News

Dienstag, 04. November 2003 

Dreifaches Glück für Matthias Kolley
OSV: Auf dem Boden der Tatsachen gelandet
Friedrichshafen: In Freundschaft gegen Amriswil
US-Volleyballerinnen gewinnen WM-Revanche
Ulm: Wende dank Kampfmoral
SV Fellbach gewinnt den Regionalpokal Süd
World Cup: Italien muss auf Fei verzichten
Zum Abschied von Oliver Oetke
DVV-Präsident von Moltke bleibt optimistisch
Steffen Busse wieder beim VV Leipzig
Evivo siegte - und spielte überheblich
"Ich drücke Werder die Daumen"
Ulm setzt sich gegen Münster durch

November 2003

Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Oktober 2003

Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31    

Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Dienstag. 04. November 2003

Dreifaches Glück für Matthias Kolley

FRIEDRICHSHAFEN (gus) - Matthias Kolley hat einen neuen Verein gefunden. Der ehemalige Libero der Volley YoungStars ist beim VC Bottrop zwar verspätet in die Saison gestartet, hat aber bereits sein erstes Spiel absolviert.

Die Sommerpause war für Matthias Kolley mit Warten ausgefüllt. Warten darauf, dass die ZVS (Zentrale Vergabestelle für Studienplätze) dem 21-Jährigen mitteilt, ob und wo er einen Studienplatz für Sportwissenschaften bekommt. Erst an zweiter Stelle stand die Suche nach einem neuen Verein. Ein Angebot aus Wuppertal musste „Mattze“ Kolley deshalb sausen lassen. Erst wenige Tage vor Semesterbeginn dann das erlösende Schreiben mit der Zusage auf einen Studienplatz in Bochum. 

Dann ging alles recht schnell. Innerhalb von zwei Wochen war eine Wohnung gefunden - und auch ein neuer Verein. Der VC Bottrop, Zweitligist aus der Nordgruppe, hatte zwar bereits einen Libero, sagte aber dennoch „Ja“. „Wer unter der Woche besser trainiert, darf am Wochenende spielen“, erklärt Matthias Kolley, der am Allerheiligen-Wochenende auf Heimaturlaub am Bodensee war. Nach der ersten Woche klappte das schon ganz gut und Kolley stand beim 3:1-Sieg gegen TuB Bocholt seinen Mann auf der Libero-Position.

 

Deutschland - Oststeinbeker SV-News 

Dienstag. 04. November 2003

OSV: Auf dem Boden der Tatsachen gelandet

Ostbek Cowboys verlieren Heimspiel gegen Kyritz mit 0:3

Nur eine Woche nach dem überraschenden und großartigen Sieg gegen den Moerser SC sind die Volleyballer des Oststeinbeker SV vom harten Liga – Alltag eingeholt worden. Gegen die Mannschaft von Fortuna Kyritz setzte es eine herbe 0:3 (17:25, 15:25, 16:25) Niederlage.

Dabei machte die Kyritzer nicht mal ein sehr gutes Spiel. Aber sie zeigten, wie man ein Spiel zwischen zwei gleichstarken Mannschaften zu bestreiten hat. Großes Engagement in der Abwehr und eine aggressive und emotionale Spielweise führten, unterstützt durch 40 mitgereiste Kyritzer Fans, zum ungefährdeten Erfolg. Die Ostbek Cowboys ihrerseits konnten zu keinem Zeitpunkt an die in der Vorwoche gezeigte Leistung anknüpfen. Das Team wirkte emotionslos und teilweise sogar leblos. So kann man allerdings in der 2. Bundesliga nicht bestehen.

Dabei war die Mannschaft durchaus optimistisch ins Spiel gegangen. Man wollte sich in der Tabelle ein wenig Luft nach unten verschaffen. Aber was dann in den folgenden 58! Minuten passierte wusste anschließend keiner so recht zu erklären. Die Mannschaft hielt bis zur Satzmitte immer gut mit, um dann mehrere Punkte in Serie abzugeben, die quasi die Entscheidung bedeuteten.

Sicherlich sind vier Spieler angeschlagen ins Spiel gegangen und das drei Spieler aus beruflichen Gründen nicht alle Trainingseinheiten mitmachen konnten mag zwar mit ein Grund für die Niederlage sein. Es erklärt aber noch lange nicht die Art und Weise, wie diese zustande gekommen ist. Aber Trainer Bernd Schlesinger hatte es unter der Woche schon befürchtet: „ Entweder wir gehen mit viel Selbstvertrauen in die Partie und schlagen Kyritz deutlich oder es wird ein ganz schlechtes Spiel von uns!“

Leider traf am Samstag letzteres zu. Wobei es nicht an einzelnen Spielelementen lag, sondernn überall haperte. Die Annahme war instabil, Block-Feldabwehr fand kaum statt, im Zuspiel haperte es an der nötigen Präzision und im Angriff fehlte es an der Durchschlagskraft.

Die Problematik ist durchaus schon länger bekannt, nur sind bislang die Reaktionen darauf nicht wirklich zu erkennen. Es fehlt der Mannschaft einfach ein Typ, an dem sich die anderen Spieler in schwachen Phasen aufrichten können und der die Mannschaft mitreißt. Dies zu kompensieren gelingt aber nur, wenn alle Spieler hundertprozentig bei der Sache sind und sich voll reinhängen, so wie gegen Moers. Andernfalls wird diese Saison noch sehr schwierig werden für die Ostbek Cowboys.

Am Sonntag verlor man dann das Halbfinale im Nordpokal gegen den Regionalliga Tabellenfüherer Warnemünde mit 3:2 (25:18, 25:17, 20:25, 18:25, 12:15). Auch hier zeigte man nur phasenweise eine ahnsehnliche Leistung und blieb erneut hinter den Erwartungen zurück. Damit ist der Traum einen attraktiven Erstligisten den eigenen Fans präsentieren zu können geplatzt.

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Dienstag. 04. November 2003

Friedrichshafen: In Freundschaft gegen Amriswil

FRIEDRICHSHAFEN - Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen tragen am Mittwoch, 5. November, ein Testspiel gegen TV Amriswil aus. Treffpunkt ist um 17 Uhr in der Bodensee-Sporthalle, das Spiel beginnt nach dem Aufwärmen gegen 17.45 Uhr. Erstmals seit langer Zeit wird der Ex-Häfler Dritan Cuko, der mittlerweile beim derzeitigen Tabellenführer der ersten Schweizer Liga unter Vertrag steht, an alter Wirkungsstätte auflaufen. Der Eintritt ist frei.

 

Deutschland - Frankfurter Rundschau 

Dienstag. 04. November 2003

US-Volleyballerinnen gewinnen WM-Revanche

Tokio (dpa) - Beim 9. World Cup der Volleyball-Frauen in Japan ist nach dem 3. Spieltag nur noch ein Trio unbesiegt. Der WM-Zweite USA gewann in Tokio die WM-Revanche gegen Italien überzeugend 3:0.
Gastgeber Japan war im packenden Asien-Krimi mit Schiedsrichter Frank Leuthäußer (Gotha) vor 12 000 begeisterten Fans nach 122 spannenden Minuten mit 3:2 gegen Südkorea erfolgreich, und Grand-Prix-Sieger China trumpfte in Kagoshima mit einem Drei-Satz-Sieg gegen die Dominikanische Republik auf. Europameister Polen kassierte gegen Brasilien mit 0:3 bereits die zweite Pleite.

Der jetzige Stand würde bedeuten, dass keine europäische Mannschaft die direkte Olympia-Qualifikation für 2004 in Athen schafft und die Europa-Qualifikation im Januar kommenden Jahres in Baku/Aserbeidschan eine "Kleine EM" wird. Italien scheint trotz der klaren Niederlage am ehesten in der Lage, dieses drohende Desaster noch abwenden zu können. In der Neuauflage des WM-Endspiels vom 15. November des Vorjahres in Berlin stand der 3:2-Sieger Italien gegen das souverän auftrumpfende USA-Team aber auf verlorenem Posten.

"Die Amerikaner haben stark gespielt und waren klar besser. Wir waren im Block nicht effektiv und hatten Probleme mit der Annahme", sagte Weltmeister-Coach Marco Bonetti und predigte Durchhalteparolen: "Wir müssen von Tag zu Tag denken, die nächsten Spiele sind wichtig, da müssen wir gewinnen."

Italien war nur im ersten Satz ein ebenbürtiger Gegner und führte 16:12. Durch fünf Punkte hintereinander tankte das körperlich robustere US-Team in dieser vorentscheidenden Phase Selbstvertrauen und diktierte danach die Partie. "Die klare Art und Weise unseres Erfolgs hat mich überrascht. Mein Team hat Stärken im Block und Angriff gezeigt und sich Moral für die kommenden Aufgaben geholt", freute sich der japanische US-Trainer Toshiaki Yoshida.

Seine Mannschaft spielte die überlegene Körpergröße mit wuchtigen Angriffsschlägen aus und kaufte dem Rivalen den Schneid mit einer wirkungsvollen Blockarbeit ab, so dass das Spiel über 73 Minuten mit zunehmender Dauer eine einseitige Angelegenheit wurde. Italien und Brasilien haben zwei Siege und eine Niederlage auf dem Konto. Argentinien durch einen 3:0-Erfolg über Ägypten und der EM-Zweite Türkei mit 3:2 im Tiebreak nach einem 0:2-Satzrückstand gegen Kuba kamen zu ihren ersten Erfolgen und liegen mit Polen, Kuba und der Dominikanischen Republik (je 1 Sieg, 2 Niederlagen) gleichauf. Ohne Erfolgserlebnis sind noch Südkorea und Ägypten.

 

Deutschland - Südwest Presse 

Dienstag. 04. November 2003

Ulm: Wende dank Kampfmoral

Herausforderung angenommen: Zwei Tage nach dem 2:3-Frusterlebnis bei Aufsteiger Suhl haben sich die Ulmer Volleyball-Damen rehabilitiert. Der USC Münster wurde im Hit mit 3:1 (26:24, 24:26, 27:25, 25:23) geschlagen. Trainer Mathias Eichinger war dennoch stocksauer.

Dem Ulmer Manager ist es gestern ergangen wie dem kleinen Tiger aus dem Kinderbuch: Mit jedem Satz am Kuhberg ist es ihm ein wenig besser gegangen. Schwer grippekrank, lag Dr. Heinz Widmaier zu Hause im Bett. Zur Linderung trugen die Anrufe seiner Ehefrau Sigrid aus dem Volleyball-Tempel ganz nachhaltig bei. Nach knapp zwei Stunden kam von dort die erfreuliche Kunde: Beifallskaskaden der 1600 Zuschauer, Jubelkette der Ulmer Spielerinnen - und hängende Köpfe wiedermal beim USC Münster. Same procedure as every year.

Wie schon in der vergangenen Meister-Saison, als der SSV Ulm Aliud Pharma in fünf Begegnungen viermal über die Westfälinnen triumphierte, feierten die Gastgeberinnen - und Münster war wieder zweiter Sieger. Im Duell zwischen zwei völlig gleichwertigen Teams hatte das etwas glücklichere gewonnen.

In einer hochspannenden, ja dramatischen Partie, die freilich - kein Wunder zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison - auf beiden Seiten wegen der noch mangelnden Feinabstimmung von vielen Eigenfehlern bestimmt war, verscheuchten Tanja Hart und ihre Kolleginnen die Schatten der Pleite im thüringischen Suhl ganz machtvoll. "Die Mannschaft hat aus Suhl gelernt. Vielleicht war es für die Spielerinnen gut, mal eine draufzukriegen. Die haben doch ein halbes Jahr nur immer gewonnen", mutmaßte Günther Ludwig vom Management.

In der Tat: Die Schmetterkünstlerinnen beeindruckten gestern, wenn nicht durch hochstehende Spielkultur, so doch durch nimmermüde Kämpfermoral. Im ersten Durchgang wurde ein 20:22-Rückstand noch zum 26:24-Satzgewinn umgebogen (Chaine Staelens schmetterte weit ins Aus). Dafür machte Münster im zweiten Spielabschnitt aus 15:19- und sogar 21:24-Rückständen das Kunststück nach (26:24, Jil Döhnert).

In den Sätzen drei und vier triumphierte wieder der Ulmer Kampfgeist. Zunächst drehten Alice Blom und Co. ein 21:23 - freilich auch dank dreier freundlicher Schiedsrichter-Pfiffe (Netzberührung, Übergriff) - noch zum 27:25. Und im Schlusssatz machte der SSV aus einem 15:18 und 21:23 noch ein 25:23. Dank eines mächtigen Zweier-Blocks von Verena Veh und Alice Blom wurde bereits der erste Matchball genützt. Am meisten beigesteuert zu der Wiedergutmachung, die den SSV (8:2 Zähler) hinter Leverkusen (3:0 gegen Augsburg/10:0 Punkte) auf Rang zwei führte, hat gestern Nathalie Dambendzet.

Fast jeden ihrer Schnellangriffe schloss die Ungarin, von Tanja Hart gut bedient, mit einem Punktgewinn ab. Und auch die Blockarbeit war glänzend. Norisha Campbell hingegen zeigte bei ihrem nur minutenweisen Heim-Debüt noch Abstimmungsprobleme. Auch die Ulmer Annahme muss noch besser werden. Alice Blom überzeugte durch Variabilität und Durchschlagskraft. Eine bemerkenswerte Leistung zeigten die Neuzugänge Steffi Lehmann (siehe nebenstehenden Artikel) und mit Abstrichen auch Bettina Stumpf. Sonst wechselten viel Licht und Schatten.

Dass nach dem 3:1 noch auf Ulmer Seite ein emotionaler Ausbruch folgen würde, hätte freilich niemand gedacht: Mathias Eichinger zeigte sich stocksauer über die Darbietung seiner Schützlinge. "Münster hat noch etwas depperter gespielt als wir. Wir hätten 3:0 gewinnen müssen und jeden Satz mit sieben Punkten Unterschied", ereiferte sich der Meistermacher. Seine geharnischte Kritik: "Die Spielerinnen müssen kapieren, dass sie härter trainieren und arbeiten müssen. Deutscher Meister wird man nicht von allein." Ungeahntes Donnerwetter am (nur) kurzfristig aufgeheiterten Ulmer Volleyball-Himmel.

Klaus Vestewig

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de  

Dienstag. 04. November 2003

SV Fellbach gewinnt den Regionalpokal Süd

Die gute Serie der Fellbacher Schmetterkünstler im Pokal geht weiter. Am Sonntag, den 2. November wurde im Halbfinale des Regionalpokals Süd Ligakonkurrent FT Freiburg mit 3:1 besiegt. Anschließend ließen sie sich im Finale gegen die VSG Mannheim-Käfertal die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und schlugen diese klar mit 3:0.

Am Sonntag in Bad Dürrheim konnte die Auslosung erst 15 Minuten verzögert durchgeführt werden, da nicht alle Teams um 10 Uhr anwesend waren. Das Los wollte es, dass gleich die beteiligten Bundesligisten FT 1844 Freiburg und der SV Fellbach auf einander trafen. Das andere Halbfinale wurde zum Freilos für die VSG Mannheim-Käfertal, da das vierte Team im Bunde, der TV Kappelrodeck, nur mit fünf spielberechtigten Spielern anreiste.

Freiburg bestand auf den Spielbeginn um 11 Uhr, trotz dadurch verkürzter Aufwärmphase erwischten die Fellbacher den besseren Start und setzten sich Dank sehr guter Sprungaufschläge bereits zu Satzbeginn ab. Auch die Freiburger Auszeiten beim Stand von 12:7 und 18:11 für Fellbach konnten den Rhythmus der Remstäler nicht stoppen. Die Satzergebnisse 25:19 und 25:20 waren die logische Folge. Den Sieg vor Augen schlichen sich im dritten Satz bei den Fellbachern auf Grund nachlassender Konzentration einige Fehler ein. Freiburg wurde stärker, reduzierte seinerseits die Fehlerquote und holte sich Durchgang drei mit 25:19. Aufgerüttelt durch den Satzverlust legten die Fellbacher „einen Gang zu“ und spielten sich konsequent in Führung. Jörg Ahmann ersetzte beim Stand von 18:14 den leicht verletzten Matthias Pompe auf der Diagonalposition und trug auch umgehend seinen Teil zum letztlich ungefährdeten 25:17 Erfolg im letzten Satz bei.

Das Finale gegen den Oberligisten VSG Mannheim-Käfertal dominierten die Fellbach auf Grund starker Aufschlagserien insbesondere von Axel Melde, Jörg Ahmann und Ronny Pietsch deutlich. Im ersten Satz wurden die Mannheimer davon förmlich überrollt und mussten sich mit 25:10 geschlagen geben. Die Fellbacher zeigten viel Spielfreude, wehrten sehr gut ab und Spielmacher Axel Melde gefiel mit variablem Zuspiel, das zu einigen blockfreien Angriffen führte. Nach 51 Minuten lautete das Ergebnis 3:0 (25:10, 25:21, 25:14).

Coach Karlo Striegel und Trainer Gunther Kuster waren mit dem Auftritt ihres Teams zufrieden und freuen sich mit der Mannschaft darauf, sich mit dem Gegner in der Qualifikation für den DVV-Pokal, der TG Rüsselsheim, zu messen. Kuster: „Das trifft sich sehr gut, mit Rüsselsheim haben wir noch eine Rechnung offen.“

Im Falle eines Sieges dieses Qualifikationsspiels, das am 16. November um 18.30 Uhr in der Gäuäckerhalle 1 in Fellbach ausgetragen wird, wartet mit dem Erstligisten VC Markranstädt die nächste „offene Rechnung“. Diese datiert allerdings auf letzte Saison, als man gemeinsam in der zweiten Liga um Punkte kämpfte.

Nächstes Wochenende haben die Fellbacher Mannen spielfrei und können daher gut erholt das folgende Programm absolvieren. Am 15.11. ist die FT Freiburg zu Gast, tags darauf kommt wie erwähnt die TG Rüsselsheim als Favorit der Begegnung in die Gäuäckerhalle. Ein tolles Rahmenprogramm wird den Besuchern am Samstag geboten. Bereits um 17.30 Uhr treffen die Regionalliga-Handballer des SV Fellbach auf die SG Bietigheim. Diverse Showeinlagen werden den Abend zum Regionalsportereignis machen.

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Dienstag. 04. November 2003

World Cup: Italien muss auf Fei verzichten

Europameister Italien muss beim World Cup (16. bis 30. November) wahrscheinlich ohne Mitellblocker Alessandro Fei (Foto, rechts) auskommen. Der Star der Azurri zog sich am Samstag beim Spiel seines Klubs Sisley Treviso gegen Edilbasso Padua eine Verletzung am Fußgelenk zu. Treviso verlor zudem das Derby mit 2:3 (23, -24, 23, -20, -13).

24-jährige Fei ist in der italienischen Auswahl immer einer der besten Punktesammler. Sein Debüt in der Nationalmannschaft feierte er 1998, als die Italiener die Goldmedaille bei der WM gewannen. Auch bei den Weltligasiegen 1999 und 2000 war Fei dabei.

 

Deutschland - www.yahoo.de  

Dienstag. 04. November 2003

Zum Abschied von Oliver Oetke

Oliver Oetke, einer der erfolgreichsten Beach-Volleyball Spieler in der Geschichte Deutschlands, hat bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand seine lange und erfolgreiche Karriere beendet. An der Seite von Andi Scheuerpflug erlebte der Hüne aus Oberbayern, der eher zu den Schweigsamen seiner Zunft gehört, im Beach-Volleyball seine größten Erfolge.

Dominanz Ende der 90er

Von 1999 und 2000 hießen die Deutschen Meister Oetke/Scheuerplug. Im gleichen Zeitraum konnten sie insgesamt vier Masterstitel feiern. Überhaupt war das Jahr 1999, das erfolgreichste Jahr des Teams Oetke/Scheuerpflug überhaupt. Neben den vier Masterstiteln (München, Berlin, Warnemünde, Cuxhaven), wurden sie in Essen Zweite und in Timmendorf Deutscher Meister. International spielten sie sich erstmals in den Blickpunkt. Eigentlich als Nationalteam Nummer drei angetreten, wurden sie sensationell beim World Cup in Brasilien Vierte und in Kanada Fünfte. Mit großen Erwartungen aufgebrochen zu den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, erlebten sie dann dort überraschend Schiffbruch. Kurz vor den Spielen erkrankte Andy Scheuerpflug und damit war der Olympische Traum nach zwei Niederlagen schnell ausgeträumt.

Ständige Verletzungssorgen

Trotzdem ließen sich die beiden nicht entmutigen, wurden ein Jahr später Zweiter bei den Deutschen Meisterschaften und siegten bei den Mastersturnieren in Kühlungsborn und Burg auf Fehmarn. Nebenbei wurden sie auch noch in Leipzig und St. Peter Ording Zweite. 2002 wurde dann das letzte gemeinsame Jahr des Team Oetke/Scheuerpflug. Immerhin konnten sie beim Masters auf dem Essener Kennedyplatz, in Hamburg gewinnen, und in Burg auf Fehmarn den zweiten Platz ergattern. Ständig geplagt von Knieverletzungen und beruflicher Überlastung musste Oliver Oetke zähneknirschend fortan kürzer treten.

Das Team Krank/Oetke

Doch auch schon vor der Aera Oetke/Scheuerpflug spielte sich der ehemalige Nationalspieler Oliver Oetke, der in seiner Hallenkarriere für den TSV 1860 München agierte, in die Spitze der deutschen Beach-Volleyball Szene. Erstmals wühlte Oli an der Seite von Eddy „The Eagle“ Krank 1995 den Sand schwer um, und zwar so erfolgreich, dass sie zusammen direkt das siebte und letzte Mastersturnier in Frankfurt am Main siegreich beenden konnten, das sollte aber nicht ihr erster und letzter großer Erfolg sein. Von 1995 bis 1998 sollten Krank/Oetke sehr erfolgreich die deutsche Beach-Volleyball Szene zusammen bereichern und aufmischen. 1996 siegten sie in Köln und Kühlungsborn, und insgesamt sammelten sie in diesem Zeitraum auch noch fünf zweite Plätze. Des weiteren siegten sie auch noch im „kleinen Finale“ bei den Deutschen Meisterschaften 1996 über das Team Hoffmann/Scheuerpflug, eben diesem Andy Scheuerpflug, der später Ollis Partner werden sollte.

Timmendorf ohne Oliver Oetke

Zum Abschluß seiner Karriere konnte sich Oliver Oetke zusammen mit seinem letzten Teampartner Drazen Slacanin quasi in letzter Sekunde beim Masters in Burg auf Fehmarn noch für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren und auf den Zug zur DM aufspringen. Eine Deutsche Meisterschaft ohne Oliver Oetke, für alle Beach-Volleyball Fans eigentlich undenkbar.
Im nächsten Jahr wird das Realität sein.

 

Deutschland - www.yahoo.de  

Dienstag. 04. November 2003

DVV-Präsident von Moltke bleibt optimistisch

"Wir ziehen das durch, Beachvolleyball ist ein Trendsport", zeigte sich der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) Werner von Moltke trotz der Pleite des Vermarkters MNP optimistisch. Der DVV plant weiterhin die nationale Beach-Serie, das Grand-Slam-Turnier und die EM 2004 wie geplant durchzuführen. "Wir verhandeln mit verschiedenen Agenturen, und dann stellen wir eine Finanzierung auf", erklärte von Moltken dem sid.

Am Montag soll der noch bis 2008 laufende Vertrag mit MNP über die nationale Masters-Serie formaljuristisch gekündigt werden, nachdem beim Amtsgericht Hamburg ein Insolvenzverfahren eingeleitet worden war. Von Moltke will in den nächsten Tagen prüfen lassen, ob MNP dem Verband tatsächlich 150.000 Euro schuldet. Die insolvente Firma des einstigen Volleyball-Nationalspielers Frank Mackerodt hatte die Beach-Masters-Serie in den vergangenen Jahren im Auftrag des DVV durchgeführt. In der abgelaufenen Saison betrug der Etat der Turniere stolze 1,6 Millionen Euro, als Preisgeld waren 290.000 Euro ausgelobt.

Beach-WM 2005 nicht in Gefahr

Nach Aussage des Verbandschefs sind für das kommende Jahr auch das mit einem Preisgeld von 600.000 Dollar ausgestattete Grand-Slam-Turnier in Berlin und die am Timmendorfer Strand geplante Beach-EM nicht gefährdet. Von Moltke sucht zudem nach einem Vermarkter für die Beach-WM 2005 in Berlin, die der Volleyball-Weltverband FIVB kürzlich von Los Angeles in die deutsche Hauptstadt verlegt hatte.

jso

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Dienstag. 04. November 2003

Steffen Busse wieder beim VV Leipzig

Leipzig. Neue Chance für einen alten Bekannten: Steffen Busse wird Teammanager beim VV Leipzig, für den er bis 2002 zwei Jahre in der Volleyball-Bundesliga spielte. Es folgte eine Saison beim polnischen Erstligisten Olsztyn. Seit dem Sommer ist der 28-Jährige arbeitslos. Einen Vertrag beim VVL erhält er vorerst nicht. "Ich sehe das ein bisschen wie ein Praktikum, bin offen für alles, will dem Verein helfen", sagt Busse.

Die Initiative ging von Manager Frank Thiele aus. "Wir sind an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert", erklärt Thiele, "Steffen wird im März seinen Trainerschein machen, könnte später bei uns im Nachwuchs tätig sein." Bis dahin soll er die Bundesliga-Mannschaft unterstützen und die vom Verein mit organisierte Olympia-Qualifikation im Januar vorbereiten. Thiele: "Vielleicht wird er dann deutscher Teamguide."

Möglicherweise streift Busse aber auch noch einmal das VVL-Trikot über. Ab sofort wird er unter Zoran Nikolic mittrainieren. "Ich muss mich da langsam ran tasten, mich wieder an die Belastung gewöhnen", meint Busse, "von heute auf morgen geht das nicht. Ich habe ein halbes Jahr kaum trainiert." Eigentlich hatte er mit dem aktiven Volleyball schon abgeschlossen, wollte andere Projekte angehen. Doch die zerschlugen sich.

Die Mannschaft könnte den 2,03 Meter großen Angreifer, der sechs Länderspiele absolvierte und einst mit dem VfB Friedrichshafen Deutscher Meister wurde, ganz gut gebrauchen. Hinter dem VVL-Stammsechser klafft eine Lücke, die Talente sind noch nicht so weit. "Ob ich mein altes Niveau erreiche, weiß ich nicht", bremst Busse jedoch, "ich habe da keine Illusionen. Wenn es der Verein wünscht, werde ich aber nicht nein sagen und wieder spielen."

Frank Thiele mag nicht ausschließen, dass der neue Teammanager eines Tages einen Lizenzspielervertrag bekommt. "Das muss der Trainer entscheiden." Zoran Nikolic hält sich bedeckt: "Die Frage stellt sich derzeit nicht. Aber ein starker Trainingspartner ist uns immer willkommen."

Morgen (18 Uhr, Brüderstraße) trifft sich das Team mit den Fans, am Donnerstag wird beim SCC Berlin getestet, am Sonnabend (1O Uhr, Brüderstraße) offiziell "mit dem VC Markranstädt trainiert". Heißt konkret: Man spielt gegeneinander. Offenbar haben sich die Beziehungen wieder verbessert.

Steffen Enigk

 

Deutschland - Aachener Nachrichten 

Dienstag. 04. November 2003

Evivo siegte - und spielte überheblich

Dem 3:1 bei Human Essen haftete ein Schönheitsfehler an

Düren/Essen (an-o) - Hinfahren, Gegner weghauen, zurückfahren. So hatten sich das die zahlreichen Fans des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren wohl gedacht, als sie die Reise zum Auswärtsspiel in Essen antaten. Mit dem 3:1 wurde die Erwartung nur teilweise erfüllt.

Einerseits, weil es nicht der erwartete 3:0-Kantersieg gegen den Aufsteiger geworden ist. Einen Satz haben Bernd Werschecks Schützlinge verschenkt.

Andererseits, weil die Essener ein Gastgeber waren, dem man nicht wirklich weh tun wollte. Sympathisch und nett waren die Volleyballer aus dem Ruhrpott. "Abenteuer Bundesliga" war an allen Ecken und Enden zu hören. Die Essener, die einen Etat haben, der selbst so manchem Fußball-Landesligisten spotten dürfte, wissen, dass sie kaum eine Chance haben. Der Klassenerhalt ist fast schon utopisch.

Dabeisein ist alles

Und deswegen gehen sie mit dem olympischen Motto in jede Partie: Dabeisein ist alles. Und das wird gefeiert. Die Spieler, ob auf der Auswechselbank oder auf dem Spielfeld, stimmen in den lauten Chor der etwa 1000 Fans ein: "Human, Human", schallt es durch die hinter einigen Gebüschen im Ruhrpott versteckten Halle.

Keine Lautstärke-Duelle zwischen den Fanklubs, wie sie beispielsweise beim Lokalderby zwischen Düren und Mendig üblich sind. Bis auf ein paar "Ohne Düren wär' hier gar nichts los"-Gesänge hörte man wenig.
Und obwohl die Dürener eigentlich völlig überlegen waren, konnten sie von den Ruhr-Essenern noch was lernen. Die Lektion gabs im zweiten Satz, den überhebliche Rur-Volleyballer fast verschenkten. Essen kämpfte mit Herzblut und lautstarken "Human"-Rufen. Und gewann.

"Dass war heilsam für uns", so Trainer Bernd Werscheck. Denn danach zeigte sich, dass Düren schnell lernen kann. Denn von Anfang des dritten Satzes an wurden die Punkte nicht mehr als selbstverständlich abgehakt, sondern euphorisch gefeiert. Und so konnte Trainer Bernd Werscheck seinen frisch am Knie operierten Mitelblocker Malte Holschen gut gelaunt per Telefon von einem Sieg mit einem kleinen Schönheitsfehler berichten.

Guido Jansen

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Dienstag. 04. November 2003

"Ich drücke Werder die Daumen"

MSC-Trainer ist Bremen-Fan. 31-Jähriger möchte die "Adler" zu einer Erstliga-Spitzenmannschaft formen.

Die "goldenen Zeiten" des Moerser SC, sie sind Geschichte. Das waren eben noch Gänsehaut erzeugende Momente als "Magic Schorsch" Georg Grozer beim Einspielen die Hallendecke malträtierte oder ein Chang Cheng Liu die Gegenüber mit kurzen Sprungaufschlägen narrte. Der Europacupsieg, gar die deutsche Meisterschaft existieren nur noch in den Erinnerungen treuester Fans. 

Mittlerweile ist der einstige Publikumsmagnet, der das Sportzentrum Rheinkamp aus allen Nähten platzen ließ, nur noch zweitklassig. Aus den einstigen "Riesen vom Niederrhein" wurden die weniger erfolgreichen "Adler", die ein ständiges Auf und Ab erlebten. Wer jedoch MSC-Macher Günter Krivec kennt, der weiß: Er lässt nichts unversucht. So holte er einen Mann in die Grafenstadt, der den Moerser SC wieder zu alter Stärke führen soll. Sein Name: Igor Arbutina. Seit Beginn der Saison coacht der 31-jährige Kroate aus Zagreb den MSC, ein Mann ganz nach Krivecs Geschmack. 

Beachtlich, welche Präferenzen dieser Igor Arbutina vorweisen kann. Als Trainer feierte er bereits zweimal mit AOK Mladost die kroatische Meisterschaft, mit EBC Evreux die französische. Von 1996 bis 2002 als Co-Trainer der kroatischen Nationalmannschaft mit vielen Erfolgen gespickt, erreichte er in diesem Jahr als Chefcoach die Endrunde der Weltmeisterschaft in Argentinien. 

Was also veranlasst einen derart erfolgreichen und noch so jungen Trainer, sich eines Teams aus der zweiten deutschen Bundesliga anzunehmen? Die Sportredaktion befragte ihn zu seinen Beweggründen.

Herr Arbutina, Sie hatten noch vor kurzem ein bewegtes Leben, waren mit der kroatischen Nationalmannschaft recht erfolgreich in der Welt unterwegs. Wie fühlen Sie sich, angekommen in der Provinz?
Arbutina: Moers ist eine wirklich schöne Stadt, und ich freue mich, an diesem Ort arbeiten zu dürfen.

Jetzt aber mal ehrlich: Wussten Sie vor einem halben Jahr, wo Moers liegt?
Arbutina: Ja, weil mein Freund Ratko Peris, mit dem ich Kontakt durch die Nationalmannschaft hatte, zwei Jahre für den MSC gespielt hat. Über ihn wusste ich, wo Moers ungefähr liegt. Außerdem hatte Moers zu Beginn der 90er Jahre große Zeiten, daher kennt man den Verein.

Wie genau sind Sie zum Volleyball gekommen?
Arbutina: Durch meinen damaligen Sportlehrer an der Schule. Er hat mich und andere Talente gesichtet und uns in den Verein nach Zagreb geholt. Er hat mich die Begeisterung für den Volleyball gelehrt.

Wie ist der Kontakt zum Moerser SC zustande gekommen?
Arbutina: Anfang des Jahres bekam ich eine E-Mail, worauf ich für zwei Tage nach Moers flog, um mir von den äußeren Rahmenbedingungen sowie den sportlichen Perspektiven ein Bild zu machen. Der Dreijahresvertrag war dann schnell unterschrieben.

Wie geht Ihre Familie mit dem abermaligen plötzlichen Wohnortwechsel um? Moers liegt ja nicht gerade um die Ecke.
Arbutina Für mich, meine Frau und meinen zehn Monate alten Sohn ist das überhaupt kein Problem. Bis wir die Schwierigkeiten mit dem Visa überwunden haben, kommen sie regelmäßig aus Zagreb und umgekehrt.

Was macht den Zweitligisten Moerser SC so interessant für einen Trainer, der schon so viel erreicht hat? Vom Coach der kroatischen Nationalmannschaft zum Trainer eines eher "bedeutungslosen" Teams, ist das nicht ein Rückschritt?
Arbutina: Nein, keineswegs. Für mich ist es wichtig, über vernünftige Arbeitsbedingungen zu verfügen, um ein angestrebtes Ziel zu erreichen. In der kroatischen Nationalmannschaft war dies nicht mehr möglich. Neben finanziellen Aspekten spielten auch teilweise schlechte Bedingungen eine Rolle, die mir ein optimales Arbeiten einfach nicht ermöglichten. In Moers ist das anders. Hier steht ein Konzept mit jungen talentierten Spielern, das sehr erfolgsversprechend ist. Hier wächst gerade eine Mannschaft heran, der ich viele Impulse geben und die ich formen kann.

Der MSC hat seit Jahren das Image, sich mit Geld den Erfolg "erkaufen" zu wollen. Viele Spieler blieben nur für ein Jahr, dann wurde die Mannschaft nach ausbleibendem Erfolg wieder umstrukturiert. Macht Ihnen das denn keine Angst?
Arbutina: Nein, in den nächsten drei Jahren haben wir ein eindeutig festgelegtes Konzept zu verfolgen. Zunächst wollen wir aufsteigen, was mit dieser Mannschaft kein Problem sein sollte. Dass dann neu selektiert werden muss, liegt auf der Hand, wenn wir uns in der ersten Bundesliga halten wollen. Im dritten Jahr wollen wir dann zu den besten vier oder fünf Mannschaften gehören, das ist realistisch. Es braucht eben Zeit, Geduld und auch mal Veränderungen, um ein homogenes Team zu formen.

Ihr Vorgänger, der Holländer Johan Verstappen, wurde wegen seines Auftretens auch der "General" genannt. Sie machen einen ähnlichen, der Disziplin eine große Rolle zuordnenden Eindruck. Stimmt das so?
Arbutina: Wir versuchen, ein neues Team aufzubauen. Jede Mannschaft ist jedoch unterschiedlich, also muss ich mich darauf als Trainer einstellen. Den goldenen Weg im Umgang mit einem Team gibt es nicht. Wichtig ist zu wissen, was man von der Mannschaft erwarten kann und was sie selbst von sich erwartet. Erst dann kann man das Optimum erreichen.

Was machen Sie, wenn sie sich nicht gerade Volleyballergebnisse im Internet anschauen?
Arbutina: Ich drücke ganz gerne dem Fußball-Bundesligisten Werder Bremen die Daumen, weil ein alter Bekannter, Ivica Banovic, dort spielt. Richtiger Fan bin ich aber natürlich (und lacht) von Dynamo Zagreb.

Wann können wir das nächste Interview mit Ihnen auf deutsch führen?
Arbutina Das ist mein erster Kontakt mit der deutschen Sprache, die ich zur Zeit ein wenig für mich selbst lerne. Das Verstehen klappt immer besser, aber Sprechen ist unglaublich schwer. Habt also noch ein bisschen Geduld mit mir.

Daniel Passon

 

Deutschland - SSV Ulm-News 

Dienstag. 04. November 2003

Ulm setzt sich gegen Münster durch

In einem erneut stark umkämpften Spiel ging der SSV Ulm Aliud Pharma gestern, nach der Niederlage am Freitag, als Sieger vom Feld. Im Topspiel der Frauen-Volleyball Bundesliga gewannen die Ulmer Damen gegen den Titelanwärter USC Münster mit 3:1-Sätzen (26:24, 24:26, 27:25, 25:23). In einer an Dramatik kaum zu überbietenden Partie blieb die Spielkultur zwar über weite Teile auf der Strecke, aber den 1700 Zuschauern in der Ulmer Kuhberghalle wurde von beiden Teams ein kämpferisch starkes Spiel geboten. Mit diesem Sieg klettert die Mannschaft von Trainer Mathias Eichinger wieder auf Platz zwei der Tabelle hinter den noch ungeschlagenen TSV Bayer 04 Leverkusen. 

Eichinger war trotz des Sieges stocksauer über die Darbietung seiner Schützlinge.Während USC-Trainer  Axel Büring die Begegnung mit folgenden Worten zusammenfasste: "In allen vier Sätzen war das Niveau mäßig. Beide Teams haben leichte Fehler gemacht und hatten Abstimmungsprobleme", grantelte der Ulmer Meistermacher in bester bayerischer Manier: "Meine Mannschaft hat viel zu viele Fehler gemacht. Münster hat nur noch etwas depperter gespielt als wir. Wir hätten 3:0 gewinnen müssen und jeden Satz mit sieben Punkten Unterschied". Seine geharnischte Kritik: "Die Spielerinnen müssen kapieren, dass sie härter trainieren und arbeiten müssen. Deutscher Meister wird man nicht von allein." Einzig Nathalie Dambendzet ("überragend") und Steffi Lehmann wurden von ihm gelobt.

Nichts desto trotz ist der Ulmer Mannschaft nach der Niederlage vom Freitag eine beeindruckendes Comeback gelungen. Den Druck, dieses Spiel fast schon gewinnen zu müssen, um nicht wie in der vergangenen Saison schon früh einem großen Rückstand hinterher"spielen" zu müssen, setzten Tanja Hart & Co zumindest kämpferisch gut um. Klar sollte auch sein, dass in dieser frühen Phase der Saison noch viel gearbeitet werden muss, um die entsprechende Abstimmung und Qualität in die Mannschaft zu bringen. Diese Aufgabe können Mathias Eichinger und sein Team in dieser Woche wieder verstärkt angehen, da die nächste Partie erst am kommenden Sonntag ansteht. Dann können die Ulmer Schmetterkünstlerinnen beim TV Fischbek Hamburg zeigen, ob sie weiterhin auf einem guten Weg sind.

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel