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| Hamburg - Norderstedter Zeitung |
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Donnerstag. 15. August 2002 |
Im Sand nach Medaillen gebaggert
Norderstedts Strand-Duos sind in Hamburg eine Macht
Hamburg/Norderstedt - Der einsetzende Regen am "Strand" des Hamburger Stadtparks war Julia Lemmer und Katrin Salbach vom Volleyballclub Norderstedt-Alstertal-Langenhorn sichtlich egal. Die Hamburger A-Jugend-Meisterinnen des Jahres 2000 strahlten, ihre schweren Pokale in den Händen, um die Wette. Sie waren kurz zuvor ihrer Favoritenstellung gerecht geworden und hatten im Finale gegen Inga Bökeler und Silke Meier vom Oststeinbeker SV mit einem 13:15, 15:8 und 15:13-Erfolg nun auch den Hamburger Frauen-Titel im Beachvolleyball erobert.
"Hauptsache gewonnen. Aber das war schon ein ganz schön aufregendes Match", meinte Katrin Salbach erleichtert und erschöpft zugleich mit einem Stoßseufzer.
Dabei hatte das Erfolgsteam erst kürzlich wieder zusammengefunden. Nach ihrer Jugendmeister-Saison waren die beiden ein Jahr mit anderen Partnerinnen getrennte Wege gegangen, bevor sie erkannten, dass man Bewährtes nicht trennen soll. Und nicht nur auf Hamburger Ebene weiß das wiedervereinigte Duo nun zu überzeugen. In der Deutschen Rangliste werden die beiden Norderstedterinnen derzeit an 63. Stelle geführt.
Dass "Alter" kein Hindernis auf dem Weg zum Erfolg sein muss, stellte Carsten Potrawke vom SV Friedrichsgabe bei den Titelkämpfen fest. "Mit 37 noch einmal Hamburger Meister zu werden, dass hätte ich mir wirklich nicht träumen lassen", meinte der Verbandsligaspieler noch lange nach dem 15:12, 15:11-Finalsieg an der Seite von Partner Tim Braun (Eimsbütteler TV) über das Gespann Michael Friedrich/Christian Bartram (VG Wichernschule Wandsbek/ETV).
Der Titel ist für Potrawke die Krönung eines Jahres der Veränderungen. Er ging erstmals mit Tim Braun ins Titelrennen, und auch sein Umzug aus Hamburg nach Norderstedt und der Wechsel vom SV Altengamme zum SVF fanden in den vergangenen Monaten statt. Doch die wichtigsten Impulse findet Potrawke in seiner Familie, denn den Sieg widmete er Tochter Helen-Sirka und Sohn Simon.
Matthias Nupnau und Stefan Nickel, Hamburger Meister des Jahres 2000 und neue Clubkameraden von Potrawke, waren als Nummer zwei der Setzliste ins Turnier gestartet, mussten sich am Ende aber mit dem vierten Rang begnügen. Nach einer dramatischen 15:13, 13:15, 16:18-Niederlage gegen Meier/Westphal (Barsbütteler SV) in Runde drei trafen sie im Kampf um die Bronzemedaille erneut auf dieses Duo. Und erneut zog das SVF-Gespann knapp mit 19:21, 20:22 den Kürzeren. "Wir haben locker aufgespielt und hatten einen Riesenspaß", meinte Nupnau. Sein Partner Stefan Nickel wird an diesem Wochenende mit Ehefrau Angela versuchen, zumindest im Mixed-Wettbewerb doch noch einen "Treppchenplatz" einzunehmen.
Das
zweite Beachvolleyball-Duo des SV Friedrichsgabe, Michael Kock und Bernd Meißner,
landete auf dem sechsten Rang. Niko Hoff (SVF) wurde zusammen mit Rüdiger Körlin
(VG WiWa) 13.
Ulrich Stückler
| Deutschland - USC Braunschweig-News |
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Donnerstag. 15. August 2002 |
Schröder tritt Webers Nachfolge an
Neuer Trainer der USC-Volleyballerinnen
Timo Schröder tritt das sportliche Erbe von Markus Weber an. Am Dienstag nahm der 33-Jährige seine Arbeit als neuer Trainer der USC-Zweitliga-Volleyballerinnen auf. Ihm zur Seite stehen Antal Papp, der bis vor zwei Jahren noch bei den Braunschweiger Zweitliga-Männern spielte, als Co-Trainer und Michael Finnmann als Betreuer. "Das ist die Wunschlösung - meine und die der Mannschaft", sagte Teammanager Frank Ströbl.
Schröder, seit einem Jahr Sport- und Mathematiklehrer am Martino-Katharineum, Beach-Volleyball-Landestrainer und beim USC bisher in der Nachwuchsarbeit tätig, erwartet nach dem Gewinn der Meisterschaft in der 2. Liga Nord, dem letzten Platz in der Aufstiegsrunde und der finanziell begründeten Absage, als Nachrücker durch die Hintertür doch noch ins Oberhaus zu gelangen, keine leichte Aufgabe. "Er ist die ideale Besetzung, nicht nur was das Fachliche angeht, sondern auch seiner menschlichen Qualitäten wegen. Er wird vielleicht den Spaß und die spielerischen Akzente noch mehr in den Vordergrund stellen", geizt Ströbl nicht mit Vorschusslorbeeren für den A-Lizenzinhaber.
Dass der Mannschaft nach dem Aufstiegs-Verwirrspiel und dem Abschied von Markus Weber zum VC Zeuthen-Eichwalde, der weiter auf eine Erstliga-Lizenz warten muss, die Motivation abhanden gekommen sein könnte, muss Schröder offenbar nicht befürchten. "Nach der Enttäuschung über den nicht realisierten Aufstieg und dem Tiefpunkt mit dem Weggang von Markus Weber hat das Team eine richtige Trotzreaktion gezeigt. Wir wollen ganz oben mitspielen. Das sehen alle so", so Ströbl. Platz eins wie im Vorjahr hält er angesichts der erstarkten Konkurrenz mit Erstliga-Absteiger Emlichheim sowie Neustadt-Glewe und Hamburg nach deren personellen Kraftakten für vermessen. "Die Mannschaft will aber dafür kämpfen, ihren Titel zu verteidigen. Das ist absoluter Ehrgeiz."
Antje Forbrig etwa hat ihre Erstligapläne vorerst verworfen und bleibt beim USC, auch Mannschaftsführerin Andrea Hestermann, die aus privaten Gründen zurücktreten wollte, bleibt dem Team erhalten. Als zweiten Neuzugang nach Simone Förster verpflichteten die Braunschweiger die erst 18-Jährige Carolin Lange vom einstigen Erstligisten TV Creglingen. Die 1,86 Meter große Mittelblockerin soll Ströbl zufolge in der zweiten Saisonhälfte zu einer Stammkraft werden. "Sie hatte in Creglingen nicht allzu viele Spielanteile, muss erst Praxis sammeln, ist aber ein sehr großes Talent."
Noch
Fragezeichen hinter einer Zukunft in Braunschweig stehen bei Stepanka Hejdukova
(ungeklärte berufliche Perspektive), Alessandra Macêdo-Vianna (nach
Heimaturlaub in Brasilien am Dienstag erst wieder zur Mannschaft gestoßen) und
Amke Rose (Abschied angekündigt).
| Deutschland - RR Vilsbiburg-News |
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Donnerstag. 15. August 2002 |
Vladimir
Tallo will auf Tabellenplatz 6
Mit Tabellenplatz sechs hat er sich ein hohes Ziel gesetzt. Vladimir Tallo, neuer Trainer beim niederbayerischen Volleyball-Bundesligisten Rote Raben Vilsbiburg, hat große Pläne an der Vils, und will einiges anders machen als sein Vorgänger Peter Nonnenbroich. Das machte der Slowake im Rahmen der Pressekonferenz zum Trainingsauftakt deutlich.
Tallo will einen Weg gehen, von dem viele andere Vereine nur träumen und reden. Der Erfolg soll mittelfristig von jungen Talenten, größtenteils deutschen, getragen werden. Das lässt alleine ein Blick auf die neue Mannschaft der Roten Raben erahnen, die sich zum offiziellen Trainingsauftakt komplett präsentierte. Mit ihren 15 beziehungsweise 16 Jahren gehören die Nachwuchsspielerinnen Hana Kovarova und Ina Prechtl nicht länger nur zum erweiterten Kader. Beide sollen in nicht allzu ferner Zukunft Verantwortung übernehmen.
Außerdem rückt die ebenfalls 15-jährige Veronika Pongratz, eine echte Vilsbiburgerin, in den Kader. Sie sorgte bislang in der Bayernliga-Mannschaft der Roten Raben für Aufsehen. Sieben der bislang erst zehn Spielerinnen sind unter 25, die neue schwedische Zuspielerin Malin Ericsson ist mit 27 Jahren Dienstälteste. Neu verpflichtet wurden außerdem Brit Hengelhaupt (DJK Karbach/23), das slowakische Super-Talent Lucia Hatinova (Senica/18) und Heimkehrerin Hana Musilova (TVF Phoenix Hamburg/27). Vom Kader des Vorjahres bleiben Yvonne Zymara, Katja Wühler und Sylvia Blochwitz.
Um wirklich konkurrenzfähig sein zu können, müssen sich die Roten Raben Vilsbiburg aber noch nach einer weiteren Mittelblockerin umsehen. Ein neuer Vertrag mit der Bulgarin Elena Kounova steht zwar noch im Raum, noch aber hätte der bulgarische Volleyball-Verband für seine Nationalspielerin gerne 10000 Dollar Ablöse - „völlig überzogen“, stellt Klaus-Peter Jung-Kronseder, Geschäftsführer der Roten Raben, klar. Das Thema Finanzierung ist nach wie vor ein sensibles. „Unser Etat wird sich bei 400 000 bis 450 000 Euro einpendeln, und wir sind noch immer auf der Suche nach einem Trikotsponsor“, so Jung-Kronseder.
Neben den rund 100 Kleinsponsoren haben von den „Großen“ bislang Erdinger Weißbräu, die Graf Arco Brauerei und das Autohaus Ostermaier ihr Engagement mit einer Unterschrift besiegelt. Platz sechs zu erreichen, wird für die Roten Raben kein leichtes Vorhaben. Meister Schweriner SC, der USC Münster, Bayer Leverkusen oder auch der SSV Ulm haben trotz der angespannten Finanzsituation im deutschen Volleyball teuer eingekauft und gelten als Favoriten, sagt Bernhard März, der neue Team-Manager der Roten Raben.
Dass auf Grund der Pleiten von Bayern Lohof, DJK Karbach und TV Creglingen voraussichtlich nur zehn Mannschaften in der 1. Bundesliga an den Start gehen und in der kommenden Saison keine Mannschaft absteigen kann, sieht Trainer Tallo einerseits positiv aber andererseits „wird es schwerer, die Mannschaft ständig zu motivieren, wenn der Druck nicht ganz so groß ist“.
Dicht gedrängt ist der
Vorbereitungsplan der Roten Raben bis zum Saisonauftakt beim SSV Ulm am 12.
Oktober. Neben einem Trainingslager in Schaffhausen stehen diverse Turniere in
der Schweiz, Österreich und Tschechien auf dem Programm.
| Hamburg - Barsbüller SV-News |
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Donnerstag. 15. August 2002 |
King
of the Beach in Barsbüttel
Das
King Of The Beach-Turnier, das am 31.08. in Barsbüttel veranstaltet wird, trägt
seinen Namen zurecht.
Bisher haben sich 7 Spieler der Top-10 angemeldet. Darunter der
erstplatzierte der Abschlussrangliste Marcio Carvalho, die beiden gemeinsamen
zweiten Christoph Westphal und Torben Meier und der Hamburger Vizemeister Micha
Friedrich. Der Sieger wird sich bei solche einem Teilnehmerfeld mit Fug und
Recht King Of The Beach nennen dürfen.
Allerdings
gibt es noch ein paar freie Plätze, die bis Sonntag Abend gefüllt werden
sollen.
Wer
(sich) also zu Hamburgs besten Beach-Volleyballern zählt, sollte dieses
mit einer Meldung beweisen, wer sich zumindest einmal mit Hamburgs besten
Beachern messen möchte, sollte sich ebenso anmelden. Mindestens Spiele mit
unterschiedlichen Partnern spielt jeder Mitspieler.
Die
Setzliste wird streng nach der Hamburger Abschlussrangliste erstellt, allerdings
gibt es wie gesagt noch freie Plätze. Weitere
Informationen und die Möglichkeit, sich online zu melden gibt es unter: www.kotb.barspage.de
| Deutschland - Darmstädter Echo |
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Donnerstag. 15. August 2002 |
Volleyball-WM
trotzt den Fluten
Entwarnung
für die Volleyballerinnen dieser Welt: Die Weltmeisterschaft der Damen in
Deutschland ist aufgrund der Jahrhundert-Flut nicht gefährdet. Die Spielorte
Dresden und Riesa bestätigten am Mittwoch, dass die Paarungen der Gruppe C mit
den Teams aus USA, Puerto Rico, Kenia, Argentinien, Russland, und Dominikanische
Republik durchgeführt werden können.
"Die Sportstätten
und die Hotels sind vom Hochwasser nicht betroffen", sagte Uwe Päsler, der
Pressesprecher der Stadt Riesa. Und Robert Baumgarten, Mitglied des Dresdner
Organisationskomitees, ergänzte: "Die Mehrzweckhalle liegt etwas höher,
und die Teams und Offizielle wohnen ohnehin in Riesa. Allerdings ist unser OK
derzeit nicht funktionsfähig, weil wir keinen Zugang zu unseren Räumen
haben."
Allerdings
muss in der sächsischen Landeshauptstadt möglicherweise auf das vorgesehene
Rahmenprogramm verzichtet werden. Dazu Baumgarten: "Der benachbarte
Sportplatz ist überflutet, dort sollten Bühnen aufgebaut und Beachvolleyball
durchgeführt werden. Die Durchführung ist derzeit fraglich."
| Deutschland - Darmstädter Echo |
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Donnerstag. 15. August 2002 |
Volleyball-Damen
kassieren zweite Niederlage
Auswahl-Trainer
Hee Wan Lee gab auch in der zweiten Partie des Deutschen Volleyball-Verbandes
(DVV) gegen die Niederlande seiner "zweiten Garnitur" die Möglichkeit,
sich zu beweisen. Zweieinhalb Wochen vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land
mussten sich die DVV-Damen jedoch abermals geschlagen geben. Das erste Spiel am
Vortag in Rüsselsheim endete mit einem knappen 3:2 für die Gäste. Das zweite
Testspielging klarer mit 0:3 (16:25, 22:25, 22:25) verloren. Die Stammelf der
Deutschen befand sich derweilnoch im Trainingslager in Heidelberg.
Mit
dem Spiel in Freisen schloss der Nationalcoach die Testphase für jene
Spielerinnen ab, die zum endgültigen WM-Kader gehören werden. Beim dritten
Spiel am Donnerstag gegen die Niederlande in Koblenz (18.30) soll dann das erste
Aufgebot des DVV antreten.
| Deutschland - Frankfurter Rundschau |
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Donnerstag. 15. August 2002 |
Noch
kneift der rote Einteiler
Die
deutschen Volleyballerinnen sollen bei der WM im eigenen Land mit entsprechendem
Outfit einen Boom auslösen
Am
Dienstagabend vor dem unglücklich 2:3 verloren gegangenen Spiel gegen die
Niederländerinnen in Rüsselsheim war es dann so weit: Da mussten sich die
zwischen 20 und 28 Jahre alten, zwischen 1,76 und 1,96 Meter großen und
zwischen 63 und 95 Kilogramm schweren deutschen Volleyballerinnen zum ersten Mal
in die neuen, knallroten und hautengen Einteiler winden, die sie auch während
der Weltmeisterschaft vom 30. August bis 15. September im eigenen Land verpasst
bekommen. Die meisten Plätze in den acht Hallen in Münster (wo die Deutschen
ihre Vorrunde spielen), Schwerin, Riesa, Dresden, Leipzig, Bremen, Stuttgart und
Berlin sind bereits verkauft, das Fernsehen wird umfangreich berichten - da soll
bei der größten deutschen Volleyball-Veranstaltung seit den Olympischen
Spielen 1972 in München und der Männer-WM Ende der 80er auch das Outfit der
jungen Damen dem Anlass entsprechend sein. Sexy Bilder werden kurz vor
Turnierbeginn im Stern
erscheinen - ganz frei von störendem Elastan -, und zum ersten Mal seit dem
Zusammenbruch der DDR darf sogar davon ausgegangen werden, dass die deutschen
Spielerinnen sich mit der Weltelite messen können.
Schließlich
haben sie neulich beim Grand Prix, dem Treff der Besten in Asien, sensationell
den dritten Platz belegt und sich dabei, wie Trainer Hee-Wan Lee bestätigt,
"sehr viel Selbstvertrauen" geholt. Nur die baumlangen Russinnen und
die wendigen Chinesinnen waren besser gewesen. Und gegen die Holländerinnen hätte
es ziemlich sicher auch am Dienstag in Rüsselsheim zum Sieg gereicht, wenn Lee
nicht auf seine Stammsechs verzichtet hätte. Bis morgen früh will der Koreaner
sich entschieden haben, welche drei Spielerinnen er aus seinem Kader streichen
wird.
Entsprechend
angespannt ist die Stimmung noch, "bei einer Weltmeisterschaft im eigenen
Land will natürlich jede dabei sein", erläutert Zuspielerin Tanja Hart.
Am Donnerstag beim letzten Test in Koblenz (18.30 Uhr) wird dann nur noch das
Top-Dutzend baggern und schmettern und pritschen dürfen, und es werden dicke Tränen
gekullert sein bei dem Trio, das kurz vor dem Ziel nach Hause fahren muss.
Nicht
nur Lee und seine Auswerwählten, auch Präsident Werner von Moltke samt der
emsigen Mitarbeiter aus der Frankfurter Zentrale des Deutschen
Volleyball-Verbandes und in den Ausrichterstädten arbeiten dieser Tage bis an
die Grenzen der Belastbarkeit. Der Weltverband mit seinem exaltierten Präsidenten
Ruben Acosta und seiner gestrengen Gattin Malu erwarten, dass die Deutschen mit
ihrem 5,5 Millionen-Euro-Etat ein schmissiges Programm auf die Beine stellen,
das gefürchtet dominante Präsidenten-Ehepaar wird bereits vier Tage vor dem
ersten Aufschlag in Berlin landen, wo am 15. September auch das Finale
stattfindet. Von Moltke erwartet die Seinen dann im Spiel um Platz drei, eine
Erwartung, der Trainer Lee nicht ohne weiteres folgen kann. Allerdings kommen
die Wünsche des ehrenamtlichen Optimisten von Moltke nicht so ganz von ungefähr:
Im Frauen-Volleyball hat sich die jahrzehntelange gnadenlose Überlegenheit der
Kubanerinnen verflüchtigt, die besten Brasilanerinnen haben sich nach Zoff mit
Trainer und Verband aus der Nationalmannschaft verabschiedet, so dass hinter den
- nach Ansicht von Lee derzeit noch unerreichbaren - Russinnen und Chinesinnen
schon Italienerinnen, Deutsche und noch ein paar andere mit Medaillenchancen
herum tummeln.
Graf
von Moltke hat derweil hier zu Lande einen Boom für zuletzt fast vergessene
Sportarten ausgemacht und schöpft daraus Hoffnung. Die Resonanz auf Olympische
Winterspiele, Schwimm- und Leichtathletik-EM haben dem Verbandschef gezeigt,
"dass die Deutschen Spaß haben, auch anderes als Fußball und Formel 1
live zu sehen." Wobei er von den roten Einteilern gar nicht sonderlich
angetan ist.
Was
ihn im Übrigen mit vielen Spielerinnen verbindet: "Wir haben vorher in der
Kabine gesessen, und manch eine hat gefunden, dass es hier und da ein bisschen
kneift", hat Tanja Hart, die mit 1,76 Metern Kleinste im Kader, hinterher
freimütig eingeräumt. Das elastische Material lässt den Schweiß nicht so gut
raus und schneller sichtbar werden. Dem Präsidenten ist außerdem aufgefallen,
dass "die Holländerinnen ja fast alle Sprungaufschlag können und von
unseren nur ein paar wenige". Aber da kann die neue Kluft ganz bestimmt
nichts für.
Jan Christian Müller
| Deutschland - Boinner General-Anzeiger |
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Donnerstag. 15. August 2002 |
Dieckmann und Partner an Nummer 1 gesetzt
Von Freitag bis Sonntag wird auf dem Münsterplatz gebaggert
Bonn.
(hsi) Sommer, Sand und Spannung sind von Freitag bis Sonntag auf dem Bonner Münsterplatz
angesagt. Denn die Renault-Beach-Cup-Serie lädt zum letzten Turnier der Saison
ein.
Gekämpft wird eine Woche vor der Deutschen Meisterschaft in Timmendorfer Strand nicht nur um ein Gesamtpreisgeld von 8000 Euro. Außerdem bietet sich die letzte Gelegenheit, Punkte für die nationale Rangliste zu sammeln und sich für die "Deutschen" zu qualifizieren.
16 Frauen- und 16 Männerteams starten im Hauptfeld. Jeweils zehn Teams sind über die Rangliste des Deutschen Volleyball-Verbandes gesetzt. Die weiteren Hauptfeldteilnehmer werden am Freitag über Qualifikationsspiele ermittelt. Am Sonntag findet um 14 Uhr das Finale der Frauen und um 15 Uhr das Finale der Herren statt. Los geht's am Freitag um 13 Uhr, am Samstag und Sonntag jeweils um 9 Uhr.
Bei den Männern sind der Bonner Christoph Dieckmann und Falk Zimmermann an eins gesetzt. Beide waren früher als Nationalspieler mit anderen Partnern auch international für Deutschland unterwegs. Andere hochkarätige Teams wie Florian Huth/Christoph Tacke, Sieger des Turniers in Travemünde, und Bernard Gau/Drazen Slacanin, die bereits mehrfach an Deutschen Meisterschaften teilgenommen haben, werden den Turniersieg sicherlich nicht so leicht hergeben.
Auch das Damen-Hauptfeld ist gut besetzt. Die Münsteranerinnen Sinje Blöcker/Beate Wand haben bereits zwei Turniersiege einfahren können. Neben Silke Kerl/Sabine Sagert, die in Travemünde siegreich waren, gehen auch die Studenten-Vizeweltmeisterinnen Constanze Paul/Carola Stöwe an den Start.
Zu
den rund 100 Spielen, die auf einem Center Court und zwei Nebenplätzen
ausgetragen werden, erwartet der Veranstalter bis zu 30 000 Zuschauer. Auf den
beiden Tribünen können über 1 000 Personen auf Sitzplätzen die Spiele
verfolgen. Moderation
und Musik während des Turniers und eine Players Party am Samstag sollen für
optimale Beach-Stimmung sorgen.
| Deutschland - Lübecker Nachrichten |
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Donnerstag. 15. August 2002 |
Deutschlands
bester Beachvolleyballer auf Fehmarn dabei
Fehmarn
- Die Leser des Volleyballmagazins haben seinen rasanten Aufstieg der letzten
zwei Jahre honoriert: Sie wählten Jonas Reckermann jetzt zum Beachvolleyballer
des Jahres.
Vor
zwei Jahren galt er noch als talentierter Nachwuchsspieler, inzwischen ist Jonas
Reckermann der große Hoffnungsträger des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV)
für eine erfolgreiche Zukunft am Strand. Ein Aufstieg, von dem auch der lange,
sommersprossige "Rote" nicht zu träumen gewagt hatte. Denn eigentlich
galt sein Augenmerk dem Hallensport. Doch kaum hatte David Klemperer ihn zu
einem Beach-Experiment überredet, stellten sich die ersten Erfolge ein: 2000,
in der ersten Strand-Saison, wurden beide auf Anhieb U-23-Europameister. Ein
erstes Achtungszeichen, das auch Markus Dieckmann nicht übersah. Als der sich
nach dem enttäuschenden Abschneiden bei Olympia 2000 in Sydney von seinem
Bruder Christoph trennte, buhlte er erfolgreich um den 2,00 m langen
Angriffsspieler.
"Das war eine schwierige Entscheidung", erinnert sich der Geografie-
und Sportstudent, "schließlich habe ich mich dann aber doch gegen David
und für Markus und dessen Erfahrung am Strand entschieden". Reckermann
wusste: "Von dem kann ich viel lernen." Und das tat er. Der nächste
große Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Schon am Ende der ersten
gemeinsamen Saison holten Dieckmann/Reckermann im Sommer 2001 in Timmendorfer
Strand den nationalen Meistertitel. Inzwischen sind beide auch international das
DVV-Aushängeschild, stehen in der Weltrangliste auf Platz elf und standen beim
Weltserienturnier im Juni in Berlin sogar erstmals auf dem Siegertreppchen
(Platz drei). "Das war schon genial", sagt der 23-Jährige im Rückblick,
"aber noch fehlt uns die Konstanz, um regelmäßig ganz vorne dabei zu
sein. Aber wir arbeiten dran." So steht schon jetzt fest, dass das
Nationalmannschaftsduo in den Wintermonaten unter anderem nach Brasilien fliegt,
um dort mit den weltbesten Teams zu trainieren.
Vorher aber ist Deutschlands Norden im Reisekalender festgeschrieben. Am
Wochenende starten beide beim letzten Turnier der nationalen Masters-Serie am
Burger Südstrand auf Fehmarn (Freitag bis Sonntag), eine Woche später sind die
Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand. Da steht dann die erste
Titelverteidigung an für den 23-jährigen Senkrechtstarter.
Christian Schlichting
| Deutschland - Stuttgarter Zeitung |
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Donnerstag. 15. August 2002 |
Tigerente trifft Volleyballerin
Wie die Nationalmannschaft für die WM in Deutschland wirbt - "So einen Rummel hatten wir noch nie"
Vor der Volleyball-Weltmeisterschaft der Frauen in Deutschland, die am 30. August beginnt, ist die Nationalmannschaft auf Werbetour gegangen. Nun war der Bundestrainer Hee Wan Lee zusammen mit einigen Spielerinnen Studiogast im Tigerentenclub des Südwestrundfunks in Göppingen.
Die lilafarbenen Kinderhaarspangen glitzern unter der Fünf besonders schön. Die Fünf ist ein Lichtstrahler unter der Studiodecke. Die Zahl hat irgendwann mal einer mit weißer Kreide aufgemalt. Die Fünf leuchtet auf Pamela, die Moderatorin, auf Hee Wan Lee, den Volleyball-Bundestrainer, und Casper, das Maskottchen. Pamela Großer ist 25, trägt gleich fünf der lila Kinderhaarspangen und sagt zu Hee Wan Lee: "Ich habe einen Glücksbringer für euch: unsere Tigerente. Und viel Glück bei der Weltmeisterschaft."
Hee Wan Lee ist 46, Studiogast und trägt keine Kinderhaarspangen. Er hat ohnehin kaum Haare. Hee Wan Lee bedankt sich artig für das possierliche Holztierchen und für die guten Wünsche. Hee Wan Lee hat natürlich auch ein Geschenk, einen Volleyball - doch der ist weg. Ausgerechnet jetzt. Casper nämlich, das Maskottchen der Weltmeisterschaft, neben ihm hält keinen Volleyball in seinen Händen. Der Applaus der Kinder im Studio donnert los. Prima einstudiert, aber der Ball fehlt leider immer noch. Aus. Ende. Vorbei. Diese Szene müssen wir noch mal aufzeichnen - so geht das natürlich nicht. Wir sind doch im Fernsehen.
Pause. Drehpause. Der Ball mit den Unterschriften der Studiogäste Angelina Grün, Beatrice Dömeland, Kerstin Tzscherlich - den drei Volleyball-Nationalspielerinnen - und Hee Wan Lee, ihrem Trainer, muss her. Diese Werbung muss sein. Deshalb sind die vier doch nach Göppingen ins Studio des Südwestrundfunks (SWR) des Tigerentenclubs gekommen. Um zu werben. Für sich und für die Weltmeisterschaft, die vom 30. August bis 15. September in acht deutschen Städten ausgetragen wird. Die Zwischenrunde und das Viertelfinale (6. bis 12. September) finden in Stuttgart statt.
Beatrice Dömeland sitzt in der Maske und sagt: "Es ist ganz wichtig, dass wir es schaffen, unsere Sportart zu verkaufen." Eigentlich sollten die Volleyballerinnen schon in der vergangenen Woche in den Stauferpark kommen, doch es ist etwas Erfreuliches dazwischengekommen. Beim Grand Prix sind sie überraschend Dritte geworden und daher mit einer Woche Verspätung von den Wettkämpfen aus Asien zurückgekehrt.
Der Erfolg in Asien hat Deutschlands Volleyballfrauen als Team zusammengeschweißt, der Erfolg in Asien lässt sich aber auch gut vermarkten. Reichlich PR ist Pflicht in den Tagen vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land. Das wissen die Spielerinnen - und zeigen sichvon ihrer attraktivsten Seite.
Hier professionelle Fotos mit dem Sponsor, dort, wie im Falle der jungen Kathy Radzuweit, ein Shooting für die Zeitschrift "Max", zudem waren einige Spielerinnen beim Fernsehspot für eine tabakfreie Volleyball-Weltmeisterschaft dabei. Am 28. des Monats erscheinen im "Stern" erotische Fotos des Nationalkaders - ein nicht mehr ganz neuer Trend. "Wir Sportler sind da eh vom Naturell lockerer als der Otto Normalverbraucher", sagt Beatrice Dömeland und spricht davon, dass sich "am Tag X keine unwohl gefühlt hat, weil der Fotograf erst mal das Licht ausgemacht hat, um eine lockere Atmosphäre zu schaffen".
Und der Besuch im Tigerentenclub? "Das macht Spaß", sagt Angelina Grün, die Außenangreiferin, und unterschreibt auf dem T-Shirt von Susanne Mayer. Die Zehnjährige vom SC Weiler ist eines der Studiokinder, das mit den Nationalspielerinnen ein paar Bälle pritschen darf, und hat mächtig "Bauchkribbeln". Hee Wan Lee ist selbst Vater zweier Kinder, doch den Tigerentenclub hat er noch nie gesehen. "Die Sendung mit der Maus habe ich mal angeschaut", sagt er. Hee Wan Lee beobachtet lieber, wie Beatrice Dömeland mit dem zuständigen Redakteur über ein Paar Tigerenten-Socken für ihren kleinen Neffen Eric verhandelt.
"Es ist schön, auch mal die andere Seite kennen zu lernen", sagt Angelina Grün, "denn wir haben ja noch nie so einen Presserummel gehabt." Ruhe wäre Hee Wan Lee lieber gewesen. Ach ja. Achtung, bitte Ruhe für die letzte Aufzeichnung. Die Fünf leuchtet wieder auf Pamela, Hee Wan und Casper. Die Tigerente wird übergeben - und diesmal auch der Ball. Übrigens: mit der Post kommt demnächst noch ein Poster vom Team - Werbematerial für die WM.
Der Tigerentenclub mit den Spielerinnen der Volleyball-Nationalmannschaft wird am 31. August um 12.35 Uhr in der ARD und um 15.30 Uhr im Kinderkanal ausgestrahlt.
Tickets
zur Zwischenrunde in Stuttgart gibt es von acht Euro an über Easy Ticket
Service unter 0711/2555555. Weitere Informationen zur Weltmeisterschaft unter http://www.volleyball2002.de
Stefanie Wahl
| Norddeutschland - Hamburger Abendblatt |
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Donnerstag. 15. August 2002 |
TuS Jork sucht vergeblich nach Trainern
Jork - Was ist bloß im Alten Land los, der TuS Jork sucht verzweifelt nach Volleyball-Trainern. Das Umfeld der beiden Regionalliga-Mannschaften ist besser als bei vielen Hamburger Clubs. Dazu gibt es ein reges Publikumsinteresse. Und doch haben die Verantwortlichen Probleme, einen Coach zu finden. Hintergrund: Frauentrainerin Sabine Schulz-Cordes hatte ihren Ausstieg verkündet. Zwar stellten sich mit Uli Krieter (zuletzt TSV Apensen) und Ralf Buscher (VC Norderstedt) zwei Nachfolge-Kandidaten im Probetraining vor. Doch zu einem Abschluss kam es nicht.
Das Angebot von Rolf
Schmitt, sein Traineramt bei den Männern aufzugeben und die Frauen zu übernehmen,
wenn sich ein Nachfolger für sein Team finden würde, nutzte auch nicht.
"Nicht eine Anfrage haben wir gehabt", sagte Schmitt. Dabei hätten
die Jorker einem neuen Coach weitgehende Befugnisse eingeräumt. Doch Inserate
im Internet oder entsprechende Aufforderungen via Medien bliebnen erfolglos.
Auch seine
guten Kontakte zu Deutschlands Beachvolleyball-Szene als Trainer der fünftbesten
deutschen Paarung Silke Schmitt/Katrin Petzold brachte nur Absagen ein. Rolf
Schmitt fragte sogar die Partnerin seiner Frau, ob sie nicht das Frauenteam übernehmen
wolle. Doch die bisherige Zuspielerin des TVF Phoenix winkte ab. Katrin Petzold
fährt im Oktober für ein halbes Jahr um die Welt.
So erklärte
sich Sabine Schulz-Cordes angesichts des drohenden Zerfalls des Jorker
Frauenteams zu einem erneuten Comeback bereit. Allerdings nur noch als
Teilzeitkraft. Als Co-Trainerin springt Mittelblockerin Nadine von Minden ein.
Die 30-Jährige verabschiedet sich in die Schwangerschaftspause. Weiterhin
verabschiedeten sich Silke Candler (BTS Bremen) und Andrea Steffens (TV
Vahrendorf). Dafür will Sabine Schulz-Cordes als Libera auflaufen. Außerdem
wurde Tanja Voß (30) für die Annahme reaktiviert.
Bei den Männern
werden derzeit Nachwuchsspieler aus dem eigenen Club getestet. "Vielleicht
meldet sich bei uns ja noch jemand nach Ende der Beachsaison. So drei bis vier
Plätze könnte er in seinem Drittliga-Team noch vergeben.
masch
| Deutschland - Nordkurier |
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Donnerstag. 15. August 2002 |
"Wir
sehen uns am Strand wieder"
Waren/Rechlin. Volleyball-Nachwuchstrainer Mirko Heine hat 18 Monate gebaggert und sein geduldiges Werben war erfolgreich. Der Warener Tim Sagunski ist seinem Lockruf zum TSC Berlin, dem deutschen Meister in der C-Jugend, gefolgt. Der 13-Jährige war dem Hauptstädter vor allem bei den Duellen mit dem Rechliner VV ’96 in der D-Jugend-Meisterschaft an der Spree aufgefallen, die zumeist von den Mecklenburgern dominiert worden war.
Ein
Wechsel nach Schwerin kam für das Talent nicht in Frage: "Sie haben dort
nicht so viele gute Spieler in meiner Altersklasse. Außerdem kenne ich die
Berliner bereits aus vielen Vergleichen." Inzwischen hat der Müritzstädter
viele Freunde beim TSC gefunden: "Alle sind nett." Und auch der neue
Coach findet viele lobende Worte für seinen Schützling: "Tim ist eine
Bereicherung für unsere Mannschaft. Er zeichnet sich durch seine sehr gute Körperbeherrschung
aus, er sieht sehr viel, ist laufstark, gut ausgebildet und passt charakterlich
ins Team."
Prüfung
bestanden Der norddeutsche Meister ist nach einer Aufnahmeprüfung inzwischen
auf dem besten Weg sich einen Stammplatz bei den Berlinern zu erobern. Er gehörte
zur erfolgreichen Mannschaft, die kürzlich in Belgien ein gut besetztes Turnier
gewonnen hat. "Das Training ist härter als in Waren, aber trotzdem nicht
zu schwer", urteilt der Blondschopf nach einer knappen Woche konzentrierten
Übens in Zinnowitz auf der Insel Usedom.
Der Filius vom Malchower Verbandsliga-Trainer Bernd Sagunski wurde im Sportunterricht entdeckt. "Ich hätte schon gern gesehen, dass er Fußballer wird", gibt der Vater zu. Doch nach dem Wechsel ans Gymnasium verkündete Tim: "Du brauchst mich nicht mehr anmelden". Warens Stadtsportlehrer Christian Däuble hatte den Jungen für die Volleyball-Abteilung des SKV Müritz begeistern können. Diesen Schritt haben die Sagunskis bis heute nicht bereut. "Tim hat den Trainern Christian Däuble und Reiner Brust sehr viel zu verdanken", betont der Fußballer Sagunski.
Zusammen
mit dem Rechliner Ludwig Fentzahn nahm die erfolgreiche sportliche Laufbahn Tims
vor knapp vier Jahren in der F-Jugend ihren Anfang. Das Duo ebnete den Weg für
einige Volleyball-Talente im Müritzkreis. Vier Landestitel, eine norddeutsche
Meisterschaft, ein zweiter Rang im Norden und gute Platzierungen bei drei
nationalen Titelkämpfen sammelten sich inzwischen an. Nicht zu vergessen der überraschende
vierte Platz in der Mannschaftswertung der Sportlerumfrage 2001 des Nordkurier.
Die Rechliner wünschen ihrem ehemaligen Weggefährten weitere sportliche
Erfolge. "Tim, wie gerne würde ich mit dir nach Berlin gehen, aber wie du
weißt bin ich etwas zu klein geraten. Ich suche meine Chance trotzdem und sehe
dich garantiert auf dem Beach-Platz wieder. Da spielt ja die Größe keine
Rolle. Also zieh’ dich warm an", verabschiedet Mannschaftskapitän Ludwig
Fentzahn seinen langjährigen Spielpartner.
Traum
von der Auswahl André Heinrichs lobt und kritisiert zu gleich: "Du warst
einer der spielstärksten Leute, mecker nicht so viel und du wirst ein Großer."
Davon ist auch Toni Fleck überzeugt: "Ich werde bald nach Schwerin gehen
und vielleicht sehen wir uns dann im Finale um eine deutsche wieder."
"Ich bin bei deinen Spielen in der Nationalmannschaft dabei - als dein
Zuspieler", geht Jonas Fentzahn sogar noch einen großen Schritt weiter.
Bis
dieser Traum vielleicht eines Tages erfüllt wird, muss Tim weiter an sich
arbeiten. Im Baggern und Pritschen habe er Nachholebedarf. "In der Technik
muss er sich noch verbessern", untermauert TSC-Trainer Mirko Heine das
erkannte Defizit. Doch die Bedingungen in Berlin werden dem Warener Jungen
helfen, aufzuschließen. Zum Training im neuen Verein gibt es zusätzliche Übungseinheiten
beim Landestrainer der Haupstadt während des Unterrichts in der Gesamtschule
mit Gymnasialstufe.
Der 34-jährige Mirko Heine bildet mittlerweile schon 16 Jahre lang junge
Volleyballer aus. Vier seiner Schützlinge von einst spielen heute bei
Bundesligisten und in der Herren-Nationalmannschaft. Wenn das ’mal keine guten
Aussichten für Tim sind!
Sven
Kaiser
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Donnerstag. 15. August 2002 |
NVV
Top-Ten Turnier in Hildesheim
Der Strand kommt in die
Stadt: EVI Beachvolleyball Cup vom 16.-18. August 2002 auf dem Platz an der
Lilie.
Auch in diesem Sommer holen radio ffn und Wilkenburger wieder den Strand in die
Stadt! Für alle sonnenhungrigen und sportbegeisterten Hildesheimer wird der
Platz an der Lilie mit mehr als 300 Tonnen allerfeinstem Sand aufgeschüttet:
Hier entstehen zwei Spielfelder für den EVI Beachvolleyball Cup 2002.
Insgesamt 16 Damen- und
12 Herrenteams streiten um Preisgelder und wichtige Ranglistenpunkte für die
niedersächsische und bundesdeutsche Meisterschaft. Wie in den Vorjahren wird
das Teilnehmerfeld mit einer Reihe hochkarätiger Akteure aus nah und fern
besetzt sein, denn hier gilt es, die letzten Chancen zu nutzen, um vielleicht
doch noch die Qualifikation für das große niedersächsische Finale am 30.
August in Hannover zu erreichen.
Das Herrenfeld wartet
mit einer starken Konkurrenz auf: Raphael Homann (VfL Uetze) und Mathias Sockel
(TSV Giesen) werden ihre Favoritenrolle unter anderen gegen die Vereinskollegen
Andi Klimm und Raimund Wenning (ebenfalls TSV Giesen) sowie gegen starke
Konkurrenz des MTV 48 Hildesheim (Lars Hobbie, Ingo Werschek und Frank Pawla)
behaupten müssen.
In der Damenkonkurrenz
sind die Hildesheimer diesmal leider nicht vertreten. Man darf aber trotzdem auf
spannende Spiele hoffen, da fast die gesamte Spitze der niedersächsischen
Rangliste antritt. So kann z.B. das an 1 gesetzte Team Katharina Galland und
Amke Rose (beide USC Braunschweig) ebenso auf den Sieg hoffen wie Nina Ebinger
und Monika Schulz (beide GfL Hannover), die hier in Hildesheim noch die letzten
entscheidenden Punkte für das NVV-Finale am letzten Augustwochenende in ihrer
Heimatstadt Hannover sammeln wollen.
Der EVI
Beachvolleyballcup startet am Freitag, 16. August gegen 14 Uhr mit den
Qualifikationsspielen um die begehrten Plätze im Hauptfeld. Am Samstagmorgen
geht es um 10 Uhr mit den ersten Runden in der Damen- und Herrenkonkurrenz
weiter. Gespielt wird am Freitag und Samstag bis ca. 20 Uhr.
Und wer dann noch immer
nicht genug vom Strand- und Urlaubsfeeling hat, der darf sich auf mitreißende
Finalspiele am Sonntag freuen. Die ersten Austragungen starten bereits gegen 10
Uhr, so dass mit den Finalspielen am frühen Nachmittag zu rechnen ist.
© 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel