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| Deutschland - Tagesspiegel |
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Sonntag. 01. Juni 2003 |
Kortmann:
Zwischen Anekdoten und Atemübungen
Der ehemalige Berliner Volleyballtrainer Olaf Kortmann unterrichtet Manager in Stressresistenz – und hat damit durchschlagenden Erfolg
Hamburg. Olaf Kortmann glaubt genau zu wissen, wie er die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer erreicht. „Sport“, so heiße das Zauberwort, behauptet er. „Die Leute sind an Anekdoten aus dem Hochleistungssport interessiert.“ Dann legt Kortmann los. Vergleiche zwischen Sport und Wirtschaft, das kommt als Einleitung gut an. Anekdoten aus seinen Jahren als Trainer der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft der Männer oder als Coach des besten deutschen Beachvolleyball-Paares der Frauen, gibt er in seinem Referat zum Besten. Das Auditorium ist dankbar. Zwölf Manager namhafter Unternehmen in Loge 37 der Hamburger AOL-Arena lauschen andächtig.
Die Herren aus der Wirtschaft sind von einer Personalvermittlungsagentur eingeladen worden – Kontakte knüpfen in lockerer Atmosphäre. Kortmann ist das Medium. Sein Vortrag heute: „Stress als Bedrohung und Würze des Lebens.“ Das hört sich ein wenig kryptisch an, doch Kortmann glaubt zu wissen, wovon er spricht. Der 47-Jährige ist einer der erfolgreichsten deutschen Vereinstrainer. Nach Meistertiteln mit dem Hamburger SV, dem USC Münster und drei Jahren beim SCC Berlin reiste er von 1995 bis 1998 mit der Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) um die Welt, gewann 1997 bei der Europameisterschaft in Holland sensationell gegen Russland, rieb sich in der täglichen Arbeit mit dem Team auf, investierte viel – zu viel, wie er findet. „Mit Ende 30 lag ich auf der Couch, mein Herz raste wie verrückt und schlug dann plötzlich gar nicht mehr. Ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt", erzählt Kortmann. Der Arzt diagnostizierte Herzrhythmusstörungen. Die hat Kortmann inzwischen durch Atemübungen und ein ruhigeres Leben im Griff. 1998 wurde sein Vertrag mit dem DVV nicht verlängert. Die Vorstellungen zwischen ihm und dem Präsidium, in welcher Zeitspanne Erfolge zu erzielen seien, gingen weit auseinander.
Heute trainiert er das beste deutsche Beachvolleyball-Paar Okka Rau und Stephanie Pohl. Nebenbei, aber mit großem Einsatz. Das Ziel sind die Olympischen Spiele 2004 in Athen. Im Hauptberuf arbeitet er seit vier Jahren als systemischer Coach. Der Diplom-Sportlehrer hat eine Zusatzausbildung zum Personalentwickler und Organisationsberater absolviert und sich mit einer Partnerin in Hamburg selbständig gemacht. Führungskräfte setzen sich in Kortmanns Seminare, für die er bis zu 2000 Euro am Tag bekommt. Bei ihm sollen sie lernen, wie sie ihre Angestellten motivieren können, wie sie sie richtig ansprechen, aber auch, durch welches Verhalten ihnen eher vertraut und wodurch sie sich mehr Respekt verschaffen. „Der Bedarf an Trainern, die diese so genannten weichen Eigenschaften auch bei den härtesten Managern herauskitzeln können, ist in den vergangenen fünf Jahren enorm gestiegen“, sagt Kortmann. Er selbst habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. „Ich habe früher viel zu wenig mit den Spielern geredet, aus Angst, zu nah an ihnen dran zu sein.“ Vor allem die Reservespieler habe er kaum beachtet, das sei ein Fehler gewesen.
Solche Geschichten hören seine Kunden gern. Sie sollen laut Wunsch des Referenten illustrieren, dass der Redner kein Übermensch ist. Als Kortmann von seinen Herzproblemen erzählt, sinnieren auch einige der anwesenden Manager über den eigenen Stress. Bedrohung oder Motor? Kortmann sagt: „Wenn man immer nur denkt: ,Was passiert, wenn ich das und das mache, oder das und das nicht schaffe?‘, lebt man auf einem ständig hohen Aktivierungsniveau und kommt nicht mehr zur Ruhe.“ Bei vielen gelte dies auch am freien Tag. „Wer um die Außenalster hetzt, um die 7,4 Kilometer ja unter 40 Minuten zu schaffen, setzt sich auch in der Freizeit unter Leistungsdruck.“
Dieses Verhalten scheint den Managern nicht fremd zu sein. Geschickt wechselt Kortmann zwischen seinen Erfahrungen aus dem Trainerleben und denen aus der wissenschaftlichen Ausbildung. Vor wichtigen Punkten kreuzen seine beiden Spielerinnen Rau und Pohl die Finger hinter dem Rücken und denken an erfolgreiche Situationen, um den Druck von sich zu nehmen, erzählt er. Die Manager staunen: So leicht soll das funktionieren?
„Ja,
wenn man dran glaubt“, sagt Kortmann. Und im Büro? Schon fünf Minuten Atemübungen
können vor einer anstehenden Rede entspannen wie ein Viertelstunden-Schlaf,
sagt Kortmann. Allein das Denken an den eigenen Herzschlag verhindere für ein
paar Minuten, über etwas anderes zu Grübeln – schon das sei Entspannung. Das
Referat ist vorbei, die Kundschaft ist zufrieden. Olaf Kortmann ebenfalls. Das
Referat war ein Erfolg. In doppelter Hinsicht. Denn ganz so unlukrativ ist die
neue Beschäftigung des Olaf Kortmann ja auch nicht.
Frank Heike
| Schweiz - Schaffhauser Nachrichten |
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Sonntag. 01. Juni 2003 |
Der
Wechsel von Lea Schwer ist perfekt
Die Spekulationen um einen Wechsel von Lea Schwer vom KTV Riehen zum VC Kanti sind zu Ende: Mit der Vertragsunterzeichnung von gestern Freitag haben sich Präsident Heinz Looser und die 21-jährige Angreiferin für vorerst eine Saison geeinigt. Lea Schwer trifft in Schaffhausen auf ihr bekannte Gesichter wie Cornelia Kolb, Martina Gasner, Leila Chaignat und Diana Capoccia, mit denen sie in den Jahren 1996 und 1997 zusammen das Nationale Ausbildungszentrum in Freiburg besucht und auch im Juniorinnen-Nationalteam gespielt hat.
Beim VC Kanti trifft
die Linkshänderin auch wieder auf ihren ehemaligen Trainer Chuanlun Liu, unter
dem sie sowohl in der Juniorinnen- und Damen-Nationalmannschaft wie auch bis zur
vorletzten Saison beim KTV Riehen gespielt hat. Lea Schwer, die noch einen
Beachvolleyball-Vertrag besitzt und mit ihrer Partnerin Dinah Kilchenmann
zurzeit die Nummer 2 im Lande ist, wird nach dem Ende dieser Beachsaison (Anfang
September) in die Munotstadt ziehen und zudem ihren Studienplatz von Basel nach
Zürich verlegen.
(pd./SN)
| Deutschland - DVV-News |
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Sonntag. 01. Juni 2003 |
Weltliga
2003: DVV in Portugal 3:2!
Die DVV-Auswahl hat
ihren ersten Sieg in der Weltliga 2003 gelandet. In Matosinhos/Portugal siegte
die Mannschaft von Bundestrainer Stelian Moculescu mit 3:2 (23:25, 25:19, 18:25,
26:24, 15:9) gegen die Gastgeber. Morgen kommt es zum zweiten Aufeinandertreffen
zwischen Portugal und EM-Gastgeber Deutschland.
| Deutschland - DVV-News |
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Sonntag. 01. Juni 2003 |
EM-Quali:
DVV-Frauen 3:0 in Slowakei
Für die EM in der Türkei qualifiziert
Die DVV-Frauen haben sich durch ein souveränes 3:0 (25:10, 25:21, 25:19) in der Slowakei für die EM-Endrunde in der Türkei qualifiziert. Durch den Sieg ist die deutsche Mannschaft vor dem letzten Spiel in Kroatien (7. Juni) auf alle Fälle eine der beiden besten Gruppen-3. aus den drei EM-Qualifikationsgruppen.
Gegen die Slowakinnen legte die deutsche Mannschaft los wie die Feuerwehr: Spielführerin Angelina Grün sorgte mit einer Aufschlagserie zum beruhigenden und vorentscheidenden 8:0. Diesen Vorsprung ließ sich das deutsche Team, das mit Tanja Hart im Zuspiel, Judith Sylvester auf der Diagonalposition, Atika Bouagaa und Angelina Grün auf außen, Olessya Kulakova und Kathy Radzuweit in der Mitte sowie Grit Müller auf der Libero-Position spielte.
Insbesondere die
Aufschlagtaktik der DVV-Auswahl setzte die slowakische Annahme so unter Druck,
dass kein vernünftiger Spielaufbau auf Seiten der Gastgeber zustande kam. Zudem
blockte vor allem Kathy Radzuweit stark.
Für die EM-Endrunde vom 20. bis 28. September in der Türkei qualifizieren sich
die jeweils zwei Erstplatzierten aus den drei Gruppen sowie die beiden
punktbesten Gruppen-Dritten. Gastgeber Türkei sowie Russland, Weltmeister
Italien und Bulgarien als die drei Erstplatzierten der EM 2001 sind bereits
qualifiziert.
Der Kader für das EM-Qualifikationsspiel in der Slowakei: Sabrina Roß, Tanja Hart (beide SSV Ulm ALIUD PHARMA), Grit Müller (Dresdner SC), Julia Schlecht, Kathy Radzuweit, Judith Sylvester (alle TSV Bayer 04 Leverkusen), Cornelia Dumler, Atika Bouagaa (USC Münster), Katja Wühler (Rote Raben Vilsbiburg), Olessya Kulakova (RC Cannes/Frankreich), Angelina Grün (Volley Modena/Italien), Christina Benecke (TVF PHOENIX Hamburg)
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Sonntag. 01. Juni 2003 |
Masters
in Tegernsee - Der Samstag
Lahme/Müsch und
Grasset/Peraza im Halbfinale
Die ersten zwei
Halbfinalisten stehen bei den Damen fest. Susanne Lahme und Danja Müsch
bezwangen auf dem nahezu zuschauerfreien Centre Court das an 1 gesetzte Duo Ines
Pianka und Teee Williams in drei Sätzen mit 21:15, 20:22 und 15:10. Ebenfalls
ins Halbfinale vordringen konnten die Kubanerinnen Grasset/Peraza. Die
Wildcardinhaberinnen
aus Südamerika siegten in zwei Sätzen gegen das an 2 gesetzte Duo Ahmann/Vollmer
(21:18, 21:19). Aufgrund starker Regenfälle und Gewitter wurden die Spiele für
Samstag verlegt. Ab Sonntag morgen 9 Uhr werden die restlichen zwei
Halbfinalistenduos der Damen ausgespielt. Die Partien des morgens: Pianka/Williams
gegen Claasen/Deister und Krumbeck/Röder gegen Ahmann/Vollmer.
Dieckmann/Reckermann
gewinnen im Wahnsinnsmatch
Das wohl spannendste
Spiel des gesamten Masterswochenende hat einen Sieger. In einem wahren
Dreisatzkrimi setzten sich Markus Dieckmann und Jonas Reckermann in 69 Minuten
Spielzeit gegen das kubanische Duo Alvarez/Rosell mit 31:33, 23:21 und 15:12
durch. Durch diesen knappen Dreisatzsieg sind die amtierenden Europameister für
das morgige Halbfinale qualifiziert und können sich nun erst einmal von den
Strapazen erholen. Ebenfalls für das Halbfinale qualifzierten sich Christophg
Dieckmann und Andreas Scheuerpflug. In einem spannenden Match bezwangen sie Jörg
Ahmann und Axel Hager mit 32:30 und 21:16. Das frühzeitige Aus in der
Loserrunde verhinderten die Teams Hikel/Polte und Klemperer/Rademacher. Die
amtierenden Deutschen Meister benötigten drei Sätze, um sich gegen Hannes
Ambelang und Manuel Rieke durchzusetzen. Ebenfals über die volle
Dreisatzdistanz mussten David Klemperer und Niklas Rademacher gegen Jan-Erik
Gatzke und Torsten Schoen gehen. Nun spielen die beiden Teams gegeneinander.
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Sonntag. 01. Juni 2003 |
Raduno
Internazionale Beach-Volleyball Turnier
200 Courts, 700 Teams, 3.500 Sportler
Das wohl größte
Beach-Volleyball Turnier Europas und wahrscheinlich weltweit findet vom Samstag
den 31. Mai bis Sonntag 1. Juni in Bibione/Venezien an der italienischen Adriaküste
statt.
Im vergangenen Jahr
nahmen 700 Mannschaften und über 3.500 Sportlern aus allen Teilen Europas an
diesem einzigartigen Freizeitturnier für Hobbyspieler statt. Die Teams bestehen
aus drei Spielern, gespielt wird im Rally-Point System, pro Match gibt es einen
Satz. Dieses einmalige Event ist ein absolutes Muss und eine Party ohne
Gleichen. Neu in diesem Jahr ist die Tatsache, dass das Turnier in zwei
verschiedenen Teilen ausgetragen wird.
Zweiter Teil im August
Wer das erste Turnier verpasst hat, dem sei gesagt, das alle
Mannschaften am ersten Event, am zweiten Event oder an beiden Events teilnehmen
können. Der zweite Teil findet übrigens an gleicher Stätte vom 23.-24. August
statt. Aufgestockt wurden die Courts von 130 im letzten zu 200 in diesem Jahr. Für
Partylöwen sei gesagt, das neben dem Sport Musik und Feiern zum festen
Bestandteil der Veranstaltung gehört. Sogar der Eintritt in den angrenzenden
Discotheken ist für alle kostenlos. Quartiere zum Übernachten kann man über
den Veranstalter beziehen.
Mehr Informationen: http://www.beachvolley.it
| Deutschland - Vodafone Masters News |
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Sonntag. 01. Juni 2003 |
Dieckmann
/ Reckermann schlagen kubanisches Top-Team !
Ideale
Bedingungen am Alpenstrand bei den Vodafone Masters !
Tegernsee,
31. Mai 2003. Im längsten Spiel des Tages schlugen die Europameister Markus
Dieckmann / Jonas Reckermann (beide Moers) die Weltranglisten-Dreizehnten
Francisco Alvarez / Juan Miguel Rosell (beide Kuba) mit 2:1. Nach 69 Minuten
konnten Dieckmann / Reckermann ihren ersten Matchball im dritten und
entscheidenden Satz verwandeln. Den ersten Satz mussten die Deutschen nach
langem Kampf mit 31:33 verloren geben. Auch der zweite Satz ging in die Verlängerung,
brachte aber Dieckmann / Reckermann wieder zurück ins Match (23:21). Zunehmend
konnten sich die Europameister besser auf das variantenreiche Angriffsspiel der
Kubaner einstellen und Jonas Reckermanns Blockspiel zeigte den gewünschten
Erfolg (15:12). Damit zogen Dieckmann / Reckermann ungeschlagen in das
Halbfinale ein. Alvarez / Rosell spielen jetzt in der Verliererrunde, und können
jedoch noch in das Finale einziehen.
Ebenfalls ungeschlagen
zogen Christoph Dieckmann / Andreas Scheuerpflug (beide Berlin) in das morgige
Halbfinale ein. Im entscheidenden Spiel besiegten sie Jörg Ahmann / Axel Hager
(Fellbach / Hamburg) in zwei Sätzen mit 32:30 und 21:16.
Die
Vorjahressiegerinnen Helke Claasen und Judith Deister (Dachau / Leverkusen) müssen
nach ihrer Niederlage gegen das kubanische Team Dalixia Fernandez Grasset /
Tamara Larrea Peraza (14:21, 12:21) in der Verlierrunde weiterspielen. Mit dem
Sieg gegen die Qualifikantinnen Mireya Kaup / Claudia Pavlicek (Inning /
Augsburg) wahrten sie aber ihre Chance auf die Titelverteidigung (21:14, 21:15).
Um den direkten Einzug in das Halbfinale spielen bei den Damen Ines Pianka /
Tonya Williams (beide Hamm) gegen Susanne Lahme / Danja Müsch und Fernandez
Grasset / Larrea Peraza gegen Andrea Ahmann / Jana Vollmer (Schmiden /
Rottenburg)
Am Sonntag treten die
Teams um 9.00 Uhr wieder in Tegernsee an und die letzten Beach-Duos spielen in
der Verliererrunde um den Einzug in das Halbfinale. Nach den anschließenden
Halbfinalspielen werden die Titelträger des Wochenendes um 13.30 Uhr bei den
Damen und um 14.30 Uhr bei den Herren ermittelt.
Die Zuschauer erlebten
perfekte sommerliche Bedingungen am Alpenstrand und von den vollen Tribünen
wurden die Aktiven angefeuert. Erst am frühen Abend musste das Turnier
kurzfristig wegen eines Gewitters unterbrochen werden. Nach 15 Minuten Pause
konnte weitergespielt werden.
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel