News

Montag, 05. August 2002 

King of the Beach in Barsbüttel
Kerl/Sagert und Huth/Tacke holen sich den Sieg!
In die Weltspitze zurückgekehrt
Lees Frauen fit für die WM
Trainingslager für Volleyballjugend
Bei Weltmeisterschaft mehr als nur Zuschauer
So gut wie nie zuvor
Lahme träumt von olympischem Sand
Zwei Siege zum Abschluss der Weltliga
Damen schreiben "Volleyball-Geschichte"  
Zwei Siege über Kuba als krönender Abschluss
Am Wörthersee gab‘s wieder Samba Brasil
Nationalteams schlagen in Freisen auf
Das "Duo Infernale" siegt im Silbersand
Volleyballer verabschieden sich mit Siegen gegen Kuba
Deutschland gewinnt auch das zweite Spiel
Dieckmann/Reckermann 9., Ahmann/Hager 17.!

August 2002

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Juli 2002

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Hamburg - Barsbüttler SV-News

Montag. 05. August 2002

King of the Beach in Barsbüttel

Am 31.08.2002 laden die Barsbütteler Beachausrichter Hamburgs Beacher ein, in einem KOTB mit wechselnden Partnern gegen wechselnde Gegner, den besten Hamburger Einzelspieler zu ermitteln. Die Frage ist, was passiert, wenn zwei "Wühler" zufällig gegen zwei "Blocker" zusammen spielen. Eine andere Frage ist, was passiert, wenn feste Teams auf einmal gegeneinander spielen.

Insgesamt gibt es 16 freie Plätze. Die Setzliste egibt sich aus der Hamburger Abschlußrangliste. Einige nähere Informationen und die Möglichkeit sich online anzumelden gibt es unter
http://www.neu.barspage.de/beach/turniere/kotb/index.htm

Da es hier keine Ranglistenpunkte gibt es also nur Ruhm und Ehre zu gewinnen gibt, beträgt das Startgeld moderate 5 Euro pro Person.

 

Deutschland - Renault Beach-Cup-News

Montag. 05. August 2002

Kerl/Sagert und Huth/Tacke holen sich den Sieg!

Ergebnisse der Frauen: 1. Platz: Kerl/Sagert, 2. Platz: Blöcker/Wand, 3. Platz: Freytag/Stoof
Männer: 1. Platz: Huth/Tacke, 2. Platz: Hansen/Hesse, 3. Heitmann/Kuring

Drei Tage Spannung pur boten die Spieler des Renault Beach Cup Travemünde den rund 10.000 Zuschauern. Absolutes Highlight des Events waren die heutigen Halbfinale und Finale.

Bereits bei den Halbfinalsspielen zeigten die Frauen nervenaufreibende Duelle. Jeweils über drei Sätze liefen die Begegnungen Freytag/Stoof gegen Blöcker/Wand und Kerl/Sagert gegen Kleefisch/Romberg. Und bei beiden Spielen hatten die Gewinnerinnen des ersten Satzes am Ende das Nachsehen.

Das Finale trugen dann die siegreichen Teams Kerl/Sagert und Blöcker/Wand aus. Sinje Blöcker und Beate Wand standen damit bereits zum dritten Mal in Folge im Finale. Dieses Mal konnten  sie den Sieg allerdings nicht mit nach hause nehmen. In einem spannenden Match gewannen ihre Gegerinnen Silke Kerl und Sabine Sagert mit 21:18 und 21:17. Unter anhaltendem Zuschauerapplaus freuten sich Kerl/Sagert über ihren ersten Turniersieg in 2002 und strahlten nicht nur für das Foto bis über beide Ohren.

Wenn man es mal genau nimmt, hatten Florian Huth und Chris Tacke ja eigentlich gestern schon bewiesen, dass sie den Sieg verdient haben. Die Zusammenstellung Huth/Tacke gegen Hansen/Hesse gab es nämlich gestern schon einmal. Aus dieser konnten Huth/Tacke siegreich mit 21:16 und 21:17 hervorgehen. Heute, nachdem sich Hansen/Hesse durch die Losers Round ins Finale gespielt hatten, verlief die Begegnung allerdings um einiges knapper – und zur Freude der Zuschauer extrem spannend. 

Die Spielstärke beider Teams war sehr ausgeglichen, beide zeigten ein äusserst dynamisches Spiel mit kraftgeladenen Schmetterangriffen und einer starken Blockabwehr. Oft gesehen: die Schmetterbälle von Chris Tacke prallten an der Abwehr von Hansen/Hesse ab und gingen im Feld von Huth/Tacke aufgrund der grossen Wucht ins Aus – Punkt für Huth/Tacke trotz guter Abwehrarbeit vom gegnerischen Team. Meist glichen Hansen/Hesse jedoch direkt beim nächsten Punkt wieder aus. Ein Satzball wechselte den nächsten ab, bis Huth/Tacke ihren beim Stand von 26:25 verwandeln konnten. Es blieb spannend, auch im zweiten Satz schenkten sich die beiden Teams nichts.

Das hätten sich die Zuschauer sicherlich gerne noch in einem dritten Satz angesehen. Diesem Wunsch konnte das Nachwuchsteam jedoch diesesmal nicht nachkommen. Die beiden 18 jährigen machten bei 20:18 den Sack zu und holten sich den Turniersieg!

 

Deutschland - Berliner Zeitung

Montag. 05. August 2002

In die Weltspitze zurückgekehrt

Dank eines 3:1 über den Olympiadritten gelang den deutschen Frauen ein sensationeller dritter Platz beim Grand-Prix-Finale in Hongkong und damit Werbung für die WM im August/September im eigenen Land. "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft", sagte Bundestrainer Hee Wan Lee. "Wir haben Volleyball-Geschichte geschrieben und treten mit vielen Vorteilen bei unserer WM an." 

Der dritte Platz beim vierwöchigen Turnier der acht weltbesten Teams in Asien bedeutet die erste internationale Medaille seit elf Jahren. Zur Belohnung durften die Spielerinnen die 75 000 Dollar Preisgeld-Plus unter sich aufteilen.

 

Deutschland - Main Rheiner

Montag. 05. August 2002

Lees Frauen fit für die WM

Mit Rang drei und damit ihrer besten Platzierung beim Grand Prix haben sich die deutschen Volleyball-Damen auf die WM im eigenen Land eingestimmt. Die Männer verpassten mit Rang drei in der Gruppe C zwar die Finalrunde, schauen indes nach zwei Weltliga-Siegen gegen Kuba aber optimistisch der Europameisterschaft im kommenden Jahr entgegen.

„Das ist ein wichtiger Tag für den deutschen Volleyball. Es hat uns für die WM sehr viele Vorteile gebracht“, kommentierte Frauen-Bundestrainer Hee Wan Lee den 3:1-Erfolg seiner Frauen im „kleinen Finale“ in Hongkong gegen Brasilien. Bestnoten verdienten sich die Dresdnerin Beatrice Dömeland, die Wahl-Italienerin Sylvia Roll und Brigit Thumm (Karbach). Das Grand-Prix-Endspiel gewann Russland gegen China 3:1.

Nicht nur der 3:1 (25:18, 17:25, 26:28, 16:25)-Erfolg gegen den dreimaligen Grand-Prix-Sieger Brasilien stimmt Lee optimistisch. „Wir haben hier schon viel Erfahrung gesammelt“, erklärte der Trainer im Hinblick auf die Weltmeisterschaft vom 30. August bis 15. September.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung

Montag. 05. August 2002

Trainingslager für Volleyballjugend

Regionalligisten am Strand von Søndervig

Parchim/Ganzlin Die Nachwuchsvolleyballerinnen des 1. VC Parchim befinden sich seit diesem Wochenende im Trainingslager. Die Spielerinnen der Bezirksklasse- und der Regionalligamannschaft reisten am Sonnabend nach Dänemark, genau nach Søndervig am Ringkøbing Fjord. 

Eine Woche lang werden die Volleyballerinnen dort unter der Obhut des Präsidenten des 1. VC Parchim Thomas Herrmann sowie den Betreuern Uwe Haarig und Horst Häring die ersten saisonvorbereitenden Trainingseinheiten absolvieren. Der Start in die neue Regionalligaserie erfolgt am 21. September mit dem Auswärtsspiel gegen die TuS Holtenau. 

Das erste Heimspiel in der Fischerdammhalle bestreiten die Mädchen des 1. VC Parchim II am 28. September gegen FT Adler Kiel. Trainingsbeginn für die Mannschaften des Parchimer Volleyball-Clubs ist am Donnerstag, dem 15 August.

TZ

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung

Montag. 05. August 2002

Bei Weltmeisterschaft mehr als nur Zuschauer

Neustädter und Parchimer Damen bestreiten Generalprobe / Wechsel auf Zuspielerposition

Neustadt-Glewe Die Sommerpause geht morgen für die Volleyballerinnen des SV Neustadt-Glewe zu Ende. Mit dem ersten Training beginnt die Vorbereitung auf die zweite Saison der Fortschrittlerinnen in der zweiten Bundesliga. Vier Wochen Athletikaufbau stehen zunächst auf dem Programm. Da der Trainingsplan wie schon im Vorjahr von einem ehemaligen Zehnkämpfer aufgestellt wurde, kann man sich vorstellen, dass da einiges auf die Damen zukommt.

Das liegt natürlich auch in ihrem eigenen Interesse. Schließlich gilt es, den starken Premieren-Eindruck zu bestätigen. "Wir hatten den Klassenerhalt anvisiert. Insofern war der fünfte Platz ein sehr gutes Resultat", urteilt Wolfgang Dunkel, der Sohn Oliver als Co-Trainer unterstützt.

Man habe die Liga im Vorfeld insgesamt stärker eingeschätzt, sei allgemein von mehr Power ausgegangen. Abgesehen von den Teams auf den letzten drei Plätzen habe sich das Feld ausgeglichen präsentiert. "Im Prinzip konnte jeder jeden schlagen. Die Spitze wurde letztlich von den etablierten Zweitligamannschaften gebildet", so Wolfgang Dunkel. In den eigenen Reihen habe sich aus einer anfänglichen Unerfahrenheit heraus zunächst eine regelrechte Liga-Angst entwickelt. Zum Glück konnte diese von Spiel zu Spiel immer ein Stück mehr abgelegt werden. "Jetzt wissen alle, wie es läuft", ist sich Bia Arndt sicher. Sie zählt neben Ilka Goetz zu den Neustädter Spielerinnen, die auch schon in der ersten Liga aktiv waren.

Besonders arbeiten muss man nach eigener Einschätzung an einer größeren Leistungskonstanz. Die Niveauschwankungen kosteten so manchen sicher geglaubten Punkt. Auf der anderen Seite wuchs die Mannschaft in Spielen, wo die eigenen Erwartungen eher niedrig angesetzt waren, mehrfach über sich hinaus.

Als Musterbeispiel für fehlende Konstanz wäre der Block anzuführen. Der stand an manchen Tagen wie eine Mauer und brachte die gegnerischen Angreiferinnen schier zur Verzweiflung, an anderen Tagen wiederum präsentierte er sich fast schon wie ein Schweizer Käse. "Ille (Ilka Goetz, d.R.) und Geli (Angelika Schallhorn, d.R.) haben in der Mitte für die erste Saison einen tollen Job gemacht", lobt Bia Arndt. "Das Problem war, dass wir uns außen oft haben zu weit rausziehen lassen." Damit wurde es auch für die Feldabwehr sehr schwer, die ganz davon abgesehen aber nach Einschätzung der Trainer noch jede Menge Entwicklungspotenzial besitzt, sei es in puncto Beweglichkeit oder des berühmten Auges für die jeweilige Situation.

Zu den Stärken zählte ohne Zweifel das variable Angriffsspiel, auch wenn sich Wolfgang Dunkel allgemein noch mehr Aggressivität wünschen würde. Die Abstimmung zwischen Stellerin Anke Schröder und Mittelangreiferin Ilka Goetz z.B. klappte immer besser.

Gerade auf der Zuspielposition gibt es eine gravierende Veränderung. Anke Schröder wird zumindest in der kommenden Saison nicht zur Verfügung stehen. Diese zentrale Position nimmt Angelika Schallhorn ein. Für die Neustädter Mannschaftsführerin ist das keinesfalls Neuland. Immerhin führte sie vor einigen Jahren bei der deutschen Junioren-Nationalmannschaft als erste Zuspielerin Regie. Aber das ist schon einige Zeit her. Insofern darf man nicht erwarten, dass es von heute auf morgen gleich wie am Schnürchen läuft.

Neben Anke Schröder werden Birgit Mock, die weiter mit trainiert, aber etwas kürzer treten möchte, sowie Julia Höftmann und Marieke Ziem in der Saison 2002/2003 nicht mehr zum Zweitligakader gehören. Julia Höftmann geht aus schulischen Gründen nach Wittenberge zurück - einige Kurse, die sie fürs Abitur belegen möchte, werden in Neustadt-Glewe nicht angeboten -, Marieke Ziem zieht es wieder zum Schweriner SC.

Demgegenüber stehen namhafte Neuzugänge zu Buche. Daniela Engel, Annika Munsch und Stefanie Müller wechseln vom Liga-Konkurrenten 1. VC Parchim ins Fortschritt-Trikot, was ohne Zweifel eine weitere Stärkung des Neustädter Angriffs bedeutet.

"Wir wünschen uns, dass wir ohne großartige Verletzungen durch die Saison kommen und es genauso gut läuft, wie im letzten Jahr", so Bia Arndt und Andrea Maukel - "...und dass der Trainer etwas ruhiger wird", ergänzen beide mit einem Lachen. "Aber im Ernst, wir möchten uns an dieser Stelle, stellvertretend für die ganze Mannschaft, einmal recht herzlich bei Oli (Oliver Dunkel, d.R.) und Wolfgang Dunkel bedanken. Andere hätten bestimmt längst das Handtuch geworfen, es nicht durchgehalten mit uns zwölf jungen Weibern."

Im Rahmen der Saisonvorbereitung sind u.a. Teilnahmen an zwei gut besetzten Turnieren geplant. Zum einen fährt man zum Wolters-Cup nach Braunschweig (7./8. September), wo fast ausschließlich Zweitligamannschaften auflaufen, zum anderen gehen die Fortschrittler eine Woche später bei der Warendorfer SU ans Netz, die als Aufsteiger zu den neuen Meisterschaftskonkurrenten zählt. Ein besonderes Bonbon wartet bereits am 28. August. Auf eine entsprechende Anfrage der Veranstalter hin werden SV Neustadt-Glewe und 1. VC Parchim in der Schweriner Sport- und Kongresshalle die Generalprobe für die Volleyball-Weltmeisterschaft der Damen bestreiten. "Das läuft wohl unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab, als letzter Test", erklärt der Neustädter Mannschaftsleiter Thomas Stoffel. "Mit allem Drum und Dran: Aufwärmen in der Volleyballhalle, Transfer zur Sport- und Kongresshalle, Statistikerfassung und Spielanalyse. Unsere Spielerinnen können anschließend also sagen: Wir haben bei der Weltmeisterschaft mitgemacht."

Thomas Willmann

 

Deutschland - Frankfurter Rundschau

Montag. 05. August 2002

So gut wie nie zuvor

Deutsche Volleyballerinnen werden Weltserien-Dritte / Männer schlagen Kuba

Sensationeller dritter Platz für die Frauen bei der Weltserie, zwei 3:2-Siege der Männer zum Abschluss der Weltliga gegen Kuba - Deutschlands Volleyballer haben nach langer Durstrecke den Anschluss an die Weltspitze geschafft. Die Frauen sind nach dem 3:1 (18:25, 25:17, 28:26, 25:16) im Bronzematch gegen den Olympiadritten Brasilien endgültig ein ernsthafter Medaillenanwärter für die Weltmeisterschaft im eigenen Land (30. August bis 15. September). Als Bonus können die zwölf Spielerinnen 75 000 Dollar Preisgeld-Plus unter sich aufteilen. Die Mäner brachten dem Verband dagegen einen Verlust von 20 000 Euro.

"Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft", sagte Bundestrainer Hee Wan Lee nach dem Triumph vor 9500 Zuschauern im Hongkong Coliseum: "Wir haben Volleyball-Geschichte geschrieben und treten mit vielen Vorteilen bei unserer WM an." Die Erfolgsbilanz nach vier Wochen Asien ist für deutsche Verhältnisse einmalig, der dritte Platz die erste internationale Medaille seit EM-Bronze vor elf Jahren. In 13 Spielen eines Turniers mit acht Weltklasse-Teams gab es sieben Siege, darunter vier gegen den Olympiadritten Brasilien sowie einen gegen Japan. Im Gegensatz zu Deutschland scheiterten Olympiasieger Kuba und Titelverteidiger USA in der Vorrunde.

Da war diesmal noch für die deutschen Männer Endstation. 10 500 begeisterte Zuschauer bejubelten in Leipzig nach dem hart erkämpften 3:2 (25:20, 24:26, 25:23, 19:25, 20:18) vom Samstag auch am Sonntag ein hauchdünnes 3:2 (25:23, 17:25, 15:25, 25:19, 15:13) gegen Kuba. Mit 8:16 Punkten steht nach dem ersten Doppelerfolg am Ende die beste Bilanz seit 1993 zu Buche. Damals hatte es in 20 Spielen neun Siege gegeben. Den Sprung in die Endrunde vom 13. bis 18. August verpasste das deutsche Team allerdings als Dritter der Gruppe C hinter dem Olympiazweiten Russland (22:2) und Atlanta-Olympiasieger Niederlande (14:10). Gegen beide Mannschaften hatte Deutschland jeweils einen Sieg gefeiert.

"Das war Werbung für Volleyball in Deutschland. Wir sind auf dem richtigen Weg und wollen weiter von ganz nach unten nach ganz oben gehen", erklärte Verbandschef Werner von Moltke. Weit oben sind die deutschen Damen schon angekommen: Eine Nummer zu groß waren bei den 0:3-Niederlagen in der Endrunde lediglich der Olympiazweite Russland und Vizeweltmeister China. Im Finale beider Teams setzte sich Russland mit 3:1 durch und kassierte 200 000 Dollar.

Auch die deutschen Frauen kehren mit dem dicksten Scheck ihrer Karriere zurück. 55 000 Dollar hatte der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) schweren Herzens für die Werberechte vorgeschossen, doch schon in der Vorrunde wurden 70 00 Dollar eingespielt und Platz drei bringt nochmal 60 000 Dollar. Das satte Plus von 75 000 Dollar gab Verbandsboss Werner von Moltke den Spielerinnen: "Solange ich Präsident bin, bekommen die Spieler für Leistung auch das ganze Geld. Das haben sie sich nach dieser Imagewerbung für den deutschen Volleyball verdient." Von Moltke träumt nun von großen Erfolgen: "Diese Ergebnisse zeigen, dass sich die Anstrengungen der letzten Jahre gelohnt haben. Vielleicht ist ja bei der Frauen-WM eine Platzierung in der Dimension der Weltserie möglich." Mit einer Medaille liebäugeln auch die Männer g bei der Heim-Europameisterschaft im September 2003.

 

Deutschland - Frankfurter Rundschau

Montag. 05. August 2002

Lahme träumt von olympischem Sand

Der Wechsel von der Halle in den Sand hat sich für Volleyball-Nationalspielerin Susanne Lahme gelohnt. Gemeinsam mit Danja Müsch feierte die große Blonde in St. Peter Ording den ersten Beachvolleyball-Masterssieg ihrer Karriere. Der 11:21, 21:15, 15:12-Triumph im Finale gegen Andrea Ahmann/Jana Vollmer (Schmiden/Rottenburg) war 2650 Euro Siegprämie wert. Susanne Lahme träumt von einem Auftritt beim Beachvolleyball-Turnier der Olympischen Spiele 2004 in Athen.

Bei den Männern feierten Julius Brink/Kjell Schneider (Wuppertal/Kiel) ebenfalls ihren ersten Masters-Sieg. Das Duo setzte sich im Endspiel gegen die Berliner Sergej Sergeev/Falk Zimmermann mit 21:13, 22:20 durch und kassierte dafür 3500 Euro. Die dritten Plätze gingen vor insgesamt 21 000 Zuschauern an die Dresdnerinnen Jenny Ast/Peggy Küttner sowie Eugen Bakumovski/Andreas Kaiser (Mendig/Essen).

St. Peter Ording war am Wochenende die vorletzte von acht Stationen der nationalen Masters-Serie. Nach dem Finale auf Fehmarn (16. bis 18. August) stehen dann noch die deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand (23. bis 25. September) an.

 

Deutschland - Darmstädter Echo

Montag. 05. August 2002

Zwei Siege zum Abschluss der Weltliga

Zweimal ging es über fünf Sätze, zweimal hatte die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Herren das bessere Ende für sich. Gegen Kuba gewann das Team von Trainer Stelian Moculescu jeweils mit 3:2, sicherte sich damit Platz drei in der Vorrunde der mit 15 Millionen dotierten Weltliga.

Durch den Doppelsieg in Leipzig kam das deutsche Team am Ende auf 8:16 Punkte und erreichte damit die beste Bilanz seit 1993.Damals hatte es in 20 Spielen neun Siege gegeben.

Den Sprung in die Endrunde haben die Herren freilich verpasst. Russland (22:2) und die Niederlande (14:10)platzierten sich in Gruppe C vor den Deutschen. Gegen beide hatte die Mannschaft jeweils einmal gewonnen.

"Das war Werbung für Volleyball in Deutschland. Wir sind auf dem richtigen Weg und wollen weiter von ganz unten nach ganz oben gehen", erklärte Verbandschef Werner von Moltke. Insgesamt bejubelten 10500 Zuschauer in der Arena Leipzig nach dem 3:2 (25:20, 24:26, 25:23, 19:25, 20:18) vom Samstag auch am Sonntag ein hauchdünnes 3:2 (25:23, 17:25, 15:25, 25:19, 15:13). Der überragende Zuspieler Frank Dehne war begeistert: "Wir haben zum ersten Mal an einem Wochenende beide Spiele gewonnen. Jetzt rauchen wir erstmal eine fette Havanna." In der vergangenen Weltliga-Saison hatte Deutschland kein einziges Spiel gewonnen.

Weltliga-Teilnahme trotz finanzieller Verluste ein Erfolg

Die beiden Abschlusserfolge brachten jedem deutschen Spieler noch einmal 1000 Dollar Siegprämie vom Weltverband FIVB ein. Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) machte wegen der eingezahlten Gelder für Werberechte einen Verlust. "Wir gehen mit etwa 20.000 Euro Miesen aus der Weltliga raus, weil wir nicht alle Werbebanden verkauft haben. Es ist auch noch nicht sicher, ob wir im kommenden Jahr wieder mitspielen können", sagte von Moltke dem sid. Bundestrainer Stelian Moculescu will die Serie in Vorbereitung auf die Heim-EM im September 2003 aber auf jeden Fall spielen.

 

Deutschland - Darmstädter Echo

Montag. 05. August 2002

Damen schreiben "Volleyball-Geschichte"

Es ist der größte internationaler Erfolg eines Damen-Volleyball-Nationalmannschaft seit elf Jahren und der EM-Bronzemedaille damals. Beim Volleyball-Grand-Prix 2002 sicherte sich das Team von Coach Hee Wan Lee Platz drei. Im kleinen Finale besiegte das DVV-Team Brasilien vor 12.000 Zuschauern im ausverkauften Hongkong Coliseum mit 3:1 (18:25, 25:17, 28:26, 25:16). In einer packenden Partie voller Spannung kippte das Match im dritten Satz, als die Deutschen einen 15:19-Rückstand wettmachen und mit dem Satzgewinn die Vorentscheidung schaffen konnten. Das anschließende Finale um das Preisgeld von 200.000 Dollar gewann Russland mit 3:1 (29:27, 23:25, 25:20, 25:21) gegen Gastgeber China.

Bestnoten verdienten sich im "kleinen Finale" vor allem Sylvia Roll und Mittelblockerin Birgit Thumm, die in der Partie ihre hervorragenden Angriffsqualitäten demonstrierte.

Anerkennung gab es nach Spielende auch vom Gegner. "Mein Team ist noch sehr jung und unerfahren. Die deutsche Mannschaft hat heute verdient gewonnen, Deutschland ist einfach besser gewesen", sagte Brasiliens Coach Marco Motta.

Mit Platz drei, sieben Siegen aus 13 Spielen und einem Plus von insgesamt 75.000 Dollar schaffte das deutsche Team knapp vier Wochen vor Beginn der Heim-Weltmeisterschaft die beste Weltserien-Bilanz aller Zeiten. Bei den vier vorangegangenen Teilnahmen beim Turnier der acht weltbesten Teams hatte es insgesamt nur drei Siege gegeben. Lee: "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute Volleyball-Geschichte geschrieben."

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung

Montag. 05. August 2002

Zwei Siege über Kuba als krönender Abschluss

Leipzig. Zwei Volleyball-Krimis, zwei Siege gegen Kuba. Stefan Hübner war fix und fertig, aber glücklich. "Wir werden Leipzig in guter Erinnerung behalten", sagte der deutsche Kapitän, "es ist ein Traum, vor so vielen begeisterten Leuten zu spielen." Und dann noch zu gewinnen, erstmals in dieser Weltliga-Saison sogar doppelt an einem Wochenende. Der Lohn: Platz drei in der Vorrunden-Gruppe C mit 8:16 Punkten vor Kuba (4:20), dazu 1000 Dollar Prämie vom Weltverband für jeden deutschen Spieler und die Erkenntnis, der Weltspitze erneut näher gekommen zu sein. Dass zuvor auch die für die Finalrunde qualifizierten Russen (22:2) und Holländer (14:10) je einmal bezwungen wurden, unterstreicht die Fortschritte.

Leipzig aber war der Abschluss, der Höhepunkt. Dem 3:2 am Sonnabend (25:20, 24:26, 25:23, 19:25, 20:18) folgte gestern ein ebenso umkämpftes 3:2 (25:23, 17:25, 15:25, 25:19, 15:13) - frenetisch gefeiert vom Publikum in der nicht ganz ausverkauften Arena. 5195 Fans kamen zum ersten, 5427 zum zweiten Spiel. Sie erlebten insgesamt vier Stunden Hochspannung und eine Achterbahn der Gefühle.

Für das Happy-End sorgte gestern ausgerechnet Norbert Walter. Im Tiebreak hatte das deutsche Team schon 14:10 geführt und die ersten drei Matchbälle vergeben, als der 2,08-Meter-Hüne den erlösenden letzten Punkt machte. Tags zuvor hatte Walter seinen Trainer fast zur Raserei gebracht. Statt einen kubanischen Angriff ins Aus zu lassen, griff der Mann aus Friedrichshafen zu - erster Matchball verschenkt. Vier weitere waren nötig, dazwischen besaßen auch die Gäste einmal die Chance. "Wir hätten 3:0 gewinnen müssen und geben durch Blödheit fast den Sieg aus der Hand", schäumte Stelian Moculescu, "wir haben genug enge Spiele verloren, so was kann sich festsetzen."

Größtes deutsches Manko: 37 Aufgaben wurden allein am Sonnabend verschlagen, gestern kam noch eine schwache Annahme dazu. Die Kubaner um den überragenden Angreifer Tomas Aldazabal (45 Punkte an beiden Tagen) führten 2:1 nach Sätzen, wurden immer stärker. Doch als Moculescu frische Akteure einwechselte, kam die Mannschaft zurück. Neben dem temperamentvollen Michael Mayer überzeugte vor allem Zuspieler Frank Dehne. "Eine schöne Woche für mich", meinte der Berliner. Am Donnerstag wurde er Vater (Frederik, 53 Zentimeter, gesund), gestern drehte er die Partie: "Vor diesen tollen Zuschauern wollte ich keinesfalls verlieren, das war mit Abstand das beste Publikum der Weltliga."

Am lautesten bejubelt wurde Lokalmatador Mark Siebeck. Als Ersatz-Libero zeigte der ins Ausland wechselnde VVL-Angreifer eine ordentliche Leistung. Die Fans bedankten sich mit viel Beifall und einem Transparent ("Danke, Mark, für die Zeit beim VVL"), Moculescu mit einem für ihn seltenen Kompliment: "Mark hat zweimal gut gespielt."

Lob vom Bundestrainer ernteten auch die besonders am Sonnabend starken Björn Andrae und Marco Liefke sowie Hübner, der gestern im Tiebreak vier Blockpunkte in Folge holte - die Grundlage für den Sieg.

Während Kubas Coach Eliseo Ramos Rivas ("Wir haben zwei Volleyball-Spektakel in fantastischer Atmosphäre gesehen") unzufrieden war und harte Arbeit für ein Comeback in der Weltspitze ankündigte, zog Moculescu ein positives Fazit: "Im Unterschied zum Vorjahr hatten wir sechs Wochen Vorbereitung und spielten fast immer auf hohem Niveau. Wenn wir in Annahme und Verteidigung noch zehn Prozent stärker werden, können wir jeden schlagen." Schon nächstes Jahr bei der EM in Deutschland?

Zufriedenheit herrschte auch bei den Organisatoren vom VVL. "Wir haben bewiesen, dass wir etwas auf die Beine stellen können", sagte Manager Frank Thiele. Da die Zuschauer-Kalkulation (4000 pro Spiel) übertroffen wurde, verbleiben auch ein paar Euro für den Nachwuchs in der Vereinskasse.

Steffen Enigk

 

Österreich - Kleine Zeitung

Montag. 05. August 2002

Am Wörthersee gab‘s wieder Samba Brasil

Ricardo/Loiola holten sich beim Klagenfurter Beach-Volleyball-Grand-Slam den Titel.

Die Weltranglisten-Ersten sind auch die Ersten in Klagenfurt: Das brasilianische Duo Ricardo/Loiola setzte sich im Endspiel des Beach-Volleyball-Grand-Slam gegen die Schweizer Sascha Heyer/Markus Egger ungefährdet mit 2:0 durch. "Ich war hier vier Mal in Folge im Finale und habe vier Mal gewonnen - I love Klagenfurt", jubelte Loiola. "Es war ein Traum, hier vor so vielen Leuten zu spielen. Ich wünschte mir, dass alle Turniere eine ähnlich tolle Stimmung hätten wie hier in Klagenfurt", streute der Sieger Veranstalter Hannes Jagerhofer, der das Fassungsvermögen des Stadions am Wörthersee im kommenden Jahr auf 12.000 Zuschauer erhöhen will, Rosen. Und auch Partner Ricardo sparte nicht mit Komplimenten: "Das ist die beste Beach-Volleyball-Veranstaltung der Welt."

Auch Österreichs Sensations-Team Nik Berger/Clemens Doppler, die ja erst im Viertelfinale an den späteren Siegern gescheitert waren, konnte ein positives Resümee ziehen: "Wir harmonieren super und sind unserer Marschrichtung schon weit voraus."

 

Deutschland - Saarbrücker Zeitung

Montag. 05. August 2002

Nationalteams schlagen in Freisen auf

Deutsche Damenmannschaft trifft in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft auf die Niederlande

Freisen/Bosen (np). Am Mittwoch, 14.August, richtet der SSC Freisen ein Volleyball-Länderspiel der Frauen zwischen Deutschland und der Niederlande aus. Dieses Länderspiel ist quasi der vorletzte offizielle Test der deutschen Nationalmannschaft vor Beginn der Volleyball-Weltmeisterschaft, die vom 30. August bis 15.September in der Bundesrepublik Deutschland ausgetragen wird. Die Freisener Volleyballer küren damit die heiß ersehnte, neue Bruchwaldhalle in Freisen und hätten keine hochkarätigere Veranstaltung finden können.

Die deutschen Volleyball-Frauen unter ihrem Trainer Hee Wan Lee bereiten sich bestens auf die Weltmeisterschaften im eigenen Land vor und möchten einen Platz unter den besten acht Teams anstreben. Die Vorbereitung auf die WM begann im Mai - kurz nach der Bundesliga-Saison - mit Qualifikationsspielen für die Europameisterschaft 2003. Zurzeit spielen die Deutschen sehr erfolgreich beim World-Grand-Prix in Asien und haben überraschend die Endrunde (Deutschland, Russland, Brasilien und China) erreicht. Damit wurde die nüchterne Bilanz aus vorherigen Teilnahmen beim Grand Prix weit übertroffen. Deutschland muss nun zu den Favoriten bei der WM gezählt werden. Dennoch ist man im deutschen Lager nicht überschwänglich.

Der Einzug in die nächste Runde bei der WM ist eine schwierige Aufgabe, da Deutschland in der Gruppe A auf gleichstarke Gegner wie Japan, Italien, Mexiko, Bulgarien und Tschechien trifft. Der Bundestrainer Hee Wan Lee wird seiner Mannschaft nach dem Grand Prix in Länderspielen in Rüsselsheim,13. August, in Freisen, 14. August, und in Koblenz, 15. August, den letzten Schliff verleihen. Die Zuschauer können sich auf ein hochkarätiges Länderspiel zwischen Deutschland und der Niederlande am in Freisen freuen. Anpfiff ist um 19 Uhr in der Bruchwaldhalle. Der SSC Freisen hofft, das viele Zuschauer die Gelegenheit nutzen, dieses Spiel zu verfolgen und das deutsche Nationalteam auf den Weg zum Weltmeisterschaftsturnier im eigenen Land anzufeuern.

Aber schon am Wochenende zuvor ist Spitzensport im Kreis St. Wendel zu sehen. Dieses Mal nicht in der Halle sondern im Freien auf Sand. Denn 10. und 11. August, finden im Strandbad Bosen die deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften der A- Jugend statt. Die 64 besten A-Jugend-Teams aus der Bundesrepublik haben sich angesagt und liefern sich spannende Spiele vor der Kulisse des Bostalsees. Ausrichter ist neben dem SSC Freisen auch der TV Bliesen. Das Turnier beginnt jeweils um zehn Uhr.

 

Deutschland - Westfalenpost

Montag. 05. August 2002

Das "Duo Infernale" siegt im Silbersand

Hohenlimburg. (luz/jan) - Sonne, Sand und Partyspaß waren während des Wochenendes beim 6. Hohenlimburger Beach-Volleyball-Turnier auf dem Marktplatz angesagt.

50 Tonnen feinsten Sand hatten die Organisatoren der "Klamotte" am Freitag inmitten der Fachwerk-Idylle aufgeschüttet. 45 Teams liefen sich auf dem "Hohenlimburger Strand" die Fersen heiß, pritschten, baggerten und schmetterten was der bunte Ball hergab und erzielten an drei Tagen weit über 3000 Punkte.

Nach einem spannenden Match jubelte gestern Abend das Hohenlimburger "Duo Infernale" Christian Sartor und Martin Grunwald, die sich im Doppel-K.O.-System mit 27:15 Punkten gegen "Ernie & Bert" in der Gruppe der Thekenmannschaften durchsetzten. Bei den Hobbymannschaften jubelte am Ende das Team "Grammophon", das sich gegen "Shake it Baby" und "DC Atze" behaupten konnte. Der Preis für die größten Pechvögel ging an die "Drei lustigen zwei", während die Sunbreaker zum besten Frauenteam des Turniers gekürt wurden. Die "lustigsten" Volleyballer waren "Die Männer von Flaake".

Doch neben allem sportlichen Ehrgeiz stand natürlich der Spaß am Sport und das bunte Unterhaltungsprogramm im Mittelpunkt der Veranstaltung. Allen voran der Hypnotiseur Pharo, der am Freitagabend vor zahlreichen Zuschauern so manchen Gast ins Reich der Träume schickte.

"Ich habe immer gedacht, so etwas geht überhaupt nicht." Dieser Satz kam aus vielen Mündern, während Pharo auf der Bühne des Marktplatzes auftrat. "Pharo" ist bekannt aus Funk und Fernsehen, war bereits in Sendungen wie dem "ZDF-Fernsehgarten" oder der "Harald-Schmidt-Show" zu sehen.

Vor dem TV-Gerät gibt es natürlich viele Zweifler, die der Hypnose keinen Glauben schenken. Aber was Pharo mit seinen sechs "Wagemutigen" anstellte, war faszinierend. Ob sie auf seine Anweisungen ihre Namen oder die Zahl 3 vergaßen - nichts war unmöglich. Dem 22-jährigen Daniel zwang er unter Hypnose ein Tänzchen mit dem Discjockey auf. Sandra (19) sah in "Trance" die Schaulustigen "nackt". "Warum haben die sich denn alle ausgezogen?", fragte sie erstaunt. Die Zuschauer waren nicht nur verblüfft, sondern hatten auch viel Spaß. Pharo bewies eindrucksvoll, dass er als der populärste und erfolgreichste Show-Hypnotiseur gilt.

Am Samstag zeigten die Sportlerinnen des Fitness-Studios "First Fitness" den interessierten Gästen neueste modische Trends der Aerobic-Branche. Am Samstagabend sorgte - wie schon beim Hohenlimburger Stadtfest - die Formation Sixpack mit ihren Coversongs für beste Partyunterhaltung auf dem Marktplatz.

 

Deutschland - Frankfurter Allgemeine Zeitung

Montag. 05. August 2002

Volleyballer verabschieden sich mit Siegen gegen Kuba

4. Aug. 2002 Die Volleyballer sind schon ein Luxusvolk. Da gönnen die Männer sich als einzige Teamsportart eine Länderliga und nennen sie dann ganz unbescheiden und sehr zum Gefallen von Rubens Acosta Weltliga, das Pendant zur Weltserie der Volleyball-Frauen.

Dem mexikanischen Präsidenten des Volleyball-Weltverbandes FIVB, auch IOC-Mitglied und Duz-Freund des ehemaligen IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch, wird ein gewisser Hang zum Größenwahn nachgesagt - aber auch der unbedingte Wille, seine Sportart stets voran zu bringen.

Das gelingt mit diversen Regeländerungen und -modifikationen mal mehr, mal weniger. Unbestritten ist aber die Tatsache, dass Volleyball dank Weltliga und Weltserie auch in den wärmeren Monaten in der Halle präsent ist und als Sommerprogramm eine Art Kontrapunkt zum Beachvolleyball setzt, deren World-Tour-Serie auch unter dem FIVB-Dach organisiert wird.

Eine vortreffliche Alternative

Beachvolleyballer üben aber längst einen eigenen Sport aus, pflegen Spezialistentum und ihren auch in der Öffentlichkeit hoch angesiedelten Status nach Kräften. Wer im Sommer jedoch nicht auf den Sand ausweichen und als Duo reüssieren, sondern beim Mannschaftsspiel unter dem Hallendach bleiben will, weil er dort gelernt hat und sich wohler fühlt, für den ist die Weltliga eine vortreffliche Alternative.

Stets vorausgesetzt, man gehört einer Nationalauswahl an, die auch zum erlesenen Kreis der 16 startberechtigten Teams zählt. Das taten Deutschlands Männer jahrelang nicht. Sportlich zu schwach, finanziell zu klamm - das waren Gründe für die Abstinenz des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) in der Sommerliga, in der er Anfang der 90-er Jahre noch einige Achtungserfolge gefeiert hatte.

Erst im vergangenen Jahr stieß Deutschland dank der Tatkraft von DVV-Präsident Werner von Moltke und der Beharrlichkeit von Bundestrainer Stelian Moculescu wieder in den Kreis der Besten vor - und bekam eine geharnischte Lektion erteilt. Zwölf Spiele, zwölf Niederlagen lautete die vernichtende Weltliga-Bilanz 2001. Das sollte diesmal nicht passieren.

Respekt zurück erkämpft

Und es ist nicht passiert. Denn die deutschen Volleyballer haben Respekt zurück erkämpft und am letzten Vorrundenspieltag mit zwei hart erkämpften 3:2-Siegen gegen Kuba Gruppenplatz drei vor den Mittelamerikanern gesichert. Mit 8:16 Punkten steht nach dem Doppelerfolg von Leipzig die beste Bilanz seit 1993 zu Buche. Damals hatte es in 20 Spielen neun Siege gegeben.

Den Sprung in die Endrunde vom 13. bis 18. August verpasste das deutsche Team als Dritter der Gruppe C hinter dem Olympiazweiten Russland (22:2 Punkte) und Atlanta-Olympiasieger Niederlande (14:10) zwar deutlich. Dennoch waren die direkten Duelle mit den Weltklasseteams hart umgekämpft - gegen beide Mannschaften gab es sogar je einen Sieg.

Spieler deuten Weltklassepotenzial an

Deutschland hat sich im Vergleich zum Vorjahr aber nicht bloß statistisch verbessert. Steigerungen sind praktisch in jedem Mannschaftsteil unverkennbar, Kapitän Stefan Hübner (im Block) und die Youngster Björn Andrae und Christian Pampel (in Aufschlag und Angriff) deuten mit Topwerten sogar Weltklassepotenzial an.

„Die ganze Truppe hat Potenzial“, behauptet Präsident von Moltke unwidersprochen. „Wir sind auf dem Sprung. Mit unseren Waffen Aufschlag und Block sind wir vorn in der Weltliga, das ist ein Produkt des Messens mit den Besten“, sagt Stelian Moculescu. Er relativiert aber auch: „In anderen Elementen wie Annahme und Zuspiel müssen wir noch dazu lernen.“

„An der Weltliga führt kein Weg vorbei“

Nicht zuletzt deshalb sei ein Weitermachen in der Weltliga unabdingbar. „Daran“, so der Bundestrainer, „führt kein Weg vorbei.“ Ein möglicher Terminkonflikt müsse 2003 vermieden werden. Dann könnten sich Spiele in der Weltliga mit der Europameisterschaft im eigenen Land überschneiden. Moculescu: „Das zu lösen, ist Aufgabe des Verbandes.“

Schließlich sei die Weltliga bislang nicht nur Vorbereitung auf die EM im nächsten Jahr gewesen, sondern auch künftig als „Schulung auf höchstem Niveau“ und unter Wettkampfbedingungen fest eingeplant. „Im Hinblick auf die Qualifikation für Olympia 2004 in Athen“, erklärt der gebürtige Rumäne, „ist die Weltliga extrem wichtig.“

Jetzt dürfen Havannas geraucht werden

Auch im Hinblick auf die Außendarstellung des DVV. „Das war Werbung für Volleyball in Deutschland“, sagte Werner von Moltke nach den Siegen von Leipzig. „Wir sind auf dem richtigen Weg und wollen weiter von ganz unten nach ganz oben gehen.“

Insgesamt jubelten 10.500 Zuschauer in der Arena Leipzig nach dem 3:2 (25:20, 24:26, 25:23, 19:25, 20:18) vom Samstag und dem 3:2 (25:23, 17:25, 15:25, 25:19, 15:13) vom Sonntag den Gastgebern zu.

Der diesmal überragende Zuspieler Frank Dehne, jüngst Vater geworden und sichtlich motiviert, war begeistert: „Wir haben zum ersten Mal an einem Wochenende beide Spiele gewonnen. Jetzt rauchen wir erstmal eine fette Havanna.“

Teilnahme 2003 noch nicht gesichert

Die beiden Abschlusserfolge brachten jedem deutschen Spieler noch einmal 1000 Dollar Siegprämie vom Weltverband FIVB ein - die gesamte Weltliga ist immerhin mit 15 Millionen Dollar dotiert.

Ein Teil dieser Summe wird aus den von den 16 Startern eingezahlten Geldern für Werberechte erlöst. Der DVV machte in diesem Geschäft einen empfindlichen Verlust. „Wir gehen mit etwa 20.000 Euro Miesen aus der Weltliga raus, weil wir nicht alle Werbebanden verkauft haben“, so von Moltke.

Es sei deshalb noch nicht sicher, „ob wir im kommenden Jahr wieder mitspielen können.“ Wer Werner von Moltke kennt, weiß jedoch, dass der rührige Funktionär alles unternehmen wird, um dem Bundestrainer seinen Herzenswunsch zu erfüllen. Schließlich hat der DVV-Präsident selbst erkannt: „Die Weltliga weist die Richtung. Ich erwarte jetzt sehr viele Impulse.“

Christian Müller

 

Deutschland - DVV-News

Montag. 05. August 2002

Deutschland gewinnt auch das zweite Spiel

Begeisterung bei über 5.400 Zuschauern!

Die deutsche Mannschaft hat erstmals an einem Weltliga-Wochenende beide Spiele gewonnen. Heute gewann die DVV-Auswahl – wie bereits gestern – mit 3:2 (25:23, 17:25, 15:25, 25:19, 15:13) gegen Kuba. Damit belegt die Mannschaft Platz 3 in der starken Vorrundengruppe C hinter Russland und den Niederlanden sowie vor Kuba.

Der Spielbericht

1. Satz: Ilja Wiederschein, Marco Liefke, Norbert Walter, Stefan Hübner, Christian Pampel, Björn Andrae, Mark Siebeck
Einen offenen Schlagabtausch mit wechselnden Führungen lieferten sich die beiden Teams im ersten Satz. Zwei Asse von Odelvis Dominico verschaffte den Kubanern beim 15:12 erstmals einen größeren Vorsprung. Deutschland konnte zum 22:22 ausgleichen und ging durch einen Block von Norbert Walter gegen Tomas Aldazabal mit 24:23 in Führung. Anschließend verschlug Portuando Yasser und Deutschland gewann den 1. Satz mit 25:23.

2. Satz: gleich wie in Satz 1
Eine gelbe Karte für Kapitän Stefan Hübner zu Beginn des Satzes brachte Unruhe in die deutsche Mannschaft hinein. Zudem servierte Aldazabal drei unerreichbare Aufschläge in Folge, sodass Kuba mit 8:3 in Führung ging. Moculescu reagierte und wechselte Michael Mayer für Marco Liefke und Sven Glinker für Christian Pampel ein. Nach einem 8:18-Rückstand besann sich die deutsche Mannschaft zwar wieder auf ihre Stärken und verkürzte auf 13:18, den Satzverlust konnte sie jedoch nicht abwenden.

3. Satz: gleich wie in Satz 1
Kuba setzte Deutschland wiederum mit starken Aufschlägen unter Druck, und insbesondere Christian Pampel zeigte Schwächen in der Annahme, sodass Kuba erneut mit 8:3 in Führung ging. Zudem stand nun der Block um Kapitän Allen Pavel Pimienta wie eine Wand – viele deutsche Angriffe prallten davon zurück. Kuba setzte sich weiter ab und ging nach Sätzen mit 2:1 in Führung.

4.Satz: Frank Dehne (für Wiederschein), Sven Glinker (für Pampel) und Michael Mayer (für Liefke) sonst gleich wie Satz 1
Nach den klar verlorenen beiden Sätzen reagierte Deutschlands Trainer Stelian Moculescu und wechselte mit Frank Dehne (für Ilja Wiederschein), Michael Mayer (für Marco Liefke) und Sven Glinker (für Christian Pampel) drei neue Leute ein. Die Maßnahme zeigte Wirkung, denn Deutschland ging mit 8:4 in Führung und hielt diese sehr zur Freude der über 5.400 Zuschauer bis zum Ende, sodass erneut der Tiebreak die Entscheidung bringen musste.

5. Satz: Deutschland erwischte einen phantastischen Start in den fünften Satz und ging dank drei erfolgreicher Blockpunkte des besten Blockspielers der Weltliga 2002, Stefan Hübner, 4:0 in Führung. Durch die frenetischen Zuschauer angefeuert, waren die Deutschen nicht mehr von der Siegerstraße abzubringen, auch wenn Kuba nochmals auf 13:14 verkürzen konnte. Ein Schnellangriff von Norbert Walter brachte die Entscheidung. Die DVV-Auswahl sicherte sich in der Gruppe C hinter Russland und den Niederlanden sowie vor Kuba einen guten 3.Platz.

Die punktbesten Spieler:
Deutschland: Björn Andrae (14 Punkte), Michael Mayer (12)
Kuba: Tomas Aldazabal (20), Pavel Pimienta (13), Yasser Portuando (12)

Stimmen zum Spiel:

Stefan Hübner: “Nach dem ersten Satzgewinn hat uns der Schiedsrichter durch die gelbe Karte gegen mich aus dem Rhythmus gebracht. Zudem funktionierte unser Aufschlag sowie die Annahme nicht wie gewünscht. Dafür haben wir im vierten Satz ein sehr gutes Comeback gefeiert. Es ist das erste Mal, dass wir zwei Spiele an einem Weltliga-Wochenende gewonnen haben und dies bleibt im Hinterkopf für das nächste Jahr“.
Stelian Moculescu: “Wir haben sehr viele enge Spiele in diesem Jahr verloren, deshalb war es gut, endlich Mal solche Matches für uns zu entscheiden. Das ist gut für die Zukunft. Ich musste im vierten Satz reagieren und neue Spieler bringen, und es freut mich sehr, dass die das so gut gemacht haben. Die Weltliga in diesem Jahr war in Berlin, Düsseldorf und Leipzig hervorragend organisiert“!

 

Deutschland - DVV-News

Montag. 05. August 2002

Klagenfurt: Dieckmann/Reckermann 9., Ahmann/Hager 17.!

Zum ganz großen Wurf hat es nicht gereicht, aber unzufrieden dürften Markus Dieckmann/Jonas Reckermann dennoch nicht sein: Die Deutschen Meister belegten beim Grand Slam in Klagenfurt den 9. Platz, für den sie 160 Weltranglistenpunkte sowie 5.000 US Dollar Preisgeld bekamen. Nach einem 2. Platz in ihrer Vorrundengruppe schlugen sie in Runde zwei die Amerikaner Holdren/Fonoimoana mit 2:1, danach unterlagen sie Marcio Araujo/Benjamin 0:2.

Jörg Ahmann/Axel Hager waren ebenfalls 2. in ihrer Vorrundengruppe geworden und mussten sich anschließend dem besten österreichischen Duo Berger/Doppler deutlich mit 0:2 geschlagen geben. Als Trost blieben 80 Weltranglistenpunkte und 3.000 US Dollar.

Sven Anton/Andreas Scheuerpflug wurden 25. (40 Punkte + 2.000 US Dollar), David Klemperer/Niklas Rademacher 37. (24 Punkte + kein Preisgeld).

 

 © 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel