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| Deutschland - DVV-News |
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Mittwoch. 24. Dezember 2003 |
Hee
Wan Lee muss auf Roll und Pachale verzichten
Thumm und Guhr auch nicht
dabei
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft muss ohne die zwei Italien-Profis Sylvia Roll (Jesi) und Hanka Pachale (Modena) die europäische Olympia-Qualifikation vom 5.-10. Januar in Baku/Aserbaidschan bestreiten. Roll sagte wegen anhaltender Verletzungsprobleme ab, Pachale hatte einen Einsatz vom Mitwirken Rolls abhängig gemacht und begründete den Verzicht zudem damit, dass zur Zeit ihr Verein Priorität habe. Neben Pachale und Roll werden auch Birgit Thumm (Rote Raben Vilsbiburg) und Christin Guhr (Dresdner SC) auf keinen Fall an der Olympia-Qualifikation teilnehmen. Bundestrainer Hee Wan Lee verzichtete auf Thumm, "da sie noch nicht wieder 100%-ig fit ist", und gab auf der zweiten Diagonalposition Anika Schulz den Vorzug vor Guhr.
Der Bundestrainer zeigte sich kämpferisch:
„Ich hatte gehofft, dass wir mit den beiden unseren Kader weiter verstärken.
Jetzt müssen wir halt mit dem bewährten EM-Kader versuchen, die Chance in Baku
zu nutzen.“ Bei der EM 2003 in der Türkei hatten Angelina Grün & Co völlig
überraschend die Bronzemedaille gewonnen.
In Baku würde ein dritter Platz jedoch nicht reichen. Lediglich der
Erstplatzierte des Achter-Teilnehmerfeldes qualifiziert sich für Athen 2004.
Die deutsche Mannschaft spielt in ihrer Vorrundengruppe mit Gastgeber Aserbaidschan (6. Januar), Polen (7. Januar) und Russland (8. Januar). In der anderen Gruppe stehen sich Bulgarien, die Türkei, Italien und die Niederlande gegenüber.
Die DVV-Auswahl bereitet sich ab dem 26. Dezember am Olympiastützpunkt Heidelberg auf die Qualifikation vor. Im Rahmen dieses Lehrgangs werden zwei Länderspiele gegen die Niederlande absolviert. Am 29. Dezember treffen beide Teams in Darmstadt in der Sporthalle am Böllenfalltor aufeinander, einen Tag später stehen sie sich im Heidelberger Olympiastützpunkt gegenüber. Anpfiff ist jeweils um 19.00 Uhr.
Aus dem unten stehenden Kader muss Lee bis zum Abflug nach Baku am 2. Januar noch zwei Spielerinnen streichen.
Der Kader für die Olympia-Qualifikation: Sabrina Ross, Tanja Hart (beide SSV Ulm ALIUD PHARMA), Anika Schulz, Kathleen Weiß (beide Schweriner SC), Christiane Fürst, Kerstin Tzscherlich (beide Dresdner SC), Julia Schlecht, Kathy Radzuweit, Judith Sylvester (alle TSV Bayer 04 Leverkusen), Cornelia Dumler, Atika Bouagaa (beide USC Münster), Olessya Kulakova (Cannes/Frankreich), Angelina Grün (Bergamo/Italien), Christina Benecke (TVF Fischbek Hamburg)
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Mittwoch. 24. Dezember 2003 |
DVV-Lehrgang:
Jalowietzki, Kromm, Tischer nicht dabei!
Bundestrainer Stelian
Moculescu plant mit 15 Spielern
So langsam nimmt der Kader für die europäische Olympia-Qualifikation vom 5.-10. Januar in Leizig Konturen an. Bundestrainer Stelian Moculescu strich aus seinem 18-er Kader die Spieler Bogdan Jalowietzki (VfB Friedrichshafen), Robert Kromm (SCC Berlin) und Simon Tischer (MAOAM Mendig). Auf der Mittelblockerposition setzt Moculescu damit auf die EM-Erprobten Ralph Bergmann, Norbert Walter und Georg Wiebel. Kapitän Stefan Hübner (Trento/ITA) fällt nach seinem erlittenen Ermüdungsbruch im Sommer weiter aus. Vergleichbar sieht es im Zuspielbereich aus, wo Frank Dehne und Ilja Wiederschein den Vorzug vor Simon Tischer erhielten. Auf der Außenangreiferposition ist nach der Rückkehr von Björn Andrae sowie der Nominierung von Marcus Popp zur Zeit ein Überangebot, sodass sich Moculescu gegen den Jüngsten, Robert Kromm, entschied.
Seine endgültige Nominierung, der Kader muss bis zur Olympia-Qualifikation in Leipzig auf 12 Spieler reduziert werden, dürfte der Bundestrainer nach den beiden Tunesien-Spielen bekannt geben. Diese finden am 28. und 30. Dezember jeweils in Friedrichshafen um 19.00 Uhr statt.
Gegen die schnell spielenden und Aufschlag starken Afrikaner haben die DVV-Spieler in diesem Jahr bereits drei Mal gespielt: In Vorbereitung auf die EM 2003 verloren die DVV-Asse mit 2:3 und 0:3 und siegten ein Mal mit 3:0. Allerdings befanden sich die Spieler um Wolfgang Kuck damals mitten im athletischen Aufbau. Dennoch gelten die Tunesier als stark verbessert und stellen zur Zeit die stärkste afrikanische Mannschaft. Dies unterstrichen sie zuletzt bei den Afrikameisterschaften, als sie im Finale den ärgsten Widersacher Ägypten mit 3:0 bezwangen. Die Tunesier bereiten sich mit den Spielen in Friedrichshafen auf die afrikanische Olympia-Qualifikation vom 5.-10. Januar in Tunis vor.
Der Kader für die Olympia-Qualifikation: Björn Andrae (Cuneo/ITA), Christian Pampel (Loreto/ITA), Norbert Walter (Parma/ITA), Ilja Wiederschein, Marcus Popp, Jochen Schöps (alle VfB Friedrichshafen), Eugen Bakumowski, Marco Liefke, Sebastian Prüsener (alle SCC Berlin), Till Lieber (evivo Düren), Ralph Bergmann (Roeselare/BEL), Wolfgang Kuck (Montpellier/FRA), Mark Siebeck (Olsztyn/POL), Georg Wiebel (Maaseik/BEL) Frank Dehne (Rennes/FRA)
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Mittwoch. 24. Dezember 2003 |
Frankreichs
Trainer nominiert 14 Spieler für Trainingslager!
Aus 18 mach 14 – nach diesem Motto hat bereits Frankreichs Trainer Philippe Blain gehandelt, der seinen 18-er Kader bereits um vier Spieler für das Trainingslager ab dem 26. Dezember reduziert hat. Vincent Montmeat (Poitiers), Loic Lemarrec (Cannes), Andy Ces (Toulouse) und Xavier Kapfer (Montpellier) fielen der Reduzierung zum Opfer. Doch damit natürlich noch nicht genug, denn auch Blain muss bis zum Turnierstart am 5. Januar noch zwei weitere Spieler streichen.
Aktuell sieht der 14-Kader Frankreichs folgendermaßen aus: Yohan Cohen (Poitiers), Hubert Henno, Frédéric Gibert, Loic de Kergret (alle Tours), Mathias Patin, Oliver Kieffer, Sébastien Frangolacci (alle Paris), Marc Schalk (Cannes), Dominque Daquin (Moskau/RUS), Jean Charles Monneraye, Laurent Capet (beide Tourcoing), Stéphane Antiga (Cuneo/ITA), Frantz Granvorka (Triest/ITA), Philippe Barca-Cysique (Nizza)
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Mittwoch. 24. Dezember 2003 |
Zum
Jahresabschluss: Länderspiele in Friedrichshafen
Hochkarätiger Volleyball wird
vom 28. bis 30 Dezember in der ARENA Friedrichshafen geboten, wo sich die
deutsche Nationalmannschaft auf die Olympia-Qualifikation in Leipzig
vorbereitet.
Am Sonntag, 28. und Dienstag,
30. Dezember bestreitet die Bundesauswahl unter Trainer Stelian Moculescu zwei Länderspiele
gegen Tunesien. Am Montag, 29. Dezember tritt der VfB Friedrichshafen gegen das
tunesische Nationalteam an. Alle Spiele werden in der neuen ARENA
Friedrichshafen ausgetragen und beginnen um 19 Uhr, der Eintritt beträgt 5
Euro, Jugendliche bis 16 Jahren zahlen 2 Euro.
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Mittwoch. 24. Dezember 2003 |
ASV
verteilt fleißig Geschenke
Weihnachtszeit- Geschenkezeit.
Die Zweitliga-Volleyballer des ASV Dachau haben die Rolle des „großzügigen
Gastgebers“ am Samstag ein wenig zu wörtlich interpretiert. Und weil das
Derby auch noch in die Weihnachtszeit gefallen ist, überreichte der Favorit dem
Gast aus Lohhof ein Packerl mit zwei Punkten. Völlig verdient verlor der ASV
Dachau das Heimspiel gegen den Lokalrivalen vom SV Lohhof mit 1:3 (23:25, 25:20,
20:25, 20:25).
Fünf Jahre, neun Monate und 29 Tag - genau am 21. Februar 1998 - da gewann der SV Lohhof zum letzten Mal ein Meisterschaftsspiel gegen den ASV. Für die Gäste vom SVL war also heuer die Bescherung bereits am 20. Dezember. Dabei verteilten die Stadtwälder fleißig Geschenke, so wie es sich für einen artigen Gastgeber gehört.
Ohne große Gegenwehr ergab man sich im mit Spannung erwarteten Lokalderby seinem Schicksal. Das Team von ASV-Trainer Torsten Schulz zeigte eine indiskutable Leistung, ein Auftritt, die man von den Dachauern nicht gewohnt ist. Besonders in der Annahme offenbarte die Dachauer Schwächen, die zuvor eigentlich nicht vorstellbar waren.
Michael Hänsel hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und hätte von ASV-Coach Schulz in Form einer Auswechslung erlöst werden müssen. Doch der Dachauer Coach tat ihm den Gefallen nicht. „Ich hatte gedacht, er fängt sich im Laufe der Partie wieder. Dies war nicht der Fall. Ich hätte auswechseln müssen“, gibt Schulz unumwunden zu.
Aber auch Libero Andreas Liegsalz hatte große Probleme in der Annahme. ASV-Spielmacher Christoph Stelzer hätte am vergangenen Samstag in der Scherer-Halle Sprint-Schuhe gebrauchen können, um die verpatzen Annahmen zu erlaufen. Serienweise verstreuten die Dachauer Annahmespieler die Bälle irgendwie und irgendwo in der Halle herum.
Auch im Angriff wusste der ASV nicht zu überzeugen. Gegen die gut organisierten Lohhofer brachten die Attacker des Gastgebers fast keinen Ball direkt auf den Boden der Gäste. Lediglich im Block überzeugte einmal mehr Thomas Mersmann, der mit zahlreichen Blocks seine Mannschaft, zumindest phasenweise, im Spiel hielt.
Bezeichnend für die Partie war der vierte Satz. Lohhof zog auf 11:3 davon. Der ASV begann eine Aufholjagd, die beim 11:12 endete. Beinahe jeder der 300 Zuschauer in der Halle dachte, dass das Spiel nun kippen würde- doch denkste. Das Team des ASV war an diesem Abend einfach nicht in der Lage, seine Normalform abzurufen. Lohhof zog erneut davon und sicherte sich den Satz und das Spiel.
Die Art und Weise, wie der ASV
im Lokalderby gegen Lohhof auftrat, ist die Folge von mehreren Faktoren.
Stichwort Trainingsbeteiligung: „Was will ich machen“, fragt Schulz. „Wenn
meine Spieler bis Abends arbeiten müssen, dann ist es klar, dass die
Trainingsbeteiligung nach unten geht. Das ist aber kein Grund, dieses Spiel
praktisch zu verschenken“, kritisiert Schulz sein Team.
Stichwort Pokal-Hit: Bis zum
DVV-Cup-Match gegen den VfB Friedrichshafen zeigten die Dachauer Spieler
Leistungen en suite. Danach ging es ständig bergab. Gegen Freiburg retteten
sich die Dachauer gerade noch so ins Ziel, doch gegen Friedrichshafen und Lohhof
reichte es einfach nicht mehr.
Der ASV muss nun schnellstens
zusehen, dass die alte Form wieder ausgegraben wird. Vielleicht reichen die
Weihnachtstage zur Besinnung, um die eigenen Möglichkeiten wieder abzurufen.
Viel Zeit bleibt den Stadtwäldern allerdings nicht, denn bereits am 3. Januar müssen
sie bei der GSVE Delitzsch antreten.
| Deutschland - Braunschweiger Zeitung |
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Mittwoch. 24. Dezember 2003 |
Trotz Pleite "richtig Spaß da unten"
Kampfstarker USC Braunschweig verliert gegen Münster mit 0:3
Es hat zumindest länger gedauert, als viele erwartet hatten. Erst nach 70 Minuten reiner Spielzeit schmetterte Braunschweigs Mannschaftsführerin Maja Pachale den Volleyball ins Netz – der glanzlose Dreisatz-Sieg (18:25, 21:25, 21:25) des Favoriten USC Münster war perfekt.
Timo Schröder, Trainer des USC Braunschweig, war zufrieden. Schließlich hatten es seine Schützlinge den vielen Nationalspielerinnen aus Münster in jedem Satz nicht leicht gemacht. "Mit ein bisschen mehr Biss und Fortune hätten wir das Ergebnis sogar noch knapper gestalten können", war er sich sicher. Den Drei-Klassen-Unterschied aus dem Hinspiel halbierten die Gastgeberinnen. "Jetzt waren es wohl nur noch anderthalb Klassen", scherzte Schröder. Mehr als ein Achtungserfolg blieb so also nicht. Denn für eine faustdicke Überraschung "hätten wir schon über uns hinauswachsen müssen".
Aber das gelang den Braunschweigerinnen nicht. Die Angaben (Schröder: "Dort sind wir heute volles Risiko gegangen.") waren für die Gäste aus Münster eher Eingaben. Locker brachten sie den Ball zurück ins Spiel. Eins, zwei und dann düpierte die US-Nationalspielerin Tonya Williams zumeist den Braunschweiger Block mit einem Lupfer. Siebenmal fielen die Gastgeberinnen auf den gleichen Trick herein. Timo Schröder stampfte deshalb auch schon einmal ärgerlich auf den Hallenboden. "Da waren wir nicht variabel genug", kritisierte er.
Überhaupt müsse sein Team im Aufschlag- und Annahmebereich noch zulegen. Dem kanadischen Neuzugang Cheryl Stinson attestierte der Trainer, eine gute Partie abgeliefert zu haben. "Die Annahme hat sie solide nach vorne gebracht." Auch Zuspielerin Martina Bamberg fand, dass "das Zusammenspiel immer besser klappt".
Gästetrainer Axel Büring konnte es sich sogar leisten, den Nationalspielerinnen Atika Bouagaa und Tonya Williams nur wenig Spielzeit zu geben. Auch mit angezogener Handbremse schmetterte und blockte sich Münster zum Erfolg. Braunschweig hingegen hechtete nach jedem Ball. Das gefiel den Fans. Auch denen aus Münster. Eine ganze Busladung in Grün und Weiß war mit nach Niedersachsen gefahren, um ihr Team lautstark mit Rasseln und Pauken zu unterstützen. Mitte des dritten Satzes ging dann sogar die Welle über die Ränge der Tunica-Halle. "Das hat richtig Spaß gemacht da unten", lobte Schröder.
Christian Meyer
| Deutschland - Ahrensburger Zeitung |
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Mittwoch. 24. Dezember 2003 |
Oststeinbeker hadern mit Entscheidungen der Schiedsrichter
Oststeinbek - Vor dem Weihnachtsfest noch einmal kräftig Kalorien verbrennen - das könnte die Devise der Zweitbundesliga-Volleyballer des Oststeinbeker SV vor ihrem Auftritt beim Tabellenzweiten MTV Hildesheim gewesen sein. Mit 1:3 (23:25, 24:26, 29:27, 23:25) verloren die Oststeinbeker äußerst knapp. Coach Bernd Schlesinger hatte seine Aktiven vor seinem Abschied in den Weihnachtsurlaub noch einmal auf die Waage gestellt. "Für jedes Kilo, das ihr beim Trainingsstart am 2. Januar mehr auf den Rippen habt, erwarte ich eine Flasche guten spanischen Rotwein", hatte er seinen Schützlingen eingeschärft.
Neben Schlesinger fehlte in Hildesheim auch Diagonalangreifer Christian Bartram, der vereinbarungsgemäß vorzeitig in den Skiurlaub gefahren ist. Der Coach wurde von seinem Assistenten Jan Maier vertreten, für Bartram rückte Mannschaftsführer Jan Buhrmester nach längerem Reservistendasein in die Anfangsformation. "Wir haben wirklich gut gespielt", stellte Buhrmester fest. Auch mit Maiers Coaching waren die Spieler zufrieden. "Er war am Anfang etwas aufgeregt, aber auch in den Auszeiten gab es nachher gute Tipps von ihm", so der Kapitän.
Buhrmester konnte mit seinem
Auftritt ebenfalls zufrieden sein. "Ich kann mich aber noch steigern",
sagte er.
Nur gegen Entscheidungen der Schiedsrichter ist wenig auszurichten. Das musste
von den "Ostbek Cowboys" vor allem Außenangreifer Mirko Suhren
lernen. Im zweiten Satz bei einer 24:23-Führung der Oststeinbeker schmetterte
Suhren, der Ball wurde - so sein Eindruck - noch von den Gegnern mit den
Fingerkuppen beim Block berührt. Es wäre der Satzgewinn gewesen. Doch der
Schiedsrichter übersah dies, gab den Punkt den Hildesheimern.
Unmittelbar darauf wiederholte sich zum Unmut von Suhren die Szene. Den aufflammenden Protest des OSV-Angreifers quittierte der Schiedsrichter mit einer gelben Karte, die im Volleyball mit einem Punkt für den Gegner verbunden ist. So gewannen die Hildesheimer auch den zweiten Satz. "Zumindest kann man den Schiedsrichtern in dieser Situation wenig Fingerspitzengefühl nachsagen", urteilte Buhrmester.
Mit dem Wiegen nach dem
Weihnachtsurlaub wird Buhrmester wohl kaum Probleme kriegen: "Es wäre aber
gerechter gewesen, wenn sich auch der Trainer auf die Waage gestellt hätte und
für jedes Kilo Übergewicht für die Saisonabschlussfeier eine Kiste Rotwein
spendieren würde." Diesen Vorschlag lehnte Schlesinger jedoch ab.
Manfred Schäffer
| Deutschland - Sächsische Zeitung |
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Mittwoch. 24. Dezember 2003 |
„Es ist das Beste, was mir passieren konnte“
Pionierarbeit im Osten:
Mark Siebeck verdient sein Geld im polnischen Olsztyn.
Endlich wieder in der Heimat. Zehn Stunden im Auto hinterlassen ihre Spuren. Erst recht bei einem Hünen von 1,96 Meter. Mark Siebeck ist wieder in Leipzig. Dort, wo er das Volleyball-Abc erlernte. Er freut sich auf die Feiertage, das Wiedersehen mit Familie und Freunden, auf die Weihnachtsente mit Klößen.
Siebecks neues Zuhause liegt rund 1 000 Kilometer weiter östlich im Norden Polens. Seit September 2002 spielt er für PZU ATS Olsztyn. Der Leipziger sorgt damit für ein Novum, ist der einzige Westeuropäer in der Profiliga. „Ich habe den Wechsel noch nie bereut. Olsztyn hat eine schöne Altstadt. Ich bekomme in den Geschäften alles, was ich brauche. Und die kleinen Probleme, die es im Ausland nun mal gibt, wären in Frankreich oder Italien auch nicht anders“, erzählt der 28-Jährige.
Rückblende: Lange vor dem Sommer 2002 legt sich der Leipziger fest, seiner Heimatstadt den Rücken zu kehren. Er will unbedingt einmal im Ausland spielen. Wo, ist eigentlich egal. Herzlich lachen muss Siebeck allerdings, als ihn der Anruf von Boguslaw Cieciórski, Direktor des Olsztyner Volleyballvereins, erreicht. Alles ist denkbar, aber keinesfalls Polen – damals unvorstellbar für Siebeck. Cieciórski bleibt aber hartnäckig. Mit dem vierten Anruf bringt er Siebeck erstmals zum Grübeln, der fünfte Versuch hat Erfolg. „Irgendwann konnte ich nicht mehr ablehnen“, erinnert sich der umworbene Nationalspieler. Die Zahl auf dem Gehaltscheck, der Reiz des Neuen überzeugen ihn. Er unterschreibt einen Jahresvertrag, den er inzwischen bis Sommer 2004 verlängerte. Heute sagt er: „Es war das Beste, was mir passieren konnte.“
Szenenwechsel: „Marek,
Marek“, schreien die Zuschauer, bevor Siebeck zum Aufschlag ausholt. Auch wenn
der Sieg im letzten Heimspiel des Jahres gegen den Tabellenletzten Warschau
nicht überzeugend ausfällt, stehen die Fans wie eine Wand hinter ihrem Team.
Die Euphorie ist groß, denn die Volleyballer sind das Aushängeschild der
Stadt, die zu deutsch Allenstein heißt. Der Traditionsverein überwintert auf
dem zweiten Platz, greift erstmals seit zehn Jahren wieder nach der
Meisterschaft. Und Boguslaw Cieciórski ist glücklich. „Mark spielt in dieser
Saison richtig gut, wir sind sehr zufrieden“, lobt der Vereinsdirektor. In den
anderthalb Jahren hat sich der einzige Ausländer im zwölfköpfigen Kader zur
festen Größe etabliert. „Wenn ich mal zwei, drei Bälle versiebe, sitze ich
kurz draußen. Aber ansonsten bin ich gesetzt“, kennt Siebeck seinen
Stellenwert. Zum Publikumsliebling taugt er allerdings nicht. Siebeck ist mehr
der ruhige Arbeiter, hält sich beim Autogrammschreiben zurück.
Bestens integriert als einziger Ausländer
Stars sind in Olsztyn andere. Pawel Papke zum Beispiel. Den kennt in Polen fast jedes Kind. Denn Volleyball ist hier Volkssport. Jede Woche werden zwei Spiele live im Fernsehen übertragen. Finanzstarke heimische Unternehmen garantieren die Profibedingungen. „Manchmal habe ich den Eindruck, dass Volleyball fast populärer ist als Fußball“, erzählt Siebeck. Dass er als einziger „Westimport“ dabei nicht im Mittelpunkt steht, stört ihn nicht. So bleibt genügend Zeit für Freundin Doreen, die früher beim Handballbundesligisten HC Leipzig spielte, und den vier Monate alten Yannick.
Der frisch gebackene Vater genießt die Ruhe in der Masurenstadt. Erst recht, nachdem er die Landessprache ausreichend beherrscht. „Im Restaurant kann ich problemlos bestellen. Und wenn ich beim Training nicht weiter weiß, gehe ich zu denen, die Englisch können“, fühlt sich der Deutsche unter Polen bestens integriert. Und eine wichtige Erfahrung hat er gemacht: „Ich beschäftige mich viel mehr mit mir selbst. Denn es ist einfacher, bei mir etwas zu verändern, als meinen Mitspielern zu erklären, dass sie sich auf mich einstellen sollen.“
Die Familie hat sich eingelebt in Olsztyn. Der Kontakt in die Heimat ist dennoch nie abgerissen. Wann Mark Siebeck endgültig nach Leipzig zurückkehrt, ist offener denn je. „Vielleicht hänge ich noch eine Saison dran. Mit Olsztyn in der Champions-League zu spielen, wäre großartig.“ Dann würde ihm die Weihnachtsente im nächsten Jahr sicher noch besser schmecken.
Tino Meyer
| Deutschland - Westfälische Nachrichten |
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Mittwoch. 24. Dezember 2003 |
-wis- Münster. Nur mit fünf Spielerinnen aus dem Bundesliga-Kader reisen die Volleyballerinnen des USC Münster am zweiten Weihnachtstag zu einem internationalen Turnier nach Belgien. Trainer Axel Büring hat Hella Jurich, Sandra Aßmann, Antje Röder, Jil Döhnert und Johanna Reinink nominiert. Aus der Zweitligamannschaft stoßen Lisa Beinborn, Sara Stetzkamp, Julia Kaufhold, Stefanie Golla und Rieke Brink-Abeler zum Aufgebot.
In der Vorrunden-Gruppe A müssen sich die Unabhängigen am Samstag mit ASPTT Mulhouse (Frankreich) und Calaminia (Belgien) sowie am Sonntag mit dem VC Mosanyvoir (Belgien) auseinandersetzen. In der anderen Gruppe spielen Olmütz (Tschechien), Ommen (Niederlande), Poznan (Polen) und Tongeren (Belgien).
| Deutschland - VfB Friedrichshafen-News |
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Mittwoch. 24. Dezember 2003 |
Afrikanischer
Volleyball in Friedrichshafen
FRIEDRICHSHAFEN - Die Häfler
Volleyballfans kommen zwischen Weihnachten und Neujahr noch einmal voll auf ihre
Kosten: Die deutsche Nationalmannschaft bereitet sich am Bodensee auf die
Olympia-Qualifikation in Leipzig vor und bestreitet am 28. und 30. Dezember zwei
Länderspiele gegen Tunesien. In der dritten Partie tritt am 29. Dezember der
VfB Friedrichshafen gegen das tunesische Nationalteam an. Alle Spiele beginnen
um 19 Uhr in der ARENA. Der Eintritt beträgt fünf Euro, Jugendliche bis 16
Jahren zahlen zwei Euro.
Die Weihnachtspause ist für
die Häfler Volleyballer wie immer recht kurz. In diesem Jahr dauert sie gerade
mal fünf Tage. Am 2. Weihnachtstag versammeln sich die Schützlinge von Trainer
Stelian Moculescu bereits wieder zum ersten Training in Friedrichshafen. Neben
den VfB-Spielern sind diesmal auch sämtliche Nationalspieler mit an Bord, die
bei dem Trainingslager den letzten Schliff für das Turnier in Leipzig bekommen
sollen. Hier besteht zwischen dem 5. und 10. Januar die letzte Chance, das
Ticket für Athen 2004 zu lösen. Als Testspiel-Gegner hat der DVV das beste
afrikanische Team eingeladen. Die Tunesier bereiten sich mit den Spielen in
Friedrichshafen auf die afrikanische Olympia-Qualifikation vor, die im gleichen
Zeitraum in Tunis stattfindet.
Gegen die schnell spielenden
und im Aufschlag starken Afrikaner haben die DVV-Spieler in diesem Jahr bereits
drei Mal gespielt: In Vorbereitung auf die EM 2003 verloren die DVV-Asse mit 2:3
und 0:3 und siegten ein Mal mit 3:0. Allerdings befanden sich die Spieler um
Wolfgang Kuck damals mitten im athletischen Aufbau. Dennoch gelten die Tunesier
als stark verbessert und stellen zurzeit die stärkste afrikanische Mannschaft.
Dies unterstrichen sie zuletzt bei den Afrikameisterschaften, als sie im Finale
den ärgsten Widersacher Ägypten mit 3:0 bezwangen.
Bei den Trainingstagen in
Friedrichshafen wird es ein Wiedersehen mit alten Bekannten geben, denn im vorläufigen
Kader stehen auch die Ex-Häfler Norbert Walter, Björn Andrae und Christian
Pampel. Übrigens: „Pampi“ ist vor wenigen Tagen von den Lesern des
Volleyball-Magazins zum „Volleyballer des Jahres“ gewählt worden.
Hier der Kader für die
Vorbereitung zur Olympia-Qualifikation: Björn Andrae (Cuneo/ITA), Christian
Pampel (Loreto/ITA), Norbert Walter (Parma/ITA), Ilja Wiederschein, Marcus Popp,
Jochen Schöps (alle VfB Friedrichshafen), Eugen Bakumowski, Marco Liefke,
Sebastian Prüsener (alle SCC Berlin), Till Lieber (evivo Düren), Ralph
Bergmann (Roeselare/BEL), Wolfgang Kuck (Sete/FRA), Mark Siebeck (Olsztyn/POL),
Georg Wiebel (Maaseik/BEL) Frank Dehne (Rennes/FRA)
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel