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Donnerstag, 13. November 2003 

Braunschweig hofft auf ersten Sieg
Interview mit Oliver Oetke
Danke! Manolo durfte beim HTB mitspielen
Geesthacht unterliegt nach hartem Kampf
Christian Pampel mit eigener Homepage!
Kaiser ist wieder fit
Volle Konzentration auf die Hamburg-Partie
Lieber: Keine Narretei vor dem Spitzenspiel
Kein Verständnis für Nein zu Beachvolleyball
YoungStars reisen mit Rumpftruppe nach Grafing
WiWa-Trainingsspiel gegen SVA
Ostbek Cowboys müssen Schüttorf schlagen
Belinda bei der Jugend-Nationalmannschaft?
"Bundesliga – am liebsten mit dem SCU"

November 2003

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Donnerstag. 13. November 2003

Braunschweig hofft auf ersten Sieg

Acht Spiele hat der USC Braunschweig in der Bundesliga absolviert, acht Mal waren das Vorbereitungsspiele unter Wettkampfbedingungen, denn es hieß jedesmal: David gegen Goliath, Amateure gegen Profis. Am Sonntag, 16. November, beginnt um 15 Uhr in der Tunicahalle, Hasenwinkel in Braunschweig, mit der Partie des Aufsteigers USC Braunschweig gegen den VC Augsburg die für den Klassenerhalt vorentscheidende Phase der Saison. Nach sieben Vergleichen mit den besten sieben Teams der Vorsaison (inklusive des Spiels am Freitag abend bei Spitzenreiter Leverkusen) kommt mit Augsburg die erste von drei Mannschaften, die wie auch der USC nur ein Ziel kennt: Abstieg verhindern.

Immerhin konnte Augsburg sich bereits eine Saison lang an das Niveau der Eliteliga gewöhnen, denn die Augsburgerinnen schafften vor einem Jahr (ausgerechnet bei der Aufstiegsrunde in Braunschweig) den Sprung nach ganz oben. Diesen Erfahrungsvorsprung nutzten sie am Vorwochenende beim 3:2-Sieg gegen den ebenfalls gerade erst aufgestiegenen TuS Braugold Erfurt.

Doch dem ehemals VC Harlekin Augsburg ist mit dem Hauptsponsor Harlekin auch das Lachen etwas abhanden gekommen. Während noch vor eineinhalb Jahren gleich drei Profis vom insolventen SV Lohhof übernommen wurden, konnte Trainer-Legende Peter Götz nur einen Minikader halten, Managerin Ingke Weimert und Physiotherapeutin Silvia Laug (als Silvia Meiertöns in Hannover mehrfache Nationalspielerin der 80er Jahre) mussten reaktiviert werden, um den Kader wenigstens personell aufzufüllen. Kurz vor Saisonstart lief mit Norisha Campbell auch noch die beste Mittelblockerin zum Meister SSV Ulm über. Ulm revanchierte sich und vermittelte zwei neue Spielerinnen aus Kanada, doch ist fraglich, ob die Augsburger die Saison bis zum Schluss finanzieren können.

Ungeachtet dieser Ungewissheit geht es für den USC Braunschweig am Sonntag gegen einen direkten Konkurrenten ums Überleben im Oberhaus. Zwar haben die Braunschweigerinnen (bis zum Leverkusenspiel) noch keinen Satz gewonnen, doch im letzten Heimspiel gegen Vilsbiburg die beste Saisonleistung gezeigt. Die Rückkehr von Stammlibera Alessandra Macêdo-Vianna brachte mehr Stabilität in Annahme und Abwehr. Die Neuzugänge Brigitta Katona und Laura Benzing zeigten deutlich ansteigende Form und auch Antje Forbrig griff zum ersten Mal nach ihrem Bandscheibenvorfall wieder ins Angriffsgeschehen ein. Sehr erfreulich auch die Zuspielleistung von Martina Bamberg, die über weite Strecken gegen Vilsbiburg glänzend Regie führte. 

Übrigens müssen die Braunschweiger Fans am Sonntag genau hingucken, um ihr Team zu erkennen. Denn auf beiden Seiten werden sie ein Gesicht sehen: Beim VC Augsburg spielt die Zwillingsschwester von USC-Spielerin Barbora Kolinova Christina. Sie hatte dem USC vor einem Jahr den Tipp mit Schwester Barbora gegeben.

 

Deutschland - www.beach-volleyball.de  

Donnerstag. 13. November 2003

Interview mit Oliver Oetke

Einer der erfolgreichsten deutschen Beach-Volleyballer hat bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand seine lange und erfolgreiche Karriere beendet. Wir sprachen mit dem zweifachen Deutschen Meister über das Ende und den verwirklichten Beach-Traum.

Die letzte Deutsche Meisterschaft in Timmendorf. Wie viel Wehmut ist dabei?
Bereits mit dem Rücktritt von der internationalen Bühne im letzten Herbst habe ich begonnen, mich langsam vom Turniergeschehen zurückzuziehen. Diese Saison sollte der Maßstab sein, ein weiteres Jahr auf nationaler Basis dranzuhängen. Die Ergebnisse waren eher enttäuschend, so daß ich mich zum Ende der Beachsaison dazu entschieden habe, nun schon nach diesem Sommer aufzuhören. Also ein Rücktritt auf Raten. Wehmut ja, aber nur wenig.

Was waren der/die schönsten Momente in deiner Karriere?
Sicherlich die Teilnahme an den Olympischen Spiele 2000 in Syndney, denn mehr als die Teilnahme ist ja nicht rausgesprungen. Mich hat aber am allermeisten selbst beeindruckt, mit welchem puren Willen zum Erfolg und Einsatz wir dieses Ziel letztlich realisiert haben. Nicht zu vergessen die Titelgewinne zum Deutschen Meister 1999 und 2000. Aber Olympia ist doch klar eine andere Stufe.

Und was die weniger schönen?
Das absolute und reale Ergebnis im olympischen Turnier 2000. Eines der wirklich bittersten Momente in meinem sportlichen Dasein. Letztlich aber auch die Tatsache, daß sich im Alter die Spuren der körperlichen Erschöpfung nicht mehr verbergen ließen.

Wer waren deine Lieblingsgegner? Hattest Du auch Angstgegner?
Ehrlich gesagt gab´s die natürlich immer, sowohl als auch. Aber auf dem Höhepunkt der körperlichen Leistungsfähigkeit wurde der Angstgegner zum Wunschgegner, ein saugutes Gefühl.

Wie hat das bei Dir mit dem Beach-Volleyball angefangen?
Im Sand habe ich schon Ende der 90iger Jahre begonnen zu spielen. Ernst wurde es mir aber erst, als ich die Olympiade 1996 am TV verfolgt habe und mir gesagt habe, das kannst Du doch auch bzw. besser.

Wirst Du auch nach deiner aktiven Karriere auch noch weiter Kontakt zur Szene haben?
Ich habe mich sehr auf die Zeit danach gefreut, die es nun gilt, auszukosten. Interesse und Kontakt wird immer bestehen bleiben.

Was hast Du an Andi Scheuerpflug am meisten geschätzt?
Auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren und unterschiedliche Charaktäre sind, wollten wir aber immer das gleiche und gemeinsame Ziel.

Was hat sich in all den Jahren im Beach-Volleyball verändert?
Klar es ist alles professioneller geworden, sowohl die Sportler wie auch die Veranstalter. Aber wir haben es immer noch nicht geschafft, trotz der sportlichen Erfolge in den vergagenen 3 Jahren, haben wir es in der Vergangenheit nicht geschafft, eine akzeptable und somit zukunftsträchtigere Medienpräsenz zu erwirtschaften.

Wie viel Spaß war dabei und wie viel Mühen, Stress, Arbeit? Was hat am meisten Spass gemacht?
Natürlich ist viel Schweiß geflossen. Aber das Arbeiten hat viel Spaß gemacht. Ich habe mich sehr gut kennengelernt, meine Stärken und Schwächen aufgedeckt und daran hart gearbeitet, um meine Ziele zu erreichen.

Was kannst/willst Du Nachwuchsspielern (als Rat/Tipp) mit auf den Weg geben?
Arbeite hart an Dir und vergiß nie den Glauben an Deine eigene Stärke.

Was sollte/muß sich im Beach-Volleyball deiner Meinung nach ändern, oder soll alles bleiben wie es ist?
In Deutschland werden wir nur eine Stufe höhertreten, wenn wir eine stärkere Medienpräsenz erhalten. Die Sportler haben in den vergangenen Jahren ihren Teil dazubeigetragen, und das nicht in unerheblichem Maße. Nun gilt es, die Medien von dieser Sportart zu überzeugen. Alle müssen mitmachen. Verband, Promoter und Spieler.

Könntest Du noch einmal schwach werden, wenn ein Spieler bei Dir vor der nächsten Saison nachfragen würde, ob Du noch eine Saison dranhängst?
Klares "Nein".

Hast Du noch abschließende Worte?
Ich habe dieser Sportart sehr viel zu verdanken. Ich habe mir einen Traum verwirklicht, der mir so viel Kraft und Stärke für die nicht minder anstrengenden Aufgaben vermittelt hat, die in Zukunft auf mich zukommen.
Schöne Grüße. Cheers. Olli Oetke

Wir danken Dir für dieses Interview und wünschen Dir viel Erfolg auf deinem beruflichen Weg.

 

Hamburg - Harburger Rundschau 

Donnerstag. 13. November 2003

Danke! Manolo durfte beim HTB mitspielen

Harburg - Es gibt verschiedene Arten seinen Dank auszudrücken. Die Verbandsliga-Volleyballer des Harburger TB nutzten dazu die 0:3-Niederlage (20:25, 16:25, 15:25) gegen den SC Concordia. Erstmals durfte für die HTB-Crew Björn Meier (23) im dritten Durchgang für ein paar Bälle auf das Feld. Dabei ist Meier eigentlich nur der größte Fan der Harburger.

"Wir nennen ihn Manolo", berichtet Coach Jörn Folster. So heißt der legendäre Trommler und Anheizer beim Fußball-Bundesliga-Club Borussia Dortmund. Nicht nur, dass Meier bei jedem Spiel die Volleyballer anfeuert. Er betreut auch die Website (www.htb-volleyball.de) des Teams. Doch der Einsatz des eher ungeübten Björn Meier wird eine Ausnahme bleiben.

Gegen Concordia zugucken musste Außenangreifer Sönke Schottmayer, da der HTB die Spielerpässe vergessen hatte und Schottmayer sich als einziger nicht mit einem amtlichen Dokument ausweisen konnte. Zur zweiten Partie gegen den TuS Berne war der Spielerpass geholt, Schottmayer durfte für den formschwachen Jan Biermann auflaufen und "Manolo" einen 3:1-Erfolg (23:25, 25:15, 25:21, 25:18) notieren.

masch

 

Norddeutschland - Geesthachter Anzeiger 

Donnerstag. 13. November 2003

Geesthacht unterliegt nach hartem Kampf

1:3 gegen Titelverteidiger Eimsbütteler TV

Als Vorjahresmeister und derzeitiger Tabellenzweiter war der Eimsbütteler TV gegen die Aufsteiger vom VfL Geesthacht klarer Favorit. Doch die Gäste präsentierten sich als ebenbürtiger Gegner, unterlagen aber nach hart umkämpften Sätzen mit 1:3 (25:21, 23:25, 18:25, 26:28).

Die Geesthachter hatten am Samstag den besseren Start. Der ETV kam mit den taktischen Aufschlägen des VfL nicht gut zurecht, hatte Probleme mit dem Spielaufbau, so dass Geesthacht immer wieder bei eigenem Aufschlag punkten konnten. Die eigene Annahme war insgesamt sehr stabil, der Angriff zumeist druckvoll und erfolgreich. So erspielte sich Geesthacht einige Punkte Vorsprung, den sie mit zum 25:21 Satzgewinn halten konnten.

Olli Müller setzte dabei beinahe auf dieselbe Mannschaft des letzten erfolgreichen Heimspiels gegen VC NAL, nur auf der Liberoposition gab es einen Wechsel – Nils Wagner spielte für Hartmut Hintze. Zuspieler Andreas Liedtke nutzte die gute Annahme auch im zweiten Satz für ein variables Angriffsspiel über den erneut gut aufgelegten Matthias Ahlf (Diagonal), Michael Harms und Andrew Schmuck (Aussen) sowie die Mittelleute Carsten Janke und Stefan Wagner.

Der ETV kam nun allerdings besser ins Spiel. Die Annahme stabilisierte sich, Angriff und Feldabwehr wurden stärker. Geesthacht erspielte sich dennoch zum Satzende einen knappen Vorsprung von 23:21. Der ETV konterte, machte trotz guter Möglichkeiten der Gäste die folgenden vier Punkte zum 25:23 Satzgewinn. Der folgende Durchgang war eine klare Angelegenheit für die Gastgeber. Der VfL erzeugte mit eigenen Aufgaben kaum noch Druck, bekam dagegen selber in der Annahme Probleme. Dies lässt sich eine Mannschaft wie Eimsbüttel nicht zweimal sagen, lag schnell deutlich in Führung. Erst zum Satzende kam Geesthacht wieder zurück und konnte den Rückstand bis zum 25:18 noch etwas verringern. Der vierte Satz war das Highlight eines insgesamt sehr umkämpften Spiels. Olli Müller stellte noch einmal um. Marcus Schmidt kam für Andrew Schmuck, Hartmut Hintze für Carsten Janke, der später Matthias Ahlf ersetzte. Keine der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Gute Aktionen beider Teams wechselten sich

ab. Die Anzahl längerer Ballwechsel nahm deutlich zu. Wieder hatte der VfL bei eigener 23:21 Führung alle Möglichkeiten zum Satzgewinn. Die Lautstärke in der Halle hatte längst stark zugenommen, Zuschauer aus Geesthacht und vom ETV feuerten die Teams an. Doch in der entscheidenden Phase spielten die Eimsbütteler ihre Routine voll aus, gewannen die Big-Points, in denen Geesthacht den Punkt ebenso hätte machen können. Der ETV holte so den Rückstand auf und hatte bei 24:23 den ersten Matchball. Die Geesthachter wehrten mehrfach ab, ehe sie sich schließlich mit 28:26 geschlagen geben mussten.

Am kommenden Samstag um 19 Uhr trifft der VfL zu Hause aber zunächst auf den Tabellenletzten SV Adelby. Von der Papierform also eine klare Sache – und gerade deshalb ein besonders schweres Spiel. Alle Infos auch unter www-vfl-volleyball.de.

 

Deutschland - DVV-News 

Donnerstag. 13. November 2003

Christian Pampel mit eigener Homepage!

Wie es sich für einen Star gehört, hat jetzt auch Christian Pampel eine eigene Homepage. Unter www.christian-pampel.de sind alle Infos zum deutschen Super-Star der EM 2003 zu finden. Verantwortlich für den Auftritt des mittlerweile in Loreto in der zweiten italienischen Liga schmetternden "Pampi" ist seine Freundin Barbara.
Pampel ist der zweite deutsche Nationalspieler, der eine eigene Homepage hat. Vorreiter war Diagonal-Kollege Michael Mayer, mittlerweile bei Noliko Maaseik in Belgien unter Vertrag.

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Donnerstag. 13. November 2003

Kaiser ist wieder fit

Trainer Peter Bach kann in Wuppertal personell aus dem Vollen schöpfen.

Vor der hohen Auswärtshürde beim Deutschen Vizemeister Bayer Wuppertal hat sich beim VV Humann das Lazarett weiter gelichtet. Andreas Kaiser hat die Spielpause genutzt, um das Knie zu schonen und wird heute wieder ins Training einsteigen.

Beim VVH ist man optimistisch, dass die Verletzung soweit ausgeheilt ist, dass Kaiser am Sonntag um 15.30 Uhr in Wuppertal auflaufen kann. Ansonsten konnte Humann-Coach Peter Bach bei den letzten Trainingseinheiten auf seinen kompletten Kader zurückgreifen und so die Mannschaft auf die Bayer-Sechs einstellen.

In der schönen neuen Bayer-Halle wird der VV Humann alles daran setzen, dem turmhohen Favoriten die Stirn zu bieten und sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Dass es beim ehemaligen Deutschen Meister zu einem Satzgewinn reicht, ist aber dennoch sehr unwahrscheinlich.

(stebl)

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Donnerstag. 13. November 2003

Volle Konzentration auf die Hamburg-Partie

SSC-Damen morgen zu Hause gegen Hamburg / Sonntag in Ulm

Schwerin Am Wochenende geht es für die Schweriner Volleyballerinnen wieder Schlag auf Schlag. Morgen Abend empfängt der SSC um 18 Uhr den derzeitigen Tabellenachten TV Fischbek Hamburg. Am Sonntag müssen die Schützlinge von Trainer Tore Aleksandersen zum deutschen Meister und Pokalsieger SSV Ulm.

Nach der 1:3-Niederlage vom vergangenen Sonntag beim USC Münster sind die SSC-Damen jetzt gefordert, will man den Anschluss nach oben halten. Aber die Mannschaft um Kapitän Jana Müller, die sich im Moment hinter Leverkusen, Ulm und Münster auf dem vierten Tabellenplatz wiederfindet, ist zumindest erst einmal für die Begegnung in eigener Halle gegen den TV Fischbek optimistisch. "Vor unserem eigenen Publikum spielen wir immer besser, aber trotzdem wird es gegen Hamburg schwer", weiß Außenangreiferin Angela Krivorot. Schwer nicht nur in Hinblick auf den morgigen Gegner, der in dieser Saison noch nicht so stark aufspielte wie in der vorherigen Spielzeit, sondern auch mit Sicht auf die Partie beim Double-Gewinner. "Wir müssen uns erst auf Hamburg konzentrieren. An Ulm dürfen wir noch gar nicht denken", so "Angi".

Wichtig wird nach Aussage der 31-Jährigen auch sein, "dass wir druckvoller aufschlagen als in Münster. Da waren wir nicht gut. Außerdem müssen wir disziplinierter spielen. Wir machen nicht immer das, was der Trainer uns sagt", erklärte die gebürtige Weißrussin.

Für die SSC-Damen wird es wichtig sein, an die Leistung des letzten Heimspiels gegen Suhl anzuknüpfen. Bei dem 3:1-Sieg hatten sie nicht so viele Hänger drin. "Wir dürfen einfach nicht selbst so viele Fehler machen. Das war in Münster leider so", meinte Angela Krivarot

Martina Kasprzak

Volleyball, Bundesliga, Damen: Schwerin - Hamburg, Freitag, 18 Uhr, Volleyballhalle Lambrechtsgrund.

 

Deutschland - Aachener Zeitung 

Donnerstag. 13. November 2003

Lieber: Keine Narretei vor dem Spitzenspiel

Düren. In der Geschäftsstelle von Evivo Düren klingelt das Telefon nahezu ununterbrochen: Die Anrufer möchten Eintrittskarten kaufen für das nächste Heimspiel des Volleyball-Bundesligisten. An diesem Samstag erwartet der bisher ungeschlagene Tabellenzweite um 19.30 Uhr in der Sporthalle des Burgau-Gymnasiums den VfB Friedrichshafen, das Team von Stelian Moculescu, in Personalunion Vereins- und Bundestrainer. Zu den Erfolgsaussichten äußert sich Dürens Nationalspieler Till Lieber.

Herr Lieber, der VfB befindet sich im Umbruch. Steigen dadurch die Chancen Evivos?
Lieber: Wir können jeden schlagen. Warum nicht auch den VfB?

Ist Friedrichshafen schwächer geworden?
Lieber: Ich glaube es nicht. In der letzten Saison lag der Vorteil des VfB auch darin, dass die Mannschaft wegen der vielen deutschen Nationalspieler praktisch im dritten Jahr ununterbrochen zusammen war. Jetzt sind die jungen Pampel, Andrae und Walter nach Italien gewechselt, aber starke routinierte Ausländer an den Bodensee gekommen. Unser Vorteil könnte sein, dass der VfB noch nicht so homogen ist.

Sie spielen gegen Ihren Nationaltrainer. Stellt die Partie deshalb für Sie eine besondere dar?
Lieber: Nein. Denn was nützt es mir, wenn ich gegen den VfB eine hervorragende Leistung bringe, in den anderen Partien schlecht spiele? Um also auch im Januar als Libero die WM-Qualifikation bestreiten zu können, muss ich schon in jedem Bundesligaspiel gut sein.

Wie kann der Libero aber gut sein, wenn der Gegner ihn mit seinen Aufgaben missachtet?
Lieber: (lacht) Ja, bisher werde ich fast komplett gemieden. Auch in Essen haben die Gastgeber die Aufgaben fast nur auf Sven Dick geschlagen, obwohl er fast 90 Prozent sicher angenommen hat. Deshalb hätten die Essener sich eigentlich mich ausgucken müssen.

Dass sie es nicht taten, spricht für den Respekt vor dem Libero der Nationalmannschaft?
Lieber: Es scheint so. Und natürlich ist es dann für mich schwer, hoch konzentriert über die ganze Partie auf den Aufschlag zu warten. Gegen Friedrichshafen wird es aber wieder ganz anders sein. Da werden Hände und Arme schon wärmer werden.

Evivo wählt eine ungewöhnliche Form der Vorbereitung auf die Begegnung: Spieler und Trainer begleiten den Dürener Prinzen am Freitag bei seiner Inthronisation...
Lieber: Ich bin aus Prinzip dagegen, dass wir am Abend vor einer Partie eine solche Verpflichtung eingehen, auch wenn ich nicht glaube, dass die Form allzu sehr leidet. Ich hoffe aber, dass wir schnell nach Hause gehen können.

Franz Sistemich

 

Deutschland - Aachener Zeitung 

Donnerstag. 13. November 2003

Kein Verständnis für Nein zu Beachvolleyball

Stolberg. Sein Resümee fasst Günter Severens in drei Worte: «Ich bin entsetzt.» Der Gemütszustand rührt von einem Ortstermin her, der auf dem Gelände des Goethe-Gymnasiums stattgefunden hat. Dort hat, so berichtet der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, die Schulleitung den Plänen für eine Beachvolleyball-Anlage auf der Freifläche des Gymnasiums eine klare Absage erteilt.

«Es handelt sich um ein laufendes Verfahren, zu dem ich mich derzeit nicht äußern möchte», blieb Schulleiterin Stefanie Luczak am Mittwoch auf Anfrage der SZ in der Defensive. Offensiv aber, so berichten andere Gesprächsteilnehmer, habe sie sich gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Dr. Friedhelm Mersch dafür eingesetzt, dass die von den Sportlern favorisierten Pläne in der Praxis keine Chance haben werden.

«Es kann ja wohl nicht sein, dass die Verantwortung mit Schulschluss endet und diese Herrschaften so tun, als würde es sie nichts angehen, was ihre Schüler anschließend machen», ereifert sich Günter Severens . Und legt verbal noch nach: «Offensichtlich ist eine Vignette für den Parkplatz für die Schulleitung von größerer Bedeutung als eine vernünftige Freizeitgestaltung der Gymnasiasten.»

Den Hinweis, das «Goethe» brauche den für ein Beachvolleyball-Feld benötigten Platz im Sommer selbst, lässt der Stadtsportverbands-Vorsitzende nicht gelten: «Wir reden hier von einem einfachen Spielfeld. Und wer das Gelände kennt, kann nicht ernsthaft behaupten, dass dadurch ein Platzproblem entstehen würde.»

Die Tatsache, dass die Volleyballer - mit Verweis auf geänderte Richtlinien des Verbandes - nicht mehr von der Notwendigkeit eines doppelten Feldes ausgehen, nimmt die Verwaltung unterdessen zum Anlass, einen alten Plan noch einmal aus der Schublade zu holen.

«Unter diesem Gesichtspunkt empfehle ich, den Standort Glashütter Weiher wieder in Betracht zu ziehen», so Elisabeth Jansen-Eschner. Er war seinerseits aus dem Rennen ausgeschieden, weil dort lediglich die Einrichtung eines einfachen Feldes möglich ist. Eine eventuelle Verlegung des Kugelstoß-Ringes sieht die Sportdezernentin nicht als Hinderungsgrund an. «Daran wird es im Zweifelsfall nicht scheitern.»

Günter Severens aber will das Thema Goethe-Gymnasium allerdings noch nicht als erledigt ansehen. «Die Schulleitung sollte sich noch einmal vor Augen führen, welche praktischen Auswirkungen ein Beachvolleyball-Feld für die Kinder und Jugendlichen hätte. Schließlich profitiert die Schule dank der erfolgreichen Arbeitsgemeinschaften schon jetzt erheblich von der Koordination mit der Stolberger TG im Bereich Volleyball.»

Michael Grobusch

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Donnerstag. 13. November 2003

YoungStars reisen mit Rumpftruppe nach Grafing

FRIEDRICHSHAFEN (gus) – Die Volley YoungStars greifen nach zweiwöchiger Pause wieder ins Zweitliga-Geschehen ein. Im bayerischen Grafing wird das Team von Söhnke Hinz am Samstag vom Tabellenvorletzten empfangen.

Die Vorzeichen scheinen eindeutig zu sein, wenn der Tabellendritte (8:2 Punkte) zum Vorletzten (2:10 Punkte) reist. YoungStars-Coach Söhnke Hinz warnt jedoch vor allzu hohen Erwartungen: „Wir fahren nicht als Favorit nach Grafing. Bei uns sind die Bedingungen mehr als schlecht.“

Der Grund: Die YoungStars müssen mit einer achtköpfigen Rumpftruppe antreten. Mit Zuspieler Patrick Steuerwald und Mittelblocker Max Günthör fehlen zwei wichtige Spieler. Glücklicherweise sind nicht Verletzung oder Krankheit der Hinderungsgrund, sondern die Berufung in Stelian Moculescus Bundesligateam, wo die beiden aushelfen dürfen. Söhnke Hinz kann seinerseits keinen Ersatz aus dem Oberligateam berufen, denn Helmut Zirk ist mit seiner Truppe selbst im Einsatz. So bleibt den Volley YoungStars nichts Anderes übrig, das Beste aus der Situation zu machen. Hinter dem erkrankten Sebastian Schwarz steht zwar noch ein Fragezeichen, aber der Einsatz von Aljoscha Grabowski steht nach mehrwöchiger Verletzungspause nicht mehr im Wege. Das hat das Testspiel am Mittwoch gegen den TSV Bad Saulgau gezeigt, das nach vier Sätzen 2:2 endete. Sollte es dennoch auf der Außenposition klemmen, reicht möglicherweise Timo Wilhelm das Libero-Trikot an Sebastian Schwarz weiter und wechselt in den Angriff.

Trotz zweiwöchiger Ligapause waren die YoungStars nicht ohne ihr Arbeitsgerät. Die meisten von ihnen –  Patrick Steuerwald, Sebastian Schwarz, Max Günthör, Alex Mayer, Matthias Klippel und Timo Wilhelm – haben eine Woche lang mit dem Baden-Württemberg-Kader trainiert und sich spielerisch weitergebildet. Die „älteren Semester“ – Thomas Welz, Alex Wiskirchen, Marco Hofmann und Aljoscha Grabowski – haben derweil in Friedrichshafen trainiert. Wenn auch die Bedingungen für das zweite Auswärtsspiel nicht gerade ideal sind, so gibt es keinen Grund für Söhnke Hinz, den Kopf in den Sand zu stecken: „Wir sind trotzdem gut genug, um zu gewinnen“, ist er sich sicher.

 

Hamburg - Smash-News 

Donnerstag. 13. November 2003

WiWa-Trainingsspiel gegen SVA

Am heutigen Donnerstagfindet um 19.3o Uhr in der Halle Horner Weg ein Trainingsspiel der Zweitliga- Damen der VG WiWa Hamburg gegen die 1. Herren des SV Altengamme – zur Zeit 1. der Landesliga – statt.

 

Deutschland - Oststeinbeker SV-News 

Donnerstag. 13. November 2003

Ostbek Cowboys müssen Schüttorf schlagen

Es gibt in jeder Saison Schlüsselspiele, von denen alles abhängt: Muss sich ein Team in Richtung Abstiegskampf orientieren - oder sieht es einer eher sorglosen Spielzeit entgegen? Für die Ostbek Cowboys geht es um viel, wenn am Samstag (20 Uhr) der FC Schüttorf 09 in der Walter-Ruckert-Sporthalle gastiert.

Der Tabellenletzte befindet nach acht Pleiten in Folge im freien Fall, und das, obwohl zahlreiche erfahrene Spitzenkräfte in seinen Reihen stehen. Nun ist beim Topklub früherer Tage offenbar die Panik ausgebrochen, man ist sogar bereit, demnächst für viel Geld einen Angreifer einzukaufen, der alles in Grund und Boden schlagen soll.

Die Zweitliga-Männer des Oststeinbeker SV sehen sich also einer undankbaren Aufgabe gegenüber, und das nach zuletzt zwei bitteren Niederlagen, die das Nervenkostüm strapaziert haben. Dabei ist das phantastische 3:2 gegen Moers noch gar nicht lange her, "die Jungs haben damals eindrucksvoll gezeigt, dass sie es draufhaben", sagt Bernd Schlesinger. Drei Wochen später ist er mehr als Psychologe denn als Trainer gefragt. Die Verunsicherung übertrug sich zuletzt auf alle Mannschaftsteile, von ihrer Normalform waren einige Akteure meilenweit entfernt.

"Ich werde mir taktisch etwas einfallen lassen", kündigt Schlesinger an, "aber auf dem Feld müssen sich die Spieler selbst helfen. Ich erwarte zumindest maximalen Einsatz, damit wir uns bei unseren Fans für die Pleite gegen Kyritz revanchieren." Dabei baut er vor allem auf Mittelblocker Christian Bartram, der nach überstandener Erkältung wieder seine Lufthoheit ausspielen soll und als Leithammel unentbehrlich ist. Nicht mitwirken kann allerdings sein Mittelblock-Kollege Daniel Krug, der krankheitsbedingt Antibiotika nimmt.

Im Training zeigten immerhin Mirko Suhren und Kapitän Jan Buhrmester zuletzt deutlich ansteigende Form. "Die Mannschaft stellt sich fast von selbst auf", sagt Schlesinger. Was der Coach von Schüttorf erwartet? "Die stehen mit dem Rücken zur Wand. Wir wären schlecht beraten, wenn wir sie auf die leichte Schulter nehmen." Da wird Abteilungsleiter Jan Schneider vor sein, der mit Manager Christoph Kröger wie immer für die Stimmung in der Halle verantwortlich zeichnen wird. "Die Cowboys müssen nur das spielen, was sie können", sagt Schneider, "sie wissen, worum es geht. Gewinnen wir, haben wir Luft nach unten. Verlieren wir, stecken wir mitten im dicksten Getümmel. Und das wollen wir uns dieses Jahr ersparen."

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Donnerstag. 13. November 2003

Belinda bei der Jugend-Nationalmannschaft?

Belinda Behncke-Biney (15) vom CVJM nimmt in dieser Woche am Sichtungslehrgang der Jugendnationalmannschaft in der Sportschule Kienbaum bei Berlin teil.

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Donnerstag. 13. November 2003

"Bundesliga – am liebsten mit dem SCU"

Mareike Hindriksen steht vor dem Sprung in die erste Mannschaft und hat weitere Ziele

Die Talentschmiede hat wieder ganze Arbeit geleistet. Mareike Hindriksen spielt, seitdem sie sechs Jahre alt ist, Volleyball für den SC Union Emlichheim. Und das mit Erfolg: Die fast 16-Jährige hat den Anschluss zur ersten Mannschaft hergestellt – und fährt vielleicht am Wochenende mit zum Pokalspiel.

Emlichheim – Heute ist der Tag der Entscheidung. Sie wäre so gerne mit dabei. Ein Wink von Pierre Mathieu, Trainer der Zweitliga-Volleyballerinnen vom SC Union Emlichheim, reichte und Mareike Hindriksen würde ihre Sachen packen und bereit sein. Am kommenden Sonntag fahren die Niedergrafschafterinnen als Sieger des Regionalpokals Nordwest nach Neustadt/Gleve, Sieger des Regionalpokals Nord. Dass der SC Union die Qualifikation um den Einzug in die erste DVV-Hauptrunde gegen den USC Münster überhaupt spielen kann, dafür trägt auch Mareike Hindriksen Verantwortung. Etwa drei Sätze lang ersetzte die gebürtige Emlichheimerin die etatmäßige, aber verletzte Zuspielerin Inga Stegemeyer im Turnier um den Regionalpokal Nordwest – und machte ihre Sache sehr gut.

Eine kleine Emlichheimer Erfolgsgeschichte eben. Zugeguckt hatte Mareike Hindriksen beim Volleyball schon als kleines Kind. Ihre Mutter Ursula und Schwester Inga waren lange beim SCU aktiv, bevor Mareike endlich sechs Jahre alt war und selbst ins Training einstieg. Seitdem hat sie nie wieder aufgehört. "Sobald ich Freizeit hatte, habe ich mit dem Ball gespielt", erinnert sich die Zehntklässlerin.

Kurz, nachdem Mareike in den Kader des Niedersächsischen Volleyballverbandes (NVV) berufen wurde, folgte der größte sportliche Erfolg ihrer noch jungen Karriere: die deutsche C-Jugendmeisterschaft 2001 in Lübeck. Daran will die 1,79 Meter große Stellerin anknüpfen. Am vergangenen Wochenende wurde sie mit der B-Jugend Unterbezirksmeister. In zwei Wochen soll der selbe Titel mit der A-Jugend herausspringen. Allerdings ist die Unterbezirksmeisterschaft nur ein kleiner Zwischenschritt zum großen Ziel. "Ich möchte wieder deutsche Meisterin werden", sagt Hindriksen. Damit das gelingt, trainiert sie zwei Mal in der Woche mit der Regionalliga-Mannschaft unter der Aufsicht von Danuta Brinkmann und Andreas Schwarze sowie zwei weitere Mal unter der Leitung von Pierre Mathieu mit der Zweitliga-Mannschaft. Zusätzlich verbringt Mareike einen Abend der Woche im Kraftraum.

"Sie ist ein sehr großes Nachwuchstalent und hat alle Chancen, ganz nach oben zu kommen", hält sich Trainerin Danuta Brinkmann dann auch nicht mit Lob zurück. Und ihr Kollege Andreas Schwarze fügt unisono hinzu, dass Mareike "alle Möglichkeiten" hat. Doch Talent reicht nicht, weiß die Emlichheimer Nachwuchshoffnung und setzt auf ihre größte Stärke: "Ehrgeiz. Ich will meine gesteckten Ziele nacheinander erreichen", arbeitet sich die Gymnasiastin akribisch auf der Karriereleiter nach oben.

In der Regionalliga-Mannschaft hat sie ihren Stammplatz genauso sicher wie in der B- und A-Jugend. Und einen Fuß hat sie auch schon in die Zweitliga-Tür gestellt. Darauf gilt es zunächst aufzubauen: "Später will ich unbedingt 1. Bundesliga spielen. Am liebsten mit dem SCU," sagt Hindriksen.

Um die noch vorhandenen Schwächen (Hindriksen: "Genauigkeit, Nervosität") besser in den Griff zu bekommen, übt sie im Sommer auf der Sandanlage. "Das macht viel Spaß und hält fit", sagt sie. Außerdem bringt es Erfolge ein, denn bei der deutschen Meisterschaft hat sie sich zusammen mit Alena Krausch (Braunschweig) gut geschlagen und einen beachtlichen 17. Platz belegt.

Nach der Schule versucht Mareike ihre Zeit zwischen Hausaufgaben, Hund Tommy und den anderen Hobbys (Tennis, Schwimmen und Freunde treffen) aufzuteilen. "Aber abends bin ich immer in der Halle", sagt sie. Und das sieben Tage in der Woche. Die Emlichheimer Erfolgsgeschichte ist also noch lange nicht zu Ende. Morgen wird Mareike übrigens 16 Jahre alt. Das schönste Geburtstagsgeschenk könnte ihr Pierre Mathieu allerdings schon heute machen. Eine Einladung zum Pokal würde genügen.

Judith Forysch

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel