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| Deutschland - VfB Friedrichshafen-News |
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Dienstag. 04. November 2003 |
Dreifaches
Glück für Matthias Kolley
FRIEDRICHSHAFEN (gus) -
Matthias Kolley hat einen neuen Verein gefunden. Der ehemalige Libero der Volley
YoungStars ist beim VC Bottrop zwar verspätet in die Saison gestartet, hat aber
bereits sein erstes Spiel absolviert.
Die Sommerpause war für Matthias Kolley mit Warten ausgefüllt. Warten darauf, dass die ZVS (Zentrale Vergabestelle für Studienplätze) dem 21-Jährigen mitteilt, ob und wo er einen Studienplatz für Sportwissenschaften bekommt. Erst an zweiter Stelle stand die Suche nach einem neuen Verein. Ein Angebot aus Wuppertal musste „Mattze“ Kolley deshalb sausen lassen. Erst wenige Tage vor Semesterbeginn dann das erlösende Schreiben mit der Zusage auf einen Studienplatz in Bochum.
Dann ging alles recht schnell.
Innerhalb von zwei Wochen war eine Wohnung gefunden - und auch ein neuer Verein.
Der VC Bottrop, Zweitligist aus der Nordgruppe, hatte zwar bereits einen Libero,
sagte aber dennoch „Ja“. „Wer unter der Woche besser trainiert, darf am
Wochenende spielen“, erklärt Matthias Kolley, der am Allerheiligen-Wochenende
auf Heimaturlaub am Bodensee war. Nach der ersten Woche klappte das schon ganz
gut und Kolley stand beim 3:1-Sieg gegen TuB Bocholt seinen Mann auf der
Libero-Position.
| Deutschland - Oststeinbeker SV-News |
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Dienstag. 04. November 2003 |
OSV:
Auf dem Boden der
Tatsachen gelandet
Ostbek Cowboys verlieren
Heimspiel gegen Kyritz mit 0:3
Nur eine Woche nach dem überraschenden
und großartigen Sieg gegen den Moerser SC
sind die Volleyballer des Oststeinbeker SV vom harten Liga – Alltag eingeholt
worden. Gegen die Mannschaft von Fortuna Kyritz setzte es eine herbe 0:3 (17:25,
15:25, 16:25) Niederlage.
Dabei machte die Kyritzer nicht
mal ein sehr gutes Spiel. Aber sie zeigten, wie man ein Spiel zwischen zwei
gleichstarken Mannschaften zu bestreiten hat. Großes Engagement in der Abwehr
und eine aggressive und emotionale Spielweise führten, unterstützt durch 40
mitgereiste Kyritzer Fans, zum ungefährdeten Erfolg. Die Ostbek Cowboys
ihrerseits konnten zu keinem Zeitpunkt an die in der Vorwoche gezeigte Leistung
anknüpfen. Das Team wirkte emotionslos und teilweise sogar leblos. So kann man
allerdings in der 2. Bundesliga nicht bestehen.
Dabei war die Mannschaft
durchaus optimistisch ins Spiel gegangen. Man wollte
sich in der Tabelle ein wenig Luft nach unten verschaffen. Aber was dann in den
folgenden 58! Minuten passierte wusste anschließend keiner so recht zu erklären.
Die Mannschaft hielt bis zur Satzmitte immer gut mit, um dann mehrere Punkte in
Serie abzugeben, die quasi die Entscheidung bedeuteten.
Sicherlich sind vier Spieler
angeschlagen ins Spiel gegangen und das drei Spieler aus beruflichen Gründen
nicht alle Trainingseinheiten mitmachen konnten mag zwar mit ein Grund für die
Niederlage sein. Es erklärt aber noch lange nicht die Art und Weise, wie diese
zustande gekommen ist. Aber Trainer Bernd Schlesinger hatte es unter der Woche
schon befürchtet: „ Entweder wir gehen mit viel Selbstvertrauen in die Partie
und schlagen Kyritz deutlich oder es wird ein ganz schlechtes Spiel von uns!“
Leider traf am Samstag
letzteres zu. Wobei es nicht an einzelnen Spielelementen lag, sondernn überall
haperte. Die Annahme war instabil, Block-Feldabwehr fand kaum statt, im Zuspiel
haperte es an der nötigen Präzision und im Angriff fehlte es an der
Durchschlagskraft.
Die Problematik ist durchaus
schon länger bekannt, nur sind bislang die Reaktionen
darauf nicht wirklich zu erkennen. Es fehlt der Mannschaft einfach ein Typ, an
dem sich die anderen Spieler in schwachen Phasen aufrichten können und der die
Mannschaft mitreißt. Dies zu kompensieren gelingt aber nur, wenn alle Spieler
hundertprozentig bei der Sache sind und sich voll reinhängen, so wie gegen
Moers. Andernfalls wird diese Saison noch sehr schwierig werden für die Ostbek
Cowboys.
Am Sonntag verlor man dann das
Halbfinale im Nordpokal gegen den Regionalliga
Tabellenfüherer Warnemünde mit 3:2 (25:18, 25:17, 20:25, 18:25, 12:15). Auch
hier zeigte man nur phasenweise eine ahnsehnliche Leistung und blieb erneut
hinter den Erwartungen zurück. Damit ist der Traum einen attraktiven
Erstligisten den eigenen Fans präsentieren zu können geplatzt.
| Deutschland - VfB Friedrichshafen-News |
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Dienstag. 04. November 2003 |
Friedrichshafen:
In
Freundschaft gegen Amriswil
FRIEDRICHSHAFEN - Die
Volleyballer des VfB Friedrichshafen tragen am Mittwoch, 5. November, ein
Testspiel gegen TV Amriswil aus. Treffpunkt ist um 17 Uhr in der
Bodensee-Sporthalle, das Spiel beginnt nach dem Aufwärmen gegen 17.45 Uhr.
Erstmals seit langer Zeit wird der Ex-Häfler Dritan Cuko, der mittlerweile beim
derzeitigen Tabellenführer der ersten Schweizer Liga unter Vertrag steht, an
alter Wirkungsstätte auflaufen. Der Eintritt ist frei.
| Deutschland - Frankfurter Rundschau |
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Dienstag. 04. November 2003 |
US-Volleyballerinnen
gewinnen WM-Revanche
Tokio
(dpa) - Beim 9. World Cup der Volleyball-Frauen in Japan ist nach dem 3.
Spieltag nur noch ein Trio unbesiegt. Der WM-Zweite USA gewann in Tokio die
WM-Revanche gegen Italien überzeugend 3:0.
Gastgeber Japan war im packenden Asien-Krimi mit Schiedsrichter Frank Leuthäußer
(Gotha) vor 12 000 begeisterten Fans nach 122 spannenden Minuten mit 3:2
gegen Südkorea erfolgreich, und Grand-Prix-Sieger China trumpfte in Kagoshima
mit einem Drei-Satz-Sieg gegen die Dominikanische Republik auf. Europameister
Polen kassierte gegen Brasilien mit 0:3 bereits die zweite Pleite.
Der jetzige Stand würde bedeuten, dass keine europäische Mannschaft die direkte Olympia-Qualifikation für 2004 in Athen schafft und die Europa-Qualifikation im Januar kommenden Jahres in Baku/Aserbeidschan eine "Kleine EM" wird. Italien scheint trotz der klaren Niederlage am ehesten in der Lage, dieses drohende Desaster noch abwenden zu können. In der Neuauflage des WM-Endspiels vom 15. November des Vorjahres in Berlin stand der 3:2-Sieger Italien gegen das souverän auftrumpfende USA-Team aber auf verlorenem Posten.
"Die Amerikaner haben stark gespielt und waren klar besser. Wir waren im Block nicht effektiv und hatten Probleme mit der Annahme", sagte Weltmeister-Coach Marco Bonetti und predigte Durchhalteparolen: "Wir müssen von Tag zu Tag denken, die nächsten Spiele sind wichtig, da müssen wir gewinnen."
Italien war nur im ersten Satz ein ebenbürtiger Gegner und führte 16:12. Durch fünf Punkte hintereinander tankte das körperlich robustere US-Team in dieser vorentscheidenden Phase Selbstvertrauen und diktierte danach die Partie. "Die klare Art und Weise unseres Erfolgs hat mich überrascht. Mein Team hat Stärken im Block und Angriff gezeigt und sich Moral für die kommenden Aufgaben geholt", freute sich der japanische US-Trainer Toshiaki Yoshida.
Seine Mannschaft spielte die überlegene Körpergröße mit wuchtigen Angriffsschlägen aus und kaufte dem Rivalen den Schneid mit einer wirkungsvollen Blockarbeit ab, so dass das Spiel über 73 Minuten mit zunehmender Dauer eine einseitige Angelegenheit wurde. Italien und Brasilien haben zwei Siege und eine Niederlage auf dem Konto. Argentinien durch einen 3:0-Erfolg über Ägypten und der EM-Zweite Türkei mit 3:2 im Tiebreak nach einem 0:2-Satzrückstand gegen Kuba kamen zu ihren ersten Erfolgen und liegen mit Polen, Kuba und der Dominikanischen Republik (je 1 Sieg, 2 Niederlagen) gleichauf. Ohne Erfolgserlebnis sind noch Südkorea und Ägypten.
| Deutschland - Südwest Presse |
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Dienstag. 04. November 2003 |
Herausforderung
angenommen: Zwei Tage nach dem 2:3-Frusterlebnis bei Aufsteiger Suhl haben sich
die Ulmer Volleyball-Damen rehabilitiert. Der USC Münster wurde im Hit mit 3:1
(26:24, 24:26, 27:25, 25:23) geschlagen. Trainer Mathias Eichinger war dennoch
stocksauer.
Dem Ulmer Manager ist es gestern ergangen wie dem kleinen Tiger aus dem Kinderbuch: Mit jedem Satz am Kuhberg ist es ihm ein wenig besser gegangen. Schwer grippekrank, lag Dr. Heinz Widmaier zu Hause im Bett. Zur Linderung trugen die Anrufe seiner Ehefrau Sigrid aus dem Volleyball-Tempel ganz nachhaltig bei. Nach knapp zwei Stunden kam von dort die erfreuliche Kunde: Beifallskaskaden der 1600 Zuschauer, Jubelkette der Ulmer Spielerinnen - und hängende Köpfe wiedermal beim USC Münster. Same procedure as every year.
Wie schon in der vergangenen Meister-Saison, als der SSV Ulm Aliud Pharma in fünf Begegnungen viermal über die Westfälinnen triumphierte, feierten die Gastgeberinnen - und Münster war wieder zweiter Sieger. Im Duell zwischen zwei völlig gleichwertigen Teams hatte das etwas glücklichere gewonnen.
In einer hochspannenden, ja dramatischen Partie, die freilich - kein Wunder zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison - auf beiden Seiten wegen der noch mangelnden Feinabstimmung von vielen Eigenfehlern bestimmt war, verscheuchten Tanja Hart und ihre Kolleginnen die Schatten der Pleite im thüringischen Suhl ganz machtvoll. "Die Mannschaft hat aus Suhl gelernt. Vielleicht war es für die Spielerinnen gut, mal eine draufzukriegen. Die haben doch ein halbes Jahr nur immer gewonnen", mutmaßte Günther Ludwig vom Management.
In der Tat: Die Schmetterkünstlerinnen beeindruckten gestern, wenn nicht durch hochstehende Spielkultur, so doch durch nimmermüde Kämpfermoral. Im ersten Durchgang wurde ein 20:22-Rückstand noch zum 26:24-Satzgewinn umgebogen (Chaine Staelens schmetterte weit ins Aus). Dafür machte Münster im zweiten Spielabschnitt aus 15:19- und sogar 21:24-Rückständen das Kunststück nach (26:24, Jil Döhnert).
In den Sätzen drei und vier triumphierte wieder der Ulmer Kampfgeist. Zunächst drehten Alice Blom und Co. ein 21:23 - freilich auch dank dreier freundlicher Schiedsrichter-Pfiffe (Netzberührung, Übergriff) - noch zum 27:25. Und im Schlusssatz machte der SSV aus einem 15:18 und 21:23 noch ein 25:23. Dank eines mächtigen Zweier-Blocks von Verena Veh und Alice Blom wurde bereits der erste Matchball genützt. Am meisten beigesteuert zu der Wiedergutmachung, die den SSV (8:2 Zähler) hinter Leverkusen (3:0 gegen Augsburg/10:0 Punkte) auf Rang zwei führte, hat gestern Nathalie Dambendzet.
Fast jeden ihrer Schnellangriffe schloss die Ungarin, von Tanja Hart gut bedient, mit einem Punktgewinn ab. Und auch die Blockarbeit war glänzend. Norisha Campbell hingegen zeigte bei ihrem nur minutenweisen Heim-Debüt noch Abstimmungsprobleme. Auch die Ulmer Annahme muss noch besser werden. Alice Blom überzeugte durch Variabilität und Durchschlagskraft. Eine bemerkenswerte Leistung zeigten die Neuzugänge Steffi Lehmann (siehe nebenstehenden Artikel) und mit Abstrichen auch Bettina Stumpf. Sonst wechselten viel Licht und Schatten.
Dass
nach dem 3:1 noch auf Ulmer Seite ein emotionaler Ausbruch folgen würde, hätte
freilich niemand gedacht: Mathias Eichinger zeigte sich stocksauer über die
Darbietung seiner Schützlinge. "Münster hat noch etwas depperter gespielt
als wir. Wir hätten 3:0 gewinnen müssen und jeden Satz mit sieben Punkten
Unterschied", ereiferte sich der Meistermacher. Seine geharnischte Kritik:
"Die Spielerinnen müssen kapieren, dass sie härter trainieren und
arbeiten müssen. Deutscher Meister wird man nicht von allein." Ungeahntes
Donnerwetter am (nur) kurzfristig aufgeheiterten Ulmer Volleyball-Himmel.
Klaus
Vestewig
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Dienstag. 04. November 2003 |
SV
Fellbach gewinnt den Regionalpokal Süd
Die
gute Serie der Fellbacher Schmetterkünstler im Pokal geht weiter. Am Sonntag,
den 2. November wurde im Halbfinale des Regionalpokals Süd Ligakonkurrent FT
Freiburg mit 3:1 besiegt. Anschließend ließen sie sich im Finale gegen die VSG
Mannheim-Käfertal die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und schlugen diese klar
mit 3:0.
Am Sonntag in Bad Dürrheim konnte die Auslosung erst 15 Minuten verzögert durchgeführt werden, da nicht alle Teams um 10 Uhr anwesend waren. Das Los wollte es, dass gleich die beteiligten Bundesligisten FT 1844 Freiburg und der SV Fellbach auf einander trafen. Das andere Halbfinale wurde zum Freilos für die VSG Mannheim-Käfertal, da das vierte Team im Bunde, der TV Kappelrodeck, nur mit fünf spielberechtigten Spielern anreiste.
Freiburg bestand auf den Spielbeginn um 11 Uhr, trotz dadurch verkürzter Aufwärmphase erwischten die Fellbacher den besseren Start und setzten sich Dank sehr guter Sprungaufschläge bereits zu Satzbeginn ab. Auch die Freiburger Auszeiten beim Stand von 12:7 und 18:11 für Fellbach konnten den Rhythmus der Remstäler nicht stoppen. Die Satzergebnisse 25:19 und 25:20 waren die logische Folge. Den Sieg vor Augen schlichen sich im dritten Satz bei den Fellbachern auf Grund nachlassender Konzentration einige Fehler ein. Freiburg wurde stärker, reduzierte seinerseits die Fehlerquote und holte sich Durchgang drei mit 25:19. Aufgerüttelt durch den Satzverlust legten die Fellbacher „einen Gang zu“ und spielten sich konsequent in Führung. Jörg Ahmann ersetzte beim Stand von 18:14 den leicht verletzten Matthias Pompe auf der Diagonalposition und trug auch umgehend seinen Teil zum letztlich ungefährdeten 25:17 Erfolg im letzten Satz bei.
Das Finale gegen den Oberligisten VSG Mannheim-Käfertal dominierten die Fellbach auf Grund starker Aufschlagserien insbesondere von Axel Melde, Jörg Ahmann und Ronny Pietsch deutlich. Im ersten Satz wurden die Mannheimer davon förmlich überrollt und mussten sich mit 25:10 geschlagen geben. Die Fellbacher zeigten viel Spielfreude, wehrten sehr gut ab und Spielmacher Axel Melde gefiel mit variablem Zuspiel, das zu einigen blockfreien Angriffen führte. Nach 51 Minuten lautete das Ergebnis 3:0 (25:10, 25:21, 25:14).
Coach Karlo Striegel und Trainer Gunther Kuster waren mit dem Auftritt ihres Teams zufrieden und freuen sich mit der Mannschaft darauf, sich mit dem Gegner in der Qualifikation für den DVV-Pokal, der TG Rüsselsheim, zu messen. Kuster: „Das trifft sich sehr gut, mit Rüsselsheim haben wir noch eine Rechnung offen.“
Im Falle eines Sieges dieses Qualifikationsspiels, das am 16. November um 18.30 Uhr in der Gäuäckerhalle 1 in Fellbach ausgetragen wird, wartet mit dem Erstligisten VC Markranstädt die nächste „offene Rechnung“. Diese datiert allerdings auf letzte Saison, als man gemeinsam in der zweiten Liga um Punkte kämpfte.
Nächstes
Wochenende haben die Fellbacher Mannen spielfrei und können daher gut erholt
das folgende Programm absolvieren. Am 15.11. ist die FT Freiburg zu Gast, tags
darauf kommt wie erwähnt die TG Rüsselsheim als Favorit der Begegnung in die Gäuäckerhalle.
Ein tolles Rahmenprogramm wird den Besuchern am Samstag geboten. Bereits um
17.30 Uhr treffen die Regionalliga-Handballer des SV Fellbach auf die SG
Bietigheim. Diverse Showeinlagen werden den Abend zum Regionalsportereignis
machen.
| Deutschland - www.volleyball.de |
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Dienstag. 04. November 2003 |
World
Cup: Italien muss auf Fei verzichten
Europameister
Italien muss beim World Cup (16. bis 30. November) wahrscheinlich ohne
Mitellblocker Alessandro Fei (Foto, rechts) auskommen. Der Star der Azurri zog
sich am Samstag beim Spiel seines Klubs Sisley Treviso gegen Edilbasso Padua
eine Verletzung am Fußgelenk zu. Treviso verlor zudem das Derby mit 2:3 (23,
-24, 23, -20, -13).
24-jährige
Fei ist in der italienischen Auswahl immer einer der besten Punktesammler. Sein
Debüt in der Nationalmannschaft feierte er 1998, als die Italiener die
Goldmedaille bei der WM gewannen. Auch bei den Weltligasiegen 1999 und 2000 war
Fei dabei.
| Deutschland - www.yahoo.de |
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Dienstag. 04. November 2003 |
Oliver
Oetke, einer der erfolgreichsten Beach-Volleyball Spieler in der Geschichte
Deutschlands, hat bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand seine
lange und erfolgreiche Karriere beendet. An der Seite von Andi Scheuerpflug
erlebte der Hüne aus Oberbayern, der eher zu den Schweigsamen seiner Zunft gehört,
im Beach-Volleyball seine größten Erfolge.
Dominanz Ende der 90er
Von
1999 und 2000 hießen die Deutschen Meister Oetke/Scheuerplug. Im gleichen
Zeitraum konnten sie insgesamt vier Masterstitel feiern. Überhaupt war das Jahr
1999, das erfolgreichste Jahr des Teams Oetke/Scheuerpflug überhaupt. Neben den
vier Masterstiteln (München, Berlin, Warnemünde, Cuxhaven), wurden sie in
Essen Zweite und in Timmendorf Deutscher Meister. International spielten sie
sich erstmals in den Blickpunkt. Eigentlich als Nationalteam Nummer drei
angetreten, wurden sie sensationell beim World Cup in Brasilien Vierte und in
Kanada Fünfte. Mit großen Erwartungen aufgebrochen zu den Olympischen Spielen
2000 in Sydney, erlebten sie dann dort überraschend Schiffbruch. Kurz vor den
Spielen erkrankte Andy Scheuerpflug und damit war der Olympische Traum nach zwei
Niederlagen schnell ausgeträumt.
Ständige Verletzungssorgen
Trotzdem
ließen sich die beiden nicht entmutigen, wurden ein Jahr später Zweiter bei
den Deutschen Meisterschaften und siegten bei den Mastersturnieren in Kühlungsborn
und Burg auf Fehmarn. Nebenbei wurden sie auch noch in Leipzig und St. Peter
Ording Zweite. 2002 wurde dann das letzte gemeinsame Jahr des Team Oetke/Scheuerpflug.
Immerhin konnten sie beim Masters auf dem Essener Kennedyplatz, in Hamburg
gewinnen, und in Burg auf Fehmarn den zweiten Platz ergattern. Ständig geplagt
von Knieverletzungen und beruflicher Überlastung musste Oliver Oetke zähneknirschend
fortan kürzer treten.
Das Team Krank/Oetke
Doch
auch schon vor der Aera Oetke/Scheuerpflug spielte sich der ehemalige
Nationalspieler Oliver Oetke, der in seiner Hallenkarriere für den TSV 1860 München
agierte, in die Spitze der deutschen Beach-Volleyball Szene. Erstmals wühlte
Oli an der Seite von Eddy „The Eagle“ Krank 1995 den Sand schwer um, und
zwar so erfolgreich, dass sie zusammen direkt das siebte und letzte
Mastersturnier in Frankfurt am Main siegreich beenden konnten, das sollte aber
nicht ihr erster und letzter großer Erfolg sein. Von 1995 bis 1998 sollten
Krank/Oetke sehr erfolgreich die deutsche Beach-Volleyball Szene zusammen
bereichern und aufmischen. 1996 siegten sie in Köln und Kühlungsborn, und
insgesamt sammelten sie in diesem Zeitraum auch noch fünf zweite Plätze. Des
weiteren siegten sie auch noch im „kleinen Finale“ bei den Deutschen
Meisterschaften 1996 über das Team Hoffmann/Scheuerpflug, eben diesem Andy
Scheuerpflug, der später Ollis Partner werden sollte.
Timmendorf ohne Oliver Oetke
Zum
Abschluß seiner Karriere konnte sich Oliver Oetke zusammen mit seinem letzten
Teampartner Drazen Slacanin quasi in letzter Sekunde beim Masters in Burg auf
Fehmarn noch für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren und auf den Zug
zur DM aufspringen. Eine Deutsche Meisterschaft ohne Oliver Oetke, für alle
Beach-Volleyball Fans eigentlich undenkbar.
Im nächsten Jahr wird das Realität sein.
| Deutschland - www.yahoo.de |
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Dienstag. 04. November 2003 |
DVV-Präsident von Moltke bleibt optimistisch
"Wir ziehen das durch,
Beachvolleyball ist ein Trendsport", zeigte sich der Präsident des
Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) Werner von Moltke trotz der Pleite des
Vermarkters MNP optimistisch. Der DVV plant weiterhin die nationale Beach-Serie,
das Grand-Slam-Turnier und die EM 2004 wie geplant durchzuführen. "Wir
verhandeln mit verschiedenen Agenturen, und dann stellen wir eine Finanzierung
auf", erklärte von Moltken dem sid.
Am Montag soll der noch bis
2008 laufende Vertrag mit MNP über die nationale Masters-Serie formaljuristisch
gekündigt werden, nachdem beim Amtsgericht Hamburg ein Insolvenzverfahren
eingeleitet worden war. Von Moltke will in den nächsten Tagen prüfen lassen,
ob MNP dem Verband tatsächlich 150.000 Euro schuldet. Die insolvente Firma des
einstigen Volleyball-Nationalspielers Frank Mackerodt hatte die
Beach-Masters-Serie in den vergangenen Jahren im Auftrag des DVV durchgeführt.
In der abgelaufenen Saison betrug der Etat der Turniere stolze 1,6 Millionen
Euro, als Preisgeld waren 290.000 Euro ausgelobt.
Beach-WM 2005 nicht in
Gefahr
Nach
Aussage des Verbandschefs sind für das kommende Jahr auch das mit einem
Preisgeld von 600.000 Dollar ausgestattete Grand-Slam-Turnier in Berlin und die
am Timmendorfer Strand geplante Beach-EM nicht gefährdet. Von Moltke sucht
zudem nach einem Vermarkter für die Beach-WM 2005 in Berlin, die der
Volleyball-Weltverband FIVB kürzlich von Los Angeles in die deutsche Hauptstadt
verlegt hatte.
jso
| Deutschland - Leipziger Volkszeitung |
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Dienstag. 04. November 2003 |
Steffen
Busse wieder beim VV Leipzig
Leipzig.
Neue Chance für einen alten Bekannten: Steffen Busse wird Teammanager beim VV
Leipzig, für den er bis 2002 zwei Jahre in der Volleyball-Bundesliga spielte.
Es folgte eine Saison beim polnischen Erstligisten Olsztyn. Seit dem Sommer ist
der 28-Jährige arbeitslos. Einen Vertrag beim VVL erhält er vorerst nicht.
"Ich sehe das ein bisschen wie ein Praktikum, bin offen für alles, will
dem Verein helfen", sagt Busse.
Die
Initiative ging von Manager Frank Thiele aus. "Wir sind an einer
langfristigen Zusammenarbeit interessiert", erklärt Thiele, "Steffen
wird im März seinen Trainerschein machen, könnte später bei uns im Nachwuchs
tätig sein." Bis dahin soll er die Bundesliga-Mannschaft unterstützen und
die vom Verein mit organisierte Olympia-Qualifikation im Januar vorbereiten.
Thiele: "Vielleicht wird er dann deutscher Teamguide."
Möglicherweise
streift Busse aber auch noch einmal das VVL-Trikot über. Ab sofort wird er
unter Zoran Nikolic mittrainieren. "Ich muss mich da langsam ran tasten,
mich wieder an die Belastung gewöhnen", meint Busse, "von heute auf
morgen geht das nicht. Ich habe ein halbes Jahr kaum trainiert." Eigentlich
hatte er mit dem aktiven Volleyball schon abgeschlossen, wollte andere Projekte
angehen. Doch die zerschlugen sich.
Die
Mannschaft könnte den 2,03 Meter großen Angreifer, der sechs Länderspiele
absolvierte und einst mit dem VfB Friedrichshafen Deutscher Meister wurde, ganz
gut gebrauchen. Hinter dem VVL-Stammsechser klafft eine Lücke, die Talente sind
noch nicht so weit. "Ob ich mein altes Niveau erreiche, weiß ich
nicht", bremst Busse jedoch, "ich habe da keine Illusionen. Wenn es
der Verein wünscht, werde ich aber nicht nein sagen und wieder spielen."
Frank
Thiele mag nicht ausschließen, dass der neue Teammanager eines Tages einen
Lizenzspielervertrag bekommt. "Das muss der Trainer entscheiden."
Zoran Nikolic hält sich bedeckt: "Die Frage stellt sich derzeit nicht.
Aber ein starker Trainingspartner ist uns immer willkommen."
Morgen
(18 Uhr, Brüderstraße) trifft sich das Team mit den Fans, am Donnerstag wird
beim SCC Berlin getestet, am Sonnabend (1O Uhr, Brüderstraße) offiziell
"mit dem VC Markranstädt trainiert". Heißt konkret: Man spielt
gegeneinander. Offenbar haben sich die Beziehungen wieder verbessert.
Steffen
Enigk
| Deutschland - Aachener Nachrichten |
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Dienstag. 04. November 2003 |
Evivo siegte - und spielte überheblich
Dem
3:1 bei Human Essen haftete ein Schönheitsfehler an
Düren/Essen
(an-o) - Hinfahren, Gegner weghauen, zurückfahren. So hatten sich das die
zahlreichen Fans des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren wohl gedacht, als
sie die Reise zum Auswärtsspiel in Essen antaten. Mit dem 3:1 wurde die
Erwartung nur teilweise erfüllt.
Einerseits, weil es nicht der erwartete 3:0-Kantersieg gegen den Aufsteiger geworden ist. Einen Satz haben Bernd Werschecks Schützlinge verschenkt.
Andererseits, weil die Essener ein Gastgeber waren, dem man nicht wirklich weh tun wollte. Sympathisch und nett waren die Volleyballer aus dem Ruhrpott. "Abenteuer Bundesliga" war an allen Ecken und Enden zu hören. Die Essener, die einen Etat haben, der selbst so manchem Fußball-Landesligisten spotten dürfte, wissen, dass sie kaum eine Chance haben. Der Klassenerhalt ist fast schon utopisch.
Dabeisein ist alles
Und deswegen gehen sie mit dem olympischen Motto in jede Partie: Dabeisein ist alles. Und das wird gefeiert. Die Spieler, ob auf der Auswechselbank oder auf dem Spielfeld, stimmen in den lauten Chor der etwa 1000 Fans ein: "Human, Human", schallt es durch die hinter einigen Gebüschen im Ruhrpott versteckten Halle.
Keine
Lautstärke-Duelle zwischen den Fanklubs, wie sie beispielsweise beim Lokalderby
zwischen Düren und Mendig üblich sind. Bis auf ein paar "Ohne Düren wär'
hier gar nichts los"-Gesänge hörte man wenig.
Und obwohl die Dürener eigentlich völlig überlegen waren, konnten sie von den
Ruhr-Essenern noch was lernen. Die Lektion gabs im zweiten Satz, den überhebliche
Rur-Volleyballer fast verschenkten. Essen kämpfte mit Herzblut und lautstarken
"Human"-Rufen. Und gewann.
"Dass
war heilsam für uns", so Trainer Bernd Werscheck. Denn danach zeigte sich,
dass Düren schnell lernen kann. Denn von Anfang des dritten Satzes an wurden
die Punkte nicht mehr als selbstverständlich abgehakt, sondern euphorisch
gefeiert. Und so konnte Trainer Bernd Werscheck seinen frisch am Knie operierten
Mitelblocker Malte Holschen gut gelaunt per Telefon von einem Sieg mit einem
kleinen Schönheitsfehler berichten.
Guido
Jansen
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
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Dienstag. 04. November 2003 |
"Ich drücke Werder die Daumen"
MSC-Trainer
ist Bremen-Fan. 31-Jähriger möchte die "Adler" zu einer
Erstliga-Spitzenmannschaft formen.
Die "goldenen Zeiten" des Moerser SC, sie sind Geschichte. Das waren eben noch Gänsehaut erzeugende Momente als "Magic Schorsch" Georg Grozer beim Einspielen die Hallendecke malträtierte oder ein Chang Cheng Liu die Gegenüber mit kurzen Sprungaufschlägen narrte. Der Europacupsieg, gar die deutsche Meisterschaft existieren nur noch in den Erinnerungen treuester Fans.
Mittlerweile ist der einstige Publikumsmagnet, der das Sportzentrum Rheinkamp aus allen Nähten platzen ließ, nur noch zweitklassig. Aus den einstigen "Riesen vom Niederrhein" wurden die weniger erfolgreichen "Adler", die ein ständiges Auf und Ab erlebten. Wer jedoch MSC-Macher Günter Krivec kennt, der weiß: Er lässt nichts unversucht. So holte er einen Mann in die Grafenstadt, der den Moerser SC wieder zu alter Stärke führen soll. Sein Name: Igor Arbutina. Seit Beginn der Saison coacht der 31-jährige Kroate aus Zagreb den MSC, ein Mann ganz nach Krivecs Geschmack.
Beachtlich, welche Präferenzen dieser Igor Arbutina vorweisen kann. Als Trainer feierte er bereits zweimal mit AOK Mladost die kroatische Meisterschaft, mit EBC Evreux die französische. Von 1996 bis 2002 als Co-Trainer der kroatischen Nationalmannschaft mit vielen Erfolgen gespickt, erreichte er in diesem Jahr als Chefcoach die Endrunde der Weltmeisterschaft in Argentinien.
Was
also veranlasst einen derart erfolgreichen und noch so jungen Trainer, sich
eines Teams aus der zweiten deutschen Bundesliga anzunehmen? Die Sportredaktion
befragte ihn zu seinen Beweggründen.
Herr
Arbutina, Sie hatten noch vor kurzem ein bewegtes Leben, waren mit der
kroatischen Nationalmannschaft recht erfolgreich in der Welt unterwegs. Wie fühlen
Sie sich, angekommen in der Provinz?
Arbutina: Moers ist eine wirklich schöne Stadt, und ich freue mich, an
diesem Ort arbeiten zu dürfen.
Jetzt
aber mal ehrlich: Wussten Sie vor einem halben Jahr, wo Moers liegt?
Arbutina: Ja, weil mein Freund Ratko Peris, mit dem ich Kontakt durch die
Nationalmannschaft hatte, zwei Jahre für den MSC gespielt hat. Über ihn wusste
ich, wo Moers ungefähr liegt. Außerdem hatte Moers zu Beginn der 90er Jahre
große Zeiten, daher kennt man den Verein.
Wie
genau sind Sie zum Volleyball gekommen?
Arbutina: Durch meinen damaligen Sportlehrer an der Schule. Er hat mich und
andere Talente gesichtet und uns in den Verein nach Zagreb geholt. Er hat mich
die Begeisterung für den Volleyball gelehrt.
Wie
ist der Kontakt zum Moerser SC zustande gekommen?
Arbutina: Anfang des Jahres bekam ich eine E-Mail, worauf ich für zwei Tage
nach Moers flog, um mir von den äußeren Rahmenbedingungen sowie den
sportlichen Perspektiven ein Bild zu machen. Der Dreijahresvertrag war dann
schnell unterschrieben.
Wie
geht Ihre Familie mit dem abermaligen plötzlichen Wohnortwechsel um? Moers
liegt ja nicht gerade um die Ecke.
Arbutina Für mich, meine Frau und meinen zehn Monate alten Sohn ist das überhaupt
kein Problem. Bis wir die Schwierigkeiten mit dem Visa überwunden haben, kommen
sie regelmäßig aus Zagreb und umgekehrt.
Was
macht den Zweitligisten Moerser SC so interessant für einen Trainer, der schon
so viel erreicht hat? Vom Coach der kroatischen Nationalmannschaft zum Trainer
eines eher "bedeutungslosen" Teams, ist das nicht ein Rückschritt?
Arbutina: Nein, keineswegs. Für mich ist es wichtig, über vernünftige
Arbeitsbedingungen zu verfügen, um ein angestrebtes Ziel zu erreichen. In der
kroatischen Nationalmannschaft war dies nicht mehr möglich. Neben finanziellen
Aspekten spielten auch teilweise schlechte Bedingungen eine Rolle, die mir ein
optimales Arbeiten einfach nicht ermöglichten. In Moers ist das anders. Hier
steht ein Konzept mit jungen talentierten Spielern, das sehr erfolgsversprechend
ist. Hier wächst gerade eine Mannschaft heran, der ich viele Impulse geben und
die ich formen kann.
Der
MSC hat seit Jahren das Image, sich mit Geld den Erfolg "erkaufen" zu
wollen. Viele Spieler blieben nur für ein Jahr, dann wurde die Mannschaft nach
ausbleibendem Erfolg wieder umstrukturiert. Macht Ihnen das denn keine Angst?
Arbutina: Nein, in den nächsten drei Jahren haben wir ein eindeutig
festgelegtes Konzept zu verfolgen. Zunächst wollen wir aufsteigen, was mit
dieser Mannschaft kein Problem sein sollte. Dass dann neu selektiert werden
muss, liegt auf der Hand, wenn wir uns in der ersten Bundesliga halten wollen.
Im dritten Jahr wollen wir dann zu den besten vier oder fünf Mannschaften gehören,
das ist realistisch. Es braucht eben Zeit, Geduld und auch mal Veränderungen,
um ein homogenes Team zu formen.
Ihr
Vorgänger, der Holländer Johan Verstappen, wurde wegen seines Auftretens auch
der "General" genannt. Sie machen einen ähnlichen, der Disziplin eine
große Rolle zuordnenden Eindruck. Stimmt das so?
Arbutina: Wir versuchen, ein neues Team aufzubauen. Jede Mannschaft ist
jedoch unterschiedlich, also muss ich mich darauf als Trainer einstellen. Den
goldenen Weg im Umgang mit einem Team gibt es nicht. Wichtig ist zu wissen, was
man von der Mannschaft erwarten kann und was sie selbst von sich erwartet. Erst
dann kann man das Optimum erreichen.
Was
machen Sie, wenn sie sich nicht gerade Volleyballergebnisse im Internet
anschauen?
Arbutina: Ich drücke ganz gerne dem Fußball-Bundesligisten Werder Bremen
die Daumen, weil ein alter Bekannter, Ivica Banovic, dort spielt. Richtiger Fan
bin ich aber natürlich (und lacht) von Dynamo Zagreb.
Wann
können wir das nächste Interview mit Ihnen auf deutsch führen?
Arbutina Das ist mein erster Kontakt mit der deutschen Sprache, die ich zur
Zeit ein wenig für mich selbst lerne. Das Verstehen klappt immer besser, aber
Sprechen ist unglaublich schwer. Habt also noch ein bisschen Geduld mit mir.
Daniel
Passon
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Dienstag. 04. November 2003 |
Ulm
setzt sich gegen Münster durch
In einem erneut stark umkämpften Spiel ging der SSV Ulm Aliud Pharma gestern, nach der Niederlage am Freitag, als Sieger vom Feld. Im Topspiel der Frauen-Volleyball Bundesliga gewannen die Ulmer Damen gegen den Titelanwärter USC Münster mit 3:1-Sätzen (26:24, 24:26, 27:25, 25:23). In einer an Dramatik kaum zu überbietenden Partie blieb die Spielkultur zwar über weite Teile auf der Strecke, aber den 1700 Zuschauern in der Ulmer Kuhberghalle wurde von beiden Teams ein kämpferisch starkes Spiel geboten. Mit diesem Sieg klettert die Mannschaft von Trainer Mathias Eichinger wieder auf Platz zwei der Tabelle hinter den noch ungeschlagenen TSV Bayer 04 Leverkusen.
Eichinger war trotz des Sieges stocksauer über die Darbietung seiner Schützlinge.Während USC-Trainer Axel Büring die Begegnung mit folgenden Worten zusammenfasste: "In allen vier Sätzen war das Niveau mäßig. Beide Teams haben leichte Fehler gemacht und hatten Abstimmungsprobleme", grantelte der Ulmer Meistermacher in bester bayerischer Manier: "Meine Mannschaft hat viel zu viele Fehler gemacht. Münster hat nur noch etwas depperter gespielt als wir. Wir hätten 3:0 gewinnen müssen und jeden Satz mit sieben Punkten Unterschied". Seine geharnischte Kritik: "Die Spielerinnen müssen kapieren, dass sie härter trainieren und arbeiten müssen. Deutscher Meister wird man nicht von allein." Einzig Nathalie Dambendzet ("überragend") und Steffi Lehmann wurden von ihm gelobt.
Nichts
desto trotz ist der Ulmer Mannschaft nach der Niederlage vom Freitag eine
beeindruckendes Comeback gelungen. Den Druck, dieses Spiel fast schon gewinnen
zu müssen, um nicht wie in der vergangenen Saison schon früh einem großen Rückstand
hinterher"spielen" zu müssen, setzten Tanja Hart & Co zumindest kämpferisch
gut um. Klar sollte auch sein, dass in dieser frühen Phase der Saison noch viel
gearbeitet werden muss, um die entsprechende Abstimmung und Qualität in die
Mannschaft zu bringen. Diese Aufgabe können Mathias Eichinger und sein Team in
dieser Woche wieder verstärkt angehen, da die nächste Partie erst am kommenden
Sonntag ansteht. Dann können die Ulmer Schmetterkünstlerinnen beim TV Fischbek
Hamburg zeigen, ob sie weiterhin auf einem guten Weg sind.
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel