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| Deutschland - DVV-News |
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Freitag. 28. November 2003 |
Olympia-Qualifikation:
Auslosung am 2. Dezember
Tiefensee,
von Moltke, Moculescu und Lee in Leipzig
Am
Dienstag, 2. Dezember, 11.00 Uhr im Sitzungssaal des Neuen Rathaus Leipzig
erfolgt die Gruppenauslosung für die europäischen
Olympia-Qualifikationsturniere im Volleyball der Frauen und Männer (jeweils 5.
bis 10. Januar 2004).
Leipzig (pps)-
Am Dienstag, 2. Dezember, 11.00 Uhr im Sitzungssaal des Neuen Rathaus Leipzig
erfolgt die Gruppenauslosung für die europäischen
Olympia-Qualifikationsturniere im Volleyball der Frauen und Männer (jeweils 5.
bis 10. Januar 2004). Während die Frauen in Baku/Aserbaidschan um das eine zu
vergebene Olympia-Ticket kämpfen, treten zur gleichen Zeit acht Männer-Nationalmannschaften
in Leipzig an.
Bei den Frauen nehmen folgende acht Teams an der Ausscheidung teil: Polen, Türkei,
Deutschland, Niederlande, Russland, Italien, Bulgarien und Aserbaidschan.
Bei den Männern stehen derzeit erst fünf Teilnehmer definitiv fest: Russland, Polen, Niederlande, Deutschland und Finnland. Die Besetzung der drei letzten Plätze hängt vom Abschneiden der europäischen Teams Italien, Serbien & Montenegro und Frankreich beim World Cup 2003 in Japan (bis 30. November) ab.
Mit Oberbürgermeister
Wolfgang Tiefensee, DVV-Präsident Werner von Moltke und den beiden deutschen
Bundestrainern Stelian Moculescu und Hee Wan Lee ist die Auslosung sowie die
anschließende Pressekonferenz hochkarätig besetzt.
| Deutschland - DVV-News |
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Freitag. 28. November 2003 |
World
Cup: Wochenende der Entscheidung
Vier
Teams kämpfen um die drei Olympia-Tickets!
Vom 28.-30. November fällt beim World Cup der Männer 2003 in Japan die Entscheidung, welche drei Teams sich nach Ausrichter Griechenland als nächstes für Athen 2004 qualifizieren. Die vier Teams aus Brasilien, Serbien & Montenegro (jeweils 8:0-Siege), Italien und den USA (jeweils 7:1-Siege) kämpfen um die Startplätze. Dabei spielen diese vier Top-Teams an den drei Tagen in vier direkten Vergleichen gegeneinander. Den Anfang machen Brasilien - Serbien & Montenegro und USA - Italien am morgigen 28. November. Zudem kommt es noch zu den direkten Vergleichen zwischen USA – Brasilien (29. November) und Serbien & Montenegro – Italien (30. November).
Frankreich, das mit einer Bilanz von 5:3-Siegen auf Platz 5 der Tabelle liegt, hat nur noch eine Chance, wenn es seine drei letzten Partien gegen Japan, Serbien & Montenegro und die USA siegreich gestaltet. Zudem müssten zwei besser platzierte Teams in der Tabelle gewaltig patzen.
Die
europäischen Teams, die sich beim World Cup 2003 nicht für Athen 2004
qualifizieren, nehmen vom 5.-10. Januar am europäischen
Olympia-Qualifikationsturnier in Leipzig teil. Dafür sind bislang die
Mannschaften von Russland, Polen, Niederlande, Deutschland und Finnland
qualifiziert. Die Auslosung für die Männer, aber auch für die Frauen, die im
gleichen Zeitraum ihre Qualifikation in Baku/Aserbaidschan absolvieren, erfolgt
am 2. Dezember ab 11.00 Uhr im Leipziger Neuen Rathaus.
| Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de |
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Freitag. 28. November 2003 |
Pokalauftakt:
Emlichheim - USC Münster
Die
Qualifikationsrunden sind beendet, jetzt können die Achtelfinal-Begegnungen der
Frauen im DVV-Pokal beginnen. An drei Tagen, vom 28. bis 30. November 2003 sind
die Spiele angesetzt. Den Auftakt machen Emlichheim und der USC Münster.
Bereits
am Freitag, 28. November 2003, muss der amtierende Vizepokalsieger aus Münster
beim Tabellenzweiten der zweiten Bundesliga Nord, SCU Emlichheim, antreten. Die
Emsländerinnen haben sich am vergangenen Sonntag bereits auf die "Unabhängigen"
mit einem 3:1-Sieg über die 2. Frauenmannschaft des USC Münster eingestimmt.
Neben dem Trainer waren auch Kapitän Johanna Reinink vor Ort, um sich über das
Emlichheimer Team zu informieren.
Spielbeginn
in Emlichheim ist am Freitag um 18 Uhr. Das Ergebnis des Spiels wird am späten
Abend auf der USC-Homepage
veröffentlicht.
| Deutschland - Aachener Nachrichten |
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Freitag. 28. November 2003 |
Düren
hat kein Bild vom nächsten Gegner
Evivo vor Pokalaufgabe in Warnemünde
Düren (an-o/jan) -
"Lassen wir uns mal überraschen. Oder besser gesagt: Eine Überraschung
wollen wir nicht erleben. Wir werden voll drauflos spielen", sagt Bernd
Werscheck, der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren vor dem
Pokalspiel am Sonntag in Warnemünde.
Einerseits müssen sich
Werschecks Mannen von Warnemünde überraschen lassen. Denn die übliche
Vorbereitung mit Video-Analyse fällt flach. Von den Ostsee-Volleyballern gibt
es kein Video-Material. "Also brauchen wir uns auch keine Gedanken über
den Gegner zu machen. Wir müssen unser eigenes Spiel spielen", gibt der
Trainer vor.
Und deswegen soll es zunächst auch keine Experimente
in Sachen Mannschaftsaufstellung geben. Denn: "Warnemünde ist Tabellenführer
der Regionalliga. Die haben sehr wahrscheinlich das Niveau eines
Zweitligisten", schiebt Werscheck die obligatorische Warnung vor
"Bruder Leichtfuß" hinterher.
Denkbar scheint jedoch, dass beispielsweise Tim Elsner viel Einsatzzeit erhalten wird. Der 19-Jährige konnte in dieser Woche erstmals nach der Grundausbildung bei der Bundeswehr wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. "Er hat noch einen gewissen Rückstand auf die Anderen, da er nicht mit den Zuspielern eingespielt ist", gibt der Trainer den aktuellen Leistungsstand des Junioren-Nationalspielers wieder. Elsner braucht Spielpraxis. Und die könnte er sich beispielsweise in Warnemünde holen.
Eines weiß man bei Evivo aber relativ genau. Warnemünde
ist ziemlich weit weg. Liegt bei Rostock, rund 700 Kilometer von Düren
entfernt. Begeisterung will deswegen nicht so recht aufkommen. "Wir fahren
hin, dann fahren wir wieder zurück, gut ist", sagt Bernd Werscheck.
| Hamburg - Norderstedter Zeitung |
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Freitag. 28. November 2003 |
VC NAL: Nach Sieg kam die Ernüchterung
Norderstedt - Mit einem klaren 3:1-Erfolg (25:18, 25:15, 23:25 und 25:21) endete das Nachbarschaftsduell in der Volleyball-Verbandsliga zwischen dem 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn II und dem SV Friedrichsgabe. Anschließend unterlag der VCNAL mit 2:3 (25:27, 25:15, 25:18, 22:25 und 5:15) gegen den Harburger TB.
Leider
haben wir es durch diese unnötige Niederlage versäumt, den zweiten
Tabellenplatz zu festigen", sagte VCNAL-Trainer Andreas Liedtke ein wenig
verärgert, denn der SV Friedrichsgabe besiegte den HTB anschließend mit 3:2.
Ligakonkurrent TuRa Harksheide verbuchte gegen den TuS Berne (3:2) seinen ersten
Saisonerfolg, unterlag aber gegen die VG WiWa mit 0:3.
pam
| Deutschland - Grafschafter Nachrichten |
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Freitag. 28. November 2003 |
SCU: Achtelfinale mit ganz besonderen Reizen
SCU
empfängt Bundesligisten
Mit
Johanna Reinink und Andrea Berg kehren zwei Spielerinnen an ihre alte Wirkungsstätte
zurück. Der USC Münster ist hoher Favorit, nimmt den SC Union aber nicht auf
die leichte Schulter.
Emlichheim/his – "Wir wissen, dass uns eine volle Halle und ein hoch motivierter Gegner erwartet", sagt Axel Büring, der Trainer des Volleyball-Erstligisten USC Münster, vor dem heutigen Pokalauftritt seines Teams in der Emlichheimer Vechtetalhalle (19 Uhr). Für den Zweitligisten aus der Niedergrafschaft ist das Achtelfinale gegen den amtierenden deutschen Vizemeister und Vizepokalsieger das Spiel des Jahres. "Wir können gegen ein deutsches Spitzenmteam sehen, wie weit wir sind", sagt SCU-Manager Norbert Bußmann, der sich allerdings keinen Illusionen hingibt: "Münster ist haushoher Favorit. Alles andere als eine Niederlage käme einer Sensation gleich."
Die Partie bezieht ihren Reiz aber nicht nur aus dem Vergleich David gegen Goliath. Die Tatsache, dass mit Johanna Reinink und Andrea Berg zwei SCU-Gewächse das USC-Trikot tragen, verleiht der Begegnung eine besondere Note. "Diese beiden Spielerinnen sind in der Nähe ihrer Elternhäuser sicher besonders motiviert", hofft Büring, der bei seiner großen niederländischen Fraktion aber ebenfalls einen Extra-Motivationsschub ausmacht: "Schließlich sitzt in Emlichheim Pierre Mathieu auf der Bank." Die Nationalspielerinnen Kim Staelens, Chaine Staelens und Yanneke van Tienen sowie Caroline Wensink wollen sich ihrem Landsmann von ihrer besten Seite präsentieren.
Der Einsatz von Chaline Staelens ist wegen einer Verletzung noch ungewiss, ansonsten kann Büring aber aus dem Vollen schöpfen. Mit den Außenangreiferinnen Atika Bouagaa und Cornelia Dumler präsentieren sich dem Emlichheimer Publikum auch zwei deutsche Nationalspielerinnen. Münster hat mit Tonya Williams zudem eine Spielerin in den Reihen, die das Publikum häufig mit besonderen Auftritten begeistert.
Der SC Union wird
versuchen, dieser geballten Volleyball-Macht mit Enthusiasmus und kompletten
Aufgebot, zu dem auch Mareike Hindriksen und Christiane Kerperin gehören,
Paroli zu bieten. Mathieu hat den USC beim 3:0-Erfolg bei Bayer Leverkusen unter
die Lupe genommen und seine Schlüsse daraus gezogen. Büring hat sich das Video
vom 3:1-Sieg des SCU gegen die Münsteraner Reserve angeschaut. Die
Emlichheimerinnen können aber nicht darauf hoffen, dass der USC-Coach den
heutigen Gegner auf die leichte Schulter nimmt. "Der Pokal ist eine Möglichkeit,
einen Titel zu gewinnen", sagt Büring. Weil die Einnahmen im Pokal nach
DVV-Statuten zwischen den beiden Gegnern geteilt werden, haben die Saisonkarten
und die GN-Service-Card heute Abend keine Gültigkeit. Bußmann hofft trotzdem,
dass die Gastgeberinnen beim Versuch, den aktuellen Erstliga-Zweiten ein wenig
zu ärgern, von einer imposanten Kulisse unterstützt werden.
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
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Freitag. 28. November 2003 |
Im
Pokal gibt´s die Revanche bei den "Kaubonbons"
VV
Humann trifft morgen im Achtelfinale zum zweiten Mal auf Maoam Mendig. Andi
Kaiser fällt die komplette Saison aus.
Nur eine
Woche nach dem 0:3 auf heimischem Parkett, bekommt Volleyball-Bundesligist VV
Humann schon am morgigen Samstag die Gelegenheit, mit Maoam Mendig erneut die
Klingen zu kreuzen. Im Achtelfinale des DVV-Pokals tritt der VVH in Mendig um 20
Uhr als krasser Außenseiter an.
Dennoch
freut sich Humann-Coach Peter Bach auf das Duell: "Für uns ist es gut und
wichtig, noch ein Spiel gegen einen so starken Gegner machen zu können."
Nach der
starken Leistung der Maoam-Sechs sieht der "Bacher" die Gastgeber
derzeit realistisch als vierte Kraft der Liga. Als reine Profitruppe haben die Männer
aus der Nordeifel einfach sehr viel Ballsicherheit und hegen realistische
Ambitionen, in den Play offs eine gute Rolle zu spielen.
Noch nie
ist der VVH im Pokal bis ins Achtelfinale vorgerückt. In dieser Saison sind die
Humänner als Erstligist gesetzt gewesen. "Der Pokal hat mich nie
interessiert", ordnet Peter Bach den Wettbewerb klar der Meisterschaft
unter.
Die
Konzentration gilt schon jetzt dem Spiel beim angeschlagenen VV Leipzig. Dort
erhofft sich der Coach eine Außenseiterchance, mit einem Sieg weitere Punkte
sammeln zu können. Allerdings müssen die Humänner einen Rückschlag
hinnehmen. Die Operation von Andreas Kaiser hat ergeben, dass im Knie Knorpel-
und Meniskusschäden der Grund für die Probleme sind. "Andi wird uns in
dieser Saison wohl nicht mehr helfen kann", ist der Trainer Realist.
Da
Daniel Braeckevelt mit Rückenproblemen zu kämpfen hat, ist die Personaldecke
auf der Mitte sehr dünn geworden. Und so wird schon am Samstag in Mendig Jochen
Kohaus sein Debüt über die Mitte geben. In dem Pokalspiel werden zudem auch
Bastian Berkel und Thomas Kaczmarek ausgiebig Spielpraxis sammeln.
"Abgeschenkt
haben wir den Wettbewerb aber nicht! Wir werden mit Spaß ins Spiel gehen und
sehen, was geht", hofft man in Steele im stillen Kämmerlein doch auf einen
Erfolg. Denn auch beim Volleyball gilt die alte Regel: Der Pokal hat seine
eigenen Gesetze.
(stebl)
| Deutschland - Sächsische Zeitung |
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Freitag. 28. November 2003 |
Arnd
Ludwig: Irgendwann
in Kanada
DSC-Trainer
Arnd Ludwig im Interview mit FVN
Er ist der Hahn im Korb. Der einzige Mann inmitten von zehn selbstbewussten jungen Frauen. Arnd Ludwig, der Trainer des Volleyball-Erstligisten Dresdner SC. Seit gut einem Jahr an der Elbe, peilt er mit dem Team in dieser Saison einen Platz unter den ersten Drei an. Im ausführlichen Interview mit den Feldschlößchen Volleyball News spricht Arnd Ludwig über „seine Mädels“, das tollste Erlebnis seines Lebens – und seine Zukunft in Kanada.
FVN:
Herr Ludwig, seit gut einem Jahr sind Sie jetzt in Dresden. Wie hat es sie
aus Ulm, also aus dem tiefen Süden, ausgerechnet an die Elbe verschlagen?
Arnd Ludwig: Angefangen hatte alles im Dezember 2001. Damals rief mich
Klaus Kaiser (Trainer des Nachwuchs-Teams, FVN) an und fragte mich, ob ich mir
vorstellen könnte nach Dresden zu kommen. Ich konnte damals allerdings damit
nicht so recht etwas anfangen und so verlief das Ganze zunächst im Sande. Als
wir dann mit dem SSV Ulm im Frühjahr in Dresden spielten, kam dann auch
Wolfgang Söllner vom DSC-Vorstand auf mich zu und unterbreitete mir ein
konkretes Angebot. Na ja, und trotzdem ich meine Eltern tief im Süden zurücklassen
musste und meine Frau hochschwanger war, sind wir dann im Sommer 2002 kurz
entschlossen nach Dresden umgezogen.
FVN:
Was waren die Beweggründe, das vertraute Ulm zu verlassen?
Arnd Ludwig: Zunächst natürlich das sportliche Konzept, dass der
Vorstand mir vorgestellt hat. Das ging von einem Neuaufbau aus, nach dem drei
Stammspielerinnen den Verein verlassen hatten. Am Ende dieser drei Jahre soll
der DSC dann wieder in der deutschen Spitze angekommen sein – und genau so
lang läuft nun auch vorerst mein Vertrag. Hinzu kam natürlich auch die Lust
auf eine neue Aufgabe. Und nicht zuletzt hat mir die Stadt auf Anhieb gefallen.
Als ich das erste Mal über die Elbbrücke gefahren bin und die „Skyline“
gesehen habe, dachte ich mir – das passt.
FVN: Hatten
Sie Probleme, Ihre Frau von dem Schritt ins Ungewisse zu überzeugen?
Arnd Ludwig: Also ehrlich gesagt, fiel ihr der Umzug sogar leichter als
mir. Lorri kommt ja aus Kanada und hat jahrelang in Ulm Volleyball gespielt. Auf
der anderen Seite war der Umzug nach Dresden für mich eigentlich nur ein
kleiner Schritt. Denn irgendwann wollen wir zusammen nach Kanada gehen.
FVN:
Auswandern nach Kanada – dann ein großer Schritt…
Arnd Ludwig: Sicher – aber das Land hat mich vom ersten Augenblick an
fasziniert. Lorri und ich haben zum Beispiel letztens eine Kanutour gemacht. Wir
waren vier Tage unterwegs und haben keinen einzigen Menschen gesehen. Dieses Gefühl,
ein Stück Land zu erkunden, auf dem noch nie ein Mensch gestanden hat – das
ist einfach atemberaubend.
FVN:
Wollen Sie dort auch als Volleyball-Trainer arbeiten?
Arnd Ludwig: Also im Augenblick gehe ich eher davon aus, als Lehrer in
einer Schule zu stehen. Ich habe ja Mathematik und Sport auf Lehramt für
Gymnasium studiert. Und nicht zuletzt wegen der Auswanderungsgedanken gebe ich
seit ein paar Monaten auch Unterricht an der Internationalen Schule in Dresden.
Das könnte eine wichtige Referenz für später sein.
FVN:
Zurück in die Gegenwart. Oder besser in die Vergangenheit. Das erste Jahr
hier in Dresden war sicher nicht gerade das pure Vergnügen…
Arnd Ludwig: Das stimmt schon. Und hatte auch viele Gründe. Aus
sportlicher Sicht war dafür sicher der Weggang von drei Leistungsträgern
verantwortlich. Hinzu kam die Doppelbelastung mit Bundesliga und Europacup. Wir
konnten über Wochen hinweg praktisch gar nicht trainieren, waren ständig
unterwegs und verbrachten mehr Zeit auf Flughäfen, in Hotels und im Bus, als in
der Trainingshalle. Das hat geschlaucht und war aus meiner Sicht einer der
Hauptgründe für den Abfall im Laufe der Saison.
Hinzu kam, dass auch ich mich erst einmal auf die Bedingungen hier vor Ort
einstellen musste. In Ulm hatte ich ja ausschließlich mit Voll-Profis zu tun.
Hier dagegen waren Schule, Ausbildung oder Studium in den Köpfen der
Spielerinnen mindestens genauso wichtig. Da die richtige Balance zu finden und
auf gewisse Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen – das dauert einfach eine
Weile.
Auf der anderen Seite hat mir dieses Jahr in Dresden das tollste Erlebnis meines
Lebens beschert. Denn am 28. Oktober letzten Jahres ist mein Sohn Joshua geboren
worden. Dieses Glücksgefühl werde ich mein Leben lang nicht vergessen.
FVN:
In Bezug auf die Probleme beim DSC - was läuft jetzt besser?
Arnd Ludwig: Grundsätzlich würde ich sagen, dass uns das letzte Jahr
trotz der Misserfolge weitergebracht hat. Erstens kann man Erfolge viel mehr schätzen,
wenn man mal ganz unten war. Hinzu kommt, dass fast alle der jungen Spielerinnen
durch die letzte Saison gereift sind und jetzt viel mehr Verantwortung übernehmen
– sowohl auf dem Feld als auch darüber hinaus. Und nicht zuletzt sind wir
auch in sportmedizinischer Sicht professioneller geworden. Durch regelmäßige
Ausdauer- und Kraft-Tests sehe ich viel schneller als früher, wo wir im
Training bei jeder einzelnen Spielerin ansetzen müssen. Außerdem hatten wir in
diesem Jahr die Chance, ein paar Tage im Trainingslager in Tschechien zu
verbringen. Wir haben Radtouren gemacht, sind gewandert, waren mit Kanus
unterwegs – alles Sachen, die vor allem die Teamfähigkeit stärken sollten.
Und die Rechnung ist bislang aufgegangen.
FVN:
Zu Beginn der Saison standen Ihnen mit Peggy Küttner und Janine Ast
erneut zwei erfahrene Spielerinnen nicht mehr zur Verfügung. Wie schwer wog
dieser Verlust?
Arnd Ludwig: Aus meiner Sicht haben wir das sehr gut kompensieren können.
Micky Dömeland und auch Kerstin Tzscherlich sind jetzt die absoluten
Verantwortungsträger im Team, die aber gleichzeitig alle anderen hervorragend
mit einbinden. Und mit den beiden Neuzugängen Jana Vavrova und Anna Barnak
haben wir zwei wirklich hochprofessionell arbeitende Spielerinnen dazubekommen.
FVN:
Sind mit Vavrova und Barnak ihre Personalwünsche vollauf erfüllt worden?
Arnd Ludwig: Also Anna Barnak wollte ich unbedingt haben. Wie sie mit
ihrem Temperament die Mannschaft mitreißen kann, das beeindruckt mich immer
wieder. Und das wir mit Jana jetzt eine dritte Mittelblockerin auf etwa dem
gleichen Niveau haben, wie es auch Corinna Ssuschke und Christiane Fürst
spielen, ist doppelt gut. Erstens ist um die beiden Mittelblocker-Plätze
endlich ein Konkurrenzkampf entbrannt, was alle drei weiterbringt. Auf der
anderen Seite spielt Jana aber auch auf einem Niveau, dass für `Curry´ und ´Fürstl´
nicht unerreichbar ist. Alle drei sehen also – wenn ich richtig Gas gebe, dann
kann ich auch spielen. Das hat uns auf jeden Fall weitergebracht.
FVN:
DSC-Kapitän Beatrice Dömeland hat im Gespräch mit den Feldschlößchen
Volleyball News Platz drei als Saisonziel ausgegeben. Sehen Sie das als Trainer
ebenso?
Arnd Ludwig: Auf jeden Fall ist es ein hochgestecktes Ziel, dass wir
auch erreichen können, wenn wir bei jedem Spiel hochkonzentriert zu Werke
gehen. Ich finde es persönlich sowieso sehr wichtig, sich sehr hohe Ziele zu
stellen. Im letzten Jahr waren wir mit der Maßgabe Rang sechs in die Saison
gestartet. Als wir dann dort standen, schlich sich bei einigen Spielerinnen so
eine gewisse laxe Haltung ein. Getreu dem Motto – was wollt Ihr denn, wir sind
doch klar auf Kurs. Vielleicht wäre da noch mehr drin gewesen. Nichts desto
trotz denke ich, dass mit Ulm und Münster die beiden Liga-Favoriten feststehen.
Und dahinter ein harter Kampf um Platz drei entbrennen wird. Den wir natürlich
unbedingt gewinnen wollen.
FVN:
Wo sehen Sie das Team im kommenden Jahr?
Arnd Ludwig: Die jungen Dresdner Spielerinnen, die aus dem eigenen
Nachwuchs gekommen sind, werden bis dahin noch mehr gereift sein. Dann wird eine
Truppe auf dem Feld stehen, die einerseits hungrig ist auf einen Titel und auf
der anderen Seite dann auch das Potenzial dazu haben wird. Heißt – wir wollen
im Frühjahr 2005 wieder die Meisterschaft oder den Pokal nach Dresden holen.
Auf dieses Ziel arbeiten wir kontinuierlich hin.
FVN: Abschließend
die Kardinals-Frage – ist es eigentlich schwer, als Mann eine
Frauen-Mannschaft wie den Dresdner SC zu trainieren?
Arnd Ludwig: Wie fast immer im Leben gibt es auch hier Vor- und
Nachteile. Wobei ich sagen muss, dass in diesem Jahr die Arbeit viel mehr Spaß
macht. Erstens haben sich die Spielerinnen und ich aneinander gewöhnt – beide
Seiten kennen jetzt die Eigenarten und Befindlichkeiten des jeweils anderen. Da
kann man viel leichter auch mal ein Auge zudrücken. Hinzu kommt, dass ich mit
der Ex-Spielerin Barbara Makovska eine Co-Trainerin zur Seite habe, die natürlich
noch sehr nah an der Mannschaft dran ist. Sie kann bestimmte Informationen schon
mal kanalisieren, was eventuelle Konflikte früh entschärfen kann. Wobei ich
mir sicher bin – alles erzählt mir `Bascha´ bestimmt auch nicht…
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Freitag. 28. November 2003 |
SSC-Damen
hoffen auf eine volle Halle
Trainer
Aleksandersen vor dem Pokalspiel gegen Dresden: "Wir brauchen die Unterstützung
der Fans"
Schwerin
"Motivation brauchen wir nicht. Ein Spiel gegen Dresden ist Motivation
genug", weiß SSC-Zuspielerin Kathleen Weiß. Die 19-Jährige hofft morgen
auf eine volle Halle, wenn der Dauerrivale der letzten Jahre um 18 Uhr zum
Pokal-Achtelfinale in Schwerin antritt. Mit vollen Rängen und einer tollen
Atmosphäre im Rücken wollen die Schweriner Volleyballerinnen den Gegner in die
Knie zwingen. "Wir brauchen die Unterstützung der Fans. 1000 Leute in der
Halle wären toll", wünscht sich SSC-Trainer Tore Aleksandersen. Er
fordert von seinen Damen ganz klar, dass sie in der Begegnung vollen Einsatz
zeigen. "Wenn die Mädels kämpfen und mit Herz spielen, dann stehen die
Fans natürlich noch mehr hinter uns", weiß der Norweger. Er schwört
schon seit Montag seine Mannschaft auf den Dresdner SC ein, der am 6. Dezember
dann noch einmal zum Bundesliga-Punktspiel nach Schwerin kommt.
Inzwischen
gibt es bei Tina Gollan etwas Entwarnung. Die Außenangreiferin, die sich vor
eineinhalb Wochen den linken Daumen gebrochen hatte, ist zumindest schon mal
wieder ihren Gips los. Jetzt trägt die
19-Jährige nur noch eine kleine Schiene und trainiert auch teilweise wieder
mit. "Ich schlage ja mit der rechten Hand", so Tina. Nur beim
Blockspiel hat sie natürlich Probleme. Doch Aleksandersen rechnet damit, dass
er seine 1,97-m-große Angreiferin morgen Abend zumindest als Alternative auf
der Bank hat.
Martina
Kasprzak
| Deutschland - Münstersche Zeitung |
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Freitag. 28. November 2003 |
Münster
- Für die einen ist es das Spiel des Jahres, für die anderen lediglich eine
Etappe auf dem weiteren Weg: Heute empfängt der SC Union Emlichheim die
Volleyballerinnen des USC Münster im Achtelfinale des DVV-Pokals.
Die
Voraussetzungen bei diesem Vergleich sind klar: Emlichheim, amtierender
Zweitligameister und aktuell nach Minuspunkten wieder Spitze der Liga, ist der
Außenseiter in dieser ersten Hauptrunde, der USC dagegen ist seit Jahren
Dauergast beim Final-Four-Turnier und holte letztmals im Jahr 2000 den Cup.
"Logisch, wir sind der Favorit, denn mit unserem Anspruch, zur deutschen
Spitze gehören zu wollen, muss man bei einem Zweitligisten gewinnen", lässt
sich USC-Coach Axel Büring vernehmen. Der 36-Jährige fordert von seinem Team
ein klares Ergebnis.
Doch wird
der ehemalige Erstligist aus der Grafschaft " noch dazu vor dem eigenen
volleyballbegeisterten Publikum in der Vechtetalhalle " mit Sicherheit
hundertzwanzigprozentig zu Werke gehen. Und Trainer Pierre Mathieu spart nicht
mit kühnen Worten: "Ich verspreche einen Satzgewinn", äußerte sich
der 59-jährige Niederländer, der den USC im Übrigen bei dessen letzten
Meisterschaftsauftritt in Leverkusen (3:0) ins Auge nahm. Das Emlichheimer
Selbstbewusstsein brachte der Holländer nach der Partie auf den Punkt: "Wenn"s
gut läuft, dann können wir besser spielen als Leverkusen", meint Mathieu.
Und die Rheinländer stehen immerhin in der Spitzengruppe der Liga.
Realistisch
allerdings ist der SCU deutlich tiefer anzusiedeln, das ist auch Bürings
Meinung: "Mit den vier Teams aus dem unteren Tabellendrittel kann Union
mithalten", denkt der Amelsbürener. Natürlich hat Büring " zusammen
mit USC-2-Trainer Tom kleine Holthaus " bereits das Video vom Auftritt der
Reserve am letzten Sonntag analysiert.
Daher
nehmen die Münsteranerinnen auch im Trainingsplan keine große Rücksicht auf
das Pokalspiel. Die Trainingsumfänge wurden Anfang der Woche deutlich erhöht.
Büring: "Wir müssen uns für den schweren Dezember wappnen. Emlichheim
hat eine sehr gute Zweitligamannschaft, aber mit unserem Anspruch können wir
darauf keine Rücksicht nehmen."
In
Emlichheim wird absprachegemäß die junge Sandra Aßmann als zweite Zuspielerin
für Hella Jurich dabei sein. Es sind alle fit, mit Ausnahme von Chaïne
Staelens, die wegen ihrer Knieprobleme nur eine Einheit mit dem Team absolvieren
konnte. "Sie ist immer noch in der Aufbauphase und das wird auch noch eine
Zeit lang so bleiben", berichtet Büring. Und normalerweise müssten die
Unabhängigen auch ohne ihre niederländische Angreiferin den Einzug ins
Viertelfinale bewerkstelligen können. Zumal zwei Münsteranerinnen ganz
besonders motiviert sein dürften: USC-Kapitänin Johanna Reinink und Andrea
Berg haben das Volleyballspielen eben bei jenem SCU Emlichheim gelernt.
luh
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel