|
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| International - Freie Presse |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
Endspiel-Drama: Tiebreak-Krimi endet mit 31:29
Dollar-Regen für Weltligasieger Brasilien
MADRID In einem dramatischen Finale hat sich Weltmeister Brasilien in Madrid zum dritten Mal nach 1993 und 2001 den Sieg in der Volleyball-Weltliga gesichert und darf sich über fast 1,5 Millionen Dollar Preisgeld freuen. Allein der 3:2-(25:16, 21:25, 19:25, 25:23, 31:29)-Finalsieg über Olympiasieger Serbien und Montenegro, das zum ersten Mal in einem Weltliga-Endspiel stand, war für Brasilien 500 000 Dollar wert. Die Ex-Jugoslawen wehrten sich zwar über zwei Stunden lang tapfer, mussten aber im spannenden Tiebreak bei ständig wechselnden Führungen dem Favoriten mit 31:29 den Sieg überlassen. Platz drei ging an den achtmaligen Weltliga-Gewinner Italien, der Tschechien mit 3:1 (22:25, 25:22, 25:22, 25:19) bezwang.
Vorjahressieger Russland war überraschend vorzeitig als Gruppenletzter der
Endrunde gescheitert. Auch Deutschland, das als Vorrundengruppen-Dritter vier
Siege - je zwei gegen Portugal und Italien - landete, durfte sich über rund
800000 Dollar Preisgeld freuen.
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
Parchim:
Vier Teams in den Startlöchern
Parchimer
VolleyballerInnen von 2. Bundesliga bis Bezirksliga vertreten
Parchim - In der
kommenden Volleyballsaison nehmen fünf Mannschaften des 1. VC Parchim im
Erwachsenenbereich den Punktspielbetrieb in den Liegen des Landesverbandes bzw.
der 2. Bundesliga Nord der Frauen auf.
Die erste
Frauenmannschaft geht neu formiert mit Stützpunkttrainer Dirk Groß als neuen
Coach in der 2. Bundesliga Nord ins Rennen. Der erste Spieltag ist allerdings
nicht, wie bereits veröffentlicht am 14., sondern eine Woche später am 21.
September. Dann erwarten die jungen Volleyballerinnen um 15 Uhr die zweite
Vertretung des USC Münster in der Sporthalle am Fischerdamm.
Mindestzielstellung der Mannschaft ist eine Platzierung in der ersten Tabellenhäfte.
Die zweite
Club-Mannschaft der Frauen, Absteiger in die Verbandsliga (Beschluss des VMV)
die Landesliga in Verbandsliga umzubenennen), bereiten sich ebenfalls mit neuem
Kader auf die am 27. September (Spieltag in Rostock gegen HSG Uni und MSV Pampow)
beginnende Saison vor. Trainer Jochen Stüwe hat Verstärkung aus Hagenow und
Schwerin in den Kader aufgenommen sowie in Absprache mit der Nachwuchsabteilung
des 1. VCP weitere Jugendspielerinnen. Zu Saisonbeginn soll ein Spielerkader von
zwölf Mädchen die Serie in Angriff nehmen, denn die Saison wird lang. Die
Staffel der höchsten Liga unseres Landes wurde auf zwölf Mannschaften
aufgestockt (im Vorjahr neun Teams).
Die dritte Vertretung
des 1. VC Parchim startet kommende Saison in der Bezirksliga West der Frauen.
Die Mannschaft von Trainer Matthias Hoffmeister schaffte in der vergangenen
Bezirksklassesaison als Tabellenzweiter neben dem Staffelsieger VSV 06 Schwerin
den Aufstieg, da in der Bezirksliga ein Platz frei geworden war. Auch dieses
Team wird in veränderter Formation auflaufen, da einige Spielerinnen in die
Verbandsliga wechseln und dafür weitere Jugendspielerinnen, vor allem aus der
C- und D-Jugend des Clubs, nachrücken. So werden u. a. Christin Schmerer und
Janine Völker erste Wettkampferfahrungen im Frauenbereich sammeln.
Die einzige
Herrenmannschaft des Volleyball-Clubs geht wie in der Vorsaison in der
Bezirksliga West ins Rennen. In der vergangenen Saison hatten die Männer mit
dem Aufstieg in die Landesliga geliebäugelt, scheiterten aber mit dem zweiten
Staffelplatz knapp an diesem Vorhaben.
Das Trainergespann Ulf
Gundlach und Holger Antrack werden mit Verstärkung aus der Jugend in die Saison
starten. Einige Stammspieler, unter anderem Steffen Gosmann und André Glüsing,
werden das Team aus privaten und beruflichen Gründen verlassen.
Punktspielauftakt ist am 25. Oktober in Ludwigslust gegen die Volley Tigers II
und die HSG Uni Rostock.
Thomas Zenker
| Deutschland - Darmstädter Echo |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
Beachvolleyballer
baggern um Kohle
Für
Beachvolleyball-Profis stehen stets lange und vor allem kostspielige Reisen auf
dem Programm. Daher ist eine finanzielle Förderung durch den Verband fast schon
überlebenswichtig. Diesen Geldsegen vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV)
haben die Europameister Markus Dieckmann/Jonas Reckermann und die
Weltranglisten-Elften Stephanie Pohl/Okka Rau bereits in der Tasche. Über die
Vergabe der restlichen Förderplätze für zwei Damen- und zwei Herren-Teams
wird nach dem Grand-Slam-Turnier am Wochenende in Marseille entschieden.
Den Olympiadritten Jörg
Ahmann/Axel Hager (Fellbach/Eimsmüttel) droht nach schwachen Ergebnissen und
mehreren Verletzungen von Ahmann das Ende der DVV-Unterstützung. Wegen eines
erneuten Muskelfaserrisses von Ahmann muss Hager in Frankreich mit
Interims-Partner Thomas Kröger antreten. Bei den Damen müssen die ehemalige
Hallen-Nationalspielerin Susanne Lahme und Danja Müsch (Berlin/Kassel) um die Fördergelder
bangen und brauchen in Marseille dringend ein gutes Ergebnis.
| Deutschland - Ahrensburger Zeitung |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
VfL Oldesloe: Posse um die Volleyballer
Oldesloer Verein schließt nach Streit Mitglieder aus
Bad Oldesloe - Der ehemalige Leiter der Volleyball-Abteilung Bernd Neppeßen und der VfL Oldesloe haben sich im Streit getrennt. Weil Neppeßen nach internen Differenzen einen eigenen Verein, den Volleyball-Club Bad Oldesloe, gegründet hat, dessen Vorsitzender er ist, wurde der Funktionär aus dem VfL ausgeschlossen. Gleiches gilt für alle weiteren bisherigen VfL-Volleyballer, die zu den Gründungsmitgliedern des neuen Vereins gehören. Darunter befindet sich mit Johanna Barg auch eines der Aushängeschilder. Die Oldesloerin, die unter Trainer Neppeßen das Pritschen und Baggern erlernt hatte, spielt inzwischen in der Bundesliga.
"Ich habe kein Problem damit, wenn unsere Mitglieder auch einem anderen Club angehören. Wenn sie einen neuen Verein gründen, muss ich aber davon ausgehen, dass uns Konkurrenz gemacht werden soll", begründete der VfL-Vorsitzende Jan Rambke den Ausschluss. Schon bevor Neppeßen den neuen Club gegründet hatte, sollte er Anfang des Jahres aus dem Verein geworden werden, weil er seine Aufgaben als Abteilungsleiter "nicht mehr ordnungsgemäß erfüllt" habe, so Rambke. Neppeßen legte daraufhin Beschwerde ein und durfte schließlich doch Mitglied bleiben. Im April stellte er sich als Spartenchef nicht zur Wiederwahl, nachdem sich Monika Hoff als Gegenkandidatin hatte aufstellen lassen.
Vorgeschichte der Posse sind unterschiedliche Ansichten über sportliche
Zielsetzungen. Neppeßen hatte die Einstellung eines hauptberuflichen
Volleyballtrainers sowie für den Gesamtverein eines Geschäftsführers
gefordert. "Aber mit diesen und anderen Ideen zur Professionalisierung bin
ich auf taube Ohren gestoßen", sagte er. "Im VfL müssen endlich
zeitgemäße Strukturen geschaffen werden." Rambke hält Neppeßens
Forderungen für übertrieben und zu teuer. "Solange wir ausreichend
ehrenamtliche Mitarbeiter haben, können wir das Geld sparen", so der
Clubchef.
söb
| Deutschland - Gifhorner Rundschau |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
Michael Meyer trainiert die USC-Männer
Volleyball-Regionalligist
verpflichtet Neue – Westphal kommt aus Ludwigslust
Der
Volleyball-Regionalligist USC hat einen neuen Trainer: Michael Meyer betreut den
Zweitliga-Absteiger. Das teilte gestern Holger Banko mit, der sich beim USC um
die Belange des Regionalligisten kümmert. Auch einen neuen Spieler meldet der
USC: Robert Westphal wechselte von den Volley Tigers Ludwigslust nach
Braunschweig.
Bisher war Meyer
Trainer beim VC Nienburg, betreute dort die Herren-Mannschaft, die er in die
Oberliga führte. Auch um die Damen-Mannschaft kümmerte sich der Lehrer in
Nienburg. Diese Mannschaft spielt seit Jahren in der Regionalliga.
Heiko Herzberg, bisher
Trainer der USC-Herren, kümmert sich künftig um den Nachwuchs des Vereins. In
der zweiten Mannschaft, dem Oberliga-Team also, wird künftig der Nachwuchs des
USC spielen. Und genau dieses Team wird Herzberg künftig betreuen. Mit
fundierter Jugendarbeit will der Verein den nötigen Unterbau für die
Spitzenteams des Vereins schaffen.
Einen schweren Stand
hatte der erst 18-jährige neue Zuspieler des USC, Robert Westphal, bei seinem
alten Verein. Beim Zweitligisten Volley Tigers Ludwigslust und ehemaligen
Ligakonkurrenten des USC war Sven Dörendahl, der schon erste Liga gespielt hat,
die unumstrittene Nummer eins. Doch mit der A-Jugend der Volley Tigers wurde der
Abiturient, der nun seinen Zivildienst in Braunschweig absolvieren wird,
immerhin deutscher Meister. Beim USC soll Robert Westphal nun Spielpraxis
bekommen. Auch wenn der Kader bislang mit 14 Spielern sehr groß ist. "Abgänge
gab es nicht. Wir werden aber den Kader Anfang August noch auf 12 Spieler
reduzieren", kündigt Banko an. Dabei soll es dann aber auch bleiben.
"Mit 12 Spielern wollen wir das eindeutig erklärte Ziel Wiederaufstieg in
die zweite Bundesliga in Angriff nehmen", sagt Banko.
Nun haben die
Volleyballer allerdings drei Wochen Ferien. "Anfang August geht es dann
los: Viermal in der Woche ist Training, bis zum Saisonauftakt Ende September
stehen zudem jedes Wochenende Trainingsspiele oder Turniere an", berichtet
Banko.
Stefani Franzke
| Deutschland - Frankfurter Rundschau |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
An Wasser wird es nicht mangeln
Die deutschen Volleyballer haben einen neuen Sponsor - und große Hoffnungen für die EM
Sage keiner mehr, die deutschen Volleyballer könnten der ausländischen Konkurrenz nicht das Wasser reichen. Okay, die Bilanz in der Weltliga-Vorrunde war mit acht Niederlagen und vier Siegen, darunter zum Abschluss zwei sensationelle Erfolge gegen Gastgeber Italien, nicht so furchtbar prickelnd. Dafür ist es aber der jüngste Sponsor für die Volleyball-Europameisterschaft vom 5. bis 14. September in Karlsruhe, Leipzig und Berlin, die Firma "IQ 4 you" nämlich, die als Partner des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) für die benötigten 25 000 Liter Trinkwasser sorgt. Durststrecken wird es also allenfalls der sportlichen Art geben.
Geht es nach der Meinung der Volleyballfans, die sich an einer Online-Umfrage auf der EM-Homepage beteiligten, wird vor allem der slowakischen und der deutschen Mannschaft bei dieser "Weltmeisterschaft ohne Brasilien" (DVV-Delegationsleiter Bernd Hummernbrum) frühzeitig das Wasser abgegraben. Den beiden Teams aus der Vorrundengruppe 2 trauen die Experten im Internet am wenigsten zu, den Sprung in die Endrunde nach Berlin zu schaffen, wo die jeweils vier Besten der zwei Sechsergruppen aus der Vorrunde die Medaillen respektive die Plätze fünf bis acht ausspielen.
Dennoch ist es natürlich das erklärte Ziel von Bundestrainer Stelian Moculescu, mindestens zwei Gruppengegner hinter sich zu lassen. Deutschland trifft in der Vorrunde zunächst in Karlsruhe auf die Slowakei (5. 9., 18 Uhr), danach auf die Tschechische Republik (6. 9., 17.30 Uhr) und Spanien (7. 9., 17.30 Uhr), ehe in Leipzig die Begegnungen gegen den WM-Dritten Frankreich (10. 9., 18 Uhr) und den viermaligen Europameister Italien (11. 9., 20 Uhr) folgen. "Es hätte besser, aber auch schlechter kommen können. Aber ab sofort ist dies meine Lieblingsgruppe", hatte Moculescu die Auslosung im Mai kommentiert.
Bernd Hummernbrum zeigte sich indessen erleichtert darüber, dass den Gastgebern Russen und Ex-Jugoslawen erspart bleiben, "aber es wird trotzdem schwer, nach Berlin zu kommen. Aber mit dem Publikum im Rücken hoffen wir, das Ziel dennoch erreichen zu können", sagte er bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Karlsruhe. In der Gruppe 1 treffen der aktuelle Weltpokal-Finalist Serbien-Montenegro, der stetige Top-Favorit Russland, Polen, Griechenland, Niederlande und Bulgarien aufeinander.
Für den 18-köpfigen DVV-Kader, der zur EM auf ein Dutzend reduziert werden muss, hat gestern mit dem ersten Trainingslager bis 23. Juli in Friedrichshafen die "heiße Phase" (Hummernbrum) der WM-Vorbereitung begonnen. Einer Länderspielreise des Weltranglisten-22. nach Tunesien schließen sich ein Lehrgang in Heidelberg mit drei Testspielen gegen Rumänien sowie zwei Duelle mit den Niederlanden in Luxemburg an. Dem Vierländerturnier vom 21. bis 25. August in Polen mit Spanien und den Niederlanden als Gegner folgt zum Abschluss ein doppelter Härtetest gegen Serbien-Montenegro (30. 8. in Münster, 31. 8. in Trier). Es wird also noch viel Schweiß vergossen werden bis zum EM-Auftakt vom zuletzt wegen einer Entzündung im Knie in den Weltligaspielen zum Zuschauen verdammten Kapitän Stefan Hübner und Kollegen. Wasser marsch.
Reinhard Sogl
| Deutschland - Nordkurier |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
Begeisterte Fans
treiben Außenseiter zum Erfolg
Damen-Volleyball: Deutschland bezwingt Russland 3:2
Angermünde (os). "Das war schon Volleyball der absoluten Spitzenklasse", schwärmte der Prenzlauer Ulrich Beiler nach der Rückkehr aus Angermünde. Dort hatte die deutsche Frauen-Nationalmannschaft den großen Favoriten Russland im zweiten Duell nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 bezwungen. Die beiden anderen Testspiele gegen Russland zur Vorbereitung auf den Grand Prix in Italien (21. Juli bis 3. August) verloren die deutschen Damen dagegen. In Eisenhüttenstadt hatte man einen 0:2-Rückstand nicht mehr wettmachen können und unterlag 2:3. In Hoyerswerda verloren die deutschen Volleyballfrauen zum Abschluss mit 1:3.
Besonders beeindruckt zeigte sich Ulrich Beiler als Vorsitzender des Uckermärkischen
Volleyballverbandes von der großartigen Kulisse in der Angermünder
Mehrzweckhalle. 650 begeisterte Zuschauer hätten den Außenseiter zum Erfolg
getrieben. Die Organisatoren um VCA-Präsident Uwe Hellmann erhielten vom
Verband und den Gästen großes Lob.
| Deutschland - DVV-News |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
Marseille:
Ahmann/Vollmer, Lahme/Müsch im Hauptfeld!
Wichtiger Erfolg für zwei DVV-Nationalduos in der Qualifikation beim SWATCH Grand Slam in Marseille/Frankreich. Mit Andrea Ahmann/Jana Vollmer und Susanne Lahme/Danja Müsch stehen nun neben den gesetzten Stephanie Pohl/Okka Rau drei deutsche Teams im morgen beginnenden Hauptfeld. Dagegen scheiterten Helke Claasen/Judith Deister im letzten Spiel des Tages mit 0:2 an Kanada.
Ahmann/Vollmer setzten sich zunächst gegen zwei Finninnen mit 2:0 und anschließend gegen Mexiko mit 2:1 durch. Lahme/Müsch behaupteten sich zunächst in der internen Qualifikation gegen Geeske Banck/Martina Stein mit 2:1, ehe weitere Siege gegen Griechenland und Australien (je 2:0) folgten.
| Deutschland - www.beach-volleyball.de |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
Kommentar:
Nationale Rangliste - Muster ohne Wert ?
Lahme/Müsch
sind national dominierend (Mastersplatzierungen 1,2,2,3) - werden international
hinter Pohl/Rau, Ahmann/Vollmer und Claasen/Deister aber nur als viertbestes
deutsches Team geführt. Pianka/Williams, national mit den bislang zweitbesten
Resultaten (Plätze 1,3,3,5), werden, da ohne internationale Auftritte, selbst
in der nationalen Rangliste nur auf Platz fünf geführt. Was soll der "Beach-Volleyball-Interessierte"
aus diesen Ranglisten nun ablesen: Sind Lahme/Müsch stärker einzuschätzen als
Pohl/Rau oder sind Pianka/Williams schwächer als Claasen/Deister? Natürlich
nehmen wir hier als Beispiel die Situation bei den Damen - als
Diskussionsgrundlage, denn bei den Herren ist es momentan unzweifelhaft, dass
die Teams Dieckmann/Reckermann und Dieckmann/Scheuerpflug (in dieser
Reihenfolge) sowohl national als auch international die besten sind und sich
dies auch in den Ranglisten manifestiert.
Ein Bild
der tatsächlichen Leistungsstärke - und dies sollte sie doch wohl! - spiegelt
die deutsche Rangliste ganz offensichtlich (speziell bei den Damen) nur bedingt
wider. Diese nämlich wird aufgrund der international gesammelten (horrend
hohen!) Punkte für die nationale Rangliste von den vier genannten Nationalteams
angeführt, wenngleich diese mit Ausnahme von Lahme/Müsch sich national (noch)
nicht eine solche Platzierung "verdient" haben. Als extremes Beispiel
sei das Grand-Slam-Turnier in Berlin (z.B. mit den Setz-Vorteilen der
Heim-Teams) genannt: Für den 5.Platz (mit Siegen gegen doch eher bescheidene
Kokurrenz - keine Brasilianer, Amerikaner, Kubaner, Australier oder europäische
Top-Teams) kassierten Pohl/Rau 350 Punkte für die deutsche (!) Rangliste, für
einen Masterssieg gibt es 200. Selbst Claasen/Deister in Berlin per Wildcard im
Hauptfeld, erhielten für drei Niederlagen jeweils 50 Punkte für die deutsche
Rangliste – als Masters-Vierter (ihrer bislang besten nationalen Platzierung)
gab es übrigens 48 Punkte. Ganz zu schweigen vom Vergleich mit einem Sieg bei
einem Renault Beach Cup-Turnier, der mit 25 Punkten (evtl. plus einiger
Bonuspunkte) "honoriert" wird.
Wir
wissen, dass sportliche Leistungen immer nur bedingt vergleichbar sind, aber
sollen nicht gerade Ranglisten dabei helfen? Neben der - spätestens seit Einführung
des Pool-Systems (z.B. Wegfall der Plätze sieben und 13) völlig an der Realität
vorbeigehenden Bewertung internationaler Ergebnisse noch gesteigert durch fünf
sogenannte Grand-Slam-Turniere (mit noch mehr Punkten) - geniessen die
Nationalteams noch den Vorteil pro Woche zweimal punkten zu können (wobei dann
das bessere Resultat für die Rangliste zählt, das gleich bis zu 13mal pro
Saison), was beispielsweise national bei verpaßter Masters-Quali und dem
Versuch anschließender Cup-Teilnahme ausdrücklich untersagt ist. Und selbst
bei den - am internationalen Standard gemessenen - CEV-Turnieren gibt es für
Siege gegen Teams, die vermutlich nicht einmal die Masters-Qualifikation überstehen
würden, sehr viel mehr Punkte als für Masterserfolge.
An dieser
Stelle folgende Anmerkungen: Erstens ist es in diesem Zusammenhang überdenkenswert,
dass beide Spielervertreter (Andreas Scheuerpflug und Andrea Ahmann)
international im Einsatz sind. Zweitens ist es für die nationalen
Turnierausrichter nicht unbedingt förderlich, in Abwesenheit der Nationalteams
nur Teams ab Position fünf oder sechs präsentieren zu können, obwohl diese möglicherweise
sogar stärker sind als die Nationalteams. Und letztlich darf man nicht
vergessen, dass die Rangliste durchaus bedeutend ist, z.B. bei der Setzung für
Masters-Turniere oder Deutsche Meisterschaften.
Um es
noch einmal deutlich zu sagen: Hier geht es nicht darum, national oder
international gezeigte Leistungen von Teams zu bewerten oder zu kritisieren - es
geht einzig und allein darum, eine Punktevergabe und/oder Umrechnung zu finden,
die dem durchschnittlich Beach-Volleyball-Interessierten die Möglichkeit gibt,
tatsächliche Leistungsstärken aufgrund einer Rangliste einschätzen zu können.
Wie seit einigen Jahren schon diskutiert, ist der DVV im eigenen Interesse
dringend aufgefordert, hier eine realitätsnahe Lösung zu verwirklichen.
| Deutschland - www.beach-volleyball.de |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
CEV-Cup: Siege für die
Schweiz
Jetzt haben sie es gepackt, das Schweizer Nationalteam Heyer/Egger hat beim CEV-Cup auf Kreta den Turniersieg eingefahren.
Mit 2:0 (21:16, 21:15) besiegten die Eidgenossen die „Wikinger“ aus Norwegen
Hoidalen/Kjemperud nach nur 46. Spielminuten glatt in zwei Sätzen. Auch im
„kleinen Finale“ kam der Sieger aus der Schweiz. Martin und Paul Laciga
setzten sich gegen die Österreicher Berger/Doppler mit 2:0 (21:09, 21:19)
ebenso sauber diurch, wie ihre Landsleute im Großen Finale.
| Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
Transfer von Anna Barnak steht auf der Kippe
Dresden. Der bereits als perfekt gemeldete Wechsel der serbischen Angreiferin Anna Barnak (bisher Harlekin Augsburg) zu den Bundesliga-Damen des Dresdner SCdroht noch zu scheitern. Der Grund sind Transferstreitigkeiten zwischen ihrem letztjährigen Arbeitgeber Augsburg und ihrem jugoslawischen Heimatverein Usice. Der fordert von den Augsburgern noch eine vom nationalen Verband vorgeschriebene und vertraglich fixierte Ausbildungsentschädigung für das Jahr, in dem Barnak für die Harlekine spielte.
Augsburg hatte die Summe bei Abschluss des Vertrages beim internationalen Verband FIVBzwar hinterlegt und eine vorläufige Spielgenehmigung erwirkt, will aber nun nicht zahlen, weil Barnak nach Dresden will. Laut Wolfgang Söllner, Vorstandsvorsitzender der DSC-Volleyball-Abteilung, stellt man sich in Bayern offenbar vor, dass Dresden nun den Entschädigungsanteil für die abgelaufene Saison mit übernimmt. "So weit kommt es noch, wir bezahlen doch nicht dafür, dass sie letztes Jahr für Augsburg spielen durfte", will Söllner das nicht mitmachen. Er hat Barnak nach bislang erfolglosen Gesprächen mit den beteiligten Vereinen und dem FIVB, der die Spielerin vorerst gesperrt hat, ein Ultimatum bis zum Freitag nächster Woche gesetzt, die Angelegenheit zwischen Usice und Augsburg zu klären.
"Im
Moment sieht es so aus, als das es mit einem Wechsel nicht klappt",
bedauert Söllner. Für den Fall, die designierte Küttner-Nachfolgerin kommt
nicht, trifft man bereits Vorsorge: "Wir führen bereits Gespräche mit
anderen Spielerinnen", gestand ein frustrierter Söllner.
JOL
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
Die beiden neuen Asse des Moerser SC tun alles für ihre Teilnahme
an den Olympischen Spielen.
Zu den Olympischen
Spielen in Athen im nächsten Jahr - da wollen sie hin. Das ist das große Ziel
der derzeit wohl besten und erfolgreichsten deutschen Beach-Volleyballer Jonas
Reckermann und Markus Dieckmann. Zumindest in Moers sind sie schon angekommen.
Beim MSC fanden sie jetzt ihre neue Heimat, trainieren in der Grafenstadt und in
Rumeln am Toeppersee für die derzeit laufende Turnierserie. Anlässlich einer
Pressekonferenz stellte MSC-Boss Günter Krivec seine hochkarätigen Neuzugänge
nun vor. Der Kontakt wurde hergestellt vom ehemaligen Trainer der Grafenstädter,
Jürgen Wagner, der jetzt, wie Dieckmann betonte, ihr Chefcoach sei.
Für Jugendliche sehr
attraktiv
Dass der Eintritt der
beiden beim MSC zeitlich zusammenfällt mit den Plänen des Klubs zusammen mit
dem TC 08 Moers auf deren Gelände eine Beach-Volleyball-Anlage zu installieren,
ist laut Krivec nur Zufall: "Das ist völlig unabhänging voneinander. Aber
es wäre besonders für Jugendliche schon sehr attraktiv, wenn sich die beiden
ab kommenden Mai hier in Moers intensiv auf die Olympischen Spiele vorbereiten könnten."
Ob diese Anlage realisiert werden kann, ist noch nicht ganz sicher (wir
berichteten). Das gilt zwar auch für die olympische Teilnahme der beiden in Köln
lebenden Studenten, doch es sieht gut aus. In der derzeitigen deutschen Wertung
liegen sie ziemlich deutlich an der Spitze und wollen auch bei den nächsten
Grand-Slam-Turnieren in Marseille, Klagenfurt und Los Angeles weiter punkten und
damit den Vorsprung ausbauen.
Endgültig sichern möchten
sie sich dann das Ticket für die griechische Hauptstadt im kommenden Frühjahr
bei den abschließenden Events. Nur 24 Paare werden dann um olympisches
Edelmetall kämpfen.
Im vergangenen Jahr
feierte das Duo mit dem Gewinn des Europameistertitels in der Schweiz, als sie
gegen ihre Lieblingsgegner, die einheimischen Paul und Martin Laciga, siegten,
ihren bisher größten Erfolg. 2001 hatten sie den deutschen Meistertitel
gewonnen.
"Zunächst habe
ich mit meinem Zwillingsbruder Christoph gespielt. Doch irgendwie haben wir uns
nicht mehr weiterentwickelt", suchte Dieckmann kurz vor diesem Titelgewinn
einen neuen Partner. "Da ich meine Stärken in der Abwehr habe, legte ich
mein Augenmerk auf einen Angreifer." Den fand er schließlich in dem drei
Jahre jüngeren Reckermann, der als exzellenter Aufschläger und Klasse-Blocker
gilt. Beide ergänzten sich, es passte bestens. So gut, dass die Erfolge eben
nicht lange auf sich warten ließen. So zuletzt beim Grand-Slam-Turnier in
Berlin, als das Halbfinale erreicht wurde.
Jürgen Wagner legt
sich fest
"Wenn
verletzungsbedingt nichts passiert, bin ich davon überzeugt, dass wir nach
Athen fahren", legte sich der sonst in solchen Prognosen als zurückhaltender
Fachmann bekannte Jürgen Wagner eindeutig fest. "Der Wille bei beiden ist
deutlich spürbar, sie haben sich kontinuierlich gesteigert. Vom Potenzial her
ist das eindeutig das stärkste deutsche Duo." Und beiden attestiert er,
dass sie eigenverantwortlich mit ihrem Sport umgehen: "Sonst hätte das
auch keinen Zweck, es ist ja quasi eine Einzelsportart, und da muss jeder
individuell arbeiten." Neben Wagner werden die beiden noch von Peter Braun
in ihrem Wohnort Köln trainiert. Dritter Coach ist Arne Friedrichsen, der die
beiden wegen beruflicher Verhinderung Wagners bei den Turnieren im September
begleiten wird.
Beide haben, bevor es
in den Sand ging, auch in der Halle gespielt. Reckermann war bei Bayer Wuppertal
in der 1. Liga und davor in der zweiten Liga beim OSC Münster im Einsatz;
Dieckmann schmetterte bei Fortuna Bonn ebenfalls in Liga zwei. Von Anfang März
bis Ende Oktober fliegen die beiden durch die ganze Welt und nehmen an Turnieren
teil. "Es gibt viele interessante Wettkämpfe. In Norwegen am Fjord zu
spielen, macht genau so viel Spaß wie in Gstaad oder am Wörthersee", will
Reckermann keinen Event unbedingt herausheben. "In Timmendorf spielen wir
natürlich sehr gerne, da stehen die Fans voll hinter uns. In Klagenfurt dagegen
eher nicht. Aber das gleicht sich ja immer wieder aus." Aber bevor es nach
Olympia gehen soll, stehen als nächstes großes Ziel erst einmal die vom 14.
bis 19. Oktober in Rio stattfindenden Welttitelkämpfe auf dem Programm. Dort
gehen 32 Paare an den Start.
Hohe Summen sind die
Ausnahme
Darunter werden auch
zwei aus Deutschland sein. Und dass Reckermann und Dieckmann dabei sein werden,
ist fast sicher. "Dort gibt es Preisgelder von rund 400 000 Euro zu
gewinnen", so beide unisono. "Aber solch eine Summe ist eher die
Ausnahme. Das Höchste, was wir bisher gewonnen haben, waren 18 000 Euro für
uns beide zusammen in Berlin." Um Sponsoren kümmert sich Manager Klaus Kärcher.
Finanzielle Unterstützung gibt es noch vom DVV, aber auch von der deutschen
Sporthilfe.
Wolfgang Jades
| International - FIVB-News |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
Ana Paula: Glücklich im fremden Bikini
Marseille,
Frankreich, 15. Juli 2003 Das neuformierte brasilianische Duo Ana Paula
Connelly und Sandra Pires Tavares hat drei der vier bisherigen Turniere der 2003
SWATCH-FIVB World Tour gewonnen. Und auch für das diese Woche beginnende Grand
Slam-Turnier von Marseille, das mit 270¹000 Dollar dotiert ist, sind die beiden
wieder die Favoritinnen Nummer 1.
Ana
Paula hofft, dass ihr "falsches" Bikini ihr auch in Frankreich Glück
bringt. Die beiden Brasilianerinnen fanden nämlich erst drei Tage vor Beginn
der World Tour zusammen, und weil die Zeit zu knapp war, trägt seitdem Ana
Paula die Bikinis von Partnerin Sandra Pires, natürlich auch, weil die
richtigen Sponsoraufdrucke zu zeigen sind.
"
Wir hatten tatsächlich keine Zeit, um von Beginn weg mit allem bereit zu sein
und unsere Outfits neu machen zu lassen. Und so kam es, dass ich halt bis jetzt
die Bikinis von Sandra trage ", meinte Ana Paula nach dem Gewinn der
Goldmedaille in Stavanger. " Vielleicht werde ich die sogar für die ganze
Saison tragen das ist ein Glücks-Bikini." Sportlerinnen und Sportler
auf der ganzen Welt sind ja bekannt für ihre kleinen ’ abergläubischen
Marotten.
Die
Dressfrage einmal ausgeklammert, bleibt die Tatsache, dass sich die beiden
Barsilianerinnen auf Anhieb als eines der vielversprechendsten Duos der Welt
etabliert und die Meinung vieler Fachleute bestätigt haben, dass die beiden
dank ihrer Athletik und Handlungshöhe die ideale Partnerschaft darstellen müssten.
Sandra
Pires, die mit 30 Jahren ein Jahr jünger ist als Ana Paula, meint: "Wir
haben schon seit 2000 versucht, eine Partnerschaft einzugehen, weil wir ahnten,
dass wir eine starke Kombination sein würden. Aber wegen Verträgen mit den
Sponsoren mussten wir zuwarten, bis es klappte." Was die anderen Teams zusätzlich
beunruhigen muss, ist die Aussage der beiden, dass noch viel Raum für
Verbesserungen vorhanden sei. Das Teamwork habe zum Beispiel erstmals in
Stavanger so richtig geklappt.
Die
Pause zwischen Stavanger und Marseille haben die beiden zu intensivem Training
genutzt, um gewisse noch ungewohnte Abläufe einschleifen zu können. In der
Weltrangliste momentan identisch mit den Punkten für die
Olympiaqualifikation haben die beiden Dominatorinnen bereits einen Vorsprung
von 240 Punkten auf ihre Landsfrauen Adriana Brandao Behar / Shelda Kelly Bede,
welche bisher viermal in den Halbfinal einzogen und auf Rhodos Zweite wurden.
Die
fünffachen World Tour Gewinnerinnen haben ebenfalls hart an Verbesserungen
gearbeitet: " Wir sind das kleinste der Topteams, so dass unsere Pässe
perfekt sein müssen. Und wir müssen uns taktisch auch immer wieder kleine
Ueberraschungen einfallen lassen, um mit den grossgewachsenen Teams mitzuhalten.
Wir müssen diese dauernd in Bewegung halten und unsere Chance ausnützen, wenn
sie da ist. "
Die
beiden hoffen, dass in Marseille wie üblich der kräftige Mistral-Wind, der das
Rhônetal durchzieht, blasen wird. Das macht das Spiel etwas schneller und
unberechenbarer, was ein Vorteil für Behar / Shelda sein könnte, weil dann
ihre Schnelligkeit zum Tragen kommt.
Momentan
teilen sich die Brasilianerinnen in der Weltrangliste Platz zwei mit den
Amerikanerinnen Misty May / Kerri Walsh, denen in Gstaad der einzige bisher
nichtbrasilianische Sieg gelungen ist. Ein gutes Pflaster ist Marseille
offensichtlich auch für die Amerikanerinnen Holly McPeak / Elaine Youngs,
welche im letztjährigen Final May / Walsh bezwangen.
Die
Qualifikation für das Hauptfeld hat am Dienstag begonnen. Das Maindraw startet
am Mittwoch, die Finals sind am Samstag. Das Programm der Männer ist je um
einen Tag verschoben.
| Deutschland - Grafschafter Nachrichten |
|
Mittwoch. 16. Juli 2003 |
Gatzke/Schön:
Turniersieg ohne
Satzverlust
Gatzke/Schoen dominieren NVV-Top-Ten-Turnier in Cuxhaven
Die
Beach-Volleyballer Thorsten Schoen und Jan-Erik Gatzke haben sich beim Turnier
in Cuxhaven den ersten Platz gesichert. Das Duo blieb auf dem Weg zum Sieg ohne
Satzverlust.
CUXHAVEN/his – "Back to the roots", lautete am vergangenen Wochenende das Motto für Jan-Erik Gatzke und Thorsten Schoen. Die beiden Beach-Volleyballer ließen den Renault-Beach-Cup in Binz auf Rügen aus und gingen in Cuxhaven bei einem Top-10-Turnier des niedersächsischen Landesverbandes an den Start. Es war ein Ausflug, der sich gelohnt hat.
Das Duo wurde seiner Favoritenrolle gerecht und fuhr den ersten Turniersieg im Jahr 2003 ein. Im Finale behielten der Hannoveraner und der Schüttorfer mit 2:0 Sätzen gegen Raimund Wenning und Michael Schiewe die Oberhand, die in dieser Saison auch schon mehrmals Erfahrungen bei DVV-Turnieren gesammelt hatten.
Im ersten Satz leistete die an Nummer zwei gesetzte Formation großen Widerstand, sodass die zahlreichen Besucher auf dem Center Court ein unterhaltsames Spiel geboten bekamen. Gatzke/Schoen gingen zwar mit drei Punkten in Front, sahen sich nach einigen Eigenfehlern aber einem Rückstand gegenüber. Erst als Wenning vom Schiedsrichter ein Aufschlag wegen Zeitverzögerung abgepfiffen wurde, drehten Gatzke/Schoen die Partie. Den ersten Durchgang sicherte sich das Duo mit 21:19, Satz zwei ging mit 21:15 an die Nummer eins der Setzliste.
Auf dem Weg ins Endspiel war die Überlegenheit noch deutlicher zu Tage getreten. In den Gruppenspielen waren weder Dietz/van Zwoll (15:12,15:12), Wilkens/Noltemeier (15:5, 15:6) noch Jakobi/Müller (15:9, 15:12) in der Lage gewesen, Gatzke/Schoen einen Satz abzunehmen. Dies sollte auch im weiteren Verlauf des Turniers so bleiben. Im Viertelfinale ließen die Nummer neun der deutschen Rangliste Mario Hauser und Tobias Knieper beim 15:6, 15:7-Erfolg nicht den Hauch einer Chance. Im Halbfinale warteten dann erneut Jörn Jakobi und Jan Müller. Mit zweimal 21:13 ebneten Gatzke/Schoen sich den Weg ins Finale ohne Satzverlust.
Die beiden Beach-Volleyballer machten durch den Erfolg am Wochenende aber nicht nur die Qualifikation für das Landesfinale vom 29. bis 31. August in Hannover perfekt, sie frischten auch Erinnerungen auf. "Wir haben viele Aktive wieder getroffen, mit denen wir in den vergangenen Jahren die NVV-Tour gespielt haben", freute sich Schoen.
Am kommenden Wochenende konzentrieren sich beide
aber wieder auf ihre überregionalen Ambitionen. Beim Masters-Turnier in
Zinnowitz (Mecklenburg-Vorpommern) steht ihnen beim Kampf um Ranglistenpunkte
die nationale Elite gegenüber.
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel