News

Montag, 20. Oktober 2003 

Ricardo/Emanuel neue Beach-Volleyball-Weltmeister
WM: Deutsche Beach-Volleyballer enttäuschen
Sieg nur bei Verhandlungen
Brasilianer Ricardo/Emanuel neue Weltmeister
Volley YoungStars kassieren erste Niederlage
Verwunderung über Leipzigs neues Olympia-Logo
Olympia-Pleite Nummer 6
Sinsheim: Ein "flotter Dreier"
VVL verliert die Nerven und 2:3 gegen Mendig
MTV 48 schafft den ersten Auswärtssieg
Das war eine Klasseleistung, Moerser SC!
Essen: Berliner Lob für tolle Stimmung
Tigers: Nach Blitzstart abgebrochen
Parchim: Sieg mit angezogener Bremse
WSU von der Rolle: Fehler am laufenden Band
USC 2 behält gegen Aachen die Nerven
3:0 in Eltmann: «Sachlich, cool und überzeugend»
Werscheck singt das «hohe Lied der Jugend»
Befreiungsschlag in "Lulu"        
SC Union findet erst beim 0:2 ins Spiel
Schüttorfer lassen auf dem Feld Konstanz vermissen

Oktober 2003

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Zum Medien-Überblick

 

International - Salzburger Nachrichten 

Montag. 20. Oktober 2003

Ricardo/Emanuel neue Beach-Volleyball-Weltmeister

Die Brasilianer Ricardo und Emanuel sind die neuen Beach-Volleyball-Weltmeister. Die Lokalmatadoren besiegten am Sonntag vor 10.000 Zuschauern im Finale an der Copacabana von Rio de Janeiro die US-Amerikaner Daxten Holdren/Stein Metzger mit 2:0 (18,15) Sätzen.

Die Weltranglisten-Ersten kassieren für den Erfolg gegen die erst seit kurzer Zeit zusammen spielenden Kalifornier 60.000 Dollar und traten die Nachfolge der argentinischen Champions vom Klagenfurt, Baracetti/Conde, an.

Die Bronze-Medaille holten sich die Brasilianer Benjamin/Marcio Araujo, da die Portugiesen Maia/Brenha zum kleinen Finale wegen einer Verletzung von Maia nicht angetreten waren. Österreichs Europameister Nik Berger und Clemens Doppler waren am Donnerstag in der Runde der letzten 32 an den Schweizern Stefan Kobel/Patrick Heuscher gescheitert. Die beiden weiteren ÖVV-Teams Schroffenegger/Schroffenegger und Nowotny/Gartmayer waren bereits in den Gruppenspielen gescheitert.

Bei den Damen waren bereits in der Vorwoche die US-Amerikanerinnen Misty May und Kerri Walsh siegreich geblieben und hatten mit einem 2:0 gegen die Lokalmatadorinnen und Doppel-Weltmeisterinnen Adriana Behar/Shelda die jahrelange brasilianische Vorherrschaft beendet. Bronze war an die Australierinnen Natalie Cook und Nicole Sanderson gegangen. Das heimische Duo Sara Montagnolli-Ebenbichler/Barbara Hansel war bereits in der Vorrunde gescheitert.

 

Deutschland - Rheinische Post 

Montag. 20. Oktober 2003

WM: Deutsche Beach-Volleyballer enttäuschen

Brasilianer baggern erfolgreich

Rio de Janeiro (rpo). Das deutsche Abschneiden bei der Beach-Volleyball-WM in Rio de Janeiro war ernüchternd. Vielleicht sollten Ahmann und Co im Hinblick auf Olympia 2004 in Athen Trainingsstunden bei den Brasilianern Ricardo und Emanuel nehmen.

Die Weltranglisten-Ersten besiegten am Sonntag vor 10.000 Zuschauern im Finale der Weltmeisterschaft von Rio de Janeiro die Amerikaner Daxten Holdren/Stein Metzger mit 2:0 (21:18, 21:15). "Der Sport auf diesem Niveau begeistert mich. Wir werden alles tun, um noch besser zu werden und auch um Medaillen zu spielen", sagte Werner von Moltke, Präsident des Deutschen-Volleyball-Verbandes (DVV), an der Copacabana.

Dem enttäuschenden Abschneiden Der DVV-Teams mit zwei neunten und zwei 17. Plätzen sowohl bei Männern als auch bei Frauen begegnet der ehemalige Zehnkämpfer mit Aktionismus: Nach der Beach-EM vom 11.-14. Juni 2004 holte er die nächsten Welttitelkämpfe 2005 nach Berlin. Zudem will er die Förderung gegenüber dem Hallen-Volleyball aufstocken und einen eigenen Sportdirektor einführen.

Noch eine Saison mit Axel Hager

"Wir möchten die Erfahrung von Jörg Ahmann nach seinem Karriere-Ende im kommenden Sommer nutzen." Der Bronze-Medaillen-Gewinner von Sydney hat keine Chance mehr auf ein Olympia-Ticket, will aber trotzdem eine letzte Saison mit Axel Hager spielen. "Das wäre eine schöne Sache. Ich könnte den optimalen Übergang schaffen", bestätigte der 37-Jährige die Gespräche.

Der DVV reagiert damit auf Kritik der Aktiven und ihrer Trainer, die sich bessere Unterstützung und Koordinierung wünschen. Schon vor Olympia will der Verband die drei Spitzenteams bei Männern und Frauen "großzügig unterstützen", wie von Moltke betonte. Denn im Vergleich zur Halle, wo ein Startplatz bei Olympia nur schwer zu erreichen ist, sind am Strand je zwei Männer- und Frauen-Duos dabei. "Wir wären ja bescheuert, wenn wir Beach nicht stärker gewichten würden." Derzeit bekommen die Hallen-Nationalmannschaften rund 70 Prozent der Zuwendungen, in Zukunft werden es zehn Prozent weniger sein.

Das werden die Vize-Europameister Markus Dieckmann/Jonas Reckermann mit Genugtuung vernehmen, denn gerade die "Sandwühler" aus Moers bescherten dem DVV mit guten Platzierungen reichlich finanzielle Mittel vom Bundesinnenministerium. Die Weltranglisten- Fünften, die in Rio gegen den Olympiasieger Blanton und Nygaard ausschieden und nur Neunte wurden, haben in Athen Chancen auf eine Medaille.

Dort sind keine acht brasilianischen und vier amerikanischen Teams wie in der brasilianischen Metropole dabei, sondern nur zwei Mannschaften pro Nation. "Die Spitzenteams haben noch fünf bis zehn Prozent Vorsprung, weil sie schon länger auf diesem Niveau spielen. Aber die werden wir auch noch schlagen", sagt Jürgen Wagner, Coach von Dieckmann/Reckermann.

 

Deutschland - Frankfurter Rundschau 

Montag. 20. Oktober 2003

Sieg nur bei Verhandlungen

Beachvolleyball-WM 2005 wird in Berlin ausgerichtet

Der junge Mann ist selbst in der Gilde der Beachvolleyballer ein auffallend langer Kerl. Wenn sich Niklas Rademacher mit seinen zwei Metern und acht Zentimetern vor einen stellt und nicht so recht weiß, wo er mit seinen ausladenden Gliedmaßen hin soll, versprüht der 21-Jährige den Charme eines Teenagers, der bei einer Jugendmeisterschaft ans Netz geht. Richtig zerbrechlich wirkt er im Vergleich zu all den gestandenen Kerlen, die den Sand mit ihren Muskel bepackten Oberkörpern durchwühlen.

Doch Rademacher weiß sehr wohl mitzuhalten im Kreise der etablierten Strandasse, die alle ein gutes Stück älter sind als die Bohnenstange aus Bocholt. Bei der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro hat sich Rademacher mit seinem Partner David Klemperer, 23, auf Rang neun vorgeschmettert und so 10 000 Dollar Preisgeld kassiert. Klemperer und Rademacher waren als jüngstes Team des Turniers die Überraschung unter den deutschen Sportler, die mit vier Mannschaften angereist waren. Am Ende gab es zwei neunte und zwei 17. Plätze. Die Bilanz ist kein Grund, in Depression zu verfallen, aber auch kein Anlass für Jubelarien.

Seinen größten Sieg hat der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) in Rio auf diplomatischem Parkett errungen: Es wurde der Vertrag unterschrieben, der die Vergabe der Weltmeisterschaft 2005 nach Berlin besiegelt. Auf dem Sandfeld sind die Deutschen jedoch hinter den Erwartungen geblieben.

Vor allem die Niederlage von Christoph Dieckmann und Andreas Scheuerpflug im Achtelfinale gegen die Brasilianer Fred und Brazao war schmerzhaft. Dieckmann/Scheuerpflug schieden als letztes deutsches Team aus. Allerdings hätte ein Duo aus dem Quartett das Viertelfinale erreichen müssen, um dem Deutschen Volleyball-Verband (DVV) den Verbleib in der ersten Fördergruppe des Bundes zu sichern. DVV-Präsident Werner von Moltke bezifferte den Verlust durch die anstehende Rückstufung auf rund 80 000 Euro. "Eine bittere Pille", so der Chef, "wenn Du nach der Gruppenphase vier Teams in der Hauptrunde hast, hoffst Du natürlich, dass wenigstens eines durchkommt." Eine trügerische Hoffnung - am Ende sind die deutschen Spieler beim Gipfeltreffen gewogen und als zu leicht befunden worden.

Als gestern auf dem Center Court das Finale gespielt wurde, waren die Asse aus Brasilien und den USA mal wieder unter sich. Die Südamerikaner Ricardo/Emanuel gewannen gegen Holdren/Metzger (USA) mit 2:0 (21:18 und 21:15) und sicherten sich somit 60 000 Dollar Preisgeld.
Felix Meininghaus

 

Deutschland - DVV-News 

Montag. 20. Oktober 2003

Brasilianer Ricardo/Emanuel sind die neuen Weltmeister

Bronze kampflos an Brasilien!

Die Brasilianer Ricardo Alex Costa Santos und Emanuel Rego haben an der von SWATCH präsentierten Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft an der Copacabana ihre erste gemeinsame Saison mit dem verdienten Weltmeistertitel gekrönt. Sie besiegten die Amerikaner Dax Holdren/Stein Metzger mit 2:0 (21-18, 21-15). 

Nach dem Gewinn der Gesamtwertung der World Tour 2003 war es auch der fünfte Saisonsieg beim letzten FIVB-Event, der 60 000 Dollar einbrachte. Zudem retteten sie die Ehre der brasilianischen Beach-Volleyballer, denn bei den Frauen hatten sich die US-Amerikaninerinnen Walsh/May gegen Adriana/Behar Shelda den WM-Titel geholt. Die Bronzemedaille ging kampflos an ihre Landsleute Benjamin/Marcio Araujo, weil der Portugiese Luis Miguel Maia wegen einer Oberschenkelverletzung unfähig war, mit seinem Pertner Joao Carlos Brenha anzutreten.

"Diese Woche war eine der besten meiner Karriere", sagte Emanuel, der auch als Speedo Most Valuable Player, wertvollster Spieler des Turniers, gewählt wurde. "Die WM war sowohl körperlich als auch mental eine große Herausforderung . Rio ist ein Superplatz für Beach-Volleyball und ich fühle mich, wie wenn ich zu den großen Champions dieses Sports gehöre."
Holdren/Metzger waren nicht mehr fähig, im Final an die fehlerlose Leistung aus dem Spiel im Halbfinale gegen die Brasilianer Benjamin/Marcio Araujo anzuknüpfen und begingen zu viele Eigenfehler. "Der erste Satz war sehr eng, ein paar kleine Details entschieden", meinte Ricardo, der nun auf 20 World Tour-Goldmedaillen kommt, während Partner Emanuel den Rekord hält mit 41 Siegen. "Auch im zweiten Satz mussten wir hart kämpfen, aber dann begingen die Amerikaner einige Fehler und das brach ihre Konzentration." Holdren meinte: "Im Halbfinale spielten wir wohl unser bisher bestes Spiel überhaupt. Aber auch wenn uns das nochmals gelungen wäre, bin ich nicht sicher, ob das heute gereicht hätte gegen die starken Brasilianer. Beim erst zweiten FIVB-Turnier gleich in den WM-Finale zu kommen, ist schon eine große Sache." Für die neuformierten Amerikaner geht es jetzt darum, sich für Athen zu qualifizieren, doch könnte es ein Problem geben, überhaupt auf die acht geforderten Turniere für das Olympiaranking zu kommen, weil noch nicht alle geplanten Veranstaltungen für 2004 unter Dach und Fach sind.
2005 werden Emanuel/Ricardo und Walsh/May dann als Titelverteidiger zur Beach-WM nach Berlin kommen.
Das Finale wird am heutigen Sonntag, 19. Oktober, in einer 60-minütigen Zusammenfassung ab 20.00 Uhr auf Eurosport gezeigt. Eine Wiederholung erfolgt am Montag, 20. Oktober, ab 14.00 Uhr.

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Montag. 20. Oktober 2003

Volley YoungStars kassieren erste Niederlage

Die Volley YoungStars des VfB Friedrichshafen mussten am Samstag ihre erste Niederlage einstecken. Gegen die TG Rüsselsheim unterlag das Team von Söhnke Hinz mit 0:3 (18:25, 24:26, 20:25).

„Wir haben einfach schlecht gespielt“, resümiert Hinz nach dem Spiel. Ein kleiner Hoffnungsschimmer war ein Satzball im zweiten Satz, den die Häfler allerdings nicht verwerten konnten. Rüsselsheim war in allen Belangen überlegen und am Ende der verdiente Sieger.

 

Deutschland - Die Welt 

Montag. 20. Oktober 2003

Verwunderung über Leipzigs neues Olympia-Logo

Immer mehr Konzepte der Hamburger tauchen nun in Sachsen auf

Das neue Logo für die Olympiabewerbung der Stadt Leipzig sorgt in Hamburg für Irritationen. Am Sonnabend präsentierte der Leipziger Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee in Düsseldorf das neue Motiv: eine bunte, stilisierte Flamme. Das Bild symbolisiere "Feuer und Flamme", sagte Hans-Paul Brandt, Chef der Amsterdamer Agentur Total Identitiy, die als Sieger einer internationalen Ausschreibung von 50 000 Euro erhält. Die Idee sei ihm durch die Begeisterung, die er bei der Leipziger Bevölkerung gespürt habe, gekommen, so Brandt. Die Flamme als Kernelement solle mit "diesem positiven Gefühl die Bewerbung tragen".

Die Parallelen zur gescheiterten Hamburger Bewerbung zeigten, "wie gut unsere Bewerbung war", kommentiert Horst Meyer, früherer Chef der Hamburger Bewerbungsgesellschaft die Präsentation. Erst habe Leipzig auf Druck des Aufsichtsrats, sein Regionalkonzept in ein städtisches nach Hamburger Vorbild umwandeln müssen, nun könne man "gleich gänzlich das Hamburger Bewerbungskonzept übernehmen". Irritationen auch bei Manfred Schüller, Geschäftsführer der Agentur Springer & Jacoby die im "Team der Olympioniken" das Hamburger Design mitentwickelte: "Der Begriff "Feuer und Flamme' war in Hamburg fast populärer als das Logo. Dass man sich da nun draufsetzt, ehrt uns zwar, aber im olympischen Geist hätte man aus Leipzig einmal nachfragen können." Das Leipziger Logo sei etwas anders dargestellt, "aber es ist inhaltlich das Gleiche gewollt".

Klaus May, Sprecher des Senats reagierte mit Zurückhaltung auf die Entscheidungen aus Leipzig. Den Hamburger Slogan "Mit Feuer und Flamme" zu übernehmen, sei eine "hoch komplizierte Geschichte". Der FDP-Fraktionsvorsitzende Burkhardt Müller-Sönksen sagte, das Hamburger Konzept in Teilen zu übernehmen, zeige, dass Hamburg sich mit dem eigentlichen Gewinner-Konzept beworben habe. Allerdings werde Hamburg weiterhin solidarisch zu Leipzig stehen. Zudem sei man sich darüber im Klaren, dass bei einer erneuten Hamburger Bewerbung möglicherweise für Olympia 2016 bestimmte Symbole nicht wieder verwendet werden dürften.

Der Chef der Leipziger Olympia GmbH, Mike de Vries, sieht hingegen nicht, dass man durch Hamburg "inspiriert" worden sei. Das Flammen-Motiv sei in den Olympia-Logos der vergangenen 30 Jahren immer wieder aufgetaucht. "Es geht ja immer um das gleiche Thema." Der Ausdruck "Feuer und Flamme" sei darüber hinaus "nur ein Gedanke, den der Designer formuliert hat". Der offizielle Slogan, werde am 29. Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt

Claus Hornung und Oliver Schirg

(Smash-Kommentar: Bei dem ganzen Tumult scheint Leipzigs einzige Chance, überhaupt noch ein Jahr weiter im Rennen zu bleiben, in der Konsequenz zu liegen. Also: benennt euch um in Hamburg!)

 

Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten 

Montag. 20. Oktober 2003

Olympia-Pleite Nummer 6

Dresden. Die Volleyball-Talente des VC Olympia mussten in der 2. Bundesliga bereits ihre sechste Saison-Niederlage hinnehmen. Die Dresdnerinnen unterlagen daheim dem TSV Allianz Stuttgart klar mit 0:3 (21:25, 19:25, 19:25). Analog zum Spiel des DSC in Leverkusen klappte auch bei den Olympia-"Küken" die Annahme viel zu selten, und auch bei den Aufschlagen fehlten den Kaiser-Schützlinge der Druck wie beim Sieg gegen Sinsheim. Oft landeten die Aufgaben im Aus oder im Netz. Klaus Kaiser ärgerte sich nach dem nur 56 Minuten langen Spiel: "Einige waren nicht richtig bei der Sache, standen total neben sich. Mit so einer Annahme kann man kein Spiel gewinnen."

Ein erfolgreiches Wochenende feierten dagegen die vier Dresdner Regionalligisten. Die Frauen-Teams vom VC und der DSC-Reserve kehrten jeweils mit deutlichen Erfolgen heim. Der DSC II, bei dem Janine Ast ihren Einstand gab, setzte sich beim VV Leipzig mit 3:0 (25:22, 25:19, 25:22) durch. Damit bleiben die Dresdnerinnen an der Tabellenspitze. Der VC bezwang Post Gera klar mit 3:0 (25:16, 25:17, 25:15).

Bei den Herren gewann Tabellenführer USV TU Dresden die Spitzenbegegnung gegen Nordhausen mit 3:1 (25:18, 25:20, 23:25, 25:16). Nur im dritten Satz lief es im TU-Sechser nicht ganz rund. Anschließend feierte auch Aufsteiger VC Dresden gegen Post Erfurt einen 3:2-Sieg (18:25, 25:16, 21:25, 29:27, 15:13). Trainer Karsten Blume zufrieden: "Die Jungs haben sich gesteigert. Damit haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan."

(ah)

 

Deutschland - Heilbronner Stimme 

Montag. 20. Oktober 2003

Sinsheim: Ein "flotter Dreier"

Fünf Spiele, 8:2 Punkte: Die Volleyballerinnen des SV Sinsheim sind hervorragend in die 2. Bundesliga Süd gestartet. Am Samstag gewann der SV bei Aufsteiger TG Biberach klar mit 3:0 (25:21, 25:16, 25:21).

Die SV Sinsheim war gewarnt. Immerhin hatte die TG Biberach vor zwei Wochen den Meisterschaftsfavoriten TSV Stuttgart mit 3:2 bezwungen. Was also tun? Die Mannschaft um Spielführerin Julia Prus versuchte, den Biberachern durch eine kluge Aufschlagsstrategie den Spielaufbau zu erschweren, während die Gastgeber ihr Heil im schnellen Spiel über die Mitte suchten.

Dem SV gelang es, sich bis Mitte des ersten Satzes mit 17:14 in Front zu bringen, aber Biberach kam ins Spiel zurück und glich zum 20:20 aus. Eugenia Chernetzkaya war es schließlich vorbehalten, mit ihrem Service das Pendel zu Gunsten der Kraichgauerinnen ausschlagen zu lassen. Mit vier Aufschlägen in Folge setzten sich die Gäste auf 24:20 ab, um den ersten Satz dann mit 25:21 für sich zu entscheiden.

Der zweite Satz begann aus Sinsheimer Sicht sehr verhalten. Die Mannschaft von Stefan Bräuer geriet sofort mit 1:4 in Rückstand. Und wieder war es die Sinsheimer Zuspielerin, die mit ihrem sicheren Service das Blatt wendete. Punkt um Punkt wurde aufgeholt. In der Feldabwehr wurden die Bälle verteidigt und dann im Gegenangriff zum Sinsheimer Punktgewinn umgemünzt.

In dieser Phase war es vor allem Martina Wagner, die mit wuchtigen Angriffen dem Spiel ihren Stempel aufdrückte. Der Kraichgau-Express war ins Rollen geraten. Es wurden reihenweise Chancen erarbeitet, die mit schnellem Passspiel durch die beiden Mittelblockerinnen Teresa Tietz und Natascha Antanowitsch zu Punkten verwertet wurden. Die Folge war ein klarer 25:16-Satzerfolg.

Im dritten Satz setzte die TG Biberach alles auf eine Karte. Dennoch: Der Satz war von Beginn an fest in Sinsheimer Hand. Die Mannschaft holte sich schnell einen VierPunkte-Vorsprung heraus, hatte ihren roten Faden gefunden und zeigte in allen Bereichen deutlich mehr Konstanz. Nach 21 Spielminuten gingen die Kraichgauerinnen mit einem 25:21 vom Feld - der erste Auswärtssieg war unter Dach und Fach.

Klar, dass Trainer Stefan Bräuer nicht unzufrieden war. Er attestierte seiner Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung, die sich vor allem bei Martina Wagner bemerkbar machte. Wagner war sowohl in Annahme als auch im Angriff eine Bank. 

(sbr)

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Montag. 20. Oktober 2003

VVL verliert die Nerven und 2:3 gegen Mendig

Leipzig. Bitter, fast schon tragisch: Da liegen die VVL-Volleyballer in einem der wichtigsten Saisonspiele 0:2 zurück, schaffen nach begeisternder Aufholjagd den Ausgleich, führen im Tie-Break hoch mit 9:4 - und verlieren dann doch 2:3 gegen Mendig (22:25, 21:25, 25:21, 25:20, 12:15).

Die 1400 Zuschauer in der Arena machten ihrem Frust lautstark Luft. Das Pfeifkonzert nach 115 Minuten galt jedoch nicht wie vor 14 Tagen beim 0:3 gegen Düren ihrer Mannschaft, sondern den Unparteiischen, die gestern keine waren. So beeinflusste Schiedsrichterin Ute Fischer den fünften Satz mit drei offensichtlichen Fehlentscheidungen gegen den VVL maßgeblich. Es ehrt die Gastgeber, wie beherrscht sie reagierten. Trainer Zoran Nikolic gab der Dame aus Berlin die Hand und meinte nur: "Das glücklichere Team hat gewonnen, nicht das bessere."

Auch die maßlos enttäuschten Spieler blieben besonnen. "So einen Vorsprung darf man nicht mehr aus der Hand geben", sagte Armin Dewes, "das waren die Nerven. Vielleicht haben wir zu deutlich geführt." Lars Björn Freier erklärte tief deprimiert: "Es ist schwer, die Konzentration zu behalten, wenn man durch den Schiedsrichter zusätzlich unter Druck gesetzt wird. An dem allein liegt es aber nie - auch wenn er wie heute ein Spiel kaputt machen kann."

Am 0:2-Satzrückstand trug indes allein der VVL die Schuld. "Wir waren zu nervös", monierte Nikolic. Besonders in der Annahme. Aber auch in Aufschlag und Block, beim 3:1 in Wuppertal noch überragend, klappte wenig, so dass die lange fehlerlos agierenden Gäste dominierten. Der Kameruner Edgar Tetsuekoue schlug die Bälle serienweise ins Feld. Allerdings hatte es Mendig zu leicht: Den zweiten Satz verschenkte der VVL durch sechs Netzberührungen.

Doch dann drehten die Leipziger auf. Libero Dragan Ratic brachte die Bälle besser zu Zuspieler Jure Kvesic, auch Lutz Mühlisch und Dejan Stankovic steigerten sich. Haroldas Cyvas aber schmetterte sich in einen Rausch. Der Litauer war durch nichts zu bremsen, sorgte mit 10 Punkten im dritten Satz für die Wende. Insgesamt kam Cyvas auf 30 Zähler. Unglaublich viel, aber eben nicht genug. Weil im Tie-Break nach dem 9:4 die Annahme wieder wackelte, Angriffe im Block und im Aus landeten, die Mannschaft sich durch die Fehl-Pfiffe von ihrer Linie abbringen ließ. Der letzte zum 11:13 war nicht mehr zu korrigieren. "Leipzig hakte das Spiel zu früh ab, wir hatten Dusel", freute sich Mendigs Trainer Marian Kardas.

Der VVL aber steht statt mit 4:2 nun mit 2:4 Punkten da. Der Einzug in die Runde der besten Sechs ist nach der zweiten Heimniederlage gegen einen Mitkonkurrenten gefährdet. "Das tut weh, aber wir sind noch nicht raus", sagte Nikolic. Eine dritte Pleite in eigener Halle am nächsten Sonntag gegen Markranstädt (14 Uhr) wäre jedoch tödlich.

Der gestrige Spiel-Sponsor Sparkasse Leipzig warb auf seine Weise für das Derby. Pausenlos flimmerten Vorjahres-Spots mit Christian Langer über die Videowand. Der war zwar in der Arena, aber als Zuschauer. Langer blockt jetzt für Markranstädt. Kurios: Auch der VCM unterlag Mendig 12:15 im Tie-Break. Es dürfte also eng werden. Hoffentlich behält dann der Schiedsrichter die Übersicht.

P.S.: Der VVL verscherzte sich durch hitziges Reklamieren in der Vorsaison und in den Vorbereitungsspielen die Sympathien der Referees. Cyvas wurde nach unflätigen Beleidigungen in Unterhaching sogar gesperrt. Auch damals pfiff eine Frau. Fischer hieß sie nicht.

Steffen Enigk

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung 

Montag. 20. Oktober 2003

MTV 48 schafft den ersten Auswärtssieg

Bonn/Hildesheim (cen). Bei SSF Fortuna Bonn hat Volleyball-Zweitligist MTV 48 Hildesheim den ersten Auswärtssieg der laufenden Spielzeit verbucht. Mit 3:1 (25:17, 28:30, 25:23 und 25:15) behielt das Team 48 die Oberhand. Dabei überzeugten die Schützlinge von Trainer Walter Hoch vor allem im ersten und vierten Satz. "Wir sind gut gerüstet für das Derby am kommenden Sonnabend in Giesen", sagte Hoch nach der Partie in Bonn.

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Montag. 20. Oktober 2003

Das war eine Klasseleistung, Moerser SC!

Arbutina-Mannen präsentierten sich beim 3:0 gegen Bottrop als echte Einheit

Ein eleganter Anzug statt Wollpulli und Jeans, eine Brille für den besseren Durchblick. Die optische Veränderung des MSC-Coaches Igor Arbutina, weltmännisch und erhaben an der Linie stehend, zeigte auch eine "innerliche" Veränderung - neben weiteren Indikatoren - deutlich an: Die Mannschaft des Volleyball-Zweitligisten Moerser SC hat sich gefunden. Physisch und auch mental. Eine Einheit eben. Wer am Samstagabend den Weg in das Sportzentrum Rheinkamp fand, durfte Zeuge einer 3:0-(25:19, 25:12, 25:16)-Machtdemonstration der "Adler" gegen die zum Schluss arg bedrückten Gäste des VC Bottrop werden.

Von einer Ecke in die andere

Als ärgster Konkurrent in der Liga ausgemacht, durften die stattlichen 400 Zuschauer zusehen, wie der Hausherr den VCB wie einen nicht aufgeben wollenden Boxer von eine Ecke in die andere jagte - und damit die Tabellenspitze eroberte. Wer da kein Mitleid empfand, hat wohl kein Herz. "Dies war mit Sicherheit unser bestes Spiel in der bisherigen Saison, ich bin sehr zufrieden"", erklärte "Dressman" Igor Arbutina. Und der "gefürchtete" Gast aus Bottrop? Ein Schatten seiner selbst oder tatsächlich nur Kanonenfutter für den MSC? "Wir haben heute nicht das Niveau gezeigt, das wir zu spielen in der Lage sind", erklärte der an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrte "General", Ex-MSC-Trainer Johan Verstappen.

Der neue VCB-Coach hätte sich wohl eine freudigere Wiedersehensparty gewünscht. Diese vermieste ihm eine vor Selbstbewusstsein strotzende MSC-Sechs, wie man sie lange nicht mehr gesehen hatte. Ein wendiger und präzise zuspielender Regisseur Huib den Boer, ein kaum überwindbarer Mittelblock mit Marijo Ramadza und Gergely Mondi, die mit großer Durchschlagskraft gesegneten Georg Grozer und Teodor Hirs sowie Annahmespieler Pieter-Jan Waale und Libero Dejan Jazic - alle Mannschaftsteile machten ein mehr als überzeugendes Spiel von Beginn an.

Hirs agierte clever

Lief zunächst noch viel über Georg Grozer, der zwischenzeitlich aufgrund des hohen Risikos auch einige Fehler produzierte, setzte den Boer später den clever agierenden Teodor Hirs öfter ein.

Auch der vor Wochen noch stark kritisierte Mittelblock zeigte, wozu er auf dem Feld steht: Um Bälle "tot zu machen". Sogar Angriffe über die Mitte durften die zum Teil tobenden Zuschauer bewundern - in den letzten Jahren ziemlich vernachlässigt bei dem aktuellen Tabellenchef. In der Abwehr präsentierte sich zudem Dejan Jazic extrem stark, kratzte noch so manchen Ball vom Boden und garantierte für spannende Ballwechsel.

Und auf der anderen Seite? Völlig wirkungslos agierende Gäste, viele technische Fehler und Ratlosigkeit bei dem bis dato verlustpunktfreien VC Bottrop. Auffällig waren lediglich die Ex-Adler Marten Weßel und Torben Mols, beide erwischten jedoch auch nicht ihren besten Tag. "Wir haben uns heute völlig frei gespielt; nichts zu merken von dem Druck, aufsteigen zu müssen", erklärte Arbutina. Sein Prinzip: Zuckerrohr statt Peitsche. So sparte er auch nicht mit lobenden Worten ("Excellent") und ließ seine Startformation den erkämpften Erfolg völlig auskosten - Wechsel, diesmal Fehlanzeige.

Ob er demnächst bei wichtigen Spielen wieder zu seinem Anzug greift, verriet er allerdings nicht.

Daniel Passon

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Montag. 20. Oktober 2003

Essen: Berliner Lob für tolle Stimmung

Humänner unterlagen vor 1000 begeisterten Zuschauern in der Wolfkuhle dem Meister mit 0:3.

In der Deutschen Volleyball Liga konnte Aufsteiger VV Humann gegen den Deutschen Meister SC Charlottenburg Berlin nicht für eine Sensation sorgen. Erwartungsgemäß gaben sich die Berliner keine Blöße und gewannen mit 3:0 (25:23, 25:16, 25:16).

Dabei war die Partie in der ersten Spielhälfte ausgeglichen und die Humänner forderten den Favoriten zu einer guten Leistung. Im ersten Satz gingen die Gäste sofort in Führung. Angetrieben von den mehr als 1000 Zuschauern kämpften die Männer von Trainer Peter Bach aber tapfer und hielten immer Kontakt.

Tapfere Gegenwehr wurde honoriert

Auch als der SCC mit 22:17 in Front lag, gaben die Humänner nicht auf und ließen den Gast aus der Hauptstadt bei einigen Punkten schlecht aussehen. Letztlich rettete sich der Deutsche Meister über die Runden und ging glücklich mit 1:0 in Führung.

Im zweiten Satz setzte der VVH nach und blieb bis zur Satzmitte ein ebenbürtiger Kontrahent. Mit einer kleinen Serie zog Berlin auf 15:10 davon. Zwar kämpften sich die Gastgeber noch einmal auf 15:17 heran, hatten aber gegen die nun immer sicherer agierende Sechs von SCC-Coach Mirko Culic keine Chance mehr, den Satz noch zu drehen.

Der dritte Durchgang geriet dann zu der Demonstration der Stärke, die man dem Meister eigentlich viel früher zugetraut hatte. Schnell lagen Fischer, Bockelkamp und Co. mit 3:8 im Hintertreffen. Nun waren die Aktion der Ostdeutschen zwingend und so kam kein Zweifel mehr auf, wer als Sieger die Wolfskuhle verlassen würde.

Trotz der Niederlage der Heim-Sechs spendeten die Fans beiden Teams nach Spielende viel Applaus. SCC-Coach Culic zeigte sich vom Essener Publikum beeindruckt: "Eine so tolle Stimmung gibt es leider nicht in vielen Hallen!"

Bester Spieler auf dem Feld war der Berliner Marco Liefke. Oft wurde der 2,06 Meter-Hüne angespielt und brachte fast alle Bälle ins Ziel. Ganze drei Fehlversuche konnten die Statistiker für den 190-fachen Nationalspieler verbuchen.

Zudem war SCC-Zuspieler Jarosloav Skach gut aufgelegt und sorgte trotz nicht immer sicherer Annahme dafür, dass der Block des VVH einige Mal nicht zur Stelle war. Gnadenlos wurden diese Fehler der Humänner bestraft und die Abwehr hatte selten Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Entsprechend bekamen die Fans nur wenige lange Ballwechsel zu sehen.

Beeindruckend beim Deutschen Meister war vor allem die Sicherheit. Nur hier war ein Klassenunterschied zum VV Humann zu erkennen. Sobald die Annahme der Bacher-Sechs nicht optimal zu Spielermacher Christopher Schieck kam, war der Punkt verloren. Block und Abwehr des SCC waren dann immer rechtzeitig zur Stelle.

Der ehemalige Bottroper findet sich dennoch sehr gut ins Spiel der Humänner ein. Auch das Zusammenspiel mit Daniel Braeckevelt klappt hervorragend. Trainer Peter Bach zollt dem erst 20-jährigen Mittelangreifer viel Respekt: "Daniel ist jetzt richtig bei uns angekommen. Er hat heute überragend gespielt!"

(stebl)

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 20. Oktober 2003

Tigers: Nach Blitzstart abgebrochen

Volleytigers Ludwigslust - VC Fortuna Kyritz 0:3 (22, 16, 16)

Ludwigslust Die Volleytigers begannen gegen Fortuna Kyritz wie die Feuerwehr, führten im ersten Satz mit 7:1 und dann brach das Spiel der Gastgeber plötzlich völlig zusammen. Bis zum Matchball der Gäste zum klaren 3:0-Sieg bekamen die Lindenstädter kein Bein mehr auf die Erde

Markus Doberstein und Co. standen im Duell gegen den Tabellenletzten aus Kyritz unter Erfolgsdruck, hielten dieser Belastung aber nicht Stand. Die ersten sieben Minuten des ersten Satzes liefen ganz nach dem Geschmack der Zuschauer in der Ludwigsluster Sporthalle. Mit 7:1 führten die Tigers, was dann geschah ist kaum zu beschreiben.

Verschlagene Aufgaben, Annahmefehler und unplatzierte Angriffe häuften sich im Gastgeberspiel und die Kyritzer konnten noch in der ersten Hälfte dieses Satzes den Spieß umdrehen (8:10). Mehr verzweifelt als mit spielerischer Ordnung versuchten die Ludwigsluster dem moralisch gestärkten Gegner Paroli zu bieten, was bis zum 20:20 auch gelang. Dann kam wieder das große Nervenflattern (22:23): Abwehrfehler, Angriff weit ins Aus ... 22:25.

Die Kyritzer Fans, übrigens mit einem großen Bus angereist, hatten zu dieser Zeit schon lange das Sagen in der Halle. Das heimische Publikum hoffte indes auf eine andere VT-Mannschaft im zweiten Durchgang. Doch Fehlanzeige, diesmal reichte die Luft der Volleytigers nur bis zum 2:0, danach punkteten die Kyritzer elf Mal in Folge (2:11). Über die Stationen 6:15 und 13:21 gaben die Gastgeber auch den zweiten Satz ab, jetzt aber noch deutlicher mit 16:25.

Zu Beginn des dritten Satzes entwickelte sich ein gleichwertiges Spiel. Die Gastgeber brachten etwas mehr Variabilität in ihr Spiel, doch meist nur Kapitän Doberstein fiel mit schnellen und platzierten Angriffen positiv auf. Das war auf die Dauer zu wenig. Die Zuschauer hofften noch auf ein kleines Wunder, den die Gäste wackelten.

Nach dem Ausgleich der Kyritzer zum 11:11 bauten die Tigers den Gegner mit einer Fehlerserie (Netzfehler, technischer Fehler, Angriff in den Block usw.) wieder auf und schon lagen sie wieder 11:16 zurück. Fünf Angriffe der Gastgeber landeten danach im Aus, das war die halbe Miete für Kyritz auf dem Weg zum 25:16 im dritten Satz und zum klaren 3:0, dem ersten Saisonsieg der Fortunen.

Thomas Zenker

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 20. Oktober 2003

Parchim: Sieg mit angezogener Bremse

1. VC Parchim - Detmolder TV 3:1 (25, -23, 20, 16)

Parchim Die Volleyballerinnen des 1. VC Parchim haben den vierten Saisonsieg in der Tasche. Mit 3:1 Sätzen bezwang das Team von Stützpunkttrainer Dirk Groß den Detmolder TV vor etwa 140 Zuschauern in der Parchimer Fischerdammhalle.

"Die Mädchen haben gekämpft, eine gute Moral gezeigt und verdient gewonnen", schätzte der Coach nach dem 25:16 im vierten Satz ein. Aber im Vergleich mit der Leistung der Vorwoche (zwei Auswärtssiege) war das gestrige Spiel mit "angezogener Bremse" absolviert worden. Die Einstellung der Spielerinnen war okay, aber es fehlte die Durchschlagskraft im Angriff bemängelte der Trainer.

Den Zuschauern der erfolgreichen Mannschaft ist das ziemlich egal, denn sie sahen viele spannende Ballwechsel mit Superaktionen in der Fedabwehr. Der 1. VCP startete im ersten Durchgang konzentriert bis zum 9:3, verlor aber dann die Konzentration im Spielaufbau. Die Gäste agierten daher druckvoller und erreichten beim 16:16 den Ausgleich.

Bis zum 25:25 stand dieser Fatz auf der Kippe, dann machten Marieke Ziem und Katharina Wilk mit zwei gelungenen Angriffen den Satzgewinn klar. Im zweiten Satz zogen die TV-Spielerinnen davon (5:12), die Gastgeberinnen wurden nervös und produzierten Fehler am laufenden Band. Beim Stand von 18:24 hatten die Gäste den ersten Satzball, Parchim wehrte diesen und weitere fünf Satzbälle ab und verlor ünglücklich durch eine misslungene Angriffskombination mit 23:25.

Im dritten Durchgang gaben die Parchimerinnen die Führung im gesamten Satz nicht ab und erspielten über die Stationen 11:5 und 21:15 einen sicheren 25:20-Erfolg. Jetzt suchte der Gastgeber die Entscheidung. Der DTV hielt den vierten Satz noch bis zum 10:10 offen, dann aber setzten die Parchimerinnen die entscheidenden Punkte zum 25:16-Satzgewinn und Spielsieg.

Mit diesem Erfolg haben sich die VCP-Mädels in der Spitzengruppe der Liga eingefunden. Damit können sich die Parchimer Fans am kommenden Sonntag auf ein echtes Spitzenspiel freuen. Denn der 1. VCP empfängt den derzeitigen Tabellenführer VC Olympia Berlin in der Fischerdammhalle, Anpfiff ist wie immer um 15 Uhr.

Thomas Zenker

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Montag. 20. Oktober 2003

WSU von der Rolle: Fehler am laufenden Band

Warendorf. Mit gesenkten Köpfen schlichen die WSU-Volleyballerinnen am Samstagnachmittag vom Feld. Soeben hatte der Zweitligist eine ganz bittere Niederlage hinnehmen müssen. Gegen Aufsteiger TV Eiche Horn Bremen verlor die Sportunion klar mit 0:3 (23:25, 19:25, 16:25) in rund einer Stunde. Damit kassierten die Warendorferinnen ihre vierte Niederlage in Folge und bleiben daheim weiter ohne Erfolgserlebnis.

Dass die Mannschaft kollektiv momentan vollkommen von der Rolle ist, zeigte sich in fast jeder Aktion. Das Team wirkt total verunsichert auf dem Feld, jede Spielerin produziert Fehler am laufenden Band. Doch woran es liegt, können auch die Verantwortlichen nur schwer beantworten. Das ist Volleyball, da spielt sich eben ganz viel im Kopf ab. Die Mannschaft wirkt total verkrampft. Langsam müssen wir aufpassen, erklärte Abteilungsvorsitzende Martina Schlamann. Auch Trainer Niels Westphal sucht nach der Ursache. Es läuft eben im Moment nicht. Wir machen zu viele individuelle Fehler, doch da hilft nun nicht zu lamentieren, sondern wir müssen weiter arbeiten.

Viele Zuschauer saßen noch nicht einmal auf den Plätzen, da lag die WSU bereits mit 4:10 hinten. Annahme, Block, Angriff, vieles griff überhaupt nicht ineinander. Erst beim 18:23 bäumte sich die Mannschaft auf und begann sich zu wehren. Beim 21:23 schien die Wende noch möglich zu sein, zwei Sätzbälle wurden abgewehrt, doch Bremen machte den Sack zu. Auch zu Beginn des zweiten Durchganges lief es besser, aber beim 8:7 nahm wieder der Aufsteiger das Heft in die Hand. Wir sind zurzeit nicht in der Lage, die guten Phasen zu verlängern. Jede macht ihren Fehler und das summiert sich, so Westphal.

Auch der dritte Satz war praktisch beim 9:15 schon verloren. Beim 14:19 gelangen der WSU bis zum Satzende nur noch zwei Punkte. Symptomatisch wurde die Partie mit einem Eigenfehler beendet. Auch Ex-WSU-Zuspielern Kirsten Lüpkes, die bei Bremen aufgrund einer Erkältung nur sporadisch zum Einsatz kam, zeigte sich über das klare Ergebnis sehr überrascht. Mit einem 3:0-Sieg hätten wir nie gerechnet. Aber ich war froh, dass ich heute nicht zuspielen musste, denn es war schon schwer, hier wieder aufzulaufen, so Lüpkes.

Alexa Frommer

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Montag. 20. Oktober 2003

USC 2 behält gegen Aachen die Nerven

Münster - Eigentlich sahen die Frauen des USC Münster 2 Ende des dritten Satzes schon wie der sichere Sieger aus. Doch acht verlorene Punkte in Folge führten nicht nur zum Satzverlust, sondern auch zu Verunsicherung. Letztlich stolperte die junge Garde im Zweitliga-Match gegen Alemannia Aachen zu einem mühsamen 3:2-Sieg (25:23, 27:25, 19:25, 23:25, 15:13).

USC-Trainer Tom kleine Holthaus war von der gezeigten Darbietung seiner Mädels alles andere als angetan: "Es war ein einziges Gewürge. Nach dem 2. Satz brachten wir nichts Strukturiertes mehr zustande", kritisierte er.

Dabei sah alles nach einem umkämpften, aber glatten Sieg aus. Stefanie Gollas spektakuläre Rettungsaktion, gefolgt von einem verschlagenen Ball von Aachens Außenspielerin Ruth Flemig, führten zum knappen 25:23 im ersten Durchgang.

Ausgeglichene Kräfteverhältnisse auch im folgenden Satz. Lange Zeit wechselte die Führung, bis am Satzende die Gäste auf 24:21 enteilten. Doch die Unabhängigen zeigten keine Nerven und bogen das Ergebnis noch dank Lisa Beinborns Schmetterschlag zum 27:25 um.

Beim Spielstand von 19:17 für die Gastgeberinnen brachten diese dann das Kunststück fertig, acht Punkte in Folge, und damit den dritten Satz, zu verlieren. "Wir haben uns beeindrucken lassen", konstatierte Holthaus. Der USC wirkte nicht mehr so spritzig, die Aggressivität fehlte. Was folgte war auch der verdiente Verlust des vierten Sets mit 23:25.

Wie die vorangegangenen Durchgängen verlief auch der Tiebreak eng. 10:6 führte Münster schon, sah wieder wie der sichere Sieger aus, doch Aachen gab sich noch nicht geschlagen. 13:13 hieß es urplötzlich und die Holthaus-Schützlinge wackelten. Doch die guten Nerven ließen die Unabhängigen nicht im Stich. Ein verschlagener Schmetterball von Aachens Flemig ließ die Gastgeberinnen jubeln.

USC-Trainer Holthaus atmete nach dem knappen Sieg tief durch: "Mir fehlten heute sechs Spielerinnen. Dementsprechend gering waren meine Wechselmöglichkeiten. Nun haben sich die Mädels eine Pause verdient."

Christian Nier

 

Deutschland - Aachener Zeitung 

Montag. 20. Oktober 2003

3:0 in Eltmann: «Sachlich, cool und überzeugend»

Eltmann/Düren. Volleyball-Bundesligist Evivo Düren bleibt auf Erfolgskurs. Das 3:0 (25:21, 25:15, 26:24) bei Aufsteiger SG Eltmann bedeutet Sieg drei im dritten Spiel.

Damit setzt das Team die Forderung von Trainer Bernd Werscheck perfekt um: Gegen die Aufsteiger müssen die Pflichtsiege eingefahren werden, um die Qualifikation für die Play-off-Runde früh zu sichern. Trotz des Siegs rutschte Düren (6:0 Punkte, 9:1 Sätze) in der Tabelle auf Rang 3 ab, da Friedrichshafen ein Spiel nachholte und zusammen mit SCC Berlin die Tabelle ohne Satzverlust anführt. «Sachlich, cool und überzeugend», sei seine Mannschaft in Eltmanns Georg-Schäfer-Halle aufgetreten, freute sich Werscheck.

Mehr als 1300 Zuschauer wollten ihr Team förmlich zum Sieg schreien. Aber immer wieder überwand vor allem Sven Anton mit seinen Angriffsschlägen Eltmanns Block. Die Menge in der Halle wurde zunehmend ruhiger. Im zweiten Satz brachte Evivo die Fans des Gastgebers sogar zum Schweigen. Über ein schnelles 8:2 und 15:6 ließ Düren keinen Zweifel aufkommen, wer Herr im Hause war.

Der Ex-Dürener Tilo Koch mühte sich im Eltmanner Team zwar redlich, seine Angreifer in Position zu bringen. Immer häufiger aber schob vor allem Malte Holschen den Angriffen einen «Blockriegel» vor. Bei Dürens 16:12-Führung in Durchgang drei schien die Entscheidung gefallen. «Dann haben wir uns allerdings den Luxus von fünf Eigenfehlern in Folge geleistet», musste Werscheck plötzlich Eltmanns Führung registrieren und eine zum Leben erweckte Tribüne. Zwei Blocks von Holschen aber entschieden schließlich doch die Partie zu Gunsten der Dürener.

Peter Leuchter

 

Deutschland - Aachener Zeitung 

Montag. 20. Oktober 2003

Werscheck singt das «hohe Lied der Jugend»

Eltmann/Düren. Anton, Guiterrez und Quero: Sie sind das «Gerüst» von Volleyball-Bundesligist Evivo Düren. Das Auge von Trainer Bernd Werscheck aber ruhte Samstag Abend wohlgefällig auf seinen «jungen» Wilden. National-Libero Till Lieber (22 Jahre) und Sven Dick (21) organisierten beim 3:0-Sieg in Eltmann Annahme und Abwehr vorbildlich.

Mittelblocker Malte Holschen (22) sorgte mit zwei «Monsterblocks» (O-Ton Werscheck) nicht zufällig für die Entscheidung. Und Neuzugang Christian Dünnes (19) überzeugte - zwischenzeitlich eingewechselt für Boris Zorica - mit einigen kernigen Schmetterschlägen. Dürens «Rasselbande» konnte sich wahrlich sehen lassen.
«Man merkt, dass es für Malte schon die dritte Erstliga-Saison ist», erkennt Werscheck die Fortschritte bei seinem Mittelblocker. Nicht von ungefähr fordert er mittelfristig von ihm, «sich für die Nationalmannschaft interessant zu machen».

Dass es für die Neuzugänge Dünnes und Tim Elsner zurzeit nur zu Kurzeinsätzen reicht, liegt am neuen Modus. In einer einfachen Runde «jeder gegen jeden» will und muss sich Düren für die Meisterrunde qualifizieren. «In dieser Phase kann ich nicht experimentieren», bittet Werscheck um Verständnis und findet damit ein offenes Ohr auf der «Bank». Zunächst muss sich die Stammformation finden. Je eher das geschieht, um so früher können sich auch Dünnes und Elsner auf längere Einsätze freuen.

(pl)

 

Deutschland - Maerkische Allgemeine 

Montag. 20. Oktober 2003

Befreiungsschlag in "Lulu"

LUDWIGSLUST Die Kyritzer Volleyballer machten ihr Versprechen wahr. Nach der 2:3-Niederlage in der Vorwoche gegen die Netzhoppers hieß es: "Dann ist eben Ludwigslust dran". Gesagt getan, am Sonnabend gelang Fortuna ein 3:0-Sieg in "Ludu". Damit haben die Kyritzer nun die ersten Pluspunkte auf dem Konto, befreiten sich etwas vom Druck und sie schafften ihren ersten zu Null-Sieg in der 2. Bundesliga. Nicht nur über den Sieg freute sich Fortuna-Coach Jürgen Treppner, sondern auch über die geschlossen Leistung über drei Sätze.

Doch es begann nicht gut. Ludwigslust startete selbstbewusst, führte schnell 4:0. Dann hatte auch die Fortuna ihren Rhythmus gefunden. Vor allem Christoph Helbig brachte mit seinen starken Schmetterschlägen die Gäste wieder ins Spiel (10:10). Nun ging es hin und her. Ludwigslust sorgte wie erwartet mit starken Sprungaufgaben für viel Druck. Das Sondertraining der Fortunen machte zahlte sich aus. Dank einer guten Annahme konnte Zuspieler Florian Schaarschmidt seine Angreifer variabel einsetzen. Da auch der Kyritzer Block beherzt zugriff, gewann Fortuna den ersten Satz 25:22. Vor allem den Ex-Kyritzer Sebastian Porath nahmen die Fortunen fast komplett aus dem Spiel. "Wenn Panzer zweimal durchkam, ist das viel", freute sich Treppner.

Auch Satz zwei begann mit einem Rückstand für Kyritz (0:2). Dann kam der erste Auftritt von Christian Röhrs. Mit seinen gut variierten Flatteraufgaben brachte er die Gastgeber schier zur Verzweifelung. Fortuna zog auf 11:2 davon. Damit war der Satz im Prinzip entschieden, die Gegenwehr der Gastgeber erlosch langsam. Mit 25:16 ging der  Satz nach 19 Minuten an die Gäste. "Und wir spielten weiter konzentriert", lobt Treppner, immer die 2:3-Niederlage von Lintorf im Hinterkopf, wo Fortuna auch 2:0 geführt hatte. Bis zum 6:8 lag Kyritz erneut hinten.

Dann kam Christian Röhrs wieder an die Aufgabe. Der "Ludu"-Sechser fing schon an zu zittern und prompt ging siebenmal die Annahme schief. Kyritz lag 14:8 vorn und brachte den 3:0-Sieg nach 57 Minuten sicher unter Dach und Fach. "Alle haben gut gespielt, aber die 'Röhrs-Drillinge' möchte ich heute noch herausheben", sagt einsichtlich entspannter Treppner. Der hofft, dass dies der Befreiungsschlag war und am Sonnabend gegen Bonn in heimischer Halle nachgelegt wird.

Roland Möller

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Montag. 20. Oktober 2003

SC Union findet erst beim 0:2 ins Spiel

Zweitligist Emlichheim gewinnt in Obernkirchen im Tiebreak und etabliert sich an der Spitze

Eine taktische Umstellung verhalf dem Team von Trainer Mathieu zum Sieg im ersten Auswärtsspiel. Als der Niederländer im vierten Satz anordnete mehr durch die Mitte zu spielen, gelangen Marina Budaj die entscheidenden Punkte.

OBERNKIRCHEN/his – Ein hartes Stück Arbeit mussten die Zweitliga-Volleyballerinnen des SC Union Emlichheim am Sonnabend verrichten, um den MTV Obernkirchen mit 3:2 (24:26, 23:25, 25:23, 25:18, 15:9) in die Schranken zu weisen. Nach vier Heimspielen in Serie verschliefen die Niedergrafschafterinnen im ersten Auswärtsspiel der Saison den Start. Das Zusammenspiel zwischen Lise Hissink, die die verletzte Inga Stegemeyer im Zuspiel ersetzte, und ihren Mannschaftskameradinnen lief noch nicht optimal. Auf der Gegenseite hinterließ vor allem die ehemalige SCU-Akteurin Melanie Albers einen hervorragenden Eindruck. "Sie konnte machen, was sie wollte. Wir haben sie in den ersten beiden Sätzen nicht unter Kontrolle bekommen", sagte SCU-Manager Norbert Bußmann.

Außerdem zeigten die MTV-Spielerinnen in der Feldabwehr eine gute Leistung. Nachdem die Obernkirchenerinnen nach dem Gewinn des ersten Satzes auch den zweiten Durchgang mit 25:23 für sich entschieden hatten, stellte sich ein Großteil der Zuschauer bereits auf eine Überraschung ein. Auch Bußmann hatte zu diesem Zeitpunkt "Angst um den SCU".

Im dritten Satz drehten die Emlichheimerinnen aber die Partie. Mit dem Punkt zum 18:17 erspielten sie sich die erste Führung und gewannen den Satz mit Kampfkraft und Moral mit 25:23. Im vierten Abschnitt bekamen die Emlichheimerinnen den Gegner dann besser in den Griff. Verantwortlich dafür war eine taktische Änderung von Trainer Pierre Mathieu: Weil die Emlichheimer Außenangreiferinnen im Verlauf der ersten drei Sätze immer wieder am MTV-Block gescheitert waren, ordnete der Niederländer ein vermehrtes Spiel durch die Mitte an. So sorgten vor allem die Angriffsschläge von Marina Budaj dafür, dass der SCU sich über 14:10 auf 20:11 absetzte. Mit 25:18 schafften die Gäste den Satzausgleich.

Im Tiebreak konnten die Obernkirchenerinnen den Entscheidungssatz nur bis zum 7:7-Zwischenstand ausgeglichen gestalten. Die Emlichheimerinnen sicherten sich dann einen heiß umkämpften Ballwechsel zum 8:7 und gaben die Führung in der Folgezeit nicht mehr aus der Hand. Judith Meyer sorgte mit einer Serie von fünf Aufschlägen in Folge für die endgültige Entscheidung. "Die Zuschauer haben wirklich ein spannendes Spiel gesehen", fasste Bußmann die 90 Minuten effektive Spielzeit zusammen, bei der sich am Ende die größere Routine seines Teams durchgesetzt hatte. Mit 8:2 Punkten hat der SCU sich erneut in der Spitzengruppe der Zweiten Liga festgesetzt. Vor den nächsten Aufgaben sieht Bußmann beim Vorjahresmeister allerdings noch einigen Handlungsbedarf. "Man hat heute gesehen, dass wir nicht die Mannschaft vom letzten Jahr haben. Wir müssen im Training noch hart arbeiten", blickte der SCU-Manager voraus.

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Montag. 20. Oktober 2003

Schüttorfer lassen auf dem Feld Konstanz vermissen

Der FC 09 kassiert mit 1:3 bei TuB Bocholt die sechste Niederlage in Folge

Dadurch ist das Team der Trainer Dirk Schlotfeldt und Heike Flockert auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Nun wartet am kommenden Wochenende das wichtige Kelllerduell gegen den Vorletzten VfL Lintorf.

bocholt/fh – Der FC Schüttorf 09 hat das sechste Saisonspiel in Folge verloren. Nach der 1:3 (25:23, 16:25, 16:25, 16:25)-Niederlage gestern bei TuB Bocholt rutschte das Team der Trainer Dirk Schlotfeldt und Heike Flockert mit nunmehr 2:12 Punkten auf den letzten Tabellenplatz der 2. Volleyball-Bundesliga ab, da Fortuna Kyritz mit 3:0 bei den Volley Tigers Ludwigslust der erste Saisonsieg gelang.

"Wir sind im Angriff einfach nicht durchgekommen", machte Schlotfeldt die mangelnde Durchschlagskraft seines Teams als größtes Manko aus, während die Annahme der Gäste stabil war. Dass die Schüttorfer die Durchgänge zwei bis vier jeweils zu 16 verloren hatten, verleitete Schlotfeldt zu der süffisanten Bemerkung: "Eine gewisse Konstanz war da."

Die fehlte jedoch völlig in den Leistungen auf dem Feld. "Wenn wir fünf, sechs gute Aktionen hatten", berichtete Schlotfeldt, "haben wir garantiert wieder einen leichten Fehler gemacht." Als Entschuldigung ließe sich die personelle Notlage anführen; immerhin standen fünf Spieler nicht zur Verfügung. Jörg Alsmeier half daher aus und musste im Diagonalangriff durchspielen.

Der Trainer allerdings suchte nicht nach Ausflüchten. Mit neun Spielern war er nach Bocholt gefahren, von denen er alle einsetzte. "Doch wen ich auch gebracht habe", berichtete Schlotfeldt, "keiner war zu einer konstanten Leistung fähig." Dabei hatte die Partie für die Gäste beim Tabellensechsten gut begonnen. Den ersten Satz konnten sie ausgeglichen gestalten und als sie sich nach einem 19:21-Rückstand wieder heran gekämpft hatten, gaben sie den Satz nicht mehr her. In den folgenden Abschnitten allerdings waren die Obergafschafter dann nicht mehr in der Lage, mit den Gastgebern Schritt zu halten.

"Wir müssen einfach sehen, dass wir nächste Woche gewinnen und die Verletzten nach und nach wieder ins Team zurückkehren", blickte Schlotfeldt nach vorn. Da wartet kommenden Sonntag das wichtige Heimspiel gegen Aufsteiger VfL Lintorf, der punktgleich mit dem FC 09 nur aufgrund der besseren Satzbilanz Vorletzter ist. "Wir brauchen einfach mal ein Erfolgserlebnis", ist der Trainer überzeugt, dass sein Team auf den Erfolgsweg zurückfinden kann.

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel