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Freitag, 30. Mai 2003 

1. VCP: Endspiel knapp verpasst
Harlekins: Volleyball-Saison hat ein Nachspiel
Routinier Roll fehlt auch in der Slowakei
Tidicks tolles Team
Olfen: Brüggemann neuer Trainer

Mai 2003

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Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Freitag. 30. Mai 2003

1. VCP: Endspiel knapp verpasst

Parchimer D-Jugend-Volleyballerinnen holen bei Deutscher Meisterschaft Bronze

Parchim/Nordhorn Die D-Jugend-Volleyballerinnen des 1. VC Parchim kehrten am vergangenen Wochenende von der Deutschen Meisterschaft aus Nordhorn mit der Bronzemedaille zurück und erreichten damit ihre Zielstellung.

Begleitet wurden die jungen Damen um Trainer Steffen Blasek von vielen Eltern, die ihre Schützlinge lautstark unterstützen wollten.

Eine schwere Aufgabe hatte das Team bereits in der Vorrunde. Ihr Auftaktspiel verloren sie nervös und mit schwacher Leistung gegen Rotation Prenzlauer Berg, dem Berliner Vizemeister mit 0:2 (17, 19). Im weiteren Verlauf konnten sich die Eldestädterinnen steigern und gewannen klar mit 2:0 Sätzen gegen den Südwest-Meister TV Lebach (-15, -18).

Alles war wieder offen und gegen den Vizemeister Ost, dem Dresdner SC, sollte sich entscheiden, ob die Parchimerinnen als Staffelzweiter oder -dritter ins weitere Rennen gehen. In einem furiosen ersten Satz schlugen sie die Dresdnerinnen mit 25:16. Im folgenden Durchgang steigerten sich die Sachsen und konnten mit 25:23 ausgleichen. Der Tie-Break konnte nicht spannender verlaufen. Bei ständigem Führungswechsel hatte Parchim am Ende mit 12:15 das Nachsehen und eine schwierigere Aufgabe in der Zwischenrunde. Top motiviert traten die VCP-Mädchen gegen den Westdeutschen Meister SV Burlo an. Im wichtigsten Spiel des Tages brachten sie ihre beste Leistung und gewannen klar mit 2:0 (-19, -14). Damit war das Viertelfinale erreicht und der erste Wettkampftag gut gelaufen.

Gegen den Westdeutschen VC Essen-Borbeck (Sieger der anderen Vorrundenstaffel) präsentierten sich die Parchimerinnen am zweiten Turniertag. In einem hochklassigen Viertelfinale legten sie den Grundstein für das tolle Ergebnis. In allen Spielelementen überlegen und mit großem kämpferischen Einsatz gewannen die Parchimerinnen mit 2:0 (-20, -18) und konnten den Einzug ins Halbfinale gemeinsam mit ihren Fans bejubeln.

Mit diesem Ergebnis stand bereits fest, dass den Mädels die Bronzemedaille nicht mehr zu nehmen war, womit ein großes Ziel erreicht wurde. Gegner im Halbfinale war wieder die Truppe von Rotation Prenzlauer Berg. Die körperlich überlegenen Berlinerinnen hatten jedoch den besseren Start und Parchim zeigte einmal mehr Nerven. Trainer Steffen Blasek wechselte die komplette Stammformation aus, um sie für den weiteren Verlauf zu motivieren. Dank einer tollen Leistung der Reservisten, die mit tollen Spielzügen den Berlinerinnen etliche Punkte abrangen (14:25), gingen die Stammspielerinnen in den zweiten Durchgang. Mit einer Traumleistung spielten sie jetzt die Gegnerinnen förmlich an die Wand (25:12). Im Tie-Break begann der 1. VCP, angefeuert von einer riesigen Kulisse Fans und Sympathisanten, wie im zweiten Durchgang, wechselte beim Stand von 8:6 die Seiten und ging mit 12:9 in Führung. Dem hohen Kraftaufwand und blank liegenden Nerven war es dann wohl geschuldet, dass die Berlinerinnen zum Zuge kamen und die Parchimer die Niederlage (13:15) nicht verhindern konnten. Prenzlauer Berg zog ins Finale ein, Parchim blieb auf Platz drei. Die Tränen über die knappe Niederlage waren zwar verständlich, trotzdem wurde hier ein überragendes Ergebnis erreicht. So waren auch der Trainer und die mitgereisten Fans mit dem Ausgang sehr zufrieden und sahen eine Mannschaft, die sich von Spiel zu Spiel steigerte und in ihrem Endspiel, dem Halbfinale, die beste Leistung des Turniers zeigte.

Zur Belohnung musste Parchims Coach eine Wette einlösen und präsentierte sich bei der Siegerehrung mit schwarz-roten Haaren. Mannschaft und Fans erlebten dank der guten Organisation der Meisterschaft durch den VCE Nordhorn ein unvergessliches Wochenende.

Ein großes Dankeschön geht an die mitgereisten Eltern, die tolle Stimmung machten und die Organisation der Veranstaltung sowie die Fahrt unterstützten. Das VCP-Team bedankt sich außerdem bei der Parchim Wacht und der AWO für die zur Verfügung gestellten Fahrzeuge. Einige Spielerinnen dieser Mannschaft bereiten sich nun auf die Deutsche Meisterschaft der E- Jugend vor, die über die Pfingstfeiertage in Schwarzenbeck ausgetragen wird.

St. B.

1. VC Parchim: Marie- Christin Schmerer, Janine Völker, Romy Lockenvitz, Berit Kauffeldt, Maria Müller, Kathrin Bölkow, Sabine Tamke, Maria Völker

Deutsche Volleyball-Meisterschaft D-Jugend, Endstand 
  1. Köpenicker SC Nordostdeutscher Meister 
  2. SG Rotation Prenzlauer Berg Nordostdeutscher Vizemeister 
  3. 1. VC Parchim Norddeutscher Meister 
  4. TSV Jahn München Südostdeutscher Meister 
  5. VFB 91 Suhl Ostdeutscher Meister 
  6. VCE Nordhorn Nordwestdeutscher Meister
  7. VC Essen-Borbeck Westdeutscher Vizemeister 
  8. Dresdner SC Ostdeutscher Vizemeister 
  9. VfL Bergen Norddeutscher Vizemeister 
10. SV Burlo Westdeutscher Meister 
11. USC Konstanz Süddeutscher Meister 
12. TuS Eintr. Hinte Nordwestdeutscher Vizemeister 
13. TSV Schönberg Südostdeutscher Vizemeister 
14. TV Creglingen Süddeutscher Vizemeister 
15. TV Lebach Südwestdeutscher Meister 
16. SSG Etzbach Südwestdeutscher Vizemeister

 

Deutschland - Augsburger Allgemeine 

Freitag. 30. Mai 2003

Harlekins: Volleyball-Saison hat ein Nachspiel

Ehemalige Harlekin-Spielerin Anja Schröder klagt gegen den Erstligisten

(klan). Die erste Bundesliga-Saison ist für die Volleyballerinnen des VC Harlekin Augsburg zwar vorbei, aber allem Anschein nach noch nicht abgeschlossen. Der Verein hat Ärger mit seiner ehemaligen Spielerin Anja Schröder. Ihr war, im Herbst 2002, durch die damalige Vorsitzende Ingke Weimert gekündigt worden. Grund waren Streitigkeiten, weil sich Schröder geweigert hatte eine Jugendmannschaft zu betreuen. Jetzt klagt Schröder auf angeblich noch ausstehende Gehälter.

Schröder ärgert sich über den VCH: „Ich habe bis jetzt still gehalten, aber jetzt reicht es mir.“ Die seit dem Frühjahr in der Schweiz spielende Außenangreiferin ist sauer, dass zu dem Gerichtstermin, bei dem sie ein Vergleichsangebot vorlegen wollte, kein Vereinsvertreter erschienen ist. „Der Verein hat die ganze Zeit nicht mit sich reden lassen. Das ist unprofessionell. Jetzt haben sie eine Versäumnisklage des Gerichts am Hals.“

Der neue VCH-Vorsitzende Gerhard Schermutzki, der seit rund drei Wochen die Geschäfte führt, will zu den Vorwürfen derzeit keine Stellung nehmen. „Das ein schwebendes Verfahren. Ich kann nur sagen, dass uns vier Vorstandsmitglieder, Ingke Weimert, Hans-Peter Pleitner, Peter Götz und mich, niemand kontaktiert hat. Frau Schröder hat mit keinem von uns geredet.“

Aus Termingründen habe niemand vom Verein zur angesetzten Gerichtsverhandlung erscheinen können. Er selbst habe zu der Zeit den Verein noch gar nicht geführt. „Das soll keine Entschuldigung sein. Gegen die Versäumnisklage haben wir schon Einspruch eingelegt. Das ist ein ganz normaler Weg in der Juristerei“, sagt Schermutzki. Er erwartet ein endgültiges Urteil nicht vor Ende des Sommers. Das Vorgehen von Anja Schröder verurteilt er: „Wir sind gerade auf intensiver Sponsorensuche, deshalb finde ich es bedauerlich, dass die Spielerin jetzt ein laufendes Verfahren an die Öffentlichkeit bringt. Ich weiß nicht, wer ihr dazu geraten hat.“

 

Deutschland - Darmstädter Echo 

Freitag. 30. Mai 2003

Routinier Roll fehlt auch in der Slowakei

Auch beim EM-Qualifikationsspiel am Samstag in Bardejov gegen Gastgeber Slowakei wird Routinier Sylvia Roll der deutschen Volleyball-Auswahl der Damen nicht zur Verfügung stehen. Die Topangreiferin musste wie schon zuletzt für die Partie gegen Polen (1:3) wegen einer Ohrenentzündung absagen.

Ein Sieg eventuell schon genug

Bundestrainer Hee Wan Lee nahm für das bevorstehende Match keine Änderungen im Zwölfer-Kader gegenüber der Niederlage in Polen vor. Letzter Kontrahent für die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) ist Kroatien am 7. Juni in Zagreb. Voraussichtlich genügt bereits ein Sieg zum Erreichen der Endrunde vom 20. bis 28. September in der Türkei.

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Freitag. 30. Mai 2003

Tidicks tolles Team

Die Junioren-Nationalmannschaft mit dem Moerser Talent schafft die Qualifikation für die Weltmeisterschaften im Iran.

Torben Tidick vom Moerser SC hat sich mit der Volleyball-Junioren-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaften im August im Iran qualifiziert.

In Leipzig fand jetzt eines von vier europäischen Qualifikationsturnieren für die Teilnahme an der Junioren-WM 2003 statt. Die deutsche Nationalmannschaft musste sich mit Portugal, Lettland und der favorisierten Mannschaft aus Serbien-Montenegro auseinandersetzen. Nach dem Qualifikationsmodus konnten jeweils nur die Gruppenersten sowie die zwei besten Zweitplatzierten die Endrunde erreichen.

Die deutschen Junioren gewannen gegen Portugal und Lettland unerwartet hoch mit jeweils 3:0-Sätzen und so kam es zum Entscheidungsspiel gegen Serbien-Montenegro. Nach dem deutlich verlorenen ersten Satz steigerte sich die Mannschaft, verlor aber auch den zweiten Satz äußerst knapp mit 23:25, danach war die Luft raus und der dritte Satz ging ebenfalls deutlich verloren. Mit Spannung wurde nun die Ergebnisse der anderen Qualifikationsturniere gewartet und schließlich war es klar: die deutschen Junioren hatten mit einem Satz Vorsprung die Qualifikation als beste zweitplatzierte Mannschaft erreicht.

Erstaunlich ist, dass sich Torben Tidick, der nicht in der Nationalmannschaft während der letzten Saison bei Olympia Berlin spielte, trotzdem durchsetzen konnte und zum Kader der WM-Teilnehmer zählt. Bei den weiteren Vorbereitungsturnieren kommt es auch unter anderem zu Spielen in Brasilien und Argentinien und danach mit guten Chancen, so Bundestrainer Michael Warm, steht die Weltmeisterschaft im Iran an.

 

Deutschland - Ruhr Nachrichten 

Freitag. 30. Mai 2003

Olfen: Brüggemann neuer Trainer

OLFEN Die Fachschaft Volleyball im SuS Olfen steht nach dem Rückzug aus der zweiten Bundesliga vor einem Neuaufbau. Nach sieben Jahren Zugehörigkeit zur Regionalliga bzw. zweiten Liga wird in der kommenden Saison die bisherige zweite Mannschaft in der Oberliga spielen. Mit dieser Mannschaft, die in der letzten Saison als Aufsteiger in der Verbandsliga Platz drei belegt hatte, verbleiben im Damenbereich noch vier statt der bisher fünf Mannschaften.

Als Trainer gewann Fachschaftsleiter Peter Schlobach jetzt Ralf Brüggemann. Der 36-Jährige, der vier Jahre lang Trainer beim TV Werne war und dort zuletzt die Oberliga-Damen trainiert hatte, wird in Olfen die Oberliga-Damen und die B-Jugend trainieren. Brüggemanns Ehefrau Anja wird sich im Nachwuchsbereich vornehmlich um die C-Jugend kümmern. Sie spielt noch und hat die B-Lizenz zusammen mit Peter Janotta erworben. 

Personell wird es weitere Änderungen geben, wobei bisher noch unbekannt ist, wo die Spielerinnen der bisherigen ersten Mannschaft künftig spielen werden. Dirk Nietmann, der bisherige Trainer der zweiten Damenmannschaft und der Herren steht nach abgeschlossenem Studium aus beruflichen Gründen nicht mehr als Trainer zur Verfügung. Jürgen Urban, der in den letzten Jahren den Olfener Nachwuchs trainiert und zuletzt die "Deutsche" der C-Jugend organisiert hatte, zieht sich beim SuS zurück. Die Fachschaft Volleyball des SuS Olfen hat zudem jetzt eine E- und F-Jugend neu eingerichtet.

Mit Kati Kirchner und Anja Reddemann werden sich zwei junge Trainerinnen um die 8- bis 10-Jährigen kümmern. Für die "Minis" zeichnen Susanne Röttger und Britta Borowek verantwortlich, während die übrigen Jugendmannschaften weiterhin von Sebastian Kramp und Martin Löser trainiert werden. Damit sind nach dem Tod von Christiane Tomsen und dem Weggang von Jürgen Urban bis auf einen Jugendtrainer, der noch verpflichtet werden soll, alle Lücken im Nachwuchsbereich geschlossen. Vollzug melden konnte Schlobach bei der Suche nach einem Schiedsrichter mit B-Lizenz, der für die Oberliga zwingend erforderlich ist. "Damit sind die Voraussetzungen für einen Neuaufbau geschaffen", blickt Schlobach optimistisch in die Zukunft.

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel