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Mittwoch, 14. August 2002 

Deutsche Volleyballer glänzen mit Sieg
Deutsche Volleyball-Frauen verlieren Testspiel
Volleyball-Talente reisen komfortabel
Hildesheimer Zweitligisten präsentieren Kader
Der Volleyball-Kapitän kehrt ins Team 48 zurück
In den Förderkader berufen
Italienische Verhältnisse in Leipzig
Ein Anfang in Helsinki
Erst Kroatien, dann Töplitz
Gäste aus sechs Nationen
Halle 7 im Zeichen des Volleyballs
Länderspiel in Koblenz
Beach-Volleyball: Spiel mit Urlaubsbekanntschaft
Deutsche pritschen gegen fliegende Holländerinnen
Silke und Inga baggern im Sand nach Silber
Elmshorner bei den "Deutschen" in der Spitzengruppe
Neuer Spieler für die VfB Friedrichshafen

August 2002

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Darmstädter Echo

Mittwoch. 14. August 2002

Deutsche Volleyballer glänzen mit Sieg

Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft kann noch gewinnen. In der Weltliga gescheitert, gelang der neuformierten Männer-Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) ein gelungener Start in die Herbstsaison. Zum Auftakt der ersten von noch insgesamt drei Länderspielreisen des Jahres gewann das Team von Trainer Stelian Moculescu in Tampere 3:1 (22:25, 25:18, 25:19, 25:20) gegen Gastgeber Finnland. Dabei feierten Sebastian Prüsener und Patrick Schwaack vom TSV Unterhaching ihr Debüt im Nationaltrikot.

Am Mittwoch und Donnerstag trifft die in der Vorrunde der Weltliga gescheiterte deutsche Mannschaft in Vierumäki und Forsa noch zweimal auf Finnland. Vom 23. bis 25. August folgen drei Testduelle gegen Kroatien, ehe vom 3. bis 5. September ein Vierländertunier in Tschechien auf dem Plan steht.

 

Deutschland - Darmstädter Echo

Mittwoch. 14. August 2002

Deutsche Volleyball-Frauen verlieren Testspiel

Die Frauen-Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) hat zweieinhalb Wochen vor dem Start der Weltmeisterschaft im eigenen Land das erste von drei Testspielen gegen die Niederlande in Rüsselsheim mit 2:3 (21:25, 19:25, 25:23, 25:21, 17:19) verloren. Allerdings hatte Bundestrainer Hee Won Lee die "zweite Garnitur" getestet und seine Stamm-Sechs im Trainingslager in Heidelberg zurückgelassen.

Dabei schlug sich am Dienstag das B-Team achtbar, vergab aber gleich drei Matchbälle. Die Gäste aus den Niederlanden, die am Mittwoch im saarländischen Freisen (19.00 Uhr) und Donnerstag in Koblenz (18.30) noch zweimal deutscher Gegner, verwandelten dann ihren vierten Matchball zum 3:2.

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Mittwoch. 14. August 2002

Volleyball-Talente reisen komfortabel

Giesen (cen). Seit kurzem ist Giesen offizieller Stützpunkt des Niedersächsischen Volleyball-Verbandes für die Nachwuchsförderung. Damit die Talente auch sicher und komfortabel zu ihren sportlichen Terminen reisen können, stellt der TSV ihnen einen neunsitzigen Kleinbus zur Verfügung.

Das Führungsgespann der Giesener Volleyballabteilung, Roland Kamper und Ulrich Nordmann, meldete das Gefährt höchstpersönlich bei der Zulassungsstelle an. Kamper sagte: "Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, wie sehr der Verein die Volleyballjugend unterstützt." Gesponsert wurde der Wagen vom Automobilhersteller Renault.

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Mittwoch. 14. August 2002

Hildesheimer Zweitligisten präsentieren Kader

Hildesheim/Giesen (cen). Die Volleyball-Zweitligisten MTV 48 Hildesheim und TSV Giesen starten Ende September mit Auswärtsspiele in die Saison. Der MTV beginnt am 28. September bei den Netzhopper Königs Wusterhausen, der TSV einen Tag später beim TuB Bocholt. Doch schon vorher präsentieren sich beide Mannschaften ihren Fans und Sponsoren.

Die Saisoneröffnungsparty beim TSV Giesen steigt am Freitag, 6. September, an der Sporthalle. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die um 18 Uhr beginnt, steht die Vorstellung des Bundesligakaders. Aber auch die Frauenmannschaft, die in die Regionalliga aufgestiegen ist, sowie das 2. Männerteam (Neuling in der Oberliga) wollen eine erste Visitenkarte abgeben.

Am Sonntag, 15. September, gibt es beim MTV 48 Hildesheim die Volleyballstars zum Anfassen. Voraussichtlich in der Sporthalle der Robert-Bosch-Gesamtschule an der Richthofenstraße geben sowohl die Bundesligamannschaft als auch die Reserve, die vor ihrer ersten Regionalligasaison steht, einen Einblick in ihren Leistungsstand.

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Mittwoch. 14. August 2002

Der Volleyball-Kapitän kehrt ins Team 48 zurück

Hildesheim (cen). Der Kapitän kehrt ins Team 48 zurück. Der langjährige Mannschaftsführer der Zweitliga-Volleyballer des MTV 48 Hildesheim, Sven Willenbruch, setzt seine sportliche Laufbahn entgegen erster Ankündigungen nun doch fort. "Ich stehe dem Team auch in der nächsten Saison zumindest aushilfsweise zur Verfügung", kündigte Sven Willenbruch jetzt an.

Den Rückzug vom Rückzug begründete der 28-jährige Mittelblocker mit der dünnen Personaldecke beim Zweitligisten. Trainer Thomas Schneider reagierte begeistert von der Nachricht über das Comeback Willenbruchs: "Es ist großartig, dass der Käpt'n noch ein Jahr dranhängt. Das zeigt, wie gut die Kameradschaft in der Mannschaft ist."

Verständnis habe er dafür, betonte Schneider, dass sein Routinier trotz der überraschenden Vertragsverlängerung sein Studium in den Vordergrund rücken wird. "Das hat absolute Priorität", stellte der angehende Mediziner klar.

Neben der Rückkehr Willenbruchs vermelden die 48er eine weitere Personalie: Als Co-Trainer wurde Bernhard Saak verpflichtet. Saak hat mit zahlreichen Mannschaften in und um Hannover viele Erfolge gefeiert. Schon bei der Aufstiegsrunde, die dem MTV den Weg in die 2. Bundesliga ebnete, stand er dem damaligen Spielertrainer Timo Schröder helfend zur Seite.

Timo Schröder seinerseits, noch vor kurzem als möglicher Neuzugang nach einjähriger Pause gehandelt, hat sich unterdessen für eine interessante Traineraufgabe entschieden und die sportliche Leitung beim Frauen-Zweitligisten USC Braunschweig übernommen.

 

Deutschland - Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung

Mittwoch. 14. August 2002

In den Förderkader berufen

ALLERSBERG (cke) – Über einen tollen Erfolg konnten sich die drei Nachwuchsvolleyballer der DJK Allersberg, Kai Lauber, Martin Steinmill und Daniel Wenzl, freuen, denn sie wurden in den mittelfränkischen Förderkader berufen. Mit dieser neu geschaffenen Institution sollen Talente intensiver und gezielter an ein höheres Niveau herangeführt werden.

Zukünftig bilden die Teilnehmer der Kaderlehrgänge zusammen mit den Schülern der Stützpunktschule in Nürnberg den Kreis der Anwärter für die mittelfränkische Auswahlmannschaft der Jahrgänge 1989/90. Die Nominierungen sind auch eine Anerkennung für die Jugendarbeit der Allersberger Volleyballabteilung. Eine erste Bewährungsprobe stand den Jungs bei den mittelfränkischen Beachvolleyball-Meisterschaften in Altdorf bevor, die sie mit Bravour meisterten.

Auf Grund der Zusammenarbeit mit der Allersberger Grundschule zeigten auch Kinder aus der ersten und zweiten Klasse Interesse an Volleyball. So wurde seitens der DJK festgelegt, den Trainingstermin am Freitag von 16 bis 18 Uhr in der DJK-Sporthalle für diese Altersgruppe zu öffnen. Da mit Susi Hess und Frank Lehner zwei Trainer zur Verfügung stehen, kann eine Differenzierung des Trainings je nach Fähigkeiten der Kinder angeboten werden.

Wer Interesse am Volleyballspielen hat und gerne einmal schnuppern möchte, der ist zu den Trainingsterminen mittwochs von 16.30 bis 18 Uhr auf dem Beachplatz hinter dem Brünnele oder freitags von 16 bis 18 Uhr in der TSV-Rothseehalle (Jahrgänge 1988 bis 1991) willkommen.

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung

Mittwoch. 14. August 2002

Italienische Verhältnisse in Leipzig

Leipzig. Ein alter Bekannter spielt in der neuen Saison für die Bundesliga-Volleyballer des VVL. Alexander Wedler, im thüringischen Nordhausen geboren, wurde bereits als 17-Jähriger mit dem damaligen SC Leipzig DDR-Meister und schlug nach der Wende seine Zelte zunächst am Niederrhein auf.

Frage: Warum kehren Sie nach Leipzig zurück?
Alexander Wedler: Weil es einfach passt. Der VVL baut ein neues Team auf und hat viel vor. Trainer Zoran Nikolic suchte noch einen Annahmespezialisten und Außenangreifer. Ich freue mich auf die sportliche Herausforderung. Und im übrigen fand ich Leipzig immer schön.

Ist der Vertrag bereits in trockenen Tüchern?
Die Unterschrift ist nur noch Formsache. In der vergangenen Woche war ich in Leipzig, habe mit Manager Frank Thiele und dem Coach gesprochen. Wir sind relativ schnell konkret und uns einig geworden. Jetzt geht es nur noch darum, eine Wohnung zu finden.

1992 sind Sie mit dem Moerser SC Deutscher Meister und 93 Pokalsieger geworden, haben als Legionär in Belgien und in der zweiten italienischen Liga gespielt und zuletzt beim VC Bottrop: Woran denken Sie besonders gern zurück?
An Italien. Die zweite italienische Volleyball-Liga ist sicher so stark wie die Bundesliga. Volleyball in Italien - das ist eine völlig andere Welt. Die Rahmenbedingungen in Leipzig, wo in der Arena ja auch unter einem Dach alles trainiert werden kann, die erinnern mich durchaus an italienische Verhältnisse.

Wie bewerten Sie Ihre Zeit in Bottrop.
Es war das erste Mal, dass ich in meiner Karriere abgestiegen bin. Eine bittere Pille. Auch Schulterklopfen und die Aussage, an mir habe es nicht gelegen, hat da nicht geholfen. Ich saß schließlich mit im Boot. Aber alle Sportler haben Misserfolge. Es kommt darauf an, sich von ihnen nicht unterkriegen zu lassen.

Trau' keinem über 30, heißt es mitunter. Sie sind im Juni 31 geworden. Welche Ziele hat jemand noch in diesem Alter?
Ich bin Profi und kein Auslaufmodell. Natürlich möchte ich gerne mit dem VVL die Bundesliga aufmischen und ganz oben mitspielen.

Können Sie ausschließen, wieder in der Nationalmannschaft zu spielen?
Man darf nie etwas ausschließen, aber das ist wirklich nicht mein Ziel. Ich denke, es macht mehr Sinn, dass ich mich voll und ganz in den Dienst meines neuen Vereins stelle.

Sie haben mit Ihrer Freundin Kristina eine Wohnung in Moers. Das ist die Stadt, deren Ehrenbürger der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch ist, den man liebevoll "Das Schwarze Schaf vom Niederrhein" nennt. Von Hüsch wissen wir, dass der Niederrheiner am liebsten "alles durcheinander" isst, zum Beispiel "Endivienschlaat mit Kartoffelbrei". Mögen Sie das?
Kenne ich gar nicht. Ich liebe Pasta. Im übrigen ist die große Familie meiner Freundin auf den Geschmack von original Thüringer Rostbratwurst gekommen. Zuletzt musste ich vom Besuch bei meinen Eltern 120 Stück mitbringen.

Apropos Freundin: Kommt Kristina mit nach Leipzig?
Das ist aus beruflichen Gründen nicht möglich. Sie arbeitet in einem Heim für schwer erziehbare Mädchen und will ihre Gruppe nicht Hals über Kopf allein lassen. Der Abschied fällt mir schon schwer, aber die Strecke Leipzig-Moers lässt sich ja auch überbrücken.

Interview: Achim Bertenburg

 

Deutschland - Süddeutsche Zeitung

Mittwoch. 14. August 2002

Ein Anfang in Helsinki

Hachings Volleyballer Prüsener und Schwaack wurden für eine Testreise der Nationalmannschaft nominiert
Diesen Traum gibt es tausendfach, so oft wie die unzähligen Seen Finnlands, über die Sebastian Prüsener und Patrick Schwaack am Montag hinweg flogen. Das Flugzeug landete, und wieder waren die beiden ihrem sportlichen Ziel ein Stück näher gekommen. Hier im Norden, in Skandinavien soll ihre Variante des Traums starten: der von der Nationalmannschaft. Von der Heimat hinaus in die Volleyball-Welt, konkreter von Unterhaching nach Helsinki, nach Kroatien und Tschechien.

Verantwortlich dafür ist Stelian Moculescu. Er ist Trainer der Volleyball-Nationalmannschaft und prüft auf dieser Länderspielreise neue Nachwuchsspieler, die die deutsche Auswahl verstärken könnten. Auch die beiden 21-Jährigen vom TSV Unterhaching hat er eingeladen, gestern Abend fand das erste Spiel der Reise statt. Im Sommer waren Moculescus Volleyballern erste historische Siege in der Weltliga gelungen, einem Vergleich der besten Nationalmannschaften. Früher gab es da nur Niederlagen. Jetzt soll die Mannschaft gezielt weiter entwickelt werden, nächstes Jahr findet die EM der Männer im eigenen Land statt. Dann möchten die beiden Unterhachinger Volleyballer noch immer zum Kader gehören, nicht nur bei diesem Sommerlehrgang, für den einige Nationalspieler eine Auszeit bekamen.

Zurück auf der Außenposition

„Es heißt, alles zu probieren“, sagt Sebastian Prüsener, „ich arbeite hart, um die Chance zu nutzen. Aber es ist sehr schwer.“ Die Nominierung war keine allzu große Überraschung mehr für ihn. Irgendwann werde es soweit sein, das war ihm klar, nachdem die Nominierung zu einem früheren Lehrgang noch ausgeblieben war. Jetzt darf er in Finnland unter Moculescu trainieren – vor allem als Außenangreifer. Auf dieser Position tritt Prüsener, der in Unterhaching bisher meist Libero spielte, gegen etablierte Nationalspieler wie Björn Andrae oder Christian Pampel an – und gegen seinen Teamkollegen Patrick Schwaack.

„Diese Konkurrenzsituation ist auf einmal ungewohnt für uns beide“, sagt Prüsener, „aber ich hatte mir immer vorgestellt, mal als Außenangreifer Karriere zu machen.“ Kniebeschwerden ließen das bisher im Verein kaum zu, in der Nationalmannschaft muss er sich jetzt auf der geliebten, aber ungewohnten Position bewähren. Vorerst zollt der Neuling den Kollegen viel Anerkennung. „Die stecken nach der Weltliga voll im Saft. Das läuft hier auf höchstem Leistungsniveau.“ Der Respekt lähmt noch das Selbstbewusstsein.

Und verhindert die lauten Worte, die er im Verein übers Feld ruft. „Erstmal heißt es Mund halten und trainieren“, sagt Unterhachings Trainer Mihai Paduretu. Sie sollen die Augen aufreißen und genau aufpassen, hat er seinen Spielern vor ihrem National-Debüt noch geraten. Die strenge Disziplin und das harte Training von Bundestrainer Moculescu sind sie bereits von dessen langjährigen Schüler Paduretu gewöhnt. „Kein Unterschied“, sagt Prüsener und grinst dabei. Einzige Steigerung: Sogar die Kniebeugen muss er trotz seiner Beschwerden im Krafttraining absolvieren. Zur Belohnung durfte er im ersten von drei Länderspielen gegen Finnland das Trikot mit der Nummer 18 überstreifen. Patrick Schwaack hatte seine 13 bereits im Hotelzimmer Probe getragen. In den nächsten vier Wochen folgen noch jeweils drei Testspiele gegen die WM-Teilnehmer Kroatien und Tschechien.

Nutzen für die Heimat

Die beiden Volleyballer sind bereits die Nationalspieler zwei und drei, die unter Paduretu vom TSV Unterhaching ins Nationalteam berufen wurden. Vor etwa zwei Jahren gab Teamkollege Michael Mayer seine Premiere. Nun spielte er bereits in der Weltliga, bekam jedoch nur wenige Einsätze. „Es macht viel aus, im Sommer mit hochwertigen Trainingspartnern zu arbeiten“, erzählte Mayer, „so entwickelst du dich wahnsinnig weiter.“ Das weiß auch Paduretu und freut sich über die Nominierung seiner Spieler. „Solche Erfahrung können wir ihnen im Verein nicht bieten. Man sieht, dass die seriöse Arbeit schon bald belohnt worden ist. Vor zwei Jahren saßen Prüsener und Schwaack als 19-Jährige noch beim Liga-Nachbarn Dachau auf der Ersatzbank. Bis sie es in die Bundes-Auswahl schafften, mussten sie noch ein weiteres Entwicklungsjahr hinter sich bringen – als Stammspieler in Unterhaching .

„Es ist schnell, aber nicht zu schnell“, glaubt Paduretu. Auch der TSV Unterhaching wird von der Premiere seiner Spieler profitieren, wenn der Klub im Winter sein internationales Debüt im Europapokal gibt. Paduretu könnte bald noch einen vierten Nationalspieler in seinen Reihen haben. Im Spiel gegen Finnland steht Unterhachings Zuspieler Mikko Esko erstmals für sein Heimatland auf der anderen Seite des Netzes. Das Testspiel wirkt fast wie ein kleines Vereinstreffen. TSV-Training in Finnland, ein Traum auch für Unterhaching.

Dirk Zander

 

Deutschland - Potsdamer Neueste Nachrichten

Mittwoch. 14. August 2002

Erst Kroatien, dann Töplitz

Volleyballerin Steffi Lehmann will dem SC Potsdam treu bleiben und fährt nun zur Junioren-EM Wer etwas von der Welt sehen möchte, sollte Spitzensportler werden. Von den schönsten Plätzen Europas könnte auch Volleyball-Talent Steffi Lehmann einiges erzählen. Die 18-jährige Potsdamerin bereitet sich derzeit mit der Juniorinnen-Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) auf die Europameisterschaft in Kroatien vor. Seit drei Wochen touren die Nachwuchs-Schmetterer durch Trainingslager in Frankreich, Italien und Süddeutschland. Beim Donau-Cup in Ulm präsentierten sich die Mädels derart stark, dass sie von den gegnerischen Trainern in eine Favoritenrolle gedrängt wurden. Das Vorbereitungsturnier überstanden die Deutschen ungeschlagen und fegten dabei einige Gegner vom Platz, die bei der bevorstehenden EM zu den Mitfavoriten gehören.

Am kommenden Donnerstag hebt der Flieger Richtung Balkan ab, und Steffi Lehmann wird mit an Bord sein. Die Außenangreiferin gehört zum festen Stamm der Nationalmannschaft, scheint für die EM trotz aller Experimente im Vorfeld gesetzt zu sein. Den Sprung in die nationale Nachwuchsauswahl schaffte Lehmann, die seit ihrem zehnten Lebensjahr beim SC Potsdam Volleyball spielte, vor drei Jahren bei einem Sichtungslehrgang. Als das Potsdamer Bundesligateam im vergangenen Sommer zerbrach, lockte Nationaltrainer Rudi Sonnenbichler sie in den nordbadischen Bundesleistungsstützpunkt Sinsheim. Nach einem Jahr in fremden Gefilden bereut die 1,80 Meter große Sportlerin trotz anfänglichem Heimwehs nichts. Mit drei Vereinsgenossinnen teilt sie sich eine Wohnung in Sinsheim. Das Leben ist optimal auf Volleyball abgestimmt. Jeden Tag wird ein- bis zweimal trainiert, die Schule arbeitet mit dem Stützpunkt zusammen. Für ein anhaltend hohes Niveau während der Saison sorgt ihr jetziger Verein, der SV Sinsheim, in der 2. Bundesliga. Für Konstanz beim Training sorgt Sonnenbichler, der auch die Vereinsmannschaft betreut.

Ein Leben für den Sport. Aber es gibt auch den Lohn dafür, wie bei der EM. „Wenn ich dann die Nationalhymne höre, bekomme ich immer Gänsehaut. Dann weiß ich, wofür ich gearbeitet habe“, sagt Lehmann, die vor einem Jahr mit der nationalen Jugendauswahl Vierte der EM wurde. Dieser Platz und damit das Erreichen des Halbfinals wäre das Mindestziel in Kroatien. „Wir hoffen auf eine Medaille und die erwarten wir auch“, so das Talent. Zum Auftakt am nächsten Sonntag wartet mit den Niederländerinnen gleich ein schwerer Brocken. Doch gegen die Gruppengegner Tschechien, Polen, Frankreich und die Türkei sollte das Semifinale kein Problem sein. „Wir hatten wirklich Glück mit der Auslosung“, gibt auch Steffi Lehmann zu.

Welches Edelmetall auch immer herausspringt, nach dem Turnier werden zehn freie Tage genossen. Für Steffi Lehmann natürlich bei ihren Eltern in Töplitz. Jede Gelegenheit nutze sie, um ihre Familie zu sehen. Der Kontakt mit den alten Mitspielerinnen des SC Potsdam sei hingegen fast abgebrochen. Nur mit Trainer Jens Hugo, der jetzt in Erfurt arbeitet, telefoniere sie ab und zu. Und gelegentlich zieht die Nationalspielerin auch das Trikot des SCP wieder über. In der vergangenen Saison bestritt Steffi Lehmann die A-Jugend-Runde für die Potsdamer. „Ich will meinem Verein weiter treu bleiben“, sagt sie mit Hinblick auf die kommende Spielzeit, in der sie nicht wie in diesem Frühjahr den Sprung zur Deutschen A-Jugend-Meisterschaft mit dem SC Potsdam verpassen möchte.

Das nächste Jahr ist also vorgeplant. 2. Bundesliga für Sinsheim, A-Jugend für Potsdam und mit der Nationalmannschaft im letzten Juniorenjahr zur Weltmeisterschaft. Nur eins wird neu sein. Nach zwölf Klassen ging Steffi Lehmann von der Schule ab und trat der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Stuttgart bei. Vorerst für ein Jahr, denn im Sommer 2003 wird sich ihr Leben drastisch verändern. Sie peilt dann den Sprung in eine Bundesliga-Mannschaft an mit dem langfristigen Ziel, sich auch für die A-Nationalmannschaft zu empfehlen. „Ich träume von Olympia, weiß aber auch, dass das nur ganz wenige schaffen“, bleibt Steffi Lehmann realistisch. Wenn die Leistungen weiter stimmen, sind die nächsten Orte auf der Landkarte schon ausgemacht: Schwerin, Münster – und die Olympiaorte der nächsten zehn Jahr.

Robert Schreier

 

Deutschland - Der Märkische Zeitungsverlag

Mittwoch. 14. August 2002

Gäste aus sechs Nationen

TuS-Turnier am Rothenstein zum 125-jährigen Vereinsjubiläum

MEINERZHAGEN • Die ausländischen Gäste sind die "großen Unbekannten" beim Volleyball-Turnier zum 125-jährigen Jubiläum des TuS Meinerzhagen am 31. August und 1. September. Zehn Frauen- und zwölf Männermannschaften treten gegeneinander an, darunter je eine Vertretung aus Japan, ein Damen-Team aus Madrid und ein Herren-Team aus Brüssel. "Wir machen jedes Jahr so ein Turnier, allerdings nicht immer mit japanischer Beteiligung", meint Turnier-Organisator Thorsten Kriegeskotte voller Vorfreude. Die Teilnahme der Volleyballer aus dem Land der aufgehenden Sonne "haben wir genutzt, um auch unsere anderen ausländischen Kontakte anzusprechen".

Der ehemalige TuS-Spieler Thomas Lüttel, den sein Beruf als Banker bei der Deutschen Bank von Meinerzhagen erst in die spanische und dann in die belgische Hauptstadt führte, vermittelte die beiden teilnehmenden Mannschaften. Damen- und Herren-Teams reisen außerdem aus Meinerzhagens Partnerstädten St. Cyr-sur-Loire/Frankreich und IJsselmuiden (Kampen)/Niederlande an.

Die japanischen Besucher werden übrigens von Satoro Imamura trainiert, der vielen Meinerzhagenern noch als ehemaliger Lehrer am Evangelischen Gymnasium und Übungsleiter beim TuS bekannt ist. Die Sportler und Begleiter kommen bereits am 26. August an und besuchen unter anderem Spiele der japanischen und der deutschen Nationalmannschaft bei der Volleyball-WM der Frauen in Münster.

Beim Sechs-Nationen-Turnier am Samstag, 31. August, und Sonntag, 1. September, im Sportzentrum Rothenstein werden die WM-Spiele auf eine Großbildleinwand übertragen. Das Frauenturnier findet am Samstag von 13 bis 19 Uhr statt, das Männerturnier am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, für Essen und Trinken wird gesorgt. Aus der Umgebung nehmen neben den Gastgebern der TuS Linscheid-Heedfeld, der TV Leifringhausen und Teams aus Olpe und Wuppertal teil. Ausgeschrieben war das Turnier bis zur Oberliga - bis auf die ausländischen Gäste, die "großen Unbekannten".

axk

 

Deutschland - Weser Kurier

Mittwoch. 14. August 2002

Halle 7 im Zeichen des Volleyballs

WM als Premierenveranstaltung

Bremen. Auf der Bremer Bürgerweide werkeln die zahlreichen Handwerker noch ziemlich eifrig. Aber kein Grund zurSorge: Der Zeitplan zur Fertigstellung des Neubaus ist exakt eingehalten worden. Wenn jetzt nichts Unerwartetes noch dazwischen kommt, kann die neue Halle 7 am27. August vom Bauherren an den Betreiber übergeben werden. „Momentan wird die Teleskop-Tribüne installiert und hier und dort noch gestrichen“, freut sich Stadthallen-Chef Claus Kleyboldt schon auf die, wieer meint, „wirklich schöne neue Halle“.

Zum ersten Mal steht die Halle 7 für ein absolutes sportliches Highlight zur Verfügung: Schließlich werden dort vom 6. bis 12. Septem-ber die Zwischen- und Platzierungsrunden der Volleyball-Weltmeisterschaft der Frauen ausgetragen. Und falls die deutschen Damen die WM-Vorrunde in Münster vom 30. August bis 3. September als Gruppen-Erster überstehen, werden sie in Bremen bei der Feuertaufe der Stadthalle 7 dabei sein.

Unterdessen hat Bundestrainer Hee Wan Lee sich auf der Zuspielerposition für die Weltmeisterschaft im eigenen Land auf Beatrice Dömeland und Tanja Hart festgelegt. Dies machte er der dritten Spielmacherin, Julia Schlecht, bereits klar, die ab sofort nicht mehr die Vorbereitung für die WM mitmacht.

Hee Wan Lee begründete seine Entscheidung folgendermaßen: „Beatrice Dömeland hat während des Grand Prix in Asien stabil gute Leistungen gebracht und Tanja Hart hat ihre Verletzung auskuriert. Zwar hat auch Julia Schlecht den Anschluss an die Mannschaft geschafft, doch ihr fehlt noch die Erfahrung für solche wichtigen Großereignisse. Sollte jedoch noch etwas vor der WM passieren, käme Julia sofort dazu“, meint der Bundestrainer gestern. Damit sind aktuell noch 15 Spielerinnen im Trainingslager in Heidelberg.

Der deutsche Kader muss also noch um drei Akteurinnen reduziert werden. Dies will Bundestrainer Hee Wan Lee nach den drei Länderspielen gegen die niederländische Nationalmannschaft tun. Heute treffen die deutschen Volleyball-Damen in Rüsselsheim das erste Mal auf den holländischen Nachbarn, Anpfiff ist um 19 Uhr. Einen Tag später steht in Freisen (19 Uhr) der nächste Vergleich beider Teams an, und am Donnerstag heißt es zum letzten Mal Deutschland – Niederlande, Spielbeginn in Koblenz ist um 18.30 Uhr. Für Volleyballfans ist dies die letzte Gelegenheit, die deutsche Mannschaft vor der Weltmeisterschaft in Aktion zu sehen.

Ruth Gerbracht

 

Deutschland - Trierischer Volksfreund

Mittwoch. 14. August 2002

Länderspiel in Koblenz

KOBLENZ. (red) Während überall Sommerferien sind, haben die Spielerinnen der Volleyball-Nationalmannschaft keinen Urlaub. Sie befinden sich in der heißen Phase der Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft, die vom 30. August bis 15. September in Deutschland stattfindet. Der letzte Test findet am morgigen Donnerstag, 18.30 Uhr, in der Sporthalle Oberwerth statt. Gegner sind die ebenfalls für die WM qualifizierten Niederländerinnen. Weitere Infos unter www.vv-rheinland.de, Ticket-Hotline: 0261/135 164.

 

Deutschland - Thüringer Allgemeine

Mittwoch. 14. August 2002

Beach-Volleyball: Spiel mit Urlaubsbekanntschaft

SEEBA. Welche Auswirkung die Arithmetik der Ranglistenpunkte auf die Setzliste eines Turniers der Beach-Volleyballer haben kann, bekam am vergangenen Wochenende Jeffrey Bierwirth (Ohrdrufer SV) zu spüren.

Weil sich sein Spielpartner und Vereinskollege Sebastian Oelsner eine Woche vor dem Finale und der Landesmeisterschaft in Pößneck eine Auszeit genehmigte, hatte sich Bierwirth kurzerhand mit Daniel Staroste (TSC Berlin) zusammen getan. "Ich hatte Daniel im Urlaub kennengelernt", so der Ohrdrufer. Da der Berliner bis zum Rhönbeach-Cup in Seeba naturgemäß noch keinen Ranglistenpunkt in Thüringen hatte, wurden beide auf Turnierplatz neun gesetzt. 

Damit kam es für beide knüppeldick: Schon in der Vorrunde trafen sie auf die späteren Sieger Lars Schneider/Alexander Plaschnick (VV Leipzig) und unterlagen 1:2 nach Sätzen. Im Halbfinale bekamen beide erneut die Turnierfavoriten vorgesetzt und hatten wiederum keine ernsthafte Chance. Während Schneider/Plaschnick auch im Finale Christoph Schreiber/Steffen Koch (VV Meiningen/Jenaer TVV) mit 2:0 bezwangen, trafen die unterlegenen Bierwirth/Staroste im Kleinen Finale auf Kai Manitz/Steffen Hüther (VC Gotha). 

Diese hatten im Halbfinale gegen Schreiber/Koch die erste Niederlage im Turnier kassiert. Mit 6:15 verloren die Gothaer den ersten Satz und konnten auch danach (9:15) den Spieß nicht mehr umdrehen. "Die Luft war einfach raus", so Steffen Hüther, der mit Kai Manitz zum zweiten Mal in Folge nach dem dritten Rang in Rudolstadt Wertungspunkte des Deutschen Volleyball-Verbandes im Beach-Volleyball einfuhr. 

Jeffrey Bierwirth vermutete nach dem deutlichen Sieg gegen die Ortsnachbarn: "Beide hatten sich wohl nach dem ersten Satz ihrem Schicksal ergeben". Daniel und Torsten Guba (Ohrdrufer SV) wurden in Seeba Neunte und belegten damit unfreiwillig, wie gering die Leistungsdichte an der Spitze im Thüringer Beach-Volleyball inzwischen geworden ist.

Nicole Landmann (VC Gotha) wurde mit Peggy Fauß (TuS Braugold) Vierte. Im Spiel um Platz drei unterlagen sie den Geraerinnen Sabine Schulze/Isabel Schwabe 0:2. Auch bei den Damen ging der Turniersieg nach Leipzig. Diesen sicherten sich nach einem 2:1 im Finale gegen die Erfurterinnen Sylvia Andreas/Katrin Winkler (TuS Braugold) Mandy Meyer/Rita Ketzscher (VV Leipzig).

Am kommenden Wochenende finden in Pößneck zum Abschluss der Saison die Thüringer Landesmeisterschaften im Beach-Volleyball statt. Spielberechtigt sind dort die 16 bzw. 24 in der Rangliste bestplatzierten Frauen- bzw. Männerteams. Wieder dabei sind Teilnehmer aus Gotha und Ohrdruf.

Mario Keim

 

Deutschland - Saarbrücker Zeitung

Mittwoch. 14. August 2002

Deutsche pritschen gegen fliegende Holländerinnen

Nationalmannschaft der Frauen testet in Freisen für die WM im eigenen Land

Freisen. Am Sonntag erst ging die Leichtathletik-EM in München zu Ende, wo die deutschen Athleten gefeiert wurden, wie in der Woche zuvor bei den Schwimm-Europameisterschaften in Berlin. Schon wirft das nächste sportliche Großereignis in Deutschland seine Schatten voraus: Vom 30. August bis 15. September findet in neun deutschen Städten die Volleyball-WM der Frauen statt. Und nach Platz drei beim Grand-Prix-Finale Anfang August in Hongkong durch ein 3:1 gegen Brasilien gelten die deutschen Damen auf einmal als Medaillenkandidat.

Doch Bundestrainer Hee Wan Lee bleibt auf dem Boden der Tatsachen. Für ihn wäre gegen die führenden Volleyball-Nationen wie Kuba - 1992, 1996 und 2000 Olympiasieger sowie 1994 und 1998 Weltmeister -, USA, China und Brasilien schon der Einzug unter die besten acht Teams ein Erfolg: "Wenn wir an das Niveau von Sydney anknüpfen können - mit der Unterstützung der Zuschauer - müssen wir die Vorrunde auf alle Fälle überstehen. Danach sehen wir mal weiter." Bei Olympia 2000 in Sydney belegten die Deutschen Platz sechs, waren hinter Russland zweitbeste Nation Europas.

Nach der erfolgreichen Grand-Prix-Qualifikation im vergangenen Jahr in Karlsruhe ist das Team des Erfolgstrainers aus Südkorea 2002 anscheinend einen ganzen Schritt weiter. Auch ohne zwei der besten Spielerinnen - Top-Angreiferin Hanka Pachale und die derzeit erfahrenste Nationalspielerin Christina Schultz mussten aufgrund von Knieproblemen die WM absagen - gelang in Hongkong ein nie dagewesener Erfolg: Bisher hatte es bei vier Grand-Prix-Teilnahmen gerade einmal drei Siege gegeben. In China gewannen die Deutschen dann fünf der neun Vorrundenbegnungen sowie zwei in der Endrunde.

Hee Wan Lee, seit 1999 Bundestrainer, war nach dem Erfolg im "kleinen Finale" zu recht stolz auf seine Spielerinnen: "Nicht nur wegen des Sieges heute, sondern weil sie vier Wochen auf einem konstant hohen Niveau gespielt haben." Nun träumen Optimisten davon, auch bei der WM im eigenen Land Bronze zu gewinnen. Und in der Tat waren die Deutschen auf heimischem Boden immer besonders erfolgreich: 1996 und 2000 gelang jeweils in Bremen die Olympia-Qualifikation.Aber eine internationale Meisterschaft ist etwas anderes, und ein Blick in die deutsche Volleyball-Geschichte zeigt: Noch nie konnte eine Frauen-Auswahl eine WM-Medaille gewinnen. Der zweite Platz der DDR-Auswahl 1980 in Moskau ist bisher der größte Erfolg.

Der Weg zum Auftaktspiel am 30. August in Münster führt das Team von Hee Wan Lee auch wieder einmal ins Saarland: Heute Abend um 19 Uhr pritschen, baggern und schmettern sich die Deutschen beim zweiten von drei abschließenden Testspielen gegen WM-Teilnehmer Niederlande in Freisen in Form. Mit der Unterstützung der Fans wollen die Spielerinnen von Hee Wan Lee dann bei der Heim-WM ihre Sache "mit Spaß zu Ende bringen". Das heißt nämlich der Name des Koreaners ins Deutsche übersetzt. Wenn dabei sogar noch eine Medaille herausspringen sollte - um so besser!

Sebastian Brückner

 

Hamburg - Hamburger Abendblatt

Mittwoch. 14. August 2002

Silke und Inga baggern im Sand nach Silber

Oststeinbeker Duo wird bei den Hamburger Meisterschaften Zweiter.

Oststeinbek - Wenn das kein gelungenes Comeback ist. Nach einjähriger Babypause kehrte die Oststeinbekerin Silke Maier (27) in dieser Saison wieder in den Hamburger Beachvolleyball-Zirkus zurück. Bei den Hamburger Meisterschaften war sie mit ihrer Partnerin Inga Bökeler (21) an Nummer fünf gesetzt, baggerte sich ins Finale und unterlag dort im Hamburger Stadtpark nur knapp dem Favoritenduo Julia Lemmer/Katrin Salbach (VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn) mit 15:13, 8:15, 13:15.

"Beim Einschlagen habe ich noch gedacht, die schießen uns ganz schnell ab", sagte Meier, die mit ihrer Partnerin in der Hallensaison für die ersten Damen des Oststeinbeker SV (Verbandsliga-Absteiger) schmettert. Dagegen blocken die Norderstedterinnen regelmäßig in der Regionalliga, haben Ambitionen auf den Zweitliga-Aufstieg.

Doch beim Beachvolleyball kommt es auch auf das "Zocken" an, wie Silke Meier meint. Nur kräftig drauf schlagen reicht nicht, manchmal genügt es auch, einen Ball nur präzise in eine ungedeckte Ecke zu befördern. Und abgezockt war das Oststeinbeker Duo, wie die Favoritinnen schnell bemerkten. Meier: "Trotzdem waren sie uns athletisch überlegen." Immerhin trainieren die Drittliga-Spielerinnen bis zu viermal die Woche, die OSV-Hobbyspielerinnen ein- bis zweimal.

Seinen Sport betreibt das Duo durchaus ambitioniert. Bei einem Beachcup in Kiel (zweithöchste Turnierserie in Deutschland) scheiterte das Duo nur knapp in der Qualifikation, sonst hätte es zumindest den ersten Punkt für die deutsche Rangliste gegeben.

Einen Hauch von großer Volleyball-Welt kennt Torben Meier vom Barsbütteler SV schon. Immerhin wird er kommenden Sonnabend bei den Hamburger Duo-Mixed-Meisterschaften (Julius-Vosseler-Straße) mit der Nationalspielerin Christina Benecke antreten. Bei den Hamburger Meisterschaften belegte der Barsbütteler mit seinem Vereinskameraden Christoph Westphal den dritten Rang. "Angesichts der starken Konkurrenten sind wir damit sehr zufrieden", sagte er.

Manfred Schäffer

 

Deutschland - VG Elmshorn/dvj-News

Mittwoch. 14. August 2002

Elmshorner bei den "Deutschen" in der Spitzengruppe.

Bei den Deutschen Meisterschaften der A - Jugend belegte der Elmshorner Jugendnational-Spieler Mischa Urbatzka mit Partner Daniel Krug Platz 2 und verpasste in einem Wimpernschlagfinale (26:28 in Satz 3) den Titel. Matthias Proske (im Vorjahr noch Partner von Mischa) erkämpfte sich mit Julian Schallow sensationell den dritten Platz auf dem Treppchen.

Die Erfolgsserie der Elmshorner komplettierten Svea Brügge und Anneke Voss. Sie schlossen die Meisterschaft im Saarland mit einem hervorragenden 8. Platz ab.

Nur zufriedene Gesichter konnte man am Sonntag Nachmittag am Strandbad des Bostalsees erkennen: Gerade waren die Deutschen Meisterschaften 2002 der A-Jugend im Beachvolleyball zu Ende gegangen und neben den Siegern und Deutschen Meistern hatten auch die Ausrichter vom SSC Freisen und TV Bliesen allen Grund zur Freude.

Genau wie die „Generalprobe“ bei den Saarlandmeisterschaften war auch die Veranstaltung selbst ohne jegliche Probleme abgelaufen und so konnten alle Teilnehmer, die Vertreter von Deutscher Volleyball-Jugend und Saarländischem Volleyball-Verband Gerd Rauch und Brigitte Schumacher sowie allen zahlreichen Helferinnen und Helfern ein großes Lob aussprechen.

Das alles gut verlaufen war, davon machte sich sogar Ministerpräsident Peter Müller und seine Familie einen Eindruck, die dem Finale der Mädchen beiwohnten und den neuen Deutschen Meisterinnen sogleich nach Spielende gratulierten. Und auch „Platzherr“ Landrat Franz-Josef Schumann, ohne dessen Engagement keine solche Anlage im Saarland existieren würde, die sogar bundesweit ihresgleichen sucht, war rundherum zufrieden. 

Das lag wohl auch an den Spielen, die an Spannung und Dynamik nichts zu wünschen übrig ließen. Nach einem hervorragenden Mädchen-Endspiel kam es im Endspiel der Jungen im dritten und entscheidenden Satz zu einem Volleyball-Krimi, wie man ihn in Hollywood nicht hätte besser inszenieren können: mit 28:26 besiegten die durch „wild card“ ins Teilnehmerfeld gerückten Bakumowski/Melzer das Team Urbatzka/Krug und sicherten sich den Titel.

Endplatzierungen:  

  Jungen   Mädchen
1. Bakumowski/Melzer 1. Flemig/Semmler  
2. Urbatzka/Krug 2. Groner/Schwinghammer  
3. Proske/Schallow 3. Büttner/Herfürth  
4. Kaczmarek/Knebelkamp  4. Hamzic/Mosbrück

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News

Mittwoch. 14. August 2002

Neuer Spieler für die VfB Friedrichshafen

FRIEDRICHSHAFEN (gus)- Der VfB Friedrichshafen meldet einen weiteren Neuzugang. Bogdan Alexandre Olteanu hat einen Zweijahresvertrag beim Deutschen Volleyballmeister unterschrieben. Der 21-jährige Rumäne ist der elfte Spieler im Kader von Trainer Stelian Moculescu.

"Ich habe ihn schon länger beobachtet und denke, er wird ein Guter", sagt Moculescu, der ein Auge dafür hat, Volleyball-Talente zu erspähen und sie in die Weltklasse zu führen. Beste Beispiele dafür sind Sandor Kantor und Richard Nemec, die beide zu Stars in der italienischen "A Uno" geworden sind. Bogdan Olteanu ist ein Allrounder, der sowohl Annahme/ Außen als auch auf der Diagonalposition spielen kann. 

"Ein Typ wie Björn Andrae", beschreibt ihn VfB-Manager Bernd Hummernbrum, der nur noch auf den Freigabe-Stempel des rumänischen Volleyball-Verbandes wartet. Olteanu ist nach Jaroslav Skach (ASV Jets Dachau)und Urs Günthör (2. Mannschaft) der dritte Neuzugang und wird spätestens zum Trainingsbeginn am 11. September am Bodensee erwartet.

 

 © 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel