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| Deutschland - dvj-News |
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Mittwoch. 20. August 2003 |
Schön wäre mindestens Platz acht
Deutsche Volleyball-Junioren spielen in Teheran erstmals seit zehn Jahren wieder bei einer WM
Kienbaum. "Wir sind körperlich total fit, aber mental alle ganz schön geschlaucht" - die Aussage von Mittelblocker Felix Fischer einen Tag vor der Abreise am 20. August zu der Volleyballjunioren-WM im Iran (23. - 30. August in Teheran) überrascht nicht. Fast zwei Monate war die Truppe von Trainer Michael Warm auf Achse: Turnier in Gammartingen (BW/3. hinter Brasilien, Italien), Turnier in Italien (Erster vor Italien und Tunesien), elf Tage Brasilien mit neun Spielen (Siege über Jugoslawien/Slowakei, 5 teils knappe Niederlagen gegen den Gastgeber), 10 Tage Trainingslager im Bundesleistungs-Stützpunkt Kienbaum bei Berlin gemeinsam mit Kanada und Brasilien (in Testspielen 3:0 über Kanada, 1:3 gegen die Talente des Weltmeisters Brasilien). "Es war das härteste Vorbereitungsprogramm meiner Karriere", sagt Fischer, ab Herbst für den deutschen Meister SC Charlottenburg am Netz. "Und wenn wir in Teheran im Kopf wieder frisch sind, dann könnte einiges möglich sein...".
Der Bundestrainer begründet die immensen Anstrengungen: "Die Junioren-WM ist der bisher größte Wettkampf, die größte Herausforderung für die Burschen." Trotz der 0:3-Niederlage bei der Qualifikation in Spergau gegen Jugoslawien die WM-Teilnahme geschafft zu haben, das habe bei allen die Bereitschaft geweckt, für die WM "ganz hart zu arbeiten". Mit dem Vorsatz: Wenn wir schon dabei sind, dann wollen wir uns von der besten Seite zeigen. Zeitlich sei im Vorjahr die Strecke vor der EM ähnlich strapaziös gewesen, "nur haben wir nicht so viele Spiele bestritten". Seine Schützlinge seien "athletisch und spielerisch" gegenüber dem Vorjahr "deutlich vorangekommen". Wobei die Ergebnisse in Testspielen nicht über zu bewerten seien, "denn da haben wir taktisch einiges probiert, auch Alternativen in der Aufstellung getestet". Seine erste Formation für die WM ist identisch mit jener, die für den VC Olympia in der 1. Bundesliga agierte: Jochen Schöps, Marc Schmitt, Christian Dünnes, Felix Fischer, Robert Kromm, Tim Elsner, Torge Kiwitt.
Los geht es am 23.August (10 Uhr/7.30 MEZ) gegen Indien. Es folgen in der Vorrunde (vier Vierergruppen) die Partien gegen China und Russland. "Die Begegnung mit Indien ist sehr wichtig. Ein Gegner, über den wir wenig wissen. Auch nicht, ob die Altersangaben stimmen. China ist immer gefährlich, weil die Asiaten einen ganz anderen Volleyball spielen. Und Russland zähle ich neben Brasilien zu den WM-Favoriten." Nach den zwei Pleiten im Vorjahr bei der EM gegen die Deutschen sei der Trainer gefeuert und das Personal neu zusammengestellt worden. Der WM-Modus: Die Gruppensieger stehen direkt im Viertelfinale, die Zweiten und Dritten ermitteln in Überkreuzvergleichen die restlichen vier Teilnehmer. Die Gruppenletzten müssen sich mit den Rängen 13 bis 16 bescheiden. Geschmettert wird ausschließlich in Teheran in einer Großsporthalle. Warm: "Wenn es ... beschissen läuft, bleiben wir in der Trostrunde hängen. Normalerweise sind wir um Platz 9 bis 12 dabei. Gut wäre das Erreichen der Runde der besten acht. Ja, das wäre mein Wunschresultat - das hätten sich die Burschen mit ihrem Rieseneinsatz gerade die letzten Wochen verdient." Das erste Aber: Beim letzten WM-Auftritt deutscher Junioren vor reichlich einem Jahrzehnt sei in der Vorrunde das Aus gekommen. Das zweite Aber: "Doch wenn wir unter den letzten acht stehen, dann steigen unsere Aussichten sogar auf ein Vordringen ins Halbfinale..." Wegen der guten Athletik und Kondition der Deutschen, meint nicht nur der brasilianische Coach.
Michael
Warm freut sich auf das WM-Abenteuer mit der 18-köpfigen Delegation (12
Spieler/sechs Betreuer). Nach der Rückkehr wird er noch bei der Männer-EM bei
der Spielbeobachtung mithelfen, "und dann brauche ich mal drei Wochen
Urlaub. Die hab ich dann nötig".
Ernst
Podeswa
| Deutschland - DVV-News |
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Mittwoch. 20. August 2003 |
Moculescu
verzichtet auf Wiebel und Prüsener
Kapitän Stefan Hübner und sieben weitere „Legionäre“ im
EM-Kader!
Frankfurt (pps) - Das deutsche Team für die Volleyball-Europameisterschaft in Deutschland (5. bis 14. September) steht. Bundestrainer Stelian Moculescu nominierte am Dienstag mit dem genesenen Kapitän Stefan Hübner (Trento/Italien) an der Spitze sowie sieben weiteren „Legionären“ seinen zwölf Spieler starken Kader für die Titelkämpfe mit den Vorrundenspielen in Karlsruhe und Leipzig sowie der Endrunde in der Berliner Max-Schmeling-Halle.
Während Hoffnungsträger Hübner nach seinen Rückenproblemen in den letzten Tagen Beschwerde frei trainieren konnte, verzichtet Moculescu auf Mittelblocker Georg Wiebel (Noliko Maaseik/Belgien) und Libero Sebastian Prüsener (SCC Berlin). Den Posten des „freien Mannes“ nimmt Till Lieber (evivo Düren) ein. Dem Bundestrainer fiel besonders die Nominierung des Liberos schwer: „Till Lieber und Sebastian Prüsener sind gleich stark. Lieber ist etwas besser in der Annahme, Prüsener etwas stärker in der Abwehr. Letztlich war es eine Bauchentscheidung“, sagte Moculescu.
Im Aufgebot des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) stehen mit Björn Andrae (Cuneo/Italien), Christian Pampel (Loreto/Italien), Norbert Walter (Parma/Italien), Frank Dehne (Rennes/Frankreich), Ralph Bergmann (Roeselare/Belgien), Wolfgang Kuck (Sete/Frankreich), Mark Siebeck (Olsztyn/Polen) und Hübner (Trento/Italien) acht Spieler, die ihr Geld im Ausland verdienen. Der deutsche Meister SCC Berlin stellt mit Marco Liefke und Eugen Bakumovski das größte Kontingent. Von Serienmeister VfB Friedrichshafen steht mit Ilja Wiederschein nur noch ein aktueller Spieler im EM-Kader.
Die DVV-Männer bestreiten vom 22. bis 24. August ein Vier-Nationen-Turnier in Polen. Dort heißen die Gegner neben den Gastgebern noch Spanien und Niederlande. Den letzten Schliff holt sich das Team dann in zwei Spielen gegen den Olympiasieger und EM-Titelverteidiger Serbien & Montenegro (vormals Jugoslawien) am 30. August in Münster (18.00 Uhr) und am 31. August in Trier (15.30 Uhr).
Der Zwölfer-Kader für das Turnier in Polen und
die EM in Deutschland (5. bis 14. September): Björn Andrae (Cuneo/Italien),
Christian Pampel (Loreto/Italien), Norbert Walter (Parma/Italien), Frank Dehne
(Rennes/Frankreich), Marco Liefke, Eugen Bakumovski (beide SCC Berlin), Till
Lieber (evivo Düren), Ralph Bergmann (Roeselare/Belgien), Wolfgang Kuck (Sete/Frankreich),
Mark Siebeck (Olsztyn/Polen), Stefan Hübner (Trento/Italien), Ilja Wiederschein
(VfB Friedrichshafen).
| Deutschland - DVV-News |
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Mittwoch. 20. August 2003 |
Juniorinnenn:
1:3 gegen die Niederlande!
Niederlage im ersten von vier Testspielen
Die weibliche U20-Nationalmannschaft hat ihr erstes von insgesamt vier Länderspielen gegen die Niederlande mit 1:3 (10-25, 18-25, 25-20, 19-25) verloren. In Lichtenvoorde leistete sich die Mannschaft von Bundestrainer Rudi Sonnenbichler zu viele Eigenfehler. Gelegenheiten für eine Revanche gibt es reichlich: Morgen kommt es in Doetinchem/NED zum zweiten Vergleich, ehe die Spiele drei und vier in Deutschland ausgetragen werden. Am 21. August treffen die Teams in Emden (18.00 Uhr) aufeinander, einen Tag später heißt es in Emlichheim (19.00 Uhr) zum vierten und letzten Mal GER - NED.
Nach
den vier Spielen will Bundestrainer Rudi Sonnenbichler die 12 Spielerinnen
nominieren, die vom 6.-14. September in Thailand bei der WM die deutschen Farben
vertreten.
| Deutschland - DVV-News |
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Mittwoch. 20. August 2003 |
Junioren:
0:3 im letzten Test vor der WM!
Die DVV-Junioren haben den letzten Test vor der WM in Teheran/Iran vom 23.-30. August verloren. In Eisenhüttenstadt hieß es am Ende gegen Brasilien 0:3 (23-25, 17-25, 22-25). Am morgigen Mittwoch fliegt die Mannschaft in den Iran, das erste Spiel ist am 23. August gegen Indien. Die weiteren Gruppengegner sind Russland und China.
Bundestrainer
Michael Warm zeigte sich mit dem Spiel beider Teams nicht zufrieden: "Das
Niveau beider Teams war deutlich schwächer als bei den Begegnungen in
Brasilien." Allerdings verzichtete Warm auch auf Kapitän Jochen Schöps,
der durch Alexander Wiskirchen gut vertreten wurde.
| Deutschland - Frankfurter Rundschau |
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Mittwoch. 20. August 2003 |
In der Strandabteilung hängt der Haussegen schief
Die Beachvolleyballer Dieckmann/Scheuerpflug erkämpfen sich das Startrecht für die deutsche Meisterschaft per Gericht
Jedes Jahr dasselbe Prozedere: Im August fiebert die Gemeinde der Sandbaggerer der Deutschen Meisterschaft in Timmendorfer Strand entgegen. Wenn an der Ostsee im Wembley der Beachvolleyballer die Post abgeht, feiert die Sun-and-Fun-Szene ihre Helden und sich selbst. Dann gibt es nichts als tollen Sport, Party und gute Laune bis zum Abwinken.
In diesem Jahr ist das, zumindest im Vorfeld, anders. In der Strandabteilung des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) hängt der Haussegen schief. Der Grund: Die DVV-Gewaltigen haben gegen das Nationalteam Christoph Dieckmann und Andreas Scheuerpflug eine Sperre verhängt, die sich auf das Masters in Burg auf Fehmarn und eben die Deutsche Meisterschaft erstreckt. Das ist eine drakonische Maßnahme, denn für jeden, der hier zu Lande schon mal ambitioniert auf Sand geschmettert hat, sind die Titelkämpfe im hohen Norden eine heilige Veranstaltung.
Entstanden war die Konfrontation zwischen den Funktionären und dem Spitzenduo aus Berlin, weil Dieckmann/Scheuerpflug dem Ruf zu einem Einladungsturnier in Italien gefolgt waren, ohne dies dem Verband anzuzeigen. Dazu wären sie laut Statut verpflichtet gewesen. Zudem hatten sich die Nationalspieler erkrankt vom nationalen Turnier auf Wangerooge abgemeldet, das unmittelbar im Anschluss der Spiele in Italien ausgetragen wurde. Der DVV reagierte mit einer Sperre von zwei Turnieren. Das darf er laut Reglement, doch sind die Meisterschaften von einer solchen Maßnahme ausgenommen. Ein Schlupfloch, das Dieckmann und Scheuerpflug entdeckten. Nun haben sie ihre Starterlaubnis per einstweiliger Verfügung vor einem ordentlichen Gericht erstritten.
Vom Tisch sind die Streitigkeiten dadurch jedoch noch lange nicht. Wie so oft in solchen Angelegenheiten spielen auch Animositäten und persönliche Befindlichkeiten eine Rolle. So vermutet Scheuerpflug in einer Rundmail eine Abrechnungsaktion. "Sachfremd argumentierende" Funktionäre wie der Geschäftsführer der Deutschen Volleyball Sport GmbH, Holger Brusch, oder DVV-Beachwart Hinnerk Femerling hätten die Gelegenheit beim Schopf gepackt, zwei unbequeme Spieler zu reglementieren. Scheuerpflug habe als Spielervertreter zu oft den Mund aufgemacht, Dieckmann sei durch ironische Bemerkungen negativ aufgefallen. Nun hätten Femerling und Brusch zurückgeschlagen.
Wenn es sich Scheuerpflug da nicht mal zu leicht macht. Er und sein Partner sind in diesem Sommer nicht nur einmal durch Taktieren am Rande des guten Geschmacks aufgefallen: Beim Turnier der Weltserie in Stavanger schenkten sie das Gruppenspiel gegen die argentinischen Weltmeister Baracetti/Conde verletzt ab, um sich danach ausgeruht gegen die Schweizer Heyer/Egger das Weiterkommen zu sichern. Ein Schachzug, der in Kollegenkreisen gar nicht gut angekommen ist. Wenige Tage darauf meldeten sie sich per Attest vom Turnier der European Championship Tour auf Kreta ab, um am gleichen Wochenende beim deutschen Cup auf Rügen anzutreten. Ein Verhalten, das die Funktionäre des europäischen Verbandes auf den Plan rief. Obwohl Dieckmann/Scheuerpflug als Weltranglisten-14. zum Favoritenkreis gehören, werden sie wahrscheinlich keine Startberechtigung für die EM Ende August in Alanya erhalten.
Trickser, Schlitzohren, Nickelbrüder - der Ruf, den sich Dieckmann/Scheuerpflug zuletzt erworben haben, ist nicht gerade schmeichelhaft. Dieckmann will das so nicht stehen lassen. Stets seien Verletzungen im Spiel gewesen. "Jeder weiß, dass ich einen kaputten Rücken habe." Der lange Blockspieler laboriert tatsächlich noch an den Folgen eines Bandscheibenvorfalls und benötigt zwischendurch schöpferische Pausen zur Regeneration.
Dennoch
weiß Dieckmann, dass er und sein Partner beim Taktieren Grenzen überschritten
haben: "Es ist nicht alles sauber gelaufen." Zumindest was die
Festspiele in Timmendorf angeht, sind Dieckmann/Scheuerpflug mit einem blauen
Auge davon gekommen. Die Vorfreude ist ihnen durch die Querelen nicht abhanden
gekommen: "Nach Timmendorf", sagt Dieckmann, "fährst Du immer
mit dem vollen Elan. Nach dieser Vorgeschichte sowieso."
Felix
Meinighaus
| Deutschland - Leipziger Volkszeitung |
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Mittwoch. 20. August 2003 |
"Abfallprodukt" - VVL und Alba werben gemeinsam
Leipzig. Wer vom Saalepark in Richtung Messestadt fährt, dem fällt
schon von weitem ein riesiger Werbe-Aufsteller ins Auge. Darauf posieren Arm in
Arm Lutz Mühlisch und Michael Koch. Mühlisch ist Kapitän der
Bundesliga-Volleyballer des VV Leipzig, Koch Basketball-Europameister von 1993
und einer der Stars beim deutschen Serien-Champion Alba Berlin. Was beide
verbindet? Geld.
VVL-Hauptsponsor
Sero (200 Mitarbeiter, 37 Millionen Euro Umsatz) ist eine Tochter des Berliner Müllentsorgungs-Konzerns
Alba (5200 Beschäftigte, 697 Millionen Umsatz). Sero-Chef Uwe Rantzsch hatte
nun die Idee für das Poster vor dem Firmensitz in der Rückmarsdorfer Straße.
"Identifikationsfiguren wie Mühlisch sind wichtig."
Ohne
Rantzsch aber, den starken Mann im Verein, gäbe es den VVL wohl nicht mehr.
Gemeinsam mit anderen Alba-Töchtern wie der Mitteldeutschen Rohstoff Recycling
von VVL-Präsident Olaf Zimmer steckt Sero pro Jahr eine fast sechsstellige
Euro-Summe in den Volleyball, gemeinsam wacht man über ihre Verwendung.
"Unser Engagement darf nicht verpuffen, absolute Finanzdisziplin ist
entscheidend", sagt Präsidiumsmitglied Rantzsch, "wir sind endlich in
ruhigerem Fahrwasser, doch das war ein Kraftakt."
Die
Altlasten der Vorgänger drücken noch immer. Der neue Vorstand musste vor acht
Monaten ein Darlehen aufnehmen, um die Gläubiger (Finanzamt, Krankenkassen) zu
befriedigen, wird noch drei Jahre abzahlen. "Das ist beherrschbar", so
Rantzsch. Die Raten sind im 370 000-Euro-Etat enthalten, Manager und Trainer
erhielten strenge Kosten-Limits für das Team. Überteuerte (und nicht
finanzierte!) Neuverpflichtungen wie im Vorjahr bei Alexander Wedler sind jetzt
tabu.
"Lieber
kleinere Brötchen backen, Schritt für Schritt vorankommen", meint
Rantzsch. Ziel sei das Bundesliga-Viertelfinale, man müsse nicht gleich Meister
werden wie Alba. "Aber Volleyball in Leipzig muss ein Zuschauermagnet
bleiben", fordert der 49-Jährige. Deshalb wirbt er weiter für den VVL.
Das Foto mit Mühlisch und Koch wird bald auch eine Straßenbahn zieren.
Steffen
Enigk
| Deutschland - Grafschafter Nachrichten |
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Mittwoch. 20. August 2003 |
Gatzke und Schoen erhalten Serie auch auf Fehmarn
Masters Fünfter hinter Nationalteams
Fehmarn/HIS – Thorsten Schoen und Jan-Erik Gatzke haben beim Beach-Volleyball-Masters in Burg auf Fehmarn das Gesetz der Serie bestätigt und nach dem durchwachsenen Ergebnis von St. Peter-Ording wieder ein herausragendes Resultat erzielt. Das Duo kehrte mit einem fünften Platz von der Ostsee zurück. Die Platzierung ist umso höher einzuschätzen, weil die Teilnehmerliste nicht weniger als vier Nationalteams aufwies. Da Gatzke/Schoen in dem illusteren Feld an Position acht gesetzt waren, hatten sie in der ersten Runde ein Freilos. In ihrem Eröffnungsspiel trafen die beiden dann auf Mischa Urbatzka und Daniel Krug, die mit der Empfehlung des Gewinns einer Silbermedaille bei den U-21-Weltmeisterschaften angereist waren. Anders als in St. Peter-Ording, wo Gatzke/Schoen den Kürzeren zogen, hatten die beiden Niedersachsen das Nachwuchsduo beim 21:19, 21:15-Erfolg diesmal sicher im Griff. Ihre interne Zielsetzung, einen Platz unter den ersten zehn, hatten der Schüttorfer und der Hannoveraner damit bereits erreicht.
Im folgenden Duell bekamen sie es mit Markus Diekmann und Jonas Reckermann zu tun. Gegen die amtierenden Europameister und Nummer fünf der Weltrangliste konnte das Duo den ersten Satz bis zum 19:20 ausgeglichen gestalten. Eine umstrittene Entscheidung des Schiedsrichters, der einen Zuspielfehler von Reckermann durchgehen ließ, brachte dem deutschen Spitzenteam dann den Satzgewinn. "Ich weiß natürlich nicht, ob wir den Satz gewonnen hätten. Aber in so einer Situation haben die Favoriten einfach einen kleinen Bonus", sagte Schoen, der mit seinem Partner im zweiten Durchgang (12:21) den Rhythmus nicht wiederfand. Die anschließende Verliererrunde hielt für Gatzke/ Schoen dann lösbare Aufgaben parat.
Gegen die frisch gebackenen A-Jugend-Meister Bakumowski/Melzer offenbarten sie nur im zweiten Satz Probleme, "als Bakumowski uns mit zehn Assen fast abgeschossen hat." Im Tie-Break stabilisierten Gatzke/Schoen aber die Annahme und zogen durch einem 15:9-Sieg in die nächste Runde ein. Dort trafen sie auf das Überraschungsteam Blaich/Raddatz, das sich nicht nur am Freitag durch die Qualifikation gekämpft hatte, sondern im Verlauf des Turniers auch die an Nummer vier gesetzten Kröger/Matysik bezwungen hatten. Gatzke/Schoen ließen sich aber nicht überrumpeln. Mit einem deutlichen 21:13, 21:12-Sieg erreichten sie das Entscheidungsspiel um den Einzug ins Halbfinale.
Dort wartete mit Niklas Rademacher und David Klemperer ein weiteres Nationalteam, das die Olympischen Spiele in Athen 2004 fest im Auge hat. Gegen die beiden Akteure des TSV Giesen waren sie auf verlorenem Posten (19:21, 7:21), mit Platz fünf aber mehr als zufrieden. "Vor uns haben sich nur Nationalteams platziert", stellte Schoen beim Blick auf das Endklassement fest. Dieckmann/Reckermann wurden ihrer Favoritenstellung nicht ganz gerecht. Im Finale unterlag die deutsche Nummer eins Kjell Schneider und Julius Brink in zwei Sätzen (19:21, 17:21).
Am
kommenden Wochenende gibt es für alle Teams am Timmendorfer Strand ein
Wiedersehen. Gatzke/ Schoen sind als Nummer elf der deutschen Rangliste auch
dabei, wenn die besten 16 Teams um deutsche Meisterehren kämpfen. "Dann müssen
wir endlich unsere Serie brechen, nach der wir immer abwechselnd ein gutes und
ein schlechtes Turnierergebnis erzielen", stellte Jan-Erik Gatzke mit Blick
auf den bisherigen Saisonverlauf fest.
| Deutschland - Grafschafter Nachrichten |
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Mittwoch. 20. August 2003 |
WM-Kader holt sich den letzten Schliff
U20-Juniorinnen-Nationalmannschaft
macht vor Titelkämpfen in Emlichheim Station
Auf dem Weg zu
den U20-Weltmeisterschaften in Thailand feilen die deutschen Juniorinnen in
Emlichheim an der Abstimmung. Am Freitag steht um 19 Uhr in der Vechtetalhalle
ein Länderspiel gegen die Niederlande auf dem Programm.
Emlichheim – "Im Moment sind die Spielerinnen an ihrer Belastungsgrenze angelangt", sagt Bundestrainer Rudi Sonnenbichler, der für die deutsche Juniorinnen-Volleyball-Nationalmannschaft verantwortlich ist. Neun Länderspiele in elf Tagen haben die 17- bis 19-jährigen Mädchen als Vorbereitung auf die Junioren-WM, die vom 3. bis 15. September in Thailand stattfindet, zuletzt absolviert. "Dazu kamen noch zwei Trainingseinheiten am Tag und die großen Reisetrapazen", erläutert Sonnenbichler. Nun hat der Nationalmannschaftstross in Emlichheim seine Zelte aufgeschlagen, um sich in der Niedergrafschaft den letzten Schliff für bevorstehende Aufgabe zu holen.
Die Weltmeisterschaften bedeuten das bisherige Karrierehighlight der jungen Sportlerinnen. Mit dem amtierenden Weltmeister China, Vize-Europameister Ukraine und dem ambitionierten Team aus Taipeh haben die deutschen Juniorinnen eine sehr schwere Vorrundengruppe erwischt. "China ist momentan das Maß aller Dinge auf der Welt. Unser Ziel muss es aber sein, unter die besten Acht zu kommen. Sonst müssen wir da gar nicht hinfahren", findet der Bundestrainer deutliche Worte.
Noch läuft nicht alles rund. So stehen Kerstin Kämpfe und Franziska Bremer in der Emlichheimer Vechtetalhalle nach Verletzungen das erste Mal seit Wochen wieder auf dem Parkett.
Die Mannschaftsbildung und die Abstimmung sind das erklärte Ziel der fünftägigen Maßnahme in in der Grafschaft. Dazu dienen auch vier Partien gegen die niederländischen Juniorinnen-Nationalmannschaft. Nach zwei Vergleichen in Oldenzaal und einem Spiel in Emden steht am Freitag um 19 Uhr die WM-Generalprobe in der Emlichheimer Vechtetalhalle auf dem Programm. Die Niederländerinnen, die ebenfalls nach Thailand reisen werden, stellen einen echten Prüfstein für die deutsche Auswahl dar. "Am Freitag wollen wir sehen, wie weit unsere Marschtabelle für die Weltmeisterschaft ist", legt Sonnenbichler ein besonderes Augenmerk auf den abschließenden Test.
In Angriff genommen wurde das Unternehmen schon viel früher. In einem im Deutschen Sportbund einmaligen Projekt hatte der Volleyball-Verband seine Jugend-Spielerinnen im Stützpunkt Sinsheim zusammengezogen und war in der ersten Bundesliga als VC Olympia Sinsheim an den Start gegangen. Nur Leistungsträgerinnen wie Kathleen Weiss (Schweriner SC) oder Christiane Fürst (Dresdener SC), die in ihren Heimatvereinen bereits Stammspielerinnen waren, standen nicht unter der Obhut von Sonnenbichler.
Das Konzept ist aufgegangen. Das Team landete während der Saison nicht nur sechs Siege, sondern verwirklichte auch das Ziel, die Spielerinnen an das gesteigerte Niveau der Ersten Liga heranzuführen. Für die Zeit nach der WM haben bis auf Jula Prus, die wegen des Abiturs erst 2004 in Liga eins wechseln wird, alle Spielerinnen Erstliga-Verträge unterzeichnet.Die Tickets für die Weltmeisterschaften haben die vierzehn Mädchen, die in Emlichheim mit ihrem Betreuerstab in der Jugendbildungsstätte übernachten jedoch noch nicht in der Tasche. "Ich werde den endgültigen 12-er Kader erst im Olympiastützpunkt Schwerin nominieren", sagt Sonnenbichler.
An
Emlichheim schätzt der Trainer nicht nur die guten Trainingsmöglichkeiten rund
um die Vechtetalhalle und die gute Organisation durch die SCU-Verantwortlichen.
Auch die Ruhe und Abgeschiedenheit ist ihm für seine Spielerinnen nach den
Strapazen der letzten Wochen nur recht: "In der Jugendbildungsstätte gibt
es keine Fernseher auf dem Zimmer. So verbringen sie mal eine Woche ohne Viva
und MTV."
Hinnerk Schröer
| Deutschland - Heilbronner Stimme |
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Mittwoch. 20. August 2003 |
Doch
noch Ticket zum Timmendorfer Strand
Delia Schultrich von der TSG Waldenburg hat sich,
zusammen mit ihrer Beachvolleyball-Partnerin Johanna Reinink (USC Münster),
eindrucksvoll beim Vodafone-Masters auf Fehmarn zurückgemeldet.
Mit einem 3.
Platz ist die Generalprobe für die Deutsche Meisterschaft am kommenden
Wochenende geglückt. Mit endgültig 474 Ranglistenpunkte hat sich das Duo für
die "Deutschen" am Timmendorfer Strand qualifiziert. Nach einer längeren
Verletzungspause konnte das Team Reinink/Schultrich Anfang August erstmals bei
Masters in St. Peter-Ording an den Start gehen. Delia Schultrich, durch
Schmerzen im Lendenwirbelbereich gehemmt, erkämpfte sich dennoch einen
beachtlichen 7. Platz. Anschließend musste sie dann nochmals pausieren.
Doch am
vergangenen Wochenende konnten Reinink/Schultrich voll aufdrehen. "Zurzeit
bin ich schmerzfrei", so die Trainerin der TSG-Landesligaherren, "doch
ich habe auch mein Trainingspensum erheblich reduziert". Erst wurden Goller/Günther
(Bayer 04 Leverkusen) mit 2:0 und Pianka/Williams (SSV Hamm) mit 2:1 Sätzen vom
Platz gefegt.
Im mit 58 Minuten
längsten Spiel der Damenkonkurrenz mussten sich Reinink/Schultrich den
Kontrahenten Kaup/Kerl (SV Inning/ Markranstädt) äußerst knapp
17:21/22:20/15:17 geschlagen geben. Im Viertelfinale der Looser-Runde wurden
Fischer/Piasecki vom VC Olympia Berlin hauchdünn mit 2:1 besiegt.
Gegner im
Halbfinale waren dann die beiden Spandauerinnen Freytag/Stoof aus der
Bundeshauptstadt. Nachdem jedes Team einen Satz für sich gewinnen konnte, war
der dritte und entscheidende Durchgang an Spannung kaum noch zu überbieten.
Freytag/Stoof führten bereits mit 12:9, " Johnny & Delia"
konterten und glichen aus. Trotzdem ging der erste Matchball an die
Berlinerinnen, den Reinink/Schultrich erneut abwehren konnten.
Jetzt hatten
Reinink/ Schultrich selbst die große Chance, mit einem Matchball nach dem
Masters von Essen wiederum ins Finale einzuziehen, konnten diese Möglichkeit
aber nicht nutzen. Und dann war es geschehen, der dritte Matchball brachte die
Berlinerinnen erstmals in dieser Saison ins Finale.
Im kleinen Finale
revanchierten sich Reinink/Schultrich dann an Kaup/Kerl für die
Vorrunden-Niederlage, siegten mit 2:1 und erspielten sich so einen Platz auf dem
Podest. Somit konnte sich erstmals eine Vertreterin der TSG Waldenburg für die
deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften qualifizieren. Mit jetzt 474
Ranglistenpunkte hat sich das Doppel aus Hohenlohe und Münster mit einem 11.
Ranglistenplatz in die Meldeliste am Timmendorfer Strand eingetragen.
(jöp)
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
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Mittwoch. 20. August 2003 |
Beim Renault-Cup in Bonn wurde das Duo unter Wert geschlagen.
Nicht zufrieden
sein konnten die Essener Beachvolleyballer Andreas Kaiser und Stephan Kern mit
ihrem vierten Rang beim Renault-Beach-Cup in Bonn. In der Vorrunde hatten
Kaiser/Kern wenig Mühe. Über Taubert/Ziehe (2:0) und Gottge/Steinke (2:0)
erreichten sie die Hauptrunde.
Am zweiten
Turniertag behielt das Essener Beach-Duo über Schiewe/Wenning mit 2:1 (23:25,
21:16, 15:8) knapp die Oberhand.
Im Halbfinale
unterlagen die VVH-Schützlinge der aktuellen deutschen Nummer neun, Klein/Sonnenbichler,
knapp mit 20:22 und 21:23. Auch im Spiel um Platz drei gab es eine Niederlage,
gegen Knopf/Mielenz unterlagen Kaiser/Kern mit 0:2 (17:21, 19:21).
(stebl)
| Hamburg - Hamburger Abendblatt |
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Mittwoch. 20. August 2003 |
Hamburg - Annet Fendel aus 22337 Hamburg darf am Wochenende mit einem Smart-Cabriolet zu den deutschen Vodafone-Beachvolleyball-Meisterschaften zum Timmendorfer Strand fahren. Sie ist die Hauptgewinnerin der Verlosung des Modelabels Venice Beach mit dem Abendblatt.
Die
Caps gewannen:
Torsten Bluhm,
22880 Wedel;
Dirk Brummund,
22149 Hamburg;
Tobias Doeppelhan,
22399 Hamburg;
Martina Göttsch,
25469 Halstenbek;
Marek Groß, 21075
Hamburg;
Dirk Guericke,
23863 Bargfeld-Stegen;
Ivonne Langeloh,
24558 Henstedt-Ulzburg;
Angela Nickel,
22885 Barsbüttel;
Klaus Pudlitz,
24159 Kiel;
Thomas Rosenbaum,
22335 Hamburg.
Die
richtige Antwort lautete: Stephanie
Pohl/Okka Rau wurden 2002 deutsche Beachvolleyball-Meister.
| Deutschland - Ahrensburger Zeitung |
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Mittwoch. 20. August 2003 |
Oststeinbeker stehen vor schwieriger Saison
Trainer Schlesinger verfügt nur über einen Minikader von zehn Spielern.
Oststeinbek - Am Ende waren alle geschafft: Die Walter-Rückert-Sporthalle der Volleyball-Männer des Oststeinbeker hatte sich gut aufgeheizt. Zwölf Sätze lang hetzten die vier teilnehmenden Mannschaften des kleinen Turniers - neben den gastgebenden Stormarnern noch die eigene Landesliga-Mannschaft sowie die beiden Zweitbundesliga-Kontrahenten Fortuna Kyritz und Volley Tigers Ludwigslust - an einem Tag über das Parkett. Dass die Oststeinbeker das Finale gegen Ludwigslust dann mit 1:2 verloren, konnte Trainer Bernd Schlesinger verschmerzen. Immerhin fehlte bei den Hausherren der verletzte Jan Buhrmester.
Im Blickpunkt standen aber die "Neuen" im Team. Zuspieler Malte Nagursky (20) vom Regionalliga-Team PSV Eutin durfte insgesamt fünf Sätze lang seine Fähigkeiten demonstrieren. Und Universalangreifer Heiko Student musste sowohl Diagonalangreifer Mirko Suhren wie auch Mittelblocker Martin Hofmann (leichter Trainingsrückstand) vertreten.
"Malte hat seine Sache sehr engagiert gemacht", lobte Schlesinger. Allerdings muss sich der über zwei Meter große Spielmacher noch mit seinen Nebenleuten richtig einspielen. Auch Heiko Student zeigte, dass er noch wertvoll werden kann.
Ein weitere erfreuliche Erkenntnis für den Coach: Hendrik Hofmann kommt immer besser mit seiner Rolle als Libero klar. Schlesinger: "Das empfinde ich als sehr beruhigend." Weniger schön ist es, dass dem Coach knapp drei Wochen vor dem Punktspielstart gerade einmal zehn Spieler zur Verfügung stehen. Hartmut Hintze, Martin Kauffeldt, Jan Schneider und Rüdiger Barth hatten Ende vergangener Saison ihren Rücktritt erklärt. Auch Beachvolleyball-Profi Rüdiger Strosik wird wohl aus beruflichen Gründen eine Pause machen. Und der Verbleib von Björn Domroese ist noch nicht gesichert. Der Außenangreifer sucht noch nach einem Studienplatz, könnte eventuell Hamburg verlassen müssen.
Schlesinger:
"Ich hatte ein Dutzend Spieler als mögliche Neuzugänge auf dem
Zettel." Doch er bekam reihenweise Absagen. Zum einen kann der Club kein
Geld zahlen. Der Etat von knapp 25 000 Euro reicht gerade, um Fahrtkosten sowie
Melde- und Schiedsrichtergebühren zu decken. "Etlichen war auch nur der
Aufwand zu groß, zu uns zum Training zu kommen."
masch
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel