News

Montag, 12. Mai 2003 

Auftakt der Hamburger YoungBeach-Serie 2003
Rote Raben verlieren in Dresden mit 2:3
Nummer 10 wird es beim DSC nicht mehr geben
Der letzte Sieg des TVF Phoenix
Fischbeks Volleyball-Zukunft bleibt ungewiss
Markranstädt holt Pokal
Ulmer Volleyball-Frauen feiern Double
SSC verliert gegen den neuen Meister
Letztes Aufgebot verliert mit 1:3 gegen Hamburg
Claasen/Deister und Dieckmann/Scheuerpflug gewinnen

Mai 2003

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April 2003

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Deutschland - YoungBeach-News 

Montag. 12. Mai 2003

Auftakt der Hamburger YoungBeach-Serie 2003

Am Samstag startete der Hamburger Volleyball-Verband mit dem ersten Turnier der YOUNG BEACH Serie 2003 auf der Beach-Volleyball-Anlage im Hamburger Wandsetal. Bei diesem offenen und kostenlosen Angebot für Hamburger Jugendliche konnte der Hamburger Volleyball-Verband einen Teilnehmerrekord verzeichnen.

52 sportbegeisterte Jugendliche fanden sich bei viel Sonnenschein am "Wandsestrand" in der Walddörferstraße ein. Das bedeutet eine 75%-ige Teilnehmersteigerung im Vergleich zu den durchschnittlichen Zahlen des Vorjahres. Die sportgerechte Verpflegung an diesem Turnier war ebenso kostenlos wie das Spiel-Shirt für jeden Teilnehmer. Es wurde in den zwei Kategorien Junioren weiblich und Junioren männlich gespielt. 

Gewinnerinnen der weiblichen Junioren: Laura Stölter und Dzenina Bambur. Gewinner der männlichen Junioren: Stephan Lange und Marco Jäckel. Die Gewinner des Turniers erhielten jeweils einen asics-Rucksack. Durch das
Turnier-Quiz, dessen Hauptgewinn am Ende der Turnier-Serie ein VIP-Paket bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand ist, hat jedoch jeder Teilnehmer zusätzlich die Möglichkeit einen der drei Tagespreise (Beach-Volleyball, Kühl-Rücksack oder Mini-Radio) zu gewinnen. 

Bis zum nächsten Turnier in Altona (Falkensteinufer) am 29. Mai 2003 kann sich jeder Beach-Volleyball begeisterte Jugendliche die Zeit bei den kostenlosen Trainings der verschiedenen Hamburger Sportvereine (Infos unter www.youngbeach.de) vertreiben.

Monika May

 

Deutschland - www.volleyballer.de 

Montag. 12. Mai 2003

Rote Raben verlieren in Dresden mit 2:3

Zum Ende der Bundesliga-Saison 2002/2003 mussten die Roten Raben Vilsbiburg beim Dresdner SC eine knappe Niederlage einstecken. 2:3 (27:25, 25:27, 25:22, 18:25, 9:15) hieß es am Ende einer spannenden Partie des Tabellenfünften gegen den -sechsten. Für Trainer Vlado Tallo und Mittelblockerin Lucia Hatinova war es der letzte Auftritt für den niederbayerischen Bundesligisten.

Sowohl für Vilsbiburg als auch für Dresden galt es in diesem Spiel, mit einer überzeugenden Vorstellung die Finalrunde zu beenden. Die Chancen der Roten Raben, noch auf Rang 5 vorzustoßen, waren nur noch gering, da dafür ein hoher 3:0-Sieg nötig gewesen wäre. Dennoch lieferten sich beide Mannschaften vor rund 500 Zuschauern von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Weder im ersten, noch im zweiten Satz konnte sich einer der beiden Kontrahenten einen nennenswerten Vorsprung erspielen. Im ersten Durchgang hatten die Roten Raben das bessere Ende für sich: Sie wehrten einen Satzball des DSC bei 23:24 erfolgreich ab und gewannen ihrerseits 27:25.

Vertauschte Rollen am Ende des zweiten Durchgangs: Diesmal brachte ein Vilsbiburger Eigenfehler die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeberinnen - 25:27. Durchaus sehenswert - vor allem aus Vilsbiburger Sicht - wurde die Partie im dritten Satz. Beim Stand von 9:9 legten die Roten Raben noch einen Zahn zu und gaben den Dresdnerinnen bei teilweise spektakulären Ballwechseln das Nachsehen. Kapitän Ruth van der Wel, deren Zukunft bei den Roten Raben nach wie vor ungewiss ist, vollendete zum 25:22. Danach waren die Rollen wieder gleich verteilt, bis zum Stand von 12:12 schenkten sich beide Mannschaften nichts. 

Eine verunglückte Abwehraktion von Angreiferin Hana Musilova brachte die Raben aber aus dem Konzept. Denn dabei verletzte sich die Tschechin schwer an einem Finger, musste behandelt werden und konnte nicht mehr weiterspielen. Die Vilsbiburgerinnen verloren daraufhin ihren Spielfluss völlig und gaben den vierten Satz 18:25 ab. Nahezu chancenlos waren die Roten Raben im entscheidenen Tie-Break, den die Dresdnerinnen mit 15:9 für sich entschieden. 

Für Trainer Vlado Tallo und Lucia Hatinova war es der letzte Auftritt für die Roten Raben Vilsbiburg, der DSC verabschiedete sich von drei seiner Akteurinnen: Janine Ast, Julia Bujeva und Kapitän Peggy Küttner.

Ben M.Weinberger

 

Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten 

Montag. 12. Mai 2003

Nummer 10 wird es beim DSC nicht mehr geben

Dresden. Perfekter konnte das Szenario in der Sporthalle Bodenbacher Straße nicht sein: Beatrice Dömeland spielte den Ball zu Kapitän Peggy Küttner und die hämmerte den Matchball nach insgesamt 113 Minuten zum 3:2 (25:27, 27:25, 22:25, 25:18, 15:9) gegen die Roten Raben Vilsbiburg ins gegnerische Feld. Für Peggy Küttner war es der letzte Ball, den sie in der Bundesliga schmetterte. Auch Janine Ast beendete mit dieser Partie ihre Karriere und Yuliya Buyeva wird man nach ihrer Ausmusterung ebenfalls nicht mehr im DSC-Dress erleben. Ein denkwürdiger Nachmittag.

Die Gastgeber begannen die Partie vor leider nur 681 Zuschauern nervös, konnten zwei Satzbälle nicht verwerten und verloren den Abschnitt noch knapp. Dafür ging der zweite knapp an den DSC, der dritte wieder an die Raben. Zu Beginn des vierten Satzes verletzte sich Hana Musilova an der Hand. Damit fehlte den Vilsbiburgerinnen eine wichtige Stütze. Den Vorteil nutzte der DSC und schaffte den Ausgleich. Im fünften Satz schmetterten die Dresdnerinnen befreit und konnten letztlich den ersten und einzigen Heimsieg in der Meisterrunde bejubeln. Herausragend spielte dabei vor allem Libero Kerstin Tzscherlich, die "unmögliche Bälle der Raben noch aus dem Feld "kratzte". Eine Superleistung bot zum Abschied Janine Ast, die am Ende die Scorerwertung anführte, beste Aufschlägerin und zweitbeste Angreiferin war. Peggy Küttner verriet später den "Trick", der ihrer Freundin Flügel verlieh: "Janine, Micki und ich haben vor dem Spiel ein kleines Gläschen Sekt getrunken". Bei Janine Ast wirkte das scheinbar Wunder.

Nach dem Ende der Begegnung verfolgten die Fans gerührt die große Abschiedszeremonie. Auf der Videowand wurden Spielszenen von Peggy Küttner, Janine Ast und Yuliya Buyeva eingespielt, alle drei bekamen Blumen und Geschenke. Und Vorstands-Vize Wolfgang Söllner gab zu: "Wir wollten Peggy Küttner bis zum Schluss zum Rücktritt vom Rücktritt bewegen. Es ist uns leider nicht gelungen." Dann gratulierten Peggys erster Übungsleiter Karl-Heinz Dietze aus Meißen und Ex-DDR-National-spielerin Maike Arlt als Überraschungsgäste. Eine große Geste kam vom Vorstand: Die Nummer 10, die Peggy seit 1996 beim DSC trug, wird nicht wieder vergeben. Während viele in der Halle wie auch Klaus Kaiser die Tränen nicht verbergen konnten, hielten die drei Spielerinnen tapfer durch. Bis zum Abendessen beim Italiener und zur anschließenden Fete in der Saloppe.

Astrid Hofmann

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Montag. 12. Mai 2003

Der letzte Sieg des TVF Phoenix

Münster - Mit einem 3:1 (25:23, 23:25, 22:25, 28:30) in Münster, dem ersten Erfolg in dieser Serie gegen den USC nach drei 2:3-Niederlagen, schlossen die Frauen des TVF Phoenix die Volleyball-Bundesligasaison stilgemäß mit einem Auswärtssieg ab, dem 15. im 16. Pflichtspiel. Weil sie zu Hause nur acht Begegnungen gewannen, wurden die Hamburgerinnen hinter dem neuen Meister und Pokalsieger Ulm und Münster Dritter.

"Es war nicht nur von der Platzierung, sondern auch sportlich unsere bisher stärkste Saison. Die Finanzkrise des Vereins hat vielleicht ein noch besseres Abschneiden verhindert. Einige Spielerinnen hatten in den vergangenen Monaten schlicht Existenzangst. Das mag manchmal eine Rolle gespielt haben", bilanzierte Knut Rettig. Trainer und Team nahmen gestern mit einem Grillfest voneinander Abschied.

Mittelblockerin Christina Benecke, die sich ab Mittwoch mit der Nationalmannschaft auf die EM-Qualifikation vorbereitet, Zuspielerin Jelena Keldibekowa und ihr Mann Jonny de Westreicher als Co-Trainer haben als einzige Verträge für die neue Saison, die Verhandlungen mit den anderen will Horst Lüders beginnen, wenn der künftige Finanzrahmen (bisher 210 000 Euro) absehbar ist. Auch unter die Meldung für den CEV-Europapokal hat der Manager noch nicht seine Unterschrift gesetzt.

"Der jetzigen Mannschaft fehlt nicht viel, um in der nächsten Saison deutscher Meister werden zu können. Das spielerische Potenzial ist vorhanden, sie muss nur lernen, sich zu Hause keinen unnötigen Druck aufzubauen. Es wäre jammerschade, wenn dieses Team auseinander fiele", sagte Rettig.

Enttäuschend war in dieser Saison nur die Zuschauerzahl. Bloß 8500 Besucher kamen zu den 14 Bundesliga-Heimspielen des TVF Phoenix, in Münster waren es dagegen 34 000 (Bundesliga insgesamt: 115 000). Nach drei Rückzügen vor der vergangenen Saison wird die Liga wieder auf zwölf Mannschaften aufgestockt, die Etats aber werden überall eingedampft. Selbst Meister Ulm verlor einen wichtigen Sponsor, ohne Ersatz in Aussicht zu haben.

rg

 

Deutschland - Harburger Rundschau 

Montag. 12. Mai 2003

Fischbeks Volleyball-Zukunft bleibt ungewiss

Fischbek - Trainer und Manager bedienten sich vom reichlich vorhandenen Freibier, die Spielerinnen tranken ihren gewohnten Sekt - das Bundesliga-Volleyball-Team des TVF Phoenix war nach dem 3:1 (23:25, 25:23, 25:22, 30:28) im abschließenden Saisonspiel beim USC Münster in Feierlaune. "Wir sind mit Abstand Dritter geworden, haben mit Meister Ulm und dem Zweiten Münster die Liga beherrscht", stellte Manager Horst Lüders fest. Trainer Knut Rettig ergänzte: "Ich wollte nach drei 2:3-Niederlagen endlich einen Sieg über Münster." Der USC war das einzige Team, gegen das die Fischbekerinnen bisher sieglos waren. Und: Die Fischbekerinnen feierten den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte.

Die Feier setzte sich auch am nächsten Tag fort. Allerdings im engsten Kreis der Spielerinnen. Ob es noch ein größeres Zusammentreffen mit den Fans gibt, ist offen. Dann werden etliche Spielerinnen nicht mehr da sein. Zuspielerin Elena de Keldibekowa de Westreicher und ihr Mann und Co-Trainer Johnny de Westreicher fliegen heute schon zurück in ihre Heimat Peru. Christina Benecke reist zum Nationalmannschafts-Lehrgang. Schon nächstes Wochenende stehen in Bautzen zwei Testspiele gegen Tschechien auf dem Programm, ehe es am 22. Mai nach Polen zur EM-Qualifikation geht.

Mittelblockerin Jana Vavrova reist morgen in ihre tschechische Heimat. Rückkehr offen, sie überlegt, ihre Karriere zu beenden. Am Donnerstag reist Zdena Loksova ab, am Sonnabend Anca Popescu. Als einziger Profi bleibt noch Lidiya Tschoumakowa in Hamburg. Bislang konnte nach Christina Benecke, die noch einen Vertrag hat, nur Elena Keldibekova de Westreicher weiter verpflichtet werden. "Alle anderen müssen warten, bis bei uns Klarheit herrscht", so der Manager. Noch immer fehlt die Zusage eines neuen Hauptsponsors. Nur wenn weitere 100 000 Euro zu den bisher zugesicherten 210 000 Euro aufgetrieben werden können, lässt sich ein Team der bisherigen Güteklasse halten. Im übrigen ist der TV Fischbek nicht das einzige Team mit Finanzproblemen. Auch beim Meister und Pokalsieger SSV Ulm fand sich bisher kein neuer Hauptsponsor.

masch

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Montag. 12. Mai 2003

Markranstädt holt Pokal

In den Endspielen um den sächsischen Volleyball-Pokal gab es Favoritensiege. Bei den Männern setzte sich Bundesliga-Aufsteiger VC Markranstädt in eigener Halle 3:1 (25:20, 25:16, 20:25, 25:20) gegen Zweitliga-Aufsteiger GSVE Delitzsch durch, bei den Frauen gewann Zweitligist HSV Grimma 3:0 gegen die Zweite Mannschaft des Dresdner SC.

Gastgeber Markranstädt war in den beiden Vorjahren im Pokal an den unterklassigen Delitzschern gescheitert, zeigte sich gestern vor 350 Zuschauern entsprechend motiviert und ließ dem Kontrahenten in den ersten zwei Sätzen keine Chance. Doch die von vielen Fans angefeuerten Gäste gaben nicht auf und steigerten sich im dritten Durchgang erheblich. Im lange ausgeglichenen vierten Satz bewies der VCM in der Endphase seine Klasse und gewann nach 80 Spielminuten ebenso klar wie verdient.

"Markranstädt war cleverer. Die trainieren mehr als wir, sind erfahrener und spielen moderner", musste der Delitzscher Spielertrainer André Quasdorf anerkennen. Doch der ehemalige Leipziger Bundesliga-Akteur lobte auch das eigene Team: "Wir haben gut mitgehalten, das war über weite Strecken schon zweitligareif." Während Quasdorf durchspielte, ließ sich Ex-Nationalspieler Frank Pietzonka nach zwei Sätzen angeschlagen auswechseln. Für Delitzsch war es nach dem 1:3 im DVV-Pokal gegen Friedrichshafen II erst die zweite Niederlage in dieser Saison. In der Regionalliga hatte das seit drei Jahren in Punktspielen ungeschlagene Team stets triumphiert.

Bei Markranstädt überzeugte neben Adriaan Strijdom - der Libero brillierte diesmal im Angriff - auch Zuspieler Nico Riese, der nach der Partie verabschiedet wurde. Manager Michael Nickeleit war mit Publikumsresonanz und Leistung zufrieden: "Wenn man bedenkt, dass nach dem Aufstieg die Spannung in der Mannschaft stark abfiel, war das sehr ordentlich."

Steffen Enigk

 

Deutschland - Südwest Presse 

Montag. 12. Mai 2003

Ulmer Volleyball-Frauen feiern Double

Ulm (dpa) - Die Volleyball-Frauen des SSV Ulm haben das Double geschafft. Nach dem Pokalsieg holte sich das Team von Trainer Matthias Eichinger durch einen 3:1 (25:18, 21:25, 25:16, 25:16)-Sieg über den entthronten Titelträger Schweriner SC den ersten deutschen Meistertitel in der Vereinsgeschichte.

«Es sind immer die schwersten Spiele, die man vorher im Geist schon gewonnen hat», befand der Coach. Für Trainer und Spielerinnen verlief das Jahr fast wie ein Märchen, nachdem vor der Saison noch überlegt worden war, ob die Mannschaft zurückziehen soll. Nun ist Ulm das beste Team in Deutschland. «Ulm ist ein würdiger Sieger», sagte der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), Werner von Moltke.

Vor dem letzten Spieltag war der siebenmalige Titelträger USC Münster punktgleich. Zum Titelgewinn war darum ein Erfolg über den dreimaligen Meister Schwerin Pflicht. Ulm konnte nicht davon ausgehen, dass sich Münster in eigener Halle mit 1:3 gegen den Dritten TVF Phoenix Hamburg einen weiteren Ausrutscher leisten würde. Die Schweriner werden nach Rang vier den Vertrag mit Trainer Mike Schöps nicht verlängern.

Trotz Meisterschaftsfeier ist nicht alles Sonnenschein: Aus finanziellen Gründen will Ulm genau wie Schwerin in der letzten Saison auf die Champions League verzichten. Im Moment ist eine Teilnahme im Top Teams Cup geplant. «Die Champions League käme uns doppelt so teuer», sagte Manager Heinz Widmaier, der mit einem Etat von 800 000 Euro für die nächste Saison rechnet. Wie er das Geld zusammenbringen will, weiß er noch nicht, zumal der bisherige Hauptsponsor aussteigt.

Eichinger will die Mannschaft möglichst verstärken. Auch Außenangreiferin Elles Leferink soll bleiben, obwohl die Nationalspielerin aus den Niederlanden schon signalisierte, das Team verlassen zu wollen. «Aber mir ist klar, dass wir keine Stars bezahlen können», betonte der Trainer, der ein weiteres Jahr in Ulm bleibt.

Die Bundesliga wird in der kommenden Saison um zwei Mannschaften auf 12 Teams aufgestockt. Darum gibt es keinen Absteiger, nur Sinsheim mit der deutschen Juniorinnen-Auswahl scheidet aus dem Oberhaus aus. In den kommenden Wochen steht für die Nationalmannschaft die EM-Qualikation mit Auswärtsspielen beim Spitzenreiter Polen (24. Mai), in der Slowakei (31. Mai) und gegen Kroatien (7. Juni) an. Nur die ersten Zwei jeder Gruppe und die beiden besten Gruppendritten aus drei Staffeln qualifizieren sich für die EM in der Türkei.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 12. Mai 2003

SSC verliert gegen den neuen Meister

Im letzten Saisonspiel unterliegen Schwerins Volleyballerinnen dem SSV Ulm mit 1:3

Ulm Nach drei Titelgewinnen in Folge mussten die Volleyballerinnen vom Schweriner SC anderen den Vortritt lassen. Durch eine 1:3-(-18, 21, -16, -16)- Niederlage machte der SSC die Süddeutschen erstmals in der Vereinsgeschichte zum Meister. Nach anderthalb Stunden beachtlicher Gegenwehr war Schwerins Trainer einer der ersten Gratulanten. "Ulm war die stärkste Mannschaft. Sie sind verdient Meister geworden", sagte Michael Schöps.

Die bekanntermaßen sparsamen Schwaben mussten sich aber bereits nach wenigen Minuten fragen, ob die zehn Euro für ein Ulmer Meister-Shirt nicht doch eine voreilige Ausgabe waren. Schwerin lag zunächst mit 3:1 in Führung und blieb dem Gegner noch bis 16:20 auf den Fersen. Punkte brachten vor allem Angriffe von Patricia Wolf auf der rechten Seite. Jedoch hatte der SSC bereits im ersten Satz Probleme in der Annahme. Auf das Ergebnis schlug sich allerdings mehr noch die hohe Fehlerquote bei den Angaben nieder. So kam kaum einer der Sprungaufschläge von Kathleen Weiß ins Feld. Doch der Trainer war darum überhaupt nicht böse. "Wenn es in der Endphase der Meisterschaft nunmal um nichts mehr geht, dann ist es doch schön, dass junge Spielerinnen ganz ohne Druck etwas ausprobieren können!".

Das große Plus der jungen Schweriner Mannschaft war im zweiten Satz der Kampfgeist. Bei mehreren langen Ballwechseln ging der Punkt an den SSC. Schwerin holte diesen Satz mit 25:21. Damit herrschte nach 40 Minuten wieder Gleichstand, nachdem Ulm vorher den ersten Abschnitt mit 25:18 gewonnen hatte.

Mit einem Mal wurde Ulms Erfolgstrainer Mathias Eichinger richtig nervös. "Wenn ihr Meister werden wollt, dann müsst ihr schon ein bisschen was tun", grantelte er an der Seitenlinie. "Ich hatte mir das schon gedacht, dass Schwerin es uns so schwer machen würde", sagte er später. Da hatte sein Team den dritten und den vierten Satz mit jeweils 25:16 für sich entschieden. Bis zum 15:17 im dritten war der SSC noch dran, dann übernahm Ulm die Kontrolle.

Trainer Michael Schöps war mit der Einstellung seiner SSC-Mädels mehr als zufrieden. "Wir haben uns in dieses Spiel nochmal richtig reingesteigert. Und dadurch gab es Super-Ballwechsel." Als ausschlaggebend für den Ulmer Erfolg nannte er die Annahme, die Schmetterschläge von Elles Leferink. "Außerdem hat man gesehen, dass Ulm mit Tanja Hart eine viel erfahrenere Zuspielerin hat, als wir mit Kathleen Weiß", so Schöps.

"Wir wollten vor allem Spaß haben", stellte SSC-Angreiferin Anika Schulz nach Spielende fest. Besonders viel Spaß hatte eine Schwerinerin in Ulmer Diensten, die starke Außenangreiferin Sabrina Roß. "Gegen Schwerin zu spielen ist für mich immer etwas Besonderes. Alleine schon, weil die alle viel früher mit Volleyball angefangen haben", sagte Roß. Die heute 23-jährige frühere Leichtathletin hatte in Schwerin erst vor sechs Jahren Bekanntschaft mit Volleyball gemacht: "Das war dann so etwas wie Liebe auf den ersten Blick".

Ralf Kohler

 

Deutschland - www.westline.de  

Montag. 12. Mai 2003

Letztes Aufgebot verliert mit 1:3 gegen Hamburg

Münster (11. Mai 2003) - Am Ende waren die USC-Spielerinnen so geschafft, dass sich selbst die Enttäuschung in Grenzen hielt: Das Thema Meisterschaft war nach der Niederlage gegen den TVF Hamburg vom Tisch.

Gut 2000 Zuschauer wurden zum ungewohnten Termin am Samstagnachmittag Zeuge des 1:3 (25:23, 23:25, 22:25 28:30) ihres USC Münster gegen die Hanseatinnen. Als Münsters Kapitänin Johanna Reinink nach 101 Minuten im zweiten Hamburger Matchball am TVF-Block scheiterte, versanken ihre Mitstreiterinnen nicht in einem Tränenmeer. Der Akku war leer, so leer, dass das Ergebnis aus Ulm für die Spielerinnen keine Rolle mehr spielte.

Die Schwaben waren zu diesem Zeitpunkt im Übrigen schon seit einer Stunde Meister, hatten sie doch ihr eigenes und für die Entscheidung Maß gebendes Match mit 3:1 gegen den Vorgänger vom Schweriner SC gewonnen. Die meisten Spielerinnen und auch die Trainerbank beim USC wussten das nicht, und so kämpften die Münsteranerinnen auch im dritten und vierten Set noch nach Kräften.

Doch war diesmal, im vierten Duell mit Knut Rettigs Fischbekern, das Glück aus den vorherigen drei Tiebreaksiegen gegen den TVF aufgebraucht. Sonst hätte der USC in Satz vier nämlich nicht fünf Satzbälle vergeben und mit 28:30 verloren, sondern die Saison so beendet, wie sie Ende Oktober 2002 begonnen hatte: Mit einem Fünf-Satz-Match gegen Hamburg.

Ohne die verletzten Volicerova, Thumm und nun auch noch Teee Williams war der USC am Samstag in den Ring gestiegen. Mit nur noch zwei Wechselspielerinnen auf der Bank hatten sich die Alternativen Bürings arg beschränkt. Der Substanzverlust war mit jeder Rotation deutlicher zu erkennen und kostete am Ende auch den vierten Durchgang.

So war denn auch das Niveau insgesamt nicht überragend, wenngleich sich eine spannende Partie entwickelte. Vor allem im ersten Satz gab es viele lange Ballwechsel, bei denen die Gastgeberinnen meist die Punkte machten. Dass Zuspielerin Kim Staelens nicht ihren besten Tag erwischt hatte, kompensierte der USC durch die junge Sandra Aßmann, die ihre Sache gut machte.

Doch spätestens ab dem zweiten Durchgang wurde es schwerer und schwerer für den USC. Ausschlaggebend für den TVF: Die schwache Blockarbeit beim USC und eine TVF-Zuspielerin Keldibekowa de Westreicher, die mit ihren ansatzlosen Aktionen Münsters Blocker nicht das Spiel lesen ließ. Zudem waren die Hamburger Diagonalangreiferinnen Zdena Loksova und vor allem Lidia Tschumakowa bestens aufgelegt.

Damit ging der Sieg an Rettigs Nordlichter. Nach drei TVF-Niederlagen eine kleine Wiedergutmachung, die dem USC am Ende Gott sei Dank nicht mehr weh tat.

Lutz Hackmann

 

Deutschland - Renault Beach Cup-News 

Montag. 12. Mai 2003

Claasen/Deister und Dieckmann/Scheuerpflug gewinnen

25 000 Besucher im Münchner Olympiapark beim Tourauftakt des Renault Beach Cup

Spannender können Finalspiele nicht sein: sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern fiel die Entscheidung jeweils erst in einem dramatischen dritten Satz, ehe die Gewinner Helke Claasen/Judith Deister und Christoph Dieckmann/Andi Scheuerpflug feststanden. Vor vollen Rängen im Münchner Olympiapark bekamen die Zuschauer Beach-Volleyball auf allerhöchstem Niveau geboten und honorierten dies mit frenetischem Applaus und mehrfacher Wiederholung der Laola-Welle.

Im Frauenfinale trafen zunächst die Nationalteams Claasen/Deister und Banck/Stein aufeinander. Nachdem der erste Satz relativ deutlich mit 21:15 an die Favoritinnen Claasen/Deister ging, hielten die noch jungen DVV-Auswahlspielerinnen Banck/Stein im zweiten Satz dagegen und gewannen diesen mit 21:16. Der entscheidende dritte Satz wurde zu einem wahren Krimi: nach drei abgewehrten Matchbällen konnten sich die Erfahreneren Claasen/Deister knapp mit 23:21 durchsetzen und damit ihren ersten Saisonsieg 2003 einfahren. Martina Stein war nach dem verlorenen Finale zwar „emotional ein wenig geladen“, doch wenn sie eine Nacht darüber geschlafen habe, werde sie sicherlich sehr zufrieden sein, äußerte sich die 21-Jährige.

Judith Deister kommentierte den Saisonauftakt so: „Ein Erfolg beim ersten Turnier lässt uns für die Saison hoffen. Das Niveau war sehr hoch und zwei sehr gute Teams (Pianka/Williams und Banck/Stein) haben es uns ziemlich schwer gemacht.“ „Am Sieg gezweifelt haben wir wegen unserer Routine nicht“, fügte ihre Mitspielerin Helke Claasen hinzu. Im kleinen Finale standen sich die Münchnerinnen Paul/Stöwe und Brink-Abeler/Jurich gegenüber. Letztere sicherten sich mit einem glatten 2:0-Erfolg den dritten Platz.

Als Bruderduell gestaltete sich das anschließende Finale der Herren: Dieckmann/Reckermann gegen Dieckmann/Scheuerpflug versprach nicht nur deswegen das Spiel des Wochenendes zu werden. Die beiden Weltklasse-Teams standen mit anderen Partnern bereits mehrfach in Endspielen zur Deutschen Meisterschaft, Erstgenannte sind sogar amtierende Europameister.

Dementsprechend eindeutig fiel dann auch der erste Satz dieser attraktiven Begegnung aus: mit 21:15 steuerten Dieckmann/Reckermann direkt auf den Turniersieg zu. Auch im zweiten Satz sah alles nach einem schnellen Ende aus und die Europameister hatten beim Stand von 20:17 drei Matchbälle. Doch ihre Gegner schafften das fast Unmögliche: sie wendeten das Blatt und holten sich den zweiten Satz mit 23:21. Sehr ausgeglichen war dann auch der entscheidende dritte Satz. Bis zum 13:13 konnte sich keines der Teams absetzen, doch zwei schnelle Punkte nach Fehlern von Jonas Reckermann beendeten dann das Finale zugunsten der Ranglistendritten. 

Der unterlegene Jonas Reckermann nach dem Finale: „Ich bin nicht wirklich zufrieden, zumal dieses Ende auf meine Kappe geht“, beurteilte der 23-jährige Profi seine spielentscheidenden Fehler am Ende des dritten Satzes. Sein Partner Markus war etwas gelassener: „Wir haben gut gespielt und können, glaube ich, zuversichtlich in diese Saison gehen.“ Die Matchwinner Dieckmann/Scheuerpflug, die erstmals in dieser Besetzung antraten, sagten einstimmig: „Wir haben nicht mit einem Sieg gerechnet, da wir direkt aus dem Trainingslager kamen. Jedenfalls ist es ein tolles Gefühl, wenn man am Anfang merkt, dass man gut drauf ist.“ 

Auch die Drittplazierten und amtierenden Deutschen Meister Tom Hikel und Marvin Polte zeigten sich zufrieden: „Wir hatten keine so gute Vorbereitung. Schließlich sind wir ja kein Profiteam. Dass es dann trotzdem so gut laufen würde hatten wir nicht erwartet.“

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel