News

Samstag, 22. November 2003 

Jahn: Die siebte Niederlage
World Cup: Brasilien gewinnt 4:0 über Tunesien
Olympische Vor-Qualifikation: Ukraine im Halbfinale
Senioren: PSV Eutin ist Landesmeister
VC lädt zum Sachsen-Duell
Obernkirchen will das Abstiegsgespenst vertreiben
World Cup: Italien ohne Mühe gegen Frankreich
Olympische Vor-Qualifikation: Ungarn souverän!
Ulm: Neue Zuspielerin steht bereit
Rüsselsheim: Ist Pokal-Aus abgehakt?
Friedrichshafen schlägt Parma
Not macht erfinderisch
Sieg gegen Berlin würde gut tun
USC will nachfassen
Vavrova: Vorbereitung mit Palatschinken-Party
Moers: Die Personalnot ist riesengroß
Was wollt Ihr denn? Mendig ärgern
Dömeland: Noch einmal einen großen Titel
SSC ohne Tina Gollan gegen Aufsteiger Erfurt
VC: Unberechenbare "Cowboys" zu Gast
Evivo fordert das beste Team heraus
Trainer Schlesinger ist sauer auf Bottrop

November 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Norddeutschland - Harburger Rundschau

Samstag. 22. November 2003

Jahn: Die siebte Niederlage

Wilhelmsburg - Die Volleyball-Frauen des SV Wilhelmsburg warten seit sieben Spieltagen auf ein Erfolgserlebnis in der Regionalliga Nord. "Man freut sich schon über Kleinigkeiten", sagte Mittelblockerin Doris Dettmann nach dem 0:3 (17:25, 21:25, 17:25) gegen den Tabellendritten TuS Holtenau aus Kiel. Sie und Positionskollegin Kristina Thiele konnten häufig Angriffsversuche des Gegners abblocken. "Wir brauchen dann aber zu viele Versuche, um den Punkt zu machen", so Doris Dettmann. Da sei der Gegner einfach effektiver. Auch Diagonalangreiferin Ira Haymann bot eine überzeugende Vorstellung.

Auf Außen allerdings fehlten die beiden stärksten Wilhelmsburgerinnen. Tanja Wilhelm konnte beruflich nicht, Nicole Winkelmann musste erneut das Zuspiel übernehmen. Drei Wochen Pause hat das Team jetzt, in der Coach Frank Levermann intensiv mit den gelernten Spielmacherinnen Sabine Kleist und Meike Eggers arbeiten wird.

masch

 

Deutschland - www.volleyball.de 

Samstag. 22. November 2003

World Cup: Brasilien gewinnt 4:0 über Tunesien

Einflussreiche Fans in den Reihen des Weltverbandes (FIVB) hat offenbar Weltmeister Brasilien. Beim World Cup der Männer nämlich vermeldete die FIVB auf der Website vom Spiel der Südamerikaner gegen Tunesien ein 4:0 (17, 16, 11, 23). Erstaunlich dabei: Für die angeblich vier Sätze - einer mehr als nötig - sollen die Brasilianer nur gut eine Stunde benötigt haben.

Brasiliens Fürsprecher allerdings hatten wohl nur Einfluss auf die Ergebnisseite. Denn sowohl im Spielbericht als auch im entscheidenden Ranking wurde die Begegnung mit 3:0 (17, 16, 11) gewertet.

cku

 

Deutschland - www.volleyball.de 

Samstag. 22. November 2003

Olympische Vor-Qualifikation: Ukraine im Halbfinale

Auch im zweiten Spiel bei der olympischen Vor-Qualifikation der Männer in Kuopio (Finnland) behielt die Ukraine eine weiße Weste und gewann mit 3:1 (-21, 17, 19, 23) über Kroatien. Mit zwei Siegen steht die Ukraine damit im Halbfinale des Turniers. Im der anderen Gruppe setzte sich sich Ungarn mit 3:0 (13, 16, 20) problemlos gegen Estland durch.

Damit stehen in dieser Gruppe Gastgeber Finnland und Ungarn - beide mit je einem Sieg - im Halbfinale. Welches Team allerdings als Erster oder Zweiter in die Runde der besten Vier einzieht, entscheidet sich erst heute in der abschließenden Partie.

Der Gruppensieger trifft dann auf den Sieger der ebenfalls heute stattfindenden Begegnung zwischen den bisher sieglosen Teams aus Kroatien und Slowenien. Der Zweitplatzierte spielt gegen die Ukraine. Der Sieger des Turniers in Kuopio nimmt vom 5. bis 10. Januar in Leipzig am europäischen Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2004 teil.

cku

 

Deutschland - www.volleyballer.de 

Samstag. 22. November 2003

Senioren: PSV Eutin ist Landesmeister

Die Mannschaft des PSV Eutin hat am 16.11.2003 bei den Volleyball - Landesmeisterschaften der Senioren I - Jahrgang 67 und älter - den Titel des Landesmeisters des SHVV gewonnen. Dabei standen neben den Ehemaligen aus der letzten Regionalliga - Saison auch aktuelle Spieler der PSV Herren Landesliga - Mannschaft auf dem Parkett.

Angetreten sind 6 Mannschaften aus Schleswig-Holstein, die in 3er Gruppen ihre Besten ermittelt haben. In ihrer Gruppe trafen die Eutiner im 1. Spiel auf die Mannschaft des MTV Heide. Angesichts der frühen Tageszeit tastete man sich bis zum 10:10 vorsichtig ab, bis der PSV schließlich langsam aufdrehte und dieses Spiel in den Sätzen zu 15 und zu 12 dann noch deutlich für sich entschied. Im zweiten Spiel dieser Gruppe wurde dann recht deutlich dem Oldenburger SV mit 2:0 Sätzen ( 25:12; 25:5 ) gezeigt, dass der PSV, da er in dieser Konstellation bisher nie gespielt hat, seinen Spielrhythmus gefunden hat.

Im Halbfinale gegen den TSV Kronshagen, eine noch aktive Mannschaft der Landesliga, ließ der PSV nichts anbrennen und beendete den 1. Satz mit 14 Gegenpunkten. Ein Durchhänger im 2. Durchlauf ermöglichte den Kronshagenern mit 8:3 in Führung zu gehen, doch die Eutiner wussten sich zu behelfen und brachten den 2.Satz mit gelungenen Block - und Abwehraktionen mit 25:19 über die Runden.

Mit dem MTV Wilster stand der aktuelle Tabellenführer der Volleyball Verbandsliga Schleswig Holstein als Gegner im Finale den Eutinern gegenüber. Mit variablen Aufschlägen und gelungenen Blockaktionen wurde dem MTV Wilster sehr deutlich aufgezeigt, wieviel Spielfreude der PSV an diesem Tage entwickelte. Die Satzergebnisse 25:19 und 25:17 belegen, dass die Eutiner in allen Belangen deutlich überlegen waren und damit die Meisterschaft souverän ohne Satzverlust nach Eutin geholt hatten.

Landesmeister für den PSV Eutin wurden Arne Friedrichsen, Kai Ketelsen, Georg Eggers, Dirk Schmieden, Kai Neumann; sowie vorn: Eric Wagner, Thomas Stabenow und Olaf Benühr.

Thomas Stabenow

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Samstag. 22. November 2003

VC lädt zum Sachsen-Duell

Zweitligist will gegen Chemnitz Signale setzen

Die Volleyball-Talente des VC Olympia Dresden haben wieder einmal ein volles Wochenend-Programm vor sich. Morgen empfangen sie um 14 Uhr in der Halle an der Bodenbacher Straße den Chemnitzer PSV zum Sachsenderby in der 2. Bundesliga. Am Sonntag reisen die Elbestädterinnen dann zum Tabellenelften nach Bad Soden. 

Bis auf Stephanie Kestner kann Trainer Klaus Kaiser seine Bestbesetzung aufbieten. Dabei hofft der Coach, dass seine Mannschaft morgen gegen Chemnitz mit einem Sieg das Signal für das anschließende Spitzenspiel zwischen den DSC-Damen und dem SSV Ulm geben kann. „Wir haben bisher in der Sporthalle Bodenbacher Straße immer gute Leistungen abgeliefert. Das soll auch diesmal so sein“, so Kaiser. „Der PSV hat sich mit einigen ausgebufften Beacherinnen verstärkt und gegenüber der letzten Saison deutlich zugelegt. Das wird für uns kein Spaziergang.“ Weil Klaus Kaiser am Sonntag aus familiären Gründen nicht nach Bad Soden mitfährt, wird DSC-Co-Trainerin Barbara Makowska das Coaching der Mannschaft übernehmen. 

Sascha König

 

Deutschland - Schaumburger Zeitung 

Samstag. 22. November 2003

Obernkirchen will das Abstiegsgespenst vertreiben

MTV-Damen mit Heimspielen gegen CVJM Hamburg und Köpenicker SC

Volleyball (seb). Vor einem richtungsweisenden Doppelspieltag stehen die Volleyballerinnen des MTV Obernkirchen in der 2. Bundesliga. Die Bakarec-Schützlinge empfangen heute Abend um 18 Uhr den Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt CVJM Hamburg. Am Sonntag um 16 Uhr treffen die MTV-Damen in der Obernkirchener Kreissporthalle auf den Aufsteiger Köpenicker SC.

Wohin geht die Reise des MTV Obernkirchen? Mit zwei Heimsiegen können die Bergstädterinnen in der Tabelle einen guten Sprung nach vorne machen und sich erstmal Luft im Kampf gegen den Abstieg verschaffen. Sollte es Niederlagen hageln, würde die Bakarec-Sechs ganz dick im Abstiegssumpf feststecken.

Die Gäste aus Hamburg mussten vor der Saison mit Johanna Berg und Margarethe Kozuch die beiden besten Spielerinnen an den Rivalen TV Fischbek Hamburg abgeben. Außerdem haben drei weitere Spielerinnen den Verein mit unbekanntem Ziel verlassen. Trainer Helmut von Soosten baut gerade eine neue Mannschaft auf. Der Köpenicker SC ist ein echtes „Kükenteam“. Simone Küstner ist mit 22 Jahren die älteste Akteurin der Berlinerinnen. Der Rest ist gerade einmal 16 Jahre jung. Unbekümmert geht der Aufsteiger an die Aufgaben heran und hat keine Angst vor großen Namen. Allerdings fehlt manchmal die nötige Cleverness.

Gegen beide Mannschaften wurde in dieser Saison schon gespielt. CVJM Hamburg wurde locker mit 3:0 besiegt und gegen die Gäste aus Berlin gab es eine 0:3-Schlappe. Allerdings fehlte gegen die Hauptstädterinnen mit Gabriele Helms und Melanie Albers der komplette Angriff.

Auch in dieser Woche plagen MTV-Trainer Sinanec Bakarec Aufstellungssorgen. Melanie Albers muss am Sonnabend Dienst schieben und es ist sehr fraglich, ob es die Hauptangreiferin bis Spielbeginn schafft. Am Sonntag ist sie aber auf jeden Fall mit von der Partie. Definitiv ausfallen wird die grippekranke Heike Kirchhoff.

Aber auch gegen Münster fehlten beide Spielerinnen und die MTV-Damen zeigten eine grandiose Vorstellung. Jetzt heißt es für Obernkirchen, an die Leistung der Vorwoche anzuknüpfen. Sollte das gelingen, kann der MTV optimistisch in diese zwei wichtigen Begegnungen gehen. Trainer Bakarec ließ im Training viel Aufschlag und Annahme üben.

Eine positive Nachricht gibt es aber aus dem MTV-Lager zu berichten. Trainer Laurenz Weiner ist auf dem Weg der Besserung und der Erfolgscoach hofft, wenn die Ärzte grünes Licht geben, dass er schon im Dezember wieder auf der MTV-Bank Platz nehmen kann.

 

Deutschland - DVV-News 

Samstag. 22. November 2003

World Cup: Italien ohne Mühe gegen Frankreich

Brasilien und Serbien & Montenegro weiter ohne Niederlage!

Der fünfte Spieltag des World Cup 2003 in Japan, der ersten Olympia-Qualifikation bei den Männern, stand ganz im Zeichen der Neuauflage des EM-Finals zwischen Italien und Frankreich. Doch anders als am 14. September in Berlin, als die Italiener erst nach fünf hart umkämpften Sätzen die Arme hochrissen, verlief das Spiel am heutigen 21. November. Die Italiener siegten locker mit 3:0 (25-22, 26-24, 25-20) und bauten ihre Bilanz auf 4:1-Siege aus. Frankreich dürfte mit der dritten Niederlage im fünften Spiel bereits aussichtslos ins Hintertreffen um die drei zu vergebenen Olympia-Tickets geraten sein.

Zumal sich Weltmeister Brasilien beim 3:0 über Tunesien sowie Olympiasieger Serbien & Montenegro beim 3:1 gegen Gastgeber Japan keine Blöße gaben und weiterhin ohne Spielverlust das Zwölfer-Teilnehmerfeld anführen.
Als weiterer ernsthafter Kandidat auf eines der drei Tickets ist die USA. Die Amerikaner bezwangen Ägypten mit 3:1 und sind punktgleich mit Italien auf Platz 4. In den weiteren Spielen des Tages bezwang Kanada – China mit 3:2 und Korea – Venezuela mit 3:1.

 

Deutschland - DVV-News 

Samstag. 22. November 2003

Olympische Vor-Qualifikation: Ungarn souverän!

Ukraine, Finnland und Ungarn für das Halbfinale qualifiziert

Die Ukraine hat sich als erste Mannschaft für das Halbfinale beim olympischen Vor-Qualifikationsturnier in Kuopio/Finnland qualifiziert. Die Ukrainer siegten auch in ihrem zweiten Vorrundenspiel, dieses Mal mit 3:1 gegen Kroatien, nachdem sie tags zuvor Slowenien mit dem gleichen Ergebnis bezwungen hatten.

In der anderen Gruppe trumpfte Geheimfavorit Ungarn groß auf und bezwang Estland leicht und locker mit 3:0. Durch diesen Sieg sind sowohl die Magyaren als auch die gastgebenden Finnen ebenfalls bereits für das Halbfinale qualifiziert. Die beiden Teams treffen heute aufeinander, ebenso wie Slowenien und Kroatien, die den vierten Semifinal-Teilnehmer ermitteln.

In Finnland qualifiziert sich der Turniersieger für das europäische Olympia-Qualifikationsturnier vom 5.-10. Januar 2004 in Leipzig, bei dem u.a. die DVV-Auswahl um das dort zu vergebene eine Athen-Ticket spielt.

 

Deutschland - Südwest Presse 

Samstag. 22. November 2003

Ulm: Neue Zuspielerin steht bereit

Der Volleyballmeister SSV Ulm Aliud Pharma hat die 17-jährige Zuspielerin Petra Kosnic verpflichtet. Vielleicht nimmt Mathias Eichinger sie schon am morgigen Samstag nach Dresden (17 Uhr) mit. Denn Tanja Hart musste in dieser Woche verletzt pausieren.

Dass der eine Meistertrainer jetzt eine neue Zuspielerin bekommt, ist einem anderen Meistertrainer zu verdanken: Vor Monaten hatte der Coach des Volleyballmeisters der Männer, Mirko Culic vom SCC Berlin, sich an Mathias Eichinger vom Frauenmeister SSV Ulm Aliud Pharma gewandt, ob er nicht eine talentierte Zuspielerin aus Serbien-Montenegro bräuchte. "Wir sind komplett", lehnte Eichinger damals ab, versprach jedoch, Kontakte zu anderen Vereinen herzustellen.

Einige Monate später ist die 17-jährige Petra Kosnic verpflichtet - beim Bundesligisten in Ulm. Der SSV reagierte damit auf den monatelangen Ausfall der zweiten Zuspielerin Beate Lander: Es ist immer noch nicht entschieden, ob der Neuzugang aus Sinsheim nun am Knie operiert wird oder nicht. Eichinger glaubt jedenfalls nicht mehr daran, dass Lander noch in dieser Saison richtig zum Einsatz kommt.

Jetzt kommt noch ein weit größeres Problem hinzu: Top-Zuspielerin Tanja Hart ist angeschlagen. Sie klagt über Schmerzen im rechten Knie und im Rücken. Diese Woche musste die Nationalspielerin sogar zwei Tage mit dem Training aussetzen. Vor zehn Jahren wurde Hart an diesem Knie operiert, seither hatte sie keine Probleme mehr - bis jetzt. "Tanja können wir im Moment nicht hundertprozentig ersetzen", betont Eichinger. Gerade in dieser Zeit: In neun Tagen steht das erste Pokalspiel gegen den VfB Suhl an, bei dem Ulm sich die bislang einzige Niederlage dieser Saison eingefangen hat. Wiederum eineinhalb Wochen später reist der SSV zum Europapokal auf die portugiesische Blumeninsel Madeira. Wenn alles Hoffen nichts hilft, steht jetzt mit Petra Kosnic wenigstens eine Spielerin bereit, die diese Position überhaupt besetzen kann.

Am Samstag freilich will Tanja Hart beim Dresdner SC auflaufen. Doch zur Sicherheit nimmt Eichinger wahrscheinlich Petra Kosnic mit. Vergehen Harts Schmerzen, wird der 17-jährige Neuzugang, der das letzte Jahr in Ravenna (Italien) und davor in Belgrad (Serbien-Montenegro) gespielt hat, in jedem Fall die zweite Mannschaft und das Jugendteam verstärken. Damit es keine Probleme mit dem Ausländerrecht gibt, stellt Eichinger selbst Petra Kosnic als Aupair in seinem Haushalt an.

Sicher muss Eichinger beim Spiel gegen den Tabellendritten auf Norisha Campbell verzichten. Die Mittelblockerin fällt für mindestens zehn Tage krank aus. Jetzt müssen Verena Veh und Nathalie Dambendzet allein im Block gegen das junge Team des ehemaligen Ulmer Trainers Arnd Ludwig bestehen. Motiviert sind die Dresdnerinnen in jedem Fall: Denn in der letzten Saison haben sie drei der vier verlorenen Partien nur mit 2:3 abgegeben.

T. Zander

 

Deutschland - Rüsselsheimer Echo 

Samstag. 22. November 2003

Rüsselsheim: Ist Pokal-Aus abgehakt?

Zweitliga-Männer der TG Rüsselsheim zielen gegen Schlusslicht TSV Friedberg auf achten Saisonsieg in Folge

Thilo von Hagen ist zuversichtlich. Die ebenso unnötige wie ärgerliche 2:3-Niederlage am vergangenen Sonntag im Pokal-Qualifikationsspiel beim SV Fellbach, wegen der die TG den Einzug in die erste DVV-Runde und einen Heimspielknüller gegen Erstligist Markranstädt verpasst hat, werde sich nicht negativ auf das bevorstehende Rundenspiel gegen den TSV Friedberg auswirken. Der Zuspieler von Zweitligist Rüsselsheim rechnet fest damit, die Heimstärke und die Serie von sieben Saisonsiegen in Folge werde am Samstag (ab 20 Uhr) in der Gustav-Heinemann-Halle halten. Zumal Friedberg das Schlusslicht der Klasse bildet und als krasser Außenseiter anreist.

Den großen Vorteil seiner Mannschaft sieht von Hagen darin, dass anders als gegen Fellbach Annahmespezialist und Außenangreifer Andreas Baboulidis wieder dabei ist: „Er ist der momentan wichtigste Spieler bei uns. Er ist in der Annahme eine Bank und macht vorne die Punkte.“ Allerdings schränkt der 31-jährige TG-Zuspieler ein: „Wir hätten auch ohne Andy mit 3:0 in Fellbach gewinnen müssen.“ Schließlich hatte seine Mannschaft bereits mit 2:0 Sätzen und 16:10 im dritten Durchgang geführt. Doch dann haperte es plötzlich in der Annahme, der Block wurde schwächer, und gegen den nun stark aufschlagenden Ligakonkurrenten gerieten die TG-Männer auf die Verliererstraße.

 „Das waren so viele Wochenenden, die drauf gegangen sind für den Pokal. Das ist dann schon sehr ärgerlich, wenn man kurz vor dem Ziel so dumm verliert“, bedauert von Hagen, „dann lieber mit 0:3 verlieren“. Doch er kann der Niederlage auch etwas Positives abgewinnen: „Jetzt können wir uns ganz auf die Runde konzentrieren.“ Und in der läuft es mehr als gut. „Wir spielen eine so unglaubliche Saison bisher. Da sollten wir uns nicht zurückwerfen lassen“, findet von Hagen.

Auch wenn sich seine Mannschaft in den vergangenen Jahren mit Friedberg eher schwer getan hat und der TSV nicht unterschätzt werden dürfe, rechnet er doch nicht ernsthaft mit der Gefahr einer Niederlage am Samstag: „Der Libero von Friedberg ist nach Lohhof gegangen. Da dürften sie Annahmeprobleme haben.“ Beim Tabellenführer kämpfen zwar einige Spieler mit Erkältungs- und Grippebeschwerden. Thilo von Hagen geht aber davon aus, dass morgen alle an Bord sind – und mit dem achten Saisonsieg in Folge die Spitze verteidigen werden.

Während die TG-Männer am letzten November-Wochenende spielfrei sind, weil sie den Einzug in den DVV-Pokal verpasst haben, steht ihnen der nächste Rundeneinsatz nach dem Friedberg-Spiel bei Internat Frankfurt bevor. Die Partie wurde allerdings vom 6. auf den 10. Dezember verlegt, findet also nicht samstags, sondern mittwochs statt.

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Samstag. 22. November 2003

Friedrichshafen schlägt italienischen Erstligisten Parma

Sicher, es war nur ein Freunschaftsspiel. Ein Fingerzeig, was in der Mannschaft des VfB Friedrichshafen steckt, ist es dennoch. Am Mittwoch gewann das Team von Trainer Stelian Moculescu mit 3:2 (20, -25, -21, 25, 12) in Italien gegen den Erstligisten Unimade Parma.

In dessen Reihen steht mit Norbert Walter (Foto) ein deutscher Nationalspieler sowie ehemaliger VfB-Akteur und Moculescu-Schüler. Im Sommer war der 2,08 Meter lange Mittelblocker vom Bodensee zu Parma in die A Uno gewechselt.

cku

 

Deutschland - Berliner Zeitung 

Samstag. 22. November 2003

Not macht erfinderisch

Erstligist BBVC 68 und Zweitligist VC Olympia kooperieren - beide Seiten profitieren

Die Kooperation hat sich angeboten. Markus Weber, Trainer des Frauen-Bundesligisten Berlin-Brandenburger VC 68 (BBVC 68), war in der unangenehmen Lage, nur acht Spielerinnen im Kader zu haben. Jens Tietböhl dagegen trainiert den Volleyball-Zweitligisten VC Olympia, der fast identisch mit dem Juniorinnen-Nationalteam ist, also über viele Talente verfügt. Da sich die Trainer seit Jahren kennen und die Teams einmal wöchentlich gemeinsam trainieren, entschlossen sich die beiden zu einer noch engeren Zusammenarbeit.

Das Ergebnis: Mit Marlit Fischer und Charlene Spieß können die stärksten Talente von Zweitliga-Spitzenreiter Olympia per Zweitspielrecht beim BBVC 68 eingesetzt werden, auch beim heutigen Kellerderby gegen den USC Braunschweig (19 Uhr, Sportforum). Zeitgleich treten in der Männer-Bundesliga die Volley Dogs gegen den VV Leipzig an (Sporthalle am Weiher). Morgen trifft der SC Charlottenburg im Spitzenspiel auf Düren (15 Uhr, Sömmeringhalle).

Ungewöhnlich ist allemal, dass zwei 17-Jährige in einer Bundesliga-Mannschaft zum Stamm gehören. Aber Not macht erfinderisch und die Hoffnung auf Verstärkungen hat Weber aufgegeben: "Alle, die Volleyball spielen können, stehen unter Vertrag. Da müsste man viel Glück haben." Darauf oder die Aussagen des Vereins, man sei auf der Suche, verlässt er sich nicht, sondern versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Beim ersten Sieg vergangenes Wochenende in Erfurt spielte Fischer durch.

So haben beide Teams etwas von der Kooperation, allerdings stellt VCO-Coach Tietböhl fest: "Wir profitieren am meisten." Für die Spielerinnen sei es "wie ein Sechser im Lotto", schon in diesem Alter Bundesliga-Erfahrung sammeln zu können. Neben der angespannten Personalsituation des BBVC 68 spielt auch die Liga-Aufstockung auf zwölf Klubs eine Rolle: "Das Niveau bei den unteren Teams ist gesunken. Letzte Saison wäre es kaum möglich gewesen, mit 17 Jahren in der Bundesliga zu spielen."

Die größere Belastung hat Mittelblockerin Fischer vergangenes Wochenende gespürt. Freitag und Sonntag spielte sie mit dem BBVC 68 in Augsburg und in Erfurt und zog zwischendurch noch das VCO-Trikot über, wurde aber nicht eingesetzt. Denn auf eines legen beide Trainer großen Wert: Die Talente sollen aufgebaut, nicht verheizt werden. "Wir sprechen uns ab, wann sie zum Einsatz kommen. Das letzte Wort hat Jens", sagt Weber.

Sebastian Schlichting

 

Deutschland - Aachener Nachrichten 

Samstag. 22. November 2003

Sieg gegen Berlin würde gut tun

Düren (an-o) - "Es wäre ganz gut, wenn wir auch mal gegen eine solche Mannschaft gewinnen", sagt Malte Holschen vom Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren vor dem Gastspiel beim Tabellenführer SCC Berlin. "Sonst sagen alle: Die gewinnen nur gegen so Daddelmannschafen."

"Daddelmannschaft" soll die nicht ganz ernst gemeinte Bezeichnung für Teams sein, die man am Ende der Saison im Tabellenkeller erwartet. Von denen hat Düren zum Saisonbeginn fünf relativ glatt geschlagen. Mit "solche Mannschaft" meint Holschen Teams wie Pokalsieger VfB Friedrichshafen, gegen den es am vergangenen Wochenende die erste Saisonniederlage gab, oder eben der Meister SCC Berlin. Dass die Trauben am Sonntag um 15.30 Uhr an der Spree hoch hängen, weiß auch der Dürener: "Das ist sicherlich momentan die beste deutsche Mannschaft", so der Blondschopf. "Aber wir können auch besser als am vergangenen Wochenende."

Einen vermeintlichen Schwachpunkt beim Meister hat der Zwei-Meter-Mann schon ausgemacht: Eugen Bakumovski. "Bei der Europameisterschaft hat man gesehen, dass er vor allem mit Flatteraufschlägen seine Probleme hat." Denn die Gegner der Deutschen haben ihn, und nicht den sichern Dürener Abwehrchef Till Lieber mit ihren Aufschlägen gesucht. Und das könnte auch der Ansatz für Düren sein. "Naja. Schwachpunkt", relativiert Malte Holschen. "Berlin ist die Mannschaft mit der besten Abwehr. Die graben richtig spektakuläre Dinger noch aus."

Apropos Daddelmannschaften: Evivo ist neben Mendig die einzige Mannschaft, die sich in dieser Saison noch nicht gegen angebliche Underdogs blamiert hat. Ein erheblicher Fortschritt im Vergleich zu den Vorjahren. Bisher.
Übrigens: Malte Holschen kann momentan nicht so, wie er will. Der 22-Jährige Mittelblocker geht am Stock, oder besser gesagt auf Krücken. Mit einer Athroskopie ist der Meniskus in seinem Knie geglättet worden. "Ich denke, dass ich im Januar wieder dabei bin."

Guido Jansen

 

Deutschland - Braunschweiger Zeitung 

Samstag. 22. November 2003

USC will nachfassen

Mit dem Sieg gegen Ausgsburg im Rücken geht's nach Berlin

Durchatmen, konzentrieren und weitermachen: Die Erstliga-volleyballerinnen des USC haben den ersten Saisonsieg genossen und gefeiert, aber sie bleiben vor dem Auswärtsspiel am Sonnabend beim Berliner BVC 68 realistisch.

"Uns ist allen bewusst, dass die gegen Augsburg gezeigte Leistung nicht reicht, um in Berlin zu gewinnen", sagt Trainer Timo Schröder. aber zumindest haben seine Schützlinge erfahren, dass sie gewinnen können, dass sie mitmischen können im unteren Tabellendrittel. Dieses neue Selbstbewusstsein sollen die Berlinerinnen möglichst zu spüren bekommen.

Die Einstimmung auf den Sonnabend-Gastgeber erfolgt diesmal per Video. Einige Bänder liegen dem USC vor und werden ausgewertet. "Berlin ist aufgrund der größeren Erfahrung in der 1. Liga organisierter und zugkräftiger als wir", schätzt Schröder. "Das Team ist besser als in der letzten Saison, lässt fast die gesamte Zeit die Stammsechs auf dem Feld."

Berlin hat aber auch eine Reihe von Schwächen, sonst würde es nicht punktgleich mit Braunschweig im Tabellenkeller zittern, etwa die Annahme. Mit der richtigen Aufschlagtaktik lässt sich so im gegnerischen Feld jede Menge Unruhe säen. Ausbaden muss das in der Regel die Zuspielerin, die dann dem ersten Ball hinterher hetzt.

Der zweite Punkt, den der USC effektiver gestalten will, ist der Angriff. "Wenn möglich wollen wir über die Mitte spielen", kündigt Schröder an. Da ist jeder Gegner verletzlich. Das setzt allerdings eine gute, konstante Annahme voraus – viel Arbeit für Libera Alessandra Macêdo-Vianna und ihre Nebenleute.

Noch unklar ist, wie sich ein Personaldetail auswirkt. Der Trainer der Berlinerinnen heißt Markus Weber, eben jener, der davor in Braunschweig gearbeitet hatte. Ist das ein Vorteil für ihn, weil er einige Spielerinnen noch sehr gut kennt und einschätzen kann?

Der USC kann jedenfalls in Bestbesetzung in die Hauptstadt reisen, auch wenn fast alle Spielerinnen angeschlagen sind. Doch Jammern kommt im Sprachgebrauch der Braunschweigerinnen nicht vor. Mit dem sieg gegen Augsburg im Rücken lassen sich die Zähne leichter zusammenbeißen.

hds

 

Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten 

Samstag. 22. November 2003

Vavrova: Vorbereitung mit Palatschinken-Party

Dresden. In der Sporthalle Bodenbacher Straße brennt heute ab 17 Uhr beim DNN-Jana-Vavrova-Spieltag die Luft, wenn die DSC-Damen gegen Meister SSV Ulm aufschlagen. Das Ludwig-Team hat sich viel vorgenommen. Vor allem natürlich Mittelblockerin Jana Vavrova. Eines hat sie ihren Mannschaftskameradinnen voraus. Sie gewann letztes Jahr mit ihrem Ex-Verein Hamburg in Ulm. Auch für den DSC, der letzte Saison vier Niederlagen gegen den SSV einstecken musste, soll sich das Blatt nun endlich wenden. Jana Vavrova weiß auch, wie: "Wir müssen von Beginn an Druck machen, dürfen die Gäste gar nicht erst ins Spielen kommen lassen." Dabei verspürt die 1,84 m große Athletin vor jedem Match so ein bestimmtes Kribbeln: "Positive Nervosität muss einfach sein. Mit dem ersten Ballwechsel verschwindet die sofort", verrät sie.

In Dresden fühlt sich die Tschechin, die 90 Mal das Auswahltrikot ihres Landes trug und eine EM-Bronzemedaille zu Hause hängen hat, inzwischen pudelwohl. "Die Menschen sind alle unheimlich freundlich und nett zu mir. Dresden ist eine schöne Stadt und die Atmosphäre in der Mannschaft stimmt. Zur guten Stimmung trägt sie selbst viel bei. "Ich kann auf dem Feld die anderen mitreißen, Power machen. Das entspricht meinem Naturell", meint Jana, die bereits mit acht Jahren das runde Leder in der Hand hielt. Später feierte sie mit Olymp Prag zwei Mal den Pokalsieg und einmal die tschechische Meisterschaft. Wie die DSC-Damen hier jubelte auch Jana Vavrova 1999 in Prag über das Double. Mit 26 Jahren wechselte sie nach Hamburg, gewann letztes Jahr Bronze in der Meisterschaft. Vor dieser Saison entschied sie sich für Dresden. "Ein Glück", sagt sie heute. Und natürlich ist nun auch der Weg nach Hause zu Freund Tomas, der im heimatlichen Prag als Bodyguard arbeitet, nicht mehr so weit. So will sie auch nach dem heutigen Spiel gegen Ulm zu ihrem Schatz düsen.

Damit ihre Kolleginnen für heute Kraft tanken können, lud die Hobby-Köchin das Team gestern Abend in ihre Zwei-Raum-Wohnung zur Palatschinken-Party. Gut für die Stimmung und den Bauch", schmunzelt Jana.

Astrid Hofmann

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Samstag. 22. November 2003

Moers: Die Personalnot ist riesengroß

Dem Zweitligisten Moerser SC fehlen heute gegen Fortuna Kyritz mit Grozer, Stebner und Mondi drei Asse.

Groß ist er ja, Coach Igor Arbutina vom Volleyball-Zweitligisten Moerser SC. Und das Volleyballspiel, das ist sein Geschäft. Er wäre heute um 19.30 Uhr in der Partie gegen den SV Fortuna Kyritz also prädestiniert, um sich selbst das Moerser Trikot überzustreifen. Na gut, die Wahrscheinlichkeit in der Sporthalle Kirschenallee einen hechtenden und blockenden Igor Arbutina zu sehen ist ebenso gering wie ein Sechser im Lotto. Aber die "Adler" plagen vor der Partie arge Verletzungssorgen.

"Wir leben mit dieser Situation, da müssen wir jetzt durch", erklärt Abteilungsleiter Heinz Reintges die Notlage. Und recht hat er, denn nach der knapp verlorenen Pokalpartie beim Ligakonkurrenten Netzhoppers Königswusterhausen ist die Personalnot noch größer geworden. Neben Georg Grozer, der mit der ungarischen Nationalmannschaft in Finnland unterwegs ist, fallen definitiv Diagonalspieler Ferdinand Stebner sowie Mittelblocker Gergely Mondi aus.

Operation ist wahrscheinlich

Youngster Stebner brach sich zuletzt in der Partie bei Königs-Wusterhausen den Mittelfinger und muss wahrscheinlich operiert werden. Gergely Mondi dagegen quälen noch immer heftige Rückenbeschwerden. Ob es sich tatsächlich um einen Bandscheibenvorfall handelt, ist noch nicht klar. Sicher ist allerdings, dass er auf längere Sicht fehlen wird.

Auch Zuspieler Huib den Boer konnte die Woche über nicht trainieren. Ob er heute auf dem Feld stehen wird, steht noch in den Sternen.

Mit dieser mehr als misslichen Lage hat der kroatische MSC-Coach ein Aufstellungsproblem: Denn wer soll nach der Abwesenheit Grozers und der Verletzung Stebners die Diagonalposition bekleiden? Mit hoher Wahrscheinlichkeit muss wieder Annahmespieler Nils Lieber, wie schon in Königs-Wusterhausen, in die Bresche springen.

"Bleibt nur zu hoffen, dass nicht auch noch Sascha Bandow (Ersatz für Gergely Mondi, die Red.) erkrankt, dann stünden wir auch ohne Mittelblock dar", wirkt Heinz Reintges nachdenklich.

Gegner kommt mit zwölf Fans

Der Gegner aus Brandenburg, der mit zwölf Fans anreist und sich laut Homepage sogar Hoffnungen auf einen Sieg macht, ist ein unbeschriebenes Blatt. Nach dem deutlichen 3:1-Erfolg gegen die eigentlich starken Hauptstädter vom VC Olympia Berlin schwimmt der Gast allerdings auf einer Euphoriewelle und hat sich mittlerweile auf den sechsten Tabellenplatz hervorgearbeitet.

Zudem schlugen die Kyritzer die "Ostbek Coybows" des SV Oststeinbek locker mit 3:0 - eben jene Mannschaft, die dem MSC die erste Niederlage beibrachte. Es wird also ein heißer und diesmal wohl ausgeglichener Kampf. Den MSC in dieser Situation in die Rolle des Favoriten zu setzen, wäre wohl etwas verwegen. Gespannt darf man also sein, welches Ass Igor Arbutina eventuell doch noch aus den Ärmeln schüttelt...

Daniel Passon

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Samstag. 22. November 2003

Was wollt Ihr denn? Mendig ärgern

Humänner gehen voller Selbstvertrauen ins heutige Heimspiel gegen den Tabellenvierten.

Der grandiose Erfolg in Wuppertal hat das Selbstvertrauen des Aufsteigers in die Deutsche Volleyball Liga gestärkt. Vor dem Heimspiel gegen Maoam Mendig ist dieser Coup aber abgehakt und der Blick des VV Humann richtet sich nach vorne. Am heutigen Samstag stellt sich der Tabellenvierte um 19.30 Uhr in der Wolfskuhle vor.

Mendig hat bislang nur eine Niederlage kassiert - ausgerechnet zum Saisonstart gegen den Vizemeister Bayer Wuppertal. Danach hat der Dorfverein aus Rheinland-Pfalz aber eine Siegesserie von fünf Spielen hingelegt und sich dadurch in eine komfortable Situation gebracht. Die Mendiger wollen unbedingt unter die ersten Sechs kommen, um in der Play-Off-Runde der "Großen" mitspielen zu können.

Sehr konzentriert gegen die Aufsteiger

Entsprechende konzentriert gingen die "Kaubonbons" auch bislang gegen die Mitaufsteiger des VVH zu Werke. Der VC Markranstedt wurde mit 3:2 und die SG Eltmann mit 3:1 bezwungen.

Die bisher makellose Bilanz gegen die Neulinge erklärt Trainer Marian Kardas: "Wir nehmen die Aufsteiger eben richtig ernst, und das wird auch in Essen nicht anders sein."

Mit dieser Einstellung sieht sich der Aufsteiger von 1997 auch klar in der Favoritenrolle. Libero Frank Bachmann, vor der Saison aus Wuppertal zu Maoam Mendig gewechselt: "Bei allem Respekt, Gegner wie Essen sollten wir besiegen."

Immerhin haben die Humänner aber nach sechs Spieltagen schon so viele Punkte auf der Habenseite, wie Mendig -damals noch unter dem Namen VC Mendig - in ihrer gesamten ersten Bundesligasaison.

Der Respekt beruht auf Gegenseitigkeit. Humann-Kapitän Frank Fischer sieht den Gast verdient im oberen Tabellendrittel: "Die haben eine richtig gute Mannschaft. Zwei sehr starke Außenangreifer, ein schneller Zuspieler und mit Frank Bachmann ein hervorragender Libero sind die Aktivposten."

VVH-Trainer Peter Bach kann für das Heimspiel darauf setzen, alle Mann an Bord zu haben. Die Prellung am Knie von Stephan Kern ist abgeklungen. Andreas Kaiser ist noch einmal zu einer Nachsorgeuntersuchung bei seinen Ärzten gewesen. Es sieht aber so aus, dass er heute wieder für einige Punkte gut ist, weil das Knie hält.

Bislang sind die Humänner mit ihrer Devise, sich ganz auf die eigene Leistung zu konzentrieren, sehr gut gefahren. Und so betont Frank Fischer gebetsmühlenartig auch vor diesem Spiel: "Uns ist nur unsere eigene Leistung wichtig. Wir wollen vor sicherlich wieder voller Tribüne unseren Fans ein tolles Spiel bieten." Da sich aus Mendig auch ein großer Fantross angesagt hat, dürften in der Wolfskuhle wieder die Wände wackeln. Zumal, wenn die Humänner für eine weitere Sensation sorgen würden.

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Samstag. 22. November 2003

Dömeland: Noch einmal einen großen Titel

Ein zufriedenes Lächeln huscht über das Gesicht von Beatrice Dömeland. Kein Wunder – hat sie doch am letzten Wochenende mit ihrem Dresdner SC gleich zwei wichtige Siege in der Volleyball-Bundesliga der Frauen eingefahren. Nach den Erfolgen gegen Münster und Hamburg hat sich am Samstag mit dem SSV Ulm der Deutsche Meister in die Halle an der Bodenbacher Straße in Dresden angesagt.

Zwölf Jahre Bundesliga. Zwölf Jahre Volleyball auf höchstem Niveau. Zwölf Jahre dem Sport alles unterordnen. Während der Saison kein freies Wochenende, der sehnliche Wunsch nach dem Flug in die Sonne in der kalten Jahreszeit – bislang nur ein Traum. Dennoch strahlt Beatrice Dömeland, wenn das Gespräch auf Volleyball kommt. „Ich fühle mich hier in Dresden einfach sehr wohl. Es macht riesigen Spaß zu sehen, dass etwas passiert, es vorwärts geht. Dass auch die jüngeren Spielerinnen immer mehr Verantwortung auf dem Feld übernehmen.“

Sechs Jahre ist es jetzt her, dass Beatrice ´Micky´ Dömeland nach Dresden kam. In eine Mannschaft, die kurz darauf die Deutsche Meisterschaft und auch den Pokal holte. Das es mit dieser Erfolgsstory nicht ewig weitergehen kann, war spätestens nach dem Weggang von Ester Volicerova, Katarzyna Zubel und Barbara Makovska Mitte 2002 klar. Hinzu kam der Trainerwechsel vom gesetzten Wolfgang Kipf zum jungen Arnd Ludwig. Es war der Beginn eines Drei-Jahres-Plans. Eines Neuaufbaus, an dessen Ende 2005 wieder ein großer Titel stehen soll. Das die Saison dann eher durchwachsen laufen würde, war allen vorher klar. Als sich dann aber reihenweise Niederlagen einstellten, war das Entsetzen dennoch erst einmal groß.

Das Beatrice Dömeland dennoch in Dresden blieb, spricht für sie. Zumal es auch Angebote aus Italien gab, der besten Liga der Welt. Ein halbes Jahr Profi-Volleyball mit einem Gehalt, von dem Spielerinnen in Deutschland nur träumen können. Aber sechs Monate getrennt von Freunden, der Familie, den Clubs und Kneipen der Dresdner Neustadt? Nein. „Ich brauche einfach mein soziales Umfeld. Und das hatte ich mir in den letzten Jahren hier in Dresden geschaffen. Das alles hätte ich aufgeben müssen. Und das wollte ich einfach nicht“. 

Was genau sie damit meint, konnte man vor ein paar Monaten sehen. Gut ein Dutzend Freunde war damit beschäftigt, ihr zum 30. Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk zu machen. Schließlich erhielt sie einen fingierten Brief von TV-Lästermaul Harald Schmidt, der sich einige Wochen vorher über das Dresdner Stadtfest-Plakat lustig gemacht hatte, auf dem auch Beatrice Dömeland zu sehen war. In dem Schreiben enthalten eine Einladung zur Show nach Köln. Natürlich war alles nur inszeniert. Friseur, Chauffeur-Service, Flughafen Dresden, Lufthansa, Bundesgrenzschutz – alle spielten mit. Von einem Kamerateam begleitet tappte Beatrice nun von einer Katastrophe in die nächste. Da blieb der Wagen zum Airport plötzlich mit einer angeblichen Panne liegen. Die Uhr tickte und die sonst so coole Zuspielerin wurde zunehmend nervös. Als das endlich der Flughafen erreicht war, meldete sich der BGS – Personenkontrolle. Man hätte da etwas Verdächtiges in ihrer Tasche gefunden. Natürlich war da nichts. Als sie dann endlich wieder den Sicherheitsbereich verlassen durfte, warteten die Freunde laut johlend mit Sektgläsern in der Hand. Der „Katastrophen-Film“ hatte dann bei einer großen Geburtstags-Party Premiere und war das Highlight des Abends. „Solche Augenblicke, solche Erlebnisse sind einfach unbezahlbar“ strahlt Beatrice Dömeland noch heute.

Sicher, Volleyball ist ihr Leben. Doch Volleyball ist nicht alles. „Irgendwann wird der Punkt kommen, an dem auch ich sage – Schluss, Aus, Vorbei. Und dann will ich vorbereitet sein auf die Zeit danach“. Dafür tut Beatrice Dömeland einiges. Ein Sport- und Touristik-Fernstudium in Düsseldorf hat sie erfolgreich abgeschlossen, eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskauffrau ebenfalls schon seit Jahren in der Tasche. Hinzu kommt die A-Lizenz als Volleyball-Trainerin, die sie im letzten Jahr gemeinsam mit der jetzigen DSC-Co-Trainerin Barbara Makovska absolviert hat. „Vielleicht gibt es ja etwas, bei dem ich alle drei Sachen verbinden kann“ meint Beatrice Dömeland verschmitzt. Das könnte dann durchaus auch im Management des Dresdner SC sein. Einen kleinen ersten Schritt dahin hat sie im Übrigen in den letzten Wochen schon gemacht. In völliger Eigenregie hat sie den neuen DSC-Jahreskalender betreut. Fotoshooting, Druck, Layout – alles lief über ihren Tisch. Und auch das mit der Trainerin probiert sie inzwischen jede Woche mit großen Spaß. Im Rahmen eines Schulprojekts gibt sie in der 49. Schule in der Dresdner Bernhardstraße Volleyball-Unterricht für sieben- bis zehnjährige Mädchen. „Die kommen inzwischen mit ihren Eltern alle zu unseren Heimspielen, ziehen sich Fantrikots an und sind völlig vom Volleyball-Fieber gepackt. Das ist einfach phantastisch“.

Doch bei allem Nachdenken über die entfernte Zukunft verliert Beatrice Dömeland nicht den Blick für die Gegenwart. Für das, was in dieser Saison für den DSC möglich ist. „Also der dritte Platz wäre schon Klasse. Auch wenn das für mich nur eine Zwischenstation ist. Denn spätestens 2005 will ich mit diesem DSC, mit den vielen jungen Spielerinnen noch einen Titel holen. Ob Meisterschaft oder Pokal ist mir dann auch egal“.

Spätestens dann soll auch Schluss sein mit dem Volleyball. Und endlich Zeit sein für Ausschlafen am Wochenende und Sonnenurlaub im Winter.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Samstag. 22. November 2003

SSC ohne Tina Gollan gegen Aufsteiger Erfurt

Außenangreiferin brach sich den linken Daumen

Schwerin Wenn heute Abend um 18 Uhr die Schweriner Volleyballerinnen gegen den TuS Braugold Erfurt aufschlagen, wird eine SSC-Spielerin nicht dabei sein: Tina Gollan. Die 19-jährige Außenangreiferin brach sich in dieser Woche im Training den linken Daumen und trägt jetzt Gips. "Ich habe mir noch nie etwas gebrochen. Echt sch... Es ist aber ein glatter Bruch um Haaresbreite über dem Gelenk", erzählte die 1,97 m lange Sportsoldatin frustriert. In der gleichen Stimmungslage schlug sie am Donnerstagabend während ihre Teamkolleginnen beim Training schwitzten ein paar Bälle mit dem gesunden Arm gegen die Wand, um sich "abzureagieren." 

Die gebürtige Potsdamerin hält sich mit Kraft- und Ausdauertraining fit. Tina liebäugelt damit, dass sie in zwei bis drei Wochen wieder einsatzfähig ist. "Das sich jemand mal verletzt, das ist nun einmal so. Ich hoffe, dass Tina schnell wieder gesund wird. Ich brauche jede Spielerin", sagte SSC-Trainer Tore Aleksandersen. Er bereitete seine Mannschaft per Video auf den heutigen Gegner vor. "Wir werden uns nicht zu sehr auf den Gegner einstellen, sondern wir müssen Erfurt kontrollieren und den Focus auf unser Spiel richten", fordert der Norweger von seinen Spielerinnen.

Die hat er in dieser Woche wie schon zuvor im Training mächtig rangenommen. Die Gesichter waren am Donnerstagabend einmal mehr gezeichnet. "Wir haben auch diese Woche sehr hart trainiert. Die Beine sind ein bisschen müde und der Kopf auch. Aber wir brauchten die Zeit. Annahme, Aufschlag, Feld- und Blockabwehr erfordern viel und hartes Training", so der 35-Jährige, der ein wahrer Statistikfreund ist. "Vor 110 Tagen habe ich mit der Mannschaft angefangen zu arbeiten. Seitdem haben wir 121 Einheiten von durchschnittlich zweieinhalb Stunden mit dem Ball, 60 Stunden Krafttraining, individuelle Trainingseinheiten und 17 Spiele absolviert."

Da hat der Coach jetzt ein Einsehen und wird ab Montag bis Weihnachten das Wochenpensum von rund 27 Stunden auf 17, 18 Stunden herunterfahren. "Die Physis ist gut. Jetzt müssen wir unsere Energie darauf verwenden, dass Arme, Beine und Kopf lockerer werden", so der Trainer.

Martina Kasprzak

 

Deutschland - Ruhr Nachrichten 

Samstag. 22. November 2003

VC: Unberechenbare "Cowboys" zu Gast

Volleyball-Zweitligist VC 90 brennt auf die Revanche. Gegen die Oststeinbek Cowboys wollen sich die Männer von Trainer Johan Verstappen in eigener Halle am Sonntag (18 Uhr) für die 0:3-Heimniederlage der vergangenen Saison rehabilitieren.

"Die Pleite vom letzten Jahr haben wir natürlich nicht vergessen. Die wollen wir mit aller Macht wett machen", gibt Teammanager Wolfgang Donat die Marschrichtung für die Heimpartie vor. Doch mit Oststeinbek kommt eine unberechenbare Mannschaft in die Renz-Halle. Trainer Verstappen sah sie vor Saisonbeginn als eins der Topteams der Zweiten Liga, doch bisher erfüllten die Cowboys die Erwartungen nicht und liegen auf einem enttäuschenden neunten Rang.

Doch die Gäste haben in dieser Saison schon einmal unter Beweis gestellt, zu was sie zu Leisten im Stande sind. In eigener Halle fügten sie dem Ligafavoriten Moerser SC die einzige Niederlage bei. Doch die vergangene Trainingswoche hat der VC intensiv genutzt. Denn das Ziel für die noch anstehenden Rückrundenpartien hat Donat klar formuliert: "Drei Siege aus den letzten vier Spielen. Dann haben wir eine gute Ausgangsposition." Fraglich ist beim VC der Einsatz von Kapitän Markus Richter (Rückenprobleme).

sb

Für alle Mitglieder Bottroper Fußballvereine bietet der VC am fußballfreien Wochenende einen besonderen Service: Gegen Vorlage eines Mitgliedsausweises beträgt der Eintritt nur 2 Euro.

 

Deutschland - Aachener Zeitung 

Samstag. 22. November 2003

Evivo fordert das beste Team heraus

Düren. Ganz ohne Zweifel handelt es sich um das Spiel des Tages in der Volleyball-Bundesliga: Der Deutsche Meister, der SC Charlottenburg Berlin, erwartet am Sonntag Evivo Düren. Es treffen der aktuelle Tabellenzweite und die momentane Nummer 2 der Liga aufeinander.

Die Hausherren agieren fehlerlos

Das ist der Hit. Und er stellt eine überaus schwierige Aufgabe für die Gäste aus dem Rheinland dar. Denn: «Der SCC ist in der Tat das Beste, was die Liga zurzeit zu bieten hat.» O-Ton Trainer Bernd Werscheck.

Die Vorzüge des Klassenprimus liegen für den Coach augenscheinlich auf der Hand: «Die Berliner leisten sich einfach keinen Fehler. Aus erstklassigen Spielern ist schon ein überaus homogenes Team geworden», hat Werscheck mittels Video-Analyse festgestellt.

Trainer Mirko Culic ist es gelungen, die wichtigsten Neuzugänge zu integrieren: Sebastian Prüsener ist in der Annahme eine Bank. Jaroslav Skach, der Ex-Dürener, Ex-Hachinger und Ex-Friedrichshafener, stellt den Gegner durch eine homogene Passverteilung vor Probleme und Aleksandar Spirovski beweist seine Qualitäten als Mittelblocker. «Der SCC hat sich ideal verstärkt», sagt Bernd Werscheck.

Und angesichts der Güte des Kaders hat sich ein Talent noch nicht durchgesetzt, das, so sieht es zumindest sein Mannschaftskamerad und Nationalspieler Marco Liefke, vor Wochen bei der EM im eigenen Land zum deutschen Auswahlkader hätte gehören müssen: Robert Kromm, der Junioren-Nationalspieler.

Wie will Evivo Düren also in der Hauptstadt bestehen? Zwei Beispiele: Es gilt, die Aufschläge mit Risiko über das Netz zu wuchten, um Jaroslav Skach nicht mit einer guten Annahme ins Spiel kommen zu lassen.

Denn angesichts der flexiblen Ballverteilung Skachs soll es dem Dürener Block nicht unnötig schwer gemacht werden. Außerdem wünscht sich Werscheck, dass Diego Gutierrez die Bälle besser verteilt, als er es gegen Friedrichshafen machte.

Der Gast will sich würdig präsentieren

Dass die über Evivo siegreichen Häfler in Berliner eine herbe Abfuhr erlitten, lässt Dürens Coach kalt: «Damals war der VfB noch schlecht. Er hat sich in der Zwischenstand erheblich gesteigert. Wir fahren jedenfalls nach Berlin, um uns in diesem Hit als würdiger Tabellenzweiter zu präsentieren.»

Franz Sistemich

 

Deutschland - Ahrensburger Zeitung 

Samstag. 22. November 2003

Trainer Schlesinger ist sauer auf Bottrop

Oststeinbek - Bernd Schlesinger, der Trainer der Zweitbundesliga-Volleyballer des Oststeinbeker SV ist sauer - und zwar auf Spitzenreiter VC Bottrop. Grund: Weil die seit drei Spielen sieglosen Stormarner am Sonntag um 18 Uhr dort antreten müssen, werden sie erst spät in der Nacht wieder zu Hause sein. Sonntags-Spiele müssen spätestens um 15.30 Uhr angepfiffen werden. Doch in Nordrhein-Westfalen sind am Totensonntag Veranstaltungen erst ab 18 Uhr erlaubt. Einen Ausweichtermin bot der Gegner aber nicht an.

So hofft Schlesinger nun ein wenig auf die Wut seiner Spieler. Dass sie die Großen der Liga ärgern und schlagen können, haben sie ja schon gegen den Moerser SC gezeigt.

masch

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel