| Deutschland - Harburger Rundschau |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Tina Benecke brachte eine Medaille und Optimismus
Nach der Europameisterschaft beginnt jetzt der Bundesliga-Alltag beim TV Fischbek.
Fischbek - Die Zeit der Gratulationen ist schon wieder vorbei. Im Bekanntenkreis wollte jeder die Bronzemedaille von Christina Benecke sehen, die die Volleyball-Nationalspielerin des TV Fischbek mit der DVV-Auswahl bei der Europameisterschaft in der Türkei erschmettert hatte. "Das habe ich auch gerne gemacht", gab die Fischbekerin mit einem berechtigten Anflug von Stolz zu. Immerhin kam der Erfolg der deutschen Frauen überraschend. Doch jetzt steht der Bundesliga-Alltag wieder auf dem Programm. Am Sonntag kommt die Vertretung von Berlin BVC 68 zum Saisonauftakt in die Sporthalle Süderelbe.
"Ich habe eine Woche Urlaub gemacht", sagte Christina Benecke. Zuvor war sie monatelang mit dem Nationalteam unterwegs. Doch ausgelaugt fühlt sich die Mittelblockerin nicht. "Ich habe richtig Lust auf Fischbek", sagte sie. Deshalb war sie auch trotz freier Tage für einen Tag zum Vorbereitungs-Turnier nach Bottrop gereist, um sich wieder ein wenig mit dem Team einzuspielen. "Das ist alles kein Problem", sagte sie. Das Wichtigste sei das Zusammenspiel mit Zuspielerin Jelena Keldibekowa de Westreicher. "Wir beide kennen uns ja schon gut", stellte Christina Benecke fest.
Seit einer Woche steht sie nun wieder im Training mit dem Team. Und schon verbreitet die Nationalspielerin Optimismus. Trotz der Abgänge der Rumänin Anca Popescu (ohne Club), der Tschechinnen Zdena Loksova (Schweiz) und Jana Vavrowa (Dresden) sowie Außenangreiferin Simone Kollmann ist sich Christina Benecke sicher: "Steht bei uns die Annahme gut, können wir oben durchaus mitspielen." Zwar sei eine absolute Spitzenposition wohl nicht möglich. Dazu war der Aderlass doch zu groß. Aber die vom benachbarten CVJM Hamburg gekommenen Nachwuchstalente Johanna Barg und Margarethe Kozuch zeigen sehr gut Ansätze. Und der kasachische Neuzugang Juliana Lawrova ist auf der Mittelblockposition eine echte Verstärkung.
Auch
das befürchtete Sprach-Chaos scheint sich nicht zu bewahrheiten. "Johnny
de Westreicher spricht immer besser Deutsch", sagte Christina Benecke. Die
für Volleyball wichtigen Anweisungen des Trainers seien alle gut zu verstehen.
Das Duo Marina Chuxeeva als Spielertrainerin und Johnny de Westreicher als
Co-Trainer funktioniere gut.
Manfred Schäffer
| Deutschland - www.volleyball.de |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
1.
Liga Männer: Lokalderby in Berlin
SCC
trifft auf die Volley Dogs
Immer, wenn sich zwei Team aus der gleichen Region oder sogar der selben Stadt gegenüberstehen, herrscht besondere Brisanz. Das ist auch am Sonntag (12. Oktober) so, wenn der SCC Berlin (Foto) die Volley Dogs Berlin empfängt. Dem Papier nach allerdings dürfte die Partie eine klare Angelegenheit für die Charlottenburger werden, denn Meister trifft auf Relegationsteilnehmer.
Auch in personeller Hinsicht
spricht alles für das Team von Trainer Mirko Culic. Schließlich schlagen mit
Marco Liefke, Eugen Bakumovski und Sebastian Prüsener gleich drei deutsche
Nationalspieler für den SCC auf. Dazu kommen der Tscheche Jaroslav Skach und
der Finne Nisse Huttunen, die ebenfalls für die Auswahlteams ihrer Länder
aufliefen, sowie die beiden Youngster Robert Kromm und Felix Fischer, die im
Sommer bei der Junioren-WM an den Start gingen. Die Volley Dogs dagegen sind
eine Truppe von No-Names. Zumindest fast. Denn mit Vincent Lange fand der Libero
der DVV-Männer des Jahres 2002 den Weg vom SCC zu den "Flughunden".
In den anderen Begegnungen
sollten Mendig und Unterhaching bei den Aufsteigern Markranstädt und Eltmann
keine Probleme bekommen. Jedoch hofft Manager Michael Nickeleit Beim ersten
Erstliga-Heimspiel in Markranstädt auf einen neuen Zuschauerrekord: "1000
Fans wären fantastisch."
Spannender wird es
voraussichtlich in Düren und Wuppertal. Nach Düren reist Bad Saulgau, das am
vergangenen Wochenende einen überraschenden Auftalterfolg gegen Unterhaching
feiern konnte. Wuppertal empfängt Leipzig, das nach der blamablen Vorstellung
gegen Düren (Kapitän Lutz Mühlisch: "Das war gar nichts. Es kann nur
besser werden.") auf einen besseren Auftritt hofft.
cku
| Deutschland - www.beach-volleyball.de |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
World
Tour-Gesamtsieg an Ana Paula/Sandra Pires
Die Brasilianerinnen Ana Paula Connelly und Sandra Pires Tavares holten sich anlässlich der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro an der Copacabana Beach den Gesamtsieg des 2003 FIVB World Tour Rankings, dies dank eines Erfolges in der Runde der letzten 32 gegen Tatiana Riera/Claire Jaouen aus Frankreich. Unabhängig vom Ausgang der WM können die beiden jetzt nicht mehr eingeholt werden. Die Brasilianerinnen, zu deren Ehre nach dem Schlusspfiff ein ohrenbetäubendes Feuerwerk gegeben wurde, sind mit einem Vorsprung von 490 Punkten auf die Amerikanerinnen Misty May und Kerri Walsh ins Saisonfinale gestiegen.
"Beim
Saisonstart dachten wir niemals, dass wir den Gesamtsieg holen könnten, das war
ausserhalb unserer Träume", sagte Ana Paula, die mit Sandra Pires erst
diese Saison zusammen spielt. Die Brasilianerinnen haben damit den World
Tour-Gesamtsieg ihren schärfsten Rivalinnen um den WM-Titel, den
Amerikanerinnen May und Walsh, abgenommen. "Ich bin sehr glücklich darüber,
aber ich kann mir nicht erlauben, das jetzt auszuleben, denn wir müssen uns
voll auf die WM konzentrieren. Wir wollen diesen Titel vor unserer Familie und
unseren Freunden unbedingt gewinnen", ergänzte Ana Paula.
| Deutschland - Frankfurter Allgemeine Zeitung |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
„Damit
haben wir nicht gerechnet“
10. Oktober 2003 Die
deutschen Beachvolleyball-Duos Stephanie Pohl/Okka Rau und Helke Claasen/Judith
Deister haben den Sprung ins Achtelfinale der Weltmeisterschaften geschafft. Die
Europameisterinnen aus Norddeutschland besiegten am Donnerstag in Rio de Janeiro
ihre nationalen Konkurrentinnen Susanne Lahme/Danja Müsch mit 2:0
(21:14, 21:19). Claasen/Deister gewannen überraschend gegen die
Weltranglisten-Fünften Tian Jia/Wang Fei aus China mit 2:1 (19:21, 21:18,
17:15).
„Damit
haben wir nicht gerechnet“, sagte Hinnerk Femerling, Beachwart des Deutschen
Volleyball-Verbandes (DVV). Für die Weltranglisten-Neunten Pohl/Rau war der
Erfolg vor allem mit Blick auf die nationale Olympia-Qualifikation enorm
wichtig. „Das war der entscheidende Schritt in Richtung Athen. Damit haben sie
auch deutlich gemacht, daß sie in Deutschland zu Recht die Nummer eins sind“,
sagte Olaf Kortmann, Trainer von Pohl/Rau.
Streit
um Kortmann
Stephanie
Pohl war die fiebrige Erkältung, die sie in der vergangenen Woche drei Tage ans
Bett fesselte, nicht mehr anzumerken. Im Gegensatz zu Susanne Lahme, die unter
starken Rückenschmerzen litt, schöpften Pohl/Rau ihr ganzes Repertoire aus.
Gestört wurde die Partie zu Beginn durch eine offizielle Beschwerde von Danja Müsch,
die Kortmann des unerlaubten Coachings bezichtigte. „Da war ich richtig sauer,
auch wenn wir uns sonst gut verstehen“, sagte Stephanie Pohl. Das Spiel wurde
immerhin zehn Minuten unterbrochen.
Aus
gegen Angstgegner
Nach
einer umkämpften Dreisatz-Niederlage verabschiedeten sich Andrea Ahmann/Jana
Vollmer von der Copacabana. Die Vize-Europameisterinnen unterlagen ihren
Trainingspartnerinnen Benoit/Kuhn (Schweiz) mit 19:22, 24:22, 12:15. Damit
belegen Ahmann/Vollmer, die sich auch noch Hoffnungen auf Athen machen, wie
Lahme/Müsch den geteilten 17. Rang.
„Das
sind ihre Angstgegner, und so haben sie auch gespielt“, sagte Jörg Ahmann,
der mit Axel Hager erst in der kommenden Woche ins Geschehen eingreift. „Es
ist schon bitter. Gestern haben sie die Weltranglisten-Fünften aus China
geschlagen und sind Gruppen-Erste geworden, und heute sind sie viel zu ängstlich
gewesen“, sagte der Bronzemedaillen-Gewinner von Sydney.Besonders seine nur
1,68 große Frau hatte bei Temperaturen von mehr als 30 Grad ihre Mühe mit
Angriffen und Aufschlägen.
WM
kommt nach Deutschland
Unterdessen
wurde bekannt, dass die nächste WM in zwei Jahren voraussichtlich in Berlin
stattfinden wird. Der Weltverband FIVB entzog Los Angeles die Ausrichtung, weil
die Organisation des Grand Slams im September zu wünschen übrig ließ. „Es
gibt noch letzte Gespräche in der nächsten Woche hier in Rio“, bestätigte Götz
Moser, Vizepräsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV).
| Deutschland - Sächsische Zeitung |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Barnak: Mit dem Kopf durch die Wand
Anna
Barnak atmet auf: Nach dem langen Streit um ihren Wechsel kann sie nun in der
Bundesliga angreifen
Morgen
starten die Volleyballerinnen des Dresdner SC mit einem Heimspiel gegen die
Roten Raben Vilsbiburg in die Bundesliga.
Rückblende. Im Mai stellte die Volleyball-Abteilung des Dresdner SC ihren ersten Neuzugang vor: Anna Barnak vom VC Harlekin Augsburg. Im gleichen Monat begannen auch die Probleme mit diesem Transfer. Ihr Heimatklub Uzice erwartete eine Ausbildungsentschädigung von etwas mehr als 20 000 Euro. Augsburg signalisierte erst Bereitschaft, den Betrag zu zahlen. Dann forderte man die Summe zurück, weil es sich angeblich um einen sittenwidrigen Kontrakt handelte. Damit löste der Bundesliga-Konkurrent Barnaks Sperre durch die Weltföderation FIVB aus. Der Hickhack um sie sorgte im Sommer für viel mehr Schlagzeilen, als ihr lieb sein konnten. Im August einigten sich Augsburg, der DSC und die Spielerin darauf, sich zu dritt in die übrig gebliebene Hälfte der Aufwandsentschädigung an Uzice zu teilen. Doch erst musste das Geld ins heutige Serbien-Montenegro fließen, ehe die FIVB die Sperre aufhob.
Plumps. Barnak fiel ein Stein vom Herzen, als sie im September erfuhr, dass sie wieder spielen darf. „Ich bin froh, dass dieses Kapitel noch gut zu Ende gegangen ist“, atmet die Belgraderin auf. Endlich kann sie sich wieder auf Volleyball konzentrieren. Die 25-Jährige verstand den Wirrwarr um ihren Wechsel nicht, obwohl sie in Jugoslawien ein Jahr Jura studierte. Anwältin war mal ihr Berufsziel. Wäre ja auch zu schön gewesen: Angreiferin im Spiel, Verteidigerin im Job. Seit Barnak in Deutschland lebt, „will ich lieber Philosophie studieren, wenn ich nicht mehr spiele“. Jetzt ist sie erstmal ein Volleyball-Profi, der auch philosophische Bücher liest. „Alles von Friedrich Wilhelm Nietzsche etwa. Schließlich bin ich in Deutschland.“ Und das seit 2001. Erst ein Jahr Creglingen, dann Augsburg und jetzt Dresden.
Barnak kommt aus einer sportlichen Familie. „Meine Eltern und mein älterer Bruder spielen Volleyball mit Begeisterung.“ 1989 begann sie in Stara Pazova und fand Gefallen an dem Spiel, das schnelles Denken, Koordination und Technik erfordert. Als sie mit zwölf Jahren Rückenprobleme bekam, begann der Vater, sich intensiver um seine Tochter zu kümmern, spielte mit ihr auch in den Ferien Volleyball und machte sie körperlich und seelisch wieder fit für die Spiele. Auf diese Weise verbrachte er mehr Zeit mit ihr als vorher. „Das war so positiv und hat viel Spaß gemacht“, blickt Barnak auf diese Zeit zurück.
In Uzice feierte sie von 1997 bis 2001 ihre größten Erfolge: viermal in Folge das Double aus Meistertitel und Pokal. Mit dem DSC will die Ex-Nationalspielerin an solche Triumphe anknüpfen. Ihre neuen Kolleginnen kennt sie größtenteils seit 2001 aus der Bundesliga. Verständigungsprobleme gibt es nicht, da sie schon in der Schule Deutsch als zweite Fremdsprache gelernt hat. Barnak mag Deutschland, weil „alles so korrekt an seinem Platz“ ist, die Menschen, die Natur und Sachsen noch viel mehr, denn ihr Freund Bruno Maric steht seit dieser Saison beim Bundesliga-Aufsteiger VC Markranstädt unter Vertrag.
„Ich
bin sehr lebensfroh, aber auch nachdenklich“, sagt Barnak über sich. Und sie
möchte „mit dem Kopf durch die Wand“, Dinge unbedingt durchsetzen, obwohl
ihr klar ist, dass es weh tun kann und nicht immer richtig ist. Dazu gehört
auch, dass sich Barnak irgendwann ihren Traum erfüllen und bei einem Klub im
Land des Weltmeisters Italien spielen will. Deshalb weiß sie nicht, wie lange
sie noch in Deutschland bleibt. Auf alle Fälle für diese Saison beim Dresdner
SC.
Maik Schwert
| Deutschland - DVV-News |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Drei
Matchbälle reichen Pohl/Rau nicht
Pohl/Rau
und Claasen/Deister scheiden im Achtelfinale aus
Drei Matchbälle hatten Stephanie Pohl/Okka Rau gegen die Amerikanerinnen Jordan/Davis im Achtelfinale der Beach-WM in Rio de Janeiro, doch alle drei wurden vergeben. Am Ende jubelten die US-Girls über ein schon verloren geglaubtes Spiel und zogen durch einen 2:1-Sieg (18-21, 26-24, 15-9) in das Viertelfinale ein. Dort treffen sie auf die Weltranglisten-1. Ana Paula/Sandra Pires (BRA), die sich in ihrem Achtelfinale gegen Helke Claasen/Judith Deister schwerer als erwartet taten und 2:0 (21-19, 21-13) gewannen. Für die beiden ausgeschiedenen deutschen Duos blieb Platz 9 und jeweils Weltranglistenpunkte sowie 10.000 US Dollar Preisgeld. Das Viertel- und Halbfinale findet somit ohne deutsche Beteiligung statt. Die Hoffnungen auf bessere Platzierungen tragen nun in der nächsten Woche die vier deutschen Männer-Duos bei ihrem Turnier vom 14.-19. Oktober. Markus Dieckmann/Jonas Reckermann (beide Moerser SC), Christoph Dieckmann/Andreas Scheuerpflug (beide VC Olympia Berlin), Jörg Ahmann/Axel Hager (SV Fellbach/Eimsbütteler TV) und David Klemperer/Niklas Rademacher (MTV 48 Hildesheim/TSV Giesen) sind am Start.
Pohl/Rau erwischten gegen die athletischen Amerikanerinnen einen absoluten Fehlstart und lagen sofort mit 1:5 hinten. Doch nach und nach setzte sich das technisch bessere Spiel des DVV-Duos durch. Beim 10:10 hatten sie ausgeglichen, dann setzten sie sich ab, dank eines guten Angriffsaufbaus aus guter Annahme. Das 21:18 war der Lohn.
Auch im zweiten Satz setzte sich die Überlegenheit der deutschen Spielerinnen fort, Pohl/Rau führten ab 16:14 immer mit zwei Punkten. Dieser Vorsprung wurde bis zum 20:18 konstant gehalten – zwei Matchbälle für das Viertelfinale. Nachdem Davis den ersten abgewehrt hatte, war es Stephi Pohl, die mit einem harten Angriff die Linie entlang am Block scheiterte. Vergeben die große Chance, ebenso wie der dritte und vierte Matchball beim 22:21 und 24:23. Die Amerikanerinnen machten es besser und verwandelten ihren dritten Satzball zum 24:26. Der 3. Satz war dann nur am Anfang ausgeglichener. Als zwei Zuspiele zu dicht ans Netz gerieten, packte der Block von Jordan/Davis zu und die Amerikanerinnen setzten sich mit 6:9 ab – die Vorentscheidung.
Man sah den beiden Deutschen die Enttäuschung über den verlorenen zweiten Satz an. Stephie Pohl meinte nachher: „Ich bin maßlos enttäuscht. Das gesamte Spiel über habe ich erfolgreich Shots gespielt, und den entscheidenden Ball im 2. Satz haue ich hart in den Block, obwohl ich gar nichts ändern wollte. Vielleicht kann ich mich morgen wieder über unsere gute Leistung freuen.“ Denn bis auf das Ende des zweiten Satzes boten die Europameisterinnen „absolutes Weltklasseniveau“, wie DVV-Beachwart Hinnerk Femerling meinte. „Deshalb sind wir aus DVV-Sicht natürlich enttäuscht, aber die gezeigte Leistung lässt für die Zukunft hoffen.“
Gleiches gilt auch für Helke Claasen/Judith Deister, das Überraschungsteam aus DVV-Sicht. In ihrem Achtelfinale boten sie der Übermannschaft dieser Saison, den Weltranglisten-1. Und WM-Topfavoritinnen Ana Paula/Sandra Pires (BRA) lange Zeit Paroli und hatten im ersten Satz sogar mit etwas Glück die Chance, diesen zu gewinnen. Nach einer Verletzungsauszeit beim Stand von 13:13 – Claasen hatte Schulterprobleme - zogen die Brasilianerinnen weg und waren nicht mehr zu halten. Dennoch war das Team hoch zufrieden wie das Statement von Claasen zeigt: „Wir freuen uns, dass wir so gut mithalten konnten. Mit so einer Leistung und dem 9. Platz bei einer WM kann man beruhigt in die Winterpause gehen.“
| Deutschland - Südwest Presse |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Die
Jagd auf den Meister beginnt
Die Hatz um die deutsche Volleyball-Meisterschaft beginnt. Die Damen vom SSV Ulm Aliud Pharma sind die Gejagten. Als erstes Team will der VC Augsburg den Titelverteidiger ärgern. Fraglich ist, ob Augsburg mit der Mittelblockerin aufläuft, um die sich Ulm bemüht.
Wer Meister und Pokalsieger in einem ist, steht unter riesigem Erwartungsdruck. Kein Wunder, dass Trainer und Manager des Volleyball-Bundesligisten SSV Ulm Aliud Pharma ständig betonen, dass auch ein zweiter oder dritter Platz ein Erfolg wäre. "Es kann sein, dass wir Augsburg wegblasen. Es kann aber auch sein, dass unsere eigene Mannschaft in Einzelteile zerfällt", sagt denn auch Trainer Mathias Eichinger. Doch damit stapelt er keineswegs tief. Denn die Vorbereitung verlief äußerst unglücklich: Erst seit Montag dieser Woche trainiert sein Team in voller Besetzung, weil Tanja Hart und Elke Wijnhoven bei der EM im Einsatz waren.
Der VC Augsburg, der am Sonntag (15 Uhr) in der Kuhberghalle als erster Gegner der Saison empfangen wird, ist hingegen gut vorbereitet. Seit Anfang August feilt die komplette Mannschaft an ihrem Spiel und hat das kürzlich in Vöhringen in einer Testbegegnung auch unter Beweis gestellt: Der Achte der Vorsaison verwies mit 3:2 den Ersten in die Schranken. "Unsere Mädchen sind heiß darauf, das zu wiederholen", gibt sich der Vorsitzende des VC Augsburg, Gerhard Schermutzki, kämpferisch.
Der Ulmer Coach will die geballte Erfahrung der Meistermannschaft entgegensetzen. Deshalb beginnt er in alter Besetzung die neue Saison: Tanja Hart, Verena Veh, Nathalie Dambendzet, Sabrina Ross, Elke Wijnhoven und Saara Loikkanen. Natürlich darf ein neues Gesicht nicht fehlen: Die Niederländerin Alice Blom soll in die Fußstapfen von Elles Leferink treten. Ansonsten lautet das Motto: Keine Experimente in den ersten vier Spielen.
Doch
nicht nur der Trainingsrückstand bereitet dem Coach Sorgen: Dass immer noch
keine weitere Mittelblockerin gefunden ist, "belastet mich sehr". Die
größte Wunschkandidatin steht nun pikanterweise noch bis Mitte nächsten
Jahres beim ersten Saisongegner, dem VC Augsburg, unter Vertrag: Doch ob die
1,96 Meter lange US-Amerikanerin, Norisha Campbell, am Sonntag überhaupt Bälle
blockt, weiß nicht einmal der Chef vom VC Augsburg: "Sie ist hin und her
gerissen. Sie weiß nicht, ob sie gehen oder bleiben will", erklärt
Gerhard Schermutzki. Zum Training erscheint sie nur noch sporadisch, doch selbst
das vergrößert nicht die Chancen, dass sie nach Ulm kommt. "Wir geben
Norisha auf keinen Fall frei, ohne einen passenden Ersatz gefunden zu
haben", betont Schermutzki. Doch der Spielermarkt ist nach Saisonstart
quasi leergefegt - davon kann selbst die Meistermannschaft ein Lied singen.
T.
Zander
| Deutschland - Braunschweiger Zeitung |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
USC
hat ganz bescheidene Etappenziele
Neuling
der Volleyball-Bundesliga will in der ersten vier Spielen einen Satz gewinnen
und bis Weihnachten zwei Siege einfahren
BRAUNSCHWEIG. Die Marschrichtung ist klar. Das Ziel heißt Klassenerhalt. Wenn für die Volleyballerinnen des USC Braunschweig am Sonntag (15.30 Uhr) beim USC Münster, dem Vizemeister der vergangenen Saison, das Abenteuer erste Volleyball-Bundesliga endlich beginnt, haben Spielerinnen und Trainer eine knochenharte Vorbereitung hinter sich.
Und
trotzdem ist das erste Etappenziel ein ganz bescheidenes: "In den ersten
vier Spielen wollen wir einen Satz gewinnen, bis Weihnachten dann zwei
Spiele", sagt Trainer Timo Schröder. Und seine beiden Co-Trainer Antal
Papp und Michael Finnmann nicken. Das Trio gibt sich keinen Illusionen hin. Und
es hat in den vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass auch die Spielerinnen
wissen, dass dem Aufsteiger in der ersten Liga ein ganz harter Wind ins Gesicht
wehen wird.
Los geht es in den ersten vier Partien mit den vier Top-Teams der Eliteliga des vergangenen Jahres. Doch Schröder ist dieser harte Auftakt gar nicht so unrecht: "Für uns beginnt die Saison dadurch eigentlich vier Wochen später." Was sich im ersten Augenblick irgendwie merkwürdig anhört, erschließt sich auf den zweiten Blick. Gegen die Top-Teams der Liga wird der USC nichts ausrichten können. Mit der richtigen Einstellung jedoch sind diese Partien die perfekte Vorbereitung auf die Spiele, die für den USC wichtig sind. Nämlich die gegen die Teams, für die das Saisonziel ebenfalls Klassenerhalt lautet: Erfurt, Augsburg und den Berliner BVC 68. Auch gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg und gegen Suhl sieht Schröder durchaus Chancen.
Die Außenseiterrolle spielt in der Saison der Aufsteiger aus Braunschweig. Das ist allen Beteiligten klar. Das soll übrigens auch dem Heimpublikum des USC klar sein. Darauf macht Teammanager Frank Ströbl ganz deutlich aufmerksam. "Wir hoffen auf Unterstützung. Auch wenn wir mit Niederlagen starten werden." Obwohl der USC versucht hat, das Umfeld so professionell wie möglich herzurichten: Die Spielerinnen sind Amateure. Alle. Gar nicht zu vergleichen mit den Profitruppen der übrigen Erstligisten. Der finanzielle Rahmen in Braunschweig ist eng. Und trotzdem: Spielerinnen, Trainer und der Verein haben eine super Saisonvorbereitung hingelegt, haben den Aufwand verdoppelt. Und drei neue Spielerinnen sind gekommen. "Es ist eine Menge Enthusiasmus bei uns im Spiel", sagt Michael Finnmann. "Und ganz, ganz viel stellen wir alle zurzeit ganz hinten an." "Für uns gibt es im Moment Arbeit und Sport. Wir sind wohl die einzige Mannschaft der Liga, die so eine Hobbytruppe ist", fügt Papp hinzu.
Individuelle Ziele haben die Trainer ihren Spielerinnen für die erste Saison in der ersten Liga gesteckt: "Die Qualität jeder einzelnen soll besser werden. Wenn's am Ende zum Klassenerhalt reicht – super!", sagt 34-jährige Schröder. Auch für ihn ist es übrigens das erste Mal, dass er eine Erstliga-Mannschaft trainiert. "In der Liga werden wir uns schön hinten einsortieren. Wir sind nicht so blauäugig zu glauben, dass jetzt der USC kommt, der alles umrennt", berichtet Schulleiter Finnmann.
Diese
sicher realistischen Einschätzungen sollen das Leistungsvermögen des USC nicht
schmälern: "Wir spielen erste Liga, unsere Mädels gehören zu den besten
150 Volleyballerinnen in Deutschland. Das ist uns schon bewusst", betont
Finnmann. Was die Trainer nicht wollen: falsche oder überzogene Erwartungen
wecken. "Aber wir glauben auch, dass erstklassiger Volleyball eine
Bereicherung für Braunschweig ist. Ganz gleich, wie wir am Ende abschneiden.
Wir können nur nicht einschätzen, ob die Braunschweiger das honorieren",
beschreibt Ströbl.
Klar ist aber auch, dass auch im Oberhaus des deutschen Damen-Volleyballs eben
auch nur Volleyball gespielt wird. "Vielleicht etwas schneller,
athletischer und fehlerfreier. Aber auch dort passieren Fehler", beruhigt
Schröder.
Doch
Papp ergänzt: "Mit der zweiten Liga ist das Niveau aber nicht zu
vergleichen. Zwei Klassen Unterschied erwarten uns." Und um die zu überwinden,
hat sich der USC verstärkt: Laura Benzing (Mittelblockerin), Brigitta Katona
(Außenangriff/Mittelblock) und Elena Kiesling (Mittelblock/Diagonalspielerin)
wurden verpflichtet. Und wie gut Training und Neuverpflichtungen dem Spiel des
USC getan haben, zeigten die guten Leistungen bei Vorbereitungsturnieren. Schade
nur, dass viele kleinere Verletzungen das Team belasten. Doch noch ist Zeit.
Noch stehen die wirklich wichtigen Spiele im Kampf um den Klassenerhalt in der
Bundesliga nicht an. "Jetzt kommen die Härtefälle. Da können wir lernen.
Aber wir freuen uns, dass es endlich losgeht", bringt Schröder die
Stimmung auf den Punkt.
Stefani
Franzke
| Deutschland - Netzeitung |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Müsch
und Lahme trotz Psychotricks ausgeschieden
Susanne Lahme und Danja Müsch haben bei der Beachvolleyball-WM das Achtelfinale verpasst. Ausgerechnet durch eine Niederlage gegen die fast 10 Jahre jüngeren Okka Rau und Stephanie Pohl.
Niedergeschlagen
verließen Susanne Lahme und Danja Müsch den Nebenplatz der
Beachvolleyball-Anlage am Copacabana-Strand. Durch die 0:2-Niederlage gegen die
fast 10 Jahre jüngeren Okka Rau und Stephanie Pohl verpassten die Grande Dames
bei der WM das Achtelfinale. Von einem entscheidenden Rückschlag im Duell um
die nationale Vorherrschaft wollte das Duo jedoch nichts hören.
Lahme
verletzt
«Wir
sind und bleiben zwei gleichstarke Teams, doch heute hat die Rückenverletzung
von Susanne den Ausschlag für unsere Niederlage gegeben«, sagte Danja Müsch.
Die Bandscheibenprobleme behinderten die ehemalige Top-Hallenspielerin Susanne
Lahme enorm. »Die Schmerzen waren eine große Belastung. Ich fand nie richtig
ins Spiel«, sagte die 34 Jahre alte Grundschullehrerin.
Die zwei
Jahre jüngere Danja Müsch schien im Duell mit den Europameisterinnen zu ahnen,
dass es schwer werden würde. Gleich zu Beginn des Matches setzte sie einen
Psychotrick ein, als sie sich beim Schiedsrichter über das Coaching von
Rau/Pohl-Trainer Olaf Kortmann beschwerte.
Mit
allen Mitteln
Beim
Schiedsrichter erwirkte sie eine minutenlange Pause, welche die aufgeregten
Hamburgerinnen aus dem Rhythmus brachte. »Das war reine Taktik. Danja ist eine
so erfahrene Spielerin. Ich habe gewusst, dass sie sowas anzettelt«, so
Stephanie Pohl.
Für die
25 Jahre alte Stephanie Pohl war der Sieg gegen die Routiniers ein
Prestigeerfolg, der wichtige Quali-Punkte für die Olympischen Spiele
einbrachte: »Vor der WM hatten wir 200 Zähler mehr als Susanne und Danja.
Jetzt müssten noch mal 200 Punkte dazugekommen sein. Damit haben wir unser Soll
erfüllt.«
Bangen um Olympia
Susanne
Lahme und Danja Müsch hingegen müssen weiter bangen, zumal sich auch die
andere Konkurrenz aus dem Lager des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) wacker
schlug. Immerhin bezwangen die Kölnerinnen Judith Deister und Helke Claasen die
chinesischen Top-Spielerinnen Jia Tian und Fei Wang überraschend 2:1 und
qualifizierten sich für das Achtelfinale der WM.
»Wir
wissen um die Konkurrenz und müssen kämpfen. Wir möchten 2004 ein Finale bei
einem Weltserien-Turnier erreichen«, sagteDanja Müsch, ohne das große Ziel
aus den Augen zu verlieren: »Und das ist Olympia. Wir werden um jeden
Qualifizierungspunkt kämpfen.«
Danja Müsch
reist nun erst einmal zurück nach Europa, während Susanne Lahme noch einige
Tage am Zuckerhut verbringt.
| Deutschland - Thüringer Allgemeine |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Marek
Buchholz: Nur ein Außenseiter
Erfurts
Marek Buchholz hat mit den Braugold-Volleyballerinnen den Sprung von der
Regionalliga bis in die 1. Bundesliga geschafft. Zum Start gegen Suhl empfängt
beide Teams wohl eine ausverkaufte Erfurter Halle.
Gehen
Sie optimistisch in die Saison?
Eher realistisch. Im Kampf um den Klassenerhalt steht uns einiges bevor. Wir
wissen, worauf wir uns eingelassen haben.
Im
ersten Spiel steht gleich das Derby gegen den Dauerrivalen VfB 91 Suhl ins Haus.
Von Rivalität kann man fast nicht mehr sprechen. Wir denken in
unterschiedlichen Dimensionen. In Suhl hofft man auf einen Platz im Vorderfeld
und wir wollen die Liga halten.
Also hat
das Spiel nicht die Brisanz vergangener Tage?
Vielleicht im Unterbewusstsein. Aber unser Ziel ist nicht nur Suhl zu
schlagen. Wir wollen punkten. Egal wie der Gegner heißt.
Nach dem
Turnier-Sieg in Bottrop ist Suhl klarer Favorit?
Natürlich. Sie haben schon zwei Erstligisten geschlagen. Aber: In Suhl hat
man auch bessere finanzielle und so auch spielerische Möglichkeiten.
Wie
haben Sie Ihr Team auf das Spiel eingestellt?
Das war nicht schwer. Alle Spielerinnen haben sehnsüchtig auf die erste
Partie gewartet. Wir hatten noch nie eine derart lange Vorbereitungszeit. Nach
zwei Monaten denkt jeder nur noch: endlich spielen.
Haben
sich die drei Neuzugänge Anna Solovyova, Zuzanna Banyakova und Josephine Brandt
gut eingelebt?
Die Mädels fühlen sich wohl und haben eine Menge Potenzial. Bei den
Erwartungen für die Saison bleiben sie aber realistisch. Wir haben schließlich
niemanden mit falschen Versprechungen nach Erfurt gelockt.
Wie
lautet die Zielstellung für das Auftakt-Spiel?
Wir wollen dem Publikum und unseren Fans zeigen, dass wir gute Fortschritte
gemacht haben sowie attraktives und spektakuläres Volleyball spielen können.
Ein Sieg wäre dabei sehr überraschend.
Hoffnung
auf einen Erfolg gibt es aber?
Die gibt es immer. Im Sport ist vieles möglich. Spielentscheidende Eigentore
wie im Fußball gibt es bei uns allerdings nicht. Man kann zwei bis drei Mal zufällig
punkten, aber nicht 25 Mal zum Satzgewinn.
Gespräch:
Jan Hollitzer
| Deutschland - Sächsische Zeitung |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Talente frühzeitig erkennen und fördern
SZ-Gespräch
mit dem Präsidenten des Kreissportbundes Dieter Meier
Sparkassenchef Dieter Meier steht jetzt auch an der Spitze des Kreissportbundes
Riesa-Großenhain. Die SZ sprach mit dem Banker über Sportpolitik und seine
Sicht auf den Sport im Landkreis.
Haben
Sie sich bereits einen Überblick verschafft über den Sport im Landkreis?
Ich habe mich relativ schnell umgeschaut und festgestellt, dass es ein sehr
sportlicher Landkreis ist‚ mit einem guten und hohen Organisationsgrad mit 142
Vereinen.
Sie
kommen aus Bayern. Haben Sie hier Unterschiede im Vereinssport feststellen können?
Mir gefällt sehr gut, dass für und mit der Jugend im Landkreis viel gemacht
wird. Das fördert ein Miteinander im Sport und in der Gemeinschaft. Das gehört
dazu, um eine Region zu entwickeln, sie liebens- und lebenswert zu machen. Auf
der anderen Seite sehe ich den Seniorensport. Auch der wird sehr gepflegt,
nehmen Sie nur die Seniorensportfeste im Landkreis oder die Seniorensportgruppen
beim SC Riesa. Es ist doch wichtig, um im Alter die Fitness zu bewahren. Außerdem
habe ich festgestellt, dass die Sportförderung hier zum Teil intensiver ist.
Weniger schön ist die Situation beim Ehrenamt. Doch das ist entscheidend für
die Vereinsarbeit. Ich habe den Eindruck, dass das Engagement leider etwas zurückgeht.
Hier muss konsequenter daran gearbeitet werden.
Sie sind
Präsident des Kreissportbundes und zugleich Vorsitzender des
Sparkassenvorstandes. Das weckt natürlich Erwartung. Wie bringt sich Ihr
Geldinstitut ein?
Für uns ist es wichtig, dass der Breitensport finanziell gefördert wird und
dort wiederum die Kinder und Jugend. Wir möchten etwas beitragen für eine gute
Entwicklung der nachfolgenden Generation. Und schließlich entspricht es auch
dem öffentlichen Auftrag der Sparkasse, für die Region etwas zu tun.
Welche
Summe fließt in den Landkreis, können Sie konkrete Beispiele nennen?
Es ist mit Sicherheit ein sechsstelliger Eurobetrag und nicht am unteren
Ende. Die Projekte sind sehr vielfältig zwischen Thiendorf und Strehla. Ich möchte
das aber nicht auf einen bestimmten Verein focussieren. Das Engagement ist auch
immer unserer Ertragskraft abhängig. Die Sparkasse kann nicht alle Wünsche erfüllen.
Aber gerade das Sponsering ist eine wichtige Aufgabe der Kreissparkasse. Wer
gibt denn sonst noch die Spende und damit wieder einen Teil des Gewinnes zurück
an die Region?
Sehen
Sie Ihre Aufgabe an der Spitze des Präsidiums eher als Sponsor oder wollen Sie
auch in sportlichen Dingen mitreden?
Der Kreissportbund ist Dienstleister für die Vereine, kümmert sich zum
Beispiel um Fördermöglichkeiten, gibt fachliche Unterstützung, ist Sprachrohr
gegenüber dem Landessportbund und kümmert sich letztlich auch um die
Sportlerumfrage als besondere Anerkennung für die Vereinsarbeit. Natürlich
werde ich in den Diskusssionen meine Meinung einbringen, unterstützen. Die
Weichen müssen aber die Fachleute stellen.
Was müsste
sich an der Sportförderung in der Bundesrepublik ändern?
Insgesamt denke ich, die Bundesrepublik tut einiges, wenn man die Möglichkeiten
sieht, die Spitzensportler haben. Sorgen macht mir aber, dass es nur für
Spitzenplätze wirklich Anerkennung gibt. Ich bin deshalb der Meinung, wir müssen
lernen, dass auch ein zehnter Platz bei Weltmeisterschaften hohe Anerkennung
wert ist. Die meisten Zuschüsse sind ja Steuergelder. Und der Staat hat immer
weniger Mittel. Es geht also darum, die Vereine, die Sportförderung auf eigene
Beine zu stellen. Ich denke dabei an immer konsequenteres Fördern über
Sponsoren. Darauf müssen sich die Vereine konzentrieren. Es sollte ein breite
Basis sein, und es müssen nicht immer große Beträge sein. Schon 30 Euro sind
da gut angelegt. Sponsoring ist es aber zum Beispiel auch, wenn sich Firmen
entschließen, hoffnungsvollen Talenten eine Ausbildung zu bieten.
Wird das
Geld richtig verteilt?
Das ist auch so ein Punkt. Es müsste gezielter gefördert werden. Dabei
denke ich nicht nur ans Geld, sondern vor allem an die Arbeit hier an der Basis.
Es gibt so viele Sportangebote für die Kinder, dass die Mädchen und Jungen oft
erst mit 14 oder 15 Jahren ihre Paradedisziplin gefunden haben, das ist viel zu
spät. Schon frühzeitig in den Sportstunden sollten die Talente gesucht und
spielerisch entwickelt werden.
Wie
stehen Sie ganz persönlich zum Sport, treiben Sie Sport?
Vor allem spiele ich gern Tennis und Volleyball, wenn es die knappe Freizeit
zulässt. Früher habe ich auch Fußball gespielt. Aber da ist etwas viel Körpereinsatz
nötig, und Blessuren kann ich mir einfach nicht leisten. Wir sind übrigens
auch als Sparkasse ein sehr sportliches Haus. Wir haben eine eigene
Betriebssportgemeinschaft mit Volleyball, Fußball, Lauf aber zum Beispiel auch
sehr erfolgreichen Tänzern. Der Sport fördert den Teamgedanken im Unternehmen,
und junge Mitarbeiter werden so emotional viel schneller integriert.
Gespräch:
R. Hanke
| Deutschland - Sächsische Zeitung |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Zweitligisten VC Olympia plagen Besetzungssorgen
Die Volleyball-Küken des VC Olympia Dresden sind mit fünf Niederlagen in die neue Zweitliga-Saison gestartet. Nach vier Auswärtsspielen steht nun am Sonnabend wieder ein Heimauftritt bevor. Noch dazu spielen die Kaiser-Schützlinge ihre Partie gegen den SV Sinsheim morgen (14 Uhr) in der Halle an der Bodenbacher Straße als Vorspiel zum Bundesliga-Start der DSC-Damen.
Im letzten Jahr war das Parkett in dieser Halle für die Nachwuchstalente ein gutes „Pflaster“, denn sie konnten mehrfach gewinnen. Darauf hoffen die Spielerinnen auch diesmal. Allerdings kann Trainer Klaus Kaiser noch immer nicht sein bestes Aufgebot ins Rennen schicken. Neben der Langzeitverletzten Stephanie Kestner fehlt Luise Brandt weiterhin wegen Achillessehnenbeschwerden. Außerdem plagten sich Zuspielerin Mareen Apitz und Elisa Kühnel mit einer Grippe und Kristin Stöckmann verknackste sich den Fuß.
Auch in
der Regionalliga geht ein kompletter Spieltag über die Bühne. Die Herren des
USV TU erwarten morgen um 20 Uhr (Gamigstraße) den HSV Weimar. Alles andere als
ein Sieg wäre für die Gastgeber wäre eine Überraschung. Eine wesentlich
schwerere Aufgabe hat Aufsteiger VC Dresden in Nordhausen zu lösen. Die
Dresdner gehen in Thüringen als Außenseiter, aber dennoch nicht chancenlos, in
die Begegnung. Bei den Damen muss die DSC-Reserve in Gotha um Punkte kämpfen.
Dabei wird allerdings Agnes Müller wegen Grippe fehlen. Auch Janine Ast ist
noch nicht dabei. Sie soll aber eine Woche später ihr Debüt im
Regionalliga-Team geben. Die Mannschaft des VC Dresden empfängt daheim die
Reserve von Braugold Erfurt. Obwohl Trainer Volker Grochau einige personelle
Probleme hat, soll auf jeden Fall ein klarer Sieg her.
Sascha König
| Deutschland - Die Welt |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Olympia
- Eine zweite Chance für Hamburg
Politiker
mehrerer Parteien wollen Bewerbung der Hansestadt wiederbeleben, sollten Leipzig
und Rostock scheitern
Nach den
Personalquerelen in den Bewerberstädten für die Olympischen Sommerspiele 2012,
Leipzig und Rostock, haben sich Hamburger Politiker dafür ausgesprochen, der
Hansestadt eine zweite Chance zu geben. Wenn sich in irgendeiner Form abzeichne
oder erhärte, dass Leipzig als Stadt für die Austragung der Spiele 2012
ausscheide, müsse "alles getan werden, um die Hamburger Bewerbung
wiederzubeleben", sagte der Vorsitzende der Schill-Fraktion in der Bürgerschaft,
Norbert Frühauf. Der sportpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jürgen
Schmidt, forderte den Senat auf, in seinen Bemühungen um den Sport in Hamburg
nicht nachzulassen.
Hintergrund
sind die Vorwürfe gegen Verantwortliche für die Olympiabewerbung von Leipzig
und Rostock. So lässt der bisherige Geschäftsführer der Leipzig 2012 GmbH,
Dirk Thärichen, nach Stasi-Vorwürfen inzwischen sein Amt ruhen. In Rostock war
der Unternehmer Harald Lochotzke nach Vorwürfen im Zusammenhang mit seiner IM-Tätigkeit
als Präsident des Olympia-Fördervereins zurückgetreten. "Wir betrachten
die Vorgänge in Leipzig mit hanseatischer Zurückhaltung, weil wir die Chancen
des deutschen Olympia-Bewerbers nicht schmälern wollen", betonte der
Vorsitzende der FDP-Bürgerschaftsfraktion, Burkhardt Müller-Sönksen.
Allerdings
wurde parteiübergreifend die Forderung laut, Hamburg sollte sein Interesse an
einer erneuten Olympiabewerbung - spätestens für 2016 - bei den zuständigen
Gremien deutlich machen. Im Falle eines frühzeitigen Scheiterns von Leipzig müssten
"alle Kräfte vereint daran arbeiten, damit Hamburg wieder zum Zuge kommt
und seine Bewerbung als legitimer Nachfolger von Leipzig und aussichtsreichster
deutscher Kandidat neu startet", sagte Frühauf. Müller-Sönksen machte
deutlich, dass Hamburg alle Chancen habe, spätestens 2016 die Spiele an die
Elbe zu holen, sollte Leipzig bei der Kandidatenauswahl scheitern und sich kein
anderer europäischer Bewerber durchsetzen können. "Dann müssen wir beim
Nationalen Olympischen Komitee darauf drängen, dass Hamburg ohne Ausschreibung
als deutscher Bewerber nominiert wird", sagte der FDP-Politiker. "Dazu
fordere ich auch die Solidarität der anderen deutschen Städte."
Ähnlich
äußerte sich der frühere Geschäftsführer der Hamburger Olympia GmbH, Horst
Meyer. Sollte Leipzig im kommenden Jahr nicht in den engeren Kreis der
Bewerberstädte aufgenommen werden, müsse mit Blick auf die Olympischen
Sommerspiele 2016 "neu gedacht werden". Wichtigstes Kriterium
allerdings sollte sein, welche deutsche Stadt international eine reelle Chance
habe, den Zuschlag zu bekommen. Und da fielen ihm nur Berlin, München und
Hamburg ein. Meyer äußerte zudem die Sorge, beim Internationalen Olympischen
Komitee (IOC) könne auf Grund der Personalquerelen in Leipzig und Rostock der
Eindruck entstehen: "Die deutsche Bewerbung ist nicht professionell
genug." Nach seiner Auffassung müssten die Verantwortlichen jetzt
"alle Reißleinen ziehen".
Der
SPD-Politiker Schmidt warf im Zusammenhang mit Hamburgs Olympia-Hoffnungen dem
Senat vor, in seinen Bemühungen um den Sport nachgelassen zu haben. So müssten
die versprochene Leichtathletikhalle und das Hockeystadion so rasch wie möglich
gebaut werden. "Hamburg sollte sich bereithalten".
IvM/mk/os
| Deutschland - Elmshorner Nachrichten |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Zwischen England und dem Examen
Nina Nezam spielt heute mit der VG in Wilhelmsburg
Noch ist Nina Nezam nicht zu 100 Prozent die alte. Die Mittelblockerin war nach ihrer Rückkehr aus England krank, zählt aber schon wieder zu den Stützen der VGE-Frauen.
Elmshorn. Ein Jahr hatte die 37 Jahre alte Silvia Boyens mit Meike Sievers das Duo der Mittelblockerinnen bei den Regionalligafrauen der Volleyball-Gemeinschaft Elmshorn gebildet. Mittlerweile hat sich die älteste Spielerin im Kader von Trainer Burkhard Skibitzki weitestgehend zurückgezogen. Die entstandene Lücke ist in dieser Saison gleich doppelt besetzt von der jungen Sarah Hoppe und Rückkehrerin Nina Nezam.
Nezam ist in der ersten VGE-Sechs ein bekanntes Gesicht. Ein Jahr hatte sie ausgesetzt, war der Liebe wegen in England und hat die Zeit genutzt, um ihre Englischkenntnisse nochmals aufzufrischen. Keine schlechte Verknüpfung von Interessen, immerhin will die Hamburger Studentin demnächst ihr Examen machen Englisch auf Lehramt.
Volleyball fiel in dieser Zeit allerdings komplett aus. Auf der britischen Insel ist der Sport bei weitem nicht so populär wie in Deutschland. Und für die 27-Jährige war dies eine willkommene Ruhepause. "Ich habe die vorangegangene Saison andauernd mit einer Schulterverletzung Probleme gehabt", sagte sie. Die ist offenbar vollkommen ausgeheilt. Sportlich war die in Afganistan geborene Nezam trotzdem. "Ich bin regelmäßig im Fitness-Studio gewesen", erzählt sie.
Seit Juni ist Nina Nezam zurück in heimischen Gefilden und hat während der Beachsaison mit ihrer Mannschaftskameradin Manuela Rohr bereits einige Turniere bestritten. Auch deshalb war der erste Eindruck beim gemeinsamen Hallentraining überaus positiv. "Ich habe gedacht: Das geht ja erstaunlich gut", lacht die zweitgrößte Elmshorner Spielerin. Krankheitsbedingt fehlt aber noch ein wenig die Kondition der vergangenen Jahre. "Persönlich hoffe ich, dass ich wieder gut reinkomme", sagte sie. Die Unterstützung ihres Trainers hat sie in jedem Fall. Burkhard Skibitzki schätzt Nezam vor dem heutigen Auswärtsspiel beim Aufsteiger Wilhelmsburg als dynamische Spielerin, die im Block aggressiv übergreift und so für viele Punkte gut ist.
Auch wenn Skibitzki die Vorbereitung der vergangenen Woche nicht als optimal einschätzt, sollte es zu einem Sieg reichen, um sich für das 1:3 von vor zwei Wochen gegen den TSV Glinde zu revanchieren. Immerhin will Nina Nezam hoch hinaus. "Für die Mannschaft ist Erster zu werden für mich immer das Ziel", sagt sie, schränkt aber ein: "Dann kann man immer noch überlegen, ob man aufsteigen will." Skibitzki hatte sich im Vorfeld die Wörter "Meisterschaft" und "Aufstieg" nicht entlocken lassen.
Regionalliga, Männer: Kjell Weyer steht vor seinem ersten Saisoneinsatz für die VG Elmshorn, wenn diese heute beim VfL Geesthacht antritt. Der erstliga-erfahrene Masseur hatte die ersten drei Spiele aus privaten Gründen gefehlt. Christian Proske ist ebenfalls wieder da, dafür hat sich Jörn Reinhard in Urlaub abgemeldet.
Michael Bunk
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Zweitligist
Moerser SC reist als haushoher Favorit nach Schüttorf. Anfangsformation ist
noch völlig offen.
Die
Grafschaft Bentheim gegen die Grafenstadt Moers. Zwar kein mittelalterliches
Duell, dafür aber ein ziemlich ungleiches. So will es zumindest
Volleyball-Zweitligist Moerser SC, der am Sonntag um 16.30 Uhr beim FC Schüttorf
antritt - und das als hoher Favorit. Oder vielleicht doch nicht? Taumelte der
selbst ernannte Aufstiegskandidat Nummer Eins zuletzt beim mühevollen 3:2 nicht
auch gegen angebliches "Kanonenfutter"?
MSC-Coach
Igor Arbutina geht nach den ersten drei Meisterschaftssiegen ganz entspannt an
die Sache heran. "Wir haben bisher immer die Kontrolle vom Beginn bis zum
Ende der Partie gehabt. Die Resultate sehen enger aus, als sie in Wirklichkeit
waren", spricht´s entkrampft und setzt mit einem Lächeln hinzu:
"Immerhin haben wir den Zuschauern etwas geboten." Ein Optimist also,
dieser Igor Arbutina. Aber auch Beleg dafür, dass er sich nicht gerne in die
Karten schauen lässt. Über den TuB Bocholt wusste man ebenso wenig wie über
den morgigen Gegner, wichtig ist das eigene Team. "Wir haben die Chance,
aus tollem ,Spielermaterial´ eine große Mannschaft zu formen", erklärte
der Kroate. "Warum sollten wir also auf die anderen Teams schauen? Wir
werden unseren Weg sicher gehen."
Nervosität
im Bus lassen
Ein
Blick auf die Tabelle genügt dem Trainer, um zu erkennen, dass man die Nervosität
getrost im Bus lassen kann. Als Tabellenvorletzter mit 2:8 Punkten scheint der
FC Schüttorf nicht weiter gefährlich. Eine Einstellung, die nach hinten
losgehen kann? Mit Sicherheit. Denn wer sich an die heißblütigen Partien aus
dem vorletzten Jahr erinnert, der weiß, dass sich das Schüttorfer Publikum zum
siebten Mann auf dem Feld entwickeln kann. Ein Hexenkessel, der die
"Adler" erwartet. Vorsicht ist also trotzdem geboten, auch wenn sich
das Gesicht der Bentheimer Volleyballer in den letzten Jahren gewandelt hat.
Wer beim
MSC von Beginn an auf dem Parkett steht, bleibt wiederum nur Spekulation.
"Wir haben zwölf gute Spieler, die von Woche zu Woche erneut die Chance
bekommen, sich durch das Training zu empfehlen", macht Igor Arbutina
deutlich. "Ich entscheide erst kurz vor dem Spiel, wer in die
Startformation rückt." Durch diese konsequente Haltung erkläre sich auch
die Auswechselpolitik des erfahrenen Trainers, welche zuletzt auf Unverständnis
stieß. "Gesetzte Größen im Team sind nach meiner Einschätzung wohl nur
Pieter-Jan Waale sowie Georg Grozer", erläutert Abteiluungsleiter Heinz
Reintges. Auch die Frage nach dem Zuspieler ist nicht geklärt.
Tidick
oder den Boer?
Ob
Torben Tidick oder Huib den Boer in Schüttorf spielen werden, steht noch in den
Sternen. Morgen sind wieder alle Moerser an Bord, nur hinter Ferdinand Stebner
steht noch ein Fragezeichen. Er kränkelte unter der Woche, konnte beim Test
gegen den holländischen Ehrendivisionär Orion Doetinchem nur zuschauen. Sollte
der MSC ähnlich sicher auftreten wie gegen Orion, müssten die nächsten zwei
Punkte eingefahren werden.
Daniel
Passon
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Humann zu Gast bei Top-Favorit
VfB
Friedrichshafen hat sich den Titel fest zum Ziel gesetzt.
Im
ersten Spiel der Deutschen Volleyball-Liga gleich den ersten Sieg zu landen, war
für den VV Humann ein mehr als optimaler Start. Der Aufsteiger schwebt auf
Wolke sieben, dennoch besteht keine Gefahr, den Bodenkontakt zu verlieren. Das würde
erst dann passieren, wenn das Team von Trainer Peter Bach auch am zweiten
Spieltag für eine Sensation sorgen könnte. Doch das scheint ausgeschlossen,
denn heute tritt der VVH um 18 Uhr beim VfB Friedrichshafen an.
In den
letzten Jahren waren die Süddeutschen mit fünf Pokalsiege und fünf Deutschen
Meistertiteln das Maß aller Dinge. Auch international mischte die VfB-Sechs in
der Champions League kräftig mit.
Neue
Halle für 4000 Zuschauer
Im
Vorjahr patzte das Team von Trainer Stelian Moculescu und musste sich mit Rang
drei begnügen. Die Ankündigung, diese Schmach sei höchster Ansporn, kräftig
nachzulegen, muss für die Konkurrenz fast wie eine Drohung klingen.
Vielleicht
ist es für die Humänner ein kleiner Vorteil, dass das Spiel in der
Bodenseehalle für den VfB die Saisonpremiere ist. Andererseits wird der
Gastgeber nach dem Husarenstück der Bach-Sechs den Aufsteiger nicht unterschätzen.
Welchen
Stellenwert Volleyball in Friedrichshafen hat, mag man daran ablesen, dass dort
wegen des Zuschauerandranges eine neue Halle gebaut wurde. In der Sportarena
Friedrichshafen werden 4000 Fans ihren VfB anfeuern. Dieses Erlebnis bleibt den
Humännern noch verwehrt, denn die letzten Bauarbeiten sind noch nicht
abgeschlossen. Aber auch in der altehrwürdigen Bodenseehalle werden Fischer
& Co. nicht nur gegen einen übermächtigen Gegner, sondern auch gegen eine
fantastische Kulisse anspielen müssen.
"Für
uns ist es eine Ehre, in Friedrichshafen spielen zu dürfen. Wir werden
versuchen, gegen die besten Aufschläger der Liga unsere Annahme zu trainieren
und so etwas aus dem Spiel mitzunehmen", ist Coach Peter Bach sehr
bescheiden.
Gegen
den mit Nationalspielern gespickten Gegner muss der VVH auf Martin Plöntzke
(Studiengründe) und Bastian Berkel verzichten. Der Angreifer laboriert an einer
Bänderverletzung und wird mindestens vier Wochen ausfallen. Für ihn rückt
Routinier Stephan Kern in den Kader. (stebl)
| Deutschland - Münstersche Zeitung |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Münster
- Für den größten Auftrieb sorgten die deutschen Volleyballerinnen zwei
Wochen vor dem Bundesliga-Start selbst: Mit ihrer vorzüglichen Leistung bei der
EM in der Türkei, bei der sie sich mit Bronze belohnten, haben die Athletinnen
ihre Sportart ins Interesse einer breiten Öffentlichkeit gerückt.
Genau
dieses Aha-Erlebnis hatten sich die Verantwortlichen des Deutschen
Volleyball-Verbandes (DVV) schon letztes Jahr durch die WM im eigenen Lande
erhofft " und wurden bitter enttäuscht. Nun also steht auch der
Frauenvolleyball im Blickpunkt, die Eindrücke sind frisch. Alles in allem eine
hervorragende Ausgangsbasis für den heutigen Liga-Auftakt.
"Jetzt
müssen Liga und Vereine sehen, was sie aus dieser Situation machen", sagt
Axel Büring, Trainer des USC Münster - , über den " wie schon 2002/03
" der Weg zum Titel führen wird. Denn der Vizemeister, der sich erst am
letzten Spieltag dem SSV Ulm im Kampf um die Meisterschaft geschlagen geben
musste, hat seinen Kader weiter aufgebessert und verfügt (zumindest derzeit)
nominell über den vor allem in der Breite besten Kader der Konkurrenz.
Wie Münster,
das in Birgit Thumm seine beste Spielerin (an Vilsbiburg) verlor, musste auch
Meister SSV Ulm - seine überragende Akteurin abgeben. Elles Leferink zog es zurück
in die Niederlande, aus der nun Alice Blom als Ersatz verpflichtet wurde. Ulm
wie Münster werden von allen Erstliga-Trainern als die beiden Teams gehandelt,
die ernsthaft um den Titel spielen.
Dahinter wird es immer enger. Geheimtipp ist der Dresdner SC - . Auch die Elb-Florenzer verloren mit Peggy Küttner ihre Führungsfigur, doch dafür wächst unter den geduldigen Händen von Trainer Arnd Ludwig eine Phalanx von jungen Top-Spielerinnen heran. Bei der 18-jährigen Christiane Fürst ist der Durchbruch schon gelungen, bei den Damen Beier, Guhr, Müller und Ssuschke dürfte das nur eine Frage der Zeit sein. Auf ähnlichem Level werden sich der Schweriner SC - , die Roten Raben Vilsbiburg - und Bayer Leverkusen - , vielleicht auch der Vorjahresdritte TV Fischbek - bewegen.
In
Schwerin verpflichtete man fast die halbe Juniorinnen-Nationalmannschaft und
einen Trainer (Tore Aleksandersen) der den Mecklenburgerinnen die
Trainingsfreude wieder brachte. Der Schweriner Meistermacher Michael Schöps ist
nun in Niederbayern bei den Raben. Deren Manager Klaus-Peter Jung-Kronseder
landete mit den Verpflichtungen von Kounowa und Thumm zwei weitere Coups. Die
Raben und Bayer (mit drei Bronze-Gewinnerinnen) haben sich von Wackelkandidaten
der Meisterrunde zu ernsthaften Aspiranten gemausert.
Auch
Aufsteiger Suhl, der sich sehr präzise verstärkt hat, haben einige Trainer auf
der Meisterrunden-Liste. Davon kann man in Braunschweig nur träumen: Die Truppe
aus Niedersachsen dürfte schon jubilieren, wenn sie nicht ohne Punkt in Liga
eins bleibt.
Lutz
Hackmann
| Deutschland - Aachener Zeitung |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Werscheck setzt auf eine gelungene Mischung
Düren.
Dass der TSV Bad Saulgau den TSV Unterhaching besiegte, war keine große Überraschung.
Gerade in eigener Halle gilt der Samstag-Gegner des Volleyball-Bundesligisten
Evivo Düren als bärenstark.
Überraschender war da schon, dass sich die Unterhachinger den Luxus von 24 (!)
Aufgabenfehler leisteten.
Allerdings: «Die Saulgauer übten einen so großen Druck aus, so dass die
Hachinger gezwungen waren, bei ihren Aufgaben ein hohes Risiko einzugehen»,
stellte Bernd Werscheck nach dem Videostudium der Partie zwischen dem Team aus
Baden-Württemberg und den Bayern fest.
Deshalb gilt für den Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren vor der Partie am Samstag in der Sporthalle des Burgau-Gymnasiums: «Wir müssen eine derart schlechte Aufgaben-Quote vermeiden.» Und er weist auf die Partie in Leipzig hin: «Dort haben wir nur sieben Aufgaben vermasselt!» Ein Grund: «Wir haben eine gute Mischung gefunden zwischen risikoreichen und taktischen Aufgaben. Diese streben wir auch gegen Saulgau an.»
Die Gäste überzeugten in ihrem Auftaktmatch den Dürener Trainer besonders in zweierlei Hinsicht: Zum einen ärgerten sie Unterhaching mit starken Aufgaben, zum anderen setzte James MacKay, der Zuspieler, seine Angreifer immer wirkungsvoll in Szene. Werscheck: «Die Mannschaft verfügt über sehr viel Selbstbewusstsein. Daran erkennt man den Einfluss der drei Amerikaner in ihren Reihen und die Handschrift von Burkhard Sude.»
Der ist Dürens Oldie Sven Anton in einer Beziehung noch weit voraus: Bereits 1974 spielte Sude als 17-Jähriger für den USC Gießen, trug im ersten Jahr auch bereits das Nationaltrikot. Weit über 20 Jahre - mit Unterbrechungen - spielte Burkhard Sude in Erstliga-Teams in Deutschland, Italien und Frankreich.
Sven Anton startet gerade in seine 15. Saison. Aber ist so betrachtet ja auch noch ein junger Spund mit seinen 33 Jahren.
Franz
Sistemich
| Deutschland - Aachener Zeitung |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Düren.
Von Freundschaft zu reden wäre übertrieben. Doch Bernd Werscheck, den Trainer
des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren, und James McKay, den Zuspieler des
TSV Bad Saulgau, verbindet eine gewisse Wertschätzung.
Ein Grund: Die Freundin des US-Boys, Daniela Sonnenbichler, lernte bei Werscheck die Feinheiten des Volleyballs, als der Dürener Coach noch beim Frauen-Bundesligisten Creglingen aktiv war. Und deshalb kennt der Evivo-Trainer den Steller besser als manch anderen aus der Zunft der Zuspieler. Deshalb wollte Werscheck den Bad Saulgauer auch nach Düren locken. Vergeblich. Und so steht «Jamie» am Samstag auf der anderen Seite des Netzes, wenn Evivo (19.30 Uhr, Burgau-Gymnasium) das Team aus Baden-Württemberg zum ersten Heimspiel der Saison empfängt.
Beide Teams ließen zum Auftakt der Saison ihre Kontrahenten schlecht aussehen: Düren düpierte Gastgeber Leipzig, Bad Saulgau unterstrich seine Heimstärke gegen Unterhaching. Ein Team wird seine weiße Weste verlieren. «Ganz klar, Saulgau ist gegenüber der Vorsaison stabiler geworden und auch wegen MacKay ein unangenehmes Team», erklärt Werscheck. Aber: «Wer in die Meisterrunde will, muss seine Heimspiele gewinnen. Und deshalb wird Saulgau verlieren.»
Während Dürens Co-Trainer Sven Anton glaubt, fünf Erfolge reichten, um Platz 6 zu erobern, geht Werscheck von sechs notwendigen Siegen aus. Der Coach bietet die sieben Spieler auf, die in Leipzig punkteten.
(sis)
| Hamburg - VG WiWa-News |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Aufgepasst:
WiWa Herbstturnier
Schaut mensch dieser Tage vor die Tür oder aus
dem Fenster ist es deutlich zu sehen: Der
Herbst ist gekommen. Während der Wind Kastanien und Eicheln von
den Bäumen prasseln lässt, ruht in Hamburgs Volleyball-Ligen ferienbedingt
und daher traditionell der Spielbetrieb. Zeit also, für das Herbstturnier
der VG WiWa Hamburg. Am heutigen Samstag von 10.00 bis 16.00 Uhr
nutzen einige motivierte Teams die Sporthalle Hammer Weg, um Wettkampfpraxis
zu sammeln. Eine gute Gelegenheit bei freiem Eintritt spannende
Spiele mit überregionaler Beteiligung zu sehen.
In der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommerns
spielt der SV Rövershagen 47 und trifft im ersten Spiel auf den TV Meckelfeld
aus der Bezirksliga Niedersachsen - parallel
dazu treten der Hummelsbüttler SV aus der Hamburger Landesliga gegen das
ausrichtende Team der VG WiWa Hamburg 4 aus der Bezirksliga an. Ebenfalls dabei
im Modus jede gegen jede ist das Landesliga-Team
des Niendorfer TSV. da alle antretenden Teams jeweils in der Spitze ihrer Liga
mitspielen und ehrgeizige Ziel verfolgen, sollten die Spiele
kurzweilig und mitreissend werden.
Schon was vor?
| Deutschland - VC Bottrop-News |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Liga-Youngster
machen Station in Bottrop
Zu einem Spitzenspiel der 2. Liga Nord Männer
kommt es am Sonntag (12. Oktober) um 17.30 Uhr in der Bottroper Dieter Renz
Halle, wenn das erfolgreiche Zürich-Team des VC Olympia Berlin beim bisher
ungeschlagenen Tabellenführer VC Bottrop 90 zu Gast ist. Bereits einen Tag
vorher treffen die "Berliner Olympioniken" auf den Aufsteiger vom VfL
Lintorf, der nach dem letzten Erfolg "Blut geleckt hat" und nun noch
einen drauf setzen will.
Für den VC Bottrop ist das Match gegen Berlin
eine erste Standortbestimmung, denn die bisher gewonnenen Spiele haben das Team
noch nicht wirklich gefordert. Doch nun muss man sich mit einem Block beschäftigen,
der bisher alle Mannschaften, auch das Favoritenteam aus Moers, vor große
Probleme gestellt hat. Hier ist Zuspieler Tomas Wiedermann gefordert. Er muss
zeigen, dass er seine Angreifer auch dann noch wirkungsvoll in Szene setzen
kann. Gut, dass Oliver Dorsch seine Rückkehr als Libero mit Bravour gemeistert
hat und Trainer Johan Verstappen mit Torben Mols über eine weitere Option im
Angriff verfügt.
Zu einem Problem könnte zudem die Annahme
werden, denn der VCO serviert mächtig scharf. Für die "Entschärfung der
Aufschläge sollen Oliver Dorsch, Kapitän Markus Richter und ein weiterer
Annahmespieler sorgen. Denn nur dann kann Wiedermann ein variables Spiel
aufziehen.
Teammanager Wolfgang Donat hofft, dass das
Bottroper Publikum auf seinen VC setzt und das junge Team wirkungsvoll unterstützt.
Lärminstrumente sind gern gesehen. Außerdem hält die Sparkasse Bottrop in
ihren Filialen Freikarten für junge Fans bereit. Gruppen können ihre
Freikartenwünsche auch per E-Mail über bundesliga@vcbottrop90.de an den VC
Bottrop richten.
| Deutschland - USC Münster-News |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
Nach dem spannenden Saisonfinale der abgelaufenen
Spielzeit fiebern die Volleyball-Fans dem Saisonauftakt gegen die ersten beiden
Gegner erwartungsvoll entgegen. Am 12. Oktober 2003 empfängt der USC Münster
den Aufsteiger USC Braunschweig im Volleydom Berg Fidel. Nur vier Tage danach
erfolgt aufgrund des Top-Team-Qualifikationsturniers im tschechischen Brünn die
vorgezogene Bundesligapartie an gleicher Stätte gegen den TuS Braugold Erfurt.
Die USC-Verantwortlichen haben in der Sommerpause
nichts unversucht gelassen, dass die kommende Saison ebenso erfolgreich
verlaufen kann, wie die vergangene. Die Vorzeichen stehen dafür nicht schlecht.
Nach den Abgängen von Christina Dickebohm und Birgit Thumm konnten Antje Röder,
Hella Jurich und die beiden Niederländerinnen Janneke van Tienen und Caroline
Wensink verpflichtet werden. Weiterhin ist nach einjähriger Verletzungspause
auch Chaine Staelens wieder im USC Kader. Sie hat bereits bei der EM in der Türkei
wieder in der niederländischen Nationalmannschaft gespielt.
Die Liga ist von 10 auf 12 Teams aufgestockt worden. An die Normalrunde schließt sich die Endrunde der sechs erstplazierten Mannschaften an (sogenannte Meisterrunde), die um die Meisterschaft in Hin- und Rückspiel kämpfen. Die verbleibenden Mannschaften (Platz sieben bis zwölf nach der Normalrunde) tragen ebenfalls eine Endrunde (sogenannte Abstiegsrunde) aus. Die beiden Letztplatzierten steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Neunt- und der Zehntplazierte spielen mit den beiden Zweitplazierten der 2. Ligen um einen Platz in der 1. Bundesliga. Die Abschlusstabelle errechnet sich aus den Punkten der Normal- und der Endrunde.
Tipp: Von beiden Spielen berichten wir live im Internet.
LVM
Versicherungen als Spielpräsentator
Der Hauptsponsor übernimmt traditionell die
Schirmherrschaft über das erste Spiel in der neuen Saison. Der USC dankt es mit
einem kostenfreien Eintritt für alle LVM-Mitarbeiter.
Aber auch gegen Eintritt sind seit Jahren
zahlreiche Mitarbeiter des Versicherungsunternehmens bei den Spielen dabei. Am
10. Oktober 2003 bot sich gerade für diese treuen USC-Fans die Möglichkeit,
ihre Jahreskarten direkt bei den USC-Spielerinnen käuflich zu erwerben. Der
Verein konnte durch diese Maßnahme weitere Fans unter den LVM Mitarbeitern
gewinnen.
Übrigens:
Beim Spiel des USC Münster gegen den USC Braunschweig am 12. Oktober 2003 gibt
es ein Gewinnspiel mit vielen attraktiven Preisen. Natürlich unterstützt von
den LVM Versicherungen. Die Zusammenarbeit zwischen dem USC Münster und den LVM
Versicherungen wurde weiter intensiviert, in dem USC-Mitglieder durch einen
Rahmenvertrag besonders günstige Tarife in bestimmten Versicherungszweigen
angeboten werden. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie am Fanshop-Stand
bzw. unter News.
| Deutschland - Grafschafter Nachrichten |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
"Leichte Strategien" sollen Gegner schwer beschäftigen
SC
Union empfängt morgen Warendorfer SU
Die
Warendorfer SU reist selbstbewusst zum morgigen Spiel (15 Uhr) gegen die SC
Union nach Emlichheim. Beim Gastgeber sind alle Spielerinnen einsatzbereit.
Emlichheim/how – Wenn Pierre Mathieu über die Faszination des Volleyballsports im Allgemeinen sinniert, dann schwärmt er von einem strategischen Einsatz von Sprungaufschlägen, den effektiven Einsatz von Doppelwechseln oder geschickten Positionswechseln in Abhängigkeit der Taktik des Gegners. Wenn der Niederländer aber vor dem Heimspiel gegen die Warendorfer Sport-Union über die Situation beim Volleyball-Zweitligisten SC Union Emlichheim spricht, dann fallen Begriffe wie Zukunft, Entwicklung und Aufbau – unabhängig von der Stärke und Spielweise des Gegners. "Warendorf ist für mich nicht so wichtig. Meine junge Mannschaft befindet sich im Aufbau und muss schauen, was sie schon kann", sagt Mathieu vor der Partie.
Weil der Trainer
seine Mannschaft bereits auf dem richtigen Weg sieht, kündigt deshalb für das
Spiel in der Emlichheimer Vechtetalhalle den Einsatz "leichter
Strategien" an. "Wir haben kleinere und größere Spielerinnen, die
ich immer mehr variabel einsetzen kann. Und wir haben taktische Möglichkeiten
durch sichere Sprungaufschläge von Judith Meyer und Anika Brinkmann", sagt
Mathieu, ohne sich aber konkret in die Karten schauen zu lassen.
Auch wenn Pierre Mathieu nicht so sehr auf den
Gegner schauen mag: Die Warendorferinnen hat er in dieser noch jungen Saison
bereits einmal beobachtet und dabei einen sicheren 3:0-Sieg bei Allemannia
Aachen erlebt. Seine Erkenntnis: "Warendorf ist stärker als im vergangenen
Jahr, es wird nicht leicht für uns. Angst brauchen wir aber nicht zu
haben."
Die Warendorfer SU ist – ebenso wie der SC Union – mit zwei Siegen und einer Niederlage (gegen Olympia Berlin) in die Saison gestartet. WSU-Trainer Niels Westphal rechnet sich nach dem verheißungsvollen Auftakt durchaus Chancen gegen Emlichheim aus, wenngleich er die Niedergrafschafterinnen neben die Berlinerinnen des VC Olympia als Favorit auf die Meisterschaft bezeichnet. Bis auf die Langzeitverletzte Zuspielerin Anna Romberg sind alle Spielerinnen fit und können sich somit für die deutliche 0:3-Pleite gegen Olympia Berlin rehabilitieren. "Meine Mannschaft will sich nicht noch einmal so präsentieren", kündigt Westphal an. Um die Scharte auszuwetzen, haben die Spielerinnen aus Warendorf gleich zwei Möglichkeiten, denn bereits heute spielen sie vor heimischem Publikum gegen den 1. VC Parchim.
Die Emlichheimerinnen
gehen am Sonntag frisch, ohne Verletzungssorgen und mit Rückenwind aus der
Schlussphase des jüngsten Auftritts gegen den TV Eiche Horn ins Spiel. Als
einen "wichtigen Sieg für die Psyche" hatte Manager Norbert Bußmann
den Erfolg gegen die Bremerinnen bezeichnet. Gewinnt der SC Union auch gegen
Warendorf, kann er sich in der Tabellenspitze festsetzen. Auch wenn es in
Emlichheim zunächst nur darum geht, die Entwicklung des Teams voranzutreiben.
| Deutschland - Grafschafter Nachrichten |
|
Samstag. 11. Oktober 2003 |
FC
09 gegen Moers nicht mehr als nur der Außenseiter
Schüttorf
empfängt Absteiger
Schüttorf/his – Eine vollkommen unbekannte
Situation steht am morgigen Sonntag (16.30 Uhr) den Zweitliga-Volleyballern des
FC Schüttorf 09 bevor. Die Obergrafschafter empfangen als Tabellenvorletzter
(2:8 Punkte) und klarer Außenseiter in der Vechtehalle mit dem Moerser SC den
Top-Favoriten auf die Meisterschaft.
"Wir haben am Sonntag nichts zu
verlieren", sagt 09-Coach Dirk Schlotfeldt. Allerdings hofft der Übungsleiter,
dass sein Team die Moerser mit einer kämpferisch starken Leistung "ein
wenig ärgern kann".
In die Rolle der Übermannschaft, die den Gästen vor Saisonbeginn zugeschrieben wurde, ist der MSC in den bisherigen Begegnungen noch nicht hineingewachsen. Zwar steht der Erstliga-Absteiger mit 6:0 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz, die Leistungen waren aber durchwachsen. Nur beim 3:0-Erfolg gegen den VfL Lintorf wusste das neue Team von Trainer Igor Arbutina zu überzeugen. Gegen VC Olympia Berlin und den TuB Bocholt benötigte der selbst ernannte Meisterschaftsfavorit jeweils fünf Sätze, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen.
Dabei hat MSC-Präsident Günter Krivec vor der Saison alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Mit neun Spielern des letztjährigen Erstliga-Kaders wurden die Verträge nicht verlängert beziehungsweise aufgelöst. Neben dem neuen Trainer, der den Niederländer Johann Verstappen ersetzte, heuerte fast ein Dutzend neuer Akteure am Niederrhein an. Die Kroaten Teodor Hirs, Dejan Jazic und Marjio Ramadza, die beiden Niederländer Huib de Boer und Jan-Pieter Waale, der Jugoslawe Radomir Mijovic und die beiden Ungarn Georgely Mondi und Georg Grozer unterstreichen den internationalen Charakter des Unternehmens.
Vor allem Georg Grozer, der Sohn des gleichnamigen Ex-Nationalspielers, wird eine große volleyballerische Zukunft vorausgesagt. Im Moment haben die Akteure allerdings noch Probleme, mit der extrem hohen Erwartungshaltung umzugehen. "In den Meisterschaftsspielen scheinen sie ihre Nerven noch nicht so im Griff zu haben", spekuliert Schlotfeldt. In Testspielen, wie beim 3:1-Erfolg gegen den niederländischen Erstligisten aus Doetinchem am vergangenen Mittwoch, zeigen die MSC-Akteure nämlich ein anderes Leistungsvermögen als beim Kampf um Bundesliga-Zähler.
Schlotfeldt zieht daraus die Hoffnung, am Sonntag nicht ganz chancenlos zu sein. "Wir müssen an die Leistung gegen Olympia Berlin anknüpfen. Außerdem ist die Mannschaft gegen Moers immer besonders motiviert", sagt Schlotfeldt, der die Spitzen der vergangenen Jahre noch in Erinnerung hat.
Allerdings hatten die
Obergrafschafter bei der Trainingsarbeit auch in dieser Woche wieder mit
Problemen zu kämpfen. Alexander Youroukov konnte wegen Schmerzen im Ellenbogen
nur eine Übungseinheit absolvieren. Libero Dirk Möller war beruflich so
eingespannt, dass er gar nicht trainieren konnte. Dafür erkannte Schlotfeldt
bei Michael Röder und Thorsten Schoen, die erst spät in die Saisonvorbereitung
eingestiegen waren, Fortschritte im Zusammenspiel mit den Mitspielern: "Natürlich
gibt es noch Abstimmungsschwierigkeiten. Aber die beiden sind im Kommen."
Das soll in den kommenden Wochen für die ganze Mannschaft gelten. Schließlich
treffen die Schüttorfer nach dem morgigen Gastspiel des MSC mit dem TuB Bocholt
und dem VfL Lintorf (jeweils 2:4 Punkte) auf Teams, sich ebenfalls im unteren
Drittel der Tabelle befinden. "Wir brauchen einen Lauf. Es wäre natürlich
schön, wenn es schon jetzt klappt", sagt Schlotfeldt.
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel