News

Samstag, 20. Dezember 2003 

TV Fischbek muss gleich doppelt spielen
Moser: "Den positiven Weg fortsetzen"
Von Darmstadt und Heidelberg über Baku nach Athen?
DVV-Auswahl siegt 3:1 gegen Frankreich!
Kuba schlägt Dominikanische Republik 3:0
Beach: Der Rahmenspielplan 2004 jetzt online!
Ulm: Nur einen Satz gezittert
Endlich friedliche Weihnachten bei hotVolleys
Männer: Zwei Länderspiele gegen Tunesien
Leverkusen hält nach Sieg gegen Ulm Anschluss
SCC hat das Verlieren fast vergessen
Braugold: Klare Vorzeichen
Heute gegen den VVL, bald das erste Länderspiel
Gegner hat zwei «Knaller» verpflichtet
DSC: In 64 Minuten war der 3:0-Sieg perfekt
MTV 48 Hildesheim will nachlegen
Für Humann ist morgen noch ein Erfolg drin
VC 90: Bitterer Beigeschmack droht
Münster: Rotation spart Kräfte
USC II: Tabellenplatz sagt nicht viel aus
Evivo gewinnt in Markranstädt 3:0

Dezember 2003

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November 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Harburger Rundschau 

Samstag. 20. Dezember 2003

TV Fischbek muss gleich doppelt spielen

Fischbek - Den Volleyball-Spielerinnen des TV Fischbek Hamburg steht kurz vor Weihnachten eine wahre Reisestrapaze bevor. "Das wird richtig anstrengend", ahnt Coach Jonny Westreicher Mick vor dem Doppelspieltag am heutigen Freitag in Augsburg. Am darauffolgenden Tag baggern die Fischbekerinnen dann beim BVC 68 Berlin.

Schon gestern Mittag reiste das Team mit dem Bus in Richtung Süden an. "Das ist durchaus machbar", sagte Manager Horst Lüders. Nach der Partie in Augsburg übernachtet das Team im Dorinthotel, reist am Sonnabend nach Berlin. Dort wird erst abends gespielt. Zeit genug, um die Beine zu vertreten. Nach dem Spiel in der Hauptstadt geht es zurück nach Hamburg. Dann beginnt der wohlverdiente Weihnachtsurlaub.

"Wir wollen zum Jahresende ein ausgeglichenes Punktekonto", fordert Horst Lüders. Dazu sind zwei Siege notwendig. Die aber gelten gegen die Abstiegskandidaten Augsburg und Berlin als Pflicht. Wobei, so sagen die Experten, der Tabellenneunte aus Augsburg stärker einzuschätzen ist. "Wir haben noch eine Chance auf die Runde der besten Sechs", schätzt Jonny Westreicher Mick. Allerdings dürfe die Rückrunde für den Tabellenachten nicht ähnlich unglücklich verlaufen wie die Hinrunde. Dem TV Fischbek muss die eine oder andere Überraschung gelingen.

Ob dies mit dem kleinen Kader zu schaffen ist, dürfte schwierig einzuschätzen sein. "So bitter und traurig der Ausfall von Juliana Lawrowa ist, für die jungen Spielerinnen wie Margarethe Kozuch und Johanna Barg ist es auch eine Chance", sagte der Coach. Auf diese Weise bekommen die Nachwuchskräfte deutlich mehr Einsatzchancen in der Ersten Liga. Ein Grund, warum Junioren-Bundestrainer Jens Tiedtböhl jetzt empfohlen hat, dass Margarethe Kozuch in Hamburg bleiben könne. Sie müsse nicht in das Olympia-Team des Deutschen Volleyball-Verbandes wechseln. In Fischbek könne sie genug Spielpraxis sammeln.

masch

 

Deutschland - VV Berlin-News 

Samstag. 20. Dezember 2003

Moser: "Den positiven Weg fortsetzen"

Hinter dem Netz ist vor dem Netz oder ein Blick zurück verlangt die Vorschau auf Kommendes – unter dieser Maxime haben wir mit Götz Moser gesprochen. Mit dem Manager und Begründer der Vereinskombination Zürich Team/VC Olympia Berlin, dem Präsidenten des Berliner Volleyball-Verbandes sowie Vize des Deutschen Volleyball-Verbandes:

Unter der dreidimensionalen Optik – was fällt Dir bei einer Jahresrückschau vor allem ein?
Götz Moser
: Dass Berlin im männlichen Bereich mit dem SC Charlottenburg endlich
wieder einmal den Deutschen Meistertitel in die Stadt holen konnte. Damit hat die jahrelange Arbeit mit dem Nachwuchs endlich auch auf dieser Ebene Früchte getragen, denn beim SCC stehen etliche junge Spieler aus unserem Berliner Nachwuchskonzept. Das ist sehr erfreulich. 
Ähnlich verhält es sich mit dem 7. Rang der Herren-Nationalmannschaft bei der EM, in der vier junge Männer die Station VC Olympia durchliefen. Erfolgreich waren auch unsere Bemühungen, hier ein Leistungszentrum für Beachvolleyball zu etablieren. Das wird belegt durch den Meistertitel für Andi Scheuerpflug/Christoph Dieckmann, durch den Weltmeistertitel U18 für Laura Ludwig/Jana Köhler und insgesamt fünf Medaillen bei EM- oder WM-Nachwuchsmeisterschaften. Die Gastgeberschaft für das Grand-Slam-Turnier der Beacher mit dem vierten Rang von Markus Dieckmann/Johannes Reckermann hat uns viel Lob eingetragen und den Beweis erbracht, dass wir in der Lage sind, die Beach-WM 2005 auf
Topniveau zu veranstalten.

Stichwort Beach: War es vermessen, bei der WM in Brasilien auf die erste Medaille aus Sicht des DVV zu hoffen?
Götz Moser
: Die Ergebnisse davor haben gezeigt, dass dies möglich sein könnte. Wir
waren im männlichen Bereich einmal bei einem World Turnier im Finale, standen mit zwei Teams im Halbfinale und hatten bei der WM mit zwei Mannschaften die Chance ins Viertel- oder Halbfinale zu gelangen. Doch sie haben es letztlich nicht geschafft, in dem Moment, in dem es bei der WM verlangt wurde, die erforderliche Leistung zu bringen. Es fehlte die Topleistung im richtigen Moment. Wobei wir mit dem Beachnachwuchs derzeit sogar eine bessere Bilanz als die Brasilianer haben.

Medaillen, Erfolge, Großereignisse – wo Licht ist, ist auch Schatten: Welche hast Du 2003 bemerkt?
Götz Moser
: Im weiblichen Bereich ist es mit unserem Nachwuchs-Fördermodell noch
nicht gelungen, eine Berliner Spitzenmannschaft in der Damen-Bundesliga zu etablieren. Mit den Hallen-Nationalmannschaften klopfen wir einschließlich des Juniorenbereichs in Europa und in der Welt an die Tür, haben aber den Anschluss an die absolute Spitze noch nicht vollzogen. Wobei wir - siehe dritter Rang der Frauen bei der EM – auf dem Weg dahin sind. Einen Nachholbedarf sehe ich aus Berliner Sicht darin, dass die Zuschauerresonanz in der Halle trotz Topvolleyball, sei es der SCC oder gar die Weltliga, ungenügend geblieben ist. 

Schafft der DVV das vom Präsidenten Werner von Moltke verkündete Ziel, in Athen 2004 möglichst mit allen Fraktionen olympisch vertreten zu sein?
Götz Moser
: Mit den Beachern, denke ich, sind wir mit der maximalen Zahl von jeweils
zwei Duos dabei. In der Halle wird das sehr schwierig. Anfang Januar geht es in Leipzig u.a. gegen Russland, Frankreich, Polen, Holland und Bulgarien um ein einziges Olympiaticket. Aber ich hoffe dennoch. Und die Frauen haben es in Aserbaidshan trotz der EM-Bronzemedaille und deutlicher Fortschritte nicht eine Spur leichter, denn beim Weltcup in Japan hat sich leider keine europäische Mannschaft für Athen qualifizieren können. Vielleicht hilft uns ein kleines Wunder, was die Frauen in der Vergangenheit in Bremen ja zwei mal vor Olympia `96 und 2000 vollbrachten.

Wie ist der Stand mit der Beachhalle im Sportforum, die ja zum 1.1. 2004 fertig sein sollte?
Götz Moser: Grundsätzlich ist das Okay da, doch bei Bereitstellung der zugesicherten
Finanzen durch den Senat und durch das Bundesinnenministerium klemmt es. Vor allem ein Berliner Problem. Aber ich bin zuversichtlich, dass die Halle als Basis für den Leistungsstützpunkt kommt.

Was erhoffst Du vom Volleyballjahr 2004?
Götz Moser
: Dass Berlins Sparmaßnahmen nicht unsere Projekte und Vorhaben gefährden,der SCC zumindest einen Titel holt und die beiden anderen Bundesligisten die Klasse halten. Ich wünsche mir, dass die Hallenteams die Olympiateilnahme schaffen und die Beacher in Athen eine Medaille erkämpfen. Für den VC Olympia, dass sich die Talente weiterentwickeln und so gerüstet sind für die Bundesligasaison 2004/05. Alles in allem, dass der DVV den in
diesem Jahr positiv eingeschlagenen Weg fortführen kann.

Das Gespräch führte Ernst Podeswa

 

Deutschland - DVV-News 

Samstag. 20. Dezember 2003

Von Darmstadt und Heidelberg über Baku nach Athen?

Von Darmstadt und Heidelberg über Baku nach Athen?! Das wäre die Wunschvorstellung und Zielsetzung von Frauen-Bundestrainer Hee Wan Lee und seiner Mannschaft vor den Länderspielen gegen die Niederlande am 29. Dezember in Darmstadt (19.00 Uhr) und 30. Dezember in Heidelberg (19.00 Uhr). Diese Spiele dienen den DVV-Frauen als ultimativer Test vor der so wichtigen Olympia-Qualifikation vom 5.-10. Januar 2004 in Baku/Aserbaidschan. Dort wird unter den acht Mannschaften aus Polen, Türkei, Deutschland, Niederlande, Russland, Italien, Bulgarien und Aserbaidschan ein Athen-Ticket vergeben. Und so wie es aussieht, ist dies die einzige Chance für die deutschen „Schmetterlinge“, den Sprung zu den Olympischen Spielen zu schaffen.

Deshalb kommen die Spiele gegen die Niederlande gerade recht, denn zum einen sind die Spielerinnen aus dem Nachbarland eine echte sportliche Herausforderung, zum anderen treffen beide Teams in Baku zunächst nicht aufeinander. Während die deutsche Mannschaft in der Gruppe I mit Aserbaidschan, Russland und Polen spielt, muss sich die Niederlande mit Italien, Bulgarien und der Türkei auseinander setzen.

Das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften ist noch gar nicht so lange her: Am 28. September ging es bei der Europameisterschaft in der Türkei um die Bronzemedaille, die nach einem packenden Fünf-Satz-Krimi anschließend den deutschen Spielerinnen um den Hals baumelten.

Dabei kennen sich die Trainer und Mannschaften bestens untereinander. Nicht zuletzt deshalb, weil in der aktuellen Bundesliga-Saison sechs (!) Niederländerinnen für zwei Bundesliga-Klubs am Netz stehen. Beim USC Münster stehen gleich vier Niederländerinnen unter Vertrag, bei Meister SSV Ulm ALIUD PHARMA zwei.

Für die deutsche Mannschaft gilt es, sich in dem am 26. Dezember in Heidelberg beginnenden Lehrgang sowie in den beiden Spielen den letzten Schliff für das Olympia-Qualifikationsturnier zu holen. Silvester feiert die Mannschaft gemeinsam in Heidelberg, ehe es am 2. Januar nach Baku geht. Die Rückreise ist für den 11. Januar geplant, dann hoffentlich mit dem Athen-Ticket im Gepäck.

Fakten zum Spiel in Darmstadt
Spielhalle: Sporthalle am Böllenfalltor (Nieder-Ramstädter-Str.)
Spielbeginn: 19.00 Uhr
Eintritt: 8 € und 5 € (ermäßigt)
Vorverkauf: Pro Regio Darmstadt, Information Luisenplatz, Darmstadt RCW Sports,
Weitere Infos: Tel: 0172-6579676 oder dsw.volleyball@gmx.de

Fakten zum Spiel in Heidelberg
Spielhalle: Olympiastützpunkt
Spielbeginn: 19.00 Uhr
Eintritt: 9 €, 6 € (ermäßigt), 4,50 € (Kinder unter 14 Jahre)
Vorverkauf: Rhein-Neckar-Zeitung in Heidelberg und Sinsheim

 

Deutschland - DVV-News 

Samstag. 20. Dezember 2003

DVV-Auswahl siegt 3:1 gegen Frankreich!

Die DVV-Juniorinnen haben das erste von zwei offiziellen Länderspielen gegen Frankreich im Rahmen des traditionellen deutsch-französischen Jugendwerks gewonnen. In Höpfingen hieß es gestern Abend am Ende 3:1 (25-17, 25-16, 17-25, 25-21) für die Mannschaft von Bundestrainer Jens Tietböhl. Heute Abend, 19. Dezember, treffen beide Teams in Hausen (Spielbeginn 19.30 Uhr) aufeinander.

Nachdem die deutschen Spielerinnen die ersten beiden Sätze souverän nach Hause gebracht hatten, erfolgte ein Bruch im deutschen Spiel - der Rückstand im dritten Satz wuchs auf bis zu sieben Punkte an. Zwar versuchte Tietböhl mit Spielerinnenwechseln die Wende herbei zu führen, doch in dieser Phase hatten die Französinnen mit guten Aufschlägen und starker Feldabwehr ihre besten Szenen. Im vierten Abschnitt besannen sich die deutschen Spielerinnen vor 350 Zuschauern wieder auf ihre Fähigkeiten und fuhren den letztlich souveränen Sieg nach Hause.

 

International - DVV-News 

Samstag. 20. Dezember 2003

Kuba schlägt Dominikanische Republik 3:0

Olympia-Qualifikation in Norceca/Frauen

Frauen-Olympiasieger Kuba hat seine Favoritenstellung bei der Olympia-Qualifikation des Bereichs Norceca in der Dominikanischen Republik untermauert. Im Spitzenspiel der bis dato ungeschlagenen Teams schlugen die Spielerinnen um Top-Star Yumilka Ruiz die Gastgeberinnen deutlich mit 3:0 (25-17, 25-16, 25-14). Allerdings schonte Jorge Garbey, Trainer der Dominikanischen Republik, seine beste Spielerin, Milagros Cabral, wegen einer leichten Verletzung.

Nach den letzten Gruppenspielen am heutigen Freitag, geht es am Wochenende in die entscheidende Phase. Dann spielen am Samstag, 20. Dezember, der Erstplatzierte (voraussichtlich Kuba) gegen den Viertplatzierten (voraussichtlich Puerto Rico) sowie der Zweitplatzierte (voraussichtlich die Dominikanische Republik) gegen den Drittplatzierten (voraussichtlich Kanada) die Halbfinals. Am 21. Dezember folgt das Finale der Halbfinal-Sieger. Der Turniergewinner ist für Athen 2004 qualifiziert.

 

Deutschland - DVV-News 

Samstag. 20. Dezember 2003

Beach: Der Rahmenspielplan 2004 jetzt online!

Kurz vor Weihnachten gibt es für alle Beach-Volleyballfans eine Bescherung: Der erste Rahmenspielplan mit Stand 19.12. für die heiße Olympia-Saison 2004 ist online. Dennoch kann es bis zum endgültigen Start noch Änderungen geben.

 

Deutschland - Südwest Presse 

Samstag. 20. Dezember 2003

Ulm: Nur einen Satz gezittert

Dambendzet und Blom müssen als Zuspielerin ran

Erstmals in ihrer Geschichte sind die Ulmer Volleyball-Damen ins Viertelfinale des Europapokals eingezogen. Ein 3:1-Triumph bei CS Madeira ebnete den Weg.

Einen Satz lang haben die Volleyball-Damen des SSV Ulm Aliud Pharma gestern um den Einzug ins Viertelfinale des Top-Teams-Cup, dem Europapokal der Pokalsieger, zittern müssen. Da stand nämlich im Achtelfinal-Rückspiel bei CS Madera ein enttäuschendes 15:25 auf der Anzeigetafel. Nach dem verlorenen ersten Durchgang triumphierte der deutsche Meister aber schließlich nach einer Kraftanstrengung noch mit 3:1 (15:25, 25:16, 26:24, 25:20) über den portugiesischen Pokalsieger.

Weil Tanja Hart gestern aus familiären Gründen nicht eingesetzt werden konnten, müssten vor 400 engagiert mitgehenden Zuschauern abwechselnd Nathalie Dambendzet und Alice Blom die ungewohnte Zuspielposition einnehmen. Nach einiger Eingewöhnungszeit funktionierte das auch immer besser.

Ein richtiger Ruck ging in der am Abend etwas kühlen, von grellen Lampen erleuchteten Halle nach dem ersten Durchgang durch die Ulmer Mannschaft. Norisha Campbell glänzte nach überstandener Gallenkolik mit sechs Aufschlag-Punkten am Stück, auch die Blockarbeit verbesserte sich deutlich. In der Abwehr wurden überdies immer mehr Bälle herausgekratzt. Nach dem 1:1-Satzausgleich war der Sprung ins Viertelfinale geschafft.

Trainer Mathais Eichinger konnte nun getrost die Youngsters Bettina Stumpf und Steffi Lehmann einwechseln, die mit vereinten Kräften den Durchgang mit 26:24 heimbrachten. Im ganzen vierten Satz schnupperte auch noch Kathrin Neumaier Europapokal-Luft. Die talentierte Nachwuchsspielerin steuerte auf der Diagonalposition einige Angriffspunke bei. Am Ende konnten sich der Trainer und seine Schmetterkünstlerinnen freudig abklatschen.

Am Morgen hatten die Gastgeber von CS Madeira den SSV noch auf einer Rundfahrt durch Funchal, die Hauptstadt der Blumeninsel, begleitet. "Einfach klasse, wie die sich um uns bemüht haben", sagte Delegationsleiter Dr. Rolf Schmid.

 

Österreich - Kleine Zeitung 

Samstag. 20. Dezember 2003

Endlich friedliche Weihnachten bei hotVolleys

In Champions League am Heiligen Abend erstmals seit vier Jahren nicht im Minus. Kleinmann: "Verunsicherung ist damit gelöst".

Die Aon hotVolleys haben erstmals seit vier Jahren ein friedliches Weihnachtsfest. Nach der Final-Four-Saison 1999/2000 sind die Wiener in der Champions League nach zwei Spielen stets sieglos da gestanden, diesmal gehen sie zumindest mit einem Erfolg in der Königsklasse ins Neue Jahr. Der 3:1-Sieg am Donnerstag gegen Kedzierzyn machte zwar die erschreckend schwache Leistung beim 0:3 zum Auftakt bei Noliko Maaseik nicht ganz vergessen, lässt aber für die verbleibenden vier Partien in Gruppe E hoffen.

Batterien

Gianni Cretu darf sich seines Trainer-Postes beim ÖVV-Meister also vorerst sicher sein, nachdem seine Vorgänger nach Misserfolgen in der Champions League rund um den Jahreswechsel ihren Hut nehmen mussten. Der Slowake Igor Prielozny wurde 2000 noch im Alten Jahr nach drei Niederlagen in Folge entlassen, für den Neuseeländer Hugh McCutcheon war das Engagement nach dem dritten Scheitern in der Pool-Phase in Folge heuer im Jänner zu Ende. "Wir haben sehr gut gespielt und gekämpft, jetzt laden wir unsere Batterien weiter auf", sagte Cretu.

Heimmatch

Bis zum Heimmatch gegen Lewski Sofia bleiben dafür vier Wochen Zeit, gegen das bisher sieglose Tabellen-Schlusslicht könnte am 15. Jänner schon der Sprung auf Tabellenplatz zwei gelingen. Die deutliche Leistungssteigerung gegen die Polen kann sich Cretu erklären, auch wenn man im hotVolleys-Lager vor der Partie skeptisch war. "Wir haben beim Saisonstart gegen Hartberg und Graz nur knapp gewonnen und dann eine starke Serie hingelegt. Nach dem 0:3 in Maaseik ist die Mannschaft jetzt wieder rechtzeitig aufgewacht."

"Schönes Geschenk"

Manager Peter Kleinmann hatte nach dem alles andere als harmonischen Abschluss-Training kein besonders gutes Gefühl, war dann aber umso glücklicher: "Die Spieler haben sich ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht, und mir auch. Sie wollten sich unbedingt bestätigen, und das ist ihnen auch gelungen. Die Verunsicherung ist damit gelöst, es ist wieder alles drinnen." Und Kleinmann sah auch den Wechsel in die Südstadt als guten Schachzug an: "Ich glaube, die Spieler werden ab jetzt gerne hier spielen."

Kommende Aufgaben

Vor der Weihnachtspause treten die hotVolleys noch zwei Mal in der Aon Volley-League in Aktion, dem Gastspiel am Samstag in Hartberg folgt am Montag die Heimpartie gegen Döbling. Am Samstag nächster Woche (27. Dezember) wird Cretu sein Team wieder um sich versammeln, unmittelbar nach Jahreswechsel wird man sich in Friedrichshafen oder Liberec auf die kommenden Aufgaben vorbereiten. Jussi Heino und Janno Petri Heikkinnen werden da fehlen, sie sind von Dienstag bis 7. Jänner für die Olympia-Qualifikation beim finnischen Nationalteam.

 

Deutschland - DVV-News 

Samstag. 20. Dezember 2003

Männer: Zwei Länderspiele gegen Tunesien

Den letzten Schliff für die europäische Olympia-Qualifikation holen sich die DVV-Männer in Friedrichshafen. Ab dem 26. Dezember sind die Spieler von Bundestrainer Stelian Moculescu am Bodensee, um sich auf das Highlight in Leipzig vorzubereiten. Im Rahmen des Lehrgangs trifft die DVV-Auswahl am 28. und 30. Dezember, jeweils um 19.00 Uhr, auf Afrikameister Tunesien. Die Tunesier bereiten sich ebenfalls auf ihre Olympia-Ausscheidung vor.

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Samstag. 20. Dezember 2003

Leverkusen hält nach Sieg gegen Ulm Anschluss

MIt einem nur teilweise hart erkämpften 3-0 Sieg (26-24, 25-18-23) sicherte sich der TSV Bayer 04 Leverkusen gegen den amtierenden Deutschen Meister SSV Aliud Pharma Ulm seinen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Ulm musste auf Zuspielerin Tanja Hart verzichten (Trauerfall in der Familie) und konnte mit Ersatzzuspielerin Alice Blom nur im ersten Satz mithalten. Danach hatte Leverkusen seine Abwehr nach der einfachen Ulmer Spielanlage ausgerichtet und wurde zunehmend selbstsicherer.

Der Ausfall von Tanja Hart war wohl das größte Handicap der Ulmerinnen. Gleich zu Beginn startete Alice Blom (Bild oben) mit drei hohen Pässen auf die Position vier - wo Leverkusens hoher Block mit Judy Sylvester und Kathy Radzuweit (Bild unten) wartete und für eine 3-1 Führung sorgte. Leverkusen blieb stets nur knapp in Führung, geriet aber bei 21-22 erstmals in Rückstand und bei 22-24 in richtige Gefahr. Bei 23-24 hätte die Ulmerin Verena Veh nach einem "Über-Kopf-Pass" von Blom den Satz "zumachen" können - doch stimmte das Timing nicht ganz. Der harmlose Lob wurde abgewehrt und Leverkusen sicherte sich mit 26-24 nach einem Netzfehler der Ulmerinnen den 1. Satzgewinn.

Ulm spielte weiterhin überwiegend mit hohen Bällen über die Außenpositionen, kaum mit 1. Tempo und unglücklich aus dem Hinterfeld. So ging der zweite Satz sicher an Leverkusen und auch der dritte Durchgang schien bei einer 24-16 Führung nach kraftvollen Angriffen von Sylvester und Goller nur noch Formsache zu sein. Dann strapazierte die ansonsten blendend agierende Zuspielerin Julia Schlecht die Nerven der Zuschauer, weil sie mehrfach über Judy Sylvester spielte, die es nicht schaffte, den Spielball zu verwandeln. Bei 24-23 sorgte dann schließlich Ulm´s Bettina Stumpf mit einem Aufschlagfehler für das Spielende.

Ulm´s Trainer Mathias Eichinger konstatierte kurz und knapp, dass "das Spiel noch hätte interessant werden können, wenn wir am Ende des 1. Satzes etwas kaltschnäuziger gewesen wären." Leverkusen´s Gudula Krause meinte hernach: "Für uns zählt heute nur das Ergebnis. Mit dem 3:0 haben wir Kräfte für morgen gespart."

In der Tat kommt es für die Leverkusenerinnen nach den Pokalbelastungen erneut zu einer Doppelbelastung: das Bayer Team empfängt am Samstag (Beginn 19.30 Uhr) den Schweriner SC. Ulm reist nach dem Europapokalspiel in Madeira in der Wochenmitte gleich weiter nach Augsburg.

Jürgen Sabarz

 

Deutschland - Berliner Morgenpost 

Samstag. 20. Dezember 2003

SCC hat das Verlieren fast vergessen

Bei dieser Frage muss Günter Trotz kurz nachdenken, besser gesagt, nachblättern. Nach einigen Sekunden hat der Geschäftsführer des SC Charlottenburg die Antwort parat. "Am 9. April, in Unterhaching", entgegnet er auf die nicht ganz leichte Frage, wann der deutsche Volleyball-Meister eigentlich vor der Schlappe in Treviso letztmalig verloren hatte. Nach dem 9. April begann der Siegeszug durch das Play-off der vergangenen Saison bis zum Titel und durch alle bisherigen Bundesliga-Partien dieser Spielzeit. Dazu kommen zwei Erfolge im nationalen Pokal und der Sieg in der Champions League gegen Pamapol Czestochowa.

Auf den Tag genau 36 Wochen nach dem 2:3 in Unterhaching, nach 252 Tagen oder auch nach 16 Siegen in Folge hat es den SCC nun wieder erwischt. Doch es musste mit Sisley Treviso erst eine der stärksten Mannschaften Europas kommen, um die beeindruckende Serie zu beenden. Und auch daraus kann man Selbstvertrauen ziehen: "Wir sind ja nicht als totale Loser heimgekehrt", so Trotz. Zwei Sätze hielten die Berliner auf dem hohen Niveau des Gegners mit, verloren die Champions-League-Begegnung aber schließlich 1:3.

Da keine Serie ewig hält, musste die Niederlage irgendwann kommen. Aber es gibt ja noch eine andere schöne Bilanz, die heute (15 Uhr, Sömmeringhalle; jeweils um 19 Uhr trifft Frauen-Bundesligist BBVC 68 im Sportforum Hohenschönhausen auf Hamburg und in der Sporthalle am Weiher empfangen die Volley Dogs Eltmann) im Spitzenspiel gegen Mendig ausgebaut werden soll: "Wir wollen die weiße Weste in der Bundesliga nicht verlieren", sagt Trotz. Um den Nimbus zu wahren, müssen beim fünften Spiel in 14 Tagen vor allem die Reisestrapazen weggesteckt werden, denn der SCC ist erst in der Nacht zu Freitag wieder in Berlin gelandet. Nachmittags bat Trainer Mirko Culic dann noch zum Training.

Und die Gäste, die erst zwei Spiele im Verlauf der Saison verloren haben, wittern ihre Chance. Sie sind mit Sicherheit nicht bereits gestern angereist, um in Berlin ausgiebiges Weihnachts-Shopping zu betreiben. "Das ist eine sehr stabile, eingespielte Truppe", warnt Trotz vor dem Tabellendritten.

Sebastian Schlichting

 

Deutschland - Thüringer Allgemeine 

Samstag. 20. Dezember 2003

Braugold: Klare Vorzeichen

Etwas mehr als zwei Monate ist das Auftaktspiel in der ersten Bundesliga für TuS Braugold Erfurt und VfB 91 Suhl inzwischen her. Damals gewannen die Südthüringerinnen das Derby souverän mit 3:0. Eine Erfurterin hat besonders schlechte Erinnerungen an diesen Tag.

Ausgerechnet zur Bundesliga-Premiere platzten die Erstliga-Träume von Elena Messer. Ein Kreuzbandriss verbannte die ehrgeizige Außenangreiferin seither auf die Bank. Jetzt sorgt sie als Maskottchen für moralische Unterstützung. So auch morgen 15 Uhr in Suhl. "Gerade dort wird mir das Zuschauen schwer fallen", so die 21-Jährige, die sich momentan mit Muskelaufbau abplagen muss. "Ich hoffe, ich kann ab Januar wieder das Krafttraining mit den Mädels aufnehmen und Ende Februar in das Hallentraining einsteigen." Die Chancen stehen gut. Der Heilungsprozess verlief bislang ohne Komplikationen.

Das Derby gegen den VfB 91 Suhl hat sportlich eindeutige Vorzeichen. An Brisanz haben die Duelle etwas verloren, weil bei den VfB-Damen kaum noch Thüringerinnen im Kader sind. Auch der Konkurrenzgedanke spielt zwischen dem Schlusslicht Erfurt und dem Tabellendritten Suhl nicht die Rolle wie noch zu Zweitliga-Zeiten, als beide direkte Kontrahenten im Aufstiegskampf waren.

Trotzdem besteht natürlich weiterhin Spannung. Und die Zuschauer strömen in Scharen zu dem Duell. Der Volleyball-Hexenkessel Wolfsgrube mit einer Kapazität von 1800 Plätzen ist längst ausverkauft. "Selbst die Großen der Liga wie Münster zeigten sich von der Kulisse beeindruckt. Wir sind aufgeregt, hoffen aber auf ein fachkundiges und faires Publikum", so TuS-Kapitän Marianne Kreutzburg. Auch Trainer Marek Buchholz meldet Bedenken in Bezug auf die fanatischen Fans an: "Vor einer vergleichbaren Menschenmasse haben wir noch nie gespielt. Hoffentlich lassen sich meine Mädel nicht aus der Ruhe bringen." Sein Motto "Alles ist möglich" zielt daher auch nicht auf einen Sieg, sondern eher auf einen Satzgewinn ab, um wenigstens das Satzverhältnis aufzubessern.

Anders in Suhl. "Es ist das letzte Spiel des Jahres und das möchten wir mit einem Sieg abschließen. Dann können wir beruhigt in die Pause gehen", lautet die Vorgabe von Coach Jan Kirchhöfer. Gelassen könnten sie jetzt schon sein. Mit dem gegenwärtigen Tabellenrang hat der Aufsteiger schon alle Erwartungen übertroffen. Auch dank der polnischen Angreiferin Magdalena Sadowska, die nicht wie im Hinspiel erneut eine unlösbare Aufgabe werden soll.

Jan Hollitzer

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Samstag. 20. Dezember 2003

Heute gegen den VVL, bald das erste Länderspiel

Friedrichshafen/Leipzig. Vor zwei Jahren kannten ihn nur Volleyball-Insider. Jetzt spielt er mit dem VfB Friedrichshafen in der Champions League und steht im erweiterten Nationalmannschafts-Aufgebot für die Olympia-Qualifikation vom 5. bis 10. Januar in Leipzig. Marcus Popp, 22, hat eine Bilderbuch-Karriere hingelegt - und fast alles noch vor sich.

Die heutige Bundesliga-Partie gegen seinen alten Verein VV Leipzig gehört für den 1,93 Meter großen Angreifer eher in die Rubrik Alltag. "Nichts Besonderes, ich habe kaum noch Kontakt zum VVL", sagt er, "und wenn wir unsere normale Leistung bringen, werden wir auch keine Probleme bekommen."

Popp wechselte vor dieser Saison an den Bodensee, setzte sich in der Star-Truppe von Bundestrainer Stelian Moculescu sofort durch und stand stets in der Anfangsformation. "Ich habe meine Technik in Annahme und Angriff verbessert, viel gelernt und wertvolle Erfahrungen gewonnen." Auch bei Niederlagen wie in der Champions League, als Friedrichshafen in Moskau bereits 2:0 und 24:22 führte, trotzdem noch in den Tiebreak musste und dort einen 14:9-Vorsprung verschenkte. "Wahnsinn, wir waren völlig fertig", bekennt Popp, "aber das ist ein ganz anderes Niveau, da muss man stets an der oberen Grenze spielen, sonst hat man keine Chance." Danach gab es einen 3:0-Sieg über Parnu (Estland). So besitzt der VfB in Europacup-Vorrunde und Bundesliga (jeweils Rang zwei) eine gute Ausgangssposition.

Weihnachten wird Popp bei seinen Eltern in Chemnitz verbringen, danach trifft sich die Auswahl zum Lehrgang in Friedrichshafen. "Da muss ich Gas geben, denn das Aufgebot wird für Leipzig noch reduziert." Mit seinen ersten Länderspielen würde sich Popp einen Traum erfüllen, mit der Olympia-Qualifikation den größten überhaupt. Wenn es 2004 in Athen nicht klappt, dann eben vier Jahre später in Peking - entweder in der Halle oder mit seinem Markranstädter Beach-Partner Eric Koreng.

Der VVL muss heute übrigens auf den halben Stammsechser verzichten. Lars Björn Freier meldete sich mit Darmgrippe ab, Jure Kvesic und Armin Dewes sitzen nach ihren Verletzungen nur auf der Ersatzbank. Trainer Zoran Nikolic: "So ein Handicap hatten wir noch nie, Wunder sind nicht zu erwarten."

Steffen Enigk

 

Deutschland - Aachener Nachrichten 

Samstag. 20. Dezember 2003

Gegner hat zwei «Knaller» verpflichtet

Düren. Normalerweise ist Bernd Werscheck ein dankbarer Gesprächspartner. Keine knappen Antworten. Man muss dem Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren nichts aus der Nase ziehen. In außergewöhnlichen Situationen, hält er es jedoch mit der Methode «Weniger ist mehr».

«Ja», antwortet er auf die Frage, ob er nach der unnötigen Pokalniederlage gegen den VfB Friedrichshafen laut geworden sei. «Nein», so die Antwort, ob er oft laut werde. Und «Ja», er erwarte eine Reaktion seiner Mannschaft beim Auswärtsspiel am Freitag (19.30 Uhr) in Marktranstädt. «Wir müssen einfach zeigen, dass wir in der Lage sind, Spiele zu gewinnen», lautete des Trainers Forderung, als der Mannschaftsbus sich am Donnerstag in Richtung des Leipziger Vorortes aufmachte.

Vom Tabellenstand her gesehen ist die Sache klar: Der Aufsteiger belegt einen aussagekräftigen Platz: das Team ist Letzter. Doch die «Vorsicht, wir dürfen sie nicht unterschätzen»-Floskel ist diesmal mehr als gerechtfertigt. Nicht nur, weil Evivo zuletzt mit zwei unnötigen Niederlagen in Folge Schwächen gezeigt hat.

Sondern weil die Sachsen zugelegt haben. Djuric heißt der Neue. Und die Tatsache, dass er 220 Länderspiele für das heutige Serbien und Montenegro gemacht hat, lässt nur einen Schluss zu: der Mann ist ein Weltklasse-Spieler. «Wir haben ihn auf Video gesehen. Er ist richtig gut», so Werscheck. Dazu hat der Aufsteiger mit Pistovic einen weiteren international erfahrenen Mann geholt.

Gegen Düren steht die neue Marktranstädter Mannschaft erstmals auf dem Feld. «Ich bin da auch ein wenig überrascht», gesteht Werscheck angesichts der nicht ganz billigen Neuzugänge beim Gegner. Nichts desto trotz: «Wir müssen unser Spiel spielen und und uns nicht wundern, wie die sich solche Spieler leisten können», so Werscheck.

 

Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten 

Samstag. 20. Dezember 2003

DSC: In 64 Minuten war der 3:0-Sieg perfekt

Dresden. Die DSC-Volleyballerinnen haben gestern Abend vor 1086 Zuschauern in der Sporthalle Bodenbacher Straße ihren achten Saisonsieg gefeiert. Sie bezwangen das Tabellenschlusslicht TuS Braugold Erfurt erwartungsgemäß locker mit 3:0 (25:17, 25:20, 25:11). Bereits am morgigen Adventssonntag starten die Elbestädterinnen in die Rückrunde. Dann müssen sie zum Tabellensiebenten, den Roten Raben, ins oberbayerische Vilsbiburg reisen.

Für die Ludwig-Schützlinge hatte die Partie gegen die relativ schwache Erfurter Mannschaft beinahe Trainingscharakter. So ließ Trainer Arnd Ludwig auch fast alle Spielerinnen ran, lediglich Jana Vavrova wurde wegen ihrer Oberschenkelprobleme geschont.

In den ersten beiden Sätzen führte Zuspielerin Doreen Engel Regie, im dritten Abschnitt kam Stammstellerin Beatrice Dömeland aufs Feld. Auch bei den Außenangreiferinnen wechselte der Coach. Erfreulich, dass bei Grit Müller dabei im Spiel eine deutliche Steigerung zu sehen war. Auch Corina Ssuschke, die zu Spielbeginn mit "angezogener Handbremse" agierte, taute vor allem im letzten Abschnitt spürbar auf.

Im zweiten Abschnitt "klemmte" bei den dennoch überlegenen Gastgeberinnen zwischenzeitlich der Spielfluss, leichte Fehler schlichen sich ein. Doch die Gäste konnten dies kaum für sich nutzen. Nach insgesamt 64 Minuten war der erwartete Sieg unter Dach und Fach.

Arnd Ludwig, der die Partie sehr ruhig auf seinem Stuhl verfolgt hatte, gab zu: "Eigentlich war ich in Gedanken schon in Vilsbiburg. Dort geht es für uns um sehr viel. Und die Aufgabe wird ungleich schwerer als gegen Erfurt." Auch Heike Beier meinte: "Wir wollten uns die Kräfte an diesem Wochenende gut einteilen, deshalb sind auch alle eingesetzt worden. Wir wissen, dass uns in Vilsbiburg ein heißer Kampf erwartet."

Astrid Hofmann

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung 

Samstag. 20. Dezember 2003

MTV 48 Hildesheim will nachlegen

Gegen Oststeinbeck letztes Spiel in diesem Jahr.

Hildesheim (cen). Einmal müssen die Zweitliga-Volleyballer des MTV 48 Hildesheim vor der Weihnachtspause noch ran. Am Sonntag um 15 Uhr empfängt der aktuelle Tabellenzweite den Oststeinbeker SV. Spielbeginn in der Sporthalle der Robert-Bosch-Gesamtschule.

"Wir sind heiß darauf, unsere gute Hinserie mit einem weiteren Erfolg zu krönen", sagt MTV-Libero Kai Bode. In den bisherigen elf Saisonspielen musste das Team 48 lediglich zwei Niederlagen einstecken.

Der zweite Rang, der am Ende der Spielzeit zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga berechtigen würde, ist der verdiente Lohn. "Wenn wir jetzt nicht nachlegen, war die ganze Arbeit der letzten Wochen vergebens", betont Bode die Bedeutung der Partie am Sonntag.

Dennoch sind die Spieler um Trainer Walther Hoch gewarnt. Denn die Gäste aus Oststeinbek haben drei Spiele in Folge gewonnen - zuletzt am vorigen Wochenende gegen Giesen. Mit 12:12 Punkten steht der OSV nach verpatztem Saisonauftakt derzeit solide auf dem achten Tabellenrang. Besonderes Augenmerk werden die 48er auf Routinier Christian Bartram und den talentierten Spielmacher Sebastian Neufeld richten.

Zehnter Saisonsieg?

Im letzten Match dieses Jahres will das Team 48 die glänzende Form der vergangenen Wochen in den zehnten Saisonsieg ummünzen. Allerdings haben einige Leistungsträger in dieser Woche gar nicht oder mit halber Kraft trainiert, denn im Lager der Hildesheimer grassiert der Grippevirus. Nicht nur Mannschaftsführer Henning Machtens musste mit Fieber das Bett hüten. Fraglich ist auch der Einsatz von Roman Kammer, der an einer Entzündung im Fuß laboriert und schon beim Spiel in Bottrop ersetzt wurde.

Am Rande des Begegnung gegen Oststeinbek beginnt der Vorverkauf für das Derby zwischen dem MTV 48 Hildesheim und dem TSV Giesen am Sonnabend, 10. Januar 2004, in der Halle 39. Die Organisatoren basteln eifrig an einem bunten Unterhaltungsprogramm. Und vielleicht finden sich wie schon im vergangenen Februar mehr als 1000 Fans ein, um gemeinsam eine große Volleyballparty zu feiern.

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Samstag. 20. Dezember 2003

Für Humann ist morgen noch ein Erfolg drin

TSV Bad Saulgau hat nur einen Satz mehr auf dem Konto als der VVH. Trotzdem der Favorit in der Wolfskuhle.

Wenn am morgigen Sonntag um 15 Uhr die Partie VV Humann gegen den TSV Bad Saulgau in der deutschen Volleyball Liga in der Wolfskuhle angepfiffen wird, geht der Aufsteiger erstmals nicht als totaler Außenseiter ins Rennen.

Die Gäste aus dem äußersten Süden der Republik sind vor einem Jahr in die Eliteliga aufgestiegen und hatten, dank schon vorher existierender professioneller Strukturen, den Klassenerhalt geschafft. Trotz der ebenfalls sehr unterschiedlichen Voraussetzungen zählt Saulgau zu den direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg und der VV Humann rechnet sich immerhin eine kleine Außenseiterchance aus.

Bach: Spiel möglichst eng gestalten

"Die Saulgauer sind prinzipiell gut besetzt, mit zwei Amerikanern und einem polnischen Routinier in ihren Reihen. Sie müssten der Favorit sein, aber wir werden alles dran setzen, das Spiel so eng wie möglich zu gestalten und vielleicht sogar zu gewinnen", so VVH-Trainer Peter Bach.

In Saulgau brennt derzeit der sprichwörtliche Baum. Die Mannschaft hat ohne ihren Spielmacher bislang nicht überzeugt und steckt in einer Krise. Die Süddeutschen warten sehnsüchtig auf die Genesung des Kanadischen Beach-Nationalspielers James MacKay, der als Kopf und Lenker der Mannschaft scheinbar nicht zu ersetzen ist. Daher hat der TSV auch nur einen Satz mehr auf der Habenseite als der VV Humann.

Star der Mannschaft ist der Trainer. Mr.Volleyball höchstselbst steht an der Seitenlinie. Burkhard Sude dürfte trotz seiner inzwischen 46 Jahre noch immer einen passablen Libero abgeben, wird aber wohl nicht selber aktiv ins Geschehen eingreifen.

Saulgau hat - ähnlich dem VVH- eine eher kleine Mannschaft. Nur ein Spieler ist länger als zwei Meter. Die Lufthoheit wird in dieser Partie also durch die Athletik bestimmt. Hier haben die Profis vom Tabellenzehnten sicher Vorteile gegenüber den Humännern, schon wegen des Trainingsumfangs. "Nachdem wir unsere Generalprobe beim Test gegen Bottrop eher verpatzt haben, hoffen wir auf eine gelungene Vorführung. Mal sehen, vielleicht schaffen wir es ja, mit sechs Punkten in die Pause zu gehen, das wär unglaublich", so Bach Beim VV Humann werden bis auf Andreas Kaiser und Jochen Kohaus alle Spieler zur Verfügung stehen.

Humann-Kapitän Frank Fischer ist schon voller Vorfreude auf die Begegnung: "Wenn wir gut spielen und nicht gewinnen, ist das undramatisch. Hauptsache, wir krönen ein überragendes Jahr noch mal mit einer guten Leistung. Wir hoffen darauf, erneut von vielen Zuschauern nach vorne gepeitscht zu werden, was gerade in engen Spielsituationen mitentscheidend sein kann."

(stebl)

 

Deutschland - Ruhr Nachrichten 

Samstag. 20. Dezember 2003

VC 90: Bitterer Beigeschmack droht

Nach zwei Niederlagen in Folge geht es für Volleyball-Zweitligist beim Auswärtsspiel am heutigen Samstag (17 Uhr) in Kyritz darum, einen positiven Jahresabschluss zu schaffen.

Nach den Pleiten gegen Giesen und Hildesheim steht nun mit Fortuna Kyritz ein weiterer Gegner an, den zumindest VC-Coach Johan Verstappen zu den Topteams der Liga zählt. Allerdings spricht die Tabelle der 2. Bundesliga Nord derzeit eine andere Sprache. Dort belegen die Fortunen einen durchschnittlichen siebten Platz. Denn Kyritz sorgte in dieser Saison für allerlei Überraschungen - sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht.

Dennoch ist der Respekt des VC vor den Gastgebern groß. Nicht zuletzt auf Grund des Aufeinandertreffens in der Vorbereitung, als der VC chancenlos war. Doch in der Liga konnten die Männer von Trainer Jürgen Treppner die Vorschusslorbeeren nicht rechtfertigen.

So wollen die 90er, die auch nach den beiden Niederlagen noch immer auf Rang Tabellenplatz drei stehen, mit einem Auswärtssieg in die Weihnachtspause gehen. "Wir müssen uns in Kyritz aber mächtig auf die Hinterbeine setzen, um dort zum Erfolg zu kommen", weiß Teammanager Wolfgang Donat. Mit einem Sieg würde der VC mindestens auf Rang drei überwintern - eine Platzierung, mit der alle VC-Verantwortlichen zufrieden wären. "Denn mit einer derart guten Saison hat bei uns vorher niemand gerechnet", erklärt Donat. Vor allem die Spieler um Kapitän Markus Richter möchten der starken ersten Saisonhälfte nicht mit drei Pleiten in Serie einen bitteren Beigeschmack verleihen. Das wäre der guten Hinrunde auch nicht würdig.

sb

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Samstag. 20. Dezember 2003

Münster: Rotation spart Kräfte

Berlin - Erfreulich konzentriert gingen die Volleyball-Frauen des USC Münster Teil eins im Bundesliga-Endspurt vor Weihnachten an. Beim Berlin-Brandenburger VC 68 gewann Axel Bürings Team standesgemäß mit 3:0 (25:15, 25:22, 25:17).

Und konnte das Sportforum Hohenschönhausen, Heimat der Berliner, schon nach 64 gespielten Minuten wieder verlassen. Abgeklärt und bis auf wenige Ausnahmesituationen auch überlegen hatten Münsters Volleyballerinnen die Pflicht erfüllt. Sonntag folgt Teil zwei, wenn es auf der A2 nicht ganz so weit nach Norden geht " nämlich nur bis Braunschweig.

"Wir hatten uns vorgenommen, die zwei Spiele bis Weihnachten noch durchzuziehen. Das haben die Mädchen bislang vorbildlich gemacht", lobte Münsters Trainer. "Wir sind das besser besetzte Team, und das haben wir auf dem Feld auch gezeigt."

Mit Hella Jurich im Zuspiel,Caroline Wensink in der Mitte und Atika Bouagaa setzte Büring drei Spielerinnen ein, die in Albi nicht auf dem Platz gestanden hatten. Eher untypisch für den münsterschen Coach, doch die Rotation war angesichts der Reisestrapazen angezeigt.

"Sehr konzentriert und dominant", wie Büring lobte, spulte der Gast in Satz eins sein Programm ab. Die Berliner lagen beinahe sofort deutlich im Hintertreffen. Ihnen fehlten auch die Mittel, um den Rückstand aufzuarbeiten.

Anders da schon der Verlauf des zweiten Durchgangs, der am Ende vorentscheidend sein sollte. Der VC 68 legte seine ganzen Möglichkeiten in diesen Satz und hielt ihn auch offen bis zum 22:22. "Da war bei uns Kräfteverschleiß schon erkennbar", meinte Büring, der sich aber auf Teee Williams verlassen konnte, die den ersten Satzball zu seiner Erleichterung gleich verwandelte.

Nur vom Ergebnis her eng war Satz Nummer drei, in dem Büring Kim Staelens für Jurich brachte und auch Conny Dumler einsetzte. Die Vielspielerin der vergangenen Wochen hatte er zuvor geschont. Jill Döhnert ersetzte in der Mitte Caro Wensink, und der USC zog schnell deutlich dem klaren Sieg entgegen. Dass seine Mannschaft fünf Matchbälle vergab, ehe Johanna Reinink den Schlusspunkt setzte, war nicht mehr als eine Randnotiz. "So leicht sind die Belastungen schließlich nicht wegzustecken", meinte ein nachsichtiger Axel Büring, der seinen Spielerinnen heute frei gibt.

Morgen früh geht´s dann zur letzten Kraftanstrengung im Mammut-Pflichtprogramm. "Wir haben uns vorgenommen, diese beiden Bundesliga-Spiele deutlich und sicher zu gewinnen", so Büring. "Dazu sollten wir trotz der Anstrengungen auch in der Lage sein."

Dirk Krampe

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Samstag. 20. Dezember 2003

USC II: Tabellenplatz sagt nicht viel aus

Münster - Nach vielen stressigen Reisen im bisherigen Saisonverlauf darf die zweite Frauen-Mannschaft des USC Münster das Jahr in eigener Halle beschließen. Zu Gast am Berg Fidel ist heute um 16 Uhr der CVJM Hamburg.

In der 2. Volleyball-Bundesliga kämpfen die Norddeutschen um den Klassenerhalt, und Münsters Trainer Tom kleine Holthaus hat die Talfahrt der Hamburgerinnen nicht ohne Stirnrunzeln verfolgt. "Denn eigentlich hat diese Truppe Qualität." Nur zwei Siegen stehen dennoch schon neun Niederlagen gegenüber " als einzigen echten Schwachpunkt hat Holthaus aber die Annahme ausgemacht. Für die USC 2-Frauen heißt dies, gleich Druck aufzuerlegen " um dann das eigene Spiel durchzudrücken. "Wir müssen initiativ werden", fordert auch der Coach.

In den zwei Wochen Spielpause hat der USC "noch einmal Gas gegeben", damit der Substanzverlust in der nun folgenden Weihnachtspause nicht zu groß wird. Schwere Aufgaben warten im Januar sowohl im Ligenbetrieb wie für die A-Jugendlichen auch bei der Zwischenrunde zur Westdeutschen Meisterschaft.

Probleme könnte Holthaus heute auf der Diagonalposition bekommen. Susann Decker ist krank, Lisa Beinborn kehrt erst heute vom Nationalmannschafts-Lehrgang zurück. Vorsorglich hat Frederike Romberg im Training schon mal "umgeschult".

dkr

 

Deutschland - Aachener Zeitung 

Samstag. 20. Dezember 2003

Evivo gewinnt in Markranstädt 3:0

Düren. Die dritte Reise in dieser Spielzeit des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren in den deutschen Osten endete am Freitagabend mit einem 3:0 (28:26, 25:17, 25:18) bei Aufsteiger und Schlusslicht VC Markranstädt.
Bernd Werscheck, Dürens Übungsleiter, ließ die Sechs beginnen, die dem VfB Friedrichshafen letzten Samstag trotz Niederlage einen packenden Pokalkampf geliefert hatte.

Zuspieler Diego Gutierrez, die Annahmespezialisten und Außenangreifer Sven Dick und Tim Elsner, die Mittelblocker Sven Anton und Boris Zorica sowie Diagonalangreifer Heriberto Quero lieferten vor lauter Nervosität im ersten Satz zwar kein gutes Spiel ab, gewannen ihn aber 28:26.

Satz 2 lief viel, viel besser: 25:17, auch weil Till Lieber grandios annahm und Tim Elsner mit einer Aufschlagserie sechs Punkte einfuhr. Der dritte Satz war schließlich auch eine einseitige Angelegenheit: Sven Anton hämmerte den ersten Matchball zum 25:18 ins Feld.

(sis)

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel