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Montag, 10. November 2003 

All Star Game: Brasilien besiegt Italien
MAOAM Mendig setzt seine Erfolgsserie fort
Erster anaboler Dopingfall im Volleyball
Wuppertal im Achtelfinale
VGE: Wenn man all zu oft ins Netz greift . . .
TSV-Volleyballer werden in Moers deklassiert
Moers: Auch die zweite Garde kann´s
VC erschreckt Kellerkind Schüttorf
WSU am Ende nicht zu stoppen
Schulz-Kritik: Reicht nicht für die Spitze
Mammut-Satz an Schwerin, besseres Ende für USC
Im Tiebreak früh ins Hintertreffen geraten
Parchim: Gäste einen Tick besser
Leverkusen behält weiße Weste
SC Union schafft Sprung an die Tabellenspitze
Der Knoten platzt auch gegen Bottrop nicht
Trotz 1:3 gegen Ulm: Fischbek hatte Spaß
Ohne Melanie Albers fehlt es an Durchschlagskraft

November 2003

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Montag. 10. November 2003

All Star Game: Brasilien besiegt Italien

3:1 vor 4000 Zuschauerm in Mailand

Ein Volleyball-Highlight bekamen die 4000 Zuschauer in Mailand beim All Star Game 2003 geboten. Hier empfing in diesem Jahr Europameister Italien den aktuellen Weltmeister Brasilien. Die Azzuri wehrten sich zwar redlich, konnten ihren Heimvorteil aber letztendlich doch nicht nutzen und verloren mit 1:3 (-20, -19, 24, -29). Als wertvollster Spieler wurde der Brasilianer Giovane ausgezeichnet.

Beiden Mannschaften diente die Partie zur Vorbereitung auf den World Cup, der vom 16. bis 30. November in Japan stattfindet.

Italien trat beim All Star Game mit fast dem gleichen Kader wie bei der Europameisterschaft an. Im Zuspiel setzte Trainer Gian Paolo Montali auf Marco Meoni (Unimade Parma) und Valerio Vermiglio (Sisley Treviso) und auf der Diagonalen auf Andrea Sartoretti (Itas Trento) und Francesco Biribanti (Icom Latina). In der Mitte waren Luigi Mastrangelo (Lube Macerata), Paolo Cozzi (Kerakoll Modena) und für den verletzten Alessandro Fei der 24-jährige Luca Tencati (Sisley Treviso) dabei. Auf der Außen-Annahmeposition konnte Motali auf Matej Cernic, Andrea Giani (beide Kerakoll Modena), Samuele Papi (Sisley Treviso) und anstelle des jungen Cristian Savani auf den routinierteren Alberto Cisolla (Sisley Treviso) zurückgreifen.

cku

 

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Montag. 10. November 2003

MAOAM Mendig setzt seine Erfolgsserie fort

Beim 3:0 (25:19, 25:12, 25:18) gegen den TSV Bad Saulgau gelang der Mannschaft von Trainer Marian Kardas der erste Heimsieg, der vierte Erfolg am Stück und so der Sprung auf Tabellenplatz vier.

MENDIG. 1000 Zuschauer sahen den Saison-Premierensieg in der Großsporthalle in einem Nachholspiel aus der vierten Runde. Nach einer guten Stunde Nettospielzeit konnten sie sich dann überlegen, was sie mit dem angebrochenen Samstagabend anfangen sollten. Denn ihre MAOAM-Volleyballer hatten mit der besten Saisonleistung kurzen Prozess mit spielerisch völlig überforderten Bad Saulgauern gemacht und sich nach 19 von maximal 20 Sätzen in den ersten vier Spielen endlich einmal Kurzarbeitszeit gegönnt. „Das tut uns körperlich auch mal ganz gut“, meinte Kardas danach.

Das 3:0 sei auch noch aus anderen Gründen ein wichtiges Ergebnis: Nicht nur, weil damit der im Satzquotient schlechtere, mit 8:2 Zählern aber punktgleiche SV Bayer Wuppertal überholt werden konnte. Die Einstellung sei wichtig gewesen, sagte der Coach: „Wir waren hellwach und nicht übermotiviert.“ Nur so habe die frustrierende und immer noch nachhängende 1:3-Heimpleite gegen die Oberschwaben im vergangenen Februar aus den Köpfen verschwinden können.

Nach dieser Niederlage, bestätigte auch Mendigs Kapitän Christian Metzger, habe sich das Team diesmal stark auf die Revanche fokussiert, „und das war gut so.“ Metzger, seinerzeit wegen Knieverletzung nicht dabei, bestritt am Samstag sein erstes Saisonspiel von Beginn an. Er kam für Edgar Tetsuekoue ins Spiel, der nach Kapselriss in der Schulter geschont wurde und nach eigener Aussage womöglich erst wieder am Samstag, 22. November, im Gastsspiel bei Aufsteiger VV Humann Essen eingreift.
Auf Tetsuekoues angestammte Diagonalposition wechselte Zugang Christoph Schwenk, der diese Rolle schon früher bei SSF Fortuna Bonn ausfüllte und ein gutes Spiel bot. Für den 25-Jährigen spielte folglich Metzger in Annahme und Außenangriff. Letzteres schon mit einigen Spielanteilen und Punkterfolgen mehr als bei seinem Comeback in Eltmann, in Annahme und Aufschlag sowieso clever wie immer. „Ich bin aber erst bei 60, 70 Prozent“, so der Kapitän. „Ich bin froh, wenn die Entwicklung weiter aufwärts geht, darf aber nicht zuviel verlangen.“

Geduld sei gefordert, eine Qualität, die diesmal nur TSV-Trainer Burkhard Sude aufbringen musste. Vergeblich, wie er später eingestand: „Wenn ich während der Woche nach meiner Arbeit extra zum Training fahre, will ich am Wochenende im Spiel auch meine Handschrift wieder erkennen. Wenn das dann aber nicht der Fall ist so wie heute, vermiest mir das ganz gewaltig die Laune.“ Das bekamen seine Spieler bereits bei der ersten Auszeit im Auftaktsatz zu spüren: Sudes Ansage („Das darf doch nicht wahr sein, reißt euch gefälligst zusammen“) hörten auch die Zuschauer auf den hinteren Rängen der Großsporthalle.

Genutzt hat es freilich nichts. Bad Saulgau war ohne den verletzten Zuspieler James McKay nie in der Lage, im Spielaufbau auch nur annähernd mit den starken Mendigern um Regisseur Simon Tischer, Hauptangreifer Silvio Schultze und Libero Frank Bachmann mitzuhalten. „Ja, der Jamie fehlt uns schon“, sagte Sude, „weil er am Netz auch eine richtige Waffe ist.“ Daran habe es aber nicht gelegen, dass der TSV nach dem 0:3 gegen VV Leipzig die zweite Klatsche binnen einer Woche kassierte.

Hauptgrund sei die miserable Annahme gewesen, bestätigte auch Interimszuspieler Florian Mack, 1996/97 eine Saison lang in Mendig Ersatzmann hinter Sascha Monschauer. Er habe so vielen Annahmen hinterher laufen müssen, dass er gegen Ende des Spiels regelrecht Krämpfe bekommen habe – „noch einen Satz hätte ich nicht spielen können.“ Davon war Bad Saulgau aber weit derart entfernt, dass Coach Sude gar „einen Knacks für die Moral“ befürchtet. Von der Meisterrunde, nach dem Startsieg gegen Unterhaching von vielen bereits angepeilt, hat er sich gedanklich jedenfalls schon verabschiedet: „Wir dürfen uns nichts vormachen, müssen kleinere Brötchen backen. Die Ausrichtung geht klar in die zweite Tabellenhälfte.“

Ganz anders MAOAM Mendig. Bei 8:2 Zählern und zwei folgenden Partien gegen die bisher noch sieglosen Abstiegskandidaten Volley Dogs Berlin (am kommenden Samstag ab 20 Uhr in eigener Halle) und Essen lautet die Marschroute ganz klar Play-off-Qualifikation. Obwohl Kardas weiterhin nur „von Spiel zu Spiel“ denken will: „Alles andere ist sehr gefährlich, den Fehler haben wir in der letzten Saison gemacht.“

 

International - www.volleyball-online.de  

Montag. 10. November 2003

Erster anaboler Dopingfall im Volleyball

Sapporo (dpa) - Der Volleyball-Weltverband FIVB verzeichnet zum ersten Mal in seiner Geschichte einen anabolen Dopingfall. Wie der General-Manager der FIVB, Jean-Pierre Seppey, in Sapporo auf einer Pressekonferenz informierte, ist Nuris Arias Done am 3. November im Spiel gegen China positiv auf das anabole Steroid Methandienon getestet worden.

Die Analyse wurde im vom IOC anerkannten Labor in Tokio vorgenommen. Da ein weiterer Test der Spielerin am 5. November gegen Brasilien das gleiche Resultat brachte, verzichtete die Dominikanische Republik auf die B-Probe, die in der Regel das Ergebnis der A-Kontrolle bestätigt.

Die FIVB hat entsprechend ihrem Reglement eine sofortige Wettkampfsperre von zwei Jahren verhängt. «Wir sind ein transparenter Verband und treten für einen sauberen Sport ein», sagte Seppey. Der dominikanische Verband hat die Möglichkeit, innerhalb von 30 Tagen Einspruch gegen das Urteil einzulegen oder innerhalb von 21 Tagen den Internationalen Sportgerichtshof CAS anzurufen.

Die verlorenen Spiele der Dominikanerinnen gegen China, die Türkei und Brasilien, in denen Nuris Arias Done nach ihrem positiven Befund mitgewirkt hat, gehen jeweils mit 0:3 in die Wertung. Der 3:1-Sieg gegen Europameister Polen bleibt bestehen, da diese Partie vor dem China-Spiel und dem ersten positiven Test stattfand. Beim 0:3 gegen Weltmeister Italien war die Spielerin nicht mehr dabei.

Die 25-jährige Dominikanerin hat in einem Gespräch mit FIVB- Präsident Ruben Acosta eingeräumt, Vitamin-Tabletten mit dem Namen «Gelnorex Vita» als Appetitanreger eingenommen zu haben. Darin soll die verbotene Substanz enthalten sein.

Cristobal Marte Hoffiz, Präsident des Dominikanischen Volleyball-Verbandes und FIVB-Vizepräsident, verwies auf die unwissentliche Einnahme des anabolen Steroids, da das Vitaminpräparat in seiner Heimat frei verkäuflich ist und auch Kindern verabreicht wird. Die Spielerin habe das Mittel nicht zur Leistungssteigerung eingenommen, meinte Hoffiz. Pikant an der Situation ist, dass sich die FIVB in der Dominikanischen Republik bei der Entwicklung der Sportart durch Trainingscamps finanziell engagiert.

FIVB-Präsident Acosta verwies in einer Presseerklärung auf den «engagierten Kampf» des Volleyball-Weltverbandes gegen Doping. «Bisher waren positive Kontrollen im Volleyball äußerst selten. Das ist der erste Anabolika-Fall, Stimulanzien gab es aber schon», sagte Manfred Holzgraefe, der medizinische Delegierte der FIVB.

 

Deutschland - www.sportal.de  

Montag. 10. November 2003

Wuppertal im Achtelfinale

Der Volleyball-Bundesligist Bayer Wuppertal hat das Achtelfinale im CEV-Cup erreicht. Beim Qualifikationsturnier in Dormagen schafften die Wuppertaler am Wochenende in drei Spielen drei Siege und behaupteten damit im Vierer-Feld den ersten Platz. Im abschließenden Gruppenspiel am Sonntag bezwang die Bayer-Auswahl den belgischen Vertreter Averbode mit 3:0 (26:24, 25:17, 25:15).

 

Norddeutschland - Elmshorner Nachrichten 

Montag. 10. November 2003

VGE: Wenn man all zu oft ins Netz greift . . .

Regionalliga: 3:1-Sieg in Norderstedt

Norderstedt (boe). Die Elmshorner Volleyballerinnen bleiben in der Regiopnalliga weiter in der Spitze. Doch der 3:1-Sieg in Norderstedt täuscht Trainer Burkhard Skibitzki nicht darüber hinweg, dass seine Mannschaft in zwei der Sätzen richtige Probleme hatte. Skibitzki nach dem auf des Messers Schneide stehenden Spiel ion der Hamburger Vorstand: "Wir hatten nach zwei gewonnen Sätzen im dritten Satz einen kompletten Einbruch im Spielaufbau."

Der erste Pass kam überhaupt nicht so, wie es die Sievers, Schümann oder Gaarz gewohnt sind. Die Folge ließ sich abzählen: Eineinhalb Sätze liefen die Elmshornerinnen nahezu ausschließlich einem Rückstand hinterher.

Kurz vor Ende des vierten Satzes kam dann die Wende. Mit dem knappsten aller möglichen Volleyballresultate (27:25) entschieden die Akteurinnen um Spielmacherin Britta Schümann die Begegnung in Norderstedt noch für sich. Trainer Skibitzki hatte durch einige Auswechselungen (Sievers für Hoppe, Gaede für Rohr) taktische Maßnahmen ergriffen, die den Elmshorner Erfolg doch noch sicherstellten. Sarah Hoppe war ein ums andere Mal übermotoviert, wie Skibitzki es formulierte, "und hatte ins Netz gegriffen."

Während des fünften Satzes sah Skibitzki eine Elmshorner Mannschaft, deren Motivationspegel nach unten zeigte, beim Gegner unterdessen unaufhörlich nach oben auspendelte. Den zweiten Satz- und Matchball verwandelten dann die Elmshornerinnen.

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung 

Montag. 10. November 2003

TSV-Volleyballer werden in Moers deklassiert

Giesen (cen). Einen rabenschwarzen Tag haben Giesens Zweitliga-Volleyballer bei ihrem Gastspiel in Moers erwischt. Sang- und klanglos ging der TSV mit 0:3 (21:25, 13:25, 20:25) gegen den erklärten Titelfavoriten unter.

Mannschaftsführer Björn Wellershoff konnte sich nicht erinnern, wann die Giesener zuletzt derartig deklassiert worden sind. Auch die Beach-Volleyballstars Niklas Rademacher und David Klemperer konnten bei ihrem ersten gemeinsamen Hallenauftritt in dieser Saison das Debakel nicht verhindern. Mit nunmehr 6:8 Zählern bleibt der TSV vorerst im hinteren Mittelfeld der Tabelle hängen.

Sowohl Giesen als auch der am vergangenen Wochenende erneut pausierende MTV 48 Hildesheim spielen am nächsten Sonnabend zuhause. Der MTV um 19.30 Uhr im Topspiel gegen Moers, der TSV um 20 Uhr gegen Bocholt.

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Montag. 10. November 2003

Moers: Auch die zweite Garde kann´s

Zweitligist Moerser SC fertigte den TSV Giesen überlegen mit 3:0 ab. Mit MTV Hildesheim und Netzhoppers Königswusterhausen warten nun zwei echte Prüfsteine.

Die Wirklichkeit und der Anspruch. Schön, wenn diese beiden Komponenten nahe beieinander liegen. Beim Volleyball-Zweitligisten Moerser SC verhielten sie sich in den vergangenen Jahren eher wie Katz und Maus. Aber zumindest in dieser Saison, sieht man über den Ausrutscher in Oststeinbek großzügig hinweg, scheinen sich die MSC-Verantwortlichen nicht verkalkuliert zu haben. Der mehr als deutliche 3:0 (25:20, 25:13, 25:20)-Sieg am Samstagabend gegen den TSV Giesen machte es wieder jedem Skeptiker offensichtlich: Selbst die "zweite Sechs" der "Adler" - MSC-Coach Igor Arbutina würde sicher eher einen Regentanz aufführen, als von einer zweiten Garnitur zu sprechen - stellt eine schlagfertige Truppe dar.

"Das war eben unser Spiel heute", erklärte der Kroate nach der Partie. "Trotz der Auswechslungen haben wir endlich einmal die benötigte Konstanz über die gesamte Partie gehabt, das lässt für die nächsten schwierigen Partien hoffen.

Keine Annahme, kein Sieg

Nicht zuletzt wichtig, weil die Grafenstädter in den nächsten beiden Wochen auf Georg Grozer verzichten müssen. Er ist bekanntlich mit der ungarischen Nationalmannschaft unterwegs. Mit dem MTV Hildesheim und den Netzhoppers Königswusterhausen warten zudem auf den MSC echte Prüfsteine.

Von einem solchen war der TSV am Samstagabend im Sportzentrum Rheinkamp allerdings meilenweit entfernt. Das wusste auch Coach Zeljko Popovic: "Beim Volleyball gibt es eine Regel: Wenn du nicht annehmen kannst, dann kannst du auch kein Spiel gewinnen - so einfach ist das."

In der Tat wurde das Spiel des Gastes durch viele Annahmefehler geprägt, die sicher auch durch das hohe Aufschlagrisiko der Moerser bedingt wurden. Anstelle von Huib den Boer startete diesmal Torben Tidick im Zuspiel und machte seine Sache hervorragend. Das Spiel durch die Mitte, besonders mit Mittelblocker Marijo Ramadza, bereitete den gut 200 Zuschauern sichtlich Freude. Tidicks Finten sprachen für sein Selbstvertrauen. Von Beginn an dabei war auch Mittelblocker Sascha Bandow, der den am Rücken verletzten Gergely Mondi sehr gut ersetzte. Ob er nächste Woche wieder fit sein wird, steht noch in den Sternen. Eine gute Figur machte zudem Libero Dejan Jasic, der den gegnerischen Angriff meist zur Verzweiflung brachte und überall zu sein schien. Teodor Hirs agierte wie Pieter-Jan Waale kraftvoll, Georg Grozer beeindruckte mit seinen Sprungaufschlägen, wenn sie denn den Weg über das Netz fanden.

Im zweiten Satz konnte somit das Schonungsprogramm für diese drei Akteure gefahren werden. Nils Lieber, Radomir Mijovic und Ferdinand Stebner, in den nächsten Wochen als Ersatz für Georg Grozer gehandelt, erhielten ihre Chance. Besonders Radomir Mijovic, letzte Saison noch "Dauer-Bankdrücker", zeigte eine tolle Partie.

Positives Fazit

Ohne Mühe fuhr die zweite Garde des MSC den Sieg ein, allerdings mit dem Bewusstsein, dass der TSV einen rabenschwarzen Tag erwischt haben musste. "Heute haben wir gesehen, dass bei Personalproblemen auf weitere gute Spieler zurückgreifen können", zog Igor Arbutina das positive Abschlussfazit des Abends.

Daniel Passon

 

Deutschland - Ruhr Nachrichten 

Montag. 10. November 2003

VC erschreckt Kellerkind Schüttorf

Volleyball-Zweitligist VC 90 hat seine Pflichtaufgabe beim Ligaschlusslicht FC Schüttorf mit Bravour erfüllt. Beim klaren 3:0-Erfolg (25:21, 25:17 und 25:12) demontierten die 90-er die Hausherren geradezu.

Die erste - und einzige - Schrecksekunde gab es für VC-Trainer Johan Verstappen vor dem Spiel: Kapitän Markus Richter meldete sich nach dem Warmmachen angeschlagen, eine Schulterverletzung machte dem Außenangreifer Probleme. Verstappen ging auf Nummer sicher und brachte Torben Mols (Foto) für Richter in der Startfomation. Und der machte seine Sache nach anfänglicher Nervosität gut.

Wie überhaupt die gesamte VC-Mannschaft genau das umsetzte, was ihr Trainer vor dem Spiel gefordert hatte: Eine konzentrierte Annahme, beherzte Angriffe und voller Einsatz. All das zeigte der VC gegen die motivierten, aber sichtlich verunsicherten Hausherren nahezu in Perfektion.

Nach einem noch fast ausgeglichenen ersten Satz war der Widerstand der Gastgeber in der Folge gebrochen. Mit 25:17 und 25:12 sicherten sich die Bottroper auch die Sätze zwei und drei und stieß damit den FC Schüttorf in noch tiefere Abstiegsgefilde.

"Die Mannschaft hat heute hervorragend zusammengespielt und das was wir uns vorher vorgenommen haben in beeindruckender Weise umgesetzt", zeigte sich Teammanager Wolfgang Donat rundum zufrieden.

Ein Sonderlob bekam Torben Mols, der erst kurz vor Spielbeginn von seiner Aufstellung erfuhr. "Er hat dem Druck stand gehalten und unsere Hoffnungen und Erwartungen vollends erfüllt", strahlte Donat.

sb

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Montag. 10. November 2003

WSU am Ende nicht zu stoppen

Warendorf. Der Motor stotterte zu Beginn gewaltig, doch als er warm gelaufen war, war er nicht mehr zu stoppen. Nach mäßigem Start setzten sich die Zweitliga-Volleyballerinnen der Warendorfer SU gestern Nachmittag auf heimischen Parkett nach rund anderthalb Stunden souverän mit 3:1 (23:25, 25:20, 25:20, 25:14) gegen den CJVM Hamburg durch.

Dass die Warendorferinnen die Anfangsphase recht verschlafen gestalteten, lag wohl nicht zuletzt auch daran, dass die Partie fälschlicherweise um 15 Uhr angesetzt worden war. Da die WSU aber, wie in jedem Heimspiel, von 15.30 Uhr ausging, einigten sich die beiden Mannschaften und das Schiedsgericht auf 15.15 Uhr. Doch zu diesem Zeitpunkt schienen die Gastgeberinnen noch gar nicht auf dem Platz zu stehen, erlaubten sie sich doch viele einfache Fehler. Wir sind überhaupt nicht gut in das Spiel gekommen und haben dementsprechend viele Fehler produziert. Doch dann haben wir uns in diese Partie reingearbeitet und auch sehr gut die taktischen Dinge umgesetzt, freute sich ein zufriedener Trainer Niels Westphal.

Im zweiten Durchgang, Sandra Nunner kam für Christine Schulte, startete der WSU-Motor dann von Beginn an bis zum 8:3 richtig durch, kam dann allerdings bis zum 11:13 wieder ins Stottern. Westphal wechselte Blöcker für Kottnik ein. Die Partie blieb ausgeglichen, ehe eine starke Phase den Warendorferinnen den Satzausgleich bescherte. Auch im dritten Durchgang schenkten sich die Teams nichts, die WSU schaffte es immer mehr, die Hamburgerinnen mit langen Aufschlägen unter Druck zu setzen, so dass sie ihr hervorragendes Spiel über die Mitte nicht mehr so häufig praktizieren konnten. Zudem stand nun immer besser der Block.

Der letzte Satz war dann sehr eindeutig. Über 5:1, 13:5 brachte die Sportunion den zweiten Heimsieg der Saison mit 25:14 unter Dach und Fach. Hamburg hat allerdings heute auch nicht das gebracht, was die Mannschaft kann. Meine Spielerinnen haben dagegen überzeugt. Aber wir müssen einige Schwachpunkte noch ausmerzen, sah Westphal einiges, was es zu verbessern gilt.

Alexa Frommer

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Montag. 10. November 2003

Schulz-Kritik: Reicht nicht für die Spitze

Münster - So schön am Ende für beide das Ergebnis von 3:1 gegen den Schweriner SC war " ganz einig waren sich die beiden maßgebenden Männer bei den USC-Frauen in ihrer Spielanalyse nicht. Während Trainer Axel Büring vom Niveau angetan war und "die beste Leistung in dieser Saison" gesehen hatte, fand Sportdirektor Jürgen Schulz durchaus kritische Worte. Der Macher hatte noch "zu viele individuelle Fehler und zu wenig Entschlusskraft" bei seinem Ensemble gesehen.

"Die Mannschaft muss begreifen, dass das, was sie heute gebracht hat, unter ihrem Potenzial liegt. Das ist deutlich höher, kann aber nur erreicht werden, wenn wir noch viel arbeiten. So wie heute reicht das in Deutschland nicht für die Spitze!", urteilte Schulz.

Büring dagegen hatte "ein Niveau wie im zweiten Satz hier am Berg Fidel selten gesehen" und verteilte Komplimente: "Wie die Mannschaft nach dem schweren und langen zweiten Satz zurückgekommen ist, hat mich beeindruckt", so Büring. Im Vergleich zum Ulm-Spiel (1:3) sei es ein klarer Schritt nach vorn gewesen.

Ein gerüttelt Maß an Kritik also vom Sportdirektor, viel Lob vom Trainer " die Wahrheit lag am Ende wohl in der Mitte. Klar ist, dass der USC noch nicht so weit ist, wie er sein möchte. Klar ist auch, dass dieses Team seine Qualitäten hat und sich sicher noch steigern wird " den Beweis für diese Tendenz hat das Publikum in den bis dato vier Heimspielen sehen können.

Nicht wegzudenken aus der Mannschaft ist beim USC derzeit Caroline Wensink. Der Neuzugang aus den Niederlanden machte ein hervorragendes Spiel und übernahm besonders im vorentscheidenden dritten Satz viel Verantwortung. "Das war in dieser Phase sehr wichtig für uns", freute sich die 19-jährige Mittelblockerin.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 10. November 2003

Mammut-Satz an Schwerin, besseres Ende für USC

Münster gewinnt Prestigeduell in eigener Halle vor 3100 Fans mit 3:1

Münster Ein Volleyball-Klassiker, der hielt, was man sich im Vorfeld von ihm versprochen hatte. Dramatik pur, auch wenn die Entscheidung nicht im Tiebreak fiel, sondern bereits nach vier Sätzen: Nach rund 120 Spielminuten behielt gestern der USC Münster im ewig jungen Bundesliga-Duell gegen den Schweriner SC vor 3100 begeisterten Zuschauern mit 3:1 (22, -31, 22, 19) die Oberhand.

Dennoch wollte Schwerins Coach Tore Aleksandersen seinen Spielerinnen keine großen Vorwürfe machen. Zwar gaben einmal mehr Aufschlag- und Annahmeschwäche seines Teams den Ausschlag für die Niederlage.

Wolf: "Hatten einfach ein paar Hänger zu viel"

Doch der Norweger meinte, "die Mannschaft braucht noch Zeit" und schien dabei nicht so enttäuscht zu sein wie seine Spielerin Patricia Wolf: "Wir haben durchaus unsere Chance gehabt, das wurde schon deutlich. Wir hatten aber einfach auch ein paar Hänger zu viel." Die hatte sich gestern der USC Münster zwar dann und wann auch geleistet, war aber immer wieder rechtzeitig hellwach ins Match zurückgekehrt.

"Das war eine klare Steigerung im Vergleich zum Spiel gegen Ulm. Wir sind auf dem richtigen Weg", war USC-Trainer Axel Büring die Erleichterung und auch eine offensichtliche Zufriedenheit ob des Ergebnisses anzumerken. Die deutlichen Worte, die der USC-Trainer nach der 1:3-Niederlage vom vergangenen Wochenende in Ulm hatte verlauten lassen, waren nicht ungehört geblieben. Zu wenig Entschlossenheit, zu wenig Drang zur Gegenwehr hatte Büring seinen Spielerinnen vorgeworfen.

Gestern präsentierten sie sich in einer besseren Verfassung, begannen das Match, als ob sie den Gast überrollen wollten, führten schnell mit 11:5, bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf 15:8 aus. Schwerin offenbarte arge Probleme sowohl in der Annahme als auch im Aufschlag, fing sich dann aber und rückte dem USC bis zum 24:22 noch einmal bedenklich nahe. Aber es reichte am Ende für die Gäste leider nicht für den Satzgewinn.

Abschnitt zwei nichts für schwache Nerven

Überhaupt nichts für schwache Nerven war der zweite Durchgang - das Endresultat von 31:33 spricht für sich. Schwerin hatte sich wieder ins Spiel gebracht. Aber eben doch nur für den einen Satz. "Dass die Mannschaft nach dem zweiten Satz so wieder aufs Feld zurückgekommen ist, das verdient ein echtes Lob", resümierte Büring, nachdem auch die Sätze drei und vier unter Dach und Fach gebracht wurden. Und dies nicht zuletzt wegen des couragierten Agierens von Tonya Williams.

Für die SSC-Damen heißt es nun, schnellsten die Fehler abzubauen - bereits am Freitag empfangen sie den TV Fischbek, zwei Tage später müssen die Aleksandersen-Schützlinge bei Meister Ulm antreten...

Martina Schönwalder

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 10. November 2003

Im Tiebreak früh ins Hintertreffen geraten

FT Adler Kiel - SV Neustadt-Glewe 3:2

Kiel/Neustadt-Glewe Die Herren des SV Fortschritt, die ebenfalls auf den FT Adler Kiel trafen, hängten sich mächtig rein. Doch der Lohn für die kämpferisch starke Leistung blieb aus. Der jetzt punktgleiche Tabellennachbar hatte im Tiebreak das bessere Ende für sich.

Die Abstimmungsprobleme bei den Gästen, die im wesentlichen aus dem notwendigen Zuspielerwechsel resultierten, machten sich insbesondere im ersten Satz bemerkbar (22:25). Natürlich waren die Fortschrittler zunächst einmal darum bemüht, Sicherheit in die eigenen Aktionen zu bekommen.

Nachdem sie im zweiten Durchgang insbesondere kämpferisch zulegten und durch ein 25:20 ausglichen, ging das muntere Wechselspiel weiter. Lagen im dritten Satz die Vorteile wieder auf Seiten des FT Adler, der einen anfänglichen Vorsprung konstant verteidigte (25:20), so konnten die Neustädter anschließend noch einmal kontern (25:22).

Mit ein bisschen Glück hätten sie nach rund zwei Stunden Spielzeit durchaus als Sieger vom Feld gehen können. Doch sie gerieten im Tiebreak früh in Rückstand (1:5) und liefen diesem bis zum 10:15 vergeblich hinterher. Den Ausschlag gaben wohl die oft extrem diagonal agierenden Kieler Außenangreifer, die man in Block und Feldabwehr nicht ausreichend in den Griff bekam.

Thomas Willmann

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 10. November 2003

Parchim: Gäste einen Tick besser

1. VC Parchim - SCU Emlichheim 2:3 (-18, -16, 16, 22, -13)

Parchim Der 1. VC Parchim hatte gestern Nachmittag zu Hause die zweite schwere Prüfung in Folge zu bestehen. Nach dem Tabellenführer VCO Berlin (3:0) am vergangenen Spieltag stand diesmal der Zweite der 2. Volleyball-Bundesliga, SCU Emlichheim, als Gegner in der Fischerdammhalle und es wurde ein echter Krimi bis zum Tie-Break.

Die Parchimerinnen begannen engagiert (3:1), gerieten im weiteren Verlauf des ersten Satzes immer mehr unter Druck. Vor allem von der Stärke der vergangenen Spiele, dem guten Blockverhalten, war diesmal vorerst nichts zu sehen. Auch die Angreiferinnen gingen eher zögerlich zu Werke und hatten gegen die gut in der Abwehr stehenden SCU-Damen keinen Erfolg.

Der SCU zog bis zum 25:18 durch und begann den zweiten Durchgang mit dem gleichen druckvollen Spiel. Die Gastgeberinnen gaben einfachste Bälle verloren, motivierende Worte des Trainers von der Seitenlinie blieben ungehört, so dass auch Dirk Groß bald auf der Trainerbank Platz nahm.

Nach 18 Minuten "Durcheinander" auf dem Parchimer Spielfeld hatten die Gäste mit 25:16 den zweiten Satz in der Tasche. Auch im dritten Satz legten die Gäste vor (4:1), doch dann bissen die VC-Spielerinnen zurück. Die etwa 230 Zuschauer konnten jetzt wieder Blockerfolge feiern und harte Angriffe von Julia Retzlaff & Co. beklatschen. Über die Stationen 7:5 und 11:8 lag der 1. VCP plötzlich mit 15:10 in Front, ließ danach nur noch einen Punkt der Gegnerinnen zu und konterte in ebenfalls 18 Minuten mit dem 25:16-Sieg.

Stützpunkttrainer Dirk Groß "hatte wieder Kontakt zu seinem Team gefunden", und führte die Mannschaft zum zweiten Satzerfolg (25:22) in diesem Duell. In diesem Durchgang gelang den Parchimerinnen fast alles, harte Angriffe ins Ziel, das erfolgreiche Anschlagen des gegnerischen Blockes, Finten und Superaktionen, vor allem von Libera Sandra Schwartzer in der Feldabwehr.

Im Tie-Break verließ die Gastgeber das Glück ein bisschen. Die SCU-Damen waren immer einen Tick besser, legten immer wieder einen Punkt vor und siegten am Ende knapp aber verdient mit 15:13.

"Ich habe in den ersten beiden Sätzen keinen Draht zu den Spielerinnen gefunden, alles was ich sagte blieb ungehört. Dann aber hat das Team Moral gezeigt und vor allem zum Spiel gefunden. Dennoch geht die Niederlage in Ordnung, denn Emlichheim war heute insgesamt die bessere Mannschaft", schätzte Dirk Groß kurz nach Spielende ein.

Am kommenden Sonntag geht der 1. VCP erneut in der Fischerdammhalle ans Netz. Diesmal kommt die Warendorfer SU nach Parchim. Den Gegner bezwangen die VC-Damen bereits mit 3:1 in einem vorgezogenen Spiel vor drei Wochen.

Thomas Zenker

 

Deutschland - VCO Berlin-News 

Montag. 10. November 2003

Leverkusen behält weiße Weste

3:1 des Spitzenreiters beim BBVC 68 in Berlin/Beide Teams mit Spar-Aufgeboten

Berlin. Zwei Durchgänge gut gespielt,  einen Satz gewonnen, aber letztlich auch im sechsten Anlauf eine Niederlage kassiert: Die Erfolgserlebnisse bleiben für die Frauen des Berlin-Brandenburger VC 68 auch im zweiten Erstligajahr spärlich. Und so nahm Bayer Leverkusen am Sonntag (9.11.) vor knapp 200 Besuchern nach 78 Minuten und dem 3:1 (25:20, 21:25, 25:14, 25:10) beide Zähler mit. Bayer rangiert als einziges von zwölf  Teams weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze.

Wie lange soll die verteidigt werden? Träumt man in Leverkusen gar vom Meistertitel?-"Auf keinen Fall", sagt Bayer-Trainerin Gudula Krause, unter ihrem Mädchenamen Staub langjährige Nationalspielerin. "Wir genießen die augenblickliche Position. Doch unsere Mannschaft ist viel zu jung und unerfahren, um  beispielsweise gegen solch stark besetzten Gegner wie Münster oder Ulm ganz oben bleiben zu können." Zumal, die Personaldecke "bei uns doch recht dünn ist". Verstärkungen könne man durchaus gebrauchen, "aber wir suchen derzeit nicht krampfhaft danach".

Die Gäste waren mit acht Spielerinnen angereist, darunter die früheren Berlinerinnen Judith Sylvester, Kathy Radzuweit aus dem EM-Bronzeteam (wie Julia Schlecht) und die junge Beachvolleyball-Spezialistin Laura Ludwig. Sie hatten maßgeblich Anteil (vor allem Sylvester), dass die Sache nach dem überraschenden Satzgewinn der Gastgeberinnen dann klar in Richtung des Favoriten lief. "Im dritten Abschnitt stand endlich unsere Annahme", erkärte die Bayer-Chefin. Während die Spieleröffnung beim Aufgebot von VC-Trainer Markus Weber in dieser Phase völlig aus den Fugen geriet. Er hatte aber bei zwei Wechselspielerinnen nur begrenzte Alternativen.

Acht Spielerinnen jeweils, überwiegend junge und davon nur eine Ausländerin - die Sparwelle hat die Frauen-Bundesliga erreicht. Dies sei kennzeichnend für die derzeitige Situation, meint Junioren-Auswahltrainer Jens Tietböhl und "gut für die Entwicklung des Nachwuchses". Aber man müsse natürlich zwei, drei Jahre Geduld aufbringen, bis das Niveau der deutschen Bundesliga-Spielerinnen sichtbar angehoben sei.

VC-Coach Weber hätte lieber eine ihm angeblich versprochene Annahmespielerin sofort zur Verfügung, doch die Vereinsspitze (Vorsitzender Udo Wandtke: "Wir können uns finanziell nicht übernehmen") machte nicht mit. Dafür bietet Tietböhl Hilfe aus seinem Juniorenauswahl-Kader aus der zweiten Liga an. Zunächst haben Marlit Fischer und Charlene Spieß ein Zweitspielrecht für den BBVC erhalten: "Im Notfall könnten das noch mehr werden."

Was sonst im Sportforum, wo früher Spitzenmannschaften wie der SC Dynamo, CJD oder die Volley Cats agierten, auffiel: Die Zuschauer sind bis auf Ausnahmen andere, als die in Köpenick oder Zeuthen-Eichwalde, das Imbissangebot ist besser als beim Deutschen Meister in Charlottenburg und die Pressekonferenz nach dem Match vor einer Sponsorenwand ebenfalls.

epo.

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Montag. 10. November 2003

SC Union schafft Sprung an die Tabellenspitze

Emlichheimer Volleyballerinnen schlagen VC Parchim mit 3:2

parchim/emlichheim/his – Der SC Union Emlichheim hat gestern auch die Hürde VC Parchim genommen. Das Team von Trainer Pierre Mathieu behielt im Spitzenspiel der 2. Volleyball-Bundesliga mit 3:2 (25:18, 25:16, 16:25, 22:25, 15:13) die Oberhand und schaffte damit den Sprung auf den ersten Tabellenplatz.

Vor allem in den ersten beiden Sätzen diktierten die Emlichheimerinnen das Geschehen. Aufschlagserien von Ramona Meier, Judith Meyer und Anika Brinkmann waren dafür verantwortlich, dass die Gäste einen 2:5-Rückstand zunächst in eine 9:7-Führung verwandelten und diesen Vorsprung dann kontinuierlich ausbauten. "Wir haben wirklich sehr druckvoll und risikoreich aufgeschlagen", lobte SCU-Manager Norbert Bußmann. Nach dem Gewinn des ersten Satzes knüpften die Emlichheimerinnen im zweiten Durchgang nahtlos an die guten Leistungen an. Die SCU-Angreiferinnen ließen den Parchimer Block nach dem guten und variantenreichen Zuspiel von Lise Hissink (Foto) wiederholt ins Leere laufen, sodass Bußmann nach dem 25:16-Satzgewinn zufrieden feststellen konnte: "In den ersten beiden Sätzen haben wir unsere bislang beste Saisonleistung gezeigt."

Danach gab es allerdings einen Bruch im SCU-Spiel. Und während sich auf der einen Seite des Netzes Fehler einschlichen, stabilisierten die jungen Gastgeberinnen die Annahme und damit ihr Angriffsspiel. Die Talentschmiede des Erstligisten Schweriner SC brachte den dritten Durchgang ungefährdet mit 25:16 unter Dach und Fach. Auch im vierten Abschnitt liefen die Emlichheimerinnen ständig einem Rückstand hinterher, kämpften sich aber noch einmal auf 22:23 heran. Weil es für einen Satzgewinn aber nicht mehr reichte, musste der Tie-Break die Entscheidung bringen. Die Emlichheimerinnen fanden wieder ins Spiel.

In einer hochklassigen Partie, bei der die Zuschauer immer wieder spektakuläre Ballwechsel zu sehen bekamen, wurden beim 8:7 für die Emlichheimerinnen zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Bis zum 13:13 blieb der Partie ausgeglichen. Danach hatten die Gäste das bessere Ende für sich. Nachdem der VC-Angriff einen Ball verschlagen hatte, nahm Mathieu vor dem Matchball eine Auszeit und bestimmte, dass der letzte Angriff über Marina Budaj erfolgen sollte. So kam es auch. Die erfahrene Weißrussin beendete das Match nach knapp zweistündiger Spielzeit mit einem erfolgreichen Schmetterschlag. Mathieu freute sich besonders, dass sein Team sich nach dem Verlust des dritten und vierten Satzes ins Spiel zurück gekämpft hatte. "Sie waren mental sehr stark", lobte Mathieu sein Ensemble.

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Montag. 10. November 2003

Der Knoten beim FC 09 platzt auch gegen Bottrop nicht

Zweitliga-Schlusslicht Schüttorf unterliegt mit 0:3

schüttorf/his – Der FC Schüttorf 09 hat in der Zweiten Volleyball-Bundesliga einen Befreiungsschlag verpasst. Der Tabellenletzte musste sich dem favorisierten VC Bottrop am Sonnabend mit 0:3 (21:25, 17:25, 12:25) geschlagen geben und blieb damit im achten Spiel in Folge sieglos. Dass die Schüttorfer gewillt waren, im Abstiegskampf ein Zeichen zu setzen, war dem Team über den gesamten Verlauf der Begegnung anzumerken. Die Umsetzung gelang aber nur phasenweise.

Im ersten Durchgang konnten die Gastgeber, bei denen Michael Röder wegen eines Japan-Aufenthaltes fehlte, das Spiel lange offen gestalten. Nach einem Schmetterschlag von Jörg Alsmeier lag das 09-Ensemble mit 9:7 in Front. Der Tabellendritte aus Bottrop, der ohne die verletzten Stammspieler Markus Richter und Christian Mevaá angetreten war, bekam die Begegnung aber in den Griff und machte fünf Punkte in Folge. "Es war gut, dass uns im ersten Satz auch eine Bottroper Serie nicht aus der Bahn geworfen hat", urteilte 09-Coach Dirk Schlotfeldt, nachdem die Schüttorfer sich wieder herangekämpft und Thorsten Schoen einen Schmetterschlag zum 16:15 verwandelt hatte. Das Team von Trainer Johann Verstappen ließ sich davon aber nicht beeindrucken und zog sein variables Spiel, das von Zuspieler Tomas Wiedermann geschickt gelenkt wurde, durch. Eine höhere Fehlerquote auf 09-Seite führte schließlich dazu, dass der erste Durchgang mit 25:21 an die Gäste ging.

"Vielleicht hätten wir mal den Gewinn des ersten Satzes gebraucht, damit der Knoten platzt", blickte 09-Manager Diedrich Lammering nach der Begegnung zurück. Die Initialzündung blieb aber aus, und die Überlegenheit der Bottroper wurde in den kommenden beiden Sätzen immer offensichtlicher. Im zweiten Satz führten die Schüttorfer nur in der Anfangsphase (6:4). Danach gewannen die VC-Akteure mit einer soliden Annahme und einer guten Feldabwehr die Oberhand. Auch eine personelle Veränderung auf der Zuspielerposition, wo Martin Petzold beim 10:14-Rückstand Timo Timpe ablöste, konnte keine Wende herbeiführen. Mit einem klaren 25:17 sicherte sich das Team aus dem Ruhrgebiet den zweiten Satz.

Der dritte Durchgang verlief noch eindeutiger. Nach einem 2:8-Fehlstart war die Partie praktisch gelaufen. Die Schüttorfer kämpften zwar weiterhin um jeden Ball, konnten damit aber nicht die Tatsache kaschieren, dass bei der momentanen Verfassung Volleyball-Welten zwischen dem FC 09 und dem VC Bottrop liegen. "Es war nie wirklich eng. Wir hatten keine reelle Chance auf einen Satzgewinn", urteilte 09-Trainerin Heike Flockert, nachdem ihre Schützlinge im dritten Satz mit 12:25 eine deutliche Abfuhr erhalten hatten.

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Montag. 10. November 2003

Trotz 1:3 gegen Ulm: Fischbek hatte Spaß

Hamburg - "Heute will ich Spaß haben, ihr auch?" Mit diesen Worten hatte sich Johanna Barg aus der Kabine verabschiedet. Und die 20-jährige Volleyballerin des TV Fischbek Hamburg hatte im Erstligaspiel gegen den amtierenden Meister und Pokalsieger SSV Ulm wirklich Freude am Sport - und dies trotz einer 1:3-Heimniederlage (19:25, 31:33, 25:21, 24:26) vor 600 Zuschauern in der Sporthalle Neumoorstück.

Bislang hatte der Neuzugang vom Zweitligaclub CVJM Hamburg vergeblich auf eine Chance gewartet, kam über Kurzeinsätze nicht hinaus. Doch als Coach Johnny Westreicher Mick sie im ersten Satz für die formschwache Außenangreiferin Lidiya Tschoumakowa brachte, schmetterte die Bad Oldesloerin groß auf.

"Das war sensationell, was Jo-Jo heute gezeigt hat", stellte Fischbeks Libera Sabine Verwilt-Jungclaus fest. Nicht nur, dass Barg gut schmetterte und gefährliche Sprungaufschläge servierte. Sie übernahm zudem viel Verantwortung, ähnlich wie es zuvor die 17-jährige Margarethe Kozuch getan hatte. Kozuch sagte nach dem Spiel: "Heute hat eigentlich nur das Ergebnis nicht gestimmt."

Drei Sätze lang zeigten die Fischbekerinnen hochklassigen Volleyball, rissen in der Endphase des zweiten Satzes die Zuschauer von den Sitzen. Im dritten bewiesen die Fischbekerinnen Charakter, kämpften trotz des unglücklichen Ausgangs des zweiten Durchgangs vorbildlich weiter.

Dabei standen am Ende der 100 Minuten Spielzeit mit Diagonalangreiferin Kerstin Ahlke, Mittelblockerin Christina Benecke, Barg und Kozuch vier echte Hamburger Eigengewächse auf dem Feld. Der Umbruch ist geglückt.

masch

 

Deutschland - Schaumburger Zeitung 

Montag. 10. November 2003

Ohne Melanie Albers fehlt es an Durchschlagskraft

Obernkirchen verliert gegen Eiche Horn Bremen 1:3 / Sechste Pleite in Folge

(seb). Der MTV Obernkirchen kann nicht mehr gewinnen. Gegen den Aufsteiger Eiche Horn Bremen kassierten die MTV-Damen eine 1:3-Niederlagen. Das war die sechste Pleite in Folge.

Obernkirchen - Eiche Horn 1:3 (20:25, 25:22, 19:25, 11:25). Im ersten Satz wog das Spiel hin und her. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Beim Stand von 20:20 war die MTV-Herrlichkeit vorbei. Der Aufsteiger machte die Big-Points und gewann durch einer Fünferserie mit 25:20. Im zweiten Durchgang lief beim MTV wenig zusammen. Der Block war wieder einmal ziemlich löchrig, dazu kamen Probleme in der Annahme und im Angriff. Obernkirchen lag schnell 6:11 und dann 11:19 zurück. Aber dann ging ein Ruck durch die Mannschaft. Der MTV kämpfte und spielte sich in einen echten Rausch, verkürzte Punkt um Punkt, ging sogar mit 23:22 in Führung und machte den Sack mit 25:22 zu.

Die Zuschauer in der Halle rechneten jetzt mit einem MTV-Feuerwerk, aber das Gegenteil war der Fall. Bis zum 17:19 hielten die Bakarec-Schützlinge die Partie offen, aber dann brachen alle Dämme. Die Eigenfehlerquote stieg wieder dramatisch an. Der Angriff nur ein laues Lüftchen. Die Gäste spielten einfach cleverer und nutzten die MTV-Schwächen im Block eiskalt aus. Mit 25:19 schaukelte Eiche Horn den Satz nach Hause. Im vierten Durchgang stellte der MTV die Gegenwehr ein und der Bremer Volleyball-Express überfuhr Obernkirchen mit 25:11.

Hauptangreiferin Melanie Albers fehlte dem MTV an allen Ecken und Enden. Gabriele Helms gab alles, doch war alleine machtlos. Sie hatte im Angriff nicht genügend Unterstützung durch die Teamkolleginnen. Ohne Albers hatte der Obernkirchener Angriff keine Durchschlagskraft und es fehlte auch eine weitere Variante im Spiel.

Manager Günter Szallies war nach dem Spiel ratlos und konnte sich den Leistungsabfall nicht erklären: „Das ist nicht das Obernkirchen aus dem Vorjahr. Im zweiten Satz haben wir so gespielt, wie wir es können. Da stimmte der Einsatz und der Spielwitz. Das wir danach total die Linie verlieren macht mich sprachlos. Wir müssen jetzt weiter hart trainieren und dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir stecken jetzt erst einmal im Abstiegskampf fest. Zwei Mannschaften steigen ab und wir werden mit Sicherheit nicht dabei sein.“

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel