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Samstag, 28. Juni 2003 

Achtungserfolg für MoculescusTeam
DVV-Männer entdecken Siegermentalität
Pohl/Rau beim Grand-Slam auf Platz fünf
Wir basteln eine Tradition
Das Vorzeigepaar glänzt
Detmold: Den schlafenden Riesen wecken
VSSCO holt "Wunschtrainer"

Juni 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Darmstädter Echo 

Samstag. 28. Juni 2003

Achtungserfolg für MoculescusTeam

Gegen Ende der Weltliga kommen die deutschen Volleyballer scheinbar in Form. Das Nationalteam hat das vorletzte Gruppenspiel in der mit 15 Millionen Dollar dotierten Weltliga beim Ex-Weltmeister Italien überraschend mit 3:1 (25:23, 26:28, 25:22, 25:22) gewonnen. Für die Auswahl von Bundestrainer Stelian Moculescu war es der dritte Sieg im elften Match der aktuellen Spielserie.

In der Tabelle der Gruppe B liegt Deutschland vor dem letzten Match am Sonntag (15.30 Uhr) in Verona erneut gegen die "Squadra Azzurra" auf dem dritten Platz hinter Brasilien und den Italienern, die die Führung durch die Niederlage an die Südamerikaner verloren.

Portugal bleibt vorerst Schlusslicht

Da der Tabellenletzte Portugal, der zuletzt in Leipzig gegen die deutsche Mannschaft nach einem 3:2-Sieg 1:3 verloren hatte, in seinen letzten beiden Spielen am Wochenende in Brasilien antreten muss, hat die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) bei nun einem Sieg mehr als die Portugiesen gute Chancen, den dritten Platz erfolgreich zu verteidigen.

Im mit fast 5000 Zuschauern besetzten Palatrieste von Triest setzte das Team des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) die Ankündigung von Moculescu ("Wir wollen Italien schlagen. Die Zeiten, wo wir nur gut mitspielen wollten, sind vorbei.") nahezu perfekt um. Vor allem einem starken Block hatten die deutschen Herren, die im zweiten Durchgang sogar noch drei Satzbälle vergaben, ihren Überraschungscoup zu verdanken.

 

Deutschland - Pforzheimer Zeitung 

Samstag. 28. Juni 2003

DVV-Männer entdecken Siegermentalität

Triest - Selbst der Perfektionist hatte nichts zu beanstanden. Volleyball-Bundestrainer Stelian Moculescu war nach dem überraschenden 3:1 (25:23, 26:28, 25:22, 25:22)-Sieg seines Teams in der Weltliga über den dreifachen Weltmeister Italien in Triest mehr als zufrieden.

Vor allem das Gefühl, dass seine Auswahl in der norditalienischen Hafenstadt eine neue Siegermentalität bei sich entdeckt hatte, ließ den ehrgeizigen Coach zuversichtlicher in die Zukunft blicken. «Die Mannschaft beginnt, an sich zu glauben», stellte Moculescu mit Genugtuung fest: «Ich hoffe, dass dieser Sieg das Vertrauen in das eigene Können noch steigert, und dann werden wir sehen, was noch möglich ist.»

Am Ausscheiden aus dem mit 15 Millionen Dollar dotierten Wettbewerb ändert die kleine Sensation, die der Mannschaft um Kapitän Wolfgang Kuck bei ihrem vorletzten Auftritt gelungen war, freilich nichts mehr. Immerhin ist ihr nun der angepeilte 3. Platz in der Gruppe B nicht mehr zu nehmen, da Portugal mit 1:3 in Brasilien unterlag. Die Südamerikaner standen wie Italien allerdings bereits vorher als Teilnehmer an der Endrunde (8. bis 13. Juli in Madrid) fest.

Der Wert des unerwarteten Sieges lag für Aktive wie Betreuer aber ohnehin nicht in dem nackten Ergebnis, sondern vielmehr in einem neuen Gefühl. «Dieser Erfolg ist sehr wichtig für uns», erklärte Kuck, «es war immer unser Problem, dass wir solche Spiele gegen große Gegner nicht gewonnen haben. Dieses Mal haben wir es geschafft.» Auch für Ralph Bergmann lag der Schlüssel zum Erfolg in der Psyche. «Am wichtigsten war, dass wir heute an den Sieg geglaubt haben», sagte der Mittelblocker, der auf dem Feld zu den Besten gehört hatte.

Coach Moculescu warnte trotz aller Freude davor, den Triumph über den achtmaligen Weltliga-Champion zu hoch einzustufen. «Es wird noch eine Weile dauern, bis wir wirklich das Niveau der Italiener erreichen», merkte der 53-Jährige an. Dies könnte bereits sichtbar werden, wenn sich beide Kontrahenten in Verona zum Abschluss der Vorrunde noch einmal gegenüberstehen.

 

Deutschland - Kölner Stadt-Anzeiger 

Samstag. 28. Juni 2003

Pohl/Rau beim Grand-Slam auf Platz fünf

Berlin - Stephanie Pohl und Okka Rau haben beim mit 600 000 Dollar dotierten Grand Slam im Beach-Volleyball in Berlin mit Platz fünf ihr bislang bestes internationales Ergebnis dieser Saison erreicht.

Die Hamburgerinnen scheiterten vor 3000 Zuschauern erst im Viertelfinale an den Weltranglisten-Ersten Kerri Walsh/Misty May (USA) mit 18:21 und 17:21. Zuvor hatten sie durch ein 2:0 gegen die Japanerinnen Tokuno/Kusuhara die Runde der besten Acht und damit ein Rekord-Preisgeld von 13 000 Dollar erreicht.

 

Deutschland - Tagesspiegel 

Samstag. 28. Juni 2003

Wir basteln eine Tradition

Wie Beach-Volleyball sich in Berlin etablieren will

Berlin. Nehmen wir einmal Wimbledon. Wer sich da eine Eintrittskarte für den Centre Court kaufen will, muss neben viel Geduld zum Schlangestehen auch sein Erspartes angreifen. Nun handelt es sich bei diesen Tennismeisterschaften von England um ein Grand-Slam-Turnier, da sind stolze Eintrittspreise Tradition.

Nehmen wir Berlin und eine andere Sportart. Wer sich beim Beach-Volleyball-Turnier eine Eintrittskarte kaufen will, wird vergeblich nach einem Kartenhäuschen suchen. Der Eintritt zu der Veranstaltung auf dem Schlossplatz ist frei, auch heute beim Finale der Damen (14.30 Uhr). In Berlin handelt es sich auch um ein Grand-Slam-Turnier. Chef-Organisator Frank Mackeroth verweist selbstbewusst darauf, dass der kostenlose Zutritt ein Stück Tradition ist.

Das ist ein Ding, da beruft sich eine Sportart ohne große Tradition auf eine Tradition, ganz wie die Tour de France, der America’s Cup oder eben Wimbledon. Immerhin, dem Zuschauer kann’s egal sein, er erlebt im Zentrum Berlins Weltklassesport zum Nulltarif. Doch nicht nur hier. Auch beim Weltcup in Hamburg oder den Deutschen Meisterschaften, die stets am Timmendorfer Strand ausgespielt werden (noch eine Tradition!), zahlen die Zuschauer nichts. „Wenn wir am Timmendorfer Strand Eintritt verlangen würden, wären die Meisterschaften trotzdem ausverkauft“, sagt Mackeroth. Und dann rechnet er vor, dass der finanzielle Aufwand viel zu groß wäre, wenn Sicherheitsdienst, Kartenabreißer oder Kassenhäuschen finanziert werden müssten. Mit Blick auf die schon halb voll besetzten Ränge am Freitagmorgen meint er: „Wenn wir Eintritt nehmen würden, wäre jetzt alles leer, und am Samstag kämen die Leute nur zum Damenfinale.“ So aber ist das Turnier gut besucht, und die Sponsoren freuen sich. Das Konzept geht auf, sonst könnten die Veranstalter nicht 300 000 US-Dollar als Preisgeld ausloben. 13 000 Dollar davon bekommen die Deutschen Stephanie Pohl und Okka Rau, die sich gestern den fünften Platz sicherten.

Seit 1995 kamen im Schnitt jedes Jahr fast 30 000 Zuschauer an den Schlossplatz. In diesem Jahr sollen es noch mehr werden, denn die Sitzplatzkapazität am Centre Court wurde von 3000 auf 5500 erhöht. Und da erstmals gleichzeitig eine Damen- und eine Herrenkonkurrenz ausgetragen werden, dauert das Turnier länger. Zu den Finalspielen werden die Stahlrohrtribünen am Schlossplatz voll sein. Bei hohen Eintrittspreisen wäre das vielleicht nicht so gewesen, da sich die deutschen Teilnehmer in den vergangenen Jahren ziemlich rar machten, wenn es um die Entscheidung ging.

Trotzdem ist die Sache mit der Tradition wohl nicht nur einfach so ein Spruch. Der freie Eintritt ist Teil einer Strategie, die sich vielleicht so umschreiben lässt: „Wir basteln uns jetzt eine Tradition.“ Trends kommen und gehen. Das Beachvolleyball will aber bleiben. Und so lässt sich wohl auch die Einführung der Grand-Slam-Turniere erklären. Neben Berlin sind Klagenfurt, Marseille und Los Angeles auf diese Weise geadelt worden. Möglicherweise werden noch zwei Turniere hinzu kommen. Natürlich ist dann das Preisgeld höher. Aber letztlich geht es darum, Sinnstiftendes zu schaffen, um die Sportart zu etablieren. Aber wie das so ist, mit den Traditionen. Letztlich sind sie auch dazu da, um gebrochen zu werden. Zum ersten Mal gibt es in Berlin auch 300 überdachte Plätze. Für die muss bezahlt werden. „Ein Experiment“, sagt Mackeroth. Die übrigen Sitzplätze bleiben kostenlos. Schon der Tradition wegen.

Peter S. Kaspar

 

Deutschland - Maerkische Allgemeine 

Samstag. 28. Juni 2003

Das Vorzeigepaar glänzt

BERLIN - Seit zwei Jahren bilden die beiden Blondinen ein sportliches Paar, machen auf dem sandigen Center Court in ihrem knallgelben Bikini eine gute Figur. Die aus Wilhelmshorst stammende Stephanie Pohl und die Hamburgerin Okka Rau sind in jeder Hinsicht das Vorzeigepaar im deutschen Beachvolleyball. Das haben sie im Vorjahr unter anderem mit dem Gewinn des nationalen Titels und dem siebten Platz bei den Europameisterschaften unterstrichen. Zudem sind die Studentinnen an der Uni Kiel für den Deutschen Volleyball-Verband (DVV) mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen eine gesetzte Größe, erhalten als Nationalteam die optimale Förderung.

Das derzeit auf dem Berliner Schlossplatz stattfindende Grand-Slam-Turnier ist eine wichtige Durchgangsstation im Vergleich mit den Besten der Welt. Die überragen die beiden Deutschen nicht etwa wie der Berliner Dom das Spielfeld. Die Weltranglistenzehnten des Vorjahres wollen sich heuer wieder ein Stück verbessern. Allerdings verlief der Saisoneinstieg auf Grund von Verletzungen problematisch. Noch in der Vorwoche beim Weltcup in Gstaad überstanden die für TVF Phoenix Hamburg startenden WM-17. nicht die Gruppenspiele in der Hauptrunde. Dafür hielten sie sich am letzten Wochenende beim nationalen Masters auf dem Schlossplatz schadlos.

Nach der geglückten Generalprobe zogen sie mit Selbstvertrauen in das erste von vier Grand-Slam-Turnieren. Von drei deutschen Damen-Teams im Hauptfeld konnten sich nur Pohl/Rau in den Gruppenspielen durchsetzen. Im Achtelfinale besiegten sie gestern die Japanerinnen Tokuno/Kusuhara mit 21:12 und 21:12. 13 000 US-Dollar waren für die 25-jährige Steffi Pohl und Okka Rau (26) damit eingespielt. Im Viertelfinale unterlagen sie am Aband aber den Ranglisten-Ersten Kerri Walsh/Misty May (USA) mit 18:21 und 17:21, womit sie das Turnier auf Rang fünf beendeten.

Peter Stein

 

Deutschland - Lippische Landes-Zeitung 

Samstag. 28. Juni 2003

Detmold: Den schlafenden Riesen wecken

Zweitligist Detmolder TV von 1860 vor der neuen Saison

Detmold (dw). Nach dem Rückzug von SuS Olfen nahm der Detmolder TV von 1860 die angebotene Option wahr und rückte als Regionalliga-Vizemeister in die 2. Damen-Volleyball-Bundesliga auf. "Ein kleines Abenteuer" erwartet der neue Trainer Peter Pourie in neuer Umgebung, strahlt jedoch Selbstbewusstsein aus: "Wir wollen frühzeitig die Klasse sichern und vor allem die Heimspiele im Leopoldinum zu einem echten Event machen".

Der 32-jährige Pourie glaubt fest daran, dass es in Detmold und Umgebung ein ungeheures Zuschauerpotenzial für engagierten Volleyballsport gibt. "Wir wollen den schlafenden Riesen wecken", strebt der ledige Sparkassenbetriebswirt an. Und das mit einer Mannschaft, die eine gesunde Mischung von erfahrenen Spielerinnen und heißhungrigen Youngstern bietet. Alle Akteurinnen aus der vergangenen Saison halten dem Detmolder Traditionsverein die Treue. Hinzu kamen bis zum heutigen Tag drei Verstärkungen. Vom Regionalliga-Aufsteiger Telekom Bielefeld fanden die 22-jährige Stellerin Patricia Nubi und die 23-jährige Außenangreiferin Maja Thomaschky den Weg in die alte Residenz. Zudem kehrte die ehemalige Detmolderin Astrid Lücke (vom Zweitligisten Warendorfer SU) zurück. Die 26-Jährige soll im Mittelblock eingesetzt werden.

"Wir verfügen über eine gute Mischung aus Erfahrung und Talent. Die Trainingseinstellung ist top und alle wissen, dass wir in der 2. Liga nur mit mannschaftlicher Geschlossenheit etwas erreichen können. Der abgedroschene Satz ,Der Star ist die Mannschaft passt bei uns", so Pourie, der zunächst weiter in Hamm wohnt und die auf mehrere Einheiten pro Woche erhöhte Trainingsarbeit im Anschluss an seinen Job als Firmenkundenberater bei der Sparkassen Arnsberg-Sundern leistet.

Was reizt den Trainer des nordrhein-westfälischen Mädchen-Kaders und zuletzt beim Damen-Regionalligisten RC Sorpesee verantwortlichen Junggesellen an der Arbeit in Detmold? "Es gibt unterschiedliche Gründe, aber vor allem möchte ich dazu beitragen, dass die Mannschaft als Aufsteiger in neuer Umgebung besteht. Zudem bin ich überzeugt vom hervorragenden Umfeld in Detmold mit der breiten Unterstützung. " Apropos Unterstützung: Die erfährt der A-Lizenz-Trainer vom ehemaligen TV-Coach Michael Reinke, der mit Pourie ein Team bildet. Reinke, nach langen Jahren als erfolgreicher Übungsleiter auf eigenen Wunsch ins zweite Glied zurückgetreten, hofft, "möglichst alle Spiele live mitzuverfolgen und mitzuhelfen. Doch die Verantwortung und letzte Entscheidung liegt auf jeden Fall allein in den Händen von Pourie". Pourie stützt sich gern auf die Erfahrung des 47-Jährigen, der ihn auf Details beim Gegner hinweisen soll und als Vater des erfolgreichen Damen-Volleyballs in Detmold gilt. Erfolgreich soll es weitergehen. Nach den Vorstellungen von Pourie will Detmold Power-Volleyball gewürzt mit pfiffiger Cleverness, um den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen.

Zum Saisonauftakt gastiert Detmold am Samstag, 20. September, um 15 Uhr beim letztjährigen Zweitliga-Meister SCU Emlichheim, der jedoch freiwillig auf den Aufstieg verzichtete. Ein schwerer Brocken. Das erste Event-Heimspiel folgt am Samstag, 27. September, um 18 Uhr im Leopoldinum gegen Warendorfer SU.

"In der 2. Liga kommen richtige Kracher auf uns zu", zollt Pourie den Konkurrenten Respekt. VC Olympia Berlin beispielsweise ist identisch mit der aktuellen Jugend-Nationalmannschaft. Andre Teams wie der 1. VC Parchim nahe Schwerin oder USC Münster gehören ebenfalls zu den hochattraktiven Teams. Da kommt es nicht von ungefähr, dass Detmold erwägt, noch einmal auf dem Transfermarkt zuzuschlagen, um zusätzliche Qualität aufs Parkett zu bringen. Pourie: "Wir planen, noch ein, zwei Topspielerinnen zu verpflichten."

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Samstag. 28. Juni 2003

VSSCO holt "Wunschtrainer"

Deutscher Beachmeister Tom Hikel übernimmt die Aufgabe beim Oberliga-Aufsteiger.

Die Erleichterung war Marc Geschonke deutlich anzumerken. "Endlich haben wir es geschafft", freute sich der Manager vom VSSC Oberhausen über die Verpflichtung von Thomas Hikel als neuen Trainer des Oberliga-Aufsteigers. "Ein echter Coup", ist Geschonke davon überzeugt, dass der amtierende Deutsche Beachvolleyball-Meister genau der Richtige ist, Oberhausens ranghöchste Volleyball-Mannschaft in der neuen Spielklasse zu etablieren.

Bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres stand der charismatische Hikel auf der Wunschliste des VSSC ganz oben. Doch der damals in Diensten des VC Bottrop stehende 30-Jährige sagte ab. Glücklicherweise hing daraufhin Frank Kleta trotz beruflicher Engpässe noch eine Saison als Trainer dran und erreichte mit dem Team den dritten Aufstieg in vier Jahren. Gut möglich, dass Kleta nach seinem Abschied im März nun auch "rechte Hand" des Linkshänders Hikel wird und ihn bei seiner ersten Trainerstation mit Rat und Tat unterstützt. Weitere Verhandlungen werden hier noch geführt.

Schon viele Titel gesammelt

Hikel, der nach der laufenden Beach-Saison seinen Abschied vom aktiven Volleyballsport geben wird, hat schon zahlreiche Titel gesammelt. In der Halle Deutscher Jugendmeister, Nationalspieler bei der EM 1992, Deutscher Vizepokalsieger, lange Jahre Spieler in der 1. und 2. Bundesliga in Moers, Wuppertal und Bottrop - und im Sand mehrmaliger NVV- wie WVV-Meister, 4. der DM 2000 und 5. der DM 2001.

Im letzten Jahr erreichte Hikel dann den absoluten Höhepunkt seiner eigentlich jungen, aber schon immens erfolgreichen Karriere, als er mit Partner Marvin Polte sensationell den Deutschen Meistertitel ins Ruhrgebiet holte. Aufgrund zahlreicher Verletzungen und schwerwiegenden Problemen mit Schulter- und Kniegelenken wird der gebürtige Eberbacher im August sein Shirt an den Nagel hängen und sich erstmalig auf die Trainerbank setzen.

In der letzten Saison hatte Hikel beim Zweitligisten VC Bottrop 90 bereits kurzzeitig das Coaching übernommen und spielte "zum Spaß" noch im Regionalliga-Team mit. Auch beim VSSC saß er schon einmal auf der Bank: Vor zwei Jahren, als die Oberhausener um den Aufstieg in die Verbandsliga spielten, aber letztlich scheiterten, unterstützte Hikel Team und Trainer beim wichtigsten Spiel gegen Gladbeck. Die guten Kontakte zum VSSC und die unermüdlichen Verhandlungen haben den Spitzensportler nun dazu bewogen, hier seine erste echte Trainerstation anzunehmen.

Stamm bleibt

Auf welches Team Hikel dann zurückgreifen kann, ist noch nicht ganz sicher. Natürlich bleibt der alte erfolgreiche VSSC-Stamm erhalten, doch zahlreiche potenzielle Neuzugänge trainieren schon seit ein paar Wochen mit und erwarten eine Entscheidung. Die wird Hikel in der nächsten Woche fällen müssen - die erste echte "Prüfung" für den 30-Jährigen, denn zur Auswahl stehen fast ausschließlich Spieler, die schon über Erfahrung in den obersten Spielklassen besitzen.

In der Übergangsphase - Hikel hat sich für den Abschluss seiner Beach-Karriere noch etwas Freiraum bis Mitte August erbeten - hat bislang Interimscoach und Diagonalspieler Patrick Pusch das Training geleitet.

Noch am Mittwoch nahm Hikel mit Partner Marvin Polte am hochdotierten World Series-Turnier in Berlin teil, als eines von insgesamt nur sechs deutschen Teams.

 

 © 1999-2004 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel