News

Sonntag, 30. November 2003 

World Cup: Teilnehmerfeld für Leipzig steht!
DVV: Anna Lotzkat verabschiedet sich
DVV-Pokal: Weitere Viertelfinalisten stehen fest
Noliko Maaseik gewinnt 3-0 gegen Roeselare
Braunschweiger Sorgen vor dem Pokalspiel
Interview mit Angelika Carl und Christian Dau
Gewinnen kostet Geld für BBVC
Ludwig fordert Druck über die Aufgaben
USC: Qualität setzt sich durch
Siegesserie des SV Altengamme hält an!
„Gerechtes Unentschieden“ beim Verfolgertrio!
A-Jugend des CVJM: „Pflichtaufgabe erfüllt!
Echt würzig: Fischbeks süße „Maggi“

November 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - DVV-News

Sonntag. 30. November 2003

World Cup der Männer: Teilnehmerfeld für Leipzig steht!

Brasilien, Italien und Serbien & Montenegro sind für Athen 2004 qualifiziert

Die drei favorisierten Teams beim World Cup 2003 der Männer in Japan haben sich am Ende auch durchgesetzt und die Tickets für Athen 2004 gesichert. Einen Tag vor Ende der Veranstaltung stehen mit Weltmeister Brasilien, Europameister Italien und Olympiasieger Serbien & Montenegro die Teilnehmer zwei bis vier – nach Gastgeber Griechenland - am Olympischen Volleyballturnier fest. Brasilien gewann auch sein zehntes Spiel sicher und ließ den USA beim 3:0 (25-20, 25-21, 25-23) keine Chance. Italien setzte sich mit 3:1 (25-21, 27-25, 25-27, 25-20) gegen Japan durch und weist eine Bilanz von 9:1-Siegen auf. Und Olympiasieger Serbien & Montenegro reichte beim 1:3 (18-25, 22-25, 25-21, 19-25) gegen Frankreich der eine Satzgewinn, um die Titelverteidigung in Athen anzugehen.

Dabei profitierten die Serben vom unwiderstehlichen Spiel der Brasilianer, die den USA die letzte Chance auf das vorzeitige Athen-Ticket nahmen. Zwar können die USA oder Frankreich, die morgen noch aufeinander treffen, nach Punkten noch mit dem Olympiasieger gleichziehen, das bessere Satzverhältnis weist aber auf alle Fälle Serbien & Montenegro auf.

Durch die Entscheidung in Japan steht somit auch endgültig das Teilnehmerfeld der europäischen Olympia-Qualifikation vom 5.-10. Januar 2004 in Leipzig fest. Neben Russland, Polen, Niederlande, Deutschland und Finnland kämpfen nun auch Spanien, Bulgarien und Frankreich um das eine dort zu vergebene Olympia-Ticket. Die Auslosung der beiden Vierer-Vorrundengruppen erfolgt am 2. Dezember im Leipziger Neuen Rathaus ab 11.00 Uhr.

 

Deutschland - DVV-News

Sonntag. 30. November 2003

DVV-Geschäftsstelle: Anna Lotzkat verabschiedet sich

Am heutigen Donnerstag, 27. November, hieß es Abschied nehmen für Anna Lotzkat. Die Sekretärin des Nationalen Organisationskomitees für die Frauen-WM und Männer-EM gab ihren Ausstand auf der DVV-Geschäftsstelle. Die Mitarbeiter verabschiedeten sie mit einem großen Präsentkorb.

Vor knapp zwei Jahren heuerte die damals 19-Jährige beim DVV an. Mittlerweile ist sie zu einer Volleyball-Expertin gereift. Für die Zukunft stellt sich Lotzkat eine ähnliche Position bei weiteren sportlichen Großereignissen in anderen Sportarten vor.

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de 

Sonntag. 30. November 2003

DVV-Pokal: Weitere Viertelfinalisten stehen fest

Nach jeweils klarem 0:3-Sieg für die Erstligisten Vilsbiburg (Frauen) und Friedrichshafen (Männer) gegen Teams aus der 2. Bundesliga konnten sich in reinen Erstliga-Matches der Schweriner SC und TSV Bad Saulgau für die Viertelfinal-Spiele qualifizieren.

Gegen den Titelverteidiger des DVV-Pokals der Männer, VfB Friedrichshafen, konnte der bayerische Regionalpokalsieger, ASV Dachau, erst zum Schluss ein wenig Boden gutmachen und musste sich dennoch klar mit 0:3 (12:25, 18:25, 20:25) geschlagen geben.

Ein wenig stärker präsentierte sich die Juniorinnen-Auswahl der Stützpunktmannschaft VC Olympia Berlin gegen die Roten Raben Vilsbiburg, die 0:3-Niederlage (18:25, 22:25, 16:25) war indes nicht abzuwenden. 

Der DVV-Pokalsieger der Frauen von 2002, Schweriner SC konnte vor heimischem Publikum den Pokalsieger von 2001, den Dresdner SC, nach fünf heiß umkämpften Sätzen (25:23, 18:25, 25:23, 20:25, 15:12) "nach Hause schicken".

Dem derzeitigen Tabellenschlusslicht der 1. Bundesliga Männer, der SG uniVersa Eltmann, reichte der Heimvorteil gegen den TSV Bad Saulgau bei der sehr knappen 2:3-Niederlage (26:24, 26:28, 22:25, 25:21, 10:15) hingegen nicht aus, um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren

 

International - www.volleyball.de 

Sonntag. 30. November 2003

Noliko Maaseik gewinnt 3-0 gegen Roeselare

Im "ewigen Duell" der beiden belgischen Spitzenclubs Noliko Maaseik (mit Michi Mayer und Georg Wiebel) und Knack Roeselare (mit Ralph Bergmann) behielt der amtierende Meister und Pokalsieger einmal mehr die "Nase vorn": Deutlich, aber denkbar knapp entschied Maaseik die Partie mit 3-0 (27-25, 25-23, 29-27) für sich. Beide Teams hatten sich längst für die Hauptrunde (die Belgier spielen die Meisterschaft nach dem gleichen Modus aus wie die deutsche Bundesliga) qualifiziert und kämpften vornehmlich ums Prestige.

Sowohl bei Maaseik wie auch bei Roeselare spielten die deutschen Akteure durch. Michi Mayer (Bild oben) lieferte auf der Diagonalen eine gute Partie, spielte im Angriff zunehmend effektiv und erzielte in der Statistik sogar bessere Werte als sein Gegenspieler Contreras. Auch im Block zeigte sich der Neuzugang aus Unterhaching deutlich verbessert.

Bei Duell Wiebel-Bergmann verzeichnete der "Maaseiker" leichte Vorteile - wohl auch deshalb, weil Roeselare-Zuspieler Depestele wenig über die Mitte spielte und vornehmlich den Mexikaner Contreras und den Brasilianer Kid suchte.

In den ersten beiden Sätzen hatte Roeselare jewels Satzball; im dritten Satz konnte das Team aus Westflandern eine 20-15 und 21-17 Führung nicht zu einem Satzgewinn nutzen.

Nach dem Spiel meinte Maaseik-Trainer Kristiansson: "Das war ein Spiel auf hohem NIveau, das wir knapp, aber verdient gewonnen haben. Mayer hat deutliche Fortschritte gemacht, aber er ist noch nicht da, wo er hingehört." Ralph Bergmann (Bild unten) zeigte sich hernach eher ratlos: "Das war hauchdünn. Bei uns hat eigentlich kein Mannschaftsteil versagt, Maaseik war lediglich in allen Sätzen um einen einzigen Breakball besser." Georg Wiebel konstatierte, dass "wir heute wahrscheinlich in der Mitte etwas stärker und glaubwürdiger waren. Wir hatten uns schnell auf Contreras und Kid eingestelt."

Nach dem Ende der Vorrunde absolvieren Mayer und Wiebel noch ein Trainingsspiel gegen Roeselare und fliegen danach kurz nach Italien, um dort gegen Treviso und Padova anzutreten, bevor in der übernächsten Woche die Champions League mit dem Spiel gegen die Hot Volleys aus Wien (Heimspiel für Maaseik) beginnt.

Jürgen Sabarz

 

Deutschland - www.volleyball.de 

Sonntag. 30. November 2003

Braunschweiger Sorgen vor dem Pokalspiel

(frs) Zwei Spiele hat das Team des USC Braunschweig in der 1. Liga gegen direkte Konkurrenten zuletzt in Serie gewonnen. Am Sonntag (30. November), kommt um 15 Uhr in der Tunicahalle, Hasenwinkel in Braunschweig, der Gastgeber des letzten Punktspiels, der Berlin-BVC 68, zum Achtel-Finale im DVV-Pokal nach Braunschweig zur Revanche. Doch in beiden Teams gab im Vergleich zum Punktspiel einige Veränderungen.

Eigentlich war das Achtelfinale im Pokal mit Spannung erwartet worden: Rückkehr des Ex-Trainers Markus Weber an alte Wirkungsstätte, Revanche oder Bestätigung für den USC-Sieg im Punktspiel des Wochenendes. Eigentlich! Die rein sportliche Komponente dieser Pokalpartie, deren Sieger das Viertel-Finale am 13./14. Dezember erreicht (Paarungen werden in Ulm Sonntag abend ausgelost), ist etwas in den Hintergrund gerückt wegen der Turbulenzen beim BBVC 68 und der Verletzungsprobleme beim USC.

Der Berlin-BVC 68 hat seinen Trainer Markus Weber entlassen. Schon beim Punktspiel des USC in Berlin war gemunkelt worden, dass nur ein Sieg den ehemaligen USC-Mann auf seinem Posten halten könnte. Die USCerinnen schossen mit dem 3:1 ihren Ex-Trainer wohl ab. Der Münchner Michael Merten, früher Nationaltrainer in Liechtenstein und Co-Trainer bei der DVV-Jugendauswahl, löste Markus Weber ab und übernahm bereits am Dienstag das Training.

Beim USC sorgten die dramatisch verschärften Personalsorgen für Diskussionsstoff. Katharina Galland fällt nach ihrer Verletzung vom Vorwochenende bis Ende des Jahres aus. Eine Untersuchung im HEH Melverode bestätigte den Anfangsverdacht: Bänderriss im linken Sprunggelenk. Diese Pause ist bitter für die Führungsspielerin der Braunschweiger, hatte sie sich doch gerade erst nach einer Verletzung im Knie und fast halbjähriger Pause wieder an ihr Leistungspotenzial herangearbeitet.

Doch damit nicht genug. Die hohen Belastungen haben auch bei den anderen Spielerinnen ihre Spuren hinterlassen. Besonders die Mittelblock-Riege ist angeschlagen: Laura Benzing und Elena Kiesling haben heftige Schmerzen im Schlagarm, Barbora Kolinova erhebliche Probleme im Sprunggelenk und Knie. Der Einsatz aller drei Spielerinnen ist in Frage gestellt.

Trainer Timo Schröder: „Die Situation ist schon sehr bescheiden, aber egal mit welcher Mannschaft wir auflaufen: Wir wollen den Sieg in Berlin bestätigen und uns Selbstvertrauen für Erfurt holen“.

Spielerinnen, die bisher noch nicht über große Spielanteile verfügen wie Christine Wenk und Franziska Feilke, müssen möglicherweise in die Bresche springen. Zeit zum richtigen Auskurieren bleibt nicht. Nach dem Pokalspiel wartet am darauffolgenden Samstag mit der Partie bei Braugold Erfurt eine weitere für den Klassenerhalt absolut wichtige Begegnung. Mit Blick auf die bis Ende April dauernde Saison und vor allem der eminent wichtigen Schlussphase mit 15 Spielen im März und April wird dem USC-Trainer Angst und Bange: „Ich weiß nicht, wie wir das durchhalten sollen“. 

Zu gerne würden die Trainer deshalb den Kader noch verstärken, eine oder zwei neue Spielerinnen würden den Klassenerhalt bestimmt sichern. Schröder: „Bei diesen hohen Belastungen - und das alles neben dem Job - müssen wir einfach zeitweilig mit weiteren Ausfällen rechnen.“ Doch wenn, dann müssten die USCer schnell handeln. Bis zum letzten Hinrundenspieltag am 19. Dezember muss der Kader komplett sein. Derzeit führen die USC-Verantwortlichen Sondierungsgespräche. Doch ein Problem scheint unüberwindlich: Es fehlt das Geld!

 

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Sonntag. 30. November 2003

Interview mit Angelika Carl und Christian Dau

Seit nunmehr zwei Jahren betreut die Münchner Agentur sportsandevents die Renault Beach Cup Serie. Aus der unbeliebten Cup-Serie wurde so hinter den Masters eine feste Beach-Größe. Wir sprachen mit den beiden Geschäftsführern Angelika Carl und Christian Dau unter anderem über die vergangenen zwei Jahre, witzige Begebenheiten und den eventuellen Wegfall der Qualifikation in 2004.

Wie fällt Euer persönliches Fazit zur gerade beendeten nationalen Saison aus?
Die Renault Beach Cup Serie hat im zweiten Jahr hinsichtlich Niveau der Events und der Spiele eindeutig zugelegt. Und wir freuen uns, dass Sponsoren, Verband, Spieler und Medien dies einheitlich bestätigt haben. Das gute Wetter, das höhere Engagement der Sponsoren und die eigene TV-Produktion sowie optimierte Kooperationen mit verschiedenen Medienpartnern haben die Tour weiter etabliert und auch weitaus bekannter gemacht als noch vor einem Jahr.

Was haltet ihr von der Abkehr vom Pool Play System und wie kam es dazu?
Na, da haben wir ja wohl echt auf das richtige Pferd gesetzt :-) Spaß beiseite, wir persönlich fanden die Gruppenspiel-Lösung gut, da sie für die Zuschauer und die Medien leichter nachzuvollziehen war als der Double Elimination Modus. Aber schließlich geht es hier doch um die Athleten - wir wollen, dass sie mit dem Spielmodus zufrieden sind, damit die Zuschauer spannenden und hochklassigen Sport mit positivem Stimmung genießen können. Und da die Spieler fast alle der Ansicht sind bzw. international auch die Erfahrung gemacht haben, dass Pool Play unfairer ist und auch zu "Schiebereien" führen kann, haben wir kein Problem damit, zum alten System zurückzukehren. Einen Versuch war es wert, zumal das Pool Play ja auch international gespielt wurde, bzw. in Athen sogar angeblich auch noch gespielt werden soll. Aber, wie gesagt, letztlich müssen das die Spieler entscheiden, denn sie stehen auf dem Platz! Die Spielervertreter haben sich vor ein paar Wochen bei einer gemeinsamen Sitzung eindeutig dafür ausgesprochen - und deshalb wird beim Renault Beach Cup 2004 wieder mit Double Elimination System gespielt.

Welche Veränderungen und Verbesserungen sind noch in 2004 geplant?
Wir wollen weiter wachsen, noch mehr Resonanz von den Medien bekommen, weitere engagierte Partner gewinnen, die sich mit uns für den Sport einsetzen, das Preisgeld für die Spieler erhöhen, die Ranglistenpunkte erhöhen, unsere 2003 erstmals durchgeführtes Konzept der Nachtturniere ausbauen - und die Events in ihrer Gesamtheit weiter optimieren. Das hängt natürlich alles stark vom Budget bzw. möglichen neuen Partnern ab. Also - Daumen drücken!

Stimmt es, dass über einen Wegfall der Qualifikation nachgedacht wird?
Ja, nachgedacht wurde darüber - in erster Linie aus Kostengründen. Einen generellen Wegfall wird es beim Renault Beach Cup sicher nicht geben. Die Überlegungen beschränken sich derzeit lediglich auf schwächer besetzte Turniere. Wir sind uns aber darüber bewusst, daß das vor allem dem Nachwuchs schaden würde. Diesen Aspekt haben uns der Verband und die Spielervertreter sehr ans Herz gelegt - und wir werden das berücksichtigen. Die Überlegungen betrafen halt den Eventfreitag, der für Sponsoren und Veranstalter Kosten produziert und aus Vermarktungssicht realistisch gesehen wenig bringt. Durch einen Wegfall hätte man Finanzmittel umschichten können - zugunsten von Preisgeldern oder kostenlosen Unterkünften...

Welche Austragungsorte sind gesetzt, welche neue kommen dazu?
München und Bonn bilden wieder den Rahmen. Dresden, Frankfurt, Leipzig, Binz, Konstanz und Wangerooge werden sicher auch wieder auf dem Plan stehen. Den Rest verraten wir noch nicht :-)

Gibt es schon Termine, die ihr uns verraten könnt?
Ein bißchen spannend muss es schon bleiben. Fest steht der große Saison- und Tourauftakt in München, vom 07.- 09.Mai.2004 geht's wieder los - und wir freuen uns darauf. Und verraten können wir auch, daß die Saison 2004 etwas länger sein wird. Das RBC Abschlussturnier - traditionell auf dem Bonner Münsterplatz - wird erst Ende August stattfinden, da die Deutsche Meisterschaft bedingt durch Athen auf Anfang September verschoben wurde.

Ist es denkbar die Renault Beach Cup Serie auszubauen?
Ja natürlich, aber das hängt von den Sponsoren ab - und davon, ob wir unseren Sommer nur noch im Sand verbringen möchten :-) Mit 12 Turnieren ist der Renault Beach Cup aktuell die größte Deutsche Tour. Und für 2004 wird es auf alle Fälle dabei bleiben.

Ihr organisiert nun seit zwei Jahren den Renault Beach Cup. Wie seit ihr dazu gekommen und was hat sich eurer Meinung am positivsten verändert und was ist weniger gut?
Angelika hatte beruflich den Kontakt zu einigen Spielern und zum Verband - und hat dann irgendwann einfach mal gefragt, ob Interesse an der Vermarktung und Organisation besteht. Zu diesem Zeitpunkt lernten wir uns gerade kennen. Na ja - und weil wir dem Sport eine große Zukunft zuschreiben und die Aufgabe uns gereizt hat, haben wir uns ans Werk gemacht. Außerdem ist es eine tolle, positiv besetzte Sportart, die von Agenturen noch nicht so belegt war. MNP mit der Masters Tour und dann kam lange nichts. Da haben wir eine Chance für unsere Agentur gesehen. Heute freuen wir uns natürlich, dass Beach-Volleyball bei Zuschauern, Firmen, Medien, etc. immer beliebter wird. Das kommt den Sportlern und auch uns als verantwortliche Agentur sehr entgegen. Positiv ist auch, daß die deutschen Teams international immer erfolgreicher werden, was dazu beiträgt, dass das Thema Beach-Volleyball immer populärer wird. Negativ empfinden wir, dass sich die TV-Verantwortlichen in Deutschland immer noch nicht wirklich mit der Sportart anfreunden können. Aber wir sind positiv gestimmt - mit zwei professionellen offiziellen Ranglistenserien in Deutschland, d.h. insgesamt 22 großen Events mit Hundertausenden von Zuschauern und immer mehr Aktiven, wird auch das Fernsehen über kurz oder lang an unserem Sport nicht vorbeikommen.

Was waren die bewegendsten Momente für euch in den vergangenen zwei Jahren?
Na ja, zum einen daß wir unseren ersten Event in München 2002, trotz Orkan am Samstag und einem total zerstörten Eventgelände am Sonntag doch noch erfolgreich beenden konnten, weil jeder angepackt und geholfen hat. Und dann unsere letzte Siegerehrung der 1. Saison 2002 beim Beach Cup Finale in Bonn - mit Gau/Slacanin als Sieger, die sich dadurch im letzten Moment noch ihre Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft sichern konnten - und einem sensationellen Publikum bei strahlendem Sonnenschein.

Und was die lustigsten Momente und Begebenheiten?
Moderator Text als das kubanische Team auf Norderney ein Ball verpasste: "Das hat es wohl Verständigungsprobleme gegeben. Das kommt davon wenn beide kein Deutsch sprechen"

Warum wird eurer Meinung nach immer noch so wenig Beach-Volleyball im TV gezeigt?
Wir haben leider noch keine richtig berühmten Stars, so wie Nowitzky im Basketball oder Kahn im Fußball... außerdem wird teilweise schlechtes TV Material gesendet. Da kommt nichts von der Stimmung rüber, die wirklich herrscht, und das Spiel kannst du auch nicht wirklich verfolgen. Generell ist leider auch das ein finanzielles Problem - eigentlich müßte man Beach-Volleyball mit 4-6 EB Teams pro Event drehen. Das kostet halt eine Menge Geld.

Möchtet ihr noch etwas loswerden?
Wir hoffen, die Spieler melden auch wieder eifrig für die Renault Beach Cups 2004 an, und die Zuschauer sind auch 2004 wieder mit so viel Begeisterung dabei - dann freuen wir uns auf 12 tolle Events.

Wir danken euch für dieses Interview und wünschen schon jetzt viel Erfolg für die nächste Saison!

 

Deutschland - Berliner Morgenpost 

Sonntag. 30. November 2003

Gewinnen kostet Geld für BBVC

Der Pokal hat auch im Volleyball eigene Gesetze. Eines lautet: Der Pokal kostet vor allem Geld. "Sollten wir gewinnen und kriegen dann vielleicht Ulm auswärts, dann zahlen wir richtig drauf", sagt Rene Klaus, Manager des Frauen-Bundesligisten Berlin-Brandenburger VC 68.

Und da das Geld knapp ist, wäre ein Achtelfinal-Aus heute beim Liga-Konkurrenten USC Braunschweig, dem man jüngst im Punktspiel 1:3 unterlag, zu verschmerzen. "Unser Saisonziel ist der Klassenerhalt", betont Klaus. Für den Trainer ist es die erste Möglichkeit, sich zu beweisen. Seit Dienstag ist Michael Merten, der früher unter anderem die Männer-Nationalmannschaft Liechtensteins trainiert hat, neuer Coach beim Vorletzten, er tritt die Nachfolge von Markus Weber an. Sportliche Erfolglosigkeit war ein Grund für die Ablösung Webers, der zuvor die Braunschweigerinnen gecoacht hatte. Ein Sieg in der vergangenen Saison, einer in den ersten neun Spielen dieser Saison - dafür will Weber die Verantwortung nicht übernehmen: "Ich habe im Sommer gesagt, wir brauchen noch eine Mittelblockerin und eine Zuspielerin. Der Verein hat mir seine Zusage gegeben." Aber es kamen keine Verstärkungen, stattdessen gingen die beiden lettischen Zugänge noch vor Saisonbeginn wieder in ihre Heimat. Ausländische Spielerinnen können wir uns nicht leisten", sagt der Vereinsvorsitzende Udo Wandtke. Inzwischen stehen zwei Jugend-Nationalspielerinnen vom VC Olympia im Kader.

Während Merten im Besitz einer A-Trainerlizenz ist, hat Weber nur die B-Lizenz. Dies kostete den Verein 1500 Euro Strafe, weil Bundesligisten von A-Trainern gecoacht werden müssen. "Der Verein wusste von der möglichen Strafe seit Mai. Und jetzt soll das mit ein Grund für den Trainerwechsel sein", wundert sich Weber. Der 37-jährige Bankangestellte kann sich nun voll auf seinen Beruf konzentrieren.

Sebastian Schlichting

 

Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten 

Freitag. 28. November 2003

Ludwig fordert Druck über die Aufgaben

Dresden. Neues Spiel, neues Glück. So heißt es heute für die DSC-Volleyballerinnen in Schwerin. Nach der 0:3-Liga-Schlappe gegen den deutschen Meister Ulm wollen die Elbestädterinnen um 18 Uhr in Mecklenburg im Pokal wieder angreifen.

"Die Niederlage haben wir ganz gut verarbeitet", glaubt Kapitän Beatrice Dömeland. "Wir haben die Schwachpunkte noch einmal analysiert und versucht, sie im Training auszumerzen", fügt die DSC-Zuspielerin hinzu. Allerdings findet sie auch: "Im Pokal verfolgt uns Schwerin. Wir mussten so oft in den letzten Jahren in Mecklenburg ran. Klar, ist es erneut ein schweres Los, doch wir fahren dahin um zu gewinnen." Trainer Arnd Ludwig kann dabei endlich wieder mit seinem kompletten Kader antreten und hat damit mehr Variationsmöglichkeiten. "Wir haben viel an den Aufgaben und an der Annahme geübt, aber auch an der Blockabwehr, die mir gegen Ulm gar nicht gefiel", so der Coach, der von seinem Team fordert: "Wir müssen von Beginn an unheimlich aggressiv zur Sache gehen, mit den Aufgaben Druck ausüben. Nur so können wir verhindern, dass der Gastgeber richtig ins Laufen kommt. Denn dann sind sie ganz schwer zu bremsen. Letztes Jahr hat uns beispielsweise Patricia Wolf mit ihren Einbeinern sehr zu schaffen gemacht." 

Und "Micki" Dömeland sieht die Taktik so: "Wenn wir schnell und viel über die Mitte spielen wollen, brauchen wir eine stabile Annahme. Ich hoffe, die steht diesmal." Mit diesem Element hatten zuletzt aber nicht nur die Dresdnerinnen ihre Probleme, sondern auch die Schweriner. Deshalb schlug der Verein noch einmal auf dem Transfermarkt zu, angelte sich Libera Natalya Shumeyko aus Odessa, die nun Annahme und Feldabwehr stabilisieren soll.

"Pokalspiele haben ihre eigenen Gesetze", greift "Micki" noch einmal auf den beliebten Spruch zurück und fügt hinzu: "Der Pokal ist auch etwas Besonderes, deshalb sind wir alle hochmotiviert, denn wir wollen nächste Woche bei der Auslosung fürs Viertelfinale noch im Rennen sein." Weil die Fahrt nach Mecklenburg so schön ist, dürfen die DSC-Damen die Reise eine Woche später gleich wiederholen, denn dann steht das Punktspiel in Schwerin an.

ah

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Sonntag. 30. November 2003

USC: Qualität setzt sich durch

Emlichheim - Zumindest einen Satz lang durfte Volleyball-Zweitligist SCU Emlichheim gestern Abend im DVV-Achtelfinalspiel gegen die Frauen des USC Münster vom Pokalcoup träumen. Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit aber stand dann doch ein standesgemäßer Sieg des münsterschen Bundesligisten zu Buche.

Axel Bürings Mannschaft riss keine Bäume aus, landete aber am Ende einen ungefährdeten 3:0 (25:22, 25:18, 25:14)-Sieg über den Zweiten der 2. Bundesliga und schaut nun am morgigen Sonntag nach Ulm. Dort werden im Anschluss an die Heimpartie des SSV Aliud Pharma gegen den VfB Suhl direkt die Paarungen für das Viertelfinale ausgelost. Spieltermin dieser Runde ist das übernächste Wochenende (12./13. Dezember).

Münsters Trainer ging nach einer Woche mit erhöhtem Trainingspensum im Hinblick auf anstehende internationale Aufgaben keinerlei Risiko ein und verzichtete auf größere Experimente. Ein Wechselspiel aber brachte ihm durchaus wertvolle Erkenntnisse: Mit Zuspielerin Kim Staelens teilte sich Nachwuchskraft Sandra Aßmann die Spielzeit und "machte ihre Sache nach anfänglichen kleineren Problemen sehr ordentlich", wie der Amelsbürener fand. Außen gingen Conny Dumler und Johanna Reinink über die volle Distanz, Atika Bouagaa wurde sporadisch von Teee Williams abgelöst. In der Mitte vertraute Büring Jill Döhnert und Andrea Berg. Büring setzte alle einsatzfähigen Kaderspielerinnen über mehrere Minuten ein.

Wie zu erwarten legten die Gastgeberinnen allen Elan schon in den ersten Satz. Und auch jede Menge Kampfkraft: "Sie haben diesen Durchgang durch gute Aktionen in der Feldabwehr verdient offen gehalten", lobte Büring den Gegner nicht ungern. Sein Team habe in dieser Phase "nicht richtig ins Spiel gefunden".

Mit gesteigerter Konzentration beim USC und nachlassender Kraft beim Gegner setzte sich die qualitativ auch deutlich besser besetzte Mannschaft am Ende klar durch. Auch Büring wertete den ersten Satz schon als den entscheidenden, "danach haben wir das Heft nicht mehr aus der Hand gegeben."

Im dritten Satz schließlich resignierte Emlichheim auch. Der USC konnte Kräfte sparen und zeitig die relativ kurze Rückreise antreten.

Dirk Krampe

 

Hamburg - SV Altengamme-News 

Sonntag. 30. November 2003

Siegesserie des SV Altengamme hält an!

Nach einer grandiosen Hinrunden –Serie, galt es nun den Punktevorsprung von 16:0 weiter auszubauen. Die Mannschaft wusste, dass dies gegen HNF schwierig genug werden würde. Und die Mannen aus Fischbek waren der erwartete schwere Gegner. 22:25 und 14:25 gingen die Sätze eins und zwei an Fischbek. Der Trainer von SVA musste nun handeln. Ein Zuspieler – Wechsel erbrachte die erwartete Wende. 25:21 und 25:23 gingen die nächsten Sätze an die Männer vom SVA. Was dann im fünften Satz geschah zeigte wieder mal, dass im Volleyball alles möglich ist. Mit 7:0 ging der HNF in Führung. Der Drops schien gelutscht zu sein. Doch wer die Männer aus Altengamme kennt weiß, dass diese Mannschaft nicht so leicht aufgibt. Über 2:8 und 6:10 kam der SVA durch eine fabelhafte Aufschlagserie von Kay Havertz auf 10:10 heran. Dies brach den Willen von HNF. 12:15 gab der HNF schließlich den fünften Satz ab und kassierte die zweite 3:2 Niederlage in einer Woche.

„ Ich weiß auch nicht, wie man so ein Spiel noch umbiegen kann.“ so Spieler – Coach Mathias Eggers von SV Altengamme. „ Vielleicht lag es an dem Sondertraining von A-Trainer Jan Maier vom benachbarten Sportclub OSV.“

Dieser Sieg bringt aber auch den Tabellenzweiten St. Georg in Zugzwang. Dieser darf sich am Sonntag keinen Ausrutscher gegen Farmsen und ETV erlauben. Die Männer vom SVA können jedenfalls beruhigt in die Weihnachtsferien gehen. 18:0 Punkte und mindestens 4 Punkte Vorsprung auf St. Georg sind ein gutes Polster.

Sven Schöffel

 

Hamburg - CVJM zu Hamburg-News 

Sonntag. 30. November 2003

„Gerechtes Unentschieden“ beim Verfolgertrio!

Ergebnisse, die letztlich nur dem am Wochenende zweimal erfolgreichen Spitzenreiter Grün-Weiß Eimsbüttel (jeweils 3:1 gegen TSV Reinbek und VG Elmshorn 3) weiterhalfen, gab es beim Spieltag des nach Minuspunkten gleichstehenden Trios, bestehend aus CVJM 2 (8:4), Rissener SV und VG Elmshorn 2 (jeweils 12:4).

Nachdem der Gastgeber aus Rissen im ersten Spiel relativ klar gegen die VGE mit 3:1 gewonnen hatte, wollten sich die Rissenerinnen mit einem weiteren Sieg  gegen den CVJM absetzen und als alleiniger Verfolger der Eimsbüttlerinnen agieren. Aber mit unserer besten Saisonleistung gewannen wir – in der Deutlichkeit beinahe schon sensationell – mit 3:0 in 55 Minuten (25:23, 25:19, 25:17)! Wobei Rissen eigentlich in keiner Phase des Spiels eine echte Chance zu haben schien.

Nun lag es also am CVJM, mit einem weiteren Sieg gegen Elmshorn auf Tuchfühlung zu Grün-Weiß Eimsbüttel zu bleiben. Und das team begann auch sehr konzentriert und mit viel Sebstvertrauen nach dem Erfolg gegen Rissen, doch leider nur bis zum 18:14 im ersten Satz, dann gab es eine kurze Schwächeperiode (18:21!) die VGE war im Spiel. Doch der CVJM fing sich noch einmal und hatte sogar zwei Satzbälle bei 24:23 und 25:24, aber es reichte nicht: der Satz ging 26:28 verloren.

Im zweiten Satz lag der CV schnell mit 13:18 in Rückstand, aber 5 Minuten später hieß es nach einer starken Aufschlagserie von Carina Borkowski 24:18 ! Mit 25:19 glich der CVJM nach Sätzen aus und in den beiden letzten Sätzen entwickelte sich ein richtig gutes Spitzenspiel von beiden Seiten.

Leider wurden die Elmshornerinnen mit zunehmender Spieldauer immer sicherer und was der CVJM auch versuchte, die VGE-Spielerinnen machten so gut wie keine Fehler mehr. So verlor der CVJM letztlich verdient die Sätze 3 und 4 mit jeweils 17:25 und damit das Spiel mit 1:3, ohne aber wirklich enttäuscht sein zu müssen.

Denn mit 10:6 Punkten steht das Team des CVJM nach Minuspunkten gleich mit dem Tabellenzweiten Rissener SV auf Platz 4. Davon hätte vor der Saison sicherlich keiner zu träumen gewagt. Aber der Blick muss auch weiterhin noch auch nach unten gehen, denn – zwei Spieltage im Rückstand – sind es momentan auch nur zwei Pluspunkte Vorsprung vor dem vorletzten Platz !

Also bleibt es spannend nach oben wie nach unten.

 

Hamburg - CVJM zu Hamburg-News 

Sonntag. 30. November 2003

A-Jugend des CVJM: „Pflichtaufgabe erfüllt!

Am Sonntag, dem 23. November, stand die Qualifikation der A-Jugend zur Hamburger Meisterschaft auf dem Programm. Die 1. Mannschaft des CVJM wurde durch Spielerinnen des Zweitligateams (Anne Steffen, Yuen Choy, Valessa Ehrke), der Verbandsliga (Jana Baum, Belinda Behncke-Biney, Laura Pflughaupt) und Katrin Wiek aus Jörn Schröders Team, das aufgrund der Staffelreform in der Bezirksklasse spielen muss. Die zweite A-Mannschaft des CV war ein Mix aus der Bezirksklasse und der Kreisliga und wird von Jörn Schröder trainiert.

Als Hamburger Meister und Titelverteidiger hatte die A1 eine relativ leichte Gruppe, gewann beide Spiele deutlich mit 2:0 Sätzen gegen die VG WiWa und den VfL Geesthacht und qualifizierte sich somit direkt für die Endrunde der Hamburger Meisterschaft am 20./21. Februar nächsten Jahres.

Die A2 hatte dagegen eine „Hammergruppe“ erwischt und durfte gegen den Zweiten und Vierten der vergangenen Meisterschaft antreten. Gegen das von Peter Schulz trainierte Team der VC NAL war trotz mutigem Spiel zur Zeit noch kein ernsthaftes Ankommen, die Partie ging mit 14:25 und 16:25 verloren. Gegen die VG Elmshorn, die gegen den Favoriten aus Norderstedt mit 22:25 und 22:25 unterlegen war, rechnete man sich eine kleine Chance aus. Und nachdem der erste Satz zwar umkämpft war, aber mit 22:25 verloren ging, holte sich die Mannschaft um Kapitänin Olga Dippel den zweiten Satz mit dem gleichen Ergebnis. Im entscheidenden dritten Durchgang – beide Teams hatten sich auf einen Satz bis 25 geeinigt, setzte sich das etwas routiniertere Spiel der Elmshornerinnen durch. Der CV unterlag mit 18:25, hat aber in der nächsten Runde am 25. Januar eine gute Chance, sich für die Endrunde zu qualifizieren.

Deutschland - Hamburger Morgenpost 

Freitag. 28. November 2003

Echt würzig: Fischbeks süße „Maggi“

Margarethe Kozuch (17) will hoch hinaus / Auch abseits des Courts genießt sie das Leben

Beine bis zum Abwinken, imposante 1,86 Meter und ein strahlendes Lachen – wer Margarethe Kozuch nicht kennt, könnte sie glatt für ein Modell halten. Doch nicht der Laufsteg ist ihr Revier, sondern das Volleyballfeld. Nicht schmucke Designer-Klamotten, sondern knappe Sport-Trikots schmücken ihren trainierten Körper. Seit dem Sommer schmettert die 17-jährige in der Bundesliga für den TV Fischbek.

Auf Margarethe hört sie nicht so gern – eigentlich sagen alle „Maggi“. Seit sieben Jahren pritscht und baggert die Außenangreiferin, was das Zeug hält. Davor hatte sie es mit Ballett versucht. „Irgendwann wurde ich aber zu groß. Außerdem wollte ich mich für eine Sportart entscheiden“, erklärt sie mit Nachdruck und lässt keinen Zweifel an der Richtigkeit ihrer Entscheidung.

Über den TuS Berne und den CVJM kam sie zum TVF. Nationalspielerin Tina Benecke nahm sie sofort unter ihre Fittiche. „Ganz klar, Tina ist die Leitfigur für mich. Da kann ich als junge Spielerin noch viel lernen“, weiß Maggi. Aber sie weiß auch, dass Volleyball nicht alles ist. Die Jugendnationalspielerin (30 Länderspiele) mit polnischen Wurzeln („Ich spreche aber mit einem kleinen Akzent“) fährt besonders gerne in den Urlaub. Am liebsten dorthin, wo die Sonne scheint, die Wellen rauschen und der Strand nah ist. Nicht umsonst isst sie am liebsten Pizza Hawaii.

Der Alltag besteht für Maggi jedoch meistens aus Training und Schule. Praktisch, dass ihr Freund Konstantin (16) in die gleiche Klasse geht (11. Jahrgang, Gymnasium Rahlstedt). Dass er jünger ist, stört mich überhaupt nicht. Hauptsache, er sit mit 1,90 m größer als ich“, erzählt sie grinsend, „zusammen macht das Mathe lernen auch gleich viel mehr Spaß ...“ Was sie nach dem Abi machen will, weiß sie allerdings noch nicht. „Ich kann mich ja noch nicht mal für zwei Leistungskurse entscheiden.“

Im Volleyball hat die „Naschkatze“ (Schokolade, Lakritz) allerdings klare Ziele: Sie will bei Fischbek weiter auftrumpfen, sich im Nationalteam etablieren und irgendwann mal bei Olympia dabei sein. Und wenn’s geht, dann mit der Rückennummer 14 auflaufen. „Das ist meine Lieblingszahl. Bei Fischbek trägt sie leider Elena Keldibekova. Im Herzen aber weiß ich, dass sie mir gehört“, sagt Maggi mit verträumtem Blick.

Der allerdings schlagartig wieder klar wird, wenn man sie auf ihre große Leidenschaft, das Shoppen, anspricht. „Ich gehe für mein Leben gern Klamotten kaufen. Aber es ist wahnsinnig schwer für mich, schöne Hosen in meiner Länge zu finden.“ Das ist eben der Preis, den Volleyballerinnen – oder Models – zahlen müssen.

Alexander Herr

 

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