News

Montag, 08. Dezember 2003 

Flanders Volley Gala wieder stark besetzt
Fellbach: Selbst Sankt Nikolaus war begeistert
Volley YoungStars unterliegen knapp in Delitzsch
Häfler Nikoläuse kassieren die Punkte in Mendig
SCC siegt, aber glänzt nicht
Lulu: Zu viele leichte Punkte verschenkt
VCM leistet beim 0:3 in Eltmann keine Gegenwehr
Evivo spielt "Reise nach Jerusalem"
DSC-Damen glückte Revanche
3:1 - SVS-Mädels beschenken sich selbst
Große Probleme gegen kleine Kontrahenten
TSV stürzt Spitzenreiter - Hildesheim putzt Schüttorf
Arbutina: Das waren zwei Big Points!
In Leipzig war mehr drin für Humänner
SSC-Volleyballerinnen legten Unsicherheit nie ab
Auswärtssieg der VC-Spielerinnen
VC: Fehlstart kostet Sieg
USC 2 lässt im Derby Feuer vermissen
Fortuna Kyritz unterlag Bocholt klar 0:3
SC Union zeigt WiWa Hamburg die Grenzen
Aufschläge des MTV knacken den FC 09  

Dezember 2003

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Montag. 08. Dezember 2003

Flanders Volley Gala wieder stark besetzt

Die "Flanders Volley Gala" im belgischen St. Niklaas bei Antwerpen, auch bekannt als "Diamanten Turnier", bietet zwischen den Feiertagen (26.-28.12) mit sechs Spitzenmannschaften aus Europa und Übersee wieder ein höchst attraktives Teilnehmerfeld. An den drei Turniertagen die Top Teams um den schon traditionellen Hauptpreis: 14 goldene (8gr-18Karat) Anhänger an einem goldenen (ebenfalls 18 Karat) Cartier-Kettchen, besetzt mit einem Brillianten (0.12 ct). Der zweitplazierte bekommt immerhin noch dasselbe in Silber ...

In Anbetracht der ungünstigen Terminlage (viele Clubs sind wegen der Vorbereitung der Nationalmannschaften auf die Olympiaqualifikationsturniere nicht komplett) hat Turniermacher Marc Pincé (Bild oben mit Bürgermeister Willockx und Verbandspräsident Berben) doch ein starkes Teilnehmerfeld zusammengebracht. Neben Vorjahressieger Knack Roeselare treten aus Russland Dinamo Kazan (mit Olikhver und Fomin), aus Brasilien Ulbra Sao Paulo (mit Negrao) und aus Italien Coprasystel Piacenza an. Die spanische Nationalmannschaft nutzt das Turnier zur Vorbereitung auf Leipzig und tritt unter dem Namen "Ibericos" an - das kanadische Nationalteam läuft mit dem Namen "Canadiens TCMW" auf.

Die belgische Spitzenmannschaft Knack Roeselare wird wahrscheinlich auf Ralph Bergmann verzichten müssen: Bergmann wird vorraussichtlich zeitgleich zur Nationalmannschaft in Friedrichshafen (Vorbereitung auf Leipzig) anreisen. Besonders attraktiv ist die Mannschaft Coprasystel Piacenza aus der A UNO: die Mannschaft von Trainer Guru Julio Velasco ist derzeit an der Tabellnspitze (mit N. Grbic, Gardini und Osvaldo Hernandez). Pikanterie am Rande: mit Hernandez, Marshall und Romero kehren drei der Cubaner an den Ort zurück, an dem sie sich vor zwei Jahren von der cubanischen Nationalmannschaft abgesetzt hatten.

Besonders attraktiv auch die große Pressekonferenz am 6. Dezember im alten Rathaus von St. Niklaas: mitten im Vortrag von Turniermacher Marc Pincé klopfte (Bild unten) in St. Niklaas der Sankt Nikolaus an die Tür, wurde eingelassen und forderte die Journalistenschar zu einem Nikolausliedchen auf. Alle folgten brav - und bekamen dann Lob und Tadel zu hören. Schließlich verabschiedete sich der brave Mann mit einem süßen (belgische Schokolade und Spekulatius) Geschenk - was ihm ein erneutes Ständchen einbrachte.

Jürgen Sabarz

 

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Montag. 08. Dezember 2003

Fellbach: Selbst Sankt Nikolaus war begeistert

Am vergangenen Samstagabend wurde in der Fellbacher Gäuäckerhalle wieder Zweitliga-Volleyball präsentiert. Der SV Fellbach empfing den SV Lohhof und stellte vor knapp 250 Zuschauern eindrucksvoll unter Beweis, dass Abstiegssorgen in dieser Saison kein Thema sind.

Mit einem souveränen 3:0-Sieg (25:21, 25:18, 25:18) holten sich die Fellbacher beim „Stadtwerke-Fellbach-Spieltag“ zwei wichtige Punkte in der bald endenden Vorrunde.

„Ein Erfolg in jeder Hinsicht“, so urteilte Jörg Papenheim, Geschäftsführer der Volleyball Fellbach GmbH, nach dem gelungenen Auftritt seiner Akteure auf dem Spielfeld. Abgesehen von der überaus starken Leistung seines Kaders, war Papenheim auch mit dem Rahmenprogramm sichtlich zufrieden. Kein Wunder, wurden doch die Zuschauer ebenfalls in jeder Hinsicht verwöhnt. Neben hochklassigem Volleyballsport gab es in den Satzpausen jede Menge Preise zu gewinnen, die von der Stadtwerke Fellbach GmbH, als Sponsor der SVF-Volleyballer gestiftet wurden. Sogar Nikolaus bejubelte an diesem sechsten Dezember den Fellbacher Heimerfolg und verteilte seine Präsente unter den Fans.

Vor dem Spiel war ein deutlicher Sieg der Fellbacher alles andere als gewiss. Das Team von Trainer Karl-Heinz Striegel startete nämlich nicht in der Standardaufstellung. Zum einen musste der aus beruflichen Gründen verhinderte Mittelblocker Goran Periskic von Michael Proft ersetzt werden, der seine Sache außerordentlich gut machte. Zum anderen spielte der kanadische Annahmespieler Andrew Holland auf der Diagonalposition und zeigte dort immer wieder seine enorme Durchschlagkraft.

An diesem Abend sahen die Lohhofer Gäste jedenfalls kein Land. Obwohl die Bayern nicht auffällig schwach agierten, war der Fellbacher Kader, der bis zum Ende mit der „starting six“ durchspielte, in allen Spielelementen haushoch überlegen.

Zu dem Spiel am nächsten Wochenende beim Meisterbezwinger Sonneberg (Sonneberg schlug überraschend den VfB Friedrichshafen II), kann der SVF mit neugetanktem Selbstvertrauen anreisen. Sogar Sankt Nikolaus war sich sicher: „Wenn die Jungs nächste Woche auch so auftreten, müssen sich die Sonneberger warm einpacken!“

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Montag. 08. Dezember 2003

Volley YoungStars unterliegen knapp in Delitzsch

So ein packendes Volleyballspiel hat die zweite Bundesliga schon lange nicht mehr erlebt. Für die Volley YoungStars des VfB Friedrichshafen nahm das Match bei GSVE Delitzsch, das mehr als zwei Stunden dauerte, ein unerfreuliches Ende. Nach fünf Sätzen stand es 3:2 (25:21, 14:25, 25:23, 27:29, 13:15) für die Gastgeber.

Die 300 Zuschauer, die am Sonntagnachmittag in die Delitzscher Arthur-Becker-Halle gekommen waren, waren begeistert. Sie sahen ein spannendes Volleyballspiel, das die aus ihrer Sicht richtige Mannschaft gewonnen hat.

„Wir haben das Spiel im ersten Satz verloren“, ärgerte sich Söhnke Hinz nach dem Abpfiff. Alles lief gut für die Häfler, die mit zwei, drei Punkten Vorsprung das Spiel bestimmten. Aber statt den ersten Durchgang konzentriert nach Hause zu bringen, schlichen sich Nachlässigkeiten ein. Auch der Zuspielerwechsel von Patrick Steuerwald auf Thomas Welz half nichts. Der erste Satzverlust war besiegelt und die Aufsteiger hatten Lunte gerochen, dass ein Sieg über die YoungStars möglich sei. 

Im zweiten Satz hatten sich Thomas Welz, Marco Hofmann, Sebastian Schwarz, Aljoscha Grabowski, Matthias Klippel, Alex Wiskirchen und Timo Wilhelm wieder gefangen und fertigten die Gastgeber mit 25:14 ab. Ebenfalls erfreulich in diesem Durchgang war die Einwechslung von Tino Kirchner (für Klippel), der erstmals seit seiner Knieoperation vor mehr als einem Jahr wieder bei einem Punktspiel auf dem Feld stand. Damit waren die Wechselmöglichkeiten erschöpft, denn Alex Mayer (krank) und Max Günthör (verletzt) waren erst gar nicht mit nach Sachsen gefahren. 

Der dritte Satz verlief ausgeglichen, allerdings hatten am Ende die Delitzscher die Nase vorn. Anschließend spielten die Häfler wieder ihre Stärken aus. Obwohl schon klar im Rückstand, kämpften sie sich auf 22:22 heran, wehrten in der Folgezeit drei Matchbälle ab und holten sich den Satz mit 29:27. Auch im Tiebreak wollte der Knoten nicht platzen. Zweimal lagen die Häfler hinten, bevor sie mit 8:7 und 12:10 vorn lagen. 

Dann die vorentscheidende Szene: Patrick Steuerwald – zum Aufschlag eingewechselt – serviert ein As. Normalerweise hätte es jetzt 13:10 geheißen, aber der Schiedsrichter hatte einen Übertritt beobachtet: 12:11. Es folgten zwei haarsträubende Häfler Fehler und das Spiel war erneut gekippt. „Die Niederlage ist umso ärgerlicher, weil wir trotz aller Widrigkeiten kurz davor waren zu gewinnen“, kommentierte Hinz die dritte Saisonniederlage.

Am kommenden Samstag empfangen die Häfler, momentan auf dem vierten Platz, den Tabellenführer ASV Dachau.

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Montag. 08. Dezember 2003

Häfler Nikoläuse kassieren die Punkte in Mendig

Auf der Homepage von Maoam Mendig war die Partie gegen den VfB Friedrichshafen als „Spiel des Jahres“ angekündigt. Entwickelt hat sie sich zur höchsten Niederlage der bisherigen Saison. Erfreulich für die Gäste aus Friedrichshafen: Mit einem deutlichen 3:0 (25:13, 25:11, 25:22) holten sich die Spieler von Stelian Moculescu den siebten Saisonsieg.

Der Nikolaustag war alles andere als erholsam für die Volleyballer des VfB Friedrichshafen. Erst knapp 500 km bis Mendig zurücklegen, eine kurze Pause im Hotel, dann das Bundesligaspiel gegen „Maoam“, wie sich der VC Eintracht seit dieser Saison nennt. Noch dazu vor einem Publikum, dass als sehr begeisterungsfähig bekannt ist. Am Samstag blieb es in der Großsporthalle allerdings ruhig, denn zu jubeln hatten Mendigs Fans nichts. Vielmehr packte der VfB seine Rute in Form von platzierten Aufschlägen und erfolgreichen Blockaktionen aus.

Zwei Sätze lang agierten die Mannen vom Bodensee dabei fehlerfrei – und ließen dem Team von Marian Kardas nicht den Hauch einer Chance. Stelian Moculescu bewies dabei einmal mehr sein glückliches Händchen bei Wechseln. Wie beim 20:13 im zweiten Durchgang, als er Toni Kovacevic für den Aufschlag brachte und der Kroate fünf Bälle bis zum Satzgewinn servierte.

Im dritten Satz erschmetterten sich Sylvio Schultze & Co. zwar doppelt so viele Punkte wie im Abschnitt zuvor, aber zu einem Satzgewinn reichte es auch diesmal nicht. Dabei lag der Gastgeber sogar ein ums andere Mal in Führung (15:13, 16:15), aber der VfB hatte immer eine Antwort parat. So beim 13:15 aus Häfler Sicht, als Jochen Schöps sich das runde Leder schnappte und zwei Asse in Folge in Mendigs Hälfte versenkte. „Wir haben immer gewusst, was sie machen“, erklärt Moculescu das erfolgreiche Spiel seiner Mannschaft. „Aber Mendig wusste nicht, was wir machen.“ Den Schlusspunkt hinter eine fast fehlerfreie Bundesligapartie setzte Bogdan „Giani“ Olteanu mit seinem Angriffsball.

Es ist offensichtlich, dass der VfB rechtzeitig vor der am 10. Dezember beginnenden Champions League in guter Form ist. Stelian Moculescu: „Es wird sich zeigen, ob eine solche Leistung für die Champions League reicht“.

 

Deutschland - www.volleyball.de 

Montag. 08. Dezember 2003

SCC siegt, aber glänzt nicht

Berlin gewinnt 3:1 in Wuppertal

Es war ein Pflichtsieg für den SCC Berlin - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mit 3:1 (23:25, 25:17, 25:23, 25:20) gewann der Meister gegen Vizemeister SV Bayer Wuppertal und behauptet damit weiterhin ungeschlagen die Tabellenführung in der Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Mirko Culic (Foto) bot keine Glanzleistung, ließ an ihrer Überlegenheit allerdings nie ernsthafte Zweifel aufkommen. Auf der anderen Seite kämpfte Wuppertal - allen voran der hochmotivierte Sven Glinker - leidenschaftlich, konnte dem Team aus der Hauptstadt allerdings nur dann Paroli bieten, wenn auf dessen Seite die Konzentration nachließ.

So zum Beispiel im ersten Satz. Hier setzte sich der SCC gleich zu Beginn mit 8:4 und 11:8 ab, ließ Wuppertal aber durch viele Unaufmerksamkeiten immer wieder herankommen und schließlich sogar vorbeiziehen. Ähnliches Bild im dritten Satz: Berlin führte beständig mit bis zu vier Punkten Vorsprung (16:12), ließ Bayer auch hier wieder bis zum 18:18 aufkommen, hatte aber dieses Mal das bessere Ende für sich.

Während auf Wuppertaler Seite Gergely Chowanski im Zuspiel gefiel, boten beim SCC Regisseur Jaroslaw Skach und Kapitän Marco Liefke (Foto unten, im Angriff gegen Lars Dinglinger) auf der Diagonalen eine schwache Vorstellung. Gut dagegen agierte Skach-Vertreter Manuel Rieke, der ab Satz drei die Bälle verteilen durfte.
"Naja", wollte SCC-Trainer Mirko Culic die mäßige Partie nicht weiter kommentieren. "Da muss man wohl nichts weiter dazu sagen."

Sowohl bei Wuppertal als auch bei Berlin gilt die Konzentration nun dem Europapokal. Während Bayer am Dienstag (9. Dezember) im CEV-Pokal beim französischen Vertreter Arago de Sete antritt, steigt für den SCC am Mittwoch (10. Dezember) in eigener Halle die Champions-League-Begegnung gegen Pamapol AZS Czestochowa (Polen).

cku

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 08. Dezember 2003

Lulu: Zu viele leichte Punkte verschenkt

Ludwigslust "Es war eindeutig zu sehen, dass der Mannschaft das Selbstvertrauen fehlte. Sie müssen so ein Spiel dringend mal wieder umbiegen", kommentierte MV-Landestrainer Horst Holz die gestrige 1:3-Niederlage der Volley Tigers Ludwigslust gegen das Zürich Team VC Olympia Berlin. Die jungen Gäste-Spieler, die den Kern der deutschen Juniorennationalmannschaft bilden, benötigten 80 Minuten, um den Tigers die sechste Niederlage in Folge zuzufügen. 

Die Lindenstädter scheiterten nicht in erster Linie an der Spielstärke des Gegners, sondern an ihren eigenen Fehlern. Selbst die Tatsache, dass man den ersten Satz deutlich für sich entscheiden konnte (25:18), brachte nicht die gewünschte Sicherheit. In der Folge spiegelten die Aktionen des Tabellenvorletzten immer öfter das fehlende Selbstvertrauen wider. Das galt insbesondere für die Außenangreifer, die sich gegen den hohen Berliner Block im Spielverlauf nur selten konsequent durchsetzen konnten. Die Tigers sahen immer dann gut aus, wenn sie schnell durch die Mitte kombinierten. Das alleine reichte aber nicht aus. Die Durchgänge zwei bis vier gab man trotz teilweise deutlicher Führung ab. Im vierten Satz vergaben die Tigers sogar einen Matchball. 

"Es waren die vielen Kleinigkeiten, die den Ausschlag gaben. Du verschenkst hier einige Punkte und machst da ein paar Fehler zu viel, und schon ist das Spiel weg", ärgerte sich der doch ziemlich enttäuschte Tigers-Coach Ingo Achtelik.

Thomas Willmann

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Montag. 08. Dezember 2003

VCM leistet beim 0:3 in Eltmann keine Gegenwehr

Mindestens vier Punkte sollten den weihnachtlichen Gabentisch zieren. Doch beim vorletzten Punktspiel vor dem Fest war Volleyball-Erstliga-Neuling VCMarkranstädt von den Plus-Zählern drei und vier Lichtjahre weit entfernt. Sang- und klanglos 0:3 (22:25, 21:25, 14:25) ergab sich das Team um Kapitän Alexander Plaschnick bei Mitaufsteiger Eltmann.

Entsprechend mitgenommen wirkte Trainer Darko Despotovic, der den Finger gleich auf die Wunde legte: "Mit 20 direkten Annahmefehlern kannst du keinSpiel gewinnen." Eduard Graz, Vladimir Cohar und Libero Adrian Strydom überboten sich gegenseitig im zweifelhaften Wettbewerb, wer die meisten Bälle nach Eltmann-Aufschlägen ins Niemandsland verspringen lässt.

So hatte Zuspieler Eric Koreng große Mühe, Neuzugang Djordje Djuric, der erst 36 Stunden vorher in Deutschland angekommen war, die Bälle zu servieren. Der Serbe zeigte seine Klasse, machte auch aus halben Chancen Punkte. "Es hat sich gezeigt, dass er eich echter ist Profi. Ein Klasse-Spieler reicht aber nicht", sagte der Coach, der bei seinen Männern eine erhebliche Diskrepanz zwischen Trainings- und Wettkampfleistungen ausmachte.

Nach guten Auftritten und knappen Niederlagen gegen Teams der oberen Tabellenhälfte bricht der VCM wiederholt ausgerechnet gegen die anderen Abstiegsanwärter immer wieder ein. Despotovic: "Die Spieler wollen zwar. Aber richtiges Herzblut und unbedingter Siegeswille sehen anders aus." Der Coach hatte gestern noch keine Idee, wie er sein Team wieder aufrichten soll. Zu sehr war er selbst am Boden zerstört.

fs

 

Deutschland - Aachener Nachrichten 

Montag. 08. Dezember 2003

Evivo spielt "Reise nach Jerusalem"

Düren. Bernd Werscheck war bedient. Maßlos. Auf das übliche Beisammensein im Klubhaus nach dem Spiel hatte der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren keine Lust. "Das sitzt", sagte er nach der 2:3-Heimniederlage gegen den TSV Unterhaching. Sprach's und musste sich setzten.

Ein Sieg gegen Unterhaching, und die Endrunde wäre sicher gebucht gewesen. Jetzt müssen die Evivo-Jungs richtig strampeln. Die nächste Liga-Aufgabe beim Aufsteiger Marktranstädt wartet in zwei Wochen. Entspannt und ohne großen Druck können die Rur-Volleyballer die Reise nach Sachsen nicht antreten. Im Gegenteil: Das Spiel hat jetzt sogar Zitterpartie-Potenzial.

"Willkommen im Kampf um die Play-Offs", sagte Unterhachings Mittelblocker Ben Ibata. Denn genau da steckt Evivo jetzt drin. Mit Unterhaching, mit Wuppertal, mit Mendig und mit Leipzig. Fünf Vereine, die bis zum Anfang der Rückrunde "Reise nach Jerusalem" spielen. Denn hinter Meister Berlin und Pokalsieger Friedrichshafen gibt es nur noch vier Plätze, die die Play-Off-Endrunde frühzeitig garantieren.

"Wir haben diesen Druck seit dem ersten Spieltag. Jetzt bekommt ihn Düren auch zu spüren", so Ibata weiter. Trotz der neuen Situation ist sich der Blockexperte des Dürener Angstgegners Unterhaching sicher, dass Evivo die Endrunde packt. "Die Dürener Annahme war noch nicht ganz so stabil. Wenn das klappt, dann sind sie richtig stark. Von den restlichen drei Spielen gewinnen sie mindestens noch zwei."

"Wir atmen noch"

Etwas gedämpfter drückte sich Dürens Sven Anton aus. "Wir atmen noch. Es ist also noch nicht zu spät." Erfreulicher war da schon die Spendierfreude des Dürener Publikums. Über 500 Euro kannen mit Tombola und dem Verkauf von Plätzchen für das bolivianische Patenkind der Evivo-Volleyballer zusammen.
Guido Jansen

 

Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten 

Montag. 08. Dezember 2003

DSC-Damen glückte Revanche

Dresden. Die DSC-Volleyballerinnen haben sich für die 2:3-Pokalschlappe am letzten Wochenende in Schwerin eindrucksvoll revanchiert. Sie bezwangen am Sonnabend die Mecklenburger Gastgeber vor 450 Zuschauern im Bundesliga-Punktspiel klar mit 3:0 (25:22, 25:18, 27:25). Nach dem siebenten Saisonerfolg rangieren die Elbestädterinnen nun auf Tabellenplatz fünf.

Die Ludwig-Schützlinge hatten sich für diese Partie viel vorgenommen und spielten diesmal konzentriert und druckvoll. Allerdings wirkte der Gastgeber nicht so frisch wie eine Woche zuvor. Im ersten Satz wogte das Geschehen hin und her. Einer 16:13-Führung des DSC folgte der 17:17-Ausgleich und gar ein 17:19-Rückstand.

Doch beim 23:22 waren die Dresdnerinnen wieder vorn und verwerteten auch gleich den ersten Satzball. Trainer Arnd Ludwig hatte schon im ersten Durchgang gewechselt, brachte für Heike Beier im Angriff Grit Müller, die auch bis zum Schluss durchspielte. Im zweiten Abschnitt konnten sich die Gäste noch deutlicher in Szene setzen, gingen nach dem 14:14 dann mit 20:15 in Front. Damit war die Entscheidung auch in diesem Abschnitt gefallen.

Diesmal klappte vor allem das Spiel über die Mitte, auch die Annahme stand. So konnte Zuspielerin Beatrice Dömeland souverän Regie führen und die Bälle variabel verteilen. Die Dresdner Spielführerin wurde von vielen Beobachtern zur besten Akteurin auf dem Feld gekürt. Im dritten Durchgang versuchte der Schweriner SC noch einmal das Blatt zu wenden, lag mit 14:10 und 17:13 vorn. Doch mit druckvollen Aufgaben bereiteten die DSC-Damen dem Gastgeber erhebliche Probleme und kamen auf 16:17 heran. Allerdings zogen dann die Müller und Co. noch einmal auf 22:17 davon, doch beim 23:23 war der DSC wieder dran. In einem spannenden Schlagabtausch setzten sich die Ludwig-Schützlinge nach insgesamt 68 Minuten mit dem dritten Matchball durch.

Arnd Ludwig freute sich: "Schön, dass uns die Revanche so deutlich geglückt ist. Sicher war das Ausscheiden aus dem Pokal bitter, doch ich denke, diese beiden Punkte in der Meisterschaft sind wichtiger, weil es ja zwischen sieben Mannschaften relativ eng zugeht. Jetzt bereiten wir uns in Ruhe auf die beiden letzten Spiele in diesem Jahr vor."

 

Deutschland - Heilbronner Stimme 

Montag. 08. Dezember 2003

3:1 - SVS-Mädels beschenken sich selbst

In der 2. Bundesliga Süd haben sich die Volleyballerinnen des SV Sinsheim mit einer tollen kämpferischen Leistung selbst das schönste Geschenk zum Nikolaus gemacht. In einer spannenden Begegnung gab es gegen Sonthofen ein 3:1 (30:32, 25:22, 27:25, 25:20).

Die erste gute Nachricht hatte es schon am Freitag im Abschlusstraining gegeben, als Zuspielerin Eugenia Chernetzkaya trotz nicht ganz auskurierter Krankheit wieder auftauchte. Sie stand dann auch in der Startformation.

Die Kraichgauerinnen setzten Sonthofen von Beginn an mit harten Aufschlägen unter Druck, so dass die Gäste schnell mit 19:12 distanziert waren. Doch die Allgäuerinnen fanden über den Kampf wieder zurück ins Spiel.

Beim Stand von 20:20 war die Begenung offen, nach einer halben Stunde hatte Sonthofen beim 30:31 den ersten Satzball, der auch sofort genutzt wurde. Dieser vermeidbare Satzverlust brachte die Sinsheimerinnen aber nicht aus ihrem Konzept. Sie starteten wieder mit viel Risiko in den Aufschlägen in den zweiten Satz.

Wieder stand es 19:12, wieder verloren die SVS-Girls ihren roten Faden. In dieser Schwächephase mussten beide Auszeiten (19:15 und 19:18) eingesetzt werden, um dem Sonthofener Spielfluss Einhalt zu gebieten.

Mit knallharten Angriffen gelang es dem Team dann, sich aus dieser bedrohlichen Situation zu befreien, so dass es Spielführerin Julia Prus vorbehalten war, den Satz mit ihren Aufschlägen zu Gunsten des SV Sinsheim zu entscheiden.

Im dritten Satz gelang es keiner Mannschaft, sich entscheidend abzusetzen, so dass sich für die Zuschauer die Spannung von Ballwechsel zu Ballwechsel steigerte. Beim Stand von 24:23 hatte der SVS seinen ersten Satzball.

Erst im dritten Anlauf gelang der Erfolg: 27:25. War das eine Vorentscheidung? In Durchgang vier rollte der "Kraichgau-Express " auf vollen Touren. Schnell wurde ein Vier-Punkte-Vorsprung herausgespielt. Das reichte. Am Ende stand es 25:20. Die Uhr in der Halle zeigte 21.15 Uhr, als die "Girl Group" des SV Sinsheim unter donnerndem Applaus den 3:1-Sieg bejubelte.

Damit haben die Sinsheimerinnen ihren Platz unter den Top Drei der Tabelle gefestigt und sich einen kleinen Vorsprung von vier Punkten zu den nachfolgenden Plätzen geschaffen. Die junge Mannschaft hat bewiesen, dass sie in dieser Saison zu wirklichen Spitzenleistungen in der 2. Bundesliga Süd fähig ist.

(sb)

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Montag. 08. Dezember 2003

Große Probleme gegen kleine Kontrahenten

Am Ende stand ein Sieg, aber keine überzeugende Leistung. "Ich habe ein bisschen gezittert", bekannte VVL-Trainer Zoran Nikolic nach dem 3:1 (25:21, 26:28, 25:17, 25:20) seiner Bundesliga-Volleyballer gegen Aufsteiger VC Humann Essen. Zu oft wechselten Licht und Schatten bei den Leipzigern, die sich durch viele Fehler und Unkonzentriertheiten immer wieder aus dem Rhythmus brachten. 800 Zuschauer in der Brüderstraße mussten 90 Minuten auf den Matchball warten.

Allerdings hatten die Gastgeber zwei Ausfälle zu verkraften. Zuspieler Jure Kvesic wird wegen einer Fingerverletzung noch drei Wochen pausieren, Mittelblocker Armin Dewes (Knöchel) ebenfalls erst im neuen Jahr wieder eingreifen. Ihre Ersatzmänner Branislav Djuric und Tim Strohschein schlugen sich zwar ordentlich, dennoch mangelte es an Harmonie und Durchschlagskraft.

Vor allem im zweiten Satz schwächelte der VVL. "Wir haben nicht gut angenommen", drückte sich Haroldas Cyvas noch vorsichtig aus. Besonders Libero Dragan Ratic hatte mit den eigentlich harmlosen Gäste-Aufgaben seine Schwierigkeiten. So kam die reine Amateurmannschaft aus Essen, im Schnitt fünf Zentimeter kleiner und nur selten auf Erstliga-Niveau agierend, besser ins Spiel und nach der Abwehr von zwei Satzbällen zum 28:26. "Ein unangenehmer Gegner", meinte Lars Björn Freier, "klein, beweglich, wie eine Gummiwand, mit sensationeller Feldabwehr und guter Annahme." Nun ja.

Im vierten Satz lag der streckenweise konfuse VVL 15:17 zurück, der Tie-Break drohte. Erst eine Gardinenpredigt des Trainers bewirkte Besserung. Das Team straffte sich wieder, auch dank der Vollstreckerqualitäten von Dejan Stankovic (94 Prozent erfolgreiche Angriffe).

"Ein sehr wichtiger Sieg", bilanzierte Nikolic. Mit jetzt 8:8 Zählern kletterte der VVL auf den ersehnten sechsten Tabellenplatz, hat aber gegenüber den punktgleichen Wuppertalern (noch in Unterhaching und Markranstädt sowie gegen Düren) das schwerere Restprogramm, nämlich Friedrichshafen und Unterhaching auswärts und Meister SCC Berlin daheim. Dann wollen die Leipziger aber in Bestbesetzung antreten.

Kommenden Sonntag (15.30 Uhr, Brüderstraße) folgt erst einmal das Pokal-Viertelfinale gegen Bad Saulgau. Gelingt zum fünften Mal in Folge der Einzug in die Endrunde, würde der VVL gern in Sachsen spielen. Manager Frank Thiele hat schon vorgefühlt: "Wir hoffen, dass sich Chemnitz bewirbt."

Steffen Enigk

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung 

Montag. 08. Dezember 2003

TSV stürzt Spitzenreiter - Hildesheim putzt Schüttorf.

Auch der MTV 48 profitiert von der Energieleistung der Giesener

Hildesheim/Giesen (cen). Die Musik in der 2. Volleyball-Bundesliga Nord der Männer kommt derzeit aus dem Kreis Hildesheim. Die erste Geige spielt der MTV 48 Hildesheim, der nach einem 3:0-Heimerfolg über das Schlusslicht FC Schüttorf 09 auf den dritten Tabellenrang vorgerückt ist. Für die Paukenschläge ist aber der TSV Giesen zuständig. Vor 300 begeisterten Zuschauern stürzten die ersatzgeschwächten Giesener am Sonnabendabend den Tabellenführer VC Bottrop mit 3:1.

Volleyball satt gab es am Sonnabend in der Sporthalle Giesen. Zunächst schlug das II. Männerteam in der Regionalliga den VC Ammerland mit 3:2, anschließend unterlagen die Regionalligafrauen dem BTS Neustadt im fünften Satz denkbar knapp. Sportlicher Höhepunkt war aber ohne Zweifel das Zweitliga-Duell zwischen dem TSV und dem Spitzenreiter aus Bottrop, der bis dato nur ein Spiel in dieser Saison verloren hatte.

Von dieser Bilanz zeigten sich die Hausherren völlig unbeeindruckt. Auch ohne Mario Große Banholt, David Klemperer und Mannschaftskapitän Björn Wellershoff legte der TSV los wie die Feuerwehr. Die Gästen wussten nicht wie ihnen geschah, so dominant waren die Schützlinge von Trainer Zeljko Popovic. "Wir haben von Beginn an sehr konzentriert agiert", lobte Coach Popovic die Energieleistung seiner Mannen.

25:16 und 25:21 - auch in den Satzergebnissen spiegelte sich die Überlegenheit wider. Doch im dritten Durchgang fingen sich die Gäste. Vor allem Mittelblocker Eric Lah drückte aufs Tempo. Mit seinen Angriffen und Sprungaufschlägen kamen die Gastgeber nicht zurecht. Mit 20:25 hatte der TSV das Nachsehen.

Der vierte Abschnitt war wirklich nichts für schwache Nerven. Popovic nahm es mit Humor: "Wir haben etwas für die Zuschauer getan." In der Tat geriet dieser Satz zu einem Krimi. Beim 22:24 hatte Bottrop zwei Satzbälle. Einen wehrten die Giesener im Angriff ab, einen vereitelte Raimund Wenning im Block. Den Rest besorgte Niklas Rademacher mit zwei blitzsauberen Sprungaufschlägen, die auf der Gegenseite nicht zu kontrollieren waren. Nach fünf Siegen in Folge fühlt sich auch der TSV-Coach an das vergangene Jahr erinnert: "Wir haben wohl wieder einen ganz guten Lauf vor Weihnachten."

In Festtagsstimmung war auch das Team 48 nach dem nie gefährdeten 3:0 (25:17, 25:22, 25:17) über Schüttorf. Im ersten Satz drehten die Hildesheimer auf wie selten zuvor. Nicht ein einziger nennenswerter Fehler unterlief ihnen. Die Gäste konnten dem Druck nicht standhalten und brachten praktisch nichts zustande. Nach nicht einmal einer Stunde Spielzeit setzte Lars Hobbie mit einem Schnellangriff über die Mitte den Schlusspunkt unter dieser einseitigen Partie.

Obwohl auch MTV-Coach Walther Hoch angesichts der kläglichen Vorstellung der Schüttorfer dem reinen Ergebnis nicht allzu viel Bedeutung zumessen wollte, gab es für ihn allen Grund zur Freude. "Es war vielleicht das erste Mal, dass die Mannschaft so gespielt hat, wie ich mir das vorstelle", kommentierte er die reife Leistung. Zu keinem Zeitpunkt sei man Gefahr gelaufen, dem unterlegenen Kontrahenten ins Spiel zu verhelfen. "Das Team hat nicht eine Sekunde locker gelassen", lobte Hoch, "und das hat mich wirklich sehr beeindruckt."

Hildesheim rangiert nun punktgleich mit Spitzenreiter Moers und dem Tabellenzweiten Bottrop auf dem dritten Platz. Am nächsten Sonntag müssen die 48er in Bottrop antreten, konnten also in Giesen ihren nächsten Widersacher schon einmal unter die Lupe nehmen. Der TSV Giesen - mittlerweile auf Rang fünf angekommen - tritt am kommenden Sonnabend in Oststeinbek an.

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Montag. 08. Dezember 2003

Arbutina: Das waren zwei Big Points!

MSC gewann in Königs Wusterhausen. Neuzugang Richard Honti gab Debüt.

Den Aufstieg dem Zufall überlassen? Nein, nicht beim Volleyball-Zweitligisten Moerser SC. Solange ein Günter Krivec beim MSC die Fäden zieht, wird etwaigen bösen Überraschungen stets durch Planung vorgebeugt - auch wenn dies in den letzten Jahren nicht unbedingt immer sehr erfolgreich umgesetzt wurde. Doch nach dem immens wichtigen 3:1-Sieg (25:21, 25:19, 20:25, 25:18) bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen ließ MSC-Geschäftsführer Heinz Reintges erneut eine Bombe platzen. Ganz beiläufig erwähnte er die Einwechslung des Neuen im vierten Satz. Moment einmal, des Neuen? Richtig, er ist 23 Jahre jung, spielt auf der Position des Mittelblockers, kommt aus Ungarn und ist der Halbbruder von Schmetteras Georg Grozer. Sein Name, Richard Honti.

"Es blieb uns doch gar nichts anderes übrig", rechtfertigt Reintges die Neuverpflichtung des jungen Ungaren, der zuletzt nicht mehr im Verein aktiv spielte. "Wir haben nach der Verletzung von Gergely Mondi lediglich zwei Mittelblocker, mit Sascha Bandow zudem einen relativ unerfahrenen Spieler."

Dass Mondi schon bald wieder ins Training einsteigt, ist sehr unwahrscheinlich. Ihm wurde sogar die lange Busfahrt ins brandenburgische Königs Wusterhausen verboten. Zu groß seien die Belastungen für den lädierten Rücken - das lässt tief blicken.

Richard Honti, der vorübergehend bei seiner Mutter wohnen wird und bereits im Sommer des öfteren mit den "Adlern" trainierte, soll Mondi ersetzen. "Wir müssen ihn nur an das harte Training gewöhnen", macht Reintges deutlich. Dann werde sich zeigen, wie belastbar er sei.

Bei der gelungenen Revanche beim bis dahin Zweitplatzierten, im Pokal flog man gegen die Netzhoppers heraus, fügte sich Honti, dessen Freigabe der MSC erst am Freitagabend erhielt, hervorragend ins Team ein. Trainer Igor Arbutina jedenfalls zeigte sich mit dem Neu-Moerser zufrieden: "Er ist wirklich eine gute Alternative zu Mondi, passt ins Team." Viel wichtiger als der Trubel um den Neuen war dem Coach allerdings die geschlossene Mannschaftsleistung. "Wir haben alle eine gute Vorstellung geliefert und heute ein großes Resultat erzielt - das waren wahre Big Points", machte Arbutina noch einmal die Bedeutung des Spiels klar. Man dürfe nun recht optimistisch dem Aufstieg entgegen sehen.

Vor nicht einmal 100 Zuschauern mussten sich die Grafenstädter den Sieg allerdings hart erarbeiten gegen jene Netzhoppers, die getragen von einer Euphoriewelle eine Woche zuvor immerhin den deutschen Vizemeister SV Bayer Wuppertal aus dem DVV-Pokal-Achtelfinale warf. So hatte auch Georg Grozer seine Probleme gegen einen starken Oliver Heitmann, der in großen Zeiten bereits seinen Vater blockte. Im letzten Durchgang fand der MSC allerdings den Rhythmus der ersten beiden Sätze wieder und unterstrich seine Aufstiegsambitionen.

Daniel Passon

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Montag. 08. Dezember 2003

In Leipzig war mehr drin für Humänner

Kapitän Frank Fischer ärgerte sich über die 1:3-Schlappe bei den Sachsen.

Die weite Fahrt in den Osten hat sich für den VV Humann nicht rentiert. In der Deutschen Volleyball Liga kassierte der Aufsteiger beim VV Leipzig eine 1:3 (20:25, 28:26, 17:25, 20:25)-Schlappe.

Im ersten Satz wackelte die Annahme der Humänner so sehr, dass Spielmacher Christopher Schieck nur selten den Angriff variabel gestalten konnte. Der Aufschlag der Leipziger war einfach zu scharf.

Im zweiten Satz lief es dann besser. Zwar konnten die Hausherren wieder in Führung gehen, aber nun waren die Essener besser aufgelegt und holten Punkt für Punkt auf. Beim 23:23 gelang der Ausgleich und nach zwei abgewehrten Satzbällen durfte die Bach-Sechs selber jubeln. Satzausgleich. Hoffnung.

Unverständlich, dass nach diesem Erfolg der Faden riss. Nach einigen Wechseln wachten die Humänner im vierten Durchgang wieder auf. Am Ende aber leisteten sich die Männer um Kapitän Frank Fischer einige individuelle Fehler. Satz und Sieg gingen somit an die Sachsen.

Neben dem langzeitverletzten Andreas Kaiser fehlte nur Jochen Kohaus. Einigen anderen Spielern merkte man aber deutlich an, dass sie verletzungsbedingt nicht trainiert hatten.

Trainer Peter Bach war gar nicht zufrieden: "Leipzig war nicht so stark. Da wäre einiges mehr für uns drin gewesen." Kapitän Frank Fischer ärgerte sich: "Einfach unnötig!"

Die Humänner haben nun zwei Wochen Zeit, um sich auf das Heimspiel gegen TSV Bad Saulgau vorzubereiten. Am 21.12. kann der VVH einen Meilenstein in Richtung Klassenerhalt setzen.

(stebl)

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 08. Dezember 2003

SSC-Volleyballerinnen legten Unsicherheit nie ab

Nach schwacher Partie dem Dresdner SC 0:3 unterlegen

Schwerin Nach dem Pokal-Aus vor einer Woche hatte Dresdens Kapitän Beatrice Dömeland angekündigt, "das nächste Mal gewinnen wir". Und genauso kam es. Am Sonnabend im Bundesliga-Punktspiel verloren die Volleyballerinnen des Schweriner SC gegen den Dauerrivalen der vergangenen Jahre mit 0:3 (-22, -18, -25).

Von Kampf, Aggressivität und Konzentration, die die SSC-Damen im Pokalfight gegen Dresden zeigten, war nichts mehr zu sehen. "Bei uns lief eigentlich in allen Bereichen nicht viel", so eine geknickte SSC-Zuspielerin Kathleen Weiß. Die Mannschaft von Trainer Tore Aleksandersen wirkte die gesamte Partie über verunsichert. Ein Grund dafür sicher der Ausfall von Mittelblockerin Patricia Wolf, die sich am Freitagabend im Training den linken Zeigefinger gebrochen hatte und vier bis sechs Wochen fehlen wird. "Ich bin noch in die Notaufnahme gefahren und wurde gleich operiert", berichtete die 24-Jährige, die das Match von der Bank aus miterlebte. Und auch Angela Krivarot kam erst zum Ende des zweiten Satzes. Die erfahrene Außenangreiferin lag die Woche über mit 40 Grad Fieber im Bett und stieß erst kurzfristig wieder zur Mannschaft. So standen im ersten Sechser die 18-jährige Jana Schumann und die 19-jährige Tina Gollan.

Schwerin begann sehr nervös. Angriffe und Aufschläge wurden ins Netz bzw. Aus gehauen. So erwischten die Gäste den besseren Start: 13:7 für sie. Dann kam mal eine gute Aufschlagserie von Kathleen Weiß in dieser Phase. Schwerin holte Punkt um Punkt auf und verkürzte auf 12:13. Dresden behauptete aber die Führung bis zum 17:15. Da stand dann doch durch Anika Schulz und Cathrin Schlüter der Block und als Dresdens Heike Beier einen Angriff ins Aus zog und gleich noch eine schlechte Annahme produzierte, lag der SSC 19:17 vorn. Im Pokal konnte Schwerin sich in den entscheidenden Momenten durchsetzen. Jetzt geschah das Gegenteil: Annahmefehler en masse ließen keine guten Angriffe zu. Da half auch der neue SSC-Libero Natalya Shumeyko nichts. Sie konnte noch nicht überzeugen. Der Ukrainerin merkt man an, dass sie noch nicht integriert ist und es Verständigungsprobleme gibt. Dresden gewann den ersten Satz 25:22.

Unter den Augen von Damen-Bundestrainer Hee Wan Lee blieb die Partie weiter auf schwachem Niveau. Dresden musste nur auf die Fehler der Schwerinerinnen warten - die kamen prompt. Aber nicht nur das. Die Aleksandersen-Schützlinge zeigten keinen Kampfgeist, waren keine geschlossene Mannschaft auf dem Feld. Über 6:6, 9:7, 9:11, 14:14, 15:16 konnte sich kein Team entscheidend im zweiten Satz absetzen. Und wieder versemmelten die SSC-Damen Aufschläge und Angriffe - 15:21. Da wechselte Aleksandersen Tina Gollan aus, die nach ihrem Daumenbruch noch Zeit braucht, und brachte die angeschlagene Angela Krivarot. Dresden ließ aber nicht locker - 18:25.

Im dritten Satz keimte noch mal Hoffnung auf

Im dritten Durchgang keimte dann auch bei den im Laufe der Partie immer ruhiger gewordenen Zuschauer Hoffnung auf. Schwerin nutzte die Schwächephase der Gäste aus. Beim 11:9 brachte Jana Schumann mal zwei gute Aufschläge übers Netz und der SSC erhöhte auf 13:9. Beim 22:17 für Schwerin stellten sich alle zumindest auf einen vierten Satz ein. Doch im SSC-Spiel war einfach der Wurm drin - Dresden glich zum 22:22 aus. Beim 25:26 verwandelte DSC-Angreiferin Anna Barnak den dritten Matchball.

"Die Ausfälle haben wir nicht verkraftet. Das darf aber keine Entschuldigung sein. Wir hatten es nicht verdient, einen Satz zu gewinnen", sagte Tore Aleksandersen, der aber betonte, dass die jungen Spielerinnen eben Zeit benötigen. "Man kann aus der Niederlage lernen. Ich hoffe, dass die Mädels jetzt im Training eine Reaktion zeigen", so der Norweger.

Martina Kasprzak

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 08. Dezember 2003

Auswärtssieg der VC-Spielerinnen

MTV Obernkirchen auswärts geschlagen / Gute Leistung des "Minikaders"

Parchim/Obernkirchen Die Volleyballerinnen des 1. VC Parchim kamen am Sonnabend beim Tabellenneunten MTV Obernkirchen im Punktspiel der 2. Bundesliga Nord zu einem klaren 3:1-Erfolg und festigten damit ihren Platz im oberen Tabellendrittel.

Stützpunkttrainer Dirk Groß hatte diesmal ein paar Probleme mit der Personaldecke. Die eingesetzten Spielerinnen kompensierten aber die Ausfälle hervorragend. Claudia Bimberg musste in der 1. Bundesliga des Schweriner SC aushelfen (für Wolf, gebrochener Finger), Libero Sandra Schwartzer, Josefine Ehmke und Janina Ahrens nahmen an einem traditionellen, internationalen B-Jugendturnier in Sulzbach-Rosenberg teil und Ulrike Stegemann hatte noch mit ihrer Verletzung zu kämpfen.

Deshalb sprang Anne Stender als Mittelblockerin in die Bresche, Stefanie Müller war die einzige Reservespielerin und Ingrid Wolgien begleitete die Liberoposition.

Im ersten Durchgang hatten die Parchimerinnen einige Probleme zusammenzufinden, der Satz ging 22:25 verloren. Aber in den folgenden beiden Sätzen stabilisierte sich das VC-Spiel. Die Aufgaben zeigten Wirkung, im Angriffsspiel und Block wurde gepunktet und die Abwehr stand geordnet. So gewannen die Gäste die Sätze zwei und drei mit jeweils 25:15 Punkten.

Im vierten Durchgang begannen die VC-Spielerinnen ebenfalls konzentriert und führten schon klar. Doch in der zweiten Hälfte des Satzes wackelte das favorisierte Gästeteam, konnte aber das Spiel mit 25:22 gewinnen und damit zwei weitere Tabellenpunkte Trockene bringen.

TZ

 

Deutschland - Ruhr Nachrichten 

Montag. 08. Dezember 2003

VC: Fehlstart kostet Sieg

Volleyball-Zweitligist VC 90 hat den Auftakt zum Jahresendspurt verpatzt und musste sich beim TSV Giesen mit 1:3 (15:26, 21:25, 25:20, 24:26) geschlagen geben.

Vor der Partie sprachen die VC-Verantwortlichen von richtungweisenden Partien gegen Giesen und Co. Ginge es danach, müssten die 90er vorerst wieder kleinere Brötchen backen. Denn vor allem den ersten Satz verschliefen die Mannen von Trainer Johan Verstappen völlig. Die niedrige Halle des TSV machte vor allem der Annahme der 90er zu schaffen, so dass Zuspieler Tomas Wiedermann zunächst nicht ins Spiel finden konnte. Folglich ging der erste Durchgang deutlich an die Gastgeber. "Im ersten Satz hatten wir erhebliche Probleme. Mit der Halle, aber auch mit unserem eigenen Spiel", analysierte Verstappen.

Das Spiel wurde im zweiten Satz dann zwar besser, doch Giesen gab die Zügel nicht aus der Hand: 25:21 für den TSV. Im dritten Durchgang spielten die VC-Recken dann endlich so, wie die Fans es in den letzten Wochen von ihnen gewohnt waren. Für den schwachen Markus Richter kam Denis Schirmeisen ins Spiel und sorgte für Belebung im Angriff. So sicherten sich Schirmeisen und Co. den dritten Satz mit 25:20.

Der VC hatte zur Aufholjagd geblasen und blieb bis zum 14:9 spielbestimmend. Dann verloren die Bottroper jedoch einen umkämpften Punkt, Giesen gelangen zwei Asse, die Gastgeber waren wieder im Spiel. Beim Stand von 24:22 konnte der VC zudem zwei Satzbälle nicht nutzen, der schon im Vorfeld gefürchtete Niklas Rademacher brachte seinen TSV mit druckvollen Aufschlägen endgültig auf die Siegerstraße. "Es war ein Spiel mit zwei Gesichtern. Wir müssen die letzten beiden Sätze im Kopf behalten und nun gegen Hildesheim punkten", forderte Verstappen rasche Wiedergutmachung.

sb

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Montag. 08. Dezember 2003

Büring: „Rechtzeitig Gang hochgeschaltet"

Münster - USC-Trainer Axel Büring wählte den Vergleich zum Motorsport und merkte positiv an, "dass wir einen Gang hochgeschaltet haben, als es nötig war." Am Ende des ersten Satzes nämlich, der "wahrlich von uns nicht gut war." Der 36-Jährige aber hakte den unspektakulären Pflichtsieg auch schnell ab. "Eine klare Steigerung" erwarte er von seiner Mannschaft am Mittwoch, und Büring stimmte das Publikum gleich ein auf einen Gegner, "der Format hat und uns alles abverlangen wird."

Belastungen, wie sie Münster bevorstehen, bleiben den ehemaligen "Harlekinen" aus Augsburg vorerst wohl erspart. Für VC-Trainer Peter Götz hatte die Partie in Münster ihren Zweck erfüllt trotz des zu erwartenden 0:3. "Wir nehmen mit, dass wir streckenweise schon mithalten können und glauben, dass uns solche Spiele weiterbringen werden", meinte der Lehrer. Seine Kapitänin wollte unbedingt noch ein Lob an das münstersche Publikum los werden: "Seit ich Bundesliga spiele, ist Münster meine Lieblings-Auswärtsfahrt", meinte Claudia Pavlicek. Die USC-Fans nahmen das gern zur Kenntnis

dkr

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Montag. 08. Dezember 2003

USC 2 lässt im Derby Feuer vermissen

Münster - Tom kleine Holthaus stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben nach einem Derby, das nur selten die Merkmale eines Derbys trug. 0:3 (19:25, 25:27, 18:25) verloren die Zweitliga-Volleyballerinnen des USC Münster2 gegen die mit einigen Ex-Münsteranerinnen gespickte Warendorfer Sportunion.

In einem über weite Strecken sehr zerfahrenen Spiel dokumentierten vor allem die Gäste, dass sie den Sieg wollten. "Wir haben es nicht geschafft, nach außen zu tragen, dass wir heiß sind auf den Sieg", merkte Münsters Trainer an, der auch feststellen musste, "dass sich sehr gute Aktionen beinahe nahtlos mit Anfängerfehlern abgewechselt haben." Das ist wohl so, wenn man eine so junge Mannschaft trainiert.

Gut zwei Drittel im ersten wie auch im zweiten Satz konnte der USC eine knappe Führung behaupten, ehe individuelle Fehler den Gast in Front brachten. Bei 24:23 im zweiten Durchgang hatte der USC 2 Satzball, doch der 25:27-Satzverlust verhinderte eine mögliche Wende. Er schockte die Münsteranerinnen auch, die dann im auch letzten Set nicht mehr gegenhalten konnten.

"Die Fehlerhaftigkeit in unserem Spiel zog sich durch alle Elemente", wie kleine Holthaus anführte. Vor allem körperlichen Einsatz seiner Sechs auf dem Feld vermisste der Volleyball-Lehrer, der hofft, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigt, wenn es noch vor der Weihnachtspause in 14 Tagen nach Hamburg geht. "Heute hat zwar Warendorf gewonnen, aber vor allem haben wir das Spiel verloren. Wir haben die Chance, den schwachen Eindruck schnell wieder zu korrigieren."

dkr

 

Deutschland - Maerkische Allgemeine 

Montag. 08. Dezember 2003

Fortuna Kyritz unterlag Bocholt klar 0:3

KYRITZ Da muss man weit zurückdenken, um sich an eine 0:3-Heimniederlage der Kyritzer Volleyballer zu erinnern. "Wir wussten, dass die Serie einmal endet, aber so?" Fortuna-Libero Andreas Röhrs wirkte ratlos. Mit 0:3  hatten die Kyritzer Bundesliga-Volleyballer gerade in heimischer Halle gegen TuB Bocholt verloren. Auch Trainer Jürgen Treppner suchte lange nach den richtigen Worten: "Ich hatte gewarnt. Doch gegen einen starken Gegner fanden wir nie zu Normalform und Dreiviertel der Kraft reicht nicht." Er sah sich an fast vergessene Zeiten erinnert. Immer als es eng wurde, habe sein Team versucht mit Gewalt den Punkt zu machen. "Und dabei die Bälle in den Block oder ins Aus gedroschen." Auch die Feldabwehr und der Block wären nicht zweitligatauglich gewesen. Dies unterstrich Andreas Röhrs: "So viele Bälle sind uns schon lange nicht mehr ins Feld gefallen."

Zunächst sah es aber nicht nach einer so klaren Niederlage aus. Die Kyritzer glänzten zwar nicht, boten dem stark aufspielenden Gegner aber Paroli. So ging es unter einem ohrenbetäubenden Lärm der Kyritzer Fans im Gleichschritt durch den ersten Satz. Als dann Kyritz Satzball (24:23) hatte, schien alles nach Plan zu laufen. Doch Bocholt hatte etwas dagegen. Auch wenn Treppner in einer Auszeit forderte: "Wir wollen den Satz.", ging er mit 24:26 verloren.

Was in Durchgang zwei mit den Fortunen los war, kann man nicht erklären. Sie fanden gegen die dynamisch angreifenden Gäste nie ein Mittel. Im Block und auch in der Feldabwehr waren die Bocholter deutlich überlegen. Da der Kyritzer Angriff auch noch ins stottern geriet, war die 15:25-Niederlage unvermeindlich. Danach loderte zwar ab und zu Kyritzer Kampfgeist auf, den die Kulisse lautstark forderte. Doch es war zu wenig, um die Partie noch zu drehen. Mit 21:25 ging auch Satz drei an Bocholt. Betretene Gesichter beim Kyritzer Team. "Oft entscheidet die Tagesform und da war Bocholt heute deutlich besser als wir, hat kaum einen Fehler gemacht", schätzte Andreas Röhrs ein. Treppner wetterte dagegen: "Eine unnötige Niederlage." Er hoffe aber, dass die Spieler erkennen, dass sie nur mit voller Konzentration in der Bundesliga bestehen können.

Roland Möller

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Montag. 08. Dezember 2003

SC Union zeigt WiWa Hamburg die Grenzen

Beim 3:0 kaum gefordert

emlichheim/his – Der SC Union Emlichheim wurde gestern beim Gastspiel bei WiWa Hamburg kaum gefordert. Die Volleyballerinnen von Trainer Pierre Mathieu entschieden die Zweitliga-Begegnung gegen den Tabellenneunten aus der Hansestadt mit 3:0 (25:13, 25:23, 25:16) für sich. Die Hamburgerinnen wiesen nicht die Klasse auf, um den SCU ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die Gäste, die mit Lise Hissink im Zuspiel begannen, setzten sich von Beginn an ab. Dabei konnten die Emlichheimerinnen es sich auch leisten, der Schulter von Ramona Meier weitere Genesungszeit zu geben. Die Außenangreiferin hatte sich für den Notfall auf die Bank gesetzt.

Vor allem den SCU-Aufschlägen hatten die Hamburgerinnen wenig entgegenzusetzen: Diagonalangreiferin Anika Brinkmann startete in jedem Satz eine Aufschlagserie. Nachdem der erste Durchgang mit 25:13 an den SCU gegangen war, schlichen sich allerdings einige Nachlässigkeiten ins Spiel der Emlichheimerinnen ein. "Die Konzentration hat nachgelassen. Dadurch war die Zahl der Eigenfehler höher", berichtete SCU-Abteilungsleiter Willi Stegemeyer.

So konnten die Schützlinge von WiWa-Trainer Carsten Schmitz im zweiten Durchgang besser mithalten. Für einen Satzgewinn gegen den Tabellenzweiten reichte es aber nicht. Nach einer lautstarken Auszeit durch Trainer Pierre Mathieu fingen sich die Emlichheimerinnen, sodass auch der zweite Durchgang mit 25:23 an den SCU ging.

Im dritten Abschnitt gab es an der Überlegenheit der Gäste dann keinen Zweifel mehr. Mit Inga Stegemeyer, die nach ihrer Verletzungspause auf der Zuspielerposition weitere Spielanteile erhielt, gewann der SCU den dritten Satz mit 25:16. Vor allem Anke Doeker punktete dabei nach Belieben. So konnten die Emlichheimerinnen mit dem achten Sieg im neunten Spiel die Heimreise antreten.

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Montag. 08. Dezember 2003

Aufschläge des MTV knacken den FC 09

Schüttorf unterliegt 0:3

schüttorf/his – Der MTV 48 Hildesheim hat sich gestern für den FC Schüttorf 09 als zu stark erwiesen. Der Tabellendritte der Zweiten Volleyball-Bundesliga entschied das Duell gegen den Tabellenletzten mit 3:0 (25:17, 25:22, 25:17) für sich. "Hildesheim ist kein Maßstab. Man kann hier 3:0 verlieren. Entscheidend ist aber, wie man verliert", sagte 09-Trainer Dirk Schlotfeldt, der mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden war. "Wir haben einen Rückschritt gemacht", sagte Schlotfeldt.

Wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Jörg Alsmeier rückte Thorsten Schoen auf die Diagonalposition. Henning Wegter und Henning Leinker griffen über die Mitte an. Gegen eine sehr starke Hildesheimer Mannschaft gerieten die Schüttorfer im ersten Satz früh in Rückstand. Vor allem die Aufschläge der Gastgeber stellten die 09-Annahme vor erhebliche Probleme. "Hildesheim hat pro Satz drei bis vier Asse geschlagen", verdeutlichte Schlotfeldt das Manko im Schüttorfer Spiel.

Nachdem die Gäste den ersten Satz 17:25 abgegeben hatten, nahm Schlotfeldt zwei Umstellungen vor. Martin Petzold ersetzte Timo Timpe im Zuspiel, auf der Außenposition griff Michael Röder (Foto) für Alexander Youroukov an. Die Schüttorfer fanden nun in der ersten Begegnung nach dem Tod ihres Mannschaftskollegen Kilian Schafstedde ein wenig mehr Bindung zum Spiel. Bis zum 18:18 konnten die Obergrafschafter das Geschehen ausgeglichen gestalten. Individuelle Fehler führten aber dazu, dass die Hildesheimer auch den zweiten Satz für sich entschieden.

Im dritten Durchgang war die Gegenwehr der Schüttorfer gegen eines der Top-Teams der Zweiten Liga endgültig gebrochen. "Wir müssen uns am kommenden Wochenende gegen Kyritz vor allem kämpferisch enorm steigern", sagte Schlotfeldt, nachdem die 09-Akteure den dritten Satz mit 17:25 verloren hatten.

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel