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| Deutschland - DVV-News |
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Dienstag. 07. Oktober 2003 |
Beach-WM:
Frauen mit lösbaren Gruppengegnern
Heute Start der
Gruppenspiele!
Die Gruppenauslosung bei der Beach-WM 2003 der Frauen (7.-12. Oktober) in Rio de Janeiro/Brasilien brachte für die vier deutschen Frauen-Duos lösbare Aufgaben: Die Teams Stephanie Pohl/Okka Rau (beide TVF PHOENIX Hamburg), Susanne Lahme/Danja Müsch (beide GFC Düren 09), Andrea Ahmann/Jana Vollmer (TSV Schmiden/TV Rottenburg) und Helke Claasen/Judith Deister (GFC Düren 09/TSV Bayer 04 Leverkusen) sollten alle die Chance haben, die Gruppenphase zu überstehen und in die Runde der besten 32 Teams einzuziehen. Von da an wird im KO-System gespielt.
Um sich für die erste KO-Runde zu qualifizieren, muss Platz eins oder zwei in der Gruppe erzielt werden. Zudem sind auch noch die besten acht Drittplatzierten eine Runde weiter. Die Gruppenphase wird in zwölf Vierergruppen absolviert. Am 7. Oktober bestreiten die DVV-Duos zwei Partien, am 8. Oktober ist das letzte Gruppenspiel, am 9. Oktober beginnt das KO-System.
Die „unangenehmste“ Vorrundengruppe dürften noch Ahmann/Vollmer erwischt haben, die es gleich mit drei asiatischen Teams zu tun bekommen. Darunter die zweifachen World Tour-Gewinnerinnen aus China Tian Jia/Wang Fei.
Die Gruppen mit deutscher Beteiligung in der Übersicht:
| Gruppe D | Gruppe J | Gruppe K | Gruppe L |
| Ahmann/Vollmer (GER) | Claasen/Deister (GER) | Lahme/Müsch (GER) | Pohl/Rau (GER) |
| Rii Seike/Yamakawa (JPN) | Naidoo/Willand (RSA) | Arvaniti/Koutroumanidou (GRE) | Alcon/Cati Pol (ESP) |
| Tian Jia/Wang Fei (CHN) | Nagy/Petho (HUN) | Nikolaidou/Tsiartsiani (GRE) | Dumont/Martin (CAN) |
| Tokuno/Kusuhara (JPN) | Sfyri/Karadassiou (GRE) | Boileau/Morin (CAN) | Peraza/Grasset (CUB) |
| Deutschland - www.volleyballer.de |
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Mittwoch. 08. Oktober 2003 |
Rote Raben: Katja Wühler neuer Kapitän
Katja Wühler ist neuer Kapitän der Roten Raben Vilsbiburg und tritt damit die Nachfolge der abgewanderten Holländerin Ruth van der Wel an. Chef-Trainer Michael Schöps gab diese Entscheidung im Rahmen eines Pressegesprächs am Montag bekannt.
Bereits seit 2001 geht Katja Wühler für die Roten Raben auf Punktejagd. Auch in die Nationalmannschaft hat es die schlagkräftige Außenangreiferin geschafft. Nun steht der 24-Jährigen eine neue Herausforderung bevor, Trainer Michael Schöps gesteht ihr die Kapitänsrolle zu. "Das ist eine große Verantwortung der Mannschaft und dem verein gegenüber, der ich mich gerne stellen werde", so Wühler. Auch Rote Raben-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung-Kronseder ist mit der Wahl des Trainers zufrieden: "Katja hat sich in den letzten Jahren bei uns sowohl menschlich als auch als Spielerin großartig entwickelt. In der Rolle der Spielführerin wird sie sicherlich noch einen weiteren Schritt nach vorne machen."
Ben Weinberger
| Deutschland - www.beach-volleyball.de |
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Mittwoch. 08. Oktober 2003 |
Siege
und eine Niederlage für deutsche Teams
Bei der Beach WM der Damen in
Rio haben Helke Claasen und Judith Deister im zweiten Spiel den ersten Sieg
einfahren können. Nach ihrer Auftaktniederlage setzten sich Helke und Judith
klar in zwei Sätzen gegen das ungarische Duo Nagy-Petho mit 21:12 und 21:09
durch. Im letzten Spiel des Pool J treffen sie auf Sfyri-Karadassiou aus
Griechenland, der Sieger der Partie gelangt in die nächste Runde.
Den zweiten Sieg im zweiten
Spiel konnten Susanne Lahme und Danja Müsch klar machen. Sie gewannen in drei Sätzen
gegen Arvaniti-Koutroumanidou aus Griechenland mit 18:21, 21:10 und 15:10. Damit
stehen Susi und Danja bereits als Gruppenerste fest, da ihr nächster Gegner,
das griechische Team Nikolaidou-Tsiartsiani, verletzungsbedingt passen muss.
Eine Niederlage mussten
hingegen Stephanie Pohl und Okka Rau einstecken. Nach ihrem lockeren Sieg gegen
Alcon-Cati Pol aus Spanien setzte es im Pool L eine Niederlage gegen das
kubanische Duo Larrea Peraza-Fernandez Grasset (18:21, 21:08, 09:15). Für
Stephie und Okka zählt somit im letzten Gruppenspiel gegen Dumont-Martin aus
Kanada nur noch ein Sieg.
Ahmann/Vollmer siegen in
drei Sätzen
Nach Pohl/Rau und Lahme/Müsch
haben nun auch Andrea Ahmann und Jana Vollmer ihr Gruppenauftaktmatch gewonnen.
In 55 Minuten Spielzeit besiegten die DM-Zweiten das japanische Duo Rii
Seike-Yamakawa mit 21:14, 21:23 und 15:11. Noch am Dienstag geht´s gegen Tian
Jia-Wang Fei aus China.
| Deutschland - Leipziger Volkszeitung |
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Mittwoch. 08. Oktober 2003 |
Arena-Chef: Basketball rein, Volleyball raus
Leipzig. Geht es nach Plänen
von Winfried Lonzen, Geschäftsführer der Arena-Betreibergesellschaft, sollen
die Basketballer des Bundesligisten Mitteldeutscher BC(MBC)ihre Heimspiele ab
der Saison 2004/2005 in der Arena Leipzig austragen. Ausziehen müssten dafür
die Volleyballer des VV Leipzig.
Nach dem Erfolg beim
"Versuchsballon" gegen Alba Berlin (5480 zahlendeZuschauer) spielt der
MBCin dieser Saison viermal in Leipzig. Dabei soll es nicht bleiben. "Wir
liegen mit dem MBCauf einer Wellenlänge, dass wir die Basketballer ständig
hier haben wollen", sagtLonzen. "Aber", nennt der Arena-Boss das
Problem, "je mehr rein kommen, desto größere Terminprobleme kriege ich.
Drei Ballspielvereine in der Halle geht nicht."Konsequenz:"Das ist nur
auf dem Rücken der Volleyballer auszutragen."Einfacher formuliert:Der
VVLsoll raus.
Der wenig geglückte
Saisonstart des VVL vergangenen Sonntag gegen Düren (0:3) hat den 58-Jährigen
in seiner Auffassung bestärkt: "Ich war da. Für das erste Saisonspiel mit
einer neuen Mannschaft sind 1000 Zuschauer, die auch noch hochgerechnet, mehr
als traurig. Dass trotz der sozialen Preise nicht mehr mobilisiert werden
konnten, hat mich sehr erschreckt."
Vom Basketball erwartet er viel
mehr - Zuschauer und Einnahmen. Lonzen verhehlt das wirtschaftliche Interesse
nicht, darauf würde die Betreibergesellschaft Wert legen. Da kommen ihm die
potenteren Basketballer im Vergleich zu den Hand- und Volleyballern gerade
recht. "Von HCL und VVL bekommen wir pro Spiel 1500 Euro Nutzungsentschädigung,
weit unter Markt. Dazu kommen 70 Prozent der Einnahmen ab dem 2000.
Zuschauer." Beim VVL habe er letzte Saison auf 5500 Euro verzichten müssen.
"Das ging dann als Sponsorleistung durch, dafür gab's eine
Spendenquittung."
Die Basketballer würden einen
ganz anderen Vertrag unterschreiben, marktübliche Miete zahlen, die mehr als
das doppelte im Vergleich zu den Leipziger Vereinen betrage. Dazu der
Zuschaueranteil ab dem ersten Besucher. Das rechnet sich:10 bis 18 Euro kostet
ein MBC-Ticket, beim Volleyball nur 4 Euro. Lonzen:"Voll wird's auch beim
Basketball nicht immer. Aber ich gehe von 3000 bis 4000 im Schnitt
aus."Dass ab und an auch das Fernsehen komme, sei ein willkommener
Nebeneffekt.
Rechtliche Probleme fürchtet
der Arena-Chef nicht. Der Vertrag mit den Vereinen ist für Lonzen eher eine
Vereinbarung und juristisch nicht verwertbar. Und der Betriebskostenzuschuss aus
dem Rathaus (50 000 Euro/Monat) sei nicht an konkrete Leistungen gebunden.
Sorgen macht sich Winfried
Lonzen um ganz praktische Dinge.Eine Korbanlage (20 000 Euro) muss angeschafft
werden, hinzu kommt das Problem Spielfeld. "Die Basketballer beanspruchen
eigenen Boden, wegen der TV-Spiele dürfen nur Basketball-Markierungen zu sehen
sein."Hätte zur Konsequenz, dass das rote Volleyballfeld in der Mitte
abgeschliffen werden muss. Die Handball-Fraktion hat mehr Glück.Deren
Markierungen liegen außerhalb des Basketball-Feldes und können abgeklebt
werden. Für Volleyball ("VVL-Spitzenspiele können immer noch in der Arena
stattfinden") müsste ein mobiler Boden, wie jüngst bei der EM,
angeschafft und vor den Partien verlegt werden. Das kostet aber Geld und Zeit.
Doch das dürfte angesichts der sportpolitischen Brisanz das geringste Problem
der Frage "Volleyball oder Basketball?" sein. Bis Jahresende soll eine
Entscheidung fallen.
Uwe Köster
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Mittwoch. 08. Oktober 2003 |
Schwerin:
Mit neuem Schwung angreifen
SSC-Volleyballerinnen vor
Aufbau-Saison / Unter Tore Aleksandersen weht frischer Wind
Schwerin Die Schweriner
Volleyball-Anhänger können sich auf eine interessante Bundesliga-Saison ihrer
SSC-Damen freuen. Am Sonnabend erfolgt in heimischer Halle gegen Leverkusen der
erste Aufschlag.
Schon beim eigenen
Vorbereitungsturnier Ende September war die Handschrift des neuen Trainers Tore
Aleksandersen zu erkennen. Seine Schützlinge agierten bei ihrem Turniererfolg
mit mehr Kampfgeist und Spielfreude als in der Vorsaison. Doch noch liegt viel
Arbeit vor dem Norweger, von dem seine Spielerinnen sagen: "Er lebt
Volleyball".
"Wir müssen noch mehr
trainieren, damit die Spielerinnen auch die Technik verinnerlichen", so der
35-Jährige, der seit seinem Amtsantritt Anfang August den Trainingsumfang
deutlich erhöht hat. Denn sein Motto ist ganz klar: "Durch hartes,
intensives Training soll eine hohe spielerische Qualität herauskommen." Für
Aleksandersen gilt es, in der neuen Saison aus den langjährigen
SSC-Spielerinnen Jana Müller, Patricia Wolf, Angela Krivorot, Kathleen Weiß,
Cathrin Schlüter und Anika Schulz sowie aus den Neuzugängen Linda Dörendahl
(1. VC Parchim), Jana Schumann, Tina Gollan und Kerstin Kämpfe (alle VCO
Sinsheim) eine schlagkräftige Truppe zu formen und die einzelnen Spielerinnen
weiterzuentwickeln. So sieht denn auch die Teamleitung diese Spielzeit als
Aufbau-Saison, aber dennoch setzt sie als Ziel für die Mannschaft Platz zwei
bis vier in der Meisterschaft. Und die Endrunde im DVV-Pokal sollte nach zwei
Jahren Abwesenheit auch mal wieder erreicht werden.
Aufgrund der Juniorinnen-WM Anfang September und der EM in der Türkei Ende des Vormonats, hatte Tore Aleksandersen seinen kompletten Kader erst recht spät zusammen, so dass es in puncto Abstimmung noch hapert. Zudem ist in den einzelnen Bereichen wie Block- und Feldabwehr noch einiges zu tun. "Auch bei der Organisation auf dem Feld müssen wir besser werden." So kommt dem Norweger der Spielplan recht gelegen. Das Auftaktmatch gegen Leverkusen schätzt er da noch als das schwierigste ein. Aber die folgenden Partien gegen Augsburg, Berlin sowie die Aufsteiger Suhl und Braunschweig will er vorrangig dazu nutzen, dass sich seine Mannschaft einspielt. "Das muss sein, bevor wir auf die starken Teams von Münster, Hamburg und Ulm treffen", weiß der neue Coach.
Martina Kasprzak
Volleyball-Bundesliga:
Schwerin - Leverkusen, Sonnabend, 18 Uhr, Volleyballhalle.
| Deutschland - Die Welt |
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Mittwoch. 08. Oktober 2003 |
Deutsche
Beachvolleyballspieler trainieren in Rio - WM 2005 doch in Berlin?
Rio de Janeiro - Seit Wochen
redet die Gilde der Beachvolleyballspieler nur noch vom Traumziel Rio: Wenn die
Weltmeisterschaften von heute an zehn Tage lang an der Copacabana ausgetragen
werden, wissen die Sandbaggerer ganz genau, dass es für sie keinen besseren Ort
für ihre Passion gibt. Längst ist der Zuckerhut zum Mekka der Szene geworden:
Beste äußere Bedingungen haben dafür gesorgt, dass sich eine Vielzahl europäischer
Profis im Winter monatelang in Brasilien aufhält, um sich für den Sommer fit
zu machen.
Auch für die deutschen
Spitzenteams bedeuten die Trainingslager in Rio eine klug kalkulierte
Investition, die sich in den Monaten darauf in Preisgeldern verzinst. "Der
Flug ist das Teuerste am Ganzen", so Hinnerk Femerling, Beachwart des
Deutschen Volleyball-Verband (DVV). Lebenshaltungskosten, Trainer, Balljungen
sind für wenig Euro zu haben. Und das in einer Qualität und einem Know-how,
die in Europa nicht zu bekommen sind: "Selbst ein zweitklassiger
brasilianischer Trainer", sagt Femerling, "bringt dich vom technischen
Drill und den technischen Übungen her weiter als ein deutscher
Spitzentrainer."
Zum Gesamtpaket gehören noch ein Co-Trainer und fünf bis sechs Balljungen, die dafür sorgen, dass die Intensität der Übungen hoch bleibt. Und das alles zu einem Preis, so Femerling, "zu dem du bei uns in der Halle noch nicht einmal einen Übungsleiter für die Verbandsliga kriegst". So ganz nebenbei verdienen die Besten ihrer Zunft inzwischen so viel Geld, dass sie davon nicht nur bequem leben, sondern auch noch für die Zeit nach der Karriere einiges zurücklegen können. Wobei sich Spitzenkräfte wie Stephanie Pohl und Okka Rau aus Kiel oder auch Markus Dieckmann/Jonas Reckermann aus Köln, die sich als Neunte bzw. Vierte der Weltrangliste unter den Top Ten platziert haben, auch gut vermarkten lassen. 50 Prozent des Einkommens der heimischen Stars, so rechnet Femerling hoch, komme aus Vermarktungserlösen, 30 Prozent aus Preisgeldern, den Rest steuert der Verband bei.
Die Profis hätten aus dem
zweiten und dritten Topf gern mehr. So wünscht sich Dieckmann mehr Spielmöglichkeiten
auf hohem Niveau. Zehn Turniere auf der Weltserie, das sei "zum Leben zu
wenig und zum Sterben zu viel". Zudem wird immer wieder gefordert, dass der
Verband mehr Geld in seine Strandabteilung pumpt. Auch auf Kosten der
Hallenfraktion, schließlich - so das Argument - sind die Beachvolleyballspieler
international wesentlich erfolgreicher. "Wir haben in den vergangenen
Jahren schon viel in diese Richtung gedreht", beteuert Femerling, "und
werden auch weiter dran drehen." Allerdings seien vom finanzschwachen DVV
keine großen Geldspritzen zu erwarten. Vielmehr gehe es darum, die
Rahmenbedingungen zu verbessern.
Zum Beispiel, indem die Profis
mit einer WM im eigenen Land eine Plattform auf höchstem Niveau geboten
bekommen. Und das eventuell nicht erst - wie eigentlich geplant - im Jahre 2007.
Der Volleyball-Weltverband (FIVB) erwägt, Kalifornien die WM 2005 zu entziehen
und sie an Berlin zu vergeben: DVV-Präsident Werner von Moltke bestätigte eine
Anfrage des Weltverbandes. Damit ziehe die FIVB Konsequenzen aus ihrer Verärgerung
über mangelhafte Organisation, schlechte Promotion und wenig Zuschauer beim
Grand Slam im September.
Julius F. Michels
| Deutschland - VV Berlin-News |
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Mittwoch. 08. Oktober 2003 |
Ergebnisse
der Landestrainerkonferenz in Berlin
Nach einem sehr interessanten Impulsreferat von DR. Arne Güllich, verantwortlich für den Nachwuchsleistungssport im DSB/BL empfanden sich die Landestrainer in ihrer Arbeit der letzten Jahre durchaus bestätigt: Geht es nämlich doch eher um eine geringere Spezialisierung und ein breiter angelegtes Training, um in der Spitze ankommen zu können. Vor dem Hintergrund machen auch die seitens der DVJ geänderten Jugendspielsysteme (Abschaffung der DM auf unterster Ebene, späterer Libero-Einsatz, etc.) Sinn.
Ein weiteres Thema, das diskutiert wurde, war der Bundespokal, der ja ebenfalls von den Änderungen betroffen war. So stand in der Diskussion, ob man im Zuge der EU-Osterweiterung eine Ausländerregelung (Begrenzung) in die Statuten aufnehmen solle. Nach langer, zum Teil kontroverser Diskussion einigte sich das Gremium, an dem neben den Landestrainern auch die Bundestrainer teilnahmen, alles beim alten zu belassen und somit Ausländern die Möglichkeit zu geben, mitzuspielen.
Geändert wurde aber der nationale Sichtungstermin der Mädchen, der erst vor kurzem zu dem der Jungen abgeändert wurde. Nach den Erfahrungen der letzten beiden Jahre wird es ab nächstem Jahr (immer in den geraden Jahren) eine gemeinsame Sichtung der jeweiligen Jahrgänge geben. Die Frage, ob durch die Änderungen des Jugendspielverkehrs auch der C-Pokal (Einstiegspokal) im 4:4 gespielt werden solle, war heiß umstritten. Letztlich einigte man sich auf die bisherige Lösung, was bedeutet, dass sich auch hier nichts ändert. Ändern dagegen wird sich einiges, was die Libero-Regelung angeht: So darf erst beim B1-Pokal mit dem Libero/Libera gespielt werden, so dass eine breite Ausbildung während des C-Pokals noch stattfinden kann. Gleich geblieben sind dagegen die Netzhöhen.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt war die Diskussion um die Ausbildungskostenerstattung und auch der Wechsel von Bundeskadern zu anderen Vereinen. Alle Beteiligten waren der Auffassung, dass die Trennung der Spielrechte (ab sofort zwei Pässe) zur Folge haben wird, dass nun kunterbunt kurzfristig gewechselt werden kann und dies die ausbildenden Vereine schädigen würde. Es wird überlegt bzw. ist es angedacht, eine Regelung zu finden, dass die Bundestrainer bei alles Bundeskadern ein Mit-spracherecht haben, dass sich nicht wenige Vereine für eine Deutsche Meisterschaft ein Team kurzfristig "zusammenkauft". Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Regelung durchsetzen wird, um dem Wildwuchs Einhalt zu gebieten.
Sehr erfreulich waren die Ausführungen
des Bundestrainers Beach Lennard Krapp: Von zehn möglichen Finals bei EM/WM
haben deutsche Teams neun erreicht. Oder anders ausgedrückt: von 20 möglichen
Medaillen konnten 13 geholt werden, so dass Deutschland die stärkste Nation im
Jugend-Beachbereich ist. Maßgeblichen Anteil daran hat auch Stützpunkttrainer
Elmar Harbrecht, dessen Berliner Schützlinge ebenfalls zu Medaillenehren kamen.
Letztlich saßen die
Landestrainer noch getrennt nach den jeweiligen Geschlechtern (männlicher und
weiblicher Bereich) zusammen und berieten, wie das erfolgreiche Jahr 2003 (alle
Jugendnationalmannschaften haben sich für die EM/WM qualifiziert) nicht eine
Eintagsfliege bleibt, sondern wie der Erfolg beständig gehalten und sogar noch
ausgebaut werden kann.
Als guter Gastgeber erwies sich
einmal mehr der VVB, denn bei einem kleinem Umtrunk, zu dem Koch, unter dessen
Leitung die Landestrainerkonferenz durchgeführt wurde, im Namen des VVB lud,
konnten sich die Landestrainer in entspannter Atmosphäre der Zukunft des
Jugendvolleyballs widmen.
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel