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| Deutschland - DVV-News |
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Donnerstag. 20. November 2003 |
Gold
für das „German Olympic Revival Team ‘72”
Oldies but Goldies bei den
“Huntsman World Senior Games“
Die DVV-Olympia-Volleyballerinnen von 1972 ließen bei einem Einladungsturnier in Utah/USA altes Können aufblitzen und gewannen beim sogenannten „Huntsman world Senior Games“ die Goldmedaille.
Die Idee, ein Turnier mit der ehemaligen Olympiamannschaft zu spielen, kam von Marianne Lepa-Wächter, Teilnehmerin bei München 1972, die bei der Feier zum 60. Geburtstag von Erika Heuke-Plinke (ehemals Spielführerin der Olympia-Volleyballmannschaft von 1972 in München) das Thema ansprach. Gesagt getan: vom 15.-18. Oktober nahmen Annedore Richter, Margarethe Herzog (ehem. Sten-der), Rike Drauschke (ehem. Ruschenburg), Uschi Westphal, Marianne Lepa-Wächter (ehem. Lepa), Traute vom Eigen (ehem. Schäfer), Annette Steikert (ehem. Ellerbrake) – alle sieben waren bei den Olympischen Spielen 1972 in München da-bei, an dem Turnier teil. Hinzu kamen Eliska Svitil, Anette Groth (ehem. Weihmann), Frauke Zitranzki, Heidi Kerstiens und Karl Herzog, der ehemalige Co- Trainer der Damen-Olympiamannschaft von1972 in München.
Mehr als 7.000 Athletinnen und Athleten nahmen dieses Jahr an den “Huntsman World Senior Games“ teil. In über 20 verschiedenen Sportarten, z.B. Basketball, Bowling, Golf, Rennrad, Schießen, Mountainbiking, Racquetball, Squaredance, Soft-ball, Schwimmen, Triathlon, Tischtennis, Tennis, etc. wurden die Wettkämpfen inner-halb von zwei Wochen in St. George/Utah reibungslos abgewickelt. Ehemalige Hoch-leistungs- und Spitzenathleten waren ebenso am Start wie engagierte Hobbysportler in den Alterstufen 50+; 55+; 60+; 65+; 70+.
Nach einem Tag der Akklimatisierung standen den elf Spielerinnen des „German O-lympic Revival Teams ‘72” vier sehr anstrengende Tage bevor. Einige von ihnen hat-ten seit rund 20 Jahren nicht mehr aktiv am Volleyballgeschehen teilgenommen, an-dere allenfalls auf Hobby-Ebene in Mixed-Turnieren gespielt. Jede musste sich indi-viduell vorbereiten und fit machen. So waren alle doch sehr gespannt, wie sich die Mannschaft in St. George präsentieren würde.
Schon zu Beginn deutete sich an, dass sich die deutsche Mannschaft, die ja seit ü-ber 30 Jahren (!) nicht mehr gemeinsam auf dem Feld gestanden hatte, kaum etwas von ihrem alten Können verlernt hatte. Am Ende der Qualifikationsrunde hatte das ehemalige Olympia-Team alle sechs Spiele gewonnen und standen damit in der Hauptrunde, die an den folgenden beiden Tagen ausgetragen wurde.
Zwar ging dort das erste Spiel mit 1:2 verloren, da jedoch der Spielmodus der Haupt-runde das „double out system“ war, standen den Damen trotz Niederlage noch alle Türen offen. Die folgenden drei Spiele wurden alle mit 2:0 gewonnen. Somit war nach einigem Rechnen klar, „German Olympic Revival Team ‘72” war bereits siche-rer Dritter und spielte am letzten Tag um die Plätze 1 bis 3.
Am Samstag trat das „German Olympic Revival Team ‘72” zum Einzug ins „Finale“ an. Ihre Gegner waren zum zweiten Mal die „Floorplayers“, die einzige Mannschaft, die das Olympia-Team hatte bezwingen können. Mit einer super Mannschaftsleistung in einem heiß umkämpften und für die Zuschauer sehr attraktiven Spiel gelang es den „Old Ladies“, den Gegner mit 2:0 nieder zu ringen. „Germany“ stand im Endspiel!
Dort waren erneut - als „lucky looser – die vorher Besiegten die Gegnerinnen. Die ausgeruhte deutsche Mannschaft war nun deutlich im Vorteil und ließ sich mit einer überzeugenden Leistung gegen einen ausgelaugten Gegner den Sieg nicht mehr nehmen. Das „German Olympic Revival Team ‘72” gewann das Endspiel mit 2:0 und stand nach 12 Spielen in vier Tagen als Sieger fest. Alle deutschen Damen strahlten als der Hallensprecher bei der Siegerehrung verkündete: „Winner of huntsman world senior games and gold – medal: The German Olympic Revival Team 72!”
Erschöpft durch den Volleyball-Marathon, aber beflügelt durch den überraschenden Erfolg und mit Stolz auf ihre Goldmedaille traten die “(g)old ladies” ihre Heimreise an. Nach einigen Zwischenstops an phantastischen Sehenswürdigkeiten des Landes (Zion Canyon, Bryce Canyon, Grand Canyon, Hoover Dam, Death Valley, Yosemite National Park) ging es nach einem dreitägigen Aufenthalt in San Francisco mit dem Flugzeug zurück in die Heimat.
Anja Drauschke
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Donnerstag. 20. November 2003 |
Liefke
übt scharfe Kritik an Bundestrainer Moculescu
In ungewohnt deutlicher Form attackierte Nationalspieler Marco Liefke (Foto) in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" Männer-Bundestrainer Stelian Moculescu. Als "nicht ideal" bezeichnete der Kapitän des SCC Berlin die Doppelfunktion Moculescus als Bundestrainer und gleichzeitig Coach des VfB Friedrichshafen. "Er ist ein guter Trainer, keine Frage", so Liefke. "Aber die Situation birgt Konfliktpotenzial."
Später wird er deutlicher: Bei der EM, meint Liefke, hätte Moculescu für den verletzten Außen-Annahme-Spieler Björn Andrae statt Diagonalangreifer Jochen Schöps lieber Robert Kromm nachnominieren sollen, der auf der gleichen Position wie Andrae spielt. Und wörtlich: "Das ist so, als würde Rudi Völler an Stelle eines Angreifers einen Torhüter nachnomnieren. So hatten wir nur drei Außenangreifer und gerade am Ende des Turniers hätten wir einen vierten Mann unbedingt gebraucht."
Der Grund liegt für Liefke auf
der Hand: "Jeder wird dir heute sagen, wenn der Kromm bei Friedrichshafen
gespielt hätte, wäre er nominiert worden. 100 Prozent sicher. So etwas kann
doch nicht sein, das nervt."
Liefke schätzt seine Kritik nicht als übertrieben ein: "Ich bin jetzt
zehn Jahre dabei, habe über 200 Länderspiele. Da kann ich schon gut einschätzen,
was kritikwürdig ist."
Möglicherweise aber müssen
die deutschen Männer im kommenden Sommer auf den 2,07 Meter-Hünen verzichten:
"Wir spielen nicht mehr in der Weltliga - und wenn wir Anfang Januar auch
die Olympia-Qualifikation verpassen, fehlen mir die Reizpunkte. Vielleicht mache
ich mal einen Sommer Pause."
cku
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Donnerstag. 20. November 2003 |
Alemannia
zu Gast bei Eiche Horn Bremen
Nach einwöchiger Wettkampfpause reisen die Alemanninnen am Sonntag, 23.11.2003 zum Mitaufsteiger TV Eiche Horn Bremen. Die Partie in der Hansestadt ist für die Aachenerinnen das letzte Auswärtsspiel in diesem Jahr, bevor im Dezember nach erneuter einwöchiger Pause drei Heimspiele in Folge gegen den Detmolder TV (07.12.), VC Olympia Berlin (13.12.) und SCU Emlichheim (21.12.) auf dem Programm stehen.
Obwohl die Aachener Damen am vergangenen Wochenende nicht ins Geschehen eingreifen konnten, haben sie den letzten Tabellenplatz verlassen und die rote Laterne abgegeben. Dies verdankt man der 0:3-Niederlage des Detmolder TV gegen VC Olympia Berlin. Auf Grund des besseren Satzverhältnisses gegenüber Detmold belegen die Aachenerinnen nun den vorletzten Platz, Detmold ist punktgleich (2:12 Punkte) Letzter. Bei einem Sieg in Bremen könnten die Aachenerinnen sogar theoretisch an CVJM Hamburg in der Tabelle vorbeiziehen, vorausgesetzt, dass Hamburg in Obernkirchen verliert.
Nun aber zum nächsten Gegner: auch die Bremerinnen hatten am vergangenen Wochenende spielfrei und belegen zur Zeit mit 10:6 Punkten (15:12 Sätze) den guten 5. Platz, sind damit also momentan der beste Aufsteiger in der 2. Bundesliga Nord der Frauen. Elf Spielerinnen (zwei Abgänge waren zu verkraften) stehen dem 46-jährigen Trainer Gert Stürmer in dieser Saison zur Verfügung, wobei mit der Zuspielerin Kirstin Lüpkes nur eine neue Spielerin vom Ligakonkurrenten Warendorfer SU gewonnen werden konnte. Die beiden jüngsten Bremer Spielerinnen sind 17, die älteste Spielerin ist 34 Jahre alt.
Erkenntnisse über das Bremer Spiel hat Co-Trainer Reinhard Strauch Ende Oktober vor Ort bei der Partie TV Eiche Horn Bremen – Köpenicker SC gesammelt, das Bremen mit 3:1 für sich entschied. Unter der Woche haben die Aachenerinnen verstärkt Aufschläge trainiert, um mit diesem ersten Element direkt Druck auf den Gegner ausüben zu können.
Im dritten Spiel in Folge gegen einen Mitaufsteiger wollen die Alemanninnen nun endlich den ersten Sieg einfahren. Das dies nicht einfach werden wird, ist allen Beteiligten klar. Nichts desto trotz wollen die Aachenerinnen versuchen, die Siegesserie der Bremerinnen – diese haben die letzten vier Spiele in Folge gewonnen – zu stoppen. Mal sehen, welche der beiden Mannschaften das freie Wochenende besser genutzt hat.
Bina Rollersbroich
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
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Donnerstag. 20. November 2003 |
Humann
freut sich nun auf Mendig
Stimmung bei den
Steelensern ist nach dem Wuppertal-Coup prächtig.
Nach dem Husarenstreich ist die
Stimmung in der Mannschaft des Volleyball-Erstligisten VV Humann bestens. Der
Sieg in Wuppertal, bei einem der Großen der Liga kann gar nicht hoch genug
bewertet werden. Viel sagt es über das inzwischen gewachsene Selbstvertrauen
der Humänner aus, wenn Mannschaftskapitän Frank Fischer sagt, dass man sich
ein wenig darüber geärgert hat, im dritten Satz den Sack nicht zugemacht zu
haben.
Konzentration auf Saulgau
und Co.
Aber den Deutschen Vizemeister
mit 3:0 aus der eigenen Halle zu fegen, wäre dann vielleicht doch auch des
Guten ein bisschen zu viel gewesen. So bleibt der Angriffshüne bescheiden:
"Trotz des Sieges hat sich eines nicht geändert: Unser Augenmerk ist auf
die Spiele gegen Saulgau und Co. gerichtet."
Am Samstag wird mit Maoam
Mendig noch einmal ein Gegner seine Visitenkarte am Pinxtenweg abgeben, der in
die Kategorie "unschlagbar" fällt. Aber was heißt schon unschlagbar,
wenn man sich die Entwicklung des VV Humann ansieht?
"Wir sind froh, schon vier
Punkte auf der Habenseite gesammelt zu haben, die definitiv niemand auf der
Rechnung hatte. Doch den Vorteil, unterschätzt zu werden, haben wir nun nicht
mehr. Mendig wird alles daran setzen, uns von Anfang an mit der besten
Aufstellung den Schneid abzukaufen", blickt Frank Fischer voraus. Nach dem
hart erkämpften Sieg in Wuppertal hatte Coach Peter Bach alle Mann im ersten
Training beisammen. Nur Stephan Kern hielt sich auf Grund einer Knieprellung
etwas zurück.
(stebl)
| Deutschland - Westfälische Nachrichten |
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Donnerstag. 20. November 2003 |
Münster. Wie schnell sich die Zeiten doch ändern. Im Frühjahr noch dümpelten die Volleyballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen im Niemandsland der Bundesliga herum. In der Abstiegsrunde, die diesen Namen eigentlich gar nicht verdiente, weil keine Mannschaft die Klasse verlassen musste, waren Sinsheim, Eichwalde und Augsburg die Gegner. Begegnungen um die goldene Ananas. So etwas möchte ich nicht ein zweites Mal mitmachen. Es gab Momente, da hätte ich die Brocken am liebsten hingeschmissen, erinnert sich Gudula Krause. Leverkusens Trainerin hat durchgehalten und seit Beginn der Saison wieder großen Spaß am Sport. Freude bereitet der jungen Mutter gewiss auch der Blick auf die Tabelle. Mit 14:2-Punkten belegt Bayer Rang zwei. Zwei Plätze zurück folgt der USC Münster (12:4). Am Samstag (Anpfiff 19.30 Uhr) kommt es in Leverkusen zum West-Duell.
Erstmals seit viereinhalb Jahren begegnen sich TSV und USC wieder auf Augenhöhe. Im April 1999 setzte sich Leverkusen in den Halbfinals um die Deutsche Meisterschaft durch. Krause, die ehemalige Münsteranerin, trug damals das Bayer-Trikot und hatte maßgeblichen Anteil am Einzug in die Endspiele. Schön, mal wieder an diese Zeiten erinnert zu werden, sagte sie gestern.
Gute Zeiten, schlechte Zeiten aktuell steht Leverkusen auf der Sonnenseite. Sieben Spieltage lang mischte Krauses Rasselbande die Liga auf, erst am vergangenen Wochenende setzte es in Suhl die erste Niederlage. Für Nationalspielerin Judith Sylvester, mit 26 Jahren Älteste im nur neun Köpfe zählenden Kader, kein Beinbruch: Wir haben nicht gut gespielt. Aber in Suhl haben auch schon andere verloren. Recht hat sie. Auch Meister Ulm landete beim starken Aufsteiger aus Thüringen auf dem Bauch.
Es ist der jugendliche Elan und sicherlich auch ein Stück Unbekümmertheit, das die Rheinländer in diesen Wochen vorantreibt. In Laura Ludwig (17), Lisa Thomsen (18), Nadja Schaus und Sara Goller (beide 19) stehen vier Spielerinnen im Aufgebot, die noch nicht einmal 20 Lenze zählen. Diese Mädels sind sehr frech und hochmotiviert. Die Arbeit mit ihnen und auch den anderen macht großen Spaß, sagt Krause. Die anderen sind Judith Sylvester, Kathy Radzuweit (21), Julia Schlecht (23/alle Nationalspielerinnen), Kerstin Wensing (22) und Judith Flemig (24).
Erstmals seit beinahe fünf Jahren trägt der Vergleich zwischen Leverkusen und Münster wieder den Stempel Spitzenspiel. Gudula Krause freut sich wahnsinnig auf diese Begegnung und zudem auf eine tolle Kulisse. Wir erwarten über 1000 Zuschauer. Damit wäre die Halle brechend voll. Rein sportlich bemüht sich Krause, die hohen Erwartungen zu dämpfen: Münster ist glänzend besetzt, hat auf jeder Position eine echte Alternative und ist deshalb klarer Favorit. Es wäre schön, wenn es meiner Mannschaft gelingen würde, den USC ein bisschen zu ärgern und damit zu einem wirklichen Spitzenspiel beizutragen.
Wilfried Sprenger
| Deutschland - Münstersche Zeitung |
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Donnerstag. 20. November 2003 |
Münster - Fünf Jahre ist
Gudula Krause nun schon in Leverkusen, doch eines ist für die Ex-Münsteranerin
ein Novum: Zum ersten Mal steht sie vor einem Vergleich ihres neuen Klubs mit
dem Ex-Verein mit Bayer in der Bundesligatabelle über dem USC.
Drei Jahre, von 1995 bis 1998,
verbrachte die Nationalspielerin Gudula geborene Staub unter Trainer Axel Büring
am Berg Fidel beim USC, holte zwei DM-Titel (der dritte wurde 1998 dem USC ja
aberkannt), zwei Mal den DVV- und einmal den CEV-Pokal. Nach ihrem Wechsel nach
Leverkusen " damals im Doppelpack mit ihrer Beachpartnerin Uli Schmidt
" ist die ehemalige Klasse-Angreiferin nun schon in der dritten Saison
Trainerin der Farbenstädter. Und erst am letzten Sonntag musste das
Bayer-Ensemble seine erste Niederlage (in Suhl) und damit auch den Verlust der
Tabellenführung hinnehmen.
Doch Krause sieht ihr Team am
Samstag (19.30 Uhr in Leverkusen) gegen die Münsteranerinnen in der Außenseiterrolle.
"Wo wir im Augenblick stehen, ist nicht von Bedeutung, so schön es auch
ist. Wir wollen versuchen, diesmal die Meisterrunde zu erreichen. Das wird
schwer genug werden. Der USC dagegen", so Krauses Prognose, "ist für
mich der Meisterschaftskandidat Nummer eins, noch vor Ulm. Münster ist überragend
besetzt", so die 35-Jährige junge Mutter.
Doch gewiss wird das Bayer-Ensemble den USC vor eine schwierige Aufgabe stellen. Denn auch die Rheinländer verfügen über eine starke erste Sechs, was auch die Siege gegen die Konkurrenz aus Schwerin, Dresden und Vilsbiburg zeigten. Allen voran müssen da zwei weitere Ex-Münsteranerinnen genannt werden: Judith Flemig,
mittlerweile Kapitänin in
Leverkusen, und Judith "Sylle" Sylvester sind die erfahrensten
Akteurinnen, die ihre jungen Mitspielerinnen auch führen sollen. Auf
Zuspielerin Julia Schlecht, sowie Kathy Radzuweit " beide wie Sylvester mit
EM-Bronze dekoriert " trifft das wahrscheinlich weniger zu als auf die
junge Laura Ludwig (17) oder die DVV-Juniorinnen Lisa Thomsen und Nadja Schaus
(beide 18). So stark die erste Leverkusener Sechs auch ist " das Problem
wird beim Blick auf die Ersatzbank deutlich: "Unsere Wechselmöglichkeiten
sind auf Grund unseres kleinen Kaders sehr beschränkt", weiß Krause. Ärgern
will sie ihren alten Coach Axel Büring auf jeden Fall: Die Videos aus Dresden,
wo der USC 0:3 verlor sind unterwegs. Und ein bisschen davon wollen sich die
Leverkusener abschauen.
Lutz Hackmann
| Norddeutschland - Eimsbüttler TV-News |
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Donnerstag. 20. November 2003 |
Eimsbüttel
unterliegt überraschend in Neustadt-Glewe
Mit nur 7 Stammspielern des
13-köpfigen Kaders und Wojtek Lackorzynski aus der Verbandsliga als Unterstützung
reiste der ETV nach Neustadt-Glewe. Es fehlte daher an Wechselmöglichkeiten und
wichtigen Spielern, so dass ein hoher Druck auf den verbliebenen Spielern
lastete. Trotzdem war man zuversichtlich und selbstbewusst aufgelaufen und
entsprechend motiviert.
Der erste Satz verlief jedoch
ganz und gar nicht wie geplant. Zu viele unnötige Eigenfehler bestimmten das
Eimsbütteler Spiel und Neustadt-Glewe ging mit 15:4 in Führung. Dieser Rückstand
konnte trotz leichter Stabilisierung von den Büttels nicht mehr aufgeholt
werden und der Satz ging zu Recht mit 25:15 verloren.
Im zweiten Satz wurde das Spiel
nicht unbedingt ansehnlicher, aber zumindest gelang es den Büttels ihre Fehler
zu verringern und schon am Anfang einen Vorsprung von 5 Punkten zu erspielen.
Danach wurde es zwar wieder enger, aber letztendlich gaben die Spieler des ETV
die Führung nicht mehr aus der Hand und konnten den Satz mit 25:22 für sich
entscheiden.
Mit dem Ziel diese Tendenz
fortzusetzen ging der ETV zuversichtlich in den dritten Satz. Jedoch wurde eine
6:3 Führung durch eine 5-Punkte-Serie der Gastgeber schnell wieder verspielt.
Trainer Frank Manthey wechselte daher den Zuspieler Marcel Meyer ein, der vorige
Woche durch Spielwitz überzeugt hatte. Leider blieb diesem dank der schlechten
Annahme auch nicht mehr übrig, als hohe Pässe über die Außenpositionen zu
spielen, die zwar gelegentlich verwandelt wurden (vor allem von
Diagonalangreifer Martin Scholz), jedoch auch zu oft in Fehlern resultierten. So
blieb Neustadt-Glewe immer ein kleiner Vorsprung, der mit einer weiteren
5-Punkte-Serie beim Spielstand von 15:16 aus Sicht des ETV noch ausgebaut wurde.
Daran - und am Satzverlust mit 21:25 - konnte auch die Einwechslung von Wojtek
Lackorzynski beim Stand von 15:19 für Daniel Rohde auf die Annahme-Außen-Position
nichts ändern.
Etwas genervt aber trotzdem
entschlossen stellte Frank Manthey die beiden Außenangreifer um und ließ
Wojtek Lackorzynski (jetzt auf seiner gewohnten Position) für Martin Scholz im
Spiel. Ein scheinbar gelungener Schachzug, denn der ETV dominierte diesen
vierten Satz. Die Fehler wurde weniger, mehr Angriffe wurden zu Punkten und
nicht zuletzt die Aufschläge brachten den Gästen eine kaum einholbare 7:15
bzw. 21:8 Führung. Der Satz endete mit 25:14 für den ETV und machte Hoffnung
das Spiel doch noch mit einer akzeptablen Leistung beenden zu können.
Im fünften Satz jedoch traten
wieder zu viele Eigenfehler auf, sodass die Gastgeber beim Seitenwechsel mit 8:6
vorne lagen. Scheinbar machtlos gelang dem ETV nach dem Seitenwechsel nur noch
ein Punkt zum 7:10. Danach klappte nichts mehr und der ETV wurde von den Gästen
und ihren Fans zu Boden gebracht.
Die Niederlage war wegen einer
schwachen Leistung verdient und zwingt den ETV seine Saisonziele noch einmal zu
überdenken bzw. neu zu definieren.
Daniel Rohde
| Deutschland - VfB Friedrichshafen-News |
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Donnerstag. 20. November 2003 |
Schwaben-Derby verspricht Spannung
FRIEDRICHSHAFEN (gus) - Die Zeiten, in denen sich der SV Fellbach mit dem VfB Friedrichshafen packende Bundesliga-Duelle geliefert hat, sind vorbei. In der zweiten Liga sind die Fellbacher jedoch immer für ein spannendes Spiel gut. Am Samstag, 22. November, treten sie um 19 Uhr bei den Volley YoungStars in der Bodensee-Sporthalle an.
Ursprünglich war vorgesehen, dass das Team von Söhnke Hinz sein Match zur Kaffeezeit austrägt. Aber als feststand, dass die erste Mannschaft am kommenden Wochenende spielfrei ist - die Partie gegen den SV Bayer Wuppertal ist auf den 3. Dezember und in die ARENA verlegt worden - konnten die YoungStars sich die „Prime Time“ am Abend sichern. Beste Voraussetzungen, um möglichst viele Zuschauer in die Bodensee-Sporthalle zu locken. An dieser Spielstätte wird es das letzte Ligaspiel sein, denn die YoungStars wechseln ab dem nächsten Heimspiel (13. Dezember gegen Dachau) auch in die ARENA.
Die Partie gegen Fellbach verspricht einiges an Spannung. Die Häfler können erstmals seit Wochen wieder in Bestbesetzung auflaufen, nachdem Aljoscha Grabowski wieder fit ist und Patrick Steuerwald und Max Günthör nach ihrem Bundesliga-Ausflug auch wieder an Bord sind. Lediglich der Langzeit-Verletzte Tino Kirchner muss noch pausieren. Beim Testspiel in der vergangenen Woche gegen Saulgau hat er zwei Sätze gespielt, aber für die Liga will Söhnke Hinz ihn noch schonen. Zu den guten personellen Voraussetzungen gesellen sich in dieser Woche die optimalen Trainingsbedingungen. Stelian Moculescu ist mit seinen Mannen in Italien und so haben die YoungStars die gesamte Halle zur Verfügung.
Beste Voraussetzungen, aber dennoch verhaltener Optimismus bei Trainer Söhnke Hinz: „Ich denke, es wird sehr, sehr schwer gegen Fellbach“, so seine Prognose.
Der von Karlo Striegel trainierte SV Fellbach hat in dieser Saison noch keine Konstanz gezeigt, sich allerdings in den vergangenen Wochen stabilisiert. Beachtenswert das Ergebnis vom vergangenen Wochenende, als Fellbach gegen Rüsselsheim mit 0:2 nach Sätzen und 10:15 im dritten Durchgang zurücklag und das Ding doch noch drehte. Die YoungStars haben in dieser Saison ebenfalls schon schlechte Erfahrungen mit den Fellbachern gemacht, als sie im VLW-Pokal im Endspiel 1:3 unterlagen.
Am Samstag (19 Uhr) wird sich
zeigen, ob den Häflern die Revanche gelingt.
| Deutschland - SSV Ulm-News |
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Donnerstag. 20. November 2003 |
Der Sprung an die Tabellenspitze gelang dem SSV Ulm Aliud Pharma am vergangenen Sonntag gegen den Schweriner SC in der heimischen Kuhberg-Halle. In einem Spiel, das mehr als die 1300 gekommenen Zuschauer verdient gehabt hätte, gewannen die Schützlinge von Coach Mathias Eichinger deutlich mit 3:0-Sätzen (25:22, 25:20, 25:21). Durch die zeitgleiche Niederlage von Leverkusen in Suhl zog der SSV bei Punktgleichheit aufgrund des besseren Satzverhältnisses am bisher ungeschlagenen Tabellenführer vorbei.
Zu Beginn der Begegnung setzte Eichinger wie schon gegen Erfurt auf die Variante mit drei Mittelblockern. Nathalie Dambendzet besetzte die Diagonalposition, Verena Veh und Norisha Campbell spielten wie gewohnt in der Mitte. Komplettiert wurde die Startaufstellung von Alice Blom und Saara Loikkanen auf den Außenpositionen, Tanja Hart im Zuspiel sowie Elke Wijnhoven als Libero.
Schon im ersten Satz zeigten die SSV-Damen, dass die Sorgen um fehlende Frische aufgrund des Mammutprogramms in der vergangenen Woche umsonst waren. Elanvoll und variabel wie noch nie zuvor in dieser Saison ergoss sich ein wahrer Angriffswirbel über die Schwerinerinnen. Gegenüber den letzten Spielen stark verbessert in Annahme und Aufschlag legte der SSV damit den Grundstein für viele Angriffsvarianten und solides Block-, Abwehrspiel. Sehr erfreulich war die erneut verbesserte Abstimmung im Schnellangriffsbereich und die Tatsache, dass Saara Loikkanen trotz ihrer körperlichen Blessuren vom Schweriner Block nicht zu halten war. Logische Konsequenz dieser Überlegenheit in eigentlich allen Spielelementen war eine schnelle Führung (8:4), die nach und nach ausgebaut werden konnte (15:9, 20:13). Einziger Kritikpunkt war die dann auftretende Nachlässigkeit, die sich in einigen unnötigen Eigenfehlern zeigte und die es dem Schweriner SC erlaubte, etwas Ergebniskosmetik zu betreiben. Über 22:17 konnte der SSC nochmals auf 24:22 verkürzen, bevor Anika Schulz mit einem Aufschlagfehler den Satz mit 25:22 zu Gunsten des SSV beendete.
Im zweiten Durchgang dasselbe Spiel. Wieder drückte sich die hohe Überlegenheit der SSV-Spielerinnen in einer schnellen Führung aus. Einem 6:1 folgte ein 13:4 und im weiteren Verlauf ein 20:12. Beim 24:16 zeigten sich die SSV-Damen erneut gönnerhaft und ließen Schwerin auf 24:20 heran kommen, bevor wieder ein Fehlaufschlag der Gäste den Satz zum 25:20 beendete. Trainer Mathias Eichinger nutzte die Überlegenheit seines Teams, um wieder einmal verschiedene taktische Varianten einzustudieren. Bettina Stumpf, Steffi Lehmann und Sabrina Roß kamen zu mehr oder weniger langen Einsätzen und egal wer sich auf dem Feld tummelte, als Zuschauer hatte man nie das Gefühl, dass etwas schief gehen könnte.
Im dritten Satz zu Beginn dann doch ein kleiner Bruch im Ulmer Spiel. Schwerin konnte mit 4:1 in Führung gehen und aufgrund vorübergehend nachlassender Annahmequalität und wiederum leichten Angriffsfehlern konnten der SSC diese Führung bis zum 14:10 auch behaupten. Dann aber besann sich der amtierende Meister auf seine Qualitäten und über 15:15 ging die Heimmannschaft mit 18:15 in Führung. Ausschlaggebend in dieser Phase waren Steffi Lehmann und die starken Aufschläge von Alice Blom, die insgesamt sechs Asse für sich verbuchen konnte und mit ihrem druckvollen Service für heilloses Durcheinander im Schweriner Feld sorgte. Ausdruck dieser starken Vorstellung war auch der Leferink-Klassiker „Und der Hammer der geht so...“, der ein ums andere Mal aufgelegt werden durfte angesichts dieser starken Vostellung. Diesen Vorteil ließ sich der SSV nicht mehr aus der Hand nehmen und so endete der Satz mit 25:21, das Spiel mit 3:0 unerwartet klar für Ulm.
Herauszuheben aus einer sehr starken Mannschaft waren Norisha Campbell und Saara Loikkanen die im Angriff eine fast tadellose Leistung zeigten und Tanja Hart, die aus einer guten Annahme heraus den Gegner nahezu schwindlig spielte.
Mathias Eichinger wäre aber
nicht er selbst, wenn er nach einem kurzen Lob ans Team nicht sofort
festgestellt hätte, dass „diese Leistung zwar gut war, aber einige
Spielerinnen noch über Reserven verfügen und damit die Mannschaft selbst auch
noch deutlich stärker spielen kann. Auch die Siegermentalität muss in der
Mannschaft noch deutlicher gezeigt werden“. Zeigen kann seine Mannschaft dies
am nächsten Samstag, wenn der SSV Aliud Pharma zum Gipfeltreffen nach Dresden
reisen darf (1. gegen 3.).
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel