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Dienstag, 28. Oktober 2003 

Sportvermarkter MNP pleite
Fischbek 1:3 gegen Suhl
Hamburger Zweitliga-Geschehen
Erste Niederlage für TV Fischbek
Frust und Freude beim VCNAL
Volleyball-Herren bei Auslosung im Glück
VC 68 sucht neue Spielerin
SCC-Volleyballer siegen 3:0 gegen Friedrichshafen
Moondag is de beste Dag!
Immer am Ball bleiben
Neue DVV-Homepage ab 30. Oktober online!
Rüsselsheim: Erfolgsstory geht weiter
World Cup: Bronze für Behinderten-Auswahl
Haching ist reif für den VfB
Bayer von zwei guten Teams das bessere
Rückschlag für TV Fischbek
Beim Meister nicht aufgegeben
Düren: Keinerlei Anlass zum Zittern
MSC: "Es gibt keine Entschuldigung"
Nun soll der Traum wahr werden
SV Bayer bleibt die Wundertüte der Liga
Vizemeister ohne Probleme
Trainer träumt noch nicht vom Halbfinale
Ein Neuer beim VC 90
Ulm weiter ohne Satzverlust
Rütteln 2:14 Punkte den FC 09 auf?
Mathieu: Zufriedenheit schon vor dem Sieg

Oktober 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Sportvermarkter MNP pleite

Insolvenz: Die Hamburger Agentur MNP ist zahlungsunfähig.

Hamburg - Um 14.40 Uhr gab Matthias Neumann gestern im Firmensitz in der Himmelstraße das Zeichen zum Aufbruch. "Wir müssen!", sagte der Gründer der Agentur MNP mbH. 90 Minuten später erklärten Neumann, Frank Mackerodt und Birgit Ballhause, die drei geschäftsführenden Gesellschafter, beim Insolvenzgericht die Zahlungsunfähigkeit des Hamburger Unternehmens. Die Forderungen von Banken, Dienstleistern und Verlagen an den Sportvermarkter (Jahresumsatz: rund acht Millionen Euro) belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. 15 Angestellte, die bis zuletzt ihre Gehälter erhalten haben, drohen nach dem jetzt eingeleiteten vorläufigen Insolvenzverfahren ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

Auf Grund der sich seit zwei Wochen abzeichenden Entwicklung hatte Mackerodt dem HSV-Aufsichtsratsvorsitzenden Udo Bandow zweimal seinen Rücktritt als Aufsichtsrat angeboten. Bandow lehnte zweimal ab. Gestern unterrichtete der ehemalige HSV-Volleyball-Nationalspieler seine übrigen zehn Ratskollegen. Eine endgültige Entscheidung soll jetzt bei der nächsten Sitzung des Gremiums fallen.

Auch die Hamburger Sportszene könnte die Folgen der Pleite zu spüren bekommen. MNP verkauft den Olympus-Marathon und die nationale Beachvolleyball-Serie mit dem Turnier am Rathausmarkt an Sponsoren. Beide Veranstaltungen sollen aber auch 2004 stattfinden, wohl mit neuen Vermarktern. Marathon-Chef Wolfram Götz macht sich jedoch Sorgen. MNP schuldet dem ausrichtenden Hamburger Leichtathletik-Verband rund 50 000 Euro. "Das wäre das Geld für zwei Spitzenläufer", sagt Götz. Weil das zurückliegende Lauffest bereits ein Loch in dieser Größe in die Kasse riss, würden im nächsten Jahr etwa 100 000 Euro für Prämien und Antrittsgelder fehlen.

Die Gründe für die finanzielle Schieflage von MNP liegen außerhalb des Gewinn bringenden Kerngeschäftes (Sport und Promotion). Die Probleme begannen im Februar 2000, als MNP ein Übernahmeangebot des US-Sportvermarkters Octagon ablehnte. Die Londoner Europazentrale hatte den Unternehmenswert von MNP auf sechs Millionen Euro taxiert. Die Wirtschaftsprüfer von MNP empfahlen stattdessen einen Börsengang. Damals feierten Aktien ihr Allzeit-Hoch. Nach Abschluss der Vorbereitungen Ende November 2000 waren die Kurse am Wertpapiermarkt aber wieder eingebrochen. Das Projekt wurde gestoppt, die Berater drückten die Vorlaufkosten von 750 000 Euro entgegen der Absprache MNP auf.

Gleichzeitig engagierte sich ´MNP in der Aquatania Investitionsgesellschaft (Mitgesellschafter sind nach Recherchen des Abendblatts die Wirtschaftsprüfer Morzinsky & Partner, Cinemaxx-Chef Hans-Joachim Flebbe und die Stadt Westerland) beim Bau eines Großaquariums auf Sylt, das nach Verzögerungen nun im Frühjahr 2004 fertig gestellt werden soll. Auf Rat ihrer Wirtschaftsprüfer hatte die Agentur 2001 rund 700 000 Euro Kredit für Aquatania aufgenommen. MNP stellte damit fast 80 Prozent des Eigenkapitals, hielt aber nur 30 Prozent der GmbH-Anteile. Die Bankschuld, so das Versprechen der Wirtschaftsprüfer, sollte von Investoren getilgt werden. Das ist bis heute trotz Androhung juristischer Schritte nicht passiert. Die Wirtschaftsprüfer müssen nun mit Klage auf Schadenersatz wegen Falschberatung rechnen. Insgesamt beliefen sich die Liquiditätsabflüsse von MNP in den letzten drei Jahren auf rund zwei Millionen Euro. "So viel Geld konnten wir in den anderen Geschäftsbereichen gar nicht verdienen", sagt Mackerodt.

rg

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Fischbek 1:3 gegen Suhl

Hamburg - Erste Saisonniederlage für die Volleyballerinnen des TV Fischbek Hamburg (4:2 Punkte): Gegen den kompakten Bundesliga-Aufsteiger VfB Suhl verloren sie vor 400 Zuschauern in 91 Minuten 1:3 (23:25, 25:21, 23:25, 23:25).

"Wir hätten wahrlich keine überragende Leistung bringen müssen, um zu gewinnen", ärgerte sich Manager Horst Lüders. Der ehemalige Trainer Knut Rettig, der als sportlicher Berater Stärken und Schwächen des Teams akribisch notierte und hinterher mit seinem Nachfolger Johnny de Westreicher besprach, machte "Abstimmungsschwierigkeiten und eine schwache Annahme" als Hauptursachen aus. "Wir müssen unsere Stärken besser nutzen, dann können wir auch um Platz sechs spielen und uns für die Meisterschaftsrunde qualifizieren."

Es gab gestern aber nicht nur traurige Gesichter in Fischbek: Spielertrainerin Marina Tschuksejewa, weiterhin eine Stütze des Teams, feierte ihren 40. Geburtstag, und Margarethe Kozuch, die in drei Tagen 17 wird, bewies erneut ihr riesiges Talent. Und mehr als das: Die selbstbewusste Jugend-Nationalspielerin, kam vom CVJM Hamburg, übernimmt bereits Verantwortung, fordert Bälle, muntert ihre Mitspielerinnen auf und sorgt für Stimmung auf dem Feld. Rettig: "Sie kann eine der besten deutschen Volleyballerinnen werden."

rg

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Hamburger Zweitliga-Geschehen

Die Zweitliga-Männer des Oststeinbeker SV (6. Platz, 6:4 Punkte) bezwangen vor 400 Zuschauern den bis dahin ungeschlagenen Erstligaabsteiger Moers 3:2 (22:25, 32:30, 25:20, 18:25, 15:11).

Beim 3:1 (25:22, 25:19, 27:29, 25:19) der Zweitliga-Frauen von WiWa (7.; 6:6 Punkte) über Aachen zog sich Libera Caren Breitung einen Achillessehnenriss zu. Sie wurde gestern operiert.

Der CVJM (9., 4:10) verlor in Emlichheim 0:3 (21:25, 25:27, 20:25). CVJM-Coach Helmut von Soosten (als Jugend-Bundestrainer verhindert) wurde von Co-Trainer Jens Zumbeck vertreten.

 

Deutschland - Harburger Rundschau 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Erste Niederlage für TV Fischbek

Neugraben - Die Volleyballerinnen des TV Fischbek haben ihre erste Prüfung in dieser Bundesligasaison nicht bestanden. Die Harburgerinnen unterlagen Aufsteiger VfB Suhl in der Halle Neumoorstück nach 91 Spielminuten mit 1:3 (23:25, 25:21, 23:25, 23:25). Nach zwei leichten Auftaktsiegen gegen den Berliner BVC 68 (3:1) und in Braunschweig (3:0) scheiterten sie gegen Suhl an einer mäßigen Annahme (Lidiya Schumakova) und vielen Konzentrationsfehlern. "Wir waren nicht fit", befand Mannschaftsführerin Christina Benecke (29).

Ob die Probleme eher körperlicher oder mentaler Natur waren, konnte die Nationalspielerin nicht ergründen. "Wir waren gut vorbereitet, aber wir haben die taktischen Vorgaben nicht umgesetzt." Bestes Beispiel: Suhl punktete gegen den Fischbeker Block regelmäßig mit Lobs. Benecke: "Wir wussten um diese Variante, doch wir haben unsere Beine nicht schnell genug in Bewegung gebracht."

Weitere Schwächen hatte Spielertrainerin Marina Cukseeva die gestern ihren 40. Geburtstag feierte, schnell ausgemacht: "Das Zuspiel war nicht sauber genug, die Abwehr stand nicht, und wir haben viele einfache Punktchancen ausgelassen. Dies hat bei zwei gleichstarken Mannschaften den Ausschlag gegeben." Das räumte selbst Suhls Trainer Jan Kirchhöfer ein: "Wir hätten die Begegnung auch mit 1:3 verlieren können."

Enttäuschend wie das Ergebnis war erneut die Zuschauerzahl. Gerade 400 kamen. Am nächsten Freitag spielt der TV Fischbek beim deutschen Vizemeister Münster, Sonntag (15 Uhr) folgt in der Sporthalle Süderelbe gegen Erfurt die vorerst letzte leichtere Aufgabe. "Spätestens nach diesem Spiel müssen wir unsere Schwierigkeiten überwunden haben", fordert Marina Cukseeva - von sich und der Mannschaft.

rg

 

Norddeutschland - Norderstedter Zeitung 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Frust und Freude beim VCNAL

Zitterspiele: Das Regionalliga-Männerteam verliert 2:3 in Geesthacht, die Frauen gewinnen 3:2 in Wilhelmsburg.

Norderstedt - Auch einen Tag nach dem Match wirkte Andreas Meinken, Spielertrainer der Regionalliga-Volleyballer des 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn, noch etwas niedergeschlagen. "Wir haben einen echten Big Point verpasst", stellte er nach der 2:3 (17:25, 25:10, 27:25, 17:25, 15:17)-Auswärtsniederlage beim Aufsteiger VfL Geesthacht fest, "mit einem Sieg hätten wir uns etwas aus der Abstiegszone befreien können."

In der Männer-Regionalliga scheint es in diesem Jahr sehr eng zuzugehen. "Wir werden wohl bis zum Saisonende um den Klassenerhalt zittern müssen", weiß der Coach. Dabei sah es nach dem zweiten Satz gegen die mitgefährdeten Geesthachter sehr gut aus. Auch weil sich die erstmals eingesetzten Verbandsliga-Akteure André Menzel (Außenangriff) und Sebastian Meiser (Zuspiel) sehr gut einfügten, Menzel stand für den verletzten Juris Grantinsh von Beginn an auf dem Feld, Meiser kam nach dem ersten Durchgang für Stamm-Spielmacher Johannes Student.

Bitter: Im Tiebreak des fünften Satzes vergaben die Norderstedter einen Matchball. Jens Stapelfeldt setzte beim Stand von 14:13 eine Aufgabe fünf Zentimeter neben die Auslinie.

Auch bei den Regionalliga-Frauen des VCNAL herrschte nicht unbedingt große Zufriedenheit über das 3:2 (21:25, 25:19, 25:15, 20:25, 15:10) beim Aufsteiger SV Wilhelmsburg. "So einen Gegner muss man eigentlich mit 3:0 schlagen", sagte Trainer Peter Schulz. Selbst dann, wenn dem Team einige wichtige Spielerinnen fehlen.

o fuhr die erkrankte Angreiferin Miriam Schaper erst gar nicht mit auf die Elbinsel. Ihre Schwester Sandra sagte unmittelbar nach dem Einschlagen ab. Zwar hatte sie eine Erkältung überstanden, doch sie fühlte sich nach dem Aufwärmen nicht fit. Auch Katrin Salbach war mit verstauchtem Handgelenk nur bedingt schlagfertig.

Deshalb bekamen vor allem die Nachwuchsspielerinnen Annalena Broscheit und Kristin Lange ihre Einsatzchancen. "Ein wenig fehlte uns die Konstanz", stellte Peter Schulz fest. Ein Phänomen, das gerade bei mangelnder Erfahrung zu beobachten ist. Trotzdem hätte es zu einem deutlichen Sieg gegen die Wilhelmsburgerinnen reichen müssen. Der Gegner war zwar sehr abwehrstark, im Angriff aber viel zu sehr auf die Künste der früheren Bundesliga-Angreiferin Tanja Wilhelm fixiert. Doch die brachte nur zwei wirklich wuchtige Schmetterschläge im Feld des 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn unter.

 

Deutschland - Netzeitung 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Volleyball-Herren bei Auslosung im Glück

Die deutschen Volleyballer haben eine lösbare EM-Qualifikationsgruppe 2005 erwischt. Schärfster Gegner um den Gruppensieg dürfte Portugal sein.
Die deutschen Volleyballer haben bei der Auslosung in Luxemburg mit Portugal, Ungarn und Israel eine lösbare Qualifikationsgruppe für die Europameisterschaft 2005 erhalten. Deutschland spielt im kommenden Jahr bei zwei Turnieren vom 14. bis 16. Mai sowie 17. bis 19. September jeweils gegen die drei Qualifikationsgegner und hat sich um das Heimrecht für eine Veranstaltung beworben.

Der Gruppenerste sowie die zwei besten Gruppenzweiten der vier Pools qualifizieren sich für das Finalturnier, das gemeinsam von Serbien und Montenegro sowie Italien ausgerichtet wird.

Bei der Heim-EM 2003 hatte die Mannschaft des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) als Gastgeber mit Platz sieben die direkte EM-Qualifikation verpasst.

Schärfster Gegner um den Gruppensieg dürfte Portugal sein, gegen das in der abgelaufenen Weltliga-Saison je zweimal gewonnen und verloren wurde.

 

Deutschland - Berliner Zeitung 

Dienstag. 28. Oktober 2003

VC 68 sucht neue Spielerin

Die Frauen des Berlin-Brandenburger VC 68 waren in ihrem dritten Bundesligaspiel beim Schweriner SC ohne Chance und verloren mit 0:3. Angesichts der Verletzungsmisere (nur acht Spielerinnen sind derzeit einsatzfähig) sucht der Klub noch eine Zuspielerin und eine Mittelblockerin.

 

Deutschland - Berliner Morgenpost 

Dienstag. 28. Oktober 2003

SCC-Volleyballer siegen 3:0 gegen Friedrichshafen

Im dritten Satz hatte Stelian Moculescu genug. Bis dahin hatte der Trainer des VfB Friedrichshafen seiner Truppe in den Auszeiten lautstark klar gemacht, was er von ihrem Auftritt hielt - gar nichts. Aber dann blieb er einfach auf der Bank sitzen und ließ Libero Alexis Valido reden. "Es ist nicht meine Aufgabe, die Spieler zu motivieren. Mich musste früher auch keiner motivieren", begründete er seine Maßnahme.

Als er noch an der Seitenlinie stehend das Geschehen verfolgte, hatte der Coach bereits wütend einen Ball Richtung Hallenecke gekickt. Der Grund für den Unmut in Zahlen: 3:0 (25:20, 25:21, 25:15) gewann der SC Charlottenburg überraschend problemlos das Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga vor 1600 Zuschauern gegen den Dauerkontrahenten vom Bodensee. "Das war gut, oder?", fragte SCC-Manager Kaweh Niroomand rhetorisch. Widersprechen wollte ihm niemand. Nach Siegen gegen schwächere Gegner wusste bislang keiner der Rivalen so recht, wo er steht.

Nach den 75 Minuten in der Sömmeringhalle weiß Moculescu zumindest, dass "bei uns noch viel Sand im Getriebe ist", während sich der SCC in starker Frühform präsentiert. "Es trainiert sich schöner, wenn man sieht, dass das Training etwas bringt", sagte Diagonalangreifer Marco Liefke. "Der Sieg bedeutet viel für das Selbstbewusstsein", meinte Trainer Mirko Culic. Für die Tabelle bedeutet er weiter Position eins - mit 12:0 Sätzen.

Doch beim Gewinner beeilten sich alle zu betonen, dass das Ganze bloß ja nicht überzubewerten sei. "Bei beiden Teams ist noch viel Luft nach oben", sagte Niroomand. "Ich habe nichts dagegen, wenn wir noch besser werden", sagte Jaroslav Skach schmunzelnd. Gegen seinen alten Verein, bei dem er fast nur auf der Bank saß, war der Zuspieler überragend. Variantenreich verteilte er die Bälle und nahm damit auch einige Last von Liefke, der früher oft Alleinunterhalter im Angriff war. Zudem hat sich der deutsche Meister im Vergleich zur abgelaufenen Spielzeit im Block und in der Feldabwehr stark verbessert.

Für die Gastgeber also ein schöner Nachmittag, dem zum Schluss selbst der ehrgeizige Stelian Moculescu mit einiger Ironie noch etwas Positives abgewinnen konnte: "Für meine Jungs ist das ein gutes Ergebnis. Jetzt haben sie gesehen, wie viel noch zu tun ist."

Sebastian Schlichting

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Moondag is de beste Dag!

Lütt beten Platt mit't Abendblatt

He hett en gode Froo, de Helle, de bescheed weet un op'n Kaneel paßt. Lett em nich veel alleen, mookt allens mit, d. h. egentlich annersrüm: He mookt allens mit, wat se vorhett! Se paßt op sien Gesundheit op, to'n Glück: Mennigeen Mannsminsch lett sik bi Eten un Drinken jo gohn, Mannomann, fett un veel un "bi't söbente Glas smeckt dat!"

Nix dor bi Ingvelda; de weet, dat Fleesch nix döggt, Fett von'n Dübel un Wetenmehl nix weert is, Beer opswemmt, Alkohol den Kopp verkielt. Ok bi Fisch vorsichtig! Wo koomt de her, hebbt de villicht to veel Dioxin? Un de "Finkenwarder Schull" is bi ehr ok nich in un mit Speck broodt, nee, mit "naturnaher Margarine" ut'n Öko-Loden . . .

Also Helle hett Glück hatt, leevt un itt gesund un wenig, drinkt Fruchtsaft un Selters, is slank un drohtig. Un nich so lustig as freuher. Man sien Arbeit in't Büro kann he blatschen. Un, jo, lett in'n Sport en beten no. Geiht jo ober ok al op de veertig to . . .

Ober Dingsdag, bi'n Volleyball, dor is he noch gau un stark un hett Konditschoon, jumpt un knallt as man een! Un dat liggt an den Moondag: Denn fohrt Ingvelda nämlich ümmer deenstlich no Bonn un blifft dor öber Nacht. Denk nix Verkehrts!

Helle is denn obends bi uns in't Sporthuus un speelt mit Skoot. Freit sik, wenn he winnt, gnickert, wenn bi'n annern en Speel in de Wicken geiht.

Un hett sienen Spooß, wenn he sik en Buurn-freuhstück to Lief haut, hollt ok mit uns noch mit, de wi uns to't Enn hen ümmer Kantüffelsaloot mit twee Knackwüß bestellt.

Bi't Drinken is he vorsichtiger, is jo ok mit'n Fohrrad dor: Toeerst nimmt he en "Woter", denn twee dree Spezis, un eerst bi Klock negen nimmt he en Beer mit, un noch een un noch een, as dat bi't Koortjen so mit de "Runnen" geiht.

Dat is ok nich wegen den Alkohol dor binnen, seggt Helle, dat is mehr wegen de velen goden "Spurenelemente", jo! Un he seilt denn loot ümmer lustig no Huus . . .

De Moondag, de deit den Helle richtig goot, wi seht dat jo an'n Dingsdag bi'n Volleyball, denn is he in Topform!
Un denn kummt sien Ingvelda an'n loten Obend ümmer trüch von Bonn . . .

 

Deutschland - Smash-News 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Immer am Ball bleiben

Alan Electronics fördert Nachwuchs-Beachvolleyballer des DVV

Europaweit erfolgreich und auch noch Weltspitze: Deutsches Nachwuchskader hat erfolgreiche Saison hinter sich / Einmalig: Mädchen- und Jungs-Team holten am 31. August 2003 in Thailand gleichzeitig Weltmeisterschafts-Gold

Hamburg, 16. September 2003 –  Seit einem halben Jahr unterstützt Alan Electronics den Deutschen Beachvolleyball-Nachwuchs der Altersklassen U 18, U 21 und U 23. Eine Entscheidung, die diese Saison auf ganzer Linie von Erfolg gekrönt war: Die deutschen Nachwuchs-Beacher sind nicht nur in Europa, sondern auch in der Welt spitze! Mit auf der Welle des Erfolgs sieht das Unternehmen natürlich hoch erfreut auch die Funkhandys (Typ ALAN 441), mit denen die Mannschaft kommuniziert.

Die kleinen und ultraleichten Funkhandys sind international einsetzbar und extrem strapazierfähig – und damit die idealen Begleiter, wenn Teamgeist gefragt ist. Holger Brusch, Geschäftsführer des DVV ist begeistert von den Geräten: „Die Turnierorganisation und die Abstimmung der Spieler untereinander war über die Funkhandys für alle Beteiligten viel einfacher, weil dafür nicht alle gleichzeitig auf dem Gelände anwesend sein müssen. Die Spieler brauchen sich außerdem nicht umständlich zu suchen. Somit war eine optimale Vorbereitung auf den Wettkampf gegeben.“

Wie erfolgreich der Deutsche DVV-Nachwuchs ist, wird in der Statistik deutlich: Bei der U18-Beach-WM in Thailand lautete die beeindruckende Bilanz: 2x Gold, 1x Bronze, 1x Platz 5.

Bereits bei den anderen Nachwuchs-Europameisterschaften und –Weltmeisterschaften war ein wahrer Medaillenregen über den DVV-Nachwuchs nieder gegangen. Insgesamt sammelten die Beach-Nachwuchs-Stars in diesem Jahr bei fünf internationalen Meisterschaften (U18-, U20- und U23-EM sowie U18- und U21-WM) 14 (!) Medaillen, davon 4x Gold, 6x Silber und 4x Bronze. Jana Köhler/Laura Ludwig konnten dabei sowohl Gold bei der U18-EM als auch U-18-WM gewinnen.

 

Deutschland - DVV-News 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Neue DVV-Homepage ab 30. Oktober online!

Ab dem 30. Oktober erscheint die DVV-Homepage www.volleyball-verband.de in einem neuen Outfit. Verantwortlich dafür zeichnen mal wieder die Tricept Informationssysteme AG sowie die Grafikagentur pars pro toto – beide auch für die Webauftritte der Frauen-WM 2002 und Männer-EM 2003 zuständig.

 

Deutschland - Mainspitze 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Rüsselsheim: Erfolgsstory geht weiter

kri. - Am siebten Durchgang schrieb die Turngemeinde ihre unverhoffte Erfolgsstory gegen Aufsteiger SV Lohhof mit dem 3:1 (24:26, 25:23, 25:15, 25:23)-Sieg um das sechste Kapitel fort.

Bemerkenswert, denn neben Sven Bilmeier, der beruflich eingespannt war, musste Trainer Raimund Jeuck früh ohne Sebastian Göbel auskommen. Der Mittelblocker zog sich Mitte des ersten Satzes bei einer (erfolgreichen) Blockaktion einen Kapselriss im linken Ringfinger zu und fällt voraussichtlich 14 Tage aus. 

Die Freude über den Sprung auf Platz eins blieb aber aus einem weiteren Grund nicht ungetrübt: "In so einer kalten Halle zu spielen und zu trainieren, ist ein Unding", so Jeuck. Dass der Sparzwang offenbar auch die Kreissporthallen ergriffen hat - die geforderten zehn Grad wurden allenfalls leicht überschritten -, war freilich nicht nur nachteilig für die Hessen. Beim zweiten Matchball hatte es den Anschein, als ob der wenig überzeugende Schiedsrichter, der bei einer ähnlichen Aktion am Netz zuvor noch Doppelfehler gegeben hatte, vorrangig deshalb für die TG entschied, weil ihm kalt war.

Dass die Bayern es trotz technischer Defizite schafften, die Gastgeber unter Druck zu setzen, verwunderte nicht. Die TG war zunächst gar nicht im Bilde, stand zu Beginn sogar zu fünft auf dem Feld; die personellen Umstellungen taten ihr übriges. "Und weil wir im Aufschlag brutal schlecht und insgesamt nicht konstant waren" (Jeuck), ging der Gast dank zwei zunächst starker Angreifer in Führung. Danach fing sich die TG, angeführt vom herausragenden Zuspieler Thilo von Hagen und dem eifrigen Punktesammler Andreas Baboulidis, aber schnell, machte weniger Fehler, blockte besser, und fuhr verdient nach 79 Netto-Spielminuten die Ernte ein.

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Dienstag. 28. Oktober 2003

World Cup: Bronze für Behinderten-Auswahl

WM 2004 in Deutschland

Athanasios Papageorgiou ist zum fleißigen Medaillensammler geworden. Nachdem er mit Bronze dekoriert von der Frauen-EM in der Türkei - dort war er Delegationsleiter des DVV-Teams - heimkehrte, brachte er nun - als Trainer der deutschen Mannschaft - auch Edelmetall vom World Cup der Behinderten auf Rhodos mit. Hinter der Slowakei und Kanada belegten die Deutschen Platz drei. Dabei setzten sie sich im kleinen Finale mit 3:1 gegen Polen durch.

Den Sieg sicherte sich die Slowakei durch einen 3:2-Erfolg über Kanada. "Im Finale haben die Kanadier ihr schlechtestes und die Slowaken ihr bestes Spiel gemacht" sagte Papageorgiou. "Normalerweise ist Kanada im Moment nicht zu schlagen."

Im kommenden Jahr steht der DVV-Auswahl ein Highlight vor heimischer Kulisse ins Haus. Vom 10. bis 18. April findet in Mettmann die Behinderten-WM der Volleyballer statt. 

cku                 

 

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Dienstag. 28. Oktober 2003

Haching ist reif für den VfB

Wer zu Beginn der Saison ein Spiel der Volleyballer vom TSV Unterhaching gesehen hat, konnte am Sonntag seinen Augen nicht trauen. Schwach war man in die neue Spielrunde gestartet. Das blamable 1: 3 in Saulgau oder der knappe Sieg daheim über Aufsteiger Eltmann sorgte nicht gerade für Begeisterung bei Mannschaft und Fans. Ganz anders dann die Vorstellung an diesem Wochenende gegen Humann Essen. Die ganze Partie über bestimmten die Hausherren vom TSV das Spielgeschehen.

Und nach dem deutlichen 3:0 (25:9,25:20,25:14) für Haching in gerade mal 54 Minuten war allen Beteiligten klar, dass man nun in der Bundesliga wohl doch wieder mit der Mannschaft aus Oberbayern rechnen muss.

Ein Sieg gegen den Aufsteiger war zwar zu erwarten, aber wohl kaum in diesem Ausmaß. Sogar die zweite Garnitur mit Simon Kronseder, Johannes Liegsalz, Björn Matthes und Philipp Brada durfte heute ihr Können beweisen. Und außer einer kurzen Annahmeschwäche in Durchgang zwei ließen auch sie den Gästen aus Essen nicht den Hauch einer Chance. „Liegsi“ verwandelte den Matchball zum 25:14 während draußen Kapitän Norbert Kunstek, Brett Alderman und Patrick Schwaack einen Freudentanz aufführten.

Brett Alderman geriet nach dem Spiel ins Schwärmen: „Das war definitiv unser stärkstes Spiel bis jetzt. Etwas besseres konnte uns gar nicht passieren.Wir sind reif für Friedrichshafen!“ So heißt nämlich der Gegner der Hachinger in der nächsten Woche. Und der VfB schwächelt derzeit ein wenig. Gegen Meister SCC Berlin kassierte man ein demütigendes 0:3. Eine gute Gelegenheit also für Unterhaching, den Ex-Meister ebenfalls kalt zu erwischen. Wenn man die starke Leistung und die Euphorie aus dem Essen-Spiel mit an den Bodensee nehmen kann, ist alles möglich.

Andreas Bergmann

 

Deutschland - www.volleyballer.de  

Dienstag. 28. Oktober 2003

Bayer von zwei guten Teams das bessere

Das enorme spielerische Potenzial des TSV Bayer 04 Leverkusen bekamen in der noch jungen Saison der 1. Volleyball-Bundesliga schon Top-Mannschaften wie Dresden und Schwerin zu spüren. Am vergangenen Samstag fehlten auch den Roten Raben Vilsbiburg die Mittel, um die Truppe von Trainerin Gudula Krause in ihre Schranken zu weisen. Die Rheinländerinnen entschieden eine hochklassige Partie in der Vilstalhalle mit 3:0 (25:21, 25:23, 25:20) für sich.

Dabei spiegelt das deutliche Ergebnis nicht das tatsächliche Kräfteverhältnis der beiden Kontrahenten wider. Denn die Roten Raben boten den hochkarätig besetzten Gästen über weite Strecken erhebliche Gegenwehr. 1100 Zuschauer in der wieder einmal sehr stimmungsvollen Vilstalhalle bekamen Volleyball-Feinkost mit vielen spektakulären Ballwechseln zu sehen. Dass es am Ende für die Roten Raben nicht mal für einen Satzgewinn reichte, enttäuschte Trainer Michael Schöps natürlich sehr: „Wir haben einfach noch zu viele Eigenfehler gemacht. Das wurde sofort bestraft." 

Die Leverkusenerinnen - dank ihrer beiden Auftaktsiege sehr selbstbewusst - präsentierten sich als sehr geschlossene Mannschaft und geizte mit Fehlern. So gelang es den Roten Raben im ersten Satz nicht, einen raschen Fünf-Punkte-Rückstand nach der ersten technischen Auszeit wieder wett zu machen, so dass die Gäste mit 25:21 die Oberhand behielten. Einen offenen Schlagabtausch lieferten sich Vilsbiburg und Leverkusen auch im zweiten Durchgang, wobei sich die Roten Raben durch einen geschickten Wechsel (Bojana Marjanovic für Hana Kovarova) sowie eine Aufschlagserie von Kapitän Katja Wühler immer wieder einen Vorteil erspielen konnten. So hatten die Gastgeberinnen beim Stand von 23:21 beste Karten, zum wichtigen 1:1 auszugleichen, doch leichtsinnige Fehler verhinderten den Gewinn der letzten beiden Punkte - 23:25.

Aufgegeben hatten sich die Roten Raben zwar längst nicht, denn sie führten zu Beginn den dritten Satzes souverän mit 5:1, doch erneut konnten Birgit Thumm und Co. das spielerisch hohe Niveau nicht haten. Leverkusen holte Stück für Stück auf und beendete die Partie nicht zuletzt auf Grund einiger zweifelhafter Schiedsrichter-Entscheidungen mit einem 25:20. Für ihre sehenswerte Vorstellung bekamen die Roten Raben anschließend dennoch viel Applaus, allerdings zum zweiten Mal nach Dresden wieder keine Punkte gegen eine Top-Mannschaft. Mut macht diese Leistung für das kommende Wochenende. Bereits am Freitag reisen die Roten Raben zum Bayern-Derby nach Augsburg. Zwei Tage später (Sonntag, 15 Uhr) ist die Mannschaft von Berlin BCV 68 zu Gast in der Vilstalhalle.

Ben Weinberger

 

Deutschland - Harburger Anzeigen und Nachrichten 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Rückschlag für TV Fischbek

Fischbek (sf). Im dritten Spiel hat es die Bundesliga-Volleyballerinnen des TV Fischbek Hamburg erwischt. Gegen Aufsteiger VfB 91 Suhl unterlag der TVF vor heimischem Publikum mit 1:3 Sätzen (23:25, 25:21, 23:25, 23:25). Nach dem Spiel gab es viele, die sich ärgerten. Besonders hart traf es aber Spielertrainerin Marina Cukseeva, die gestern ihren 40. Geburtstag feierte. Aber auch TVF-Manager Horst Lüders war unzufrieden. "Das war ein Spiel, das wir eigentlich hätten gewinnen müssen. Jedenfalls dann, wenn wir gespielt hätten, was wir spielen können."

Aber schon bei einem Blick auf die Ergebnisse aus der Vorbereitung hätten die Fischbeker Verantwortlichen schon die Sorgenfalten auf der Stirn haben müssen. Zwei Mal war die Schützlinge von Cukseeva und Trainerkollege Johnny Westreicher Mick auf den VfB getroffen, zwei Mal hatte Suhl die Oberhand behalten. So wie jetzt auch im "ernsthaften" Spiel um Bundesligapunkte. Konsequenz: Suhl überholte den punktgleichen TV Fischbek, der auf Rang 7 zurückfiel.

"Wir haben ganz einfach zu viele Eigenfehler gemacht", kritisierte Lüders das Spiel der Gastgeberinnen. In jedem Satz sahen sich die TVF-Frauen mit einem Rückstand konfrontiert. Nur im zweiten Durchgang gelang es, diesen umzubiegen und den Satz nach Hause zu spielen. Da hatten auch die meisten der gut 500 Zuschauer in der Fischbeker Halle noch Hoffnungen, dass die Partie doch noch ein gutes Ende nimmt.

Im weiteren Verlauf aber summierten sich die von Lüders angesprochenen Eigenfehler. Mit dem traurigen Endergebnis, dass Suhl jede Attacke der Fischbekerinnen abwehrte und den Sieg mit nach Hause nahm.

 

Deutschland - Braunschweiger Zeitung 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Beim Meister nicht aufgegeben

USC-Volleyballerinnen kassieren in Ulm die erwartete 0:3-Niederlage – Druck von Beginn an hoch

Mächtig Druck machte der deutsche Meister. Zu viel Druck für den Aufsteiger. Doch am Ende bekam der USC Braunschweig jede Menge Applaus und Anerkennung beim SSV Ulm. Zwar verloren die Braunschweiger Volleyballerinnen wie erwartet ihre Erstliga-Partie in Ulm mit 0:3 (11:25, 15:25, 9:25), doch zumindest kämpferisch bot der krasse Außenseiter jede Menge.

Das erkannten die Fans der Gastgeberinnen an. "Wir haben gut begonnen, haben uns nicht versteckt. Doch Ulm hat voll gespielt. Dem Druck durch die super Angaben und die sicheren Angriffe konnten wir einfach nicht standhalten", erkannte USC-Coach Timo Schröder neidlos an. Immer wieder fanden die Ulmerinnen Löcher in der USC-Abwehr, nutzten jede kleine Unaufmerksamkeit gnadenlos aus. Und insbesondere die erstklassigen Angaben der Gastgeberinnen stellten die Annahme des USC vor riesige Probleme.

"Die Bundesliga ist ganz klar zweigeteilt. Es gibt acht Mannschaften, die sicher dabei sind. Und dann sind da vier Teams, die die Absteiger unter sich ausmachen", stellt Schröder fest. Zu diesen vier Teams gehören neben Braunschweig auch Erfurt, Augsburg und Berlin. Alle vier haben bisher noch kein Spiel gewonnen.

Doch zurück zu der Partie in Ulm. Fast alle Angriffe der Braunschweigerinnen fingen die Gastgeberinnen mit ihrem Block ab, oder die Feldabwehr war auf dem Posten. Hatte Schröder zu Beginn Neuzugang Brigitta Katona noch das Vertrauen geschenkt, variierte er schließlich. Der 21-jährigen Außenangreiferin fehlt nach wie vor die Schnelligkeit. "Aber die Leistung in Ulm war zu Beginn besser als die zu Hause gegen Fischbek", bescheinigte der Coach.

Begonnen hatte Schröder zudem mit Laura Benzing anstelle der angeschlagenen Diagonal-Spezialistin Katharina Galland. "Das hatte sich Laura auch durch ihre guten Leistungen verdient", lobte Schröder. Auf die Heimreise konnte sich das USC-Team übrigens erst knapp vier Stunden nach Spielende machen. "Der Busfahrer musste seine Standzeit einhalten. Abfahrt war daher erst um 23 Uhr. Mit Privatautos haben uns die Ulmerinnen in die Stadt zum Essen gefahren", berichtete Schröder. In Braunschweig kam die Mannschaft dann am Sonntagmorgen um 4.45Uhr an. Erstliga-Alltag für den Aufsteiger.

Stefani Franzke

 

Deutschland - Aachener Nachrichten 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Düren: Keinerlei Anlass zum Zittern

Evivo-Volleyballer in warmer Halle gegen schwachen Gegner

Düren (an-o) - "Was ist denn hier los?", fragten sich etliche Fans des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren, als sie am Wochenende die Halle des Burgau-Gymnasiums betraten. Es war richtig angenehm: Die Heizung ging wieder.

Der Unmut in Reihen der Volleyballer unter der Woche war groß. Wie bereits berichtet mussten die Evivo-Spieler in einer kalten Halle trainieren. "So ein Mist. Es ist so kalt hier drin, da kann man die Hallendecke auch gleich abreißen. Kälter wird's sowieso nicht. Dann prallen wenigstens nicht so viele Bälle an die Decke", meckerte Abwehrchef Till Lieber. Also hatten sich auch die Fans aus Eiszeit eingestellt und die Winterjacken nicht im Auto gelassen. Wäre nicht nötig gewesen.

Enttäuschende Gäste

Mit dem Spiel konnte aber niemand so recht warm werden. Zu überlegen spielten die Gastgeber, zu schlecht waren die "Volleydogs Berlin". 3:0 für Düren in Nullkommanichts. Keine Spannung, keine Ballwechsel, die die zahlreich erschienen Fans, etwa 1000 dürften es erneut gewesen sein, von den Sitzen rissen. Der Gegner aus Berlin, der am vergangenen Wochenende beinahe für die erste Sensation gegen Friedrichshafen gesorgt hätte, war nicht mal mehr ein echter Prüfstein.

Nur wenige Male deutete es sich an, wie es in Düren zugehen kann, wenn das Spiel spannend ist. Beispielsweise, wenn Heriberto Quero am Netz hochsteigt. Scheinbar bleibt er eine Sekunde in der Luft stehen, während sich die gegnerischen Blockspieler schon wieder der Erdanziehungskraft geschlagen geben müssen.

Und selten hat es einen derart lauten Szenenapplaus gegeben, wenn ein Dürener Spieler ausgewechselt wird. Diego Gutierrez, privat eher schüchtern, ist heißester Anwärter auf den Titel Publikumsliebling. Das machte der Applaus bei seiner Auswechslung deutlich.

Apropos heiß: Beim nächsten Heimspiel dürfte es heißer zugehen. Egal, ob die Heizung funktioniert oder nicht. Dann kommt der Meisterschaftsfavorit aus Friedrichshafen.

Guido Jansen

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Dienstag. 28. Oktober 2003

MSC: "Es gibt keine Entschuldigung"

MSC-Coach Igor Arbutina war konsterniert, Kollege Schlesinger losgelöst.

Sie sollte eigentlich bis zum Saisonende unbefleckt bleiben, die weiße Weste des Volleyball-Zweitligisten Moerser SC. Nach der verdienten Niederlage in Oststeinbek blieb dem Betrachter allerdings ein Eindruck nicht verwehrt: Er sah eine unterkühlte Spielweise der "Adler" ohne Herzblut und Leidenschaft, die man eigentlich eher von den Norddeutschen erwartet hätte. Um erste Erklärungsansätze war sogar MSC-Coach Igor Arbutina verlegen. "Auch wenn wir nicht mit der Startsechs aus der Partie gegen den VC Bottrop gestartet sind, hätten wir viel viel besser spielen müssen", zeigte sich der Kroate nach der Partie etwas konsterniert. "Wenn du Tabellenführer bist, musst du deinen Leistungsstand von Spiel zu Spiel erneut auf die eigene Probe stellen, Zufriedenheit darf es nicht geben - mit dieser Einstellung muss man bereits morgens aufwachen. Für die Schlappe gibt es keine Entschuldigung."

Wer aus diesen Worten Kritik an der Einstellung eines manchen Moersers heraushört, liegt vielleicht gar nicht so falsch. Dennoch stellt sich Igor Arbutina hinter sein Team, spricht von mentalen Blockaden. Man müsse zudem auch lernen, mit Niederlagen umzugehen. Daher könnten für die Entwicklung seines noch so jungen Teams auch positive Aspekte aus der Pleite geschöpft werden. Vom Triumph über den haushohen Favoriten benebelt, gab sich dagegen OSV-Trainer Bernd Schlesinger nach der Partie: "Das war im Grunde genommen unser leichtestes Spiel, wir hatten doch nichts zu verlieren. Dass wir am Ende sogar die bessere Mannschaft waren und verdient gewonnen haben, freut mich besonders." Der Vergleich mit dem Golf, der den Ferrari schlägt, ließ er sich dennoch nicht nehmen. "Wir hätten von diesem Erfolg doch nie im Leben geträumt", erklärte "Old Silverbeard" Schlesinger, der vor der Partie eine besondere Idee zur Motivation hatte: Pro Sieg bekommt jeder der Cowboys aus seiner eigenen Tasche zehn Euro, bei Niederlagen kassiert er selbst von seinen Schützlingen ab. Wenn die "Ostbek Cowboys" in den nächsten Partien so weitermachen, könnte Bernd Schlesinger schon bald ein armer Mann sein...

(dap)  

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Nun soll der Traum wahr werden

-alf- Warendorf. Dass die Zweitliga-Volleyballerinnen der WSU bis Freitag trainingsfrei haben, kommt Nachwuchsspielerin Vivian Theis sehr gelegen. Die Angreiferin nimmt von heute bis Donnerstag am Lehrgang des Westdeutschen-Volleyball-Verbandes in Leverkusen teil. Die 17-Jährige gehört im Jahrgang 1986/87 dem Auswahlkader des WVV an.

In diesen drei Tagen wird der Kader, der zurzeit noch aus 15 Spielerinnen besteht, auf zwölf reduziert. Diese zwölf Volleyballerinnen werden dann den WVV beim Bundespokal-Turnier der Landesverbände vertreten. Im vergangenen Jahr hat Vivian den Sprung unter die letzten Zwölf verpasst. Dieses Mal soll es nun klappen. Die Chance besteht durchaus, dass sie es schafft. Allerdings muss sie kämpfen, denn ihr größtes Handicap ist ihre Größe von nur 1,80 Meter, und im Volleyball geht eben viel über die Größe. Somit muss sie diesen Längennachteil durch Sprungkraft ausgleichen. Doch das weiß sie und daran arbeitet sie, erklärt ihr Vater Dieter Theis, der die WSU-Volleyballer betreut.

Zudem habe Vivian auf ihrer Angriffsposition einige Konkurrentinnen. Aber der Wille ist da. Sie braucht nun diesen neuen Kick, um sich weiter zu entwickeln, so Theis. Auch WSU-Trainer Niels Westphal ist von den Fähigkeiten seines Schützlings angetan. Ich bin von Vivians Talent und ihren spielerischen Qualitäten voll überzeugt. Wenn sie sich so weiterentwickelt, kann sie zu einer guten Zweitliga-Spielerin werden.

 

Deutschland - Westdeutsche Zeitung 

Dienstag. 28. Oktober 2003

SV Bayer bleibt die Wundertüte der Liga

Manager Helmut Glimpf analysiert die Situation des Volleyball-Bundesligisten.
Wuppertal. Mit 6:2-Punkten ist Volleyball-Bundesligist SV Bayer Wuppertal ordentlich aus den Startlöchern gekommen. Über die Lage der Liga, die Wuppertaler Situation und die anstehende Europapokal-Qualifikation sprach Thomas Besche mit Bayer-Team-Manager Helmut Glimpf.

WZ: Am Wochenende unterlag Liga-Primus Friedrichshafen beim amtierenden Meister SCC Berlin mit 0:3. Haben Sie dafür eine Erklärung?
Helmut Glimpf: Nach meinen Informationen soll Friedrichshafen ohne etatmäßige Annahme gespielt haben. Beide Zuspieler sind verletzt. Das Team hat insgesamt Trainingsrückstände, die man aber nicht überbewerten sollte. Berlin und auch Friedrichshafen werden sicher unter die ersten Sechs kommen und die neu eingeführte Top-Liga-Runde erreichen. Für dieses Ziel muss sich der SV Bayer schon mehr recken. Mit uns kämpfen auch Unterhaching, Mendig und Leipzig um einen Platz. Einer wird auf der Strecke bleiben.

WZ: Kommt für Sie der starke Saisonstart von Düren mit Platz zwei überraschend?
Helmut Glimpf: Nein, ich zähle Düren mittlerweile nach Friedrichshafen und Berlin zur dritten Kraft in Deutschland. Die haben sich mit einem Spieler aus Argentinien und Venezuela gut verstärkt. Wir hätten auch gerne zwei Brasilianer aus Belgien verpflichtet, aber deren Forderungen waren ziemlich hoch.

WZ: Wie ordnen Sie derzeit den SV Bayer ein?
Helmut Glimpf: Ich bin mit dem Saisonstart zufrieden, zumal wir über eine junge Mannschaft verfügen und mit Glinker und Krüger zwei verletzte Spieler hatten. Bei Krüger war es nur ein Hexenschuss. Beide sind am Wochenende gegen die Volley Dogs Berlin wieder dabei. Es gilt nun, die kleineren Probleme in der Abstimmung und das Durchhalten eines Leistungslevels in den Griff zu bekommen.

WZ: Passt der Vergleich, der den SV Bayer mit einer "Wundertüte" beschreibt, also, dass man nicht so recht weiß, was in der Mannschaft steckt?
Helmut Glimpf: Den finde ich gut. Ich bin aber trotz aller Unwägbarkeiten optimistisch, dass wir in die Play-offs kommen. Dann braucht man natürlich ein wenig Glück, um nicht sofort gegen die großen Klubs zu spielen. Der Erfolg mit der Vize-Meisterschaft wird nicht einfach zu wiederholen sein.

WZ: Könnte sich bei einem ähnlichen Erfolg oder gar dem Meistertitel in der Zuteilungspolitik des Bayer-Konzerns etwas ändern?
Helmut Glimpf: Das glaube ich nicht. Wir müssen weiter nach externen Sponsoren suchen. Aber das ist schwierig, weil jeder glaubt, dass aus Leverkusen genug Geld fließt. Mit dem WSV haben wir vor Ort einen harten Konkurrenten. Fußball ist nun mal die Nummer eins. Außerdem fehlt dem Volleyball die Fernsehpräsenz. Da beißt sich der Hund in den Schwanz. Vor der Saison hat die Liga erfolglos einen Ligasponsor gesucht. Ich wäre schon glücklich, wenn wenigstens die Ergebnisse regelmäßig im Fernsehen verkündet würden.

WZ: Der SV Bayer will wieder auf internationalem Parkett mitmischen. Wie stehen dafür die Chancen?
Helmut Glimpf: In der Qualifikationsrunde um den CEV-Pokal (vom 7. bis 9. November in Dormagen, die Bayer-Halle ist durch eine internationale Taekwondo-Meisterschaft belegt; Anm. d. Red.) spielen wir zuerst gegen Kometa Kaposvar aus Ungarn. Die schätze ich recht stark ein. Dann geht es gegen Academicade Coimbra aus Portugal, die derzeit auf dem letzten Platz stehen und zum Abschluss spielen wir gegen PB Averbode aus Belgien. Insgesamt ein offenes Rennen.

Thomas Besche

 

Deutschland - Westdeutsche Zeitung 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Vizemeister ohne Probleme

Volleyball-Bundesligist SV Bayer gewinnt gegen Eltmann mit 3:0.

Wuppertal. In der Rutenbeck putzte der SV Bayer den weiterhin sieglosen Aufsteiger SG uniVersa Eltmann in 68 Minuten mit 3:0 (25:17, 25:23, 25:22) weg. Kurzfristig mussten die Wuppertaler auf Gabriel Krüger verzichten, der sich beim Training am Rücken verletzt hat. Da auch Sven Glinker noch nicht von Anfang an spielte und nur sporadisch eingesetzt werden konnte, musste Bayer-Coach Mark Lebedew kurzfristig umdisponieren. So rutschte Kapitän Markus Nitsche, normalerweise Mittelblocker, auf die Außenund Annahmeposition, eine für ihn ungewohnte Rolle. "Seit neun Jahren habe ich nicht mehr auf dieser Position gespielt", grinste er nach der Partie, "aber es hat tierisch Spaß gemacht.

Es war vor allem sehr schön, mal wieder durchzuspielen und nicht immer zu wechseln." Er brauchte zwar einige Zeit, um sich mit der neuen Rolle vertraut zu machen, erledigte aber seinen Job am Ende sehr ordentlich. Viel zu kritisieren gab es für Lebedew nach dem Spiel sowieso nicht. "Wir haben 3:0 gewonnen und das mit dieser nicht sehr optimalen Personalsituation."

Nur im zweiten Durchgang ließ der Vizemeister die 450 Zuschauer zittern, als die Franken einen furiosen Satz-Auftakt hinlegten und schnell mit 5:1 führten. Erst beim 15:15 kippte die Partie zugunsten der Wuppertaler und die Eltmanner Routiniers Stanic (40 Jahre), Koch (32 Jahre) und Lazic (33 Jahre) hatten das Nachsehen. Großen Anteil am Satzgewinn und auch am Bayer-Sieg hatte wieder einmal Außenangreifer Lars Dinglinger, der den Franken ein ums andere Mal den Ball um die Ohren schmetterte.

Mit einem Ass beendete er den zweiten Durchgang und wurde neben dem Polen Leszek Kurowski zum wichtigsten Akteur und Punktesammler. So hatten die zehn mitgereisten Eltmanner Fans nicht viel zu lachen, denn auch im dritten Satz dominierte Bayer das Geschehen und wies dem Neuling die Grenzen auf, für den nach vier erfolglosen Spieltagen die Bundesligaluft jetzt sehr dünn ist.

Nach siebenwöchiger Verletzungspause kam auch Außenund Annahmespieler Sven Glinker, der erst vor ein paar Tagen wieder mit dem Balltraining anfing, zu Kurzeinsätzen. Er war mit seiner Leistung zufrieden: "Ich habe mich schon wieder sehr sicher gefühlt und kaum Fehler gemacht."

Tanja Bachmann

 

Deutschland - Aachener Zeitung 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Trainer träumt noch nicht vom Halbfinale

Düren. Ein Wort kam am Samstagabend dem Trainer zum Ohr heraus: «Das Wort Halbfinale konnte ich nicht mehr hören.»

So mancher Fan des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren träumte nach dem 3:0 über die Volley Dogs aus Berlin von den Finalpartien der besten vier Teams der Liga, doch Mannschaft und Trainer hielten sich noch zurück: «Platz 2 und das 3:0 sind eine Momentaufnahme», wiederholte Bernd Werscheck immer wieder seine Ansicht. Schließlich gehören die bisherigen Gegner - lässt man vielleicht Leipzig außen vor - nicht zu den großen Teams der Klasse.

Pflichtsiege auf dem Weg in die Meisterrunde sind also eingefahren worden - mehr nicht. Außerdem steht nächsten Samstag eine weitere Pflichtaufgabe an: das Auswärtsspiel bei Aufsteiger VV Humann Essen. «Ein unangenehmer Gegner», warnte Werscheck. Und Pressesprecher Goswin Caro dachte schon zurück an Blamagen wie vergangene Saison in Moers oder vor Jahren in Bottrop oder Schüttorf: «Das darf uns nicht noch mal passieren!»

Den Weg in das Ruhrgebiet wird - zumindest als aktiver Spieler - Malte Holschen nicht antreten. Am Montag entschied sich, ob er seinen eingerissenen Meniskus arthroskopisch behandeln lassen muss. Und so dürfte Christian Dünnes zu seinem zweiten Einsatz kommen. Sein erstes Spiel im Evivo-Dress bedachte Werscheck mit Lob: «Gewiss war er vor eigenem Publikum zunächst sehr nervös, erlaubte sich auch zu Beginn des Spiels zwei Fehler, doch zeigte er sehr gute Ansätze.» Als da wären: Auf den Außenpositionen blockte er seine Kontrahenten schon gut. Und die Aufgaben bereiteten den Hauptstädtern so einige Probleme. Auf der Position des Mittelblockers gestattete Dünnes den Berlinern allerdings so manches Durchkommen, doch verwies Bernd Werscheck auf das Alter des Neuzugangs: «Er ist erst 19 Jahre alt, da sind doch Nervosität und Fehler normal.»

Mit von der Partie in Essen wird auch Martin Bulst sein. Am Montag fehlte er beim Training. Ein grippaler Infekt zwang ins Bett: «Samstag ist er aber fit», sagte Werscheck.

Franz Sistemich

 

Deutschland - VC Bottrop-News 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Ein Neuer beim VC 90

So mancher wird sich am vergangenen Sonntag beim Heimspiel des Volleyball-Zweitligisten VC 90 Bottrop - in der Dieter-Renz-Halle verwundert die Augen gerieben haben. Wer ist der neue Mann, der gegen den Tabellensechsten TuB Bocholt - die Libero-Position der Bottroper bekleidete" Die Antwort gab es von Teammanager Wolfgang Donat nach der Partie gegen TuB.

Der Name des Neulings im Trikot des VC 90 ist Matthias Kolley - . Seine Verpflichtung wurde unter der Woche in trockene Tücher gebracht. "Matthias hat einen Studienplatz in Bochum bekommen und sich aus diesem Grund bei uns angeboten", so Donat. Zwei Trainingseinheiten zur Probe überzeugten die Verantwortlichen des VC 90 Bottrop - " der Rest war Formsache.

Warum Donat die Öffentlichkeit im Vorfeld nicht informierte, erklärt der Team-Manager so: "Matthias Kolley - kommt von der Reserve des VfB Friedrichshafen - und die Spielgenehmigung war fraglich. Erst am Sonntagmorgen war endgültig klar, dass er für uns spielen darf." Zum Hintergrund für alle Nicht-Insider der Volleyball-Szene: Mit Matthias Kolley - wurden die Friedrichshafener in der vergangenen Spielzeit Meister der zweiten Bundesliga Süd. Der Sprung in die höchste deutsche Spielklasse blieb ihnen logischerweise allerdings verwehr, da dort bereits die erste Mannschaft, zurzeit Tabellenfünfter, am erfolgreich Ball ist.

Der Einstand ist dem Neuling zumindest gelungen. Gegen TuB Bocholt - siegte der VC verdient mit 3:1 und ist nach dem Patzer des bis dato ungeschlagenen Spitzenreiters Moerser SC - beim SV Oststeinbeck - wieder dick im Geschäft im Kampf um die Pole-Position in der zweiten Bundesliga. Punktgleich mit Moers und Hildesheim (alle 10:2) belegt die Truppe von Johan Verstappen - zurzeit Platz drei, wobei Tabellenführer Königs-Wusterhausen (12:4) zwei Spiele mehr absolviert hat als das Verfolger-Trio.

Anlass zur Hoffnung für die VC-Fans, dass der Motor weiter brummt. Zumal es für die Verstappen-Sechs nach dem kommenden spielfreien Wochenende am Samstag, 8. November, um 19.30 Uhr beim FC Schüttorf - , mit erst einem Sieg auf dem Konto zurzeit Schlusslicht in der zweiten Bundesliga Nord, ans Netz geht. Alles andere als ein Sieg für Kolley & Co. wäre sicherlich eine Blamage.

Wolfgang Donat

 

Deutschland - SSV Ulm-News 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Ulm weiter ohne Satzverlust

Auch in der dritten Begegnung in der Volleyball-Bundesliga der Frauen bleibt Coach Mathias Eichinger mit dem SSV Ulm Aliud Pharma ohne Satzverlust. Gegen Aufsteiger USC Braunschweig gab es in der Kuhberghalle einen sehr deutlichen 3:0-Sieg (25:9, 25:14, 25, 12). In keiner Phase des Spiels konnten die Gäste aus dem Norden dem amtierenden Meister Paroli bieten. Eichinger nutzte denn auch die Gelegenheit zu weiteren Tests innerhalb der Mannschaft.

Am kommenden Wochenende kommt es dafür gleich knüppeldick. Zuerst muss das Team am Freitag zum sehr starken Aufsteiger VfB Suhl reisen, der bisher nur gegen den USC Münster knapp das Nachsehen hatte. Am Sonntag steigt in Ulm dann das erste Duell mit Meisterschafts-Topfavorit Münster.

Um vor diesen schweren Spielen zumindest ein wenig Wettkampfhärte trainieren zu können, reisten die Ulmer Damen vergangene Woche in die Schweiz zu Zeiler Köniz (wir berichteten). Der Champions-League Teilnehmer war der erwünscht schwere Gegner und sowohl beim knappen 3:2-Sieg, als auch bei der klaren 3:1-Niederlage aus Ulmer Sicht, traten einige wichtige Erkenntnisse zu Tage. An diesen Punkten soll nun in den nächsten Tagen nochmals verstärkt gearbeitet werden, um nach dem leichten Auftaktprogramm nicht zu sehr von der Tatsache überrascht zu werden, dass es in der Bundesliga nicht nur 3:0-Erfolge abzuholen gilt.

Am heutigen Montag fand in Luxemburg die Auslosung zum Top Teams Cup statt. Nachdem sich auch der USC Münster ungefährdet beim Qualifikationsturnier in Brünn durchgesetzt hat (s. unten), starten zwei deutsche Teams in diesem Wettbewerb. Die Auslosung ergab für das Achtelfinale folgende Paarungen:

SSV Ulm Aliud Pharma - CS Madeira (Portugal) 
(am 10.12.03 um 19.30 Uhr in Ulm, eine Woche später das Rückspiel)
USC Münster - USSP Albi

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Rütteln 2:14 Punkte den FC 09 auf?

Schüttorfer Volleyball-Zweitligist auf der Suche nach der Form und Einheit

Acht Spiele, sieben Niederlagen –die Zweitliga-Volleyballer des FC Schüttorf 09 haben mit der 2:3-Niederlage gegen den VfL Lintorf einen neuen Tiefpunkt erreicht. Auf das Trainergespann kommt viel Arbeit zu.

Schüttorf – "So steigen wir sang- und klanglos ab", stellte 09-Mittelblocker Thorsten Schoen nach der Begegnung gegen den Aufsteiger deprimiert fest. Die Lintorfer hatten die Gastgeber beherrscht, ohne dabei selbst ein besonders hohes Niveau an den Tag legen zu müssen. Eine kampfstarke und motivierte Leistung und ein überdurchschnittlicher Diagonalangreifer (Christian Hunold) reichten aus, um dem FC 09 seine momentanen Grenzen aufzuzeigen. Die Schüttorfer präsentierten sich den Besuchern in der Vechtehalle als eine Ansammlung emotionsloser Einzelspieler.

Jörg Alsmeier, der aus der zweiten Mannschaft reaktiviert wurde, versuchte noch am ehesten, seine Mitspieler mitzureißen. Seine Bemühungen blieben aber erfolglos. Die Schüttorfer ergaben sich in der Partie zwischen dem Letzten und dem Vorletzten widerstandslos in ihr Schicksal. "Vielleicht muss die Mannschaft so tief fallen, damit sie wieder die unbedingte innere Leistungsbereitschaft entwickelt", spekulierte 09-Manager Diedrich Lammering.
Vor allem die Leistungsträger der vergangenen Jahre sind, zum Teil wegen mangelnder Vorbereitung und Verletzungen, vollkommen außer Form. So wackelte Libero Dirk Möller in der Annahme, Thorsten Schoen fand in der Mitte keine Bindung zum Spiel und Michael Röder und Alexander Youroukov blieben auf den Außenpositionen blass. 

Zudem mühen sich im Zuspiel Timo Timpe und Martin Petzold –an das Niveau von Douglas McBride, der nach dem Ende der vergangenen Spielzeit nach Kanada zurückkehrte, kommen beide aber noch nicht heran. "Es ist eindeutig ein Kopfproblem. Wir haben im Moment keinen Leistungsträger in der Mannschaft, der sicher für Punkte sorgen kann", analysiert Lammering. Kleinigkeiten sorgen schon dafür, dass die Mannschaft den Glauben an sich selbst verliert. So brachen die Schüttorfer gegen Lintorf im Tiebreak ein, nachdem Youroukov auf der Außenposition zwei Bälle verschlagen hatte.

Auf das Trainergespann Heike Flockert und Dirk Schlotfeldt kommt in den kommenden Wochen viel Aufbauarbeit zu. "Denn eine Trainerfrage steht bei uns nicht zur Debatte", stellt Lammering unmissverständlich fest. Auch die Verpflichtung neuer Spieler lehnt der 09-Manager ab. "Wir haben einen Kader von vierzehn Spielern. Zwölf stehen davon im Moment zur Verfügung", sagt Lammering und appelliert: "Es muss jetzt hart gearbeitet werden. Und der nötige Biss muss wieder hereinkommen."

Anschauungsunterricht erteilte in dieser Hinsicht der VfL Lintorf. "Die Schüttorfer haben sicher die besseren Einzelspieler. Aber wir haben uns als Mannschaft präsentiert", urteilte VfL-Trainer Uwe Wallenhorst. Am kommenden Wochenende haben die Obergrafschafter spielfrei. Den Verantwortlichen des Tabellenletzten bleibt vor dem Gastspiel des VC Bottrop also eine Woche länger Zeit, nach Form und mannschaftlicher Geschlossenheit zu suchen.

Hinnerk Schröer

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Dienstag. 28. Oktober 2003

Mathieu: Zufriedenheit schon vor dem Sieg

Stegemeyer bald wieder fit

Emlichheim/how – Die Leistung der Zweitliga-Volleyballerinnen des SC Union Emlichheim am Sonntag wird die Stimmung von Trainer Pierre Mathieu nicht gerade verbessert haben. Zu fehlerhaft war das Spiel gegen den CVJM Hamburg – trotz des nie gefährdeten 3:0-Sieges. Zufrieden war der Coach trotzdem, denn vor dem Spiel hatte ihm Inga Stegemeyer gute Nachrichten mitgeteilt. Die 20-jährige Zuspielerin, zuletzt wegen eines Meniskusanrisses außer Gefecht gesetzt, wird am 9. November im Auswärtsspiel beim 1. VC Parchim wieder mitspielen können. "Das ist wichtig, denn sie hat mehr Erfahrung als Lisa Hissink", sagte Pierre Mathieu. Die Nachwuchsspielerin aus den Niederlanden konnte ihre Mitspielerinnen gegen Hamburg nur phasenweise in Szene setzten, zu oft stellte sie die Bälle aber zu nah ans Netz.

Am Sonnabend geht es in der Regionalpokal-Endrunde in Nienburg um den Einzug in die DVV-Hauptrunde. Im Halbfinale ist um 15 Uhr der Regionalligist BTS Neustadt der Gegner. Das andere Halbfinale spielen Nienburg und Eiche Horn Bremen aus.

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel