News

Sonntag, 18. August 2002 

Die Aufsteiger
Großer Wurf: Das YOUNG BEACH-Finale
Nathalie Dambendzet wird 9. Spielerin im Ulmer Kader
Brasilien spielt gegen Russland um Weltliga-Titel
Beachvolleyball-DM ohne Mielenz und Sonnenbichler  
Masters auf Fehmarn - der Samstag
Nachtschicht in Bonn
Kozuch/Knabe-Paulsen schon auf Platz 7

August 2002

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Deutschland - Die Zeit

Sonntag. 18. August 2002

Die Aufsteiger

Wer über Sport berichtet, ist nur ein Mikrofonhalter für Fußball- und Tennisstars? Von wegen! Nichts bereitet so gut auf die spätere Karriere vor wie ein Leben als Sportreporter. Vier Erfolgsgeschichten

»Je länger das Spiel dauert, desto weniger Zeit bleibt« - »Tagsüber, wenn die Sonne scheint, ist es noch wärmer« - »Ein Tor mehr erzielen, als man selbst bekommt, ist immer noch besser als ein 1 : 0«

Dauerdummschwätzer aus dem Off? Unterklasse in der hehren Welt der Schriftbenutzer? Herrscher im Reich der Floskel? Sportreporter gelten noch immer als nur bedingt zurechnungsfähig. Allenfalls die Veras am Mittag und - in Zeitungsredaktionen - die Lokaljournalisten kämpfen gegen einen ähnlichen Verdacht auf Geistlosigkeit ihres Tuns. Allerdings muss ihnen immerhin eine Vielfalt der Themen bescheinigt werden. Im Sport aber geht es stets bloß um - Sport. Spiel, Ergebnis, Sieg oder Niederlage.

Wer das glaubt, wird staunen, dass einige der besten deutschen Journalisten aus dem Sport kommen - unter ihnen Anne Will, 36, Moderatorin der ARD-Tagesthemen, Maybrit Illner, 37, Talkmasterin der ZDF-Sendung Berlin Mitte, Axel Hacke, 46, langjähriger Streiflicht-Autor und Kolumnist beim Magazin der Süddeutschen Zeitung, Klaus Brinkbäumer, 35, Reporter beim Spiegel. Was sie über den Sport hinauswachsen ließ, müssen sie im Sport gelernt haben - wie vor ihnen bereits Tagesthemen-Moderator Hanns- Joachim Friedrichs oder Fritz Pleitgen, WDR- Intendant und derzeit Vorsitzender der ARD.       

Was also hat sie der Sport gelehrt? Und warum mussten sie irgendwann weg? Wie überwanden sie das Stigma des Sportreporters? Und wie überhaupt hat alles angefangen?

Angefangen hat es bei Will, Illner, Brinkbäumer und Hacke mit Glück und Unglück einer sportlichen Kindheit. Maybrit Illner machte Geräteturnen bei der Betriebssportgruppe Empor Brandenburger Tor und träumte schon als 14-Jährige davon, Sportreporterin zu werden. Anne Will spielte Tennis beim Verein des heimatlichen Chemiewerks Hürth-Knapsack und freute sich über den Kauf des ersten familiären Farbfernsehgeräts zur WM 1974; später wurde sie Moderatorin beim SFB-Sportreport und die erste Frau, die die ARD-Sportschau moderierte. Axel Hacke spielte Hockey bei Jahn-München und wurde noch während seines Politikstudiums zum Hockeyfachmann der SZ. Klaus Brinkbäumer schließlich spielte, bevor er für die Münchner Abendzeitung und dann für den Berliner Kurier schrieb, Volleyball beim USC Münster. »Volleyball war meine Jugend«, sagt Brinkbäumer, der 1990 mit der deutschen Juniorennationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Bahrain auf Platz vier landete. Hacke, Illner und Will brachten es nie zu solchen Ehren (Will spielte im sechsköpfigen Tenniskader nie »an eins«, sondern immer »auf sechs«, wie der Experte sagt). Aber auch sie versichern, leidenschaftliche Sportler gewesen zu sein.

Journalisten fangen normalerweise im Lokalen oder im Lokalsport an. Lokaljournalisten melden im neuen Jahr den ersten erfrorenen Obdachlosen und die ersten Salmonellentoten im Seniorenheim. Die junge, ungestüme Sprache altert früh zwischen »Grünflächenverordnungen« und »Flächennutzungsplänen«. Die Themen sind meist deprimierend: sozialer Wohnungsbau, Drogenkonsum, Hundekot ... Und zu tun haben Lokaljournalisten vorwiegend mit fundamentalistischen Gruppen: Eigentümern, Anwohnern, Autofahrern, Eltern und dem Einzelhandel.

Und Sportreporter?

Als Sportreporter fliegt man vielleicht einmal zu den Sommerspielen nach Sydney (Will). Oder zu den Winterspielen nach Sarajevo (Hacke). Man fährt, immerhin, zum DDR-Orientierungslauf nach Bad Schandau (Illner). Oder besucht einmal die Beckers in Florida. Brinkbäumer fasst eine einschlägige Erfahrung so zusammen: »Wir waren drei Tage bei Beckers auf Fishers Island. Barbara trug den Champagner auf die Terrasse, und wir sahen auf die Bucht von Miami. Irgendwo da unten lag die Villa von Spielberg.«

Das erste Erfolgsgeheimnis der ehemaligen Sportreporter lautet also: Sie haben die Welt gesehen. 
Das zweite Erfolgsgeheimnis der ehemaligen Sportreporter lautet: Sie haben die Menschen studiert.

Während Lokalreporter es, wie gesagt, meist mit gesichtslosen Interessengruppen zu tun haben, beschäftigen sich Sportreporter mit Individuen. Das Spektrum reicht vom dauerschweigenden Ruderer bis zum Stinkefinger zeigenden Fußballer, von Extremisten der Mitte wie Berti Vogts bis zu Exzentrikern wie Denis Rodman. Brinkbäumer, der mit dem nuschelnden Rodman im Kraftraum und dem nackten Michael Jordan in der Kabine war, weiß: »Nirgendwo - außer im Rock 'n' Roll - gibt es solche manischen, egozentrischen Typen.«

Sport ist Drama und Politikum, Wirtschaft und Gesellschaft

Hacke setzte seinen Ehrgeiz daran, um schweigende Ruderer so lange herumzurecherchieren, bis er ihr Innenleben plastisch beschreiben konnte. Später einmal porträtierte er Ahlerich, das Pferd von Dressurreiter Reiner Klimke. Ein Höhepunkt journalistischer Introspektion.

Und keine Selbstverständlichkeit - bis vielleicht Mitte der Achtziger. Zu jener Zeit steht der Sportreporter immer öfter auf und marschiert von der Tribüne herab auf die Wesen unten zu - und stellt ihnen Fragen. Die Sportberichterstattung weitet sich aus, im Privatfernsehen, in den Öffentlich-Rechtlichen, der Presse, und sie umfasst mehr und mehr: Drama und Politikum; Wirtschaft und Gesellschaft. Boris Becker, der 1985 Wimbledon gewinnt, wird, so Brinkbäumer, »ein akzeptierter Held« - über den Schriftssteller wie Martin Walser schreiben. Wieder werden Sportler in jener universellen Form zu Helden gemacht wie erstmals der Boxer Max Schmeling oder der 800-Meter-Weltrekordler Rudolf Harbig unter den Nazis. Nur dass jetzt nicht vor allem die Stärken, sondern die Schwächen interessieren. Sportreporter berichten über gedopte Ikarusse und steuerhinterziehende Väter, Trennungen vom Partner und Kampf um die Kinder, Kooperation mit dem Geheimdienst, Drogensucht und esoterische Verwirrung. Ohnehin gilt ja: Wie im Sport, so im Leben. Das Leben ein Lauf (zu sich selbst), Wechsel aus Sieg und Niederlage, jede Mannschaft eine Kombination klassischer Figuren: junger Hoffnungsträger und tragischer Held, Vater und Sohn, Narr und Titan. Katastrophen kündigen sich an, die Zeichen der Hoffnung mehren sich, die überraschende Wende tritt ein.

Damit sind wir beim dritten Erfolgsgeheimnis. Ehemalige Sportreporter sind gelernte Psychologen und Dramatiker.
Das vierte Erfolgsgeheimnis ehemaliger Sportreporter lautet: Sie sind Meister des Ausdrucks.

Grundlegend ist das pausenlose Reden in Studio und Stadion, das Schreiben über wortlose Rituale, kurz: das Betexten des Nichts. Hier gilt keineswegs das materialistische ex nihilo nihil, von nichts kommt nichts. Im Gegenteil, Sprachkraft gedeiht noch immer am besten in der schmerzlichen Leere des Bewusstseins.

Es beginnt mit philosophischem Staunen: »Da, eine La Ola« (Gerd Rubenbauer). Verzweifelt werden Übergänge über den Abgrund drohenden Schweigens gebaut: »Der eingewechselte Spieler Folha heißt auf Deutsch Blatt, das es ja jetzt auch zu wenden gilt« (Béla Rethy). Man assoziiert und synonymisiert, wie's eben kommt: »Dortmund hat zwar einen Hitzfeld, aber keine Rasenheizung« (Erich Laaser). Gerade dann, wenn etwas passiert, glänzen Sportreporter mit dem rhetorischen Mittel der Auslassung (»Ziege auf Ballack!«). Jede Pause aber füllen sie mit dem Wechsel von der gleichzeitigen Reportage zur überzeitlichen Analyse: »Der frühe Gegentreffer wird Toppmöller nicht ins Konzept passen.«

Für Schreibende gilt das Gesetz der Kreativität ex nihilo noch mehr. Bei der platten Ergebnisberichterstattung kommt ihnen der Rundfunk ja stets zuvor. Sie sind folglich auf die Plateaus oben drüber angewiesen: die Metaebene oder den Himmel der Fantasie. Es gilt, aus einem banalen Thema die ganze Welt herauszuquetschen. Eine bessere Schule der Kolumne lässt sich nicht vorstellen. Beispielhaft: das Nichtereignis. Axel Hacke hatte 1982 mit einem Kollegen über die Skiweltmeisterschaft im österreichischen Schladming zu berichten. Zwei Wochen lang mussten sie zwei Seiten voll schreiben. Aber es regnete. Es regnete in einem fort, und Ski gefahren wurde nicht. Also schrieben sie über den Regen, das Warten in Schladming und über Menschen, die zur Untätigkeit verdammt waren. So entsteht Literatur.

Meist gestaltet sich die Arbeit jedoch nicht so beschaulich. Im Stadion schrieb Hacke seinerzeit mit der Olympia-Schreibmaschine auf den Knien, als Korrespondent einer Münchner Zeitung in der Mannheimer Kurve sitzend und den Spielbericht samt Spielernoten unter den Kommentaren der gegnerischen Fans pünktlich zum Abpfiff, unter dem Gejohle von Zehntausenden in den Hörer brüllend, in der Hoffnung, der Stenograf in der Heimatredaktion könne ihn hören.

Damit sind wir beim letzten und einfachsten Erfolgsgeheimnis ehemaliger Sportreporter: Sie sind die Schnellsten.

Wer einmal Spielberichte schrieb, wird immer schnell arbeiten

Illner, wenn sie zwischen Generalsekretären, Fraktionsvorsitzenden und Kanzlerkandidaten interveniert, Schiri im Wettstreit der Meinungen. Oder Brinkbäumer, der heute von der Schnelligkeit profitiert, wenn er nach dem Amoklauf von Erfurt in der Redaktion des Spiegels sitzt und zwischen 17 Uhr und 23.45 Uhr die eingehenden Berichte von 17 Reportern zur Titelreportage schmieden muss, mehr als 1000 Zeilen in knapp sieben Stunden.

Die Erfolgsgeschichte ist indes nicht so glatt, wie sie scheint. Es gibt ein retardierendes (und zugleich antreibendes) Moment, das Stigma des Sportreporters, und ein ermüdendes (und zugleich antreibendes) Moment, den Verdruss. »Ich habe mich irgendwann zu Tode gelangweilt«, sagt Hacke. Spitzensportler Brinkbäumer verlor das Interesse an Sport überhaupt. Und Illner entdeckte mit der Wende, dass es außer Fußball, Rodeln und Orientierungslauf noch etwas anderes gab. Nämlich Demos, Runde Tische, Bundestagswahlen, kurz: die Politik, die nun endlich auch zum Wettkampf geworden war.

Schuld am Verdruss ist einiges. Erstens fährt man nicht immer nach Sydney, sondern sehr oft nach Wolfsburg oder Uerdingen. Oder der Sportreporter berichtet drei Tage lang von der deutschen Turnmeisterschaft. »Abends hockt man in so einem 10 000-Einwohner-Kaff auf einem Fest mit den Kreisturnwarten zusammen«, sagt Hacke, »mit solchen Leuten verbringt man dann sein Wochenende.«

Zweitens: Mit den Prominenten ist es auf lange Sicht auch nicht besser. Die Helden, die man selbst erschaffen hat, benehmen sich mittlerweile auch wie welche. »Du schickst einem Andre Agassi drei Monate lang Faxe hinterher, durch die ganze Welt«, erzählt Brinkbäumer, »und am Ende fliegst du nach Paris und darfst mit dem Mann im Hotel 15 Minuten sprechen. Das soll dann reichen für ein großes Porträt.« Drittens ist der Sportreporter irgendwann gelangweilt von den vielen Individuen. Denn diese sind alle jung, ehrgeizig und egozentrisch. Der fünfte Tennisstar, der zehnte Fußballgott - und der Sportreporter kennt sie alle schon.

Zumal Sportlerinterviews ohnehin ein journalistisches Gesetz außer Kraft setzen: Normalerweise fragt der Journalist ja den Gescheiten, Gedankenvollen und Wortgewandten, den Kundigen. Das Wissens- oder Ideengefälle zwischen Fragendem und Gefragtem ist Anlass und Daseinsberechtigung der meisten Interviews. Im Sport ist es umgekehrt. »Sprechen ist nicht die Ausdrucksform dieser Leute, sonst wären sie ja keine Sportler geworden«, sagt Will. »Wenn Biathleten, die trainiert sind, zu laufen, zu schießen und weiterzulaufen, dann gefragt werden, was sie denken, kommt natürlich lange gar nichts.« Die sprachbegabte Spezies verzweifelt an den wortkargen Torjägern und Punktesammlern.

Aber was tun?

Nur ganz wenigen der ungefähr 5000 Sportreporter in Deutschland gelingt wirklich der Ausstieg aus der Szene (viele wollen freilich gar nicht aussteigen). Die Hürde ist das Stigma. »Wenn du Journalist werden willst«, so lautet der Ratschlag von Verlegern, »dann musst du studieren. Es sei denn, du gehst in die Sportredaktion.«

Illner fiel der Ausstieg noch relativ leicht; als ehemalige Sportredakteurin galt sie zumindest als »live-sicher«. Will, die bei den Tagesthemen als Nachfolgerin der schwangeren Gaby Bauer vorgeschlagen wurde, vernahm schon das argwöhnische Flüstern: Ist das nicht die aus dem Sport? Brinkbäumer hatte sich von Anfang an geschämt, über Sport zu berichten. Die Freunde, mit denen er in seiner Dachkammer saß, Räucherstäbchen abbrannte und The Cure hörte, fanden ihn komisch. Von allen Spiegel-Redakteuren ernst genommen wurde er erst, als er mit dem berühmten Kollegen Hans Leyendecker den Steuerfall Graf recherchierte und beide daraus eine Titelstory und ein Buch machten. Und Hacke, der bei der Süddeutschen schon Streiflicht-erprobt war, musste, bevor er in die Politik wechseln durfte, dem damaligen Politikressortleiter Robert Leicht sämtliche Seminararbeiten aus seinem Politikstudium vorlegen.

So wurden aus den vier Sportjournalisten hervorragende Moderatorinnen, Reportagenschreiber und Kolumnisten, alle preisgekrönt. Und obwohl Brinkbäumer bis heute froh ist, »am Ende ins richtige Leben gefunden zu haben«, sucht er Metaphern und Vergleiche noch immer im Sport. Als er Stefan Raab vor dessen Auftritt beim Grand Prix porträtierte, schrieb Brinkbäumer, Raab und seine Tänzerinnen trügen Westen, »hellblau wie die Trainingsanzüge der Nationalmannschaft von 1974«.

Sven Hillenkamp

 

Hamburg - YoungBeach-News

Sonntag. 18. August 2002

Großer Wurf: Das YOUNG BEACH-Finale

Langenhorn, den 17.8.2002 - Schon von weitem war das bunte Treiben im Naturbad Kiwittsmoor ein echter Blickfang: In gelben, orangen, roten und hellblauen Trikots wuselten die Jugendlichen über die Felder, lagen entspannt im Schatten großer Bäume, applaudierten nach gelungenen Spielaktionen oder analysierten die nächsten Gegner. Knallige Musik, viel Sonnenschein und ein Schwimmbecken zur Abkühlung rundeten den perfekten Sommertag ab. Das YOUNG BEACH-Finale war der lang erwartete Saisonhöhepunkt für Hamburgs Beach-Volleyball-Jugend - eine Fortsetzung im nächsten Sommer wird von den Jugendlichen gefordert.

Das YOUNG BEACH-Finale erwies sich am vergangenen Samstag als wahrer Beach-Volleyball-Magnet: Mehr Teilnehmerinnen hatte in Hamburg kein Turnier in diesem Sommer - auch nicht bei den Erwachsenen. Sogar aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern waren einige Teilnehmer angereist und waren am Ende restlos begeistert. "Das ist so geil hier mit den anderen zu beachen", blinzelt Christina ins Sonnenlicht. Nach sechsjähriger Anlaufphase ist es dem Hamburger Volleyball-Verband gelungen eine Turnier-Serie für Jugendliche anzubieten; die begeisterte Resonanz zeigt, dass die Maßnahme überfällig war.

Bei den Junioren setzten sich Marco Jäckel (19) und Stephan Lange (20) in einem sehr knappen Spiel gegen Christoph Pohl (19) und Oliver Utermöhl (16) mit 21:19 durch. Kurz vor Schluß lagen Marco und Stephan noch mit 18:19 und schafften drei Punkte in Folge zum Tagessieg. Mehrmals gab es im Spielverlauf Szenenapplaus für tollkühne Abwehraktionen - auch Klaus Widegreen, der Präsident des Hamburger Volleyball-Verbands war begeistert vom Finale. Eindeutiger hingegen dominierten Daniela Friedrich (20) und Nicole Friese (20) das Finale der Juniorinnen: Mit 21:12 besiegten sie ihre Teamkolleginnen vom Bramfelder SV Frauke Heise (20) und Samira Ghasemi (20).

Neben den Tagessiegern, die aus der Hand von Klaus Widegreen je einen neuen Beach-Volleyball mit den Unterschriften der "Erwachsenen" Hamburger Meister 2002 erhielten, wurden auch die Titel Strandprinz und Strandprinzessin vergeben. Stephan Malkowski (15) und Nele Dahms (16) wurden für die häufigste Teilnahme an YOUNG BEACH-Turnieren geehrt. Beide haben von acht Turnieren in diesem Sommer an 6 verschiedenen teilgenommen. Stephan konnte den Tagessieg in Niendorf erringen, während Nele die Turniere in Neu-Allermöhe und Niendorf gewann.

Häufigste Frage der Jugendlichen beim abendlichen Abschluß-Grillen: Gibt es auch im nächsten Jahr wieder YOUNG BEACH mit Trainings und einer Turnier-Serie? Die Antwort wird der Hamburger Volleyball-Verband nach einer gründlichen Auswertung in den nächsten Monaten geben und versuchen erneut Werbepartner und Engagierte für die Organisation zu finden - ohne beides ist ein gelungenes, buntes Spektakel unmöglich. Bilder und die komplette Ergebnisliste sind unter www.youngbeach.de im Internet zu finden.

Junior männlich
1. Marco Jäckel (19)/ Stephan Lange (20)
2. Christoph Pohl (19)/ Oliver Utermöhl (16)
3. Felix Gosch (21)/ Moritz Frahm (20)

Junior weiblich
1. Daniela Friedrich (20)/ Nicole Friese (20)
2. Frauke Heise (20)/ Samira Ghasemi (20)

3. Sabrine Boukari (21)/ Sabrina Zirwen (21)

Strandprinz 2002: Stephan Malkowski (15/Walddörfer SV)
Strandprinzessin 2002: Nele Dahms (16/VG Wiwa)

 

Deutschland - SSV Ulm_News

Sonntag. 18. August 2002

Nathalie Dambendzet wird 9. Spielerin im Ulmer Kader

Verhandlungen mit Elke Weinhofen als Libero

Am 17.8.2002 unterschrieb die ehemalige Karbacher Mittelblockerin Nathalie Dambendzet einen Vertrag für die kommende Saison beim Erstligisten SSV ULM ALIUD PHARMA. „Wir freuen uns sehr, dass diese erfahrene Spielerin mit ihrer guten Annahme endlich zu uns gefunden hat“, so Ulms Manager Heinz Widmaier, der sich schon in der letzten Saison um Dambendzet bemüht hatte. Mit der Unterstützung von Trainer Mathias Eichinger sagte die gebürtige Ungarin schließlich kurz vor Trainingsbeginn zu. Sie wird am kommenden Montag, 19.8.2002, ebenso um 17 Uhr zum Training in der Kuhberghalle Ulm erscheinen wie auch Sabrina Roß, Saara Loikkanen und Tereza Stribrna. Ab 17 Uhr 30 können alle Medienvertreter erste Fotos und Interviews mit den Spielerinnen und den meisten Betreuern erhalten.

Jaroslava Bajerova kommt eine Woche später nach ihrem letzten Beach-Turnier nach Ulm, Sandra Sedlar findet sich am 1.9. nach einem Sprachkurs in Großbritannien beim Team ein. Verena Veh und Tanja Hart sind vom 30.8.-15.9. für die deutsche Nationalmannschaft bei der WM im eigenen Land unterwegs, Elles Leferink für die holländische. Frühestens am 20.9. wird die Mannschaft vollständig zusammen sein. Als zehnte Spielerin hat Elles Leferink Ihre Landsfrau Elke Weinhofen ins Gespräch gebracht, die zuletzt gegen die deutsche Nationalmannschaft eine starke Vorstellung auf der Libero-Position geliefert hat. Anfragen bestehen darüber hinaus von einer amerikanischen und einer weißrussischen Spielerin. Eine Entscheidung soll bis Mitte September gefallen sein.

Das erste Turnier wird am 8.9. in Bern gespielt. Von 24.-26.9. wird die Erstligamannschaft von Minsk/Weißrußland in Ulm zum gemeinsamen Training weilen. Aller Voraussicht nach wird ein offizielles Freundschaftsspiel am Mittwoch, 25.9. 19 Uhr in der Kuhberghalle ausgetragen, wenn es die Hallensituation erlaubt.

Am letzten Septemberwochenende wird traditionell das Prager Turnier als letzter Teil der Saisonvorbereitung besucht. Ein Trainingslager wird es dieses Jahr nicht geben, möglicherweise noch ein einige Trainingsspiele mit anderen Bundesligisten. Die Saison startet für die Ulmerinnen mit dem Heimspiel am Sonntag, 13.102002, 15 Uhr in der Kuhberghalle gegen Vilsbiburg.

 

Deutschland - Darmstädter Echo

Sonntag. 18. August 2002

Brasilien spielt gegen Russland um Weltliga-Titel

Auch das Finale der Volleyball-Weltliga wird vor vollbesetzten Rängen stattfinden. Der Gastgeber aus Brasilien nämlich hat sich für das Endspiel qualifizieren können und trifft dort auf den Olympiazweiten aus Russland. Nachdem sich die Brasilianer mit einem 3:2 (25:27, 25:19, 25:12, 21:25, 18:16) gegen Jugoslawien ins Finale gespielt hatten, zogen die Russen gegen Italien mit einem 3:1 (23:25, 25:19, 25:20, 25:22)-Erfolg nach.

Brasilien musste vor 15.000 Fans in einem hochklassigen Match den weitaus schwierigeren Weg ins Endspiel gehen und setzte sich erst im Tiebreak gegen Jugoslawien durch. Endspiel-Gegner Russland hatte seinen Erfolg vor allem einem guten Block und der stärkeren Physis zu verdanken.

Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft war trotz der besten Weltliga-Bilanz seit 1993 mit Erfolgen gegen Russland und Atlanta-Olympiasieger Niederlande mit 8:16 Punkten bereits in der Vorrunde gescheitert.

 

Deutschland - Darmstädter Echo

Sonntag. 18. August 2002

Beachvolleyball-DM ohne Mielenz und Sonnenbichler

Der Kampf um die letzten Plätze für die Deutschen Vodafone Beachvolleyball-Meisterschaften ist entschieden. Für Beach-Duos war das Vodafone Masters auf der Insel Fehmarn die letzte Möglichkeit, um sich für das Saisonfinale zu qualifizieren.

Überraschend: Peer-Ole Mielenz und Christopher Sonnenbichler (Berlin/Rumeln) erreichten auf Fehmarn nur den 17. Platz und wurden so von Bernard Gau und Drazen Slacanin (Freiburg/Hamm), die beim zeitgleich ausgetragenen Beach-Cup in Bonn das Halbfinale erreichten, in der Rangliste überholt. Damit verpassten die beiden die Qualifikation für die Meisterschaften um einen Platz.

Deutschlands derzeit bestes Duo Markus Dieckmann und Jonas Reckermann (Schladern) konnten auf Fehmarn ebenfalls überzeugen. Sie gewannen das Viertelfinale gegen ihre Trainingspartner Thomas Hikel und Marvin Polte (Bottrop/München) in zwei Sätzen (21:15, 21:13).

Am Sonntag stehen beim Vodafone Masters die Halbfinalpartien bevor. Rund 12.000 Zuschauer waren an Tag eins vor Ort.

 

Deutschland - www.beach-volleyball.de 

Sonntag. 18. August 2002

Masters auf Fehmarn - der Samstag

Favoriten im Halbfinale

Die großen Favoriten sind auch in der Herrenkonkurrenz beim Masters auf Fehmarn in die Runde der letzten Vier eingezogen und haben dem Ansturm der "jungen Wilden" wieder standhalten können.

In einem qualitativ hochstehenden und über weite Strecken total ausgeglichenem Match haben die Routiniers Oliver Oetke und Andy Scheuerpflug mit 2:1 (21:15,18:21,15:13 ) dem Ansturm der "jungen Wilden" Julius Brink und Kjell Schneider getrotzt und sind mit einem Sieg im letzten Spiel des Tages ins Halbfinale eingezogen.

Und dabei hatte das vor allem im dritten Durchgang gar nicht so ausgesehen, denn Brink/Schneider lagen bereits mit 12:10 in Führung. Dann konnten Oetke/Scheuerpflug allerdings vier Punkte in Folge für sich entscheiden, sich somit zwei Matchbälle erspielen, und Andy Scheuerpflug mit dem zweiten den Einzug in die Runde der "Top 4" festmachen.

Das hatten die amtierenden Deutschen Meister Jonas Reckermann und Markus Dieckmann zu diesem Zeitpunkt schon mit einem glatten und nie gefährdeten 2:0 Sieg (21:15,21:13 ) über Tom Hikel und Marvin Polte bewerkstelligt. Das erkannten auch die fairen Verlierer und Publikumslieblinge Hikel/Polte nach dem Match neidlos an. "Wir sind trotz der Niederlage mit unserer heutigen Leistung zufrieden, haben aber gegen Jonas und Markus auch verdient verloren" stellten Tom und Marvin nach dem Match gegenüber www.beach-volleyball.de fest.

Trotzdem können Marvin und Tom doch noch den Einzug am Sonntag ins Halbfinale schaffen, dazu muß aber dann ein Sieg gegen die wiedervereinten Anton/Sergeev her, die ihrerseits Morten Klein und Gregor Rolinski besiegten. Klein/Rolinski konnten ebenfalls mit den gezeigten Leistungen zufrieden sein und stellten gegenüber www.beach-volleyball.de fest," Wir haben uns sehr gut auf den Wind eingestellt und genauso gespielt, wie es sein mußte".

Und noch eins darf an diesem sonnigen und windigem Tag von Fehmarn eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften nicht unerwähnt bleiben. Mit Bakumovski/Melzer hat sich ein weiteres Nachwuchsteam ins Rampenlicht gespielt und immerhin einen Sieg beim ersten Mastersauftritt überhaupt über das Team Raddatz/Homeyer errungen. 

Und was sagten die zwei zu uns nach dem Match? " Das macht Lust auf mehr!" Das meinen wir auch!

 

Deutschland - www.beach-volleyball.de 

Sonntag. 18. August 2002

Nachtschicht in Bonn

Um 21:00 Uhr dachten alle es sei vorbei für heute. Doch die das dachten, hatten die Rechnung ohne die Damenteams Paul/Stöwe und Friedrich/Skrdlantova gemacht. Sie wollten unbedingt noch spielen und lieferten sich im Licht der Strassenlaternen noch ein kurzes Dreisatzmatch. Conny Paul und Caro Stöwe behielten dabei mit 15:13, 12:15 und 15:07 die Oberhand und dürfen morgen im Halbfinale antreten.

Die restlichen Halbfinalisten werden morgen früh ab 09:00 Uhr ausgespielt. Anschließend wird es vor den Halbfinals, aufgrund der Messe im Bonner Münster noch eine einstündige Pause geben.

Von Krämpfen geplagt

Die Hitze fordert zum Abend hin ihre ersten Opfer. Im Spiel zwischen den Teams Kerl/Sagert und Paul/Stöwe um den Einzug in das Halbfinale, musste das Spiel im dritten Satz beim Stande von 10:10 für kurze Zeit unterbrochen werden, da Silke Kerl in beiden Beinen von schmerzhaften Krämpfen geplagt wurde. Der auf den Platz geeilte Physiotherapeut bekam sie aber durch eine gezielte Kurzbehandlung wieder so fit, dass Silke Kerl an der Seite von Sabine Sagert das Match noch mit dem dritten Matchball gewinnen konnte.

Im zweiten Spiel um den Einzug ins morgige Halbfinale sorgten die beiden Youngsters Katrin Holtwick und Maria Kleefisch für eine kleine Überraschung. Sie schlugen die an Position 1 gesetzten Sinje Blöcker und Beate Wand mit 21:18 und 21:19 und haben nun für heute Feierabend.

Die ersten Herren im Halbfinale

Die Teams Dieckmann/Zimmermann und Gau/Slacanin haben als erste den Sprung in das morgige Halbfinale geschafft. Besonders Christoph Dieckmann und Falk Zimmermann begeisterten bei ihrem Zweisatz-Sieg (21:15, 21:19) gegen Martin Kern und Stefan Schmeckenbecher das Publikum immer wieder mit spektakulären Angriffs- und Abwehraktionen.

Auch Bernard Gau und Drazen Slacanin kommen langsam in Fahrt. Bei ihrem 21:16 und 22:20 Sieg gegen Jan-Erik Gatzke und Thorsten Schoen hatten sie das Spiel, auch wenn sie es erst mit dem vierten Matchball beendeten, über weite Strecken klar im Griff.

 

Deutschland - Smash-News 

Sonntag. 18. August 2002

Kozuch/Knabe-Paulsen schon auf Platz 7

Bei den Deutschen B-Jugendmeisterschaften im Beach-Volleyball in Schwarzenbek bei Hamburg haben Margarethe Kozuch vom CVJM Hamburg und Anja Knabe-Paulsen (TSV Schwarzenbek) den 7. Platz bereits sicher. Nach zwei sicheren Auftaktsiegen gegen Matthis/Schultheiß (TSV Burlading) mit 15:11 und 15:11 sowie gegen die Kielerinnen Hadamczik/Naffin mit 15:9 und 15:11 unterlagen sie allerdings gegen Florentina Büttner und Ulrike Herfurth (TV Altdorf) mit 8:15 und 12:15.

„So viele Eigenfehler darf man sich gegen die fast fehlerlos spielenden Bayerinnen einfach nicht erlauben“, kommentierte Verbandstrainer Kai Überwimmer. In der folgenden Partie gegen die Berlinerinnen Romy Richter und Katja Schulze (Rotation Prenzlauer Berg) war bei den Hamburgerinnen eine Verunsicherung noch zu bemerken, doch zogen sie sich nach 11:15 im ersten Durchgang noch mit 15:9 und 15:11 aus der Affaire.

Am Sonntag spielen Kozuch/Knabe-Paulsen früh um 9 Uhr gegen Julia Müllerschön und Richarda Zorn vom südbadischen VfR Umkirch.

Kristina Hörig und Helena Mayer landeten nach Niederlagen gegen die topgesetzten Carolin Bilz und Anne Richter (Dresdner SC/TSG KW Box) mit 6:15 und 10:15 sowie gegen Isabell Kehr/Mandy Vogt aus Erfurt unglücklich mit 13:15 und 14:16 in den Platzierungsspielen auf Rang 21.

Bei den Jungen waren Philip Kerl und Stephan Radke vom VC NAL topgesetzt, leisteten sich jedoch nach einem Auftaktsieg gegen Pollak/Wischhöfer (15:12, 15:13) eine Niederlage gegen Jorrit Groenevolt und Moritz Reinhardt (TuB Bocholt/RW Röttgen) mit 11:15 und 8:15. In der Verliererrunde gelang den beiden Norderstedter noch ein Sieg gegen Maasberg/Wende vom USC Braunschweig (15:12, 15:11), bevor ein deutliches 10:15, 6:15 gegen die Berliner Kersten Henke und Marko Holthausen das Aus bedeutete.

Für die Hamburger Meister Vivian Clauberg und Oliver Kook war nach zwei Auftakterfolgen gegen Bender/Lorusso (USC Konstanz) mit 15:6, 9:15 und 15:8 sowie gegen Kersten Henke und Marko Holthausen mit 15:13 und 15:10 ebenfalls im Spiel gegen Groenevolt/Reinhardt Schluss mit Lustig. Gegen die Westfalen setzte es eine 15:17 und 12:15 Niederlage. Und nach einer umkämpften 15:13, 11:15 und 11:15 Niederlage gegen Julian Schafstedde und Henrik Wessel (Bayer Wuppertal/Rumelner SV) blieb für Clauberg/Kook der Kampf um Platz 9.

 

 © 1999-2002 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel