News

Mittwoch, 31. Juli 2002 

Ergebnisse vom Grand Slam in Klagenfurt
Acht-Nationen-Turnier: Auftakt für DVV-Jugend gelungen
Christina Schultz fällt definitiv aus
YoungStars: Die Rückkehr des Italieners
Volleyball in Schwarzenbek: Aufschlag Deutschland
Geschwister Schorlemmer hatten nicht auf Sand gebaut
Parkbad als Zentrum der Volleyballer
VC Kanti: Neue Hoffnungsträgerin
Vitali Fallmann hat wenig geschlafen
Klagenfurt: Frauen- und Männer wollen kräftig punkten!
Alles ist bereit für ein großes Beach-Fest
Trennung von Niemeyer?
Reinink verlängert beim USC
Schwere Gegner für alle deutschen Duos

Juli 2002

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Juni 2002

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Deutschland - Smash-News

Mittwoch. 31. Juli 2002

Ergebnisse vom Grand Slam in Klagenfurt  Do, 18.55 h

Erfreuliche Bilanz des ersten Tages beim Frauenturnier des Beach-Volleyball Grand Slams in Klagenfurt. Okka Rau und Steffi Pohl haben mit zwei glatten Siegen gegen die Kubanerinnen Palacio/Quevedo (21:14, 21:17) und die Österreicherinnen Mellitzer/Swoboda (21:15, 21:15) ebenso die nächste Runde im Visier wie Andrea Ahmann und Jana Vollmer, die sich gegen Roque Palacios/Fernandez Grasset (Kuba, 13:21, 21:18,16:14) und die Mexikanerinnen Gaxiola/Garcia (22:20, 21:16) durchsetzen konnten.

Morgen spielen Pohl/Rau im letzten Gruppenspiel gegen Jobst/Maxwell aus Kanada, während Ahmann/Vollmer gegen das brasilianische Team Mônica/Alexandra antreten müssen.

Die beiden anderen deutschen Teams haben jeweils einen Sieg und eine Niederlage zu verzeichnen und müssen sich um das Weiterkommen Sorgen machen. Susanne Lahme und Danja Müsch unterlagen den Australierinnen Clarke/Gooley mit 17:21, 17:21, bevor sie sich gegen die bulgarischen Schwestern Yanchulova in drei Sätzen mit 22:20, 15:21 und 15:11 durchsetzen konnten. Sie spielen im letzten Gruppenspiel gegen das in dieser Saison überragende Team Walsh/May aus den USA.

Sara Goller und Ulrike Schmidt unterlagen glatt gegen die Brasilianerinnen Ana Paula/Minello mit 14:21 und 13:21, konnten anschließend mit 22:24, 21:19 und 15:6 gegen die Japanerinnen Rii Seike/Aoki gewinnen. Ihr letztes Gruppenspiel um das Weiterkommen bestreiten sie gegen die Niederländerinnen Leenstra/Kadijk.

 

Deutschland - Smash-News

Mittwoch. 31. Juli 2002

Acht-Nationen-Turnier: Auftakt für DVV-Jugend gelungen

Sie waren nervös, auch wenn sie es nicht zugeben wollten. Aber sie haben sich durchgebissen und letztlich auch spielerisch überzeugt. Im ihrem ersten Spiel beim Acht-Nationen-Turnier in Schwarzenbek gelang der DVV-Auswahl um die Hamburger Kapitänin Margarethe "Kusia" Kozuch ein 3:1 (22:25, 25:21, 25:13, 25:21) Erfolg gegen Belgien.

"Die Belgier waren etwas überraschend stark", lobte Co-Trainer Helmut von Soosten den Gegner. "Viel stärker als im Training, das wir kürzlich beobachten konnten. Dennoch sei der Sieg letztlich verdient ausgefallen. "Weil wir unsere individuellen Fehler nach dem ersten Satz reduzieren konnten."

Das deutsche Team startete mit Mareen Apitz, Katharina Gärtner, Claudia Bimberg, Hanna Kovarova, Margarethe Kozuch, Marlit Fischer sowie Libera Laura Ludwig und hatte nur wenig Grund zu Wechseln. Einzig Anika Brinkmann kam zu Kurzeinsätzen.

In der anderen Partie der deutschen Gruppe siegte Italien gegen Spanien nach einem "Klasse-Spiel" (von Soosten) mit 3:0 (25:14, 26:24, 25:23). Am heutigen Mittwoch könnte so die deutsche Mannschaft mit einem Erfolg gegen Spanien den Einzug ins Halbfinale schaffen. In der anderen Gruppe gab es folgende Ergebnisse: Niederlande - Schweden 3:0, Frankreich - Schweiz 3:2.

Aufregung gab es bei den Französinnen, die in ihrem Hotel von der Feuerwehr aus dem steckengebliebenen Fahrstuhl befreit werden mussten. Statt der zulässigen vier Personen wurden 15 (!) befreit ...

Peter Neese 

 

Deutschland - DVV-WM-News

Mittwoch. 31. Juli 2002

Christina Schultz fällt definitiv aus

Bangen um Hanka Pachale –Lehrgang verschoben! 

Christina Schultz fällt definitiv für die Volleyball-WM in Deutschland aus, und um Hanka Pachale muss weiter gezittert werden. Dies sind – am Rande des Grand Prix 2002 – die beiden Personalien aus dem deutschen Lager. 

Bei Christina Schultz, mit 237 Länderspielen wäre sie die erfahrenste deutsche Spielerin bei der WM gewesen, schwoll das Knie nach Belastung an. Somit war klar: Deutschlands beste Mittelblockerin muss auf die erste Volleyball-WM auf deutschem Boden verzichten. Bundestrainer Hee Wan Lee meinte dazu: „Das ist sehr schade. Stine hätte uns mit ihrer Erfahrung und Klasse sehr geholfen. Und für sie wäre das ein optimaler Abschluss ihrer tollen Karriere gewesen“.

Götz Moser, Vize-Präsident Sport des DVV, sagte: „Wir sind natürlich sehr traurig, denn man konnte zuletzt bei der Deutschen Meisterschaft sehen, was Stine zu leisten im Stande war. Nach vielen persönlichen Gesprächen musste sie nun aus gesundheitlichen Gründen schweren Herzens absagen“. 

Dagegen ist die Hoffnung um einen WM-Einsatz von Hanka Pachale noch nicht aufgegeben. Am 5. August unterzieht sich die 1,90 Meter große Außenangreiferin einer weiteren Untersuchung in Italien – einige Tage später soll geklärt werden, ob ein Einsatz in Frage kommt oder nicht. Pachale laboriert an einer Entzündung im Knie. 

Den anderen deutschen Spielerinnen, die sich momentan beim Grand Prix in Hong Kong auf die Finalrunde vorbereiten, geht es dagegen ausgesprochen gut, da auch die Leistung beim Asien-Spektakel stimmt. Dies geben auch die Statistiken nach der gesamten Vorrunde wider: Angelina Grün hat von allen teilnehmenden Spielerinnen die meisten Punkte beigesteuert, „Grüni“ brachte es in 9 Spielen bzw. 31 Sätzen auf 153 Punkte.

Auch in weiteren Kategorien ist Deutschlands Superstar vertreten, in der Annahme liegt sie auf Position 7, in der Abwehr auf Position 5, im Aufschlag auf Position 8, im Angriff auf 8 und im Block auf 14. Neben Grün sind jedoch auch andere deutsche Spielerinnen in den Bestenlisten vertreten, Beatrice Dömeland ist die Nummer 3 unter den Zuspielerinnen, Libero Kerstin Tzscherlich die Nummer 5 in der Annahme und die Nummer 3 in der Abwehr, Olessya Kulakova und Birgit Thumm sorgen als Achte bzw. 10. in der Kategorie Block dafür, dass nicht zu viele Bälle die deutsche Feldseite erreichen. 

Auf Grund des unerwarteten Einzugs in die Finalrunde der besten vier Teams hat sich auch die weitere WM-Vorbereitung in Deutschland etwas verändert: Der ursprünglich für den 5. August avisierte Beginn des Trainingslagers in Heidelberg wird nach hinten verschoben. Die deutschen Spielerinnen, die sich zur Zeit in Deutschland aufhalten, Tanja Hart, Christina Benecke, Christin Guhr und Cornelia Dumler, finden sich am 7. August in Heidelberg ein. Am 10. August kommen die Asienfahrerinnen dazu, die nicht so viele Spielanteile hatten. Und am 11. August reisen auch die Spielerinnen an, die in Asien zum Stamm gehörten.         

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News

Mittwoch. 31. Juli 2002

YoungStars: Die Rückkehr des Italieners

FRIEDRICHSHAFEN (gus) - Daniele Pontarollo kehrt zum VfB Friedrichshafen zurück. Der italienische Außenangreifer wird in der kommenden Saison die Volley YoungStars verstärken.

In der Saison 2000/01 gehörte Daniele Pontarollo zum Bundesligateam, jetzt soll der 26-Jährige seine Annahme- und Angriffsqualitäten in der Zweitligamannschaft unter Beweis stellen. YoungStar-Trainer Söhnke Hinz, der in der vergangenen Spielzeit ohne einen Leitwolf auf dem Feld zurechtkommen musste, freut sich. "Wir haben mit Daniele den erfahrenen Spieler gefunden, den wir dringend gebraucht haben."

Es sind nicht nur sportliche Gründe, die Pontarollo nach Friedrichshafen ziehen. Nach ersten beruflichen Schritten in der Nähe seiner Heimat bei ZF Padua  will er jetzt bei der ZF Friedrichshafen mit einem Trainee-Programm an seine Arbeit bei ZF in Italien anknüpfen. Daniele Pontarollo, der zuletzt in der "B Due", der dritten italienischen Liga auf Punktejagd ging, hat einen Einjahresvertrag beim VfB Friedrichshafen unterschrieben.

 

Deutschland - Lübecker Nachrichten

Dienstag. 30. Juli 2002

Volleyball in Schwarzenbek: Aufschlag Deutschland

Schwarzenbek - In Schwarzenbek dreht sich in diesen Tagen alles um Volleyball. Kein Wunder: Ab heute stehen sich beim Acht-Nationen-Turnier die besten Jugend-Teams Westeuropas gegenüber. Die deutsche Mannschaft mit Lokalmatadorin Margarethe Kozuch spielt um 17 Uhr in der Sporthalle Buschkoppel gegen Belgien.

Ausnahmezustand in Schwarzenbek: 130 Jugend-Nationalspielerinnen aus ganz Europa belagern seit gestern die Europastadt im Kreis Herzogtum Lauenburg. Sechs Tage lang werden die 15- bis 16-jährigen Mädchen aus Schweden, Holland, Belgien, Frankreich, Spanien Italien, der Schweiz sowie dem Gastgeberland beim Acht-Nationen-Turnier der Volleyballerinnen erste internationale Erfahrungen sammeln.

Für ein hoffnungsvolles Talent war das Turnier allerdings schon beendet, bevor es so richtig offiziell begonnen hatte: Sandra Vitez - Außenangreiferin in Diensten der "squadra azzura", verletzte sich bereits am Sonnabend beim Länderspiel Italien gegen Deutschland am Sprunggelenk. Keine 36 Stunden später saß Vitez mit gepackten Koffern im Flugzeug nach Venedig.

Aber auch für die deutschen Mädchen läuft noch lange nicht alles nach Plan. Zwar konnten sie den ersten Vergleich gegen Italien am Sonnabend in Schwarzenbek nach einem 1:2-Satzrückstand noch umbiegen, mussten sich dann aber einen Tag später in Hamburg mit 1:3 geschlagen geben. Hatten die Deutschen im ersten Match vor allem noch mit Aufschlagproblemen zu kämpfen, wirkten sie am Sonntag einfach nur platt. Wer nun allerdings ein Straftraining vermutet hatte, lag falsch. "Die Mädchen sind einfach etwas müde vom intensiven Training der letzten acht Tage", analysierte Headcoach Jens Tietböhl und ließ sogar das montägliche Nachmittagstraining ganz ausfallen. Statt dessen gab es Videoanalysen und Entspannung im kühlen Hotel.

Hektisches Treiben bestimmte hingegen beim Team-Management der Italiener den Tagesablauf. Für die verletzte Sandra Vitez rekrutierte der Coach kurzerhand Ersatz und ließ extra eine neue Spielerin aus Venedig einfliegen. Erleichterung gab es hingegen beim Gepäck. Mit 24 Stunden Verspätung tauchten Videokamera und Trikots wieder auf.

Etwas Verwirrung kam am Anreisetag auch bei den Verantwortlichen des TSV Schwarzenbek auf. Erst fuhren die in Kleinbussen angereisten Schweden mitsamt ihren Knuddel-Elchen nach einer spontanen Bade-Pause versehentlich wieder in Richtung Heimat und checkten dadurch erst zwei einhalb Stunden nach der veranschlagten Zeit ein. Dann landete das Flieger der Spanier nicht nach Flugplan, und schließlich gingen die Schweizer irgendwo im Zug zwischen Hamburg und Schwarzenbek "verloren". Bilanz der eidgenössischen Odyssee: Mehr als vier Stunden Verspätung.

Heute beginnt der Tag für einige Teams bereits um 8 Uhr mit dem ersten Training in der Sporthalle an der Berliner Straße. Im Stundentakt werden sich dort dann alle acht Mannschaften das nötige Ballgefühl für den nachmittäglichen Einsatz holen. Zum Auftakt treten um 13 Uhr die Niederlande und Schweden in der Sporthalle Buschkoppel gegeneinander an.

Für die Deutsche Delegation wird es um 17 Uhr ernst. Mit der Begegnung gegen Spanien steht die Vorentscheidung um den Einzug ins Halbfinale an. Besonders gespannt ist man auf Margarethe Kozuch, die mit Anja Knabe-Paulsen in Schwarzenbek Beachvolleyball spielt. In der Halle ist die 16-jährige "Kusia" allerdings für CVJM Hamburg aktiv.

Anschließend stehen sich Italien und Belgien (19 Uhr) gegenüber. "Man merkt die Anspannung bei den einzelnen Teams", hat TSV-Geschäftsführer Joachim Lehmann beobachtet, während er den Transfer der acht Teams zwischen Hotel und Trainingshallen koordinieren musste. Bei den Verantwortlichen der TSV-Volleyballabteilung ist man hingegen froh, zumindest schon einmal den Anreisestress überstanden zu haben. "Jetzt heißt es Augen zu und durch", so Lehmann.

Holger Marohn

 

Deutschland - Kreis Anzeiger

Mittwoch. 31. Juli 2002

Geschwister Schorlemmer hatten nicht auf Sand gebaut

Schottener Duo sicherte sich bei den Hessischen Meisterschaften in Kriftel den zweiten Platz

SCHOTTEN (sw). Bei den Hessischen Beach-Volleyballmeisterschaften errangen die Geschwister Katja und Maria Schorlemmer den Vizetitel in der Jugendklasse. Mit diesem herausragenden Erfolg qualifizierte sich das Schottener TGV-Duo für die Teilnahme am „Beach Süd-Cup“, der sogar die Chance auf die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften, die in Trennfurt (Saarland) ausgetragen werden, eröffnet.

Die hessischen Titelkämpfe auf der Dreifelder-Anlage im Krifteler Freibad litten insgesamt unter widrigen Witterungsverhältnissen mit niedrigen Temperaturen und zeitweisem Dauerregen.

In der Vorrunde besiegten die Schorlemmer-Zwillinge das Paar Sonja Hosenzahl und Nadja Pfingst vom TSV Frankenberg glatt in 2:0 Sätzen. Danach trafen die Schottenerinnen auf die mitfavorisierten Janina Tögel und Kathinka Rink, die in der kommenden Hallensaison in der Bundesliga spielen werden. In einer auf hohem Niveau stehenden Begegnung schenkten sich die dem hessischen Beach-Jugendkader angehörenden Akteurinnen nichts. Am Ende hatten aber die für Vollmar und Frankenberg spielenden Nordhessinnen das bessere Ende für sich und siegten mit 2:0.

Da nach dem System der doppelten K.o.-Runde gespielt wurde, qualifizierten sich Katja und Maria Schorlemmer trotzdem mit jeweils 2:1-Erfolgen über Zubke/Wesch (VC Wiesbaden) und die späteren drittplatzierten Seitz/Seelinger (TSV Auerbach) für das Finale. Hier traf das TGV-Duo erneut auf Tögel/Rinke. Diesmal fanden die Schorlemmer-Zwillinge nicht zu ihrem gewohnten kämpferischen Spiel. Zwar dominierten sie im Blockspiel, hatten aber bei dem schweren Sand und dem nassen Ball öfter das Nachsehen in Sachen Schnelligkeit. Mit 11:15 bzw. 10:15 gingen die Sätze klar an Rinke/Tögel, die sich damit direkt für die Beach-DM qualifizierten.

Für Katja und Maria Schorlemmer blieb neben dem Gewinn der hessischen Silbermedaille auch Platz eins in der diesjährigen Beach-Jugendrangliste des Hessischen Volleyball-Verbandes.

 

Österreich - Oberösterreichische Nachrichten

Mittwoch. 31. Juli 2002

Parkbad als Zentrum der Volleyballer

LINZ. Zentrum des Beach-Volleyballs ist von Freitag bis Sonntag das Linzer Parkbad. Die "MegaCard Beach Volleyball Bädertour" ist nicht nur für die Überdrüber-Spieler, sondern für jedermann. Unter Anleitung österreichischer Spitzenspieler wie Oliver Stamm kann man die Tricks der Profis kennen lernen. Zudem gibt's eine Reihe von Preisen zu gewinnen. 

Am Freitag ist von 15 bis 18 Uhr Volleyball für jedermann angesagt , ebenso am Samstag von neun bis 18 Uhr, da wird dann auch der Junior Beach Cup "2 gegen 2" ausgetragen. Am Sonntag gibt's von zehn bis 17 Uhr Volleyball für alle und die "Beach Challenge" vier gegen vier.

 

Schweiz - Schaffhauser Nachrichten

Mittwoch. 31. Juli 2002

VC Kanti: Neue Hoffnungsträgerin

Der VC Kanti hofft, dass Wenzhen Lin in die Rolle der Leaderin schlüpft.

Volleyball. Der VC Kanti hatte in vielerlei Hinsichten Glück, dass er die 26-jährige Wenzhen Lin verpflichten konnte. Lin kam auf den Transfermarkt, weil sie diesen Frühling aus dem chinesischen Nationalteam ausschied - aber nicht wegen zu schlechter Leistungen, sondern weil alle Spielerinnen unter 25 Jahren sein müssen. Hinter dieser Massnahme steckt die Idee, für die Olympischen Spiele 2008 im eigenen Land (in Peking) eine neue Mannschaft aufzubauen. Da chinesische Nationalspielerinnen verpflichtet sind, bei einem Verein in ihrem Land zu spielen, ergab sich für Lin nun erstmals die Möglichkeit, ins Ausland zu wechseln. Entsprechend lagen ihr viele Angebote vor. Dass der VC Kanti letztlich das Rennen machte, war nur dank Trainer Chuanlun Liu und dessen Ehefrau Lin, ihres Zeichens ebenfalls Chinesen, möglich.

Als VC-Kanti-Präsident Heinz Looser aufgefordert wurde, Lins Qualitäten zu nennen, meinte er lachend: «China ist ein solches Volleyballland, dass sie, verglichen mit Schweizer Spielerinnen, in allen Bereichen enorme Qualitäten hat.» Dank ihrer grossen Sprungkraft schlägt sie den Ball auf 3,21 m. Nur eine Spielerin des chinesischen Nationalteams erzielte einen um zwei Zentimeter höheren Wert. Bei einer Blockhöhe von 3,10 m blockt sie gar am höchsten. Lins Name taucht unter den weltbesten Angreiferinnen auf. Am World Grand Prix 1999 zählte sie zu den besten Punktelieferantinnen. Beim VC Kanti wird ihr aber nicht nur die Rolle der Scorerin zukommen. Insbesondere soll sie die Abnahme verstärken. Da der VC Kanti nach einem Umbruch mit einem sehr jungen Team in die neue Saison steigen wird, sollte Lin, die voraussichtlich Mitte August zum Team stösst, mit der Zeit in die Leaderrolle hineinwachsen.

Ullmann kurz vor Wechsel

Bis in einer Woche soll auch der Transfer einer zweiten Ausländerin, einer Universalspielerin, perfekt sein. Offen ist die Zukunft von Véronique Ullmann, die zu Aadorf wechseln möchte. «Wir sind uns mit Aadorf ziemlich einig, doch noch ist der Wechsel nicht perfekt», meinte Heinz Looser. «Aber er ist auf bestem Weg», ergänzte er. Wenn Ullmann definitiv zum Team von Petra Scherrer in die NLB wechselt, müsste der VC Kanti keine weitere Passeuse verpflichten. Als sich Ullmanns Weggang zu konkretisieren schien, verpflichtete er mit Fabia Dell'Era bereits einen Ersatz.

(nyf)

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung

Mittwoch. 31. Juli 2002

Vitali Fallmann hat wenig geschlafen

VOLLEYBALL-WELTLIGA / Der Teambetreuer und Übersetzer der Russen ist sonst "Physio" bei Fortunas Juniorenkickern.

"Das waren anstregende Tage", resümiert gestern Vitali Fallmann. Der 41-jährige Physiotherapeut von Fortunas Juniorenfußballabteilung betreute das russische Volleyball-Nationalteam während der Weltligaspiele in der RheinHalle.

Fallmann ist Stress gewohnt. Als ehemaliger Fußball-Profi kickte lange für Zenit Leningrad im Mittelfeld und kam auch im UEFA-Pokal 1989 zum Einsatz. Damals flog "Zenit" aber gegen den VfB Stuttgart in der 3. Runde raus.

Seit 1991 lebt Fallmann mit seiner Frau Elvira in Deutschland, seit zwei Jahren in Erkrath. Seit vergangenem August ist er als Physiotherapeut für die Gesundheit der Nachwuchs-Fortunen verantwortlich.

Der Kontakt in die Heimat ist nie abgebrochen. "Ich kenne den russischen Volleyball-Co-Trainer Valerie Alferov und Damentrainer Nikolai Karpol lange. Und als klar war, dass das Team nach Düsseldorf kommt, habe ich mich beworben."

Mit Erfolg. Denn als Teambetreuer und Übersetzer machte Fallmann eine gute Figur. "Ich nahm am Leben der Mannschaft teil und war nicht nur außenstehender Betreuer", unterstreicht er. So trug er auch mal Wasserflaschen oder fieberte an der Seitenlinie mit.

Anstregend war es aber allemal. Als die Mannschaft am Dienstag aus Kuba kam, musste Konstantin Ushakov mit einer Allergie in die Uni-Klinik. Fallmann wartete mit Trainer Boriss Kolcins bis tief in die Nacht am Telefon auf Entwarnung. "Und auch sonst habe ich wenig geschlafen", so Fallmann.

Doch es hat sich gelohnt. Zwar ist der Posten des russischen Teambetreuers während der Damen-WM bereits vergeben. Doch Werner von Moltke, Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes, hat schon angefragt, ob Fallmann nicht mit der deutschen Mannschaft reisen könnte, wenn es mal wieder nach Russland geht.

Piet Keusen

 

Deutschland - DVV-News

Mittwoch. 31. Juli 2002

Klagenfurt: Frauen- und Männer wollen kräftig punkten!

Morgen beginnt in Klagenfurt/Österreich das zweite und zugleich letzte Grand Slam Turnier der World Tour 2002. Grand Slam bedeutet, es gibt mehr Preisgeld, insgesamt 200.000 US Dollar pro Geschlecht anstelle von 150.000 US Dollar, und mehr Weltranglistenpunkte (1.3-fache) als bei einer normalen World Tour. Dieses wollen sich auch die acht deutschen Duos zu Nutze machen, die in dem jeweiligen 48 Feld an den Start gehen.

Von morgen bis Samstag ist die Frauen-Konkurrenz mit Stephanie Pohl/Okka Rau (beide Hamburg), Andrea Ahmann/Jana Vollmer (Schmiden/Rottenburg), Sara Goller/Ulrike Schmidt (Augsburg/Münster) und Susanne Lahme/Danja Müsch (Jesi/Wilhelmshöhe).

Die deutschen Farben bei den Männern (Donnerstag – Sonntag) vertreten Markus Dieckmann/Jonas Reckermann (beide Schladern), Jörg Ahmann/Axel Hager (Fellbach/Eimsbüttel), David Klemperer/Niklas Rademacher (Hildesheim/Giesen) und Sven Anton/Andreas Scheuerpflug (Düren/Potsdam). Anton ersetzt den immer noch am Knie verletzten Oliver Oetke (Grafing).

 

Österreich - Salzburger Nachrichten

Mittwoch. 31. Juli 2002

Alles ist bereit für ein großes Beach-Fest

31. Juli 2002 - In Klagenfurt beginnen heute, Mittwoch, Grand-Slam-Qualifikationsspiele

KLAGENFURT (SN). Klagenfurt ist vom heutigen Mittwoch bis Sonntag wieder der Nabel der Beach-Volleyball-Welt: Das erstmals zum Grand-Slam-Event aufgewertete Turnier lockt auch heuer wieder die Superstars dieses Sports an den Wörthersee und auch Zehntausende Fans. Nach der WM im Vorjahr ist mit einer Dotation von insgesamt 400.000 Dollar und dem Grand-Slam-Status die Fortsetzung des Beach-Volleyball-Fests aus dem Vorjahr garantiert.

Bereits in der Vorrunde ab Mittwoch (Damen) bzw. Donnerstag (Herren) gibt es hochkarätige Auseinandersetzungen. Ein Höhepunkt ist das Aufeinandertreffen der nun getrennten US-Olympiasieger von Sydney 2000, Eric Fonoimoana und Dain Blanton. Fonoimoana spielt nun mit Daxton Holdren, Blanton mit Carl Henkel.

Die Favorits bei den Herren sind die Vorjahrs-Weltmeister Mariano Baracetti/Martin Elejo Conde (ARG), Child/Heese sowie die brasilianischen Teams Ricardo/Loiola und Emanuel/Tande. Österreichs hoffnungsreichste Teilnehmer sind Nik Berger/Clemens Doppler, die auf Grund ihrer starken Leistungen sogar zum erweiterten Favoritenkreis gezählt werden.

Doch so weit denkt das Duo nicht. "Das Los ist in Ordnung, wir haben alle Möglichkeiten, in der Vorrunde zu bestehen und die Runde der letzten 24 zu erreichen. Aber die Russen und die Schweizer darf man auf keinen Fall unterschätzen", meint Berger. Das Duo trifft im Pool W auf Gscheidle/Vestin (Sz), Sajfulin/Kutschnerew (Rus) und Cadieux/Mackay (Kan). Der Centre-Court fasst 8000 Personen, der Eintritt ist frei.  

 

Deutschland - Münstersche Zeitung

Mittwoch. 31. Juli 2002

Trennung von Niemeyer?

Münster - Im Personal-Wirrwarr um die Besetzung des Geschäftsführer-Postens beim USC Münster hüllten sich am Montag alle Beteiligten in Schweigen. Amtsinhaber Uwe Niemeyer spielt in den Planungen des USC offensichtlich keine Rolle mehr. Der Warendorfer, der erst am 4. Juli 2001 als Nachfolger von Stefan Hömberg vorgestellt wurde, pocht aber auf eine seiner Meinung nach bestehende vertragliche Vereinbarung, die ihn nach Ablauf des Einjahresvertrages am 31. Juli mittels Option für weitere drei Jahre an den Volleyball-Bundesligisten bindet.

"Zu diesem Thema werde ich keine öffentlichen Äußerungen machen", hielt sich Sportleiter Jürgen Schulz bedeckt. Das mit dem Thema befasste Vorstandsmitglied Hans-Ulrich Frank war ebenso wenig zu erreichen wie Niemeyer selbst, der offiziell im Urlaub weilt. Auch USC-Vorstand Erich Feldmeier bekundete, "nicht im Thema zu sein".

Ein Gütetermin zwischen beiden Parteien ist offensichtlich ergebnislos verstrichen. Eine gerichtliche Auseinandersetzung mit Niemeyer kann sich der USC dabei eigentlich nicht erlauben. Der Finanzrahmen beim Frauen-Bundesligisten ist bekanntlich eng gestrickt, eine Abfindungszahlung an den Geschäftsführer würde bei einer Niederlage vor Gericht ein dickes Loch in den Etat reißen.

Der Sportjournalist Niemeyer, der sich zuvor einen Namen in der Szene als erfolgreicher Manager beim Handball-Bundesligisten HSG Nordhorn gemacht hatte, trat sein Amt vor einem Jahr mit hohen Erwartungen, aber auch unter einigem Druck an. Den USC drückten damals nicht unerhebliche Schulden, die die Zukunft des Vereins in Frage stellten.

Noch bei der offiziellen Vorstellung am 4. Juli des vergangenen Jahres bekundete Sportleiter Jürgen Schulz, in Niemeyer "den Mann gefunden zu haben, mit dem wir längerfristig etwas aufbauen wollen." Dieser Meinung scheint man nach nur einem Jahr nicht mehr zu sein.

Mit der Besetzung des wichtigen Geschäftsführer-Postens tut sich Münsters Volleyball-Bundesligist seit dem Weggang von Martin Schattenberg schwer. Dessen Nachfolger Stefan Hömberg scheiterte ebenso wie nun offenbar auch Uwe Niemeyer. dkr

 

Deutschland - USC Münster-News

Mittwoch. 31. Juli 2002

Reinink verlängert beim USC

Der USC Münster und Johanna Reinink gehen in eine weitere gemeinsame Saison. Am Wochenende einigten sich der sportliche Leiter Jürgen Schulz und die gebürtige Emlichheimerin Johanna Reinink auf einen neuen Einjahresvertrag. Die seit der Saison 1998/99 für den USC spielende 28-jährige Außenangreiferin hat für die kommende Saison einen neuen, leistungsbezogenen Vertrag unterschrieben. Mit Hilfe des USC-Hauptsponsors LVM Versicherungen konnte der Verein im Vorfeld des Gesprächs dem Wunsch von Johanna Reinink entsprechen, auch außerhalb des Volleyballs für eine berufliche Stabilität zu sorgen.

"Johanna will in der neuen Saison unter Axel Büring wieder voll angreifen. Nur solche Spielerinnen passen zu uns", so Jürgen Schulz. "Wir freuen uns darüber, dass sie weiter für den USC spielen wird", so der USC-Vorstandssprecher Hans-Ulrich Frank.

 

Deutschland - USC Münster-News

Mittwoch. 31. Juli 2002

Schwere Gegner für alle deutschen Duos

Nur Pohl/Rau mit günstiger  Auslosung

Dicker hätte es für die beim Grand Slam in Klagenfurt antretenden deutschen Beach-Duos kaum kommen können. Sieben der acht  DVV-Duos haben gute bis sehr gute Gruppengegner zugelost  bekommen, lediglich Stephanie Pohl/Okka Rau dürfen sich über  Palacio/Quevedo (Kuba), Mellitzer/Swoboda (Österreich) und Jobst/Maxwell (Kanada) freuen.

 Die deutschen Gruppen in der Übersicht:

Frauen
Andrea Ahmann/Jana Vollmer Roque Palacios/Fernandez Grossat (Kuba), Gaxiola/Garcia (Mexiko), Monica/Alexandra (Brasilien)
Sara Goller/Ulrike Schmidt Ana Paula/Minello (Brasilien), Rii Seike/Aoki (Japan), Leenstra/Kadijk (Niederlande)
Susanne Lahme/Danja Müsch Clarke/Gooley (Australien), Yanchulova/Yanchulova (Bulgarien), Walsh/May (USA)
Männer
Markus Dieckmann/Jonas Reckermann Maaseide/Horrem (Norwegen), Holden/Leinemann (Kanada), Mulder/Kogel (Niederlande)
Jörg Ahmann/Axel Hager Emanuel/Tande (Brasilien), Schacht/Slack (Australien), Gosch/Strauss (Österreich)
Sven Anton/Andreas Scheuerpflug Child/Heese (Kanada), Kjemperud/Hoidalen (Norwegen), Kais/Kais (Estland)
David Klemperer/Niklas Rademacher Laciga/Laciga (Schweiz), Watanabe/Shiratoir (Japan), Robert Lopez/Franco (Brasilien)

 

 © 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel