Der Countdown für die Volleyball-WM der Damen vom 30. August bis 15. September (ab 6. September in Bremen) läuft auf vollen Touren. Sportlich präsentiert sich die deutsche Mannschaft derzeit von ihrer besten Seite. Beim Grand Prix in Asien, wo das Team von Trainer Hee Wan Lee sich noch bis Anfang August aufhält, können die deutschen Volleyballerinnen mit der Weltspitze mithalten. Eine Finalteilnahme in Macao könnte am Wochenende noch erreicht werden.

Doch damit nicht genug. Auch mit den daheimgebliebenen Volleyballerinnen wird gearbeitet. Derzeit läuft in Deutschland ein Sonder-Lehrgang für die verletzten und die nicht für den Grand Prix nominierten Nationalspielerinnen. Eingeladen sind unter anderem Zuspielerin Tanja Hart, die einerseits durch ihre Abschlussprüfungen gebremst wird, aber auch durch einen Bandscheibenvorfall. Die von Karbach nach Ulm gewechselte Spielerin war bislang in der Nationalmannschaft gesetzt. Mittlerweile allerdings hat Beatrice Dömeland mächtig aufgeholt und Tanja Hart wird um ihren Stammplatz bei der WM kämpfen müssen.

Das größte Sorgenkind der Nationalmannschaft, das beim Sonderlehrgang dabei ist, heißt Hanka Pachale. Die beste Deutsche bei den Olympischen Spielen in Sydney musste sich aufgrund anhaltender Kniebeschwerden im italienischen Modena operieren lassen und fiel somit für den derzeit laufenden Grand Prix in Asien aus.
Der Präsident des Deutschen Volleyballverbandes, Werner von Moltke, der sich mächtig für die Austragung der WM in Deutschland ins Zeug gelegt hatte und nun auch die beste Mannschaft auf dem Spielfeld sehen will, konnte seinen Unmut über den Zeitpunkt der Operation nicht verhehlen: „Dieser Eingriff kommt meiner Meinung nach zwei Wochen zu spät.“

Bundestrainer Hee Wan Lee sieht allerdings nicht so schwarz hinsichtlich Hanka Pachales Teilnahme an der WM: „Ich hoffe, dass sie es schafft. Aber sie will unbedingt – und das ist entscheidend.“

Einen starken Willen, sich einen Stammplatz im Team zu erobern, hat auch Olessya Kasachin. 20 Länderspiele hat die 25-Jährige für ihr Heimatland Kasachstan gespielt. In diesem Jahr hat es dann endlich geklappt, dass Olessja Kasachin das deutsche Trikot überstreifen kann. Fünf Jahre hat die Mittelblockerin beim deutschen Meister Schwerin gespielt , zur neuen Saison wechselt sie zum RC Rennes nach Frankreich.

Schon im Jahr 2000 sollte Olessya Kulakova einen deutschen Pass erhalten und dann für den deutschen Volleyballverband aktiv werden. Eingebürgert wurde sie dann auch, aber eine Spielgenehmigung fehlte. Normalerweise gibt es die erst nach zwei Jahren. Diese Regelung hätte allerdings bedeutet, dass die starke Mittelblockerin erst zwei Monate nach der WM für das deutsche Team hätte spielen können. Dies wollte der DVV-Präsident aber auf jeden Fall verhindern. Schließlich hat es Werner von Moltke geschafft, mit Rubens Acosta eine Einigung zu erzielen. Der internationale Verband stimmte einer vorzeitigen Spielgenehmigung zu.

Zur Zeit ist Olessja Kulakova erfolgreich dabei, das Vertrauen des Bundestrainers sowie des Präsidenten zu bestätigen. Schon ihr Schweriner Trainer Michael Schöpp bescheinigte der 25-jährigen Volleyballerin aus Kasachstan „ein großes Potenzial“, obwohl der langen Blonden in der Vergangenheit manchmal die Konstanz fehlte. Doch gerade in den wichtigen Play-Offs der vergangenen Saison fand Olessja Kulakova wieder zu ihren Stärken zurück.

Ruth Gerbracht

 

Deutschland - Horizont.net

Donnerstag. 25. Juli 2002

Erstes Crossmedia-Paket von IP und Gruner + Jahr

IP Deutschland und Gruner + Jahr bringen ihr erstes gemeinsames Werbepaket auf den Markt. Für Nivea von Beiersdorf haben die beiden Vermarkter aus dem Bertelsmann-Reich ein medienübergreifendes Konzept rund um das Thema Beach-Volleyball entwickelt. Nivea gehört zu den Hauptsponsoren der German Masters 2002.

Zum crossmedialen Deal, der von der IP koordiniert wird, gehören Anzeigen im "Stern", das Wetter-Sponsering bei den RTL-Sendungen "Punkt 6" und "Punkt 9" und bei den Vox-Nachrichten. Außerdem suchen Vox und Nivea in "Fit for Fun TV" gemeinsam den Active of the Year, einen besonders fitten und sportlichen Zeitgenossen. Das Online-Paket umfasst die Sites rtl.de, stern.de, wetter.de, Brigitte.de, YoungMiss.de, Börse-online.de und handy.de.

Margret Buhse, Leiterin Konzernkommunikation von Beiersdorf, will mit dem Projekt weitere Erfahrungen über das Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen innerhalb eines integrierten Pakets sammeln: "Wir führen schon seit längerem mit Print- und TV-Vermarktern intensive Gespräche über ganzheitliche Kommunikationsansätze für unsere Produkte." Für IP-Chef Walter Neuhauser ist der Deal mit einem Mediavolumen im einstelligen Millionenbereich ein "Beweis für das Synergiepotenzial innerhalb der Vermarktungsaktivitäten des Bertelsmann-Konzerns". 

Auch Seven-One Media hatte sich um das Beach-Volleyball-Paket für den Kunden Beiersdorf bemüht. Jetzt entwickeln die Münchner ein integriertes Konzept für den Bierbrauer Jever, der ebenfalls zu den Sponsoren der German Masters 2002 gehört.

 

Deutschland - Rheinische Post

Donnerstag. 25. Juli 2002

Volleyballer brauchen zwei Siege

Am Wochenende Doppel-Spieltag gegen Russland

Rüsselsheim (rpo). Nur mit zwei Siegen gegen Russland können die deutschen Volleyball-Herren am Wochenende ihre Chancen auf den Einzug in die Weltliga-Endrunde wahren.

Der Berliner Vincent Lange hat sich vor den beiden Weltliga-Heimspielen der deutschen Volleyballer gegen den Olympiazweiten Russland krank gemeldet. Als Ersatz bei den vorentscheidenden Spielen am Samstag (14 Uhr) und Sonntag (11 Uhr) in Düsseldorf könnte auf der Liberoposition der Leipziger Mark Siebeck zum Einsatz kommen. Das deutsche Team kann in der mit 15 Millionen Dollar dotierten "Königsklasse" nur mit zwei Siegen die theoretischen Chancen auf die Endrunden-Qualifikation wahren.

"Die Spielweise der Russen mit ihrem langsameren Spiel liegt uns. Wir müssen uns in der Annahme steigern", erklärte Bundestrainer Stelian Moculescu. Sein Team hatte mit dem 3:1 beim Auswärtsspiel in Russland für eine Sensation gesorgt, mit zwei Siegen und sechs Niederlagen liegt Deutschland mit 4:12 Punkten allerdings nur auf Platz drei der Vorrundengruppe C. Die beiden Endrunden-Plätze belegen derzeit die schon qualifizierten Russen (14:2 Punkte) und Atlanta-Olympiasieger Niederlande (10:6).

 

Deutschland - Smash-News

Donnerstag. 25. Juli 2002

Deutsche männliche Jugend in Vilvoorde

Beim Acht-Nationen-Turnier im belgischen Vilvoorde hat die männliche Jugend des DVV nach einem glatten 3:0 (25:19, 25:16, 25:16) zum Auftakt gegen die Schweiz ihr zweites Gruppenspiel gegen Italien mit 1:3 (22:25 / 28:26 / 21:25 / 21:25) verloren. Am Donnerstag um 19 Uhr spielen die Deutschen gegen Gastgeber Belgien um den Einzug ins Halbfinale.

Auf die weibliche Jugend des DVV wartet der Saisonhöhepunkt in der folgenden Woche: vom 30. Juli bis zum 03. August ist Deutschland Gastgeber des Acht-Nationen-Turniers der Mädchen, das vom TSV Schwarzenbek ausgerichtet wird. Als letzte Generalprobe für das deutsche Team sind zwei Länderspiele gegen Europameister Italien geplant. Am Samstag, dem 27. August treffen beide Teams in Schwarzenbek (19 Uhr, Halle Buschkoppel) aufeinander, einen Tag darauf, am Sonntag, richtet der CVJM Hamburg um 18 Uhr die Revanche in der Sporthalle Wandsbek aus.

 

Deutschland - Darmstädter Echo

Donnerstag. 25. Juli 2002

Der große Sprung braucht noch Zeit

Männer-Nationalmannschaft bereitet sich in Rüsselsheim auf den Endspurt in der Weltliga vor

Volleyball-Bundestrainer Stelian Moculescu ist fest davon überzeugt, dass seine Mannschaft das Zeug zum Spitzenteam besitzt. Die Endrunde der besten acht Teams in der Weltliga sei für seine junge Garde durchaus erreichbar – aber das brauche noch Zeit. Ein Gut allerdings, das im Kampf um Aufmerksamkeit und Fördergelder knapp ist. Doch den gebürtigen Rumänen, der sich am Wohnsitz in München längst bajuwarische Lebensart angeeignet hat, ficht das kaum an. Nicht Hektik, sondern zupacken und weiterarbeiten, heißt das Motto. Dazu Schwächen ausmerzen, „bis zum Erbrechen“, sagte der 52-Jährige am Mittwoch in Rüsselsheim, wo die Männer-Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) für drei Tage bis Freitag Station hält, um sich für den Endspurt in der Weltliga zu rüsten.

Am Samstag und Sonntag stehen in Düsseldorf die Heimvergleiche gegen Russland an, bevor eine Woche drauf in Leipzig der Schlusspunkt in den Gruppenspielen gegen Kuba gesetzt wird. Nach zwei Siegen und sechs Niederlagen ist für die DVV-Auswahl die Chance auf einen der ersten beiden Plätze nur noch theoretischer Natur. Der Olympiazweite Russland (7:1 Siege) und die Niederlande (5:3) stehen in der Vierergruppe vor dem Finalrunden-Einzug. Dass die deutsche Auswahl aber ausgerechnet gegen diese beiden Teams punktete, wobei vor allem das 3:1 bei den Russen überraschte, belegt die neue Qualität. Die Mannschaft habe sich gut entwickelt, urteilt Moculescu. Zu Stärken im Block, wo Italien-Profi Stefan Hübner brilliert (Moculescu: „Er ist der stärkste Blockspieler der Welt“), gesellen sich Vorteile im Aufschlag: Björn Andrae und Christian Pampel, beide von Moculescus Meisterklub VfB Friedrichshafen, schmetterten sich unter die Elite der Weltliga.

„Wir müssen allerdings immer am Limit spielen, um mit den Großen mithalten zu können“, weiß der Trainer. Dies gelingt, gerade zu den Satzenden, noch nicht nach Wunsch. Kein Nervenproblem, betont Moculescu („In der Mannschaft sind keine Hosenscheißer“). Vielmehr liege das an der Güte der Gegner, die noch zulegen könnten und die deutsche Schwäche in der Annahme ausnutzten. Das Manko der DVV-Auswahl liegt für Moculescu auch in den kleinen, zu niedrigen Bundesliga-Hallen begründet, wo sich die Technik kaum einüben lasse, mit der sich Aufschläge internationaler Güte parieren lassen. „Die landen dort alle an der Decke.“ Die international geforderte Höhe von 11,50 m erreiche in Deutschland kaum eine Bundesliga-Halle. Zwar komme auch die Rüsselsheimer Walter-Köbel-Halle dort nicht ganz ran, „doch lässt sich dort sinnvoll trainieren“. Jeweils zwei Trainingseinheiten absolviert sein Team an den drei Tagen in Rüsselsheim, wo auch die deutsche Frauen-Auswahl am 13. August einen ihrer letzten EM-Tests gegen die Niederlande bestreitet.

Einige seiner Spieler seien durch die Strapazen der Reisen nach Russland und Kuba „ein bisschen angeschlagen“, schränkt Moculescu ein. Krank gemeldet hat sich der Berliner Libero Vincent Lange. Doch zumindest eines der vier noch ausstehenden Spiele soll gewonnen werden, dann sei man gut im Soll – um bei der EM 2003 im eigenen Land einen weiteren Schritt nach vorn anzupeilen.

Volker Bachmann

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Donnerstag. 25. Juli 2002

TSV Giesen verpflichtet neuen Mittelblocker

Janos Kalmann aus Salzdahlum verstärkt Volleyballteam.

Giesen (em). Der TSV Giesen hat einen weiteren Neuzugang für die Saison 2002/2003 in der 2. Volleyball-Bundes liga verpflichtet. Vom Oberligisten MTV Salzdahlum kommt der 25-jährige Janos Kalmann. "Er ist ein erfahrener Mann, den wir als Mittelblocker sehr gut gebrauchen können", erklärte TSV-Manager Ulrich Nordmann die Verpflichtung. Kalmann hat für zwei Jahre beim Zweitligisten zugesagt und sieht in Giesen eine große Chance, auf Dauer in der 2. Bundesliga spielen zu können.

"Janos hat ein ungemein großes Potenzial, das er in der Oberliga in Salzdahlum nicht ausschöpfen konnte", sagt Nordmann. In Giesen ist man davon überzeugt, dass der Mittelblocker auf Anhieb in das Team wachsen kann. "Janos ist trotz seines jugendlichen Alters ein erfahrener Mann, der schon seit seiner Kindheit Volleyball spielt", berichtet Nordmann.

Mit der Verpflichtung von Kalmann hat der TSV Giesen vorerst seine personellen Planungen abgeschlossen. Wie bereits berichtet, wurden mit Mathias Sockel vom Bundesligisten VC Bottrop und Stefan Bahrs vom Zweitligakonkurrenten Eimsbütteler TV bereits zwei starke Neulinge verpflichtet. Eine Veränderung gab es in der II. Mannschaft, die in der Oberliga antritt. Dorthin ging Peter Krechel, bislang Spieler der I. Mannschaft. Aus beruflichen und privaten Gründen will er ein bisschen kürzer treten. Für die Reserve ein willkommener Neuzugang, der dazu beitragen soll, dass das Team als Neuling in der Oberliga einen guten Mittelfeldplatz erkämpfen kann.

 

Deutschland - DVV-WM-News

Donnerstag. 25. Juli 2002

Russland: endlich wieder ein großer Titelgewinn?  

Beim Grand Prix 2002 ist Russland die bislang einzig ungeschlagene Mannschaft. Grund genug den WM-Titelfavoriten ein Mal näher zu portraitieren (siehe auch WM-Zeitung Ausgabe Nr. 6 im Downloadbereich).  

Wenn von den Top-Favoriten auf den WM-Titel 2002 gesprochen wird, dann fällt auch immer ein Name: Russland! Wohl keine andere Nation ist so beständig in der Weltspitze zu finden wie die Mannschaft aus Eurasien. Weder Kuba, das erst in den 90-er Jahren von Sieg zu Sieg eilte, noch Japan, das in den 60-er und 70-er Jahren den Frauen-Volleyball mitbestimmte, noch China, welches in den 80-er Jahren den Ton angab, legt eine solche Konstanz an den Tag. Mit einer Mannschaft mussten sich diese Top-Teams immer messen, mit den zumeist groß gewachsenen Athletinnen aus der UdSSR/GUS/Russland.  

Dennoch liegt der letzte große Titelgewinn - also bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften - einige Jahre zurück: 1990 gelang Russland bei den Weltmeisterschaften in China der letzte große “Wurf”, zwei Jahre zuvor baumelten zum bis dato letzten Mal olympische Goldmedaillen um den Hälsen der Spielerinnen von Nikolai Karpol. Da können auch nicht die obligatorischen Titel bei den Europameisterschaften hinweg trösten, die bis auf 5 Mal (bei 22 Auflagen!) an die Mannschaften aus der UdSSR/GUS/ Russland gingen.  

Der WM-Titel soll her, das ist die klare Devise des russischen Teams und viele Anzeichen deuten auf eine mögliche Realisierung dieses Zieles hin:  

1) Während die anderen Top-Teams wie Kuba, China oder Brasilien einen Umbruch eingeläutet haben, ist die russische Mannschaft mit dem Team von Sydney 2000, als die Mannschaft die Silbermedaille gewann, nahezu identisch. “Lediglich” Zuspielerin Elena Wassilewskaja und Universalspielerin Ljubow Chachkova sind aller Voraussicht nach nicht mehr dabei, obwohl auch sie im 18-er WM-Aufgebot stehen. 
2) Die körperliche Überlegenheit der Russinnen hat eher noch zugenommen. Mit Ekaterina Gamova hat sich eine 2,01 Meter große Spielerin in der Stammformation festgesetzt. Die anderen Akteure weisen nahezu alle ein Gardemaß von 1,90 Meter und mehr auf.  
3) Beim Volley Masters in Montreux  Anfang Juni gewann die russische Mannschaft den ersten wichtigen Test gegen sieben der besten Teams. Der Sieg dürfte das Selbstvertrauen in die eigene Stärke weiter vergrößert haben.   Die Stärken der aktuellen russischen Mannschaft sind wie jeher die harten Angriffe und ein Block, der wie eine Wand steht. Zudem kann sich Zuspielerin Tatjana Gratcheva auf eine stabile und präzise Annahme verlassen, Resultat der ausgezeichneten technischen Grundausbildung.   

Eine weitere Stärke ist zudem der Trainer: Nikolai Karpol, den man zuweilen zuerst hört, bevor man ihn sieht, fordert immer wieder Höchstleistungen von seinen Spielerinnen. Seine Wutausbrüche an der Seitenlinie, die ihm den Spitznamen “der Bär” verliehen, sind legendär und werden von den Fans weltweit beschmunzelt. Karpol ist eine Institution in Russland und in der Volleyball-Welt und ist nach einer ersten Amtszeit von 1979 bis 1982 seit 1988 zum zweiten Mal verantwortlich für die Frauen-Nationalmannschaft. Seine Erfolge sind beeindruckend: Unter seiner Führung gewannen die Mannschaften zwei Mal olympisches “Gold” (1980 und 1988) und zwei Mal “Silber” (1992 und 2000). Bei der WM  1990 holte sein Team den Titel, 1994 und 1998 reichte es zur Bronzemedaille. Zusätzlich kann er sich noch sieben EM-Titel  und je zwei Turniersiege bei Grand Prix und Grand Champions Cup auf die Fahnen heften. Verständlich, dass die FIVB ihn 1989 und 1991 zum “Coach of the year” kürte.  

Weitere Aufschlüsse über die WM-Titelchancen der Russinnen gibt es sicherlich beim Grand Prix 2002 in Asien. Dort trifft Russland in den Vorrunden auf die USA (2x), Kuba (2x), Japan (2x), China (1x), Thailand (1x) und Deutschland (1x), und dann wird sich auch zeigen, ob Nikolai Karpol mit seiner Aussage richtig liegt, die er Ende des vergangenen Jahres von sich gab: “Nach der Weltrangliste sind Kuba und Russland immer noch die besten Mannschaften der Welt, und diese Mannschaften sehe ich auch bei der WM vorne”.   

Der 18-er WM-Kader der Russinnen: Tatiana Gorchkova, Natalia Morozova, Anastasia Belikova, Elena Tiourina, Lioubov Chachkova, Elena Godina, Natalia Safronova, Evguenia Artamonova, Elizaveta Tichtchenko, Elena Vassilevskaia, Ekaterina Gamova, Tatiana Gratcheva, Elena Plotnikova, Anjela Gourieva, Kira Iakimova, Olga Tchoukanova (alle Uralochka Ekaterinenburg), Elena Konstantinova (ZSKA Moskau), Alexandra Korukovets (Universität Belgorod)  

Russland* in Kürze:   Olympische Spiele:  Gold -       1968, 1972, 1980, 1988 Weltmeisterschaften: Gold -       1952, 1956, 1960, 1970, 1990 Europameisterschaften: Gold     17x  
*inklusive der Erfolge der Vorgängerstaaten   

 

Deutschland - DVV-WM-News

Donnerstag. 25. Juli 2002

Evgenia Artamonova - furchtlos und gefürchtet!  

Die russische Angreiferin Evgenia Artamonova ist vielleicht der beste Beweis für die Behauptung des russischen Nationaltrainers Nikolai Karpol, dass Russinnen durch ihre Schnelligkeit, Beweglichkeit und ihren Körperbau dazu ausersehen sind, außergewöhnlich gute Volleyballspielerinnen zu werden. Artamonova, 1982 bereits im Alter von acht Jahren entdeckt, ist inzwischen zu einer festen Größe in der russischen Mannschaft geworden.   

"Zhenja" ist eine der gefürchtesten Außenangreiferinnen im internationalen Volleyball. Die 1,91 m große Artamonova hat gelernt, ihre Größe und Reichweite perfekt auszunutzen. Beobachter sagen, dass sie den Ball höher und härter schlägt als jede andere Spielerin. Wenn sie angreift, geht immer ein Raunen durch das Publikum. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie vorne am Netz oder aus der zweiten Reihe ihre “Raketen” zündet - die Härte der Angriffe ist einmalig.  

Auch ihre Erfolge sind beeindruckend: Zwei Mal Olympia-Silber (1992 und 2000), je einmal WM-Silber und -Bronze sowie vier EM-Titel. Außerdem wurde sie mehrmals als "Wertvollste Spielerin" sowie als "Beste Angreiferin" bei internationalen Turnieren ausgezeichnet. Was ihr fehlt, ist ein großer Titel. Vielleicht bei der WM 2002?

 

 © 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel