News

Dienstag, 21. Oktober 2003 

Fischbeks zweiter Sieg
Keine Zeit mehr für Olympia
VC NAL: Regionalliga-Volleyballteams siegen
Bakarec-Schützlinge ärgern Titelanwärter SCU
ETV: Mit solider Leistung zum zweiten Heimsieg
Häfler schrammen an einer Niederlage vorbei
Ulm: Langeweile in Berlin
Knapper Spielausgang in Münster
Fellbach: Überraschungssieg bleibt aus
Knapper Sieg des USC Münster in Suhl
Rote Raben kommen in Form
USC: Ganz nah dran am ersten Satzgewinn
Jork: Hartnäckiger Fehlerteufel
BBVC 68: 0:3 gegen den Meister
Fischbek: Gekämpft wie der Tiger
VGE: Fallobst als Sparringspartner
TVF: Zweites Spiel, zweiter Sieg
WSU: Mannschaft braucht ein Erfolgserlebnis
SSC-Damen mit Mühe zum ersten Saisonsieg

Oktober 2003

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September 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Dienstag. 21. Oktober 2003

Fischbeks zweiter Sieg

Braunschweig - Die Volleyballfrauen des TVF Fischbek Hamburg (4:0 Punkte) haben in der Bundesliga den zweiten Teil ihres Pflichtprogramms erledigt. Bei Aufsteiger USC Braunschweig siegten sie 3:0 (25:13, 25:18, 31:29). Im dritten Durchgang holten sie einen 11:19-Rückstand auf. Manager Horst Lüders: "Erfreulich war erneut die Leistung unserer beiden Talente Margarethe Kozuch und Johanna Barg. Sie sind in der Bundesliga jederzeit einsetzbar."

Auch Kerstin Ahlke empfahl sich als Alternative zu Spielertrainerin Marina Tschuksejewa. Erster Prüfstein in dieser Saison ist am nächsten Sonntag Aufsteiger VfB Suhl, gegen den Fischbek in der Vorbereitung zweimal verloren hatte.

Unterdessen ist Mittelblockerin Anca Popescu (28) nach Hamburg zurückgekehrt. Die Rumänin hat den Hamburger Sportfotografen Claus Bergmann geheiratet. Das Paar erwartet ein Kind. In der nächsten Saison möchte Popescu wieder für Fischbek ans Netz.

rg

 

Hamburg - Hamburger Abendblatt 

Dienstag. 21. Oktober 2003

Keine Zeit mehr für Olympia

Schulsport: Die traditionellen Wettbewerbe werden von Lehrern kaum noch unterstützt.

Die guten Wünsche des Bildungs- und Sportsenators Rudolf Lange (61, FDP) hatten am 23. September 226 Nachwuchssportler aus 14 Hamburger Schulen zum Finale von "Jugend trainiert für Olympia" nach Berlin begleitet. Das jährliche Kräftemessen mit den Besten der anderen Bundesländer bleibt für viele Talente der unvergessliche Höhepunkt des traditionellen Schulsport-Wettbewerbs, an dem jedes Jahr in Hamburg rund 10 000 Schüler und Schülerinnen teilnehmen (bundesweit gut 800 000).

Die Zahl dürfte 2004 dramatisch sinken. Weil das neue Hamburger Lehrerarbeitszeitmodell vor allem den Sportlehrern - im Einzelfall bis zu neun Stunden - mehr Unterrichtsverpflichtungen auferlegt, wollen sie kaum noch außerschulische Veranstaltungen organisieren, "da uns jetzt schlicht die Zeit dafür fehlt", wie Sportlehrer Peter Stielert (Gesamtschule Eppendorf) sagt.

Betroffen sind davon etwa 140 Wettbewerbe, die alle auszufallen drohen. Meldeten im vergangenen Schuljahr 450 Fußball-Teams zu den Landesausscheidungen für "Jugend trainiert für Olympia", ging diesmal keine ein. Zahlreiche Fachausschüsse haben sich aufgelöst, die Skilanglauf-Wettbewerbe im Januar im Bayerischen Wald sollen nur beschickt werden, weil sonst Streit über die Stornokosten entstünde. Das Quartier hatte ein Jahr im Voraus gebucht werden müssen.

Senator Lange zeigt für den Protest "bedingt Verständnis": "In unserem Arbeitszeitmodell sind Tätigkeiten außerhalb des Unterrichts fair bemessen. Den Sportlehrern sollte genug Arbeitszeit bleiben, um wichtige Aktivitäten wie ,Jugend trainiert für Olympia' zu unterstützen. Die jetzige Entwicklung finde ich höchst bedauerlich." Lange signalisierte nach der Rückkehr aus seinem Italien-Urlaub aber auch Entgegenkommen: "Nach Ende des Schulhalbjahres werden wir im Februar 2004 erste Überprüfungen vornehmen und dann sehen, wo wir nachsteuern müssen."

Dass die anerkannt hohe psychische und physische Belastung der Sportlehrer künftig in das Modell eingerechnet wird, will der Senator nicht ausschließen: "Wir haben ein langfristiges Gutachten in Auftrag gegeben, das diesen Bereich für alle Fächer untersuchen soll." Bisher leiden die Sportlehrer unter der geringen Faktorisierung ihrer Unterrichtsstunden (1,25), weil sechs Minuten Vor- und Nachbereitung als ausreichend angesehen wurden. Dadurch müssen sie jetzt gegenüber Kollegen mit korrekturintensiven Fächern wie Deutsch erheblich öfter vor die Klassen treten. Das belastet zunehmend auch das innerbetriebliche Klima.

Norbert Baumann, für Sport zuständiger Referatsleiter in Langes Behörde, bemüht sich darum, die Fronten abzubauen. Einen neuen Forderungskatalog der Sportlehrer nannte er "verhandlungsfähig". Dennoch bereitet er Alternativen vor. Die Organisation von Wettbewerben wie "Jugend trainiert für Olympia" sollen die Fachverbände des Hamburger Sportbundes (HSB) übernehmen. Auch einzelne Trainer, Lehrer und Schüler haben Initiativen gestartet, um 2004 in Berlin dabei sein zu können. Baumann warnt: "Wir dürfen dem Leistungssport in Hamburg nicht die Basis entziehen. Das wäre fatal."

(rg)

 

Norddeutschland - Norderstedter Zeitung 

Dienstag. 21. Oktober 2003

VC NAL: Regionalliga-Volleyballteams siegen

Norderstedt - Die Regionalliga-Volleyballer des 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn wetzen gedanklich schon einmal das Rasiermesser. Sollten die Norderstedter am Saisonende den Abstieg vermeiden, muss der Schnauzbart von Spielertrainer Andreas Meinken dran glauben. Die Chancen, dass sich Meinken von seinem Bart trennen muss, stehen gut: Mit dem 3:0 (25:21, 25:12, 25:14)-Erfolg über Aufsteiger SV Adelby hat das VCNAL-Team einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan.

"Am vergangenen Donnerstag sind sechs Spieler auf mich zugekommen und haben mir eine Wette angeboten", so Meinken. Sein Einsatz sind die Barthaare, an denen er so gerne zupft. Die Spieler müssen sich im Fall des Abstiegs die Beine rasieren.

Die Norderstedter hatten mit ihren schwachen Gästen nie Probleme. "Adelby ist nicht regionalligatauglich", schätzt Andreas Meinken. Trotzdem war er sehr zufrieden, da sein Team die Pflichtaufgabe konzentriert erledigte. "Es hat keinen Aussetzer gegeben. Juris Grantinsh und Zuspieler Johannes Student haben mit guten Sprungaufschläge für viel Druck gesorgt, die Fehler des Gegner wurden konsequent genutzt." Überzeugend agierte auch Libero Christian Stridde. "Die Partie stand allerdings auf keinem hohen Niveau", so Meinken. Wenn die Männer des 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn auch das Auswärtsspiel beim Aufsteiger VfL Geesthacht am kommenden Wochenende gewinnen wollen, müssen sie sich noch steigern.

Auch die Regionalliga-Frauenmannschaft des VCNAL absolvierte eine Partie mit richtungsweisender Bedeutung: Nach dem 3:2 (25:16, 23:25, 17:25, 25:23, 17:15) über den TuS Holtenau haben sich die Norderstedterinnen im Spitzenbereich der Liga etabliert und bleiben mit 8:2 Zählern Tabellenführer SVF Neustadt-Glewe dicht auf den Fersen.

Dabei mussten die Gastgeberinnen auf Außenangreiferin Miriam Schaper verzichten. Sie meldete sich kurz vor dem Anpfiff grippegeschwächt ab. "Es ging wirklich nicht", sagte sie.

Für Miriam Schaper schmetterte Katrin Salbach von Beginn an. Erfreulich: Janina Bentien kommt auf der Liberoposition immer besser mit ihrer Aufgabe zurecht . Und mit Kristin Lange, die ab dem dritten Satz für Anna Peters spielte, hat Trainer Peter Schulz eine echte Alternative im Angriff.

Das größte Lob von Miriam Schaper erntete aber Zuspielerin Jessica Lampe. "Was sie gerannt ist, um gute Pässe spielen zu können, war schon klasse."

masch

 

Deutschland - Schaumburger Zeitung 

Dienstag. 21. Oktober 2003

Bakarec-Schützlinge ärgern Titelanwärter SCU Emlichheim

2:3-Niederlage für den MTV Obernkirchen trotz einer 2:0-Satzführung

Volleyball (seb). In der Obernkirchener Kreissporthalle roch es lange nach einer Sensation. Zweitligist MTV Obernkirchen führte gegen den Vorjahresmeister und Titelanwärter Nummer eins SCU Emlichheim mit 2:0-Sätzen, musste dann aber doch noch in einem hochklassigen Spiel eine 2:3-Niederlage einstecken.

MTV Obernkirchen - SCU Emlichheim 2:3 (26:24, 25:23, 18:25, 22:25, 9:15). Trainer Sinanec Bakarec musste kurz vor Spielbeginn einen weiteren Ausfall hinnehmen. Libero Maike Janssen musste verletzungsbedingt passen. So standen dem MTV-Trainer nur sieben Spielerinnen zur Verfügung.

Gegenüber der letzten Woche steigerte der MTV Obernkirchen seine Leistung um 100 Prozent. Die MTV-Damen wirkten wie ausgewechselt. Eine sichere Annahme sorgte für ein variables Angriffsspiel der Bergstädterinnen. Zuspielerin Nadja Dobler setzte immer wieder erfolgreich Hauptangreiferin Melanie Albers ein. Die Ausnahmespielerin erwischte einen super Tag und war in einer starken MTV-Mannschaft die überragende Spielerpersönlichkeit. Auch der Obernkirchener Block zeigte sich enorm verbessert. Hier zahlte sich das intensive Training in der Woche aus.

In den ersten beiden Sätzen konnte sich kein Team einen entscheidenden Vorsprung verschaffen. Die Bakarec-Schützlinge führten immer mit ein oder zwei Punkten und hatten am Ende ein wenig Glück und konnten die Sätze für sich entscheiden.

Der Titelanwärter aus Emlichheim zeigte sich durch den Rückstand nicht geschockt, blieb ruhig und zog sein Spiel weiter durch. Beim MTV ließen durch die fehlenden Wechselalternativen ein wenig die Kondition und die Konzentration nach. Die Gäste nutzten dies eiskalt zum 2:2-Satzausgleich aus.

Der Tie-Break musste die Entscheidung bringen. Bis zum 9:9 hielt Obernkirchen gut mit, aber dann gewann Emlichheim zwei lange Ballwechsel. Das war der Knackpunkt. Der MTV hatte nichts mehr entgegen zu halten und musste nach fast zwei Stunden in die knappe Niederlage einwilligen.

„Unsere super Leistung ist leider nicht honoriert worden. Die Mannschaft hat um Klassen besser gespielt. Am Ende fehlte auch ein wenig die Kraft. Aber für die Zuschauer war es ein spannendes Spiel, leider ohne Happy-End“, analysierte Manager Günter Szallies.

 

Norddeutschland - Eimsbüttler TV-News 

Dienstag. 21. Oktober 2003

ETV: Mit solider Leistung zum zweiten Heimsieg

ETV – FT Adler Kiel (3:0, 75:48, 64 Minuten)

Das dritte Heimspiel der aktuellen Regionalliga-Saison war von den Volleyballerinnen des Eimsbütteler TV mit Spannung erwartet worden. Schließlich traf man mit dem jungen Team aus Kiel auf einen als gleichwertig einzuschätzenden Gegner. Die Kielerinnen, die an diesem Tag ohne Trainer Ralf Buscher in der Gustav-Falke-Halle antraten, wurden von Bundesliga-Zuspielerin Nicole Fetting gecoacht.

Der ETV ging im ersten Satz durch eine Aufschlagserie von Inga Prien schnell mit 5:1 in Führung. Prägend bereits in dieser Phase wie auch im gesamten Spiel waren lange Ballwechsel, die der ETV meist für sich verbuchen konnte. Eine solide Leistung ohne große Glanzpunkte genügte, um den ersten Satz deutlich mit 25:15 zu gewinnen.

Im zweiten Satz bot sich den wenigen Zuschauern, die sich trotz des traumhaften Herbstwetters in die Gustav-Falke-Halle eingefunden hatten, kein grundlegend anderes Bild. Auch eine gute Abwehrleistung auf Seiten der FT Adler Kiel vermochte den starken Außenangreiferinnen des ETV wenig entgegenzusetzen. Insbesondere Maike Kröger und Inga Prien punkteten über die Diagonal- bzw. Außenpositionen mit eindrucksvollen Angriffen.

Selbst mutige Sprungaufschläge der Kielerinnen brachten die ETV-Spielerinnen nicht in größere Bedrängnis; lediglich eigene Schwächen in der Blocksicherung verhinderten einen noch klareren Ausgang dieses Satzes, der mit einem Blockpunkt zum 25:18 für den ETV beendet wurde.

 „Ich hätte nichts gegen ein 3:0 einzuwenden“ – so spornte Trainer Christian Grussendorf seine Mannschaft vor dem dritten Satz nochmals an. Die Spielerinnen agierten wunschgemäß: Selbst beginnende Annahmeschwächen konnten den großen Vorsprung nicht gefährden. Inga Prien brachte die Kielerinnen mit kurzen Aufschlägen einmal mehr in große Bedrängnis. Die ETV-Damen brachten auch diesen Satz mit 25:15 nach Hause.

Nach nur etwas über einer Stunde konnte der zweite Sieg vor heimischem Publikum gefeiert werden.

Katja Wiedemann

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Dienstag. 21. Oktober 2003

Häfler schrammen an einer Niederlage vorbei

BERLIN/ FRIEDRICHSHAFEN (gus) - Der Ausflug in die Hauptstadt war länger als von vielen erwartet, aber dennoch erfolgreich: Der VfB Friedrichshafen brauchte 106 Minuten, für einen 3:2-Sieg (25:23, 25:21, 23:25, 24:26, 15:13) bei den Volley Dogs Berlin.

Ob den Häfnern noch die Busfahrt von Markranstädt (bei Leipzig) nach Berlin in den Knochen steckte, als in der Sporthalle der Grundschule am Weiher die ersten Bälle übers Netz flogen? Jedenfalls taten sich die Mannen von Stelian Moculescu schwer gegen das Team, das sich am Ende der Saison meistens in der unteren Tabellenhälfte wieder findet. Dass auch dort Volleyball gespielt wird, zeigten die „Flughunde“ am Sonntagabend. Auch sie hatten einen Doppelspieltag und tags zuvor eine 1:3-Niederlage gegen den TSV Unterhaching kassiert. Ein Maßstab sollte das Ergebnis jedoch nicht sein, denn das Team von Sergej Fjodorow spielte keinesfalls wie ein Verlierer auf.

Der Spielverlauf verlief ausgeglichen, mal setzte sich der VfB ein bis zwei Punkte ab, mal lagen die Gastgeber vorn. Am Schluss hatten die Häfler das bessere Ende für sich - zumindest in den Sätzen eins und zwei. In den darauf folgenden Spielabschnitten schafften es die Berliner mit ihrer starken Abwehrleistung, die Häfler an den Rand der Verzweiflung zu treiben. Leichtfertige Angriffsfehler waren die Folge. Dank der Einwechslungen von Marcus Popp (für Alex Lenz) und Bogdan Olteanu (für Toni Kovacevic) kam im vierten Satz frischer Wind ins Spiel.

Mehr Wechseloptionen hätte er nicht gehabt, denn Zuspieler Robert Koch (umgeknickt) war ebenso zu Hause geblieben wie Bogdan Jalowietzki (Knie-Operation). Patrick Steuerwald, Zuspieler des Zweitligateams, war nach dem Freitagspiel wieder zu seiner Mannschaft gereist. Nach 106 Minuten und 15:13 im Tiebreak jubelten die VfBler als glückliche Sieger und Trainer Moculescu war über den dritten Saisonsieg seines Teams erleichtert. Kritik an seiner Mannschaft ließ er nicht verlauten: „Berlin hat sehr gut gespielt. Gegen solche Teams ist es immer besonders schwierig zu gewinnen.“

Nach drei Spieltagen teilt sich ein Dreigestirn bestehend aus SCC Berlin, Evivo Düren und VfB Friedrichshafen die Tabellenspitze. Aber schon am kommenden Wochenende wird mindestens einer seine weiße Weste ausziehen. Denn dann tritt der VfB zum Spitzenspiel in Charlottenburg beim amtierenden Deutschen Meister SCC Berlin an.

 

Deutschland - Südwest Presse 

Dienstag. 21. Oktober 2003

Ulm: Langeweile in Berlin

Wenn der Gegner so schlecht ist wie der Berliner BVC 68, bleibt dem Volleyballmeister SSV Ulm Aliud Pharma wenigstens Zeit zum Ausprobieren. Neue Spielerinnen, neue Taktik - trotzdem gab der SSV beim ersten Auswärtseinsatz der Saison keinen Satz ab (25:16, 27:25, 25:14).

Libero Elke Wijnhoven mag knackige Gegner. Sie liebt es, wenn die Nerven zum Zerreißen gespannt sind, weil dem Volleyball-Bundesligisten SSV Ulm Aliud Pharma einiges abverlangt wird. Ihr einziger Kommentar zum gestrigen Auswärtsspiel gegen den Berliner BVC 68: "Langweilig!" Obwohl das Ergebnis des zweiten Satzes (27:25) eigentlich einen erbitterten Kampf vermuten lässt. "Wir haben einfach einiges ausprobiert und ein paar Fehler gemacht", winkt Co-Trainer Dennis Kunz ab. Doch die SSV-Damen lagen sogar mit 23:24 zurück. Aber Berlin machte mit einem Aufschlagfehler seine einzige wirkliche Chance selbst zunichte.

Obwohl Trainer Mathias Eichinger angekündigt hatte, vielleicht Nachwuchsspielerin Steffi Lehmann von Anfang an auflaufen zu lassen, vertraute er gestern lieber dem erfolgreichen Meisterteam plus Alice Blom auf der Diagonalposition. Die baldige 5:0-Führung gab ihm Recht. Vor allem mit dem starken Block Verena Veh und Nathalie Dambendzet kamen die Gastgeber nicht klar. "Außer einer guten Zuspielerin und zwei Angreiferinnen auf Bundesliga-Niveau hat Berlin nichts zu bieten", meint Kunz.

Beim Stand von 14:4 nahm Eichinger Saara Loikkanen heraus und gab der Potsdamerin Steffi Lehmann vor fast heimischem Publikum die Chance, sich zu beweisen. Die 19-jährige Außenangreiferin machte ihre Sache so gut, dass sie die ganze Partie durchspielte. Im zweiten Satz wechselte der Coach zudem Alice Blom aus und setzte eine weitere Nachwuchsspielerin ein: Bettina Stumpf, die Universalkraft des SSV. Solange noch keine dritte Mittelblockerin gefunden ist, verstärkt sie hin und wieder Veh und Dambendzet, gestern aber spielte die 19-jährige Außenangreiferin auf der Diagonalposition - und zeigte einige Unsicherheiten.

Satzball gegen Ulm

"Für Bettina ist es schwer, jeder einzelnen Rolle gerecht zu werden. Sie kann sich nirgendwo richtig einspielen, weil sie überall eingesetzt wird", erklärt Kunz. Bei 23:23 sprang Alice Blom wieder in die Bresche - und schlug den Ball ins Aus. Das war der einzige Fehler im ansonsten überragenden Spiel der Niederländerin. Die Berliner verschenkten jedoch ihren eigenen Satzball. Gegen Ende des dritten Durchgangs kam Bettina Stumpf wieder zurück aufs Parkett. "Wir wollen den Jungen einfach zeigen, dass wir Vertrauen in sie haben. Auch wenn mal etwas schief läuft", betont der Co-Trainer. Die dritte Nachwuchskraft, Beate Lander, saß hingegen auf der Bank: Die Zuspielerin hat immer noch Beschwerden im rechten Knie.

Ob künftig Norisha Campbell (VC Augsburg) den SSV-Mittelblock komplettieren wird, wussten gestern Abend der Trainerstab und Manager Dr. Heinz Widmaier noch nicht zu sagen. Nach einem Probetraining ist hingegen klar, dass die 1,96-Meter-Frau nicht die erhoffte Verstärkung für den internationalen Wettbewerb ist. "Verena Veh ist auf jeden Fall die bessere Wahl für den Top-Teams-Cup", sagt Kunz, "Norisha ist noch nicht komplett ausgebildet. In ihrer Technik und Athletik hat sie noch Defizite."

Tina Zander

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de  

Dienstag. 21. Oktober 2003

Knapper Spielausgang in Münster

Ohne allzu große Erwartungen hatte die Alemannia die Reise ins Münsterland angetreten. Immerhin stand der Gegner, die Zweitvertretung des deutschen Vizemeisters USC Münster, auf dem zweiten Tabellenplatz. Allerdings hatte die Mannschaft nach vier Erfolgen in Folge zum Saisonauftakt die beiden Spiele am letzten Wochenende in Berlin gegen den VC Olympia Berlin und den Köpenicker SC verloren. Sollten die Westfalinnen etwa schwächeln?

Diese Frage kann mit einem klaren „Nein“ beantwortet werden. Dass das Spiel dauerhaft sehr eng verlief und sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber standen, lag an einer klaren Steigerung der Alemannia, die ja auch in den letzten Spielen oft lediglich die letzte Konsequenz vermissen ließ.

Die Alemannia lieferte ihr bisher bestes Spiel ab, welches im Gegensatz zu den bisherigen Spielen nicht von Schwächeperioden durchbrochen wurde. Lediglich im zweiten Satz konnte Aachen sich etwas absetzen, am Ende aber eine 24:21-Führung nicht zum Satzgewinn nutzen. In dieser Phase zeigte sich, was der Alemannia noch fehlt: Die Cleverness, wie in derartigen Situationen in der 2. Bundesliga erfolgreich zu agieren ist.

Münster wusste über das gesamte Spiel durch aggressive Aufschläge, schnell und flach über das Netz geschlagen, zu überzeugen, die die Aachener Annahmespielerinnen aber nicht zur Verzweiflung brachten. Denn gerade die Elemente, die in den letzten Wochen immer wieder die „Sorgenfalten“ in das Gesicht der Trainer trieben, zeigten sich klar verbessert: Annahme, Block und Feldverteidigung zeigten sich der Belastung gewachsen.

Freuen über diese Mannschafts- und ihre eigene Leistung kann sich auch Maike Porath. Die vom USC Münster zur Alemannia gewechselte Spielerin spielte alle 5 Sätze durch und zeigte eine gute und stabile Leistung gegen ihre ehemalige Mannschaft.

Insgesamt gesehen zeigt sich Trainer Stefan Falter mit dem Auftreten seiner Mannschaft sehr zufrieden und bescheinigt ihr einen klaren Schritt nach vorne. Die Leistung gegen Münster gibt Hoffnung, dass in den folgenden Spielen am Ende mehr Erfolg als bisher für die Alemannia heraus springt.
Im zweiten Spiel des Wochenendes, dem ¼-Finale des WVV-Pokals, gegen den Regionalligisten Telekom Post SV Bielefeld zeigte sich dann der Unterschied zwischen 2. Bundesliga und Regionalliga: Mit 25:17, 25:17 und 25:15 wurde dem Aufsteiger in die Regionalliga klar die Grenze und der Leistungsunterschied aufgezeigt. Erfreulich, dass die Alemannia die Zügel nicht schleifen ließ, sondern den Sieg souverän gestaltete.
Als Ergebnis dieses Wochenendes steht am kommenden Wochenende dann wieder ein „Doppelpack“ an.

Am Samstag, den 25.10.2003 steht um 18:00 Uhr in der Sporthalle Bergische Gasse das ½-Finale des WVV-Pokals auf dem Programm. Gegner ist die Zweitligamannschaft der Warendorfer SU. Hier steht somit eine Revanche für die Heimspielniederlage der Alemannia am ersten Zweitligaspieltag an.

Am Sonntag, den 26.10.2003 geht es dann wieder nach Hamburg zum Meisterschaftsspiel gegen WiWa Hamburg.

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de  

Dienstag. 21. Oktober 2003

Fellbach: Überraschungssieg bleibt aus

Die Volleyballer des SV Fellbach besuchten am vergangenen Samstag den Tabellenführer der zweiten Bundesliga, den ASV Dachau und schafften es nicht, den Favoriten zu stürzen. Nach einem hochklassigen Wettkampf auf beiden Seiten unterlag Fellbach mit 0:3 (24:26, 21:25, 22:25).

„Das Wichtigste ist, dass wir sie davon abhalten, früh in Führung zu gehen.“ So Karl-Heinz Striegel, Coach der SVF-Equipe vor dem Spiel. „Denn die Dachauer sind nur zu knacken wenn wir von Anfang an Gas geben.“ Des Coaches Worte schienen Wirkung gezeigt zu haben, seine Schützlinge kämpften verbissen - und blieben dran, hatten zwischenzeitlich gar die Nase vorn. Doch ging es um die entscheidenden Punkte, waren die Routiniers aus Dachau immer einen Tick entspannter und wussten den Ball in Fellbachs Spielhälfte zu versenken.

Fellbachs Trainer Gunther Kuster war recht zufrieden mit der Leistung seiner Jungs: „Wir konnten in jedem Satz bis zum 20:20 mithalten, dann schlichen sich bei uns die Fehler ein. Da springt hier eine Annahme weg, dort wird der Ball ins Aus gehämmert, reine Kopfsache.“

Bereits am Sonntag mussten die Fellbacher erneut zu ihrem Arbeitsgerät greifen. Die Endrunde des VLW – Pokals stand an. In Wilhelmsdorf ging es darum, zu ermitteln, welches Team sich die Chance auf den Start im DVV – Pokal erhalten kann. Lediglich der Sieger darf zum Regionalpokal fahren, dessen Sieger im DVV – Pokal startet. ASV Botnang gegen VfB Friedrichshafen 2 und SV Fellbach gegen den TV Rottenburg hießen die Halbfinalbegegnungen.

Eine sehr starke Endrunde mit 3 Bundesligisten somit. Fellbachs Coach sah auf jeden Fall eine schwierige Aufgabe auf seine Athleten zukommen. Samstag Nacht mit der Niederlage aus Dachau bereits Sonntags wieder gegen Bundesligateams anzutreten bedeutete eine große Belastung. Um so erfreulicher, dass man Rottenburg mit 3:1 in die Schranken verweisen konnte und somit sicher auch für das nächste Heimspiel gegen die Rottenburger eine gute Visitenkarte abgeben konnte.

Da sich Friedrichshafen erwartungsgemäß gegen den Regionalligisten durchsetzte, kam es zu einer Neuauflage des letztjährigen Pokalfinals. Diesmal jedoch mit dem eindeutig besseren Ende für die Fellbacher. Die Truppe bewies Moral und holte sich den Kelch mit einem erneuten 3:1 Sieg. Ein insgesamt erfolgreiches Wochenende mit zwar 2:1 Siegen aber nur 0:2 Punkten.

Am Sonntag, 26.10.03 um 15.00 Uhr heißt es erneut Fellbach gegen den Regionalliga-Aufsteiger TV Rottenburg. Die Rottenburger sind mit 6:4 Punkten Nummer Fünf in der Tabelle (Fellbach mit 6:6 auf Platz 7) und wollen mit dem Abstiegskampf ebenfalls nichts zu tun haben. Ein heißes Lokalderby also, bei dem die Fellbacher zeigen wollen, dass der Sieg im Pokal kein Zufall war.

 

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Dienstag. 21. Oktober 2003

Knapper Sieg des USC Münster in Suhl

(shu) Drei Spiele, drei Siege - so lautet die USC-Bilanz zu Saisonbeginn, wobei der letzte 3:2-Erfolg beim Aufsteiger VfB Suhl am vergangenen Samstagabend hart erkämpft war. Der USC Münster traf bei seinem ersten Auswärtsspiel in dieser Saison auf einen starken Aufsteiger, der im ersten Satz druckvoll aufschlug, konsequent die Annahmeschwäche des Gastes ausnutzte und am Ende mit 25:17 gewann. Rund 1.200 Zuschauer in Suhl bejubelten den Satzerfolg ihrer Mannschaft.

In den Sätzen zwei und drei drehte Münster dann aber das Blatt und gewann die Durchgänge souverän mit 25:15 und 25:20. Zu nervös agierten da die Suhlerinnen. Vielleicht wähnten sich die "Unabhängigen" schon auf der sicheren Seite, aber die Thüringerinnen trumpften im vierten Durchgang nochmals auf. Beim USC fehlte die Abstimmung und so erkämpfte sich Suhl nach einem deutlichen 25:19-Erfolg den Tiebreak. Dieser verlief lange Zeit sehr ausgeglichen, aber der Vizemeister setzte sich schließlich mit 15:12 nach 99 Spielminuten durch.

 

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Dienstag. 21. Oktober 2003

Rote Raben kommen in Form

3:0-Sieg gegen Aufsteiger Erfurt

Eine Woche nach der bitteren 0:3-Auftaktpleite in Dresden machten es die Roten Raben Vilsbiburg vor heimischer Kulisse besser und fertigten Aufsteiger TuS Braugold Erfurt klar mit 3:0 (25:19, 25:17, 25:15) ab.

Dass Erfurt nicht zu den Spitzenmannschaften der Liga zählt, tat der Freude von Trainer Michael Schöps über den Sieg nach 62 Spielminuten keinen Abbruch: "Solche Spiele müssen erstmal gewonnen werden und meine Mannschaft ist viel aggressiver und engagierter aufgetreten als zuletzt."

Dass die harten Worte von Schöps nach dem Dresden-Spiel ihre Wirkung nicht verfehlt haben, war den Roten Raben vom ersten bis zum letzten Ballwechsel anzusehen. Vor 1220 Zuschauern ging die Mannschaft um Kapitän Katja Wühler konzentriert zu Werke und ließ sich auch von platzierten Angriffen von Anna Solovyova und Beate Fischer nicht aus der Ruhe bringen. Hana Musilova und Katja Wühler fanden die passende Antwort und stellten die Weichen schnell auf Satzgewinn.

Gut in Form präsentierte sich auch der neue Vilsbiburger Mittelblock. Birgit Thumm - diesmal von Beginn an im Spiel - und Elena Kounova überzeugten nicht nur im Block, sondern punkteten im präzisen Zusammenspiel mit Zuspielerin Malin Ericsson auch im Angriff ein ums andere Mal. Die Roten Raben erspielten sich im zweiten Satz sehr schnell einen komfortablen Vorsprung (20:12), den sie bis zum Schluss nicht aus der Hand gaben.

Auch im dritten Durchgang ließ die Schöps-Truppe nicht nach. Begünstigt durch viele Aufschlagfehler der Gäste dauerte es nur 19 Minuten, ehe die Vilsbiburger Fans den ersten Saisonsieg ihres Team feiern durften. Dabei bekamen auch die Nachwuchsspielerinnen Iris Nachtmann und Ina Prechtl die Gelegenheit, Bundesliga-Erfahrung zu sammeln.

Ben Weinberger

 

Deutschland - Braunschweiger Zeitung 

Dienstag. 21. Oktober 2003

USC: Ganz nah dran am ersten Satzgewinn

USC-Volleyballerinnen unterliegen zu Hause Fischbek

BRAUNSCHWEIG. Da blitzte es auf. Zwar erst im dritten Satz – und am Ende reichte es nicht ganz zum ersten Satzgewinn – doch die Erstliga-Volleyballerinnen des USC Braunschweig waren zumindest ganz nah dran. Der Liganeuling wehrte im ersten Heimspiel in der Tunica-Halle fünf Matchbälle des TV Fischbek Hamburg ab, erkämpfte sich einen Satzball, musste sich dann aber doch 0:3 (13:25, 18:25, 29:31) geschlagen geben.

Begonnen hatten die Gastgeberinnen jedoch nicht ganz so kämpferisch und selbstbewusst, wie sie sich schließlich im letzten Satz des Tages vor den völlig begeisterten gut 450 Zuschauern zeigten. Das machte dem TV Fischbek die Sache nicht gerade schwer. Ganz in Ruhe und ganz konzentriert fuhr der dritte der vergangenen Erstliga-Saison die ersten beiden Sätze ein.

"Das war nicht das, was ich erwartet hatte", sagte ein sichtlich angefressener USC-Trainer Timo Schröder nach der Partie. Nachdem seine Spielerinnen bereits zum Saisonauftakt vergangene Woche beim USC Münster im zweiten und dritten Satz eine gute Leistung gezeigt hatten, hatte sich Schröder für das erste Heimspiel mehr ausgerechnet. "Wir wollten gewinnen", sagte er nachdenklich.

Dass diese Vorgabe nicht unrealistisch war, zeigte Satz Nummer drei. Allerdings luden die Hamburgerinnen den USC ein, ins Spiel zu kommen. Als die Annahme des TV ein wenig zu wackeln begann, als das Zuspiel nicht mehr ganz so genau funktionierte, punkteten die Gastgeberinnen.

Wirkliches Hindernis auf dem Weg zum ersten Satzgewinn in der ersten Liga war dann die Annahme. Die war so wackelig, dass die Zuschauer bei jeder Fischbeker Angabe die Luft anhielten und bibberten. Da half auch der Einsatz der gerade erst wieder ins Training zurückgekehrten Antje Forbrig nichts. Schröder ließ sie anstelle von Barbora Kolinova als Libera agieren. Doch die Annahme blieb das große USC-Problem. Die etatmäßige Libera, Alessandra Macêdo-Vianna, wird schmerzlich vermisst. Sie ist noch bis Anfang November im Urlaub.

Mit einem As zum 8:8 im dritten Satz läutete Jana Ulrich die gute Phase des USC ein. Gute Blockaktionen, bewegliche und schnelle Angriffe bewiesen, dass der USC in der Saisonvorbereitung große Schritte nach vorn gemacht hat. Die gefürchtete Frage, was Schröder mit diesem Team in der ersten Liga zu suchen hat, stellt sich ganz bestimmt nicht. Phasenweise führten die Braunschweigerinnen mit sieben Punkten Vorsprung.

Aber: Warum hat der Gastgeber diese Leistung nicht schon in den ersten beiden Sätzen gezeigt? Nervosität? Respekt? "Es ist schon was anderes in der ersten Liga. Aber Nervosität war es zumindest bei mir nicht. Vielleicht eher Unkonzentriertheit ob der veränderten Rahmenbedingungen", suchte USC-Zuspielerin Jana Ulrich nach Erklärungen. Vieles käme in solchen Spielsituationen zusammen: "Da steht man nicht ganz richtig, schon sind schnell zwei Fehler da."

Viel zu schnell jedenfalls war das erste USC-Heimspiel zu Ende. Nicht nur, dass Schröder "gern länger gespielt hätte". Auch die Zuschauer hätten gern noch mehr vom USC gesehen. Zumindest von dem USC, der sich in Satz drei munter, ideenreich und gar nicht ängstlich präsentierte. Das macht Lust auf mehr.

Stefani Franzke

 

Norddeutschland - Stader Tageblatt 

Dienstag. 21. Oktober 2003

Jork: Hartnäckiger Fehlerteufel

Regionalligist TuS Jork verliert 1:3 gegen Spitzenreiter BTS Neustadt

Jork (tz). Seine Spielerinnen nahmen die 1:3-Niederlage (23:25, 25:21, 20:25, 22:25) gegen BTS Neustadt gefasst auf. Gegen den Regionalliga-Spitzenreiter zu verlieren, ist schließlich keine Schande, zumal die Volleyballerinnen des TuS Jork das Spiel bis zum Schluss offen gestaltet haben. Torsten Bluhm, Coach der Jorker Frauen, wirkte nach Spielende hingegen sehr nachdenklich.

Gewiss, die Bremer Gäste hatten gezeigt, warum sie das Überraschungsteam der Saison sind und ungeschlagen mit erst zwei Satzverlusten an der Tabellenspitze stehen: Die altersmäßig bunt gemischte Truppe um Jorks ehemalige Hauptangreiferin Silke Candler ist überaus kampfkräftig – sie versteht es in der Abwehr, den Ball so lange im Spiel zu halten, bis der Gegner einen Fehler macht. Aber unschlagbar wirkten weder Candler noch ihre Mitstreiterinnen. „Rein vom spielerischen her ist Bremen sicher kein Spitzenteam. Man kann gegen BTS verlieren, muss es aber nicht. Schade, dass sich meine Mannschaft durch eigene Inkonstanz um den Lohn ihrer Mühen gebracht hat“, ärgerte sich Bluhm.

 

Deutschland - Berliner Morgenpost 

Dienstag. 21. Oktober 2003

BBVC 68: 0:3 gegen den Meister

Neben der Bank des Berlin-Brandenburger VC (BBVC) 68, dort, wo die Ersatzspielerinnen stehen, geht es übersichtlich zu. Lediglich zwei Spielerinnen warten auf ihren Einsatz. Die sechs auf dem Parkett dazugerechnet, sind es acht. Mehr sind derzeit nicht im Kader, der damit viel zu klein ist, um in der Bundesliga bestehen zu können.

Gegen den deutschen Volleyball-Meister SSV Ulm verloren die Berlinerinnen gestern im Sportforum Hohenschönhausen vor knapp 150 Zuschauern 0:3 (16:25, 25:27, 14:25), an diesem Ergebnis hätte sicher auch ein größerer Kader nicht wirklich viel geändert. Aber es muss sich generell etwas ändern, und zwar sehr schnell: "Wir brauchen neue Leute", stellt Trainer Markus Weber unmissverständlich klar. Ansonsten dürfte der angestrebte Klassenerhalt schon früh außer Reichweite geraten: "Dann würde es eine brutale Saison werden", meint Weber düster.

Momentan verfügt das Team mit Kristina Bognar lediglich über eine Zuspielerin, für ein Bundesliga-Team ein unhaltbarer Zustand. Sie zeigte wie auch bei der Auftaktniederlage in Hamburg eine gute Leistung. Darüber und über den starken zweiten Satz freut sich der Coach natürlich, aber was passiert, wenn Kristina Bognar ausfallen sollte, malt er sich lieber nicht aus.

Die Misere begann schon vor dem ersten Ballwechsel der Saison, als die zwei Zugänge aus Lettland sehr spontan wieder in ihre Heimat gingen. "Aus familiären Gründen", wie Weber und Udo Wandtke, der 1. Vorsitzende, übereinstimmend sagen. Nun steht man da und sucht händeringend nach Verstärkungen für Zuspiel und Mittelblock, die möglichst preiswert sind. Kein leichtes Unterfangen, nachdem bereits zwei Spieltage vorbei sind.

 

Deutschland - Harburger Rundschau 

Dienstag. 21. Oktober 2003

Fischbek: Gekämpft wie der Tiger

Fischbek - Wie gekämpft wird, hatten sich die Volleyball-Frauen des TV Fischbek schon einen Tag vorher angeguckt. 15 Freikarten hatte das Team für den Box-WM-Kampf von Dariusz Michalczewski in der Color-Line-Arena erhalten. Beim 3:0 (25:13, 25:18, 31:29) musste der TV Fischbek im dritten Satz selbst kämpfen wie der "Tiger".

"Der Box-Kampf war richtig spannend", sagte Margarethe Kozuch, als polnisch-stämmige Außenangreiferin besonders traurig über die Niederlage. Mit ihrer eigenen Leistung war sie im ersten Satz sehr zufrieden. Im zweiten hatte sie Platz für Johanna Barg gemacht, den dritten dann wieder durchgespielt. Im dritten Satz wurde ein 11:19-Rückstand aufgeholt. "Vorige Woche haben wir noch einen Satz abgegeben, diesmal nicht. Das ist doch ein Aufwärtstrend", sagte Manager Horst Lüders.

Die rumänische Nationalspielerin Anca Popescu, bis vergangene Serie noch Mittelblockerin in Fischbek, ist wieder da. Sie hat einen Hamburger geheiratet, erwartet ein Kind.

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Norddeutschland - Elmshorner Nachrichten 

Dienstag. 21. Oktober 2003

VGE: Fallobst als Sparringspartner

Zwei leichte Gegner waren noch nicht einmal bessere Sparringspartner für die Elmshorner Regionalliga-Volleyballerinnen. Und am nächsten Sonnabend kommt Bundesliga-Absteigger Neustadt/Glewe.
Bad Segeberg (boe). Der Aufsteiger aus Bad Segeberg, der Sportclub Rönnau, gab sich alle erdenkliche Mühe; doch gegen das Regionalliga-Spitzenteam aus Elmshorn war am Sonnabend in der Rönnauer Sporthalle kein Kraut gewachsen. Im Schnelldurchgang von nur 56 Minuten entschieden Dietke Pansegrau und ihre Mannschaftskameradinnen die Partie, gewannen locker mit 3:0.

Die zweite Zuspielerin der Mannschaft von Trainer Burkhard Skibitzki wurde dabei in zweierlei Hinsicht zur spielentscheidenden Persönlichkeit. Zum einen, weil Libero Anne Gaarz nach einem Zusammenprall und einer Musdkelprellung mit der 31-jährigen Pansegrau im zweiten Satz ausscheiden zum anderen, weil sie die Zuspielposition danach zur Zufriedenheit ihres Trainers ausfüllte. Die Satzgewinne (25:14, 25:11, 25:19) sprechen eine deutliche Sprache.

Jetzt sind die Elmshornerinnen für das Topsiel der Liga am kommenden Sonnabend in Elmshoprn gerüstet, möchte man meinen. Doch Burkhard Skibitzki haderte mit den beiden Meisterschaftsspielen, die aus seiner Sicht noch nicht einmal bessere Trainingsspiele für die Begegnung mit dem Absteiger aus der 2. Bundesliga, Neustadt-Glewe, darstellten. "Schade, dass wir nur zwei sehr leichte Gegner hatten", meitne er nach Kurzgastspiel seiner Mannschaft in Bad Segeberg. In Wilhelmsburg hatten Schümann, Gaarz und Co. in der Vorwoche nur 60 Minuten für einen 3:0-Erfolg benötigt.

Bei den Boxern würde man diese Sparringspartner schnöde mit dem Begriff Fallobst abkanzeln . . .
Britta Schümann war vom Trainer geschont worden. Geburtstagskind Svea Brügge, die am Sonntag 19 Jahre alt wurde, kam nur zu einem Kurzeinsatz im dritten Satz und verbrachte gestern ihren Ehrentag mit einer Grippe im Bett.

Neustadt-Glewe kommt nächste Woche als ungeschlagener Tabellenführer der Regionalliga an die Krückau; der VGE-Gegner hatte sich vor zwei Jahren vor den Elmshornerinnen für die 2. Bundesliga qualifiziert, war aber in der vergangenen Saison abgestiegen.

 

Deutschland - Harburger Anzeigen und Nachrichten 

Dienstag. 21. Oktober 2003

TVF: Zweites Spiel, zweiter Sieg

Harburg (nik). Erst in Hamburg den "Tiger" bejubelt, dann in Braunschweig die Krallen gezeigt: Die Volleyballerinnen des TV Fischbek Hamburg haben in der Bundesliga im zweiten Spiel den zweiten Sieg eingefahren und damit einen guten Start hingelegt.

"Das war okay", befand TVF-Manager Horst Lüders, der allerdings auch meinte: "Es gibt noch vieles zu verbessern." Beim 3:0 war den Gäste zwar ein klarer Sieg gelungen - einen Tag, nachdem das Team in der Color Line Arena beim WM-Kampf von Dariusz Michalczewski zu Gast gewesen war. Doch wie schon zum Saison-Auftakt gegen Berlin war es auch beim USC Braunschweig der dritte Satz, in dem nicht alles rund lief beim TVF. Nach den deutlichen Erfolgen in den ersten beiden Durchgängen (25:13, 25:18) agierten die Gäste im dritten Satz unkonzentriert. 

Kerstin Ahlke war für Marina Cukseeva eingewechselt worden, hatte jedoch nicht ihren besten Tag erwischt. Mitte des dritten Satzes reagierte Co-Trainer Johnny Westreicher Mick und machte den Wechsel rückgängig. In einer tollen Aufholjagd konnten die Fischbekerinnen den USC nach zwischenzeitlichem 11:19-Rückstand doch noch mit 31:29 besiegen. "Wie wir wieder rangekommen sind in einer Phase, als es eng wurde - das war in Ordnung", lobte Lüders seine Mannschaft, aus der nach Meinung Westreicher Micks und Spielertrainerin Cukseeva sowohl Christina Benecke als auch Zuspielerin Elena Keldibekova de Westreicher herausragten.

Am kommenden Sonntag empfängt der TVF nun den VfB Suhl. Mit dem Aufsteiger haben die Fischbekerinnen bislang keine guten Erfahrungen gemacht. Zwei Mal begegneten sich die Mannschaften in der Saison-Vorbereitung, zwei Mal zog der TVF den Kürzeren, allerdings ohne die wichtigen Spielerinnen Christina Benecke und Juliana Lavrova.

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Dienstag. 21. Oktober 2003

WSU: Mannschaft braucht ein Erfolgserlebnis

Warendorf. Die WSU-Volleyballerinnen haben sich vor ihrem zweiten Zweitliga-Jahr sehr gut verstärkt. Die klaren Siege in den ersten beiden Partien ließen einiges für dieses Jahr hoffen, die WSU weilte sogar kurz an der Tabellenspitze. Doch seit dem 0:3 gegen Olympia Berlin läuft bei der Sportunion nicht mehr viel zusammen. Am Sonntag kassierte sie die vierte Niederlage in Folge und findet sich auf Rang neun wieder. WN-Mitarbeiterin Alexa Frommer unterhielt sich mit Trainer Niels Westphal über die momentan schwierige Situation.

Frage: Ihre Mannschaft wirkt sehr verunsichert auf dem Feld, woran liegt das?
Westphal: Jede Spielerin spielt im Moment nicht in ihrer Bestform. Alle sind zu sehr verkrampft und setzen teilweise das taktische Konzept nicht mehr um. Wir leisten uns zu viele individuelle Fehler. Es genügt im Moment einfach nicht, doch allmählich müssen die Spielerinnen in die Pflicht genommen werden.

Frage: Was können Sie da als Trainer tun?
Westphal: Ich habe am Sonntag alle Register gezogen. Ich habe zunächst ruhig auf der Bank gesessen, um nicht noch mehr Hektik zu verbreiten, das hat nichts genützt. Dann habe ich sie lauthals versucht aufzurütteln, auch das hat nichts genützt. Zum Schluss habe ich mich noch mit dem Schiedsrichter angelegt, um ein Zeichen zu setzen. Doch auch das hat nichts genbracht.

Frage: Was fehlt der Mannschaft, um aus dieser misslichen Lage wieder herauszukommen?
Westphal: Uns fehlt jemand auf dem Feld, der in dieser Situation Ruhe ausstrahlt und das Heft an sich reißen kann. Anna Romberg wäre eine solche Spielerin, nur leider ist sie noch verletzt.

Frage: Am Sonntag steht wieder ein Heimspiel auf dem Programm, schafft die WSU den ersten Erfolg in eigener Halle?
Westphal: Im Moment wäre es vielleicht besser, wir würden auswärts spielen. Im Fußball würde man sagen, es müssen nun drei Punkte her. Die Mannschaft braucht ein Erfolgserlebnis. Am Samstag spielen wir zunächst auswärts im Pokal. Vielleicht können wir da wieder Selbstvertrauen tanken.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Dienstag. 21. Oktober 2003

SSC-Damen mit Mühe zum ersten Saisonsieg

3:1-Erfolg beim VC Harlekin Augsburg

Augsburg Die Schweriner Volleyballerinnen holten sich gestern Abend beim VC Harlekin Augsburg mit einem 3:1 (14, -21, 18, 14) den ersehnten ersten Sieg in der neuen Bundesliga-Saison. Allerdings trafen die Schützlinge von Trainer Tore Aleksandersen gerade im zweiten Satz auf harte Gegenwehr der Gastgeberinnen.

Schwerin erwischte den deutlich besseren Start. So hieß es schnell 8:2. Der SSC-Block stand in diesem Durchgang wie eine Wand. So holten sich die Gäste klar mit 25:14 den ersten Satz. Im zweiten Abschnitt aber erwachte der Kampfgeist der Augsburgerinnen, sie stellten ihr Spiel etwas um, versuchten nicht mehr, mit Brachialgewalt den Block zu durchbrechen, sondern tricksten mit ihrem variablen Spiel die Gäste aus. Schwerin hatte damit seine Schwierigkeiten. Über 4:8, 15:19 lag der SSC immer hinten und konnte diesen Durchgang auch nicht mehr umbiegen - 21:25.

Im dritten Satz legte die Mannschaft um SSC-Kapitän Jana Müller wieder zu. Wurde es eng, griff Tore Alexandersen zu seinem Wechselbord und ersetzte Kathleen Weiß durch Anika Schulz und Tina Gollan durch Linda Dörendahl, was aber nicht immer die erhoffte Gefährlichkeit brachte. Von den Augsburgerinnen unter Druck gesetzt schlichen sich auch bei Schwerin hin und wieder Fehler ein. Doch mit 25:18 entschied der SSC diesen Satz für sich.

Danach machte Schwerin kurzen Prozess. Augsburg konnte nichts mehr dagegensetzen - 25:14. "Meine Spielerinnen waren sehr nervös, weil die Auftaktniederlage gegen Leverkusen noch in den Köpfen steckte", erklärte der SSC-Coach die Tatsache, dass sich seine Damen phasenweise doch schwer taten.

Andrea Klein

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel