News

Freitag, 10. Oktober 2003 

Spielabsage für die Volley YoungStars
Ulm: Routine geht, Talente kommen
Schirmherrschaft des Teams aus Friedrichshafen
VfB startet mit Verspätung in die Saison
Weltrangliste: Platz neun und Platz 22!
Ahmann/Vollmer bei WM ausgeschieden
Claasen/Deister im Achtelfinale
Der TV Fischbek Hamburg im Umbruch
SSC: Schwerer Brocken zum Auftakt
Ludwig: Konkurrenzdruck im Team gewachsen
Für die 48er ist ein Heimsieg Pflicht
WSU will sich nicht noch einmal so präsentieren
Gegen "launische Diva" zu positivem Punktekonto
Heimpremiere für Lebedew & Co
TV Fischbek: Weniger Geld, mehr Spaß

Oktober 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Freitag. 10. Oktober 2003

Spielabsage für die Volley YoungStars

FRIEDRICHSHAFEN (gus) - Das Zweitligaspiel der Volley YoungStars des VfB Friedrichshafen beim 1. Sonneberger SC fällt aus. Ursprünglich war es für Samstag, 11. Oktober, angesetzt. Stattdessen können Söhnke Hinz und seine Spieler beim Saisonauftakt des Bundesligateams dabei sein.

Angedeutet hatte sich die Spielabsage schon zu Beginn der Woche: Da erfuhr Söhnke Hinz von dem technischen Defekt in der Sonneberger Sporthalle. Am Mittwochabend war es amtlich: Der Schaden an der Stromversorgung kann nicht rechzeitig behoben werden, das Spiel muss ausfallen. Für die YoungStars ist das kein Beinbruch. Anstatt Spieltaktik zu üben, verlagerte Söhnke Hinz den Schwerpunkt kurzfristig auf individuelles Training. So wie es aussieht, wird die Partie erst Ende November, Anfang Dezember nachgeholt. Das hätte für den VfB den Vorteil, dass bis dahin Aljoscha Grabowski (Ellenbogenverletzung) und Tino Kirchner (Reha nach Knie-Operation) wieder fit und das elfköpfige Team komplett wäre.

 

Deutschland - Südwest Presse 

Freitag. 10. Oktober 2003

Ulm: Routine geht, Talente kommen

Internationale Erfahrung verloren, aber viel ausbaufähiges Talent dazugewonnen: So lässt sich das Wechselspiel von Abgängen und Neuzugängen bei SSV Ulm ALIUD PHARMA umreißen.

Ein Quartett ist gegangen, ein Quartett gekommen, jetzt fehlt noch eine starke Mittelblockerin. Die Erfahrung von Elles Leferink (zu Longa 59 Lichtenvoorde) und Jaroslava Bajerova (Ziel unbekannt) wird dem SSV fehlen. Weitere Abgänge: Tereza Stribrna und Sandra Sedlar (zur TG Biberach). Neu im Team sind die holländische Angreiferin Alice Blom und die drei Junioren-Nationalspielerinnen vom VC Olympia Sinsheim, Bettina Stumpf, Steffi Lehmann und Beate Lander. Mathias Eichinger charakterisiert die vier Neuen so:

·Alice Blom: Vom Typ ähnlich wie Elles, springt sogar noch höher, Rechtshänderin, hat einen guten Sprungaufschlag, hat aber nicht die Erfahrung. Sie mit Elles zu vergleichen, bringt nichts. Ich überlege, ob sie diagonal oder außen spielt.
·Bettina Stumpf: Sie ist vielseitig, kann alles spielen, auch Mittelblockerin, hat eine sehr gute Annahme. Wirkt noch ein bisschen kraftlos.
·Steffi Lehmann: Für ihr junges Alters sehr spielfähig, sehr schneller Armzug, kann auch Mitte spielen. Im Sprungaufschlag stabil, im Block noch ein bisschen schwach.
·Beate Lander: Das Wichtigste ist, dass ihr Knie gut wird. Wenn sie fit ist, traue ich ihr ganze Spiele zu. An ihrer Zuspieltechnik muss man noch etwas arbeiten. Die drei Juniorinnen sind alle noch sehr ruhig.

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Freitag. 10. Oktober 2003

Schirmherrschaft des Teams aus Friedrichshafen

Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen sind am Freitag, 10. Oktober , beim Tag der offenen Tür des CJD in Friedrichshafen zu Gast. Ab 14.30 Uhr gibt es in der Konstantin-Schmäh-Straße 31 Schnuppertraining zum Mitmachen und Autogramme von den Spielern.

Kapitän Bogdan Jalowietzki und seine Teamkollegen haben die Schirmherrschaft über die CJD-Veranstaltung übernommen. „Das CJD befass sich in seinem Engagement viel mit Kindern und Jugendlichen – auch aus anderen Nationen. Bei uns läuft es genauso“, erklärt VfB-Manager Bernd Hummernbrum die Kooperation. „Die Volleyballer leben es vor, wie man im Sport ausländische Mitbürger integrieren kann.“ Für die Volleyballer war es deshalb keine Frage, beim Rahmenprogramm mitzumachen. Das CJD Friedrichshafen hat sein Domizil in den Räumlichkeiten oberhalb der Sparkassenfiliale im Oberhof.

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Freitag. 10. Oktober 2003

VfB Friedrichshafen startet mit Verspätung in die Saison

FRIEDRICHSHAFEN (gus) - Saisonauftakt für den VfB Friedrichshafen. Mit der Partie gegen Aufsteiger VV Humann Essen am Samstag, 18 Uhr, beginnt für das Team von Stelian Moculescu die Spielzeit 2003/2004. Bis zur Fertigstellung der ARENA Friedrichshafen wird weiter in der Bodensee-Sporthalle gespielt.

Genau betrachtet ist die Saison schon eine Woche alt. Dass der VfB erst an diesem Samstag einsteigt. Der Grund dafür ist einfach: Um nicht dreimal innerhalb eines Monats durch halb Deutschland reisen zu müssen, hat man die Spiele in Markranstädt (17. Oktober) und bei den Volley Dogs in Berlin (19. Oktober) auf ein Wochenende gelegt. Ein Wochenende später (26. Oktober) tritt der Drittplatzierte der vergangenen Saison, also der VfB Friedrichshafen, beim Deutschen Meister SCC Berlin an.

Aber zurück zum Auftaktmatch. Mit Humann Essen ist nach dem Abstieg von VC Bottrop wieder ein Ruhrgebietsverein in der ersten Liga. Grund genug für Bottrops Manager Wolfgang Donat dem Nachbarclub zum ersten Bundesligasieg zu gratulieren. Am vergangenen Wochenende triumphierten die „Humänner“ mit 3:0 über Markranstädt. Nun sind Markranstädt, ebenfalls ein Aufsteiger, und der VfB Friedrichshafen zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Am Samstag wird sich herausstellen, ob die Häfler nicht eine Nummer zu groß sind. Zumindest was die Körpergröße anbetrifft, sind Jalowietzki & Co. nicht einzuholen. Der Humann-Kader weist nur einen Zwei-Meter-Mann auf, der Schnitt liegt bei 1,89 Metern. Zum Vergleich: Die Häfler Garde kommt im Schnitt auf 1,97 Meter. Was Bogdan Jalowietzki anbetrifft, so wird Moculescu vorerst auf den routinierten Blocker verzichten müssen. Knieprobleme zwangen den Kapitän dazu, sich am Donnerstag bei Dr. Thomas Stahl in München einer Operation am Meniskus zu unterziehen.

Auf der einen Seite steht der VfB Friedrichshafen als fünfmaliger Deutscher Meister, auf der anderen der Nobody aus der Wolfskuhle, wie die Spielstätte des Aufsteigers heißt. Haben die Essener überhaupt eine Chance gegen den VfB? „Das weiß ich nicht, es wird sich zeigen“, sagt Moculescu, dem die 31. Saison als Spieler oder Trainer bevorsteht. Ihm ist es wichtig, dass die Mannschaft in ihrem ersten Meisterschaftsspiel gut zusammenfindet - und natürlich gewinnt.

Der Fanclub „Die Außerhäflerischen“ startet eine große Glücksrad-Aktion nach dem Motto „Jeder Dreh gewinnt“. Bereits um 10 Uhr bauen die blau-weißen Anhänger ihren Stand in auf dem Buchhornplatz in der Innenstadt auf.

 

Deutschland - DVV-News 

Freitag. 10. Oktober 2003

Weltrangliste: Platz neun und Platz 22!

DVV-Frauen und -Männer unverändert

Weder nach unten noch nach oben in der Weltrangliste ging es für die deutschen Hallen-Nationalmannschaften nach den Europameisterschaften. Nach wie vor rangieren die Frauen auf Platz neun während die Männer Platz 22 einnehmen.

Bei den Frauen rutschte Russland durch das schlechte Abschneiden bei der EM - nur Platz fünf - auf Position drei ab. Erster sind nun die USA, gefolgt von China. Den größten Sprung nach vorn machte Vizeeuropameister Türkei, das sich vom 44. auf den 14. Rang verbesserte.

Bei den Männern dagegen blieb auf den ersten sieben Plätzen alles beim Alten. Erster ist Brasilien, Zweiter Serbien-Montenegro und Dritter Russland. Die erste Veränderung gibt es auf Position acht. Diese nimmt nach dem fünften Platz bei der EM Polen ein.

Weltrangliste Frauen (Stand: 29. September)
1. (2.) USA (197 Punkte)
2. (3.) China (191 Punkte)
3. (1.) Russland (185 Punkte)
4. (4.) Italien (137,5 Punkte)
5. (6.) Brasilien (133 Punkte)
6. (5.) Kuba (132 Punkte)
7. (7.) Korea (96 Punkte)
8. (8.) Niederlande (83,5 Punkte)
9. (9.) Deutschland (79 Punkte)
10. (11.) Polen (54 Punkte)

Weltrangliste Männer (1. Oktober)
1. (1.) Brasilien (216 Punkte)
2. (2.) Serbien und Montenegro (184 Punkte)
3. (3.) Russland (179 Punkte)
4. (4.) Italien (173 Punkte)
5. (5.) Frankreich (119,5 Punkte)
6. (6.) Argentinien (100 Punkte)
7. (7.) Niederlande (75 Punkte)
8. (10.) Polen (64,5 Punkte)
9. (8.) Griechenland (61 Punkte)
10. (15.) USA (58,5 Punkte)
22. (22.) Deutschland (22 Punkte)

 

Deutschland - www.volleyball-online.de  

Freitag. 10. Oktober 2003

Ahmann/Vollmer bei Beachvolleyball-WM ausgeschieden

Rio de Janeiro (dpa) - Das Beachvolleyball-Nationalteam Andrea Ahmann/Jana Vollmer (Schmiden/Rottenburg) ist nach einer umkämpften Drei-Satz-Niederlage gegen die Schweizerinnen Benoit/Kuhn bei der Weltmeisterschaft ausgeschieden. Die Vize-Europameisterinnen unterlagen ihren Trainingspartnerinnen in Rio de Janeiro mit 19:22, 24:22, 12:15. Damit erreichten Ahmann/Vollmer den geteilten 17. Rang.

«Das sind ihre Angstgegner, und so haben sie auch gespielt», sagte Jörg Ahmann, der mit Axel Hager erst in der kommenden Woche ins Geschehen an der Copacabana eingreift. «Es ist schon bitter. Gestern haben sie die Weltranglisten-Fünften aus China geschlagen und sind Gruppenerste geworden und heute sind sie viel zu ängstlich gewesen», sagte der Bronzemedaillen-Gewinner von Sydney. Besonders seine nur 1,68 m große Frau hatte bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Mühe mit Angriffen und Aufschlägen. «Ich ärgere mich über die Fehler, aber es war auch verdammt heiß», sagte die enttäuschte Andrea Ahmann.

Zumindest ein deutsches Frauen-Team steht durch das deutsche Duell zwischen Susanne Lahme/Danja Müsch (Düren) und Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburg) im Achtelfinale. Auf Helke Claasen und Judith Deister (Düren/Leverkusen) wartet mit den Chinesinnen Tian Jia/Wang Fei eine schwere Aufgabe.

Unterdessen wurde bekannt, dass die nächste WM in zwei Jahren voraussichtlich in Berlin stattfinden wird. Der Weltverband FIVB entzog Los Angeles die Ausrichtung, weil die Organisation des Grand Slams im September zu wünschen übrig ließ. «Es gibt noch letzte Gespräche in der nächsten Woche hier in Rio», bestätigte Götz Moser, Vize-Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Freitag. 10. Oktober 2003

Claasen/Deister im Achtelfinale

Toller Sieg gegen die Weltranglisten-Fünften

Alle Achtung: Mit einem 2:1 (-19, 18, 15) über die Weltranglisten-Fünften Tia Jian/Wang Fei aus China haben sich Helke Claasen und Judith Deister einen Platz im Achtelfinale der Weltmeisterschaft in Rio verdient. Claasen/Deister liegen in der Weltrangliste nur auf Platz 34, während die Chinesinnen in diesem Jahr schon zwei World-Tour-Turniere gewinnen konnten. Gegner von Claasen/Deister im Achtelfinale sind allerdings keine Geringeren als die Weltranglisten-Ersten Paula/Pires aus Brasilien.

Ebenfalls im Achtelfinale stehen Okka Rau und Stephanie Pohl nach einem 2:0 (14, 19) über Susanne Lahme und Danja Müsch. Pohl/Rau treffen nun auf die Amerikanerinnen Jordan/Davis.

Unglücklich ausgeschieden sind dagegen Andrea Ahmann und Jana Vollmer, die sich gegen die Schweizerinnen Benoit/Kuhn sehr schwer taten und in drei Sätzen (-19, 22, -12) verloren. Im zweiten Satz hatten die Deutschen noch zwei Matchbälle abgewehrt, im dritten aber erlaubten sie sich zu viele Eigenfehler.

Ahmann/Vollmer und Lahme/Müsch dürfen immerhin 160 Weltranglistenpunkte und jeweils 5.000 Dollar Preisgeld pro Team mit nach Hause nehmen.

Pohl/Rau haben als Neunte der Weltrangliste eine gute Chance, sich gegen die um einen Rang schlechter platzierten Jordan/Davis durchzusetzen. Der Sieger trifft dann auf den Gewinner des Duells Claasen/Deister gegen Paula/Pires. Pohl/Rau und Claasen/Deister haben in jedem Fall durch das Erreichen des Achtelfinales 320 Weltranglistenpunkte und 10.000 Dollar Preisgeld sicher. Alle Achtelfinalpartien werden am Freitag ausgetragen.

weg

 

Deutschland - Harburger Anzeigen und Nachrichten 

Freitag. 10. Oktober 2003

Der TV Fischbek Hamburg im Umbruch

Es wird ein ungewohntes Bild für die Zuschauer in der Sporthalle in Neuwiedenthal sein. Wenn sich die Volleyballerinnen des TV Fischbek Hamburg zur Vorbereitung auf das erste Bundesliga-Saisonspiel ein- und am Sonntag um 15 Uhr gegen den Berlin-BVC 68 aufschlagen, wird Knut Rettig, der das Team lange Jahre trainiert hatte, vermutlich nicht mehr mit von der Partie sein.

Auf dem Mannschaftsfoto auf der Fischbeker Internet-Seite ist er schon gar nicht mehr abgebildet, auf der Teamliste wird er immerhin noch als Sportlicher Berater geführt. Doch in der Vorbereitung war er überwiegend nicht mit von der Partie. Auch am Sonntag, glaubt TVF-Manager Horst Lüders, wird Rettig "höchstens als Zuschauer" in die Sporthalle zu Gast sein.

"Das war anders abgesprochen, aber ich kann niemanden zwingen, zu uns zu kommen. Es wird auch ohne ihn laufen", sagt Lüders mit knappen Worten und wendet sich lieber dem neuen Trainergespann zu: Marina Cukseeva wird beim Verband offiziell als Spielertrainerin geführt, das Training leitet bislang Johnny Westreicher Mick - Ehemann von Zuspielerin Elena Keldibekova de Westreicher -, der allerdings für die Bundesliga keine Lizenz besitzt.

"Die beiden machen das ganz hervorragend", lobt Lüders, der nicht nur von den beiden Übungsleitern, sondern auch von den Youngstern einen "positiven Eindruck" hat. Margarethe Kozuch (16) und Johanna Barg (19) waren vom Zweitligisten CVJM Hamburg zum TVF gewechselt. Als dritter "Neuling" verstärkt Juliana Lavrova das Team. Die Kasachin hatte schon vor der vergangenen Saison zum TVF wechseln sollen, war allerdings wegen Knieproblemen wieder aus dem Kader gestrichen worden. Nun ist sie doch in Fischbek angekommen.

Doch die Abgänge von Jana Vavrova, Anca Popescu, Zdena Loksova und Simone Kollmann wiegen schwer, und so weiß auch Lüders: "Wir werden wahrscheinlich nicht an die ersten drei, vier Teams herankommen. Realistisch ist Platz fünf bis acht."

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Freitag. 10. Oktober 2003

SSC: Schwerer Brocken zum Auftakt

Morgen empfangen SSC-Volleyballerinnen zum Saisonstart Bayer Leverkusen

Schwerin Am Mittwochabend eröffneten die Bundesliga-Volleyballerinnen des Schweriner SC in geselliger Runde die neue Saison. Morgen um 18 Uhr erfolgt der scharfe Start in der heimischen Halle gegen Bayer Leverkusen auf dem Parkett.

„Das ist gleich zu Beginn ein schwerer Gegner", meinte SSC-Präsident Johannes Wienecke, der aber wie alle darauf hofft, dass die Schweriner Volleyballerinnen mit einem Sieg in die neue Spielzeit starten werden. "Die Partie wird für uns bereits richtungweisend sein. Denn Leverkusen liegt mit uns auf einem Niveau. Wenn wir die schlagen, dann gibt das den Mädels sicher noch einen weiteren Schub", betonte SSC-Abteilungsleiter Holger Stenzel. Die Bayer-Truppe, in der vergangenen Saison als Siebter auf Grund von großen Verletzungssorgen unter Wert geschlagen, peilt natürlich in der neuen Spielzeit einen Platz in der Meisterrunde unter den besten Sechs an. Die Mannschaft von Gundula Krause hat mit Judith Sylvetser, Kathy Radzuweit und Julia Schlecht drei Nationalspielerinnen in ihren Reihen. Da bleibt abzuwarten, wie schnell die Drei von DVV-Auswahl auf Verein umschalten können.

Aber im SSC-Lager zeigt man sich sehr zuversichtlich - besonders Trainer Tore Aleksandersen: "Wir haben gut trainiert. Ich habe mir aus der Vorsaison Videos von Leverkusen angesehen. Die Mannschaft hat sich nicht viel verändert. Ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen werden und wir einen guten Saisonstart zeigen. Wir müssen auf jeden Fall unser Spiel durchziehen."

"Wir haben eine junge Mannschaft mit großem Potenzial für die Zukunft. Ich bin stolz, hier in Schwerin arbeiten zu können", richtete der neue SSC-Coach seine Worte an die zahlreich im Restaurant Wallenstein erschienenen Volleyball-Freunde und
-Förderer aus Wirtschaft, Politik und Sport - allen voran MV-Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff (SPD). SSC-Präsident Johannes Wienecke dankte allen, die auch in der neuen Saison ihr Engagement beim Damen-Bundesligisten fortsetzen. "Wir wollen unsere Ziele mit jungen Spielerinnen aus der Region und Deutschland sowie Sponsoren aus der Region verwirklichen. In dieser Saison reden wir noch nicht von der Meisterschaft, aber für die Zukunft muss das wieder unser Bestreben sein", so der SSC-Chef, der Außenangreiferin
Anika Schulz für den dritten Platz bei der EM und stellvertretend Kathleen Weiß für die weiteren Junioren-Nationalspielerinnen für den fünften Rang bei der WM beglückwünschte.

Einen weiteren Grundstein in puncto Heimatverbundenheit legten die Teamleitung und der BUGA-Fördervein 2009 Schwerin. Hubert Getzin und Holger Stenzel für die SSC-Bundesligamannschaft sowie Jürgen Schoewe, Vorstandsvorsitzender des BUGA-Fördervereins, unterzeichneten eine Werbevereinbarung. Beide werden künftig für einander werben.

Martina Kasprzak

 

Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten 

Freitag. 10. Oktober 2003

Ludwig: Konkurrenzdruck im Team gewachsen

Seit voriger Saison führt der gebürtige Ulmer Arnd Ludwig (36) das DSC-Team. Letzte Saison musste der Trainer, der noch bis 2005 einen Vertrag besitzt, mit seiner jungen Mannschaft Lehrgeld zahlen. In diesem Jahr erwartet der Vorstand, dass die Mannschaft ihr "Gesellenstück" abliefert. DNN-Mitarbeiterin Astrid Hofmann unterhielt sich vorm Saisonstart mit dem Coach.

Frage: Welche Schlussfolgerungen gab es nach der letzten Saison, was machen Sie jetzt anders? 
Ludwig: Natürlich haben wir die letzte Saison umfassend ausgewertet. Zum einen gibt es jetzt ein ganz anderes Kontrollsystem, was die körperliche Fitness der Spielerinnen angeht. Es wird regelmäßig gewogen, die Zusammenarbeit mit der Sportmedizin ist viel enger geworden. Außerdem haben wir mehr Leistungstests absolviert, einen gibt es auf jeden Fall noch Anfang Januar. Bei einem Konditionstrainingslager in Tschechien hat sich die Mannschaft viel früher zusammengefunden, als das letzte Saison der Fall war.

Das Gesicht der Mannschaft hat sich erneut verändert. Was erwarten Sie von den beiden Neuzugängen? 
Mit Peggy Küttner hat eine Integrationsfigur des DSC ihre Laufbahn beendet. Sie ist schwer zu ersetzen. Doch mit Anna und Jana haben wir zwei erfahrene Spielerinnen, zwei absolute Profis dazu bekommen, die eine Führungsrolle übernehmen können. Außerdem sollen sie vor allem Stimmung aufs Feld bringen. Sie sind beide sehr emotionale Typen, die die anderen mitreißen können.

Welche Hoffnungen setzen Sie in die jungen Spielerinnen? 
Zum einen erwarte ich, dass sie ihre Leistungen stabilisieren, dass sie nicht mehr diese extremen Ausschläge nach unten haben. Ich denke, dass in diesem Jahr auch der Konkurrenzdruck höher ist und sich die Jungen im Training für einen Stammplatz anbieten müssen.

Wie zufrieden sind Sie mit der Vorbereitung? 
Leider verlief die nicht gerade optimal, weil uns viele Verletzungsausfälle zu schaffen gemacht haben. Und weil ja auch die beiden EM-Spielerinnen Kerstin Tzscherlich und Christiane Fürst lange fehlten, waren wir häufig im Training gerade einmal sechs, sieben Leute. Deshalb mussten wir auch auf Turniere verzichten, so dass uns jetzt noch Wettkampfpraxis fehlt.

Ein Wort zur Konkurrenz. Wer sind für Sie die Favoriten? 
Meister Ulm ist für mich erneut der große Favorit, trotz des Abgangs von Elles Leferink. Natürlich ist auch mit Münster zu rechnen. Schwerin und Hamburg werden wohl nicht ganz so stark wie letzte Saison sein.

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung 

Freitag. 10. Oktober 2003

Für die 48er ist ein Heimsieg Pflicht

Ist der TSV Giesen bei Fortuna vom Glück beseelt?

Hildesheim/Giesen (cen) . Das Derby wirft seine Schatten bereits voraus. Doch vor diesem Leckerbissen müssen sich die Volleyballspieler vom MTV 48 Hildesheim und dem TSV Giesen ihr Brot im Zweitligaalltag hart verdienen.

Wie schwer die Brocken manchmal zu verdauen sind, haben beide Teams am vorigen Wochenende zu spüren bekommen, als es Niederlagen in Königs Wusterhausen (MTV) und gegen Ludwigslust (TSV) setzte.

Am vierten Spieltag wollen sich die Lokalrivalen für ihre mäßigen Leistungen rehabilitieren. Fünf Stunden, so kalkuliert zumindest Mannschaftsführer Björn Wellershoff, werden die Giesener am Sonnabend auf der Autobahn unterwegs sein, bis sie in Bonn angekommen sind. Dort treffen sie dann auf Aufsteiger SSF Fortuna Bonn.

TSV-Coach Zeljko Popovic rechnet damit, dass sich die Hausherren besonders kampfstark präsentieren werden. Wieder im Kader der Giesener ist Mario Große Banholt. Der georgische Neuzugang Sulkhan Akhvlediani wird erneut auf der Außenposition zum Einsatz kommen. Er hatte im Spiel gegen Ludwigslust in einigen Szenen aufblitzen lassen, dass er bald eine wichtige Stütze für die Giesener Mannschaft sein könnte. Die Niederlage konnte "Sucho" nicht verhindern.

Was den Giesenern gegen die Volley Tigers nicht gelang, will das Team 48 am Sonntag vor heimischer Kulisse gegen die Tiger aus Ludwigslust nachholen. Anpfiff ist in der Sporthalle der Robert-Bosch-Gesamtschule (RBG) um 15 Uhr. Die 48er werden dann aber weniger das Schicksal im Sinn haben, das den TSV beim 2:3 gegen Ludwigslust ereilt hat. Vielmehr wird es ihnen darum gehen, die eigene Scharte auszuwetzen, die ihnen Königs Wusterhausen bei der ersten Saisonniederlage zugefügt hat.

Wenn MTV-Kapitän Henning Machtens und seine Mitspieler in dieser Spielzeit wie angekündigt ganz oben in der Tabelle mitmischen wollen, ist ein Erfolg über Ludwigslust Pflicht. Immerhin: Alle Akteure sind an Deck. Beste Voraussetzungen also dafür, dass die Rehabilitierung erfolgreich verläuft.

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Freitag. 10. Oktober 2003

WSU will sich nicht noch einmal so präsentieren

-alf- Warendorf. Niels Westphal analysierte mit seiner Mannschaft am Dienstag zwar die klägliche Partie gegen Olympia Berlin, doch allzu lange Zeit wollte der Volleyball-Coach nicht mehr mit dieser klaren Niederlage verbringen. Die letzten drei Sätze waren eigentlich Analyse genug, denkt Westphal nicht mehr gerne an die deutliche Klatsche.

Am Wochenende hat Warendorfs Zweitligist gleich zweimal die Möglichkeit, diese Scharte auszuwetzen. Am Samstag kommt der 1. VC Parchim, am Sonntag reist die WSU zum Meisterschaftsfavoriten Emlichheim. Das hat am Sonntag nicht unseren Ansprüchen genügt. Meine Mannschaft will sich nicht noch einmal so präsentieren. In der letzten Saison hatten wir auch ein so schlechtes Spiel dabei. Ich hoffe, dass wir dieses schlechte Spiel nun zumindest für die Hinrunde hinter uns haben.

Gleich am Samstag im zweiten Heimspiel der Saison kann die Sportunion vor eigenem Publikum Wiedergutmachung betreiben, wenn um 16 Uhr der 1. VC Parchim in der Halle A der Bundeswehr- Sportschule gastiert. Das junge Team aus Mecklenburg Vorpommern hat mit 2:4 Punkten einen schlechten Start erwischt.

Trainer Dirk Groß war bei den Spielen oftmals verhindert, so dass sich die Mannschaft nun allmählich einspielt. Auch dieses Team verändert sich ständig, denn Parchim gilt als Talentschuppen für den Schweriner SC, erklärt Niels Westphal, der in dieser Partie aber gar nicht so auf den Gegner schauen will. Nach dem letzten Spiel konzentrieren wir uns nur auf uns. Wir müssen uns im Aufschlag/Annahmebereich sowie auch in der Abwehr deutlich steigern.
Erst nach dieser Partie bereiten sich die Warendorferinnen auf das Spiel gegen den Meisterschaftsfavoriten vor.

Emlichheim ist ebenfalls nicht so gut in die Saison gestartet und steht momentan nur auf Platz vier. Wenn die WSU dort um 15 Uhr antritt, rechnet sich Westphal schon Chancen aus. Am vergangenen Wochenende hat Emlichheim Bremen ganz klar geschlagen, Emlichheim wird nun kommen. Für mich ist die Mannschaft mit Olympia Favorit auf die Meisterschaft, so Westphal, der einen Sieg aus diesem Doppelspieltag anstrebt. Personell besteht kein Grund zur Beunruhigung. Bis auf die Langzeitverletzte Anna Romberg sind alle Spielerinnen an Bord.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Freitag. 10. Oktober 2003

Gegen "launische Diva" zu positivem Punktekonto

Volley Tigers am Sonntag in Hildesheim gefordert

Ludwigslust Ohne den großen Druck der Vorjahre können die Volley Tigers Ludwigslust am Sonntag in ihr fünftes Punktspiel beim MTV Hildesheim gehen. Der 3:2-Erfolg gegen Giesen verschaffte der Mannschaft eine Ausgangsposition (4:4 Punkte), wie man sie bei den Tigers schon fast nicht mehr kannte.

"Wir mussten selber mehr tun als beim 3:2 in Oststeinbek, haben es aber phasenweise immer wieder geschafft, den Gegner gut unter Druck zu halten", fasst Trainer Ingo Achtelik die Auswertung des Giesen-Spiels zusammen. Im Angriff sei man auf etwas bessere Werte als bisher gekommen, die Quote sei aber nach wie vor ausbaufähig. Insbesondere in puncto Variabilität gebe es noch Steigerungsmöglichkeiten. Im Training wurde außerdem sehr viel in der Feldabwehr gearbeitet und an der Abstimmung zwischen Zuspieler und Angreifern gefeilt.

Der MTV Hildesheim ist nur ganz schwer einzuschätzen, scheint auch in diesem Jahr wieder auf dem besten Wege, dem Ruf einer "launischen Diva" gerecht zu werden. Den Auftaktsiegen gegen Lintorf und Kyritz folgte zuletzt eine1:3-Niederlage in Königs Wusterhausen. Vom spielerischen Potenzial her sind die Niedersachsen wohl wieder in der oberen Tabellenhälfte einzuordnen. An einem guten Tag konnten sie in der Vergangenheit erstklassigen Volleyball spielen, an einem schlechten aber auch gegen jeden Gegner verlieren. Viel wird davon abhängen, in welcher Form sich ihr herausragender Diagonalangreifer Henning Machtens präsentiert.

Die beiden Neustädter Regionalligisten müssen morgen auswärts antreten. Die Damen bekommen es mit dem TSV Glinde zu tun, der in der Tabelle derzeit auf dem sechsten Platz rangiert (2:2 Punkte). "Wir haben Glinde noch gar nicht gesehen. Insofern wissen wir auch nicht, was da auf uns zukommt", so Fortschritt-Trainer Oliver Dunkel. Es habe ihn allerdings schon ein wenig stutzig gemacht, dass Glinde zuletzt bei der VG Elmshorn gewinnen konnte, die er als vermeintlich stärksten Konkurrenten für sein Team eingestuft hat. In jedem Fall rechne man mit einer unangenehmen Aufgabe - die natürlich positiv gelöst werden soll.

Mit der Trainingseinstellung seiner Damen in der vergangenen Woche zeigte sich Dunkel durchaus zufrieden. Schwerpunkte bildeten Aufschlag und Annahme sowie die intensive Arbeit an den Angriffskombinationen. Aus dem ohnehin nicht großen Kader fehlt Sarah Müller. Ein Fragezeichen steht hinter Annika Munsch, die zwar mittrainiert hat, aber weiter an einer Fußverletzung laboriert.

Für Erleichterung im Lager der Neustädter Herren hat die Tatsache gesorgt, dass nun endlich die Zweitspielgenehmigung für die drei Neuzugänge vom Schweriner SC vorliegt. Damit verfügt Trainer Wolfgang Dunkel über ganz andere personelle Alternativen als bisher.

Vielleicht macht sich das ja schon gegen Uhlenhorst-Hamburg bezahlt. Der Gastgeber weist wie die gut gestarteten Fortschrittler 4:2 Punkte auf. Es ist also ein spannendes Spiel zu erwarten. Wenn der Aufsteiger in der Lage ist, an die engagierte Vorstellung vom 3:2 über den VfL Geesthacht anzuknüpfen, sollte der dritte Sieg kein unmögliches Unterfangen sein.

Thomas Willmann

 

Deutschland - Westdeutsche Zeitung 

Freitag. 10. Oktober 2003

Heimpremiere für Lebedew & Co

Die Volleyballer des SV Bayer empfangen am Sonntag um 15.30 Uhr den VV Leipzig.

Wuppertal. Ein halbes Jahr ist es her, dass die Bundesliga-Volleyballer den Gewinn der Vizemeisterschaft in der Bayer-Halle bejubelt hatten. Nun steht das erste Heimspiel der neuen Saison an. Am Sonntag um 15.30 Uhr begrüßt der SV Bayer Wuppertal den VV Leipzig in der Rutenbeck. Die Wuppertaler sind erfolgreich in die neue Saison gestartet. Bei Eintracht Mendig gelang dem Team des neuen Trainers Mark Lebedew ein 3:2-Auswärtserfolg. An diese gute Leistung will man auch vor eigenem Publikum anknüpfen. Lebedew wird am Sonntag zum ersten Mal als Chefcoach des Vizemeisters auf der heimischen Bank sitzen.

"Ich freue mich sehr auf das erste Heimspiel", meint der Australier. Vielleicht können seine Spieler ihm die Premiere mit zwei Punkten versüßen, doch das wird alles andere als einfach. Die Ostdeutschen haben zwar in der vergangenen Woche mit 0:3 gegen evivo Düren verloren, doch das ist für Lebedew kein Maßstab: "Die Leipziger waren ersatzgeschwächt. Und ihnen fehlte Außenangreifer Haroldas Cyvas, ohne den im Angriff nichts läuft." Cyvas ist für die Wuppertaler kein Unbekannter, denn vor zwei Jahren schmetterte der 31-Jährige Litauer äußerst erfolgreich für den SV Bayer. Davon hat auch Lebedew gehört: "Auf ihn müssen wir uns konzentrieren. Wenn wir Cyvas ausschalten können, haben wir gute Chancen zu gewinnen."

Und dass seine junge Mannschaft nicht chancenlos ist, hat sie gegen Mendig schon eindrucksvoll bewiesen. Überzeugend präsentierte sich der SV Bayer im Block, verstärkt trainiert wurde in dieser Woche die Abwehr. Wichtig werden am Sonntag die Aufschläge sein, um die Leipziger unter Druck zu setzen. Da könnte sich besonders Neuzugang Leszek Kurowski in Szene setzen.

Der Linkshänder hat auch schon in den Vorbereitungsspielen gezeigt, dass er die Gegner mit seinem Service gezielt unter Druck setzen kann. Neben dem Ergebnis legt Lebedew viel Wert darauf, dass sich sein junges Team von Woche zu Woche verbessern soll. Noch nicht mit von der Partie sein, wird Sven Glinker. Er fällt aufgrund eines Fingerbruchs noch einige Wochen aus.

Tanja Bachmann

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Freitag. 10. Oktober 2003

TV Fischbek: Weniger Geld, mehr Spaß

Hamburg - Selten wohl hat man Horst Lüders (59) in den vergangenen 13 Jahren wenige Tage vor dem Saisonstart seiner Volleyballerinnen derart entspannt reden hören und handeln sehen. Die Hektik ist aus seiner Körpersprache gewichen, der Manager des TV Fischbek Hamburg, so die veränderte Namensführung, scheint sich auf das Auftaktspiel am Sonntagnachmittag gegen den Berliner BVC 68 regelrecht zu freuen.

Hauptgrund der neuen Gelassenheit: Lüders muss sich um die Deckung seines von 320 000 auf 240 000 Euro reduzierten Bundesligaetats keine großen Sorgen mehr machen. Das Autohaus Rubbert, Ausrüster Hummel, die Norddeutsche Affinerie, Finanzdienstleister EMF und Zusagen der Stadt schließen zumindest halbwegs die Budgetlücke, die der Ausstieg des ehemaligen Namensgebers Phoenix (130 000 Euro) und der HEW (50 000) vor sechs Monaten hinterlassen haben.

Auch sportlich schaut Lüders der neuen Spielzeit mit Optimismus entgegen. Zwar ist nach dem Abgang der Tschechinnen Zdena Loksova (Schweiz) und Jana Vavrova (Dresden) und der Rumänin Anca Popescu (nach einer Bauchoperation noch ohne Verein) Bescheidenheit angesagt, "Platz fünf bis acht" die offizielle Vorgabe, "aber eigentlich sind wir nicht viel schlechter als in der vergangenen Serie", hofft Lüders. Da spielte die Mannschaft lange Zeit um die Meisterschaft und endete auf Platz drei. Es war der größte Erfolg der Vereinsgeschichte - und das Ende eines Kapitels. Trainer Knut Rettig (41) hörte nach neun Jahren auf und dient fortan als sportlicher Berater.

Weil Wunschnachfolger Olaf Kortmann (48) absagte, wird nun Diagonalangreiferin Marina Tschuksejewa (39), die gerade ihren A-Trainerschein macht, als Coach geführt. Das Kommando, im zunehmend besseren Deutsch, hat der Peruaner Johnny de Westreicher (37) übernommen, der Mann der kasachischen Zuspielerin Jelena Keldibekowa. Das scheint eine gute Lösung. "Es macht Spaß, in dieser Truppe zu spielen, es wird wieder viel gelacht", sagt Mannschaftsführerin Christina Benecke nach ihrer Rückkehr von der Nationalauswahl, mit der sie bei der EM in der Türkei überraschend Bronze geholt hatte.

Freude bereiten Benecke vor allem die beiden Jüngsten: Margarethe Kozuch (16), eines der größten deutschen Volleyballtalente, und Johanna Barg (19), beide vom Hamburger Zweitligaclub CVJM, gehen mit Selbstbewusstsein und Ehrgeiz an die Herausforderung. "Die haben keine Angst und werden in dieser Saison eine gute Rolle bei uns spielen." Der dritte Neuzugang hat seine internationale Klasse bereits bewiesen: Juliana Lawrowa (27) aus Kasachstan. Benecke: "Wenn wir unsere Probleme mit der Annahme in den Griff bekommen, traue ich uns einiges zu." Horst Lüders hört Sätze wie diesen gern - und zieht dann genüsslich an der Pfeife.

rg

 

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