News

Freitag, 19. Dezember 2003 

Weihnachtliches Volleyballgeschehen in Hamburg
Landesliga: Positive Bilanz des VC NAL
Highlight für die Volley YoungStars
Ostbek Cowboys reisen im St. Pauli-Bus zum MTV
VfB Friedrichshafen holt sich zuhause den ersten Sieg
USC reist nach Namur
Europapokal: 3 Siege und 3 Niederlagen
Volleyballer des Jahres: Grün wird Rekordhalterin!

DVV-Auswahl gewinnt Trainingsmatch 3:0
Olympia-Quali: Moculescu sieht Außenseiter-Chance!
SCC verliert mit 1:3 bei Sisley Treviso
Starkova verstärkt Team der Stars
VfB macht Geschenke an die Fans
Stelldichein von Nationalspielerinnen
SVS: Noch einmal volle Konzentration
Die deutschen Mädchen sind echte Riesen
Schwacher VVH beim Test in Bottrop

DSC: Das Schlusslicht kommt
SSC: "Wollen uns ein Weihnachtsgeschenk machen"
VCP: Letzte Hürde nehmen
Atika Bouagaa glänzende Zweite
USC: Austern gegen den Stress
Die Forderungen des Bernd W.
Bayer verspielt seinen Vorteil
Beschenkt sich der SC Union mit der Tabellenführung?

Dezember 2003

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Hamburg - Smash-News 

Freitag. 19. Dezember 2003

Weihnachtliches Volleyballgeschehen in Hamburg

Nachdem der Oststeinbeker SV seine Weihnachtsfeier am letzten Samstag mit einem 3:2 Erfolg über den TSV Giesen im Gepäck in brillanter Stimmung zelebrieren konnte, wollen die Volleyballerinnen der VG WiWa am kommenden Samstag nach ihrem Heimspiel gegen den MTV Obernkirchen in der Sporthalle Wandsbek nachlegen und hoffen auf gewohnt gute Stimmung.

Geld ausgeben kann der Volleyballer schon vorher, denn Sportausrüster Leach’s Petrel ist wie jedes Jahr wieder kurz vor Weihnachten in der Stadt. Am Freitag, dem 19. und Samstag, dem 20., kann man/frau sich mit der Sportkleidung mit den beliebten Tieren eindecken. Wo? In der Praxis Eckardt, Tangstedter Landstraße 22 A. Wann? Am Freitag von 13 bis 20 Uhr, am Samstag von 10 bis 20 Uhr. Viel Spaß!

Zum traditionellen Glühwein lädt Helmut von Soosten am 23.12. ab 15 Uhr in die Räume seiner Ballsport GmbH ein. Gebäck und Glühwein ist vorhanden, und so kann in gemütlicher Runde das Volleyballjahr ausklingen.

Und damit Volleyball im neuen Jahr auch zünftig wieder losgehen kann, lädt der SV Nettelnburg-Allermöhe alle Freunde ein zum 3.1.2004 um 16.00 Uhr in der Halle  Walter Rothenburgweg/Fähruernfleet. Mitzubringen sind Sportschuhe, natürlich gute Laune (is ja klar!) und etwas zu Essen. Gespielt wird wie in den letzten Jahren in „zusammengelosten“ Teams. Deshalb bitten die Veranstalter um Pünktlichkeit! (Übrigens ein guter Neujahrsvorsatz!) Wer später als 16 Uhr kommt, kann Pech haben und wird einem Team als Ersatzspieler zugeteilt.

 

Hamburg - Norderstedter Zeitung 

Freitag. 19. Dezember 2003

Landesliga: Positive Bilanz des VC NAL

Norderstedt - Mit nur einer Niederlage aus zehn Spielen steht die dritte Männermannschaft des 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn punktgleich mit der VG Elmshorn auf Platz zwei der Landesliga. Somit haben die Norderstedter nach wie vor die Möglichkeit, den direkten Durchmarsch von der Bezirks- in die Verbandsliga zu schaffen.

Während die zweite Mannschaft des VCNAL vier Leistungsträger an das Regionalliga-Team abgeben musste, kann Trainer Ben Schriever nach wie vor auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Da die meisten Spieler noch A-Jugendliche sind, haben sie zudem ein Doppelstartrecht für die Verbandsliga und die Landesliga.

"Den Umbruch im Verein, den die Trainer von allen drei Herren-Mannschaften einvernehmlich eingeleitet haben, begrüße ich außerordentlich. Zu oft mussten in den letzten Jahren junge Talente Norderstedt mangels Perspektive verlassen. Jetzt können wir die Spieler bei uns bis nach oben führen", so Ben Schriever.

pam

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Freitag. 19. Dezember 2003

Highlight für die Volley YoungStars

FRIEDRICHSHAFEN - Die Volley YoungStars des VfB Friedrichshafen erwartet kurz vor Weihnachten ein sportlicher Leckerbissen. Am Freitagabend sind sie zum letzten Spiel vor der Weihnachtspause beim TV Rottenburg zu Gast.

„Das wird ein richtig tolles Spiel. Die Jungs freuen sich schon drauf“, sagt Söhnke Hinz. Und auch der sportliche und pädagogische Leiter der Häfler Zweitligamannschaft scheint sich innerlich die Hände zu reiben. Schließlich ist in der Rottenburger Hohenberghalle immer eine gute Stimmung geboten - und eine Mannschaft, die für eine spannendes Spiel gut ist. Mit 14:10 Punkten auf dem fünften Platz liegend, scheint der TVR keine Übermannschaft zu sein. Aber bei genauerem Hinsehen vielleicht schon. Welches Volleyballteam kann schon von sich behaupten, seit anderthalb Jahren daheim nicht verloren zu haben? Und noch dazu als Aufsteiger? Glaubt man der Homepage (www.tvr-volleyball.de), so werden im „Volleyballtempel Hohenberghalle Spieler und Zuschauer lichterloh brennen, um ein unvergessliches Erlebnis zu garantieren“.

Die Häfler können auf keine Erfahrungswerte zurückgreifen und wissen noch nicht so recht, was auf sie zukommt. Die letzte Begegnung mit dem damaligen Regionalligisten liegt drei Jahre zurück und die Mannschaften haben ein anderes Gesicht bekommen. Es mag sich niemand mehr gern daran erinnern, denn damals sind die Volley YoungStars vom TV Rottenburg aus dem VLW-Pokal geworfen worden.

Söhnke Hinz kann sich freuen, denn zum Abschlussmatch des Jahres kann er mit der kompletten Mannschaft anreisen. Auch Max Günthör dürfte nach seiner Finger-Verletzung wieder einsetzbar sein. Des Trainers Erfolgsrezept klingt einfach: „Wir müssen an die guten Leistungen der vergangenen Woche anknüpfen. Wenn wir unsere Stärken ausspielen, sollten wir gewinnen können.“ Ob sich der Wunsch nach einem Sieg erfüllen wird, entscheidet sich am Freitagabend.

Freitag, 19.12.2003, 20 Uhr: TV Rottenburg - Volley YoungStars Friedrichshafen

 

Deutschland - Oststeinbeker SV-News 

Freitag. 19. Dezember 2003

Ostbek Cowboys reisen im St. Pauli-Bus nach Hildesheim

Drei Siege in Folge haben den Zweitliga-Männern des Oststeinbeker SV eine ruhige Weihnachtspause beschert. "Der größte Druck ist weg", sagt Trainer Bernd Schlesinger, "jetzt können wir frei aufspielen." Beim MTV Hildesheim aber dürfte es schwer werden am Sonntag (Robert-Bosch-Schule, 15 Uhr), einen weiteren Erfolg zu landen.

Mit 18:4 Punkten tummelt sich der Tabellenzweite in der Zweitligaspitze, und das mit einem Kader, der anders als der der Konkurrenz aus Moers, Bottrop und Königs Wusterhausen nicht mit klangvollen Namen verstärkt wurde. Beim MTV setzt man auf Kontinuität und Teamgeist, und das Team um den überragenden Henning Machtens schickt sich nun an, um den Aufstieg in die 1. Bundesliga mitzuspielen.

Trotzdem wähnt man sich bei den Ostbek Cowboys auf Augenhöhe. "In der letzten Saison waren wir punkt- und satzgleich mit dem MTV, und der Stamm beider Teams ist nahezu gleich geblieben", sagt Trainer Schlesinger, "wir sind also bestimmt nicht chancenlos."

Zumal die Statistik den Gästen Mut macht: Das letzte Aufeinandertreffen in Hildesheim gewann der OSV nach einem Kraftakt sondergleichen mit 3:2. Und gegen Topklubs sahen die Cowboys in dieser Saison stets gut aus, Moers, Königs Wusterhausen und Giesen ließen Federn, nur gegen Bottrop verlor man.

Allerdings muss der OSV in Hildesheim gleich auf drei Akteure verzichten: Christian Jende leidet nach seinem Autounfall unter einer Gehirnerschütterung, Christian Bartram, der zum 1. Oktober eine neue Stelle angetreten hatte,  ist bereits im Urlaub. Und auch Trainer Schlesinger wird nicht dabei sein, weil er seinen Urlaub aus privaten Gründen nach vorne verlegen musste. "Das sind natürlich sehr ungünstige Bedingungen", sagt Abteilungsleiter Jan Schneider, "aber das mit den Urlauben ist abgesprochen. Es ist eben der Preis dafür, dass wir das hier alle als Hobby betreiben. Und außerdem haben wir ja adäquaten Ersatz."

Die Mannschaftsbetreuung nämlich wird Co-Trainer Jan Maier übernehmen, der selbst den A-Schein besitzt und das Team bestens kennt. Und für Bartram könnte Kapitän Jan Buhrmester ins Team rücken, der im Training wieder zu den Besten zählte.

Das Team wird im übrigen mit dem Original-Bus des FC St. Pauli nach Hildesheim fahren. Wer in diesem unglaublich geilen Bus mit von der Partie sein möchte, kostenlos, natürlich: Abfahrt ist um 10 Uhr vor der Walter-Ruckert-Sporthalle. Da die Plätze natürlich beschränkt sind, ist eine Mitfahrgelegenheit natürlich nur nach Anmeldung und Bestätigung möglich. Anmeldung unter: ck@likedeelers.de

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Freitag. 19. Dezember 2003

VfB Friedrichshafen holt sich zuhause den ersten Sieg

FRIEDRICHSHAFEN - Der VfB Friedrichshafen hat sein erstes Spiel in Pool D der Indesit European Champions League gewonnen. 70 Minuten benotigte das Team von Stelian Moculescu, um den estischen Meister ESS Falck PÄRNU mit 3:0 (30:28, 25:21, 25:13) nach Hause zu schicken. Dabei machte nur der erste Satz ein wenig Schwierigkeiten.

Nach einem nervösen Start beider Teams gestaltete sich der erste Durchgang als ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Zwar gelang es dem VfB, sich gegen Ende (19:16, 21:18) drei Punkte zu erschmettern, aber der Neuling aus Estland holte immer wieder auf. Bei 21:21 tauschte Moculescu Bogdan Olteanu gegen den Brasilianer Alex Lenz aus, wordurch sich die Annahme stabilisierte. Pärnu hatte sogar zwei Satzpunkte, aber die Häfler bewiesen den längeren Atem und verwandelten den dritten Satzball zum 30:28.

Hatten die Esten bis dahin noch gut mitgehalten, so war ihr Widerstand im zweiten Satz gebrochen. Daran konnte auch die Auswechslung ihres 41-jährigen Zuspielers (für Avo Keel kam Veiko Lember) nichts ändern.

Mit seinen Sprungaufschlägen und pfeilschnellen Angriffen bestimmte Jochen Schöps das Spiel nach Belieben. Im dritten Satz machte der 20-Jährige sechs Punkte in Folge, dabei zeigte er den 2000 begeisterten Zuschauern ein Ass-Hattrick. Schöps war ohne Zweifel der beste Spieler des Abends. 25 Punkte gingen auf sein Konto. Zum Vergleich: Der beste Scorer der Gäste brachte es nur auf zehn Punkte.

Klar, dass VfB-Trainer Stelian Moculescu zufrieden war: “Das Team aus Estland war und unbekannt. Das war der Grund für die Probleme im ersten Satz. Dann haben wir unsere Nervosität verloren. Dank eines überrageneden Jochen Schöps hatten wir es leicht, das Spiel zu gewinnen.“ Sein Gegenüber Pasi Rautio trug die Niederlage mit Fassung: „ Wir wussten, dass es schwer werden würde, in Friedrichshafen zu gewinnen. Der Aufschlag der VfB-Spieler in den Sätzen zwei und drei hat es uns unmöglich gemacht.“

Der VfB Friedrichshafen belegt nach einem Sieg und einer Niederlage den zweiten Platz in Gruppe D. Das nächste Champions League Spiel findet am Donnerstag, 15. Januar 2004, statt. Dann ist der Tabellenführer Tours VB in der ARENA Friedrichshafen zu Gast.

 

Deutschland - USC Münster-News 

Freitag. 19. Dezember 2003

USC reist nach Namur

Vom 26. bis 28. Dezember 2003 nimmt der USC Münster an einem Turnier im belgischen Namur teil. In der Vorrunde des \"Tournois Wallonie\" spielen die Münsteranerinnen gegen die belgischen Teams VBC Calaminia und VC Yvoir sowie den französischen Erstligisten ASPTT Mulhouse.

Weitere Teilnehmer sind: AWF Posen (POL), Eburon Tongeren (BEL), Skup Olmütz (Tschechien) und EV Ommen (Niederlande). Trainer Axel Büring wird bei diesem Turnier auf seine deutschen und niederländischen Nationalspielerinnen verzichten müssen, da sie sich mit ihren Nationalmannschaften auf das olympische Qualifikationsturnier in Baku (Aserbeidschan) im Januar vorbereiten.

 

Deutschland - DVV-News 

Freitag. 19. Dezember 2003

Europapokal: 3 Siege und 3 Niederlagen

Leverkusen dreht Spieß noch um, Wuppertal scheitert an vier Ballpunkten!

Gelungene Heimpremiere vom VfB Friedrichshafen in der Champions League 2003/04. Gegen den Neuling Pärnu aus Estland gaben sich die Spieler von Bundestrainer Stelian Moculescu keine Blöße und siegten nach einem engen Auftaktsatz deutlich mit 3:0 (30-28, 25-21, 25-13).

Gut gespielt, aber verloren – so lautete das Motto des SCC Berlin in seinem zweiten Spiel der Königsklasse. Beim italienischen Top-Verein Sisley Treviso setzte es beim 1:3 (25-27, 25-21, 16-25, 14-25) die erste Saisonniederlage für die Spieler um Marco Liefke.

Ohne Probleme setzten sich der USC Münster und der SSV Ulm ALIUD PHARMA im Top Teams Cup der Frauen durch. Zwar unterlag Münster in Albi/Frankreich mit 2:3 (25-23, 23-25, 24-26, 25-22, 12-15), aber bereits nach dem gewonnen Auftaktsatz war der Vorstoß in das Viertelfinale besiegelt.

Ulm siegte nach dem souveränen 3:0 im Hinspiel auch auf Madeira/Portugal sicher mit 3:1 (18-25, 25-15, 26-24, 25-20). Ulm trifft im Viertelfinale auf Bratislava/Slowakei, Münster auf Sofia/Bulgarien.

Dramatik pur dagegen im CEV-Pokal. Die Frauen des TSV Bayer 04 Leverkusen bogen das 1:3 aus dem Hinspiel gegen Luzern/Schweiz noch um. Im Rückspiel gelang ein glattes 3:0 (25-17, 25-23, 25-13) und somit der Einzug in das Viertelfinale. Gegner dort ist Villebonne/Frankreich oder Jesi/Italien mit Sylvia Roll.

Den verpassten die Männer vom SV Bayer Wuppertal um ganze vier Ballpunkte. Nachdem das Hinspiel in Sete/Frankreich überraschend mit 3:1 gewonnen werden konnte, setzten sich die Gäste um DVV-Nationalspieler Wolfgang Kuck mit dem gleichen Satz-Ergebnis (25-22, 30-28, 21-25, 25-22), aber dem minimal besseren Ballpunktekonto, in Wuppertal durch.

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Freitag. 19. Dezember 2003

Volleyballer des Jahres: Angelina Grün wird Rekordhalterin!

,Grüni’ zum vierten Mal, ,Pampis’ Premiere

Die Leser des volleyball-magazin haben entschieden: Angelina Grün (Foto) und Christian Pampel sind die ,Volleyballer des Jahres 2003’. Während Angelina Grün zum vierten Mal in Folge gewählt wurde, was vor ihr noch keiner Athletin gelang, ist Christian Pampel in der Gunst der Leser erstmals ganz vorn. Er löst Stefan Hübner ab, der aufgrund langwieriger Verletzungen in diesem Jahr kaum in Erscheinung treten konnte.

Grün und Pampel sind beide als Profis in Italien engagiert, die Außenangreiferin beim Erstligisten aus Bergamo, der Diagonalspieler beim Zweitligisten Loreto. Das Votum der Leser dürfte jedoch in erster Linie durch die Auftritte des Duos im Nationaltrikot beeinflusst worden sein: Angelina Grün war erneut die Führungsspielerin des Teams, das bei der Europameisterschaft in der Türkei die Bronzemedaille gewann, Pampel agierte bei der Männer-EM in Deutschland in überragender Form und wurde zum zweitbesten Punktesammler des Turniers.

Das vm beschäftigt sich in seiner heute erscheinenden Ausgabe ausführlich mit den Titelträgern, das genaue Wahlergebnis und alle bisherigen ,Volleyballer des Jahres’ können Sie der unten stehenden Tabelle entnehmen.

 

Deutschland - DVV-News 

Freitag. 19. Dezember 2003

DVV-Auswahl gewinnt Trainingsmatch 3:0

Vor den eigentlichen beiden Länderspielen zwischen den Juniorinnen-Nationalteams Deutschlands und Frankreichs im Rahmen des deutsch-französischen Jugendwerks absolvierten beide Teams ein Trainingsmatch. Dies konnte der DVV-Nachwuchs deutlich mit 3:0 (25-13, 25-20, 25-19) für sich entscheiden.

So leicht dürfte es heute Abend in Höpfingen (19.30 Uhr) und am 19. Dezember in Hausen (19.30 Uhr) - bei den beiden offiziellen Vergleichen - nicht werden.

 

Deutschland - DVV-News 

Freitag. 19. Dezember 2003

Olympia-Quali: Moculescu sieht Außenseiter-Chance!

Vorbereitung in Friedrichshafen

Am zweiten Weihnachtsfeiertag beginnt für die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Abschlusslehrgang für die Olympia-Qualifikation der Männer in Leipzig (5. bis 10. Januar). Das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu trifft sich am 26. Dezember in Friedrichshafen. Am 3. Januar tritt Moculescu dann mit zwölf Spielern die Reise nach Leipzig an, die unter anderem gegen den Olympia-Zweiten Russland, Vize-Europameister Frankreich und den Olympiasieger von 1996, die Niederlande, das „Wunder von Leipzig“ vollbringen sollen. 

Vorrundengegner sind Russland, Polen und Bulgarien. Nur der Sieger von Leipzig erreicht das Ziel Athen 2004. Deutsche Volleyballspieler haben zuletzt 1972 in München an Olympischen Spielen teilgenommen (Silber für die DDR, Platz 11 für die Mannschaft der Bundesrepublik) !

Bundestrainer Moculescu glaubt an die Außenseiter-Chance seines Teams: „Wir probieren es. Bei uns muss alles klappen. Wir müssen über fünf Spiele eine konstant starke Leistung bringen – dann haben wir auch eine Chance.“ Zu den Favoriten zählt Moculescu die Russen.

Im Rahmen des Vorbereitungslehrgangs in Friedrichshafen wird es voraussichtlich noch zu zwei Vergleichen mit Afrikameister Tunesien kommen. Tunesien spielt zur gleichen Zeit wie Deutschland im eigenen Land in der afrikanischen Olympia-Qualifikation.

 

Deutschland - Berliner Morgenpost 

Freitag. 19. Dezember 2003

SCC verliert mit 1:3 bei Sisley Treviso

Der deutsche Volleyball-Meister SC Charlottenburg hat sein zweites Spiel in der Champions League verloren. Beim italienischen Titelträger Sisley Treviso gab es nach 100 Minuten eine 1:3 (25:27, 25:21, 16:25, 14:25)-Niederlage.

Während die Italiener, die zum Auftakt 3:0 bei Olympiakos Piräus gewonnen hatten, mit zwei Siegen die Gruppe A anführen, verfügen die Berliner genau wie Piräus (3:2-Sieg beim polnischen Meister Pamapol AZS Tschenstochau) über einen Sieg und eine Niederlage. Die Schützlinge von Trainer Mirko Culic hatten zum Auftakt die Polen in eigener Halle mit 3:2 geschlagen. Im nächsten Spiel am 14. Januar (19 Uhr, Sömmeringhalle) empfängt der SCC den griechischen Meister Piräus. Die zwei besten Teams der Gruppe sind eine Runde weiter.

Der ungeschlagene Bundesliga-Spitzenreiter hatte sich schon vor der Partie gegen den Meister aus der stärksten Liga der Welt als Außenseiter gesehen. "Das ist ein anderes Kaliber als der polnische Titelträger", hatte Mannschaftskapitän und Nationalspieler Marco Liefke nach dem Heimsieg über die Polen gesagt und sollte mit seiner Einschätzung Recht behalten.

Trotzdem zog sich der SCC mehr als achtbar aus der Affäre. Im umkämpften ersten Durchgang konnten zwei Satzbälle abgewehrt werden, im gewonnenen zweiten Satz überragten Nationalspieler Eugen Bakumovski (Außenangriff) und Aleksandar Spirovski (Mittelblock). Danach unterliefen zu viele Aufschlagfehler und der Gastgeber diktierte die Partie.

 

Schweiz - Berner Zeitung 

Freitag. 19. Dezember 2003

Starkova verstärkt Team der Stars

Der Rücktritt von Libero Aïda Shouk löst bei Zeiler Köniz eine Kettenreaktion aus. Am Ende dieser Kette steht eine Perle: Ilona Marljukic-Starkowa. Die gebürtige Russin wurde 1990 Weltmeisterin mit der UdSSR.

Der Name passt ins Könizer Starensemble: Starkowa. Die 1,92 cm grosse und 80 kg schwere Aussenangreiferin unterschrieb bei Zeiler Köniz einen Vertrag bis vorerst Ende Saison. Ilona Marljukic-Starkowa spielte zuletzt beim italienischen Serie-A1-Klub Pallavolo Palermo. Die 30-jährige gebürtige Russin kam auch im russischen Nationalteam, der Sbornaja, zum Einsatz. Ein Eintrag ragt aus ihrem Palmarès: Volleyball-Weltmeisterin 1990 mit der damaligen UdSSR.

Die Meinung von Pietrek

Kürzer hätte die Italien-Karriere von Ilona Marljukic-Starkowa letztes Jahr nicht ausfallen können. Verspätet und nicht austrainiert im November in Palermo eingetroffen, zog sie sich im elften Meisterschaftsspiel ihres neuen Klubs gleich einen Kreuzbandriss zu. «Es passierte bei der Landung nach einem Sprung», erinnert sich ihre damalige Teamkollegin Anja-Nadin Pietrek, die heuer neu beim BTVLuzern spielt.

Aufgefallen ist der deutschen Olympia-Sechsten von Sydney die aussergewöhnliche Körpergrösse von Marljukic-Starkowa. «Wenn die so am Netz steht und ihre Hände hoch hält», sagt Pietrek beeindruckt, «wirkt ihr Block schon unwiderstehlich. » Auch an ihren kräftigen Smash möge sie sich noch gut erinnern», schiebt Pietrek nach.

Im Palmarès von Marljukic-Starkowa, die momentan in Bar bei Belgrad wohnt, fällt die Inaktivität in der Saison 2001/2002 auf. Das dürfte mit der Niederkunft ihres ersten Kindes zusammenhängen. «Ja», bestätigt Anja-Nadin Pietrek, «Marljukic-Starkowa ist Mutter eines Kindes. »

Zu 80 Prozent wieder fit

Die neue Angreiferin von Zeiler Köniz hat sich von ihrer Verletzung erholt. 80 Prozent ihres Leistungspotenzials erreiche sie schon wieder, versicherte sie Manager Beat Ackermann am Telefon. Ihr Debüt beim Schweizer Meister dürfte die Doppelbürgerin von Russland und Serbien-Montenegro am 27. Dezember beim internationalen Turnier in Basel geben.

Gersons Videokassette

Teamchef Marc Gerson lobt die neue Ausländerin von Zeiler Köniz gebührend. Das hat seinen Grund: Vor eineinhalb Jahren suchten die Vereinsverantwortlichen eine neue Passeuse. Filipova wurde ihnen angeboten, die bulgarische Zuspielerin von Radnicki Belgrad. Als Marc Gerson die Videokassette des jugoslawischen Cupfinals 2001 anschaute, entdeckte er an der Seite von Filipova noch eine andere Spielerin: Ilona Marljukic-Starkowa. «Sie schoss den Favoriten aus Uzice im Alleingang ab», sagt Gerson rückblickend, «aber wir suchten damals ja eine Passeuse und nicht eine Angreiferin. . . »

Aus Karpols Talentschmiede

Ilona Marljukic-Starkowa lernte ihr Volleyball-Abc bei Uralotchka in Jekaterinenburg. Mit elf Jahren ging sie in die Talentschmiede der russischen Trainerlegende Nikolai Karpol. Die zweifache russische Meisterin schaffte den Sprung bis ins A-Nationalteam. Dank ihren guten Leistungen durfte Starkowa zu ausländischen Klubs wechseln.

Brünn (Tsch), Rijeka (Kro), Luka Bar (Serbien), Bidigoszc (Pol), Radnicki (Serbien) sowie Pallavolo Palermo hiessen ihre Stationen jenseits des Urals. 1992 spielte Starkowa bei Brünn im gleichen Team wie Jana Surikova, die heutige Passeuse von Zeiler Köniz. In Basel wird Marljukic-Starkowa am 27. Dezember auf einen weiteren Bekannten treffen: Köniz spielt zum Auftakt gegen Jekaterinenburg. . .

Herausforderung für Rohrer

Der überraschende sofortige Rücktritt von Libero Aïda Shouk wegen «persönlichen Überlastungsproblemen» (wir berichteten) macht Zeiler Köniz ungewollt noch stärker. Sarah Rohrer, bisher im Aussenangriff eingesetzt, ist mehr als ein adäquater Ersatz für Shouk. Die Wunschkandidatin von Marc Gerson auf der Liberoposition verfügt über eine ausgezeichnete Ballannahme. Nach einer Bedenkzeit akzeptierte die nur 1,68 m grosse Athletin die neue Rolle mit dem poppigen Leibchen. 

«Früher habe ich mich gesträubt, den Liberopart zu übernehmen», sagt Sarah Rohrer, «ich bin ein Gambler-Typ. Deshalb gefällt mir der Aussenangriff. » Dass die 22-Jährige dennoch in eine neue Rolle schlüpft, mag mit drei Gründen zusammenhängen. Rohrer will sich auf einer neuen Position weiter entwickeln. Das Saisonende sei - falls ihr die Position nicht gefällt - absehbar, und als Libero würden sich ihre Knieprobleme nicht weiter verschlimmern.

Thomas Wälti  

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Freitag. 19. Dezember 2003

VfB macht Geschenke an die Fans

FRIEDRICHSHAFEN - Für das letzte Spiel vor Weihnachten hat sich der VfB Friedrichshafen etwas Besonders einfallen lassen. Jeder, der eine Karte für das Volleyballspiel gegen VV Leipzig kauft, kann eine Person kostenlos mitbringen. Das gilt auch für Inhaber von Dauerkarten. Anpfiff in der ARENA Friedrichshafen ist am Samstag um 18 Uhr.

„Mit dieser Aktion wollen wir uns bei unseren Fans für ihre Geduld und ihr Verständnis bedanken, die sie während der Umbauzeit der ARENA aufgebracht haben“, begründet Manager Bernd Hummernbrum die Weihnachtsaktion des VfB. Nachdem am Mittwoch in der ARENA noch um Champions-League-Ehre geschmettert wurde, geht es am Samstag um Bundesligapunkte. Die haben vor allem die Gäste aus Leipzig nötig, wollen sie sich für die Top-Ligarunde qualifizieren. Bis Ende Januar die Karten neu gemischt werden, kommt noch ein hartes Stück Arbeit auf die Sachsen zu. Ginge es nach dem jetzigen Stand der Dinge, so dürfte das Team von Zoran Nikolic um die Meisterschaft mitspielen, denn das ausgeglichene Punktekonto (8:8 Zähler) bedeutet den sechsten Platz.

Sollte das nicht klappen, würden sich die beiden Teams in der Liga in dieser Saison nicht mehr begegnen. Wohl aber in der DVV-Pokalendrunde, für die sich Leipzig mit einem Sieg über Bad Saulgau qualifiziert hat. Ob es zum direkten Aufeinandertreffen kommt, entscheidet die Auslosung am 6. Januar. Übrigens: Das Turnier am 31. Januar/ 1. Februar wird voraussichtlich nicht in Friedrichshafen ausgetragen.

Beim letzt jährigen Pokal-Endturnier machte beim VVL, der gegen Unterhaching und Mendig antrat, ein Spieler auf sich aufmerksam, den die Spieler von Trainer Stelian Moculescu diesmal nicht zu fürchten brauchen. Marcus Popp, der sprunggewaltige Außenangreifer, spielt mittlerweile im Friedrichshafener Trikot und gehört von Saisonbeginn an zur „Starting Six“ des VfB. Ebenso wie „Poppey“ sind viele seiner damaligen Mannschaftskollegen in die weite (Volleyball-)Welt hinausgezogen und haben dafür gesorgt, dass der VV Leipzig der Verein mit den meisten Neueinkäufen ist. Einer davon ist Armin Dewes, der lange Mittelblocker, der aus seiner Zeit in Friedrichshafen noch bestens bekannt ist.

Die Gäste aus Leipzig werden alles daran setzen, dem VfB Friedrichshafen das Leben schwer zu machen. Die Hausherren vom VfB hingegen wollen sich von ihren Fans auf jeden Fall mit einem Sieg in die Weihnachtspause verabschieden.

 

Deutschland - Braunschweiger Zeitung 

Freitag. 19. Dezember 2003

Stelldichein von Nationalspielerinnen

Volleyball-Erstligist USC empfängt Freitag (19.30 Uhr) den VfB Suhl, Sonntag (15 Uhr) den USC Münster

Härtetest für die Spielerinnen, gleich zweimal ein Stelldichein von Nationalspielerinnen für die Zuschauer: Mit zwei Heimspielen in der Tunica-Halle verabschieden sich die Erstliga-Volleyballerinnen des USC in die Weihnachtspause. Freitag 19.30 Uhr kommt der Tabellendritte VfB Suhl, Sonntag 15 Uhr der Zweite, USC Münster.

"Das wird ein einfaches Wochenende für uns", sagt USC-Trainer Timo Schröder. Was sich nach Größenwahn oder Realitätsverlust anhört, zielt einzig auf die psychologische Ausgangssituation ab. "Wir sind krasse Außenseiter, der Erwartungsdruck für uns ist anders als in der Partie beim Schlusslicht Erfurt, die wir 0:3 verloren haben, gering. Da dürfte niemand verkrampfen", erläutert der Coach. Und so lautet die Devise für beide Begegnungen einfach nur: Dagegen halten, so gut wie möglich mithalten und die Favoriten ärgern so oft es geht.

Das dürfte nach der Verpflichtung der beiden kanadischen Nationalspielerinnen Cheryl Stinson und Joscelyn Hannaford eher klappen als gedacht. Wenn die beiden Angreiferinnen einschlagen, könnte das das gesamte Team mitreißen, die zuletzt schlagartig wieder eingezogene Verunsicherung – zumindest teilweise – beheben. "Wir haben in dieser Woche gut trainiert", sagt Schröder.

Das dürfte morgen und Sonntag allein nicht reichen. Freitag-Gegner VfB Suhl hat gerade erst drei Partien verloren, setzt auf osteuropäische Spielerinnen mit riesigem Erfahrungsschatz. Etwa auf die polnische Außenangreiferin Magdalena Sadowska, die voriges Jahr mit SKRA Warschau noch in der Champions-League schmetterte. Oder Svetlana Krstic, die 60 Länderspiele für Serbien-Montenegro absolviert hat und von Olympiacos Athen nach Suhl wechselte. Oder die tschechische Nationalspielerin Miloslava Bublova, die bei TU Liberec spielte.

Ein Stelldichein der Nationalspielerinnen gibt es erst recht am Sonntag, wenn USC Münster anreist. Mittwoch pritschte das Team noch im Europapokal im französischen Albi. Neben den deutschen Auswahl-Spielerinnen Atika Bouagaa, die ebenso wie Cornelia Dumler bei der EM den dritten Platz feierte, setzt der USC auf die holländische Karte: Stellerin Kim Staelens hat 70 Länderspiele hinter sich, ihre Schwester Chaine gar 107, Libera Yanneke van Tienen 50. Alle überragt Außenangreiferin Esther Volicarova, die für Tschechien 168 Mal das Nationaltrikot trug.

"Wir können uns gegen diese Gegner nur einspielen für kommende Aufgaben, als Mannschaft zusammenfinden", sagt USC-Coach Timo Schröder. Laufwege und Angriffskombinationen sind abzustimmen, miteinander warm zu werden, ist das Ziel. Die Mannschaften, die für den Klassenerhalt geschlagen werden müssen, kommen erst. Dann gilt es, die Pflicht zu tun. Am Wochenende heißt es, die Kür zu genießen.

Hans-Dieter Schlawis

 

Deutschland - Heilbronner Stimme 

Freitag. 19. Dezember 2003

SVS: Noch einmal volle Konzentration

Die Zweitliga-Volleyballerinnen des SV Sinsheim empfangen an diesem Samstag im letzten Heimspiel des Jahres den TSV Allianz Stuttgart. Erster Aufschlag in der Sinsheimer Realschulhalle ist bereits um 19 Uhr.

Nach dem Spiel wird der Volleyballabteilung des SV Sinsheim das " Grüne Band" der Dresdner Bank für hervorragende Jugendarbeit verliehen. Im Anschluss an diese Zeremonie lädt der SVS seine Freunde, Fans und Göner ein, gemeinsam mit den Spielerinnen das sportliche Jahr in gemütlicher Atmosphäre zu beenden.

Doch bevor gefeiert wird, gilt für die "Girl Group" aus dem Kraichgau noch einmal volle Konzentration auf die letzte volleyballerische Aufgabe im Jahr. Mit dem TSV Allianz Stuttgart kommt eine Mannnschaft in den Kraichgau, die vor Beginn der Runde als einer der Mitfavoriten auf einen Platz an der Sonne eingestuft wurde.

Doch bisher verlief die Saison für die Truppe von Trainer Alexander Waibl und den Ex-Sinsheimerinnen Rebecca Späth und Mareen Schönemann alles andere als positiv. Auf Platz sieben liegend und einem negativen Punktekonto könnten die Stuttgarterinnen im Falle einer Niederlage weiter nach unten abrutschen.

Das Potenzial der Mannschaft aus der Landeshauptstadt wurde bisher eher selten abgerufen, umso mehr muss der SV Sinsheim gewarnt sein, den Gegner aus dem Schwäbischen nicht zu unterschätzen. "Ich erinnere an vergangenes Jahr", sagt SVS-Trainer Stefan Bräuer. Kurz vor Weihnachten 2002 trafen sich beide Mannschaften unter umgekehrten Vorzeichen in der Realschulhalle. Der SV Sinsheim stand unten und Stuttgart kam ungeschlagen in den Kraichgau. Dann die Überraschung: Der SVS schlug den damaligen Tabellenführer klar mit 3:0.

Damit es anno 2003 nicht erneut eine Überraschung gibt, hat das SVS-Team in den Trainingseinheiten nochmal ordentlich angezogen. Die Sinsheimer Mädels wollen sich selbst das schönste Weihnachtsgeschenk machen, und mit einem Sieg den dritten Platz in der 2. Bundesliga festigen. Außerdem wäre ein Erfolg die richtige Einstimmung auf die sich anschließende Verleihung des "Grünen Bandes".

Die Personalsituation beim SV Sinsheim hat sich wieder etwas entschärft. Seit dieser Woche kann Teresa Tietz wieder fast uneingeschränkt am Training teilnehmen. Für Trainer Stefan Bräuer ergibt sich damit eine Alternative auf der Mittelblockposition. Hinter dem Einsatz von Martina Wagner steht dagegen weiterhin ein dickes Fragezeichen.

Die Wunde verheilt zwar gut, aber ob es schon zum Einsatz am Samstag reicht, wird der behandelnde Arzt ganz kurzfristig entscheiden. Ansonsten sind alle SVS-Damen an Bord - für sie gilt, in eigener Halle noch einmal richtig anzugreifen, um die bisher so positiv verlaufende Hinrunde mit einem Sieg zu krönen.

Die Mannschaft um Spielführerin Julia Prus hofft dann auch, dass beim letzten Auftritt des Jahres noch einmal viele Zuschauer den Weg in die Realschulhalle finden, damit sie in einem angemessenen Rahmen dieses so wichtige Spiel angehen kann.

(sb)

 

Deutschland - Heilbronner Stimme 

Freitag. 19. Dezember 2003

Die deutschen Mädchen sind echte Riesen

Am heutigen Freitagabend treffen in der Verbandssporthalle zu Brackenheim die Mannschaften von Deutschland und Frankreich in einem Juniorinnen-Länderspiel auf einander. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Deutsch-Französischen Jugendwerks trainieren die beiden Nationalmannschaften der Jahrgänge 1986/87 seit zehn Tagen gemeinsam am Olympiastützpunkt Heidelberg und bestreiten zum Abschluss zwei Länderspiele. Eins davon findet in Brackenheim statt.

Die Partie stößt aus deutscher Seite auf großes Interesse. Das deutsche Juniorinnenteam wird nämlich ab der kommenden Saison geschlossen als VC Olympia Berlin in der 1. Bundesliga spielen.

Ein Experiment, welches der Deutsche Volleyballverband (DVV)schon zweimal erfolgreich durchgeführt hat. Den Jahrgängen 1982/83 und 1984/85 gab dies einen solchen Schub, dass sie bei den folgenden Junioren-Weltmeisterschaften jeweils zu den Topteams avancierten.

Selbst der überraschendende Gewinn der Bronzemedaille bei der Damen-EM in der Türkei in diesem Jahr basierte unter anderem auf dieser DVV-Maßnahme. Die DVV-Stammspielerinnen Kathy Radzuweit, Atika Bouagaa und Cornelia Dumler gehörten dem Juniorinnen-Kader 1982/83 an.

Der aktuelle Juniorinnen- Kader unter Leitung von Cheftrainer Jens Tietböhl kommt größtenteils aus ostdeutschen Vereinen. Lediglich fünf Mädchen aus den alten Bundesländern haben heuer den Sprung ins Nationalteam geschafft.

Nur eine von ihnen stammt aus Baden-Württemberg: Jule Schneider auf der Liberoposition. Die 17-Jährige aus Bretten spielte bislang beim SV Sinsheim und wechselte zu Saisonbeginn ins Volleyballinternat des VC Olympia Berlin, wo sie täglich neben der Schule ein- bis zweimal trainiert.

Sicher werden viele Freunde und Bekannte aus Nordbaden die Chance zum Wiedersehen nutzen. Aus sportlicher Sicht fällt den groß gewachsenen deutschen Mädchen die Favoritenrolle zu. Neun aus dem Zwölfer-Kader messen zwischen 1,83 und 1,93 m. Aber auch die Franzosen sind für ihre hervorragende Jugendarbeit bekannt und werden den Gastgebern kräftig Gegenwehr leisten.

 (wee)

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Freitag. 19. Dezember 2003

Schwacher VVH beim Test in Bottrop

Das Lazarett beim Volleyball-Bundesligisten VV Humann lichtet sich. Die spielfreie Woche hat dem DVL-Aufsteiger gut getan und zumindest Tim Bockelkamp, Daniel Braekevelt, Tobias Schuchert und Frank Fischer sind mittlerweile wieder voll im Training. Jochen Kohaus laboriert noch an einem Bänderriss und wird daher am Sonntag bei der Partie gegen TSV Bad Saulgau (15 Uhr, Wolfskuhle) höchstens für Notfälle auf der Bank sitzen. Somit ist nur Andreas Kaiser definitiv nicht am Start.

Bei einem Test am Mittwochabend haben die Humänner gegen das Zweitliga-Spitzenteam des VC Bottrop etwas Spielpraxis gesammelt. Zwei Sätze gestaltete das Team von Trainer Peter Bach erfolgreich, zwei Durchgänge verlor man. "In den Sätzen eins und vier habe ich die Top-Sechs gebracht und dann lief es auch. Aber sobald wir durchgewechselt haben, wurde es deutlich schwächer", so der Trainer. "Aber so sind wir hoffentlich noch einmal rechtzeitig aufgewacht, um uns gegen Saulgau anders zu präsentieren." Der Entscheidungssatz wurde übrigens nicht mehr ausgetragen.

Vor der wichtigen Partie gegen Bad Saulgau rückt VVH-Kapitän Frank Fischer den Gegner noch einmal ins rechte Licht: "Es wird oft so dargestellt, als ob mit Humann und Saulgau zwei in etwa gleichstarke Teams aufeinandertreffen. Dabei sollte man nicht vergessen, dass auch Saulgau hinsichtlich Etat und Trainingsumfang ein Profiteam besitzt und wir auch da nur Außenseiter sind."

Gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf will die Humann-Sechs eine unliebe Tradition brechen. "Es wäre schön, wenn wir endlich mal ein gutes Vorweihnachtsspiel machen würden, was uns in der 2. Liga nie gelungen ist", hofft Fischer mit einer guten Leistung dem Gast aus dem Süden die Punkte doch abknöpfen zu können.

(stebl)

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Freitag. 19. Dezember 2003

DSC: Das Schlusslicht kommt

Der Dresdner SC empfängt heute TuS Braugold Erfurt

Zum letzten Heimspiel des Jahres empfangen die Volleyballerinnen des Bundesligisten Dresd-ner SC heute um 19 Uhr in der Mehrzweck-Sporthalle an der Bodenbacher Straße den TuS Braugold Erfurt. Wenn der Tabellenvierte das Schlusslicht erwartet, sind die Rollen klar verteilt.

 „In der oberen Tabellenhälfte geht es sehr eng zu“, meint Coach Arnd Ludwig. Zwischen Platz eins und sieben liegen lediglich sechs Punkte. Kein Wunder also, dass der DSC-Trainer von seiner sowieso favorisierten Mannschaft gegen den Außenseiter aus Thüringen einen klaren Sieg erwartet. Ein 3:0 muss her, damit die Elbestädterinnen ihre gute Karten im Kampf um die Play-offs behalten. Schließlich kann am Ende auch das Satzverhältnis über die Teilnahme an Meister- oder Abstiegsrunde entscheiden. Und dann geht es noch darum, sich eine gute Ausgangsposition vor dem Gastspiel am Sonntag um 15 Uhr in Vilsbiburg zu verschaffen. „So einfach wie beim 3:0 zu Hause machen es uns die roten Raben sicherlich nicht noch einmal.“

Bei den Gästen spielt mit Josephine Brandt eine gute alte Bekannte. Die 20-Jährige gehörte früher schon einmal zum DSC-Kader, verteilte die Bälle aber meist und bis Mitte 2003 beim VC Olympia Dresden, ehe sie in die Blumenstadt wechselte. Dort blieben sportliche Erfolge bislang Mangelware. Nur ein Sieg steht zu Buche – immerhin ein 3:0 am Nikolaustag zu Hause gegen den USC Braunschweig.

Zum Spieltag der Dresdner Verkehrsbetriebe und von Doreen Engel haben Präsentator und Verein als Weihnachtsgeschenk die Kinder aus einem Heim in Wachwitz eingeladen.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Freitag. 19. Dezember 2003

SSC: "Wollen uns ein Weihnachtsgeschenk machen"

SSC-Volleyballerinnen peilen in Vilsbiburg und Leverkusen Siege und damit vier Punkte an

Schwerin "Wenn wir jetzt noch aus den beiden Spielen vier Punkte holen, dann bin ich mit dem ersten Teil der Saison sehr zufrieden", blickte SSC-Trainer Tore Aleksandersen voraus. Heute Abend treten die Schweriner Volleyballerinnen in Vilsbiburg an, morgen geht's gleich bei Bayer Leverkusen weiter. "Hoch motiviert sind wir alle, wir wollen uns ein Weihnachtsgeschenk machen und die Punkte holen", erklärte SSC-Kapitän Jana Müller, die schon einen besonderen Reiz in der Partie in Vilsbiburg sieht. Denn dort sitzt Michael Schöps auf der Trainerbank, der im Sommer nach vier Jahren keinen neuen Vertrag mehr beim SSC bekommen hatte.

"Es ist schon ein etwas anderes Spiel. Mike kennt unsere Stärken und Schwächen ganz genau. Er wird seine Mannschaft darauf sehr gut einstellen", so die 25-Jährige, die in Vilsbiburg eine heiße Atmosphäre erwartet. "Das ist ein Hexenkessel. Das Publikum ist sehr emotional", weiß Jana.

Und das ist die Stärke der Vilsbiburger: "Wir sind sehr heimstark, in unserer Halle fühlen wir uns wohl", sagte denn auch Michael Schöps am Handy. Er gab aber zugleich zu, "dass es ein besonderes Spiel für mich ist. Da stehen Spielerinnen auf dem Feld, die ich sportlich mit entwickelt habe", so der Vilsbiburger Trainer, der aber keinerlei Brisanz in das Duell bringen will. "Ich will mit meiner Mannschaft so gut wie möglich spielen und gewinnen", so Schöps. Sein Team präsentierte sich bislang ebenfalls wie der SSC von zwei Seiten - mal hop, mal top. Und so steht für die Vilsbiburger heute auch Wiedergutmachung an für die 0:3-Schlappe im Pokal am vergangenen Wochenende gegen den USC Münster. Und die Gastgeber wollen genauso wie die Gäste die Punkte. Das Ziel für beide ist die Meisterrunde der besten Sechs.

Martina Kasprzak

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Freitag. 19. Dezember 2003

VCP: Letzte Hürde nehmen

Parchimerinnen empfangen Eiche Horn Bremen

Parchim Die Volleyballerinnen des 1. VC Parchim beenden am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den TV Eiche Horn Bremen ihr Sportjahr in der 2. Bundesliga und wollen sich mit einer ordentlichen Leistung von ihren Fans in die Weihnachtspause verabschieden.

Die Bremerinnen stehen derzeit auf dem vierten Tabellenplatz (14:8 Punkte) hinter dem 1. VCP (16:8) und haben wie die Parchimerinnen bereits vier Spiele verloren. Beide Mannschaften haben kleine Serien zu verzeichnen. Parchim gewann die letzten drei, Bremen die letzten zwei Begegnungen. Es ist also nach dieser Ausgangslage ein spannendes Duell zweier gleichwertiger Kontrahenten zu erwarten.

Der Club wird sich am Sonntag ebenfalls bei den Förderern, Spielerinnen und Zuschauern mit einer Weihnachtsfeier nach dem Spiel bedanken. "Wir haben einige kleine Überraschungen vorbereitet, natürlich das Zuschauerspiel und noch etwas mehr...", verriet gestern VC-Manager Günter Gruchow.

Stützpunkttrainer Dirk Groß wird gegen Bremen weiterhin auf Stegemann und Müller (verletzt) verzichten müssen. Claudia Bimberg wird trotz ihrer Verpflichtungen in der 1. Bundesliga beim Schweriner SC am Sonntagnachmittag in Parchim zur Verfügung stehen.

"Der Trainingsalltag der Mannschaft war in dieser Woche etwas zerrissen", so der VC-Coach, "aber gute Chancen auf einen Sieg sehe ich dennoch". Julia Retzlaff, Swantje Basan und Sandra Schwartzer befinden sich mit der Juniorennationalmannschaft in Heidelberg und absolvieren dort Trainingsspiele gegen Frankreich. Janina Ahrens, Josefine Ehmke, Anne Stender und Carolin Herrmann waren gestern in Wismar auf einer Werbetour für den Volleyballsport.

Thomas Zenker

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Freitag. 19. Dezember 2003

Atika Bouagaa glänzende Zweite

Münster. Die Nachricht erreichte sie gestern mitten auf der Autobahn, in Belgien noch, auf der Rückfahrt vom Top-Team-Cup-Spiel im französischen Albi und es machte USC-Spielerin Atika Bouagaa erst einmal ein wenig sprachlos, als sie erfuhr, dass die Leser des Volleyball-Magazins sie auf den zweiten Platz bei der Wahl zur Volleyballerin des Jahres 2003 gewählt hatten. Hinter der für Bergamo spielenden Ex-USC-Spielerin Angelina Grün, die den Titel bereits zum vierten Mal in Folge für sich verbuchen konnte. Ich weiß gar nicht so recht, was ich dazu sagen soll, meinte die 21-Jährige ob der Ehre, die ihr da zuteil geworden ist. 21 Prozent der Stimmen hat sie auf sich vereinigen können und liegt damit klar vor der Ulmerin Tanja Hart, seit Jahren bewährte Kraft im Zuspiel in der Nationalmannschaft.

Bouagaas Trainer Axel Büring sieht diese Wahl als Anerkennung für die guten Leistungen, die die Außenangreiferin in der Nationalmannschaft abgeliefert hat. Das hat sie sich verdient, betonte er. Am Mittwochabend in Albi hatte sich Atika Bouagaa das Spiel ihrer Mannschaft vom Spielfeldrand angesehen, die 2:3-Niederlage miterlebt, die aber nach dem 3:0-Hinspiel-Erfolg des USC für das Erreichen des Viertelfinales ausreichte. Gesundheitlich ein wenig angeschlagen war sie, der Trainer wollte kein Risiko eingehen und schonte sie. Gestern ging es ihr allerdings schon etwas besser.

Ich denke, dass sie nach Berlin mitfahren wird, erklärte Büring im Hinblick auf das heutige Bundesliga-Spiel, das die Unabhängigen am Abend gegen den derzeitigen Vorletzten der Tabelle, den Berlin-BV 68 aus tragen werden. Ein rascher Wechsel vom internationalen aufs nationale Parkett, Reisestress eingeschlossen. Verzichten muss Büring auf jeden Fall erneut auf die verletzte Chaine Staelens und die erkrankte Andrea Berg. Ob Mittelblockerin Caroline Wensink wieder zum Einsatz kommen kann, sollte sich nach einem lockeren Extra-Training zeigen, das die 19-Jährige gestern Abend, direkt nach der Rückkehr noch mit der USC-Reserve absolviert hat.

Trotz eines leicht gehandikapten USC ist für Berlins Trainer Michael Merten die Rollenverteilung für heute Abend klar. Der USC ist klarer Favorit. Wir können vielleicht ein wenig darauf bauen, dass der USC so kurz vor Weihnachten ein wenig leichtsinnig wird, uns unterschätzt. Für uns geht es nur darum, ein gutes Spiel abzuliefern, meint der Berliner Trainer, für den das heutige Spiel seine Heimpremiere auf der Trainerbank der Brandenburger bedeutet, hat er doch erst vor drei Wochen Markus Weber als Trainer abgelöst.

Neue Gesichter in der Volleyball-Bundesliga gibt es aber nicht nur in Berlin, sondern auch beim USC Braunschweig, nächste Spielstation für die Münsteranerinnen bereits am Sonntagnachmittag. Mit der Verpflichtung von zwei kanadischen Nationalspielerinnen hofft Braunschweig, einen gesicherten Platz im Mittelfeld erreichen zu können.

Martina Schönwälder

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Freitag. 19. Dezember 2003

USC: Austern gegen den Stress

Albi - Frische Austern und andere erlesene Delikatessen entschädigten die Volleyball-Frauen des USC Münster bei der "After-Match-Partie" schon mal für die noch anstehenden Reisestrapazen. Nach zwölfstündiger Rückreise aus Albi gestern steigt der münstersche Bundesligist schon wieder in den Bus. Das Ligaspiel heute Abend beim Berlin-Brandenburger VC 68 (19 Uhr) erlaubt keine Erholungspausen.

Sonntag geht es dann noch einmal auf die Autobahn A2 " in Braunschweig beschließt Axel Bürings Team den Pflichtspielmarathon der letzten beiden Wochen mit fünf Partien in elf Tagen.

Das Überwintern in allen Wettbewerben (Bundesliga, Pokal und Top-Teams-Cup) bringt schon im Januar/Februar weiteren Stress mit sich. "Es bleibt kaum Platz, die internationalen Aufgaben zu spielen", blickte Münsters Trainer gestern schon voraus auf einen weiter eng bestückten Terminkalender. Am 21. und 28. Januar ist das Viertelfinale im Top-Teams-Cup angesetzt, eingebettet in die Bundesliga-Partien gegen Suhl (17. Januar) und in Erfurt (24.).

Auf den USC wartet international erneut eine strapaziöse Reise. Gegner wird der bulgarische Vertreter Levski Sicono Sofia sein, der sein Achtelfinale gegen die Österreicher vom PSV Kuoni Schwechat für sich entscheiden konnte. Münster wird zuerst in Sofia antreten.

Und gut vorbereitet sein, denn über die Ex-Dresdnerin Ester Volicerova und ihrem damaligen Trainer Wolfgang Kipf (jetzt in Schwechat unter Vertrag) bekommt Büring zwei Videos an die Hand aus eben den zwei Achtelfinalspielen der Bulgaren gegen die nahe Wien beheimateten Österreicherinnen.

Zunächst aber beschäftigt sich Büring mit dem Bundesliga-Pflichtprogramm. Zwei Siege in Berlin und Braunschweig sind trotz der kräftezehrenden Strapazen ein Muss. "Und schön wäre auch, wenn wir ohne Satzverluste gewinnen."

Büring appelliert an seinen geschrumpften Kader, für zwei Spiele die Konzentration zusammenzukratzen: "Sinsheim ist mir noch in Erinnerung", spielt er dabei auf die überraschende wie folgenschwere Niederlage gegen einen Underdog aus dem Vorjahr an. Man kann die Statistik so interpretieren, dass ausgerechnet diese zwei Zähler dem USC im Mai den Meistertitel kosteten. So gilt es, nicht nachzulassen in Spielen, die man vermeintlich klar gewinnen muss.

Groß variieren kann Axel Büring auch heute nicht. Atika Bouagaas Einsatz steht auf der Kippe, Blockerin Caro Wensink reist zwar mit, soll aber nach Möglichkeit geschont werden. Andrea Berg dagegen wird weiter fehlen. Der Rest muss auf die Zähne beißen.

luh/dkr

Neben dem USC Münster und Gegner Sofia haben sich der SSV Ulm, Filathletic Club Vrilissia (Griechenland), Günes Vatifbank Istanbul (Türkei), Castelo Da Maia GC (Portugal) und Eburon Tongeren (Belgien) für das Viertelfinale im Top-Teams-Cup qualifiziert. Die achte Mannschaft wurde gestern Abend in der Partie zwischen Nafta Gaz Pila (Polen) und Filathlitikos Thessaloniki (Griechenland) ermittelt. Pila hatte das Hinspiel 3:1 gewonnen.

 

Deutschland - Aachener Zeitung 

Freitag. 19. Dezember 2003

Die Forderungen des Bernd W.

Düren. Der letzte Spieltag in einem Jahr ist auch immer eine Frage der Ehre, einer des Willens.

Kurz vor Weihnachten und Neujahr, wenn die letzten Meisterschaftszähler vergeben werden, können sich die Teams einen Motivationsschub für das nächste Jahr holen. Am Freitag will Volleyball-Bundesligist Evivo Düren ab 19.30 Uhr bei Aufsteiger und Schlusslicht Markranstädt nach zwei sieglosen Meisterschaftspartien und dem Pokal-Aus wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

Trainer Bernd Werscheck fuhr am Donnerstag aber mit gemischten Gefühlen in den Osten der Republik. Er befürchtet, dass bei seinem Team nach den Misserfolgen der letzten Wochenenden doch möglicherweise in den entscheidenden Situationen die Nerven flattern.

Und so fordert der Übungsleiter aus Rheinland-Pfalz von seinen Schützlingen mehreres: Evivo muss die Eigenfehlerquote senken. Die Aufschläge dürfen nicht risikoreich über das Netz gedroschen werden, sondern sollen punktgenau auf schwächelnde Annahmeakteure gezirkelt werden. Ein paar Blockpunkte mehr müssen auch geholt werden. Schließlich muss vom ersten bis letzten Ballwechsel konzentriert agiert werden. Und außerdem: Die taktischen Vorgaben sind unbedingt einzuhalten.

(sis)

 

Deutschland - Westdeutsche Zeitung 

Freitag. 19. Dezember 2003

Bayer verspielt seinen Vorteil

Mit 1:3 (22:25, 28:30, 25:21, 22:25) unterlag der SV Bayer Arago de Séte und schied aus dem CEV-Pokal aus.
Wuppertal. Der SV Bayer hat den 3:1-Vorsprung aus dem Hinspiel nicht über die Runden gebracht. In der Bayer-Halle unterlagen die Volleyballer aus Wuppertal vor 1000 begeistert mitgehenden Zuschauern Arago de Séte mit 1:3-Sätzen. Am Ende gaben vier Punkte mehr auf dem Konto der Franzosen den Ausschlag. Das Team des früheren Bayer-Kapitäns Wolfgang Kuck trifft nun im Viertelfinale des CEV-Pokals auf Rotterdam oder Athen. Für den SV Bayer bleibt nach dem kurzen Auftritt auf der internationalen Bühne nur die Erkenntnis, dass internationale Erfahrung eben durch nichts zu ersetzen ist. Und gerade an Erfahrung hatten die Gäste dem SV Bayer mit Spielern wie Wolfgang Kuck, dem Tschechen Petr Konecny oder Fréderic Havas doch einiges voraus. Das Team von Trainer Mark Lebedew kämpfte vorzüglich und konnte über weite Strecken der Partie auch spielerisch mithalten, aber im vorentscheidenden zweiten Satz spielten die Nerven nicht mit.

Der erste Durchgang ging knapp an Séte, das schneller seine Nervosität ablegen konnte. Abgehakt. Mit 20:12 lag der SV Bayer schon im zweiten Durchgang vorne. Dank Leszek Kurowski, dem nun mit seinen Schmetterbällen einige spektakuläre Punkte gelangen. Mit seinen Angriffsaktionen nahm Kurowski zugleich den Druck von Lars Dinglinger, der Ende des ersten Durchgangs kaum noch eine Lücke im starken Block der Gäste gefunden hatte.

Als der Satz schon auf die Ziellinie zu gehen schien, flatterten plötzlich die Nerven bei den jungen Wuppertalern. Der Vorsprung schmolz bis zum Stand von 23:22 in Windeseile dahin. In der Satzverlängerung hatte S te dann mit 30:28 glücklich die Nase vorne. Doch die Wuppertaler durften ihren Gegner niemals mehr herankommen lassen. 0:2 hieß es nun aus Sicht des SV Bayer, und die Rollen waren in der Gesamtwertung beider Spiele vertauscht. Der SV Bayer stand mit dem Rücken zur Wand, durfte sich keinen Satzverlust mehr erlauben. Beachtlich, dass sich die Gastgeber nach einem 4:8-Rückstand noch einmal zusammenreißen konnten und den dritten Satz drehten. So hatten sich auch die Zuschauer den Europapokalabend gewünscht. In dieser Phase liefen wieder sichere Angriffe über Lars Dinglinger und Sven Glinker. Mit einem Block setzte Leszek Kurowski den Schlusspunkt zum 25:21-Satzgewinn. Nach der Addition von Hinund Rückspiel stand damit fest, dass der Sieger des vierten Satzes das Viertelfinale erreichen würde.

Mit 12:8 lag der SV Bayer wieder vorne, die Halle kochte. Doch die Franzosen drehten das Blatt, gingen 16:13 in Führung. Im Übereifer passierten den Wuppertalern leichte Fehler, aber sie steckten nicht auf. Gleichstand zum 22:22, aber den nächsten Punkt markierte Wolfgang Kuck. So, wie er es unzählige Male im Bayer-Trikot getan hatte, stieg Kuck dann auch beim nächsten Block mit hoch: Matchball für Sé te. Und nach dem nächsten Ballwechsel war die Europapokalsaison für den SV Bayer schon vorbei.

Andreas Boller

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Freitag. 19. Dezember 2003

Beschenkt sich der SC Union mit der Tabellenführung?

Emlichheim reist mit Personalproblemen nach Aachen – Spielerinnen bei Verbandstraining

emlichheim/his – Wenn die Zweitliga-Volleyballerinnen des SC Union Emlichheim am Sonntag zum Spiel bei Alemannia Aachen reisen (Beginn 15 Uhr), hat SCU-Trainer Pierre Mathieu einige Sorgen im Gepäck. Vor dem letzten Vergleich des Jahres lichten sich aus Verletzungsgründen die Reihen. Nach Inga Stegemeyer und Ramona Meier fällt nun auch Mareike Hindriksen mit einer Knöchelverletzung aus. "Wir haben daher am Sonntag nur eine Zuspielerin", sagt Mathieu. Die Verantwortung für das SCU-Spiel lastet ganz auf den Schultern von Lise Hissink.

Der niederländische Übungsleiter wird auch darauf verzichten, Ramona Meier als Libera aufzubieten: "Ramona und Inga sollen in Ruhe wieder gesund werden." Weil Mathieu aber nicht dazu geneigt ist, in Aachen zwei Punkte zu verlieren, gibt der Trainer eine Marschrichtung für seine Spielerinnen vor: "Wir müssen am Sonntagnachmittag vor allem kämpfen."

Den Aufsteiger hat Mathieu zu Saisonbeginn unter die Lupe genommen. Dabei gefiel dem Niederländer vor allem das Ambiente. "Es ist ein wenig wie in Emlichheim", beschreibt Mathieu den familiären Charakter, den der Volleyball-Sport in Aachen hat. An die Erfolge der Niedergrafschafterinnen können die Alemannen allerdings noch nicht anknüpfen. Während die Emlichheimerinnen mit 18:2 Punkten den zweiten Tabellenplatz belegen, kämpft das Team von Trainer Stefan Falter gegen den Abstieg. Mit 6:14 Punkten rangieren die Gastgeberinnen auf dem drittletzten Tabellenplatz.

Mit einer besonderen Strategie, um die Aachenerinnen zu knacken, möchte Mathieu sein Team aber nicht belasten. "Wir haben genug mit uns selbst zu tun. Kampf ist die einzige Devise", verdeutlicht der Niederländer noch einmal seinen Standpunkt. Nicht nur wegen der Verletzungen ist die Anzahl der Spielerinnen, die Mathieu heute zum Abschlusstraining begrüßen kann, sehr überschaubar. Mit Anika Brinkmann, Christiane Kerperin, Lena Rakers und Annelies Koning weilen gleich vier Spielerinnen bei einem Verbandstraining in Hannover, an dem auch ausländische Spielerinnen teilnehmen können, die bei niedersächsischen Vereinen aktiv sind.

Um am Sonntag eine ungestörte Anreise zu ermöglichen, kehren die Spielerinnen aber bereits am späten Sonnabend zurück. "Wir wollen uns trotz der Probleme mit einem Sieg in die Weihnachtspause verabschieden", nennt Mathieu die Zielsetzung. Sollte dies gelingen, hätten die Emlichheimerinnen sich sogar die Tabellenführung auf den weihnachtlichen Gabentisch gelegt. Mit zwei Zählern würden die Volleyballerinnen des SC Union Emlichheim den VC Olympia Berlin (20:4 Punkte) überflügeln, der am Wochenende spielfrei hat.

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel