News

Sonntag, 25. Mai 2003 

Kanadisches Duo überraschend ausgeschieden !
Deutsche bei Weltliga-Debüt chancenlos
Bauer: „Kein Feuer in den Augen"
Finanzielle Unterstützung für die Sporthilfe
Lahme & Müsch: Baggern für Athen

Moculescu: "Haben uns ganz gut verkauft"!
Zweiter Sieg im zweiten Spiel
DVV-Junioren mit souveränem 3:0 gegen Portugal
Interview mit Geeske Banck

Beachvolleyball: Nur der Chef blieb trocken
Wehe, wenn die Beach-Volleyballer kommen ...

Mai 2003

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Deutschland - Vodafone Masters-News 

Sonntag. 25. Mai 2003

Kanadisches Duo überraschend ausgeschieden !

Neunter Platz für Maike Friedrichsen und Okka Rau!

Hamburg, 24. Mai 2003. Die Kanadier Jody Holden und Conrad Leinemann sind überraschend am zweiten Tag der Vodafone Masters ausgeschieden. Nachdem sie am Freitagabend den Deutschen Meistern Thomas Hikel und Marvin Polte (Bottrop/München) unterlagen (24:22, 18:21, 17:19), trafen die Weltranglisten-Zwölften in der Verliererrunde auf Hannes Ambelang / Manuel Rieke (beide Berlin). Insbesondere durch viele Eigenfehler von Jody Holden verloren sie gleich den ersten Satz gegen die Berliner. Den zweiten Satz konnten Holden / Leinemann für sich entscheiden, mussten sich letztlich aber im hart umkämpften dritten Satz geschlagen geben (17:21, 21:15, 18:16). Bei ihrem ersten Vodafone Masters Auftritt, belegten sie den neunten Platz. „Die Kanadier waren sicher nicht in Topform, aber es ist immer schwer auf einer fremden Tour zu bestehen, da man die Gegner nicht kennt“, analysierte Beobachter Marvin Polte.

Die Europameister Markus Dieckmann / Jonas Reckermann (beide Moers) zogen ungeschlagen ins Halbfinale ein. Im entscheidenden Spiel kam es zum Bruderduell zwischen Markus und Christoph Dieckmann (Berlin), der mit seinem neuen Partner und Vorjahressieger Andreas Scheuerpflug (Berlin) antrat. In einem hochklassigen Spiel gewannen Markus Dieckmann / Jonas Reckermann nach drei Sätzen knapp mit 19:21, 21:19 und 16:14.

Das befristete Comeback von Maike Friedrichsen (Eutin) an der Seite von Okka Rau (Hamburg) ist heute beendet worden. Gegen die souverän aufspielenden Geeske Bank und Martina Stein (beide Kiel) reichte die Kraft von Maike Friedrichsen am Ende nicht mehr und sie verloren das Spiel in zwei Sätzen (18:21, 19:21). Für Maike Friedrichsen wird es der einzige Start in diesem Jahr bleiben. Okka Rau hofft, dass ihre Partnerin Stephanie Pohl (Hamburg) bereits beim Vodafone Masters in Tegernsee wieder an den Start gehen kann.

Geeske Bank und Martina Stein verloren im Anschluss gegen die topgesetzten Andrea Ahmann / Jana Vollmer (Schmiden/Rottenburg) (11:21, 12:21) und beenden das Turnier mit dem siebten Platz.

Nach zwei Tagen wechselhaften Wetters, zeigte sich Hamburg mit Sonnenschein und nur leichter Bewölkung. Rund 12.000 Zuschauer bewiesen, dass Beach-Volleyball auf dem Rathausmarkt ein Publikumsmagnet ist.

 

Deutschland - Pforzheimer Zeitung 

Sonntag. 25. Mai 2003

Deutsche bei Weltliga-Debüt chancenlos

Sao Paulo (dpa) - Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft war beim Weltliga-Debüt 2003 gegen Brasilien chancenlos. Der Weltmeister setzte sich vor rund 9000 Zuschauern in der Ibirapuera- Halle in Sao Paulo in 75 Minuten Spielzeit mit 3:0 (25:15, 29:27, 25:19) durch.

Das Team des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) trat ohne Rekonvaleszent Stefan Hübner an, der daheim geblieben war.

Nur im zweiten Satz konnten die Schützlinge von Bundestrainer Stelian Moculescu mithalten. Die DVV-Männer machten mehr Druck mit dem von den Brasilianern gefürchteten Aufschlag und profitierten außerdem von ungewöhnlich vielen Fehlern der Südamerikaner, die das Training erst fünf Tage zuvor aufgenommen hatten. Am Ende des Satzes verspielten die Deutschen aber drei Satzpunkte und gingen leer aus.

«Wir haben ein junges und aggressives Team. Wir wollen gegen Brasilien mindestens einen Satz und womöglich auch die Partie gewinnen», hatte der 21-jährige Außenangreifer Björn Andrae (VfB Friedrichshafen) im Gespräch mit der Zeitung «O Globo» gesagt. Das Versprechen wollen er und seine Kollegen beim zweiten Vergleich einlösen. Zur Revanche kommt Brasilien im Juni nach Berlin.

Die deutsche Vorrundengruppe wird von Weltliga-Rekordmeister Italien (8 Titel in 13 Ausgaben) und Portugal komplettiert. Die beiden Erstplatzierten der vier Staffeln qualifizieren sich für die Endrunde im Juli in Spanien. Für die Deutschen dient die Weltliga vor allem der Vorbereitung auf die vom 5. bis 14. September in Leipzig, Karlsruhe und Berlin stattfindende Europameisterschaft.

 

Deutschland - Aachener Nachrichten 

Sonntag. 25. Mai 2003

Bauer: „Kein Feuer in den Augen"

Interview mit Volleyballer Rüdiger Bauer

Düren (an-o) - Neben Tilo Koch ist Rüdiger Bauer der dienstälteste Volleyballer beim Bundesligisten Evivo Düren. Nach fünf Jahren verlässt der gebürtige Schwabe Düren Richtung Belgien. Im Gespräch mit "Nachrichten-Mitarbeiter Guido Jansen erklärt er warum.

Nachrichten: Sie konnten sich mit der Evivo-Führung nicht einigen. Enttäuscht Sie das, wo sie über Jahre einer der wichtigsten Spieler hier waren?
Bauer: Es ist schon schade, dass es so weit gekommen ist. Der Verein fährt eben seinen Sparkurs. Fünf Jahre sind im Volleyball eine lange Zeit. Klar, ein bisschen Wehmut ist schon dabei. Es ging mir in Düren so wie bei meinem Heimatverein Friedrichshafen. Irgendwann zählt der Prophet im eigenen Land nichts mehr.

Nachrichten: Ganz unvorbereitet trifft Sie die Entscheidung nicht. Sie selbst hatten schließlich Wechselabsichten bekundet
Bauer: Mein Bruder hat zu mir gesagt: In deinen Augen sieht man das Feuer nicht mehr. Da hat er schon recht. Nach fünf Jahren gibt es auch so was wie Abnutzungserscheinungen.

Nachrichten: Wie blicken Sie auf Ihre Zeit in Düren zurück?
Bauer: Klar, die Bilanz ist positiv. Meiner Freundin und mir hat es sehr gut gefallen hier. Ich habe mich weiter entwickelt, hatte erstmals die Gelegenheit, in der ersten Liga zu spielen. Außerdem denke ich, dass ich ein bisschen was bewegt habe. Seit langem habe ich gesagt, dass die Geschäftsführung professioneller sein muss. Das ist, jetzt wo ich gehe, auch passiert.

Nachrichten: Wohin geht die Entwicklung von Evivo Düren Ihrer Meinung nach?
Bauer: Der Hinrundenspielplan für die neue Saison ist schwer. Wenn's nicht gut läuft, kann der Verein schnell abrutschen. Wenn's passt und alle Spaß haben, dann kann diese junge Mannschaft viel erreichen. Ich denke aber auch, dass die Verantwortlichen nicht immer den Sparstrumpf so zusammendrücken können. Schließlich wollen sie in neuer Halle auch irgendwann Europapokal spielen.

Nachrichten: Die Mannschaft wird verjüngt. Hohes Risiko oder Pfand für die Zukunft?
Bauer: Man hat gesehen, dass Spieler wie Till Lieber, Malte Holschen oder Martin Bulst viel Potenzial haben, wenn sie sich zusammenreißen. Auch unsere peinliche Niederlage in Moers dürfte den jungen Spielern was gebracht haben. Und wenn es nur die Erfahrung war, dass man sich nach zwei guten Spielen nicht gleich wie der Größte fühlen kann.

 

Schweiz - News.ch 

Sonntag. 25. Mai 2003

Finanzielle Unterstützung für die Sporthilfe

Die Stiftung Schweizer Sporthilfe erhält vom Internationalen Volleyball-Verband (FIVB) finanzielle Unterstützung.

Die FIVB hat ihren Sitz seit 1984 in Lausanne und zeigt sich für das Gastrecht in der Schweiz mit einer Spende von 50.000 Franken zu Gunsten des Nachwuchssports erkenntlich. Darüber hinaus wird sie für alle unter ihrem Patronat in der Schweiz durchgeführten internationalen Volleyball- und Beachvolleyball-Wettkämpfe einen Solidaritätsbeitrag leisten.

bert

 

Deutschland - Berliner Morgenpost 

Sonntag. 25. Mai 2003

Lahme & Müsch: Baggern für Athen

Die Beachvolleyballerinnen Susanne Lahme und Danja Müsch wollen nächstes Jahr gemeinsam eine Olympia-Medaille gewinnen

Die erste persönlichere Kontaktaufnahme fand auf einer schäbigen Toilette in Brünn statt. 1991 in Tschechien, Frauen-Europameisterschaft im Hallen-Volleyball, Dopingkontrolle nach irgendeinem Vorrundenspiel: Das Los für das deutsche Team fiel auf die Nationalspielerinnen Susanne Lahme und Danja Müsch. Und weil es nicht so recht laufen wollte, dauerten das Warten und die Prozedur gleich drei Stunden lang. In denen kamen die Berlinerin Susanne Lahme, die Grande Dame des Volleyballs, und Danja Müsch, die, wie sie sagt, "letzte Wurst im Team, die gerade noch mitfahren durfte", ins Gespräch. Zwischen den gekachelten Wänden verstand man sich immer besser.

Dann trennten sich ihre Wege: Lahme ging nach Italien, um ihre Hallen-Karriere voranzutreiben. Müsch dagegen entschied sich für etwas Neues: Beachvolleyball. Im vergangenen Jahr trafen sie sich wieder, beide sind viel bekannter als damals. Susanne Lahme gilt als beste Deutsche in der Halle, Danja Müsch als Ass im Sand. Nur die Jüngsten sind sie nicht mehr: Lahme ist mittlerweile 34, Müsch 32 und Mutter.

Gemeinsam sind sie stark genug, um in der Weltspitze weiter mitzumischen. Also taten sie sich zusammen - als Beachvolleyball-Team. Inzwischen sind sie schon wieder weit oben angelangt: Gleich im ersten Jahr wurden Lahme und Müsch bei den deutschen Meisterschaften Zweite. Derzeit gelten sie als heiße Anwärter auf einen der zwei deutschen Olympia-Startplätze für Athen 2004.

Für Lahme wäre es die vierte Olympia-Teilnahme. Viel hat sie erlebt und gewonnen, sie arbeitete als Fotomodel und trat in TV-Talkshows auf. Aber eine Olympiamedaille blieb ihr immer verwährt. Seit den Spielen in Atlanta 1996 liebäugelt die große Blondine mit dem schnellen Spiel im Sand. Damals sagte Müsch zu Lahme: "Wenn du mal Bock auf Beachen hast, kannst du mich jederzeit anrufen." Müsch spielte zu der Zeit mit Maike Friedrichsen, die aber im Sommer 2001 aufhören wollte. Bei Müschs Überlegungen, wer sie ersetzen könne, fiel "mir immer nur Susi ein". Doch die quälte sich in italienischen Turnhallen herum und, so Müsch, "ärgerte sich, wenn in der vermeintlich besten Liga der Welt die Klubs ihre Gehälter nicht pünktlich zahlten".

Wegen ihres Freundes blieb Lahme in Italien und entschied sich erst spät für die Sommervariante ihres Sports. Mit Andrea Ahmann, der Ehefrau von Jörg Ahmann, bildete sie zunächst ein Team. "Das lief aber nicht so gut", erinnert sich Lahme. Wie einst auf der Toilette in Brünn, kamen Müsch und Lahme ins Gespräch, und Lahme entschied sich, ab 2002 für eine Saison mit Müsch zu spielen. Das funktionierte anfangs auch nicht besonders: Bis Mitte April hatte Lahme noch im italienischen Play-off mitgewirkt, Müsch brachte derweil Tochter Lucy zur Welt. An eine ernst zu nehmende Saisonvorbereitung war also gar nicht zu denken, dennoch stieß das Duo auf Anhieb in die nationale Spitze vor.

Die beiden Frauen beschlossen weiterzumachen. Danja Müsch schuftete im Kraftraum in Köln, den Winter trainierte sie wochenlang mit den brasilianischen Stars in Rio de Janeiro. Susanne Lahme kam erst im April dazu. Sie löste ihre Wohnung in Reggio Emilia auf und zog nach Köln. Nun baggern beide für Olympia.

Lahmes Freund wird sich auf kurze Stippvisiten einstellen müssen. Und Müschs Tochter bleibt überwiegend in der Obhut des Papas, des ARD-Sportreporters Ralf Scholt. "Wer olympische Ehren einfahren will", schwant Müsch, "muss dafür Opfer bringen. Sonst könnten wir nicht in Ruhe trainieren und arbeiten." Damit das möglichst reibungslos klappt, ist Bernd Werscheck dabei, der in der kälteren Jahreszeit in der Halle den Männer-Erstligisten Evivo Düren trainiert und sich im Sommer um Lahme/Müsch kümmert. Werscheck glaubt an den Erfolg des Duos: "Beide sind unheimlich ehrgeizig. Susi würde sogar Sand fressen, wenn es sein müsste."

Nur hin und wieder muss er "ihr erklären, wie man auf Sand läuft". Und wenn nicht Werscheck korrigiert, dann springt Müsch in die Bresche. "Jetzt bin ich die kleine Wurst", sagt Lahme, "und Danja die Grande Dame, die mir alles vormachen kann."

Auch der nationale Verband baut auf seine Routiniers: Danja Müsch und Susanne Lahme werden als eines von fünf Nationalteams gefördert. Nach sechs Turnieren der Weltserie, das erste findet an diesem Wochenende in Hamburg, das vierte vom 20. bis 22. Juni in Berlin statt, wird Zwischenbilanz gezogen, und drei Teams bleiben im Rennen. Dass Müsch und Lahme ein medaillenträchtiges Duo sind, daran zweifelt in der Szene längst niemand mehr.

Und Bernd Werscheck glaubt sogar, dass aus Lahme "noch eine große Nummer auf Sand wird". Die dreistündige Klo-Sitzung in Tschechien hätte sich dann allemal gelohnt.

Klaus Wegener

 

Deutschland - DVV-News 

Sonntag. 25. Mai 2003

Moculescu: "Haben uns ganz gut verkauft"!

0:3-Schlappe gegen Brasilien

Sao Paulo (Peter Stracke/sid) Mit einer 0:3 (15:25, 27:29, 19:25)-Schlappe beim Weltmeister Brasilien sind die deutschen Volleyballer in die neue Saison der mit 15 Millionen Dollar dotierten Weltliga gestartet. Vor 8.000 Zuschauern in Sao Paulo steigerte sich die Mannschaft des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) nach schwachem Beginn, konnte aber im zweiten Durchgang drei Satzbälle nicht zum verdienten Satzgewinn nutzen.

"Insgesamt haben wir uns ganz gut verkauft, aber wir hatten die große Chance zum Satzgewinn und haben die vertan. Das ist sehr ärgerlich", kommentierte Bundestrainer Stelian Moculescu die 67 Minuten dauernde Lehrvorführung des extrem schnell agierenden Weltmeisters gegen seine Jungs. "Am Ende haben Kleinigkeiten gegen uns entschieden. Da gibt es noch zu viele technische Fehler, die uns wohl noch lange begleiten werden". Die Chance zur Revanche bietet sich für das DVV-Team schon am Sonntag (15.00 Uhr/MESZ) an gleicher Stelle.
"Wir wollen uns hier nicht abschlachten lassen", hatte Wolfgang Kuck als Ziel der deutschen Mannschaft vor der Partie ausgegeben. Doch der für den an der Patellasehne verletzten Stefan Hübner als Kapitän nachgerückte 35-jährige Routinier hatte sich zunächst verrechnet. Gerade die jungen Spieler zeigten sich von der Kulisse der fanatischen Fans beeindruckt. Nach nur 19 Minuten war der erste Satz verloren. Von den vermeintlichen deutschen Stärken im Blockspiel und beim Service war nichts zu sehen. Fast alle erkämpften Punkte waren Resultat von Fehlern der Brasilianer. "Die haben uns einfach überrannt", konstatierte Moculescu.

Etwa 25 Millionen Zuschauer bei der Liveübertragung im größten brasilianischen TV-Sender sahen dann aber einen sich deutlich steigernden Außenseiter. Moculescu vertraute weiter seiner Stammsechs mit Zuspieler Frank Dehne, Marco Liefke (beide SCC Berlin), den beiden Belgien-Profis Georg Wiebel und Ralph Bergmann, Kuck und dem Friedrichshafen Talent Björn Andrae.

Und das Team kämpfte sich ins Spiel, ging im zweiten Durchgang beim 16:15 erstmals in Führung, sah beim 23:19 wie der Gewinner dieses Abschnitts aus und brachte sich durch zwei Aufschlagfehler bei Satzbällen selbst um den Lohn der in dieser Phase guten Leistung. Danach aber bekam Brasilien über starke Blockabwehr wieder die Kontrolle über die "aufsässigen" Deutschen und stellte die eigenen Fans mit sehenswerten Schnellangriffen zufrieden. Im deutschen Team wusste neben Andrae und Kuck auch der Dürener Libero Till Lieber in seinem erst achten Länderspiel zu überzeugen.

 

Deutschland - DVV-News 

Sonntag. 25. Mai 2003

Zweiter Sieg im zweiten Spiel

Juniorinnen-WM-Qualifikation: 3:0 gegen Georgien!

Den deutschen Juniorinnen fehlt nur noch ein Sieg, um sich für die WM in Malaysia zu qualifizieren. Gegen Georgien siegte die Mannschaft von Bundestrainer Rudi Sonnenbichler locker mit 3:0 (25:17, 25:13, 25:10). Tags zuvor hatte es 3:1 gegen Bulgarien geheißen. Morgen steht das entscheidende Spiel gegen die Türkei an.

 

Deutschland - DVV-News 

Sonntag. 25. Mai 2003

DVV-Junioren mit souveränem 3:0 gegen Portugal

Serbien & Montenegro ebenfalls ohne Probleme!

Die DVV-Junioren sind wie ihre Juniorinnen-Kolleginnen nur noch einen Sieg von der Qualifikation für die WM entfernt. In Spergau gewann Deutschland souverän mit 3:0 (25:16, 25:14, 25:13) gegen Portugal. Damit kommt es morgen zum erwarteten Endspiel um den Gruppensieg gegen Serbien & Montenegro. Der Nachwuchs des Olympiasiegers siegte ebenfalls ohne Probleme gegen Lettland mit 3:0 (25:10, 25:19, 25:23). Beide Teams sind ungeschlagen, die DVV-Junioren gaben gegen Lettland jedoch einen Satz ab.

Bundestrainer Michael Warm nahm im Gegensatz zum gestrigen Spiel eine Veränderung vor. Für Tim Elsner stand Christian Dünnes auf dem Feld.

 

Deutschland - www.beach-volleyball.de  

Sonntag. 25. Mai 2003

Interview mit Geeske Banck

Zusammen mit ihrer Partnerin Martina Stein gehört Geeske Banck zu den Hoffnungsträgern des deutschen Beach-Volleyball. So erzielten die beiden Jungnationalspielerinnen bereits zwei zweite Plätze bei den Cups in München und Leipzig. Wir sprachen mit Geeske auf dem Renault Beach Cup in München.

Wie zufrieden bist Du mit eurer vergangenen Saison?
Die Saison lieft gut. Wir haben uns in der Worldtour durch die Quali arbeiten können ins Hauptfeld, darauf haben wir auch unsere Priorität gelegt. Deshalb sind die Turniere in Deutschland nur zweite Priorität gewesen. Wir haben dann mit dem 7. Platz in Timmendorf eine gute Platzierung gemacht.

Was habt ihr euch für 2003 vorgenommen?
Wir möchten uns im Hauptfeld der Worldtour etablieren und damit die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2004 in Athen sichern.

Also wollt ihr wieder mehr international spielen?
Ja, absolut. Das ist unsere Priorität. Es zählt für die Olympia-Quali nur die internationale Rangliste und deswegen tun wir das.

Was hälst Du vom neuen Poolplay-System auf den Cups?
Ich finde es gut, dass die das bei den Beach-Cups nach dem FIVB-Modus übernommen haben.

Wie habt ihr euch auf die Saison vorbereitet?
Wir haben den Winter über in der Beachhalle trainiert, in der Nähe von Kiel, und waren dann zwei Wochen im Trainingslager auf Teneriffa, danach vier Wochen in Rio de Janeiro. Auf Teneriffa haben wir mit den Nachwuchsteams zusammen gearbeitet, unter der Leitung von Lennard Krapp (Anm. Bundestrainer Beach-Volleyball). In Rio de Janeiro haben wir mit internationalen Teams, natürlich viel mit Brasilianern, trainiert.

Wer sind Deine Favoriten in dieser Saison?
Ich denke, das wird eine sehr enge Entscheidung zwischen den fünf Nationalteams und zusätzlich Pianka/Williams.

Wie siehst Du eure Chance auf das Olympiaticket?
Ich sehe die sehr gut. Wir haben den Winter über sehr viel trainiert und wir werden alles dafür tun, dass wir am Ende mit ganz oben stehen.

Wie siehst Du die Entwicklung von Beach-Volleyball in Deutschland?
Ich glaube, es ist im Moment sehr gut. Viele junge Teams kommen nach, es wird besser im Nachwuchs gearbeitet, als noch vor ein paar Jahren. Die Teams werden auch immer professioneller.

Gibt es einen Unterschied zwischen den internationalen und nationalen Turnieren?
Wir haben in Deutschland mit eine der bestorganisierten Tour, sowohl bei den Masters, als auch bei den Cups. Im Gegensatz zur FIVB ist es ein bisschen anders. Dort ist alles sehr viel größer, und hier ist es noch familiärer. Das ist sehr angenehm und man kann viele Probleme einfacher lösen, als international.

Wie findest Du unseren Internetauftritt?
Ich finde ihn gut!

Wir danken Dir für dieses Interview und wünschen viel Erfolg für 2003.

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Samstag. 24. Mai 2003

Beachvolleyball: Nur der Chef blieb trocken

Hamburg - Frank Mackerodt hatte den besten Platz. Am überdachten Jever-Stand klönte der Organisator des Beachvolleyball-Turniers mit den HSV-Aufsichtsratskollegen Carl Jarchow und Jan Wendt, während sich die 32 Paare des Vodafone-Masters vor Rathaus mit Wind, Regen und nassen Bällen herumschlugen. Rund 8500 Leute schauten trotz der widrigen Bedingungen vorbei. "Woanders wären nicht mal 1000 gekommen", meinte Mackerodt trocken.

Das Hauptaugenmerk fiel dabei auf Okka Rau und ihre Ersatzpartnerin Maike Friedrichsen, die für Stephanie Pohl (Hornhautentzündung) eingesprungen war. Nach einer halben Stunde taktischer Absprachen fehlte der wenig trainierten Friedrichsen - nach souverän gewonnenem ersten Match - gegen die deutschen Vizemeisterinnen Danja Müsch/Susanne Lahme im entscheidenden dritten Satz Kraft und Konzentration. "Ich hätte in dieser Phase mehr Verantwortung übernehmen sollen", gab sich Rau gewohnt selbstkritisch. Nach 5:1-Führung gingen Satz - und Match - 9:15 verloren. Den Turniersieg indes hat das Duo nicht abgeschrieben: "Wir können jeden schlagen."

Müssen sie auch. Bei der zweiten Niederlage wären sie ausgeschieden. 

(rg)

Spielzeiten: Sonnabend 9-19 Uhr; Sonntag ab 9 Uhr, Finale: Frauen: 14 Uhr, Männer: 15 Uhr. Eintritt frei.

 

Deutschland - Bild-Zeitung 

Samstag. 24. Mai 2003

Wehe, wenn die Beach-Volleyballer kommen ...

Baggern bei Schietwetter hat in Hamburg Tradition – Statt Sonnerncreme werden Regenschirme verkauft

Es ist irgendwie witzig. Aber in Wahrheit doch tief traurig. Immer, wenn die Beach-Volleyballer nach Hamburg kommen, ist Schietwetter. Gestern nieselte es fast ohne Pause, während die Stars auf dem Rathausmarkt baggerten, pritschten und schmetterten.

„Es tut mir ja auch leid“ sagt Frank Mackerodt, Chef der Vodafone-Masters-Tour und rückt etwas weiter unter das Dach vom Jever-Stand. „Aber die Spieler kommen gerne her. Keiner hat geklagt. Und schon gar nicht über das Wetter.“

Hamburg im Regen – und sie baggern und baggern und baggern. Seit Jahren schon. Da brauchst du gar keine Wetterfrösche mehr. Bei jedem ersten Masters-Turnier macht Petrus Urlaub. Selbst wenn der Auftakt mal nicht in Hamburg ist, schüttete und/oder stürmte es. Als Hamburg dann im weiteren Verlauf des Sommers an der Reihe war, regnete es natürlich auch. So ist das seit jetzt genau zehn Jahren.

„Wir wissen das“, sagt der Olympia-Dritte Jörg Ahmann. Kurios: Er ist sogar froh darüber, dass das (Regen-) Turnier aus Platzmangel (auf den Rathausmarkt dürfen nur zwei Courts) um einen Tag verlängert werden musste. Ahmann erklärt: „So haben wir zwischen den Spielen eine längere Pause. Können schnell ins Hotel und uns unter der Dusche aufwärmen.“ Alle Spieler wohnen im noblen „Side“, lediglich einen Katzensprung entfernt.

Nur für die Zuschauer (gestern kamen immerhin 7.500) ist das blöd, dauernd im Regen zu sitzen oder zu stehen. Zum Glück gibt es ja Sponsoren. Jever verkauft Regenschirme und Jacken. Nivea wird seine Sonnencreme zwar nicht so gut los, dafür aber Handtücher ...

Im nächsten Jahr soll es dann Bräunungscreme geben. Damit die Fans wenigstens vorm Spiegel das Gefühl haben, beim Beach-Volleyball gewesen zu sein ...

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel