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Mittwoch, 25. Juni 2003 

DVV-Frauen mit gutem EM-Los
Baggern für Olympia
Charlottenburg freut sich über Champions League
Kommentar: Pausenlose Verlängerung
Block gegen die Familie
Katzenjammer statt Goldgräberstimmung
Deutsche Frauen-Duos in der Qualifikation gescheitert
Interview mit Martin Conde
Rang sieben der größte Erfolg von Kaiser/Kern
Aufschwung im Sand
Lahme / Müsch in der Qualifikation gescheitert !
Pohl wird operiert, Ahmann fällt aus

Juni 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Pforzheimer Zeitung 

Mittwoch. 25. Juni 2003

DVV-Frauen mit gutem EM-Los

Berlin (dpa) - Die EM-Auslosung hat den deutschen Volleyball- Frauen eine gute Gruppe gebracht. Das Team von Bundestrainer Hee Wan Lee trifft bei der Europameisterschaft vom 20. bis 28. September in der Türkei in Gruppe I auf Titelverteidiger Russland, Gastgeber Türkei, die Slowakei, Rumänien sowie Serbien und Montenegro.

«Ich bin mit der Auslosung sehr zufrieden. Wir wollen Platz sechs erreichen, denn der berechtigt zur Teilnahme an der kontinentalen Olympia-Qualifikation in Kasachstan im Januar 2004», sagte der Bundestrainer nach der Auslosung in Ankara.

Für den Coach ist der WM-Dritte und Grand-Prix-Sieger Russland nicht zu schlagen. «Die anderen Teams haben allesamt ein ähnliches Niveau, jeder kann jeden schlagen», sagt der Südkoreaner. In der EM- Qualifikation hatten seine Frauen hinter Polen Rang zwei belegt und den Gruppenrivalen Slowakei zwei Mal 3:0 besiegt. Während die deutsche Staffel in Ankara spielt, treffen in der von der Papierform her stärker besetzten Gruppe II in Antalya Weltmeister Italien, Bulgarien, Tschechien, Polen, die Ukraine und die Niederlande aufeinander.

Der genaue Spielplan muss noch festgelegt werden. Nach der Vorrunde reisen die beiden Letztplatzierten der zwei Sechsergruppen ab. Der Erste und Zweite beider Gruppen bestreiten die Halbfinals und kämpfen die Platz eins bis vier aus, die Dritt- und Viertplatzierten spielen um die Plätze fünf bis acht.

Als Vorbereitung auf die EM dient den deutschen Frauen, die 2001 in Bulgarien nur Neunter waren, die Teilnahme am Grand Prix, der wegen der Lungenkrankheit SARS von Asien nach Italien (21. Juli bis 4. August) verlegt wurde. Mit den WM-Finalisten Italien und USA, Kuba, Niederlande und Japan wartet schwere Konkurrenz auf die Mannschaft von Hee Wan Lee, die im Vorjahr überraschend Dritte wurde. Um die Endrunde zu erreichen, müsste wenigstens der dritte Gruppenplatz belegt werden.

 

Deutschland - Junge Welt 

Mittwoch. 25. Juni 2003

Baggern für Olympia

Beachvolleyball auf dem Berliner Schloßplatz

Im Zentrum unserer Hauptstadt soll Strandfeeling herrschen. Vorm alten Staatsratsgebäude der DDR und über den freigelegten Grundfesten des Hohenzollern- Schlosses wächst der kollektive Freizeitpark. Hier soll im Jahre 2007 die Beachvolleyball-WM stattfinden. Beachvolleyball ist anstrengend, medienkompatibel und hat so ein aktives Renommee, das paßt im Sommer an die Spree. Erst die Vodafone Masters, dann das Grand-Slam-Turnier der SWATCH-FIVB World Tour – der Strand wächst.

Bei der nationalen Masters-Serie am vergangenen Wochenende gab es zwar mit 12000 Euro bei den Frauen und 16000 bei den Männern weit weniger Preisgeld zu gewinnen als beim am Dienstag begonnenen internationalen Grand-Slam-Highlight mit insgesamt 600000 US-Dollar, auf hohem Niveau wurde trotzdem gespielt. Die Finalpaarung bei den Frauen führte mit Susi Lahme/Danja Müsch (Reggio Emilia/Vellmar) und Steffi Pohl/Okka Rau (Potsam/Hamburg) die Duellanten des vorjährigen Meisterschaftsendspiels am Timmendorfer Strand zusammen.
Lahme, erst seit 2001 Beacherin und in der Halle in Italien aktiv, hatte vor der Kulisse des Palastes der Republik Heimvorteil. Die 34jährige Blondine mit der Modelfigur begann in Berlin ihre sportliche Karriere. Mit dem SC Dynamo Berlin war sie mehrere Male DDR-Volleyball-Meisterin, 1987 mit der Auswahl Europa-Champion, 1993 mit CJD Berlin schließlich Europacup-Siegerin.

Danach zog es sie ins Ausland – in Brasilien gewann sie den Landesmeistertitel einmal, in Italien zweimal. Dreimal war Susi Lahme schon bei Olympia in der Halle dabei, jetzt soll ein viertes Mal am Strand in Athen folgen. Was schwer wird, denn schon die nationale Konkurrenz ist gierig. Fünf Nationalteams werden derzeit vom Deutschen Volleyballverband (DVV) gefördert, Ende Juli soll diese Zahl zunächst einmal auf drei reduziert werden. Also heißt es Punkte sammeln für die nationale Rangliste – und das haben Lahme/Müsch als momentan Führende der DVV-Hierarchie bisher ganz gut getan. Das Masters-Turnier in Essen, eine Woche vor Berlin, gewannen sie. Nun erneut das Finale, das lohnt sich. International allerdings müssen die beiden noch nachlegen. Bei den World Open in Gstaad (Schweiz), die am Wochenende zu Ende gingen, mußten sie sich schon in der Qualifikation verabschieden; so konnten sie in aller Seelenruhe nach Berlin reisen. Sie waren bei den Masters gut erholt, aber schon ab Dienstag steht beim Grand Slam erneut die Qualifikation an.

Das gilt auch für die beide Paare des Männer-Finales. Wie erwartet waren das zum einen David Klemperer/Niklas Rademacher (Hildesheim/Giesen), die im Halbfinale die Überraschungsmeister von 2002, Tom Hikel/Marvin Polte (Bottrop/ Schwabing), mit 2:1 Sätzen ausschalteten. Eher unerwartet im Endspiel standen aber ihre Kontrahenten Thomas Kröger/Kay Matysik (Lennik/VC Olympia Berlin). Sie gewannen gegen die topgesetzten Julius Brink/Kjell Schneider (Leverkusen/Kiel) zweimal mit 21:19 und zogen erstmals gemeinsam in ein Masters-Finale, nachdem sie das 2001 und 2002 jeweils mit anderen Partnern schon einmal auf Sylt geschafft hatten.

Matysik, ein echter Berliner, ist sozusagen ein Beach-Spätberufener. Nachdem er vor sechs Jahren als Gerüstbauhelfer beim Turnier mit angepackt hatte, entschied er sich zum Wechsel von der Leichtathletik ins neue Metier. Nun bescherte sich der am vergangenen Mittwoch 23 Jahre alt gewordene ehemalige Mittelstreckler ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Und zog schon mal ein kurzes Resümee seiner zweiten sportlichen Laufbahn: »Beachvolleyball ist was ganz anderes. Man hat jede Menge Spaß, jede Menge gut gelaunter Leute, Party drumherum und Stimulanz im Überschuß. Das ist mir, ehrlich gesagt, wesentlich lieber als die Einsamkeit des Langstreckenläufers. Der Wechsel hat sich gelohnt.« Diesbezüglich scheint Kay Matysik noch lange nicht am Ende, auch wenn es am Wochenende in Berlin, wie bei Susi Lahme, nur zum zweiten Platz reichte. Das Sommerloch bleibt dieses Jahr ein Ball.

 

Deutschland - Darmstädter Echo 

Mittwoch. 25. Juni 2003

Charlottenburg freut sich über Champions League

Aufatmen beim deutschen Volleyball-Meister SC Charlottenburg. Dank tatkräftiger Mithilfe aus der Medienbranche kann der nationale Titelträger nun doch an der Champions League teilnehmen. Der Berliner Traditionsklub konnte die geforderte Fernsehübertragung der drei Champions-League-Heimspiele zusichern, nachdem der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) einer Zusammenarbeit zugestimmt hatte.

"Wir sind sehr dankbar, dass der RBB die Spiele jeweils für 54 Minuten überträgt. Der Sender ist sich seiner Verantwortung für die Berliner Sport-Klubs bewusst", meinte Charlottenburgs Geschäftsführer Günter Trotz. Ab Dezember wird der deutsche Meister mit drei weiteren europäischen Top-Teams die Hauptrunde der Champions League bestreiten. Die Auslosung dafür findet am 11. Oktober statt.

 

Deutschland - Rheinpfalz Online 

Mittwoch. 25. Juni 2003

Kommentar: Pausenlose Verlängerung

"Das will ich auch!", dachte ich mir. Schließlich muss man heute ja immer "am Ball bleiben". Also stieg auch ich in das Bonusprogramm eines bekannten Mineralölkonzerns ein und begann mit Feuereifer Bälle zu sammeln.

Was auf dem Schulhof die Frage "Krieg ich "ne Milchkammer?" (Anm. d. Autors: Bezug zum Kinderriegel), ist unter Autofahrern mittlerweile "Krieg ich "nen Ball?" - Die Antwort ist gleich: "Nein! Alles meins!" - "Und wenn ihr nicht werdet wie die Kinder ..." - aber zurück zu meiner Sammlung.

Nach mühevoller Sammelarbeit stand ich Wochen später mit meiner ersten vollen Karte und einem Euro in der Hand stolz an der Tankstelle, meinen Aufwand gegen einen Volleyball einzutauschen. "Leider haben wir nur noch Basketbälle. Versuchen Sie"s nächste Woche nochmal!"

Ich versuchte es nächste Woche nochmal ... und übernächste Woche ... und die Woche darauf... Kurz gesagt kam ich fünf Wochen "nächste Woche nochmal". Jetzt habe ich zwei Karten voll, aber "Leider haben wir nur noch Tennis- und Tischtennisbälle. Versuchen Sie"s nächste Woche nochmal!"

Ich habe beschlossen wieder Fahrrad zu fahren: Mit dem gesparten Spritgeld kann ich wirklich einfacher an den Ball kommen!

(thoh)

 

Deutschland - Berliner Morgenpost 

Mittwoch. 25. Juni 2003

Block gegen die Familie

Wie Christoph Dieckmann damit umgeht, dass Zwillingsbruder Markus beim Beachvolleyball sein gefährlichster Gegner ist

Die besten deutschen Beach-Volleyballer haben den Sand am Schlossplatz verlassen, jetzt baggert die Weltelite bis Sonntag beim Grand Slam. Heute beginnt die Qualifikation bei den Frauen, morgen bei den Männern. Ab Donnerstag greift das Berliner Duo Christoph Dieckmann und Andreas Scheuerpflug in die mit jeweils 300 000 US-Dollar dotierte Veranstaltung ein.

Berliner Morgenpost: Herr Dieckmann, Sie sind gerade aus der Schweiz zurückgekehrt. Aber das Weltturnier in Gstaad fand ohne Sie statt. Was ist passiert?
Christoph Dieckmann: Meine Schulterprobleme waren ausgeheilt, aber beim Ausdehnen nach dem letzten Training in Gstaad hat etwas im Rücken blockiert. Ich konnte mich kaum bewegen.

Besuche beim Physiotherapeuten statt Beach-Volleyball?
Dieckmann: Ja, ich habe mich bis Sonntag in der Schweiz behandeln lassen.

Und wie haben Sie das unfreiwllig volleyballlose Wochenende verbracht, Herr Scheuerpflug?
Andreas Scheuerpflug: Ich hab Freitag den ersten Flug nach Hause genommen und am Sonnabend bei meiner Freundin (Martina Stoof, d. Red.) beim Masters zugeguckt. Selbst gespielt hab ich gar nicht.

Aber beim Grand Slam in Berlin schmettern Sie wieder mit?
Dieckmann: Hundertprozentig in Ordnung ist der Rücken noch nicht, aber ich bin zuversichtlich, dass es klappt. Außerdem habe ich an Berlin gute Erinnerungen. Hier habe ich 1997 mein erstes Masters gewonnen.
Scheuerpflug: Wir fühlen uns mittlerweile richtig als Berliner. Da sind wir besonders heiß.

Vor der verletzungsbedingten Pause lief es mit drei Siegen bei nationalen Turnieren und einem neunten Platz beim Weltturnier auf Rhodos sehr gut. Dabei spielen Sie erst seit September zusammen. Waren Sie selbst überrascht?
Dieckmann: Nach den vielen Trainingslagern im Frühjahr wusste man nicht so genau, wo man steht.

Dass es gleich so gut läuft, war schon etwas überraschend, oder?
Scheuerpflug: Auf jeden Fall. Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir alles ruhiger angehen lassen und nicht jedes Turnier gespielt.

Das Ziel heißt Olympia. Zwei deutsche Teams können sich qualifizieren. Wenn es so weitergeht, dürfte dem nichts im Wege stehen . . .
Scheuerpflug: Wir haben sehr gute Chancen, aber man kann nicht sagen, wir schaffen es auf jeden Fall. Weltmeisterschaften und Grand Slams bringen so viele Punkte, dass es am Ende vielleicht nur auf drei oder vier Turniere ankommt.
Dieckmann: Außerdem kann man nach ein oder zwei Turnieren nicht wissen, wie es weiterläuft.

Christophs Zwillingsbruder Markus und Jonas Reckermann sind in Gstaad überraschend ins Finale gekommen . . .
Scheuerpflug: Eigentlich ist das schlecht für uns. Aber ich habe mich trotzdem gefreut. Für uns ist es ein Zeichen, weil alle Spiele gegen die beiden eng waren. Das zeigt, dass wir an den Besten nah dran sind.

In Gstaad haben die beiden für Furore gesorgt. Sind Sie in Berlin dran?
Scheuerpflug: Das wäre super. Ein neunter oder fünfter Platz wäre eine tolle Sache.

Schauen Sie bei Turnieren, wo Punkte für Olympia verteilt werden, auch auf das Abschneiden der anderen Deutschen?
Dieckmann: Das ist ganz normal. Gerade, weil mein Bruder auch dabei ist. Da will ich natürlich wissen, wie er spielt.

Ist es eine besondere Situation, weil vielleicht nur einer aus der Familie Dieckmann nach Athen fährt?
Dieckmann: Ich hoffe, wir schaffen es beide. Anfangs war es komisch, gegen ihn zu spielen. Jetzt ist es eher lockerer als gegen andere. Aber das geht wohl allen so . . .
Scheuerpflug: Genau, wir sind alle viel zusammen und gehen auch mal zusammen Essen.

Sebastian Schlichting

 

Deutschland - Frankfurter Rundschau 

Mittwoch. 25. Juni 2003

Katzenjammer statt Goldgräberstimmung

Kein großer Sender will Beachvolleyball live übertragen

Sommer 2001. Im österreichischen Klagenfurt zelebrieren die Beachvolleyballer ihre Weltmeisterschaft und schaffen es dabei, ihrer Sportart am malerischen Wörthersee auf eine sportliche und gesellschaftliche Plattform zu heben, die es seither beim Baggern auf Sand nicht mehr gegeben hat. Vor Ort betrachten auch Vertreter von RTL das Treiben, und es heißt, die Herren vom Fernsehen seien vom Gesehenen wirklich beeindruckt gewesen.

Eine solche Rückmeldung weckt Begehrlichkeiten, und seither träumen die Macher des Strandspektakels von goldenen Zeiten mit vielen bunten Bildern in der Prime Time. Es könnte doch - so der Plan - im Sommer am Strand ganz ähnlich funktionieren, wie es die Skispringer mit ihrer Vier-Schanzen-Tournee vorgemacht haben. Bei denen war RTL seinerzeit groß eingestiegen, weil der Kölner Sender eine Sportart für die kalten und grauen Tage im Winter suchte, in denen der Fußball ruht.

Ganz unbegründet ist die Hoffnung nicht, einen ähnlichen Karriereschub hinzulegen, schließlich hat Beachvolleyball bereits eine beeindruckende Entwicklung hinter sich: Seit 1996 strahlt die Sportart in olympischem Glanz. Auch in Deutschland ist der Markt wachsend. Wenn Ende Juni die World Tour der Männer und Frauen auf dem Berliner Schlossplatz Station macht und dabei insgesamt 600 000 Dollar Preisgeld ausgeschüttet werden, haben die Sandwühler hierzulande wieder eine neue Stufe erklommen.

Noch weiter geht es nach oben, wenn die Hauptstadt 2007 Schauplatz der Weltmeisterschaften wird. Die Verträge sind längst unterschrieben, ein Umstand, der Jean Pierre Seppey, Generalmanager beim Volleyball-Weltverband (FIVB) zu euphorischen Visionen veranlasste: "Ich denke, dass Berlin in den kommenden Jahren die Beachvolleyball-Hauptstadt weltweit wird."

Auch bei anderen Anbietern sind sie davon überzeugt, dass Beachvolleyball als Boomsportart eine rosige Zukunft vor sich hat: So hat es sich die Agentur Global Sports Marketing (GSM) aus Zürich zum Ziel gesetzt, die Beachserie des europäischen Verbandes (CEV) zu einer florierenden Tour aufzupeppen. "Unser Produkt ist wertvoll", sagt Christian Scholbrock, Managing Director bei GSM: "Unser Ziel ist es, tollen Sport anzubieten und die Bedeutung von Beachvolleyball mit europaweiten TV-Übertragungen zu dokumentieren." Da ist er wieder, der Ruf nach dem Fernsehen. "Ohne das geht gar nichts", sagt Roland Mader. Der frühere Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) weiß, wovon er spricht, schließlich ist er Chef der Dürener Amedia, einer der bundesweit führenden Agenturen im Bereich Sportmarketing.

Nur ist das mit dem Fernsehen so eine Sache: Alle wollen rein, aber nur den wenigsten gelingt es: "Bis auf Fußball und Formel 1 haben alle ein Problem", sagt Frank Mackerodt, Ex-Nationalspieler und Geschäftsführer der Hamburger Agentur MNP, die die deutsche Mastersserie vermarktet. Auch die Beachvolleyballer warten weiter auf den Tag, an dem ihnen der große Durchbruch gelingt, und sie in gesteigertem Umfang in die deutschen Wohnzimmer transportiert werden. Mackerodt hat mit RTL über die Ausstrahlung seiner Tour verhandelt. "Wir hätten uns durchaus eine kombinierte Berichterstattung in unseren Sendern VOX, NTV und RTL vorstellen können", bestätigt Jörg Ullmann, Rechteeinkäufer bei RTL. Doch die Gespräche scheiterten, "weil sich die Sponsoren der Tour bei uns nicht so engagieren wollen, wie wir uns das vorstellen", sagt Ullmann. Konkret: Wären Werbespots im größeren Umfang geschaltet worden, hätte der Deal geklappt.

Die großen TV-Anstalten können sich solch rigide Vorgaben leisten. "Die Trauben hängen bei uns sehr hoch", sagt Ullmann. Wohlwissend um seine Machtposition. Schließlich stehen die Sportarten Schlange, die alle nur das eine wollen: "Bitte übertragt uns." Die Macher der Beachszene sind mit ihrem Ansinnen bei RTL erst einmal abgeblitzt. Sie müssen weiter nach einem großen Sender forschen, der das Treiben am Netz in sein Programm aufnimmt.

Wobei Ullmann dem Eindruck widerspricht, RTL suche gezielt nach einer Sportart, um die Sommerpause in der Bundesliga zu füllen. "Da haben wir doch als Top-Produkt die Formel 1." Überhaupt sei Beachvolleyball kein sandiges Äquivalent zu Skispringen, "schließlich hatten die bereits ein Niveau von sieben Millionen Zuschauern, als wir sie von den Öffentlich-Rechtlichen übernommen haben. Das haben wir auf über neun Millionen gesteigert." Zahlen sind das, die das Selbstbewusstsein in ungeahnte Höhen schnellen lassen: "Wir verfolgen bei RTL eine klare Highlight-Strategie", sagt Ullmann, "und da ist Beachvolleyball derzeit weit von entfernt."

Felix Meininghaus

 

Deutschland - www.volleyball-online.de  

Mittwoch. 25. Juni 2003

Deutsche Frauen-Duos in der Qualifikation gescheitert

Obwohl Deutschlands Beach-Volleyballerinnen beim Grand Slam in Berlin einen guten Start in die Qualifikation erwischt hatten, gelang dennoch keiner der Sprung ins Hauptfeld. Dabei sah der Auftakt vielversprechend aus.

Susanne Lahme/Danja Müsch bezwangen Keizer/Mooren (NED) mit 2:0, Mireya Kaup/Daniela Raddatz setzten sich mit 2:0 gegen Swoboda/Gschweidl (AUT) durch, Rieke Brink-Abeler/Hella Jurich gewannen 2:1 gegen Kadjo/Arjona (FRA) und Anja Günther/Maria Kleefisch schlugen Laura D./Galindo mit 2:0.

Zuvor hatten sich Kaup/Raddatz gegen Paul/Stöwe, Brink-Abeler/Jurich gegen Krumbeck/Röder und Günther/Kleefisch gegen Banck/Stein in der deutsch-deutschen Vorqualifikation durchgesetzt.

 

Deutschland - www.beach-volleyball.de  

Mittwoch. 25. Juni 2003

Interview mit Martin Conde

Er ist der amtierende Weltmeister und Weltranglistenführende: Martin Conde aus Argentinien. In dieser Woche in Berlin beim Grand Slam will er versuchen mit seinem Teampartner Mariano Baracetti den Titel zu holen. In Gstaad am letzten Wochenende war für sie im Viertelfinale Feierabend. Wir sprachen mit ihm über Sport und wirtschaftliche Schwierigkeiten in seinem Heimatland.

Wie hast Du den Kontakt zu Axel Hager hergestellt, dass ihr zusammen beim Masters in Essen spielt?
Wir haben uns auf Rhodos getroffen, und da sein Partner verletzt war, hat er mich gefragt, ob ich nicht mit ihm in Deutschland für das Turnier spielen wollte. Für mich war das eine gute Gelegenheit, vor der Worldtour in Gstaad noch ein Turnier zu spielen, und so habe ich halt mit ihm gespielt.

Kannst Du uns was über die Beach-Szene in Argentinien erzählen?
Beach-Volleyball wird immer besser in Argentinien, seit vier, fünf Jahren. Im Moment ist es in Argentinien sehr hart, weil unser Land viele Probleme hat. Die Politik und Wirtschaft ist am Boden. Wir haben so acht oder neun Turniere im Jahr, es gibt nicht viel Geld. Es wird von Jahr zu Jahr schlechter, es ist halt sehr schwer mit den wirtschaftlichen Problemen.

Wie populär bist Du in Argentinien?
Die Leute erkennen mich eigentlich nicht, da ich nicht in Argentinien lebe. Ich lebe auf Teneriffa in Spanien. Ich verbringe nur den Februar und März in Argentinien.

Du bist ja amtierender Weltmeister. Was ist das für ein Gefühl die Nummer 1 in der Welt zu sein?
Ich fühle mich wirklich nicht so. Es war einfach nur ein einzelnes Turnier, wir haben da sehr gut gespielt und gewonnen. 20:18 im dritten Satz. Das Finale war wirklich knapp. Ich habe die Trophäe natürlich zu Hause und bin auch sehr glücklich darüber. Es hat aber nicht mein Leben verändert. Es gibt mir einfach ein gutes Gefühl, die Leute erkennen mich vielleicht ein bisschen mehr, aber ich will mich auch gar nicht ändern, nur weil ich Weltmeister bin. Ich bin immer noch die gleiche Person.

Wo siehst Du die Unterschiede zwischen Beach-Volleyball in Deutschland und Argentinien?
Es ist ein Riesenunterschied. Wie ich schon sagte, die wirtschaftliche Lage ist in Argentinien wesentlich schlechter. Ich hoffe, es wird im nächsten Jahr wieder etwas besser. Es ist schon toll: Du kommst nach Deutschland, und die nationale Tour sieht aus wie die Worldtour. Es gibt viel Geld, viele Sponsoren, sehr gute Teams, professionelle Schiedsrichter. Alles wirkt perfekt. So etwas gibt es in Argentinien nicht, aber ich hoffe, dass wir so etwas in der Zukunft vielleicht auch aufbauen könnten.

Wie bereitet ihr euch auf eine Saison vor?
Wir trainieren auf Teneriffa, ich trainiere da viel mit einem spanischen Team. Einige griechischen Teams kommen da auch zur Vorbereitung hin. Mein Partner spielt in der Halle. Er kommt immer erst so Ende Mai zum Beach, wir hatten da nur fünf Tage zusammen und sind dann nach Rhodos gefahren. Ich hoffe, wir werden mit jedem Turnier besser.

Was sind Eure Ziele in dieser Saison?
Wir wollen die Top 3 oder 5 Position halten, aber das ist schwer, da wir nur ein Turnier bisher gespielt haben, und andere schon viele Punkte haben. Wir gucken da von Turnier zu Turnier und werden im Verlauf der Saison auch immer besser. Wir gucken mal am Ende, wo wir stehen.

Du bist ja auch schon viele Jahre dabei. Was hat sich in der Zeit im Beach-Volleyball verändert?
Es wird immer besser. Zischen 1993 und 1996 wurden so viele Änderungen eingeführt. Da hatten wir um die 18 Turniere auf der Worldtour. Es gab sehr viel Geld, es war toll organisiert und gesponsort. Es wird immer noch größer. Auch in Europa wird es ja immer populärer.

Was meinst Du, welche deutschen Teams schaffen die Olympiaqualifikation?
Das ist eine harte Frage. Ihr habt vier, fünf gute Teams, und nur zwei können mitmachen. Dieckmann/Scheuerpflug haben sicher gute Chancen, aber auch die Teams, die noch in der Qualifikation spielen sind auch sehr gut. Es ist sehr hart in Deutschland. Da ist es in Argentinien einfacher, wir haben nur ein Team.

Was erwartest Du vom Grand Slam in Berlin?
Das wird sicher sehr gut. Es ist der erste Grand Slam der Saison. Bislang war es jedes Jahr in Berlin sehr gut. Der Organisator ist ein netter Kerl, er weiß, was die Spieler wollen, und kümmert sich darum. Das ist für uns sehr wichtig. Wir wollen dort einfach gut spielen und mal gucken, was passiert. Das liegt an der Tagesform, die Spiele sind immer sehr eng.

Gibt es in Argentinien eine Beach-Serie, die mit denen in Deutschland vergleichbar ist?
Vor drei Jahren, also vor dem ganzen Chaos, hatten wir in Argentinien zehn Turniere. Das Preisgeld lag bei 50.000 Euro pro Turnier. Das war sehr gut und auch von den Zuschauern gut besucht. Leider ist das im Moment anders. Da musst Du Deinen Arbeitgeber fragen, ob er Dir nicht Geld leihen kann, um ein Turnier zu machen. Es ist sehr schwer. Im letzten Sommer war es noch ok, aber im Moment ist das ganze am Ende. Ich hoffe, das wird auch wieder besser.

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Mittwoch. 25. Juni 2003

Rang sieben der größte Erfolg von Kaiser/Kern

Beim Vodafone-Masters in Berlin schien sogar Platz fünf in greifbarer Nähe. Hoffnung auf weitere Steigerungen.

Am Ende des Vodafone-Masters in Berlin stand für die Essener Beachvolleyballer Andreas Kaiser und Stephan Kern zwar der größte Erfolg, aber es wäre noch mehr drin gewesen. Auf dem Schlossplatz am ehemaligen Palast der Republik kamen die Humänner auf Rang sieben und festigten dadurch ihren achten Ranglistenplatz.

Das hochklassig besetzte Masters begann für Kaiser/Kern vielversprechend. Gegen den zweifachen Deutschen Beachmeister Oliver Oetke mit seinem Partner Drazan Slacanin siegten die Essener mit 2:1 (21:19, 20:22, 15:10). Gegen die amtierenden Deutschen Meister war anschließend erneut kein Kraut gewachsen.

Niederlage gegen den Meister

Nach der 0:2 (17:21, 10:21)-Niederlage gegen Hikel/Polte ging es für die beiden Humann-Asse in die Verlierer-Runde.

Ein klarer 2:0 (21:15, 21:19)-Sieg gegen Sergeev/Zimmermann ließ die Erwartungen wieder steigen. Anschließend trafen die Essener auf das in der Rangliste folgende Team Gatzke/Schoen. Der Sprung unter die Top 5 schien also machbar. In einem echten Krimi unterlagen die Spieler des Bundesliga-Aufsteigers VV Humann in einer Stunde Spielzeit mit 1:2 (21:23, 23:21, 10:15).

Der siebte Platz ist das beste Ergebnis bei einem Vodafone-Masters bislang und läßt für die Saison noch Spielraum für weitere Steigerungen.

(stebl)

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Mittwoch. 25. Juni 2003

Aufschwung im Sand

Dieckmann/Reckermann liefern in Gstaad das beste Resultat seit fünf Jahren ab

Obwohl 15 000 Dollar verdient, haben sie nur sparsam gefeiert: Das Beach-Volleyball-Erfolgsduo Markus Dieckmann/Jonas Reckermann nahm nach dem besten deutschen Strandresultat seit fast fünf Jahren sofort neue Ziele in Angriff. Noch am Abend nach der 1:2-Final-Niederlage gegen Benjamin Insfran/Marcio Henrique Barroso Araujo (Brasilien) beim Weltserienturnier in Gstaad flogen die Europameister nach Hause, um sich optimal auf das erste Grand-Slam-Turnier der Geschichte ab Donnerstag in Berlin vorzubereiten – ein weiterer Mosaikstein für den Aufschwung der Trendsportart, der in der WM 2007 in der Hauptstadt gipfeln soll.

 „Tennis oder Fußball beklagen sich, dass die Sponsoren wegbrechen. Bei uns gibt es das Problem nicht“, erzählt Reckermann. Das liegt zum einen an der perfekten Mischung aus Sport, Sonne, nackter Haut und heißer Musik, zum anderen an den spektakulären Erfolgen der deutschen Protagonisten. Dieckmann/Reckermann übernahmen die Führungsrolle von den Olympiadritten Jörg Ahmann/Axel Hager. Die Routiniers haben 1997 und 1998 als bisher einzige deutsche Beacher Weltserien-Finals erreicht und verloren.

 „Wir haben das Selbstbewusstsein, jeden schlagen zu können, arbeiten seit drei Jahren voll professionell und sind noch steigerungsfähig“, sagt Reckermann. Sein Lehramts-Studium läuft genauso nebenbei wie bei seinem Partner die BWL-Ausbildung. Schließlich ist das große Ziel der Deutschen, die unter die Top Ten in der Weltrangliste vorgestoßen sind, eine Medaille bei Olympia 2004 in Athen.

 „In Berlin waren wir 2002 Dritter. Ich verspreche nicht unseren ersten Turniersieg, aber tolle Spiele“, sagt Reckermann. Ein Rekordpreisgeld von 300 000 Dollar ist ausgelobt. Der Etat übersteigt die Millionengrenze. Auf dem Schlossplatz werden mehr als 50 000 Fans erwartet. Auch die nationale Mastersserie steht mit 300 000 Euro Preisgeld an zweiter Stelle hinter den USA.

Beach-Volleyball lohnt sich für die Topteams. „Wir können als Profis gut davon leben, aber wir werden nicht reich“, meint Reckermann. Auf 50 000 Euro summieren sich die Ausgaben für diese Saison mit fünfwöchigem Trainingslager in Brasilien, dem bei allen Turnieren präsenten Coach Jürgen Wagner und Flügen in alle Welt.

Lars Becker

 

Deutschland - Vodafone Masters-News 

Mittwoch. 25. Juni 2003

Lahme / Müsch in der Qualifikation gescheitert !

Jörg Ahmann sagt Teilnahme verletzungsbedingt ab !

Berlin, 24. Juni 2003. Der Vodafone Grand Slam hat heute mit der Qualifikation der Damen begonnen. Es ist die dritte Station der Swatch-FIVB World Tour und zugleich der erste von vier Grand Slams in dieser Saison. 58 Damenteams brachten heute internationalen Flair auf den Berliner Schloßplatz. Unter ihnen waren sieben deutsche Beach-Duos. Susanne Lahme / Danja Müsch erwischten einen guten Start in die Qualifikation, die im einfachen K.O.-System ausgetragen wird, und gewannen die ersten beiden Spiele überzeugend. In ihrem dritten Spiel trafen sie auf Whenhui You / Lu Wang (China) und mussten das Spiel nach 55 Minuten mit 20:22, 31:33 verloren geben. Damit scheiterten Lahme / Müsch zum dritten Mal in der Qualifikation eines Turniers der Swatch-FIVB World Tour. „Wir sind sehr enttäuscht, dass wir die Qualifikation nicht geschafft haben, aber unser Blick geht nach vorne“, sagte Susanne Lahme nach dem Match und hielt positiv fest: „Wir haben gemerkt, dass wir zunehmend besser spielen und den Anschluss gefunden haben.“

Ebenfalls in der dritten Runde der Qualifikation ausgeschieden sind Anja Günther / Maria Kleefisch (beide Berlin), die gegen die Fünftplazierten vom Turnier auf Rhodos, Nancy Mason / Dianne DeNecochea (USA), mit 8:21 und 13:21 unterlagen. Das gleiche Schicksal erlebten Rieke Brink-Abeler / Hella Jurich (beide Münster), die gegen die Spanierinnen Ester Alcon / Catalina Pol knapp verloren (23:25, 21:23).

Qualifiziert haben sich: Yanchulova / Yanchulova (BUL), Lessard / Maxwell (CAN), You / Wang (CHN), Crespo / Esteves Ribalta (CUB), Gaxiola / Garcia (MEX), Alcon / Pol (ESP), Mason / DeNecochea (USA), Arvaniti / Koutroumanidou (GRE).

Die qualifizierten Damenteams haben jetzt einen Tag Pause, bevor es mit dem Hauptfeld am Donnerstagmorgen weitergeht. Am Mittwoch ist der Qualifikationstag der Herren und acht deutsche Teams werden an den Start gehen um in das Hauptfeld (32 Teams) zu gelangen.

Bereits für das am Donnerstag beginnende Hauptfeld gesetzt war das Team Jörg Ahmann / Axel Hager (Fellbach / Hamburg). Da Jörg Ahmann aber wegen einer Oberschenkelverletzung absagen musste und mindestens drei Wochen pausieren muss, hat sich sein Partner Axel Hager kurzfristig Ersatz gesucht. Er wird beim Vodafone Grand Slam mit dem Routinier Edgar Krank (München) antreten.

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Mittwoch. 25. Juni 2003

Pohl wird operiert, Ahmann fällt aus

Berlin - Das gabs in Deutschland noch nie: ein Grand-Slam-Turnier im Beachvolleyball. 32 Frauen- und Männer-Teams, die derzeit besten der Welt, spielen von morgen an bis zum Sonntag auf dem Berliner Schloßplatz vor dem Palast der Republik um insgesamt 600 000 Dollar Preisgeld. Die Punktzahl für die Endplatzierungen, wichtig für die Weltrangliste und die Olympia-Qualifikation 2004, ist doppelt so hoch wie bei den sechs normalen Weltserienturnieren, bei denen 2003 im Gegensatz zu den vier Grand-Slams die Hälfte der Prämien ausgeschüttet wird.

Für die deutschen Meisterinnen Stephanie Pohl/Okka Rau (TV Fischbek) soll in Berlin nach einem verpatzten internationalen Saisonstart das erste Ausrufezeichen auf dem Weg nach Athen gesetzt werden. Der Sieg beim nationalen Masters-Turnier am vergangenen Wochenende an selber Stelle im Finale über die deutschen Ranglistenersten Susanne Lahme/Danja Müsch (Köln) hat ihnen einen gehörigen Teil der aufkommenden Selbstzweifel genommen. "Nach Stephies Augenverletzung haben uns vier Wochen Spielpraxis gefehlt. Die müssen wir jetzt aufholen", sagt Okka Rau (26). "Wir wissen, was wir zu tun haben, und wir wissen genau, was uns noch Probleme bereitet, daher machen wir uns keinen Stress. Wir sind stark genug, die Olympia-Qualifikation zu schaffen." 

Stephanie Pohl (25) hat nach ihrer Hornhautverletzung auf dem rechten Auge allerdings weiterhin nicht den nötigen Durchblick, manche Flugbahnen der Bälle, besonders beim Zuspiel und im Block, vermag sie momentan nur annähernd einzuschätzen. Eine Laseroperation, geplant für Mitte Juli, soll ihr die volle räumliche Sehkraft zurückgeben, so die letzte Prognose ihres behandelnden Arztes.

Ohne medizinischen Rat kann auch Jörg Ahmann (37/Fellbach) nicht mehr auskommen. Nach dem seine fast schon chronische Sehnenreizung über dem rechten Knie ihn zuletzt in Gstaad (Schweiz) erneut zur Aufgabe zwang, fällt er wegen eines Muskelrisses im Oberschenkel wieder vier Wochen aus. Partner Axel Hager (34/ETV) hat den Ersatzmann an seiner Seite schon gefunden: Edgar Krank (35/Schwabing). Auf Grund einer Sonderregelung des Weltverbandes FIVB dürfen die beiden in Berlin sogar im Hauptfeld starten. "Ich hoffe, dass Jörg schnell gesund wird, denn nur mit ihm kann ich mich für Olympia in Athen qualifizieren. Ein Partnertausch würde nichts mehr bringen", sagt Hager.

Die Frauen spielen bis Sonnabend (Finale 14.30 Uhr), die Männer bis Sonntag (Finale 15.15 Uhr).

rg/str

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel