News

Freitag, 16. August 2002 

Neuer Landesspielwart in Berlin
HM Duo-Mixed am GWE Strand
Spannende Meisterschaften in Hamburg
Guhr, Dumler und Benecke nicht mehr dabei!
Tobbacco Free Sports: Baggern - aber bitte rauchfrei! 
Beach-Sichtungstraining im Freibad Kiwittsmoor
WM-Poster
Kurz vor der Juniorinnen-EM
Auf zum YOUNG BEACH-Finale
Moculescu-Team unterliegt Finnland mit 1:3!
Der Hintergrund: Das Ziel heißt Berlin
Volleyball-Länderspiel in Rüsselsheim
Drei abgeschmettert
Diesmal kein Ärger mit Stadtdechant
Volleyballer unterstützen Hochwasser-Opfer
Karten für die Volleyball-WM
0:3-Niederlage trotz der "langen" Kathy
Masters auf Fehmarn - Der Vorbericht

August 2002

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Juli 2002

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Smash-News

Freitag. 16. August 2002

Neuer Landesspielwart in Berlin

Neuer Landesspielwart ist Eberhard Harten ! Er wurde vom VVB-Präsidium kooptiert und tritt die Nachfolge von Tim Balzer an, der im Mai von seinem Amt zurückgetreten war.
Wir wünschen ihm viel Erfolg und Fingerspitzengefühl in seinem Amt.

An ihn gerichtete Post ist bitte an die VVB-Geschäftsstelle zu senden.

 

Hamburg - Smash-News

Freitag. 16. August 2002

HM Duo-Mixed am GWE Strand

Zum zweiten Mal nach 2001 werden nächsten Samstag (17. August 2002) die Hamburger Duo-Mixed-Meisterschaften am GWE Strand stattfinden. Auf der 3-Feld-Anlage von Grün-Weiß Eimsbüttel werden Berit Schneider und Christoph Westphal versuchen, Ihren Titel zu verteidigen.

Die zentral gelegene Beachanlage zwischen Julius-Vossler-Str. und Deepenstöcken hat sich in den letzten zwei Jahren gut bewährt. Dazu beigetragen haben die Qualität der Anlage und die Qualität der ausgetragenen Turniere im Rahmen der Hamburger Beachserie. Im Masterssand von 1999 sind 3 DVV1-Funtec-Netze befestigt, deren Höhe sich in sekundenschnelle verändern läßt. Die 4 Meter hohe, schallisolierte Umzäunung hat sich bei den Aktiven stark bewährt - nur vereinzelt fliegen Bälle über den Zaun. 

Harry Korn, der Schankwirt der angrenzenden Vereinsgaststätte, freut sich über die zusätzlichen Aktivitäten, obwohl er jetzt doch einigen Sand in Duschen, Umkleiden und Toiletten vorfindet. So wird er auch in diesem Jahr bei schönem Wetter seinen Bierpilz öffnen und sein "Hefeweizen vom Faß" anbieten.

Das Eintagesturnier beginnt um 09:30 Uhr, mit den Finalspielen ist gegen 18:00 Uhr zu rechnen. Wir freuen uns auf Euren Besuch, denn mit erstklassigem Sport ist garantiert zu rechnen.

Jan Martens

Die aktuelle Setzliste

  Name Vorname L-Nr. Verein Name Vorname L-Nr. Verein TP
1 Nickel Angela 5009 WiWa Nickel Stefan 33 SVFr 642
2 Westphal Christoph 0584 Bars Berit Schneider 5535 Bars 561
3 Tonn Julia 5395 THE Scherffenberg Nils 1107 SpoSp 538
4 Frie Meike 5413 SpoSp Stork Arnim 342 HTBU 490
5 Weber Katharina 5058 GWE Friedrich Michael 133 WiWa 417
6 Rückborn Lars 0007 WiWa Vollmann Anuschka 5259 WiWa 403
7 Benecke Christina 5475 Bars Meier Torben 876 Bars 390
8 Werner Annette 5373 WiWa Stolz Frank 833 SCN 368
9 Frese Marcus 0321 StG Osterloh Wiebke 5080 StG 363
10 Kloth Wendy 5471 WiWa Anschütz Stefan 14 WiWa 304
11 Wiedemann Katja 5389 ETV Wiedemann  Volker 414 AMTV 298
12 Schillerwein Katharina 5707 Schwa Behncke Henryk 1068 Schwa 264
13 Schütte Marcus 0274 ESV Köpcke Maike 5701 NTSV 259
14 Roederer Daniel 1098 WSV Krüger Corinna 5605 BSV 251
15 Brumshagen Susanne 5719 NTSV Schönfeld Kevin 270 Sasel 233
16 Schwamm Maike 5653 BSV Malkowski Philipp 1097 WSV 222

 

Hamburg - Smash-News

Freitag. 16. August 2002

Spannende Meisterschaften in Hamburg

Tim Braun holt vierten Titel !

Bei schweißtreibend sonnigem Wetter fanden am vergangenen Wochenende die Hamburger Meisterschaften der Frauen und Männer im Beach-Volleyball statt. Auf der von der Stadt frisch renovierten Turnieranlage im Hamburger Stadtpark setzten sich bei den Frauen die Ranglistenersten Julia Lemmer und Katrin Salbach (VC NAL) und bei den Männern Tim Braun und Carsten Potrawke (Tus Alstertal/SV Friedrichsgabe) durch.

Die sportlich besten Meisterschaften waren propagiert worden und die von Hauptsponsor Öger Tours mit schneeweißen Shirts ausgestatteten Spielerinnen und Spieler bestätigten diese Erwartung von Anfang an mit packenden Ballwechseln und reihenweise engsten Spielausgängen.

Bereits in der 1. Runde wurde die amtierende Hamburger Meisterin Astrid Carstens-Schiewe (VG Elmshorn), die gemeinsam mit Vereinskameradin Nina Nezam antrat, von Katja Saß und Birte Heuberger, einem weiteren VGE-Team, mit 14:16 und 10:15 auf die Verliererrunde geschickt. „Es ist schon Pech, dass im ersten Spiel quasi Platz 1 und 3 der letztjährigen Meisterschaften gegeneinander spielen. Birte und Katja haben diese Saison in Hamburg wenig gespielt, also auch wenig Punkte.“ war Astrid Carstens-Schiewe etwas unglücklich über die Auswirkungen der Setzliste.

Doch auch Saß/Heuberger mussten in der zweiten Runde passen, es schien, als sollten sich die Elmshorner gegenseitig aus dem Rennen werfen. Denn gegen Meike Sievers und Silvia Boyens setzte es eine glatte 7:15 und 8:15 Niederlage.

Nachdem sie wegen der Geburt ihres Sohnes im letzten Jahr nicht an den Meisterschaften teilnehmen konnte, meldete sich Silke Maier an der Seite von Inga Bökeler mit zwei Siegen zurück. Die Oststeinbekerinnen setzten sich zunächst mit 15:12 und 15:13 gegen Barbara Müller und Nicole Meier durch und bezwangen anschließend auch das von vielen hoch gehandelte Paar Angela Nickel und Elke von Lilienhoff (VG WiWa) mit 16:14 und 15:13.

Wendy Kloth und Julia Tonn (VG WiWa/TH Eilbek), die schon mehrere Turniererfolge in dieser Saison vorweisen konnten, hatten in der ersten Runde ein schweres Stück Arbeit zu absolvieren. Mit 15:17, 15:10 und 15:3 kämpften sie das Hamburger Auswahlteam Christina Hörig und Helena Mayer vom TSV Schwarzenbek nieder. Hörig/Mayer haderten ein wenig mit dem Schicksal, nachdem sie auch ihr zweites Spiel gegen Meike Frie und Anne Rosenthal (SportSpaß/Grün-Weiß Eimsbüttel) knapp und unglücklich mit 13:15 und 14:16 verloren hatten und damit ausgeschieden waren, doch werden sie sich bei den nächsten Meisterschaften mit ziemlicher Sicherheit revanchieren.

Überglücklich waren dagegen Kloth/Tonn über ihren anschließenden Erfolg über die Hamburger Meisterinnen von 2000, Uta Kieckhöfel und Katharina Weber von Grün-Weiß Eimsbüttel. Beim 15:13 und 22:20 spielten sie nicht nur den längsten Satz des Turniers, es war insbesondere für Julia Tonn wichtig, keinen dritten Satz spielen zu müssen. So war sie für den Rest des Samstags spielfrei und beeilte sich, zur Hochzeit einer Freundin zu kommen. Bei einem dritten Satz wäre sie in arge Konflikte gekommen ...

Nur die Ranglistenersten und früheren Hamburger Jugendmeister Julia Lemmer und Katrin Salbach (VC NAL) absolvierten die ersten beiden Durchgänge relativ ungefährdet. Annette Werner und Anuschka Vollmann wurden sicher mit 15:6 und 15:6 bezwungen und gegen die Elmshornerinnen Tanja Sander und Christiane Hansen war nur der erste Satz umkämpft, bevor die Partie mit 16:14 und 15:7 gewonnen werden konnte. Erstmals richtig gefordert schienen Lemmer/Salbach am Sonntag morgen beim Spiel um den direkten Einzug ins Halbfinale gegen Wendy Kloth und Julia Tonn. Nachdem der erste Durchgang mit 14:16 verloren ging, spielten die Alstertalerinnen jedoch nahezu fehlerfrei, während sich bei Kloth/Tonn vereinzelt Konzentrationsschwächen einschlichen. Lemmer/Salbach setzten sich in denletzten beiden Sätzen doch noch sicher mit 15:10 und 15:8 durch.

Ebenfalls direkt ins Halbfinale gelangten Inga Bökeler und Silke Maier durch ein umkämpftes 15:13, 20:22 und 15:12 gegen Sievers/Boyens.

Auf der Verliererseite hatten sich mittlerweile Carstens-Schiewe/Nezam sehr sicher gegen Osterloh/Drosdzoll (St. Georg) mit 15:8 und 15:7 und Sander/Hansen (15:13, 15:7) durchgesetzt. Auch Kieckhöfel/Weber wurden bezwungen, doch stand diese Partie nach einem 15:6 im ersten Satz im zweiten Durchgang auf des Messers Schneide und die Elmshornerinnen setzten sich glücklihc mit 18:16 durch. Im vereinsinternen Duell gegen Sievers/Boyens gelang letztlich mit 15:12 und 15:13 der Einzug ins Halbfinale. Doch gegen die souverän auftrumpfenden Lemmer/Salbach blieb nur tapfere Gegenwehr, das Team des VC NAL setzte sich mit 15:10 und 15:13 durch.

Auch Katja Saß und Birte Heuberger von der VGE hatten sich gegen Meike Utzig und Katja Wiedemann vom ETV (15:11, 15:8) und Nickel/v.Lilienhoff (15:11,15:13) durchsetzen können und waren im Viertelfinale auch gegen Kloth/Tonn, bei denen die Kräfte zu schwinden schienen, mit 15:9 und 17:15 erfolgreich. Aber im Halbfinale war auch für das zweite Elmshorner Team Endstation, sie unterlagen Bökeler/Maier mit 15:17 und 10:15.

Nachdem im Spiel um Platz 3 Carstens-Schiewe und Nina Nezam gegen Saß/Heuberger mit 15:12 und 15:8 eindrucksvoll Revanche für die Erstrunden-Niederlage genommen hatten, entwickelte sich das Finale zu einem krönenden Abschluß eines Klasse-Turniers. Mit 13:15, 15:8 und 15:13 konnten sich letztlich die Hamburger Jugendmeister von 2000 Julia Lemmer und Katrin Salbach durchsetzen und somit auch den Titel bei den Frauen erringen.

„Julia Lemmers Sprungaufschläge haben den zweiten Satz entschieden, damit hat sie fünf Punkte Vorsprung rausgeholt“, kommentierte Jan Maier, Ehemann und Coach von Silke. "Das war schon etwas überraschend, wie stark wir nach der Pause spielen konnten. Es war ein spannendes Endspiel mit dem besseren Ende für Julia und Katrin", so Bökeler hinterher. Und Katrin Salbach meinte erleichtert: "Hauptsache gewonnen. Aber das war schon ein ganz schön aufregendes Match."

Spannend ging es auch von der ersten Minute an beim Männer-Turnier zu. Einige „verlorene Söhne“ hatten den Weg zurück gefunden, Zweitligaspieler Christian Bartram spielte früher hauptsächlich NVV-Turniere und auch einige Qualis für Masters-Turniere und freute sich über das Niveau der Hamburger Meisterschaften: „Das Level ist deutlich gestiegen.“

Der dreifache Hamburger Meister Tim Braun (Tus Alstertal) trat mit Carsten Potrawke (SV Friedrichsgabe) an, beide ebenfalls bundesweit erfahrene Kämpen. Gleich in den ersten beiden Runden mussten sie gegen die Dauergäste bei Hamburger Meisterschaften Eric von Porthan und Marco Angermeier vom Zweitligisten Oststeinbeker SV mit 15:13, 12:15 und 15:11 sowie gegen die topgesetzten Lars Rückborn und Marcio Carvalho von der VG WiWa mit 13:15, 15:8 und 15:9 mehr kämpfen als ihnen lieb war.

Stefan Anschütz und Martin Blumenberg (VG WiWa) konnten sich da gegen Jan Martens/Carsten Langbein (Grün-Weiß Eimsbüttel) mit 15:11 und 15:8 sowie gegen Jan Feldhusen und Bernd Klingner (WiWa/HTBU) mit 15:11 und 15:12 doch etwas sicherer durchsetzen.

Schwerer hatten es da die von vielen als Geheimfavorit genannten Torben Meier und Christoph Wetsphal vom Barsbüttler SV, die sich gegen Toralf Kraft/Arne Schultz nur in drei Sätzen (11:15, 15:10, 15:11) durchsetzen konnten und anschließend gegen Michael Kock/Bernd Meißner (SV Friedrichsgabe) zwei knappe Sätze zu 13 gewinnen konnten.

Und Christian Bartram an der Seite von Michael Friedrich (VG WiWa) wurde nach einem umkämpften 15:8, 9:15 und 19:17 gegen Niko Hoff und Rüdiger Körlin (SV Friedrichsgabe/VG WiWa) in der zweiten Runde von den Meistern 2000 und letztjährigen Vizemeistern Stefan Nickel und Matthias Nupnau mit 10:15, 15:11 und 10:15 auf die Verliererseite geschickt.

Nickel/Nupnau unterlagen dann im Spiel um den direkten Einzug ins Halbfinale gegen Meier/Westphal mit 15:11, 13:15 und 16:18, konnten sich über die Verliererunde aber dennoch für das Halbfinale qualifizieren. Dort trafen sie auf Tim Braun und Carsten Potrawke, die zuvor Anschütz/Blumenberg mit 14:16, 15:11 und 15:9 niederkämpften. Mit einem Blitzstart führten Braun/Potrawke bereits 6:0 im ersten Satz. „Damit ist der Durchgang weg“, beurteilte Lars Rückborn das Geschehen völlig richtig. Doch im zweiten Satz mussten Braun/Potrawke noch einmal alles geben, um glücklich zu einem 15:13 zu gelangen und ins Finale einzuziehen.

Im anderen Halbfinale trafen Meier/Westphal auf Michael Friedrich und Christian Bartram, die sich in drei dekwürdig engen Matches gegen v. Porthan/Angermeier (15:13, 15:13), Kock/Meißner (15:12, 16:14) und Anschütz/Blumenberg (15:13, 15:13) doch durchgekämpft hatten. Auch im Halbfinale mussten sie lange fighten, um die Barsbüttler mit 13:15, 15:12 und noch einmal 15:12 auszuschalten.

So kam es im Spiel um Platz 3 erneut zum Aufeinandertreffen zwischen Meier/Westphal und Nickel/Nupnau. Und wieder behielten die Barsbüttler die Oberhand, diesmal mit 21:19 und 22:20, was einen Zuschauer später zu der Frage verleitete, warum die Sätze denn plötzlich bis 21 gespielt worden seien. Nein, es ging eigentlich nur bis 15 ...

Im Finale konnten Tim Braun und Carsten Potrawke wie schon in der Vorschlussrunde einen Blitzstart hinlegen und führten schnell mit 4:0 und 6:1. Doch Michael Friedrich und Christian Bartram kämpften sich noch einmal heran und schafften sogar den 10:10 Ausgleich. Gleich darauf gelang den Norderstedtern aber erneut eine Führung zum 12:10, die sie nicht mehr hergaben. Mit 15:12 holten sie den ersten Satz und behielten auch im zweiten Durchgang das Heft in der Hand. Mit 15:12 und 15:1 sicherten sich Tim Braun und Carsten Potrawke den Hamburger Meistertitel.

Während Tim Braun und Julia Lemmer, Hamburgs Beach-Dreamteam, sich gegenseitig zu den Meistertiteln gratulierte, widmete Carsten Potrawke seinen Meister-Titel seinen Kindern Helen-Sirka und Simon. "Mit 37 noch einmal Hamburger Meister zu werden, dass hätte ich mir wirklich nicht träumen lassen", strahlte der Routinier, der in der Hamburger Verbandsliga für den SV Friedrichsgabe antritt.

Ausrichter Peter Neese dankte den Sponsoren Öger Tours, die die Spiel-Shirts bereitstellten, sowie den Unternehmen BallSport GmbH, TIGRO Lebensmittel und Aktuell Veranstaltungsservice für die Unterstützung und ehrte unter lang anhaltendem Beifall die jeweils vier erstplazierten Teams mit Pokalen. „Nach so einem anstrengenden Turnier ist es nur recht, wenn wir die Spielerinnen und Spieler auf Kur schicken.“ grinste Neese und überreichte jedem Sieger ein Kurtaxenheft des „Kurortes St. Pauli“.

Schade, dass toller Sport und so viel Mühe bei der Ausrichtung nicht von mehr Zuschauern gewürdigt wurde. Gerade mal ein paar Hundert verliefen sich im Laufe des Wochenendes auf dem Gelände neben der Jahnkampfbahn. „Zum Bundesliga-Auftakt berichten Hamburger Zeitungen halt lieber mehrseitig über Dortmund und München“, kommentierte Neese etwas grimmig.

Die Hamburger Meister haben sich damit für den Auftakt der Saison 2003 qualifiziert, wenn der CVJM sein „King of the Beach“-Turnier anbietet. Zuvor reisen die Teams aber noch durch deutsche Lande, um bei den Finalturnieren anderer Landesverbände weitere Erfolge einzuheimsen.

 

Deutschland - DVV-WM-News

Freitag. 16. August 2002

Guhr, Dumler und Benecke nicht mehr dabei!

Lee nominiert 12-er WM-Kader

Bundestrainer Hee Wan Lee hat heute Morgen seinen 12-er WM-Kader nominiert: Als letztes strich Lee von den 15 in Heidelberg anwesenden Spielerinnen Christina Benecke (Romanelli Florenz), Cornelia Dumler (USC Münster) und Christin Guhr (Dresdner SC).  

Damit vertreten folgende 12 Spielerinnen den DVV bei der ersten WM auf deutschem Boden: Beatrice Dömeland, Kerstin Tzscherlich (beide Dresdner SC), Kathy Radzuweit, Judith Sylvester (beide TSV Bayer 04 Leverkusen), Atika Bouagaa, Birgit Thumm (beide USC Münster), Verena Veh, Tanja Hart (beide SSV Ulm ALIUD PHARMA), Jana Müller (Schweriner SC), Angelina Grün (Volley Modena), Sylvia Roll (Schiavo Jesi), Olessya Kulakova (RC Cannes).

Hee Wan Lee begründete die Entscheidung folgendermaßen: „Aus den beiden Spielen gegen die Niederlande konnte ich zwar nicht so große Schlüsse ziehen, aber Erkenntnisse konnte ich schon gewinnen. Es gab zwischen den Spielerinnen nicht so gravierende Unterschiede, alle haben Fortschritte in ihrer sportlichen Entwicklung gemacht, sei es beim Grand Prix oder beim Training in Deutschland. Letztendlich habe ich mich für die entschieden, die beim Grand Prix dabei waren, da sich die Mannschaft dort gut eingespielt hat. Mir ist die Entscheidung nicht leicht gefallen“! 

Damit stehen im 12-er WM-Kader sieben Spielerinnen (Veh, Thumm, Sylvester, Radzuweit, Kulakova, Bouagaa, Müller), die noch nie bei einer WM dabei waren. Sylvia Roll und Beatrice Dömeland sind die erfahrensten deutschen Spielerinnen auf diesem Gebiet, sie nahmen bereits an zwei Weltmeisterschaften teil (1994 + 1998). Die anderen drei DVV-Spielerinnen (Hart, Grün, Tzscherlich) sammelten 1998 in Japan WM-Erfahrung.  

Das Publikum in Münster wird damit zwei aktuelle (Bouagaa, Thumm) sowie zwei ehemalige (Grün, Sylvester) USC-Spielerinnen in der Vorrunde anfeuern können.   Heute Abend bestreitet die deutsche Mannschaft ihr letztes offizielles Länderspiel vor der WM: In Koblenz trifft das deutsche Team ab 18.30 Uhr auf die Niederlande. Nach den zwei vorherigen Niederlagen gegen die Gäste in Rüsselsheim (2:3) und Freisen (0:3), bei denen Lee auf seine Stammformation verzichtete, soll heute nun ein Sieg gelingen. Lee will mit seiner besten Formation antreten.  Bilder von diesem Spiel gibt es zu sehen am Freitag im ZDF-Mittagsmagazin ab 13.05 Uhr.  

 

Deutschland - DVV-WM-News

Freitag. 16. August 2002

Tobbacco Free Sports: Baggern - aber bitte rauchfrei! 

Ein Beitrag von Marion Caspers-Merk, Drogenbeauftragte der Bundesregierung!

Ich freue mich sehr, dass sich der internationale und der deutsche Volleyball-Verband, der "Tobbacco Free Sports" Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angeschlossen haben und die Volleyball-WM in Deutschland "rauchfrei" stattfinden wird. Sportlerinnen und Sportler haben eine wichtige Vorbildfunktion. Zudem wissen wir aus unseren Untersuchungen, dass die Mitgliedschaft in einem Sportverein nachweislich vor Sucht und Drogen schützt. Jugendliche und Erwachsene, die Sport treiben, rauchen auch weniger. Dies zeigen die aktuellen Daten. Bei jugendlichen Vereinsmitgliedern liegt der Nichtraucheranteil bei 69 % im Gegensatz zu 58 % bei Nichtvereinsmitgliedern. Beim Tabakkonsum unter jungen Erwachsenen gibt es in Deutschland zwei gegenläufige Trends.

Positiv ist, von 1993 bis 2001 ist der Anteil der “Nieraucher” unter jungen Menschen, d.h. Jugendliche, die noch nie eine Zigarette geraucht haben, von 38 % auf 49 % kontinuierlich gestiegen. Im Gegenzug steigt der Anteil der Raucher insbesondere in der Altersgruppe der 12- bis 17-jährigen. Am besorgniserregensten ist die Zunahme bei Mädchen, sowohl in Ost- wie in WestDeutschland. Deshalb ist es ein ganz besonderes Zeichen, dass nach der Fußball-WM der Männer in diesem Sommer nun auch eine internationale Sportveranstaltung der Frauen sich der "Tobacco free sports Kampagne" der WHO angeschlossen hat. Zumal Volleyball gerade viele Mädchen und junge Frauen anzieht. 

Die Bundesregierung hat gerade in diesem Jahr zahlreiche Maßnahmen zum Nichtraucherschutz auf den Weg gebracht. 
1. Abgabeverbot: In dem neuen Jugendschutzgesetz, das im Juli verabschiedet wurde, ist erstmalig ein strafbewehrtes Abgabeverbot von Tabakwaren an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren festgeschrieben. Zigarettenautomaten müssen innerhalb der nächsten vier Jahre so gesichert werden, dass Kindern und Jugendlichen der Zugang zu Zigaretten nicht möglich ist. 
2. Werbeeinschränkungen: Im Jugendschutzgesetz ist weiterhin geregelt, dass im Kino Werbefilme für Tabakwaren erst nach 18.00 Uhr  gesendet werden dürfen. Dies ist ein erster Schritt, um gerade die sehr jungen Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Auswirkungen der Werbung zu schützen.
3. Preisgestaltung: Zum 1. Januar 2002 wurde die Steuer für Tabakwaren erhöht. In einer 2. Stufe wird die Tabaksteuer zum 1. Januar 2003 erneut um 20 Cent pro Packung angehoben. Internationale Untersuchungen belegen, dass Preissignale ein wichtiges ergänzendes Mittel sind, um Nichtraucherquoten zu erhöhen. Gerade junge Menschen, die eher über geringe Einkommen verfügen, überlegen sich anlässlich einer Preiserhöhung, ihren Konsum zu reduzieren oder mit dem Rauchen ganz aufzuhören
4. Neue Finanzquellen erschließen: Präventionsmaßnahmen kosten Geld. Momentan fehlt es z.B. an attraktiven Raucherentwöhnungsprogrammen, die sich explizit an Jugendliche richten. Auch spezielle Angebote für Mädchen fehlen. Durch einen Vertrag mit der Zigarettenindustrie konnten wir erreichen, dass erstmals die Hersteller Verantwortung für ihr gesundheitsschädliches Produkt übernehmen. In den nächsten 5 Jahren wird die Tabakindustrie 11,8 Mio. Euro für Präventionsmaßnahmen zur Verfügung stellen, die sich an Kinder und Jugendliche richten. Durch die Vertragsgestaltung ist ausgeschlossen, dass die Industrie Einfluss auf die Inhalte der Maßnahmen nehmen kann. Das Geld wird der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung gestellt. 
5. Nichtraucherschutz verstärken: Die Neuregelung der Arbeitsstättenverordnung ist im Juli vom Kabinett verabschiedet worden. Danach werden nunmehr alle Arbeitgeber verpflichtet, Maßnahmen zum Schutz der nichtrauchenden Beschäftigten zu treffen. Dies hilft auch nichtrauchenden Auszubildenden in den Betrieben. 
6. Kampagnen ausweiten: Deutschland beteiligt sich aktiv an der EU-Kampagne "Feel Free To Say No" (www.feel-free.info). Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wird die EU-Kampagne z.B. durch Raucherentwöhnungsprogramme, die sich speziell an Jugendliche richten unterstützen. 

Ich wünsche unseren Volleyballerinnen viel Erfolg, volle Hallen und eine bestmögliche Platzierung! 

Am 22. August findet in Berlin eine Pressekonferenz zu diesem Thema statt, u.a. mit DVV-Präsident Werner von Moltke. Dort soll unter anderem auch der TV-Spot mit der deutschen Mannschaft zu diesem Thema vorgeführt werden. Journalisten, die Interesse haben, teilzunehmen, wenden sich bitte an die DVV-Pressestelle!

 

Hamburg - HVbV-News

Freitag. 16. August 2002

Beach-Sichtungstraining im Freibad Kiwittsmoor

Die Beachauswahltrainer Kai Überwimmer und Tim Braun veranstalten am Mittwoch, dem 21.08.02 von 17:00 – 20:00 im Kiwittsmoorbad in Hamburg-Langenhorn (Hohe Liedt) ein Sichtungstraining. Eingeladen sind SpielerInnen der Jg. 84 – 87, die Interesse haben, leistungsorientiert(d.h. im Sommer mind. 2 die Woche Beachtraining sowie regelmässige Teilnahme an Turnieren) zu beachen. Andere Jahrgänge sind telefonisch abzusprechen.

Im Rahmen der Veranstaltung werden die Auswahltrainer einen Überblick über die Aktivitäten geben. Wer noch Fragen hat oder am obigen Termin nicht kann, aber trotzdem Interesse hat:

Tim Braun, BraunTim@t-online.de, (040) 527 78 00

Wer am Mittwoch kommen will, schicke bitte eine kurze Nachricht an Tim Braun, damit er ungefähr planen kann.

 

Deutschland - USC Münster-News

Freitag. 16. August 2002

WM-Poster

Es ist ein echter Blickfang, das offizielle WM-Poster der DVV-Frauen in den neuen Einteilern von ASICS. Auf dem Bild sieht der Betrachter 14 selbstbewusste junge Frauen und Bundestrainer Hee Wan Lee. Bereit, bei der WM an die Erfolge des Grand Prix 2002 anzuknüpfen, als ein sensationeller 3. Platz gelang.  

Das Bild wird bei der WM an den WM-Shops vertrieben, voraussichtlich gegen eine Schutzgebühr von 0,50 Euro und kann ab heute auf der Internetseite: http://www.volleyball2002.de gedownloadet werden (ca. 1,7 MB, die sich lohnen. Mit rechter Maustaste anklicken und speichern).

Folgende Spielerinnen sind auf dem Bild zu sehen:  Foto ASICS: v.l.n.r.: Tanja Hart, Julia Schlecht, Kerstin Tzscherlich, Beatrice Dömeland, Sylvia Roll, Atika Bouagaa, Jana Müller, Angelina Grün, Birgit Thumm, Christina Benecke, Olessya Kulakova, Judith Sylvester, Verena Veh, Kathy Radzuweit, Coach Hee Wan Lee

 

Deutschland - USC Münster-News

Freitag. 16. August 2002

Kurz vor der Juniorinnen-EM

So langsam steigt das EM-Fieber bei der deutschen Juniorinnen-Nationalmannschaft in Zagreb: Nur noch gut 48 Stunden verbleiben dem Team von Bundestrainer Rudi Sonnenbichler bis zum ersten Spiel gegen die Niederlande (Samstag, 15 Uhr). Und der Coach gibt sich optimistisch: "Wir sind heute um halb 12 hier in Kroatien gelandet und werden von 15-17 Uhr noch einmal eine Traingseinheit durchführen", so Sonnenbichler. "Das Feld hier ist sehr ausgeglichen und unser Ziel ist auf jeden Fall das Erreichen des Halbfinales", gibt der DVV-Trainer die Marschroute vor. Dabei steht ihm die beste Formation zur Verfügung.

Die weiteren Gruppenspiele der deutschen Mannschaft bei der Juniorinnen-Europameisterschaft in Zagreb, Kroatien: 18.08. Deutschland - Tschechien (20 Uhr), 19.08. Türkei - Deutschland (17.30 Uhr), 21.08. Deutschland - Polen (15 Uhr), 22.08. Frankreich - Deutschland (15 Uhr). Die Halbfinalspiele beginnen am 24.08., die Finalpartien finden am 25.08. statt.

 

Hamburg - YoungBeach-News

Freitag. 16. August 2002

Auf zum YOUNG BEACH-Finale

Hamburg, im August - Der Höhepunkt des Sommer steht bevor: Das Finale der YOUNG BEACH-Turnierserie beginnt am kommenden Samstag um 10.00 Uhr im Freibad Kiwittsmoor (Hohe Liedt 9). Der Austragungsort wurde verlegt, um mehr Spielfelder aufbauen zu können. Die Beach-Volleyball-Veranstaltung verspricht das größte offene Jugenddturnier Norddeutschlands zu werden. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich. Der Eintritt für das Publikum ist frei.

Die Organisatoren des Hamburger Volleyball-Verbands sind begeistert: "Mehrere hundert Jugendliche nahmen an den bisherigen YOUNG BEACH-Turnieren teil und entdeckten den Spaß am Beach-Volleyball. Deswegen haben wir den Austragungsort des Finals in das Langenhorner Kiwittsmoorbad verlegt, um bis zu fünf Spielfelder aufbauen zu können", erläutert Ulrich Kahl. Wenn die Prognosen des Verbands stimmen, findet am Samstag zum Saison-Abschluß das teilnehmerstärkste Jugendturnier in Hamburgs junger Beach-Volleyball-Geschichte statt.

Offizieller Turnierbeginn ist um 10.00 Uhr mit der Anmeldung und Einteilung der Spielpaarungen. Die ersten Spiele sollen dann bereits 30 Minuten später starten. Im doppelten KO-System werden dann in drei Kategorien die Tagessieger ausgespielt. Die Spielerinnen und Spieler können sich ihrem Spielniveau entsprechend und ohne Rücksicht auf das Lebensalter anmelden. Um auch Einzelpersonen das Mitmachen zu ermöglichen, wird vor jedem Turnier eine Spielerbörse stattfinden. Die Endspiele beginnen voraussichtlich um 16.30 Uhr anschließend ist die Ehrung der Siegerinnen und Sieger. Weitere Hinweise stehen  im Internet unter www.youngbeach.de.

Durch die Unterstützung namhafter Sponsoren wie der Milch-Marke Hansano, Onkel Tuca, Fossil, AOK Hamburg, Farmer's Snack, Minimal und Dezent Beschallungstechnik sind die Turniere rundum gut ausgestattet: Jeder erhält ein Spiel-Shirt und sportgerechte Verpflegung für den Turnier-Tag. Nach dem sportlichen Ende des Turniers findet ein abendliches Grillfest zum entspannten Abschluß der Saison statt.

Nicht nur die Aktiven können im Turnierverlauf wertvolle Sachpreise gewinnen: Die Zuschauerinnen und Zuschauer können sich bis zum Beginn der Halbfinal-Spiele an einem Tipp-Spiel beteiligen. Unter denjenigen, die den Sieger richtig getippt haben ein T-Shirt aus der YOUNG BEACH-Boutique mit den Original-Unterschriften von Okka Rau und Stephie Pohl verlost, die beiden erfolgreichsten Beach-Volleyballerinnen dieses Jahres engagierten sich als Schirmdamen von YOUNG BEACH.

Für diejenigen, die von der Verlegung nicht rechtzeitig erfahren haben und sich am Samstag morgen auf den Weg nach Winterhude gemacht haben, richtet die Hamburger Hochbahn AG ein YOUNG BEACH-Shuttle ein. Kostenlos werden die Spielerinnen und Spieler mit einem Omnibus an den Strand gefahren. Zumindest logistisch hat YOUNG BEACH die Überholspur gesichert: Eine eigene Bus-Linie im Zusammenhang mit Volleyball-Veranstaltungen gibt es in keiner anderen deutschen Stadt. Die HHA zeigt Feuer und Flamme für den olympischen Nachwuchs.

 

Deutschland - DVV-News

Freitag. 16. August 2002

Moculescu-Team unterliegt Finnland mit 1:3!

Länderspielreise nach Tschechien abgesagt!

Die deutsche Männer-Nationalmannschaft hat das vorletzte Freundschaftsspiel gegen Finnland verloren: In Forsa unterlag das Team von Trainer Stelian Moculescu mit 1:3 (25:21, 20:25, 19:25, 21:25). Die heutige letzte Partie gegen die Skandinavier findet schließlich in Helsinki statt, von wo aus die DVV-Auswahl dann wieder nach Frankfurt fliegt.
Drei abschließende Länderspiele finden vom 23.-25.08. in Zagreb gegen Kroatien statt. Die Teilnahme an einem geplanten Turnier in Tschechien wurde abgesagt, da Bundestrainer Moculescu zu der Überzeugung gekommen ist, dass diese letzte Reise nicht mehr zu dem sportlich erhofften Erfolg führen würde. Da die Mannschaft (mit relativ kleinem Kader) sich praktisch seit dem 11. Mai ununterbrochen im Trainingslager befindet, ist ein zu großer Kraft- und Konzentrationsverlust zu befürchten. Damit können sich die Spieler mit ihren Vereinen auf die kommende Spielzeit vorbereiten.

 

Deutschland - Rheinpfalz Online

Freitag. 16. August 2002

Der Hintergrund: Das Ziel heißt Berlin

Zwölf Damen für WM benannt

Na, wenn das kein gutes Omen für die WM vom 30. August bis 15. September im eigenen Land ist: Übersetzt heißt der südkoreanische Name des Damen-Bundestrainers des Deutschen Volleyball-Verbandes: "Etwas mit Spaß zu Ende bringen". 

Spaß haben der 46-jährige Nationalcoach Hee Wan Lee und sein Team derzeit jede Menge. Denn: Mit Platz drei bei der Endrunde der Weltserie Anfang August in Hongkong hat der Weltranglisten-Neunte einen bis dahin noch nie erreichten Erfolg verbucht. "Das war wirklich einmalig", schwärmt Wan Lee, seit 1999 Bundestrainer, rückblickend.

Auch wenn es seine Planung für die WM-Vorbereitung ganz schön über den Haufen geworfen hat, wie der Diplom-Sportlehrer verschmitzt lachend zugibt: "Wir haben in Asien zu lange gespielt, hatten eigentlich damit gerechnet, schon nach drei Wochen zurück zu sein." Folge: In drei Testspielen gegen Holland musste Wan Lee zahlreiche Stammspielerinnen im Trainingslager in Heidelberg zurücklassen - Auftrag: Kraft und Kondition auftanken.

Trotz des guten Abschneidens in Asien will Wan Lee sein Team bei der WM in Deutschland nicht als Medaillenanwärter sehen. "Unsere Vorrundengruppe ist sehr ausgeglichen, da kann jeder jeden schlagen", sagt er mit Blick auf die Gegner Tschechische Republik (30.8.), Japan (31.8.), Bulgarien (1.9.), Italien (2.9.) und Mexiko (3.9.). Allerdings sei das Team des Olympia-Sechsten von Sydney momentan gut drauf: "Wir sind zwar müde und körperlich noch nicht ganz fit, aber psychologisch hat uns Asien ganz stark gemacht", weiß Wan Lee, der deshalb mit dem "Ziel Berlin" - und damit mindestens einem Platz unter den letzten Acht - liebäugelt. Derweil tickt der WM-Countdown: 15 Tage vor dem Auftakt gegen die Tschechische Republik benannte Wan Lee gestern den endgültigen Zwölfer-Kader für die WM, der ab Sonntag beim Lehrgang in Münster mit inoffiziellen Spielen gegen Korea den letzten Schliff erhält.

Mit dabei ist dann auch die 20 Jahre junge Kathy Radzuweit vom TSV Bayer Leverkusen. Die 1,96 Meter große, dunkelhäutige Spielerin hofft, dass die WM-Stimmung bei den Volleyballern ähnlich gut wird wie bei den Europameisterschaften der Schwimmer und Leichtathleten: "Wir haben ja auch in Asien gesehen, was es ausmacht, wenn das Publikum die eigene Mannschaft hochpuscht." Vor allem auf die Vorrunden-Spiele in der deutschen Volleyball-Hochburg Münster freut sich die Mittelblockerin schon: "Ich hab" gehört, da wären die ersten Tage schon ausverkauft."

Der WM-Kader

Beatrice Dömeland, Kerstin Tzscherlich (beide Dresdner SC), Kathy Radzuweit, Judith Sylvester (beide TSV Bayer 04 Leverkusen), Atika Bouagaa, Birgit Thumm (beide USC Münster), Verena Veh, Tanja Hart (beide SSV Ulm), Jana Müller (Schweriner SC), Angelina Grün (Volley Modena), Sylvia Roll (Schiavo Jesi), Olessya Kulakova (RC Cannes).

Matthias Müller

 

Deutschland - Main Rheiner

Freitag. 16. August 2002

Volleyball-Länderspiel in Rüsselsheim

Rund 1200 Zuschauer verfolgten in der Walter-Köbel-Halle das Länderspiel des niederländischen Damen-Nationalteams gegen die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV). Die „Main-Spitze“ sprach mit Wolfgang Antweiler von der Volleyballabteilung der TG Rüsselsheim, einem der beiden Hauptorganisatoren der Veranstaltung.

FRAGE: Wie kam es zur Ausrichtung?
ANTWEILER: Als Fördervereinsmitglied des Frankfurter Volleyballinternats hat TG-Präsident Manfred Ockel von jeher gute Kontakt zum DVV. Außerdem spielt mit Thilo von Hagen seit einigen Jahren der Pressesprecher des Verbands in unserer ersten Herrenmannschaft. Und dann hat die TG ja bereits viele Länderspiele ausgerichtet – unter anderem auch eine dreitägige WM-Qualifikation der Junioren vor neun Jahren. Bevor im Rhein-Main-Gebiet ein Länderspiel an einen anderen Verein gegeben wird, wird in der Regel also erst mal bei uns angefragt.

FRAGE: Die DVV-Auswahlen waren bereits 14 Mal zu Länderspielen in Rüsselsheim zu Gast. Wird die Ausrichtung einer solchen Großveranstaltung da zur Routine?
ANTWEILER: Ja und nein. So etwas ist immer aufregend. Schließlich gibt es viel zu tun, vor allem am Spieltag selbst: Das Volleyballfeld muss abgeklebt, das Netz und die Werbebanden aufgebaut werden. Die Verpflegung für Spielerinnen, Trainer, Betreuer und Funktionäre ist zu organisieren, die Teams müssen in Empfang genommen und eingewiesen werden. Diesmal waren allein am Dienstag rund 50 Helfer zwischen 15 und 23.30 Uhr im Einsatz.

FRAGE: Waren Sie mit dem Ergebnis zufrieden?
ANTWEILER: Mit dem organisatorischen Ablauf schon. Ein bisschen enttäuscht war ich von der Leistung des DVV-Teams, das vor der WM noch einiges testen wollte. Ich hatte gehofft, dass wenigstens alle Spielerinnen mit nach Rüsselsheim fahren würden. Dass sechs der besten Akteurinnen im Trainingslager in Heidelberg geblieben sind, weil sie für die WM bereits gesetzt sind, war vor allem für die Zuschauer schade.

FRAGE: Zum ersten Mal war nicht die TG-Volleyballabteilung, sondern der Gesamtverein Ausrichter. Wie kam das?
ANTWEILER: Da die Volleyballsparte zurzeit ohne Abteilungsleiter dasteht und nur kommissarisch geführt wird, ging das Angebot diesmal direkt an den Gesamtverein. Bis auf die Besetzung der Kasse waren es aber die Mitglieder der Volleyballabteilung, die die Ausrichtung betreut haben. Der einzige Unterschied war, dass mit Manfred Ockel diesmal der TG-Präsident als Hauptorganisator auftrat.

FRAGE: Kommt nun auch ein Teil des Erlöses der Volleyballabteilung zugute?
ANTWEILER: Nein. So viel ich weiß, soll der Großteil des Geldes für den neuen Fitnessraum im Hallenbad verwendet werden. Aber davon profitieren schließlich alle TG-Mitglieder, auch die der Volleyballabteilung.

FRAGE: In jüngster Zeit waren es ausschließlich Damen-Länderspiele, die in Rüsselsheim ausgetragen wurden. Wie wär’s denn zur Abwechslung mal wieder mit einem Herrenspiel?
ANTWEILER: Das ist leider nicht möglich, weil nach einer Änderung des Reglements dazu eine Halle mit einer Höhe von zwölf Metern notwendig ist. Und die Walter-Köbel-Halle misst eben nur 11,50 Meter. Trotzdem ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir sicherlich die ersten sind, die gefragt werden, wenn irgendwas ansteht.

Gespräch: Andrea Duphorn

 

Deutschland - Frankfurter Rundschau

Freitag. 16. August 2002

Drei abgeschmettert

Hee Wan Lee nominiert WM-Kader / Männer verlieren

Sieg und Niederlage für die deutschen Volleyball-Nationalteams: Die Frauen gewannen am Donnerstagabend in Koblenz ihren letzten Test vor der Weltmeisterschaft vom 30. August bis 15. September im eigenen Land gegen die Niederlande nach 74 Minuten mit 3:0 (25:23, 25:22, 25:23). Die Männer unterlagen im zweiten Länderspiel in Vierumäki gegen Finnland 1:3 (25:21, 20:25, 19:25, 21:25).

Das Frauen-Team trat diesmal in Bestbesetzung an und fand in die Erfolgsspur zurück, nachdem Bundestrainer Hee Wan Lee sein 12 Spielerinnen umfassendes Aufgebot nominiert hatte. Bei den beiden vorangegangenen Niederlagen von 2:3 und 0:3 hatte die Stammformation pausiert, weil sich der Coach noch einmal einen Leistungsüberblick verschaffen wollte.

Nachdem sich der Südkoreaner für die Spielerinnen entschied, die zuletzt beim Grand Prix in Asien mit Platz drei das seit langem beste Ergebnis erzielt hatten, erlebten 1100 Zuschauer in der Koblenzer Sporthalle Oberwerth nach Startschwierigkeiten eine gut aufgelegte Mannschaft. Obwohl die Gäste gut mithielten, nahm das deutsche Team das Heft des Handelns schnell in die Hand. Die in Italien spielende Sylvia Roll erzielte mit ihrer Routine viele Punkte, Birgit Thumm (Münster) überzeugte als Mittelblockerin.

Männer-Bundestrainer Stelian Moculescu hat seine Mannschaft gegenüber der Weltliga personell auch stark verändert und testet junge Spieler. Nachdem die Mannschaft den ersten Vergleich in Tampere mit 3:1 gewonnen hatte, drehten die Gastgeber diesmal den Spieß um.

Bundestrainer Hee Wan Lee hat seine zwölf Spielerinnen für die Volleyball-Weltmeisterschaft vom 30. August bis 15. September im eigenen Land nominiert. Er hat sich für die Spielerinnen entschieden, die sich mit Platz drei beim Grand Prix in Asien bewährt hätten. Gestrichen wurden Christina Benecke (Romanelli Florenz), Cornelia Dumler (USC Münster) und Christin Guhr (Dresdner SC).

 

Deutschland - Bonner Rundschau

Freitag. 16. August 2002

Diesmal kein Ärger mit Stadtdechant

Renault Cup auf dem Münsterplatz

 Bonn. Mitte August drei Tage Beachvolleyball auf dem Münsterplatz, das hat in Bonn schon seit einigen Jahren Tradition.

Wenn jetzt vom heutigen Freitag bis Sonntag wieder die "Sandwühler" am Fuße des Beethoven-Denkmals nach den Bällen hechten, wird es im Vergleich zu den Vorjahren zwei wichtige Neuerungen geben: Zum einen wurde das Turnier sportlich deutlich aufgewertet, zum anderen sind feste Absprachen mit der Münsterpfarrei getroffen, dass es nicht wieder Ärger wegen einer Ruhestörung gibt.

Christoph Dieckmann als Lokalmatador

Denn vergangenes Jahr fand ja die sportlich attraktive Veranstaltung ein juristisches Nachspiel, als die Beschallung und die Zuschauer-Anfeuerungen die sonntägliche Messe im Münster störten und Stadtdechant Wilfried Schumacher auf die nachträglichen Entschuldigungen der Veranstalter nicht mit christlicher Vergebung, sondern mit römisch-katholischer Strenge reagierte und Anzeige erstattete. Diesmal ist vereinbart, dass das Turnier am Sonntag zwar um 9 Uhr beginnt, dann aber von 10 bis 11 Uhr gleich wieder unterbrochen wird.

Die zweite Neuerung betrifft das sportliche Niveau. Waren in den vergangenen Jahren Turniere auf NRWEbene zu bewundern, gastiert diesmal mit dem Renault Beach Cup 2002 die zweite offizielle Ranglisten-Serie des Deutschen Volleyball-Verbandes neben der Vodaphone Masters-Serie auf dem Münsterplatz.

Bonn erlebt dabei sogar den Höhepunkt der Serie, weil es der letzte der zwölf Austragungsorte ist. Gesteigert wird der Reiz noch dadurch zusätzlich, dass eine Woche später die Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand stattfinden und es die letzte Gelegenheit ist, Ranglistenpunkte zu sammeln und sich für die DM zu qualifizieren.

Mit Christoph Dieckmann ist zudem ein Lokalmatador als Zugpferd am Start, der zusätzliche Zuschauer anlocken dürfte. Denn der Sohn der OB, der mit seinem Zwillingsbruder Markus bis vor zwei Jahren eines der besten deutschen Beach-Paare bildete, ist auch nach der Trennung mit seinem neuen Partner Falk Zimmermann auf dem Weg zurück in die Spitze.

Beide erreichten am vergangenen Wochenende bei der elften und vorletzten Station des Renault Beach-Cups das Finale und unterlagen dort knapp mit 20:22 und 17:20 gegen David Klemperer und Niklas Radmacher. Neben den an eins gesetzten Dieckmann/Zimmermann gelten die jungen Florian Huth/ Christoph Tacke (Sieger in Bremerhaven) sowie Bernard Gau und Drazen Slacanin (Freiburg/Hamm) als Favoriten des Herrenfeldes.

Im Damen-Hauptfeld machen sich vor allem Sinje Blöcker und Beate Wand (Münster), Silke Kerl/Sabine Sagert (Kapstadt/Berlin) sowie Constanze Paul/Carola Stöwe (SV Inning) noch berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme an der DM in Timmendorfer Strand.

Insgesamt wird in der Renault Beach-Cup-Serie ein Preisgeld von 100000 Euro ausgeschüttet, in Bonn geht es allein um 8000 Euro. Die Spiele werden auf einem Center-Court und zwei Nebenplätzen ausgetragen. Auf den beiden Tribünen können bis zu 1000 Zuschauer die Spiele verfolgen, der Eintritt ist frei.

Zeitplan

Freitag: 12 bis 21 Uhr Qualifikation. 
Samstag: 9 bis 21 Uhr Hauptfeld; 21 Uhr Players Party im "Bönnsch" am Friedensplatz. 
Sonntag: 9 Uhr: Hauptfeld; 10 bis 11 Uhr Pause; 11 bis 12 Uhr Hauptfeld, 12 bis 13 Uhr Pause; 14 Uhr Finale Frauen; 15 Uhr Finale Männer.

Bert Mark

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung

Freitag. 16. August 2002

Volleyballer unterstützen Hochwasser-Opfer

Leipzig/Grimma. Volleyball-Bundesligist VV Leipzig will den Hochwasser-Opfern helfen. Die Einnahmen aus den drei Vorbereitungs-Partien gegen den chinesischen Meister Nanking in Leipzig (13.9.), Grimma (14.9.) und Chemnitz (15.9.) sollen komplett den Opfern der Flutkatastrophe zugute kommen.

Außerdem hat der VVL alle Herren-Bundesligisten gebeten, ebenfalls Benefizspiele im Hochwasser-Gebiet auszutragen und dabei auf Antrittsgelder und Fahrtkostenerstattung zu verzichten. "Wir wollen, dass die Grimmaer an einem Tag ihre Sorgen vergessen und wir ihnen einen schönen Tag in der Muldentalhalle bereiten können. Kein Bürger aus Grimma soll für diese Spiele Eintritt bezahlen", heißt es in einer Erklärung des Vereins, der auch ein Spendenkonto eingerichtet hat: 11 00 34 96 73 bei der Sparkasse Leipzig (Bankleitzahl 860 555 92).

Der VVL ruft des weiteren dazu auf, "Sachspenden und Gutscheine für Einwohner, Kindereinrichtungen und Sportvereine aus dem betroffenen Gebiet bei uns in der Geschäftsstelle der Arena Leipzig abzugeben."

Die Grimmaer Zweitliga-Volleyballerinnen müssen ihre Saison-Vorbereitung übrigens nicht unterbrechen. "Keine Spielerin ist direkt vom Hochwasser betroffen", sagte Coach Viktor Borchtch unserer Zeitung. Da alle Sporthallen derzeit für Evakuierungen gebraucht werden, trainiert die Mannschaft draußen - gestern auf einem Sandplatz in Grimma-Süd.

S.E.

 

Deutschland - Der Patriot

Freitag. 16. August 2002

Karten für die Volleyball-WM

Die ersten Anrufer erhalten Tickets für die Titelkämpfe der Damen in Münster

LIPPSTADT. "Wir müssen diese einmalige Chance nutzen und wie 1972 einen Boom auslösen. Ich bin fest davon überzeugt, nach der Weltmeisterschaft melden sich 50 neue Kinder beim LTV Lippstadt an!" Matthias Fell, Präsident des westdeutschen Volleyballverbandes und Chef des WM-Organisationskomitees, bekommt glänzende Augen, wenn er an die Volleyball-Titelkämpfe in Deutschland denkt. Vom 30. August bis 15. September ermitteln die Damen ihren neuen Champion.

Die deutsche Mannschaft spielt in der Vorrunde praktisch vor der Haustür. Das Team von Bundestrainer Hee Wan Lee trifft in Münster auf Tschechien, Japan, Bulgarien, Italien und Mexiko.

Der Patriot verlost dreimal zwei Eintrittskarten für den letzten Spieltag am 3. September in der Halle Münsterland. Die ersten Drei, die heute um 14 Uhr unter der Telefonnummer 02941/201218 anrufen, können live dabei sein, wenn Deutschland möglicherweise um den Gruppensieg spielt. Das Ticket gilt am Dienstag, 3. September, für die Begegnungen Bulgarien gegen Italien (18 Uhr) und Deutschland gegen Mexiko (20.30 Uhr).

 

Deutschland - Saarbrücker Zeitung

Freitag. 16. August 2002

0:3-Niederlage trotz der "langen" Kathy

Deutsche Volleyball-Damen unterliegen bei WM-Test in Freisen den Niederlanden

Freisen. Egal, wo sie ist, Kathy Radzuweit zieht meistens die Aufmerksamkeit auf sich. "Es gibt viele doofe Blicke", erzählt die 20-Jährige. Doch spätenstens, wenn die Abiturientin aus Berlin eine Sporthalle betritt, wandeln sich die "doofen" Blicke in Bewunderung. Denn mit ihren 193 Zentimetern ist Kathy Radzuweit die größte Spielerin der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft. Gut für ihr Team, schlecht für den Gegner. Denn: "Zum Blocken bräuchte ich eigentlich nicht zu springen. Das kann ich im Stehen machen", erklärt Kathy.

Mit ihrem Block im Länderspiel gegen die Niederlande am Mittwoch in Freisen war die 20-Jährige jedoch gar nicht zufrieden. Ebensowenig wie mit der Leistung ihres Teams. Mit 0:3 Sätzen (16:25, 22:25, 22:25) verlor die deutsche Nationalmannschaft vor 850 Zuschauern in der Bruchwald-Halle gegen das niederländische Team. "Die Spielerinnen waren müde", meinte Bundestrainer Hee Wan Lee, der der ersten Garde am Mittwoch frei gegeben hatte. Doch Kathy Radzuweit durfte es sich nicht erlauben, müde zu sein. Für die 20-Jährige geht es um die Nominierung für das WM-Team. Vom 30. August bis 15. September wird in acht deutschen Städten die Volleyball-Weltmeisterschaft der Damen ausgetragen. "Die Runde der letzten acht in Berlin ist ganz klar das Ziel", weiß die Nationalspielerin.

Für sie geht es jedoch erst einmal darum, in der Vorrunde in Münster mit dabei zu sein. Die Konkurrenz: Verena Veh vom SSV Blautal Ulm und Christina Benecke, die derzeit in der italienischen Profiliga spielt. "Zwei von uns drei werden wohl ins Team kommen", sagt Kathy Radzuweit. Im Testspiel gegen Holland hat die 20-Jährige vor allem im Angriff eine gute Figur gemacht. Im Block dagegen konnte sie sich noch nicht angewöhnen, einfach stehen zu bleiben. "Der Bundestrainer sagt mir das immer wieder. Aber ich springe automatisch", gibt die Berlinerin zu. Nun liegt die Entscheidung einzig und allein bei Hee Wan Lee.

Was, wenn er sich für die anderen Beiden entscheidet? "Dann bin ich natürlich zunächst enttäuscht", meint Kathy. Doch dann hätte sie mehr Zeit, ihren Umzug nach Leverkusen zu organisieren. Im Oktober beginnt die 20-Jährige dort beim Bayer-Konzern eine Ausbildung zur Bürokauffrau, wird dann auch für Leverkusen Volleyball spielen. "Ich hätte eigentlich schon im September anfangen sollen. Aber wegen der WM hat man das verschoben. Schließlich soll ich danach auch noch ein paar Tage Urlaub haben", so Radzuweit. In den zwei oder vier freien Wochen - je nachdem, ob sie nominiert wird - will die 20-Jährige nämlich etwas ganz Wichtiges nachholen. Kathy Radzuweit: "Ich muss dringend Fahrstunden nehmen. Bisher hatte ich einfach nie die Zeit, um den Führerschein zu machen."

Verena Eckert

 

Deutschland - www.beach-volleyball.de 

Freitag. 16. August 2002

Masters auf Fehmarn - Der Vorbericht

Eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften treffen sich die deutschen Beach-Stars in Burg auf Fehmarn. Beste Gelegenheit also, im Vorfeld noch einmal die Kräfte zu messen.

Trotz parallelem FIVB Turnier im chinesischen Maoming kommt die deutsche Beach-Elite an die Ostsee. Nahezu keins der Teams kann es sich erlauben, bei dieser letzten Standortbestimmung zu fehlen. So sind Stephanie Pohl und Okka Rau auf Fehmarn an 1 gesetzt, gefolgt von Ines Pianka/Teee Williams und Helke Claasen/Judith Deister. Nicht am Start sind hingegen Andrea Ahmann und Jana Vollmer. Zunächst hatten die beiden für die FIVB Worldtour in Maoming gemeldet, doch Jana hatte leichte Knieprobleme und es vorgezogen, auf die Teilnahme in China zu verzichten. Ein Start beim Masters ist damit laut DVV leider nicht mehr möglich. Ebenfalls abgesagt haben Susanne Lahme und Danja Müsch. Susi hat leichte Rückenprobleme und zieht es deshalb ebenso wie Jana Vollmer vor, am Wochenende zu trainieren. Der Start der beiden Top-Teams bei der Deutschen ist allerdings nicht gefährdet. Durch diese Absagen entfällt die Qualifikation bei den Damen. Im letzten Jahr konnten sich Maike Friedrichsen und Danja Müsch gegen Helke Claasen und Katrin Petzold durchsetzen, Rang drei ging an Gabi Freytag und Martina Stoof.

Bei den Herren ist nahezu die gesamte Top-Ten vertreten: Markus Dieckmann/Jonas Reckermann, Julius Brink/Kjell Schneider und Oliver Oetke/Andreas Scheuerpflug. Nicht gemeldet haben hingegen Jörg Ahmann und Axel Hager. Die beiden Nordlichter gehen bei einem Einladungsturnier in Polen an den Start. Eugen Bakumovski und Andreas Kaiser hingegen werden bei den Westdeutschen Meisterschaften an den Start gehen. Im vergangenen Jahr holten sich Oli Oetke und Andy Scheuerpflug den Turniersieg über Markus Dieckmann und Jonas Reckermann. Dritte wurden Jörg Ahmann und Axel Hager.

Interessant ist aber nicht nur, wer letztendlich das Masters gewinnt, sondern wer durch eine gute Platzierung noch die Teilnahme an den Deutschen packt. Und natürlich geht es auch um die Setzliste für die Timmendorf. Einem spannenden Turnier steht also nichts mehr im Wege.

 

 © 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel