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Montag. 17. November 2003 |
Büring: Ich bin sehr, sehr, sehr froh!
Okay, wir haben nicht überragend gespielt, aber wir haben gezeigt, dass wir gewinnen wollten", bilanzierte Münsters Trainer Axel Büring. Die Worte klangen noch wohlwollend - zumindest gemessen am Anspruch des Vizemeisters und der Leistung, die die Münsteranerinnen am Sonntag Nachmittag gegen Vilsbiburg zeigten. Gegen die mutig auftretenden Roten Raben zitterte sich der USC zum Sieg und hatte beim 3:0 (24, 24, 19) das entscheidende Quäntchen mehr Glück auf seiner Seite.
In der einmal mehr gut gefüllten Halle Berg Fidel boten die Gastgeberinnen ein stetes Auf und Ab. Einem 9:4 aus Münsteraner Sicht folgte im ersten Durchgang das 9:11, einem 16:19 das 20:19. Beim 23:24 - Caroline Wensink hatte einen Aufschlag verschlagen - hatte der USC schon Satzball gegen sich, wusste den Spieß aber noch einmal umzudrehen.
Ähnliches Bild im zweiten Abschnitt: Einem 8:5 folgte das 10:15, einem 14:16 das 16:19. Beim 20:24 hatte Vilsbibiburg vier Satzbälle. Für Münster aber kam nun Atika Bouagaa zum Aufschlag und führte ihr Team - unter anderem mit zwei Assen - nicht nur wieder heran, sondern sogar zum Satzgewinn. Danach war der Wille der Gäste gebrochen und der USC sicherte sich locker Durchgang drei.
"Ich bin sehr, sehr, sehr froh, dass wir gewonnen haben", sagte ein erleichterter Axel Büring, der weiter zugab: "Wir standen nach dem verlorenen Spiel in Dresden enorm unter Strom." Das bestätigte auch USC-Kapitän Johanna Reinink: "Wir hatten uns viel vorgenommen."
Vilsbiburgs Trainer Mike Schöps sagte: "Eigentlich haben wir den Test in der Höhle des Löwen bestanden. Aber, und das sage ich nur ungern, nur eigentlich. Denn wir haben ja nicht mal einen Satz gewonnen." Und weiter: "Wenn Atika Bouagaa sich in so einer Situation da hinten hinstellt und drauf knallt, kann man nichts machen. Das fehlt auch etwas Glück."
cku
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Montag. 17. November 2003 |
World
Cup: Europas Teams ohne Probleme
3:0 für Italien, Frankreich und
Serbien-Montenegro
Ungefährdet gewannen die drei europäischen Vertreter ihre Auftaktpartien beim World Cup der Männer in Japan. Mit jeweils 3:0 setzten sich Serbien-Montenegro gegen China, Italien gegen Tunesien und Frankreich gegen Venezuela durch.
"Wir haben gut genug gespielt, um zu gewinnen und ich bin glücklich über den 3:0-Sieg", sagte Italiens Trainer Gian-Paolo Montali. "Vorher hatte ich etwas Angst, weil es unser erstes Spiel war und ich nicht so viel über unseren Gegner wusste. Aber ich denke, es war ein guter erster Schritt für unser Team."
Auch Frankreichs Trainer Philippe Blain war zufrieden: "Beim ersten Spiel in diesem langen Wettbewerb war es für uns sehr gut, 3:0 zu gewinnen. Die Qualität des Aufschlags war gut. Zudem hatten wir einen guten Block und eine gute Abwehr."
Auf Besserung hofft trotz des 3:0-Erfolg Serbien-Montenegros Trainer Ljubomir Travica: "Wir wussten, dass die ersten beiden Spiele hart für uns werden. Heute war die Konzentration in den ersten beiden Sätzen gut, aber nicht mehr im dritten. Das ist das Problem, das wir in dieser Mannschaft haben. Und deshalb sollten wir in den nächsten Spielen besonders aufpassen."
cku
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
Beim
Meister in Ulm kein Land gesehen
SSC-Damen verlieren mit 0:3
Ulm/Schwerin (EB) Beim amtierenden Meister und
Pokalsieger SSV Ulm sahen die Bundesliga-Volleyballerinnen der Schweriner SC
gestern kein Land und unterlagen chancenlos mit 0:3 (-22, -20, -21).
Dabei agierten die Gastgeberinnen vom ersten bis
zum letzten Ballwechsel nicht nur konzentriert, sondern vor allem hochmotiviert.
"Die sind keine Übermannschaft, die kann man schlagen", hatte
SSC-Coach Tore Aleksandersen vor der Partie gesagt. Diese Einschätzung wollten
die Ulmerinnen so nicht stehen lassen: "Das werden wir Schwerin schon
zeigen", konterte SSV-Trainer Mathias Eichinger.
Und das taten sie auch. In nahezu allen
Spielelementen waren sie überlegen und hinderten den SSC von Beginn an daran,
sich zu entfalten. Nur bis zum 4:4 konnte Schwerin im ersten Durchgang
mithalten, dann zog Ulm davon. Über die Stationen 8:5, 10:7 und 15:9 hieß es
bald 19:13. Schwerin kämpfte sich zwar noch einmal heran, konnte die
Gastgeberinnen aber nicht mehr ernsthaft gefährden.
Im zweiten Satz sah es lange danach aus, als
wollte der Meister kurzen Prozess machen mit seinem Vorgänger: 6:1, 8:2, 16:11
und 20:12 lauteten die Stationen in einem vermeintlich schnell beendeten Satz.
Aber einmal mehr zeigte der SSC Moral und Kampfgeist: Bei 16:24 wurde der erste
Satzball abgewehrt, erst den fünften verwandelten die Gastgeberinnen - dank
eines vergebenen Aufschlags von Schwerin.
Aber immerhin zogen die Mecklenburgerinnen aus
dieser beinahe noch erfolgreichen Aufholjagd eine Menge Selbstvertrauen. 4:1,
10:8 und 14:10 - sollte eventuell doch etwas möglich sein vor dieser eindrucks-
und stimmungsvollen Kulisse?
War es nicht. Beim 15:15 schaffte Ulm den
Ausgleich und legte gleich noch drei Punkte drauf. Als kurze Zeit später der
Vorsprung gar fünf Zähler betrug (22:17), waren für Schwerin die Messen
gesungen. Aber immerhin können sich die SSC-Damen damit trösten, dass sie den
Meister zu seiner bislang mit Abstand besten Saisonleistung gezwungen haben.
Entsprechend blickte Tore Aleksandersen in die
Zukunft: "Heute haben selbst einfache Dinge nicht geklappt. Aber wir werden
uns im Saisonverlauf steigern!"
| Deutschland - Berliner Zeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
VC
68 kommt zum ersten Saisonsieg
In der Frauen-Bundesliga hat der
Berlin-Brandenburger VC 68 am achten Spieltag seinen ersten Erfolg gefeiert. Das
schwer erkämpfte 3:2 in Erfurt stand in einem bewegten Match mit vielen Höhen
und Tiefen auf beiden Seiten nach 97 Minuten fest. Das Team aus der Hauptstadt
hat damit gegen einen direkten Kontrahenten im Rennen gegen den Abstieg einen
wichtigen Erfolg erzielt. "Der erste Sieg war vor allem für den Kopf
bedeutsam. Allerdings müssen wir noch deutlich konstanter werden", stellte
Trainer Markus Weber fest.
| Deutschland - Berliner Zeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
SC
Charlottenburg setzt sich erneut durch
Der SC Charlottenburg bleibt weiterhin
ungeschlagen an der Spitze der Bundesliga. Der deutsche Meister gewann 3:1 beim
TSV Unterhaching. Zum Erfolg steuerte Eugen Bakumowski 18 Punkte beitrug, Marco
Liefke markierte 17 Zähler, streute aber auch Fehler ein. Am Ende setzten sich
die ausgeglichener besetzten Berliner dennoch in der gewohnt hitzigen Atmosphäre
durch.
Ohne drei Stammspieler konnten die Berliner
Volley Dogs auswärts nicht an ihre zuletzt starken Leistungen vor heimischem
Publikum anknüpfen und verloren gegen den Tabellenfünften aus Mendig 1:3 nach
Sätzen. Damit bleiben die Berliner in der ersten Bundesliga weiter sieglos.
| Deutschland - Sächsische Zeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
Leipzig. Die Volleyballer des VV Leipzig haben in der Bundesliga im Kampf um die Playoffs einen schweren Rückschlag erlitten. Gegen die Gäste aus Eltmann unterlagen die Leipziger an alter Wirkungsstätte in der Sporthalle Brüderstraße überraschend mit 1:3 (26:24, 23:25, 20:25, 15:25). Bei den Gastgebern, die ohne den verletzten Mittelblocker Armin Dewes auskommen mussten, lief an diesem Nachmittag wenig zusammen.
„Meine Mannschaft hat katastrophale Aufgaben und Annahmen gezeigt“, analysierte VVL-Trainer Zoran Nicolic eine der Ursachen für die Pleite. „Aber wer jetzt schon von den verpassten Playoffs redet, der sollte sich die Resultate unserer Konkurrenten anschauen.“ Immerhin mussten auch die Mitbewerber Unterhaching und Wuppertal Niederlagen einstecken. Bei den Leipzigern blieben auch sonstige Stützen gegen Eltmann blass.
Ausgerechnet in fremder Halle hat Aufsteiger VC
Markranstädt die Niederlagenserie in der Volleyball- Bundesliga gestoppt. In
Bad Saulgau gelang den Sachsen ein 3:1 (25:17, 23:25, 25:20, 39:37)-Sieg. Der
VCM trat von Beginn an mit einem nicht zu bremsenden Bruno Maric an. „Er hat
uns aus dem Nichts ins Spiel zurückgebracht“, sagte Trainer Darko Despotovic.
Der zu Saisonbeginn gesundheitlich angeschlagene Bosnier machte im dramatischen
vierten Satz den entscheidenden Punkt zum 39:37. „Vier Wochen ist auf die
Mannschaft eingedroschen worden. Nun haben die Jungs gezeigt, dass es noch Sinn
macht“, sagte Despotovic.
| Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten |
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Montag. 17. November 2003 |
Ludwig-Team mit toller Aufholjagd
Hamburg/Dresden. Nach dem grandiosen 3:0-Sieg am
Freitag daheim gegen Münster setzten die Volleyballerinnen des DSC gestern
gegen die Damen des TV Fischbek aus Hamburg ihre Siegesserie fort. Nach einem
0:2-Satzrückstand und einer tollen Aufholjagd gewannen sie die Partie am Ende
noch mit 3:2 (19:25, 26:28, 25:18, 25:20, 15:9). Mit dem sechsten Saisonerfolg
etablieren sich die Ludwig-Schützlinge in der Spitzengruppe auf Rang drei und können
dem nächsten Gipfeltreffen am Sonnabend daheim gegen den Deutschen Meister Ulm
optimistisch entgegensehen.
Dabei verlief der Start in diese Partie alles
andere als optimal. Wie schon in Suhl präsentierten sich die Dresdnerinnen auch
in der Hansestadt anfangs ohne Spannung und Aggressivität. Trainer Arnd Ludwig
ärgerte sich: "Obwohl wir nach dem Sieg gegen Münster auch hier sofort hätten
zeigen müssen, wer der Herr auf dem Feld ist, haben wir abwartend gespielt. Und
es offenbarten sich wieder einige Wackler in der Annahme." Erst Mitte des
zweiten Abschnittes wachten die Elbestädterinnen auf und fanden zu ihrem Spiel.
Als Arnd Ludwig beim 24:24 die junge Anne Matthes einwechselte, gelang der
Junioren-Auswahlspielerin gleich ein Ass und damit kam der DSC zum ersten
Satzball. Doch die Gastgeberinnen wehrten ab und konnten dann die 2:0-Satzführung
perfekt machen.
Doch die Spielerinnen um Beatrice Dömeland
rissen nun die Initiative an sich. Der Coach hatte zudem für Jana Vavrova, die
gegen ihre Ex-Mannschaft etwas gehemmt wirkte, Christiane Fürst gebracht, die
bis zum Schluss auf dem Feld blieb. Die Annahme stabilisierte sich, zudem
konnten die DSC-Damen ihre athletischen und konditionellen Vorteile ausspielen.
Nach der erfolgreichen Aufholjagd und dem 2:2-Satzausgleich, waren die
Ludwig-Schützlinge im fünften Abschnitt den Hamburgerinnen auch mental überlegen.
Nach insgesamt 101 Minuten konnten die Dresdnerinnen über den Sieg jubeln. Arnd
Ludwig: "Ich bin froh, dass wir das Blatt noch wenden konnten. Am kämpferischen
Engagement gab es nichts zu deuteln."
Auch die Talente vom VC Olympia Dresden trugen zu
einem rundum gelungenen Volleyball-Wochenende bei. Die Schützlinge von Klaus
Kaiser gewannen beim TV Hülzweiler mit 3:1 (25:23, 20:25, 25:22, 25:16). Das
war der dritte Saisonsieg und damit kletterten die Elbestädterinnen auf Platz
neun der Tabelle. Dabei hatte Trainer Kaiser noch auf seine Spielführerin Anne
Matthes verzichten müssen, die ja kurzfristig ins Aufgebot des DSC für die
Partie in Hamburg beordert wurde. Kaiser: "Zum Glück konnte aber
Mittelblockerin Kristin Stöckmann spielen und mit viel kämpferischem Einsatz
konnten wir gegen den Tabellenletzten punkten."
Astrid Hofmann
| Norddeutschland - Elmshorner Nachrichten |
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Montag. 17. November 2003 |
VGE unterliegt dem Tabellenführer mit 1:3
Die Gäste sind das Maß aller Dinge. Das stellten sich bei ihrem Gastspiel in der KGSE-Halle unter Beweis. Der Sieg über die VGE war eine Pflicht.´
Elmshorn. So manches Mal blieb den Elmshorner Spielern nur, staunend dem Ball nachzuschauen. Die Regionalligavolleyballer der VG Elmshorn unterlagen dem Tabellenführer SV Warnemünde 1:3 ohne dabei wirklich zu enttäuschen. Die Gäste waren schlicht und ergreifend besser.
"Was die im Angriff gezaubert haben", staunte Mittelblocker Janis Jäger nicht schlecht über den Wirbel der Gäste aus Warnemünde. Und wenn der Ball an Jäger und seinen Nebenleuten im VGE-Block vorbei flog, war das auch in den ersten beiden Sätzen auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Punkt für die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern. "Jeder Ball, der am Block vorbei kam, war tot", so Jäger. Die Feldabwehr fand in dieser Phase kaum statt.
Keine Frage: Am Sonnabend stellte sich künftige Regionalligameister in der KGSE-Halle vor. Der SV Warnemünde ist das Maß aller Dinge in der Nordstaffel der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Beim Gewinn des Nordcups vor zwei Wochen hatte der SVW die Zweitligisten Eimsbütteler TV und Oststeinbeker SV bezwungen.
Insofern schien es für den Gast nur eine Pflichtaufgabe, der VGE die dritten Saisonniederlage beizubringen. Doch die ließ sich nach den zwei verlorenen ersten Sätzen nicht hängen. Die beste Phase des Elmshorner Spiels begann mit dem Vorsatz, mindestens 20 Punkte zu holen. Und so kippte das Schwergewicht erstmals. "Über Stimmung in der Abwehr haben wir es geschafft, sie unter Druck zu setzen", sagte Janis Jäger. Den Schwung des 27:25 konnten in den vierten Durchgang retten. Warnemünde zog noch einmal an, im Gegenzug stieg die Fehlerquote der VGE wieder an. Bleibt der Trost: Die Sieger werden gegen andere Mannschaften eingefahren.
Michael Bunk
| Deutschland - Heilbronner Stimme |
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Montag. 17. November 2003 |
Sinsheim:
Gipfelglück zur Alpensinfonie
Der "Alpensinfonie" folgte das große
Gipfeltreffen: Mit 3:2 gewannen die Zweitliga-Volleyballerinnen des SV Sinsheim
am Samstagabend das Spitzenspiel gegen Tabellenführer HSV Grimma Sachen. "
Kompliment an meine Mannschaft", freute sich SVS-Trainer Stefan Bräuer.
Als auch der letzte Ball des HSV Grimma Sachsen
im Netz hängen blieb, gab es bei den Volleyballerinnen des SV Sinsheim kein
Halten mehr. Jubelnd rissen sie ihre Arme hoch, im Ringelreihen hüpften sie
durch die Halle und krönten einen "heißen Tanz", der 200
Schaulustige begeistert hatte. Hallensprecher Heinz Stegmaier schwelgte gar in
Superlativen, um der Sensation gerecht zu werden. "Das war eine
superklassetolle Leistung", rief Stegmaier ins Mikrofon.
3:2! Gegen den Spitzenreiter der 2. Bundesliga Süd,
der zuvor unverwundbar gewesen war, noch kein Match verloren hatte. Was bei der
Mannschaftsvorstellung mit der "Alpensinfonie" von Richard Strauss
begonnen hatte, endete für den SV Sinsheim im Gipfelglück. " Ein total
schönes Gefühl. Wir haben das Zeug dazu, gut zu sein", freute sich Spielführerin
Julia Prus. "Unser Trainer schafft es, dass wir uns ständig
verbessern", lobte Außenangreiferin Martina Wagner SVS-Coach Stefan Bräuer.
Zum Spitzenspiel am Samstagabend waren beide
Teams in blauen Trikots aufgelaufen. Doch nicht nur optisch war kein Unterschied
zwischen dem Tabellenführer und dem Tabellendritten zu erkennen. Der SV
Sinsheim, ohne die Verletzte Teresa Tietz (Bänderriss) angetreten, hielt
dagegen, hielt mit, hielt das Spiel offen - auch wenn der erste Satz knapp mit
23:25 verloren ging.
Ein Problem: der Aufschlag, der mal im Netz, mal
im Aus landete. Allerdings: "Es war nicht nur der Aufschlag, der zunächst
nicht gepasst hat. Es gab einige Elemente, die nicht gestimmt haben. Die
Coolness hat gefehlt", analysierte Bräuer, stellte aber fest: " Ab
dem zweiten Satz haben wir strukturierter gespielt, ruhiger und abgeklärter."
Mit Erfolg: Dem 25:22 im zweiten Satz ließen die
Sinsheimerinnen ein 25:23 im dritten Durchgang folgen. Längst war aus dem
Schlagabtausch ein Volleyball-Krimi geworden - mit packenden Ballwechseln, mit
spektakulären Actionszenen, hechtenden "Flugkörpern" und wilden
Verfolgungsjagden des HSV Grimma Sachsen, der sich trotz eines 13:22-Rückstandes
im dritten Satz auf 23:24 herangekämpft hatte.
Dass der SV Sinsheim diese kritische Phase überstand,
dass er sich trotz eines Hängers im vierten Satz (22:25) zusammenriss und den
Tie-Break (15:5) zu einem Schaulaufen machte, beeindruckte - auch den Trainer.
"Im Tie-Break ging alles auf. Die
druckvollen Aufschläge, der Block ", lobte Bräuer seine Girl-Group,
warnte aber: "Wir müssen auf dem Teppich bleiben. Wir sind noch keine
Spitzenmannschaft." Oder anders ausgedrückt: "Es ist wie bei einem
guten Wein. Auch ein guter Jahrgang braucht Zeit, um zu reifen", betonte
der 38-Jährige.
InfoEinen Tag nach dem 3:2 gegen Grimma hat sich
der SV Sinsheim für den DVV-Pokal qualifiziert. Gestern Abend schlugen die
Kraichgauerinnen den 1. VC Wiesbaden mit 3:0 (25:15, 25:20, 25:19).
Eric Schmidt
| Deutschland - Leipziger Volkszeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
Betretene Stille in der lautesten Halle der Liga
Leipzig. Sie waren extra aus der anonymen Arena
in die intimere, kleine Trainingshalle gezogen. Wegen der Stimmung. Die
VVL-Volleyballer wurden nicht enttäuscht. Vor dem gestrigen Anpfiff bestand
akute Gefahr für die Ohren: Trommeln, Tuten, 1200 erwartungsfrohe Fans,
angeheizt durch den Carneval Club Mölkau. Feiern war angesagt in der
"lautesten Halle der Liga", wie Sprecher Rainer Lutze launig kund tat.
Schließlich ging es gegen das noch sieglose Bundesliga-Schlusslicht. Was sollte
da passieren?
94 Minuten später herrschte betretenes
Schweigen. Die Brüderhalle war wirklich zur Brüderhölle geworden. Nicht wie
geplant für die Gäste, sondern für die Leipziger Spieler. 1:3 gegen die SG
Eltmann. 26:24, 23:25, 20:25, 15:25. Zahlen, die nicht lügen. Die bestätigen,
dass die Mannschaft von Satz zu Satz abbaute. Bis zum bitteren Ende.
Unterschätzt habe man den Kontrahen nicht,
versicherten alle. Coach Zoran Nikolic hatte gewarnt. Es gab Videostudium, es
gab mehrere Trainingsspiele vor der Saison. Sehr knappe sogar. "Wir
wussten, dass Eltmann der stärkste Aufsteiger ist", sagte Kapitän Lutz Mühlisch.
Genutzt hat es nichts. Müde wirkte das Team, saft- und kraftlos,
unkonzentriert.
Im ersten Durchgang wehrte der VVL noch einen
Satzball ab, gewann mit Glück. Der zweite war auch eng, aber nicht mehr
erfolgreich. Was folgte, gehörte in die Kategorie indiskutabel. Die Ursachen?
"Wir haben viele Bälle in den Block oder direkt in die Abwehr
gehauen", befand Mühlisch. "Unvermögen in der Annahme" sah Lars
Björn Freier, Nikolic konstatierte "unglaublich schlechte Aufgaben. Solche
Einwürfe hätte auch ich noch machen können."
Eltmanns Zuspieler Thilo Koch fasste dieses
Gesamtkunstwerk so zusammen: "Leipzig hat mich sehr enttäuscht, derart
einfach hatten wir uns das nicht vorgestellt." Etwas Druck, etwas Risiko,
wie bei den wuchtigen Sprungaufgaben und Angriffen von Marek Wenzel, reichten
schon gegen einen VVL, bei dem nur Dejan Stankovic streckenweise Normalform
aufwies. Haroldas Cyvas, neuerdings beschwert durch einen blondierten Vollbart,
brachte seinen Trainer dagegen in Rage. Nikolic: "Unter Niveau."
Peter Mayer, noch 17, mühte sich redlich, konnte
aber Armin Dewes nie ersetzen. Der ging an Krücken. Neueste Diagnose: Bänderriss
im Knöchel, ein Monat Pause. Ein herber Verlust. Nächste Woche muss der VVL
ohne ihn zu den Volley Dogs. Die Berliner sind jetzt Schlusslicht und als
einzige sieglos. "Aber mit dieser Leistung wird es für uns überall
schwer", weiß Zoran Nikolic.
Schwacher Trost: Auch Unterhaching (1:3 gegen SCC
Berlin) und Wuppertal (sensationell 2:3 gegen Essen) ließen gestern Federn.
Feiern mochte trotzdem keiner. Immerhin setzte es kein Pfeifkonzert. Die Fans
hatten registriert, dass der VVL zwar wollte, aber nicht konnte. Solche Tage
gibt es. Sie dürfen nur nicht Alltag werden.
Steffen Enigk
| Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
Team
48 verliert gegen Moers - Giesen jubelt
Hildesheim/Giesen (cen). Exakt eine halbe Stunde
durfte am Sonnabendabend im Lager des Volleyball-Zweitligisten MTV 48 Hildesheim
vom ganz großen Wurf geträumt werden. Doch in der Sporthalle der
Robert-Bosch-Gesamtschule schafften es die Hausherren nicht, den Titelfavoriten
Moerser SC vom Thron zu stürzen. Die Schützlinge von Trainer Walther Hoch
unterlagen verdient mit 1:3 (25:19, 20:25, 20:25, 19:25).
Zur gleichen Zeit jubelten wenige Kilometer
entfernt die Spieler des TSV Giesen. Nach einer überzeugenden Vorstellung
hatten sie den TuB Bocholt mit 3:1 (25:19, 25:21, 25:27, 25:21) vom Feld
geschickt.
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
Im
Pokal kam für MSC das "Aus"
Viel bitterer als die 1:3-Niederlage in Königswusterhausen
ist der Fingerbruch von Ferdinand Stebner.
Der Traum vom Einzug in den DVV-Pokal ist ausgeträumt.
Volleyball-Zweitligist Moerser SC verlor gestern Nachmittag beim Spitzenreiter
Netzhoppers Königswusterhausen verdient mit 1:3 (25:22, 21:25, 17:25, 23:25).
Viel bitterer als die Niederlage, immerhin hätte
man in der ersten Runde den Bundesligisten und Lokalrivalen SV Bayer Wuppertal
im Sportzentrum Rheinkamp erwartet, ist jedoch die Verletzung von Ferdinand
Stebner: Als Ersatz für Georg Grozer in die Partie gestartet, brach er sich bei
einer unglücklichen Aktion bereits im ersten Satz den Mittelfinger der rechten
Hand. Nach ersten Untersuchungen im Krankenhaus muss Stebner wohl operiert
werden und fällt längere Zeit aus. Damit standen die "Adler" ohne
einen Diagonalspieler auf dem Feld. Annahmespieler Nils Lieber versuchte auf
Stebners Position alles, konnte ihn jedoch nicht vollständig ersetzen.
"Von diesem Schock haben wir uns nicht mehr
erholt", erklärte MSC-Abteilungsleiter Heinz Reintges. "In normaler
Besetzung hätten wir mit den Brandenburgern wohl keine Probleme gehabt. Ohne
gelernten Diagonalspieler ist es aber gegen jede Mannschaft schwierig."
Zwar gewannen die Gäste den ersten Satz noch
knapp, mussten dann jedoch ihrem Kräfteverschleiß (immerhin spielte man einen
Abend zuvor noch gegen den MTV Hildesheim) Tribut zollen. Torben Tidick, zu
Beginn des dritten Satzes für den Niederländer Huib den Boer eingewechselt,
und Radomir Mijovic (kam für Pieter-Jan Waale) konnten die Niederlage nicht
verhindern.
(dap)
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
In Wuppertal gelang der Bach-Truppe eine
weitere faustdicke Überraschung mit 3:2-Sieg.
Mit Superlativen wird im Sport viel zu oft
hantiert. Was allerdings der VV Humann in der Deutschen Volleyball Liga leistet,
ist eine echte Sensation! Die Essener düpierten den amtierenden Deutschen
Vizemeister Bayer Wuppertal und gewannen in der Halle des großen Nachbarn mit
3:2 (25:20, 25:23, 23:25, 17:25, 15:9).
Dieser Erfolg hätte noch viel deutlicher
ausfallen können. Bei eigener 2:0-Satzführung lag die Sechs von Trainer Peter
Bach schon mit 19:16 in Front. Die Fans des SV Bayer hatten aufgehört, zu
trommeln und in den Gesichtern der Werks-Sechs stand blankes Entsetzen. Doch
der VVH konnte den Sack nicht rechtzeitig zumachen. Bayer kam wieder ins Spiel
und drehte im vierten Satz richtig auf.
Wechselbad der Gefühle
Ausgerechnet Ex-Humann Lars Dinglinger war nun
kaum zu stoppen. Nach dem 2:2-Satzausgleich musste der Tie-Break die
Entscheidung bringen. Schon der erste Ballwechsel war lang und hart umkämpft.
Die Humänner hatten das bessere Ende für sich. Nach einem Fehler von Lars
Dinglinger stand es 2:0. Mit noch einem starken Aufschlag von Stephan Kern
setzten sich die Steelenser auf 3:0 ab. Der Grundstein zum Satzgewinn war
gelegt.
Fortan liefen die Wuppertaler immer diesem Rückstand
hinterher. Dem Wechselbad der Gefühl waren die Männer um Spielmacher Gergely
Chowanski nicht gewachsen.
Die Essener dagegen kamen in einen wahren
Spielrausch und der Block stellte den Wuppertaler Angriff vor unlösbare
Aufgaben. Punkt für Punkt wuchs der Vorsprung des VVH, bis sich endlich mit dem
verwandelten Matchball zum 15:9 alle Spannung löste. Wie Kinder tollte der
gesamte Humann-Tross durch die Halle.
Rund 200 Fans des VV Humann feierten ausgelassen
den verdienten Auswärtssieg mit. VVH-Trainer Peter Bach war völlig happy:
"Alle Spieler haben am obersten Limit gespielt." Lange Zeit ließ Bach
die Anfangsformation durchspielen.
Schieck setzte die Akzente
Zuspieler Christopher Schieck setzte immer wieder
Akzente. Daniel Braekevelt und Christian Bewer waren in der Mitte oft schneller,
als die Gegner dachten. Tim Bockelkamp, Stephan Kern und Kapitän Frank Fischer
machten wenig Fehler und ließen den Bayer-Block oft alt aussehen. Libero Tobias
Schuchert war seinem Gegenüber mehr als gleichwertig.
Immer wieder kamen speziell für den Aufschlag
Andreas Kaiser und Jochen Kohaus auf das Feld. Geschickt setzten sie mit einigen
Assen Ausrufezeichen und sorgten so auch dafür, dass die Stimmung beim VVH fast
überkochte.
Das Erlebnis, den Deutschen Vizenmeister zu
bezwingen, zumal in fremder Halle, dürfte dem VV Humann für die weiteren
Aufgaben viel Sicherheit geben. Bei nun 7:14-Sätzen und 4:8-Punkten haben die
Humänner ihren achten Rang gefestigt.
Den Vorteil, von den Gegnern noch unterschätzt
zu werden, dürften sie nun aber wirklich zum letzten Mal genossen haben. Damit
werden Peter Bach und sein Team aber sicher sehr gut leben können.
(stebl)
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
Abstiegskrimi
fehlte das so wichtige Happyend
VT Ludwigslust - Fortuna Bonn 2:3 (-23, 16,
-19, 21, -14)
Ludwigslust Nachdem die Volley Tigers mit der
Niederlage gegen den SSF Fortuna Bonn einem weiteren Aufsteiger unfreiwillig
"Aufbauhilfe" geleistet haben, findet sich die Mannschaft auf einem
Abstiegsplatz wieder. Rund 150 Zuschauer sahen ein Spiel, das die Situation
beider widerspiegelte. Krampf und Kampf bestimmten das Geschehen auf dem Feld.
Das glücklichere Ende sprach letztlich für den Aufsteiger.
Auffällig waren vor allem die großen
Leistungsschwankungen. Und auch wenn sich die Tigers gegenüber den letzten
Auftritten vor allem in puncto Einstellung stark verbessert präsentierten,
wurden doch erneut die altbekannten Schwächen deutlich.
Annahme wackelte in entscheidenden Phasen
So arbeitete man im Block, der über die gesamte
Spielzeit gesehen zu wenig Wirkung erzielte, nicht flexibel genug, konnte die
zahlreichen Tipps, insbesondere von Manfred Heine, nicht entsprechend umsetzen.
Und Trainer Ingo Achtelik ärgerte sich über einen weiteren taktischen Fehler:
"Statt den Libero, wie abgesprochen, mit der Aufgabe möglichst zu meiden,
wurde immer wieder genau auf ihn serviert." Bitter war auch, dass die
eigene Annahme gerade in den entscheidenden Situationen Unsicherheiten verriet.
Das galt sowohl für den ersten Satz als leider auch für den Tiebreak.
Schon in der Anfangsphase war zu erkennen, dass
der Weg zum Sieg über die Mitte führen musste. Bonn bekam Marcus Mogck und
Markus Doberstein fünf Sätze lang nicht in den Griff. Doch auf Grund der
fehlenden Konstanz beim ersten Pass war Zuspieler Sebastian Lemke oft zu reinen
Sicherheitsbällen gezwungen. Und über die Außenpositionen fehlte die
Durchschlagskraft, brauchte man zu viele Versuche. Dennoch hätten die Tigers
den Auftakt erfolgreich gestalten müssen. Sie lagen konstant vorne, gaben aber
selbst einen Vier-Punkte-Vorsprung (10:6 und 18:14) aus der Hand. Nach 21
Minuten besiegelten eine verunglückte Annahme und ein Angriffsfehler das 23:25.
Im zweiten Satz gelang es wesentlich besser, den
Gegner schon durch die Aufgabe unter Druck zu setzen. Außerdem bekam der Block
endlich die Hand vernünftig an den Ball und beeindruckte den SSF-Angriff. Ein
klares 25:16 brachte den Ausgleich. Diese Qualität konnten die Lindenstädter
aber nicht halten. Der dritte Durchgang verlief bis zum 19:20 ausgeglichen. Dann
punktete der Aufsteiger fünfmal in Folge, so dass der Druck wieder auf Seiten
der Gastgeber lag.
Die schienen mit dieser Situation nur schwer
umgehen zu können, liefen ständig hinterher. Und immer wenn sie sich wieder
herangekämpft hatten, vergab man durch Eigenfehler die Chance, vorbeizuziehen.
Ausgelöst durch einige gelungene Blockaktionen ging beim Stand von 17:19 jedoch
ein Ruck durch die Mannschaft. Dagegen setzte auf der anderen Seite des Netzes
das Flattern ein. Mit 25:21 erkämpften die Tigers den Tiebreak.
Schon aus ganz anderen Situationen befreit
Der lieferte noch einmal Dramatik pur.
Ludwigslust machte es dem Gegner zunächst durch Eigenfehler leicht (3:6). Doch
der Aufsteiger gab die Geschenke zurück, leistete sich u.a. drei verschlagene
Aufgaben. Als sich die Gastgeber durch zwei Blockpunkte erstmals leicht
absetzten (11:9), wurde es richtig laut auf den Rängen. Aber auch dieser
Vorteil reichte nicht. Den ersten Matchball konnten sie mit viel Glück noch
abwehren, weil die Schiedsrichter übersahen, dass Patrick Stellmanns Schlag das
Netz außerhalb der Antenne passierte. Bezeichnenderweise war es einer der
vielen Angriffsfehler der Tigers, der nach 96 Minuten die Bonner jubeln ließ.
"Ich weiß nicht woran es liegt, dass wir
gerade in den entscheidenden Phasen immer wieder solche Fehler machen", gab
sich Tigers-Kapitän Markus Doberstein nach dem Schlusspfiff ratlos, um zugleich
kämpferisch und optimistisch nach vorne zu schauen: "Das war in jedem Fall
besser als die letzten Spiele, die man wirklich niemandem anbieten konnte. Wir
sind schon aus ganz anderen Situationen herausgekommen."
tom
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
Fortschritt:
Favoriten zumindest zeitweise geärgert
SV Neustadt-Glewe - SCU Emlichheim 0:3
(-21, -18, -22)
Knapp 150 Zuschauer sorgten erstmals in dieser
Saison für richtig Stimmung in der Neustädter Sporthalle. Sie feuerten ihr
Team lautstark an und hatten insbesondere im sehr guten ersten Satz reichlich
Gelegenheit zum Jubeln. Der noch ungeschlagene Regionalliga-Tabellenführer ließ
keinen Klassen-Unterschied erkennen, brachte den Gegner durch druckvolle
Aufgaben und schnelle Kombinationen über die Mitte einige Male in Verlegenheit.
Letztlich war es die größere Konstanz und Ausgeglichenheit, die für den
Favoriten sprachen. Bei Emlichheim war fast jede Spielerinnen in der Lage,
platziert aus dem Hinterfeld anzugreifen. Auch in der Feldabwehr und in puncto
Beweglichkeit besaßen die Niedersachsen Vorteile, die nach dem relativ engen
25:21 zum Auftakt im weiteren Verlauf zunehmend deutlicher wurden.
Die Fortschrittlerinnen ließen aber nie die Köpfe
hängen und gaben kämpferisch alles. Sie durften sich immer wieder über schöne
Punkte freuen. Da sie aber phasenweise Probleme in der Annahme bekamen, konnten
sie nicht mehr wunschgemäß kombinieren. Insbesondere wenn Diagonalangreiferin
Anika Brinkmann an die Aufgabe kam, herrschte höchste Alarmstufe auf der
anderen Seite des Netzes. Sie "erschlug" die Neustädterinnen zwar
nicht so, wie noch beim letzten Zweitliga-Auftritt an gleicher Stelle, war aber
immer für eine kleine Serie gut.
Der zweite Satz ging mit 25:18 an die Gäste, im
dritten wurde es noch einmal laut in der Halle. Emlichheim wechselte sehr viel,
was auf Kosten der Harmonie ging. Die Neustädterinnen nutzten die Gunst der
Stunde, führten zu Beginn sogar mit vier Punkten (11:7) und schafften anschließend
noch mehrfach den Anschluss (17:18, 20:21). Es fehlte nur der letzte Tick, um
sich vielleicht diesen dritten Satz holen zu können. Und so verwandelte der
Bundesligist seinen ersten Matchball nach knapp einer Stunde Spielzeit zum
25:22.
Danuta Brinkmann (Mutter von Anika), die
SCU-Trainer Pierre Matthieu auf der Bank vertrat und die noch vor einigen Jahren
gemeinsam mit Neustadts Bia Arndt beim VC Vechta um Bundeligapunkte geschmettert
hatte, lobte die gegnerische Leistung: "Ich bin wirklich positiv überrascht
von der Neustädter Qualität. Die haben uns im ersten Satz vor echte Probleme
gestellt. Im weiteren Verlauf ist unsere physische Überlegenheit aber immer
mehr zum Tragen gekommen."
Auf der anderen Seite zeigte sich Oliver Dunkel
in keinster Weise unzufrieden: "Ich denke, man hat gesehen, dass wir auf
dem richtigen Weg sind. Es ist verdammt schwer, wenn dir in der Liga die
Konkurrenz fehlt, in so einem Spiel eine entsprechende Leistung abzurufen.
Emlichheim wird konstant auf diesem Niveau gefordert."
Wie überlegen die Fortschrittlerinnen die
Regionalliga domenieren, hatte sich erst am Sonnabend beim klaren 3:0 über den
Eimsbütteler TV wieder gezeigt. Die Mannschaft möchte sich an dieser Stelle
bei den Fans bedanken und hofft, bei den nächsten Heimspielen auf eine ähnliche
Unterstützung wie im Pokal bauen zu können.
Thomas Willmann
| Norddeutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
Neustadt:
Gegner als Einheit niedergekämpft
SV Neustadt-Glewe - Eimsbütteler TV 3:2
Neustadt-Glewe Der Neustädter Trainer Wolfgang
Dunkel und seine Spieler lagen sich nach dem unerwarteten Fünf-Satz-Erfolg
gegen den Eimsbütteler TV in den Armen. Die Freude war verständlich, hatten
sie doch den favorisierten Tabellenzweiten zuvor regelrecht niedergekämpft.
Im ersten Satz wurden die Gäste offensichtlich
richtig kalt erwischt. Sie kamen mit den druckvollen Neustädter Sprungaufschlägen
überhaupt nicht zurecht. Außerdem erwies sich der Fortschritt-Block als fleißiger
Punktesammler. Dabei hinterließen die jungen Schweriner Neuzugänge, Thomas
Zipser und Sven Wischhöfer, die erstmals in der Anfangsaufstellung standen,
einen sehr guten Eindruck. Nach nur 16 Minuten hieß es 25:15.
Routiniers brachten nötige Ruhe in Tiebreak
Nach dem Wechsel wurde Eimsbüttel erwartungsgemäß
stärker, bekam aber auch einen Vorgeschmack der kämpferischen Qualitäten des
Gegners zu spüren. Die Gastgeber konnten ihr Niveau zwar nicht ganz halten,
gestalteten das Spiel nach anfänglichem 2:7 aber noch einmal offen (15:15), um
durch zahlreiche Fehler dann doch vorentscheidend mit 16:21 in Rückstand zu
geraten.
Das 22:25 brachte die Neustädter aber nicht aus
dem Rhythmus. Sie setzten sich Mitte des dritten Durchgangs ab und brachten
diesen unter tatkräftiger Eimsbütteler Mithilfe (zehn Aufschlagfehler!) mit
25:21 nach Hause. Danach schien der Aufsteiger allerdings konzentrationsmäßig
in ein regelrechtes Loch zu fallen. Die Gäste nutzten diese Phase, um aus einem
7:6 ein 21:7 zu machen und schienen nach dem klaren Satzgewinn (25:14)
psychologisch eindeutig im Vorteil.
Der Favorit hatte aber wohl nicht mit der
Einsatzstärke der Fortschrittler gerechnet. Wolfgang Dunkel setzte für den
Tiebreak auf seine Routiniers (O-Ton: "Ich war der Meinung, dass sie mehr
Ruhe ausstrahlen und einfach noch die Spur abgezockter sind, als die
Jungen") und lag damit goldrichtig. Als sich sein Team von 6:6 auf 10:6
absetzte, reagierte Eimsbüttel entnervt, hatte bis zum 15:7-Schlusspunkt
praktisch nichts mehr entgegenzusetzen.
Halbserienziel jetzt in erreichbare Nähe gerückt
"Ich bin vor allem stinksauer, weil mir
heute sieben Spieler gefehlt haben, die ganz einfach andere Prioritäten
setzen", sagte ein sichtlich frustrierter Frank Manthey. "Das soll die
Neustädter Leistung aber keinesfalls schmälern. Die haben gut gespielt und
verdient gewonnen", so der 2,03 m große Eimsbütteler Trainer weiter.
Wolfgang Dunkel durfte hingegen zu Recht stolz auf seine Jungs sein: "Sehr
wichtig auch für die Perspektive war, dass man gesehen hat, dass es bei uns
keine Ersatzspieler gibt. Ich kann jeden bringen, ohne einen Qualitätsabfall zu
riskieren. Ich hatte diese Punkte nicht einkalkuliert. Wir liegen voll im Soll.
Mein Ziel war es, in der ersten Halbserie zehn Punkte zu holen, und das ist
jetzt wieder machbar."
tom
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
Parchim:
Tie-Break wird zum Handicap
1. VC Parchim - Warendorfer SU 2:3 (-23,
19, 19, -19, 12)
Parchim Den vorgezogenen ersten Vergleich gegen
die Warendorfer SU gewann der 1. VC Parchim mit 3:1. Gestern revanchierten sich
die WSU-Spielerinnen mit ihrem Sieg im Tie-Break bei den Eldestädterinnen.
Stützpunkttrainer Dirk Groß war nach dem
erneuten Spielverlust ziemlich sauer. "Ich kann keinem Einzelnen die Schuld
geben. Von der Annahme über das Zuspiel bis hin zum Angriff und Block haben wir
heute nicht annähernd unser Niveau erreicht", ärgerte sich Groß.
Obwohl die Zuschauer, besonders der VC-Fanblock,
die Spielerinnen bis zum bitteren Ende lautstark unterstützten, merkten auch
diese, dass die Spielfreude, die das Team in den vergangenen Heimspielen an den
Tag legte, phasenweise völlig fehlte.
Dabei begannen die Parchimerinnen motiviert und
gewannen den ersten Satz nach sehenswerten 25 Minuten mit 25:23. Aber schon
Mitte des zweiten Durchganges häuften sich die Fehler in der Annahme, den
Angriffen fehlte Schlagkraft und der Block war löchrig wie ein Schweizer Käse.
Nach dem 19:20 in diesem Satz ließen die Gäste keinen VC-Punkt mehr zu.
Das Spiel der Parchimerinnen im dritten Satz war
für den Gegner genauso durchschaubar, wie Ende des zweiten. Retzlaff & Co.
ballerten zum Teil unmotiviert in den WSU-Block und wieder hieß es 19:25 für
den Gast.
Doch die VC-Spielerinnen rappelten sich im
vierten Durchgang noch einmal auf. Über die Stationen 7:2 und 14:9 führten sie
auf einmal mit 20:10 Punkten. Die wahre Leistungsstärke der VC-Spielerinnen
schien wiedergewonnen. Doch es war nur ein Aufblitzen, denn wieder rutschten die
Parchimerinnen ins spielerische Nichts und es stand plötzlich nur noch 23:20.
Mit 25:21 erzwang der 1. VCP den Tie-Break. Die Gäste waren aber zu diesem
Zeitpunkt schon wieder auf dem aufsteigenden Ast. Beim 3:3 erreichte Parchim das
letzte Mal den Ausgleich, dann lag Warendorf immer ein oder zwei Punkte in Führung.
Am Ende feierten die Gäste nach dem 15:12-Matchball ausgelassen ihre geglückte
Revanche.
Das nächste Heimspiel bestreitet der 1. VC in
drei Wochen, am 14. Dezember gegen CVJM zu Hamburg.
Thomas Zenker
| Deutschland - Ruhr Nachrichten |
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Montag. 17. November 2003 |
Volleyball-Zweitligist VC 90 hat sich mit einem
locker herausgespielten 3:0-Heimerfolg gegen den VfL Lintorf an die
Tabellenspitze katapultiert.
Es war ein Auftritt mit angezogener Handbremse.
Zwar war der Respekt der Bottroper vor dem VfL Lintorf vor Spielbeginn durchaus
existent, doch was die Gäste dann in der Renz-Halle ablieferten, ließ die
VC-Recken schnell selbstsicher werden. Ohne Mumm und Selbstvertrauen trat der
VfL auf. Nach zwei Siegen in Folge auch für Trainer Uwe Wallenhorst mehr als
unverständlich.
Ganz anders dagegen die Gastgeber. VC-Trainer
Johan Verstappen (Foto) registrierte nach der Partie, dass 70 bis 80 Prozent des
Leistungsvermögens zum Sieg gereicht hatten. Und genau so war´s. Zwar spielte
der VC die Gäste nicht an die Wand, doch selten hatte man das Gefühl, dass der
VC dieses Spiel verlieren könnte. Auch der Ausfall von Markus Richter machte
sich kaum bemerkbar, denn in Torben Mols hatte der angeschlagene Kapitän einen
starken Vertreter. Obwohl Coach Verstappen nach dem Spiel doch noch was
auszusetzen hatte: "Wir haben den letzten Biss vermissen lassen. Aber wir
haben souverän gewonnen. Insofern werde ich der Mannschaft keinen Vorwurf
machen."
Zu Recht. Denn der 25:22, 25:22 und 25:15-Erfolg
war mehr als verdient. Und damit gelang dem VC zugleich der Sprung an die
Tabellenspitze der 2. Liga, noch vor dem punktgleichen Aufstiegsfavoriten aus
Moers. Dementsprechend selbstbewusst präsentiert sich mittlerweile Johan
Verstappen. Der Niederländer, der in den vergangenen Wochen oft mit Lob gespart
hatte, sieht sein Team nun zu Recht als Tabellenführer. "Ich höre von
unseren gegnerischen Trainern immer, wie schlecht ihre Mannschaften gegen uns
waren. Vielleicht sollten sie mal darüber nachdenken, dass das an uns liegen könnte",
findet Verstappen.
Der freut sich schon auf die nächsten Wochen,
wenn die Topspiele gegen Oststeinbek, Giesen, Kyritz und Hildesheim anstehen.
Dann soll auch Markus Richter wieder fit sein. "Da können wir zeigen, wie
stark wir sind", so Verstappen.
sb
| Deutschland - Münstersche Zeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
Pokal-Aus
gegen den noch besseren VCO
Münster - Da es im Volleyball kein Unentschieden
gibt und im Pokal erst recht nicht, ging eines von zwei starken Teams als unglücklicher
Verlierer vom Feld. 0:3 (23:25, 16:25, 23:25) unterlagen die Frauen des USC Münster
2 wie im Meisterschafts-Rückspiel nun auch in der Quali zur Hauptrunde des
DVV-Pokals dem jungen VC Olympia Berlin.
"Die Sätze eins und drei waren sehr
gut", sparte der USC-Trainer Tom kleine Holthaus nicht mit Lob für seine
Volleyballerinnen, die mit 18 Jahren im Mittel nur wenig älter sind als die
nationalen Juniorinnen im VCO-Trikot.
Die Berlinerinnen hatten mehr Konstanz in ihrem
Spiel und entschieden die Sätze durch ihr variables Service, auf das sich die Münsteranerinnen
nie so recht einstellen konnten. "Dadurch haben wir uns zwei, drei Punkte
pro Satz eingefangen", bekrittelte Holthaus " womöglich die
entscheidenden.
Mit Sandra Aßmann als Zuspielerin, Lisa
Beinborn, Sara Stetzkamp, Susann Decker, Friederike Romberg und Anna Manning
sowie Stefanie Golla als Libera startete der USC. Die Setanfänge verliefen auch
jeweils viel versprechend, aber inmitten der Sätze ließen die Gäste ihre
Chancen aus und konnten die Bälle nicht mehr "tot machen".
Im zweiten Durchgang war Münster gleich hinten
und kam nicht mehr ins Spiel. "Das kann mal passieren", entschuldigte
Holthaus das 16:25, wollte seinen Frauen "keinen Vorwurf" machen. Weil
Beachass Rieke Brink-Abeler nicht mitgereist war, hatte der USC mit Julia
Kaufhold, Lina Gorenc, Katharina Holzgreve nur drei gesunde Reservistinnen
parat. Die angeschlagene Alisa Kasselmann kam lediglich zu einem Kurzeinsatz.
Statt des USC darf sich nun der von Bundestrainer
Jens Tietböhl trainierte VCO auf einen Pokalknüller freuen, wenn
Erstrundengegner Rote Raben Vilsbiburg in der Hauptstadt gastiert.
spa
| Deutschland - Aachener Zeitung |
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Montag. 17. November 2003 |
Friedrichshafen auch ohne Stars zu stark für Evivo
Düren. Im Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga besiegte die «Übermannschaft» der vergangenen Jahre, der VfB Friedrichshafen, in der vollbesetzten Burgau-Halle die bis dato ungeschlagene Mannschaft von Evivo Düren nach hartem Kampf verdient mit 3:1 (21:25, 20:25, 25:16, 19:25).
Die Vorzeichen hätten für den Gastgeber nicht besser sein können: Drei ausländische Nationalspieler in den Reihen der Gäste waren wegen Länderspielverpflichtungen nicht angereist, Bogdan Jalowietzki konnte verletzt nicht mitwirken, Zuspieler Ilja Wiederschein und Libero Alexis Valido gingen angeschlagen in die Partie. Dennoch gelang es den Hausherren nicht, den stark aufspielenden VfB erstmals in die Knie zu zwingen.
Über 1300 Zuschauer erlebten mit, wie Heriberto Quero Evivo im ersten Satz mit wuchtigen Angriffsbällen und einem As eine 7:4-Führung herausspielte. Eine Aufschlagserie von Außenangreifer Bogdan Olteanu brachte den VfB jedoch mit 8:7 in Front und offenbarte Evivos Annahmeschwäche.
Im zweiten Satz schlichen sich Annahmefehler bei Friedrichshafener ein und eine bessere Passverteilung von Dürens Steller Diego Gutierrez sorgte für eine 16:12-Führung. der Heimsechs. Doch sie wurde verspielt: Spielführer Sven Anton und Co leisteten sich zu viele Eigenfehler. Auch im dritten Satz entschied die Annahme über den Ausgang des Satzes.
Diesmal patzte Friedrichshafen, Dürens Fans trieben Evivo immer wieder an, der Gastgeber spielte auf hohem Niveau, Quero überzeugte in Angriff und Christian Dünnes in Aufgaben und Block, Sven Dick im Angriff. Folge: 25:16.
7:2 ging Düren im vierten Satz in Führung, danach nahmen die Mannen um Libero Till Lieber plötzlich wieder schwach an und Zuspieler Diego Gutierrez setzte Diagonalangreifer Quero zu oft in Szene: Der gegnerische Block freute sich. Auch die Einwechslungen von Martin Bulst, Björn Arne Alber und Tim Elsner brachten dem Spiel keine Wende.
Christiane Kraft
| Deutschland - Hamburger Abendblatt |
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Montag. 17. November 2003 |
Fischbek: Viel Lob - kein Punkt
Hamburg - Zwei Sätze lang boten die Frauen des TV Fischbek Hamburg beim 2:3 (25:19, 28:26, 18:25, 20:25, 9:15) gegen den Dresdner SC in der Volleyball-Bundesliga begeisternden Schmettersport. "Nur stehen wir wieder mit leeren Händen da, das nervt", brachte es Nicole Fetting, die zweite Zuspielerin des Teams, auf den Punkt. Schon am Freitag hatte es beim Schweriner SC nach einer 2:1-Satzführung noch eine Niederlage gegeben.
Dabei war vor der Saisonrekordkulisse von 650 Zuschauern in der Sporthalle Neumoorstück weniger die Schwächung durch den Ausfall der Mittelblockerin Juliana Lawrowa spielentscheidend. Die kasachische Nationalspielerin hatte sich in Schwerin eine Knieverletzung zugezogen, muss zwei Wochen pausieren. Den Verlust kompensierte Spieler-Trainerin Marina Tschuksejewa auf der ungewohnten Position lange Zeit ausgezeichnet. Für sie war Kerstin Ahlke in den Diagonalangriff gerückt. Vielmehr wurde nach dem verlorenen dritten Satz die Furcht vor der erneuten Pleite trotz guter Leistung deutlich. Trainer-Berater Knut Rettig: "So etwas kann sich psychologisch einschleifen, das ist eine große Gefahr." Vergangene Woche beim 1:3 gegen Meister Ulm, am Freitag gegen Schwerin und nun gegen Dresden - immer erbaggerten sich die Fischbeker Frauen viel Lob, aber keine Punkte.
"Die
Furcht war da", bestätigt Nicole Fetting, die im vierten Satz wie auch im
Tiebreak für die verunsicherte Stammspielmacherin Jelena Keldibekowa de
Westreicher eingewechselt wurde. Am Ende fehlte der Mannschaft aber auch die nötige
taktische und personelle Variabilität. "Dresden hatte sich nach den ersten
beiden Sätzen gut auf unser Spiel eingestellt", so die Fischbeker
Mannschaftsführerin Christina Benecke.
masch
| Deutschland - Grafschafter Nachrichten |
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Montag. 17. November 2003 |
Schüttorf
09 macht den ersten kleinen Schritt
Gute
Moral beim 3:0-Sieg
schüttorf/his – Dem FC Schüttorf 09 ist in der Zweiten Volleyball-Bundesliga endlich wieder ein Sieg gelungen. Nach einer Serie von acht Niederlagen in Folge feierten die Obergrafschafter einen 3:0 (32:30, 27:25, 26:24)-Erfolg beim Oststeinbeker SV. Das Endergebnis täuschte dabei nicht. "Es war ein verdammt enges Match", fasste 09-Coach Dirk Schlotfeldt die Begegnung zusammen.
Timo Timpe im Zuspiel, die beiden Außenangreifer Alexander Youroukov und Jürgen Alsmeier, Thorsten Schoen und Henning Leinker im Mittelblock sowie Diagonalangreifer Jörg Alsmeier hatten von Schlotfeldt zu Beginn das Vertrauen bekommen, das sie mit einer kämpferisch starken Leistung rechtfertigten. Nach ausgeglichenem Beginn entwickelte sich der erste Satz zu einem wahren Krimi. Gestützt auf eine sehr starke Annahme lagen die Schüttorfer gegen Ende des Durchganges ständig in Front, schafften es aber nicht, den entscheidenden Punkt zu machen. Erst der achte Satzball brachte den Gästen die beruhigende Satzführung.
Im zweiten Satz erschwerten sich die 09-Akteure die Partie durch viele Angabenfehler selbst. Beim 10:17-Rückstand reagierte Schlotfeldt und brachte mit Martin Petzold einen neuen Zuspieler. Petzold versuchte verstärkt seine Außenangreifer in Szene zu setzen. Diese Maßnahme war von Erfolg gekrönt. Jürgen Alsmeier machte drei Punkte in Folge – und sein Team Boden gut. Besondere Kampfkraft bewiesen die Obergrafschafter dann am Ende des Satzes. Sie ließen sich auch von einem 21:24-Rückstand nicht entmutigen. Mit Henning Wegter im Mittelblock wehrten sie drei Satzbälle ab und gewannen den Durchgang mit 27:25. "Das war sehr wichtig für die Moral. In den vergangenen Wochen haben wir so einen Satz immer abgegeben", meinte Schlotfeldt. Der Trainer hatte sich selbst das Libero-Trikot übergestreift, wechselte sich aber nicht ein, weil Schoen und Leinker das Fehlen von Dirk Möller mit einer starken Annahme kompensierten.
Eng sollte es auch im dritten Satz zugehen.
Kilian Schaffstedde ersetzte Jörg Alsmeier. Beim 23:24 sahen sich die Schüttorfer
erneut einem Satzball der Oststeinbeker gegenüber. Den verunsicherten
"Cowboys" gelang es aber nicht, den Satzball zu verwerten. Zwei
erfolgreiche Blocks später konnten sich die Schüttorfer ausgiebig über den
ersten Auswärtssieg freuen. "Wir sind auf dem richtigen Weg", sagte
Schlodfeldt. Der Weg der kleinen Schritte soll am kommenden Wochenende gegen den
TSV Giesen fortgesetzt werden.
| Deutschland - Grafschafter Nachrichten |
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Montag. 17. November 2003 |
"Spiel des Jahres" als Präsent zum Geburtstag
DVV-Pokal: SCU gewinnt Qualifikation
Neustadt/how – Ein gelungener Auftritt beim Regionalliga-Tabellenführer SVF Neustadt-Glewe, der USC Münster als Gegner der ersten DVV-Pokalrunde im der heimischen Vechtetalhalle, ein passendes Geburtstagsgeschenk für Trainer Pierre Mathieu und dazu noch eine Kiste Sekt als Zugabe von Bundesliga-Spielerin Andrea Berg – die Volleyballerinnen des SC Union Emlichheim hatten gestern gleich mehrfach Grund zur Freude. Nach dem 3:0 (25:21, 25:18, 25:22)-Erfolg im Qualifikationsspiel gegen Neustadt-Glewe steht der Zweitligist aus der Niedergrafschaft in der ersten Hauptrunde des DVV-Pokals und erwartet am 29. oder 30. November den Bundesligisten USC Münster mit der Emlichheimerin Andrea Berg und Johanna Reinink.
In Neustadt ließ sich der SC Union auch von einer lautstarken Kulisse und dem Fehlen von Trainer Pierre Mathieu nicht beeindrucken. Der Niederländer musste kurzfristig eine Aufgabe für das nationale Olympische Komitee wahrnehmen, Danuta Brinkmann ersetzte ihn an der Außenlinie. Die stellte das Team gegen einen gutklassigen Gegner, der in der Regionalliga Nord unangefochten an der Tabellenspitze steht, glänzend ein. "Nur Mitte des ersten Durchgangs habe ich kurz Bedenken gehabt, dass wir einen Satz abgeben könnten", sagte SCU-Manager Norbert Bußmann. Nach einer 19:17-Führung ließen sich die Emlichheimerinnen das Spiel aber nicht mehr aus der Hand nehmen. Im zweiten Satz führte der SC Union schnell mit 8:2 und konnte fortan auch die zuletzt verletzte Inga Stegemeyer und die beiden Regionalligaspielerinnen Christiane Kerperin und Mareike Hindriken einsetzen. "Wir haben gezeigt, dass wir der Chef im Ring sind", sagte Bußmann und freute sich über ein passendes Geschenk für Mathieu – am Sonnabend feierte er seinen 60. Geburtstag.
Ein Präsent gab es auch für das Team. Andrea
Berg hatte ihren früheren Spielerinnen vom SC Union bei einem Sieg in Neustadt
eine Kiste Sekt versprochen. Eingelöst wird die Belohnung wahrscheinlich in
Emlichheim – nach dem "Spiel des Jahrs" (Manager Norbert Bußmann)
zwischen Münster und Emlichheim.
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel