News

Dienstag, 13. August 2002 

Julia Schlecht nicht mehr dabei
WM-Zeitung Nr. 7 verfügbar 
Turniersieg beim Slovakia-Cup
"Tradition muss keine Schande sein"
Aktion zum Abschluss
Vom Bostalsee zur WM nach Athen
Renault Beach-Cup in Frankfurt - Der Rückblick
Gut gerüstet: Junioren-/Juniorinnen-Team
Geschwister Sievers erstmals Wandsbeker Meister

August 2002

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - DVV-WM-News

Dienstag. 13. August 2002

Julia Schlecht nicht mehr dabei

TV-Berichte von den Spielen! 

Bundestrainer Hee Wan Lee hat sich auf der Zuspielerposition für die WM auf Beatrice Dömeland und Tanja Hart festgelegt. Dies sagte er am Wochenende der dritten Spielmacherin, Julia Schlecht, die ab sofort nicht mehr die WM-Vorbereitung mitmacht. Lee begründete seine Entscheidung folgendermaßen: „Beatrice Dömeland hat während des Grand Prix stabil gute Leistungen gebracht und Tanja Hart hat ihre Verletzung auskuriert. Zwar hat auch Julia den Anschluss geschafft, aber ihr fehlt noch die Erfahrung. Sollte jedoch noch etwas vor der WM passieren, käme Julia sofort dazu“, so der Bundestrainer. 

Damit sind aktuell noch 15 Spielerinnen im Trainingslager in Heidelberg. Der Kader muss also noch um drei Akteurinnen reduziert werden, dies will Hee Wan Lee nach den drei Länderspielen gegen die Niederlande tun. Morgen trifft die DVV-Auswahl in Rüsselsheim das erste Mal auf die Nachbarn, Anpfiff ist um 19.00 Uhr. Einen Tag später steht in Freisen (19.00 Uhr) der nächste Vergleich beider Teams an, und am Donnerstag heißt es zum letzten Mal Deutschland – Niederlande, Spielbeginn in Koblenz ist um 18.30 Uhr. 

Für Volleyballfans ist dies die letzte Gelegenheit, die deutsche Mannschaft vor der WM in Aktion zu sehen. Für Volleyballfans aus Hessen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz auf jeden Fall eine Pflichtveranstaltung, schließlich sind diese drei Bundesländer bei der WM nicht mit Austragungsorten dabei.  

Gestern besuchte ein TV-Team die Mannschaft im Heidelberger Trainingslager, um den Spot für die „Tobacco free“-Kampagne zu drehen. Heute sind Kerstin Tzscherlich, Angelina Grün, Beatrice Dömeland und Hee Wan Lee beim SWR-Tigerentenclub in Göppingen zu Gast, um die Sendung am 31. August aufzuzeichnen. 

Zudem kommt heute ein TV-Team des Saarländischen Rundfunks nach Heidelberg. Dort werden Bilder vom Training aufgenommen und Interviews geführt – Bilder davon sind in der Sendung „Treffpunkt Sport“ heute Abend um 18.50 Uhr im Saarländischen Rundfunk zu sehen. 

Weitere TV-Termine der drei Länderspiele: Mittwoch im ARD-Mittagsmagazin, Donnerstags im Saarländischen Rundfunk in der Zeit von 18.00 - 19.15 Uhr (Sport Extra) und 19.45 - 20.00 Uhr (Aktueller Bericht)  

 

Deutschland - DVV-WM-News

Dienstag. 13. August 2002

WM-Zeitung Nr. 7 verfügbar 

Die neue WM-Zeitung, Ausgabe 7, ist jetzt im Downloadbereich der WM-Homepage verfügbar. Infos zum Grand Prix 2002, zur italienischen Mannschaft und dessen Star Elisa Togut, ein Bericht zu "Tobacco free sport" und das offizielle DVV-Poster zur WM, welches auch in Kürze in den Downloadbereich hinterlegt wird, sind Inhalt dieser Ausgabe.

 

Deutschland - DVV-News

Dienstag. 13. August 2002

Turniersieg beim Slovakia-Cup

Zwei Erfolge gegen die Slowakei und Tunesien

Die deutsche Junioren-Nationalmannschaft ist vor der am 15. August in Polen beginnenden Europameisterschaft gut gerüstet: Beim Slovakia-Cup 2002 in Nitra errang das Team von Bundestrainer Michael Warm den Turniersieg nach Erfolgen gegen die Slovakei (3:1 - 25:20, 12:25, 25:18, 28:26) und Tunesien (3:0 - 25:19, 28:26, 25:20). 

"Insgesamt war ich mit dem Ausflug nach Nitra zufrieden. Die Spannung vor der EM steigt langsam und die Erkenntnis, dass das Teilnehmerfeld eng wie nie zuvor beieinander liegt, bestätigt sich", konstatierte Warm zufrieden.

Das konnte er auch sein, denn zum einen wurde Nils Lieber als wertvollster Spieler des Turniers ausgezeichnet und zum anderen war Thorge Kiwitt wieder einmal bester Libero. Kapitän Jochen Schöps hingegen konnte nicht eingesetzt werden, da er sich bei seinem Weltliga-Debüt in Leipzig doch stärker erkältet hatte, als erwartet. Mittlerweile ist das Team in Kienbaum eingetroffen und bestreitet die letzte Phase der Vorbereitung mit zwei Trainingsspielen gegen den EM-Teilnehmer Lettland.

Kader: Robert Kromm, Andreas Kolle, Marc Schmitt, Nils Lieber, Thorge Kiwitt, Tim Elsner, Jochen Schöps, Felix Fischer, Florian Karl, Tino Kirchner, Thomas Welz, Alex Wiskirchen.

 

Deutschland - Berliner Zeitung

Dienstag. 13. August 2002

"Tradition muss keine Schande sein"

Herr Mader, Sie haben für Sportarten wie Schwimmen, Volleyball oder Leichtathletik einmal den Begriff ‘Nischensegler’ geprägt. Was heißt Nischensegeln? 
Roland Mader: Das heißt, sich der Realität zu stellen. Und dann die Nische zu nutzen, um in bessere Gewässer zu kommen. Das Wichtigste für all diese Sportarten ist die Medienpräsenz. Die Printmedien können nur bedingt helfen. Die Visualisierung ist alles - wer im Fernsehen nicht stattfindet, wird es schwer haben, im Konzert der Sportvermarktung mitzuspielen.

Also bleibt die in München entfachte Euphorie eine Episode? 
Ich bin von dieser Leichtathletik-EM begeistert. Sie war so schön wie die Weltmeisterschaft in Stuttgart. Das Publikum war fair, es war ein großes Fest. Wer diese Sportart liebt, der muss sich aber auch Sorgen machen. Denn so ein Fest kaschiert alle Strukturprobleme. Ich kann für die Lösung dieser Probleme noch keine ernsthaften Ansätze feststellen. Vielleicht wird im inneren Zirkel des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) vernünftig diskutiert, aber wenn Lösungsansätze erarbeitet worden sein sollten, müssten die auch kommuniziert werden. Ich stelle nur fest: Es gibt immer weniger Meetings. Die Leichtathletik ist kaum in den reichweitenstarken Sendern vertreten. Deshalb wird diese großartige Veranstaltung in München vielleicht wieder auf lange Sicht die einzige sein.

Mit der Bewerbung um die WM 2005 ist Berlin gescheitert. 
Das ist ein Langzeitschaden. Ein Veranstalterland wie Deutschland müsste eigentlich, wenn alle Kräfte in eine Richtung gezogen hätten, diese WM bekommen haben. Das bleibt mir bis heute ein Rätsel.

DLV-Präsident Clemens Prokop konzentriert seine Arbeit sehr auf die Präsenz der Leichtathletik im Fernsehen. Da werden die öffentlich-rechtlichen Anstalten in die Pflicht genommen und auch die Politik. 
. ich glaube, dass dieser permanente Ruf nach dem Staat falsch ist. Wir sind in einer Leistungsgesellschaft. Dazu gehört natürlich ein gewisser Lobbyismus. Ich kann Medienpräsenz aber nicht nur fordern, ich muss auch die Weichen stellen. Das ist ein recht mühsamer Weg. Man muss den Medien reichweitenattraktive Veranstaltungen anbieten. Und man braucht Typen. Nils Schumann ist so ein Typ und auch der Europameister Ingo Schultz. Es muss Geschichten geben um die Leichtathletik, um jede Sportart, die in den Medien präsent sein will. Ansonsten dümpelt sie vor sich hin, sie wird keine Sponsoren finden und, was noch viel schlimmer ist, der Nachwuchs wird ausbleiben. Denn welche Sportarten die Kinder betreiben, entscheidet sich im Wohnzimmer vor dem Fernseher.

Da findet Leichtathletik aber kaum statt - mit Ausnahme der alljährlichen Meisterschaften. 
In der Medienwirtschaft sprechen wir von einem Warenkorb. Ich muss mich also erst einmal fragen, welche Ware ich anzubieten habe. Wenn ich keine Ware habe, muss ich sie beschaffen. Ich muss die Leichtathletik wieder in die akzeptablen Sportstätten bringen. Wenn in Deutschland keine Meetingserien geschaffen werden, ist keine Kontinuität in der Medienpräsenz herzustellen. Viele einst große Meetings existieren nicht mehr. Das Istaf in Berlin stand vor dem Aus und dümpelt jetzt vor sich hin.

Und es muss um die Zugehörigkeit zur Golden League fürchten, der international höchsten Meetingserie. Ist das Istaf noch zu retten? 
Es gab zwar im deutschen Sport schon viele Runde Tische, die nicht funktioniert haben, dennoch fordere ich einen Runden Tisch für das Istaf. Wir haben einen Ur-Berliner als DSB-Präsident; wir haben die Bundeshauptstadt; wir haben den Marathonläufer Fischer in Berlin, den populärsten Politiker des Landes. Es fehlt mir jede Vorstellung, warum es nicht gelingen sollte, in Berlin auf Dauer ein Sportfest der absoluten Weltklasse zu organisieren.

Istaf-Meetingdirektor Christian Schenk hat in München eine kaum beachtete Pressekonferenz gegeben. 
Ich sah ihn da vereinsamt sitzen. Es war nicht so, wie es sein sollte.

Er will in diesem Jahr beim Istaf einen Ein-Tages-Mehrkampf durchführen. Ist das der richtige Weg? 
So ein Kirmeswettbewerb kann nicht die Lösung sein. Der Sportinteressierte orientiert sich an realen Ergebnissen. Show-Wettkämpfe sind etwas für Gottschalk & Co. Ich bin für das Herausarbeiten klassischer Disziplinen, die einem breiten Publikum verständlich, messbar und vermittelbar sind. Tradition muss keine Schande sein. Der Zuschauer will vergleichbaren Sport. Er akzeptiert, wenn Rekorde aus bestimmten Gründen nicht mehr eintreten. Heute ist ein 400-m-Lauf der Frauen um 50 Sekunden Weltklasse, obwohl das mehr als zwei Sekunden über dem Weltrekord liegt.

Was muss also in der Leichtathletik passieren? 
Das Ganze ist vor allem ein Kommunikationsproblem: Deutschland braucht drei, vier Highlights, die man das ganze Jahr über verkaufen kann. Man sollte sich für bestimmte Disziplinen entscheiden, die fernsehattraktiv sind. Diese Disziplinen muss man stärken und ins Bild rücken, etwa den Stabhochsprung. Wenn ich mit mediengerechten Disziplinen mehr erreiche, kann ich den weniger mediengerechten Disziplinen auch etwas geben. So funktioniert das ohnehin schon, die nichtolympischen Verbände profitieren von den olympischen Verbänden. Man findet immer wieder den Ausgleich. Wir dürfen allerdings nicht nur nach Gerechtigkeit schauen, sonst ließe sich heute nichts mehr zur Spitze führen.

Heißt das, in der Leichtathletik sollten statt 46 Disziplinen nur noch 30 gefördert werden? 
So hart würde ich das nicht sagen. Ich will nicht in förderungswürdige und nichtförderungswürdige Sportarten oder Disziplinen unterteilen. Ich nenne das mediengerechte Schwerpunkte schaffen, um in weiten Kreisen der Bevölkerung die Leichtathletik wieder populär zu machen. Das kann ich nur mit Disziplinen, die begeistern.

Ist ein Verband, der zu großen Teilen vom Staat alimentiert wird, dem diese Zuschüsse nach der Medaillenausbeute bemessen werden, mit dieser Aufgabe überfordert? 
Der Star ist der Athlet, nicht der Verband. Der Verband hat eine Steuerungsfunktion. Er kann nicht zugleich der beste Vermarkter sein, der beste Trainer und der beste Wächter über Ethik und Moral. Er muss koordinieren und strukturieren und dabei äußerst mobil sein. Dort wo sich Leichtathleten finden, da muss auch Leichtathletik gemacht werden. Heute da und morgen woanders - aber immer nach gewissen vorgegebenen Strukturen. Es wird niemand fallen gelassen. Außerdem haben wir in Deutschland ja eine Institution, die den Ausgleich schafft, die Stiftung Deutsche Sporthilfe - hier hat man etwas Beispielhaftes im Weltsport.

Gespräch: Jens Weinreich

 

Hamburg - Hamburger Abendblatt

Dienstag. 13. August 2002

Aktion zum Abschluss

Zum Abschluss der Young-Beach-Aktion findet am kommenden Sonnabend im Freibad Kiwittsmoor (Hohe Liedt 9) das größte Beach-Volleyball-Jugendturnier in Hamburg statt. Der Durchführungsort wurde aufgrund des großen Ansturms nach Langenhorn verlegt, wo bis zu fünf Spielfelder aufgebaut werden können.

Alle Jugendlichen können ab 10 Uhr kostenlos teilnehmen - Anmeldeformalitäten gibt es nicht. Gespielt wird in den Kategorien Junioren und Juniorinnen (je zwei Spieler) sowie Freshmen (vier Spieler). Für einzeln kommende Akteure gibt es eine Spielerbörse. Die Aktion wird finanziell gefördert durch die Molkerei Hansano. Die U-18-Seite gehört mit zu den Unterstützern.

Mit Spiel-Shirts und Verpflegung für die Aktiven sowie spannenden Wettkämpfen für das Publikum verspricht Young Beach tolle Unterhaltung. Zusätzlich gibt es ein Tipp-Spiel, bei dem vor dem Beginn der Halbfinalspiele die Sieger getippt werden können. Unter den richtigen Tipps werden Sachpreise und ein T-Shirt mit Original-Unterschriften von Okka Rau und Stephanie Pohl, Deutschlands bestem Beach-Duo, verlost. Beide starten für den TVF Phoenix Hamburg.

Im Anschluss an die Sieger-Ehrung (ab 18.30 Uhr) klingt der Abend und die Saison mit Grill-Party, Musik und Getränken aus. Wenn das Wetter mitspielt, ist um 24 Uhr offiziell die Party zu Ende. Der Eintritt ist frei.

 

Deutschland - Saarbrücker Zeitung

Dienstag. 13. August 2002

Vom Bostalsee zur WM nach Athen

Bostalsee. Iglus wohin man nur schaut. Im Strandbad des Bostalsees fehlt eigentlich nur noch der Schnee. Doch der wäre hier absolut fehl am Platz: Schließlich werden die deutschen A-Jugend-Meister im Beachvolleyball ermittelt. Und die Iglus? "Etwa die Hälfte der Teilnehmer hat hier gecampt", lacht Gerd Rauch vom Organisationsteam des TV Bliesen und SSC Freisen.

Mittlerweile wird allerdings fast überall schon abgebaut. Denn jetzt stehen nur noch die Finals auf dem Programm. Auch die saarländischen Teams sind hier nur Zuschauer: Katja Heinen und Sonia Ladynska belegten Platz 29, Svenja Luttermann und Christina kamen auf Rang 21. Erfolgreichste Saarländer waren Oliver Schu und Marco Groß. Sie arbeiteten sich bis auf Platz 16 vor.

Um den Sieg ging es dagegen für Ruth Flemig und Ilka Semmler aus Düren. Die beiden 16-Jährigen vertreten am ersten September-Wochenende die deutschen Farben bei der Beachvolleyball-WM in Athen. "Und am nächsten Tag fängt dann wieder die Schule an", erzählt Ilka. Sie und Ruth kennen sich schon seit sieben Jahren, als beide in Kreuzau bei Düren mit dem Volleyball begannen. Vergangenes Jahr wechselten die beiden dann nach Aachen in die Regionalliga, jetzt spielen sie für Bayer Leverkusen. "Wir trainieren mit der Bundesliga-Mannschaft, aber wir spielen noch für die zweite Mannschaft in der Regionalliga."

Im Sommer steht dann die Beach-Tour auf dem Programm. Das Erfolgsrezept des Duos: "Wir verstehen uns gut. Nicht nur privat, sondern auch im Spiel. Wir sind keine Einzelkämpfer", erzählt Ruth. Im Team arbeiten auch die Eltern der beiden Gymnasiastinnen aus Düren. "Sie fahren uns zu den Turnieren und sind natürlich auch Sponsoren", erzählen die WM-Teilnehmerinnen. "Aber sie setzen uns nicht unter Druck. Im Gegenteil, sie versuchen vielmehr, uns den Druck zu nehmen, den wir selbst aufbauen", meint Ruth. Ihr Vater hat den beiden Beach-Girls sogar eine eigene Homepage erstellt (www.flemigsemmler.de).

Hier kann der stolze Papa nun auch den deutschen A-Jugend-Meistertitel der beiden vermerken. Doch das war ein weiter Weg. Und ein schwerer: In der Vorrunde traf das Bayer-Duo nämlich auf ganz starke Bayern: Florentina Büttner und Ulrike Herfurt sind erst 14 Jahre alt und könnten eigentlich noch C-Jugend spielen, wurden allerdings in diesem Jahr bereits bayerische A-Jugend-Meister. "Im dritten Satz haben sie uns besiegt", erzählt Ilka Semmler. Die Revanche kam dann im Halbfinale: Hier warf das WM-Duo die "Kleinen" aus dem Turnier. "Ihnen fehlt noch etwas die Kondition für ein so großes Turnier", meint auch Michael Wollschläger, der Beachwart der deutschen Volleyball-Jugend (DVJ). Er sieht eine erfolgreiche Zeit für Ruth Flemig und Ilka Semmler kommen, spricht sogar von Olympia 2008 und 2012.

Verena Eckert

 

Deutschland - www.beach-volleyball.de 

Dienstag. 13. August 2002

Renault Beach-Cup in Frankfurt - Der Rückblick

Fair geht vor

Es waren hochklassige Spiele an der Frankfurter Konstabler Wache. Doch abseits der Ergebnisse wollen wir an dieser Stelle einen Spieler mit besonderem Sportsgeist hervorheben: Martin "Commander" Berkenkamp. Zwar hatte der Commander in einem anderen Match die Anzeigetafel nicht immer im Griff, doch im Spiel mit seinem Partner Thomas Kröger gegen Christoph Dieckmann und Falk Zimmermann hat der Bottroper wahren Sportsgeist bewiesen.

Beim Stande von 17:18 im zweiten Satz des Halbfinales korrigierte er die Schiedsrichterentscheidung zu Gunsten seiner Kontrahenten. Der Beifall der vollen Zuschauerränge war ihm gewiß. Unsere Anregung an die Veranstalter: Führt doch einen Fairneßpokal ein. Das www.beach-volleyball.de-Team verleiht dem Commander auf jeden Fall jetzt schon diese Auszeichnung. 

Einen Glückwunsch senden wir an dieser Stelle auch an Gabi Freytag und Martina Stoof. Anfang des Jahres wurde Gabi Mutter, Martina Mitte Februar. Trotz des jungen Mutterglücks und des daraus resultierenden Trainingsrückstandes haben sie an diesem Wochenende die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften klargemacht. Als kleine Belohnung vorab gab es zusammen mit Andi Scheuerpflug frische Crepes. 

Wo wir gerade beim Essen sind: David Klemperer und Niklas Rademacher haben es bald geschafft. Nicht nur, dass sie den Cup in Frankfurt für sich entscheiden konnten, sie haben auch noch ganz besondere Pläne direkt im Anschluß an diese Saison: Pommes-Currywurst essen. Wir wünschen schonmal Guten Appetit.

Die Sieger

Zunächst sah bei den Damen alles nach einer klaren Angelegenheit für die an 1 gesetzten Ines Pianka und Teee Williams aus. Mit 21:11 fertigten sie im ersten Satz Gabriele Freytag und Martina Stoof ab. Doch die beiden Freundinnen kamen noch einmal zurück und gestalteten den zweiten Durchgang wesentlich offener. Bis zum 18:16 lagen Gabi und Martina stets in Führung, doch Ines und Teee nutzten eiskalt ihren zweiten Matchball zum 21:11 und 22:20 Endstand. Rang drei sicherten sich Hella Jurich und Antje Röder. Im kleinen Finale siegten sie gegen Judith Flemig und Claudia Frank in drei Sätzen (17:21, 21:19, 15:07).

Spannend ging es auch im Finale der Herren zu. Vor allem im ersten Satz wurde dem Publikum ein regelrechter Beach-Krimi geliefert. Den etwas glücklicheren Ausgang hatten David Klemperer und Niklas Rademacher, die ihren zweiten Satzball zum 22:20 nutzen konnten. Im zweiten Durchgang konnten die beiden Young-Guns gegen Christoph Dieckmann und Falk Zimmermann stets ihren Dreipunktevorsprung halten, mit 2,07 Meter Größe ist man halt am Netz nicht so leicht zu überwinden. Die beiden Publikumslieblinge verwandelten ihren zweiten Matchball zum 21:17. 

Rang drei ging an Andi Scheuerpflug, der erneut ohne seine Stammpartner Oliver Oetke antreten musste. Doch mit DVV-Pressesprecher Thilo von Hagen hatte er einen guten "Ersatz" gefunden. Sie gewannen gegen die an diesem Wochenende stark aufspielenden Martin Berkenkamp und Thomas Kröger mit 21:17 und 21:19.

 

Deutschland - USC Münster

Dienstag. 13. August 2002

Gut gerüstet: Junioren-/Juniorinnen-Team

Die deutsche Junioren-Nationalmannschaft ist vor der am 15. August in Polen beginnenden Europameisterschaft gut gerüstet: Beim Slovakia-Cup 2002 in Nitra errang das Team von Bundestrainer Michael Warm den Turniersieg nach Erfolgen gegen die Slovakei (3:1 - 25:20, 12:25, 25:18, 28:26) und Tunesien (3:0 - 25:19, 28:26, 25:20). "Insgesamt war ich mit dem Ausflug nach Nitra zufrieden. Die Spannung vor der EM steigt langsam und die Erkenntnis, dass das Teilnehmerfeld eng wie nie zuvor beieinander liegt, bestätigt sich", konstatierte Warm zufrieden.

Das konnte er auch sein, denn zum einen wurde Nils Lieber als wertvollster Spieler des Turniers ausgezeichnet und zum anderen war Thorge Kiwitt wieder einmal bester Libero. Kapitän Jochen Schöps hingegen konnte nicht eingesetzt werden, da er sich bei seinem Weltliga-Debüt in Leipzig doch stärker erkältet hatte, als erwartet. Mittlerweile ist das Team in Kienbaum eingetroffen und bestreitet die letzte Phase der Vorbereitung mit zwei Trainingsspielen gegen den EM-Teilnehmer Lettland.

Auch für die Juniorinnen-Nationalmannschaft stehen die Europameisterschaften in Kroatien vom 15. bis 26. August 2002 vor der Tür.

 

Hamburg - Wandsestrand-News

Dienstag. 13. August 2002

Geschwister Sievers erstmals Wandsbeker Meister

Aus sportlicher Sicht boten Janet Sievers mit Bruder Ralf und die Eheleute Monika und Ulf Mahnke im Finale der Wandsbeker Meisterschaften eine perfekte Dramaturgie. Ungeschlagen zogen Mahnkes als Top-Team des heimatlichen TSV Wandsetal in das letzte Spiel des Tages ein, während Sievers's bereits eine Niederlage hatten einstecken müssen.

Im ersten Satz boten Mahnkes eine schauerliche Annahmeleistung und sorgten mit 15:5 für einen schnellen  Satzgewinn der Gäste aus Eimsbüttel/Schwarzenbek. Ganz anders dann der zweite Durchgang: Stets dicht beieinander und durchweg ausgeglichen gelang Mahnkes mit einem 14:16 der Satz-Ausgleich. Auch im dritten Satz lieferten sich beide Teams lange Ballwechsel und bekamen Szenenapplaus des Publikums und der anderen Aktiven.

Mit einer kommoden 11:14-Führung schien Mahnkes der große silberne Wanderpokal bereits sicher, doch fünf Ballwechsel später gab es Gleichstand bei 15. Doch Janet und Ralf Sievers waren nun nicht mehr zu stoppen und gewannen die nächsten beiden Ballwechsel zum 17:15. Als Wandsbeker Meister 2002 erhielten Sievers's vor der anschließenden Grill-Party den roten Teppich ausgerollt und nahmen die opulenten Ehrungen und Huldigungen der Bewohnerinnen und Bewohner des Wandsetals entgegen. Mit dem Championat verbunden ist die automatische Startberechtigung im Finales im nächsten Jahr, um den Titel verteidigen zu können.

Diese Möglichkeit war dem letztmaligen Meisterinnen-Pärchen Julia Szebries und Olaf Thiemann verletzungsbedingt nicht möglich - kommt es am Wandsestrand 2003 zum Showdown der Meisterinnen?

Weitere Infos sind unter http://www.wandsestrand.de czu sehen/lesen.

 © 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel