News

Mittwoch, 10. Dezember 2003 

VfL mit klarem 0:3 in Warnemünde
Moskau ist nicht Mendig, aber zu schlagen
Oststeinbeker deklassieren VfL Lintorf mit 3:0
Elmshornerinnen beenden Hinrunde mit 3:0 in Kiel
Bittere Niederlage: VGE nach 2:0 noch 2:3
ETV gewinnt mühsam gegen Eckernförde
Weltrangliste: DVV-Männer auf Platz 23 abgerutscht
Rüsselsheim: Trotz Enttäuschung noch zweimal Favorit
In Müllers Mannschaft macht‘s die Mitte
Selbst ernannter Außenseiter
Stimmungsvolle Weihnachten bei DSC und Eislöwen
USC: Auf den Block kommt es an
Barbknecht hofft auf stattliche Resonanz
Schily wird WM-Schirmherr
TuS Jork bleibt in der Gefahrenzone

Dezember 2003

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Norddeutschland - Geesthachter Anzeiger 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

VfL mit klarem 0:3 in Warnemünde

Geesthacht kommt beim Tabellenführer unter die Räder

Dass Warnemünde schwer zu schlagen wäre, war allen schon vor dem Spiel klar. Wenn man dann aber auch noch mutlos, kampflos und glücklos spielt, wird ein schnelles Urteil gefällt. So mussten die Geesthachter nach 58 Minuten und einem 0:3 (16:25, 15:25, 22:25) das Feld räumen.

Der VfL war bester Dinge mit dem Reisebus in Warnemünde angekommen und hatte sich nach einem Hafenspaziergang eine mutige Partie gegen den Tabellenführer vorgenommen. Die Startsechs um Zuspieler Marcus Frese, Mittelblocker Hartmut Hintze und Stefan Wagner, Michael Harms und Marcus Schmidt auf der Außenposition sowie Matthias Ahlf (Diagonal) und Nils Wagner (Libero) begann engagiert und hielt bis zur Mitte des Satzes Anschluss. Dann schlichen sich mehr und mehr individuelle Fehler ein, das Spiel wurde zerfahren. So siegten die Gastgeber deutlich mit 25:16. 

Im nächsten Satz nahm die Spielkultur Geesthachts weiter ab, Warnemünde erspielte sich leicht und locker den 25:15 Satzgewinn gegen den ratlosen Aufsteiger. Im dritten Satz gab Trainer Olli Müller zunächst Patrick Biastoch für Stefan Wagner, später Jens-Peter Kaeding als Zuspieler eine Chance, während die Warnemünder munter durchwechselten. Dem VfL gelang es, den Rückstand zu verringern und es wurde fast noch einmal spannend. Zu mehr als zu einem 25:22 reichte es allerdings nicht mehr, Trainer, Spieler und die mitgereisten Zuschauer traten enttäuscht die lange Rückfahrt an.

Die Mannschaft hat nun eine Woche Zeit, diese Leistung aus den Köpfen zu kriegen, um bei dem wichtigen Heimspiel am nächsten Samstag gegen Eckernförde wieder engagiert und erfolgreich Volleyball zu spielen.

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

Moskau ist nicht Mendig, aber zu schlagen

MOSKAU/ FRIEDRICHSHAFEN - Bis Weihnachten ziehen noch knapp drei Wochen ins Land. Ein anderes wichtiges Ereignis steht für die Volleyballer des VfB Friedrichshafen bereits am Mittwoch, 10. Dezember, im Kalender. Dann wird der erste Ball in der INDESIT European Champions League 2003/04 geschlagen.

Als die 17-köpfige Delegation am Dienstagmorgen vom Flughafen Altenrhein über Wien nach Moskau aufbrach, wusste niemand so recht, wo die Reise hingehen würde. Zumal die Erfahrungen mit russischen Teams nicht die besten sind. „Vor drei Jahren waren wir in Belgorod und haben 0:3 verloren - in 50 Minuten“, erinnert sich Bobby Jalowietzki. Aber davon lässt sich der VfB-Kapitän nicht abschrecken. Vielmehr überwiegt die Vorfreude: „Jeder wartet auf die Zeit, bis die Champions League endlich losgeht“. Am Mittwoch um 19 Uhr Moskau-Zeit (17 Uhr bei uns) wird Milan Labasta aus Tschechien das Auftaktmatch für das Team von Stelian Moculescu und sein Team anpfeifen.

Eine kleine Einstimmung auf das, was die Volleyballstars tausend Kilometer östlicher erwarten wird, bot Stelian Moculescu am Montag in einer Videostunde. Zu sehen waren aber nicht etwa der Kreml und andere touristische Höhepunkte der russischen Hauptstadt, sondern ein Volleyballspiel des Gegners. „Wir spielen gegen die besten Teams Europas“, musste Bobbi Jalowietzki einmal mehr erkennen. Das trifft auch auf Odintsovo Moskau zu, ein Team, das erstmalig in der Champions League mitmischt und sich als Endrundenteilnehmer des Top Teams Cup qualifiziert hat.

Chancen räumt er den Häflern dennoch ein, es komme allerdings auf das richtige Auftreten an. Jalowietzki erinnert sich ans vergangene Wochenende, als sich Mendig in der Bundesliga als leichte Hürde erwies. „Genauso geschlossen müssen wir in Moskau auftreten und ebenso konzentriert spielen.“ Als Hoffnungsschimmer haben die Häfler den russischen Zuspieler Roman Arkhipov mit einigen Schwächen ausgemacht. „Kaptän Bobbi“: „Wenn wir den im Griff haben, ist das die halbe Miete“. VfB-Coach Stelian Moculescu warnt allerdings vor zu großer Euphorie: „Moskau ist nicht Mendig. Im europäischen Geschäft weht ein schärferer Wind.“

Marcus Popp, dessen Sprungkraft gefragt sein wird, um Moskaus Blockspieler zu überwinden, sieht seiner persönlichen Champions League-Premiere gelassen entgegen: „Es ist ein Pflichtspiel wie jedes andere, nur dass es ein bisschen weiter weg ist.“ Auch Odintsovo Moskau sei zu schlagen, wenn alles gut läuft.

Ob der VfB mit solch einer coolen Einstellung im kalten Russland erfolgreich sein wird, werden am 10. Dezember folgende Spieler im Moskauer Sportpalast Druzhba entscheiden: Ilja Wiederschein, Robert Koch (Zuspiel), Jochen Schöps, Jovan Markovic, Bogdan Olteanu, Marcus Popp, Alex Lenz, Toni Kovacevic (Angriff), Bogdan Jalowietzki, Mario Zelic, Itapolis (Block) sowie Alexis Valido (Libero).

 

Deutschland - Ahrensburger Zeitung 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

Oststeinbeker deklassieren VfL Lintorf mit 3:0

Oststeinbek - Nun sieht die Welt für die Zweitbundesliga-Volleyballer des Oststeinbeker SV doch schon wieder etwas rosiger aus. Im Kellerduell mit dem Tabellendrittletzten VfL Lintorf setzten sich die Stormarner ungewohnt glatt mit 3:0 (25:20, 25:13, 25:16) durch, verschafften sich so ein Vier-Punkte-Polster auf einen Abstiegsrang. "Damit können wir die nächsten Aufgaben sehr viel ruhiger angehen", sagte Trainer Bernd Schlesinger nach dem zweiten Sieg in Folge erleichtert. Die Krise scheint also überstanden zu sein.

Diesmal waren die "Ostbek Cowboys" nicht einmal auf die lautstarke Hilfestellung ihrer wilden Anhängerschaft angewiesen. So richtig Stimmung mochte angesichts der hilflosen Gegenwehr der Niedersachsen auch nicht aufkommen. "In dieser Verfassung werden die den Abstieg sicher kaum vermeiden können", prognostizierte Schlesinger.

Seinen eigenen Spielern hatte der Coach strenge taktische Vorgaben gemacht. So waren nur Sebastian Neufeld, Mirko Suhren und Fridolin Lippens die gefährlichen Sprungaufgaben erlaubt. Alle anderen OSV-Spieler sollten kein unnnötiges Risiko eingehen, sie mussten den Ball aus dem Stand über die Netzkante flattern lassen.
Auch Libero Björn Domroese freute sich über den klaren Erfolg. Zwar war schon vor der Partie verabredet worden, dass sein Intermezzo als Abwehrchef mit diesem Spiel enden sollte. "Ich hau schließlich auch gerne auf den Ball", sagt Domroese. Das aber ist dem Libero verboten.

Der gelernte Außenangreifer hatte diese Rolle übernommen, da Hendrik Hofmann völlig verunsichert um eine Pause gebeten hatte. Schließlich nimmt der Libero bei der gegnerischen Ballannahme eine zentrale Position ein, trägt sehr viel Verantwortung. Damit fühlte sich Hofmann ein wenig überfordert. Nun hat sich die Lage deutlich entspannt. "Hendrik ist jetzt wieder bereit, Libero zu spielen", stellte Domroese erleichtert fest.

Mit zehn Punkten haben die Oststeinbeker aus Sicht des Trainers schon jetzt das Jahresssoll erfüllt. Dabei stehen am kommenden Sonnabend noch das Heimspiel gegen den Tabellenfünften TSV Giesen und ein Woche später das abschließende Hinrundenspiel beim MTV Hildesheim auf dem Programm. "Jeder weitere Zähler aus diesen Partien wäre eine echte Zugabe für uns", sagte Schlesinger. 18 bis 20 Punkte sollten, so seine Kalkulation, am Saisonende zum Klassenerhalt reichen.

Manfred Schäffer

 

Norddeutschland - Pinneberger Zeitung 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

Elmshornerinnen beenden Hinrunde mit 3:0 in Kiel

Elmshorn - Der Abstecher in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt hat sich für die Regionalliga-Volleyballerinnen der VG Elmshorn einmal mehr gelohnt: Bei der FT Adler Kiel kam der Vizemeister des Vorjahres binnen 54 Minuten zu einem souveränen 3:0 (25:11, 25:13, 25:22) und behauptete zum Abschluss der Hinrunde den zweiten Tabellenplatz.

Von der Bank aus verfolgte VGE-Trainer Burkhard Skibitzki ein Spiel, das in seinem Verlauf dem so vieler anderer zuvor ähnelte: In den ersten beiden Sätzen stießen die Elmshornerinnen kaum auf nennenswerten Widerstand, um sich im dritten Durchgang durch "eigene Nachlässigkeiten" (Skibitzki) selbst in Bedrängnis zu bringen. Mehrfach galt es, deutliche Rückstände wettzumachen (2:6, 12:17), ehe der glatte Sieg feststand.

Wie ungefährdet der Elmshorner Erfolg in Kiel aber letztlich zu Stande kam, ist daran abzulesen, dass sich Skibitzki den Luxus erlauben konnte, auf den Einsatz der Routiniers Anja Svensson (Außen) und Meike Sievers (Mitte) zu verzichten. Für letztere spielte die 19-jährige Sarah Hoppe durch - und verdiente sich ein Sonderlob ihres Trainers.

Zum letzten Punktspiel des Jahres empfangen die VGE-Frauen am kommenden Sonnabend (18 Uhr, neue KGSE-Halle) den Eimsbütteler TV.

fwi

 

Norddeutschland - Pinneberger Zeitung 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

Bittere Niederlage: VGE nach 2:0 noch 2:3

Elmshorn - Noch im vergangenen Jahr gehörte Mischa Urbatzka, Vizeweltmeister der Beachvolleyball-Junioren, dem Regionalliga-Kader seines Stammclubs VG Elmshorn an, jetzt spielte er seinen früheren Mannschaftskameraden in der Halle einen bösen Streich: Beim 3:2 seines aktuellen Vereins FT Adler Kiel über die VGE-Männer gelangen ihm in den abschließenden Sätzen die spielentscheidenden Aktionen.

Die Frustration der unterlegenen Elmshorner hätte aber ohnehin nicht größer sein können, gaben sie in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt doch eine 2:0-Führung aus der Hand: Mit 25:20 und 25:21 entschieden die Elmshorner die beiden ersten Durchgänge für sich.

"Anschließend haben wir total den Faden verloren", kommentierte VGE-Teamsprecher Ekkehard Goller den Verlauf der beiden folgenden Sätze (22:25, 14:25), bescheinigte aber andererseits den Kielern eine "klare Steigerung". Im Entscheidungssatz (12:15) hätten die Elmshorner fast noch die Wende erzwungen: Von 8:13 kämpften sie sich auf 12:13 heran, aber die Chance zum Ausgleich wurde nach einem "halbherzigen Pass auf außen" (Goller) leichtfertig vergeben.

Nach der bitteren Niederlage in Kiel hofft Goller auf eine Trotzreaktion zum Jahresabschluss: Am Sonnabend (15 Uhr, neue KGSE-Halle) erwartet die drittplatzierte VGE den Tabellenzweiten Eimsbütteler TV.

fwi

 

Norddeutschland - Eimsbüttler TV-News 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

ETV gewinnt mühsam gegen Eckernförde

Zum wiederholten Male gewann der ETV ein Spiel mit 3:2 und hofft darauf, dass der Knoten im nächsten Spiel gegen Elmshorn endlich platzt.

Der Eimsbütteler TV empfing am vergangenen Samstag den Drittletzten der Regionalliga Nord aus Eckernförde. Mit sieben Mann machten sich die Schleswig-Holsteiner auf den Weg nach Hamburg, ohne sich vor dem Spiel eine große Chance einzuräumen.

Eimsbüttel schien diese Gedanken zu teilen und trug von Beginn an dazu bei, dass auf Eckernförder Seite eine freudige aber doch leicht überraschte Stimmung zu Tage trat.

Frank Manthey, Trainer der Eimsbütteler, präsentierte sein Team wieder einmal mit einer neuen Startaufstellung. Über die Aussen durften Torge Hausschild und André Bolten ran, die Mittelblockerposition wurde mit Sebastian Wriedt und Patrick Nawo besetzt, auf der Diagonalposition kam Martin Scholz zum Einsatz und die Fäden wurden von Benni Herrmann gezogen. Auf der Liberoposition kam es ebenfalls zu einer Neubesetzung, sie wurde von Daniel Rhode ausgefüllt.

Diese Formation durfte sich lediglich bis Mitte des ersten Satzes präsentieren. Beim Satzstand von 15:11 für Eckernförde platzte Frank Manthey das erste Mal der Kragen und er wechselte Björn Christian Förster für André Bolten ein. „Ich musste einfach etwas verändern und da musste leider André für herhalten!“ so der Trainer nach dem Spiel. Wie schon häufig in dieser Saison gesehen, war das passiert wovor der Trainer der Eimsbütteler bisher jeden Spieltag gewarnt hatte. Eimsbüttel verschlief den Start und fand bis Satz Mitte absolut nicht ins Spiel. „Wenn man gegen Eckernförde schon nicht aus den Startblöcken kommt, muss man sich am Ende nicht wundern, dass es gegen die direkte Konkurrenz auch nicht hinhaut!“ ließ Mannschaftskapitän Torge Hauschild verlauten.

Mit der Einwechslung schienen die Eimsbütteler Mannen jedoch aufgeweckter und kämpften sich mit gelungenen Abwehr Aktionen wieder ins Spiel. Eckernförde konnte den Aktionen des ETV nichts Schlagkräftiges entgegensetzen und musste sich somit im ersten Durchgang geschlagen geben. „Schade ist es, dass jeder einzelne Spieler erst einmal durch diese Maßnahmen aufgeweckt werden muss, eigentlich haben wir das Potenzial, von Anfang an spielbestimmend zu agieren!“ so André Bolten.

Im zweiten Satz brachte Frank Manthey dann für Sebastian Wriedt Henning Meyer, um mehr Routine auf der Mitelblockerposition zu erreichen. Diese Einwechslung machte sich durchaus bezahlt, da der Hauptangreifer des EMTV, der bis dahin Frank Manthey einiges an Kopfzerbrechen bereitet hatte, deutlich besser von Eimsbüttel in den Griff bekommen wurde. Zudem wechselte Frank Manthey dann Mitte des Satzes bei Eimsbüttler Führung Gerrit Leinker ein, der Martin Scholz ersetzte. „Gerrit hat sich zunächst gut eingefügt, fiel dann aber im dritten Satz genauso wie alle anderen deutlich ab, obwohl er eigentlich einer der Spieler ist von denen ich erwarte, dass sie sich gerade dann hervortun. Schade!“ so Frank Manthey über seinen Spieler. Womit angedeutet ist wie sich der weitere Spielverlauf darstellte. Eimsbüttel gewann den zweiten Satz relativ souverän blieb aber im dritten Satz weit hinter den Erwartungen zurück.

Dies lag sicherlich nicht daran, dass der Trainer des ETV Marcel Meier auf der Zuspielposition einwechselte, sonder an der generell laiseziven Haltung die die Spieler des ETV an den Tag legten. Obwohl man von einem Youngster der möglichst viele Spielanteile haben möchte, deutlich mehr Biss erwarten sollte.

Insgesamt war es jedoch erstaunlich, wie weit sich die Spieler des ETV zurücklehnten ohne zu merken, dass ihnen das Spiel aus den Händen glitt. Doch gerade diese Szenen haben sich bei den Eimsbüttelern schon des Öfteren beobachten lassen.

Eckernförde wurde nicht zwingend stärker sondern Eimsbüttel produzierte mehr Fehler und spielte deutlich unkonzentrierter. Daraus ergab sich die logische Konsequenz. Eckernförde konnte den Satz mit relativ wenig Mühe gewinnen. „Im dritten Satz haben wir es verpasst die entscheidenden Punkte zu machen und unsere Punktballschancen leichtfertig verschenkt.“ analysierte Frank Manthey

Wer nun gedacht hatte Eimsbüttel würde durch den verlorenen Satz aus dem Tiefschlaf erweckt, sah sich getäuscht. Eimsbüttel spielte weiterhin unkonzentriert und mit vielen Fehlern. Eckernförde spielte das was ihnen möglich war und konnte somit gut mithalten und dem ETV immer wieder einen Punkt abringen, um eine kleine Führung zu erreichen. Beim Stand von 13:13 wechselte Frank Manthey dann Benni Hermann wieder ein, in der Hoffnung seine Mannschaft würde den Ernst der Lage erkennen. Er musste jedoch mit ansehen, wie seine Mannschaft ab diesem Zeitpunkt so gut wie gar nicht mehr anwesend war. Eimsbüttel gab sieben Punkte in Folge ab und damit war der vierte Satz entschieden.

 „Das einzig positive an dieser Situation ist, dass uns im fünften Satz keiner mehr was vormacht.“  merkte André Bolten nach dem Spiel an. Dies wurde gleich zu Anfang des Satzes deutlich. Eimsbüttel ging sofort mit 5:1 in Führung und machten deutlich, dass es nur einen Sieger am Ende dieses schwachen Matches geben würde. Diese Führung ließ sich Eimsbüttel bis zum Ende des Satzes nicht mehr nehmen und gewann in souveräner Art und Weise den fünften Durchgang.

„Letztendlich haben wir unsere Siegermentalität nicht verloren, wie die Saisonbilanz und auch das gewonnene Pokalspiel gegen den Zweitligisten aus Oststeinbek beweisen. Aber wie wir unsere Siege erzielen ist leider nicht so, wie wir uns das zum Anfang der Saison vorgenommen hatten.“ Resümierte Mannschaftskapitän Torge Hauschild nach dem Spiel.

Für Eimsbüttel gilt nun, den Blick aufs nächste Spiel gegen Elmshorn zu fokussieren und sich dann in der Winterpause auf eine hoffentlich spielerisch erfolgreichere Rückrunde vorzubereiten. Man darf gespannt sein.

 

Deutschland - DVV-News 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

Weltrangliste: DVV-Männer auf Platz 23 abgerutscht

Niederländer fallen aus den Top Ten!

Die FIVB hat eine neue Weltrangliste der Männer herausgegeben. In dieser werden die DVV-Männer nun auf Platz 23 geführt – einen Platz schlechter als vorher. Der Grund: Tunesien zog allein durch die Teilnahme am World Cup 2003 an Deutschland vorbei.

Noch härter traf es die Niederlande. Der Olympiasieger von 1996 fiel von Rang sieben auf Platz zwölf und ist somit erstmals seit Jahren nicht mehr in den Top Ten vertreten. Angeführt wird die Weltrangliste von Brasilien, dem Weltmeister und dem Gewinner des World Cup 2003. Es folgen Italien und Serbien & Montenegro.

Die Teilnehmer an der europäischen Olympia-Qualifikation liegen auf folgenden Plätzen, in Klammern die vorherige Platzierung: Frankreich 4. (5.), Russland 5. (3.), Polen 9. (8.), Niederlande 12. (7.), Spanien 14. (11.), Bulgarien 15. (12.), Deutschland 23. (22.) und Finnland 39. (36.)

Deutschlands Frauen sind durch die Nicht-Teilnahme am World Cup 2003 ebenfalls aus den Top Ten gerutscht. Sie liegen nun auf Position 11 (vorher 9).

 

Deutschland - Rüsselsheimer Echo 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

Rüsselsheim: Trotz Enttäuschung noch zweimal Favorit

Rüsselsheimer Zweitliga-Männer spielen am Mittwoch beim Internat Frankfurt

Über zwei Wochen liegt ihr letzter Einsatz zurück. Lange genug hatten die Zweitliga-Volleyballer der TG Rüsselsheim Zeit, die 2:3-Heimniederlage gegen Abstiegskandidat TSV Friedberg zu verdauen. Doch Raimund Jeuck beteuert, die Enttäuschung darüber sei schnell verflogen.

Obwohl die Serie von acht Rundensiegen in Folge gerissen ist, und das ausgerechnet gegen die als Tabellenletzter angereisten Friedberger, hat der Trainer keine Bedenken, nun könne der große Einbruch kommen. In den letzten beiden Einsätzen in diesem Jahr rechnet er fest mit zwei Siegen. „Dann haben wir eine Top-Vorrunde gespielt“, findet Jeuck.

Als erstes sind die TG-Männer, die bislang in zehn Spielen nur zweimal als Verlierer das Feld verlassen haben (gegen Dachau und Friedberg), am Mittwoch um 20 Uhr beim Internat Frankfurt zu Gast. In der Nachholpartie des vergangenen Wochenendes, ursprünglich auf den 6. Dezember datiert, sind sie ebenso Favorit wie zum Jahresabschluss am 13. Dezember (Samstag) zu Hause gegen den TSV Grafing. In beiden Begegnungen trifft Rüsselsheim auf Mannschaften aus dem Tabellenkeller – wie Friedberg. Doch Jeuck hält sie für schwächer als Friedberg.

Die jungen Spieler des Volleyball-Internates befinden sich athletisch in einer sehr guten Verfassung. In den zurückliegenden drei Monaten haben sie viel für die Abwehr getan und bewältigen einen Trainingsaufwand, der locker mehr als doppelt so viele Einheiten umfasst wie die der Turngemeinde.

 „Aber mit einer soliden Leistung sollte da nichts anbrennen für uns“, findet Jeuck, „man darf das Internat nicht unterschätzen, aber man muss es auch nicht überschätzen“. Die Winterpause dauert vom 14. Dezember bis zum 4. Januar.

 

Deutschland - Schwäbisches Tagblatt 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

In Müllers Mannschaft macht‘s die Mitte

Die Rottenburger Zweitliga-Volleyballer besiegten Lohhof mit 3:1 und bleiben daheim ungeschlagen
Eine Heimserie des TV Rottenburg ist gestern Nachmittag zu Ende gegangen: Gegen den SV Lohhof gab der Volleyball-Zweitligist vor 600 Zuschauern in der Hohenberghalle erstmals in einem Zweitliga-Heimspiel einen Satz ab. Gestört hat es beim TVR niemanden, denn die "große" Heimserie hielt: Die Rottenburger besiegten Lohhof dank einer Steigerung im dritten Durchgang mit 3:1 Sätzen und bleiben in dieser Saison daheim unbesiegt.

In einem zerfahrenen ersten Satz gelangen dem TVR beim Stand von 12:12 einige gute Block-Aktionen – Rottenburg zog auf 18:14 davon und gewann den Durchgang mit 25:22.

Doch als die Lohhofer Verteidigung im zweiten Satz den bis dato erfolgreichsten TVR-Angreifer Elvis Seric, der angeschlagen in die Partie gegangen war, immer besser in den Griff bekam, verloren die Rottenburger den Faden. Die TVR-Annahme kam nicht präzise genug, um die Rottenburger Mittelblocker Christian Copf und Jonas Leidig einzusetzen, und die TVR-Außenangreifer Cory Paddock und Julien Clin blieben mit ihren Angriffsschlägen meist im Lohhofer Block hängen. 6:11 lag Rottenburg zurück und die Gäste aus Bayern wurde sogar noch stärker: Lohhofs Diagonalangreifer Andreas Obermeier lief heiß und punktete nach Belieben – Lohhof siegte 25:17.

Das schien nicht nur der erste Rottenburger Satzverlust in einem Zweitliga- Heimspiel zu sein, sondern der Beginn der ersten TVR-Heimniederlage. Denn auch im dritten Satz agierte der TVR zunächst konzeptlos – 7:2 für Lohhof.

Doch die Rottenburger kämpften und als der TVR dank eines Blocks von Seric den längsten Ballwechsel des Spiels zum 9:11 gewonnen hatte, wachte auch die zuvor ruhige Kulisse auf. Angetrieben vom Publikum waren die Rottenburger nicht mehr zu stoppen. Vor allem die Mittelblocker Copf und Leidig dominierten nun die Partie. Erst bei einer 24:17-Führung leisteten sich die Rottenburger ein Konzentrationsloch, vergaben sechs Satzbälle und hatten Glück, dass der starke Lohhofer Aufschläger Tobias Kuhn beim Stand von 24:23 sein Service ins Aus setzte.

"Im vierten Satz war es dann ein Selbstläufer", sagte TVR-Trainer Hans Peter Müller. Rottenburg führte beständig mit drei bis vier Punkte und gewann sicher 25:20.

Mit 14:8 Punkten belegt Rottenburg in der Zweitliga-Tabelle den fünften Platz. "Nach unserem tollen Saisonstart haben die etablierten Teams gedacht: ‘Typisch Aufsteiger, aber Rottenburg bricht bald ein.’ Es freut mich unheimlich, dass wir das widerlegt haben", sagte Müller.

 

Deutschland - Berliner Zeitung 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

Selbst ernannter Außenseiter

Der SCC Berlin erwartet Olsztyn im Europacup

BERLIN, 9. Dezember. Natürlich hat er ihn angerufen. Er wäre ja blöd gewesen, wenn er es nicht getan hätte. Ihn, Mark Siebeck, der im Nationalteam der deutschen Volleyballer "Pole" gerufen wird - aus gutem Grund. Seit 2002 verdient Siebeck bei PZU AZS Olsztyn sein Geld, in der polnischen Liga. Er war also der ideale Kronzeuge für Marco Liefke. Denn der Diagonalangreifer des SCC Berlin suchte Informationen über Pamapol AZS Czestochowa, den ersten Gegner der Berliner in der Champions League.

An diesem Mittwoch (19 Uhr, Sporthalle Charlottenburg) empfängt der SCC den siebenmaligen polnischen Meister, und was Siebeck seinem Kollegen aus der Nationalmannschaft mitgeteilt hat, klingt nicht übermäßig Furcht erregend. "Mark meinte, das ist eine sehr junge Mannschaft, die viele Höhen und Tiefen hat", sagt Liefke. Oft komme es vor, dass Czestochowa in einem Satz brillanten Volleyball zeige, im nächsten aber plötzlich zu schwächeln beginne.

Leichter Beginn 

Noch hegt man beim SCC leise Zweifel, ob die Auslosung es gut gemeint hat, als sie dem Klub gleich zu Beginn ein Heimspiel gegen den vermeintlich leichtesten Gruppengegner bescherte. Ein Sieg könnte Auftrieb geben für die folgenden Partien - eine Niederlage aber würde vielleicht dazu führen, dass der selbst ernannte Außenseiter bis zum Ende in dieser Rolle verharrt. "Mal sehen, wie wir dort reagieren", sagt Mirko Culic, der Trainer der Berliner. Er klingt vorsichtig, abwartend. Immerhin bescheinigt Culic seiner Mannschaft "gute Chancen" gegen die Polen. Er sagt aber auch: "Ich weiß nicht, ob wir jetzt schon auf unserem Höhepunkt sind." Vielleicht, so glaubt der Coach, könne sein Team erst im Januar sein Können voll ausspielen.

Es ist eben ein Kreuz mit der Bundesliga. Sie ist zu schwach, um den Berlinern mehr zu bieten als mittelprächtige Trainingsspiele und das Team einzustimmen auf die Champions League. Deshalb will der SCC nun die stärkste europäische Klasse zur Fortbildung nutzen. "Diese Spiele haben eine große Bedeutung für unsere Mannschaft. Danach weiß jeder, wo er hingehört", sagt Manager Kaweh Niroomand. Was er dann noch sagt, mag bösartig klingen, ist aber nichts als die Wahrheit: "So eine Mannschaft voranzubringen, das geht nun mal nicht gegen Markranstädt."

Jung wie nie

Das aktuelle SCC-Team aber muss noch reifen. Es ist, wie Klubpräsident Klaus Henk im Programmheft stolz verkündet, schließlich die bisher jüngste Mannschaft, die der Verein je beisammen hatte - mit 23,7 Jahren im Schnitt. Lauter Begabte tummeln sich dort: Eugen Bakumovski (23) etwa, Sebastian Prüsener (21) oder Robert Kromm (19). Da ist es gut, einen erfahrenen Mann wie Liefke zu haben, mit 29 Jahren schon der Älteste. Einen, der den Überblick behält und einordnen kann, was nun kommt. "Es wird von uns nicht erwartet, dort einen Titel zu gewinnen", sagt Liefke. "Erfolge wollen wir auf einer anderen Ebene einfahren" - in der Meisterschaft oder im nationalen Pokal.

Vom Kopf her, glaubt der Diagonalangreifer, seien die Partien gegen Czestochowa, den überragend besetzten italienischen Titelträger Sisley Treviso sowie die Griechen von Olympiakos Piräus sogar leichter als Begegnungen in der Bundesliga: "Dort ist man schon unzufrieden, wenn man mal einen Satz verliert. Das ist ja grotesk."

Was die Fortbildung auf internationalem Niveau gebracht hat, werde man im Frühjahr sehen, in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft, sagt Manager Niroomand: "Dann werden wir davon zehren können." Von den Begegnungen, in denen der Klub endlich einmal mit 2 000 Zuschauern kalkulieren kann. Und von Fehlern, aus denen das Team gelernt hat. Es müssen ja nicht gleich allzu viele sein, am Mittwoch im ersten Spiel.

Andreas Lesch

 

Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

Stimmungsvolle Weihnachten bei DSC und Eislöwen

Dresden. In diesen Tagen jagt eine Weihnachtsfeier die nächste. Auch die Dresdner Sportvereine machen da keine Ausnahme. Die Adventszeit wird zum gemütlichen Beisammensein, zur Zwischenbilanz und natürlich zum Schlemmen bei Kerzenschein genutzt. Der Zufall wollte es, dass am Montag gleich zwei renommierte Mannschaften aus der Sportszene der Landeshaupstadt zur Weihnachtsfeier einluden: Die DSC-Volleyballerinnen trafen sich im intimen Kreis mit Vorstand, Trainern und Betreuern im XXL-Freizeitzentrum. Das Oberliga-Team der Dresdner Eislöwen feierte in großer Runde mit allen Mitgliedern der Abteilung - also auch Fans, Sledge-Hockeyspielern und "Alt-Herrenmannschaft"- sowie Sponsoren und Politikern im Ballsaal des Hotels Königshof am Wasaplatz. ESCD-Präsidentin Barbara Lässig gab zu: "Wir hatten sogar die Idee, dass beide Mannschaften gemeinsam feiern. Doch beim DSC stieß der Vorschlag nicht auf Gegenliebe."

Wolfgang Söllner, Vorstandschef der DSC-Volleyballabteilung, meinte dazu gestern: "Bei uns ist es Tradition, diese Feier im kleinen Rahmen zu veranstalten." Und der Chef nutzte die Gelegenheit - bevor das leckere Buffet eröffnet wurde - ein kleines Zwischenfazit zu ziehen: "Wir wussten im Sommer nicht so recht, wo wir stehen. Doch es ist uns gelungen, wieder mehr Zuschauer in die Halle zu locken. Das hat auch damit zu tun, dass die Mannschaft jetzt engagierter auftritt, der Funke überspringt. Der Weggang von Kapitän Peggy Küttner konnte vom Team recht gut kompensiert werden. Vor allem auch, weil die jungen Spielerinnen jetzt mehr Verantwortung übernehmen. Gerade Christin Guhr, Heike Beier oder Corina Ssuschke haben einen Leistungssprung gemacht. Und die beiden Neuen Jana Vavrova, die leider lange mit ihrer Verletzung zu kämpfen hatte, und Anna Barnak haben frischen Wind gebracht. Was uns vielleicht derzeit noch fehlt, ist eine gewisse Wettkampfstabilität." Nach der Rede und dem Schlemmen am Buffet gab es bei den Volleyballdamen noch viel Spaß beim Wichteln. Anna Barnak freute sich über einen "Riesenpott" ihrer geliebten Mandeln, Trainer Arnd Ludwig bekam eine Stoppuhr, damit er die schnellen Runden seiner Schützlinge demnächst noch genauer messen kann. Und zum Schluss stand sogar noch richtiger "Sport" auf dem Plan, denn beim Bowling gab es keine Schonung. Punkt 12 stieß die Mannschaft mit Geburtstagskind Heike Beier an, die gestern ihren 20. feierte.

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

USC: Auf den Block kommt es an

Münster - Axel Büring spricht von der "Vorfreude", er spricht auch davon, dass er und seine Spielerinnen die Achtelfinalpartie im Volleyball Top-Teams-Cup genießen wollen " nur vom Weiterkommen möchte der Trainer des USC Münster erst einmal nichts wissen.

Aus gutem Grund: Der 36-Jährige hat gehörigen Respekt vor den Französinnen des USSP Albi, die heute Abend ab 19.30 Uhr in der Halle Berg Fidel wieder internationales Flair verbreiten sollen. Und Büring ist überzeugt, dass sie das auch können: "Albi hat eine sehr starke Mannschaft, der wir nur beikommen können, wenn wir oberstes Niveau erreichen."

Auch in Abstimmung mit seinem Trainer hat der USC vor Saisonbeginn die Prioritäten klar verteilt. Sie liegen im nationalen Geschäft, sprich in Meisterschaft und Pokal. Der internationale Auftritt heute und in acht Tagen in Albi aber soll mehr werden als nur willkommene Abwechslung. "Die Mädchen können sich profilieren, sie können lernen. Der ganze Rahmen verspricht tollen Volleyball", gerät Büring vorab schon mal ins Schwärmen und hofft stark, dass sein Kader mithalten kann gegen eine Mannschaft, die national mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte und erst einmal um den Anschluss ans Mittelfeld kämpft.

Das hat aber wenig zu bedeuten, meint der Volleyball-Fachmann, "denn in Frankreich wird auf sehr hohem Niveau gespielt", was nicht zuletzt der Champions-League-Sieg Cannes bewiesen habe. "Die Spitze dort ist sicher besser besetzt als in der deutschen Bundesliga."

Das Video-Studium des Gegners hat ihm trotz schlechter Bildqualität verraten, wo Albi seine Stärken hat. Zwei Schnellangreiferinnen stehen der Zuspielerin zur Verfügung, eine exzellente Außenspielern ist die dritte Option im Angriff. Variabel müsse folglich der münstersche Block agieren, mit gutem Auge für die Situation und schnell reagierend.

Büring hat beim eher schwachen Auftritt gegen Augsburg auch in diesem Element Defizite im USC-Spiel erkannt, setzt aber Vertrauen in seine Spielerinnen. "Wir haben schnell die Gelegenheit, auf die Sonntags-Partie qualitativ die richtige Antwort zu geben", meint er. Neben dem Block wird dem Aufschlag eine wichtige Bedeutung zukommen. Büring verlangt mehr Präzision, die Mannschaft wird auf internationalem Parkett auch mehr Risiko gehen müssen.

Bis auf Chaïne Staelens sind alle münsterschen Kaderspielerinnen einsatzfähig. Sie alle dürfen sich freuen auf die besondere Stimmung, die das fachkundige münstersche Publikum in der Vergangenheit bei internationalen Spielen immer verbreitet hat und die auch heute erwartet wird.

Mit den Fans im Rücken, ist auch Axel Büring sicher, kann sich die Mannschaft eine gute Basis schaffen für das Rückspiel in der kommenden Woche in Frankreich. Und dort dann vielleicht sogar das Tor zum Viertelfinale weit aufstoßen.

Dirk Krampe

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

Barbknecht hofft auf stattliche Resonanz

-wis- Münster. Am 13. Februar dieses Jahres trugen die Volleyballerinnen des USC Münster letztmals ein Europapokal-Heimspiel aus. Zur Partie gegen Las Palmas kamen 1200 Zuschauer in die Sporthalle Berg Fidel. Eine schwache Resonanz, heute Abend im Achtelfinal-Hinspiel des Top Teams Cups gegen Albi (Anpfiff 19.30 Uhr) hofft der Bundesligist auf größeren Zuspruch. Die Ausgangsposition ist eine andere. Wir beginnen bei 0:0. Gegen Las Palmas war das Hinspiel bereits ausgetragen und 0:3 verloren worden, sagt Geschäftsführer Achim Barbknecht.

Bereits vor Jahren hatte der ehemalige USC-Präsident Reinhard Horstmann feststellen müssen, dass der Europapokal ein Zuschussgeschäft sei. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wirtschaftlich geht es nur darum, die Kosten und damit auch die Verluste in überschaubaren Grenzen zu halten. Der USC ist bemüht, dies zu schaffen. Bei der Anreise zum Rückspiel nach Albi nimmt die Mannschaft erstmals in einer Maschine des Billigfliegers Ryanair Platz. Der Flüge von Brüssel in den Süden Frankreichs und zurück kosten weniger als 60 Euro pro Kopf. Albi hat sich für die gleiche Variante entschieden. Die Herzen der Schatzmeister beider Vereine dürften vor Freude hüpfen.

Sollten sich die Unabhängigen gegen den Sechsten des französischen Oberhauses durchsetzen, wäre im Viertelfinale der bulgarische Topclub Levski Sofia oder der österreichische Erstligist Kuoni Schwechat (Wien) der Gegner. Wirtschaftlich betrachtet würde Münster eine Reise an die Donau gewiss vorziehen. Aus sportlicher Perspektive vielleicht nicht. Schließlich ist Schwechats internationaler Kader hervorragend bestückt.
Seis drum: Noch sind derlei Gedankenspiele nichts anderes als vage Blicke in die Zukunft.

 

Deutschland - Westdeutsche Zeitung 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

Schily wird WM-Schirmherr

Vom 9. bis 17. April 2004 steigen in Mettmann die Welt-Titelkämpfe im Standing Volleyball der Behinderten.

Mettmann. "Das wird mit Sicherheit ein ganz großes Ding", betont der Geschäftsführer des Kreissportbundes, Michael Weigerding. "Schließlich übernimmt nicht umsonst Bundesinnenminister Otto Schily die Schirmherrschaft." Gemeint ist die Volleyball-Weltmeisterschaft der Behinderten, die in der Zeit vom 9. bis 17. April nächsten Jahres in Mettmann steigt.

"Das Gerüst steht, es gibt zahlreiche Sponsoren, und mit der Düsseldorfer Event-Agentur Service Team GmbH einen professionellen Veranstalter, der über jede Menge Erfahrung verfügt", so Weigerding.

Ob nun die Stadt Mettmann in ihrem Jubiläumsjahr, die Stiftung Gemeinwohl des Kreissportbundes, Christinen-Brunnen aus Erkrath, die Regiobahn, die Barmer Ersatzkasse oder die US-Firma Sport Court, die das "Herrenhaus" mit speziellen Kunststoffplatten ausstattet Gönner und Förderer dieses sportlichen Großereignisses, das zudem im WDR-Fernsehen ausgestrahlt wird, gibt es zuhauf.

"Entstanden ist die Idee vor knapp zwei Jahren, als die Nationalmannschaft schon einmal hier in der Kreisstadt gastierte", erklärt Weigerding den "Werdegang" der WM. "Obendrein ist Teammanager Janusch Waldera Mettmanner."

Mit den Welt-Titelkämpfen wolle man zudem Werbung für diese Sportart betreiben, die aufgrund zu geringer Teilnehmerzahlen aus dem Paralympics-Programm gestrichen wurde. Weigerding: "Das Olympische Komitée hat seinen Sitz in Bonn und wird garantiert im Publikum vertreten sein. Mit unserer Veranstaltung wollen wir beweisen, dass das so genannte Standing Volleyball unbedingt dazugehört."

Beim Weltcup im Oktober auf Rhodos sei das Konzept offiziell vorgestellt worden und bei den nationalen Verbänden auf reges Interesse gestoßen. "Die USA, die Slowakei, Polen, Kambodscha und der amtierende Weltmeister Kanada haben bereits fest zugesagt, Australien wird sich möglicherweise anschließen", freut sich Weigerding über die Resonanz. "Alles läuft jedoch über den Weltverband, der unsere Veranstaltung inzwischen offiziell ausgeschrieben hat." Aus organisatorischen Gründen sollen maximal acht Teams teilnehmen.

Festes WM-Quartier für die Athleten ist im Übrigen das "Hotel Hansa-Treff", das die Nationalmannschaft anlässlich der Logo-Präsentation jetzt schon mal unter die Lupe nahm. Infos gibt`s auch im Internet unter www.volleyball2004.com.

Stefan Schneider

 

Norddeutschland - Harburger Rundschau 

Mittwoch. 10. Dezember 2003

TuS Jork bleibt in der Gefahrenzone

Jork - Eigentlich müssen sich die Regionalliga-Volleyball-Frauen des TuS Jork in dieser Woche reichlich ärgern. Da fahren sie zum VC Nienburg, einem Gegner, der zuvor fünfmal in Folge verloren hatte. Da führen sie im vierten Satz mit zwei gewonnenen Durchgängen im Rücken 15:10 und verloren am Ende die Partie mit 2:3 (16:25, 25:12, 27:25, 19:25, 12:15). Die Altländerinnen verpassten somit die Chance, sich doch entscheidend von den Abstiegsplätzen abzusetzen.

So flossen nach der Partie auch einige Tränen der Enttäuschung, insbesondere beim Youngster Corinna Krome (16). Sie hatte ihren gewohnten Platz als Libera für die angeschlagene Sabine Schulz-Cordes (Rücken, Schulter) räumen müssen, rückte statt dessen für Anja Cassau in den Außenangriff. Die Stamm-Außenangreiferin hatte sich beim Einspielen eine Fingerverletzung zugezogen.

Doch an der Nachwuchskraft war die Niederlage nicht festzumachen. Vielmehr verlor das gesamte Team offenkundig im vierten Satz den Durchblick, ließ bei vier eigenen Zählern 15 des Gegners zu. Da spielte mit Sicherheit die erneute Umstellung der Mannschaft eine gewichtige Rolle. Auch war Routinier Conny Schultz (47) zum zweitenmal in dieser Saison mit dabei. Nur steckten der Angreiferin schon vier am Tag zuvor absolvierte Sätze für die zweite Mannschaft in den Knochen. Im vierten Durchgang gingen der nervenstarken Conny Schultz einfach die Kräfte aus.

"Man kann da verlieren, muss es aber nicht", so die Formel von TuS-Trainer Torsten Bluhm.

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