News

Samstag, 29. November 2003 

DVV-Pokal: VfB tritt in Dachau an
World Cup 2003: Italien siegt gegen USA!
Sensation im Pokal
Suhl: "Wir sind stärker als im Vorjahr"
Essen: Andi Kaiser fällt für die Saison aus
Redebedarf
Bulette statt Fleischpflanzerl

Doppel-Volleyball in Jork
"Girl Group" hofft auf die "eigenen Gesetze"
USC 2 hat positives Erlebnis nötig
Evivo: Hinfahren, siegen, zurückkehren
Kilian Schafstedde bei Verkehrsunfall gestorben
SCU bietet USC Münster einen Satz lang Paroli
OSV spielt in Bestbesetzung gegen Berlin
TV Fischbek: Ziel ist das Pokalfinale

November 2003

Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Oktober 2003

Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31    

Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News

Samstag. 29. November 2003

DVV-Pokal: VfB tritt in Dachau an

FRIEDRICHSHAFEN (gus) – Die Bundesliga lässt am Wochenende dem DVV-Pokalwettbewerb den Vortritt. Für den VfB Friedrichshafen als Titelverteidiger bedeutet das ein Auswärtsspiel bei ASV Dachau. Ausgetragen wird die Partie am Samstag, 29. November, ab 20 Uhr.

Die meisten Häfler Spieler kennen die Georg-Scherer-Halle in Dachau nur vom Namen. VfB-Trainer Stelian Moculescu hat viele gute Erinnerungen an Dachau. Kapitän Bogdan Jalowietzki ist sie in keiner guten Erinnerung, ist doch hier 1996 sein erster möglicher Meistertitel mit dem VfB zunichte gemacht worden. Anders geht es Stelian Moculescu, der damals noch in Diensten der Bayern stand und jubeln durfte. Insgesamt hat Moculescu – ASV-Trainer von 1991 bis 1997 – den ASV Dachau zu zwei Meistertiteln, einem Pokalsieg und dem zweiten Platz in der Champions League geführt.

Doch diese Glanzzeiten waren spätestens vorbei, als 1997 der Sponsor den Geldhahn abgedreht hatte. Seitdem hat sich Dachau als Fahrstuhlmannschaft bewährt: 1998 der Abstieg aus der Bundesliga, ein Jahr später der direkte Wiederaufstieg. 2002 musste die Dachauer GmbH Konkurs anmelden und ist freiwillig in die Regionalliga abgestiegen. Aber die Bayern ließen sich nicht unterkriegen und machten ein Jahr später den Schritt in die 2. Bundesliga. Auch hier sind die Dachauer im Kommen, wie ein Blick auf die Tabelle erkennen lässt. Einer 2:3-Niederlage am zweiten Spieltag gegen Sonneberg stehen sieben 3:0-Siege gegenüber. Im DVV-Pokal setzte sich der Regionalpokalsieger Südost ebenfalls in drei Sätzen gegen GSVE Delitzsch (Regionalpokalsieger Ost) durch.

Dieses Dauerhoch will der VfB Friedrichshafen am Samstag beenden. Auch wenn es „kein Spaziergang“ wird, wie Stelian Moculescu prophezeit. „Dachau hat ein sehr ehrgeiziges Team, das 120 Prozent geben wird. Gegen den VfB sind alle heiß“. Erschwerend kommt hinzu, dass Stefan Pomerenke, Michael Hänsel, Markus Kürzinger, Hermann Weigel, Andreas Liegsalz, Wolfgang Besenböck ehemalige Bundesligaspieler sind, die die nötige Routine mitbringen. Könnten sie dem VfB tatsächlich gefährlich werden? „Normalerweise nicht. Aber was ist heutzutage schon normal?“

Positiv für den VfB: Robert Koch, Mario Zelic und Toni Kovacevic sind von der Olympia-Qualifikation zurückgekehrt und stehen wieder zur Verfügung. Bobby Jalowietzki bereitet sich nach seiner Knieoperation auf sein Comeback vor. Beim Testspiel gegen Hotvolleys Wien (3:1 für den VfB) war bereits erkennbar, dass wieder mit ihm zu rechnen ist.

 

Deutschland - DVV-News

Samstag. 29. November 2003

World Cup 2003: Italien siegt gegen USA!

Brasilien braucht nur noch einen Satz für Athen

Weltmeister Brasilien hat beim World Cup 2003 in Japan das Duell der "Giganten" gegen Olympiasieger Serbien & Montenegro mit 3:1 (23-25, 25-21, 25-21, 25-21) gewonnen und bleibt als einzige Mannschaft im Turnier ungeschlagen. Den Brasilianern fehlt aus den letzten beiden Partien gegen die USA und Japan nur noch ein Satz, um definitiv in Athen dabei zu sein. Serbien & Montenegro bleibt trotz der ersten Niederlage Anwärter auf eines der drei zu vergebenen Athen-Tickets.

Einen wichtigen Schritt Richtung Olympische Spiele tätigte auch Europameister Italien. Die Italiener entzauberten die USA mit 3:0 (25-12, 29-27, 25-22) und weisen nun wie Serbien & Montenegro eine Bilanz von 8:1-Siegen auf. Die USA mit einer Bilanz von 7:2-Siegen ist nun in den letzten beiden Begegnungen gegen Brasilien und Frankreich unter Druck. Lediglich zwei eigene Siege und weitere Niederlagen für Serbien & Montenegro oder Italien können den US-Boys noch helfen, sich bereits in Japan für Athen 2004 zu qualifizieren.

Sollte die aktuelle Reihenfolge Brasilien, Italien, Serbien & Montenegro auch am Ende des Turniers am 30. November Bestand haben, hat das folgende Auswirkungen für die europäische Olympia-Qualifikation vom 5.-10. Januar 2004 in Leipzig: Zu den bereits feststehenden Teams aus Russland, Polen, Niederlande, Deutschland und Finnland würden noch Spanien, Bulgarien und Frankreich dazustoßen.

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de 

Samstag. 29. November 2003

Sensation im Pokal

Überraschend hat sich der Zweitligist Netzhoppers Königs Wusterhausen vor heimischem Publikum gegen Vizemeister SV Bayer Wuppertal durchgesetzt. Im Achtelfinale der Frauen überzeugte der USC Münster in einem Drei-Satz-Sieg gegen den Regionalpokalsieger Nordwest, den SCU Emlichheim.

In einem spannendem Fünf-Satz-Spiel gelang dem Zweitligisten aus Brandenburg die Sensation. Nach zwei knapp erkämpften Sätzen 25:23 und 26:24 für die Netzhoppers erzwang der Europapokal-Teilnehmer Wuppertal den Ausgleich nach Sätzen (18:25 und 20:25). Letztendlich zeigte heute der Pokal seine "eigenen Gesetze" und Königs Wusterhausen entschied das Spiel im Tie-Break mit 15:10 für sich.

USC Münster konnte im nahe gelegenen Emlichheim nach drei Sätzen (22:25, 16,:25, 15:25) wieder den Heimweg antreten und hat sich für das Viertelfinale qualifiziert.

 

Deutschland - Südwest Presse

Samstag. 29. November 2003

Suhl: "Wir sind stärker als im Vorjahr"

Der VfB Suhl hat dem Volleyballmeister Ulm die bislang einzige Niederlage dieser Saison beschert. Genau dieses Team kommt am Sonntag (15 Uhr) zum ersten Pokalspiel.

Meister trifft Bundesliga-Aufsteiger, Pokalsieger empfängt ein Team, das in der Vorsaison im Pokal-Viertelfinale hinaus geflogen ist. Eigentlich dürfte beim Volleyball-Pokalauftakt des SSV Ulm Aliud Pharma gegen den VfB Suhl am Sonntag in der Kuhberghalle (15 Uhr) nichts anbrennen.

Wäre da nicht die Ulmer Schlappe vor vier Wochen in Thüringen gewesen. Neuling Suhl hat mit 3:2 dem SSV die bislang einzige Niederlage dieser Bundesligasaison beigebracht. Und ausgerechnet auf dieses mit fünf Spielerinnen aus dem ehemaligen Ostblock verstärkte Team trifft Ulm zum Pokalauftakt. Doch Trainer Mathias Eichinger versprüht keinerlei Verunsicherung: "Wir sind mehr als heiß." Dennoch gesteht er ein: "Wenn Suhl in Ulm genauso spielt wie Zuhause, wird es sehr schwer für uns."

Dennoch denkt der Coach in keiner Sekunde daran, dass der Pokalsieger schon im Achtelfinale scheitern könnte: "Wir müssen diesmal gewinnen - dann noch dreimal. Und dann sind wir wieder Pokalsieger." So einfach wird es wahrscheinlich dann doch nicht gehen. Vor allem mit seinem Block und seiner guten Feldabwehr hatte der VfB Suhl das Team um Zuspielerin Tanja Hart zur Verzweiflung gebracht. Doch Eichinger ist guten Mutes, den Gegner diesmal in den Griff zu bekommen. "Das war in Suhl unser erstes hartes Spiel. Wir waren einfach noch nicht eingespielt."

Erst jetzt, nach dem neunten Spieltag und einen Monat nach Suhl, ist für ihn die Saisonvorbereitung abgeschlossen. Eichinger betont, dass sein Team sogar stärker ist als in der gleichen Zeit des Meisterschafts- und Pokalsiegerjahrs. Vor allem Außenangreiferin Sabrina Roß hat zur alten Form zurückgefunden und macht sich sogar im Mittelblock gut. Dort wird sie derzeit auch öfter gebraucht, weil Norisha Campbell noch ausfällt.

Eichinger will dem VfB Suhl jedoch nicht nur sportlich etwas beweisen. Nach der Begegnung in Suhl, wo es fast zur Schlägerei zwischen thüringischen und schwäbischen Fans gekommen und das Ulmer Team vom Publikum ausgepfiffen worden ist, möchte der Trainer vor allem mit einer tollen Atmosphäre in der Halle aufwarten.

T. Zander

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung

Samstag. 29. November 2003

Essen: Andi Kaiser fällt für die Saison aus

Jochen Kohaus gibt sein Debüt

Schlechte Nachricht für den Bundesligisten VV Humann Essen (Foto nach dem Sieg über Wuppertal): Die Operation von Andreas Kaiser hat ergeben, dass im Knie Knorpel- und Meniskusschäden der Grund für die anhaltenden Probleme sind. "Andi wird uns in dieser Saison wohl nicht mehr helfen können", sagte Trainer Peter Bach. Zudem hat Daniel Braeckevelt mit Rückenproblemen zu kämpfen, so dass die Personaldecke in der Mitte sehr dünn geworden ist. Und so wird schon am Samstag in Mendig Jochen Kohaus sein Debüt als Mittelblocker geben. In dem Pokalspiel werden zudem auch Bastian Berkel und Thomas Kaczmarek Spielpraxis sammeln.

Eine Woche nach dem 0:3 in Essen treten die Humänner in Mendig als krasser Außenseiter an. Dennoch freut sich Bach auf das Duell: "Für uns ist es gut und wichtig, noch ein Spiel gegen einen so starken Gegner machen zu können."

Nach der starken Leistung der Maoam-Sechs sieht "Bacher" die Gastgeber derzeit realistisch als vierte Kraft der Liga. Als reine Profitruppe haben die Männer aus der Nordeifel einfach sehr viel Ballsicherheit und hegen realistische Ambitionen, in den Play-offs eine gute Rolle zu spielen.

Essen dagegen rangiert in der Meisterschaft derzeit auf dem neunten Platz und ist im Pokal noch nie bis ins Achtelfinale vorgerückt. In dieser Saison sind die Humänner als Erstligist gesetzt gewesen. "Der Pokal hat mich nie interessiert", ordnet Peter Bach den Wettbewerb klar der Meisterschaft unter.

 

Deutschland - Berliner Zeitung

Samstag. 29. November 2003

Redebedarf

Schwer zu sagen, in welche Kategorie diese Geschichte gehört. Komödie? Drama? Jedenfalls taugt sie als Stoff für ein gut besuchtes Theaterstück - bei all den Wendungen, die sie zu bieten hat. Die Geschichte spielt im Berlin-Brandenburger Volleyball Club 68 e.V., Mitglied der Frauen-Bundesliga, und sie handelt von einer Trainerentlassung der besonderen Art.

In der Hauptrolle: Markus Weber, der Coach des Vereins. Er sagt, der Dienstag sei ein merkwürdiger Tag gewesen. Abends sei er wie gewohnt zum Training in die Halle gekommen. Da sei ein Mann auf ihn zugegangen und habe gesagt: Ich glaube, ich bin dein Nachfolger. Weber, perplex, entdeckte darauf im Türrahmen Udo Wandtke und Jürgen Siegert, den Präsidenten und den Vizepräsidenten des Vereins. Sie merkten an, man müsse reden.

Siegert, wie sein Kollege ehrenamtlich für den Klub tätig, sagt, die sportliche Bilanz sei der Hauptgrund für Webers Entlassung gewesen. Im vergangenen Jahr entkam der VC 68 nur dem Abstieg, weil die Liga aufgestockt wurde; in dieser Saison holte er in neun Partien erst einen Sieg. Der Name des neuen Trainers fällt Siegert nicht ein, der Präsident wisse da besser Bescheid. Das stimmt: Wandtke weiß, dass der frisch Verpflichtete Michael Merten heißt und mal Nationaltrainer von Liechtenstein war.

Ein Problem bei Weber, sagt Wandtke, sei auch gewesen, dass der keine A-Lizenz als Trainer hatte, weswegen der Verein von der Volleyball-Liga empfindliche Geldstrafen bekommen habe. In der Tat ist Weber bei der Abschlussklausur zweimal durchgefallen - er lernte parallel für seine Ausbildung als Bankkaufmann. Das Argument mit der Geldstrafe ist allerdings schwach: Zwar muss ein Erstliga-Klub ohne A-Trainer Bußgelder an die Liga zahlen, die sich stetig erhöhen, jedoch maximal 1 500 Euro betragen - die hatte der VC 68 bereits nach dem siebten Spieltag abbezahlt.

Weber übrigens klagt, er habe nur acht Spielerinnen zur Verfügung gehabt. Und kürzlich habe man freitags in Augsburg gespielt und sonntags in Erfurt. Für Übernachtungen habe der Verein kein Geld gestellt, deshalb sei man zweimal gependelt - jeweils von Berlin und zurück. So geht es also zu in der Volleyball-Bundesliga der Frauen. Es ist wohl doch eher ein Drama.

Andreas Lesch

 

Deutschland - Berliner Morgenpost

Samstag. 29. November 2003

Bulette statt Fleischpflanzerl

Ein Bayer in Berlin: Sebastian Prüsener vom SCC vor dem Pokal-Duell mit seinem Ex-Klub Unterhaching

Beim ersten Besuch in einem Berliner Biergarten hatte Sebastian Prüsener leichte Verständigungsprobleme. Er bestellte ein "Fleischpflanzerl", so wie er es gewohnt war - und bekam als Antwort erstaunte Blicke und die Frage: "Was ist das?" Als Prüsener ebenfalls leicht erstaunt sagte: "Na das, was da auf dem Grill liegt", reichte man ihm eine Bulette.

Bulette statt Fleischpflanzerl, Schrippe statt Semmel, das waren für den 21-Jährigen aus Ottobrunn bei München anfangs kleine Hürden in der Hauptstadt. "Ein bisschen umstellen muss man sich", sagt er, "aber das ist halb so wild, ich kann ja hochdeutsch." Den bayerischen Dialekt hört man nicht durch. "Ich streng mich halt an", lacht Prüsener.

Zur guten Laune hat der neue Außenangreifer beim deutschen Volleyball-Meister SC Charlottenburg allen Grund. In Berlin fühlt er sich wohl, und sportlich ist beim dem SCC bislang alles perfekt: "Dass es so gut läuft, überrascht mich auch. Wir verlieren ja kaum einen Satz." Die Zahlen: Sieben Spiele, sieben Siege, 21:2 Sätze.

In der Bundesliga haben sie sich souverän an die Spitze geschmettert, aber jetzt ist Pokal. Morgen (15 Uhr, Sömmeringhalle) trifft der SCC im Achtelfinale als Favorit auf den TSV Unterhaching. Im vergangenen Jahr sind die Berliner gegen diesen Gegner gescheitert. Gute Erinnerungen an das Spiel hat nur einer: Sebastian Prüsener, der damals noch bei Unterhaching war.

Dort lernte er das Volleyball-ABC, weil der Vater eines Freundes bei Haching gespielt und ihn mal zum Training mitgenommen hat. Das war 1990. Dort wurde er Nationalspieler, erreichte zwei Mal das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft und im Frühjahr das Pokalfinale. Aber jetzt stehen die ehemaligen Teamkollegen auf der anderen Seite des Netzes.

"In Berlin gegen Haching zu spielen, das ist ziemlich normal", findet der 1,98-m-Mann, der früher eine Dauerkarte für die Zweitliga-Fußballer der Spielvereinigung hatte. Vor zwei Wochen war das anders. Der SC Charlottenburg trat im Münchener Vorort an, "da war ich supernervös." Fast wäre er vor der Saison in der Heimat geblieben, denn die Verhandlungen waren bereits weit fortgeschritten, als der Anruf von SCC-Manager Kaweh Niroomand kam.

"Berlin war dann doch die bessere Adresse", sagt Prüsener und die Champions League sei "ein Riesengrund" für den Wechsel gewesen. Hier hat der Meister mit Czestochowa (Polen), Piräus (Griechenland) und Treviso (Italien) eine schwere Gruppe erwischt. Aber für Prüsener ist schon die Teilnahme wichtig: "Gegen bessere Gegner zu spielen, bringt immer etwas."

Und da ist ja auch noch die Einladung von Bundestrainer Stelian Moculescu zum Vorbereitungs-Lehrgang der Nationalmannschaft für die Olympia-Qualifikation im Januar. Die für Prüsener entscheidende Frage lautet: Außenangriff oder Libero? Sollte ihn Moculescu als Libero haben wollen, würde er aus dem Trainingsrhythmus für seine angestammte Position im Verein kommen. "Das würde mir dann nicht so viel bringen", da er hinter Till Lieber vermutlich Libero Nummer zwei wäre.

Priorität hat für Prüsener der SCC und Berlin, wo er sich in kurzer Zeit gut eingelebt und die kleinen Unterschiede zu München bewältigt hat: In der Cafeteria des Horst-Korber-Sportzentrums bestellt er - zwei Buletten mit Pommes.

Sebastian Schlichting

 

Norddeutschland - Harburger Rundschau

Samstag. 29. November 2003

Doppel-Volleyball in Jork

Jork - Volles Volleyball-Programm im Jorker Schulzentrum. Am Sonnabend (20 Uhr) empfangen die Regionalliga-Frauen das Schlusslicht Eintracht Hinte. Tags darauf (11 Uhr) schmettern die Oberliga-Männer als Tabellenführer gegen den FC Schüttorf II und TSV Sievern. Frauen-Coach Torsten Bluhm will erstmals Nachwuchsspielerinnen nominieren. Bei den Männern wird der frühere Zweitliga-Angreifer Lars Brinkmann erstmals blocken.

masch

 

Deutschland - Heilbronner Stimme

Samstag. 29. November 2003

"Girl Group" hofft auf die "eigenen Gesetze" 

An diesem Wochenende erwartet die Sinsheimer Volleyballfans wieder ein Doppelspieltag in der heimischen Realschulhalle. Zunächst tritt Damen-Zweitligist SV Sinsheim am Samstag um 19.30 Uhr gegen die TG Bad Soden an, bevor es am Sonntag um 15.30 Uhr im Achtelfinale des DVV-Pokals gegen den Erstligisten vom TV Fischbek Hamburg geht.

Beide Spiele versprechen viel Spannung. Mit der TG Bad Soden kommt die Mannschaft in den Kraichgau, die in der vergangenen Saison mit den Sinsheimern um den Abstieg kämpfte.

Momentan stehen die Hessinnen mit nur drei gewonnenen Spielen auf Rang drei. Aus Sinsheimer Sicht gibt es keinen Grund die Truppe aus der Nähe von Frankfurt zu unterschätzen, da gerade die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte jede sich bietende Chance beim Schopf packen, um wichtige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Die Stärke der Bad Sodenerinnen liegt in ihren variablen, schnellen Spielaufbau. Diesen Spielaufbau zu unterbinden wird die Hauptaufgabe des SVS sein.

Für den SV Sinsheim gilt es, zwei wichtige Punkte zu erkämpfen, die den dritten Tabellenplatz festigen. Gleichzeitig will die Mannschaft auch ihre bisher makellose Bilanz in eigener Halle verteidigen. Am Sonntag, 15.30 Uhr, steht dann das Duell David gegen Goliath, sprich SV Sinsheim gegen TV Fischbek Hamburg an. Dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat, ist hinlänglich bekannt, ob das auch für die Sinsheimerinnen gilt, wird sich am Sonntag zeigen.

Die Norddeutschen gehen das Spiel sehr gewissenhaft an, Anreise war bereits am Samstag, um Sonntagmorgen noch trainieren zu können. Die "Girl Group" des SV Sinsheim freut sich auf das Kräfte messen mit dem favorisierten Erstligisten. In der Mannschaft aus Hamburg spielt mit Christina Benecke eine aktuelle Nationalspielerin, die noch vor Monaten bei der EM Platz drei belegte. Dabei ist in der erst siebzehnjährigen Margarethe Kozuch auch eines der größten Talente Deutschlands. Die weiteren Stützen der Mannschaft haben ebenso klangvolle wie internationale Namen.

Mit Marina Cukseeva, Lidiya Chumakova, Juliana Lavrova und Elena Keldibekova de Westreicher hat der Stamm der Mannschaft sein volleyballerisches Handwerk in Kasachstan gelernt. Den Sinsheimer Volleyballfans wird sich also eine sehr routinierte Mannschaft präsentieren.

Der bisherige Saisonverlauf der Fischbekerinnen war dagegen nicht ganz so gut, wie die Zusammensetzung der Mannschaft es vermuten lässt. Der TV belegt derzeit Bundesligaplatz acht. Vielleicht ergibt sich ja für die Sinsheimerinnen die Chance, das Spiel zeitweise offen zu gestalten. "Unser Ziel ist auf alle Fälle einen Satz zu gewinnen", sagt Trainer Stefan Bräuer. Die junge Sinsheimer Mannschaft kann unbeschwert aufspielen und hat nichts zu verlieren.

Die Vorbereitung auf den Doppelspieltag lief nahezu optimal. Die Niederlage vom vergangenen Wochenende beim Tabellenführer aus Wiesbaden war schnell abgehakt und die Mannschaft hat sich konzentriert auf die nächsten Aufgaben vorbereitet.

Alle Kranken sind wieder fit an Bord, so dass nur die rekonvaleszente Teresa Tietz fehlen wird. Am Mittwoch nahm die Mannschaft eine Einladung zum Trainingsspiel gegen den Deutschen Meister und Pokalsieger SSV Ulm an, und konnte dort bereits Erstligaluft schnuppern - eine willkommene Abwechslung im Trainingsalltag. Der Sonntag wird zeigen wie groß der Unterschied zwischen erster und zweiter Liga ist.

 

Deutschland - Münstersche Zeitung

Samstag. 29. November 2003

USC 2 hat positives Erlebnis nötig

Münster - Vier Niederlagen in Folge haben die Zweitliga-Volleyballerinnen des USC Münster nach ihrem glänzenden Start in die Saison nun einstecken müssen. Grund genug, diese Tendenz jetzt am Wochenende zu stoppen. Und in der Tat scheint die Gelegenheit günstig: Beim Detmolder TV müssen die jungen Damen von Trainer Tom kleine Holthaus am heutigen Samstagabend (18 Uhr) antreten.

Der Aufsteiger aus Ostwestfalen ziert derzeit das Tabellenende " mit lediglich einem Sieg aus seinen acht Begegnungen. Trotzdem hat kleine Holthaus durchaus Respekt vor dem Ensemble seines Kollegen Peter Pourie, der im Übrigen auch Coach der jungen WVV-Mädchen in der Verbandsliga ist. Holthaus: "Die sind überzeugend aufgestiegen, haben sehr viel Beach-Erfahrung", weiß der Münsteraner. Allerdings sei der DTV nicht gerade die athletischste Mannschaft der Liga. Zudem ist der Altersschnitt des Aufsteigers einer der höchsten in Liga zwei.

Insgesamt hält Holthaus die Aufgabe also für lösbar. "Es werden nach vier Niederlagen jetzt auch positive Erlebnisse nötig", findet der 48-Jährige: "Uns fehlte es zuletzt an Lockerheit." Ein Punkt, den er gegen den DTV abgestellt sehen möchte: "Wir gehen sehr offensiv an dieses Spiel heran und haben uns einiges vorgenommen. Diese Partie ist wichtig für uns", sagt der Coach, der sowohl auf die gestern beim USC 1 in Emlichheim aktive Sandra Aßmann, als auch auf Rieke Brink-Abeler zählen kann.

luh

 

Deutschland - Aachener Zeitung

Samstag. 29. November 2003

Evivo: Hinfahren, siegen, zurückkehren

Düren. Hinfahren, siegen, zurückkehren. Auf diesen einfachen Nenner lässt sich der Wochenendtripp des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren bringen. Nicht um Meisterschaftspunkte schmettern und baggern die Mannen von Trainer Bernd Werscheck, sondern sie wollen die nächste Runde im Pokalwettbewerb des Deutschen Volelyball-Verbandes erreichen. Deshalb müssen sie reisen. Knapp 700 Kilometer weit. Nach Warnemünde an der Ostsee in die Nähe von Rostock.

Dort spielt ein Regionalligist, der auch das Feld der Drittklässler anführt. Doch dieser Fakt interessiert den sportlichen Leiter des Erstligisten nicht. Getreu dem Motto: «Wir sind der Erstligist!» Informationen über den Gegner haben die Dürener nicht. Videobänder von Partien der Ostdeutschen gibt es nicht. «Wir spielen Sonntag als Bundesligist unser Spiel», sagt Werscheck.

Und da möglicherweise der Pokal auch im Volleyball seine eigenen Gesetze hat, geht Bernd Werscheck trotz des Klassenunterschiedes kein Risiko ein: «Ich beginne mit meiner stärksten Formation. Einwechslungen kann ich immer noch vornehmen.»

Und wenn das Spiel glatt verläuft, werden auch die Jungs aus der zweiten Reihe genügend Praxis sammeln dürfen.

Franz Sistemich

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten

Samstag. 29. November 2003

Kilian Schafstedde bei Verkehrsunfall gestorben

Unglück löst bei Volleyballern des FC Schüttorf 09 tiefe Betroffenheit aus

Greven/Schüttorf/ml – Kilian Schafstedde vom Volleyball-Zweitligisten FC Schüttorf 09 ist tot. Der 18-jährige Grevener kam am Mittwochabend bei einem Verkehrsunfall im westfälischen Saerbeck ums Leben, als sein Auto frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammenstieß.

Der Unfall ereignete sich am Mittwoch gegen 19 Uhr auf der Umgehungsstraße B 219. Kilian Schafstedde kam mit seinem Wagen aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und geriet auf die Gegenspur. Beim Zusammenstoß mit dem Lastwagen wurde der 18-Jährige in seinem völlig zerstörten Auto eingeklemmt.

Schafstedde, der vor der laufenden Saison vom benachbarten USC Münster zum FC Schüttorf 09 in die Obergrafschaft gewechselt war, befand sich auf dem Weg zu einem Mannschaftstreffen, als sich der Unfall ereignete. Die Mitspieler und Verantwortlichen beim FC 09 reagierten geschockt auf den tragischen Unglücksfall.

"Er war ein feiner Mannschaftskollege, der überall gut ankam", sagte gestern 09-Manager Diedrich Lammering.
Kilian Schafstedde hatte sich beim Obergrafschafter Volleyball-Zweitligisten nach kurzer Zeit schon gut integriert.

Der Außen- und Diagonalangreifer zählte zur jungen Garde, die das Fundament für einen Neuaufbau bildet. "Wir trauern um einen ambitionierten jungen Spieler, der große Träume hatte und sportlich auf einem sehr guten Weg war", sagte Mitspieler Thorsten Schoen im Namen der Mannschaft.

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten

Samstag. 29. November 2003

SCU bietet USC Münster einen Satz lang Paroli

Emlichheim unterliegt Erstligist 0:3

Die Emlichheimer Volleyballerinnen sind im Pokal-Achtelfinale gegen den USC Münster ausgeschieden. Trotz des Ausfalls von Ramona Meier hielt der SCU gegen den Erstligisten aber einen Satz lang gut mit.

Emlichheim – Der Wunsch, einen Satz zu gewinnen, ging für Pierre Mathieu gestern nicht in Erfüllung. Seine Spielerinnen unterlagen dem Bundesliga-Zweiten USC Münster im Achtelfinale des DVV-Pokals mit 0:3 (22:25, 16:25, 15:25). Dabei boten die Emlichheimerinnen dem hohen Favoriten im ersten Satz trotzt des verletzungsbedingten Ausfalls (Schulter) von Ramona Meier Paroli und hätten mit ein wenig mehr Konzentration beim Aufschlag durchaus als Gewinner des ersten Satzes die Seiten wechseln können. Sieben Angabefehler machten die Hoffnungen aber zu Nichte.

So brachten die Münsteranerinnen, die mit den ehemaligen SCU-Spielerinnen Johanna Reinink und Andrea Berg in der Anfangsformation begannen, den ersten Satz trotz einer durchwachsenen Vorstellung mit 25:22 nach Hause. Die junge Emlichheimer Garde hatte den 500 Zuschauern in der Vechtetalhalle aber demonstriert, zu welchen Leistungen sie in der Lage sind. Vor allem die 15-jährige Niederländerin Annelies Koning überwand immer wieder den USC-Block.

Ab dem zweiten Durchgang beherrschte der Erstligist deutlicher das Geschehen. "Wir haben dann sehr gut aufgeschlagen", sagte USC-Coach Axel Büring, was zur Folge hatte, dass die Emlichheimerinnen in der Annahme vor erhebliche Probleme gestellt wurden. Nach einem 2:8-Rückstand kämpfte sich der SCU zwar noch einmal auf 11:13 heran, blieb insgesamt aber chancenlos.

Der dritte Durchgang bot das gleiche Bild: Der SCU ging durch eine Angriffsschlag von Anke Doeker zwar mit 3:2 in Front, musste sich dann aber dem druckvolleren USC-Spiel beugen. Die Münsteranerinnen wendeten den Rückstand in eine 9:5-Führung. Mathieu nutzte die Gelegenheit, um mit Mareike Hindriksen, Lena Rakers und Christiane Kerperin auch jungen Akteurinnen aus der Reserve Spielpraxis zu geben.

Über mehr Angriffsbälle hätte sich bei ihrer Rückkehr auch Andrea Berg gefreut. "Wir haben aber leider nicht so oft wie sonst durch die Mitte gespielt. Ich hätte hier gerne mehr gezeigt", sagte die Mittelblockerin, die in den ersten beiden Sätzen auf dem Parkett stand. Als Entschädigung kann sie mit ihrem Team aber im Viertelfinale aber weiter schmettern und blocken.

Hinnerk Schröer

 

Deutschland - Ahrensburger Zeitung

Samstag. 29. November 2003

OSV spielt in Bestbesetzung gegen Berlin

Oststeinbek - Daniel Krug ist zwar erst seit Beginn der Saison bei den Zweitliga-Volleyballern des Oststeinbeker SV, gehört aber schon zu den Wortführern des Teams - und verschreckt zuweilen ungewollt stillere Charaktere.

Deshalb musste Krug vor dem Heimspiel gegen den VCO Berlin (Sonnabend, 20 Uhr, Barsbütteler Weg) alle Trainingsübungen mit dem zuletzt völlig verunsicherten Libero Hendrik Hofmann absolvieren. "Hendrik soll sich vom Schimpfen nicht mehr so beeindrucken lassen, Daniel mehr Verständnis zeigen", erwartet Trainer Bernd Schlesinger, dem alle Spieler zur Verfügung stehen.

masch

 

Deutschland - Harburger Rundschau

Samstag. 29. November 2003

TV Fischbek: Ziel ist das Pokalfinale

Fischbek - Seit Dienstag wird im Training der Volleyball-Frauen des TV Fischbek Hamburg reichlich gehüpft. "Wenn eine von uns einen Fehler gemacht hat, muss sie dreimal zur Strafe hüpfen", sagte Mannschaftsführerin Christina Benecke. Was auf den ersten Blick ein wenig komisch wirkt, soll die Konzentration der Spielerinnen im Match fördern. In einer Aussprache hatten die Aktiven festgestellt, dass sie im Spiel gar nicht richtig ihre eigenen Fehler wahrnehmen. Vielleicht auch einer der Gründe, warum die letzten drei Erstliga-Spiele trotz guter Leistungen verloren gingen. Wenn sich die einzelne bewusster über die eigenen Schwächen ist, kann sie konzentrierter im Spiel darauf achten, den eigenen Unzulänglichkeiten entgegenzuwirken, so die Überlegung.

Auch wenn die Fischbekerinnen schon sechs Zähler hinter den für die Meisterschaftsendrunde berechtigten sechsten Tabellenplatz hinterherhinken, ganz aufgeben mag Christina Benecke das Ziel nicht. "In der vergangenen Saison war Bayer Leverkusen auch schlecht gestartet, in der Rückrunde haben sie dann fast alles gewonnen", erinnerte sich die Mittelblockerin. Das muss das Ziel des TV Fischbek sein.

Am morgigen Sonntag jedenfalls sollte es wieder ein Erfolgserlebnis geben. Um 15.30 Uhr treten sie zum Erstrundenspiel im deutschen Volleyball-Pokal beim Zweitliga-Club SV Sinsheim an. In den vergangenen drei Jahren hatten die Fischbekerinnen stets die Pokalendrunde erreicht. "Das wollen wir wieder erreichen", fordert Manager Horst Lüders. Wenn schon die Meisterschaftsrunde in dieser Saison eher zum Aufbau und Konsolidieren genutzt wird, so muss es positive Resultate geben. Das dürften auch die Sponsoren verlangen. Schließlich müssen alle irgendwie ermuntert werden, sich in der nächsten Saison für das Team zu engagieren.

masch

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel