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Freitag, 20. Juni 2003 

Sieg und Niederlage für Pohl/Rau in Gstaad
Baggern für Olympia
Däne Peter Halling macht guten Eindruck
VC 68: Sechs Zugänge
Volleyball-Trio für Weltliga-Finale qualifiziert
"Ich lebe nur noch vom Sand"
Baggern in Berlin lohnt sich
EM-Chat: Mit Mark Siebeck am 20. Juni
Klemperer/Rademacher scheitern in der Qualifikation
Pohl/Rau, Claasen/Deister ohne Chance
Weltliga: Reifeprozess mit Hindernissen
8. Ranglistenturnier in Giesen
HSB: Paetz kandidiert

Juni 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Pforzheimer Zeitung 

Freitag. 20. Juni 2003

Sieg und Niederlage für Pohl/Rau in Gstaad

Gstaad (dpa) - Das Beach-Volleyball-Nationalteam Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburg) hat zum Auftakt des Weltserien-Turniers in Gstaad einen klaren Sieg geholt. In 41 Minuten Spielzeit bezwangen die deutschen Meisterinnen das russische Duo Uryadowa/Bobrowa mit 2:1 (14:21, 21:12, 15:10).

Erwartungsgemäß unterlagen sie anschließend im nächsten Gruppenspiel den starken Amerikanerinnen McPeak/Youngs mit 0:2 (14:21, 8:21).

Helke Claasen und Judith Deister (Dachau/Leverkusen) verloren nach geschaffter Qualifikation für das Hauptfeld des mit 150 000 Dollar dotierten Turniers gegen das italienische Duo Perrotta/Gattelli mit 1:2 (21:12, 13:21, 13:15). Auch die gesetzten Andrea Ahmann/Jana Vollmer (Schmiden/Rottenburg) verloren zum Auftakt gegen das Schweizer Topduo Benoit/Kuhn mit 23:25, 16:21.

Die Heimreise mussten David Klemperer/Niklas Rademacher (Hildesheim/Giesen) antreten. Mit 21:14, 19:21, 14:16 verloren sie in der Qualifikation knapp gegen das bulgarische Duo Gavrilow/Todorow.

 

Deutschland - Maerkische Allgemeine 

Freitag. 20. Juni 2003

Baggern für Olympia

BERLIN - Der Schlossplatz mitten in Berlin ist in den kommenden Tagen ein riesiger Buddelkasten und macht den zig Baustellen der Hauptstadt auf den ersten Blick Konkurrenz. Doch die Veranstalter ließen hier 100 Lkw-Ladungen mit insgesamt 1600 Kubikmetern speziellen Sands für ein besonderes Sportevent anfahren: Beachvolleyball. 0,3 bis 0,7 Millimeter misst ein einziges Korn, das zweimal gewaschen sein muss. 40 Zentimeter tief ist der Untergrund. Da macht das Baggern auf den acht Meter breiten und 16 Meter langen Feldern so richtig Spaß, denn drumherum sollen 6000 Zuschauer die Tribünen füllen. Und mittendrin hechtet und schmettert auch die Grande Dame des deutschen Volleyballs: Susanne Lahme.

Die gebürtige Luckenwalderin, die in Potsdam mit 13 Jahren von Trainer Arno Goreczko für das Spiel am hohen Netz entdeckt wurde und ihre ersten Karriereschritte absolvierte, kehrt damit in ihre einstige Heimatstadt zurück. Hier wurde sie beim SC Dynamo (später CJD) Berlin zum Weltstar - allerdings auf dem Hallenparkett.

Seit zwei Jahren nun probiert die lange Blonde barfuß den noch längeren Anlauf zu Olympia 2004. Derzeit führt sie mit ihrer Partnerin Danja Müsch (Vellmar) die deutsche Rangliste an, gewann voriges Wochenende sogar das Masters in Essen. Doch die Ernüchterung folgte prompt. Beim Weltserienturnier in Gstaad scheiterte das Duo unter der Woche bereits in der Qualifikation. Da war der Weg frei für eine vorzeitige Abreise aus der Schweiz. Nach einem kurzen Zwischenstopp in ihrem neuen Wohnort Köln ging es nach Berlin, wo an diesem Wochenende zunächst ein weiteres nationales Masters und in der kommenden Woche ein Grand-Slam-Turnier stattfindet. Durch die Aufwertung des Turniers werden erstmals die weltbesten Damen- und Herrenteams gleichzeitig aufschlagen. Schließlich geht es auch um wichtige Weltranglistenpunkte, die für die WM- und später die Olympia-Qualifikation von entscheidender Bedeutung sind.

Zudem lohnt es sich auch finanziell bei entsprechendem Erfolg. Für das Grand-Slam-Ereignis werden insgesamt 600 000 US-Dollar an Preisgeld ausgeschüttet. Die Besten erhalten sowohl bei den Damen als auch bei den Herren jeweils 45 000 Dollar. Noch für den 25. Rang gibt es 3500 Dollar und 90 Ranglistenzähler. Deshalb wird sich Volleyball-profi Susi Lahme ganz auf das Beach-Ressort konzentrieren, hat zumindest ihre sportllichen Zelte in Italien - zuletzt bei Cerdisa Reggio Emilia - abgebrochen

Am Wochenende erhält die 34-Jährige auch familiäre Unterstützung. Mutter Karin und Bruder Olaf aus Potsdam werden auf jeden Fall auf der Tribüne sitzen. "Obwohl wir zuletzt als Live-Zuschauer keine Glücksbringer waren", wie die Mutter erzählte.

Spätestens zum Grand Slam stellen sich weitere Potsdamer auf dem Schlossplatz vor. Sowohl die Wilhelmshorsterin Steffi Pohl (mit Okka Rau/Hamburg) als auch Andreas Scheuerpflug (mit Christoph Dieckmann/Berlin) sind noch in Gstaad im Wettbewerb.

Peter Stein

 

Deutschland - Aachener Zeitung 

Freitag. 20. Juni 2003

Däne Peter Halling macht guten Eindruck

Düren. Zwei Übungseinheiten waren angesetzt: Peter Halling, 96-facher Nationalspieler Dänemarks, absolvierte Dienstag und Mittwoch ein Probetraining beim Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren.

Kritisch nahm Evivos Trainer Bernd Werscheck den Zuspieler unter die Lupe. Eine Entscheidung, ob der der Däne, der einen guten Eindruck hinterließ, verpflichtet wird, entscheidet sich am Wochenende.

Klar ist, dass Marcel Bebine nicht mehr das Trikot des Erstligisten tragen wird. Die Wohnung hat er auf-, den Wagen des Sponsors zurückgegeben. Es heißt, Bebine zog es nach Frankreich. Noch vor gut zwei Wochen hatte er gegenüber unserer Zeitung mehrfach behauptet, er werde einen neuen Vertrag bei Evivo unterschreiben.

Trainer Bernd Werscheck und Gesellschafter fielen aus allen Wolken, als sie von der DZ mit dieser Aussage konfrontiert wurden. Schließlich fehlen nach wie vor die Geldmittel, die einen Bebine finanzierbar gemacht hätten.

Machbar ist aber - so scheint es - eine andere Personalie: Carsten Heeren, Angestellter der Sportmarketingagentur Amedia des Evivo-Sponsors Roland Mader, soll in der nächsten Woche von den Gesellschaftern der Volleyball-GmbH zum neuen Geschäftsführer der Gesellschaft ernannt und damit Nachfolger von Eckehard Friedrich werden.

Der Geschäftsführer der Dürener Stadtwerke will zum 1. Juli, wie bei seiner Berufung vereinbart, vereinbart aufhören.

 

Deutschland - Maerkische Allgemeine 

Freitag. 20. Juni 2003

VC 68: Sechs Zugänge

BERLIN Die Volleyball-Frauen des Berlin-Brandenburger VC 68 haben sich bereits mit sechs neuen Spielerinnen verstärkt. Zum Bundesligastart am 12. Oktober dürfte Trainer Markus Weber eine stark veränderte Mannschaft auf das Parkett schicken.

Mit der Norwegerin Eydis Dalen (bisher Suhl) sowie Olga Patlujewa und Julja Lebedewa vom lettischen Vizemeister Stalkas Daugapilz stießen drei Ausländerinnen zum Team. Patjujewa ist auch Libero der Nationalmannschaft. Außerdem wurden Junioren-Nationalspielerin Kerstin Kämpfe vom VC Olympia Sinsheim, die aus Kyritz stammt, und die Potsdamerin Juliane Gramenz vom VC Olympia Dresden aus der 2. Liga verpflichtet.

Zuspielerin Christina Bogner, die schon bei CJD Berlin und in der 2. Liga in Spandau aktiv war, kehrt aus den USA zurück. Aus der alten Mannschaft bleiben Ramona Stucki, Regina Buchardt, Janine Judetzki und Marina Kleefisch. Bei Maraike Zienert und Anne Oemus herrscht noch keine Klarheit, in welchen Teams sie spielen werden.

Manager Rene Klaus, der mit einem Etat von 300 000 Euro rechnet, geht davon aus, dass die Mannschaft in der neuen Saison eine bessere Rolle spielt als im ersten Bundesliga-Jahr. Damals wurde nur das Letzte von 24 Spielen gewonnen und mit 9:71 Sätzen viel Lehrgeld gezahlt. Neue Heimspielstätte wird das Sportforum in Hohenschönhausen sein.

 

Deutschland - Darmstädter Echo 

Freitag. 20. Juni 2003

Volleyball-Trio für Weltliga-Finale qualifiziert

Die Königsklasse im Volleyball verbreitet nur noch teilweise Spannung: Weltmeister Brasilien, Ex-Weltmeister Italien und Titelverteidiger Russland stehen in der mit 15 Millionen Dollar dotierten Weltliga bereits vor den letzten vier Gruppenspielen als Teilnehmer an der Finalrunde in Madrid (8. bis 13. Juli) fest. Als einzige Mannschaft blieb das russische Team bislang ohne Niederlage.

Die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), die in der Gruppe B bisher nur einen 3:2-Sieg in Portugal und sieben Niederlagen auf ihrem Konto hat, trifft am Samstag (14.30 Uhr) und Sonntag (11.00 Uhr) in Leipzig auf Portugal. Bei zwei Siegen könnte das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu Platz drei hinter Brasilien und Italien erkämpfen und damit zugleich seine Position in der Weltrangliste von derzeit Platz 22 (Portugal ist 14.) verbessern. Aufgrund der Weltranglisten-Plätze werden die Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele 2004 in Athen vom Volleyball-Weltverband FIVB eingeteilt.

Enges Rennen in Gruppe D

Besondere Spannung herrscht in der Gruppe D, wo bereits der letzte Spieltag auf dem Programm steht. Gruppenerster Tschechien braucht noch einen Sieg gegen Griechenland, um einen der begehrten Finalplätze zu erringen. Der auf Platz drei abgerutschte Gruppenfavorit Frankreich muss unbedingt beide Spiele in Japan gewinnen, um seine Chancen zu wahren. Tschechien (6. September in Karlsruhe) und Frankreich (10. September in Leipzig) sind bei der EM-Endrunde (6. bis 14. September) deutsche Gruppengegner.

Bei der mit einer Million Dollar dotierten Volleyball-Weltserie der Frauen in Italien (21. Juli bis 3. August) trifft die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) in der schweren Gruppe A auf Weltmeister Italien, Olympiasieger Kuba, den WM-Zweiten USA, Japan und die Niederlande. In der Gruppe B spielen entsprechend der Einteilung durch den Volleyball-Weltverband FIVB Titelverteidiger Russland, China, Brasilien, Kanada, Thailand und Südkorea.

 

Deutschland - Berliner Morgenpost 

Freitag. 20. Juni 2003

"Ich lebe nur noch vom Sand"

Deutschlands Hallenvolleyball-Star Susanne Lahme über ihre Erfahrungen in der Beach-Szene

Sie ist wohl Deutschlands bekannteste und beste Volleyballerin - in der Halle. Seit die frühere Berlinerin Susanne Lahme vor zwei Jahren im Sommer auf das Beach-Feld wechselte, wurde aus dem Star ein barfüßiger Nobody, ein Beach-Lehrling an der Seite des langjährigen Profis Danja Müsch. Anfangs war da noch viel Sand im Getriebe: Lahme spielte bis zum Frühjahr in Italiens Hallen, Müsch brachte im April 2002 Tochter Lucy zur Welt. Trotzdem wurden die beiden auf Anhieb deutsche Vizemeister. Ab dieser Saison zählt für die ehrgeizige Susanne Lahme aber nur eines: Anlauf auf Olympia 2004. Dazu muss sich die bereits 34-Jährige beim nationalen Masters am Wochenende und besonders beim anschließenden Weltserien-Turnier auf dem Schlossplatz durchwühlen.

Berliner Morgenpost: Frau Lahme, Sie haben wieder einmal Lehrgeld gezahlt.
Susanne Lahme: Ja, das kann man wohl sagen. Beim Weltserien-Turnier in Gstaad sind wir schon in der Qualifikation rausgeflogen. Und die Strafe folgte auf dem Fuß: Nach viermal Umsteigen sind wir erst nachts in Köln angekommen. Und gestern hielt mich in Berlin auch noch die Polizei an. Ich musste Strafe zahlen, weil ich per Handy mit der Morgenpost telefoniert habe. Ich bin schon enttäuscht, aber wir müssen es jetzt in Berlin eben besser machen. Aber ich fühle mich immer noch als Rookie, als Neuling. Man darf auch nicht vergessen, dass wir vergangene Saison nur drei und in dieser Saison erst zwei Monate zusammen gespielt haben. Doch je länger wir spielen, desto besser werden wir.

Hat Ihr Traum von Olympia einen Schmetterschlag bekommen?
Das würde ich nicht sagen. Die besten zwei deutschen Teams fahren nach Athen und die stehen ja erst im nächsten Sommer fest. Aber es stimmt schon, nachdem ich beim Beach nur reingeschnuppert habe, wird es jetzt härter. Bei den Weltcups schon in der Qualifikation.

Und ab Mitte Juli, nach fünf Weltcup-Turnieren, werden von den fünf Nationalteams nur noch drei bis Olympia finanziell unterstützt.
Okay, der deutsche Verband zahlt die Reisekosten. Sollten die dann wegfallen, würde uns das nicht viel ausmachen, denn wir dürfen auf Sponsoren hoffen.

Außerdem haben sie im Ausland ja nicht schlecht verdient.
Ich schwimme nicht gerade im Geld. Das meiste, was ich dort verdiente, habe ich meiner Familie gegeben und in die Eigentumswohnung in Schlachtensee gesteckt. Außerdem kriege ich noch Geld aus Italien, die zahlen auch nicht immer pünktlich.

Überwintern Sie dort wieder in der Halle?
Nein, damit ist jetzt Schluss. Ich habe dreimal Olympia in der Halle erlebt, aber das erste Mal auf Sand, das ist noch mal mein großer Traum. Wenn wir das schaffen wollen, müssen wir nächsten Winter in Brasilien oder Australien trainieren wie die anderen auch. Ich lebe jetzt nur noch vom Sand - sportlich wie finanziell. Und das ist eine große Herausforderung in einer anderen Sportart.

Was ist am Beachvolleyball denn so anders?
Die Technik, die Taktik, das Spielen unter freiem Himmel. Du kriegst beim Beach einfach viel mehr Bälle. Und je schlechter du bist, je mehr Bälle kriegst du.

Wird Beach dem deutschen Hallenvolleyball den Rang ablaufen?
Das hängt von den Leistungen ab, aber es sieht so aus, ja. Auf Sand haben wir, wenn alles gut geht, insgesamt vier Teams bei Olympia. In der Halle höchstens zwei. Wenn überhaupt.

Der Volleyball-Weltverband hat als erster seine Beacherinnen unter Mutterschutz gestellt, das heißt ein Großteil der Weltranglisten-Punkte geht während der Mutter-Pause nicht mehr verloren. Wie finden Sie das?
Ich finde das okay. Für Danja Müsch kam die neue Regelung zwar ein bisschen spät, aber es gibt den jungen Müttern Zeit, wieder fit zu werden.

Wenn Sie Olympia 2004 in Athen nicht schaffen, hören Sie dann auf mit dem Beachvolleyball?
Irgendwann muss ich sowieso ans Aufhören denken. Der Zeitpunkt hängt natürlich auch von der Partnerin ab, von Verletzungen, von der privaten Situation und vom Land, in dem ich lebe. Ich bin seit eineinhalb Jahren in Italien liiert und dort will ich auch leben. Denn auf Dauer eine Fernbeziehung zu führen, das ist nicht einfach.

Torsten Wendlandt

 

Deutschland - Berliner Morgenpost 

Freitag. 20. Juni 2003

Baggern in Berlin lohnt sich

Beim ersten Grand Slam der Beachvolleyballer auf dem Schlossplatz gibt es viel zu kassieren

Es war lange der Running Gag der Szene: Alle zwei Jahre verkündete Volleyball-Verbandschef Werner von Moltke (67) seinen Optimismus, die Weltmeisterschaften in der Trendsparte Beach würden tatsächlich in Deutschland und womöglich gar in Berlin stattfinden. Genauso regelmäßig finden sie dann anderswo statt, so wie in diesem Jahr in Rio (Oktober) oder 2005 in Los Angeles - je nachdem, wer die umgerechnet gut zwei Millionen Euro Etat bezahlen konnte.

Seit aber der Graf den Deal mit Weltverbands-Boss Ruben Acosta eingefädelt und erfolgreich um die WM 2007 am Brandenburger Tor gebaggert hat, lächelt kaum noch jemand. Voraussetzung für den Zuschlag war allerdings, dass die Deutschen bis zur WM das Weltserien-Turnier in Berlin ausrichten - und zwar nicht mehr als schnöden Weltcup, sondern unter dem Namen Grand Slam.

So heißen vier der zwölf Weltserien-Stationen (neben Berlin sind es Marseille, Klagenfurt und Los Angeles). Und neu daran ist, dass das Baggern sich fortan noch mehr lohnt. Allein bei der Premiere der Frauen und Männer ab kommenden Dienstag auf dem Schlossplatz liegen insgesamt 600 000 Dollar Rekordpreisgeld im Sand (je 45 000 für das Sieger-Duo), und es gibt viele Zähler für die Weltrangliste zu holen. Die wiederum ist entscheidend für die olympische Fahrkarte nach Athen 2004, um die sich auch je fünf deutsche Auswahlteams bemühen. Maximal die besten zwei sind dabei.

Deswegen punkten die deutschen Spitzenteams wie die Europameister Markus Dieckmann/Jonas Reckermann, die Berliner Christoph Dieckmann/Andreas Scheuerpflug und die alternden Olympiadritten Jörg Ahmann/Axel Hager derzeit lieber beim Elitetreffen in Gstaad und werden beim nationalen Masters ab Freitag in Berlins Mitte voraussichtlich fehlen. Ihre besten Kolleginnen wie die Weltranglisten-Zehnten Stephanie Pohl/Okka Rau hingegen haben in der Schweiz wohl weniger finale Chancen und fürs Masters gemeldet. Das mit 28 000 Euro vergleichsweise spärlich dotierte Pritschen ist fürs Grand-Slam-Baggern (Halbfinale, Finale der Herren am 29. Juni live in Eurosport) quasi ein lokales Aufwärmprogramm. "Wir wollen Beachvolleyball so aufbauen wie Skispringen", sagt Visionär von Moltke und "in Berlin so verankern wie die Love Parade".

Torsten Wendlandt

 

Deutschland - DVV-News 

Freitag. 20. Juni 2003

EM-Chat: Mit Mark Siebeck am 20. Juni

Ein Leipziger zurück in seiner Heimat! Das könnte die Schlagzeile sein, wenn Mark Siebeck, DVV-Nationalspieler in Diensten des polnischen Erstligisten Olsztyn, an diesem Wochenende in Leipzig im Rahmen der Weltliga 2003 gegen Portugal aufläuft. Der jahrelang für den VV Leipzig spielende und in Schkeuditz geborene Siebeck steht deshalb besonders gern im vierten Chat mit einem deutschen Nationalspieler zur Verfügung. Chatbeginn auf der EM-Homepage www.volleyball2003.de ist am Freitag, 20. Juni, um 20.30 Uhr.

Evt. wird der Chat noch mal auf Samstag verschoben, da die deutsche Mannschaft am Freitag möglicherweise Videovorbereitung macht. Dies gibt der DVV dann natürlich bekannt.

 

Deutschland - DVV-News 

Freitag. 20. Juni 2003

Klemperer/Rademacher scheitern in der Qualifikation

Hauptfeld der Frauen hat begonnen!

Es soll einfach nicht sein für David Klemperer/Niklas Rademacher: Das junge DVV-Team scheiterte in der Qualifikation der World Tour in Gstaad/Schweiz an den Bulgaren Gavrilov/Todorov äußerst knapp mit 1:2 (21-14, 19-21, 14-16). Damit warten die beiden in diesem Jahr weiterhin auf ihre erste Hauptfeldteilnahme. Dafür starten sie, ebenso wie Julius Brink/Kjell Schneider, beim Masters in Berlin.

Dieses Problem haben drei deutsche Frauen-Duos nicht, die im heute beginnenden Hauptfeld der World Tour in Gstaad stehen. Dabei treffen Stephanie Pohl/Okka Rau auf Uryadova/Bobrova (RUS), McPeak/Youngs (USA) und Cook/Sanderson (AUS). Der Auftakt war vielversprechend mit einem 2:1 (14-21, 21-12, 15-10) über die Russinnen.
Helke Claasen/Judith Deister treffen auf Perrotta/Gattelli (ITA), Alexandra/Minello (BRA) und Mason/DeNecochea (USA). Das erste Spiel ging knapp gegen Italien 1:2 (21-12, 13-21, 13-15).

Andrea Ahmann/Jana Vollmer spielen gegen Benoit/Kuhn (SUI), Sfyri/Karadassiou (GRE) und Lochowicz/Gerlic (AUS).

 

Deutschland - www.beach-volleyball.de  

Freitag. 20. Juni 2003

Pohl/Rau, Claasen/Deister ohne Chance

Mehr als deutlich haben Stephanie Pohl und Okka Rau ihr Match gegen das US-Topduo McPeak/Youngs im Pool A verloren. In 33 Minuten Spielzeit hatten Okka und Stephie mit 14:21 und 08:21 nicht den Hauch einer Chance. Am Freitag geht es für die beiden gegen Cook/Sanderson aus Australien um den Einzug ins Achtelfinale.

Pohl/Rau gewinnen Auftaktmatch

Stephanie Pohl und Okka Rau haben ihr Auftakmatch der Gruppe A beim FIVB Weltserienturnier in Gstaad gewonnen. In 41 Minuten Spielzeit bezwangen die Deutschen Meister das russische Duo Uryadova/Bobrova in drei Sätzen mit 14:21, 21:12 und 15:10.

In drei Sätzen mussten sich Helke Claasen und Judith Deister in ihrem ersten Match des Pool E gegen das italienische Duo Perrotta/Gattelli geschlagen geben. Nach klar gewonnenem ersten Durchgang fanden die Sechtplatzierten der Weltranglisten wieder zurück ins Spiel und gewannen die folgenden Sätze mit 21:13 und 15:13. Bereits ohne Chancen sind Helke Claasen und Judith Deister. Sie verloren auch ihr zweites Match gegen Mason/DeNecochea aus den USA und haben nun keine Möglichkeiten mehr, ins Achtelfinale vorzudringen

Ahmann/Vollmer unterliegen

Nach Helke Claasen und Judith Deister haben nun auch Andrea Ahmann und Jana Volmer ihr erstes Match verloren. Im Pool H unterlagen sie dem Schweizer Topduo Benoît/Kuhn in 45 Minuten Spielzeit mit 23:25 und 16:21. Im nächsten Match treffen Andi und Jana auf Lochowicz/Gerlic aus Australien.

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Freitag. 20. Juni 2003

Weltliga: Reifeprozess mit Hindernissen

Leipzig. Es wird ein wichtiger Test. Für die EM-Tauglichkeit der Arena. Für die "olympische" Begeisterungsfähigkeit des Leipziger Publikums. Für den Reifeprozess der deutschen Volleyballer, die beim europäischen Championat im September unter die besten acht Teams wollen. Mindestens. Morgen (14.30 Uhr) und am Sonntag (11 Uhr) treffen sie in der Weltliga auf Portugal. "Wir kommen gern nach Leipzig", sagt Bundestrainer Stelian Moculescu, "die Zuschauer hier sind fachkundig und emotional." Sein Ziel ist klar: Mit zwei Siegen gegen den Weltranglisten-14. den dritten Gruppenplatz sichern. "Ich verlange von meinen Spielern, dass wir diese Hürde überspringen."

Selbstverständlich ist das nicht. Deutschland, derzeit 22. im World Ranking, gewann bisher nur eines von acht Spielen (in Portugal) und hat die Finalrunde der mit 15 Millionen Dollar dotierten Weltliga schon verpasst. Gegen Weltmeister Brasilien und den Ranglisten-Vierten Italien wäre alles andere auch eine Sensation gewesen. Immerhin hielt die Mannschaft streckenweise ordentlich mit, knöpfte diesen übermächtigen Konkurrenten fünf Sätze ab.

Nicht schlecht, aber zu wenig für den ehrgeizigen Moculescu. Er fordert mehr Konstanz, Selbstvertrauen, Konzentration. Gerade dann, wenn ein Match auf der Kippe steht. Auch im Hinblick auf die EM und die Olympia-Qualifikation im Januar in Leipzig. "Vielleicht wollen die Jungs noch länger leiden", sagte er vor kurzem sarkastisch, um hinzuzufügen: "Ich brauche Geduld und Zeit."

Doch auch knappe Niederlagen helfen auf dem weiten Weg in die Weltspitze. "Ohne starken Wettbewerb kann man nicht besser werden", weiß Mittelblocker Ralph Bergmann. "Weltliga ist die beste Vorbereitung", findet Kapitän Wolfgang Kuck. "Wir dürfen uns jetzt keinen Kopf machen, der Druck vor der EM kommt früh genug", meint Zuspieler Frank Dehne.

Schritt für Schritt voran, heißt das Motto. Moculescu übersetzt es in die Trainersprache: "Wir müssen unsere Stärken in Aufschlag und Block besser ausspielen sowie an unseren technischen Schwächen arbeiten."

Und vor allem nie aufgeben. Wie Marco Liefke. Der 28-jährige Berliner stand vor fünf Monaten wegen Herzrhythmusproblemen vor dem Karriere-Ende, unterzog sich erfolgreich einer Arthroskopie und war beim SCC-Titelgewinn wieder auffälligster Akteur. Morgen bestreitet der 2,06-Meter-Angreifer sein 200. Länderspiel. Moculescu: "Marco ist gereift." Hoffentlich kann er das nach dem Test in Leipzig über seine ganze Mannschaft sagen.

Steffen Enigk

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung 

Freitag. 20. Juni 2003

8. Ranglistenturnier in Giesen

Giesen (r). Es ist wieder so weit. An diesem Wochenende steht der Beachvolleyball in Giesen im Vordergrund. Wie im vorigen Jahr findet auch diesmal am 21. bis 22. Juni jeweils von 10 Uhr an auf dem neuen Beachgelände in Giesen das traditionelle A-Turnier statt. Zur Überraschung der Beachkoordinatoren haben sich mehr Frauen- (24) als Männerteams (12) angemeldet.

Einerseits haben die Aktiven vor allem das Ziel vor Augen, weitere Punkte für die Rangliste zu ergattern. Andererseits wollen sie das Preisgeld von 1000 Euro erkämpfen und mit nach Hause nehmen. Die Akteure wollen Beachvolleyball vom Besten liefern. Im Anschluss steigt gegen 20 Uhr eine Party im Vorraum der Mehrzweckhalle mit DJ.

Das gut besetzte Turnier gehört zu einer Beach-Serie des NVV, die im Norden durchgeführt werden, wobei Punkte für die Rangliste gesammelt werden. Beachvolleyball ist eine Sandsportart, bei der sich zwei Teams mit jeweils zwei Spielern auf einem durch ein Netz geteiltes 8 mal 8 Meter großen Sand-Spielfeld gegenüberstehen. Der Ball kann mit allen Körperteilen gespielt werden. Es werden zwei Gewinnsätze bis jeweils 15 Punkte gespielt. Gespielt wird ein doppeltes K.-o.-System, so dass nicht nur die Setzliste von Bedeutung ist, sondern jede einzelne Partie. Aus diesen Gründen kann man sich auf viele spannende Ballwechsel und verbissenen Kampf um jeden einzelnen Zähler freuen.

Dieses sommerliche Spektakel ist nicht nur ein Tummelplatz von zahlreichen Bundesligaspielern, die sonst ihren Sport in der Halle ausüben. Auch reine Beach-Spezialisten vermitteln beim 8. Ranglistenturnier, dass man zu zweit im Feld eine gute Figur abgeben und spektakulären Sport zeigen kann.

Zu den Favoriten zählt am Wochenende bei den Frauen Simone Förster mit ihrer Partnerin Jana Ulrich (beide USC Braunschweig). Im vergangenen Jahr lieferten die beiden Bundesligaspielerinnen in Giesen ein spannendes Finale ab und gewannen das Turnier. Ob sie ihren Titel verteidigen können?

Bei den Männern sind bekannte Gesichter zu sehen, wie zum Beispiel Raimund Wenning mit seinem Partner Michael Schiewe (SG Eltmann). Raimund, oder auch Ray genannt, gehört zu den Topspielern im Sand - und ist auch der Liebling der weiblichen Fans. In der Hallensaison spielt er beim TSV Giesen in der 2. Bundesliga.

Die Volleyballer zeichnet aus, dass sie nicht nur ihren Sport in den Vordergrund stellen, sondern ihr Freizeitvergnügen auch unter einem familiären Aspekt verstehen. Die TSV-Beachvolleyballkoordinatoren Christian Hecht und Bernd Müller wollen nicht nur für einen reibungslosen Ablauf des Turniers sorgen, sondern auch für mehrere Hüpfburgen, auf denen sich die Kleinen austoben können.

In der Sporthalle wird parallel zum Beach-Cup ein Jugendvolleyball-Turnier der Kategorie D und E durchgeführt. Hier wird die Möglichkeit geboten, sich unter Anleitung von Trainer Claas Blume mit den Grundtechniken des Volleyballspiels vertraut zu machen.

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Freitag. 20. Juni 2003

HSB: Paetz kandidiert

Hamburg - Heinz Hermann Paetz (59), Vorsitzender des Oberalster VfW, wird bei der Jahreshauptversammlung des Hamburger Sportbundes (HSB) am 24. Juni im Haus des Sports (Schäferkampsallee 1) auf Vorschlag der Vorstände der Arbeitsgemeinschaften für das Amt des 1. Vizepräsidenten kandidieren. Um den HSB-Vorsitz bewerben sich Amtsinhaber Klaus-Jürgen Dankert (63) und sein Stellvertreter Thomas Kleipoedszus (58).

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel