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| Norddeutschland - HTBU-News |
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Mittwoch. 15. Oktober 2003 |
Nach dem
unerwartet erfolgreichen Saisonauftakt erhielten die Männer vom HTBU ihren
ersten Dämpfer. In eigener Halle zerschoß Aufsteiger SVF Neustadt Glewe
vorerst das Saisonziel eines Tabellenplatzes im oberen Drittel
(22:25,18:25,15:25). Der HTBU rangiert jetzt punktgleich mit vier weiteren Teams
auf dem 7. Platz.
Glanzlos
und müde wirkte die Truppe um Trainer Jörg Förster, völlig verändert zum
Spiel gegen Elmshorn, das man mit 3:1 für sich entscheiden konnte. Zwar hatte
sich der Aufsteiger aus Mecklenburg mit Spielern des Ex-Regionalligisten Banzkow
und des Zweitligisten Ludwigslust verstärkt. Jedoch schien das Team mit den
Hamburgern in Spielstärke zunächst ebenbürtig zu sein.
„Wir
haben das Spiel dann aber verloren, weil unsere Zuspieler aus einer mittelmäßigen
Annahme heraus nicht die richtigen Pässe brachten“, resümiert Förster, der
selbst jahrelang in der Regionalliga zugespielt hat. Da wichtige Schlüsselspieler
wie Markus Hübner (Diagonal) und Ralph Neumann (Außen) fehlten und drei
weitere Außenangreifer nach Krankheit oder Verletzung noch nicht voll einsatzfähig
waren, gelang es nur selten und meistens dann durch Christian Kunze, den Ball
erfolgreich im gegnerischen Feld unterzubringen. Der Einsatz des sonst so
starken Schnellangriffs kam aufgrund schlechtem Annahme- und Abwehrverhalten gar
nicht erst in Betracht.
Am
kommenden Samstag im Spiel gegen den Vfl Geesthacht könnte die Mannschaft
wieder komplett und fit sein. Lediglich der Einsatz von Markus Hübner könnte
sich nach seinem Außenbandabriss noch weiter verzögern. „Wir werden diese
Woche hart im Training arbeiten und uns ganz auf den nächsten Gegner
konzentrieren“, so Förster. „Laßt schon mal heißes Wasser in die
Badewanne“, rief er seinen Männern scherzend hinterher.
Geesthacht
ist ein alter Bekannter aus Zeiten der Verbandsliga und damals immer enger
Konkurrent um den Titel gewesen. Jetzt haben auch sie den Aufstieg geschafft und
sich mit zwei beachtlichen Siegen gegen Eckernförde und Kiel Respekt
verschafft. Die beiden Lokalrivalen sind punkt- und satzgleich und lediglich
drei Spielpunkte auseinander. Spannung ist also garantiert.
Das nächste
Heimspiel: 08.11. um 19h gegen den MTV Eckernförde
Arne
Koch
| Deutschland - DVV-News |
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Mittwoch. 15. Oktober 2003 |
Werner
von Moltke zu Verhandlungen nach Rio
Pohl/Rau
„Queens of the Beach“ bei CEV-Gala!
Werner von Moltke ist wieder ein Mal rastlos. Der DVV-Präsident flog am heutigen Dienstag morgen, 14. Oktober, von Frankfurt nach Rio de Janeiro. Zum einen, um die vier DVV-Männer-Duos bei der Beach-WM zu sehen, zum anderen, um mit dem Volleyball-Weltverband FIVB über die Beach-WM 2005 zu verhandeln. Diese soll von Los Angeles nach Berlin verlegt werden, nachdem es beim Grand Slam 2003 in den USA zu organisatorischen Pannen gekommen war. Bisher hat der DVV den Zuschlag für die Beach-WM 2007, allerdings „würden wir zuschlagen, wenn sich uns die Chance bereits zwei Jahre früher bietet“, so von Moltke. Bei einem positiven Bescheid wäre die Beach-WM 2007 hinfällig. In Rio de Janeiro trifft von Moltke gemeinsam mit Berlins Sportsenator Klaus Böger mit FIVB-Präsident Dr. Ruben Acosta zusammen.
Noch am Sonntag war von Moltke in Wien gewesen,
um stellvertretend für die bei der WM in Rio weilenden Stephanie Pohl/Okka Rau
(beide TVF PHOENIX Hamburg) einen Preis entgegen zu nehmen. Die
Europameisterinnen Pohl/Rau wurden bei der Gala des Europäischen
Volleyball-Verbandes CEV als europäische „Queens of the Beach“
ausgezeichnet. Den Titel „King of the Beach“ heimsten die Österreicher Niki
Berger/Clemens Doppler ein, bester europäischer Hallenspieler des Jahres wurde
der Italiener Andrea Sartoretti, beste Spielerin die Polin Malgorzata Glinka.
| Deutschland - USC Münster-News |
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Mittwoch. 15. Oktober 2003 |
Klarer
3:0-Sieg des USC
Der USC Münster siegte in seinem
ersten Saison-Spiel am Sonntagnachmittag mit 3:0 gegen den Aufsteiger USC
Braunschweig. Vor allem im ersten Satz (25:7) zeigte der
"Bundesliga-Neuling" zu viel Respekt vor dem Vizemeister. In den
Durchgängen zwei (25:20) und drei (25:20) lief es dann besser für die Gäste,
auch wenn Münster das Spiel zu keiner Zeit aus der Hand ließ.
Nach zögerlichem Anfang ging der USC mit 6:2 in
Führung und baute nach einer tollen Aufschlagsserie seinen Vorsprung auf 11:4
aus. Der Aufsteiger aus Braunschweig versuchte zwar sein Bestes, aber Münster
ließ sich sich nicht beirren und gewann den ersten Satz nach 17 Minuten
deutlich mit 25:8.
Ausgeglichener ging es dann anfangs des zweiten
Satzes zu. Beim Spielstand von 3:4 übernahmen die Gäste zum ersten Mal die Führung.
Druckvolle Aufschläge von Johanna Reinink brachten Münster jedoch wieder mit
8:4 nach vorn. Auch die ins Spiel gekommene Chaine Staelens fügte sich mit
starken Aufschlägen in das Spiel ein (15:8). Münster machte über die Außenposition
viele Punkte (23:19), so dass auch der zweite Satz nach 23 Minuten mit 25:20 an
die Gastgeber ging.
Zu Beginn des dritten Durchgangs lag der USC
Braunschweig mit 1:3 vorn. Ein Ass von Cornelia Dumler brachte den USC Münster
auf 3:4 heran. Ein Block von Jil Dönert führte zum 6:6-Ausgleich. Jetzt war
das Spiel sehr ausgeglichen (11:12). Erst ein Block von Hella Jurich brachte die
Münsteranerinnen zur technischen Auszeit mit einem Punkt in Führung. Danach
gelang es den Münsteranerinnen sich mit 21:17 etwas abzusetzen. Ein erneuter
Block - dieses Mal von Caroline Wensink - führte zum ersten Matchball (24:18).
Münster gewinnt durch einen verschlagenen Braunschweiger Angriffsball nach 24
Minuten mit 25:20.
| Deutschland - www.volleyball.de |
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Mittwoch. 15. Oktober 2003 |
Beach-WM:
Gute Ausbeute für DVV-Teams
Nur
eine Niederlage in sieben Spielen
Das kann sich sehen lassen: Die vier DVV-Duos beendeten zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Rio an der Copacabana ihre acht Spiele mit sieben Siegen. Nur Jörg Ahmann und Axel Hager, die Bronzegewinner von Sydney, verloren ihr erstes Match, das allerdings nach hartem Kampf gegen die Amerikaner Holdgren/Metzger mit 1:2 (31, -17, -12). Im zweiten Spiel lief es für Ahmann/Hager besser. Nach einem 2:0 (13, 14) über die Kanadier Child/Heese wahrten sie ihre Chance auf das Erreichen der Runde der besten 32. Allerdings müssen sie am Mittwoch gegen die Titelverteidiger Baracetti/Conde aus Argentinien antreten.
Die Vize-Europameister Markus Dieckmann und Jonas Reckermann mussten erst einmal spielen und dies erledigten sie souverän in nur 41 Minuten beim 2:0 (17, 18) gegen die Spanier Bosma/Herrera.
Die Deutschen Meister Christoph Dieckmann und Andreas Scheuerpflug siegten zum Auftakt gegen die Österreicher Nowotny/Gartmayer mit 2:0 (14, 14). Im zweiten Spiel gegen die Norweger Kjemperud /Hoidalen ging es wesentlich spannender zu, aber wiederum waren die Deutschen siegreich: 22:24, 21:17, 21:13. Das 2:1 bedeutet auch einen sicheren Platz in der Runde der besten 32.
Für die
Überraschung des ersten Tages aus deutscher Sicht sorgten David Klemperer und
Niklas Rademacher. Erst siegten sie gegen die Weltranglisten-Siebten
Harley/Franco aus Brasilien mit 2:1 (-18, 27, 13), dann gewannen sie gegen die
Franzosen Deulofeu/Molinier mit 2:0 (17, 16) und dürfen schon jetzt sicher
sein, die Runde der besten 32 erreicht zu haben. Harley/Franco hatten übrigens
im Juni in Berlin das erste Grand-Slam-Turnier 2003 gewonnen.
weg
| Deutschland - DVV-News |
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Mittwoch. 15. Oktober 2003 |
Europapokal:
Auslosung für Champions League erfolgt!
Am vergangenen Sonntag, 12. Oktober, erfolgte in Wien die Auslosung für die Champions League Saison 2003/2004. Dabei erwischten die beiden deutschen Männer-Klubs, VfB Friedrichshafen und SCC Berlin, schwere aber attraktive Gruppen. Friedrichshafen muss sich in der Gruppe D mit Iskra Odintsovo (RUS), Tours VB (FRA) und ESS Falck Pärnu (EST) auseinandersetzen. Berlin trifft in Gruppe A auf Sisley Treviso (ITA), Olympiakos Piräus (GRE) und Pamapol AZS Czestochowa (POL). Mitte Dezember beginnen die Spiele der Champions League.
Die anderen deutschen Klubs im europäischen Pokalwettbewerb sind der USC Münster und der SSV Ulm ALIUD PHARMA im Top Teams Cup der Frauen sowie der TSV Bayer 04 Leverkusen (Frauen) und der SV Bayer Wuppertal (Männer) im CEV-Pokal. Münster muss sich in einem Viererturnier (24.-26. Oktober) in Brno (CZE) gegen die Teams aus Velika Gorica (CRO), Kralovo Pole Brno (CZE) und Longa'59 Lichtenvoorde (NED) behaupten, um sich für das 1/8-Finale zu qualifizieren - Ulm ist dafür gesetzt. Gleiches gilt für den SV Bayer Wuppertal, das in einem Viererturnier (7.-9. November) Pecotex Belleman Averbode (BEL), Ass. Academica de Coimbra (POR) und einen Qualifikanten empfängt.
| Deutschland - Schwäbische Zeitung |
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Mittwoch. 15. Oktober 2003 |
Zum
Auftakt 3:0 - Bloms Debüt geglückt
Sportlich
gesehen war der 3:0 (25:11, 25:17, 25:17)-Erfolg der Ulmer
Bundesliga-Volleyballerinnen zum Saisonauftakt gegen den VC Harlekin Augsburg
eine klare Angelegenheit.
Dagegen endete gestern das Tauziehen um Norisha Campbell aus Ulmer Sicht nur Unentschieden. Der SSV ist zwar weiter an der ehemaligen VCA-Mittelblockerin interessiert, die Augsburger wollen die Amerikanerin aber noch nicht freigeben.
Noch lange nach der Partie standen die Verantwortlichen beider Vereine in Sachen Norisha Campbell zusammen. Die Mittelblockerin will trotz eines laufenden Vertrags nicht mehr für Augsburg spielen, Ulm sucht dringend nach einer Verstärkung für Verena Veh und Nathalie Dambendzet. Besonders VCA-Trainer Peter Götz ließ gestern seinem Unmut über das Verhalten der Amerikanerin freien Lauf: "Norisha hat uns eine Woche vor Saisonbeginn einfach im Regen stehen lassen. Sie muss einfach lernen, was Anstand bedeutet. Wenn es nach mir geht, erhält sie von uns keine Freigabe."
Etwas weniger emotional sah es Vorstandsmitglied Hans-Peter Pleitner: "Man darf da jetzt natürlich keine Türen voreilig zuschlagen. Reden kann man immer." Diese Woche werden sich die Bosse der beiden Bundesligisten zu ersten Sondierungsgesprächen treffen. Dabei wird es wohl in erster Linie um die Höhe der Ablöse für Campbell gehen. SSV-Manager Heinz Widmaier hielt sich gestern jedoch bedeckt: "Wir werden miteinander sprechen, mehr sage ich dazu nicht. Ich will kein weiteres Öl ins Feuer gießen." Fakt ist: Norisha Campbell wird ab dieser Woche mit den Ulmerinnen mittrainieren. "Sie hält sich damit fit und wenn ein Wechsel zu uns klappen würde, wäre sie schon ein bisschen eingespielt", meint Mathias Eichinger.
Überraschend gut eingespielt waren gestern die Schützlinge des SSV-Coaches. Vor rund 900 Zuschauern in der Kuhberghalle zeigten Tanja Hart und Co. zum Saisonstart eine sehr ansprechende Vorstellung. "Augsburg war zwar kein Maßstab, doch was ich gesehen habe, hat mir gefallen", so Eichinger. "Besonders Alice Blom hat sehr gut gespielt und sich schon prächtig mit Tanja Hart verstanden." Druckvolle Sprungaufschläge und donnernde Schmetterbälle: Die Nachfolgerin von Elles Leferink wurde zumindest gegen Augsburg den Erwartungen gerecht. "Für das erste Mal war das gar nicht schlecht", witzelte hernach die Holländerin.
Frag"
nach beim VC Augsburg: Die Gäste hatten ohne Norisha Campbell dem
variantenreichen Spiel der Ulmerinnen nichts entgegen zu setzen. Nach einer
guter Viertelstunde verwandelte Neuzugang Bettina Stumpf den ersten Satzball zum
25:11. Nur Anfang des zweiten Durchgangs waren die Ulmerinnen unkonzentriert,
Augsburg konnte bis zum 8:7 mithalten. Dann zog der SSV mit einer bärenstarken
Verena Veh am Netz davon - 25:17. Der dritte Satz lief ähnlich: Die Gäste
blieben bis zum 12:10 dran, dann machte die Eichinger-Truppe kurzen Prozess.
Nach gesamt 62 Minuten stellte Saara Loikkanen das 25:17 und damit den souveränen
3:0-Erfolg sicher.
Bernd
Treffler
| Schweiz - Berner Zeitung |
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Mittwoch. 15. Oktober 2003 |
Die
Weltmeisterinnen im Heimspiel besiegt
Die
Schweizerinnen Schnyder-Benoit/Kuhn in Rio de Janeiro nahe an der Sensation
Der
Refrain des Popsongs, der überlaut aus den Lautsprechern auf dem Center-Court
an der Copacabana dröhnte, war wie eine Prophezeiung: «Only the strong survive»,
hiess die sich immer wiederholende Textzeile. Am Ende war es so, wie es sich
immer wieder zuträgt, wenn sich die besten Beachvolleyballerinnen der Welt an
grossen Turnieren treffen: Brasilien und die USA waren im Final unter sich. Die
Weltmeisterinnen von 1999 und 2001, Adriana Behar und Shelda Bede, im Heimspiel
gegen Misty May und Kerry Walsh - keine Partie, mit der die Zocker vom Zuckerhut
auf exorbitante Quoten gekommen wären, auch wenn schliesslich die
Amerikanerinnen erstaunlich deutlich 2:0 gewannen.
Die
Schweizerinnen Nicole Schnyder-Benoit und Simone Kuhn waren nicht stark genug,
um an der WM bis zum Schluss dabei zu sein. Im entscheidenden Moment waren
andere stärker. Wie immer, wenn die besten Europäerinnen auf die dominierenden
Teams aus Übersee treffen. Sie vermögen ganz gut mitzuspielen und auch schon
einmal vordere Plätze einzuheimsen. Doch wenn es um die Entscheidung geht,
verfolgen Europas Frauen das Treiben auf dem Sandplatz von der Tribüne aus. Für
Schnyder-Benoit/Kuhn war im Viertelfinal Schluss, die Australierinnen Cook/Sanderson
machten den letzten Punkt.
Kein
Grund, sich allzu sehr zu grämen. Schliesslich wurde das Duo aus der Schweiz
mit dem 5. Rang bestes europäisches Team. Ein Erfolg, der mit 15 000 Dollar
Preisgeld und dem Sprung auf Platz 11 in der Weltrangliste versüsst wurde. Es hätte
für das Team aus Biel und dem Toggenburg sogar noch mehr herausspringen können.
Gegen die Olympiasiegerin Nathalie Cook und ihre neue Partnerin Nicole Sanderson
fehlten lediglich zwei Punkte zur Sensation (1:2). Es war eine knappe
Angelegenheit, was Cook zu grossem Lob veranlasste. «Die Schweizerinnen haben
im zweiten Satz sehr stark aufgeschlagen. Das war ein hartes Stück Arbeit für
uns.»
Schnyder-Benoit und Kuhn vernahmen solche Worte aus berufenem Munde gern. Überhaupt war die WM für das Duo ein Erlebnis der aussergewöhnlichen Art: «Es ist einfach etwas Besonderes, hier an der Geburtsstätte unseres Sports zu spielen», sagte Nicole Schnyder-Benoit. «Du spürst die Magie, die von den Zuschauern ausgeht.» Da spielte es auch keine massgebliche Rolle, dass das Gerschehen immer wieder von Regengüssen heimgesucht wurde, die so gar nicht zum Klischee der Copacabana passen wollten. Für die beiden Schweizerinnen war die WM auch eine Art Heimspiel. Sie sind dem Winter in ihrem Land schon mehrmals entflohen, um sich wenige Kilometer vom WM-Spielort in Ipanema auf die Saison vorzubereiten.
«Inzwischen
kennen wir dort einige Leute, die an die Copacabana gekommen sind, um uns
anzufeuern, Rio ist für uns mittlerweile ein Stück Heimat», sagt Nicole
Schnyder-Benoit. So frenetisch wie für die einheimischen Teams fiel der Jubel
allerdings nicht aus. Wenn ihre Equipen auf dem Center-Court gegen den Ball
schlagen, kennen die von einem Sponsor mit den klassischen gelb-grünen T-Shirts
ausgestatteten Brasilianer selbst im strömendem Regen kein Halten. Da spielt es
keine Rolle, dass die sportliche Fairness auf der Strecke bleibt. Zum Beispiel,
wenn die gegnerischen Spielerinnen mit gellenden Pfiffen an der Konzentration
auf den Aufschlag gehindert werden. Die einheimischen Teams müssen gewinnen -
auch wenn die Mittel die Regeln des guten Geschmacks verletzen.
Immerhin
haben Europas Beachvolleyballer auf sportpolitischem Terrain einen Sieg gegen
die Verbände aus Übersee verbuchen können. In Rio verdichteten sich die
Meldungen zur Gewissheit, dass die Beachvolleyball-WM 2005 der Stadt Los Angeles
entzogen und stattdessen in Berlin stattfinden wird. Angelo Squeo,
Beach-Koordinator des Weltverbandes FIVB, bestätigte diese Absicht vor den
Pressevertretern: «Wir waren beim Grand Slam in Los Angeles nicht zufrieden mit
der Organisation und dem Publikumsinteresse.» Nun suche sein Verband sicheres
Terrain für die Durchführung der prestigeträchtigen Grossveranstaltung - «und
das ist für uns Berlin». Berlins Senator für Sport, Jugend und Erziehung,
Klaus Böger, weilt bereits in Rio de Janeiro.
Felix
Meininghaus
| Deutschland - Aachener Nachrichten |
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Mittwoch. 15. Oktober 2003 |
Evivo:
Riesenstimmung auf den Rängen
Düren (an-o/jan)
- Premieren sind meistens gut besucht. Da bildete das erste Heimspiel des
Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren keine Ausnahme. Gut 900 Zuschauer waren
beim 3:1-Sieg über Bad Saulgau dabei.
Wie sich
das für eine standesgemäße Premiere so gehört, gab's reichlich Attraktionen.
Im Hauptprogramm die Volleyballer, mit neuen, ausdrucksstarken Darstellern.
Beispielsweise der Argentinier Diego Gutierrez. Der spielte nicht nur rein
volleyballtechnisch gut. Der "kleine" Südamerikaner - 1,86 Meter sind
in der Welt der Netz-Riesen wirklich nicht viel - war auch Chef-Entertainer. Er
zeigte, dass es ihm Spass machte, Volleyball zu spielen. Er forderte das
Publikum auf, die Phonstärke der Anfeuerungsrufe von lautstark auf ohrenbetäubend
zu steigern.
Gesagt, getan. Irgendwann gegen Ende des nicht gerade hochklassigen, aber
spannenden Spiels hilet man sich in der Nähe der großen Trommeln die Ohren zu.
Da war ein Weltstar, der als Trainer des Gegners am Rand der Spielfläche stand und seine Mannschaft lobte. "Ich bin zufrieden mit meiner Mannschaft", sagte Burkhard Sude, ehemaliger Volleyballer des Jahres in Europa, einstiger Gewinner bei "Wetten dass", der alleine beser war als eine ganze Mannschaft. Ein indirektes Lob auch an Düren, denn die waren schließlich einen Tick besser als seine Sechs.
Und es
gab tonnenweise Steine, die von den Herzen jungen Männer und Frauen fielen.
Beispielsweise von denen der beiden südamerikanischen Neuzugänge Gutierrez und
Heriberto Quero. Oder auch von den jungen Damen, die sich "Evivo-Chics"
nennen. Die machen genau das gleiche wie der nette Herr Gutierrez. Nein, nicht
die Bälle im Spiel verteilen, sondern für Stimmung sorgen. Immer dann, wenn
der Argentiener und seine Dürener Mannschaftkollegen eine Auszeit brauchen,
springt die neu gegründete Cheerleader-Formation des Volleyball-Bundesligisten
ein. Und sie ernteten den gleichen Lohn wie wie herren Anton, Quero oder Bulst:
Applaus.
| Norddeutschland - Pinneberger Zeitung |
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Mittwoch. 15. Oktober 2003 |
VGE-Volleyballer kaum gefordert
Die Elmshorner Teams sind zurück in der Erfolgsspur.
Elmshorn - Die zweiwöchige Punktspielpause scheint den Regionalliga-Volleyballteams der VG Elmshorn gut bekommen zu sein: Sowohl die Frauen (beim SV Wilhelmsburg) als auch die Männer (beim VfL Geesthacht) kamen gegen Aufsteiger zu ungefährdeten Siegen und blieben ohne Satzverlust.
„Das war eine klare Angelegenheit und insofern erfreulich, aber der Gegner hat uns kaum gefordert“, kommentierte der Trainer der VGE-Frauen, Burkhard Skibitzki, das 3:0 (25:21, 25:15, 25:11) auf der Elbinsel. Nur zweimal hatte der Coach Grund, Unmut zu äußern: Im ersten Satz ärgerte er sich darüber, dass seine Schützlinge es versäumten, sich frühzeitig abzusetzen, und im dritten Durchgang nahm er beim Stand von 6:5 eine Auszeit, um Konzentrationsmängeln entgegenzuwirken.
„In dieser Spielklasse fällt es schwer, konstant zu spielen, denn das Leistungsgefälle innerhalb der Liga ist enorm“, zeigte Skibitzki Verständnis dafür, dass sein Team, das zuletzt 1:3 gegen den TSV Glinde verloren hatte, zwischenzeitlich die Zügel schleifen ließ und dennoch binnen einer guten Stunde zu einem souveränen, aber glanzlosen Erfolg kam.
Einen ähnlichen Spielverlauf erwartet der VGE-Trainer auch am kommenden Sonnabend (15 Uhr) in der Auswärtspartie bei Schlusslicht SC Rönnau, bevor es eine Woche darauf (25. Oktober, 15 Uhr) in der heimischen KGSEHalle zum Vergleich mit dem derzeitigen Spitzenreiter SVF Neustadt- Glewe kommt.
Zumindest auf den ersten Blick höher zu bewerten ist das 3:0 (25:17, 25:22, 25:18) der VGEMänner beim VfL Geesthacht, konnte der Regionalliga-Neuling doch bereits zwei Siege verbuchen. Letztlich aber war die langwierige Anfahrt durch den Freihafen für die Elmshorner anstrengender als die knapp einstündige Partie. „Der Gegner war ganz schwach“, befand Mittelblocker David Jung.
Die
Elmshorner konnten es sich sogar erlauben, mit sechs Mann - Jung, Ekkehard
Goller, Heiko Sievers, Janis Jäger, Tim Braun, Lars Winter - durchzuspielen und
auf den Einsatz von Martin Stegmann (verletzt) und Christian Proske (Trainingsrückstand)
zu verzichten. „Uns reichte im Vergleich zur Niederlage gegen Uhlenhorst eine
kämpferische Steigerung, um zum Erfolg zu kommen,“ sagte David Jung, der mit
seinem Team am kommenden Sonnabend (18 Uhr) beim Eckernförder MTV antritt.
Frank Will
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Mittwoch. 15. Oktober 2003 |
SSC:
Im Januar kommt die Familie nach
SSC-Coach
Aleksandersen und seine drei Frauen bevorzugen ruhige Wohnlage
Schwerin
Langsam wird das neue Zuhause des SSC-Trainers Tore Aleksandersen heimelig.
Anfang des Monats zog er aus einer Wohnung in der Innenstadt, in der in der
vergangenen Saison die SSC-Spielerinnen Irina Fentotova und Maria Polyakowa
gewohnt hatten, in eine Doppelhaushälfte nach Wittenförden. Gestern wurden
noch ein paar Möbel angeliefert, die sich der Norweger kürzlich bei Möbelstadt
Rück ausgesucht und bestellt hatte. "Es ist schon sehr schön, aber wenn
wir erst noch unsere Sachen aus Norwegen hier haben...", plauderte Monica
Solheim. Die Verlobte des SSC-Coaches war in den vergangenen zehn Tagen mit den
beiden gemeinsamen Töchtern Maren (5) und Tora (2) in Schwerin. Die drei
typisch blonden Norwegerinnen fliegen heute aber nach Skandinavien zurück.
"Ich muss wieder arbeiten und Maren in die Schule", erzählte die 31-Jährige
noch auf englisch, aber deutsch lernen steht schon fest auf ihrem Plan, denn im
Januar ziehen auch die Drei nach Schwerin.
"Die
Nachbarn sind sehr freundlich. Es ist schön ruhig hier und rundherum wohnen
viele Kinder", erzählt Tore Aleksandersen, der sich mehrere Wohnungen
angesehen hatte. "Auch in der Stadt. Das Zentrum ist schön, aber für die
Kinder ist es hier besser, sie können draußen spielen. Und die Schule ist nur
200 Meter entfernt", begründet der SSC-Coach, warum sie sich für die
Doppelhaushälfte mit kleinem Garten im Neubaugebiet von Wittenförden
entschieden haben.
Martina
Kasprzak
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel