| Deutschland - Smash-News |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Bayern
siegt beim Bundespokal Süd
Im Finale des Bundespokals Süd der
Landesauswahlmannschaften konnte sich am gestrigen Sonntag Bayern mit 2:1 gegen
Sachsen durchsetzen. Den dritten Platz belegten gemeinsam Hessen und Nordbaden,
Fünfter wurde Württemberg vor Rheinland-Pfalz. Die Plätze 7 bis 9 belegten Südbaden,
Saarland und Thüringen.
| Deutschland - DVV-News |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
EM-Quali: Gegen Ungarn, Portugal und Israel
Zweite Turnier in Deutschland!
Die Auslosung für die EM-Qualifikation 2004 ist erfolgt und hat der DVV-Männer-Nationalmannschaft machbare Gegner beschert: In der Gruppe 1 trifft die Mannschaft von Bundestrainer Stelian Moculescu auf Portugal, Ungarn und Israel. Gespielt wird in zwei Viererturnieren, das erste findet vom 14.-16. Mai 2004 in Portugal statt, das zweite vom 17.-19. September in Deutschland. Die EM-Endrunde 2005 ist in Serbien & Montenegro und Italien.
Stelian Moculescus kurzer Kommentar zur Auslosung: „Es hätte schlimmer kommen können“, bezieht sich wohl vor allem auf die Gruppe III, in der mit Bulgarien, Belgien, Finnland und Griechenland gleich vier starke Teams vertreten sind. Mit Portugal trifft die deutsche Mannschaft auf einen bekannten Gegner aus der Weltliga 2003, Ungarn wird vom Moculescu-Zögling Sandor Kantor geführt, Israel ist die Unbekannte.
Die vier Qualifikationsgruppen in der Übersicht.
Die jeweiligen Gruppensieger sowie die beiden besten Gruppen-2. der vier Gruppen
qualifizieren sich für die EM-Endrunde.
Gruppe I: Deutschland, Portugal, Ungarn, Israel
Gruppe II: Belarus, Kroatien, Spanien, Slowakei
Gruppe III: Bulgarien, Belgien, Finnland, Griechenland
Gruppe IV: Tschechische Republik, Estland, Slowenien, Ukraine
| Deutschland - www.volleyball.de |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Top
Teams Cup: Münster im Achtelfinale
Drei Mal 3:0 - besser geht es nicht
Das Qualifikationsturnier zum Top Teams Cup hätte für den USC Münster nicht besser verlaufen können. Drei Siege mit jeweils 3:0 Sätzen - eine optimale Ausbeute. Der verdiente Lohn: Der Vizemeister 2003 steht im Achtelfinale des europäischen Pokalwettbewerbs.
Im tschechischen Brno setzte sich die Mannschaft von Trainer Axel Büring zum Auftakt mit 3:0 (20, 21, 9) überraschend deutlich gegen Longa ´59 Lichtenvoorde (Niederlande) durch. Im zweiten Spiel hatten die Münsteranerinnen beim 3:0 (22, 17, 23) über Gastgeber Kralovo Pole Brno ebenfalls keine Probleme. Zum Abschluss ließ der USC dem kroatischen Vertreter Azena-Kumicic Velika Gorica beim 3:0 (16, 8, 12) keine Chance.
cku
| Deutschland - Leipziger Volkszeitung |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Leipzig:
Einseitiges Derby klärt die Fronten
Leipzig. Olaf Zimmer wirkte so glücklich wie
erleichtert. "Das war die richtige Antwort auf das Theater im
Vorfeld", strahlte der VVL-Präsident und konnte kaum fassen, dass seine
Mannschaft den Aufsteiger VC Markranstädt in nur 65 Minuten 3:0 (25:22, 25:15,
25:13) demontiert hatte. "Ich hoffte darauf, aber man weiß ja nie."
Sprach's und verschwand im Leipziger VIP-Raum, wo schon fleißig auf den
Kantersieg im Image trächtigen Derby angestoßen wurde.
Gleich rechts daneben, im Sponsoren-Domizil der Gäste,
herrschte dagegen blankes Entsetzen. "Der erste Satz war noch okay, dann
haben wir uns ergeben", giftete VCM-Manager Michael Nickeleit, "dafür
gibt es keine Ausreden, das ist ein alarmierendes Zeichen, das wird
nachwirken."
Die VVL-Spieler genossen derweil die Ovationen
ihrer Fans. 3500 Zuschauer waren gestern in die Arena gekommen, darunter 800 aus
Markranstädt. Angelockt von der großen Rivalität der Vereine, vom Zoff der Führungsetagen,
vom sportlichen Reiz, vom Medienwirbel. "Das war eine ganz schwierige
Woche", bekannte VVL-Kapitän Lutz Mühlisch, "die Motivation war so
hoch, dass ich mich immer wieder runterziehen musste." Gäste-Trainer Darko
Despotovic hatte mit dem gleichen Problem zu kämpfen. "Natürlich waren
alle heiß, aber aus Übermotivation kann auch Melancholie werden wie heute bei
uns."
Dabei startete sein Team furios, führte 4:1, ließ
sich dann aber laut Despotovic "von einem sehr starken VVL schnell
verunsichern. Die Jungs haben nicht an sich geglaubt und Lehrgeld bezahlt."
Bis zum 19:22 hielten die Markranstädter einigermaßen mit, dann ging nichts
mehr - kein Druck in der Aufgabe, schlechte Annahmen, halbherzige Angriffe.
"Wir waren in allen Belangen unterlegen", gestand Kapitän Alexander
Plaschnick, "der VVL hat unsere Schwächen gnadenlos ausgenutzt. Trotzdem
verstehe ich nicht, dass wir total eingebrochen sind."
Die kompakten Gastgeber jedoch trumpften aus
einem Guss auf, spielten den VCM mürbe. Wie schon beim 2:3 gegen Mendig hämmerte
Haroldas Cyvas serienweise die Angriffe ins Feld, erzielte allein im ersten
Durchgang neun Punkte und verwandelt nicht zufällig den ersten Satzball.
Diesmal aber war der Litauer nicht auf sich allein gestellt, weil auch Dejan
Stankovic nie zu halten war. "Er hat sich auch bei nicht so guten Zuspielen
meist durchgesetzt, das war sehr wichtig", lobte VVL-Trainer Zoran Nikolic.
Während er seelenruhig auf seinem Stuhl saß,
marschierte Despotovic verzweifelt auf und ab, gestikulierte wild, wechselte
zweimal den Zuspieler und sämtliche Reservisten durch. Ohne Erfolg. "Uns
fehlt neben Erstliga-Erfahrung und Selbstvertrauen auch der letzte Biss, der
Wille", klagte der VCM-Coach. Manager Nickeleit konstatierte nüchtern
"den Totalausfall von drei Leistungsträgern" und meinte damit Eduard
Graz, Bruno Maric und Vladimir Cohar, die im Außenangriff ständig im hohen
Leipziger Block (Armin Dewes, Jure Kvesic, Cyvas) hängen blieben und früh
resignierten.
So konnte Nikolic entspannt resümieren:
"Gutes Spiel, gute Atmosphäre, guter Schiedsrichter. Wir haben deutlich
gezeigt, wer hier das bessere Team, wer die Nummer eins ist. Das war der
Volleyball, den ich mir vorstelle. Heute hätten wir auch einen weit stärkeren
Gegner geschlagen." Mit nunmehr 4:4 Punkten erhielt sich der VVL die Chance
auf die angestrebte Runde der besten Sechs.
Markranstädt (0:8) geht indes schweren Zeiten
entgegen. "Heute hat uns auch das Publikum eine Lektion erteilt",
lautete das Schlusswort von Despotovic, "die tollen Fans wollten Volleyball
genießen, haben jede gute Aktion honoriert. Leider kamen von uns kaum
welche."
Steffen Enigk
| Deutschland - Berliner Morgenpost |
|
Samstag. 25. Oktober 2003 |
Mirko
Culic hält den Volleyball flach
Das psychologische Geschick eines guten Trainers
besteht nicht erst seit Rudi Völler darin, sich vor Spitzenspielen als
sportliche Vaterfigur schützend vor seine Männer zu stellen, so den Druck
abzublocken und außerdem die Bürde des Favoriten dem Gegner zuzuspielen. So hält
auch der 40-jährige, ehemalige Berliner Volleyball-Weltklasse-Zuspieler und
SCC-Meistertrainer Mirko Culic den Ball flach, wenn es bereits heute am 4.
Bundesliga-Spieltag gegen den Titel-Dauerkontrahenten und Erzrivalen VfB
Friedrichshafen geht (15 Uhr Sömmeringhalle). "Ich hoffe natürlich, dass
wir gewinnen. Aber im Grunde ist das gar nicht so wichtig, denn gegen den VfB
spielen wir sicher noch im Play-off und vielleicht auch im Pokalfinale",
betrachtet der Jurist die Partie mit dem im Vorjahr gestürzten, fünfmaligen
Champion lediglich als erste Standortbestimmung.
Auch für die Champions League ab 10. Dezember:
"Unsere Gegner Treviso und Piräus sind ja von ähnlicher Qualität wie das
Team von Bundestrainer Moculescu." Der hat sich für die erfolgreiche
Titel-Rückholaktion schlagkräftiges Personal besorgt (wie die glänzenden
Brasilianer Monzillo und Lenz), doch die "kleine Weltauswahl" (SCC-Manager
Kaweh Niroomand) lief zuletzt beim 3:2-Sieg bei den Berliner Volley Dogs noch
nicht auf Hochtouren und Moculescu sucht noch nach der rechten Aufstellung.
Tabellenführer SCC, der erst Mitte September das Team beisammen hatte und im
Vorjahr in der Vorrunde der Bodensee-Truppe zu Hause 1:3 chancenlos unterlag,
startete zwar mit drei 3:0-Erfolgen in die Saison. Doch Eltmann, Essen und die
Dogs gehören zu den Underdogs der Liga. Und so nimmt Culic vor dem
Prestigekampf eine recht geschickte Position ein: "Wir wollen erst später
unseren besten Volleyball zeigen. Aber wenn wir das jetzt schon tun, habe ich
nichts dagegen."
Torsten Wendlandt
| Deutschland - Elmshorner Nachrichten |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Dunkel: "Das war das geilste Spiel"
Knallharte Aufschläge, Schmetterbälle wie ein Strich, aufopferungsvolle Blocks am Netz, irre Kombinationen und dazu ein Höllewnlärm: In der alten KGSE-Sporthalle boiten zwei Volleyballteams der Regionalliga ein Spiel mit Bundesliga-Format.
Elmshorn. Oliver Dunkel, Trainer des alten und neuen Regionalliga-Tabellenführers Neustadt/Glewe, war es, der auf den Trainer der Gastgeber, Burkhard Skibitzki, zuging. "Das war das geilste Spiel", sprudelte es aus ihm heraus, "was ich in diesem Jahr in der Regionalliga mitgemacht habe." Seine Mannschaft, Bundesliga-Absteiger und geradlinig wieder zurück auf dem Weg in die zweithöchste Spielklasse, hatte zwar gegen die Volleyball-Gemeinschaft Elmshorn (VGE) in vier Sätzen mit 3:1 gewonnen. Doch er und das Elmshorner Publikum in der alten Sporthalle der Kooperativen Gesamtschule hatten in mehr als 100 Volleyballminuten excellenten, begeisternden Sport von beiden Seiten gesehen.
Und daran hatten die Gastgeber, seit vielen Jahren in der Spitzengruppe der dritten Volleyballspielklasse zu Hause, ihren gehörigen Anteil. Mannschaftsführerin Britta Schümann brachte ihre Mitspielerinnen in Szene, Anja Svensson schmetterte ein ums andere Mal präzise am Block der Mannschaft aus Mecklenburg/Vorpommern vorbei.
Beide "Heute unsere besten Spielerinnen", befand Burkhard Skibitzki konnten jedoch nicht verhindern, dass die Gäste in den ersten beiden Sätzen im Vorteil blieben: im ersten sehr sicher ((25:17), im zweiten nur ganz kanpp (27:25).
Sie hatten keine Chance doch sie nutzten sie: Unter diesem Motto gestalteten die Schützlinge von Trainer Burkhard Skibitzki den dritten Satz zu ihren Gunsten (26:24). Hier war der Coach mehr oder weniger der Satzwinner; Skibitzki rief sein Team zur Auszeit just in den Augenblicken, als die Neustädterinnen davonzuziehen schienen.
Im vierten Satz setzten sich dann Gardemaß (alle
Gegnerinnenüber 1,80 Meter) und die ungestüme Angriffskraft der Angreiferinnen
Nr. 2 und Nr. 12 (Engel, Gehmlich) durch. Elmshorn hatte eine die Fans
begeisternde Partie geliefert.
Egon Boesten
| Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Der
Spielfilm des Hildesheimer Volleyballderbys
Giesen (cen). Der Spielfilm des Hildesheimer
Volleyball-Kreisderbys:
Erster Satz: Roman Kammer (MTV) hat seinen
großen Auftritt. Sprungaufschlag nach Sprungaufschlag jagt er ins gegnerische
Feld. Die 48er dominieren, TSV-Coach Zeljko Popovic reagiert und bringt beim
Zwischenstand von 1:7 Sulkhan Akhvlediani für Raimund Wenning. Giesen kämpft
sich heran, doch der MTV ist bärenstark wie selten zuvor und sichert sich den
ersten Spielabschnitt mit 25:22.
Zweiter Satz: Nun dominieren die starken
Aufschläger des TSV, allen voran Niklas Rademacher und - mit raffinierten, weil
besonders knapp hinters Netz platzierten Bällen - Stephan Pampel. Kammer wird
ausgewechselt, Philipp Freund kommt. Giesen marschiert und führt mit 20:14.
Beim 24:23 ist aber alles wieder offen. Das Publikum beobachtet von den Rängen,
wie Popovic seine Jungs in einer Auszeit auf den entscheidenden Ballwechsel
vorbereitet. Annahme, Zuspiel Srdan Popovic und Mathias Sockel vollendet zum
25:23, der längst zu Höchstform aufgelaufen ist.
Dritter Satz: 7:3 für den MTV, 9:7 für
Giesen. In den nächsten Minuten findet Hildesheims Spielmacher Stephan Teumer
den Schlüssel für den Erfolg. Mit schnellen Zuspielen reißt er den Block
auseinander. Vor allem der zunächst völlig verunsicherte Alexander
Schnipkoweit kann davon profitieren. Auf den Außenpositionen punkten Kammer -
er hat sein Tief überwunden - und Marco Vähäkuopus. 25:20 für das Team 48.
Die Vorentscheidung?
Vierter Satz: Die Hausherren legen noch
einmal zu. Auch ein Verdienst von Zuspieler Popovic, der den nunmehr
eingewechselten Halim Nouali ein- ums andere Mal frei spielt. Der Marokkaner
verwandelt traumwandlerisch sicher. Überragend jedoch ist Sockel. Die Abwehr
der 48er bekommt den ehemaligen Erstligaspieler einfach nicht in den Griff.
25:18 heißt es am Ende für den TSV. Der Tie-Break muss entscheiden.
Fünfter Satz: MTV-Kapitän Henning
Machtens ("Heute mussten mich die anderen durchschleppen.") knallt den
ersten Angriff neben das Feld. Kammer gleicht aus. Vier Punkte in Folge durch
Rademacher. Die Halle kocht. Sockel blockt Vähäkuopus, der sofort gegen Freund
ausgetauscht wird. 6:1 für den TSV. Schnipkoweit blockt Sockel, Annahmefehler
bei Giesen: nur noch 6:3. Rademacher sorgt fürs 7:3. Machtens punktet, Sockel
schlägt ins Aus, Nouali trifft. Beim 8:5 für den TSV werden zum letzten Mal
die Seiten gewechselt.
Machtens aus dem Rückraum, Wenning kontert: 9:6.
Nun kommt der MTV mit aller Macht. Kammer ist zweimal erfolgreich, Lars Hobbie
schlägt ein As, Sockel patzt wieder im Angriff, Hobbie vergibt den nächsten
Aufschlag: 10:10. Machtens schmettert ins Aus, Schnipkoweit auch - aber die
Schiedsrichter entscheiden für den MTV: 11:11.
Diese Szene erhitzt die Gemüter. Doch noch ist
nichts entschieden. Rademacher holt den zwölften Punkt für den TSV, Kammer
gleicht aus. Rademacher legt wieder vor, diesmal sorgt Schnipkoweit für den
Gleichstand. Sein nächster Aufschlag erreicht das Ziel nicht - erster Matchball
Giesen. Machtens trifft zum 14:14. Sein Service landet im Netz - zweiter
Matchball Giesen. Freund behält die Nerven und schafft das 15:15. Sockel kommt
durch - dritter Matchball Giesen. Popovic trifft nur die Netzantenne: 16:16.
Schnipkoweit blockt Sockel und avanciert kurz danach endgültig zum späten
Helden, als er den ersten Matchball für die 48er verwandelt. 18:16 für den MTV
- Vorhang!
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
MSC
als tragischer Westernheld
"Cowboys" aus Oststeinbek
verpassten dem Moerser Zweitligisten die erste Niederlage. Sieg im Pokal.
Es ist 19.54 Uhr in der beschaulichen
Walter-Ruckert-Halle in Oststeinbek, Samstagabend. An jener Stelle, an der man
normalerweise die Mannschaftsvorstellungen erwartet, geht plötzlich das Licht
aus. "Normal" ist jetzt gar nichts mehr. Es folgt eine
Wild-West-Inszenierung, die eines Clint Eastwood in jungen Tagen würdig gewesen
wäre. Das in der Halle kreisende Spotlight zeigt es an: Jetzt kommen die "Ostbek
Cowboys" des Volleyball-Zweitligisten Oststeinbeker SV - emotionsgeladen
bis in die Haarspitzen, die 200 Fans toben. "Spiel mir das Lied vom
Tod" bleibt aus, doch es wäre beinahe passend gewesen. Denn gute zwei
Stunden später: Die "Cowboys" feiern ausgelassen, die
"Adler" des Moerser SC liegen regungs- und fassungslos auf dem Boden.
Soeben "schossen" die wilden Jungs von Trainer Bernd Schlesinger den
haushohen Meisterschaftsfavoriten Moerser SC mit 3:2 (22:25, 32:30, 25:20,
18:25, 15:11) aus der Halle.
Aber der Reihe nach. Ohne Zuspieler Huib den Boer,
den Außenangreifern Teodor Hirs und Pieter-Jan Waale - zuletzt im Spitzenspiel
gegen den VC Bottrop Erfolgsgaranten -, dafür aber mit Torben Tidick, Nils
Lieber und Radomir Mijovic ließ MSC-Coach Igor Arbutina beginnen. Außenangreifer
Georg Grozer, die Mittelblocker Marijo Ramadza und Gergely Mondi sowie Libero
Dejan Jazic komplettieren das Team. Das Spiel der Gäste wirkte zerfahren, viele
Eigenfehler auf beiden Seiten kennzeichneten die Partie. Zudem hatte der MSC
zusehends Probleme mit der niedrigen Hallendecke. Dennoch zeigten die Hausherren
in den entscheidenden Phasen des ersten Satzes zuviel Respekt, und nach 22
Minuten hieß es 1:0 für den MSC.
Gastgeber rochen Lunte
Unspektakulär fing der zweite Durchgang an,
endete jedoch spannender als jeder Western. Bis zum Stande von 20:20 konnte man
die Begegnung nur als Gegurke bezeichnen: Ein Fehler jagte den nächsten - auf
beiden Seiten. Zudem stellte Torben Tidick fast ausschließlich über die Außen,
viele Netzfehler und sogar ein Aufstellungsfehler des MSC bildeten den traurigen
Höhepunkt. Jetzt rochen die "Cowboys" Lunte, spielten sich vor den
frenetisch anfeuernden Zuschauern in einen Rausch. Der erste Satzball wurde
durch Georg Grozer abgewehrt. Beim zweiten eine Szene mit Seltenheitswert: Der
sonst so besonnene kroatische MSC-Coach tobte, sprang höher als seine Schützlinge,
wild gestikulierend. Die erneute Fehlentscheidung des unsicher wirkenden
Schiedsrichters war diesmal wohl zu viel für ihn. Der kurzzeitige Wechsel Huib
den Boer für Gergely Mondi schien zunächst fruchtbar, der effektive Nutzen
blieb aus. Jetzt lief alles über Georg Grozer, er sollte es wohl richten. Bei
einer derartigen Belastung war der entscheidende Fehler jedoch nur eine Frage
der Zeit: Grozer schlägt nach zwei weiteren abgewehrten Satzbällen ins Netz,
der OSV feierte den Satzgewinn, als hätte er die Partie gewonnen. Jetzt machte
Igor Arbutina eine Schnitt, brachte Teodor Hirs, Pieter-Jan Waale und Huib den
Boer. Später durfte auch Sascha Bandow auf das Feld, Georg Grozer bekam seine
verdiente Auszeit. Es nutzte nichts. Der OSV kämpfte den MSC bis auf eine schöpferische
Pause im vierten Durchgang mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung nieder.
"Wir haben hier verdient verloren, erklären kann ich mir diese Niederlage
momentan jedoch nicht", machte Igor Arbutina nach der Partie einen
nachdenklichen Eindruck.
Im Halbfinale des WVV-Pokals setzte sich der MSC
gestern Abend mit 3:1 (22:25, 25:17, 25:14, 25:20) bei Rote Erde Schwelm durch
und erreichte das Endspiel bei Post SV Bielefeld am 2. November.
Daniel Passon
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Haching
war mehr als eine Nummer zu groß
![]()
Einen rabenschwarzen Tag hatte
Volleyball-Erstliga-Aufsteiger VV Humann bei seinem Gastspiel in Unterhaching
erwischt. Gegen den gastgebenden TSV unterlagen die Schützlinge von Trainer
Peter Bach klar mit 0:3 (9:25, 20:25, 15:25).
Im Angriff herrschte totale Flaute
Anders als bei den Spielen gegen Berlin und
Friedrichshafen, fanden die Humänner nie ins Spiel. Zum ersten Mal sind sie in
der rauhen Wirklichkeit der Deutschen Volleyball Liga unsanft angekommen. Im
ersten Satz lief bei den Essenern nichts zusammen. Den Hachinger Aufschlägen
stand die Annahme chancenlos gegenüber. Kaum ein Ball kam zu Spielmacher
Christopher Schieck.
Der zweite Satz konnte durch Frank Fischer und
Co. etwas freundlicher gestaltet werden. Der Aufschlag kam nun besser, und der Rückstand
wurde in erträglichen Grenzen gehalten. Die Eigenfehlerquote war gemessen an
Erstligaansprüchen aber noch immer viel zu hoch.
Auch im dritten Satz musste sich Humann auf
Schadensbegrenzung beschränken. Obwohl Trainer Peter Bach alle Möglichkeiten
der Bank ausgeschöpft hatte, kamen seine Mannen nie ins Spiel.
"Haching hat heute mindestens auf dem Niveau
von Berlin oder Friedrichshafen gespielt", zog Frank Fischer den Hut vor
dem Team aus dem Münchener Süden.
Wichtige Spiele im Dezember
Im zweiten Satz habe man einigermaßen
mitgespielt, den Rest müsse man ganz schnell vergessen. Fischer:
"Unterhaching gehört aber definitiv auch nicht zu unseren Konkurrenten,
gegen die wir punkten können oder gar müssen. Wir bleiben dabei: Die wichtigen
Spiele kommen erst ab Dezember."
(stebl)
| Deutschland - Münstersche Zeitung |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
"Sind
jetzt in Münster angekommen!"
Brünn - Viel Zeit für gemeinsame Unternehmungen
in Münster hatten die vier Niederländerinnen in Diensten des USC Münster noch
nicht in dieser Saison. Und trotzdem: "Nach dem Turniersieg in Brünn sind
wir wohl jetzt richtig in Münster angekommen", formuliert es Chaïne
Staelens, die nach ihrer langen Verletzung nun quasi ihren zweiten Anlauf beim
USC nimmt. Da spricht sie auch gleich mit für Neuverpflichtung Janneke van
Tienen und Caroline Wensink, die neue Blockerin des USC.
Die vierte im Bunde, Chaïnes Schwester Kim, ist
in Münster längst heimisch, schließlich ist sie bereits in ihrer zweiten münsterschen
Spielzeit. Und kann die Fragen ihrer Landsmänninnen beantworten und helfen, wo
Hilfe benötigt wird.
Allzu viel ist das nicht, auch weil es keine
Sprachbarriere für das Oranje-Quartett gibt " alle vier Akteurinnen
sprechen vorzüglich Deutsch. Das Europapokal-Wochenende in Brünn hat ein Übriges
getan; auf diesen längeren Reisen wachsen gute Mannschaften zusammen. Zumal der
sportliche Erfolg stimmt: "Wir haben hier drei Mal 3:0 gewonnen, das hätte
ich vorher nicht unbedingt geglaubt", bekennt Janneke "Jip" van
Tienen. Und Kim setzt den Gedanken fort: "In den letzten zwei Wochen war
viel zu tun, wir sind jetzt um einiges weiter " wenn auch noch nicht ganz
so weit wie wir wollen." Doch das, erklärt der Holland-Vierer unisono, sei
nur eine Frage der Zeit. Schließlich wollen alle vier mit dem USC den
Meistertitel.
"Es ist möglich in diesem Jahr, aber das
ist es auch für andere, beispielsweise für Ulm", ahnt Kim Staelens. Doch
Brünn war ein Schritt in die richtige Richtung: "Wir haben uns hier
einiges an Selbstvertrauen holen können", sagt Caro Wensink vor dem
Hintergrund des harten kommenden Wochenendes, das dem USC mit Spielen gegen
Hamburg (Freitag) und beim Meister Ulm (Sonntag) bevorsteht.
Ein Grundpfeiler, zur eigenen Stärke zu finden,
ist sicher auch die persönliche Befindlichkeit der Spielerinnen. Ein Punkt, dem
die Oranje-Fraktion im USC-Dress überaus optimistisch entgegen sieht: "Die
Menschen in Münster sind sehr freundlich", hat Chaïne Staelens bereits
festgestellt. "Münster hat eine schöne Atmosphäre", sagen Wensink
und van Tienen übereinstimmend.
Das mag auch daran liegen, dass das Münsterland
dicht dran ist an ihrem Zuhause. Janneke van Tienen hat es dorthin im Übrigen
am weitesten: 250 Kilometer sind es bis nach Breda.
luh
| Deutschland - Münstersche Zeitung |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Die
starke Bank macht Büring Freude
Brünn - Trainer Axel Büring blieb trotz des
tadellosen Ergebnisses, das sein USC Münster beim Top-Teams-Cup in Brünn
erzielte, auf dem Teppich. Der Turniersieg sei kein Grund abzuheben. "Wir
haben hier zwei ordentliche und ein schlechtes Spiel gemacht", war das nüchterne
Fazit des 36-Jährigen nach Conny Dumlers verwandelten Matchball gestern gegen
Velika Gorica.
Zumindest diese Partie allerdings fand der Coach
dann doch wohl besser als nur ordentlich. "Es war ein guter
Abschluss", befand Büring nach einem Spiel, in dem seine Spielerinnen
konzentriert auftraten und dem Gegner nur 36 Ballpunkte erlaubten.
Entscheidend fürs Weiterkommen war für Büring
allerdings der Freitag mit der Begegnung gegen die Niederländerinnen von Longa
´59 Lichtenvoorde. Ein, zwei Erkenntnisse dieses Wochenendes machen Büring für
die Zukunft Mut. Nämlich, dass Brünn zeigte, dass Münster über eine
hervorragende Bank verfügt. Beinahe jede Spielerin im Elferkader kann ohne
nennenswerte Verluste ersetzt werden kann. "Das allerdings müssen wir uns
immer wieder erarbeiten!"
luh
| Deutschland - Westfälische Nachrichten |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Endlich
darf die WSU wieder jubeln
Warendorf. Es war kurz nach 17 Uhr gestern Nachmittag, als endlich mal wieder das Erfolgsglied Stand up for the champions aus den Boxen in der Halle A der Sportschule dröhntewie immer nach Heimsiegen der WSU-Volleyballerinnen. Doch in dieser Saison durfte dieses Lied noch nicht einmal in den CD-Player gelegt werden. Nach anderthalb Stunden sehenswertem Volleyball jubelten die WSU-Volleyballerinnen ausgelassen vor ihren Fans. Sie hatten auch allen Grund. Beim souveränen 3:1 (25:18, 25:19, 19:25, 25:19)-Sieg über den MTV Obernkirchen hatte der Zweitligist nicht nur nach vier Niederlagen mal wieder gewonnen und somit den ersten Heimsieg eingefahren, sondern dabei auch vollends überzeugt. Die Mannschaft, die über Wochen verunsichert auftrat, war vom ersten Ballwechsel nicht wiederzuerkennen. Da war Biss, Spielfreude und jede Menge Selbstsicherheit zu erkennen.
Da fällt schon eine ganz große Last von uns.
Anscheinend ist bei meinen Spielerinnen nun ein Schalter umgelegt worden. Nun
wissen sie, dass man sich alle erarbeiten kann und muss. Heute haben wir vom
ersten Ballwechsel an Motivation, Aggressivität und die taktische
Marschrichtung gezeigt. Wir haben Obernkirchen schnell den Schneid abgekauft. In
der Vorbereitung auf dieses Spiel haben wir alles richtig gemacht, freute sich
ein erleichterter WSU-Trainer Niels Westphal und verabschiedete sich erst einmal
für ein paar Tage in den Skiurlaub.
Ein dickes Sonderlob verteilte Westphal an Daniela Schmees, die fast jeden
Angriff im Ziel versenkte und an Zuspielerin Christine Schmees, die sehr gut das
Angriffsspiel koordinierte.
Im ersten Satz präsentierte sich die Sportunion
wie aus einem Guss, da passte alles zusammen. Auch bis zum 8:9 im zweiten
Durchgang lief es noch gut. Doch dann ging etwas die klare Linie verloren.
Obernkirchen führte mit 14:11, ehe die WSU den Satz noch drehte, acht Punkte in
Folge machte und den zweiten Satz holte.
Im dritten Satz ging die Konzentration dann etwas verloren, Obernkichen schaffte
den Satzanschluss. Doch schnell zeigte sich im vierten Satz wieder der
Siegeswille bei der WSU. Petra Vieth verwandelte den ersten Matchball mit einem
Aufschlag, danach war der Jubel groß.
Alexa Frommer
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
SSC-Damen
mühen sich zum 3:0-Erfolg
Zwei Gesichter im Spiel gegen Berlin-BVC
Schwerin Erwartungsgemäß mit 3:0 (8, 21, 22)
setzten sich die Volleyballerinnen des Schweriner SC am Sonnabendabend in der
Volleyballhalle gegen den Berlin-Brandenburger VC 68 durch. Aber allein an den
Ergebnissen der Sätze zwei und drei wird deutlich, wie sehr sich der SSC für
diesen Erfolg mühen musste.
Dabei begann alles so hervorragend. Schwerin
begann mit durckvollem Spiel, zog nach dem 2:2 rasch davon und ließ die Gäste
förmlich alt aussehen. 6:2 und 13:7 war der Durchgang gegen eine völlig
desolat auftretende Berliner Sechs, bei denen sich vor allem Libero Anne Oemus
zum Totalausfall entwickelte, schon nach 15 Minuten bei nur acht Gegenpunkten in
Sack und Tüten. So hätte es weitergehen können!
Aber weit gefehlt. Nach dem Seitenwechsel präsentierte
sich Berlin wie ausgewechselt, lag plötzlich sogar mit 13:9 und 16:12 vorn. Gar
nichts mehr klappte beim SSC. Vom sicheren und vor allem variablen
Kombinationsspiel war nichts mehr zu sehen, Krampf diktierte den Auftritt des
Gastgebers. Trainer Tore Aleksandersen reagierte, brachte Linda Dörendahl für
Kathleen Weiß im Zuspiel und kurz danach Tina Gollan für
Anika Schulz im Angriff. Die Maßnahme fruchtete: Viermal Gollan, dann Patricia
Wolf und Angela Krivarot sorgten für die Wende. Über 16:16 und 17:17 setzte
sich der SSC zum 21:17 (nach schönem Lob von Angie Kriv arot in die Abwehrlücke)
ab und sicherte sich auch diesen Durchgang mit 25:21.
Ein ähnliches Bild bot sich im dritten Satz.
Berlin agierte nach wie vor mit druckvollem Aufschlag, vor allem Kapitän Ramona
Stucki stellte den SSC vor schier unlösbar scheinende Probleme und machte aus
einem 1:4 ein 6:5. Das Spiel wogte fortan hin und her, bis zum 10:10 war die
Partie ausgeglichen. Dann aber schien bei Schwerin der Knoten geplatzt zu sein,
Linda Dörendahl stellte mit einem schönen Zuspielertrick die Weichen in
Richtung 14:11-Führung. Aber erneut kam Berlin zurück, glich aus und blieb bis
zum 16:16 dran. Erst dann setzte sich der SSC - vor allem durch die überzeugende
Tina Gollan - entscheidend ab und ließ nach dem 20:16 nichts mehr anbrennen.
Der dritte Matchball schließlich brachte die endgültige Entscheidung und den
ersehnten Heimerfolg.
"Die Mannschaft spürt die Erwartungshaltung
von Fans und Umfeld und muss erst lernen, damit umzugehen", analysierte
Aleksandersen. "Deshalb verliert sie nach einem guten Durchgang die
Konzentration und muss dann über den Kampf ins Spiel zurückfinden. Im ersten
Satz stand unser Block wie eine Wand, danach schlichen sich Fehler ein. Das 3:0
war enorm wichtig. Ich hoffe, dass wir durch weitere Siege für mehr Ruhe sorgen
können."
Volker Beier
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
1. VC Parchim deklassiert Spitzenreiter VC
Olympia Berlin mit 3:0
Parchim Das von den Spielerinnen und Fans des 1.
VC Parchim mit Spannung erwartete Duell gegen den Spitzenreiter der 2.
Volleyball-Bundesliga, VC Olympia Berlin, endete mit einem hoch verdienten 3:0
(19, 11, 15)-Sieg der Parchimerinnen.
Beide Kontrahenten hatten im ersten Satz bis zum
18:18 gleiche Spielanteile, es zeichnete sich das erwartet interessante Spiel
ab. Doch in der Schlussphase des ersten Satzes drehten die Parchimerinnen auf,
machten schon mit den Aufgaben Druck und verunsicherten den Gegner durch eine
aggressive und vor allem erfolgreiche Blockarbeit. Ein erfolgreicher Block von
Katharina Wilk setzte beim 25:19 auch den Schlusspunkt im ersten Durchgang.
Der zweite Satz war für die VCO-Spielerinnen
eine Lehrvorführung für schnellen Volleyball und gute Motivation in der
Mannschaft. Die Gäste bekamen kein Bein auf die Erde. Parchim punktete aus
allen Mannschaftsteilen, beim VCO schoss die Fehlerquote in die Höhe. Nur
einmal konnten die Gäste zwei Punkte in Folge erkämpfen, vom 20:8 zum 20:10,
und schon nahm Stützpunkttrainer Dirk Groß eine Auszeit. Danach ging das Schützenfest
der Parchimerinnen munter weiter. Der Tabellenführer wurde quasi demontiert,
was der 25:11-Endstand dieses Satzes auch beweist.
Zu Beginn des dritten Satzes räumten die
VCP-Damen alle Zweifel aus, dass dieser Durchmarsch nur eine Eintagsfliege war.
... 8:5, 12:6, 20:7 und beim 24:11 im dritten Satz hatten sich die
Gastgeberinnen den ersten Matchball verdient. Diesen wehrten die Berlinerinnen
noch dreimal ab, dann war Parchims fünfter Sieg in Folge perfekt und die
Siegesserie des VC Olympia jäh unterbrochen.
Eine Woche haben die Parchimerinnen jetzt Pause
und am 9. November kommt das nächste Spitzenteam in die Fischerdammhalle, der
SCU Emlichheim.
Thomas Zenker
| Deutschland - Maerkische Allgemeine |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Kyritz gewann, agierte aber nicht souverän
KYRITZ Souverän war der Auftritt der Kyritzer
Bundesliga-Volleyballer am
Die Partie gleich einem ständigen Auf- und Ab.
Immer wieder zeigten
Vor 234 Zuschauer schenkten sich beide Teams
nichts. Während Kyritz über
Beim Heimteam schwächelte nun die Annahme. Auch
mit der Feldabwehr war
Danach verschlief Kyritz den Beginn (0:3), aber
auch Bonn war nicht frei
Im vierten Satz sorgte der eingewechselte Hannes
Höpfner für ein Raunen.
| Deutschland - SCC Berlin-News |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Der SCC mit meisterlicher Vorstellung
Pokalsieger Friedrichshafen wird in Berlin beim "Supercup" 3:0 abgefertigt
Als HB-Männchen, unentwegten Diskutanten und Animateur am Spielfeldrand kennt man Stelian Moculescu. Am Sonntag (26.10.) jedoch, beim Gipfeltreffen der Volleyball-Bundesliga in der Berliner Sömmeringhalle, bot sich knapp 1600 Zuschauern ein seltsames Bild. Der Bankchef der Nationalmannschaft, des Dauermeisters und letztjährigen Pokalsiegers VfB Friedrichshafen saß im dritten Satz regungslos auf dem Stühlchen.
Es hatte ihm die Sprache verschlagen, wie der Gastgeber SC Charlottenburg nach zwei gewonnenen, gleichwohl umkämpften Sätzen dann im finalen Durchgang seine Multi-Kulti-Truppe mit Akteuren aus sieben Ländern 25:15 an die Wand spielte.
Am Ende stand nach wenig mehr als 60
Spielminuten ein 3:0 (25:20, 25:21, 25:15) in der Partie zwischen Meister SCC
und Pokalgewinner VfB, in anderen Sportarten ist das ein Supercup-Finale, zu
Buche.
"Anfang der 90-er Jahre haben wir Friedrichshafen auch ein paar Mal
geschlagen, aber so deutlich und im Schnelldurchgang noch nie", meinte
SCC-Geschäftsführer Günter Trotz.
Eine faustdicke Überraschung. Andere hatte es zuvor gegeben: So, als Ulf Quell an Stelle von Bogdan Jalowietzki (und in dessen Trikot!) als 12. Spieler dem Publikum vorgestellt wurde. Quell war vormals SCC-Angestellter, ist seit gut einem Jahr am Bodensee und dort (wie bei der Nationalmannschaft) als Assistent Moculescus tätig. Gespielt hat er am Sonntag nicht, auch wenn sein vorheriges Stretchingprogramm dies erwarten ließ.
Aber vielleicht sollte das die Berliner verwirren. Wie auch, dass der VfB ohne seine beiden spektakulären Neuverpflichtungen aus dem Lande des Weltmeisters Brasilien begann...später sah man warum: Alex Lenz und Luiz Monzillo waren zwar Nationalspieler für Brasilien, aber sie ihr Können hätte nie ausgereicht, um in einer Weltmeister-Formation einen Platz zu finden.
In der nach acht Abgängen total umgekrempelten VfB-Mannschaft überzeugten in den ersten beiden Sätzen - danach versuchte Moculescu den Alles-oder-nichts-Totalwechsel - allem Diagonalangreifer Jochen Schöps (Juniorenauswahl-Kapitän vom VC Olympia Berlin und bester Mann beim VfB), Außenangreifer Marcus Popp (Leipzig) und Zuspieler Ilja Wiederschein. Das reichte nicht gegen den SCC, der kompakter, spielfreudiger und harmonischer wirkte. "Zu viele Eigenfehler und zu viele vergebene Punktchancen", meinte Quell hinterher. Und sein Vorgesetzter Moculescu sagte: "Bei uns war heute zuviel Sand im Getriebe. Der Gegner hat sein Potenzial abgerufen - wir nicht. Das muss noch reichlich Sand raus aus dem Motor."
Der SCC-Coach Mirko Culic vermied nach der "ersten wichtigen Standortbestimmung in der Bundesliga" jegliche Euphorie: "Wir waren vor allem im Block und in der Feldabwehr besser. Nun weiß ich, dass unsere Neuzugänge passen und wir insgesamt stärker als im Vorjahr sind."
DVV-Vize Götz Moser ("Friedrichshafen war schwächer als gedacht") und SCC-Multifunktionär Trotz waren sich einig, "dass man dieses Resultat nicht überbewerten" solle. Auf alle Fälle bleibt: Der SCC ist in der Ausprägung des Leistungsprofils momentan einen oder zwei Schritte weiter als der Dauerrivale.
Zwei vom SCC schienen übrigens
besonders motiviert und happy über den Ausgang des Prestigekampfes:
Zuspieler Jaroslav Skach und Hauptangreifer Marco Liefke. Der Tscheche war
nach den Stationen Dachau und Düren nur eine Saison in Friedrichshafen und fand
sich dort nicht entsprechend gewürdigt. Ähnliches dürfte Liefke als bester
Bundesliga-Angreifer der letzten Jahre bei seiner Statistenrolle zur EM
empfunden haben. "Es hat schon ein bisschen Spaß gemacht, heute zeigen zu
können, dass ich ganz gut Volleyball spiele", sagte Skach - jedoch ohne
jeden Anflug von Häme.
Ernst Podeswa
| Deutschland - VC Bottrop-News |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Bottrop
setzt sich gegen Bocholt durch
Mit einer zum Schluß deutlichen starken Leistung
zeigte sich der VC Bottrop 90 in einem erholten Zustand und stellte unter
Beweis, dass die Niederlagen des vergangenen Wochenendes auch tatsächlich
Schnee von gestern waren.
In dem Derby zwischen dem Ruhrgebietsverein und den Grenzstädtern, deren Wege sich innerhalb der letzten Jahre immer wieder kreuzten, setzten zunächst die Gäste aus Bocholt Maßstäbe. Mit 16:25 gab es zunächst ein deutliches Nachsehen. Doch sollte sich zeigen, dass gerade der erste Durchgang dazu diente, den Gastgebern eine Orientierungshilfe zu geben, denn mit neuem Libero war gerade die Ballannahme zunächst etwas zu vorsichtig.
Matthias Kolley, gerade frisch vom Bodensee ins Ruhrgebiet gewechselt, fand sich dann aber doch schnell zurecht und gab mit seinen Aktion, auch in der Feldabwehr, der Mannschaft zunehmend Sicherheit. Unter der Führung von Tomas Wiedermann gelang dann auch Angriff um Angriff und spätesten ab dem dritten Satz konnte auch der Bocholter Mittelangriff keinen Weg mehr in das Bottroper Feld finden. Da trotz der Ferien nahezu 200 Zuschauer den Weg in die Dieter Renz Halle fanden, herrschte auch entsprechend gute Stimmung, als Kapitän Markus Richter, lange Zeit stärkster Angriffsspieler in Bocholt, Punkt um Punkt setzte und sein Team sich somit in die Spitze der 2. Liga Nord zurückspielten.
Daniell Ferraz, im Jahr zuvor Kapitän beim VC
Bottrop, konnte an diesem Tag nicht so wie befürchtet glänzen und so
blieb den Gästen nur der eine Satz und ein Platz im Mittelfeld. Die
Bottroper erspielten sich somit ein trainings- freies Wochenende und habe nun
genügend Zeit, sich auf die beiden Spiele gegen
die Niedersachsenvertreter Schüttorf und Lintorf vorzubereiten.
Wolfgang Donat
VC Bottrop - TuB Bocholt
3:1 (16:25, 25:21, 25:18, 25:18)
| Deutschland - VfB Friedrichshafen-News |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Moculescu: „Können nicht zaubern, müssen arbeiten“
VfB Friedrichshafen unterliegt im Spitzenspiel in Berlin
FRIEDRICHSHAFEN (gus) - Der VfB Friedrichshafen hat am Wochenende seine erste Saisonniederlage kassiert. Beim SCC Berlin unterlag das Team von Stelian Moculescu mit 0:3 (20:25, 21:25, 25). Für den Trainer ist die Niederlage kein Beinbruch: „Wir können nicht zaubern, wir müssen arbeiten.“
Das Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga stand von vornherein unter keinem guten Stern. Kapitän Bogdan Jalowietzki ist verletzt und war gar nicht dabei, Zuspieler Robert Koch ist ebenfalls noch angeschlagen und konnte nur hin und wieder zum Aufschlag eingesetzt werden und „Itapolis“ spielte trotz Rückenschmerzen. Keine idealen Voraussetzungen also. Auf der anderen Seite ein SCC Berlin, der motiviert war bis in die Fingerspitzen. Dass es schwer werden würde, war also vorher klar.
Der amtierende deutsche Meister bestätigte die Skeptiker unter den VfB-Fans: Mit druckvollen Aufschlägen setzten vor allem Marco Liefke und Sebastian Prüsener den VfB stark unter Druck und zwangen die Häfler immer wieder zu Fehlern. Außerdem schafften es die Berliner immer wieder, Ilja Wiederscheins Zuspiel erfolgreich zu lesen, postierten ihren Block dementsprechend und machten den Punkt. Die ersten beiden Sätze verliefen nahezu gleich.
Bis zur zweiten technischen Auszeit waren die beiden Kontrahenten gleichauf, dann erlaubte sich der VfB, zwei Punktchancen nicht zu nutzen. Daraufhin drehten die Gastgeber richtig auf und zogen unaufhaltbar davon. Die schon erwähnte Aufschlagstärke des SCC unterstreichen die beiden Asse zum 25:20 (im ersten Satz durch Marco Liefke) und zum 25:21 (im zweiten Satz durch Jan Günther).
Anstatt die Begegnung noch einmal spannend zu machen, leistete der VfB auch im dritten Spielabschnitt zu wenig Widerstand. Hatten bis dahin Ilja Wiederschein, Jochen Schöps, Marcus Popp, Bogdan Olteanu, Itapolis, Mario Zelic und Alexis Valido auf dem Feld gestanden, sollten Alex Lenz (für Olteanu), Toni Kovacevic (für Popp) und Jovan Markovic (für Schöps) für frischen Wind sorgen. Aber die Luft war raus - und die erste Saisonniederlage nach 64 Spielminuten besiegelt.
Die Erklärung dafür liefert Stelian Moculescu: „Wir waren einfach schlecht und haben überall zu viele Fehler gemacht, egal in welchem Bereich.“ Und ein zerknirschter Teammanager Ulf Quell fügt hinzu: „Eine bittere Pille, aber das ist die Realität.“
Bis jetzt ist der amtierende deutsche Meister SCC
Berlin die Mannschaft der noch jungen Saison. Mit dem vierten 3:0-Erfolg steht
er dort, wo Friedrichshafen sonst immer anzutreffen war: Verlustpunktfrei ganz
oben in der Tabelle. Für Stelian Moculescu ist das kein Beinbruch, denn: „Die
deutsche Meisterschaft wird erst im April entschieden.“ Am Sonntag hat er
gesehen, dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist.
| Deutschland - VfB Friedrichshafen-News |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Volley
YoungStars siegen in Freiburg
FRIEDRICHSHAFEN (gus) – Der Ausflug in den
Breisgau war für die Volley YoungStars des VfB Friedrichshafen erfolgreich. Das
Team von Söhnke Hinz entführte bei der FT 1844 Freiburg zwei Punkte und siegte
in einem Kampf betonten Spiel mit 3:1 (28:26, 26:24, 21:25, 25:18).
Die Satzergebnisse machen schon deutlich, dass es
keine allzu klare Angelegenheit für die Häfler war. Freiburg lag meistens ein
bis zwei Punkte vorn – sehr zur Freude der 350 Zuschauer in der Freiburger
Burdahalle. Aber am Ende des Satzes, wenn es galt, dann riss sich die Sechs um
Zuspieler Patrick Steuerwald wieder zusammen und dem Publikum blieb der Jubel im
Halse stecken. „Die wirklich wichtigen Bälle haben wir gemacht“, freute
sich Söhnke Hinz nach dem Spiel. Guter Block und gute Verteidigung – das
waren die Ausschlag gebenden Faktoren für den Erfolg.
Im dritten Satz hatten Patrick Steuerwald, Max Günthör,
Alex Wiskirchen, Marco Hofmann, Alex Mayer, Sebastian Schwarz und Timo Wilhelm
die Freie Turnerschaft von Anfang an besser im Griff und es deutete sich ein
3:0-Erfolg an. Ob Günthör, Steuerwald, Schwarz und Mayer in Gedanken schon auf
dem Weg nach Frankreich waren, wo sie mit ihrer Nationalmannschaft in
Montpellier an einem Trainingslager des deutsch-französischen Jugendwerkes
teilnehmen? Entscheidender waren wohl die Aufschläge der Freiburger, die die Häfler
Annahme erfolgreich unter Druck setzten. Der 21:25-Satzverlust war die Folge.
Nach diesem Ausrutscher ließen die Häfler
nichts mehr anbrennen und besiegelten mit 25:18 ihren vierten Saisonerfolg. Auch
wenn die spielerische Leistung keine Bestnoten verdient hat, so ist Söhnke Hinz
zufrieden: „Wichtig war es, nach den beiden Niederlagen am vergangenen
Wochenende überhaupt zu gewinnen.“ Der Trainer machte sich nach dem Spiel
gleich wieder auf den Weg zur Spielersichtung nach Karlsruhe. Dort wurde am
Wochenende der Bundespokal der 1987/88-er Jahrgänge ausgetragen. Die Volley
YoungStars gehen mit neuem Selbstvertrauen in die Herbstferien oder besser zur
Landesauswahl und Nationalmannschaft, bevor in zwei Wochen das nächste Spiel
ansteht.
| Norddeutschland - HTBU-News |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
HTBU:
Ein verhängnisvoller Fehler
Nach dem klaren 3:0-Sieg gegen Aufsteiger VfL
Geesthacht musste der HTBU zuletzt zum SV Warnemünde.
Hoch motiviert reiste die durch Grippe und Verletzung dezimierte Mannschaft an.
Es galt als Dritter der Regionalliga den Tabellenführer zu bezwingen. Doch ein
kleiner Schreibfehler – und die Volleyballer verspielten ihre Chance.
Das Spiel hatte sehr ruhig begonnen. Dem stetig
steigenden Tempo der Mecklenburger konnten die Hamburger aber problemlos folgen.
Kurz vor Ende des Satzes gelang den Gastgebern eine kleine Serie, die den Satz
entschied. Im zweiten Satz war es genau umgekehrt und der HTBU behielt zum
Schluss die Oberhand. Nach einem ungewöhnlichen Einbruch in der dritten
starteten die Gäste stark in die vierte Runde. Doch beim Stand von 9:8 pfiff
der Schiedsrichter plötzlich ab.
Erst jetzt hatte das Schiedsgericht den
Aufstellungsfehler bemerkt. In der Hektik beim Seitenwechsel hatte das Team eine
andere Aufstellung genannt als mit der sie dann auf dem Spielfeld stand. Das
Ergebnis: alle erzielten Punkte wurden aberkannt.
Zwar kamen die Gäste noch mal mit 6:9 an den
Tabellenführer heran, mussten sich dann aber mit 14:25 geschlagen geben. „Das
Spiel wäre ganz anders verlaufen, wenn uns das nicht passiert wäre“, so
Christian Kunze, der für dieses Spiel das Coachen für den erkrankten Trainer Jörg
Förster übernommen hatte. „So hatten wir nie die Möglichkeit, mal gefährlich
zu werden.“
Ob offiziell Protest eingelegt wird, war bis dato
noch nicht klar. Es dreht sich um die Frage, ob der zweite Schiedsrichter beim
Prüfen der Aufstellung vor Satzbeginn den Fehler hätte bemerken müssen.
Spielerisch hatte der HTBU eine passable Leistung
abgegeben. Beim nächsten Heimspiel am 08. November gegen den Aufsteiger MTV
Eckernförde muss das Team seine wirkliche Stärke dann unter Beweis stellen.
Die Eckernförder konnten bislang mit wechselnden Leistungen noch nicht überzeugen.
Arne Koch
| Deutschland - Grafschafter Nachrichten |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
Nur
einmal gerät der SC Union ins Straucheln
3:0-Sieg gegen Hamburg
Im zweiten Satz lagen die Volleyballerinnen des
SC Union Emlichheim schon 12:17 zurück, ehe sie den Satz noch für sich
entschieden. Gegen den CVJM Hamburg reichte eine mäßige Leistung.
Emlichheim – Wie gut, dass der 3:0 (25:21, 27:25, 25:20)-Erfolg der Zweitliga-Volleyballerinnen aus Emlichheim gestern gegen den CVJM Hamburg nur wenig länger als eine Stunde gedauert hat. "Unser Spiel war heute nicht so schön anzuschauen", meinte SCU-Manager Norbert Bußmann und bemängelte zum Beispiel zu viele Unkonzentriertheiten im Spiel. Da wollte ihm Trainer Pierre Mathieu aber nicht auf ganzer Linie zustimmen und nahm seine Spielerinnen aus der Schusslinie: "Es war auch ein schweres Spiel für uns. Die Hamburgerinnen haben sehr gut aufgeschlagen", sagte der Niederländer. Weil der CVJM allerdings ausschließlich über die Aufschläge Gefahr ausstrahlte, hat der SC Union relativ sicher gewonnen. Dem Sieg aber fehlte ein wenig der Glanz.
Immerhin: Die Hamburgerinnen hatten vor rund 500 Zuschauern in der Vechtetalhalle sogar einmal die gute Chance auf einen Satzgewinn. Im zweiten Durchgang führten sie bereits mit 17:12, ehe die Emlichheimerinnen den Rückstand in eine 22:19-Führung drehten. Zwar ging der Satz in die Verlängerung, der SC Union gab die Führung aber nicht mehr aus der Hand. "Es war sehr glücklich", wusste auch Mathieu.
Die beiden anderen Sätze verliefen weniger
spannend. Nach ausgeglichenem Beginn zog Emlichheim jeweils davon. Im dritten
Durchgang führten die Niedergrafschafterinnen schon 20:10, ließen die Gäste
zum Ärger von Trainer Mathieu aber noch auf 23:17 herankommen. Dass der Coach
trotz der Probleme in der Ballannahme und Feldabwehr insgesamt zufrieden war,
lag eher an Kleinigkeiten, an denen er erkannt hat, dass sich die Spielerinnen
wieder ein bisschen weiter entwickelt haben: Annelies Koning hat die ersten
Sprungaufschläge in einem Punktspiel probiert (wenn auch mit wenig Erfolg),
Judith Meyer kann ihre Sprungaufschläge immer sicherer auch gezielt einsetzen,
und in zwei Situationen war gestern auch der Dreierblock am Netz zu sehen.
Holger Wilkens
| Deutschland - Grafschafter Nachrichten |
|
Montag. 27. Oktober 2003 |
FC
09 zerfällt gegen Lintorf in Einzelteile
Schüttorfer unterliegen dem Aufsteiger im
Keller-Duell der 2. Bundesliga mit 2:3
Im Abstiegskampf der Zweiten
Volleyball-Bundesliga leistete der Tabellenletzte einen Offenbarungseid. Gegen
den VfL Lintorf waren die Schüttorfer chancenlos.
SCHÜTTORF – Nach einer desolaten Vorstellung hat der FC Schüttorf 09 im Keller-Duell der Zweiten Bundesliga gegen den VfL Lintorf mit 2:3 (25:16, 18:25, 14:25, 25:23, 7:15) Sätzen verloren. Nur im ersten Satz konnte das Team der Trainer Heike Flockert und Dirk Schlotfeldt Akzente setzen. Dabei profitierten die Gastgeber allerdings davon, dass die VfL-Annahme noch nicht auf der Höhe war. "Wir haben einen Satz gebraucht, um uns auf die Schüttorfer Aufschläge einzustellen", sagte VfL-Trainer Uwe Wallenhorst. Die Hausherren lagen im ersten Abschnitt durchgehend in Front und entschieden den Satz deutlich mit 25:16 für sich. Sicherheit konnte dieser Satzgewinn ihnen aber nicht verleihen. Im Gegenteil: Ab Durchgang zwei präsentierten sich die Gastgeber ohne jegliches Zweitliga-Format.
Die Lintorfer, bei denen Christian Hunold im Diagonalangriff überragte, bauten im zweiten Durchgang eine 9:6-Führung bis auf 13:6 aus. Auch mehrere Wechsel führten auf Schüttorfer Seite nicht zum Erfolg. So ersetzte Kilian Schafstedde Michael Röder im Außenangriff, Jürgen Alsmeier griff für Sascha Youroukov an und Martin Petzold stellte für Timo Timpe zu. Zwischenzeitlich sah sich das Team vor 300 Zuschauern in der Schüttorfer Vechtehalle gar einem 11:23-Rückstand gegenüber.
Im dritten Satz das gleiche Bild. Während beim FC 09 die totale Verunsicherung sichtbar wurde und die Mannschaft in ihre Einzelteile zerfiel, präsentierten die Lintorfer sich als verschworene Einheit. "Bei uns hat es in allen Elementen nicht gestimmt. Besonders offensichtlich war aber, dass wir uns nicht als Mannschaft präsentiert haben. Jeder hat nur sein Ding gespielt", kritisierte nach der Partie ein ratloser Dirk Schlotfeldt. Über 10:6 setzten sich die Lintorfer auf 16:8 ab und hatten letztendlich keine Mühe, den dritten Abschnitt mit 25:14 unter Dach und Fach zu bringen.
Der vierte Satz hätte eigentlich schon die Entscheidung zu Gunsten des Aufsteigers bringen müssen. Die Gäste lagen schnell mit 8:2 in Front und hielten die Schüttorfer im Verlauf des Satzes durchgängig mit mindestens zwei Punkten auf Distanz. Erst als die Schiedsrichter beim Stand von 23:21 aus Lintorfer Sicht einen Schmetterschlag von Christian Hunold im Aus sahen, erwachte der Schüttorfer Kampfgeist. "Da war plötzlich das Glänzen in den Augen da", sagte Schlotfeldt. Die Schüttorfer machten vier Punkte in Folge und retteten sich in den Tie-Break.
Da war das 09-Feuer aber sofort wieder erloschen:
Ein 0:3-Fehlstart folgte. Mit einfachen Fehlern sorgten die Schüttorfer dafür,
dass der VfL sich absetzte (12:7) und mit einem 15:7 den ersten Auswärtssieg in
der Zweiten Bundesliga einfuhr. "Der einzige Vorwurf, den ich meiner
Mannschaft machen kann, ist die Tatsache, dass wir nicht mit 3:1 gewonnen
haben", sagte ein zufriedener Uwe Wallenhorst. Bei den Schüttorfern müssen
spätestens nach der siebten Niederlage in Folge die Alarmglocken schrillen.
Hinnerk Schröer
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel