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| Deutschland - www.volleyballer.de |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
Unterhaching verliert in Saulgau
Mit Spannung wurde das erste Punktspiel der TSV-Volleyballer in der neuen Bundesligasaison erwartet. Nach starken Leistungen in der Vorbereitung lag nichts ferner als eine Niederlage beim krassen Außenseiter aus Bad Saulgau. Doch die völlig neue Unterhachinger Mannschaft hielt dem von außen auferlegten Druck nicht stand. Mit 1:3 (25:27, 21:25, 26:24, 23:25) musste man sich den überraschend starken Oberschwaben geschlagen geben.
Nachdem die Hachinger die ersten beiden Sätze knapp abgeben hatten, sah es im dritten Durchgang schon so aus, als sei noch etwas zu holen. Doch wieder hatte Saulgau das Glück auf seiner Seite und entschied im vierten Satz die Partie für sich. Vor allem an den Aufschlägen hatte es gelegen. Noch nie gab es so viele verschlagene Angaben auf Seiten der Hachinger.
Für die heißt es jetzt das Spiel abzuhaken und sich voll auf die Heimpremiere am kommenden Sonntag gegen den Aufsteiger aus Eltmann zu konzentrieren. Die unterlagen gestern dem Meister vom SCC Berlin deutlich in drei Sätzen. Eigentlich also keine schwere Aufgabe für die Hachinger. Trotzdem mussten sie an diesem Wochenende schmerzlich erfahren, dass man auch solche Partien erst einmal gewinnen muss.
Die Partie gegen Eltmann im
Unterhachinger Gymnasium startet wie immer 15:30. Und davor gibt es noch die
Damen vom TSV zu sehn. Gegen die Roten Raben Vilsbiburg feiern auch sie
Heimpremiere in der Bayernliga.
Andreas Bergmann
| Deutschland - Leipziger Volkszeitung |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
Keine
Mannschaft, sondern nur Einzelteile
Leipzig. Ernüchternder kann
ein Saisonstart kaum ausfallen: Nur 1000 Zuschauer in der Arena, die das Team
mit einem Pfeifkonzert verabschiedeten, ein ratloser Trainer, entgeisterte
Spieler. 0:3 (26:28, 20:25, 15:25) verloren die Bundesliga-Volleyballer des VV
Leipzig gestern nach lediglich 72 Minuten und einer über weite Strecken nicht
erstligareifen Vorstellung gegen evivo Düren. "Wir hatten keine Chance,
das muss ich in Ruhe analysieren", stöhnte Coach Zoran Nikolic, "wenn
Aufschlag und Annahme so schlecht kommen, funktioniert eben nichts."
Beide Teams begannen nervös,
beiden mangelte es angesichts vieler Neuzugänge an Harmonie und Sicherheit.
"Das war ein typisches Auftaktspiel mit sehr vielen Fehlern", sagte Dürens
Trainer Bernd Werscheck, "wir haben uns dann aber gefangen und den
Leipzigern den Nerv gezogen. Die sind ja völlig auseinander gefallen."
Die Entscheidung gab's schon im
ersten Durchgang, als der VVL bei 24:23, 25:24 und 26:25 drei Satzbälle
unkonzentriert vergab, die Gäste aber ihren ersten durch den starken
Venezuelaner Heriberto Quero zum 26:28 nutzten. "Der VVL muss im Angriff
mit mehr Risiko spielen, das sind mir zu viele Finten", meinte Ex-Trainer
Viktor Borchtch auf der Tribüne. "Wir haben die Bälle einfach nicht tot
gemacht", gestand Kapitän Lutz Mühlisch, "wegen der schlechten
Annahme konnten wir auch kaum Kombinationen aufziehen, dabei war das in der
Vorbereitung unsere Stärke."
Allerdings hatten die Gastgeber
gleich mit mehreren Handicaps zu kämpfen. Der gesperrte Hauptangreifer Haroldas
Cyvas fehlte an allen Ecken und Enden, der angeschlagene Stamm-Zuspieler Jure
Kvesic saß in den ersten beiden Sätzen nur auf der Bank, Lars Björn Freier
plagte sich in den Tagen vor dem Spiel mit einer Magenverstimmung herum. Als
Entschuldigung mochte der Ex-Berliner das aber nicht gelten lassen. "Ich
habe Scheiße gespielt, alle haben Scheiße gespielt", erklärte der 32-Jährige
so drastisch wie zutreffend, "wir hatten zu viele technische und taktische
Defizite, statt einer Mannschaft standen Einzelteile auf dem Parkett."
So lief ab dem zweiten Satz
nichts mehr. Der hoch gelobte neue Angreifer Dejan Stankovic wirkte nicht
austrainiert und schlug die (oft ungenau gestellten) Bälle serienweise ins Aus
oder in den Block. Er und der neue Libero Dragan Ratic hatten zudem in der
Annahme ungeheure Probleme. Der erst 16-jährige Dirk Binsch war überfordert
und musste doch mangels Alternativen durchhalten. "Von elf Spielern kann
ich eigentlich nur acht bringen", sagte Nikolic.
Im dritten Satz kam Zuspieler
Kvesic doch noch für Branislav Djuric, setzte einige Male Mühlisch über die
Mitte gut in Szene. Doch es war nur ein kurzes Aufflackern, das durch primitive
Patzer (u. a. Netzberührungen, Übertretungen) sofort wieder erlosch. Fast
widerstandslos ergab sich der VVL am Ende seinem Schicksal. "Wir müssen
uns vor allem kämpferisch steigern", befand Armin Dewes, der in Block und
Aufschlag als einziger Normalform erreichte.
"Die Mannschaft hat zu früh
aufgeben", ärgerte sich Präsident Olaf Zimmer, "darüber müssen wir
reden." Manager Frank Thiele hatte es komlett die Sprache verschlagen, Lutz
Mühlisch verstand immerhin die Pfiffe der Fans: "Das war gar nichts. Es
kann nur besser werden."
Steffen Enigk
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
Aufsteiger feiert zum
Saisonstart vor 1000 Zuschauern einen unerwarteten 3:0-Erfolg über Markranstädt.
In der deutschen Eliteliga hängen
die Trauben sehr hoch. Dachte Aufsteiger VV Humann. Doch die Essener sorgten vor
1000 Zuschauern in der Wolfskuhle für eine kleine Sensation. Gegen den VC
Markranstädt siegte der VVH zum Saisonauftakt in souveräner Manier mit 3:0
(25:23, 25:13, 26:24). "Gewinnen ist geil", freute sich Trainer Peter
Bach über das Husarenstück.
Offenbar hatten die Gäste
Humann unterschätzt und kamen erst im dritten Satz richtig ins Spiel. Der VCM
leistete sich viele Fehler. Dagegen traten die Humänner als geschlossene
Einheit auf und spielten ihren sicheren Streifen cool runter. Der erste Sieg im
ersten Spiel war vollauf gerecht.
Schnell den Schneid
abgekauft
Im ersten Satz ging der VCM mit
2:0 in Führung, sah sich dann aber einem gut postierten Block gegenüber. Da
auch die Abwehr des Gastgebers in der Spiellaune fast schon unmögliche Bälle
rettete, wurde dem zusammengekauften Ensemble aus Markranstadt schnell der
Schneid abgekauft. Im zweiten Durchgang war früh die Entscheidung gefallen, als
der Block des VVH vier Angriffe in Folge entschärfte. Die Kulisse tobte und der
Konkurrent aus dem Osten steckte früh auf.
Der Spielfluss der Sechs von
Coach Peter Bach wurde durch die zehnminütige Satzpause etwas gebrochen.
Gleichzeitig stellte der VCM komplett um und kam im dritten Satz viel besser ins
Spiel. Mitte des Satzes hatten die Steelenser eine kritische Phase zu überstehen.
Die Zuschauer kamen der Heimsechs aber rechtzeitig zur Hilfe und sorgten dafür,
dass jeder Spieler im Humann-Dress über sich hinauswuchs. Am Ende standen die Gäste
unter so hohem Druck, dass der VVH den zweiten Matchball zum vielumjubelten 3:0
verwandeln konnte.
Trotz dieses unglaublichen
Saisonstartes bleiben die Humänner bescheiden. Teamsprecher Frank Fischer:
"Wir haben die Euphorie genutzt und die Punkte kann uns niemand mehr
nehmen. Wir haben für den Stand unserer Vorbereitung perfekt gespielt. Ganz
wichtig für unsere Stimmung ist, dass wir jetzt wissen, nicht nur Schlachtopfer
zu sein."
Trainer Peter Bach hielt sich
an die alte Regel, eine erfolgreiche Sechs nicht zu zerpflücken und ließ die
Anfangsformation im Spielverlauf fast komplett unverändert. Als Mittelblocker
überzeugten Andi Kaiser und Daniel Braekevelt, Stephan Kern war ein guter
Diagonalspieler, während Frank Fischer und Tim Bockelkamp auf Aussen überzeugten.
Als Libero war Tobias Schuchert in der Annahme eine sichere Bank.
"In den nächsten Spielen
gegen die Topteams der DVL werden wir wohl keine Chance haben, aber wir werden
um jeden Satz kämpfen," gibt Frank Fischer einen kleinen Ausblick auf die
hohen Hürden der nächsten Spiele. (stebl)
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
In
Minimalbesetzung locker Runde weiter
SV Warnemünde - SV
Neustadt-Glewe 0:3
Rostock/Neustadt-Glewe
Erwartungsgemäß eine Runde weiter kamen die Volleyballerinnen des SV
Neustadt-Glewe im DVV-Pokal. Beim Regionalliga-Absteiger SV Warnemünde setzten
sich die Fortschrittlerinnen in drei Sätzen durch.
Da der VC Parchim zum Bedauern
von Oliver Dunkel zurückgezogen hatte, blieb von dem vorgesehenen Dreierturnier
dieser eine Vergleich übrig. Dem Neustädter Trainer stand nur eine
Minimalbesetzung zur Verfügung. Ulrike Gehmlich war gar nicht mit angereist
(sie spielte parallel bei den deutschen Meisterschaften der Sparkassen), Annika
Munsch musste auf Grund einer Fußverletzung passen.
So traten die Gäste in völlig
ungewohnter Aufstellung an. Bia Arndt agierte als Mittelblockerin, die erst 17-jährige
Sarah Müller spielte auf der Diagonalposition durch. Henrike Groth
komplettierte als einzige Einwechslerin den Kader. Mit Ulrike Fasbender war zwar
noch eine achte Neustädterin mitgereist. Die B-Jugendliche aus dem eigenen
Bezirksklassenteam spielte sich auch mit ein, konnte aber wegen fehlender
Zweitspielgenehmigung (soll in dieser Woche beantragt werden) nicht eingesetzt
werden.
Insofern war es nicht weiter
verwunderlich, dass die große Harmonie auf dem Feld fehlte. Dennoch hatte der
Zweitliga-Absteiger beim 25:16, 26:24, und 25:12 keine großen Probleme. Unabhängig
von der personellen Situation bemängelte Oliver Dunkel einige grundsätzliche
Dinge: "Sobald wir eine kleine Änderung in der Aufstellung vornehmen, wird
auf dem Feld herumgeeiert." Außerdem fehlte ihm in den ersten beiden Sätzen
der Angriffsdruck, so dass Warnemünde viele Bälle zunächst im Spiel halten
konnte. Mit dem dritten Satz zeigte sich der Neustädter Trainer in dieser
Beziehung schon eher zufrieden.
Thomas Willmann
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
1. VC Parchim - Köpenicker
SC 3:1 (20, -17, -17, -20)
Parchim Die Hoffnungen der
Zuschauer in der Fischerdammhalle wurden gestern mit einem Satz Verspätung erfüllt
- Der 1. VC Parchim schlug den Köpenicker SV mit 3:1 Sätzen und eröffnet
damit die Sammlung der Tabellenpunkte in der zweiten Volleyball-Bundesliga.
Der Jubel der Spielerinnen über
den ersten Saisonsieg ließ die Leistungen der ersten beiden Spiele der Serie
und auch den ersten Satz des gestrigen Duells fast vergessen. Nach 86 Minuten
hatten die Parchimerinnen ihre ersten Zähler in der Tasche, nur der erste
Durchgang erinnerte noch an die Auftaktniederlagen. Denn im ersten Durchgang lag
der Gastgeber gleich zurück (5:9, 9:14), hatte dann eine erste gute Phase und
verkürzte auf 20:22, konnte aber das Ruder nicht mehr herumreißen (20:25).
Den ersten Punkt im zweiten
Satz machten die Gäste, danach hatten die Parchimerinnen die besseren Argumente
und erarbeiteten eine Drei-Punkte-Führung (16:13). Bis zum Schluss bauten die
Groß-Schützlinge den Vorsprung auf acht Zähler aus und setzten mit diesem
18-Minuten-Durchgang ein erstes Achtungszeichen in dieser Saison. Jetzt hieß es
auch, die Satzführung zu erreichen.
Und dafür, auch für das
gleiche Satzergebnis, brauchten die Parchimerinnen genau eine Minute länger als
im zweiten Satz. Ab Mitte diesen Satzes hatte sich der Köpenicker Trainer schon
"zur Ruhe gesetzt", keine Auszeit mehr von ihm, kein Wort...
Das schien aber die VC-Mädchen
nicht zu stören. Im Gegenteil, sie zogen auch im vierten Satz auf und davon
(10:3, 18:9). Der Satz- und Spielgewinn schien sicherer denn je. Doch in
Sicherheit wiegen war noch nicht angesagt. Eine Fehlerserie im Parchimer Spiel
baute den Gegner wieder auf und er verkürzte auf 17:18.
Trainer Dirk Groß nahm in
dieser Phase des Satzes beide Auszeiten, wechselte Spielerinnen aus. In diesem
Abschnitt hatte Julia Retzlaff eine "schwarze Strähne", produzierte fünf
Fehler in Folge. Dann aber der erste Punkt der Parchimerinnen nach langer Zeit
(Block Claudia Bimberg) sowie ein gelungener Angriffsschlag von Julia Retzlaff
und der Spielfaden war wieder aufgegriffen. Der Vorsprung der Parchimerinnen
wuchs auf sechs (24:18), die Köpenickerinnen wehrten zwei Matchbälle ab, aber
dann war der Parchimer Erfolg perfekt (25:20).
Endlich hatte es geklappt. Die
Zuschauer feierten ihr Team und die Mädels bedankten sich in der
"Fankurve" und bei der "Percussions-Truppe" aus Schwerin,
die wieder den Takt auf den Zuschauerrängen angab.
Am kommenden Wochenende
bestreiten die Parchimer Volleyballerinnen ihr erstes Auswärtsspiel bei
Alemmania Aachen.
Thomas Zenker
| Deutschland - Westfälische Nachrichten |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
Sportunion zeigt zu wenig Gegenwehr
Warendorf. Niels Westphal war erst einmal ein paar Minuten nicht ansprechbar. Der Trainer der Warendorfer Zweitliga-Volleyballerinnen war gar nicht mal so enttäuscht, dass seine Mannschaft mit 1:3 (25:17, 11:25, 19:25, 11:25) gegen Olympia Berlin verloren hat, sondern die Art und Weise erzürnte den Volleyball-Lehrer. Ich bin schon sehr enttäuscht. Wir haben zu wenig Gegenwehr gezeigt. So abschlachten lassen muss man sich nicht, fand Westphal deutliche Kritik.
Dabei begann die WSU im erste Heimspiel der Saison stark und verwöhnte ihre 230 Fans mit taktisch sehr gutem Volleyball. Aus einer stabilen Abwehr zog Zuspielerin Christine Drees ein variables Angriffsspiel auf, so dass die durchweg langen Junioren-Nationalspielerinnen aus Berlin immer wieder Mühe mit ihrem Blockspiel hatten. Das 25:17 spricht eine deutliche Sprache.
Doch wer glaubte, die WSU spiele nun auf diesem Level weiter, der irrte. Berlin stellte taktisch um und fortan lief bei den Gastgeberinnen nicht mehr viel zusammen. Wenn ich genau wüsste, woran es im Endeffekt gelegen hat, dann wäre ich schlauer, konnte sich Westphal auch keinen Reim auf diesen Einbruch machen. Das Hauptmanko war die Annahme, die praktisch kaum noch vorhanden war. Dabei schlugen die Berlinerinnen gar nicht mal so stark auf, dafür sehr sicher und immer nach dem gleichen Schema. Westphal versuchte, mit vielen Auswechslungen das Blatt zu wenden, doch jede, die ins Spiel kam, trug mit individuellen Fehlern dazu bei, dass die WSU nicht mehr recht ins Spiel kam.
Mitte des dritten Satzes
loderte das Feuer noch einmal kurzzeitig auf. Da kämpfte sich die Sportunion
wieder zum 13:13 heran, doch wenig später zogen die Gäste mit wenig Mühe auf
22:17 davon. Damit war auch dieser Satz weg und die WSU-Gegenwehr endgültig
erloschen. Die Sportunion ergab sich mit wenig Engagement in die Niederlage.
Die Berlinerinnen, die bereits zwei Spiele an den beiden Vortagen gegen
Emlichheim und Münster in den Knochen hatten, spielten die WSU im vierten
Durchgang mit 25:11 an die Wand. Die Chance war heute da, das hat man im ersten
Satz gesehen. Wir haben uns zu viele Fehler erlaubt und am Ende ängstlich und
verwirrt gespielt, so Westphal.
Alexa Frommer
| Deutschland - Westfälische Nachrichten |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
-wis- Münster. Bei der Reserve des USC Münster läuft in diesen Tagen wirklich alles rund. Am Wochenende fuhr der Damenvolleyball-Zweitligist die Saisonsiege drei und vier ein. Gegen VC Olympia Berlin gewannen die Unabhängigen am Samstag 3:0 (29:27, 25:14, 27:25). Gestern setzten sie sich gegen WiWa Hamburg mit dem gleichen Ergebnis (25:19, 25:22, 25:11) durch. Diese Mannschaft zieht wunderbar mit. Volleyball macht allen riesigen Spaß, freute sich Trainer Tom Kleine Holthaus.
Der VC Olympia war am Samstag mit der Empfehlung eines frischen 3:0-Sieges über Ex-Erstligist Emlichheim an den Berg Fidel gereist. Dieser Erfolg hatte der jungen Mannschaft viel Selbstvertrauen eingeflößt. Auch der USC fand zunächst kein Mittel, Berlin zu stoppen. Beim 12:18-Zwischenstand deutete einiges auf den Verlust des ersten Satzes hin. Doch dann bog Münster den Abschnitt mit großem Kampfgeist noch um. Der zweite Durchgang wurde gegen einen geschockten Gegner zum Selbstläufer. Die Unabhängigen sprühten vor Spielfreude und glänzten auch spielerisch. Es hat richtig Freude gemacht, zuzuschauen, sagte Kleine Holthaus begeistert. Im dritten Satz kam Olympia zwar noch einmal zurück, doch in der entscheidenden Phase war der phasenweise wie aus einem Guss spielende Gastgeber durch nichts und niemanden aufzuhalten.
Gestern gegen Hamburg beherrschten die Münsteranerinnen den Gegner sicher. Souverän gewann das Team Satz Nummer eins. Auch ein kleiner Hänger inmitten des zweiten Abschnitts hatte keinerlei Einfluss auf das Endresultat. Unbeeindruckt von einigen Fehlern steuerten die Unabhängigen auf Saisonsieg Nummer vier zu. Im letzten Durchgang wurde der Aufsteiger aus der Hansestadt förmlich an die Wand gespielt. Sehr zur Freude des Trainers, der sich an einen Meisterschaftsstart dieser Qualität nicht erinnern konnte. Angetan zeigte er sich von der Ausgeglichenheit seiner Schützlinge. Beide Erfolge sind auf homogene Mannschaftsleistungen zurückzuführen.
| Deutschland - Westdeutsche Zeitung |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
SV
Bayer gewinnt Saisonauftakt mit starkem Endspurt
Der Wuppertaler Volleyball-Bundesligist behielt bei Maoam Mendig mit 3:2 die Oberhand. Das neu formierte junge Team tankte Selbstvertrauen.
Wuppertal. Mit einem Sieg startet der Volleyball-Bundesligist SV Bayer Wuppertal in die neue Saison: Mit 3:2 (25:22, 25:16, 17:25, 27:29, 15:5) gewann die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew bei Maoam Mendig. Am Samstagabend konnte der SV Bayer in der ausverkauften Sporthalle Fallerstraße vor 1200 Zuschauern überzeugen und begeisterte die 40 mitgereisten Fans vom Fanclub "The Hornets". "Es ist immer etwas besonderes, das Auftaktmatch in der neuen Saison zu gewinnen und außerdem noch in Mendig", freute sich Kapitän Markus Nitsche. Die Mendiger sind für den SV Bayer ein Mitkonkurrent um die ersten sechs Play-off-Plätze.
Ein besonderes Spiel war es auch für den jungen Florian Wilhelm. Der neue Libero des SV Bayer, der in der vergangenen Saison bei seinem alten Verein VC Olympia Berlin nur ein Bundesligaspiel absolvierte und ausgerechnet das gegen Mendig gewann, machte seine Sache besonders gut und kassierte ein Extra-Lob von Trainer Mark Lebedew. Besonders im fünften Satz wiesen die Wuppertaler die Gastgebern um Ex-Bayer-Libero Frank Bachmann in die Schranken. "Wir haben uns nicht die Butter vom Brot nehmen lassen", meinte Betreuer Udo Scheer stolz. "Es steckt zwar auch noch viel Potenzial in der Mannschaft, aber am Samstag haben wir echt eine gute Leistung gezeigt", fügte Nitsche hinzu.
Er bemängelte jedoch die fehlende Erfahrung des noch sehr jungen Teams mit einem Durchschnittsalter von nur 23 Jahren: "Vor allem im vierten Satz spielten wir taktisch unklug." Nachdem die ersten beiden Durchgänge deutlich an die Wuppertaler gingen, brach der SV Bayer im dritten Satz ein. Trainer Lebedew wusste woran es lag: "Die Annahme wackelte und wir haben viele leichte Fehler gemacht." Auch im nächsten Durchgang spielte das Lebedew-Team zu nervös. Dennoch standen die Gäste bei einer 23:21-Führung kurz vor dem Matchgewinn, konnten den Satz dann aber nicht zumachen.
Unkonzentriertheit und Hektik
legten sich aber im Entscheidungssatz. Eine Aufschlagserie von Lars Dinglinger,
dazu drei direkte Blockpunkte von Markus Nitsche und Luke Campbell und die
Mendiger hatten nicht den Hauch einer Chance und verloren klar mit 5:15. Im
ersten Heimspiel am nächsten Sonntag empfängt der SV Bayer um 15.30 Uhr den VV
Leipzig in der Rutenbeck.
Tanja Bachmann
| Deutschland - Berliner Morgenpost |
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Samstag. 04. Oktober 2003 |
Die
Volley Dogs und der kleine Tierfreund
"Eigentlich wollte ich ja
nicht mehr", sagt der kleine Mann leise. Aber so ein zurückhaltender
Volleyballfreund wie er kann eben nicht anders: Der beißt nicht, der will nur
mitspielen. Und so ist Heinz Kuring (55) doch wieder auf den Geschmack gekommen
und die Hunde, denn er managt die Männer der Volley Dogs, die Underdogs der
Bundesliga. "Nur so", sagt er, "als reiner
Freundschaftsdienst".
Davor waren in Berlin die
Katzen dran. Managementmäßig. Kurings Freundschaft endete nach einer Saison
mit der Insolvenz der Cats und auch die sonstigen Unternehmungen des Chefs eines
Ingenieurbüros ("Ich muss ja Geld verdienen") erwiesen sich als
weitgehend talentfrei. Kurings Volleyball-Vita als Manager und Trainer oder
beides auf einmal begann in den 80ern mit den Saunafreunden (Bundesliga), dann
folgten die Reinickendorfer Füchse (zweite Liga), dann Bundesligist Rupenhorn.
Mit Kuring verschwanden auch die stets ums Überleben kämpfenden Vereine von
der Spielfläche, aber es gab ja davon genug. Zum Beispiel den Bundesliga-Außenseiter
Post SV, der später Eintracht Innova hieß und mit Martin Stallmaier einen
Trainer hatte, der selbst den treuen Kuring vergraulte. Stallmaier ist
inzwischen weg, Eintracht heißt längst Volley Dogs und Manager Heinz Kuring
ist wieder zurück im sportiven Hundeleben an der Seite von Co-Manager Sönke
Michaelis.
"Wir streben einen
Play-off-Platz an", sagt Kuring entschieden, um sich im nächsten Moment
gleich minimal zu korrigieren: "Der Klassenerhalt ist natürlich das
Minimalziel." Ob die ächzenden Dogs, im Vorjahr durch die Relegation und
die Bundesliga-Aufstockung reanimiert, diesmal mit Durschnittsspielern wie Nico
Riese aus Makranstädt, einem gewissen Sven Dörendahl aus Ludwigslust und einem
Weißrussen namens Valeri Lychou die Liga halten, ist höchst fraglich. Doch
Kuring wäre nicht Kuring, hätte er nicht noch einen richtigen Kracher im Ärmel.
Der allerdings ist geheim, natürlich: "Ich habe noch einen Spieler, aber
den sage ich noch nicht." Kein Geheimnis hingegen ist das Mannschaftsbudget
der Dogs. "Der Sparetat von 200 000 Euro ist noch nicht gedeckt", räumt
Kuring wie selbstverständlich ein - so als hätte er gerade Berlin als
Hauptstadt Deutschlands ausgemacht.
Dass es den Hunden wie den
Katzen ergeht, glaubt der kleine Tierfreund indes nicht: "Die hatten bei
den Dogs bisher gar keine Struktur." Das sei jetzt viel besser geworden,
meint Kuring, der sich auch privat als Tierliebhaber erwies. 20 Jahre lebte er
schließlich mit einem Weißhand-Gibbon zusammen - bis der Affe eines Tages
starb.
Torsten Wendlandt
| Deutschland - Berliner Morgenpost |
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Samstag. 04. Oktober 2003 |
BBVC
68: Freifahrtscheine gibt es nicht mehr
Trainingsbeginn war Anfang
August, seitdem haben die Frauen des Volleyball-Bundesligisten
Berlin-Brandenburger VC 68 (BBVC) diverse Freundschaftsspiele und Turniere
bestritten. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, aber Manager Rene Klaus sagt:
"Wir hatten eine ruhige Vorbereitung." Und damit eine ganz andere als
vor einem Jahr.
Erst einen Monat vor
Saisonbeginn war klar, dass das Team - damals noch als Zeuthen-Eichwalde - in
der Bundesliga und nicht wie geplant in Liga zwei spielen würde. Eichwalde kam,
gewann ein Spiel, wurde erwartungsgemäß Letzter - und blieb in der Liga.
Durch die Aufstockung auf zwölf
Teams gab es keine Absteiger, daher galt die Saison von vorneherein als
Lern-Jahr. Das soll und muss sich jetzt ändern: Drei Teams steigen ab,
Freifahrtscheine gibt es nicht mehr. "Wir wollen die drei Aufsteiger hinter
uns lassen", macht Manager Klaus ganz deutlich, dass es in erster Linie um
den Klassenerhalt geht. Einen Trikotsponsor hat der BBVC nicht gefunden, aber
der "Etat ist gesichert", meint Klaus, der keine Zahl nennen möchte.
Voriges Jahr lag er bei 230 000 Euro.
Ab sofort ist das Sportforum
Hohenschönhausen die neue Heimstätte (am 19.10. kommt mit dem SSV Ulm der
Meister, eine Woche vorher geht es zum TV Fischbek Hamburg) und auch das Gesicht
der Mannschaft hat sich verändert. Fünf sind gegangen, sechs Neue gekommen.
Mittelblockerin Eydis Dalen ist norwegische Nationalspielerin, Olga Potaluewa
steht in der lettischen Auswahl, sie kann auf der Libero- oder Diagonal-Position
agieren. Mit 24 Jahren sind sie bereits die Erfahrensten im Kader.
Die vergangene Spielzeit sieht
Klaus nicht als Frust-Saison, im Gegenteil: "Unsere Talente konnten sich in
der Bundesliga Wettkampfhärte holen." Zusätzliche Praxis hat sich das
neue Team in Testspielen geholt. "Starke Zweitligisten haben wir problemlos
besiegt", ist Klaus zuversichtlich. Die Vorbereitung verlief schon besser
als 2002. Weitere Fortschritte müssen sich ab dem 12. Oktober zeigen.
Sebastian Schlichting
| Deutschland - Maerkische Allgemeine |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
2:3 in Lintorf verloren
LINTORF Diese Reise nach
Lintorf hatten sich die Kyritzer Bundesliga-Volleyballer
anders vorgestellt, wollten sie doch am Sonnabend
eine Serie starten, die sie aus den Tabellenkeller der 2. Liga führen
sollte. Doch nach der 2:3-Niederlage in Lintorf brachten sie nicht
nur ein Stimmungstief mit nach Kyritz sondern auch noch die rote Laterne.
Fortuna-Trainer Jürgen
Treppner war am Sonntag noch etwas sprachlos: "Wie
soll man das Spiel beschreiben, mir fehlen da die Worte." Es habe alles
nach Plan begonnen. Fortuna startete konzentriert, war in der Annahme
sehr sicher und im Angriff variabel. Dem konnte Lintorf nur Kampfgeist
entgegensetzen, der reichte aber nicht. Mit 25:20 siegte Kyritz
sicher. "Da haben wir denen noch einige Punkte geschenkt", betonte
Treppner. Ähnlich verlief der zweite Satz. Kyritz dominierte, alles
klappte wie im Trainingsspiel gegen den VCO. Die Gastgeber wurden von
einer Verlegenheit in die andere gestürzt. Mit 25:19 siegte Fortune, die
erste zwei Punkte schienen im Sack.
Zwar warnte Treppner sein Team,
doch das hatte wohl nicht richtig zugehört.
Der dritte Satz verlief ausgeglichener da die Annahme schwächelte
und auch der Angriff war nun nicht mehr souverän. Unter dem Jubel
der Zuschauer, die vorher sehr reserviert das Spiel verfolgen, holte
sich Lintorf den Satz (26:24). Ein Ausrutscher dachte man bei Fortuna,
die dominierte im vierten Satz (13:7, 16:12), ohne aber zu überzeugen.
Lintorf gab nicht auf, kam wieder auf. "Wir führten immer, doch
bei 20 Punkten hat uns Lintorf erwischt", gestand Treppner, der nun immer
wieder wechselte. Doch keiner seiner Spieler konnte das Ruder noch einmal
herumreißen. Im Tie-Break bedeuteten in der Schlussphase drei leichte
Fehler die 12:15-Niederlage.
"Alles was wir besprochen
hatten, reichte nur für zwei Sätze", kritisierte
Treppner sein Team. Die Stimmung im Team und Umfeld sei nun natürlich
sehr geknickt. "Einen schlechteren Gegner kriegt man nicht in der
Spielklasse, wenn wir jetzt nicht aufpassen stürzen wir ganz ab", warnte
Treppner. Warum sein Team so den Faden verlieren konnte, ist ihm nicht
klar. Eine Videostudie der Partie soll da jetzt helfen. Schließlich
geht die Saison weiter und mit den Netzhoppers kommt am Sonnabend
ein Team mit geschwellter Brust nach Kyritz.
Roland Möller
| Deutschland - VC Bottrop-News |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
Suhl
siegt beim Courtyard-Cup in Bottrop
Einen Überraschungssieger
sahen die Zuschauer beim letzten Turnier für Bundesligateams vor dem
Saisonstar. Mit dem VfB Suhl 91 präsentierte sich ein starker Aufsteiger, der
auch im Finale gegen den Pokalsieger Dresdner SC, der (erstmals) mit komplettem
Kader spielen konnte, eine durchgehend starke Leistung bot. Nachdem die SChützlinge
von Trainer Jan Kirchhöfer sich zuerst mit 3:1 gegen den TVF und dann mit 3:0
gegen Dresden vorzeitig die Finalteilnahme sichern konnte, leistete man sich
gegen den Ehrendivisionör aus dem holländischen Sneek mit 1:3 eine Auszeit,
die Kräfte für später sicherte. Im entscheidenden Spiel zwischen TVF und
Dresden sicherten sich die Sachsen erst im fünften Satz die Finalteilnahme.
Im kleinen Finale behielt
Hamburg über Sneek ebenfalls knapp mit 3:2 die Oberhand und fuhr mit einem Sieg
im Gepäck nach Hause. Dresen konnte sich im Spiel um Platz 1 nicht revanchieren
und mußte mit 14:16 im fünften Durchgang den Vortritt lassen.
Alle Teilnehmer zeigten sich
mit der Organsiation und Durchführung mehr als zufrieden und so will man im nächsten
Jahr die Anzahl der Teams wieder erhöhen und vielleicht sogar wieder ein Damen-
und Herrenturnier austragen.
Wolfgang Donat
| Deutschland - VfB Friedrichshafen-News |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
Dritter
Saisonsieg für die Volley YoungStars
FRIEDRICHSHAFEN (gus) - Aller
guten Dinge sind drei. Die Volley YoungStars des VfB Friedrichshafen holten sich
den dritten Sieg im dritten Saisonspiel. Nach der 3:0-Pflicht am Freitag gegen
Frankfurt folgte am Samstag die Kür gegen den SV Lohhof mit 3:1 (25:15, 25:23,
27:29, 25:23).
Es war zu erwarten, dass Lohhof
keine leichte Kost für das Team von Söhnke Hinz werden würde. Das schien sich
zumindest in der Anfangsphase zu bestätigen. Bis zum 11:11 hielten die Gäste
aus Bayern, die für den FTM Schwabing in die Liga nachgerückt waren, mit. Dann
war die Feldabwehr von den platzierten Angriffen der Häfler Schmetterkünstler
überfordert. Auch den druckvollen Aufschlägen - vom 17:13 bis 23:13 - von
Alexander Wiskirchen war der Gegner nicht gewachsen. Nach nur 15 Minuten setzte
Marco Hofmann den Schlusspunkt zum 25:15.
Der zweite Durchgang verlief
ausgeglichener. Anschließende Analyse von Trainer Söhnke Hinz: „Die Lohhofer
hatten am Anfang Probleme, sich an unser Niveau zu gewöhnen, aber das haben sie
schnell gelernt.“ Der VfB gewann knapp mit 25:23. Bis zum 22:17 lief im
dritten Satz alles nach Plan. Den ersten Matchball bei 24:22 vergaben die
YoungStars, dann führten zahlreiche Annahmefehler und unkonzentrierte
Angriffsschläge über 24:24 zum 27:29 für Lohhof. Sollte den Bayern ein ähnlicher
Coup gelingen, wie vergangene Woche in Freiburg, als sie aus einem 0:2 ein 3:2
machten? Zunächst sah alles danach aus. Durch eine Aufschlagserie des
Ex-Mendiger Sascha Philipp gerieten die nervös gewordenen Häfler mit 9:15 in Rückstand.
Der Zuspieler-Wechsel von Patrick Steuerwald auf Thomas Welz brachte jedoch Ruhe
ins Spiel. Durch Welz' variables Zuspiel mit erfolgreichen Schnellangriffen von
Max Günthör und Alexander Wiskirchen gelangte der VfB wieder auf die
Siegerstraße. Söhnke Hinz war begeistert von seinem Team: „So ein Ding mit
9:15 umzubiegen, war wirklich eine starke Leistung.“ Mit 6:0 Punkten stehen
die Volley YoungStars nun an der Tabellenspitze der Zweiten Liga Süd.
| Norddeutschland - HTBU-News |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
Vor vier Wochen hätte keiner
darauf gewettet, dass der HTBU in der diesem Jahr einen solchen Start in der
Regionalliga hinlegen würde. „Die zweite Saison ist immer die schwerste“,
hatte vorher Co-Trainer Kai Neumann prophezeit. Doch kurz vor Beginn
verpflichtete der Verein Jörg Förster als Chef-Trainer und die Mannschaft
trainierte plötzlich wie verwandelt.
Sein Debüt hätte fast mit
einem Sieg über den seit zwei Jahren in der Liga ungeschlagenen Eimsbüttler TV
gekrönt werden können. Nach gewonnen zwei Sätzen, lag das Team aus
Hamburg-Uhlenhorst mit zeitweise fünf Punkten im vierten Satz in Führung.
„Dann gingen die Kräfte aus“, so Förster. „Dass wir das Spiel dann
verloren haben, lag an der aufgrund von Müdigkeit fehlenden Konzentration.“
Am 27. September reiste die
Mannschaft dann jedoch hoch motiviert in Elmshorn an. Gegen den Vorjahreszweiten
hatten die Hamburger im letzten Jahr nicht einen Satz gewinnen können. Doch
diesmal hatten sie die Elmshorner, die mit einem Aufstieg in die zweite
Bundesliga liebäugeln, von Anfang an im Griff. Schon im ersten Satz startete
Hamburg-Uhlenhorst souverän, ließ es aber mit 23:25 nochmal knapp werden. Der
zweite Durchgang ging dann ungefährdet mit 19:25 an die Gäste. Die sich im
vierten Satz dann einschleichende Lässigkeit (25:22) schüttelten sie aber im Fünften
dann mit 19:25 wieder ab.
Eine große Stütze für das
Team war sowohl der gut positionierte Block als auch Diagonal-Spieler Markus Hübner.
Im letzten Satz wurde ihm aber seine Motivation zum Verhängnis. Als er
versuchte einen längst nicht mehr zu erreichenden Ball zu schlagen, knickte er
um. Erste Diagnose: Außenbandriss. Ob er zum nächsten Heimspiel gegen
Neustadt-Glewe am 11. Oktober wieder spielen wird, ist sehr fraglich. Aber die
Spieler rechnen mit seinem Comeback noch in dieser Vorrunde.
Der Regionalliga-Neuling SVF
Neustadt-Glewe ist für den HTBU noch gänzlich unbekannt. Dass die
Mecklenburger bereits zwei Spiele für sich entscheiden konnten, spricht für
ein spannendes Match.
Das nächste Heimspiel findet
am 18.10. um 19Uhr gegen den Vfl Geesthacht statt.
Arne Koch
| Deutschland - Hamburger Abendblatt |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
Hamburg:
vier Niederlagen, ein Sieg
Die
Zweitliga-Männer des Oststeinbeker SV (6., 4:2 Punkte) gewannen bei Fortuna
Bonn in 98 Minuten 3:2 (21:25, 25:27, 25:21, 25:13, 15:13). Gut: der
eingewechselte Björn Domroese (Annahme). Die Zweitliga-Frauen des CVJM (10.,
2:6 Punkte) unterlagen in 88 Minuten Alemannia Aachen mit 2:3 (25:16, 23:25,
25:19, 18:25, 11:15). Aufsteiger WiWa (6., 6:2) verlor bei Spitzenreiter USC Münster
II in 51 Minuten 0:3 (19:25, 22:25, 11:25).
Die
Bundesliga-Frauen des TV Fischbek belegten beim Vorbereitungsturnier in Bottrop
Platz drei. Gegen die Ligakonkurrenten Dresden (2:3) und Suhl (1:3) verloren
sie. Wenigstens ist die neue kasachische Mittelblockerin Juliana Lawrowa da. Bei
ihrer Ankunft in Amsterdam bemerkte die niederländische Polizei aber, dass sie
nur ein Visum für eine einmalige Einreise in die EU besaß. Ende August war sie
jedoch schon für ein paar Tage in Hamburg. Auf telefonische Bitte von Fischbeks
Manager Horst Lüders wurde Lawrowa der Transit schließlich gestattet.
| Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
DSC-Damen mit misslungener Generalprobe
Dresden. Wenn einer misslungenen Generalprobe ein erfolgreicher Auftritt folgt, können die DSC-Volleyballfans dem Punktspielauftakt in der 1. Bundesliga am kommenden Sonnabend optimistisch entgegen sehen. Beim letzten Vorbereitungsturnier auf die neue Saison in Bottrop belegten die DSC-Schmetterdamen Platz zwei hinter Erstliga-Aufsteiger Suhl. Im ersten Spiel hatten sich die Ludwig-Schützlinge mit 3:2 gegen den holländischen Erstligisten VC Sneek mit 3:2 durchgesetzt. Am Tag darauf gab es eine derbe 0:3-Klatsche gegen den VfB Suhl.
Trainer Arnd Ludwig: "Da lief bei uns gar nichts zusammen, deshalb haben wir uns gleich anschließend zusammengesetzt und darüber gesprochen." Das half, denn in der nächsten Partie gegen TVF Hamburg behielten die Dresdnerinnen knapp mit 3:2 die Oberhand und erreichten damit das Finale. Im Endspiel standen die Elbestädterinnen erneut dem VfB Suhl gegenüber und mussten sich hauchdünn mit 2:3 geschlagen geben.
Arnd Ludwig schätzte ein:
"Es war schon zu spüren, dass die beiden EM-Spielerinnen Kerstin
Tzscherlich und Christiane Fürst noch kein einziges Training mit der Mannschaft
absolviert hatten. Es fehlt vor allem noch an der Abstimmung, in der Annahme und
auch bei den Schnellangriffen. Da haben wir diese Woche noch einiges zu tun.
Doch ich denke, die Zeit reicht aus, um die Probleme
in den Griff zu bekommen." Nicht zum Einsatz kam Jana Vavrova, die nach
ihrem Muskelfaserriss geschont wurde. Auch Grit Müller musste wegen Rückenbeschwerden
pausieren.
Heute 16 Uhr steigt in der
Sportarena am Altmarkt die offizielle Auftaktveranstaltung für die neue Saison.
Dabei wird sich die komplette Mannschaft den Fans präsentieren, die
Hauptsponsoren werden ihre Verträge mit dem DSC für die neue Saison
unterzeichnen.
In der 2. Bundesliga hatten die
Nachwuchstalente des VC Olympia Dresden erneut ein Doppelprogramm zu bestreiten.
Am Sonnabend unterlagen sie beim neuen Tabellenführer Sonthofen mit 1:3 (16:25,
25:20, 17:25, 14:25), gestern gingen sie in Straubing sang- und klanglos mit 0:3
(14:25, 12:25, 13:25) baden. Zwar fehlte mit Angreiferin Luise Brandt
(Achillessehnenprobleme) eine wichtige Stammspielerin, doch darauf wollte es
Trainer Klaus Kaiser nicht schieben. "Die junge Truppe spielt einfach zu
instabil. Mit vielen unnötigen Fehlern machen wir es den Gegnern leicht."
Während sich das Team allerdings beim Favoriten in Sonthofen noch teuer
verkaufte, bot es gestern in Straubing eine ganz schwache Vorstellung. Mit fünf
Niederlagen auf dem Konto sind die Dresdnerinnen nun Letzter.
Astrid Hofmann
| Deutschland - Berliner Zeitung |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
SC
Charlottenburg startet erfolgreich in die Saison
Der
deutsche Meister SC Charlottenburg ist problemlos in die neue Saison gestartet.
Die Berliner siegten 3:0 (25:18, 25:17, 25:15) bei Aufsteiger SG Eltmann. Die
Partie dauerte lediglich 64 Minuten. Angreifer Marco Liefke war überragender
Spieler der Gäste. Er sorgte für 17 Punkte.
| Deutschland - Lippische Landes-Zeitung |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
Detmold: Favoriten ausgeblockt
Detmolder
TV von 1860 feiert beim 3:0 in Obernkirchen ersten Saisonsieg
Obernkirchen.
Was für eine Überraschung: Ein völlig unerwarteter 3:0-Erfolg gelang den
Damen-Volleyballerinnen des Detmolder TV von 1860 beim letztjährigen Tabellenfünften
MTV Obernkirchen in der 2. Bundesliga. Der Gastgeber, mit 4:0 Punkten bis dato
noch Tabellenzweiter, hatte gegen den TV am Samstagabend keine Chance.
Detmolds Block machte stets
jede aufkeimende, kleine Hoffnung der Oberkirchenerinnen schnell zunichte.
"Der Sieg war unheimlich wichtig für uns und gibt uns das nötige
Selbstvertrauen für die weiteren Spiele", freute sich Co-Trainer Michael
Reinke.
Endlich gelang den Lipperinnen
ein Start nach Maß. Kein zögerliches Handeln, sondern konzentrierte Aktionen
waren angesagt. "Die taktischen Vorgaben wurden umgesetzt und der Block
packte sich die beiden stärksten Außenangreiferinnen des Gastgebers",
sagte Trainer Peter Pourie. Besonders Astrid Lücke erblockte in dieser
Spielphase einige sehenswerte Punkte für den TV. Detmold lag ständig mit
einigen Punkten in Front, ließ durch Abstimmungsfehler den Gastgeber zwar noch
zum 22:22 ausgleichen, setzte sich dann aber durch.
Dieser Auftakt beflügelte.
Zuspielerin Patricia Nubi setzte weiter ihre Angreiferinnen erfolgreich in
Szene. Erfolgreich endlich auch der Außenangriff, der in den vergangenen
Partien schwächelte. Maja Thomaschky und Lenka Kemna sammelten reihenweise
Punkte und Libero Ele Strate sorgte zusammen mit Monika Cloidt-Hilbrink im
Abwehrbereich für Ordnung. Obernkirchen lag zeitweise mit zehn Punkten in Rückstand
und kam nur durch verschlagene Aufgaben auf 18 Gesamtpunkte in Durchgang zwei.
Die einzig kritische Phase hatte Detmold bei einem 1:5-Rückstand im dritten
Satz zu überstehen.
Doch angefeuert von den gut 30
mitgereisten Fans, die die Begegnung aus Detmolder Sicht zum Heimspiel machten,
schaffte der TV die Wende. Wieder packte der Block, jetzt mit Heike Brauns im
Blickpunkt, in entscheidenden Situationen zu. Obernkirchen sammelte zwar noch
einige Punkte, musste sich aber mit 21:25 geschlagen geben.
| Deutschland - Schaumburger Zeitung |
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Montag. 06. Oktober 2003 |
MTV:
Block wie ein Schweizer Käse
Aufsteiger aus Detmold
spielt schneller, trickreicher und variantenreicher
(peb). Nach einem enttäuschenden
Heimdebüt verlor der Tabellenzweite MTV Obernkirchen in der 2.
Frauen-Bundesliga gegen das Schlusslicht aus Detmold glatt mit 0:3.
Der Glanz der beiden Auswärtssiege
zum Auftakt der Saison war schnell verblichen. Der Block, die Achillesferse der
MTV-Frauen, war gegen den Aufsteiger löchrig wie ein Schweizer Käse, in der
Feldabwehr gab es immer wieder gravierende Stellungs- und Abstimmungsfehler und
der erste Pass kam nur selten präzise. Dadurch war das Aufbauspiel von Nadja
Dobler gespickt von vielen Fehlern und das Angriffsspiel hatte nie die
Durchschlagskraft wie in den Begegnungen zuvor.
Ganz anders die Gäste aus
Detmold: Der Block kaufte schnell den MTV-Angreiferinnen Melanie Albers,
Gabriele Helms und Christina Pietsch den Schneid ab, die Feldabwehr um die
starke Libera Gabriele Strate funktionierte wie eine Gummiwand und die wendige
Zuspielerin Patricia Nubi setzte ihre langen Hauptangreiferinnen Heike Brauns
und Monika Cloidt-Hilbrink immer wieder sehr gut in Szene. Detmold spielte
schneller, variantenreicher, trickreicher und produzierte weniger Fehler.
Im ersten Satz holte
Obernkirchen zwar einen 5:7-Rückstand auf und führte sogar mit 10:7, danach
riss jedoch der Faden und Detmold zog auf 18:12 davon. Obernkirchen versuchte
die spielerischen Mängel durch großen kämpferischen Einsatz auszugleichen.
Aber dabei verkrampften die Bergstädter immer wieder. Beim 22:22 stand der Satz
auf der Kippe. Detmold machte danach drei Punkte und siegte 25:22.
Im zweiten Satz lag
Obernkirchen immer zurück. Es fehlte einfach das Vertrauen in das eigene Können.
Über ein 8:3, 15:9 und 23:16 gewann Detmold auch den zweiten Satz klar mit
25:18.
Im dritten Satz bäumte sich
der MTV noch einmal gegen die drohende Niederlage auf und führte mit 6:3 und
11:9. Aber Detmold hielt voll dagegen, glich zum 11:11 aus und verteidigte
danach bis zum Stand von 22:21 immer eine knappe Führung. Dann ging alles ganz
schnell. Obernkirchen produzierte im Übereifer drei schnelle Fehler und die
erste Saisonniederlage war perfekt.
Sinanec Bakarec hatte sich
seinen Einstand auf der MTV-Bank erfolgreicher vorgestellt. Aber dem
Interimstrainer fehlten bei nur drei Einwechselspielerinnen die taktischen Möglichkeiten,
um der Partie noch einmal die entscheidende Wende zu geben.
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel