News

Dienstag, 16. Dezember 2003 

Oststeinbek ringt TSV Giesen nieder
TV Fischbek spielt um den deutschen Pokal
VC NAL: Jugend brachte Schwung
Olympia-Quali: Vorbereitung in Friedrichshafen
Olympia-Qualifikation der Frauen: Kuba Favorit
Vergebliches Warten auf besseres Wetter
Pokal Männer: Vom Kreißsaal ins Halbfinale
Wer ist Deutschlands Sportler des Jahres?
Cowboys ringen Giesen nieder
Volleyball-Köstlichkeit garniert mit Spaß
Der Frust sitzt tief bei Evivo
TVF besiegt Braunschweig
ETV gewinnt auswärts in Elmshorn

Dezember 2003

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        

November 2003

Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Ahrensburger Zeitung 

Dienstag. 16. Dezember 2003

Oststeinbek ringt TSV Giesen nieder

Fünfsatzsieg: Mit dem 3:2- Erfolg gleicht der OSV sein Punktekonto in der zweiten Bundesliga aus.

Oststeinbek - Man muss die Volleyball-Männer des Oststeinbeker SV nur aufwecken. Dann können sie in der zweiten Bundesliga offenkundig jeden Gegner schlagen. Beim 3:2 (19:25, 25:21, 18:25, 25:20, 15:6) über den bisherigen Tabellenvierten TSV Giesen übernahm die Rolle des Weckers ausgerechnet der Mann, der für die Ruhe auf dem Feld verantwortlich zeichnen sollte: Schiedsrichter René Retton.

"Wir müssen uns ganz ehrlich bei ihm bedanken", sagte OSV-Trainer Bernd Schlesinger nach der Partie. Das hatte im Laufe der Ballwechsel noch anders ausgesehen. Da war der Coach wiederholt wutentbrannt auf das Feld gerannt. Selbst der ansonsten friedlich gestimmte Diagonalangreifer Christian Bartram kassierte zu Beginn des vierten Satzes eine gelbe Karte - im Volleyball bekommt der Gegner dazu noch einen Punkt gutgeschrieben. "Der Unparteiische war exorbitant schlecht", urteilte Schlesinger. Tatsächlich fehlte es Petton an Linie und Fingerspitzengefühl in der Regelauslegung.

Nur: Genau dies weckte in den Oststeinbekern den nötigen Kampfgeist. "Die Mannschaft braucht einfach Impulse von außen", stellte der Trainer fest. Dabei lagen die Gastgeber am Barsbütteler Weg im vierten Satz schon mit 4:9 zurück. Doch konsequent holten sie auf, leidenschaftlich unterstützt von den gut 250 Zuschauern. Wer mochte, konnte sich aus der Krachkiste von Abteilungsleiter Jan Schneider Rasseln, Klatschbretter, Trommeln und Tamburine ausleihen. Ob es aber nötig ist, das Fell der Trommel platzen zu lassen, wie bei Manager Rüdiger Barth? "Das war ich nicht", beteuerte er nach dem Spiel vehement. Der stetig ansteigende Lärmpegel beeindruckte die Giesener. Und das, obwohl die Gäste mit ihren Beachvolleyball-Profis Niklas Rademacher und David Klemperer angetreten waren.

Mit einem Aufschlags-Ass glich Mirko Suhren zum 14:14 aus. Ein Fehler des Giesener Spielmachers Srdan Popovic brachte die erste Führung für die Oststeinbeker. Diese gaben sie nicht mehr ab. "Wir haben sie dann im Griff gehabt", so Außenangreifer Björn Domroese. Daniel Krug und Christian Bartram sorgten mit konzentrierter Blockarbeit im Tiebreak dafür, dass die Oststeinbeker sicher siegten.

"Das waren für uns zwei sehr wichtige Punkte", stellte Schlesinger nach der Partie fest. Sechs Zähler Abstand sind es jetzt auf einen Abstiegsplatz. Am kommenden Sonntag reisen die Stormarner, die ihr Punktekonto auf 12:12 ausgeglichen haben, zum Tabellendritten MTV Hildesheim. Sollte sie auch dort jemand ärgern, so wie diesmal der Schiedsrichter, dürften sie erneut nicht chancenlos sein.

Manfred Schäffer

 

Deutschland - Harburger Rundschau 

Dienstag. 16. Dezember 2003

TV Fischbek spielt um den deutschen Pokal

Deutlicher 3:0-Sieg über Braunschweig.

Fischbek - Es sollte eine Warnung sein. Die Volleyball-Frauen des TV Fischbek haben mit einem 3:0 (25:12, 25:19, 27:25) über den USC Braunschweig zum vierten Mal in Folge das Halbfinale des DVV-Pokals erreicht. "So viel Arroganz darf man sich als Tabellenachter aber nicht leisten", knurrte der sportliche Berater Knut Rettig nach der Partie. Nur im ersten Satz wussten die Fischbekerinnen vor 250 Zuschauern zu überzeugen, danach passten sie sich weitgehend dem schwachen Niveau des USC an.

Der doch geringe Fanansturm bestärkte Manager Horst Lüders in seiner Überlegung, Anfang Februar des nächsten Jahres nicht erneut Ausrichter des Endturniers der besten Vier im Pokal werden zu wollen. "Wenn so viele Leute daran Interesse gehabt hätten, hätten sie ja heute kommen können", zeigte sich Lüders enttäuscht über die Zuschauerzahl. Allerdings wären die Chancen auf ein erneutes Final-Four auch bei berstend voller Sporthalle Süderelbe am Neumoorstück nicht viel größer gewesen. "Das finanzielle Risiko wäre zu groß", so der Manager. In diesem Jahr hatte die aufgelöste Olympia-Bewerbungs GmbH noch 25 000 Euro Zuschuss gegeben, mit einer schwarzen Null kam der Club aus der Veranstaltung. "Diesmal wird es keine Unterstützung geben", weiß Lüders. Der Olympia-Boom ist abgeflaut. Auch könnte der TVF nicht noch einmal einen derartigen personellen Kraftakt bewältigen.

Wo das Endturnier stattfinden wird, ist offen. Qualifiziert haben sich neben den Fischbekerinnen noch Bayer Leverkusen, der Schweriner SC und der USC Münster. Titelverteidiger SSV Ulm, der als möglicher Ausrichter gehandelt wurde, verlor mit 2:3 in Schwerin. Am 6. Januar werden im Rahmen der Olympia-Qualifikation der Männer in Leipzig die Halbfinals ausgelost. Dann sollte auch der Spielort bekannt sein.

Zufrieden durfte nach dem Abpfiff gegen Braunschweig eigentlich nur Zuspielerin Nicole Fetting sein. Im dritten Satz von Beginn an für Stamm-Spielmacherin Elena Keldibekowa de Westreicher eingewechselt, "durfte ich in dieser Saison endlich mal einen Satz durchspielen", ohne sich über ihre Reservistenrolle zu beklagen. "Das war von Beginn an klar." Doch mit dem nun unmittelbar bevorstehenden Ende ihrer Ausbildung als Kauffrau will die 23-jährige frühere Nationalspielerin noch einmal angreifen. "Was ich nächste Saison mache, weiß ich noch nicht", sagte sie. Ihr Dilemma: Sie fühlt sich in Fischbek sehr wohl. Aber mehr spielen will sie auch.

Manfred Schäffer

 

Norddeutschland - Norderstedter Zeitung 

Dienstag. 16. Dezember 2003

VC NAL: Jugend brachte Schwung

Der 1. VC NAL gewinnt beim SVF Neustadt-Glewe mit 3:0

Norderstedt - Was für eine Verwandlung. Noch vor drei Wochen wirkten die Regionalliga-Volleyballmänner des 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn wie ein sicherer Absteiger, schienen sich in ihr Schicksal zu fügen. Nach dem 3:0 (25:18, 25:9, 25:23) beim SVF Neustadt-Glewe, dem zweiten Sieg in Folge, bedauert Spielertrainer Andreas Meinken nun, "dass wir jetzt in die Winterpause gehen."

Seit im Club entschieden wurde, dass die besten Akteure der zweiten Mannschaft in das Drittliga-Team wechseln sollen, zeigen sich die Norderstedter wie verwandelt. "Unsere neuen jungen Spieler haben auch bei den alten für einen Motivationsschub gesorgt", stellt Andreas Meinken fest.

Doch mit Psychologie und größerem Konkurrenzkampf lässt sich die Wandlung nicht allein erklären. Mit Sebastian Meiser kam ein talentierter Zuspieler in die Mannschaft, der derzeit den verletzten Stammspielmacher Johannes Student mehr als ersetzt. Auch erweist sich die Entscheidung als richtig, mit Christian Stridde seit einiger Zeit einen Libero einzusetzen. "Wir lassen jetzt unsere Mittelblocker hinten konsequent draußen", so Meinken. Die meist hochgewachsenen Männer in der Netzmitte haben häufig eher Probleme beim Baggern und in der Abwehr. So bekamen diesmal Alexander Hente und der erstmals eingesetzte Mark Hapanionek regelmäßig eine Verschnaufpause.

Auch bemerkenswert: Das neu zusammengestellte Team erweist sich schon jetzt als nervenstark. Der Lärm der gut 100 Zuschauer in Neustadt-Glewe brachte die Norderstedter nicht aus dem Tritt. Eine wichtige Eigenschaft im Abstiegskampf.

Dem sieht der Spielertrainer nun hoffnungsfroher entgegen. Hatte er vor drei Wochen noch die Chancen auf den Klassenverbleib auf 20 Prozent geschätzt, so sind diese nach eigener Einschätzung nun "auf 50:50 gestiegen", so Andreas Meinken. Immerhin: Mit Siegen gegen die mitgefährdeten Clubs kann der VCNAL den Klassenverbleib nun aus eigener Kraft schaffen. "Das ist ein gutes Gefühl", so Meinken.

masch

 

Deutschland - DVV-News 

Dienstag. 16. Dezember 2003

Olympia-Quali: Vorbereitung in Friedrichshafen

Vierer-Turnier mit Tunesien und Friedrichshafen geplant!

Wie bei den meisten anderen Teams auch beginnt die Vorbereitung der deutschen Mannschaft auf die europäische Olympia-Qualifikation in Leipzig (5.-10. Januar 2004) am 26. Dezember. Dann trifft sich das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu in Friedrichshafen, um sich auf das so wichtige Turnier vorzubereiten. Für das DVV-Team besteht in Leipzig die einzige Chance, sich für Athen 2004 zu qualifizieren.

In Friedrichshafen wird es aller Voraussicht nach ein Viererturnier mit Deutschland I, Deutschland II, Tunesien und dem VfB Friedrichshafen geben. „Wegen der laufenden Champions League, nationalen und internationalen Terminen ist es sehr schwer, Mannschaften für ein solches Turnier zu finden. Deswegen sind wir mit dieser Lösung zufrieden“, so DVV-Sportreferent Günter Hamel.

Stelian Moculescu macht aus der Not eine Tugend und lädt aus dem 18-er Kader insgesamt 16 Spieler ein, die dann in ein A- und ein B-Team eingeteilt werden. Tunesien bereitet sich mit diesem Turnier auf die ebenfalls anstehende Olympia-Qualifikation für Afrika im eigenen Land (3.-10. Januar 2004) vor.

Am 3. Januar 2004 tritt die DVV-Delegation die Reise nach Leipzig an, dann nur noch mit den 12 Spielern, die das „Wunder von Leipzig“ wahr werden lassen wollen.

Der 18-er Kader der Männer: Björn Andrae (Cuneo/Italien), Christian Pampel (Loreto/Italien), Norbert Walter (Parma/Italien), Ilja Wiederschein, Jochen Schöps, Marcus Popp, Bogdan Jalowietzki (alle VfB Friedrichshafen), Eugen Bakumovski, Marco Liefke, Sebastian Prüsener, Robert Kromm (alle SCC Berlin), Frank Dehne (Rennes/Frankreich), Georg Wiebel (Maaseik/Belgien), Simon Tischer (VC Maoam Mendig), Till Lieber (evivo Düren), Ralph Bergmann (Roeselare/Belgien), Wolfgang Kuck (Montpellier/Frankreich), Mark Siebeck (Olsztyn/Polen)

 

International - DVV-News 

Dienstag. 16. Dezember 2003

Olympia-Qualifikation der Frauen: Kuba Favorit

Entscheid in der Dominikanischen Republik!

Das nächste Olympiaticket für Athen 2004 wird im Bereich Norceca vergeben. In der Dominikanischen Republik kämpfen vom 15.-21. Dezember die Teams von Kuba (Weltranglisten-6.), der Dominikanischen Republik (14.), Puerto Rico (17.), Kanada (20.) und Mexiko (35.) um einen Startplatz für die Olympischen Spiele 2004.

Favorit auf den Olympiaplatz ist natürlich der Olympiasieger von 2000, Kuba. Allerdings ist die frühere Souveränität und Unschlagbarkeit nach einem Umbruch verloren gegangen, beim World Cup 2003 in Japan musste sich Kuba lediglich mit dem 6. Platz zufrieden geben. Härtester Konkurrent dürften die Gastgeberinnen sein. Schon beim World Cup konnte die Mannschaft der Dominikanischen Republik gut mit den Kubanerinnen mithalten und verlor lediglich mit 1:3 (15-25, 17-25, 25-22, 19-25). Die anderen vier teilnehmenden Nationen dürften keine Chance auf den Turniersieg haben.

Während der Sieger für Athen qualifiziert ist, hat der am ranghöchsten stehende Nicht-Qualifikant (also Kuba oder die Dominikanische Republik) eine weitere Chance bei der Südamerika-Entscheidung im Januar 2004 in Caracas/Venezuela.

Der Spielplan
15. Dezember: Kuba – Canada / Dominikanische Republik - Mexiko
16. Dezember: Puerto Rico – Kuba / Dominikanische Republik - Kanada
17. Dezember: Mexiko – Kanada / Dominikanische Republik - Puerto Rico
18. Dezember: Mexico - Puerto Rico / Dominikanische Republik - Kuba
19. Dezember: Puerto Rico – Kanada / Mexiko - Kuba
20. Dezember: Halbfinale I: 2. – 3. / Halbfinale II: 1. – 4.
21. Dezember: Spiel um Platz 3 / Finale

 

Deutschland - Mainspitze 

Dienstag. 16. Dezember 2003

Rüsselsheim: Vergebliches Warten auf besseres Wetter

"Höhere Gewalt" beendet TG-Volleyballpartie noch vor dem Anpfiff/Undichtes Hallendach.

adu - Mit einem Sieg über "Schlusslicht" TSV Grafing wollte das Volleyballteam der TG Rüsselsheim die Stimmung für die anschließende Abschlussfeier der Abteilung anheizen und obendrein als Spitzenreiter der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, ins neue Jahr starten. Es kam anders. Ganz anders.

Es war einer jener Kuriositäten-Spieltage, von denen vielleicht noch in vielen Jahren die Rede sein wird, wenn Volleyballaktive und -anhänger gemütlich beieinander sitzen und in "Weißt Du noch, damals..."-Erinnerungen schwelgen. Das Volleyballteam des TSV Grafing wird sich womöglich eines Tages besinnen, an dem es nach gut vierstündiger Fahrt, ein wenig Bewegung, dem Genuss einiger Pullen Bier, Salat und Würstchen, die Heimreise ins rund 450 Kilometer entfernte Bayern im wahrsten Sinne des Wortes unverrichteter Dinge anzutreten hatte. Und die Fans der TG Rüsselsheim könnten sich noch einmal über Trainer Raimund Jeuck amüsieren, der ungeahnte Talente als Wischer und Putzlappen-"Bewacher" erkennen ließ.

Bis kurz vor Anpfiff der elften Saisonpartie war eigentlich alles wie immer: Netzanlage aufbauen, aufwärmen, einspielen, einschlagen, Angaben schlagen. Was dann geschah, formulierte der erste Schiedsrichter, Ferdinand Rill, auf dem Spielberichtsbogen später wie folgt: "Direkt vor Spielbeginn begann es in den Angriffsraum der Mannschaft B (TSV Grafing/Anm. d. Red.) zu regnen." Um kurz vor 20 Uhr hatte es heftig zu regnen begonnen, und bald darauf begann es von der Decke der im Sommer mehrere Wochen lang sanierten Kreissporthalle zu tropfen.
Spieler, Trainer und Schiedsrichter versammelten sich um die groß und größer werdende Pfütze, schauten, staunten, berieten und warteten - auf besseres Wetter, das sich aber nicht einstellen wollte. Um exakt 20.43 Uhr trat der TG-Kapitän ans Mikrofon und verkündete, was vielen bereits schwante: "Aufgrund des anhaltenden Regens können wir heute leider nicht spielen. Die Partie muss neu angesetzt werden", sagte Jens Blöcher und lud die Zuschauer zu Speis und Trank ins Foyer ein.

Raimund Jeuck nahm`s gelassen: "Das war höhere Gewalt", sagte der TG-Coach und führte aus, dass das Regelwerk für so einen Fall drei Alternativen vorsieht: In eine andere Halle ausweichen, auf Kleinfeld spielen oder die Partie neu anzusetzen. Weil keine andere Halle zur Verfügung stand und Grafing darauf bestand, auf Großfeld zu spielen, werden die Bayern also nicht umhin kommen, die Fahrt nach Rüsselsheim 2004 noch einmal anzutreten. Wer für die Kosten aufkommt, steht für Wolfgang Antweiler außer Frage: "Das Kreissportamt muss die Firma, die das Hallendach saniert hat, in Regress nehmen", sagte der TG-Abteilungsleiter.

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Dienstag. 16. Dezember 2003

Pokal Männer: Vom Kreißsaal ins Halbfinale

Silvio Schultze war der Held beim Mendiger Sieg in Königs Wusterhausen

Die Bilanz bleibt makellos. Mendig hat auch sein fünftes Auswärtsspiel dieser Saison gewonnen: Nach vier Siegen in der Bundesliga gelang im Viertelfinale des DVV-Pokals ein klares 3:1 (18:25, 25:19, 25:11, 25:13) beim Zweitligisten Netzhoppers Königs Wusterhausen. Durch den erwarteten Erfolg zog die Mannschaft von Marian Kardas zum dritten Mal nach 2001 und 2003 ins Final-Four-Pokalturnier ein, das am 31. Januar und am 1. Februar ausgetragen wird.

Um acht Uhr am Morgen waren die Mendiger per Kleinbus aufgebrochen, um 9.12 Uhr fuhr ihr Zug am ICE-Bahnhof Montabaur ab. Nicht mit dabei: Außenangreifer Silvio Schultze, dessen Freundin Anne Müller zu diesem Zeitpunkt in den Wehen lag. „Die Familie geht natürlich vor“, erklärte Mendigs Vorsitzender Kurt Müller.

Ortswechsel: Königs Wusterhausen, eine Kreisstadt in der Nähe Berlins, um 19 Uhr. Dort, in der Paul-Dinter-Halle, erwarteten die Netzhoppers Mendig zum Pokal-Viertelfinale. Mit dabei auf Seiten der Gäste: Silvio Schultze, inzwischen seit mehr als sechs Stunden stolzer Vater einer gesunden Tochter namens Lisa Sophie. Mutter und Kind wohlauf – da hatte der junge Vater endlich seinen 2,08 Meter über dem Boden ragenden Kopf frei gehabt, um der Mannschaft nachzureisen und seinen Beitrag zum 3:1-Sieg zu leisten.

Um 16.10 Uhr hatte sich Schultze vom Flughafen Köln-Bonn aus mit Germanwings auf den Luftweg Richtung Airport Berlin-Schönefeld gemacht, um 18 Uhr traf er im nahe gelegenen Königs Wusterhausen ein – und schon kurz darauf absolvierte er mit neun Teamkollegen das obligatorische Aufwärm- und Einschlagprogramm. „Vom Kreißsaal in den Flieger und dann in die Sporthalle“, lobte Kurt Müller, „das nenne ich ein professionelles Verhalten.“

Auch der Coach honorierte die Einstellung seines Leistungsträgers und mutete ihm gleich weiteren Stress zu. Mit Christoph Schwenk bildete Schultze das Duo im Außenangriff und der Annahme, auf der Diagonalen griff der Kameruner Edgar Tetsuekoue an; dafür blieb zunächst Kapitän Christian Metzger auf der Ersatzbank. Die Pässe stellte im ersten Abschnitt Gunnar Monschauer, der den Vorzug gegenüber dem frisch berufenen Nationalspieler Simon Tischer erhalten hatte. Weil jener zuletzt einige Trainingseinheiten verpasst hatte – aber auch, weil Monschauer beim 3:0 im Achtelfinale gegen Essen rundum überzeugt hatte.

Das freilich gelang gegen die Netzhoppers nicht. Zu behäbig spielte der Favorit im ersten Satz und geriet bei 17:21 entscheidend in Rückstand. im folgenden Durchgang spielte Tischer für Monschauer (Kardas: „Er hatte aber keine Schuld“) zu, Metzger kam für Tetsuekoue, wobei Schwenk auf die Diagonalposition rückte. Im Mittelblock kam Goran Iliev für Thorsten Braun, prompt klappte es besser mit dem Mendiger Kombinationsspiel.

Zudem profitierte Mendig gehörig vom Ausfall des ehemaligen Nationalspielers Sven-Oliver Heitmann in Diensten der Netzhoppers, der zu Beginn in der Mitte viele Punkte per Angriff und Block gemacht hatte, dann aber wegen einer Leistenzerrung passen musste. „Das hat uns ganz bestimmt nicht geschadet“, meinte Mendigs Teammanager Wilfried Wirths – und fügte mit entwaffnender Offenheit hinzu: „Aber es war immer noch kein schönes Spiel.“ Ein erfolgreiches allemal: In der Folgezeit fegte Mendig wie ein Orkan über den hilflosen Zweitligisten hinweg, nutzte dessen Konfusion konsequent aus und steigerte sich selbst in allen Elementen. Allen voran: Silvio Schultze, von den Glückshormonen im Körper zu einer laut Wirths „in Angriff und Abwehr herausragenden Leistung“ gepuscht. Der Mann des Tages war folglich „überglücklich“, zu großen Reden aber kaum in der Lage.

Feiern musste allerdings sein. „Alles ist wunderbar“, meinte Marian Kardas, „jetzt trinken wir ein Bier zusammen.“ Es können auch ein paar mehr gewesen sein an einem fast perfekten Tag für Silvio Schultze und Mendig, das nun entspannt der Halbfinalauslosung (am 6. Januar in Leipzig im Rahmen der Olympia-Qualifikation) entgegensehen darf.

Christian Müller

 

Deutschland - Spiegel Online 

Dienstag. 16. Dezember 2003

Wer ist Deutschlands Sportler des Jahres?

Das Sport-Jahr 2003 neigt sich dem Ende. Bei SPIEGEL ONLINE können Sie abstimmen, welcher Athlet oder welche Athletin Sie in den vergangenen zwölf Monaten am meisten beeindruckt hat. Elf Sportskanonen stehen zur Auswahl.

Anmerkung der Smash: Das Abstimmen macht Sinn, denn auch DVV-Star Angelina Grün ist in der Auswahl!

 

Deutschland - Oststeinbeker SV-News 

Dienstag. 16. Dezember 2003

Cowboys ringen Giesen nieder

Es war ein besonderes Match für Christian Bartram, den Diagonalangreifer des Zweitligisten Oststeinbeker SV. Beim harterkämpften 3:2-Erfolg der Ostbek Cowboys (19:25, 25:19, 18:25, 25:20, 15:6) handelte sich der Kapitän erst zu Beginn des vierten Satzes eine gelbe Karte ein und spielte sich mit seiner Mannschaft anschließend in einen wahren Rausch.

"Sagen mir mal so: Ich hatte den Unparteiischen um eine Qualitätssteigerung seiner Entscheidungsfindung gebeten", erklärte Bartram hinterher lachend. Mit 4:9 hatte Bartrams Team bereits im vierten Satz zurückgelegen, die Giesener, nach Sätzen 2:1 in Führung, trumpften souverän auf, immer wieder vorangetrieben durch den überragenden Beach-Nationalspieler Niklas Rademacher.

Plötzlich aber kippte das Spiel - und hinterher konnte keiner unter der 300 Zuschauern sagen, woran es denn nun lag, dass die Hausherren auf einmal wie aus einem Guss spielten, in der Feldabwehr die härtesten Bälle entschärften, und die TSV-Annahme immer wieder zu Fehler zwangen. Im Tie-Break erlebte das sogar noch eine Steigerung: Mit 15:6 fegte die Mannschaft von Trainer Bernd Schlesinger den konsternierten Tabellenfünften, der zuvor fünf Siege in Folge gefeiert hatte, förmlich aus der Halle.

"So was habe ich noch nicht erlebt", sagte Bartram. "Es war ja schon oft laut hier und manchmal waren auch noch mehr Leute da als heute. Aber in den letzten zwei Sätzen standen die Zuschauer wie eine Wand hinter uns. Wir konnten gar nicht umfallen. Es war wie ein einziger Organismus, da war so ein Zug drin, einfach perfekt." So schwärmte der Routinier im Team, der wie Daniel Krug im Block klug arbeitete und die Giesener Angreifer in den Schlussminuten zur Verweiflung brachte.

Auf dem Feld zeigten Libero Hendrik Hofmann, Björn Domroese und Mirko Suhren eine sehr stabile Annahmeleistung, dazu stach Sebastian Neufeld sein Gegenüber im Zuspiel klar aus. So war der Sieg am Ende nicht einmal unverdient - es war der fünfte im sechsten Spiel gegen Giesen -, obwohl die Gäste aus Hildesheim mit allen Stars angereist waren und zunächst einen kompakteren Eindruck hinterließen.

Trainer Schlesinger verfolgte die Leistungsexplosion seiner jungen Mannschaft mit einem feinen Lächeln. "Ein wichtiger Sieg, eine klasse Leistung am Schluss. Die Jungs haben gemerkt, wie viel von den Fans zurückkommt, wenn sie selbst richtig Gas geben. Und dass sie daraus wieder neue Kraft holen können." In der Tat zeigten sich die Anhänger des OSV nach diesem dritten Heimsieg der Cowboys in Folge mehr als versöhnt mit ihrer Mannschaft, der schwarze Herbst scheint ausgelöscht.

"Eine sensationelle Stimmung", machte auch OSV-Macher Jan Schneider aus, der sich mit der 2. und 3. Herrenmannschaft zum Anfeuern hinter den Spielerbänken postiert hatte. Der Abend sollte noch lang werden - das 3:2 war beste Basis für die legendenumwobene Weihnachtsfeier, die anschließend stieg.

Mit 12:12 Punkten hat sich der OSV im Mittelfeld festgesetzt und kann ruhigen Mutes nächste Woche nach Hildesheim fahren, zum Tabellenzweiten MTV, wo man nichts zu verlieren hat. Selbst der Fünfte Giesen (14:10) befindet sich jetzt wieder in Schlagweite - und der Blick nach unten offenbart nun komfortable sechs Punkte Abstand auf einen Abstiegsplatz. Frohe Weihnachten also in Hamburgs Wildem Osten.

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Dienstag. 16. Dezember 2003

Volleyball-Köstlichkeit garniert mit Spaß

Ein Saubermann war nach dem "Notruf" sofort zur Stelle. "Schnell Handfeger und Kehrbesen, eine Brille ist kaputtgegangen", kam das SOS vom Parkett in der Engelsdorfer Sporthalle - und die Organisatoren reagierten prompt. "Wir sind auf alles vorbereitet", schmunzelte Gerald Kuhnert, der am Regietisch der Volleyball-Hobbyliga-Endrunde keine freie Minute hatte. Auch seine Spannemänner Jörg Meier, Klaus Becker, Hardy Bittner, Lothar Mex und Frank Oehme wuselten durchs Objekt. In ihren gelben Hemden waren die offiziellen "Schmetterlinge" nicht zu übersehen. Seit nunmehr elf Jahren servieren sie den Freizeitspielern eine sportliche Köstlichkeit.

Waren es zum Start "magere" sechs Mannschaften, so beteiligten sich in dieser Saison üppige 58 Teams mit über 750 Spielern. 2004 kommt das Sahnehäubchen drauf, dann nehmen 63 Vertretungen (erstmals auch zwei Jugendteams im Herren-Wettstreit) den Kampf um die Krone auf. Appetit auf mehr? "Klar, doch das Limit ist damit fast erreicht. Es gibt nur noch zwei Reserveplätze in den Männerstaffeln. Der Spielbetrieb soll ja weiter reibungslos funktionieren", erklärte Gerald Kuhnert. Eine stattliche Zahl aus seiner Datenbank hatte Jörg Meier noch parat. "1357 Leute haben bei uns bisher mitgemischt."

Spannung pur hielt der Final-Sonntag bereit. Erst mit den letzten Begegnungen in den drei Leistungsklassen standen die Sieger fest. In der A-Kategorie erfüllten sich die Männer vom VVC 90 endlich ihren Meister-Traum. Die Stammgäste der Liga hatten zwar schon im Pokal triumphiert, aber im Titelkampf bisher den Ritterschlag verpasst. In der B-Klasse kam, sah und siegte wie im Vorjahr das Team Schkeuditz 2000. Und im C-Lager sahen sich diesmal die Glesiner für ihre schweißtreibende Trainings- und Wettbewerbsarbeit belohnt.

Preise attraktiver Sorte nahmen alle mit, frei nach dem Motto: Bei dieser Veranstaltung ist jeder ein Sieger. Dass die fröhliche Zeremonie etwas herausgezögert wurde, hatte einen professionellen Grund. Bundesligist VV Leipzig, Partner der Hobbyliga, kam geradewegs und happy vom gewonnenen Pokalspiel aus der Brüderstraße nach Engelsdorf. Für Manager Frank Thiele und Cheftrainer Zoran Nikolic samt Truppe war der Ehrungs-Job mehr als eine Frage der Ehre. Schließlich wissen sie die Freizeit-Volleyballer als zuverlässige Fans hinter sich. Auch wenn starke Aufbau-Hände für den Volleyballsport in der Arena gebraucht werden, sind die "Gelbhemden" zur Stelle. "Wir waren bei der EM im Einsatz und werden auch zur Olympia-Qualifikation im Januar wieder mit anpacken", so Jörg Meier. Wer was übrigens in der Extra-Weihnachts-Tombola absahnte, wurde im Detail verschwiegen. Aber der Erlös geht definitiv an die Volleyball-Abteilung von Lok Engelsdorf, dessen Mädchen das Finale mit ihrer Hilfe garnierten.

Kerstin Förster

Internet: www.hobbyliga-leipzig.de

 

Deutschland - Aachener Nachrichten 

Dienstag. 16. Dezember 2003

Der Frust sitzt tief bei Evivo

Düren. Frust lass nach! Die zweite Tiebreak-Niederlage in einem Heimspiel binnen einer Woche! Und die zweite noch viel frustrierender als die erste. «Ich hab keine Lust, überhaupt was zu sagen», sagte Bernd Werscheck, der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren.

Sprach's und rauschte ab in die Kälte. Gerüchten zu Folge, um sich abzukühlen. Denn ein «Ich bin stinkesauer», war noch zu hören, als der Trainer gen Ausgang ging.

2:3 hatte Evivo Im Pokal-Viertelfinale gegen den Titelverteidiger Vfb Friedrichshafen verloren. Selbiges Ergebnis wie in der Bundesliga eine Woche zuvor gegen Unterhaching. Dabei hatten sie sich gesteigert, phasenweise berauschenden Volleyball gespielt. Und hätten gewinnen müssen.

«Ich hätte niemals gedacht, dass wir hier noch was holen», sagte Stelian Moculescu, Bundestrainer und VfB-Coach in Personalunion. Die ersten beiden Sätze hatte Düren gewonnen, im dritten und vierten Durchgang lag die Werscheck-Sechs bis kurz vor Satzende immer mindestens mit zwei Punkten vorne, hatte sogar Matchball. Die diesmal nur spärlich erschienen Fans, deren Kehlen längst heiser geschrien waren, machten sich schon Gedanken, wie sie am besten zur Pokalendrunde nach Berlin kommen.

Typischer Fall von zu früh gefreut. Am Ende brüllt sich ein angeschlagener und um so stärker aufspielender VfB Friedrichshafen zum Sieg. «Da kannste von ausgehen, dass wir heute unseren mannschaftsinternen Lautstärkerekord aufgestellt haben. Wir waren ja fast lauter als das Publikum», sagt VfB-Angreifer Markus Popp, der im Herbst noch das Beach-Volleyball-Turnier auf dem Rathausvorplatz gewonnen hatte.

Denn die Häfler haben sich richtig gefreut, dass sie ein Spiel doch noch gewonnen haben, dass schon längst verloren war. Nachdem sie am Mittwoch in Moskau einen sicheren Sieg noch verschenkt haben. Setzten musste sich der 22-Jährige trotzdem. Am Samstag in Mmendig, am Mittwoch Moskau, Samstags darauf dann Düren.

Reisen mit dem VfB schlaucht. «Da kannste von ausgehen». Popp sprach's und schleppte sich unter die Dusche.
Die hatte Dürens Sven Anton schon längst hinter sich. «Lieber verlier ich 0:3 und kann mir sagen: Hast sowieso keine Chance gehabt. Aber heute hatten wir alle Chancen. Verdammt.»

Es gibt viel zu tun. Frust muss in Wut umgewandelt werden. Wut auf den nächsten Gegener Marktranstädt. Obwohl die doch eigentlich nichts dafür können. Aber so ist Volleyball.

Guido Jansen

 

Deutschland - Harburger Anzeigen und Nachrichten 

Dienstag. 16. Dezember 2003

TVF besiegt Braunschweig

Harburg (nik). Die Volleyball-Frauen des TV Fischbek Hamburg haben die letzte Hürde auf dem Weg zur vierten Teilnahme an der Pokal-Endrunde leicht und locker genommen und den Liga-Konkurrenten USC Braunschweig mit 3:0 besiegt.

Die Gastgeberinnen machten von Beginn an deutlich, dass sie unbedingt in die Runde der letzten vier Teams einziehen wollten. Problemlos gewann der TVF den ersten Satz mit 25:12. Auch der zweite Durchgang ging mit 25:19 ohne größere Schwierigkeiten an die Fischbekerinnen. Wie schon im Liga-Vergleich hatte der TVF erst im dritten Durchgang - bedingt auch durch personelle Umstellungen - zu kämpfen, ehe nach gerade einmal 65 Minuten das 27:25 und damit der Einzug ins "Final Four" feststand. "Wir haben den Gegner klar beherrscht", meinte TVF-Manager Horst Lüders. Eine besonders starke Leistung zeigte einmal mehr Kerstin Ahlke. "Für Kerstin freut es mich besonders. Jahrelang hat sie eher im zweiten Glied gestanden, doch jetzt kann sie zeigen, was sie kann", so Lüders. Juliana Lavrova hatte wegen Knieproblemen nicht spielen können.

Ein Publikumsmagnet war der USC dabei jedoch nicht: Lediglich rund 350 Zuschauer waren in der "Süderelbe-Arena" zu Gast. Wie schon in der Partie gegen Bayer Leverkusen hatte auch gegen Braunschweig der sportliche Berater und Ex-Coach Knut Rettig auf der Bank gesessen.

 

Norddeutschland - Eimsbüttler TV-News 

Dienstag. 16. Dezember 2003

ETV gewinnt auswärts in Elmshorn

Der Eimsbütteler TV gewinnt das Spitzenspiel in der Regionalliga Nord gegen Elmshorn deutlich mit 3:0 und setzt sich damit in der Spitze der Tabelle fest.

Nach einer Demonstration von Kampfesgeist, Siegeswillen und taktischen Spielvermögen wird die VG Elmshorn deutlich in die Schranken verwiesen. Nach einer katastrophalen Anfangsphase, in der die Büttels mit 2:8 und 5:15 zurücklagen, kämpften sich die Gäste gegen sichtlich beeindruckte Elmshorner ins Spiel zurück.. Nach einer Aufschlagserie des Zuspielers Stefan Lohl von 18:23 auf 23:23 scheinen die Elmshorner noch einmal zu hoffen. Jedoch unterliefen den Hausherren gerade in dieser entscheidenden Phase Eigenfehler, die letztendlich den Satzverlust bedeuteten.

Wahrscheinlich war dieser Satzverlauf mitverantwortlich dafür, dass die Gastgeber auch im zweiten Satz dem Eimsbütteler TV nie gefährlich werden konnten. Über die Außenangreifer im ersten Satz wenig effektiv, versuchten die Elmshorner über den Diagonalspieler und Ex-Zweitligisten Jörn Reinhard die nötigen Punkte zu sammeln. Auf diesen Angreifer konnten sich jedoch die Büttels taktisch sehr gut einstellen, so dass die Angriffsbälle in der Regel im Block von Andre Bolten und Björn Förster endeten. War dies nicht der Fall, so hatten die Büttels sogar in der Abwehr den einen oder anderen Ball verteidigt und einen erfolgreichen Abschluss gefunden. Ähnlich taktisch versiert zeigten sich die Eimsbütteler im Aufschlag, in dem sie den Libero Lars Winter kaum einen Ball gönnten.

So verlief auch der dritte Satz relativ eindeutig bis der Coach beim Spielstand von 17:13 ein Wechsel des Diagonalangreifers – Martin Scholz für Gerrit Leinker - in Angriff nahm. Dieses Unterfangen bescherte dem Spiel noch einmal eine spannende Endphase, die jedoch mit 27:25 ein dem Spielverlauf entsprechendes Ende fand.

Insgesamt zeigte der Eimsbütteler TV eine der engagiertesten Leistungen dieser Regionalligasaison und darf sich mit einer guten Leistung in Richtung Weihnachten verabschieden. Auch wenn mit Torge Hauschild ein weiterer Leistungsträger durch einen Bänderriss für die kommenden Wochen außer Gefecht ist,  liegen die Büttels auf der Lauer.

Der Januar wird’s entscheiden. Frohe Weihnachten und bis zum nächsten Jahr wünscht das gesamte ETV-Team....

Stefan Lohl und Björn Förster

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel