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| Deutschland - Smash-News |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Heißer
Pokal-Sonntag in Oststeinbek
Bei der Qualifikation zum Nordpokal gab es am
Sonntag in der Oststeinbeker Halle am Barsbüttler Weg zwei unterhaltsame
Vergleiche zwischen den Hamburger Pokalsiegern und den Zweitligavertretern.
Nachdem die Damen des Oststeinbeker SV gegen den Bundesligisten CVJM trotz eines
0:3 einen Achtungserfolg erzielten, gelang den Männern des Regionalligisten
Eimsbüttler TV sogar ein 3:2 Erfolg über den Zweitligisten aus Oststeinbek.
Die Partie der Frauen begann mit einem
Aufschlagfehler auf Seiten des CVJM: die erste Führung für den OSV, dessen 1.
Damen als Aufsteiger in die Verbandsliga zwei Klassen tiefer als der CVJM zu
finden ist. Als Oststeinbek bis Mitte des Satzes die Partie offen halten konnte,
legte der Zweitligist etwas mehr Druck in sein Spiel und holte den ersten Satz
sicher mit 25:14.
Nachdem auch im zweiten Durchgang eine schnelle
5:1 Führung erspielt wurde, glaubte das Team um Kapitänin Steffi Oelsner
vielleicht die Partie schon gewonnen. Doch der OSV kämpfte und erreichte nicht
nur den 12:12 Gleichstand, sondern sogar die Führung zum 18:16.
CV-Interimscoach Bernd Hartmann – Helmut von Soosten kam seinen Pflichten als
Bundesjugendtrainer beim Bundespokal in Schwerin nach – nahm eine Auszeit.
Doch als wenig später der Oststeinbeker SV beim
Stand von 24:20 Satzbälle hatte, witterten die gut 150 Zuschauer eine
Sensation. Zu früh. Denn von den nächsten sechs Aufschlägen des CVJM machte
Anita Drese vier Asse! Ein Netzfehler der plötzlich ängstlichen
Oststeinbekerinnen sowie letztlich ein entschlossener Angriffsschlag von Andrea
Dellnitz machten den Satzgewinn mit 26:24 perfekt.
Damit war der Wille der Gastgeberinnen gebrochen
und der dritte Satz ging glatt mit 25:12 an den CVJM, der am ersten
November-Wochenende zum Nordpokal beim Schleswig-Holsteiner Vertreter antreten
muss.
Etwas eigentümlich war die Konstellation vor dem
Spiel der Männer. Da aufgrund der Neuregelung im Nordpokal Hamburg als
Ausrichter zwei Vertreter stellen darf, war schon vor der Begegnung bekannt,
dass beide Teams sich für den Nordpokal qualifizieren – in einem KO-System
eigentlich ein Unding.
Doch dieses Hamburger Lokalderby war prestigeträchtig
genug, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Der ETV hatte als
Regionalliga-Meister aufgrund finanzieller und organisatorischer Defizite auf
den Zweitliga-Aufstieg verzichtet, mehrere Ehemalige konnten nun in den Reihen
der Oststeinbeker begrüßt werden. Dass sich die Spieler des ETV etwas
vorgenommen hatten, sah man schon an der Tatsache, dass Mittelblocker Dirk Schlüter
reaktiviert wurde. Beim OSV war Kapitän Jan Buhrmeister dagegen zunächst nur
Ersatz.
Doch im ersten Satz schienen alle Ambitionen der
Eimsbüttler Luftschlösser zu sein. Nach einer schnellen 8:3 Führung brachte
Oststeinbek den Satz sicher mit 25:17 nach Hause. Erst im zweiten Satz lief es
besser für die Eimsbüttler Gäste, die bei ständig wechselnden Führungen die
Partei bis zur Satzmitte offen hielten und plötzlich mit 16:14 führten. Über
21:18 durch einen wuchtigen Angriff von Björn Förster ging der Satz mit 25:20
an den ETV.
Bei Oststeinbek war insgesamt zu wenig Leben im
Spiel. Neuzugang Christian Jende war noch einer der besten, verblasste aber mit
Fortdauer der Partie. Außenangreifer Mirko Suhren zeigte wie seine Teamkollegen
ebenso viel Licht wie Schatten.
Der dritte Durchgang verlief ausgeglichen. Die
Eimsbüttler führten zwar mit 9:6 und 18:16, mussten aber mit 22:25 dennoch die
2:1 Satzführung der Hausherren hinnehmen. War der OSV nun zu siegesgewiß? Oder
hatte sich der ETV jetzt erst warmgespielt? Beim Stand von 2:6 im vierten Satz
brachte OSV-Coach Bernd Schlesinger Jan Buhrmeister ins Spiel, doch auch er
vermochte keine wesentlichen Akzente zu setzen. Beim ETV dagegen klappte plötzlich
alles und ex-VCH-Star Dirk Schlüter zeigte, dass er wirklich noch nicht aufhören
sollte. So einen Typen kann der Hamburger
Volleyball immer gebrauchen! Zeitweilig spielte sich der ETV in einen wahren
Spielrausch, in dem alles gelang. Über 19:9 ging der Satz mit 25:12 (!) an den
Eimsbüttler TV – dieser Satz war ein Debakel für die Gastgeber.
Der Tie-Break bot noch einmal alles, was sich
Volleyballfans wünschen können. Dramatischer Spielverlauf, tolle Angriffsschläge
und Abwehraktionen sowie Emotionen auf beiden Seiten, die zeigten, dass es bei
dieser Partie um mehr als um die Qualifikation zum Nordpokal ging. So wurden
Proteste gegen Entscheidungen des sehr gut pfeifenden Schiedsrichters Jan Maier
auf Oststeinbeker Seite immer lebhafter vorgetragen. Recht eigentümlich, dass
sich immer noch nicht herumgesprochen zu haben scheint, dass Schiedsrichter
aufgrund von Spielerprotesten keine Entscheidungen zurück nehmen ...
Mehrmals konnte der OSV eine Führung der Eimsbüttler
ausgleichen, auch ein im Tie-Break fast aussichtsloses 8:12 konnten sie in eine
13:12 Führung umwandeln und mussten dennoch mit 14:15 den ersten Matchball
gegen sich hinnehmen. Doch der Schmetterschlag von Gerrit Leinker tanzte auf der
Netzkante entlang und fiel auf ETV-Seite wieder zu Boden. Sieben Matchbälle für
den ETV und einen für Oststeinbek brauchte es – der siebte verhalf den Eimsbüttlern
letztlich zur kleinen Sensation: mit 23:21 gelang der Sieg über den
Zweitligisten.
| Deutschland - DVV-News |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Dieckmann/Reckermann
und Pohl/Rau in Top Ten!
Zwar fehlte bei der Beach-WM in Brasilien in den vergangenen zwei Wochen das absolute Spitzenergebnis (4x Platz 9, 4x Platz 17), dennoch ist das Abschneiden der DVV-Beach-Duos im Jahr 2003 als ausgezeichnet zu bezeichnen. Mit Markus Dieckmann/Jonas Reckermann (beide Moerser SC) sowie Stephanie Pohl/Okka Rau (beide TVF PHOENIX Hamburg) landeten die beiden besten deutschen Teams in den Top Ten der Weltrangliste.
Dieckmann/Reckermann belegen Platz 5 hinter zwei brasilianischen und zwei Schweizer Duos, Pohl/Rau sind als 10. drittbestes europäisches Duo. So fällt das Fazit von DVV-Beachwart Hinnerk Femerling auch absolut positiv aus: "Es ist schade, dass wir weder bei den Damen noch bei den Herren ein Team im WM-Viertelfinale hatten. Die Saison war für den deutschen Beach-Volleyball sehr erfolgreich, auch wenn ein krönender Abschluss ausgeblieben ist."
Neben den beiden deutschen Spitzenduos konnten sich auch die anderen DVV-Teams durchweg mit guten Platzierungen in der Weltspitze etablieren, sodass die insgesamt vier Startplätze – jeweils zwei bei den Frauen und Männern – bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen sicher sein dürften. Susanne Lahme/Danja Müsch (beide GFC Düren 09) sind 15., Andrea Ahmann/Jana Vollmer (TSV Schmiden/TV Rottenburg) 20. und Helke Claasen/Judith Deister (GFC Düren 09/TSV Bayer 04 Leverkusen) 28. Letztgenanntes Duo trennte sich nach der WM in Brasilien jedoch wegen unterschiedlicher Auffassungen und hat somit keine Chancen mehr, in den Kampf um die Olympiatickets einzugreifen.
Christoph Dieckmann/Andreas Scheuerpflug (beide VC Olympia Berlin) haben als 12. neben Dieckmann/Reckermann derzeit die besten Aussichten, in Athen dabei zu sein. David Klemperer/Niklas Rademacher (MTV 48 Hildesheim/TSV Giesen) als 22. sind „dran“, Julius Brink/Kjell Schneider (TSV Bayer 04 Leverkusen/FT Adler Kiel) als 45. und Jörg Ahmann/Axel Hager (SV Fellbach/Eimsbütteler TV) als 49. dürften kaum noch Aussichten auf Athen 2004 haben.
| Top Ten Weltrangliste Männer | Top Ten Weltrangliste Frauen | |
| 1. | Ricardo/Emanuel (BRA) | Ana Paula/Sandra Pires (BRA |
| 2. | Benjamin/Marcio Araujo (BRA) | Walsh/May (USA |
| 3. | Laciga/Laciga (SUI) | Adriana Behar/Shelda (USA) |
| 4. | Heuscher/Kobel (SUI) | Cook/Sanderson (AUS) |
| 5. | Dieckmann M./Reckermann (GER) | Tian Jia/Wang Fei (CHN) |
| 6. | Harley/Franco (BRA) | McPeak/Youngs (USA) |
| 7. | Berger/Doppler (AUT) | Jordan/Davis (USA) |
| 8. | Hoidalen/Kjemperud (NOR) | Novakova/Celbova (CZE) |
| 9. | Baracetti/Conde (ARG) | Kadijk R./Leenstra (NED) |
| 10. | Heyer/Egger (SUI) | Pohl/Rau (GER) |
| Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Die
Marathonmänner haben wieder zugeschlagen
Es war am dritten Spieltag im dritten Fünfsatzspiel der zweite Tie-Break-Erfolg. Und womöglich ein Meilenstein auf dem Weg in die Meisterrunde. „Dieser Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten um die Play-off-Teilnahme“, sagte Mendigs bärenstarker Libero Frank Bachmann, „steht uns sehr gut zu Gesicht.“
LEIPZIG. „Endlich ein Sieg beim VVL“, jubelte Mendigs Trainer Marian Kardas nach dem zweiten Matchball, den – wie bereits in Markranstädt – der starke Zuspieler Simon Tischer per Angriff verwandelte. Freilich gab Kardas auch gern zu: „Heute war ein bisschen Glück im Spiel, aber das haben wir uns verdient.“ Der Pole spielte damit auf den Tie-Break an, in dem seine Schützlinge bei 4:9 schier aussichtslos im Rückstand gelegen und bei ihrer folgenden, unwiderstehlichen Aufholjagd auch von einer umstrittenen Entscheidung der Schiedsrichterin Ute Fischer (Berlin) beim Spielstand von 12:11 profitierten.
„Das war ein klarer Punkt für uns“, sagten Leipzigs Mittelblocker Armin Dewes und Trainer Zoran Nikolic unisono. Besonders der serbische Coach, einst vier Jahre lang in Diensten der Mendiger, tobte nach der Niederlage wie ein Derwisch durch die mit 850 Zuschauern nur spärlich besuchte Arena Leipzig, wollte sich einfach nicht beruhigen. Wie auch einige seiner Spieler, die der Unparteiischen und ihrem Kollegen Edgar Schmitt (Rottendorf) gar den doch üblichen Handschlag verwehren wollten. „Da musste ich einschreiten“, sagte VV-Manager Frank Thiele. „So etwas gehört sich nicht.“
Sportlich war Mendigs Sieg durchaus vertretbar, auch die Statistik sprach am Ende knapp für die Gäste. „Wir hatten wirklich keine Heimschiedsrichter“, meinte Dewes. „Aber wenn man mal davon absieht, sind wir selbst Schuld. Mendig war cleverer, und wir haben zum Schluss Nervenflattern bekommen.“ Dass MAOAM Mendig in fremder Halle erneut so nervenstark auftrat, war für seinen Gegner Frank Bachmann nicht verwunderlich: „Wir haben am Ende alles abgerufen, was wir irgendwann mal erlebt haben. Dass wir uns ständig steigern, ist kein Zufall, weil wir als Mannschaft toll zusammen passen – wir können stolz auf uns sein.“
Stolz darf der Annahmeriegel sein, allen voran der vom VVL als angeblicher Schwachpunkt auserkorene Silvio Schultze. Stolz sein darf die von Bachmann dirigierte Feldabwehr, der oft unüberwindliche Block mit Thorsten Braun und natürlich die Abteilung Attacke. Hier zeigte Abteilungsleiter Edgar Tetsuekoue seine vielleicht beste Leistung im Mendiger Trikot. Der Kameruner lieferte sich mit Haroldas Cyvas, seinem Leipziger Pendant im Diagonalangriff, ein wahres Wettschießen, punktete in allen Durchgängen verlässlich, endlich auch im fünften Satz, der kritischen Phase des Spiels.
Dass Mendig ein 4:9 noch umbog, lag auch an Tetsuekoue, der immer an den Sieg geglaubt hatte. „Wenn wir das nicht gemacht hätten“, so der 25-Jährige, „dann hätten wir auch nicht gewonnen.“ So nebenbei den Shoot-out gegen den heißblütigen Rivalen Cyvas gewonnen zu haben, quittierte Tetsuekoue lediglich mit einem schelmischen Grinsen. Wie auch Kardas, der zwischenzeitlich gar auf ein 3:0 spekuliert hatte: „Schade, dass es nach dem zweiten Satz die Pause von zehn Minuten gab. Die hat uns sichtlich aus dem Rhythmus gebracht.“
Für die Mendiger war es sehr wichtig, mit einem
Sieg in die zweiwöchige Pause bis zum nächsten Spiel zu gehen. Das findet
erneut auswärts statt, am Sonntag, 2. November (um 15.30 Uhr) beim noch
sieglosen Aufsteiger und Schlusslicht SG uniVersa Eltmann. Bis dahin sollen
einige Blessuren auskuriert sein – denn die Herren Schultze, Tischer und
Tetsuekoue gingen diesmal angeschlagen ins Spiel. „Umso bemerkenswerter“, so
Bachmann, „dass wir uns wieder fünf Sätze lang durchgebissen haben.“
| Deutschland - SSV Ulm-News |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Wechsel
von Norisha Campbell steht bevor
Der VC Augsburg hat sich nach kurzen
Verhandlungen mit dem SSV ULM ALIUD PHARMA entschieden, der Mittelblockerin
Norisha Campbell die Freigabe zu erteilen. Sie möchte aus persönlichen Gründen
den Augsburger Verein verlassen und hat bereits vor einigen Tagen Ihr Interesse
bekundet, für Ulm zu spielen.
Ulms Trainer Mathias Eichinger, der für Augsburg
in den letzten Jahren einige Kontakte zu Bundesligapielerinnen geknüpft hatte,
zeigte sich erleichtert über diese Entwicklung: "Ich freue mich für alle
Beteiligten über diesen Kompromiß. Norisha wird in der Ulmer Mannschaft
sicherlich gut aufgenommen werden," so der ehemalige Nationaltrainer.
Bereits in Augsburg hatte Campbell unter Trainer Peter Götz spielerisch große
Fortschritte gemacht. Darauf will Eichinger mit seinen Co-Trainern aufbauen.
Ulm wird seinerseits die Kontakte, die zur Verpflichtung von Campbell parallel
verfolgt wurden, dem Augsburger Nachbar-Verein zur Verfügung stellen, so daß
beide Vereine gestärkt aus diesem Transfer herausgehen können.
In den nächsten Tagen müssen noch einige Formalitäten geklärt werden. Das
Ulmer Management geht davon aus, daß Norisha zum Spiel am 31.10. gegen Suhl zum
Einsatz kommen kann. Damit ist der Kader des SSV ULM ALIUD PHARMA für die
kommende Saison vollständig.
| Deutschland - www.volleyball.de |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Jugend:
Länderspiele der Jungen gegen Frankreich
Im Rahmen des Deutsch-Französischen Jugendwerkes wird die Jugend-Nationalmannschaft von Bundestrainer Michael Warm in Montpellier drei Länderspiele bestreiten. Gespielt wird am 27., 28. und 30. Oktober gegen Frankreich.
Folgender Kader wurde dazu eingeladen: Patrick Steuerwald, Max Günthör, Alexander Mayer, Sebastian Schwarz (alle VfB Friedrichshafen), Anton Borger (VIF/TV Waldgirmes), Falko Steinke, Dirk Westphal (beide VCO/TSC Berlin), Lukas Kampa (VIF/Bayer Wuppertal), Dirk Mehlberg (VCO/Schweriner SC), Stefan Uhmann (VC Gotha), Marcus Böhme, Paul Pelzer (beide VCO/SCC Berlin).
Quelle: dvj
| Deutschland - Neues Deutschland |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Zuschauenden Frauen den Zutritt verwehrt
Abenteuer-Trip: Junioren-WM im Volleyball
in Teheran
Wenn man durch Irans Hauptstadt Teheran fährt, ist der Begriff »Azadi« allgegenwärtig. Da gibt es den »Azadi Tower« als ein Wahrzeichen der Stadt, den »Azadi Sport Complex«, in dessen Hallen unlängst die Junioren-Volleyballer ihre WM austrugen, oder das »Azadi Grand Hotel«, in dem die Nachwuchs-Schmetterkünstler während der WM wohnten.
»Azadi« bedeutet so viel wie Freiheit. Aber davon ist die Islamische Republik Iran noch ein Stück entfernt. Hier bestimmen die religiösen Führer die Geschicke des Staates. Präsident Mohammad Khatami ist zwar demokratisch gewählt und setzt sich für eine Liberalisierung des Landes ein, doch sein Einfluss ist begrenzt.
Strikte Geschlechtertrennung
Die Welttitelkämpfe der Junioren-Volleyballer wurden »im Namen Gottes« eröffnet und fanden unter den strengen Augen von Imam Ruhollah Khomeini, dem Gründer der Islamischen Republik, und Ayatollah Seyed Ali Khamenei statt, deren Bilder überall an den Wänden prangten.
Auffällig ist: Noch immer ist in Iran eine strikte Geschlechtertrennung vorgeschrieben. So waren bei der WM iranische Frauen erst gar nicht als Zuschauer zugelassen. Während der Asienspiele im vergangenen Jahr, als iranischen Frauen der Zutritt zu den Volleyballspielen gestattet war, hatten zu viele Pärchen miteinander angebandelt und waren, so wurde erzählt, später im nahe gelegenen Park ertappt worden. Ein Grund für Yazdani Khorram, Präsident des Iranischen Volleyballverbandes und in leitender Funktion beim iranischen Geheimdienst tätig, es zu solchen »Vorfällen« diesmal nicht kommen zu lassen. Er schloss deshalb das weibliche Geschlecht von vornherein aus.
Iranische Journalistinnen und Ausländerinnen waren während der WM-Spiele im Teheraner »Azadi Sport Complex« die Ausnahmen. Als der deutsche Trainer Otto Altweck, der Irans Radsport-Nationalmannschaft betreut, mit seiner Frau die deutschen Volleyballer im WM-Eröffnungsspiel gegen Indien anfeuern wollte, musste er sich mit seiner Frau gleich mehrfach einen neuen Platz suchen. Denn eine Frau als Zuschauer sollte unter keinen Umständen auf den Bildern des iranischen Fernsehens zu sehen sein.
Nur in separaten Sporthallen
Wollen Mädchen oder Frauen in Iran Volleyball spielen, haben sie noch größere Probleme. Sie dürfen das nur in separaten Sporthallen und unter Ausschluss von Männern tun. In der Öffentlichkeit ist dem weiblichen Geschlecht das Volleyballspielen nur mit bodenlangem Mantel und Kopftuch (beides in schwarz) gestattet.
Bei einer Inspektion im Vorfeld der Junioren-WM
in Teheran war Klaus Fezer, deutsches Mitglied in der WM-Kontrollkommission des
Weltverbandes FIVB, ein Fauxpax unterlaufen. »Ich wollte eine Halle überprüfen«,
erzählte er, »und war dabei aus Versehen in eine Halle geraten, in der eine
Frauenmannschaft trainierte. Als die iranischen Spielerinnen mich erblickten,
ergriffen sie sofort die Flucht und verschwanden in den Katakomben.«
Ist es unter solchen Umständen eigentlich vertretbar, eine Weltmeisterschaft an
Iran zu vergeben? »Natürlich«, betont Klaus Fezer, »aber eine Senioren-WM hätten
der iranische Verband mit Sicherheit nicht bekommen.« Während der Welttitelkämpfe
klagte er jedoch über gravierende organisatorische Mängel und schilderte: »Da
verschwanden mitten im Spiel Helfer, weil sie zum Beten gingen.«
14000 Fans bei den Junioren
Dass die Iraner volleyballbegeistert sind, zeigte die Junioren-WM. Bei den Spielen des Gastgebers waren rund 14000 Fans – bei freiem Eintritt – in der Halle vom »Azadi Sport Complex«. Frenetisch feuerten sie ihre Spieler an und sorgten sozusagen als »siebter Mann« dafür, dass Irans Auswahl immerhin WM-Sechster wurde.
Auch die deutschen Youngster standen bei den Iranern hoch im Kurs. Sie waren die »Sieger der Herzen«, wie es der Iraner Parviz Kazemi formulierte. Kazemi hat in Deutschland Mannschaften bis zur 2. Bundesliga trainiert, ist mittlerweile wieder in Teheran als Coach tätig und stand hier dem DVV-Team als Berater zu Seite. Vor 11000 Zuschauern bestritt die deutsche Auswahl das Viertelfinale gegen Südkorea. »Außergewöhnlich«, nannte Angreifer Nils Lieber die Riesenkulisse. »Es machte irre viel Spaß.« Ein Sieg blieb den DVV-Junioren allerdings versagt. Sie verloren mit 2:3, verpassten damit den Einzug ins Halbfinale und mussten sich schließlich mit Platz acht begnügen.
Übrigens wurden alle WM-Spiele im Sportkanal des
iranische Fernsehens gezeigt, bis zu vier Stunden täglich. Dabei waren es doch
nur die Junioren, die hier um den WM-Titel kämpften. Der ging an Polen nach
einem 3:2 im Finale gegen Brasilien. Aber für die Iraner war diese WM ein
besonderes Ereignis über den Sport hinaus. »Die WM ist eine großartige Sache
für unser Land«, drückte es Parviz Kazemi etwas pathetisch aus. »Das
iranische Volk wollte und konnte zeigen, dass es hier nicht nur fanatische
Mullahs gibt.«
Conny Kurth
| Deutschland - Ahrensburger Zeitung |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Oststeinbeker verlieren Pokalendspiel
Oststeinbek Da saß der Trainer nun und ließ die Spieler schmoren. Doch die Zweitbundesliga-Volleyballer des Oststeinbeker SV warteten im Hamburger Pokalfinale gegen den Regionalliga-Spitzenreiter Eimsbütteler TV vergeblich auf eine Reaktion ihres Coaches Bernd Schlesinger. "Ich habe bewusst keine Auszeit genommen", erklärte der Trainer nach der unerwarteten 2:3 (25:17, 22:25, 25:21, 12:25, 21:23)-Niederlage.
Grund: Schlesinger war noch verärgert über das aus seiner Sicht unnötige 1:3 (23:25, 22:25, 25:18, 17:25) tags zuvor im Zweitliga-Spiel beim VC Olympia Berlin. "Die Mannschaft ist für meinen Geschmack zu emotionslos. Niederlagen werden einfach so geschluckt. So eine Haltung ist mir unverständlich."
Insofern wollte er die Mannschaft im sportlich
unbedeutenden Stadt-Pokalfinale beide Kontrahenten sind schon für den
Nordpokal-Wettbewerb qualifiziert durch eigenes Nichtstun zu einer Trotzreaktion
provozieren. "Ich habe ihnen vor dem Spiel gesagt, dass sie sich selbst
helfen müssen", erläuterte der Übungsleiter. Und daran hielt er sich
auch konsequent.
Die lautesten Flüche nach der Niederlage in der Halle am Barsbütteler Weg stießen
zum Beispiel Christian Bartram und Daniel Krug aus. Schlesinger: "Doch das
sind ausgerechnet die beiden, die ohnehin noch am ehestens aus sich heraus
gehen." Andere, wie zum Beispiel Diagonalangreifer Mirko Suhren, fressen
den Frust eher in sich hinein. Eine nach außen gerichtete emotionale
Beteiligung aber sei für Spitzenleistungen einfach notwendig, sagte der
Trainer.
Er weiß aber auch, dass er sich auf einem schmalen Grat bewegt: "So etwas
darf man nicht allzu oft machen. Sonst erreicht man die Spieler irgendwann nicht
mehr." Schlesinger hat ein wenig Sorge, dass die Oststeinbeker wie im
vergangenen Jahr lange in den Abstiegskampf verstrickt bleiben werden und
versucht nun auf diese Art, rechtzeitig gegenzusteuern.
Allerdings ließ er im Pokal mit Zuspieler Malte Nagursky und Angreifer
Christian Jende zwei Leute durchspielen, die in der zweiten Bundesliga bislang
nur zuschauten. "Sie brauchten Praxis, ganz aber reichts noch nicht, um
sich fürs Team aufzudrängen", so der Coach.
masch
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Acht
MV-Mädchen nach Kienbaum eingeladen
Lehrgang der
Volleyball-Jugendnationalmannschaft
Schwerin Am Wochenende beim regionalen Bundespokal Nord der weiblichen C-Jugend für Landesauswahlmannschaften in Schwerin nominierten die Landestrainer die Kandidatinnen für den Jugend-Nationalmannschaftslehrgang vom 10. bis 14. November in Kienbaum. Mit dabei sind auch acht Mädchen aus Mecklenburg-Vorpommern, die etwas überraschend den Pokal unter acht Landesverbänden gewonnen hatten.
Aus dem Team von Trainer Helmut Joachim wurden zu dem Lehrgang Katja Joachim, Josepha Glaß, Nora Kaufmann, Josephin Röwer, Marie-Theres Antrack, Sandra Gutsche (alle Schweriner SC), Steffi Dohrmann (Bergen) und Maxi Theel (Stralsund) eingeladen. Bei diesem Lehrgang geht es um die Sichtung für die Jugend-Nationalmannschaft.
Die Mädchen der Jahrgänge 1988/89 haben in zwei
Jahren mit der Jugend-Europameisterschaft ihren sportlichen Höhepunkt.
Martina Kasprzak
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Stressige
Wochen für Volleyballerinnen
3:1 in Augsburg war erstes von sechs
Spielen in 14 Tagen / Aleksandersen: Brauchen mehr Spielpraxis
Schwerin/Augsburg "Das Wichtigste heute
waren die zwei Punkte, die uns für die kommenden Aufgaben Selbstvertrauen geben
sollten. Aber die Fehler in der Annahme und im Pass-Spiel, die wir vor allem im
zweiten Satz gemacht haben, müssen wir dringend abstellen." Die
Zufriedenheit von Tore Aleksandersen über den 3:1-Erfolg der
SSC-Volleyballdamen am späten Montagabend in Augsburg (wir berichteten in einem
Teil der Ausgabe) hielt sich auch gestern Nachmittag am Handy deutlich hörbar
in Grenzen.
Nach souveränem Auftakt und gewonnenem ersten
Durchgang hatten seine Spielerinnen den zweiten Satz abgegeben, sich aber danach
wieder gefangen und die ersten Punkte der neuen Saison eingefahren. Aber sowohl
Mannschaft als auch Trainer hatten sich die Aufgabe deutlich leichter
vorgestellt.
Und so erkannte Schwerins Spielführerin Jana Müller
neidlos an: "Die geben nie auf und laufen jedem Ball hinterher."
Dadurch habe sich ihre eigene Mannschaft aus dem Konzept bringen lassen.
"Wir konnten uns nie richtig durchsetzen und zu unserem Spiel finden. Wir
haben viele eigene Fehler gemacht und können besser spielen", so Müller.
Zwei Tests gegen Ägypten
Für die nähere Zukunft erhofft sich Tore
Aleksandersen, dass sein Sechser langsam seinen Rhythmus findet. "Die junge
Mannschaft hat ein großes Potenzial, und wir arbeiten sehr hart daran, dass man
das auch bald sehen wird", so der Coach. "Aber es ist ganz klar, dass
sich das Team mit vielen Neuzugängen nur langsam zusammenfinden kann. Nicht
zuletzt konnten wir uns wegen der vielen Abstellungen zu den diversen
Nationalmannschaften nur sehr kurze Zeit gemeinsam auf den Saisonstart
vorbereiten. Wir brauchen mehr Spielpraxis, damit wir uns richtig aufeinander
einspielen können."
Einen Schritt dahin geht der SSC schon morgen
Abend. Nachdem gestern trainingsfrei war und heute die beiden üblichen
Einheiten auf dem Programm stehen, gibt es morgen den ersten von zwei Tests
gegen Ägyptens Auswahl, die sich gerade zu einem Trainingslager in der Region
aufhält.
"Dabei werden wir die Dinge üben, die wir
bislang nicht ausreichend üben konnten", freut sich der Coach. Es folgt am
Sonnabend um 18 Uhr das Liga-Heimspiel gegen den Berlin-Brandenburger VC 68, am
Dienstag ein weiterer Test gegen Ägypten sowie der Doppelspieltag am 31.
Oktober (in Braunschweig) und am 2. November (gegen Suhl). "Das sind
Augsburg mitgerechnet sechs Partien in 14 Tagen. Danach sollten wir deutlich
weiter sein als jetzt", formuliert der Norweger seine Erwartungen. Das wird
auch notwendig sein. Denn mit den Liga-Aufgaben in Münster und Ulm sowie dem
Pokalhit gegen Dresden wird der November ganz schön hart...
Volker Beier/Andrea Klein
| Deutschland - Die Welt |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Umzug
der Schlapphüte wäre das Aus für Volleyballer
Europas größte Beachvolleyball-Anlage müsste
dem Neubau weichen Betreiber fordert Ausweichfläche
Wenn die Sonne sich am Abend über den Pappeln
vom Bundeswehrkrankenhaus an der Scharnhorststraße senkt, stellt Friedhofsgärtner
Peter Kartheus die Harke an die Wand und hängt die Gießkanne auf. Dann hat er
Heinrich von Kleists Grab gepflegt, und es ist Zeit, sich dem Hier und Jetzt zu
widmen.
Er geht hinüber zu seinen Freunden, Ole und
Pete, die an Sommerabenden schon den Grill angeworfen haben. Hier am "Beach-Mitte"
auf dem Gelände des ehemaligen Stadions der Weltjugend dröhnt Samba aus dem
Lautsprecher, Pete schenkt ein Weizen ein, und unten im Sand hechten Mädchen im
Bikini nach einem Volleyball. Kartheus mag die Volleyballer, die vor sieben
Jahren in seinen Kiez gezogen sind. Die haben aus dem Bauloch, das die
gescheiterte Olympiabewerbung hinterlassen hat, eine Oase der guten Laune
gemacht. An Sommertagen kommen 400 Berliner an den "Strand" in Mitte,
um Stadtstress abzuschütteln. Das Gelände ist mittlerweile Europas größte
Outdoor-Beachvolleyball-Anlage mit 24 Feldern geworden. Hier haben sich
Weltmeister selbst nach oben trainiert. Wie die beiden
Junior-Beachvolleyball-Weltmeisterinnen Laura Ludwig und Jana Köhler, die
gerade in Thailand für Deutschland Goldmedaillen gewonnen haben.
Beachmitte-Geschäftsführer Olaf König hat gar
einen Standortvorteil wegen seiner Beach-Anlage ausgemacht. Viele Leute seien
hier in neue Wohnungen gezogen, um nahe am "Beach" zu wohnen.
Nun soll der BND hierher ziehen. Das wäre das
Aus für "Beach-Mitte". Die Betreiber der Anlage hoffen deshalb auf
Unterstützung vom Bezirksamt, um eine Ausweichfläche für die
Beachvolleyball-Gemeinde zu bekommen. "Es ist inzwischen für viele
Menschen ein prägendes Lebensgefühl geworden, mitten in der Stadt barfuß im
Sand zu stehen", sagt König. Der Bedarf ist im Sommer nicht zu decken:
"Wir könnten, ginge es nach den Leuten, hier das ganze Gelände mit Plätzen
ausstatten, so lange Wartelisten gibt es."
Auch Wolfgang Kisch, Chef vom Sportverband
Berlin-Mitte, hält den Umzug des BND für einen schweren Verlust für die 200
Sportvereine in Mitte. "Wir sind das Schlusslicht, was die Sportplätze
angeht", klagt er. Kisch fordert, dass der Flächennutzungsplan eingehalten
wird, der hier Sportplätze und Wohnungen vorsieht. "Wieso muss etwas Neues
gebaut werden, wenn es in dieser Stadt von leer stehenden Objekten
wimmelt?".
Volha Stojnava dagegen begrüßt die neue
Nachbarschaft. Vor sechs Monaten ist die Weißrussin in ein Dachgeschoss an der
Chausseestraße gezogen. "Vielleicht wird es sicherer hier und unser Haus
nicht mehr mit Graffiti beschmiert", meint die Russin.
Für Friedhofsgärtner Kartheus ist das eine
fremde Welt. Schon in der DDR habe er nur mit Sondererlaubnis die paar Meter zum
Friedhof gehen dürfen. Ein Leben in der Nähe eines Hochsicherheitstraktes
wolle er nicht.
Luise Wagner
| Norddeutschland - Pinneberger Zeitung |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
VGE-Männer: Beste Saisonleistung
Elmshorn Es kommt selten vor, dass Ekkehard Goller, erfahrener Steller im Volleyball-Regionalligateam der VG Elmshorn, mit einem Spiel zufrieden ist. Nach dem 3:1 (24:26, 25:11, 25:16, 25:22) der VGE beim Eckernförder MTV aber war es wieder einmal so weit. "Das war unsere bislang beste Saisonleistung", befand der Mannschaftssprecher.
Im Besonderen erfreute es Goller, dass es den Elmshornern endlich einmal gelang, sich auf das Spiel des Gegners einzustellen und die eigene Fehlerquote gering zu halten.
An der Ostsee war der dafür erforderliche "Lernprozess" nach dem verlorenen ersten Satz beendet. Fortan funktionierte bei der VGE das Zusammenspiel von Block und Abwehr, dazu servierten die Elmshorner überaus effizient. "Im gesamten Spiel haben wir vier Angaben verschlagen, die Eckernförder dagegen etwa 15", berichtete Goller.
Die VGE profitierte allerdings auch davon, dass U-17-Beachvolleyball-Weltmeister Sebastian Fuchs auf Seiten der Eckernförder sein anfängliches Niveau nicht über die volle Spieldauer halten konnte. In gleichem Maße, in dem der Youngster abbaute, steigerten sich im Elmshorner Abwehrbereich Heiko Sievers und Lars Winter.
Am kommenden Sonnabend um 18 Uhr empfangen die
VGE-Männer, die durch den Sieg wieder Anschluss an die Spitze fanden, in der
KGSE-Halle den SVF Neustadt-Glewe.
fwi
| Deutschland - Die Welt |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Abenteuer
in Rio: Schießereien und Verkehrschaos
Obwohl die brasilianische Metropole eine Menge
Probleme hat, bewirbt sie sich um die Austragung der Olympischen Spiele 2012
Rio de Janeiro .- Um den hohen Besuch milde zu
stimmen, hatte man das volle Verwöhnprogramm vorbereitet. Ruben Acosta, Präsident
des Volleyball-Weltverbandes (FIVB), hatte sogar eine Holzbrücke über die
Avenida Atlantico an der Copacabana bauen lassen, damit Juan Antonio Samaranch
den Weg vom Hotel zum Beachvolleyball-Stadion bequem und sicheren Fußes bewältigen
konnte. Der kleine Mexikaner wollte den damaligen Präsidenten des
Internationalen Olympischen Komitees (IOC) davon überzeugen, Beachvolleyball in
den Zirkel der olympischen Sportarten aufzunehmen. Was ihm schließlich gelang.
Die Episode aus dem Jahr 1993 hat längst als Klassiker Eingang in das
Geschichtsbuch des Sandspektakels gefunden.
Bei der am Wochenende in Rio de Janeiro zu Ende
gegangenen Beachvolleyball-Weltmeisterschaft warteten Athleten und Funktionäre
wie Normalsterbliche an der Ampel auf eine Grün-Phase, um die Straße zu überqueren.
Das klappte ohne Zwischenfälle. Und dennoch ist Sicherheit in der
Elf-Millionen-Metropole ein großes Thema. Wobei es um mehr geht, als die
Befindlichkeiten überkandidelter Sportbosse. Es geht um Verbrechen und
Kriminalität. Eine der vordringlichsten Sorgen einer Weltstadt, die sich mit
einer Vielzahl von Problemen konfrontiert sieht. Die Entwicklung der
Verbrechensquote sei vergleichbar mit dem Profil der Stadt, sagt Stephan Krier,
der deutsche General-Konsul in Rio: sehr hügelig. "Mal geht es rauf, mal
geht es runter", sagt Krier, "aber grundsätzlich nimmt das Problem
zu."
An der legendären Copacabana, wo die
Beachvolleyballspieler um 800 000 Dollar Preisgeld wetteiferten, war davon wenig
zu spüren. Man musste keine Angst haben, nachts auf dem Gehweg der Avenida
Atlantico einen Spaziergang zu machen. Ganz sicher darf sich jedoch keiner fühlen,
der Insignien des Wohlstandes allzu offen zur Schau trägt. So wurde der
bulgarische Volleyballspieler Lubomir Ganev von einem Kind mit einer Waffe
bedroht und aufgefordert, seine Goldkette herauszugeben. Der über zwei Meter
lange Riese blickte lässig auf den Heranwachsenden herunter, weigerte sich und
wurde von dem kaltblütigen Kind angeschossen.
Eine alltägliche Geschichte in einer Stadt, in
der Gewalt zum täglichen Leben gehört. Rios Sicherheitssekretär Garotinho hat
vor Monaten eingeräumt: "Die Situation ist außer Kontrolle." Wenn
Autos auf der Autobahn umdrehen, weil sich rivalisierende Drogenbanden zweier
Favelas über die Verkehrsader hinweg Schusswechsel mit Maschinengewehren
liefern, oder das berüchtigte "Comando Vermelho" (Rotes Kommando)
einen "Terror-Feiertag" ausruft und mit dem Befehl "Schießen
oder Kugeln" dafür sorgt, dass das öffentliche Leben zum Erliegen kommt,
ist das eine schlechte Visitenkarte für eine Stadt mit großen Ambitionen.
Und die hat Rio de Janeiro. Schließlich wollen
die Brasilianer die Olympischen Spiele 2012 an den Zuckerhut holen, sie treten
somit als Konkurrent von Leipzig auf. Wobei die Welle der Gewalt für Rios
Bewerbung nur ein limitierender Faktor ist: Hinzu kommen administrative,
verkehrstechnische und logistische Defizite in einer Stadt, die viele für
unregierbar halten. Dennoch haben sich die Carioca, wie die Bewohner Rios
genannt werden, mit Feuereifer in das gigantische Projekt mit den fünf Ringen
gestürzt. "Olympia ist für uns eine riesige Herausforderung, bei der wir
in puncto Umweltschutz, Gesundheitswesen, Nahverkehr und Tourismus Meilensteine
setzen können", sagt Ruy César, Sport- und Entertainment-Sekretär der Präfektur
von Rio.
Seine Stadt habe einen Stab "sehr gut
vorbereiteter Arbeiter" erstellt, die auf der ganzen Welt Ideen und
Anregungen sammeln sollen. Anschauungsunterricht erhalten sie in Santo Domingo
statt, wo die Panamerikanischen Spiele stattfanden. Andere Abgesandte machen
sich auf den Weg nach Athen und Sydney. Zudem kündigt César an, seine Stadt
wolle sich mit einer Vielzahl sportlicher Großereignisse für die höchsten
Weihen empfehlen. Die Beachvolleyball-WM und die Panamerikanischen Spiele 2007
seien erst der Anfang. "Wir werden einen Motorrad-Grand-Prix, die
Schwimm-WM 2004, die Leichtathletik-WM 2005, die Basketball- und die Judo-WM
2007 hierhin holen", sagt César. Alles, um zu dokumentieren, dass die
Metropole am Atlantik bereit ist für den ganz großen Wurf.
Die Meinungen darüber, ob Rio den Kraftakt
Olympia gewachsen ist, gehen auseinander. Branchenkenner bezweifeln, dass die
Kommune der desaströsen Verkehrsverhältnissen in Barra a Tijuca, wo die Spiele
geplant sind, Herr werden kann. "Wir werden die neuen U-Bahn-Linien 4 und 6
bauen und das Problem lösen", hält César dagegen. Vielleicht, so mutmaßt
Krier, könne Rio ja auch an der gigantischen Aufgabe wachsen: "Als hier
1992 der Weltumweltgipfel stattfand", erinnert sich der General-Konsul,
"haben die Brasilianer in kurzer Zeit Beeindruckendes zu Wege
gebracht."
Julius F. Michels
| Deutschland - Aachener Nachrichten |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Im Eltmann ließ Evivo nichts anbrennen
Volleyballer setzen Höhenflug fort
Düren/Eltmann (an-o/jan) Volleyball-Bundesligist
Evivo Düren setzt seinen Höhenflug fort. Im bayerischen Eltmann gewann die
Werschek-Truppe 3:0 und bleibt damit weiter ungeschlagen
"Das hier ist ein toller Verein. Der tut der Volleyball-Bundesliga richtig gut. Es ist zu wünschen, dass er den Klassenerhalt schafft." Worte, die die Trainer der großen Volleyball-Teams vor noch nicht allzu vielen Jahren in Düren sprachen, um den kleinen Außenseiter zu trösten.
So ähnlich hat es geklungen, als der kleine Außenseiter Düren Ende der 90er Jahre von Schmetterexperten aus Friedrichshafen oder Berlin böse verprügelt worden ist. Obwohl man toll gekämpft hat. Trotz ausverkaufter Halle und euphorischen Fans. Samstag Abend fielen diese Worte wieder. Aus dem Mund eines Düreners. Eltmann ist jetzt in die Rolle des Außenseiters geschlüpft. Und Evivo Düren gehört, zumindest aus Sicht der Eltmänner, zu den Großen, von denen man immer böse Haue kriegt.
3:0 hat Evivo in Bayern gewonnen. Kurzer Prozess. Dabei hat sich Eltmann große Mühe gegeben, die Evivo-Truppe freundlich zu empfangen. "Der Bürgermeister ist zu uns zum Essen gekommen und hat uns mit einer Rede willkommen geheißen", berichtete Evivo-Trainer Bernd Werscheck gestern. "Alle sind hier richtig mit dem Herzen dabei. Volleyball-Bundesliga ist für diese Region was ganz Besonderes. Sie haben es einfach verdient, in der ersten Liga zu bleiben."
Ruhe bewahren sollen sie in Eltmann, hat Bernd Werscheck am Mikrofon nach dem Spiel vor 1300 enttäuschten Zuschauern gesagt. Das gilt aber auch für die eigene Mannschaft. In der Tabelle setzt Evivo seinen Höhenflug fort. Drei Spiele, drei Siege, nur einen Satz verloren. "Wir wissen aber alle ganz genau, dass wir noch nicht so weit sind", schickt Werscheck hinterher. Wichtigstes Wort in diesem Satz ist "noch".
Denn die Mannschaft wächst zusammen. Die Abstimmungsprobleme werden allmählich kleiner. Ziel ist es, bis zum Heimspiel gegen den VfB Friedrichshafen in vier Wochen 10:0 Punkte auf dem Konto haben. "Dann soll Friedrichshafen ruhig kommen", will Werscheck andeuten, dass seine Mannschaft ohne Druck gegen die vermeintliche Übermannschaft vom Bodensee ins Spiel gehen kann.
Eines steht jetzt schon fest. Aufbauende Worte für
einen kleinen, um den Klassenerhalt kämpfenden Gegner werden die
Friedrichshafener nicht in Düren lassen.
| Deutschland - Harburger Rundschau |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
TuS Jork: Auf den Lorbeeren ausgeruht?
Jork Eigentlich wollten die Volleyballerinnen des TuS Jork bis zum Jahreswechsel so viel Punkte wie möglich in der Regionalliga holen. Werden doch dann mit Wibke Kox (Schwangerschaft) und Stefanie Benecke (Umzug nach München) die beiden schlaghärtesten Spielerinnen nicht mehr zur Verfügung stehen. Nach dem 1:3 (23:25, 25:21, 20:25, 22:25) gegen den unerwartet starken Aufsteiger und Tabellenführer BTS Neustadt dümpeln die Altländerinnen nun mit 2:6 Zählern in der zweiten Tabellenhälfte herum. "Vielleicht haben sich einige zu sehr auf den Lorbeeren unseres Sieges in Oldenburg ausgeruht", vermutet Trainer Torsten Bluhm. Fakt ist: Keine Spielerin konnte konstant gute Leistungen abrufen. Der Wechsel von Fehler und gelungener Aktion war die Regel.
Doch womöglich hat auch der Trainer einen
(taktischen) Fehler gemacht. Damit sich die erste Sechs gut einspielen kann,
wechselte er Libera Sabine Schulz-Cordes erst nach einer kompletten Rotation
ein, das heißt, jede Spielerin war einmal am Aufschlag. Als die
Abwehr-Spezialistin endlich aufs Feld durfte, lag der TuS Jork im ersten Satz
mit sechs Zählern hinten. Ärgerlich: "Vom Spielerischen her ist die BTS
Neustadt kein Spitzenteam", so Bluhm.
masch
| Deutschland - Heilbronner Stimme |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Sinsheim:
Eine unendliche Erfolgsgeschichte
Zweitligist SV Sinsheim hat zum zehnten Mal in
Folge den Frauen-Pokal des Nordbadischen Volleyball-Verbandes (NVV) gewonnen. Im
Finale in eigener Halle bezwang der SVS den Oberligisten TSG Heidelberg-Rohrbach
deutlich mit 3:0.
Es war ein erfolgreiches Wochenende für die
Zweitliga-Volleyballerinnen des SV Sinsheim: Einen Tag nach dem Punktspiel-Sieg
bei der TG Biberach holte die Mannschaft von Trainer Stefan Bräuer den
NVV-Pokal. Dabei lief bereits im Halbfinale gegen den Verbandsligisten SG
Ketsch-Brühl alles nach Plan.
Aus einer sicheren Annahme heraus wurde schnell
über die Mitte kombiniert, so dass der erste Satz schnell mit 25:13 gewonnen
wurde. Der zweite Durchgang sah dann einen mutig dagegen haltenden
Verbandsligisten, der die Sinsheimerinnen immer wieder durcheinander brachte.
Erst am Satzende hatte der SVS wieder die Oberhand und gewann 25:17. Der dritte
Satz war dann mit 25:7 eine ganz deutliche Angelegenheit, wo sich der SVS für
die "Unannehmlichkeiten" des zweiten Durchganges revanchierte.
Im Finale trafen die Gastgeberinnen auf die TSG
Heidelberg-Rohrbach, die im Halbfinale etwas überraschend den favorisierten
Regionalligisten Ettlingen mit 3:1 bezwungen hatte. Mit starken Aufschlägen
gelang es dem Oberligisten immer wieder, den Bundesligisten unter Druck zu
bringen.
Erst im Laufe des Satzes schaffte es Sinsheim,
mit viel Routine die Führung zu erobern und einen 25:19-Erfolg herbeizuführen.
Der zweite Satz war eine klare Geschichte für den SVS. Vor allem Tatjana Zautys
zeigte sich gegen ihre ehemalige Mannschaft in starker Form und erzielte mit
ihren fulminanten Angriffen immer wieder Punkte aus dem Hinterfeld.
Nach nur 15 Minuten war dieser Durchgang auf die
Habenseite des SV Sinsheim gebucht. Der dritte Durchgang wurde dann durch eine
wesentlich stärker aufspielende Heidelberger Mannschaft offener gestaltet. Am
Ende reichte es dann doch nicht für eine Überraschung, und der Satz ging mit
25:16 nach Sinsheim.
"Mit meiner Mannschaft bin ich am Wochenende
sehr zufrieden gewesen, da sie konstant ihre Leistung abgerufen hat",
meinte SVS-Trainer Stefan Bräuer, lobte aber die Konkurrenz: "Den
Mannschaften aus Ketsch und Heidelberg gilt mein Kompliment, da sie immer
dagegen gehalten und für interessante Spielen gesorgt haben."
Der SV Sinsheim ist damit für den Regionalpokal am 2. November in Südbaden qualifiziert. Dort wird die Mannschaft dann auf zwei südbadische Vertreter und den SSV Wilhelmsdorff aus Württemberg treffen. Im Falle eines Sieges käme es dann am 16. November in eigener Halle zum Qualifikationsspiel zur 1. Hauptrunde des DVV-Pokals gegen einen Vertreter aus dem Regionalbereich Südwest (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland). Der Gewinner aus diesem Spiel hat dann zwei Wochen später Heimrecht gegen den Erstligisten Phönix Hamburg.
(sbr)
| Norddeutschland - Eimsbüttler TV-News |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
ETV
gewinnt souverän gegen FT Adler Kiel!
Der Eimsbütteler TV überzeugt beim 3:0 gegen
schwache Kieler, festigt den zweiten Tabellenplatz und begibt sich auf die Jagd
nach der Pole Position.
Volleyball kann doch so einfach sein. Das
bewiesen am Wochenende die Herren des ETV. Adler Kiel war mit einer jungen, hoch
motivierten Truppe angereist. Dennoch blieb am Ende zu bilanzieren, dass diesmal
keine reelle Chance auf einen Sieg für die Kieler bestand.
Eimsbüttel präsentierte sich, entgegen den
bisher gezeigten Leistungen, von Anfang an als konzentriert agierende Einheit.
Trainer Frank Manthey veränderte die Startaufstellung auf der ein oder anderen
Position. So durfte zum ersten Mal in dieser Saison der neue Zuspieler Marcel
Meyer die Fäden im Eimsbütteler Spiel ziehen, für ihn mussten Stefan Lohl und
Benni Herrmann weichen. Ein weiterer Schritt unter dem Gesichtspunkt eines
bereits eingeleiteten Generationswechsels.
Auf der Außenposition wurde Björn Christian Förster
durch Daniel Rohde ersetzt. Zudem tauschte der Trainer auf der
Mittelblockerposition Sebastian Wriedt gegen Henning Meier aus. Diese Wechsel
fruchteten sofort und alle „Neuen“ bestätigten das Vertrauen des Trainers.
Wie erwähnt, ging der ETV gleich im ersten Satz
mit der nötigen Konzentration und Aggressivität zu Werke. Nach anfänglich
kurzer Nervosität konnte der ETV sich mit zwei drei Punkten absetzen und diesen
Vorsprung am Ende des Satzes auf fünf Punkte ausbauen. Lediglich Mitte des
Satzes konnten die Kieler noch mal auf 14:14 herankommen. Das der erste Satz mit
25:20 an den ETV ging, lag sicherlich nicht nur daran das die Eimsbütteler
besser spielten als Adler Kiel, sondern auch daran, dass Kiel deutlich mehr
Fehler produzierte.
Jedoch war im Gegensatz zum letzten Spiel eine
deutliche Steigerung zu erkennen. Vor allem das Zusammenspiel zwischen Zuspieler
und Mittelblocker funktionierte deutlich besser als die Spiele zuvor.
„Ich bin erstaunt wie schnell sich Marcel in
die Mannschaft integriert hat, das war heute eine gute Leistung.“ So Frank
Manthey. Auch Zuspielkollege Stefan Lohl konnte nur eine positive Bilanz des
ersten Einsatzes seines Konkurrenten ziehen:„Chapeau, dass hat heute gut
geklappt!“
Im zweiten Satz zeigten sich die Mannen des ETV
weiterhin stabil und konnten somit auch in diesen Satz behaupten. Letztendlich
war bei Kiel jedoch auch keine Steigerung zu erkennen.
Im dritten Satz leistete sich der ETV seinen
ersten richtigen Durchhänger und musste die Kieler kurze Zeit mit drei Punkten
in Führung gehen lassen. Diese Scharte wurde jedoch zeitnah ausgewetzt und
sogleich in eine Führung umgemünzt, die auch bis zum Ende des Satzes nicht
mehr abgegeben wurde.
Am Ende lässt sich sagen, dass dies der zweite
relativ ungefährdete Sieg in der noch jungen Saison für den ETV war.
Sicherlich darf man Kiel auch nicht überbewerten und muss erkennen, dass sie
lediglich Vorletzter der Liga sind. Allerdings lässt sich sagen, dass ein Aufwärtstrend
beim Eimsbüttler TV zu erkennen war. Hauptsache dieser leichte Trend wird bestätigt
und gefestigt.
Björn und Stefan
| Deutschland - Sächsische Zeitung |
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Mittwoch. 22. Oktober 2003 |
Junge
Mannschaft des SC Hoyerswerda wird in Kamenz Sechster / Titel geht an SV Laußnitz
/ Tolle Stimmung
Das gab es die letzten 30 Jahre
in der Region nicht mehr! Nach mehr als drei Jahrzehnten Pause gibt es erstmals
wieder im Kreis Kamenz eine Spielklasse für Frauen im Volleyball.
Den Auftakt für diese Saison bildete am Sonnabend das Turnier um den Kreispokal. Gastgeber war der SV Einheit Kamenz der auch, dank guter spielerischer Leistung und zahlreicher Fans, den zweiten Platz holte und so Vizekreismeister wurde. Die Frauen des SV Laußnitz holten sich mit spielerischem Können und sehr viel Willensstärke den begehrten Titel und den ersten Platz beim Kreispokal. Das Turnier wurde im Modus „Jeder gegen Jeden „ gespielt. So hatte man die Möglichkeit, Fehler auszumerzen und trotzdem noch um den ersten Platz zu kämpfen.
„Gerade vor dem Saisonbeginn Anfang November ist es für jede Mannschaft eine gute Standortbestimmung“ so Achim Dreßler, der für die organisatorischen Dinge zusammen mit dem Vorsitzenden Andrzej Michaluk verantworlich war. Nun tönte erstmal zehn Stunden lang in der Kamenzer Sporthalle das bekannte Punkten von Aktiven und Zuschauern. Selbst kurze Lieder für die eigene Mannschaft wurden mittlerweile gesungen und die Stimmung war grandios.
Die junge Mannschaft des SC
Hoyerswerda konnte freilich nicht um den Sieg mitspielen. Sie bestand fast
ausschließlich aus 15- und 16-jährigen Spielerinnen und sollten in erster
Linie Wettkampfluft schnuppern. Am Ende gab es bei der Siegerehrung viele glückliche
Gesichter bei Spielerinnen und Veranstaltern. „Das war ein guter Start in
Kamenz, der recht verheißungsvoll ist und die Punktspiele werden auf jeden Fall
genauso spannend wie der erste Kreispokal in Kamenz“, so der Vorsitzende vom
Volleyballkreis Hoyerswerda/ Westlausitz Andrzej Michaluk.
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel